{"id":15789,"date":"2013-01-10T10:03:23","date_gmt":"2013-01-10T09:03:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15789"},"modified":"2015-06-23T09:38:28","modified_gmt":"2015-06-23T07:38:28","slug":"das-irrtum-der-euroretter-und-das-schweigen-im-blatterwalde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15789","title":{"rendered":"Der Irrtum der Euroretter und das Schweigen im Bl\u00e4tterwalde"},"content":{"rendered":"<p>Die vornehmste Aufgabe der Volkswirtschaftslehre ist es, die Politik zu beraten. Auf Basis der Beratung durch den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF)  verordnete die Politik halb Europa eine selbstm&ouml;rderische K&uuml;rzungspolitik. Doch das neue Jahr begann mit einem Paukenschlag. Einer der einflussreichsten Volkswirte, Olivier Blanchard, seines Zeichens Chef&ouml;konom des IWF, gibt pl&ouml;tzlich zu, dass man sich in der Vergangenheit &bdquo;verrechnet&ldquo; habe und die vom W&auml;hrungsfonds vorgeschlagene K&uuml;rzungspolitik wom&ouml;glich die aktuelle Krise sogar noch versch&auml;rft. Dieses Eingest&auml;ndnis stellt die bisherige Politik der &bdquo;Euroretter&ldquo; komplett in Frage. Eigentlich sollte man nun erwarten, dass Blanchards Offenbarungseid politisches Tagesgespr&auml;ch Nummer Eins ist. Doch weit gefehlt. Der erste SPIEGEL des neuen Jahrs machte nicht mit dem Thema &bdquo;Der Irrtum der Euroretter&ldquo; auf, sondern fragte sich, ob das m&auml;nnliche Geschlecht mit der modernen Gesellschaft &uuml;berfordert sei. &Uuml;ber die neuen Rechenkunstst&uuml;cke des IWF verliert der SPIEGEL kein Wort. Auch der Tagesschau war das eingestandene Versagen des IWF keine Meldung wert. Der Dogmatismus der &ouml;konomischen Debatte hierzulande macht offenbar blind. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nBereits im Oktober letzten Jahres sorgte der IWF f&uuml;r Aufregung, als er in einer <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/weo\/2012\/02\/pdf\/text.pdf\">Randnotiz [PDF &ndash; 10.5 MB]<\/a> anmerkte, dass er die negativen &ouml;konomischen Auswirkungen von staatlichen Ausgabenk&uuml;rzungen falsch eingesch&auml;tzt haben k&ouml;nnte. Zu Beginn des neuen Jahres legt IWF-Chef&ouml;konom Blanchard nach und erkl&auml;rt in einer <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/wp\/2013\/wp1301.pdf\">Studie [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a>, dass der IWF sich tats&auml;chlich verrechnet hat. Man habe bei seinen Prognosen einen zu niedrigen &bdquo;Fiskalmultiplikator&ldquo; angenommen. <\/p><p><strong>Exkurs: Was ist ein Fiskalmultiplikator?<\/strong><\/p><p>Die Haushaltspolitik des Staates hat, das jedenfalls ist unter &Ouml;konomen unbestritten, Auswirkungen auf die Konjunktur. Wenn ein Staat seine Ausgaben erh&ouml;ht, indem er beispielsweise Personal einstellt oder Investitionen t&auml;tigt, hat dies sowohl direkte, als auch indirekte Auswirkungen auf die Volkswirtschaft. Um dies zu verdeutlichen, muss man sich nur vorstellen, dass z.B. f&uuml;r einen Lehrer eine Stelle neu geschaffen wurde. Dieser Lehrer bezieht sein Gehalt vom Staat und gibt das Geld freilich auch wieder aus, wovon andere wiederum direkt und indirekt profitieren. Umgekehrt verh&auml;lt es sich mit Ausgabenk&uuml;rzungen. Wird der Lohn des Lehrers gek&uuml;rzt, kann er weniger Geld ausgeben und auch hier gibt es direkte und indirekte Nebeneffekte f&uuml;r andere Wirtschaftssubjekte. <\/p><p>Um zumindest grob einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen, welchen konjunkturellen Effekte Ausgabenerh&ouml;hungen oder &ndash;k&uuml;rzungen haben, hat der britische &Ouml;konom John Maynard Keynes den &bdquo;Fiskalmultiplikator&ldquo; eingef&uuml;hrt. Dieser Multiplikator ist ein Instrument  unter vielen, um der Politik eine Hilfestellung bei haushaltspolitischen Entscheidungen zu geben. Grunds&auml;tzlich gilt, dass der konjunkturelle Effekt von staatlichen Ausgabenerh&ouml;hungen und &ndash;k&uuml;rzungen umso gr&ouml;&szlig;er ausf&auml;llt, je h&ouml;her der &bdquo;Fiskalmultiplikator&ldquo;  ist. Nimmt man beispielsweise einen hohen Fiskalmultiplikator an, kann sich eine Erh&ouml;hung der Staatsausgaben m&ouml;glicherweise von selbst refinanzieren, da die konjunkturellen (Aufschwung-)Effekte, die von diesem Impuls ausgel&ouml;st werden, zu h&ouml;heren Steuereinnahmen f&uuml;hren. Umgekehrt bedeutet ein hoher Fiskalmultiplikator jedoch auch, dass Fiskalk&uuml;rzungen die Konjunktur derart schw&auml;chen, dass auch die Steuereinahmen &uuml;berproportional wegbrechen. Ein niedriger &bdquo;Fiskalmultiplikator&ldquo; bedeutet umgekehrt, dass eine Erh&ouml;hung der Staatssaugaben konjunkturell verpufft und eine Senkung der Staatsausgaben wiederum ohne gro&szlig;e konjunkturelle Folgen bleibt.<\/p><p>Es liegt in der Natur der Dinge, dass neoliberale &Ouml;konomen dazu neigen, den Fiskalmultiplikator zu niedrig anzusetzen. Glaubt man an einen niedrigen Fiskalmultiplikator,  so hei&szlig;t das zugleich, dass der Staat sich generell aus dem Wirtschaftsleben zur&uuml;ckziehen und sich auf seine Rolle als &bdquo;Nachtw&auml;chter&ldquo; beschr&auml;nkt sollte &ndash; dies ist seit jeher der Traum wirtschaftsliberaler Ideologen. F&uuml;r sie sind Staatsausgaben prinzipiell sch&auml;dlich f&uuml;r die Wirkung der Marktkr&auml;fte.<\/p><p>Nun gibt es jedoch keinen fixen Fiskalmultiplikator, der f&uuml;r jedes Land zu jeder Zeit korrekt ist. Der Fiskalmultiplikator misst vielmehr im Nachhinein, wie die Konjunktur auf haushaltspolitische Entscheidungen reagiert hat und dies auch noch ohne andere Faktoren mit einzubeziehen. Ein solcher weiterer Faktor ist beispielsweise der Zinssatz. Eine Grundannahme des Fiskalmultiplikators ist n&auml;mlich, dass der Zins positiv mit der Finanzpolitik korreliert, der Zins also sinkt, wenn beispielsweise der Staat seine Ausgaben zur&uuml;ckf&auml;hrt. Bei einer Gemeinschaftsw&auml;hrung wie dem Euro, bei der sich das Zinsniveau nicht an fiskalischen Entscheidungen einzelner Mitgliedsstaaten orientieren kann, ist eine solche Korrelation jedoch kaum m&ouml;glich und in einer Niedrigzinsphase ohnehin faktisch auszuschlie&szlig;en. Hinzu kommt, dass der Fiskalmultiplikator sich mit der jeweiligen konjunkturellen Lage &auml;ndert. In einer Boomphase geht er naturgem&auml;&szlig; gegen Null, w&auml;hrend er in einer Krise h&ouml;here Werte einnimmt. Genau das ist &uuml;brigens Grundlage des Keynesianismus, der &ndash; vereinfacht ausgedr&uuml;ckt &ndash; besagt, dass der Staat in Krisenzeiten seine Ausgaben erh&ouml;hen muss, um seine Verschuldung in Boomphasen wieder zur&uuml;ckzufahren. Das ist alles nicht neu, nur wurde es in der neoliberalen &Auml;ra vergessen und verdr&auml;ngt oder durch neue &ouml;konomische Lehren &uuml;berlagert.<\/p><p><strong>Die Fehler des IWF<\/strong><\/p><p>Der IWF ging bei seinen bisherigen Sch&auml;tzungen von einem vergleichsweise sehr niedrigen Fiskalmultiplikator von 0,5 aus. Wer mit einem derartig niedrigen Wert rechnet, kann nat&uuml;rlich rein mathematisch nur zu dem Ergebnis kommen, dass es zum Heraussparen aus der Krise keine Alternative gibt.  Wer mit einem solch niedrigen Wert kalkuliert, kommt immer zu dem Ergebnis, dass schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme verpuffen m&uuml;ssen und die einzig denkbare Medizin f&uuml;r Krisenzeiten in einer harten Austerit&auml;tspolitik bestehen kann. Nun haben die &Ouml;konomen des IWF ihre eigenen Prognosen noch einmal kritisch nachgerechnet und sind &ndash; welch Wunder &ndash; auf einen wesentlich h&ouml;heren Multiplikator gekommen.  Neuerdings geht der IWF davon aus, dass in der Eurokrise eher mit einem Wert zwischen 0,9 und 1,7 operiert werden m&uuml;sse. Und selbst diese Sch&auml;tzung ist eher defensiv, zahlreiche namhafte &Ouml;konomen sehen den Fiskalmultiplikator in Krisenzeiten eher bei 2,5 oder sogar dar&uuml;ber. <\/p><p>Es ist unbegreiflich, mit welcher Beil&auml;ufigkeit diese Zahlen diskutiert werden &ndash; gerade so, als handele es sich hierbei um unbedeutende Details aus dem wirtschaftswissenschaftlichen Elfenbeinturm. Die Frage, ob der Fiskalmultiplikator nun bei 0,5 bei 1,5 oder gar bei 2,5 liegt, ist jedoch elementar f&uuml;r eine wirksame Krisenpolitik. Wer von einem zu niedrigen Multiplikator ausgeht, wird (s.o.) die Krankheit immer mit dem Medikament &bdquo;K&uuml;rzungspolitik&ldquo; behandeln. Geht man jedoch von einem h&ouml;heren Multiplikator aus, ist es offensichtlich, dass das Medikament &bdquo;K&uuml;rzungspolitik&ldquo; eine Krise nicht kuriert, sondern sogar verst&auml;rkt. Wenn man einen Wert von 1,5 oder gar 2,5 annimmt, muss man folgerichtig keine K&uuml;rzungen, sondern man muss staatliche Investitionen anordnen. Dies hat &uuml;brigens nichts mit Ideologie zu tun, sondern w&auml;re die einzig denkbare Schlussfolgerung aus der Analyse des Fiskalmultiplikators. Ein Arzt greift bei zu hohem und zu niedrigem Blutdruck zu vollkommen unterschiedlichen Medikamenten, von denen das eine eine Medikatur und das andere Gift f&uuml;r die  jeweils diagnostizierte Krankheit w&auml;re. Die IWF-&Ouml;konomen erinnern, um im Bild zu bleiben, eher an mittelalterliche Quacksalber, die ihren Patienten stets zum Aderlass bitten, egal welche Krankheit er hat.<\/p><p><strong>Was bedeutet das f&uuml;r die Eurokrise?<\/strong><\/p><p>Es ist immerhin ein Fortschritt, dass IWF-Chef&ouml;konom Blanchard zumindest eingesteht, Fehler gemacht zu haben. Damit ist er seinen deutschen Kollegen schon einmal meilenweit voraus, die nach wie vor den Kopf in den dogmatischen Sand stecken. Ein einfaches mea culpa reicht hier jedoch nicht. Der IWF geh&ouml;rt zur ber&uuml;chtigten Troika, die ihren Daumen &uuml;ber die Wirtschafts- und Fiskalpolitik  der europ&auml;ischen Krisenstaaten hebt oder senkt und die &bdquo;Memoranden&ldquo; mit diesen L&auml;ndern verhandelt, die klare politischen Richtlinien vorgeben. Die katastrophale Arbeitslosigkeit in den Krisenl&auml;ndern ist eine direkte Folge der politischen Vorgaben der Troika. Die &Ouml;konomen des IWF beraten die Politik nicht, sie bestimmen Politik. Und wenn der IWF nun eingesteht, dass er aufgrund von Rechenfehlern nicht nur die falsche, sondern sogar eine kontraproduktive Politik gestaltet hat und damit ganze Volkswirtschaften ins Ungl&uuml;ck gest&uuml;rzt hat, so ist ein simples &bdquo;sorry&ldquo; einfach zu wenig.<\/p><p>W&uuml;rde der IWF seine Fehler ernst nehmen und daraus die richtigen Schl&uuml;sse ziehen, m&uuml;sste er die Krisenpolitik in der Eurozone vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e stellen. Er m&uuml;sste der K&uuml;rzungspolitik eine abrupte Absage erteilen und auf sofortige Konjunkturprogramme dr&auml;ngen, die einen solchen Namen auch verdient h&auml;tten. Der IWF m&uuml;sste einen Kurswechsel vollziehen, und stattdessen die Politik umsetzen, die beispielsweise von gewerkschaftsnahen Think-Tanks oder von vielen keynesianisch orientierten &Ouml;konomen seit langem gefordert wird. Dies k&auml;me einer Revolution bei der Rettungspolitik gleich. <\/p><p>Doch die &Ouml;konomen scheinen sich der Tragweite ihrer Rechenspiele nicht im Geringsten bewusst zu sein. Es kann offenbar nicht sein, was nicht sein darf und wenn die Theorie nicht mit der Wirklichkeit &uuml;bereinstimmt, muss der Fehler in der Wirklichkeit zu suchen sein. Auch Olivier Blanchard macht da keine Ausnahme. Seine Studie ist alles andere als ein klares Bekenntnis zu einer neuen Politik. Im Gegenteil &ndash; wie ein ceterum censeo zieht sich das Glaubensbekenntnis an die grunds&auml;tzliche Wunderwirkung der Austerit&auml;tspolitik auch durch Blanchards Studie. Theorie und Wirklichkeit &hellip;<\/p><p>Er gibt zwar Fehler zu und &uuml;bernimmt indirekt auch die Verantwortung f&uuml;r seine falschen Prognosen; er vermeidet es dabei jedoch tunlichst, auch f&uuml;r die Folgen seiner falschen Prognosen in Mithaftung genommen zu werden. Kein Wort des Bedauerns &uuml;ber den Irrtum, kein Satz, aus dem sich schlie&szlig;en l&auml;sst, dass Blanchard nicht einmal einen indirekten Zusammenhang zwischen seinen fr&uuml;heren Prognosen und der eingeschlagenen Politik erkennt. Der Chef&ouml;konom des IWF stiehlt sich vielmehr aus der Verantwortung, indem er die Fehler des IWF lediglich auf die Erstellung von Prognosen bezieht. Was kann denn auch der IWF daf&uuml;r, dass die Politik diesen Prognosen glaubte und vor allem danach handelte? Dass exakt diese fehlerhaften Prognosen und noch mehr die ihnen zugrunde liegenden grundfalschen Annahmen, die zu solchen (Fehl-)Prognosen f&uuml;hrten, direkt verantwortlich f&uuml;r eine Krisenpolitik waren, die dazu f&uuml;hren musste, dass die erwarteten positiven Wirkungen der Prognosen nicht eingetroffen sind, sondern das Gegenteil bewirkt haben, verdr&auml;ngt der &bdquo;Chef&ouml;konom&ldquo; komplett. <\/p><p>Wenn Blanchard sich hier in die Rolle eines unbeteiligten Zahlenakrobaten zur&uuml;ckzieht, der sich nicht f&uuml;r die Folgen seiner Rechenspiele zur Verantwortung ziehen lassen will, so zeugt dies von einem geradezu sch&auml;ndlichen Mangel an Verantwortungsbewusstsein. Es w&auml;re jedoch billig, dies nur dem &bdquo;Chef&ouml;konomen&ldquo; in die Schuhe zu schieben. Nicht der Theoretiker, sondern die praktische Politik ist haupts&auml;chlich daf&uuml;r verantwortlich, dass sie sich selbst jeglichen Entscheidungs- und Handlungsspielraum genommen hat und das Orakel des IWF als Offenbarung der Wahrheit ansieht. Zahlreiche &Ouml;konomen, wie Krugman, Eichengreen oder auch Flassbeck kritisierten die Rechenmodelle des IWF schon seit langem. War es nicht gerade Angela Merkel, die den IWF unbedingt ins Boot holen wollte? Sie wusste sicher warum: der IWF diente ihr als willkommener Kronzeuge zur Durchsetzung ihrer schon vorab geplanten Austerit&auml;tspolitik &ndash; nach dem deutschen Agenda-Modell.<\/p><p><strong>Politik und Medien auf Tauchstation<\/strong><\/p><p>Weder die Politik noch die Medien wollen indes die Implikationen begreifen, die sich aus Blanchards Eingest&auml;ndnis ergeben. Den gro&szlig;en deutschen Zeitungen und Online-Portalen war die ganze Sache noch nicht einmal eine Fu&szlig;note wert. Sicher, die Materie ist trocken und komplex. Das gilt jedoch f&uuml;r Hans Werner Sinns geradezu idiotische Interpretation der Target-2-Salden auch, die jedoch ganz im Sinne Sinns von jeder Dorfpostille widergek&auml;ut wurde. Anstatt aufzukl&auml;ren, hegt und pflegt man stattdessen lieber die Dogmen, denen man seit Jahren , ohne auch nur einen Gedanken zu verschwenden, folgt.  <\/p><p>Und wenn der Journalismus seine Aufgaben nicht wahrnimmt und dar&uuml;ber keine &ouml;ffentliche Debatte aufkommen kann, muss die Politik auch niemanden Rechenschaft geben. Stattdessen wird weiter die M&auml;r von der Wunderkraft der Austerit&auml;tspolitik verbreitet und halb Europa ins Ungl&uuml;ck gest&uuml;rzt. Wenn es um Wirtschafts- und Finanzpolitik geht, geht es hierzulande schon l&auml;ngst nicht mehr um die Sache. Es geht um die Verteidigung von Dogmen und Rationalit&auml;t spielt bei dogmatischen Diskussionen bekanntlich keine Rolle.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/88655c0b5c174f138c9f3bb511977982\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vornehmste Aufgabe der Volkswirtschaftslehre ist es, die Politik zu beraten. Auf Basis der Beratung durch den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) verordnete die Politik halb Europa eine selbstm&ouml;rderische K&uuml;rzungspolitik. Doch das neue Jahr begann mit einem Paukenschlag. Einer der einflussreichsten Volkswirte, Olivier Blanchard, seines Zeichens Chef&ouml;konom des IWF, gibt pl&ouml;tzlich zu, dass man sich in der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15789\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[13,139,156],"tags":[423,589],"class_list":["post-15789","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-denkfehler-wirtschaftsdebatte","category-euro-und-eurokrise","category-schulden-sparen","tag-austeritaetspolitik","tag-iwf"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15789","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15789"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15789\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26495,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15789\/revisions\/26495"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15789"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15789"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15789"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}