{"id":158289,"date":"2026-11-01T09:00:35","date_gmt":"2026-11-01T08:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289"},"modified":"2026-10-30T14:04:56","modified_gmt":"2026-10-30T13:04:56","slug":"hinweise-der-woche-483","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289#h01\">Europas neue Debatte &uuml;ber den Weg zum Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289#h02\">Sevim Da&#287;delen: &bdquo;Merz muss raus aus seinem geistigen Sch&uuml;tzengraben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289#h03\">Gegen Sozialabriss, gegen Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289#h04\">Evidence of a Russian &sbquo;hybrid war&lsquo; in Europe is vanishingly thin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289#h05\">Theologin Margot K&auml;&szlig;mann warnt vor Aufr&uuml;stung in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289#h06\">Israel k&uuml;ndigt Milit&auml;r-Operation im Westjordanland an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289#h07\">Lulas historische Aufholjagd: Wie und wo er die Wahl doch noch gewann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289#h08\">&raquo;Aus der Armut der Einen kann auch nur die Armut der Anderen berechnet werden&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289#h09\">Frankreich: 50 Jahre auf der falschen Seite der Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289#h10\">Das Europa der AfD<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Europas neue Debatte &uuml;ber den Weg zum Frieden<\/strong><br>\nNorwegen und Finnland setzen auf Diplomatie statt Maximalrhetorik. Moskau reagiert offen, ein Dreiergipfel steht im Raum. Spielt Europa mit? Ein Gastbeitrag.<br>\nDie j&uuml;ngste Initiative der Trump-Regierung zur Beendigung des Krieges sorgt in Europa f&uuml;r erhebliches Unbehagen.<br>\n\"Wir m&uuml;ssen den Aggressor unter Druck setzen, damit er den Krieg beendet, und nicht das Opfer zur Kapitulation zwingen\", sagte die Hohe Vertreterin der Europ&auml;ischen Union, Kaja Kallas. \"Die Ukraine unter Druck zu setzen, ist nicht der richtige Ansatz, und deshalb steht Europa an der Seite der Ukraine.\" Der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj beharrt indes darauf, dass Russland keinen aufrichtigen Friedenswillen habe und verweist dabei insbesondere auf Angriffe gegen die ukrainische Zivilbev&ouml;lkerung.<br>\nMit dieser moralischen Rhetorik wird der Konflikt als Nullsummenspiel dargestellt, als Kampf zwischen Gut und B&ouml;se. Aus dieser Perspektive bleibt den Europ&auml;ern keine andere Wahl, als sich geschlossen hinter die Ukraine zu stellen, um den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin aufzuhalten. Doch nicht alle europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs sehen das so.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Europas-neue-Debatte-ueber-den-Weg-zum-Frieden-11501365.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Deutschland und die neue Weltordnung: Zeit f&uuml;r eine R&uuml;ckkehr zur Friedensdiplomatie.<\/strong><br>\nDie Welt befindet sich aktuell in einer tiefgreifenden Krise der internationalen Ordnung, der Sicherheit und der globalen Governance. Viele der Normen, Institutionen und Rechtsgrundlagen, die nach 1945 unter F&uuml;hrung der Vereinigten Staaten geschaffen wurden, um einen erneuten Weltkrieg zu verhindern, der seine Wurzeln in einem ungeregelten &ouml;konomischen Wettbewerb und unbeherrschten Krisen hat, geraten zunehmend unter Druck. Die Charta der Vereinten Nationen, das System der R&uuml;stungskontrolle, der Vertrag &uuml;ber die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV), das Gewaltverbot des V&ouml;lkerrechts sowie selbst die Autorit&auml;t des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen und der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) stehen heute am Abgrund.[1] Diese Erosion wird nicht nur von Herausforderern der internationalen Ordnung vorangetrieben, sondern paradoxerweise auch von jenen Staaten, die diese Ordnung einst aufgebaut haben.[2]<br>\nBesonders deutlich ist diese Entwicklung im Nahen Osten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/deutschland-und-die-neue-weltordnung-zeit-fuer-eine-rueckkehr-zur-friedensdiplomatie-gastbeitrag-von-seyed-hossein-mousavian\/\">Blog der Republik<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Albrecht M&uuml;ller: USA w&uuml;rden andere Russland-Politik Deutschlands nicht blockieren<\/strong><br>\nRussland sei von den Deutschen seit den Nationalsozialisten immer als eine bedrohliche Macht wahrgenommen worden. Albrecht M&uuml;ller glaubt, dass diese Zuschreibung auch heute noch die Politik pr&auml;gt.<br>\nDer fr&uuml;here SPD-Politiker und Publizist Albrecht M&uuml;ller analysiert im Interview mit World News Monitor die weitverbreiteten anti-russischen Ressentiments in der deutschen Gesellschaft. Die Feindbilder aus der Zeit des Nationalsozialismus wirkten heute noch nach und spuken noch heute in den K&ouml;pfen herum. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz falle es offenbar auch im h&ouml;heren Alter noch schwer, sich &bdquo;aus dieser ideologischen Umklammerung zu l&ouml;sen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/world-news-monitor.de\/geopolitik\/albrecht-mueller-usa-wuerden-andere-russland-politik-deutschlands-nicht-blockieren\/\">World News Monitor<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Norwegen und Finnland reden mit Moskau &ndash; Bundesregierung setzt auf Eskalation<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158163\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sevim Da&#287;delen: &bdquo;Merz muss raus aus seinem geistigen Sch&uuml;tzengraben&ldquo;<\/strong><br>\nDie BSW-Politikerin verlangt, dass sich Deutschland endlich in die Ukraine-Verhandlungen einklinkt.<br>\nDie BSW-Politikerin Sevim Da&#287;delen fordert eine aktive Friedenspolitik der Bundesregierung. Im Gespr&auml;ch mit World News Monitor bezeichnet sie die aktuelle Verhandlungsrunde von Oslo als &bdquo;Hoffnungsschimmer&ldquo;.<br>\nWie bewerten Sie die aktuellen Gespr&auml;che von Oslo und das nachfolgende Treffen Witkoffs mit Putin?<br>\nDie Gespr&auml;che sind ein Hoffnungsschimmer. Es wird aber deutlich, dass Selenskiy nicht an einer Verhandlungsl&ouml;sung interessiert ist. Die Europ&auml;er laden sich schwere Schuld auf, gerade weil sie den Krieg immer weiterf&uuml;hren wollen, bis zum letzten Ukrainer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/world-news-monitor.de\/geopolitik\/sevim-dagdelen-merz-muss-raus-aus-seinem-geistigen-schuetzengraben\/\">World News Monitor<\/a>\n<p>dazu: <strong>Sie sagen Frieden und meinen Krieg<\/strong><br>\nAn Putin gerichtet, f&uuml;gte er sodann theatral hinzu: &bdquo;Wir k&ouml;nnen sprechen, aber erst, wenn die Waffen schweigen. H&ouml;ren Sie diesen sinnlosen Krieg auf.&ldquo; Irritiert und peinlich ber&uuml;hrt, fragt sich unsereiner: Wem will Friederich Merz was vormachen? Trump verhandelt mit Putin bereits seit zwei Jahren, ohne dass die Waffen schweigen und ohne Bedingungen zu stellen. Aber Friederich III. &bdquo;der Gro&szlig;e&ldquo; stellt Bedingungen, bevor er sich gn&auml;digerweise dazu herabl&auml;sst, mit Putin zu sprechen.<br>\nWei&szlig; der Bundeskanzler &uuml;berhaupt, wie Kriege beendet werden? Mit Sicherheit kann man davon ausgehen, dass er in seinem Leben kein einziges milit&auml;rhistorisches Werk gelesen hat. Kriege werden nicht auf den Marktpl&auml;tzen der Republik und anderswo mit Megafon in der Hand beendet, sondern in m&uuml;hsamen, schwei&szlig;treibenden Friedensverhandlungen. Alles andere w&auml;re Effekthascherei!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/sie-sagen-frieden-und-meinen-krieg\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gegen Sozialabriss, gegen Krieg<\/strong><br>\nMit einem internationalen Aktionstag von Hafenarbeitern, erneuten Demonstrationen in Frankreich und neuen Protesten von Sch&uuml;lern und Studenten in Deutschland schwillt die europaweite Protestwelle gegen die Hochr&uuml;stung und den Abriss des Sozialstaats an diesem Wochenende weiter an. Mit einem Aktionstag setzen sich Hafenarbeiter diesen Freitag vor allem an den K&uuml;sten des Mittelmeers und des Atlantiks gegen die Nutzung von H&auml;fen f&uuml;r Waffentransporte und Kriegsunterst&uuml;tzung aller Art zur Wehr. Allein in Frankreich sei damit zu rechnen, dass die H&auml;fen &bdquo;zu 95 Prozent&ldquo; stillstehen w&uuml;rden, teilt die Gewerkschaft CGT mit. In den Gro&szlig;st&auml;dten des Landes sind, in einer Weiterf&uuml;hrung der Sch&uuml;lerproteste, f&uuml;r Samstag erneut Demonstrationen angek&uuml;ndigt. Dabei nimmt auch die staatliche Repression zu. &bdquo;Zum ersten Mal&ldquo; seit dem Algerienkrieg seien in Frankreich fast fl&auml;chendeckend Demonstrationen verboten worden, berichtet Kevin Guillas-Cavan vom Parti communiste fran&ccedil;ais (PCF); die Partei unterst&uuml;tzt die Sch&uuml;lerproteste. Mit dem Einsatz der Armee bei Demonstrationen sei gleichfalls ein Tabu gebrochen worden. Forderungen, auch in Deutschland Milit&auml;r gegen Demonstrationen einzusetzen, werden ebenso laut wie Parteiverbotsforderungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10600\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>Revolte in Europa: Die ignorierte Jugend<\/strong><br>\nIn Italien, Spanien und anderswo probt die Jugend den Aufstand. Sie schauen nach Frankreich, wo eine Sch&uuml;lerbewegung gerade zur antifaschistischen Revolte w&auml;chst. Nun ruft die Gewerkschaft CGT zum Generalstreik. [&hellip;]<br>\nBegehren Teile der Bev&ouml;lkerung auf, sehen Frankreichs Eliten sogleich einen inneren Feind am Werk: das Volk. Weil es aber nicht selber denken k&ouml;nne, meint die arrogante Bourgeoisie, m&uuml;ssen Linke dahinterstecken. Protest lesen sie als Verschw&ouml;rung. Deshalb, sagt Macrons Innenminister Laurent Nu&ntilde;ez, &laquo;gibt es keine Polizeigewalt, sondern nur die legitime Gewalt der Polizei&raquo;. Eine sehr franz&ouml;sische Nuance. Nun ist sogar ein Gesetz in Arbeit, das eine automatische Notwehrvermutung f&uuml;r Polizisten einrichtet. Eine Lizenz zum T&ouml;ten. Marine Le Pen und ihre Neofaschisten k&ouml;nnten sich in ein gemachtes Nest setzen, sollten sie bei der Pr&auml;sidentenwahl die Macht ergreifen.<br>\nEine demokratische Regierung h&auml;tte sich &uuml;ber den Sch&uuml;lerinnenprotest gefreut. Die Jungen verlangten bloss elementare Dinge wie einen Lehrer oder eine Lehrerin vor jede Klasse. Ihre Demos waren kreativ. Macron aber ignorierte sie. Sein Programm ist die Zerst&ouml;rung des Service public, und dazu geh&ouml;rt explizit die Privatisierung von Schule, Ausbildung und Universit&auml;t. Drei Wochen lang verfehlten Brutalit&auml;t und 11&thinsp;000 Festnahmen ihre Wirkung. F&uuml;r den 17.&thinsp;Oktober hatte Nu&ntilde;ez Befehl, die Bewegung definitiv zu brechen. Ohne R&uuml;cksicht auf Verluste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.workzeitung.ch\/2026\/10\/die-ignorierte-jugend\/\">work<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Evidence of a Russian &sbquo;hybrid war&lsquo; in Europe is vanishingly thin<\/strong><br>\nThe narrative of all-out gray-zone conflict with Moscow evokes Italy&lsquo;s Cold War &sbquo;strategy of tension&lsquo;<br>\nThese days, barely a week goes by in Europe without a drone sighting, a fire or a power outage being blamed on Russia. We&rsquo;re told that these incidents are all part of a relentless, and escalating, &ldquo;hybrid war&rdquo; that Moscow is waging against the continent. [&hellip;]<br>\nVarious datasets and reports are regularly cited as evidence, including from Leiden University, the Soufan Center, the Associated Press and defense-related think tanks like the IISS, CSIS and GLOBSEC. Taken individually, each paints a bleak picture. Read side by side, however, they tell a very different story. For starters, the numbers don&rsquo;t add up: depending on the report, Russia has launched between 52 and 255 hybrid attacks in Europe since February 2022, a fivefold discrepancy for what is supposed to be the same campaign.<br>\nThe reason  st hat there is no agreed-upon definition of what a hybrid attack even is. The IISS itself admits that the term is &ldquo;amorphous.&rdquo; Some reports only count acts of physical sabotage; others include pro-Kremlin stickers, graffiti, peace demonstrations and even the Russian Navy passing through the English Channel. In other words, it is a concept that can be used to include almost anything. Moreover, in most cases, the evidence linking Russia is very weak or, in fact, non-existent. Evidence of Russian responsibility usually consists of news articles reporting that Western officials suspect so. If a government claims &ldquo;Russia did it,&rdquo; the case ends up on the list.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/responsiblestatecraft.org\/hybrid-warfare-russia\/\">Responsible Statecraft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Theologin Margot K&auml;&szlig;mann warnt vor Aufr&uuml;stung in Europa<\/strong><br>\nWenn man die Ukraine oder andere Staaten weiter aufr&uuml;ste, komme man nicht mehr aus der Spirale der Aufr&uuml;stung heraus, gab K&auml;&szlig;mann zu bedenken. (&hellip;) \"Ich sehe nicht, wie man mit dem Evangelium einen Krieg legitimieren kann.\" Mittlerweile sei es in Deutschland umstritten, sich &ouml;ffentlich gegen Aufr&uuml;stung auszusprechen. \"Das wird den Pazifisten dauernd vorgeworfen: Entweder bist Du bei der AfD oder Du bist von Putin beeinflusst.\" Das Gegenteil sei der Fall: \"Ich bin nicht naiv und dumm und kann frei und selbst&auml;ndig denken.\" Es sei wichtig, dass die Stimme des Pazifismus in einer Demokratie ihren Raum einnehmen d&uuml;rfe. (&hellip;) Von der Bundesregierung und der EU w&uuml;nschte sich K&auml;&szlig;mann, dass sie sich st&auml;rker f&uuml;r Friedensverhandlungen mit Russlands Pr&auml;sidenten Putin einsetzen. \"Mir tut es zum Beispiel leid, dass es immer irgendwelche Amerikaner sind, Witkoff und Hegseth, die dann nach Moskau fliegen.\"<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/theologin-margot-kaessmann-warnt-vor-aufruestung-in-europa,VZ4afXy\">BR24<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Merz und die Bundeswehr in Japan<\/strong><br>\nAuf seiner dritten Asienreise im Amt bem&uuml;ht sich Bundeskanzler Friedrich Merz um neue Absatzm&auml;rkte nicht zuletzt f&uuml;r deutsche R&uuml;stungsunternehmen. Mit dem Drohnenproduzenten Quantum Systems und Airbus Defence &amp; Space sind mindestens zwei Waffenschmieden in der Unternehmerdelegation vertreten, die den Kanzler seit dem gestrigen Montag nach Singapur, Japan und S&uuml;dkorea begleitet. Merz ist allgemein um die Ausweitung der dortigen Absatzm&auml;rkte bem&uuml;ht &ndash; unter anderem, da der deutsche Chinaexport eingebrochen ist: Die Volksrepublik kann inzwischen eine hohe Zahl auch an High-Tech-Produkten selbst herstellen. Die deutsche Industrie sucht daher jetzt nach Alternativen. W&auml;hrend die Bundesregierung nun auch neuen R&uuml;stungsexporten den Weg bahnen will, geht in Japan ein Man&ouml;ver zu Ende, an dem sich die Bundeswehr mit rund 100 Sanit&auml;tssoldaten beteiligt. Teil des Szenarios ist ein Massenanfall auf der Insel Okinawa. Dieser droht tats&auml;chlich bei einem Krieg um Taiwan, das nur 600 Kilometer entfernt liegt; f&uuml;r die auf Okinawa stationierten US-Kampfjets ist das nicht weit. Deutschland weitet seine Milit&auml;r- und R&uuml;stungskooperation mit Japan systematisch aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10595\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Israel k&uuml;ndigt Milit&auml;r-Operation im Westjordanland an<\/strong><br>\nBei einem Schusswechsel nahe Hebron sind zwei israelische Soldaten get&ouml;tet worden. Israel will nun milit&auml;risch eingreifen. Einen Einsatz in diesem Ausma&szlig; habe es seit dem Sechstagekrieg nicht mehr gegeben, sagt Israels Premierminister, Benjamin Netanjahu.<br>\nIsrael bereitet sich auf eine gro&szlig;angelegte Milit&auml;roperation im Westjordanland vor, Premierminister Benjamin Netanjahu sagte laut der Times of Israel, Israel werde das Hebroner Viertel, aus dem die Attent&auml;ter des heutigen Anschlags im Westjordanland stammten, zerst&ouml;ren. &bdquo;Zun&auml;chst werden wir diesen Ort zerst&ouml;ren, ihn komplett ver&auml;ndern&ldquo;, so Netanjahu in einem von seinem B&uuml;ro ver&ouml;ffentlichten Video. Danach werde es eine Milit&auml;r-Operation im Westjordanland geben.<br>\nNetanjahu bezeichnete sie als den gr&ouml;&szlig;ten Einsatz dieser Art seit dem Sechstagekrieg von 1967, in dessen Verlauf Israel die Kontrolle &uuml;ber das damals unter jordanischer Herrschaft stehende Westjordanland &uuml;bernahm. &bdquo;Verteidigungsminister Israel Katz und ich haben die Planung einer sehr umfangreichen Operation der israelischen Verteidigungsstreitkr&auml;fte (IDF) in Jud&auml;a und Samaria [Israels Bezeichnung f&uuml;r das Westjordanland &ndash; Anm. d. Red.] beaufsichtigt. Ein Einsatz in diesem Ausma&szlig; hat es seit dem Sechstagekrieg nicht mehr gegeben. Die IDF sind bereit, ihn durchzuf&uuml;hren. &Uuml;ber den genauen Zeitpunkt werden wir noch entscheiden, aber er wird in K&uuml;rze stattfinden&ldquo;, erkl&auml;rte Netanjahu laut einer Mitteilung des B&uuml;ros des Premierministers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/world-news-monitor.de\/geopolitik\/israel-miltaer-operation-westjordanland\/\">World News Monitor<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das war zu bef&uuml;rchten: Die zumindest teilweise rechtsextreme Netanjahu-Regierung setzt weiterhin auf die milit&auml;rische Karte. Auch die Hamas soll &bdquo;angeblich&ldquo; mit <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/wahlen-in-israel-hamas-droht-mit-grossangriff-vor-abstimmung-zr-94554295.html\">neuem Gro&szlig;angriff drohen<\/a>. Am 27. Oktober sollen in Israel Wahlen stattfinden. In sogenannten sozialen Medien wird spekuliert, ob Netanjahu diese Wahlen noch absagen wird &ndash; u.a. <a href=\"https:\/\/m.youtube.com\/watch?v=1yJWF_Fx3-s\">hier<\/a> ab ca. Minute 8:30. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=157980\">Israel: Wahlen im Zeichen von Krieg &ndash; Die fehlende Vision von Frieden<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Die Belagerung von Taybeh: Wenn die Heimat zur H&ouml;lle wird<\/strong><br>\nW&auml;hrend die internationale Gemeinschaft &uuml;ber das Westjordanland debattiert, k&auml;mpft das christliche Dorf Taybeh gegen brutale Siedlergewalt und die drohende Vertreibung von seinem historischen Land. Der Fall zeigt eindringlich, wie der oft verschwiegene Antipal&auml;stinensismus das universelle Heimatrecht der Menschen vor Ort systematisch untergr&auml;bt.<br>\nDas pal&auml;stinensische Dorf Taybeh nahe Ramallah &ndash; bekannt als der letzte rein christliche Ort im Westjordanland &ndash; steht im Zentrum einer eskalierenden Welle von Siedlergewalt und systematischer Verdr&auml;ngung. W&auml;hrend internationale Debatten permanent um das legitime Thema Antisemitismus kreisen, bleibt eine andere Form des Hasses in der medialen Wahrnehmung oft im Schatten: der Antipal&auml;stinensismus. F&uuml;r die rund 1.200 christlichen Bewohner von Taybeh geht es dabei um nichts Geringeres als um ihr historisches Heimatrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/die-belagerung-von-taybeh-wenn-die-heimat-zur-hoelle-wird\/\">Globalbridge<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Entwicklungen im Zeitraffer: Zur Lage im Westjordanland<\/strong><br>\nEin Blick auf die Zahlen zeigt, dass die sechste Regierung Netanjahu seit ihrer Vereidigung im Dezember 2022 den Ausbau der Besatzung st&auml;rker vorangetrieben hat als je eine Regierung in all den Jahrzehnten der Besatzung zuvor. Innerhalb von knapp dreieinhalb Jahren (Stand Juli 2026) wurden mehr als 200 illegale Au&szlig;enposten errichtet, die Gr&uuml;ndung von 104 neuen Siedlungen beschlossen und 118 pal&auml;stinensische Gemeinden von ihrem Land vertrieben. Die Regierung erm&ouml;glichte Siedlergewalt in einem bislang ungekannten Ausma&szlig;. Den Siedlungen und Siedler<em>innen wurden finanzielle Mittel in beispielloser H&ouml;he zur Verf&uuml;gung gestellt, zugleich wurden Bauvorhaben und Infrastrukturprojekte im Umfang von mehreren Milliarden Schekel vorangetrieben. Mittlerweile erstreckt sich die Kontrolle der Siedler<\/em>innen auf fast 20 Prozent der Fl&auml;che des Westjordanlands.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rosalux.org.il\/de\/politik\/entwicklungen-im-zeitraffer-zur-lage-im-westjordanland\/\">Rosalux<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lulas historische Aufholjagd: Wie und wo er die Wahl doch noch gewann<\/strong><br>\nSeit der Milit&auml;rdiktatur hat niemand nach einem R&uuml;ckstand im ersten Wahlgang die Stichwahl gewinnen k&ouml;nnen. Lula ist das nun gelungen. Ein Erkl&auml;rungsversuch in Karten und Grafiken.<br>\nAm Sonntagabend um 20:24 Uhr in Bras&iacute;lia, in Wien war es da schon 0:24 Uhr, &uuml;berholte Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva in der Ausz&auml;hlung seinen Herausforderer Fl&aacute;vio Bolsonaro. Nur knapp 15 Minuten davor, gegen 20:10 Uhr, lag Bolsonaro noch rund einen Prozentpunkt, ca. 350.000 Stimmen, vorn. Vieles deutete darauf hin, als w&uuml;rden die 80 Prozent Siegchancen, die Wettplattformen wie Kalshi oder Polymarket, Bolsonaro noch am Tag vor der Wahl geben, Recht behalten. Wie wurde also aus einem R&uuml;ckstand von 2,2 Millionen Stimmen im ersten Wahlgang ein Vorsprung von 4,4 Millionen in der Stichwahl?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/3000000346045\/lulas-historische-aufholjagd-wie-und-wo-er-die-wahl-doch-noch-gewann\">der Standard<\/a>\n<p>dazu: <strong>Brasilien: Spekulanten setzen Lula unter Druck<\/strong><br>\nGeplatzte Wetten auf einen Sieg Fl&aacute;vio Bolsonaros haben Brasiliens Real einbrechen lassen und den Druck auf Lulas Haushaltspolitik erh&ouml;ht. Bolsonaro ist in die USA geflohen, gegen ihn wird wegen Geldw&auml;sche ermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/world-news-monitor.de\/maerkte\/brasilien-spekulanten-setzen-lula-unter-druck\/\">World News Monitor<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Sevim Da&#287;delen: Lula hat Brasilien gegen die Oligarchen verteidigt<\/strong><br>\nSevim Da&#287;delen sieht im Sieg von Lula auch ein wichtiges Signal f&uuml;r Europa. Die AfD-Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Rechte in Lateinamerika sei entlarvend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/world-news-monitor.de\/top-news\/sevim-dagdelen-lula-hat-brasilien-gegen-die-oligarchen-verteidigt\/\">World News Monitor<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Aus der Armut der Einen kann auch nur die Armut der Anderen berechnet werden&laquo;<\/strong><br>\nWas braucht ein Mensch, um w&uuml;rdig leben zu k&ouml;nnen? Deutlich mehr, als der Staat ihm zugesteht, sagt Lutz Hausstein &ndash; und erkl&auml;rt, warum die Berechnung des Existenzminimums die Armut fortschreibt.<br>\nWer wenig hat, soll besser haushalten, auf manches verzichten und vor allem keine Anspr&uuml;che stellen. Doch wie weit l&auml;sst sich Verzicht treiben? Lutz Hausstein besch&auml;ftigt sich seit fast 20 Jahren mit Themen der Sozialforschung. Der Diplomkaufmann, der inzwischen hauptberuflich als Lektor und Autor bei den NachDenkSeiten arbeitet, hat inzwischen die vierte Ausgabe seiner Studie &raquo;Was der Mensch braucht&laquo; herausgebracht. Dabei hat er nachgerechnet, dass der Regelbedarf eines alleinstehenden Leistungsempf&auml;ngers auf 999,70 Euro (ohne Miete und Heizkosten) beziffert werden m&uuml;sste. [&hellip;]<br>\nWir m&uuml;ssen uns nur einmal vor Augen f&uuml;hren, wie f&uuml;r viele Menschen, die nur ein sehr geringes Einkommen haben, der Alltag aussieht. St&auml;ndig ist bei ihnen der Gedanke im Kopf: &raquo;Ich habe f&uuml;r diesen Monat nur noch so und so viel Euro zur Verf&uuml;gung. Was muss ich unbedingt kaufen, wof&uuml;r reicht es nicht mehr?&laquo; Und genau so m&uuml;ssen sie es dann auch machen. Doch gerade die Ausgaben dieser Personengruppe bilden die Grundlage der Berechnung nach der Statistikmethode. Aus den Ausgaben anderer armer Menschen, die aus Geldmangel selbst nicht oder kaum an der Gesellschaft teilhaben k&ouml;nnen, soll der angebliche &raquo;Bedarf&laquo; f&uuml;r die Leistungsempf&auml;nger berechnet werden, der diese sogar bef&auml;higen soll, nun ihrerseits angemessen an der Gesellschaft teilzuhaben? Das ist absurd.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/dialog\/aus-der-armut-der-einen-kann-auch-nur-die-armut-der-anderen-berechnet-werden\/\">Overton Magazin<\/a>\n<p>dazu: <strong>Was der Mensch braucht &ndash; und was ihm der Staat zugesteht<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=156610\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Knapp &uuml;ber der Grenze<\/strong><br>\nDie Bundesregierung k&uuml;rzt das Wohngeld. Ihre eigenen Zahlen zeigen, bei wem das Geld geholt wird.<br>\nWer in Deutschland nur &uuml;ber ein geringes Einkommen verf&uuml;gt, kann Wohngeld beantragen. Dabei handelt es sich um eine staatliche Leistung, die nur bekommen kann, wer keine sonstigen Leistungen wie etwa B&uuml;rgergeld erh&auml;lt. 2025 nahmen das etwa 1,3 Millionen Haushalte in Anspruch. Besonders h&auml;ufig erhalten Rentner Wohngeld und auch Heimbewohner machen einen relevanten Anteil aus. Jetzt steht, wie in so vielen Bereichen, eine Reform durch die Bundesregierung an. Es soll gespart werden, vor allem dadurch, dass Mietsteigerungen nicht mehr mit eingepreist werden. Leidtragende sind mal wieder die &auml;rmsten der Armen, denn Wohngeld beantragt sowieso nur, wer kaum &uuml;ber die Runden kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/knapp-uber-der-grenze\">G&uuml;nther Burbach auf Manova<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Star-&Ouml;konomin Weber: Hohe Mieten und teure Lebensmittel bescheren Rechtsextremen Wahlsiege<\/strong><br>\nDie Aufgabe von demokratischen Staaten ist es sicherzustellen, dass alle Menschen sich die Dinge, die sie zum Leben brauchen, auch leisten k&ouml;nnen. Schaffen demokratische Staaten das nicht, wenden sich viele W&auml;hler:innen Parteien zu, die Demokratie und Menschenrechte in Frage stellen. Das ist die Analyse der Star-&Ouml;konomin Isabella Weber. In ihrem neuen Buch &bdquo;Antifaschistische Wirtschaftspolitik&ldquo; zeigt sie auf, wie eine Reform unseres Wirtschaftssystems sicherstellen kann, dass Menschen gut von ihrer Arbeit leben k&ouml;nnen und Demokratie gest&auml;rkt werden kann. Im Interview mit Kontrast.at zeigt sie auch auf wo heute und in der Vergangenheit bereits antifaschistische Wirtschaftspolitik umgesetzt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/interview-isabella-weber-antifaschistische-wirtschaftspolitik\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Frankreich: 50 Jahre auf der falschen Seite der Geschichte<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Misere, die sich jetzt gerade in gewaltsamen Protesten Bahn bricht, reicht weit zur&uuml;ck. Man muss allerdings nicht bis in die Zeit der gro&szlig;en Revolution zur&uuml;ckgehen, um zu verstehen, warum das Land so w&uuml;tend und aufgebracht ist. Frankreichs seltsame Rolle in Europa, in der europ&auml;ischen Staaten- und W&auml;hrungsgemeinschaft der letzten 50 Jahre, reicht vollkommen aus, um die Frustration nachzuvollziehen.<br>\nNiemand wollte Europa und die EWU mehr als Frankreich bzw. die f&uuml;hrenden Figuren der franz&ouml;sischen Politik. Wer alt genug ist, erinnert sich noch an die leidenschaftlichen Debatten, die vor dem franz&ouml;sischen Referendum &uuml;ber die W&auml;hrungsunion im Jahr 1992 gef&uuml;hrt wurden &ndash; auf beiden Seiten mit guten Argumenten. Damals, wie fast immer nach dem zweiten Weltkrieg, hat sich am Ende jedoch die Position durchgesetzt, die darauf beharrte, man m&uuml;sse den gro&szlig;en Gegenspieler jenseits des Rheins einbinden und auch institutionell einschn&uuml;ren, wolle man als Frankreich auf lange Sicht erfolgreich sein.<br>\nDas war und ist der entscheidende Irrtum:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2026\/10\/25\/frankreich-50-jahre-auf-der-falschen-seite-der-geschichte\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Europa der AfD<\/strong><br>\nMit ihrem neuen Europa-Strategiepapier &uuml;bernimmt die AfD zentrale Forderungen der deutschen Wirtschaft, macht sich f&uuml;r eine Weltmachtposition einer deutsch dominierten EU stark und verlangt eine Fokussierung der Union auf Ma&szlig;nahmen, die sie f&uuml;r die aktuellen globalen Machtk&auml;mpfe st&auml;hlen. Zentral ist, dass die Partei vom Austritt aus der EU Abstand nimmt und explizit am EU-Binnenmarkt festh&auml;lt; dieser nimmt einen Gro&szlig;teil der Exporte deutscher Unternehmen ab. Auch den Euro will die AfD nun behalten, dringt aber auf die strikte Durchsetzung der Maastricht-Kriterien, um Krisen ohne etwaige Finanztransfers an andere Eurostaaten zu verhindern. Eine noch brutalere Austerit&auml;tspolitik in der Eurozone w&auml;re die Folge. Auf ein fest geschlossenes Vorgehen der EU setzt die AfD in der Entwicklung modernster Technologien, etwa KI, und vor allem in der R&uuml;stung: In beidem soll die &ndash; faktisch deutsch dominierte &ndash; EU von China wie auch von den USA unabh&auml;ngig und damit weltmachtf&auml;hig werden. Ansonsten dringt die Partei darauf, Kompetenzen im gro&szlig;en Stil aus Br&uuml;ssel in die nationalen Hauptst&auml;dte zur&uuml;ckzuverlagern. Als ideologischer Kitt soll der identit&auml;re Bezug auf rechtskonservative, teils v&ouml;lkische Ideale dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10594\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158289\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-158289","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=158289"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158289\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":158290,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158289\/revisions\/158290"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=158289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=158289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=158289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}