{"id":157946,"date":"2026-10-24T12:00:13","date_gmt":"2026-10-24T10:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157946"},"modified":"2026-10-23T17:24:02","modified_gmt":"2026-10-23T15:24:02","slug":"daniele-ganser-maechte-im-machtkampf-und-wir-mittendrin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157946","title":{"rendered":"Daniele Ganser: M\u00e4chte im Machtkampf und wir mittendrin"},"content":{"rendered":"<p>Wer die heutige vertrackte Weltlage verstehen will, sollte dieses Buch lesen: &bdquo;Kampf der Giganten&ldquo; von <strong>Daniele Ganser<\/strong>. Aufschlussreich und voller Details, die viele nicht kennen, beleuchtet es die Hintergr&uuml;nde heutiger Konflikte &ndash; und das global. Interessant ist dabei, wie China, Russland und die USA ihre jeweiligen Gr&uuml;nde haben, sehr unterschiedlich auf die internationale Politik zu blicken. Eine Rezension von <strong>Irmtraud Gutschke<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p><em>&bdquo;Die alte Weltordnung zerf&auml;llt vor unseren Augen: die USA und Israel greifen den Iran an und zerschlagen das V&ouml;lkerrecht, US-Pr&auml;sident Donald Trump verunsichert die Europ&auml;er und droht, Gr&ouml;nland zu &uuml;bernehmen, nachdem er in Venezuela den Pr&auml;sidenten entf&uuml;hren lie&szlig; &hellip; Die USA sind nicht in der Lage, Russland im Stellvertreterkrieg in der Ukraine zu besiegen. Durch die Unterst&uuml;tzung des Genozids in Gaza hat der Westen an moralischer Glaubw&uuml;rdigkeit verloren. Wir erleben den wirtschaftlichen Aufstieg von China und das Entstehen einer multipolaren Weltordnung &hellip;&ldquo; [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/em><\/p><\/blockquote><p>Im Wirbelsturm von Ereignissen und Deutungen wachsen Zukunfts&auml;ngste und ohnm&auml;chtiger Groll. Dem Gef&uuml;hl, die Welt nicht mehr zu verstehen, setzt dieses Buch analytische Klarheit entgegen. Daniele Ganser, geboren 1972 in Lugano, ist Gr&uuml;nder und Leiter des Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER) in M&uuml;nchenstein bei Basel. Er hat &uuml;ber NATO-Geheimarmeen in Europa promoviert. Als er &ouml;ffentlich mutma&szlig;te, die Terroranschl&auml;ge vom 11. September 2001 k&ouml;nnten mit einer verdeckten Operation von US-Geheimdiensten zusammenh&auml;ngen, wurde er als &bdquo;Verschw&ouml;rungsideologe&ldquo; diffamiert, sp&auml;ter auch als &bdquo;Putin-Versteher&ldquo;. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Die Technische Hochschule Z&uuml;rich und die Universit&auml;t Basis gingen auf Distanz. <\/p><p>Versuch einer Ausgrenzung, doch mit seinen zahlreichen Publikationen, Vortragsreisen, Podcasts bleibt er &ouml;ffentlich pr&auml;sent. Aber er muss vorsichtig sein: <\/p><blockquote><p><em>&bdquo;Als Schweizer Historiker betrachte ich die drei Giganten aus einer gewissen Distanz. Ich m&ouml;chte nicht nach Moskau, Peking oder Washington auswandern. Ich bleibe gern in der Schweiz, weil es mir hier gef&auml;llt.&ldquo; [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] <\/em><\/p><\/blockquote><p>Wohl meinungsstark in seiner Analyse, h&auml;lt sich Daniele Ganser also streng an Fakten. 48 Seiten Anmerkungsapparat: Alles nachpr&uuml;fbar, aber eben doch herrschenden Meinungen widersprechend. Interessant ist ja allein schon, was alles verschwiegen wird.<\/p><p><strong>Chinas Aufstieg zur Weltmacht<\/strong><\/p><blockquote><p><em>&bdquo;Warum interessieren sich die Europ&auml;er sehr f&uuml;r die USA, aber weniger f&uuml;r die Perspektive der Chinesen?&ldquo; [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] <\/em><\/p><\/blockquote><p>Dass viele Europ&auml;er nach Nordamerika ausgewandert sind und ohnedies Englisch verstehen, w&auml;hrend das Chinesische mit &uuml;ber 100.000 Zeichen sehr schwierig ist, kann nur Teil einer Antwort sein. Wichtiger ist wohl, dass US-Medien mindestens seit 1945 den Meinungskorridor in Westeuropa definieren, dass die USA mit 30 europ&auml;ischen Staaten das gr&ouml;&szlig;te Milit&auml;rb&uuml;ndnis der Welt geschmiedet haben und in zahlreichen L&auml;ndern Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte unterhalten. <\/p><p>China hingegen sei nie eine expandierende Macht gewesen, &bdquo;anders als die USA, die seit ihrer Gr&uuml;ndung 1776 fast ohne Unterbrechung Kriege gef&uuml;hrt und in den letzten 250 Jahren unz&auml;hlige L&auml;nder bombardiert haben, darunter Afghanistan, Libyen, Syrien, Serbien, Irak, Iran, Somalia, Guatemala, Nicaragua, Kuba, Chile, Vietnam, Laos, Kambodscha, die Philippinen und viele mehr&ldquo;. [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] <\/p><p>Ganser zitiert den US-Politologen John Mearsheimer: <\/p><blockquote><p><em>&bdquo;Ich glaube, die USA und China werden die zwei m&auml;chtigsten L&auml;nder der Welt bleiben.&ldquo; <\/em><\/p><\/blockquote><p>Wobei die St&auml;rke seines 50-seitigen China-Kapitels weniger in der Analyse jener Erfolge und Herausforderungen besteht, mit denen die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) heute zu tun hat &ndash; dazu gibt es auf dem deutschsprachigen Buchmarkt eine ganze Reihe erhellender Publikationen [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] &ndash;, sondern vor allem in einer Er&ouml;rterung der Gr&uuml;nde, warum China zwar mit dem Westen Handel treiben, sich aber nicht anbiedern will.<\/p><p>Schon 1405, lange vor Kolumbus, hatte die Ming-Dynastie eine Flotte von 300 Schiffen (die gr&ouml;&szlig;ten waren 120 Meter lang). Jahrhunderte vor Europa gab es Millionenst&auml;dte, man kannte den Buchdruck, den Kompass, hatte das Schie&szlig;pulver &hellip; und erfuhr dennoch Geringsch&auml;tzung und Gewalt. Die Zeit zwischen dem Ersten Opiumkrieg 1839 und der Gr&uuml;ndung der Volksrepublik 1949 gilt in China als &bdquo;Jahrhundert der Schande&ldquo;. <\/p><blockquote><p><em>&bdquo;In diesen 110 Jahren wurde China wiederholt von ausl&auml;ndischen M&auml;chten milit&auml;risch besiegt, verlor Territorien und musste Vertr&auml;ge unterzeichnen, die f&uuml;r das Land dem&uuml;tigend waren.&ldquo; [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] <\/em><\/p><\/blockquote><p>Nachzulesen ist, wie es zum Opiumkrieg und dem Verlust von Hongkong kam, wie europ&auml;ische Truppen Peking besetzten und am 18. Oktober 1860 auf Befehl des britischen Hochkommissars den Alten Sommerpalast des Kaisers niederbrannten; wie Zar Alexander II. Druck aus&uuml;bte, sodass China 1858 das Gebiet n&ouml;rdlich des Amur an Russland verlor, das dadurch Zugang zum Pazifik bekam; wie Deutschland 1897 eine Musterkolonie in China errichtete und wie der &bdquo;Boxer&ldquo;-Aufstand entbrannte. Dass China nach dem Ende des Kaiserreichs in konkurrierende Herrschaftsbereiche zerfiel, m&uuml;ndete in einen B&uuml;rgerkrieg zwischen den Nationalisten unter Chiang Kaishek und den Kommunisten unter Mao Zedong. <\/p><p>Wie Japan 1937 mit einer gro&szlig;fl&auml;chigen Invasion begann (allein beim Massaker von Nanjing 1937 wurden 200.000 Chinesen ermordet) und dass der japanische Feldzug erst im August 1945 endete, als die Sowjetunion Japan den Krieg erkl&auml;rte und die USA Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwarfen, ist in China gegenw&auml;rtig. Drei Giganten verb&uuml;ndet &ndash; doch das &auml;nderte sich mit dem Koreakrieg 1950 bis 1953. Rund 400.000 Soldaten starben, als China sich an die Seite Nordkoreas stellte, um eine US-gef&uuml;hrte Allianz an seinen Grenzen zu verhindern. Unterst&uuml;tzung der Aufst&auml;ndischen in Tibet 1957 durch die CIA, Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad 1999 &hellip; Xi Jinping, der im September bei Donald Trump zu Besuch war, wird sich nicht einwickeln lassen.<\/p><p>So sieht Ganser den Zusammenschluss der BRICS-Staaten ab 2009 als Signal. Das &bdquo;globale System, das nach dem Zweiten Weltkrieg unter F&uuml;hrung der USA entstanden ist, weicht einer neuen Weltordnung&ldquo;, wird der indische Politologe Brahma Chellaney zitiert. Die G7 seien eine Organisation des Sonnenuntergangs und die BRICS eine des Sonnenaufgangs, so der Politologe Kishore Mahbubani aus Singapur. [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p><strong>Wenn der &bdquo;russische B&auml;r&ldquo; beleidigt wird<\/strong><\/p><p>&bdquo;Warum Moskau dem Westen misstraut&ldquo; &ndash; dieser Kapitel&uuml;berschrift ist hinzuzuf&uuml;gen, dass Vertrauen immer wieder bestraft worden ist. Es ist nicht vergessen, wie Nazideutschland seinen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion begann, kurz nachdem Stalin einen Nichtangriffspakt mit Deutschland unterzeichnet hatte, weil er sich Zeitgewinn und eine Pufferzone erhoffte. <\/p><p>Gansers Text setzt erst mit der Spaltung Europas im Kalten Krieg ein, als die Grenze zwischen beiden Machtbl&ouml;cken Deutschland teilte. Auch mit der deutschen Vereinigung war ein Vertrauensbruch verbunden. Wie hochrangige Vertreter aus den USA und der BRD m&uuml;ndliche Versprechen gegen&uuml;ber Moskau abgegeben haben, &bdquo;dass sich die NATO nicht nach Osten ausdehnen werde&ldquo;, wird namentlich belegt. Wurde Gorbatschow &uuml;ber den Tisch gezogen? Selbst einer NATO-Mitgliedschaft des vereinigten Deutschlands war ja von der Sowjetunion vehement widersprochen worden. Wurde sie durch eine Kreditzusage von f&uuml;nf Milliarden Mark erkauft, mit der Helmut Kohl am 14. Mai 1990 seinen Vertrauten Horst Teltschik nach Moskau schickte? <\/p><p>Teltschik war 1989\/90, nach seinen Worten, davon ausgegangen, dass eine stabile Friedensordnung unter Einbeziehung Russlands m&ouml;glich geworden sei. In seinem Buch &bdquo;Russisches Roulette&ldquo; bezieht er sich insbesondere auf die &bdquo;Charta von Paris&ldquo; und verteidigt Helmut Kohl, der auf eine atomwaffenfreie Zone in Europa hingearbeitet habe. &bdquo;Ein historischer Moment wird nicht genutzt&ldquo;, so sein bitteres Res&uuml;mee. [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] <\/p><p>&bdquo;Ich bin der Meinung, dass wir Wege suchen m&uuml;ssen, um bilateral wie multilateral das Gespr&auml;ch mit Russland wieder in Gang zu bringen. Ich halte das f&uuml;r unverzichtbar&ldquo;, sagte er vor einem Jahr bei der Vorstellung seines Buches &bdquo;Die 329 Tage zur deutschen Einigung&ldquo;. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Wolfram Ischinger, sein Nachfolger als Vorsitzender der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz (inzwischen haben Helga Maria Schmid und Jens Stoltenberg das Amt inne), wandte ein, dass wir von &bdquo;unseren Verb&uuml;ndeten in Osteuropa, von den Polen und den Balten, v&ouml;llig zu Recht mit Argusaugen beobachtet&ldquo; w&uuml;rden. [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p>Tats&auml;chlich, das d&uuml;rfte Ischinger wissen, bilden diese L&auml;nder ja einen &bdquo;Cordon Sanitaire&ldquo; gegen Russland, damit sich auf dem europ&auml;ischen Kontinent kein wirtschaftlicher Koloss in Konkurrenz zur USA bildet. Das war der Sinn der NATO-Osterweiterung. Jelzins Protest war in den Wind gesprochen. Clinton &bdquo;war nicht gewillt, sich an die Versprechungen zu halten, welche US-Au&szlig;enminister Baker 1990 gegen&uuml;ber Gorbatschow in Moskau gemacht hatte&ldquo;. Die NATO-Osterweiterung ab 1999 wurde vorangetrieben. &bdquo;Der Gigant USA steuerte damit sehenden Auges auf eine Konfrontation mit dem Giganten Russland zu.&ldquo; Was wiederum (das war mir nicht mehr gegenw&auml;rtig) schon damals China auf den Plan rief. Am 23. April 1997 unterzeichneten beide L&auml;nder die &bdquo;russisch-chinesische gemeinsame Erkl&auml;rung &uuml;ber eine multipolare Welt&ldquo;. [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p>Inzwischen z&auml;hlt die NATO 32 Mitgliedsstaaten und r&uuml;ckte immer n&auml;her an Russland heran. W&auml;hrend Polen, Estland, Lettland und Litauen sich sicherer f&uuml;hlen wollten, wurden Russlands Sicherheitsbedenken ignoriert. Schon auf dem Gipfel in Bukarest im April 2008 wurde die Ukraine eingeladen, NATO-Mitglied zu werden. Im gleichen Jahr warb Pr&auml;sident Saakaschwili um Georgiens NATO-Mitgliedschaft. Dass er sich entschloss, am 8. August S&uuml;dossetien anzugreifen, endete nicht zu seinen Gunsten. Ausdr&uuml;cklich weist Ganser die L&uuml;ge zur&uuml;ck, den Ausbruch dieses Krieges Russland anzulasten. Allerdings, so meine ich, sind Parallelen zum Donbass un&uuml;bersehbar. Denn dies war ebenfalls ein Gebiet, das sich abgespalten hatte und sp&auml;ter von Russland anerkannt wurde.<\/p><p><strong>Der Euromaidan als Aktion unter falscher Flagge<\/strong><\/p><p>&Uuml;ber den Ukraine-Krieg ist an dieser Stelle schon viel geschrieben worden. Lange war es verp&ouml;nt, von einem Stellvertreterkrieg zu sprechen. Inzwischen hat es, mit R&uuml;ckenwind von der <em>New York Times<\/em>, Donald Trump selbst getan. [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] Aber hierzulande gilt offiziell weiterhin das Narrativ, dass Russland grundlos die Ukraine &uuml;berfallen habe. Nur langsam dringen die Fakten durch, die Ganser penibel zusammengetragen hat. <\/p><p>Nachzulesen ist, was dem Putsch 2014 in Kiew vorausging, wie er unterst&uuml;tzt und finanziert wurde. Victoria Nuland, stellvertretende US-Staatssekret&auml;rin f&uuml;r eurasische Angelegenheiten, war schon im Dezember 2013 vor Ort. Gefragt wird, wer die Scharfsch&uuml;tzen waren, die aus der Musik-Akademie und dem Hotel &bdquo;Ukraina&ldquo; auf Demonstranten schossen, welche Rolle Andrij Parubij, Mitbegr&uuml;nder der rechtsextremen Nationalen Partei, und der fr&uuml;here Pr&auml;sident Georgiens, Michail Saakaschwili, spielten. <\/p><p>&bdquo;Der Euromaidan war eine Operation unter falscher Flagge&ldquo;, so Ganser, um die Schuld f&uuml;r das Massaker Pr&auml;sident Janukowitsch in die Schuhe zu schieben. Nach dem Putsch wurde Arsenij Jazenjuk zum Premierminister ernannt, wie Nuland es in einem abgeh&ouml;rten Telefonat gefordert hatte. Pr&auml;sident Obama r&auml;umte sp&auml;ter ein, &bdquo;dass die USA beim Machtwechsel involviert gewesen waren&ldquo;. [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p>Nachzulesen sind Einzelheiten zur Abspaltung der Krim und den Aufst&auml;nden im Donbass mit seiner vorwiegend russischsprachigen Bev&ouml;lkerung. F&uuml;r die &bdquo;Anti-Terrorist-Operation&ldquo; der ukrainischen Armee ab 15. April 2014 und den folgenden B&uuml;rgerkrieg habe &bdquo;die CIA den Startschuss&ldquo; gegeben. 14.000 Tote und eine F&uuml;lle von Gewaltakten &ndash; wer den Beginn des Ukrainekriegs auf den 24. Februar 2022 datiert, verschlie&szlig;t davor die Augen.<\/p><p>Die Friedensgespr&auml;che in Minsk und das Scheitern der OSZE 2015, Selenskyjs Friedensversprechen &ndash; beugte er sich wirklich den Drohungen von Ultranationalisten und ist als &bdquo;tragische Figur der Weltgeschichte&ldquo; zu bezeichnen, wie es Ganser tut? Schon 2020 billigte er eine neue nationale Sicherheitsstrategie mit dem Ziel einer NATO-Mitgliedschaft. Am 24. M&auml;rz 2021 unterschrieb er ein Dekret zur R&uuml;ckeroberung der Krim. <\/p><p>Der Krieg stand bevor, nachdem die USA im Dezember 2021 den Entwurf Russlands f&uuml;r ein Sicherheitsabkommen zur&uuml;ckgewiesen hatten. Was indes f&uuml;r viele unbemerkt blieb, sind die Absprachen zwischen Putin und Xi Jinping bei den Olympischen Winterspielen in Peking vom 4. bis 20. Februar 2022. Gemeinsam forderten sie von der NATO eine Abkehr von Konzepten aus der Zeit des Kalten Krieges, kritisierten ihr Vordringen in Osteuropa und den &bdquo;negativen Einfluss der USA im Indopazifikraum&ldquo;. Nach dem 24. Februar weigerte sich China, von einer Invasion zu sprechen und Russland zu verurteilen, f&uuml;hrte vielmehr die Vorgeschichte des Ukraine-Konflikts ins Feld. [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p>Die Debatte der UNO zum Ukrainekrieg, die sabotierten Friedensgespr&auml;che in Istanbul, die grausige, mutma&szlig;liche Inszenierung in Butscha &ndash; viele Details eines Bildes, das indes weit gr&ouml;&szlig;ere Dimensionen hat. Denn es handelt sich wirklich um einen &bdquo;Kampf der Giganten&ldquo;, weil &bdquo;China und Russland die globale Vorherrschaft der USA ablehnen&ldquo;. Das hei&szlig;t im Klartext, dass den USA die Vorherrschaft nicht mehr garantiert ist, dass sie darum k&auml;mpfen m&uuml;ssen.<\/p><p><strong>Die USA im Abwehrkampf<\/strong><\/p><p>Das Hauptproblem: Die Macht des Dollars als wichtigste Handelsw&auml;hrung der Welt ger&auml;t in Gefahr. Zur Erinnerung: Auf der Konferenz in Bretton Woods im Juli 1944 waren Vertreter von 44 Staaten &uuml;bereingekommen, den mit Gold gedeckten Dollar als Weltreservew&auml;hrung zu verankern. Die Probleme begannen, so Ganser, &bdquo;als sich in den 1960er Jahren in ausl&auml;ndischen Zentralbanken immer mehr Dollar ansammelten und der Krieg in Vietnam immer gr&ouml;&szlig;ere Summen verschlang&ldquo;. Die USA verf&uuml;gten &bdquo;nicht mehr &uuml;ber gen&uuml;gend Gold, um alle von ausl&auml;ndischen Zentralbanken gehaltenen Dollarreserven zum offiziellen Kurs von 35 Dollar je Feinunze umzutauschen&ldquo;. Dass mehrere L&auml;nder nun eilig Dollar in Gold wechselten, f&uuml;hrte zum &bdquo;Nixon-Schock&ldquo;: Die Goldbindung des Dollars wurde am 15. August 1971 nicht vor&uuml;bergehend aufgehoben, wie der Pr&auml;sident beschwichtigte, sondern f&uuml;r immer. &bdquo;Die Vermehrung des Dollars ist seither an keine nat&uuml;rlichen Grenzen mehr gekoppelt&ldquo;, und der Goldpreis stieg rasant.<\/p><p>Inzwischen erreichen die Staatsschulden der USA astronomische H&ouml;hen. Die eine Billion Dollar unter Reagan k&ouml;nne man sich als einen Stapel von 1000-Dollar-Scheinen vorstellen, der 100 Kilometer in den Himmel ragt, so Ganser. Bei George Bush Senior waren es drei Billionen, bei Bill Clinton vier, bei George Bush Junior &uuml;ber f&uuml;nf Billionen, Obama erbte zehn Billionen, Trump hatte es in seiner ersten Amtszeit mit zwanzig Billionen zu tun, Biden mit 36. Und Trump muss jetzt mit 40 Billionen zurechtkommen, mehr als das Bruttoinlandsprodukt der USA. <\/p><p>Wie politische und milit&auml;rische Entscheidungen damit zusammenh&auml;ngen, dar&uuml;ber kann man sich bei der Lekt&uuml;re Gedanken machen. Auf jeden Fall ist es f&uuml;r die USA ein Problem, wenn die BRICS-Staaten ihre Abh&auml;ngigkeit vom Dollar reduzieren wollen. Dass rund 300 Milliarden Dollar an russischen Verm&ouml;genswerten in der EU und in den USA eingefroren wurden, lie&szlig; das Vertrauen noch weiter schwinden.<\/p><p>Wie die USA vor diesem Hintergrund den finanziellen Druck auf Europa erh&ouml;hen, mehr Geld in Krieg und R&uuml;stung zu investieren und bei US-Konzernen zu kaufen, geh&ouml;rt in diesen Zusammenhang &ndash; ebenso wie die Entf&uuml;hrung des venezolanischen Pr&auml;sidenten Maduro und seiner Frau am 3. Januar 2026. Nicht nur um die &bdquo;Kontrolle des Erd&ouml;ls von Venezuela ging es, sondern vor allem um den Erhalt des Petrodollars, weil Venezuela einen gro&szlig;en Teil seines Verkaufs von Schwer&ouml;l an China in Yuan abwickelte. [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] <\/p><p>Es steht nicht im Buch, doch man erinnere sich, wie Saddam Hussein, der 2000 den Verkauf irakischen &Ouml;ls auf Euro umstellte, im US-gef&uuml;hrten Irakkrieg 2003 gest&uuml;rzt und wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit geh&auml;ngt wurde. Auch der Sturz des libyschen Machthabers Muhammar al-Gaddafi hatte mit Erd&ouml;l zu tun und ebenso mit seinen Pl&auml;nen einer goldgedeckten afrikanischen W&auml;hrung. <\/p><p>Nun trifft es den Iran, der mit China und Russland ein System der De-Dollarisierung vorantreibt. Auf fast f&uuml;nfzig Seiten werden im Buch die Konflikte beleuchtet, denen das rohstoffreiche Land zuerst durch Gro&szlig;britannien, dann durch die USA ausgesetzt war. &bdquo;Signalisiert der Irankrieg den Niedergang der USA?&ldquo;, fragt Ganser. Und was hat der Genozid in Gaza mit den Interessen der USA zu tun, die Israel laut Reuters mit j&auml;hrlich 3,8 Milliarden Dollar unterst&uuml;tzen, damit Israel Produkte von US-R&uuml;stungsfirmen kauft? [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]<\/p><p>Auch dieses Kapitel ist eine Ballung spannender Fakten (zum Beispiel, warum Israel den Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 nicht abwehren konnte), sodass es allein schon ein ganzes Buch tragen k&ouml;nnte.<\/p><p><strong>Deutschland in Kriegsgefahr?<\/strong><\/p><p>Sind wir gesch&uuml;tzt, weil die Bundesrepublik kein Erd&ouml;l besitzt, sich als braver B&uuml;ndnispartner der USA nicht vom Dollar abkoppeln will, ja sogar einen gro&szlig;en Teil der nationalen Goldreserven widerspruchslos in Fort Knox deponiert h&auml;lt? Die USA werden uns nicht &uuml;berfallen, aber tut das irgendwann vielleicht Russland?<\/p><p>Damit wird derzeit ja jener gigantische Aufr&uuml;stungshype begr&uuml;ndet, welcher auf Kosten der deutschen Bev&ouml;lkerung geht. Auch Daniele Ganser hat in diesem Zusammenhang schon l&auml;ngst von geopolitischer Inszenierung gesprochen. Warum aber setzt er hier hinter das Wort Kriegsgefahr kein Fragezeichen? Weil er eine deutliche Warnung aussprechen will, denn allein schon durch die zahlreichen Milit&auml;rbasen der USA, die dem ukrainischen Milit&auml;r zuarbeiten, ist Deutschland in den Krieg miteinbezogen. [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/p><p>Anders als die Sowjetunion haben die USA ja ihre Truppen 1990 nicht abgezogen. Im Stellvertreterkrieg mit Russland ist Deutschland darin ein getreuer NATO-Vasall. In der Ukraine den Giganten Russland besiegen zu wollen &ndash; auch von Washington aus gesehen ist das ein gef&auml;hrliches Abenteuer, aber man ist weit vom Schuss. Deutschland indes spielt mit dem Feuer. Zur Lieferung immer schwererer Waffen kam die Ausbildung ukrainischer Soldaten. Dass damit ein kritischer Punkt &uuml;berschritten ist, auch juristisch zur Kriegspartei zu werden, schreckte die Politik nicht ab. Zu tief verwurzelt ist der Russlandhass aus Zeiten des Kalten Krieges und davor.<\/p><p>Es bedarf der Erinnerung: &bdquo;In den ersten zwei Kriegsjahren 2022 und 2023 hatten die USA der Ukraine strikt verboten, die Krim oder Russland mit US-Waffen anzugreifen.&ldquo; Doch am &bdquo;17. November 2024 meldete die <em>New York Times<\/em>, Pr&auml;sident Biden habe der Ukraine erlaubt, ATACMS-Raketen gegen Russland einzusetzen&rdquo;. [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] Die Antwort kam prompt. Am 21. November 2024 wurde eine R&uuml;stungsfabrik in Dnipro von der neu entwickelten Hyperschallrakete &bdquo;Oreshnik&ldquo; getroffen. &bdquo;Die 30 Tonnen schwere Rakete flog mit elffacher Schallgeschwindigkeit, was etwa 13 000 km\/h entspricht. Moskau warnte, man k&ouml;nne die Rakete auch atomar best&uuml;cken. Mit einer Reichweite von 5 000 Kilometern kann die Oreshnik alle St&auml;dte in Europa erreichen, auch London.&ldquo; [<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] <\/p><p>Wenn wir den dritten Weltkrieg nicht wollen, m&uuml;ssen wir fr&uuml;her oder sp&auml;ter aus dieser milit&auml;rischen Eskalationslogik raus und Verhandlungen aufnehmen, zitiert Daniele Ganser den Brigadegeneral a. D. Heinrich Vad, der milit&auml;rischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel war. Aber kann sich Deutschland, in transatlantischen Strukturen gefesselt, &uuml;berhaupt so eigenst&auml;ndig bewegen?<\/p><p>Ja, in welchem Ma&szlig;e vermag es Donald Trump, der immer wieder (mit Vorwurf gegen Biden und seine Konkurrenten in der Demokratischen Partei) beteuert, den Ukrainekrieg beenden zu wollen? Hat er zum Beispiel die Macht, das Programm &bdquo;Task Force Dragon&ldquo; zu stoppen, mit dem die USA von der Basis Wiesbaden aus ukrainische Angriffe in Russland lenken? Wer es noch nicht wusste: US-Satelliten, die in 500 bzw. 800 Kilometern H&ouml;he die Erde umkreisen, erm&ouml;glichen eine beinahe l&uuml;ckenlose &Uuml;berwachung des Kriegsverlaufs in Echtzeit. Die Positionen russischer Soldaten sind genau zu identifizieren.<\/p><p><strong>Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines<\/strong><\/p><p>Gerade bekamen wir einen schweigenden ukrainischen Offizier vor dem Hamburger Oberlandesgericht zu sehen. Der Prozess gegen den 50-j&auml;hrigen Serhii Kusnetzow wird sich wohl noch lange hinziehen. Zumindest konnten die rund 150 anwesenden Journalisten den Spruch mit in ihre Redaktionen nehmen, dass es sich um ein Kriegsverbrechen handelt. <\/p><p>Erwartbares Gez&auml;nk im Bundestag, Futter f&uuml;r die Medien &ndash; zweifellos hat der Fall politische Dimensionen, und nat&uuml;rlich h&auml;lt sich die Bundesregierung bedeckt. Wem es nicht mehr erinnerlich ist: Die Sprengung am 26. September 2022 veranlasste den ehrgeizigen investigativen Journalisten Seymor Hersh, seine Kontakte zu US-Milit&auml;r und Geheimdienst spielen zu lassen. Sein Artikel, den er am 8. Februar 2023 auf der unabh&auml;ngigen Plattform <em>Substack<\/em> publizierte, schlug ein wie eine Bombe. Am 21. Februar befasste sich der UNO-Sicherheitsrat auf russische Initiative mit dem Fall. Eine unabh&auml;ngige Untersuchung wurde abgelehnt. <\/p><p>US-Botschafter John Kelley sprach von &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie aus dem Internet&ldquo;. Das ist ja dann auch Daniele Ganser auf die F&uuml;&szlig;e gefallen. <\/p><p>Schon wegen der detaillierten Darstellung des Anschlags, seiner Vorgeschichte und seiner Ausf&uuml;hrung sollte man dieses Buch lesen. &Uuml;ber Varianten eines m&ouml;gliches Nachspiels kann man sich dann Gedanken machen.<\/p><p><em>Daniele Ganser: Kampf der Giganten. Warum China und Russland die globale Vorherrschaft der USA ablehnen. Neu-Isenburg 2026, Westend Verlag, gebundene Ausgabe, 350 Seiten, ISBN 978-3987913754, 32 Euro.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: APChanel \/ Shutterstock<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/1753a4101eec4e5b8b3bb1fba6b16e2a\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"> <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] ebenda, S. 13<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/gesellschaft\/ein-abend-mit-verschwoerungstheoretiker-daniele-ganser-ld.1815354\">nzz.ch\/gesellschaft\/ein-abend-mit-verschwoerungstheoretiker-daniele-ganser-ld.1815354<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Ganser, S. 13<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] ebenda, S. 16<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] ebenda, S. 22<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] siehe auch Wolfram Elsner: China und der Westen. Aufstiege und Abstiege. Vom alten Reich der Mitte zum gegenw&auml;rtigen Konflikt, PapyRossa 2022; Rainer Land: Chinas gelenkte Marktwirtschaft. Hintergr&uuml;nde eines Booms, Promedia 2025; Uwe Behrens: Chinas Gegenentwurf, Edition Ost 2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Ganser, S. 27<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Ganser, S. 64 f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Horst Teltschik: Russisches Roulette. Vom Kalten Krieg zum Kalten Frieden, C.H. Beck 2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.diplo.news\/articles\/horst-teltschik-jemand-muss-endlich-die-fuhrungsrolle-uebernehmen\">diplo.news\/articles\/horst-teltschik-jemand-muss-endlich-die-fuhrungsrolle-uebernehmen<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/ischinger---europa-muss-endlich-ins-handeln-kommen--37149378.html\">stern.de\/politik\/ausland\/ischinger&mdash;europa-muss-endlich-ins-handeln-kommen&ndash;37149378.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Ganser, S, 81 ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2025\/03\/29\/world\/europe\/us-ukraine-military-war-wiesbaden.html\">nytimes.com\/interactive\/2025\/03\/29\/world\/europe\/us-ukraine-military-war-wiesbaden.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Ganser, S. 102 ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] ebenda, S. 137<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] ebenda, S. 245<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] ebenda, S. 197<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/us-militaer-in-deutschland--wichtigste-standorte-und-truppenstaerke-37370152.html\">stern.de\/politik\/us-militaer-in-deutschland&ndash;wichtigste-standorte-und-truppenstaerke-37370152.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2024\/11\/17\/us\/politics\/biden-ukraine-russia-atacms-missiles.html\">nytimes.com\/2024\/11\/17\/us\/politics\/biden-ukraine-russia-atacms-missiles.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;<\/a>] Ganser, S. 184<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer die heutige vertrackte Weltlage verstehen will, sollte dieses Buch lesen: &bdquo;Kampf der Giganten&ldquo; von <strong>Daniele Ganser<\/strong>. Aufschlussreich und voller Details, die viele nicht kennen, beleuchtet es die Hintergr&uuml;nde heutiger Konflikte &ndash; und das global. Interessant ist dabei, wie China, Russland und die USA ihre jeweiligen Gr&uuml;nde haben, sehr unterschiedlich auf die internationale Politik zu<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157946\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":157947,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,171,208],"tags":[1980,379,1543,3240,1205,2301,2640,911,3276,466,2608,663,325,2794,260,1556],"class_list":["post-157946","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-militaereinsaetzekriege","category-rezensionen","tag-brics","tag-china","tag-deutsche-einheit","tag-diplomatische-verhandlungen","tag-ganser-daniele","tag-konfrontationspolitik","tag-leitwaehrung","tag-maidan","tag-multipolare-welt","tag-nato","tag-nord-stream","tag-putsch","tag-staatsschulden","tag-stellvertreterkrieg","tag-ukraine","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/shutterstock_2414157443.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/157946","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=157946"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/157946\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":158010,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/157946\/revisions\/158010"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/157947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=157946"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=157946"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=157946"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}