{"id":15827,"date":"2013-01-14T09:00:11","date_gmt":"2013-01-14T08:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827"},"modified":"2013-01-14T09:00:11","modified_gmt":"2013-01-14T08:00:11","slug":"hinweise-des-tages-1796","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h01\">Robert Misik &ndash; Wer dem armen Schlucker die Sozialhilfe neidet, der k&uuml;rzt sich am Ende selbst das Einkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h02\">Der gef&uuml;hlte Geldsegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h03\">Die neue Lohndebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h04\">Rezessionen kommen in Prognosen nicht vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h05\">Olli Rehn: &ldquo;Es dauert leider noch etwas l&auml;nger&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h06\">Die SPD, DIE LINKE und die Mieten &ndash; Alltagssorgen k&ouml;nnen Gewinnerthemen sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h07\">Arbeitsmarkt-Konsens verschafft Hollande Atempause<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h08\">Griechisches Parlament genehmigt Steuererh&ouml;hungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h09\">Wenn Deutschland und Europa soviel mehr ausgeben w&uuml;rden wie die japanische Regierung, dann&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h10\">Stefan Sell: Viel zu h&auml;ufig nur Leiharbeit statt Dauerjob<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h11\">Erfahrungen aus dem sozialistischen Jetset<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h12\">Vierzig Stunden in der Kita<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h13\">S21 &ndash; Gutachterliche Stellungnahme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h14\">Korruptionsaff&auml;re bei Thyssen-Krupp &ndash; Der Schienenpapst und seine Freunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h15\">Unions-Fraktionsvize Fuchs jahrelang f&uuml;r britische Spionagefirma t&auml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h16\">Studie: Warum so viele Amerikaner in jungen Jahren sterben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h17\">Crowddenunzianten &ndash; Im Hinterzimmer des gesunden Volksempfindens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h18\">Schleichwerbung bei &ldquo;Wetten, dass..?&rdquo; &ndash; Gottschalk-Aff&auml;re bringt ZDF heftige Kritik ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h19\">Presse mag &raquo;UmFAIRteilen&laquo; nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h20\">Wolfgang Michal: Die Krise der Blogger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827#h21\">Denn St&ouml;rer braucht das Land<\/a><\/li>\n<\/ol><p><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15827&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; Wer dem armen Schlucker die Sozialhilfe neidet, der k&uuml;rzt sich am Ende selbst das Einkommen<\/strong><br>\nWarum eine gener&ouml;se Mindestsicherung und ordentliche Mindestl&ouml;hne f&uuml;r alle gut sind &ndash; auch f&uuml;r die, die mehr verdienen und nie in Gefahr kommen, von der St&uuml;tze leben zu m&uuml;ssen.<br>\nIch habe &uuml;ber dieses Thema schon an verschiedenen Stellen in gr&ouml;&szlig;erem Zusammenhang geschrieben, will mir hier aber einmal auf diesen Aspekt beschr&auml;nken. Denn wir wissen ja alle, dass es in unseren Gesellschaften verschiedene Verst&auml;ndnisse von &ldquo;Gerechtigkeit&rdquo; gibt, die aber auch miteinander in Konflikt geraten k&ouml;nnen.<br>\nUnd ein solcher &ldquo;Gerechtigkeitsinstinkt&rdquo; ist auch der, da soll man gar nicht die Augen davor verschlie&szlig;en, dass manche Leute mittleren Einkommens anderen Leuten eine gener&ouml;se Mindestsicherung, h&ouml;here Hartz-IV-S&auml;tze, Sozialhilfes&auml;tze (egal, wie man das jetzt in welchem Land auch immer nennt), nicht g&ouml;nnen. Sie w&uuml;rden dann sagen: Ich arbeite jeden Tag und geh mit 2000.- Euro heim oder weniger. Und der faule Sack liegt daheim und bekommt, wenn er auch noch Familie hat, 1200.- Euro oder &auml;hnliches. Das ist nicht gerecht. Man soll dem die St&uuml;tze k&uuml;rzen. Oder ihm zumindest die Damenschrauben anlegen, damit er sich einen Job sucht.<br>\nMan kann diesen Instinkt verst&auml;ndlich finden oder mies &ndash; aber das ist hier nicht der Punkt.<br>\nDer Punkt ist ein anderer. Angenommen, wir leben in einer Gesellschaft, die bisher ihren aus welchen Gr&uuml;nden immer Gescheiterten einen Sozialhilfesatz von 800.- bezahlt hat. Dann werden in der Regel die niedrigsten Mindestl&ouml;hne ein wenig dar&uuml;ber liegen. Sagen wir: 900.- oder 1000.- Euro. Weil sich ansonsten zumindest aus pekuni&auml;ren Gr&uuml;nden die Aufnahme von Arbeit nicht lohnen w&uuml;rde. Jetzt wissen wir zwar, dass sehr sehr viele Leute bereit sind, Arbeit auch dann anzunehmen, wenn sie kaum nennenswert &uuml;ber dem Sozialhilfesatz verg&uuml;tet wird, weil viele Menschen es als entw&uuml;rdigend ansehen, zum Amt zu gehen, weil sie es m&ouml;gen, eine Arbeit zu haben, statt fad daheim herumzusitzen. Aber in der Regel werden die niedrigsten L&ouml;hne doch oberhalb des Sozialhilfesatzes liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.misik.at\/sonstige\/wer-dem-armen-schlucker-die-sozialhilfe-neidet-der-kurzt-sich-am-ende-selbst-das-einkommen.php\">Robert Misik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der gef&uuml;hlte Geldsegen<\/strong><br>\nSo eine Freude! Die Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung sagt vorher, dass wir im Jahr 2013 alle rund 50 Euro mehr im Monat in der Tasche haben. Das Dumme ist nur: Die Statistiker sprechen dabei vom Durchschnittsdeutschen &ndash; also leider nicht von mir. Sind damit etwa Sie gemeint?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/silke-burmester-ueber-die-kaufkraft-prognose-der-gfk-a-874429.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.gfk.com\/de\/news-und-events\/presse\/pressemitteilungen\/Seiten\/Kaufkraft-2013-Deutsche-haben-554-Euro-mehr.aspx\">GfK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Den NachDenkSeiten war es schon immer ein Anlegen, vor der gedankenlosen &Uuml;bernahme statistischer Durchschnittswerte zu warnen. Silke Burmester macht das auf unterhaltsame Weise. Wer die Pressemitteilung der GfK genau liest, findet bereits hier einige Relativierungen. Immerhin verweist sie darauf, dass die Rentenentwicklung im Jahr 2013 unterhalb der Inflationsrate liegen d&uuml;rfte und somit Kaufkrafteinbu&szlig;en entst&uuml;nden. Die Unterscheidung zwischen reichen und armen Regionen mag zwar zus&auml;tzliche Informationen bieten, aber der Frage, wie sich das zus&auml;tzliche Einkommen &uuml;ber die Haushalte verteilt, verweigert sich die GfK. Immerhin weist sie darauf hin, &ldquo;dass die Kaufkraft einer Region ein Durchschnittswert der dort lebenden Bev&ouml;lkerung ist und nichts &uuml;ber die Kaufkraft einzelner Individuen, die Kaufkraft je Haushalt oder &uuml;ber die dahinter liegende Einkommensverteilung und damit die Schere zwischen &bdquo;Arm&ldquo; und &bdquo;Reich&ldquo; aussagt.&rdquo; Deshalb kann man Frau Burmesters Grundgef&uuml;hl nachvollziehen:  &ldquo;So aber habe ich das Gef&uuml;hl, sie ist Quatsch ohne Aussagekraft. Ganz so, als ginge es nur darum, eine Zahl rauszuhauen, auf dass die Medien sie aufgreifen und Dich als Quelle nennen, ganz egal, ob die Zahl irgendetwas mit der realen Situation zu tun hat oder nicht.&rdquo; Und in der Tat kommt z.B. das &ldquo;Hamburger Abendblatt&rdquo; erst gegen Ende seines Artikels recht schwammig darauf zusprechen, dass die 554 Euro ein nominaler Wert sind: &ldquo;Auch real seien die Geldb&ouml;rsen besser gef&uuml;llt. Bei der von der Bundesbank prognostizierten Inflationsrate von 1,5 Prozent blieben immer noch 1,4 Prozent mehr Kaufkraft &uuml;brig. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r seien die weiterhin solide Lage auf dem Arbeitsmarkt und gestiegene L&ouml;hne und Geh&auml;lter in vielen Branchen, sagte eine Sprecherin.&rdquo; Schade, dass die Sprecherin nicht die verzerrenden Kapitaleink&uuml;nfte erw&auml;hnt, denn diese d&uuml;rften 2013 wie in der Vergangenheit auch st&auml;rker wachsen als L&ouml;hne und Geh&auml;lter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die neue Lohndebatte<\/strong><br>\nDie Forderungen nicht nur der Gewerkschaften nach sp&uuml;rbaren Lohnerh&ouml;hungen in Deutschland werden lauter. Die Arbeitgeberseite wehrt sich &ndash; was nicht wirklich &uuml;berrascht. Und doch ist das nicht das &uuml;bliche Gepl&auml;nkel. Vielmehr deutet sich in der neuen Lohndebatte an, was zu bef&uuml;rchten war: Die Arbeitgeber werden auf die erzwungenerma&szlig;en sinkenden L&ouml;hne in S&uuml;deuropa mit Forderungen nach neuen Lohnsenkungen in Deutschland reagieren.<br>\nSeit Beginn der Eurokrise setzen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso und Co. auf drastische und erzwungene Lohnsenkungen in S&uuml;deuropa. Erkl&auml;rtes Ziel ist es, diese Staaten wieder &bdquo;wettbewerbsf&auml;higer&ldquo; zu machen. Hintergrund sind auseinanderlaufende Lohnst&uuml;ckkosten in Europa: Auf der einen Seite sind einige Volkswirtschaften, allen voran Deutschland, in den letzten zehn Jahren sehr viel billiger geworden. Im Verh&auml;ltnis dazu sind auf der anderen Seite andere L&auml;nder, etwa in S&uuml;deuropa, teurer geworden. Dies f&uuml;hrte zu drastischen Export&uuml;bersch&uuml;ssen in Deutschland, aber etwa auch den Niederlanden oder Finnland. Spiegelbildlich dazu kam es in Spanien, Griechenland oder Portugal zu drastischen Exportdefiziten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1102\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rezessionen kommen in Prognosen nicht vor<\/strong><br>\nWas ich schon seit Langem beobachte, fand ich erneut best&auml;tigt durch ein Schaubild aus dem Financial Stability Review der EZB vom Dezember: Die Volkswirte, die die Ver&auml;nderungsrate des realen BIP vorhersagen, haben kein Gef&uuml;hl f&uuml;r das Timing und die Tiefe von Rezessionen. Sie versagen gerade dann, wenn es besonders drauf ankommt.<br>\nDas hei&szlig;t allerdings nicht, dass Prognosen &uuml;berfl&uuml;ssig sind, denn grunds&auml;tzlich basieren alle Entscheidungen, die bis weit in die Zukunft hinein Folgewirkungen haben, auf Einsch&auml;tzungen dar&uuml;ber, wie es wirtschaftlich weitergehen wird, also auf Prognosen. Wie sonst k&ouml;nnte zum Beispiel die Regierung ihre mittelfristige Finanzplanung aufstellen?<br>\nAlle Politiker und Marktteilnehmer brauchen sie. Sie sind nicht nur in Planwirtschaften, sondern auch in den modernen Marktwirtschaften unverzichtbar. Sie sind ja nichts anderes als in Zahlen gefasste Erwartungen. Und Erwartungen bestimmen, was gekauft wird, ob man studiert oder nicht, f&uuml;r welchen Job man sich entscheidet, oder ob man heute investiert oder erst in ein paar Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2013\/01\/11\/rezessionen-kommen-in-prognosen-nicht-vor_5647\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Olli Rehn: &ldquo;Es dauert leider noch etwas l&auml;nger&rdquo;<\/strong><br>\nDa hat der IWF nun auch herausgefunden, dass die eingeschlagene K&uuml;rzungspolitik in Europa falsch war, weil sie der Konjunktur schadet und die sogenannten Multiplikatoren viel h&ouml;her ausfallen als angenommen, hei&szlig;t: die Wirtschaftsleistung deutlich schneller schrumpft, als die sogenannten Experten das Wort &ldquo;sparen&rdquo; sagen k&ouml;nnen, da regt sich umgehend Widerstand in Br&uuml;ssel. W&auml;hrungskommissar Olli Rehn wartet nun mit einem schlagenden Argument auf. Der Sparkurs&trade; k&ouml;nne gar nicht falsch sein, weil es einen positiven Effekt gebe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/01\/12\/olli-rehn-dauert-leider-laenger-15422069\/\">Andr&eacute; Tautenhahn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die SPD, DIE LINKE und die Mieten &ndash; Alltagssorgen k&ouml;nnen Gewinnerthemen sein<\/strong><br>\nWir haben es tun mit einer Spekulationswelle selten erlebter Gr&ouml;&szlig;enordnung zu tun. Gesucht sind maximale Renditen. Die finden sich am Ehesten in Gro&szlig;st&auml;dten, und zwar dort, wo hohe Nachfrage und preiswerte Wohnungen zusammentreffen. Daf&uuml;r pr&auml;destiniert sind unsanierte Stadtteile, d.h. Wohnungen im unteren Preissegment, die nach Sanierung teuer vermietet oder verkauft werden k&ouml;nnen. Dort wohnen vor allem einkommensschwache Haushalte. Die m&uuml;ssen nat&uuml;rlich herausgedr&auml;ngt werden. Sie trifft folglich die Finanzkrise in doppelter Hinsicht: Nachdem den Menschen (&uuml;ber ihre Steuergroschen) die Folgen des Bankenkollaps aufgehalst wurden, werden sie nun ihrer Wohnungen (und ihres sozialen Umfelds) beraubt und an den Stadtrand verdr&auml;ngt.<br>\nSchaut man sich nun die Neupositionierung der Sozialdemokratie mit Blick auf die skizzierten Zuspitzungen an, fallen zwei Aspekte auf: Bei allen Fortschritten in Bezug auf die Begrenzung der Mietentwicklung bleibt die SPD in zwei Punkten auffallend zur&uuml;ckhaltend: Fehlanzeige bei Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Spekulation und Fehlanzeige bei Sonderprogrammen zur Ankurbelung des Wohnungsbaus f&uuml;r die unteren Einkommensschichten&hellip;<br>\nAbsolut vorrangig sind zwei Forderungen: 1. Ma&szlig;nahmen zur Eingrenzung der Immobilienspekulation; 2. die Konzentration der Wohnungspolitik auf Haushalte im unteren Einkommensbereich durch eine Neu-Konzeptionierung des Sozialen Wohnungsbaus, allgemeiner durch einen Ausbau des &ouml;ffentlichen Einflusses in der Wohnungspolitik&hellip;<br>\nDIE LINKE hat sich auf der Klausur ihrer Bundestagsfraktion kurz vor der Niedersachsen-Wahl erfreulich klar darauf verst&auml;ndigen k&ouml;nnen, diese beiden Punkte in das dort beschlossene Schwerpunktpapier[1] aufzunehmen&hellip;<br>\nDie Partei hat sehr lange daf&uuml;r gebraucht&hellip;Die Verz&ouml;gerung hatte den Effekt, dass bis heute kein abgestimmtes Positionspapier der Partei DIE LINKE zur Wohnungspolitik existiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/die-spd-die-linke-und-die-mieten\/\">Sozialismus Aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt-Konsens verschafft Hollande Atempause<\/strong><br>\nFrancois Hollande ist noch einmal davon gekommen. Arbeitgeber und Gewerkschaften in Frankreich haben einen Konsens im Streit &uuml;ber flexiblere Arbeitszeiten erzielt. Das spart einen Gesetzentwurf. Trotzdem: 10,1 Prozent Arbeitslose und ein Wachstum von 0,1 Prozent malen ein d&uuml;steres Bild. Was fehlt, ist eine Agenda 2010 &agrave; la francaise. Franz&ouml;sische Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich nach z&auml;hen Verhandlungen auf eine Reform des Arbeitsmarkts verst&auml;ndigt. Wie die Arbeitgebervertreter am Freitagabend mitteilten, sollen die starren Arbeitsmarktregeln in diesem Jahr gelockert werden. Drei der f&uuml;nf an den Gespr&auml;chen beteiligten Gewerkschaften wollten den Kompromiss unterzeichnen. (&hellip;) In Frankreich steigt die Arbeitslosenquote seit Monaten. Viele Unternehmen des Landes fallen zudem in internationalen Wettbewerb immer weiter zur&uuml;ck. Sie machen daf&uuml;r unter anderem zu hohe Arbeitskosten verantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/Arbeitsmarkt-Konsens-verschafft-Hollande-Atempause-26122200.html\">heute.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Da hat also der gegenu&#776;ber den Neoliberalen zunehmend einknickende Hollande noch mal Schwein gehabt. Das unionsnahe ZDF (u&#776;ber dessen Unionsn&auml;he k&ouml;nnen auch die Kabarettsendungen &ldquo;Neues aus der Anstalt&rdquo; und &ldquo;Pelzig h&auml;lt sich&rdquo; nicht hinwegt&auml;uschen) stellt sich mit diesem Beitrag einmal mehr in den Dienst der rechtskonservativ-neoliberalen Ideologie. Beim ZDF (und nicht nur dort) trauert man wohl auch heute noch dem neoliberalen Gespann &ldquo;Merkozy&rdquo; hinterher.<\/em><\/p>\n<p><em>Beim Blick auf die ZDF-Berichterstattung sowie jener des deutschen Medienmainstream zur Eurokrise fu&#776;hlt man sich unwillku&#776;rlich an den &ldquo;Geisterfahrer&rdquo;-Witz erinnert: Zum Warnhinweis der Radio-Verkehrsredaktion u&#776;ber den Geisterfahrer auf der von ihm befahrenen Autobahn ruft dieser aus: &ldquo;Ein Geisterfahrer? Hunderte!&rdquo; Auf die nun schon seit mehreren Jahren grassierende Eurokrise u&#776;bertragen: &ldquo;Griechenland, Spanien, Italien, Portugal, Frankreich und weitere Staaten der Eurozone sind schuld an dieser Krise. Daher du&#776;rfen wir erwarten, da&szlig; Europa dem erfolgreichen deutschen Vorbild nacheifert.&rdquo; Da&szlig; die neoliberale deutsche Politik eine Mitverantwortung fu&#776;r die europ&auml;ische Krise (m&ouml;glicherweise sogar die Hauptverantwortung &ndash; Stichworte: deutsche Dumpingpolitik sowie die den europ&auml;ischen Krisenstaaten ma&szlig;geblich von Deutschland diktierten zerst&ouml;rerischen Kaputtsparprogramme) haben k&ouml;nnte, blendet der deutsche Medienmainstream nahezu vollst&auml;ndig aus. Man darf gewiss sein: Auch die franz&ouml;sischen &ldquo;Eliten&rdquo; (ebenso die &ldquo;Eliten&rdquo; der u&#776;brigen europ&auml;ischen Staaten) werden u.a. mit Hilfe der von ihnen kontrollierten Massenmedien danach trachten, aus der Krise der Eurozone ihren pers&ouml;nlichen Vorteil zu ziehen sowie ihre Macht weiter zu festigen, sprich: nach deutschem &ldquo;Vorbild&rdquo; u&#776;ber die Ausweitung der Niedriglohnsektoren sowie u&#776;ber Einschnitte in die sozialen Sicherungungssysteme ihren Anteil am erwirtschafteten Volkseinkommen weiter auszudehnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Laut ZDF haben sich drei der fu&#776;nf an den Verhandlungen beteiligten franz&ouml;sischen Gewerkschaften &ldquo;im Konsens&rdquo; mit den Arbeitgebern auf eine &ldquo;Reform des Arbeitsmarktes&rdquo; und damit auf eine &ldquo;Lockerung der Arbeitnehmerrechte&rdquo; &ldquo;verst&auml;ndigt&rdquo;. Was das ZDF &ldquo;Konsens&rdquo; und &ldquo;Verst&auml;ndigung&rdquo; nennt, du&#776;rfte viel eher das Resultat massiver politischer Drohgeb&auml;rden gewesen sein. Der in der ZDF-Nachrichten- und Wirtschaftredaktion herrschende neoliberale Geist wird am folgenden Textpassus vollends sichtbar: &ldquo;Was fehlt, ist eine Agenda 2010 &agrave; la francaise.&rdquo; Auch folgender Textbaustein zeigt u&#776;berdeutlich die ideologische Schlagseite des ZDF: &ldquo;Viele Unternehmen des Landes fallen zudem in internationalen Wettbewerb immer weiter zuru&#776;ck. Sie machen dafu&#776;r unter anderem zu hohe Arbeitskosten verantwortlich.&rdquo; Mit der kritiklosen &Uuml;bernahme dieses Arbeitgeber-Arguments n&auml;hrt das ZDF den Eindruck, die franz&ouml;sischen Arbeitskosten h&auml;tten sich in den vergangenen Jahren zu stark erh&ouml;ht. Unter Bezugnahme auf die deutsche Dumpingpolitik seit Ende der 90er Jahre <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/pdf\/2012\/dezember2012\/KeineRosenausAthen.pdf\">verweist Heiner Flassbeck jedoch auf folgende Faktenlage [PDF &ndash; 30 KB]<\/a>:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Wenn das gr&ouml;&szlig;te Land in der Eurozone gegen die zentrale gemeinsam vereinbarte Regel zur Inflationskonvergenz verst&ouml;&szlig;t und auf diese Weise die anderen L&auml;nder wirtschaftlich an die Wand dr&auml;ngt, kann auch die effizienteste Volkswirtschaft nicht ohne gewaltigen Schaden davonkommen. Das beste Beispiel ist Frankreich. Frankreich hat sich als so ziemlich einziges Land der entscheidenden Regel der W&auml;hrungsunion entsprechend verhalten und befindet sich jetzt doch in der gleichen Zwickmu&#776;hle wie alle anderen Schuldner, weil auch dort die Politiker nicht verstehen oder wahrhaben wollen, dass ein Land wie Deutschland, das in einer W&auml;hrungsunion mit Gewalt seine Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessert, der eigentlich Schuldige ist.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Auswirkungen des deutschen Lohndumping zeigen sich an den auseindanderlaufenden Entwicklungen der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11454\">Leistungsbilanzsalden Deutschlands und Frankreichs<\/a>:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Der deutsche Leistungsbilanzu&#776;berschuss in Prozent vom Bruttoinlandsprodukt hatte sich seit der Jahrtausendwende bis zum Jahre 2007 (dem Jahr vor dem offenen Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise) auf den enorm hohen Wert von beinahe 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erh&ouml;ht. In den Jahren 2008 bis 2010 hatte sich dieser als Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf etwas u&#776;ber 5 Prozent reduziert, jedoch im Jahre 2012 die 6-Prozent-Marke bereits wieder u&#776;berschritten.<\/em><\/li>\n<li><em>Umgekehrt verlief die Entwicklung des Leistungsbilanzsaldos beim deutschen Haupthandelspartner Frankreich. Im Jahre 1998 (dem Jahr vor der Fixierung der Euro-Umtauschkurse) betrug der franz&ouml;sische Leistungsbilanzu&#776;berschuss knapp 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ma&szlig;geblich verursacht von den Negativfolgen der deutschen Dumpingpolitik (sowie des Einflusses der hohen deutschen Leistungsbilanzu&#776;berschu&#776;sse auf die H&ouml;he des Euro-Umtauschkurs gegenu&#776;ber den Nicht-Eurozonenstaaten) verschlechterte sich dieser in den Folgejahren Schritt fu&#776;r Schritt und sank im Jahre 2005 auf Null. Das ab dem Jahre 2006 zu verzeichnende franz&ouml;sische Leistungsbilanzdefizit von zun&auml;chst knapp 1 Prozent hat sich bis zum Jahre 2011 auf mehr als 3 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt ausgeweitet. Dies fu&#776;hrte in Frankreich zu Wachstums- und Besch&auml;ftigungseinbu&szlig;en und damit neben wachsenden Auslandsschulden zu einem Anstieg der Staatsverschuldung.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Statt das seit Ende der 90er Jahre von Deutschland betriebene Lohn- und Sozialdumping zu thematisieren, schwadroniert auch das ZDF von &ldquo;zu hohen franz&ouml;sischen Arbeitskosten&rdquo;. Zudem sticht ins Auge, da&szlig; sich ausgerechnet jene deutschen Medien, welche &ldquo;Arbeitsmarktreformen&rdquo; und sonstige &ldquo;Strukturreformen&rdquo; zu Lasten der franz&ouml;sischen Durchschnitts- und Geringverdiener, Rentner und Arbeitslosen fordern, u&#776;ber die Absicht der franz&ouml;sischen Regierung echauffieren, Einkommen jenseits der Millionengrenze mit 75 Prozent zu besteuern. Deutlicher k&ouml;nnen das ZDF sowie der u&#776;berwiegende Teil des deutschen Medienmainstream ihre Pr&auml;ferenz zu Gunsten der deutschen und europ&auml;ischen Spitzenverdiener sowie Eigentu&#776;mer und Erben gro&szlig;er Verm&ouml;gen einerseits und zu Lasten der deutschen und europ&auml;ischen Durchschnitts- und Geringverdiener sowie Rentner und Arbeitslosen andererseits kaum kundtun. Die Bev&ouml;lkerungen hierulande, in Frankreich sowie in den u&#776;brigen Staaten der Eurozone sollten sich im wohlverstandenen Eigeninteresse daru&#776;ber klar werden, ob sie auch in Zukunft gewillt sind, die politische und &ouml;konomische Hegemonie der hiesigen neoliberalen &ldquo;Eliten&rdquo; innerhalb Europas nahezu widerstandslos zu akzeptieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Griechisches Parlament genehmigt Steuererh&ouml;hungen<\/strong><br>\nMit der nun beschlossenen Steuerreform will die Regierung Familien entlasten und Besserverdiener st&auml;rker belasten. Die Ma&szlig;nahme ist Voraussetzung f&uuml;r weitere Hilfsgelder. [&hellip;]<br>\nDie Reform sieht einen Spitzensteuersatz von 42 Prozent f&uuml;r alle Griechen mit einem Einkommen von mehr als 42.000 Euro vor. Zuvor lag der Spitzensteuersatz bei 45 Prozent f&uuml;r Einkommen ab 100.000 Euro. Angestellte und Rentner mit Eink&uuml;nften von weniger als 25.000 Euro im Jahr sollen nun weniger Steuern zahlen. Die Steuern auf Unternehmensgewinne steigen um sechs Punkte auf 26 Prozent. Au&szlig;erdem wurden Abschreibungsm&ouml;glichkeiten und Steuererleichterungen abgeschafft, die vor allem Familien mit Kindern betrafen. Insgesamt zielt das Reformpaket auf eine Vereinfachung des Steuersystems und eine Erweiterung der Bemessungsgrundlage ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-01\/griechenland-parlament-steuererhoehung\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leses J.A.:<\/strong> Entweder k&ouml;nnen die ZEIT-Redakteure es nicht richtig erkl&auml;ren oder ich verstehe es nicht richtig, oder hier wird wieder einmal eine reale Versch&auml;rfung der Umverteilung von unten nach oben wortakrobatisch in ihr Gegenteil verkehrt, um den Anschein sozialer Gerechtigkeit zu erzeugen. Laut Teaser werden Familien *entlastet* und Besserverdiener st&auml;rker *belastet*; laut Text werden aber zumindest der Steuersatz f&uuml;r Einkommen &uuml;ber 100.000 Euro von 45 auf 42% *gesenkt* und Steuererleichterungen f&uuml;r Familien abgeschafft &ndash; genau das Gegenteil der Ank&uuml;ndigung in der &Uuml;berschrift.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wenn Deutschland und Europa soviel mehr ausgeben w&uuml;rden wie die japanische Regierung, dann &hellip;<\/strong><br>\nRund 170 Mrd. Euro &ndash; 10,3 Billionen Yen &ndash; will die neue Regierung in Japan zus&auml;tzlich ausgeben, um die Wirtschaft endlich aus der Rezession zu f&uuml;hren. Zwei Prozent mehr Wirtschaftswachstum und 600.000 neue Arbeitspl&auml;tze erwartet die Regierung von diesem Stimulus.<br>\nRezession und Massenarbeitslosigkeit herrschen auch in Europa. Dort aber setzt man auf Ausgabenk&uuml;rzungen und &ldquo;Strukturreformen&rdquo;, wie es auch die japanische Vorg&auml;ngerregierung getan hat. Erfolglos, wie zuletzt selbst der IWF eingestehen musste &ndash; freilich ohne sein wirtschaftspolitisches Konzept zu verwerfen.<br>\nUnd auch die deutsche Bundesregierung meint es sich noch l&auml;nger leisten zu k&ouml;nnen, auf Erfolge zu verweisen, wo schlichtweg keine zu sehen sind. Die Frage liegt also nahe, was anstelle dieser potemkinschen Politik in Deutschland und Europa auf der Tagesordnung st&uuml;nde, w&uuml;rde sie dem japanischen Beispiel folgen.<br>\nDie 170 Mrd. Euro bzw. 10,3 Billionen Yen Mehrausgaben ins Verh&auml;ltnis zu den jeweiligen Staatsausgaben, dem Bruttoinlandsprodukt und der Endnachfrage (Inlandsnachfrage plus Exporte) der jeweiligen Volkswirtschaften bzw. des Europ&auml;ischen W&auml;hrungsraums gesetzt, ergibt folgendes Bild:<br>\nGemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) entsprechen die 170 Mrd. Euro bzw. 10,3 Billionen Yen 2,2 Prozent des japanischen BIP. 2,2 Prozent des BIP entsprechen in Deutschland 58 Mrd. Euro, in der Eurozone 208 Mrd. Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=8045\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stefan Sell: Viel zu h&auml;ufig nur Leiharbeit statt Dauerjob<\/strong><br>\nEs geht hier um eine Problematik, die den Betroffenen, die praktische Erfahrungen haben mit den Agenturen und\/oder Jobcentern, mehr als bekannt sind: Immer mehr offene Stellen, die bei der Arbeitsagenturen oder den Jobcentern gemeldet sind, kommen von Leiharbeitsfirmen. Und offensichtlich befinden sich die Agenturen und Jobcenter in einer win-win-Situation mit den Leiharbeitsfirmen, wenn diese Arbeitslose einstellen &ndash; und sei es eben auch nur, was der Regelfall ist, kurzfristig: Denn jede Einstellung bei einer Leiharbeitsfirma gilt als &ldquo;Integration&rdquo; in Erwerbsarbeit und bekommt in der Statistik das gleiche Z&auml;hlungsgewicht wie die oftmals m&uuml;hsame, auf alle F&auml;lle erheblich aufwendigere Vermittlung in eine normale, unbefristete Besch&auml;ftigung in einem normalen Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/aktuelle.sozialpolitik\/posts\/148992251918585\">Aktuelle Sozialpolitik. Das soziapolitische Informationsportal auf facebook<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Erfahrungen aus dem sozialistischen Jetset<\/strong><br>\nEin Armutsbericht.<br>\nDen Armutsberichten kann man nur schwerlich trauen. Daher sollten mal die von Armut berichten, die sie kennen. Demgem&auml;&szlig;: Ich erhielt eine Weile das, was man umgangssprachlich Hartz IV nennt. Wenn ich dar&uuml;ber schreibe, wei&szlig; ich, wovon ich schreibe. Wie sich Armut ausgestaltet, wie sie sich betulich ins Leben schleicht, ist mir bekannt. Welche sozialen Auswirkungen sie zeitigt, kann ich ganz gut wiedergeben.<br>\nDie neue Armut ist keine Erfindung des sozialistischen Jetsets, wie es Kanzler Kohl 1986 dem Stern ins Stenobl&ouml;ckchen diktierte. Ob sie es damals war, kann ich aus der Ferne schwer beurteilen. Heute ist sie es jedenfalls nicht. Sie ist da und sie wirkt. Wirkt auf mannigfaltige Weise, wirkt in jeden Winkel des Alltags hinein, wirkt am Gem&uuml;t desjenigen, der Mensch in Armut ist.<br>\nMensch in Armut sagt man vorzugsweise. Man ist nicht arm und man ist kein Armer, man ist in Armut. Das klingt, ich hatte es letztes Jahr schon mal geschrieben, als h&auml;tte man eine Wahl gehabt. Ich schrieb damals, dass es jedenfalls sprachlich so klingt, als habe man zwischen Optionen w&auml;hlen k&ouml;nnen, denn man k&ouml;nne demnach in Armut genauso leben wie in Miami. In etwas zu leben suggeriert Alternativen gehabt zu haben. Ich sah neulich den zweiten Teil von Bridget Jones im Feiertagsfernsehen. Dort trifft die Hauptdarstellerin auf einer Versammlung britischer Snobs auf eine Anwaltsgattin, die klarmacht, warum es schlecht sei, einem Obdachlosen Geld zu geben. Wegen dem Saufen nat&uuml;rlich; &auml;hnlich dachte ja auch Steinbr&uuml;ck letztens laut nach und die Neuberechnung des Regelsatzes beruhte exakt auf dieser Pr&auml;misse. Die ganze Geschichte sei letztlich, so die feine Dame, dass sich diese Menschen daf&uuml;r entschlossen h&auml;tten, arm zu sein und zu bleiben. In Armut leben ist die philologische Wucherung dieses Denkens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/01\/erfahrungen-aus-dem-sozialistischen.html?m=1\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vierzig Stunden in der Kita<\/strong><br>\nYannics Mutter arbeitet Schicht bei McDonald&rsquo;s. Sein Vater stapelt bis in den Abend Paletten. Ihr Kind bringen sie in eine 24-Stunden-Kita. Die Einrichtung rettet solchen Eltern den Arbeitsplatz. Doch Familien und Erzieher bringt sie an ihre Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/menschen-wirtschaft\/kinderbetreuung-vierzig-stunden-in-der-kita-12018977.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>S21 &ndash; Gutachterliche Stellungnahme<\/strong><br>\nGutachterliche Stellungnahme zu der Frage, mit welchen rechtlichen Konsequenzen die Mitglieder des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn AG im Falle einer Fortsetzung des Projekts &bdquo;Stuttgart 21&ldquo; zu rechnen h&auml;tten Angesichts der nicht zu schlie&szlig;enden Finanzierungsl&uuml;cke und der weiteren finanziellen und sonstigen Risiken des Projekts &bdquo;Stuttgart 21&ldquo; erscheint die Beendigung des<br>\nProjekts f&uuml;r den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG unausweichlich. Die Vorteile der Beendigung &uuml;berwiegen deutlich. Die Beendigung ist erforderlich, um die Deutsche Bahn AG und die Mitglieder des Aufsichtsrats ganz pers&ouml;nlich von Sch&auml;den in unabsehbarer H&ouml;he zu bewahren. Die Deutsche Bahn AG kann das Projekt vertragskonform beenden (siehe Ziffer 1). Die Beendigung ist f&uuml;r die Deutsche Bahn AG wirtschaftlicher als seine Fortsetzung (siehe Ziffer 2). Eine Fortsetzung des Projekts w&uuml;rde den Reputationsschaden der Deutschen Bahn AG potenzieren (siehe Ziffer 3). Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollten sich bei ihrer Entscheidung nicht durch Meinungs&auml;u&szlig;erungen des Bundesverkehrsministers oder anderer Mitglieder der<br>\nBundesregierung beeinflussen lassen (siehe Ziffer 4). Sie sollten sich auch nicht darauf verlassen, dass ihre etwaige zivilrechtliche Haftung von ihren Haftpflichtversicherungen abgedeckt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/wp-content\/uploads\/Gutachten-von-Arne-Maier.pdf\">Bei Abriss Aufstand [PDF &ndash; 82 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Am kommenden Mittwoch sollte die Arbeitnehmerseite und am darauffolgenden Freitag die Anteilseigener vom Bahnvorstand &uuml;ber die Kostenentwicklung informiert werden. Die Workshops wurden abgesagt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Der Aufsichtsrat der Deutsche Bahn AG und die Arbeitnehmervertreter<\/strong><br>\nGrundgedanke der Unternehmensmitbestimmung ist, dass Arbeitnehmer auch in den Aufsichtsr&auml;ten Einfluss nehmen k&ouml;nnen &ndash; und zwar im Sinne der betrieblichen Arbeitnehmer-Interessen und im Sinne &uuml;berbetrieblicher Interessen aller Arbeitnehmer&hellip; .<br>\nDas nach 1945 angestrebte Ziel der Parit&auml;t ist aber sp&auml;testens mit dem Mitbestimmungsgesetz von 1976 ziemlich verw&auml;ssert. Im zwanzigk&ouml;pfigen Aufsichtsrat der Bahn sitzen zwar je 10 Arbeitgeber- und ArbeitnehmervertreterInnen. Aber: den Vorsitzenden stellt die Arbeitgeberseite und der hat bei Pattsituationen ein doppeltes Stimmrecht. Zweites Aber: Auf der Arbeitnehmerseite war auch eine VertreterIn der Leitenden Angestellten zu w&auml;hlen (Ute Plambeck).<br>\nDamit die Bahn nach der formalen Privatisierung auch so richtig profitwirtschaftlich loslegt, hat die Bundesregierung ihre Mandate im Aufsichtsrat neben je einem Vertreter des Wirtschafts-, Verkehrs- und Finanzministeriums und dem Neoliberalen Patrick D&ouml;ring mit klassischen Lobbyisten besetzt. Vorstandsvorsitzender Felcht ist ein Heuschrecker (Investmentgesellschaft von JPMorgan), Energielobbyisten (D&auml;nzer-Vanotti von E.ON), Stahlbaron und Atomlobbyist J&uuml;rgen Gro&szlig;mann (Platz 83 auf der Liste der reichsten Deutschen) oder dem Unternehmensberater und Klimawandelleugner Knut L&ouml;schke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gewerkschaftergegens21.de\/gewerkschaften_arbeit\/bahn-bahnindustrie-bundesweit\/bahnaufsichtsrat-arbeitnehmervertreter?PHPSESSID=e9ccmm49jkpvhr58g5gi2edoj6\">GewerkschafterInnen gegen Stuttgart 21<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dort auch die Liste der Aufsichtsratsmitglieder. Der Alleineigent&uuml;mer Bund hat neben drei namenlosen Ministerialen lauter &ldquo;Fachleute aus der Wirtschaft&rdquo; in den Aufsichtsrat entsandt, ein Lobbyistenclub, der vor allem die Auspl&uuml;nderung und Auslieferung der Bahn an private Wirtschaftsinteressen organisierte. Und dann gibt&rsquo;s da auch noch die zehn Arbeitnehmervertrete im Aufsichtsrat der Bahn. Jahrelang haben sie den Versprechungen des Vorstands geglaubt, S 21 sei ein gutes Gesch&auml;ft f&uuml;r die Bahn und deswegen auch gut f&uuml;r die Besch&auml;ftigten. Allm&auml;hlich d&auml;mmert ihnen, das es genau umgekehrt sein k&ouml;nnte. (Aus der Mailing-Liste &bdquo;unser park&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Korruptionsaff&auml;re bei Thyssen-Krupp &ndash; Der Schienenpapst und seine Freunde<\/strong><br>\nDer alte Vorstand von Thyssen-Krupp soll einen verurteilten Manager gedeckt haben. Das k&ouml;nnte den Stahlkonzern viel Geld kosten.<br>\n&ldquo;Schienenpapst&rdquo; haben ihn seine Kollegen genannt, aber etwas P&auml;pstliches hatte der Stahlh&auml;ndler bestimmt nicht. Aufbrausend konnte er sein, und Mitarbeiter herunterputzen. Sein S&uuml;ndenregister soll sehr lang sein. So lesen sich die Akten des Bundeskartellamtes in Bonn und der Staatsanwaltschaft in Bochum, die intensiv untersuchen, wie der Stahlkonzern Thyssen-Krupp die Abnehmer von Schienen und Weichen offenbar in gro&szlig;em Stil betrogen hat.<br>\nBei ihren Nachforschungen sto&szlig;en die Ermittler immer wieder auf einen Mann, der mutma&szlig;lich erst bei Krupp und dann bei Thyssen-Krupp ein Kartell von Schienen-Lieferanten aus ganz Deutschland betreut, wenn nicht gar gesteuert hat &ndash; auf den Schienenpapst, der im Konzern Karriere machte und der 2008 in allen Ehren in den Ruhestand verabschiedet wurde. Was die Kartellw&auml;chter und Staatsanw&auml;lte bislang herausfanden, f&uuml;hrt zu einem schweren Verdacht gegen die alte Konzernspitze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/korruptionsaffaere-bei-thyssen-krupp-der-schienenpapst-und-seine-freunde-1.1572093\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unions-Fraktionsvize Fuchs jahrelang f&uuml;r britische Spionagefirma t&auml;tig<\/strong><br>\nDer Stern enth&uuml;llt heute, dass der CDU-Politiker Michael Fuchs seit 2008 f&uuml;r die umstrittene Londoner Spionagefirma Hakluyt &amp; Company (H&amp;C) t&auml;tig war. F&uuml;r 13 Vortr&auml;ge erhielt er mindestens 57.000 Euro. Die Geschichte hat zwei brisante Facetten: erstens was macht ein Volksvertreter bei einer Spionagefirma? Zweitens waren die Vortr&auml;ge auf Seiten des Bundestages jahrelang falsch angegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2013\/01\/unions-fraktionsvize-fuchs-jahrelang-fur-britische-spionagefirma-tatig\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Studie: Warum so viele Amerikaner in jungen Jahren sterben<\/strong><br>\nIn keinem anderen hoch entwickelten Land der Welt ist die Wahrscheinlichkeit, dass man seinen 50. Geburtstag nicht mehr erlebt, so gro&szlig; wie in den USA. So gibt es in den USA unter allen untersuchten Nationen die h&ouml;chste Kindersterblichkeit, die niedrigsten Geburtsgewichte, die gr&ouml;&szlig;te Zahl an schweren Verletzungen, die meisten Morde, die h&ouml;chste Zahl sexuell &uuml;bertragbarer Krankheiten, die h&ouml;chste Aids -Rate, die meisten Drogentoten, die gr&ouml;&szlig;te Zahl von Menschen mit Fettleibigkeit und Diabetes , die meisten Todesf&auml;lle durch Verkehrsunf&auml;lle, die gr&ouml;&szlig;te Zahl an Behinderten, die meisten Herz- und chronischen Lungenkrankheiten. Und &ndash; der Trend deutet sogar in Richtung einer weiteren Verschlechterung. &ldquo;Da muss etwas ganz Grundlegendes schieflaufen&rdquo;, konstatiert Woolf, zumal doch in keinem Land der Welt so viel Geld pro Einwohner in das Gesundheitssystem investiert wird. Besonders erstaunlich ist, dass sich an dem schlechten Abschneiden kaum etwas &auml;ndert, wenn man nur wei&szlig;e, nicht rauchende US-Amerikaner mit College-Ausbildung, gutem Einkommen und Krankenversicherung betrachtet. Die Wissenschaftler fordern jetzt eine nationale Diskussion &uuml;ber die Ursachen dieser erschreckenden Zahlen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article112694272\/Warum-so-viele-Amerikaner-in-jungen-Jahren-sterben.html\">WELT<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/sites.nationalacademies.org\/xpedio\/groups\/dbassesite\/documents\/webpage\/dbasse_080620.pdf\">U.S. Health in international Perspective: Shorter lives, Poorer Health [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich geht es um Solidarit&auml;t, die in einer Gesellschaft, die da meint bzw. sich von Seiten des Kapitals einreden l&auml;sst, jeder sei seines Gl&uuml;ckes Schmied, systemisch unterentwickelt ist. Die sich erst allm&auml;hlich entwickelnde Reform Obamas, die 30 Millionen US-B&uuml;rgern endlich Versicherungsschutz bieten wird, wird die n&auml;chsten Studien besser ausfallen lassen. Dass es der &auml;lteren Generation vergleichsweise besser geht, ist schlicht und einfach auf das von  Lyndon B. Johnson im Rahmen des Great Society-Programm  geschaffene Krankenversicherungssystem, Medicare, zur&uuml;ckzuf&uuml;hren: Jeder B&uuml;rger ab dem Alter von 65 Jahren kann Medicare in Anspruch nehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Crowddenunzianten &ndash; Im Hinterzimmer des gesunden Volksempfindens<\/strong><br>\nEs bereitete Menschen schon immer gro&szlig;e Lust, ohne pers&ouml;nliches Risiko in die Ges&auml;nge der Anklage und Verd&auml;chtigung aus der Kehle eines namhaften Denunzianten mit einzustimmen. Sie gewinnen dadurch das Gef&uuml;hl, der darbenden Gerechtigkeit werde Gen&uuml;ge getan. In Zeiten von Social Web reicht bereits der Klick auf ein &ldquo;like&rdquo; oder &ldquo;submit&rdquo;, um den Shitstorm &uuml;ber den Denunzierten auszusch&uuml;tten. Man muss sich nicht mehr &ndash; wie noch 1938 &ndash; mit Steinen vor den Fenstern der Gescholtenen einfinden. Nennen wir diese Choristen darum Crowddenunzianten und sehen uns drei Beispiele f&uuml;r ihr Treiben an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38345\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schleichwerbung bei &ldquo;Wetten, dass..?&rdquo; &ndash; Gottschalk-Aff&auml;re bringt ZDF heftige Kritik ein<\/strong><br>\nJahrlang haben Unternehmen bei &ldquo;Wetten, dass..?&rdquo; Schleichwerbung betrieben &ndash; und zahlten daf&uuml;r Millionen, wie der SPIEGEL enth&uuml;llt. Der Deutsche Journalisten-Verband spricht von schwerem Schaden f&uuml;r das ZDF, auf Twitter reagieren Zuschauer mit bitterem Sarkasmus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/schleichwerbung-bei-wetten-dass-heftige-kritik-am-zdf-a-877280-druck.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Dazu kommt ein eigener Beitrag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Presse mag &raquo;UmFAIRteilen&laquo; nicht<\/strong><br>\nM&uuml;nchener erfuhren bis heute nichts von einem Stadtratsbeschluss zur Verm&ouml;genssteuer.<br>\nAm 19. Dezember hat der M&uuml;nchener Stadtrat Oberb&uuml;rgermeister Christian Ude (SPD) aufgefordert, sich gegen&uuml;ber der Landes- und Bundesregierung f&uuml;r eine Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer einzusetzen. Doch die Mehrheit der B&uuml;rger der bayerischen Landeshauptstadt wei&szlig; bis heute nichts davon. Die beiden wichtigsten Lokalzeitungen, die S&uuml;ddeutsche Zeitung und der M&uuml;nchner Merkur berichteten bisher nicht dar&uuml;ber&hellip;.<br>\nEin Lokalredakteur der S&uuml;ddeutschen Zeitung erkl&auml;rte zur fehlenden Berichterstattung &uuml;ber den Stadtratsbeschluss auf Nachfrage, in der Sitzung h&auml;tte es &raquo;mehrere gro&szlig;e Themen&laquo; gegeben und der Beschluss zur Verm&ouml;gensteuer sei &raquo;eher symbolisch&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/01-10\/041.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Wolfgang Michal: Die Krise der Blogger<\/strong><br>\nSascha Lobo hat es getan. Johnny Haeusler hat es getan. Die beiden Altstars der deutschen Netzkultur haben die Internet-Community unl&auml;ngst dazu aufgerufen, aus den sozialen Netzwerken heraus &bdquo;ins Offene&ldquo; zu kommen und wieder &bdquo;als freie Menschen&ldquo; zu bloggen. Ihre fast flehentlichen Aufrufe sind ein Indiz daf&uuml;r, dass die Luft in der Blogosph&auml;re d&uuml;nner geworden ist. Selbst prominente Leitartikler stellen aufatmend fest, die aufm&uuml;pfigen Blogs h&auml;tten ihre beste Zeit wohl hinter sich. Ist Bloggen ein Auslaufmodell?&hellip;<br>\nLaut einer Studie von ARD und ZDF nutzen inzwischen 43 Prozent aller Internetuser soziale Netzwerke, aber nur acht Prozent bloggen&hellip;<br>\nSoziale Netzwerke wie Facebook und Google+ machen es ihren Nutzern leicht und bieten im Vergleich zu Blogs enorme Vorteile. Etwa eine gr&ouml;&szlig;ere Effizienz. Der Facebook- oder Google-Kunde kann unerw&uuml;nschte Personen ausgrenzen und sein Publikum ohne Zeit- und Streuverluste erreichen. In dieser &bdquo;Filterblase&ldquo; schreibt es sich angenehmer und bequemer als in einem &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Blog, bei dem man doch stets etwas das Gef&uuml;hl hat, des Nachts in einem erleuchteten Schaufenster zu sitzen&hellip;<br>\nAnders als in Frankreich, wo das Bloggen den &bdquo;gro&szlig;en Egos&ldquo; und der Tradition des aufbrausenden &ouml;ffentlichen Debattierens entgegenkommt, anders auch als in den USA, wo die hemmungslose &bdquo;Selbstverkaufe&ldquo; in den Blogs nie auf missbilligende Ablehnung stie&szlig;, z&auml;hlten Zur&uuml;ckhaltung, vorwurfsvolle Skepsis und die Urheberrechte in Deutschland zu den garantierten Spa&szlig;bremsen.<br>\nDoch es gibt bei den Bloggern auch eine Mitschuld: Ihr elit&auml;res Gehabe gegen&uuml;ber Anf&auml;ngern, die Vernachl&auml;ssigung der gegenseitigen Unterst&uuml;tzung und die unzul&auml;ngliche Moderation in den Kommentarspalten haben die deutschen Blogger ziemlich einsam werden lassen &ndash; und ihre gro&szlig;en Egos in die Arme der Altmedien getrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/die-krise-der-blogger\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Denn St&ouml;rer braucht das Land<\/strong><br>\nstoersender.tv Der gro&szlig;e Alte des deutschen Kabaretts, Dieter Hildebrandt, rief auf zum St&ouml;ren. Hochkar&auml;tige St&ouml;renfriede meldeten sich. [&hellip;]<br>\nSo etwas (wie die NachDenkSeiten) m&uuml;sste es auch auf dem Gebiete des Fernsehens geben, mag sich der gro&szlig;e Alte des deutschen Kabaretts, Dieter Hildebrandt gedacht haben. Zu diesem Behufe will er  sich eines popul&auml;ren Mittels unserer Zeit, des Internets, bedienen. Hildebrandt ist mit seinen 85 Jahren wach, zornig, unternehmungslustig und mutig geblieben. Der Altmeister  will es wieder einmal wissen. Er befand: Ein St&ouml;rsender sei n&ouml;tig in diesem Land. Der Kanal wird stoersender.tv hei&szlig;en und im Internet zu sehen sein.<br>\nDer Sender soll eine Spielwiese f&uuml;r St&ouml;renfriede bieten, die sich nicht abfinden wollen mit den gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen wie sie sind. Der St&ouml;rsender hat vor, n&auml;chstes Jahr zwanzig Mal ein TV-Magazin zu produzieren&hellip;<br>\n&ldquo;Gest&ouml;rt wird durch diese Kampagnenplattform jeder, der sich daf&uuml;r aufdr&auml;ngt. Und zwar von Allen.&rdquo; Das Motto lautet: &ldquo;Zuschauen war gestern. Heute gibt&rsquo;s St&ouml;rsehen. Mach mit!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/asansoerpress35\/denn-stoerer-braucht-das-land%20\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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