{"id":158200,"date":"2026-10-29T12:00:43","date_gmt":"2026-10-29T11:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158200"},"modified":"2026-10-29T13:42:43","modified_gmt":"2026-10-29T12:42:43","slug":"ein-kleiner-friedenskeim-musik-fuer-den-frieden-heute-abend-in-badenweiler-swr-unterbindet-beitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158200","title":{"rendered":"\u201eEin kleiner Friedenskeim\u201c: Musik f\u00fcr den Frieden \u2013 heute Abend in Badenweiler \u2013 SWR unterbindet Beitrag"},"content":{"rendered":"<p>Ist die Politik au&szlig;en vor, funktioniert es auch mit dem Frieden. Zu diesem Schluss l&auml;sst sich kommen, wenn man sieht, was Ulrike und Thomas Vogt mit ihrem Projekt <a href=\"https:\/\/www.musik-fuer-den-frieden.de\/\">Musik f&uuml;r den Frieden<\/a> auf die Beine stellen. Heute Abend geben rund 60 junge Menschen aus Deutschland und Russland in Badenweiler ein Konzert mit dem Titel: &bdquo;Peace in Concert&ldquo;. Im NachDenkSeiten-Interview erz&auml;hlt der Musikp&auml;dagoge <strong>Thomas Vogt<\/strong> von dem Projekt und berichtet von einem geplanten Beitrag des <em>SWR<\/em>. Dieser sollte &uuml;ber die Kulturredaktion laufen &ndash; mit Interviews der jugendlichen Musiker. Doch dann, so Vogt, habe die SWR-Nachrichtenredaktion den Beitrag unterbunden. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2393\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-158200-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/261029_Ein_kleiner_Friedenskeim_Musik_fuer_den_Frieden_heute_Abend_in_Badenweiler_SWR_unterbindet_Beitrag_NDS.mp3?_=1\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/261029_Ein_kleiner_Friedenskeim_Musik_fuer_den_Frieden_heute_Abend_in_Badenweiler_SWR_unterbindet_Beitrag_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/261029_Ein_kleiner_Friedenskeim_Musik_fuer_den_Frieden_heute_Abend_in_Badenweiler_SWR_unterbindet_Beitrag_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/261029_Ein_kleiner_Friedenskeim_Musik_fuer_den_Frieden_heute_Abend_in_Badenweiler_SWR_unterbindet_Beitrag_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=158200-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/261029_Ein_kleiner_Friedenskeim_Musik_fuer_den_Frieden_heute_Abend_in_Badenweiler_SWR_unterbindet_Beitrag_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"261029_Ein_kleiner_Friedenskeim_Musik_fuer_den_Frieden_heute_Abend_in_Badenweiler_SWR_unterbindet_Beitrag_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Vogt, Sie und Ihre Frau haben das Musikprojekt auf die Beine gestellt. Was ist Ihre Motivation?<\/strong><\/p><p>Unser Projekt &bdquo;Musik f&uuml;r den Frieden&ldquo; haben meine Frau Ulrike und ich bereits 2018 ins Leben gerufen. Uns verbindet der starke Wunsch, mit den Mitteln, die uns zur Verf&uuml;gung stehen, etwas f&uuml;r den Frieden zu tun. Das sind die Musik und die P&auml;dagogik. Musik kann Br&uuml;cken bauen, &uuml;ber alle Grenzen hinweg, von Herz zu Herz. Gerade junge Menschen lassen sich davon begeistern. Wenn sie gemeinsam ein Konzert vorbereiten, auf ein Ziel hinarbeiten und schlie&szlig;lich zusammen auf der B&uuml;hne stehen, entsteht eine besondere Verbundenheit. Daraus wachsen Freundschaften, die oft &uuml;ber viele Jahre halten. Diese Begeisterung und die pers&ouml;nlichen Beziehungen haben unser Projekt auch durch politisch schwierige Zeiten getragen.<\/p><p><strong>Worum genau geht es bei diesem musikalischen Friedenscamp? Was machen die jungen Leute heute Abend?<\/strong><\/p><p>Heute Abend wird das Konzert &bdquo;Peace in Concert&ldquo; um 19.00 Uhr im Festspielhaus in Badenweiler stattfinden. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten. Wir hoffen nat&uuml;rlich, dass viele Menschen zu unserem Konzert kommen und unsere Friedensbotschaft h&ouml;ren. Die Zuh&ouml;rer werden erleben, dass 60 junge Menschen begeistert ihr intensiv geprobtes Programm zu Geh&ouml;r bringen. Die S&auml;ngerinnen und S&auml;nger pr&auml;sentieren deutsche, russische und englischsprachige Songs mit farbenpr&auml;chtigen Kost&uuml;men und mitrei&szlig;enden Tanzchoreografien. Niemand im Publikum wird sagen k&ouml;nnen, wer nun russisch und wer deutsch ist. Das spielt auch keine Rolle mehr. Die Musik und der Tanz bringen das rein Menschliche zur Geltung.<\/p><p><strong>Ihr Friedenscamp findet zu einer Zeit statt, wo die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland auf dem Tiefpunkt angelangt sind &ndash; zumindest auf der politischen Ebene. An vielen Stellen wurden Br&uuml;cken zerst&ouml;rt &ndash; Sie haben eine Br&uuml;cke gebaut. Wie ist die Stimmung unter den jungen Leuten? Spielt die Politik eine Rolle? <\/strong><\/p><p>Die wunderbare Atmosph&auml;re hier in unserem Music Peace Camp macht uns gro&szlig;e Hoffnung. Wir erleben, wie junge Menschen aus Deutschland und Russland ganz selbstverst&auml;ndlich aufeinander zugehen, miteinander musizieren, lachen und Freundschaften schlie&szlig;en. Uns ist bewusst, dass &bdquo;Musik f&uuml;r den Frieden&ldquo; nur ein kleiner Friedenskeim ist. Aber wenn er gepflegt wird, kann daraus eines Tages ein gro&szlig;er Friedensbaum wachsen. Wir hoffen, dass viele Menschen diese Idee aufgreifen und weitertragen. Unser gro&szlig;er Traum ist, dass daraus irgendwann ein Deutsch-Russisches Jugendwerk entsteht, &auml;hnlich dem Deutsch-Franz&ouml;sischen Jugendwerk, das &uuml;ber Jahrzehnte zur Freundschaft zwischen einst verfeindeten Nationen beigetragen hat.<\/p><p>Wir sprechen auf dem Camp bewusst nicht &uuml;ber Politik. Wir sprechen &uuml;ber unsere pers&ouml;nlichen Erfahrungen, unsere Gef&uuml;hle, Hoffnungen und W&uuml;nsche. Wir wollen uns auf der zwischenmenschlichen Ebene begegnen. Uns ist klar, dass wir die gro&szlig;e Politik nicht ver&auml;ndern k&ouml;nnen. Wir k&ouml;nnen aber im zivilgesellschaftlichen Raum den Boden der Verst&auml;ndigung und des Aufeinander Zugehens bereiten. Auf diese gewachsenen Strukturen kann die Politik dereinst bei einem Wandel der politischen Beziehungen zur&uuml;ckgreifen.<\/p><p><strong>Wie sieht es denn mit den Medien aus? Gibt es Berichte?<\/strong><\/p><p>Daf&uuml;r, dass dieses Projekt sowohl in Deutschland als auch in Russland echten Seltenheitswert hat, berichten Medien recht sp&auml;rlich &uuml;ber das deutsch-russische Friedensprojekt. Die <em>Badische Zeitung<\/em> hatte in ihrem Regionalteil einen sehr positiven Bericht und das SWR-Radio hat uns interviewt. Der Beitrag wird heute gesendet.<\/p><p>Was uns sehr gefreut hat, war, dass sich die Kulturredaktion des SWR-Fernsehens gemeldet hat. Sie war begeistert von unserem Projekt. Es gab ein langes Vorgespr&auml;ch, bei dem die Drehsituationen, eine Probe im Festspielhaus und ein Flashmob in der Einkaufsstra&szlig;e von Badenweiler, festgelegt wurden. Ebenso wurden jugendliche Protagonisten benannt, die auch interviewt werden sollten. Am eigentlichen Drehtag bekamen wir aber einen Anruf von dieser Kulturredakteurin mit der Mitteilung, dass die Nachrichten-Redaktion nicht m&ouml;chte, dass das Projekt gefilmt wird. Der Kulturredakteurin tat das unendlich leid.<\/p><p><strong>Was ist Ihr Eindruck: Was werden die jungen Leute aus dieser Zusammenarbeit mitnehmen?<\/strong><\/p><p>Ich glaube, die jungen Menschen werden vor allem die Erfahrung mitnehmen, dass uns viel mehr verbindet, als uns trennt. Sie erleben, wie aus Fremden Freunde werden, wie man gemeinsam etwas schaffen kann, auch wenn man unterschiedliche Sprachen spricht und aus verschiedenen L&auml;ndern kommt. Diese Begegnungen schaffen Vertrauen und Freundschaften, die hoffentlich weit &uuml;ber das Camp hinaus Bestand haben. Und vielleicht nehmen sie auch die Erkenntnis mit, dass jeder Einzelne etwas zum Frieden beitragen kann. Genau das ist unsere Hoffnung.<\/p><p><strong>Wie betrachten Sie die deutsche Russlandpolitik? Was muss sich &auml;ndern?<\/strong><\/p><p>Wie gesagt, wir wollen uns nicht politisch &auml;u&szlig;ern. Vielleicht so viel: Die Kunst verbindet Menschen, da spielt Nationalit&auml;t keine wirkliche Rolle. Musik ist die Muttersprache aller Menschen, wie es der gro&szlig;e Geiger Yehudi Menuhin so sch&ouml;n ausgedr&uuml;ckt hat. Bach, Beethoven, Tschaikowsky werden auf der ganzen Welt geh&ouml;rt und geliebt. Daran k&ouml;nnte unsere Politik ankn&uuml;pfen: sich gegenseitig zuh&ouml;ren, einen Dialog f&uuml;hren, Gemeinsamkeiten suchen, Kompromisse finden, eine lebenswerte Zukunft gestalten. Deutsche Politik k&ouml;nnte die Kunst der Diplomatie wieder pflegen und sollte aus historischen Gr&uuml;nden eine Vermittlerrolle bei internationalen Konflikten einnehmen und nicht Konfliktpartei werden.<\/p><p><em>Veranstaltungshinweis: Konzert (&bdquo;Peace in Concert&ldquo;): Heute, Donnerstag, 29. Oktober 2026, 19:00 Uhr (Einlass\/Dauer bis ca. 22:00 Uhr). Festspielhaus Badenweiler, Schlossplatz 2, 79410 Badenweiler. Eintritt frei (Spenden willkommen).<\/em><\/p><p><small>Titelbild: &copy; Ulrike Vogt<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist die Politik au&szlig;en vor, funktioniert es auch mit dem Frieden. Zu diesem Schluss l&auml;sst sich kommen, wenn man sieht, was Ulrike und Thomas Vogt mit ihrem Projekt <a href=\"https:\/\/www.musik-fuer-den-frieden.de\/\">Musik f&uuml;r den Frieden<\/a> auf die Beine stellen. 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