{"id":158535,"date":"2026-11-06T09:00:53","date_gmt":"2026-11-06T08:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158535"},"modified":"2026-11-05T18:11:50","modified_gmt":"2026-11-05T17:11:50","slug":"corona-impfstoffe-journalist-enttarnt-vorgetaeuschte-sicherheitskampagne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158535","title":{"rendered":"Corona-Impfstoffe: Journalist enttarnt vorget\u00e4uschte Sicherheitskampagne"},"content":{"rendered":"<p>Der Journalist <strong>Bastian Barucker<\/strong> ist der angeblichen Sicherheit der Corona-Impfstoffe auf den Grund gegangen. Seine Entdeckungen und seine Auseinandersetzung mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat er nun in einem brisanten Buch dokumentiert. Im NachDenkSeiten-Interview mit <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> gibt der Bestseller-Autor Einblick in seine aufwendigen Recherchen und sagt: &bdquo;Im Mai 2025 bezeichnete das PEI &sbquo;Transparenz&lsquo; &uuml;brigens als &sbquo;Grundpfeiler der Arzneimittelsicherheit&lsquo;. Wer, so wie ich und andere Journalisten, seit Jahren damit <a href=\"https:\/\/www.pei.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/newsroom\/bulletin-arzneimittelsicherheit\/2025\/1-2025.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=7\">besch&auml;ftigt ist<\/a>, aussagekr&auml;ftige Antworten vom PEI zu erhalten, kann &uuml;ber diesen Werbeslogan nur lachen. Das PEI ist eine Art Bollwerk, das maximal unwillig ist, Transparenz &uuml;ber die eigene Arbeitsweise und relevante Daten herzustellen.&ldquo;<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Marcus Kl&ouml;ckner: Herr Barucker, der Titel Ihres neuen Buches lautet &bdquo;Vorget&auml;uschte Sicherheit &ndash; Das Paul-Ehrlich-Institut und die Corona-Impfkampagne&ldquo; [erscheint am 16. November]. Damit verweisen Sie auf ein offensichtlich schwerwiegendes, weitreichendes Problem: das der Impfstoffsicherheit. Kurz vorab: Was haben Sie herausgefunden?<\/strong><\/p><p><strong>Bastian Barucker<\/strong>: Nach mehreren Jahren der Recherche, <a href=\"https:\/\/www.barucker.press\/p\/vor-gericht-paul-ehrlich-institut?utm_source=publication-search\">verschiedenen Gerichtsverfahren<\/a>, etlichen Presseanfragen und dem Studium der wenigen vorhandenen Protokolle zeichnet sich ein unfassbares Szenario ab. Sowohl die seit Jahren verwendeten Instrumente zur &Uuml;berwachung der Impfstoffsicherheit als auch die speziell f&uuml;r die Corona-Impfkampagne eingef&uuml;hrten Methoden sind mangelhaft und teilweise ungeeignet. Dazu kommt, dass das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die Ergebnisse seiner Analysen &uuml;ber Jahre zur&uuml;ckh&auml;lt und selbst auf Nachfrage wichtige Zahlen nicht herausgibt. Au&szlig;erdem meldet das PEI Nebenwirkungen an die europ&auml;ische Datenbank (EudraVigilance) erst Jahre sp&auml;ter und verst&ouml;&szlig;t damit gegen das Arzneimittelgesetz. Das PEI kommt meiner Meinung nach seinem gesetzlichen Auftrag nicht ad&auml;quat nach. Es wirkt wie ein Fehlverhalten. In der Softwareentwicklung gibt es den Witz: &bdquo;It is not a bug. It is a feature&ldquo; (Anm. Red.: Es ist kein Fehler, es ist ein Anwendungsmerkmal). Die Ungeeignetheit der Vorgehensweise des PEI ist nur noch schwer mit fehlender Absicht in Einklang zu bringen.<\/p><p><strong>Mal der Reihe nach. Was ist die Aufgabe des Paul-Ehrlich-Instituts?<\/strong><\/p><p>Diese dem Gesundheitsministerium unterstehende und weisungsgebundene Bundesbeh&ouml;rde mit knapp 1.000 Mitarbeitern soll die Sicherheit von Impfstoffen &uuml;berwachen. Sie ist au&szlig;erdem an der Ausarbeitung der Zulassungsempfehlung durch die Europ&auml;ische Arzneimittelagentur (EMA) beteiligt, auf Basis derer die EU-Kommission Impfstoffe zul&auml;sst. Sie pr&uuml;ft Impfstoffchargen auf ihre Qualit&auml;t und sammelt Meldungen von unerw&uuml;nschen Arzneimittelwirkungen, demnach auch Nebenwirkungen von Impfstoffen. Hier l&auml;sst sich bereits ein gravierender Interessenkonflikt erkennen. Das PEI ist an der Empfehlung eines Impfstoffs beteiligt, dessen Risikoprofil es anschlie&szlig;end &uuml;berwachen soll. Wie unbefangen kann eine Beh&ouml;rde bei der nachtr&auml;glichen &Uuml;berwachung der Sicherheit sein, wenn sie einen Impfstoff empfohlen hat? Wie steht das PEI da, wenn der empfohlene Impfstoff pl&ouml;tzlich massive Nebenwirkungen aufweist? Dazu passt ein Zitat aus dem Corona-Krisenstab des PEI, in dem es darum geht, ob das Gesundheitsministerium die Corona-Impfstoffe statt des PEI direkt in den Verkehr bringt. Am 12. Mai 2020 <a href=\"https:\/\/www.pei.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/newsroom\/dossiers\/covid-19-krisenstabsunterlagen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=7\">hie&szlig; es dazu<\/a>:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Dies h&auml;tte auch den Vorteil, dass die Verantwortung f&uuml;r ein wenig gepr&uuml;ftes Arzneimittel beim BMG und nicht beim PEI l&auml;ge.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Das klingt nicht sehr vertrauenerweckend, oder?<\/p><p><strong>Halten wir uns noch mal vor Augen, wie die Situation in der Coronazeit war. Die Corona-Impfstoffe kamen auf den Markt. Weite Teile der Politik, der Medien und den zu sehenden Experten haben die Impfstoffe als wirksam und unbedenklich eingestuft. Und das hat auch mit dem Paul-Ehrlich-Institut zu tun, oder?<\/strong><\/p><p>Ja, genau. Das PEI war an der Empfehlung der EMA und somit auch an der Zulassung beteiligt. Ohne die Zustimmung des PEI h&auml;tte es diese Empfehlung nicht gegeben, da der zust&auml;ndige Ausschluss Humanarzneimittel (CHMP) im Konsens <a href=\"https:\/\/archive.ph\/IZ0Ce\">entscheidet<\/a>. Das PEI attestierte dem Impfstoff eine positive Risiko-Nutzen-Bilanz. Dies geschah &uuml;brigens, bevor die Rohdaten der Zulassungsstudien der EMA vorlagen.<\/p><p><strong>Sie wollten es aber genau wissen. Sie haben dem Institut auf den Zahn gef&uuml;hlt. F&uuml;r unsere Leser, die Ihre Arbeit nicht kennen: Was haben Sie gemacht?<\/strong><\/p><p>Um &uuml;berhaupt einmal relevante Zahlen zu erhalten, habe ich etliche Presseanfragen gestellt, die das PEI partout nicht ver&ouml;ffentlichen wollte. Da diese nicht ordentlich beantwortet wurden, habe ich presserechtliche Eilverfahren durch mehrere Instanzen <a href=\"https:\/\/www.barucker.press\/p\/pei-klage-safevac2\">gef&uuml;hrt<\/a>. Diese f&uuml;hrten jedoch nicht zum Erfolg, da die Gerichte dem PEI quasi zur Seite stehen. Das PEI muss gewisse Zahlen nicht herausgeben, da es behauptet, diese selbst nicht zu haben. Die Gerichte entscheiden dann: Presserechtlich habe ich keinen Anspruch auf Informationen, die nicht vorliegen. So entsteht ein undurchdringbares Bollwerk, das es der Presse unm&ouml;glich macht, an relevante Zahlen heranzukommen, um dann dar&uuml;ber zu berichten.<\/p><p>Au&szlig;erdem habe ich verschiedene Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) gestellt, um herauszufinden, welche Abteilungen im PEI wann Protokolle angelegt hatten. Da die RKI-Protokolle sehr aussagekr&auml;ftig waren, wollte ich wissen, ob es solche Niederschriften auch im PEI <a href=\"https:\/\/www.barucker.press\/p\/pei-safevac-gericht?utm_source=publication-search\">gibt<\/a>. All diese Anfragen wurden vom PEI &uuml;ber Monate hinausgez&ouml;gert und erst beantwortet, nachdem ich Klage eingereicht oder mit einer Klage gedroht hatte. Es ist unglaublich m&uuml;hselig. Im Mai 2025 bezeichnete das PEI &bdquo;Transparenz&rdquo; &uuml;brigens als &bdquo;Grundpfeiler der Arzneimittelsicherheit&rdquo;. Wer, so wie ich und andere Journalisten, seit Jahren damit <a href=\"https:\/\/www.pei.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/newsroom\/bulletin-arzneimittelsicherheit\/2025\/1-2025.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=7\">besch&auml;ftigt ist<\/a>, aussagekr&auml;ftige Antworten vom PEI zu erhalten, kann &uuml;ber diesen Werbeslogan nur lachen. Das PEI ist eine Bundesbeh&ouml;rde, die maximal unwillig ist, Transparenz &uuml;ber die eigene Arbeitsweise und relevante Daten herzustellen. Das h&auml;tte ich nie f&uuml;r m&ouml;glich gehalten.<\/p><p><strong>Und dann? Wie ging es weiter?<\/strong><\/p><p>Eine erste Sensation war also, dass das Fachgebiet der Pharmakovigilanz &ndash; so nennt sich die Sicherheits&uuml;berwachung von Impfstoffen &ndash; fast w&auml;hrend der gesamten Corona-Impfkampagne angeblich <a href=\"https:\/\/www.barucker.press\/p\/pei-abteilung-protokolle?utm_source=publication-search\">kein einziges Protokoll<\/a> angelegt hat. Bereits im Februar 2020, also bevor die Impfstoffe auf den Markt kamen, h&ouml;rte diese Abteilung auf, ihre Arbeitstreffen zu protokollieren. Der Grund war das hohe Arbeitsaufkommen. F&uuml;r die Entscheidung, keine Protokolle anzufertigen, liegt jedoch kein Protokoll vor. Offensichtlich ist, dass ein Fachgebiet einer Bundesbeh&ouml;rde eine solche Entscheidung nicht ohne Zustimmung des Dienstherrn treffen kann. Als ich wissen wollte, ob die dar&uuml;berliegende Abteilung Protokolle angelegt hat, bekam ich ebenfalls die Antwort, dass auch dort &uuml;ber mehrere Jahre hinweg, w&auml;hrend der gr&ouml;&szlig;ten Impfkampagne in der Geschichte der Bundesrepublik mit einem neuartigen Pr&auml;parat, keine Protokolle angefertigt wurden. Das PEI teilte mir sogar mit, dass es der Auffassung ist, nicht dazu verpflichtet zu sein, Protokolle anzufertigen. Ein von mir in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten sieht das jedoch anders. Bis heute erscheint es mir undenkbar, dass es nur die 240 Seiten Protokolle des sogenannten externen Krisenstabes geben soll, die erst im Oktober 2026 <a href=\"https:\/\/www.barucker.press\/p\/neue-pei-protokolle-veroffentlicht?utm_source=publication-search\">ver&ouml;ffentlicht wurden<\/a>. Es ist aber auch m&ouml;glich, dass man aus den RKI-Protokollen gelernt hat, wenn sie verstehen, was ich meine.<\/p><p><strong>Wann kamen ihnen Zweifel, dass etwas mit der Sicherheit der Impfstoffe nicht stimmen k&ouml;nnte?<\/strong><\/p><p>Sagen wir es so: Aufgrund der &uuml;berhasteten Entwicklung und Zulassung bin ich nie davon ausgegangen, dass die Corona-Impfstoffe sicher sind. Daf&uuml;r braucht es keine Expertise. Wenn ein neuartiger Impfstoff innerhalb von neun Monaten entwickelt wird, ist jedem klar, dass es unm&ouml;glich ist, robuste Aussagen &uuml;ber die langfristige Sicherheit des Pr&auml;parats zu treffen.<\/p><p>F&uuml;r mich waren eindeutige Anhaltspunkte, dass die Zulassungsstudie fr&uuml;hzeitig entblindet wurde und in der geimpften Gruppe nicht weniger Menschen verstorben sind als in der <a href=\"https:\/\/www.bmj.com\/content\/375\/bmj.n2635\">ungeimpften Gruppe<\/a>. Die durch einen Whistleblower offengelegten Unregelm&auml;&szlig;igkeiten lie&szlig;en die Annahme zu, dass diese neuen mRNA-Produkte <a href=\"https:\/\/www.bmj.com\/content\/375\/bmj.n2635\">nicht ausreichend getestet wurden<\/a>. Als ich das umfassende Buch der Arzneimittelrechtlerin Dr. Brigitte R&ouml;hrig las, war ich erschrocken dar&uuml;ber, wie viele M&auml;ngel und Alarmsignale <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QbfGSkihlz8\">bereits bei der Zulassung auftraten<\/a>. Ihr Buch tr&auml;gt, passend zu meiner These der vorget&auml;uschten Sicherheit durch das PEI, den Untertitel: &bdquo;Wie die Bev&ouml;lkerung &uuml;ber die Covid-19-Impfung get&auml;uscht wurde&rdquo;.<\/p><p>Nachdem der Pharmazieprofessor Peter Doshi die freigegebenen Rohdaten der Zulassungsstudie untersucht und eine schwere Nebenwirkung bei 800 Geimpften festgestellt hatte, war ich mir ziemlich sicher, dass das Risikoprofil dieser <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/ratgeber\/gesundheit\/download-900.html\">sogenannten Impfstoffe<\/a> <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/ratgeber\/gesundheit\/download-900.html\">katastrophal ist<\/a>. Dieses Risikoprofil muss das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Deutschland nun mithilfe maximaler Intransparenz verwalten. Hinzu kamen noch sehr auff&auml;llige Todesf&auml;lle und schwere Erkrankungen nach einer modRNA-Impfung in meinem Bekanntenkreis.<\/p><p><strong>Der Fachbegriff, um den es geht, lautet &bdquo;Pharmakovigilanz&ldquo;, also die &bdquo;Sicherheits&uuml;berwachung von Arzneimitteln&ldquo;. Das mag f&uuml;r viele zun&auml;chst mal ein etwas sperriges Thema sein. Aber die Corona-Impfung hat im Grunde genommen alle B&uuml;rger betroffen. In Ihrem Buch findet sich im Vorwort ein Vergleich zu der Flutkatastrophe im Ahrtal. Dort gab es ein Warnsystem, aber &hellip;<\/strong><\/p><p>Es wurde nicht ad&auml;quat auf die Warnsignale reagiert beziehungsweise die Messdaten wurden nicht sorgf&auml;ltig genug analysiert.  Bei der Corona-Impfkampagne gab es &uuml;ber all die Jahre zahlreiche Alarmsignale von Fachleuten, die vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) jedoch nicht angemessen gew&uuml;rdigt wurden. Dazu z&auml;hlen die Auswertungen von Doshi, <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/die-haben-das-alle-ignoriert\">der offene Brief des ehemaligen Vorstands der BKK Provita<\/a>, die durch den Pathologen Schirmacher entdeckte massive <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article232900871\/Corona-Pathologe-fordert-mehr-Obduktionen-von-Geimpften.html\">Untererfassung von Impftoten<\/a> und selbstverst&auml;ndlich die seit Beginn der Impfkampagne bestehende &Uuml;bersterblichkeit. Damit sind wir auch beim Kern des Problems: Eine weisungsgebundene Bundesbeh&ouml;rde, die an der Zulassung des Impfstoffs beteiligt war, kann systemisch betrachtet nicht unbefangen auf Alarmsignale achten. Das gilt umso mehr, wenn die Politik &ndash; wie die RKI-Protokolle gezeigt haben &ndash; das Ziel verfolgt, so viele Menschen wie m&ouml;glich so schnell wie m&ouml;glich zu impfen.<\/p><p><strong>Haben Sie ein Beispiel?<\/strong><\/p><p>Das PEI hat mir vor Gericht Folgendes &uuml;ber zwei wesentliche &Uuml;berwachungsinstrumente gesagt:<\/p><blockquote><p>&bdquo;[W]ie auch das Spontanmeldesystem dient die SafeVac 2.0-Studie nicht dazu, konkrete H&auml;ufigkeiten des Auftretens von Nebenwirkungen zu ermitteln. Dies ist Sinn und Zweck von klinischen Pr&uuml;fungen mit kontrollierten, randomisierten und verblindeten Designs. Es ist allenfalls die Erkennung von Trends m&ouml;glich.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Die angef&uuml;hrten klinischen Pr&uuml;fungen hatte ich bereits erw&auml;hnt. Die SafeVac 2.0-Studie ist die App, die mit Beginn der Impfkampagne eingef&uuml;hrt wurde, um schnell und aktiv nach Nebenwirkungen zu suchen. Das Spontanmeldesystem wird &uuml;ber Meldungen von &Auml;rzten und Betroffenen &bdquo;gef&uuml;ttert&rdquo; und leidet seit Jahren an einer massiven Untererfassung. Wieder begegnen wir hier einem seit Langem bekannten systemischen Fehler. &Auml;rzte, die selbst geimpft haben, sind folglich voreingenommen, wenn es darum geht, Nebenwirkungen zu melden. Sie w&auml;ren f&uuml;r diese mitverantwortlich und haben sich bei der Aufkl&auml;rung auf die Einsch&auml;tzungen des PEI verlassen. Au&szlig;erdem betr&auml;gt der Aufwand f&uuml;r eine solche Meldung 30 bis 40 Minuten, ohne dass eine Verg&uuml;tung erfolgt.<\/p><p>Sowohl die Spontanerfassung als auch die SafeVac-App werden aber immer wieder angef&uuml;hrt, wenn das PEI behauptet, die Sicherheit von Impfstoffen werde ausreichend &uuml;berpr&uuml;ft. Die aktuell publizierte <a href=\"https:\/\/www.barucker.press\/p\/die-safe-vac-studie\">SafeVac-Studie<\/a> ist ein perfektes Beispiel f&uuml;r die Vort&auml;uschung von &Uuml;berwachung. Drei Jahre nach Abschluss der Datenerfassung publizieren drei PEI-Mitarbeiter endlich diese Studie, in der sich keinerlei Angaben zu schwerwiegenden Nebenwirkungen oder Krankenhausaufenthalten finden. Das sind aber die relevanten Parameter, um die es gehen m&uuml;sste. Auf eine Presseanfrage hatte mir das PEI geantwortet, es g&auml;be ca. 5.000 schwerwiegende Nebenwirkungen bei den ca. 730.000 App-Nutzern. <a href=\"https:\/\/www.barucker.press\/p\/safevac-2000-neue-meldungen\">Vorher waren es jahrelang rund um die 2.000<\/a>.<\/p><p>Die Rohdaten dieser Studie bleiben aus Datenschutzgr&uuml;nden weiterhin geheim, obwohl im Studienprotokoll vom November 2021 explizit darauf hingewiesen wurde, dass eine R&uuml;ckverfolgung der Teilnehmer <a href=\"https:\/\/www.barucker.press\/p\/die-safe-vac-studie\">nicht m&ouml;glich ist.<\/a> Das erinnert stark an die Stoppt-Covid-Studie des RKI, die den Corona-Ma&szlig;nahmen eine hohe Wirksamkeit attestierte, deren Rohdaten aber erst nach &ouml;ffentlichem Druck herausgegeben wurden. Eine unabh&auml;ngige Begutachtung der Rohdaten ergab mehrheitlich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130438\">keinen Nutzen<\/a>. Was wird wohl herauskommen, wenn das PEI die Rohdaten der SafeVac-App herausgibt und diese dann ebenfalls extern begutachtet werden?<\/p><p><strong>Wie ist dieser Vergleich im Hinblick auf das Paul-Ehrlich-Institut zu verstehen?<\/strong><\/p><p>Es gibt zwar nebeneinander existierende Instrumente, die auch irgendetwas messen, aber die Auswertung der Messungen ist mangelhaft und f&uuml;hrt nicht zur Detektion von Alarmsignalen. Wie der ehemalige Mitarbeiter des PEI, Dr. Klaus Hartmann, es in seinem Buch <a href=\"https:\/\/www.barucker.press\/p\/hartmann-impfen-pei?utm_source=publication-search\">&bdquo;Impfen, bis der Arzt kommt&rdquo;<\/a> schon 2012 formuliert hat:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Melderaten von Impfkomplikationsverdachtsf&auml;llen pro Jahr sagen nichts &uuml;ber die &sbquo;wahre Welt&lsquo; aus und lassen keine R&uuml;ckschl&uuml;sse darauf zu, wie h&auml;ufig Impfkomplikationen wirklich sind.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Hartmann stellte bereits damals die nachvollziehbare und weiterhin unbeantwortete Frage: &bdquo;Will man hier &uuml;berhaupt wirklich mehr &uuml;ber Verdachtsf&auml;lle von Impfkomplikationen wissen?&rdquo;<\/p><p><strong>Wir k&ouml;nnen nicht auf alle Einzelheiten, die sie zusammengetragen haben, eingehen. Deshalb nur in komprimierter Form: Was sind f&uuml;r Sie die zentralen Erkenntnisse?<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend der gesamten Corona-Impfkampagne war das PEI personell unterbesetzt. Es hatte mit einer immensen Menge an Meldungen zu tun und hat es vers&auml;umt, die neu eingef&uuml;hrten Instrumente &ndash; die Auswertung der Daten der Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen und der SafeVac2.0-App &ndash; durchzuf&uuml;hren. Ersteres war gesetzliche Pflicht, bei Zweiterem hat das PEI aufgrund der Verletzung von Meldefristen wahrscheinlich gegen das Arzneimittelgesetz versto&szlig;en. Denn es hat die &uuml;ber die App eingegangenen Meldungen mit Jahren Verzug an die europ&auml;ische Datenbank gemeldet. Gesetzlich vorgesehen sind 15 Tage bei schwerwiegenden Nebenwirkungen und 90 Tage bei allen anderen Nebenwirkungen.<\/p><p><strong>Was noch?<\/strong><\/p><p>Ein Moment, der mich w&auml;hrend meiner Recherche zum Kopfsch&uuml;tteln brachte, war die Besch&auml;ftigung mit einer statistischen Analysemethode, die das PEI nutzt, um zu pr&uuml;fen, ob vermehrt Krankheiten oder Todesf&auml;lle innerhalb von 30 Tagen nach einer Impfung auftreten. Dabei verwendet das Institut die sogenannte Observed-vs.-Expected-Methode (OvE-Methode). Ich habe dazu mehrere schriftliche und telefonische Interviews mit Fachleuten gef&uuml;hrt. Einige von ihnen waren bei der Befragung einer PEI-Mitarbeiterin vor dem Bundesverwaltungsgericht anwesend. Verhandelt wurde damals die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Die beim PEI f&uuml;r Statistik zust&auml;ndige Mitarbeiterin Dr. Dr. Doris Oberle r&auml;umte ein, dass knapp 70.000 zus&auml;tzliche Todesf&auml;lle innerhalb von 30 Tagen in einer Impfgruppe auftreten m&uuml;ssten, damit diese Methode ein Alarmsignal erkennt. Das Wissenschaftlerkollektiv schrieb damals:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Zusammenfassend l&auml;sst sich festhalten: Die vom PEI verwendeten Sicherheitsanalysen sind methodisch fehlerhaft und w&uuml;rden selbst bei sehr hohen impfbedingten Todesfallzahlen kein Risikosignal ergeben. Die Aussagen im Sicherheitsbericht, es g&auml;be hier kein Risikosignal und die Impfstoffe seien sicher, sind also definitiv wissenschaftlich nicht valide.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Als ich der Zeugenaussage von Klaus Cichutek, dem ehemaligen Pr&auml;sidenten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), vor dem Untersuchungsausschuss in Th&uuml;ringen beiwohnte, wurde er auf eine Aussage von ihm in der <em>ARD<\/em> im Februar 2021 <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/panorama\/klaus-cichutek-wir-tun-alles-um-todesursache-festzustellen\/das-erste\/Y3JpZDovL25kci5kZS81ZmZhYzdjYy1hOTZiLTRkMGQtYTE0Yy0xNzU4OWZiNTU1Njc\">hingewiesen<\/a>. Damals behauptete er: &bdquo;Impfstoffe verursachen keine Todesf&auml;lle.&rdquo; Im Landtag revidierte er diese Aussage. Er gab an, gemeint zu haben, dass Impfstoffe keine Todesf&auml;lle verursachen sollten &ndash; ein kleiner, aber sehr feiner Unterschied. Das PEI nutzt zur Erkennung von Todesf&auml;llen nach Impfung &uuml;brigens einen WHO-Algorithmus, der 78 Prozent der F&auml;lle gar nicht klassifizieren kann. Nur 2,4 Prozent der Todesf&auml;lle werden als wahrscheinlich bzw. m&ouml;glich durch die Impfung verursacht <a href=\"https:\/\/www.barucker.press\/p\/pei-todesfalle-corona-impfung?utm_source=publication-search\">klassifiziert<\/a>. Wie viele Menschen an der Impfung sterben, wei&szlig; das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) also bis heute nicht. Eine Auswertung offizieller PEI-Daten durch unabh&auml;ngige Wissenschaftler l&auml;sst &uuml;brigens auf bis zu 30-mal mehr Todesf&auml;lle nach einer Corona-Impfung im Vergleich zu herk&ouml;mmlichen Impfungen <a href=\"https:\/\/www.barucker.press\/p\/pei-todesfalle-corona-impfung?utm_source=publication-search\">schlie&szlig;en<\/a>.<\/p><p><strong>Wie reagiert das PEI auf die Vorw&uuml;rfe?<\/strong><\/p><p>Beim PEI verfolgt man grunds&auml;tzlich die gleiche Strategie wie beim RKI. Wichtige Fragen werden teilweise nicht beantwortet. Man l&auml;sst sich lieber verklagen oder findet ausweichende Formulierungen, um keine konkreten Zahlen zu nennen. Ein ganz eigenes Verst&auml;ndnis von Transparenz!<\/p><p><strong>Wie wird es weitergehen? Was ist Ihre Einsch&auml;tzung?<\/strong><\/p><p>In K&uuml;rze muss mir das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) den gesamten E-Mail-Verkehr zwischen der damaligen Institutsleitung unter Prof. Klaus Cichutek und der Leiterin der Abteilung f&uuml;r Pharmakovigilanz, Dr. Keller-Stanislawski, &uuml;bergeben. Derzeit werden die E-Mails noch geschw&auml;rzt. Au&szlig;erdem werden die Rohdaten der SafeVac-Studie irgendwann von externen Wissenschaftlern gepr&uuml;ft werden. Diese Auswertung und die hoffentlich bald erscheinende Auswertung der Daten der Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen werden mehr Licht ins Dunkel des Risikoprofils der mRNA-Impfstoffe bringen. Schlussendlich hat sich das PEI in eine Sackgasse man&ouml;vriert. Das Vertrauen in Impfstoffe ist jedoch stark gesunken. Ich denke, dass viele Menschen den Verlautbarungen der Bundesbeh&ouml;rden RKI und PEI nicht mehr so sehr vertrauen wie vor der Corona-Impfkampagne. Die von mir als vorget&auml;uschte Sicherheit bezeichnete Kampagne ist somit teilweise enttarnt worden.<\/p><p><em>Lesetipp<\/em><\/p><p><em>Bastian Barucker: <a href=\"https:\/\/www.masselverlag.de\/Programm\/Vorgetaeuschte-Sicherheit\/\">Vorget&auml;uschte Sicherheit: Das Paul-Ehrlich-Institut und die Corona-Impfkampagne.<\/a> M&uuml;nchen 2026, Massel Verlag, Taschenbuch, 256 Seiten, ISBN 978-3948576462, 22,90 Euro. (<strong>erscheint am 16. November 2026<\/strong>)<\/em><\/p><p><small>Titelbild: privat<\/small><br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/90c5942d378b4a208526965c270a72a1\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Journalist <strong>Bastian Barucker<\/strong> ist der angeblichen Sicherheit der Corona-Impfstoffe auf den Grund gegangen. Seine Entdeckungen und seine Auseinandersetzung mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat er nun in einem brisanten Buch dokumentiert. Im NachDenkSeiten-Interview mit <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> gibt der Bestseller-Autor Einblick in seine aufwendigen Recherchen und sagt: &bdquo;Im Mai 2025 bezeichnete das PEI &sbquo;Transparenz&lsquo; &uuml;brigens als<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158535\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":158536,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[149,209,129],"tags":[3018,3489,2933,2880,1887,343,3035,897],"class_list":["post-158535","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheitspolitik","category-interviews","category-lobbyorganisationen-und-interessengebundene-wissenschaft","tag-arzneimittelnebenwirkungen","tag-barucker-bastian","tag-corona-app","tag-impfungen","tag-informationsfreiheitsgesetz","tag-luegen-mit-zahlen","tag-paul-ehrlich-institut","tag-transparenz"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/yxOlfrIUpvc0ed11-scaled.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158535","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=158535"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158535\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":158554,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158535\/revisions\/158554"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/158536"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=158535"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=158535"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=158535"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}