{"id":158124,"date":"2026-10-29T16:00:26","date_gmt":"2026-10-29T15:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158124"},"modified":"2026-10-29T16:23:24","modified_gmt":"2026-10-29T15:23:24","slug":"leserbriefe-zu-eine-neue-strategie-der-spannung-gefaehrliche-zeiten-fuer-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158124","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eEine neue Strategie der Spannung? Gef\u00e4hrliche Zeiten f\u00fcr Europa\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\nIn dieser <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157935\">Analyse<\/a> betont <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> den Umstand, dass Politiker, Journalisten, Experten den Eindruck erwecken, Russland bedrohe uns alle. Kaum ein Tag vergehe, an dem nicht von einer &bdquo;hybriden Kriegsf&uuml;hrung&ldquo; die Rede sei. Kaum ein Tag vergehe, an dem nicht von Drohnenfl&uuml;gen, Sabotage- oder gar Anschlagsversuchen Russlands zu h&ouml;ren sei. Die Angst <em>soll<\/em> umgehen. Allerdings w&uuml;rden sowohl die Aussagen von Merz wie auch die Beitr&auml;ge des <em>Wall Street Journal<\/em> und der &bdquo;Tagesschau&ldquo; lediglich im Tr&uuml;ben fischen. Sie w&uuml;rden lediglich den Eindruck des &bdquo;Faktischen&ldquo; erwecken. Je mehr dar&uuml;ber nachgedacht werde, umso mehr dr&auml;nge sich der Verdacht auf, dass auf niedrigschwelliger Ebene eine Strategie der Spannung eingesetzt werde. Diese Strategie der Spannung sei noch nicht mit einem gro&szlig;en realen Schaden verbunden, es gehe nicht um Terroranschl&auml;ge. Gefragt wird, ob das auch so bleiben wird. In gewisser Weise werde die Bev&ouml;lkerung ja bereits durch die Angstmache terrorisiert.<\/p><p><em>Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. K&uuml;rzungen aus redaktionellen Gr&uuml;nden bleiben vorbehalten.<\/em><\/p><p>Wir danken f&uuml;r die interessanten E-Mails, die wir hierzu erhalten haben. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten,<\/p><p>sehr guter Artikel! Die sprachliche Analyse gef&auml;llt mir besonders, so was habe wir in den Siebzigern noch in der Oberstufe gelernt, heute undenkbar in der Schulausbildung.<\/p><p>Die Angstmache ist aber nicht nur auf die Au&szlig;enpolitik beschr&auml;nkt, sondern Teil des ganzen Programms der neoliberalen Herrscher. Sie ist ein Element der Propaganda, die sehr gut hier erkl&auml;rt wird:<\/p><p>Morelli, A. (2004) Principes &eacute;l&eacute;mentaires de propagande de guerre. &Eacute;ditions Labor, Bruxelles, deutsche Ausgabe (2021) Die Prinzipien der Kriegspropaganda, Klampen-Verlag, 156S.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, und weiter so, Wolfgang Blendinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner sehr geehrtes NachDenkSeiten-Team<\/p><p>Das Einmaleins der Tiefenpolitik in diesem Artikel so klar und ausf&uuml;hrlich erkl&auml;rt, dass es auch der letzte Beratungsresistente verstehen sollte, wenn er denn grunds&auml;tzlich bereit ist zu glauben, dass die F&uuml;hrungsklique des Wertewestens nicht die Guten sind, was ihm angesichts der massiven Propaganda (wir sind die Guten) auf allen vermeintlich seri&ouml;sen Kan&auml;len von Schlipstr&auml;gern und gut bezahlten vermeintlichen Experten eingetrichtert wird, und was man ihm als Mitglied UnsererDemokratie ja auch einfach einreden kann, weil er als solches Mitglied ja auch lieber zu den Guten als zu den Schlechten geh&ouml;ren will.<\/p><p>Jetzt warte ich auf die h&ouml;here Mathematik der Tiefenpolitik f&uuml;r Fortgeschrittene, die sich von der Verleumdungskampagne &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorie&rdquo; nicht abschrecken lassen, nicht zuletzt weil sie wissen, dass die F&uuml;hrungsklique des Wertewesten nicht die Guten sind, weil diese dies allzu oft bewiesen haben und weil diese zu allen Schandtaten bereit sind, um m&ouml;gliche Enth&uuml;llungen Ihrer Machenschaften zu diffamieren und zu verbieten (Julien Assange etc.). Dabei sind die Versuche, die offensichtlich intransparente Politik, die sich in wohlfeilen politischen Oberfl&auml;chenph&auml;nomenen ersch&ouml;pft, durch tiefgehende plausible Struktur- und Funktionsbeschreibungen der dahinterliegenden Ph&auml;nomene und durch wirklich ehrlichen Journalismus zu erhellen, allemal wahrer, als das offizielle Politiktheater unserer Politiker und ihrer Hofberichterstatter mit dem und mit denen diese das Volk hinters Licht f&uuml;hren wollen. <\/p><p>Fritz Gerhard<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS, Herr Kl&ouml;ckner!<\/p><p>Wie bl&ouml;d sind doch die uns Beherrschenden: Was soll denn Russland mit der total klammen und verschuldeten Bundesrepublik und anderen westeurop&auml;ischen Staaten anfangen? Mit denen Russland nicht mal eine gemeinsame Grenze hat; allerdings, Polen &hellip;<\/p><p>Fritz Schmidt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>man kann davon ausgehen, dass mit dem Einsatz von massiven psychologischen Wirkmitteln die Bundesregierung und ihre Medienhelfer die rote Linie der Sch&auml;digungsabsicht gegen die eigene Bev&ouml;lkerung &uuml;berschritten hat.<\/p><p>Strategisch verfolgen Medien und Politik damit wahrscheinlich eine gesamtgesellschaftliche Schw&auml;chung des Kriegswiderstands.<\/p><p>Auch Propagandamacher sind manchmal nicht effizient, statt Welle von Angriffen bietet sich der Ausdruck Tsunami von Angriffen an, der macht mehr Angst.<\/p><p>Offenbar m&uuml;ssen wir davon ausgehen, dass die Gef&auml;hrdungslage der Bev&ouml;lkerung tats&auml;chlich kritisch ist, m&ouml;glicherweise ist die Gefahrenquelle mehr bei den eigenen Kriegstreibern zu suchen als in der Ferne.<\/p><p>Zum Thema Geheimdienst, wie weit ist die Umsetzung vom BND zum Geheimdienst eigentlich schon fortgeschritten ?<\/p><p>Ein Verkaufsverbot f&uuml;r Konservendosen ist in Betracht zu ziehen als Unterbindung von deren Benutzung in kinetischen Wirkmitteln.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nPatrick Janssens<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>Sie stellen wichtige Fragen. Nicht nur wegen der resultierenden Kriegsgefahr, auch angesichts der unvorstellbaren Kosten.<\/p><p>Sloterdijk f&uuml;hrt in seiner Sph&auml;ren-Trilogie aus, da&szlig; Gruppen jenseits biologischer Verwandschaft bevorzugt unter dem Druck eines &auml;u&szlig;eren Feindes existieren. Er wirft sogar die Frage auf, ob ein solcher nicht eigentlich eine Bedingung und Notwendigkeit daf&uuml;r sei, da&szlig; sich mehrere zusammentun und zusammenbleiben, sich kennzeichnen und gegen&uuml;ber anderen Barbaren ein Wir definieren.<\/p><p>Eine sich daraus ergebende Frage ist, was denn die westliche Zivilisation zusammenhalten sollte, nachdem das Christentum (nach dem Tode Gottes) auf dem R&uuml;ckzug ist und sich die Wahrnehmung der Realit&auml;t inzwischen in millionenfache Bubbles zersplittert hat. Was ist also trotz sich versch&auml;rfender Fliehkr&auml;fte der gemeinsame Gedanke oder Wille? Etwa Kultur? Welche? Geld und Wohlstand? Oder von der Leyens Werte? Oder die amerikanischen rules? Besteht das Einenende in &uuml;bergest&uuml;lpten Strukturen wie der EU? (Man k&ouml;nnte bissigerweise auf die Idee kommen, das Einende sei pure &Uuml;berheblichkeit, n&auml;mlich all jenen anderen gegen&uuml;ber, die da drau&szlig;en au&szlig;erhalb unseres Gartens im Dschungel dahinvegetieren &hellip;)<\/p><p>Sie sind ja beim lauten Nachdenken. Eine These k&ouml;nnte also auch sein: all dieser scheinbar irrationale und hysterische Wahnsinn dient (gelenkt durch ein paar Absprachen in ein paar Br&uuml;sseler Hinterzimmern) nicht unwesentlich dem inneren Zusammenhalt des Westens, der sonst zerfiele. Die Russen sind immernoch schlimmer als jeder soziale Kahlschlag, als jede Enteignung infolge Inflation, als Deindustrialisierung, auch als autori&auml;re &Uuml;berwachung, das wei&szlig; schlie&szlig;lich jeder. (Daf&uuml;r, also zur Schaffung einer Bedrohungslage, taugt sogar ein unsichtbarer Feind wie irgendein neues Virus oder aktuell: KI.) Mehr noch: eine derart herbeigeredete Bedrohung taugt sogar dann, wenn sie sich nicht erf&uuml;llt also die Russen nicht 2029 angreifen. Dann wird man klugt&uuml;melnd und staatstragend darauf verweisen, wie wirksam all die Vorkehrungen waren, die man teuer, aber schlau getroffen hat.<\/p><p>Ich sage hiermit voraus, da&szlig; der erfolgreich gegen einen &auml;u&szlig;eren Feind k&auml;mpfende Held nicht nur eine l&auml;ngst durchgehend etablierte Erscheinung in Hollywood-Filmen, sondern auch in europ&auml;ischen, auch in deutschen Filmen und Fernsehserien werden wird. Bergretter, pah!, Gebirgsj&auml;ger! Es wird Uniformen geben, und Waffen, und Anwendung dieser Waffen, selbstverst&auml;ndlich. Das Kulturelle wird dem Zeitgeist folgen, Militarismus hat viele Gesichter.<\/p><p>T.M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS, sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r die Sezierung. Ich w&auml;re nicht b&ouml;se, noch h&auml;ufiger diese Art aufschlu&szlig;reicher De- und Rekonstruktionen auf den Nachdenkseiten zu finden. Sprache ist wichtig, ihr komplexes Mi&szlig;brauchspotential ist von mir (wie von allen anderen, nehme ich an) leider oft nicht vollumf&auml;nglich und augenblicklich zu erfassen, weder intellektuell noch juristisch. Letzteres t&auml;te mittlerweile Not, aber in eine g&auml;nzlich andere &ndash; MINDESTENS um 360 Grad gedrehte &ndash; Richtung, als die, in welche die Dolche und Giftpfeile der Strategischen Kommunikation und des &lsquo;Verfassungs&rsquo;schutzes bisher geflogen sind.<\/p><p>Es kann nicht schaden, sich bewu&szlig;t darauf zu schulen, die Codes (wohlwollend f&uuml;r: sehr hohle Phrasen, letztlich) der Politik und des Mainstreams zu entschl&uuml;sseln und m&ouml;glichst simultan in echte, vern&uuml;nftige Sprache zu &uuml;bersetzen. Das ist dann allerdings anspruchsvoller als die &lsquo;Nachrichten in einfacher Sprache&rsquo; (denen zu folgen ich mich fr&uuml;her &ndash; in dann anscheinend besonders schwieriger Sprache &ndash; eigentlich auch schon immer ganz gut im Stande sah).<\/p><p>Nat&uuml;rlich beinhaltet der Werkzeugkasten von allen Regierungen dieser Erde auch Propaganda. Die Westler haben auf diesem Feld (also Werbung, Scheinseriosit&auml;t, Psychologie) aufgrund ihrer langen Erfahrung und ihrer medialen Infrastruktur gewissen Teilen der Welt (auch Nordkorea) gegen&uuml;ber einen Vorteil. Unsere ist richtig sch&ouml;n feingeschliffen; nicht irgend so ein klobiges &ldquo;Hopp, hopp&rdquo;, wie man sich das in&hellip; was wei&szlig; ich, im vom B&uuml;rgerkrieg gesch&uuml;ttelten Kongo vorstellt, wo den Leuten von Anfang an mit Schrot klargemacht wird, wer der Chef ist. Nein, hier mu&szlig; man sich richtig etwas einfallen lassen, wenn man nicht mit Kalaschnikovs oder Rheinmetall-Zeugs auf die eigenen Leute ballern will, um sie zu irgend etwas zu bewegen. Richtig was einfallen! Dessen sollte sich jeder bewu&szlig;t sein, und vor allem den Kindern und jungen Menschen dieser Erde und &Auml;ra sollte dieses Bewu&szlig;tsein endlich richtig vermittelt werden, selbst auf die Gefahr hin, da&szlig; Woodstock wieder ausbricht.<\/p><p>Diese vergleichsweise versch&auml;rfte Propaganda erkennen zu k&ouml;nnen ist m.E. wieder sehr wichtig geworden. Ich meine n&auml;mlich, herausgefunden zu haben, da&szlig; ich gar nicht so besoffen sein kann, um darauf zu vertrauen, da&szlig; sich Spie&szlig;gesellen wie von anno dazumal bis in alle Ewigkeit freiwillig zur&uuml;ckhalten k&ouml;nnen. Sieht man ja &uuml;berall, da&szlig; sie&rsquo;s nicht k&ouml;nnen. Na ja, noch sind&rsquo;s wenigstens nur Mini-R&ouml;hms und Mini-Heydrichs, so zwergenhafte, die mit riesigen Schatten im Licht der sinkenden Sonne stehen. Aber der Fascho-Z&ouml;libat wird nicht ewig halten. Weil nichts ewig h&auml;lt.<\/p><p>Und: Russische Drohne mit Konservenb&uuml;chse abgest&uuml;rzt. Erneut, ja, verstehe. Ist etwa die russische Blechdose im Begriff, den in Verdacht geratenen Ausweis als langj&auml;hrig bew&auml;hrte Terroristenidentifikationshilfe abzul&ouml;sen?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJohannes Bichler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag<strong>,<\/strong><\/p><p>mit Sorge betrachte ich die derzeitige politische Entwicklung und den zunehmenden Fokus auf milit&auml;rische Aufr&uuml;stung und m&ouml;gliche Konfliktszenarien. Aus meiner Sicht werden &Auml;ngste gesch&uuml;rt und Bedrohungen in den Vordergrund gestellt, w&auml;hrend diplomatische Bem&uuml;hungen und Ma&szlig;nahmen zur Deeskalation zu wenig Beachtung finden.<\/p><p>Gerade im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine sollte es oberste Priorit&auml;t sein, alle M&ouml;glichkeiten f&uuml;r eine friedliche L&ouml;sung auszusch&ouml;pfen. Statt die Konfrontation weiter zu versch&auml;rfen, braucht es mehr Dialog, ernsthafte diplomatische Initiativen und den gemeinsamen Willen, weiteres Leid und Sterben zu verhindern. Eine Politik, die den Frieden und die V&ouml;lkerverst&auml;ndigung in den Mittelpunkt stellt, muss wieder st&auml;rker an Bedeutung gewinnen.<\/p><p>Auch der Umgang mit mutma&szlig;lichen hybriden Bedrohungen sollte von Sachlichkeit und nachvollziehbaren Belegen gepr&auml;gt sein. Unbewiesene Behauptungen und eine einseitige Darstellung m&ouml;glicher Gefahren tragen nicht zur Vertrauensbildung bei, sondern k&ouml;nnen &Auml;ngste verst&auml;rken und bestehende Spannungen weiter versch&auml;rfen.<\/p><p>Zudem stellt sich die Frage, ob die zunehmende Ausrichtung auf eine Kriegswirtschaft tats&auml;chlich der richtige Weg ist. Deutschland, ebenso wie Gro&szlig;britannien und Frankreich, steht vor erheblichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Anstatt immer gr&ouml;&szlig;ere Ressourcen in milit&auml;rische Strukturen zu investieren, sollten zivile Investitionen, wirtschaftliche Stabilit&auml;t und eine verantwortungsvolle Gesellschaftspolitik st&auml;rker in den Mittelpunkt r&uuml;cken.<\/p><p>Eine Politik, die im Inneren vor allem auf Angst setzt und nach au&szlig;en die Konfrontation verst&auml;rkt, birgt erhebliche Risiken. Europa und insbesondere Deutschland sollten sich daher bewusst machen, welche Folgen eine weitere Eskalation haben k&ouml;nnte.<\/p><p>Erforderlich ist eine R&uuml;ckkehr zu einer Politik der Vernunft, der Besonnenheit und der Diplomatie &ndash; mit dem klaren Ziel, Frieden zu sichern, Vertrauen aufzubauen und eine gemeinsame Zukunft in Sicherheit zu erm&ouml;glichen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThomas St&ouml;be<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>mein Dank f&uuml;r Ihren lesenswerten Artikel, den man vielleicht verk&uuml;rzt so zusammenfassen kann:<\/p><p>Von der Strategie der Spannung weiter zur Ausrufung des Spannungsfalls und der damit zusammenh&auml;ngenden Einschr&auml;nkungen bis hin zur Aufhebung der Grundrechte.<\/p><p>Das wird noch deutlich &uuml;ber das hinausgehen, was wir gerade w&auml;hrend der Lockdowns und der Ma&szlig;nahmenpolitik rund um Corona erlebt und erlitten haben.<\/p><p>Nun noch einige Gedanken meinerseits.<\/p><p>Wenn das Elaborat, was man der Tagesschau und den notorischen &ldquo;Investigationsmedien&rdquo; WDR und SZ in den Briefkasten geworfen hat, wirklich geheime Informationen enthalten w&uuml;rde, w&auml;re jetzt schon der Generalbundesanwalt aktiv. Aber bei dem lauen Geschwurbel und Geraune ist das einzige Handfeste, dass der Absender aus dem &ldquo;Sicherheits&rdquo;-Apperat kam und diffuse &Auml;ngste ausl&ouml;sen wollte.<\/p><p>Aber ich f&uuml;rchte auch, dass demn&auml;chst keine Drohnen aus dem Baumarkt mehr irgendwo abgelegt und dann &ldquo;gefunden&rdquo; werden, sondern dass es dann mindestens wieder ein Celler Loch werden wird, also eine Sprengstoffexplosion an der Au&szlig;enwand eines Gef&auml;ngnis, welches in den 70er Jahren noch von wirklichen Investigationsjournalisten als Tat des deutschen Inlandgeheimdienstes enttarnt wurde. <\/p><p>Das 2024 abgeh&ouml;rte Gespr&auml;ch von vier Luftwaffenoffizieren &uuml;ber die M&ouml;glichkeit einer Sprengung der Krimbr&uuml;cke, ohne als T&auml;ter ausfindig gemacht zu werden, also das Planen f&uuml;r einen Terroranschlag und eine Kriegshandlung, hat f&uuml;r die Beteiligten keine negativen Auswirkungen gehabt. Es ging ja nicht um eine Baumarktdrohne sondern nur um eine Mittelstreckenrakete.<\/p><p>Inzwischen gibt der Luftwaffeinspekteur &ouml;ffentliche Interviews &uuml;ber die Bereitschaft, &uuml;ber Nacht bereit zu sein f&uuml;r kriegerische Aktionen.<\/p><p>Und das gilt besonders in und um die russische Exklave Kaliningrad, um die herum die NATO in diesem Jahr fast ununterbrochen Man&ouml;ver durchf&uuml;hrt. Polen und Frankreich &uuml;ben zeitgleich unter Einbeziehung von atomar best&uuml;ckbaren Waffensystemen. Keine Meldung dazu in unseren Qualit&auml;tsmedien.<\/p><p>An der Grenze zu Polen liegt in Litauen der Suwalki-Korridor, durch den eine in Vertr&auml;gen zwischen Russland und der EU sowie Litauen vereinbarte Eisenbahnverbindung zur Versorgung von Kaliningrad f&uuml;hrt. Ausgerechnet dort ist eine Bundeswehreinheit st&auml;ndig stationiert und das inklusive Familienangeh&ouml;rigen. Was wird das Schicksal dieser Menschen sein, wenn die NATO wie in ihren Man&ouml;vern ge&uuml;bt die Zugverbindung kappt und Kaliningrad blockiert?<\/p><p>Russland hat jedenfalls &ouml;ffentlich angek&uuml;ndigt, dass es bei einer NATO-Aktion, ob Blockade, Bombardierung oder Invasion, mit allen zur Verf&uuml;gung stehenden Waffen, inklusive atomaren, antworten wird. <\/p><p>Meine Prognose ist, dass wenn die Friedensbewegung und die wenigen noch vernunftbegabten Entscheidungstr&auml;ger die irren Kriegstreiber nicht stoppen k&ouml;nnen, dort eine Entwicklung eskalieren wird, die zu einem Atomkrieg mit Abermillionen Toten f&uuml;hren kann, der auch die transatlantische F&uuml;hrungsmacht nicht verschont, auf jeden Fall aber von Deutschland nicht viel &uuml;brig l&auml;sst. <\/p><p>Mit sehr besorgten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM. Grzybek<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-158124","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=158124"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158124\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":158204,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158124\/revisions\/158204"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=158124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=158124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=158124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}