{"id":158570,"date":"2026-11-08T13:00:54","date_gmt":"2026-11-08T12:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158570"},"modified":"2026-11-06T18:48:08","modified_gmt":"2026-11-06T17:48:08","slug":"leserbriefe-zu-deutschland-sucht-die-koenigin-der-mitte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158570","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eDeutschland sucht die K\u00f6nigin der Mitte\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<strong>Jens Berger<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158404\">diskutiert hier<\/a> &uuml;ber die Aussage von Bundeskanzler Merz vor den CDU-Kreisvorsitzenden, er sei &bdquo;festgelegt in der Frage, dass es eine Frau werden muss&ldquo;. Gemeint ist: Deutschland soll eine Bundespr&auml;sidentin bekommen. Die Hauptstadtpresse &uuml;berschlage sich vor Begeisterung. Niemand m&uuml;sse jedoch ein Prophet sein, um vorherzusagen, dass die neue Bundespr&auml;sidentin genau dort weitermachen werde, wo ihr Vorg&auml;nger aufgeh&ouml;rt habe. Sie werde in ihrer ersten gro&szlig;en Rede von &bdquo;Zeitenwende&ldquo; und &bdquo;Verteidigungsf&auml;higkeit&ldquo; sprechen und erkl&auml;ren, dass die Freiheit ihren Preis habe. Eine ketzerische Frage dr&auml;nge sich auf: &bdquo;Wozu brauchen wir das eigentlich?&ldquo; Ein Amt, das rund 40 Millionen Euro im Jahr koste, &uuml;ber keine nennenswerte politische Macht verf&uuml;ge und diese wenige Macht auch noch konsequent nicht nutze. Wer wirklich wolle, dass sich etwas &auml;ndere, sollte &bdquo;sich darum k&uuml;mmern, was im Kanzleramt, im Finanzministerium und im Verteidigungsministerium beschlossen wird. Dort wird Regierung gemacht. Dort wird &uuml;ber unsere Zukunft entschieden. Dort entscheidet sich, ob das Brot n&auml;chstes Jahr wieder teurer wird und ob die Kassiererin beim B&auml;cker irgendwann von ihrer Rente leben kann.&ldquo;<\/p><p><em>Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. K&uuml;rzungen aus redaktionellen Gr&uuml;nden bleiben vorbehalten.<\/em><\/p><p>Wir haben dazu interessante Zuschriften bekommen. Daf&uuml;r bedanken wir uns. Die nun folgende Leserbriefe-Auswahl hat <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Jens, <\/p><p>gro&szlig;artiger Artikel. Wer braucht diese Gr&uuml;&szlig;-August(in)e eigentlich? Ich nicht.<\/p><p>Laut KI kosten mich und meine Br&uuml;der und Schwestern Steuerzahler diese Nichtsnutze nur Geld: <\/p><blockquote><p>&ldquo;Der amtierende Bundespr&auml;sident erh&auml;lt Amtsbez&uuml;ge von rund 290.000 Euro im Jahr (plus etwa 78.000 Euro steuerfreies Aufwandsgeld), w&auml;hrend ehemaligen Bundespr&auml;sidenten ein lebenslanger Ehrensold in H&ouml;he des vollen Amtsgehalts zusteht. Rechnet man f&uuml;r den amtierenden Bundespr&auml;sidenten sowie die zwei lebenden Altbundespr&auml;sidenten (Horst K&ouml;hler, Christian Wulff und Joachim Gauck) nur die reinen Versorgungs- und Gehaltsbez&uuml;ge zusammen, belaufen sich diese auf ca. 1,16 Millionen Euro j&auml;hrlich; inklusive der gesetzlich vorgesehenen Nachamtsausstattung mit Personal, B&uuml;ro und Fuhrpark f&uuml;r die Ruhest&auml;ndler zahlt der Steuerzahler insgesamt etwa 2,5 bis 3 Millionen Euro pro Jahr.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Also mit den 3 Millionen w&auml;ren irgendwelchen Waisenkindern deutlich besser geholfen. Ich wei&szlig; jetzt nicht, wo die 40 Millionen herkommen, vermutlich mit Personal und Schloss und allem.<\/p><p>Ich sage weg mit diesem Relikt aus K&ouml;nigszeiten! Die USA kommen auch nir mit einem Pr&auml;sident klar.<\/p><p>Unsere BundesreGIERung reicht als Vertretung, so erb&auml;rmlich sie auch sein mag. Bzw. schlimm genug. Eigentlich ist im Artikel alles gesagt.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nH. Dietrich <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>Der K&ouml;nig (Merz) sucht eine K&ouml;nigin der Mitte. Gibt es &uuml;berhaupt noch eine Mitte ?<\/p><p>Die Bev&ouml;lkerung sucht etwas anderes, die sucht jemand, der seinen Amtseid nachkommt, kurz definiert jemand dem friedenst&uuml;chtig besser &uuml;ber die Lippen kommt als kriegst&uuml;chtig. Jemand, der nicht die st&auml;rkste Armee in Europa nachstrebt, sondern ein Land realisieren will mit der niedrigsten Armut in Europa. <\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nPatrick Janssens<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>in Bulgarien wurde gerade eine Pr&auml;sidentin vom Volk gew&auml;hlt, Frau Jotowa (das Amt hat dort, wie in Deutschland, nur repr&auml;sentative Funktion). In dem kleinen Balkanland ist die Demokratie fortgeschrittener als in Deutschland. Allerdings h&auml;lt sich auch dort das Vertrauen in eine &ldquo;Demokratie&rdquo; &agrave; la EU in Grenzen, Wahlbeteiligung 29%.<\/p><p>Wenn es in Deutschland eine Frau sein soll, dann kommt eigentlich nur Annalena Baerbock in Frage. Die repr&auml;(sid)entiert den geistigen Zustand der Republik geradezu vollkommen.<\/p><p>Die aktuell genannten Namen? Uninteressant. Ausnahme: Kl&ouml;ckner! Marcus &ndash; ach nee, das ist eine ganz andere Baustelle.<\/p><p>Danke f&uuml;r die ausf&uuml;hrliche Entlarvung dieses Amtes als Pseudomonarchie f&uuml;r die Lametta-Anh&auml;nger im Lande. Das ist es. Leider unn&uuml;tz vergeudetes Geld und die Menschen trinken immer noch den Kakao, durch den man sie zieht.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo zusammen!<\/p><p>F&uuml;r die Suche nach der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=158404\">&lsquo;K&ouml;nigin der Mitte&rsquo;<\/a> und zum <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/schluss-mit-dem-postengeschacher-lasst-die-buerger-den-bundespraesidenten-waehlen-10555709\">&lsquo;Postengeschacher&rsquo;<\/a> h&auml;tte ich da auch noch eine mehr oder minder passende Kandidatin, von der hier zu lesen (und zu sehen ist)&hellip;..:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/dokumentation-zum-kalten-parteiverbot-der-afd-weit-unterhalb-des-grundgesetzes-teil-2\/\">tichyseinblick.de\/meinungen\/dokumentation-zum-kalten-parteiverbot-der-afd-weit-unterhalb-des-grundgesetzes-teil-2\/<\/a><\/p><p>Dann noch: Der 30. Januar 2027 ist doch ein gelungen ausgesuchter Termin: Bundestagspr&auml;sidentin Julia Kl&ouml;ckner hat am Donnerstag, 26. Februar 2026, als <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/parlament\/aufgaben\/bundesversammlung\/wahl-des-bundespraesidenten-250722\">Termin f&uuml;r die 18. Bundesversammlung Samstag, den 30. Januar 2027<\/a>, festgelegt und den &Auml;ltestenrat dar&uuml;ber informiert. Die Bundesversammlung tritt an diesem Tag im Deutschen Bundestag zusammen und w&auml;hlt die zuk&uuml;nftige Bundespr&auml;sidentin oder den zuk&uuml;nftigen Bundespr&auml;sidenten.<\/p><p>&hellip; da war doch &lsquo;was: 30. Januar 1933: Reichspr&auml;sident <a href=\"https:\/\/www.bundesarchiv.de\/themen-entdecken\/online-entdecken\/geschichtsgalerien\/30-januar-1933-ernennung-adolf-hitlers-zum-reichskanzler\/\">Paul von Hindenburg ernannte am 30. Januar 1933 den Vorsitzenden der NSDAP Adolf Hitler zum Reichskanzler.<\/a><\/p><p>Wir erinnern uns in diesem Zusammenhang:<\/p><p>Der Desinformations-Skandal um das Datum des AfD-Parteitags &ndash; Eine Chronologie (09.07.2026, 2:56)<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"auto\" style=\"aspect-ratio: 16\/9\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/fRT3aFVOXak?si=HjxaqmMgx6Se96hQ\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>Es gr&uuml;&szlig;t<br>\nHeinz H. Bleidick<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>ich fange mal mit einem Berger Zitat an :<\/p><blockquote><p>&ldquo;&hellip; Man muss kein Prophet zu sein, um vorherzusagen, dass die neue Bundespr&auml;sidentin genau dort weitermachen wird, wo ihr Vorg&auml;nger aufgeh&ouml;rt hat. Sie wird in ihrer ersten gro&szlig;en Rede von &bdquo;Zeitenwende&ldquo; und &bdquo;Verteidigungsf&auml;higkeit&ldquo; sprechen und uns erkl&auml;ren, dass die Freiheit ihren Preis habe. Wer diesen Preis bezahlt, wird sie nicht sagen. Sie wird die Wehrpflichtdebatte mit pr&auml;sidialer Milde begleiten und von &bdquo;Verantwortung&ldquo; sprechen, wenn sie Aufr&uuml;stung meint &hellip;&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Da kommt nat&uuml;rlich nur die EINE in Frage: unser Kobolt !<\/p><p>Wir h&auml;tten viele Tollheiten zu erwarten. Transatlantisch gr&uuml;nes kriegerisch-feministisches Gewissen f&uuml;r Alle.<\/p><p>Was an Reden aus Schloss Bellevue in den letzten 20 Jahren kam war doch etwas dr&ouml;ge.<br>\nDie teure Sanierung der Bruchbude ( Roman Herzog ) w&auml;re dann auch &uuml;berfl&uuml;ssig, denn unsere Annalena w&uuml;rde garantiert in einem Zelt residieren wollen. Im Dresdner Schloss, in der T&uuml;rckischen Cammer, steht so ein Exemplar. Die erste mobile Bundespr&auml;sidentin !  Im Zelt wohnen bei und mit Obdachlosen, vor einer Tafel&hellip;. Das w&auml;re endlich Volksn&auml;he.<br>\nIch habe ein Schmankel f&uuml;r Sie. Meine Frau brachte Br&ouml;tchen in dieser T&uuml;te vom B&auml;cker mit. Bild unten.<\/p><p>Da kam mir sofort der Spruch von Max Liebermann in den Sinn.<\/p><p>Lokuspapier der neuen Wehrmacht kommt hoffentlich auch bald in den Handel.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRudolf Jahn aus<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/261106-lbs-1000198622.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/261106-lbs-1000198622.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS-Team, hier mein Beitrag zum Artikel &ldquo;Deutschland sucht die K&ouml;nigin der Mitte&rdquo; von Jens Berger.<\/p><p>&ldquo;Er sollte sich darum k&uuml;mmern, was im Kanzleramt, im Finanzministerium und im Verteidigungsministerium beschlossen wird. Dort wird Regierung gemacht. Dort wird &uuml;ber unsere Zukunft entschieden. Dort entscheidet sich, ob das Brot n&auml;chstes Jahr wieder teurer wird und ob die Kassiererin beim B&auml;cker irgendwann von ihrer Rente leben kann.&rdquo;<\/p><p>Lieber Jens Berger, ist es nicht ein wenig naiv darauf verweisen, dass im Kanzleramt, im Finanzministerium oder im Verteidigungsministerium tats&auml;chlich die ma&szlig;geblichen Entscheidungen &uuml;ber unsere Zukunft getroffen werden w&uuml;rden, wo Sie doch selbst immer wieder auf den Einfluss jener Kreise hinweisen, die weit jenseits der demokratisch legitimierten Regierungsinstitutionen die politischen Weichen stellen?<\/p><p>Herbstliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nPeter Palec<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>sehr gut beobachtet und dargelegt. Da haben wir dann also bald statt eines &ndash; wie der Volksmund sagt &ndash; Gr&uuml;&szlig;augusts eine Gr&uuml;&szlig;augustine. Allerdings hat man eine Problem damit, dass besagte Augustine unbedingt eine Parteifunktion&auml;rin sein mu&szlig; und noch dazu von der CDSU. Denn gem&auml;&szlig; Grundgesetz Art 54 (1) hei&szlig;t es: &bdquo;Der Bundespr&auml;sident wird ohne Aussprache von der Bundesversammlung gew&auml;hlt. W&auml;hlbar ist jeder Deutsche, der das Wahlrecht zum Bundestage besitzt und das vierzigste Lebensjahr vollendet hat.&ldquo; Gleich im ersten Satz haben wir wieder einen Beleg &uuml;ber die Imperfektionen dieser miserablen Verfassung. Warum wird der Pr&auml;sident#:*innenoderau&szlig;en nicht wie woanders vom Volk gew&auml;hlt, sondern &ndash; ebenso wie leider die Verfassungsrichter auch &ndash; von Bundestag und Bundesrat, also von Legislative und Exekutive, bestehend aus Funktion&auml;ren der sog. etablierten Parteien, die wie die aktuellen Fakten zeigen, alle m&ouml;glichen Interessen vertreten, die von Otto Normalverbraucher, also des Gemeinwohls, eher nicht bzw. gar nicht. Eine gebotene absolute Neutralit&auml;t und Unparteilichkeit wird hier jedenfalls weniger vermutet. Dann hei&szlig;t es in (1) noch: W&auml;hlbar ist jeder Deutsche &hellip; . Da fallen einem ganz spontan besser geeignete und kompetentere ein als die hier zur Position stehenden Funktion&auml;rinnen, welche vermutlich vom Volk auch nicht gew&auml;hlt werden w&uuml;rden. Allerdings w&uuml;rden die, die einem da einfallen, den Inhabern von Unseredemokratie nicht gefallen. Artikel (7) benennt dann den Satz, welcher im GG unz&auml;hlige mal vorkommt: &bdquo;Das N&auml;here regelt ein Bundesgesetz&ldquo;. Nach den einschl&auml;gigen Erfahrungen eines schon sehr alten Mannes biegen sich dann die besagten Etablierten die Verfassung so zurecht, wie sie bzw. die Klientel es brauchen. Gerade eben wollen doch die Schwarzen, die den n&auml;chsten Pr&auml;sidenten haben wollen, GG Art. 15 durch &bdquo;Bundesgesetzgebung&ldquo; au&szlig;er Kraft setzen! Zum besseren Verst&auml;ndnis sei daran erinnert, was Horst Seehofer in einer Sternstunde mal von sich gegeben hatte: &bdquo;Die etwas zu sagen haben sind nicht gew&auml;hlt. Und die gew&auml;hlt sind, haben nichts zu sagen.&ldquo; K&uuml;rzer und pr&auml;gnanter kann man das wirklich nicht benennen, was so ist wie es nun mal leider eben ist. Durch die extrem abartige und perverse Verm&ouml;gensverteilung im Lande wird dies ja auch nachhaltig unter Beweis gestellt, was im Grunde unm&ouml;glich w&auml;re, wenn die &bdquo;Volksvertreter&ldquo; das Volk vertreten w&uuml;rden!<\/p><p>Bester Gru&szlig;<br>\nH. Wohler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, Ihnen fallen da &ldquo;spontan Namen wie Juli Zeh oder Navid Kermani ein &hellip;&rdquo; und Sie schreiben weiter: &ldquo;Aber wer soll die nominieren? &hellip; Was die Menschen wollen, interessiert ohnehin niemanden. Wer sich nicht vorher als verl&auml;sslich koalitionskompatibel erwiesen hat, kommt gar nicht erst auf die Liste.&rdquo;<\/p><p>Zweifelsohne g&auml;be es noch mehr Kandidaten wie Frau Zeh oder Herrn Kermani f&uuml;r dieses gut bezahlte Amt, das von allen Steuerzahlern finanziert wird und zu diesen Steuerzahlern geh&ouml;ren auch die Obdachlosen, wenn sie sich beim Discounter eine Dose Ravioli, eine Flasche Rotwein (Achtung: Vorurteil!) und zwei Dosen Hundefutter f&uuml;r ihren Hund kaufen.<\/p><p>Es ist zutreffend, dass der Bundespr&auml;sident aufgrund der schlechten Erfahrungen in der Demokratie der Weimarer Republik rechtlich &uuml;ber keine nennenswerte Macht verf&uuml;gt (Stichwort &ldquo;Machtergreifung&rdquo; = Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler durch den Reichspr&auml;sidenten im Januar 1933). Aber der Bundespr&auml;sident oder die Bundespr&auml;sidentin hat die Macht der Worte und diese Worte darf und sollte man nicht untersch&auml;tzen.<\/p><p>Mit Worten werden Stimmungen erzeugt, Meinungen gelenkt, Wirklichkeiten formuliert und Politik gemacht. Worte beeinflussen, wie Menschen denken, f&uuml;hlen, handeln und w&auml;hlen. Man kann mit Worten etwas dramatisieren, aber auch verharmlosen und sch&ouml;nreden. Man kann auch schweigen und zu einem Problem nichts sagen.<\/p><p>Der ehemalige Verfassungsrichter und verstorbene Bundespr&auml;sident Roman Herzog wurde 1997 bekannt f&uuml;r die folgenden Worte im Berliner Luxus-Hotel Adlon: &ldquo;Durch Deutschland muss ein Ruck gehen. Wir m&uuml;ssen Abschied nehmen von liebgewordenen Besitzst&auml;nden. Alle sind angesprochen, alle m&uuml;ssen Opfer bringen, alle m&uuml;ssen mitmachen.&rdquo; Das ist rund drei Jahrzehnte her.<\/p><p>Wer bitte ist dagegen, dass alle &ldquo;mitmachen&rdquo; und den G&uuml;rtel enger schnallen, wenn es mit der Wirtschaft nicht mehr so rund l&auml;uft? Die Aufforderung wird dann zur L&uuml;ge, wenn eben nicht alle den G&uuml;rtel enger schnallen und auf &ldquo;liebgewordene Besitzst&auml;nde&rdquo; verzichten m&uuml;ssen, sondern vor allem diejenigen, die wenig oder fast nichts besitzen. Die meisten Politiker, die &ldquo;Wirtschaftsjournalisten&rdquo; von FAZ, Welt, SZ usw. und viele &ldquo;&Ouml;konomen&rdquo; predigen immer noch die &ldquo;Trickle-Down-Theorie&rdquo; und einige B&uuml;rger glauben vermutlich auch noch daran: Wenn die Reichen steuerlich entlastet werden und noch reicher werden, dann sickert auch etwas von dem Reichtum nach unten durch zu den Armen.<\/p><p>1997 gab es in Deutschland rund 100 Tafeln, heute sind es fast 1.000. Man kann als Bundespr&auml;sident diese &ldquo;Tafeln&rdquo; besuchen und den ehrenamtlichen Helfern mit kostenlosen und sch&ouml;nen Worten danken, denn darum geht es: sch&ouml;nreden. Sch&ouml;nreden bedeutet, soziale und gesellschaftliche Probleme bewusst positiver, harmloser oder besser darzustellen, als sie tats&auml;chlich sind und das im Interesse der besserverdienenden Klasse bzw. der herrschenden &ldquo;Elite&rdquo;.<\/p><p>Die andere Seite der &ldquo;Besitzst&auml;nde&rdquo;, wie dies der oben genannte Bundespr&auml;sident formulierte, sieht n&auml;mlich so aus: 1997 gab es in Deutschland rund 20 Multimilliard&auml;re, heute sind es mehr als 200. Das Verm&ouml;gen des reichsten Deutschen wurde 1997 vom forbes-magazin auf rund 12 Milliarden US-Dollar gesch&auml;tzt, heute (2026) sind es rund 60 Milliarden US-Dollar.<\/p><p>Aber &uuml;ber diese obsz&ouml;ne Schere zwischen Arm und Reich wird der\/die\/das neue Bundespr&auml;sident, welches Geschlecht, Hautfarbe und Schuhgr&ouml;&szlig;e er, sie oder es auch immer haben wird, sicherlich nicht reden, um diese Verm&ouml;genskonzentration dann auch noch zu kritisieren.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDetlef Schmiedel<\/p><p>PS: Gegen die Idee, dass noch einwandfreie Lebensmittel, die im Handel nicht mehr verkauft werden k&ouml;nnen, nicht im M&uuml;llcontainer landen und vernichtet, sondern an bed&uuml;rftige Menschen verteilt werden, ist prinzipiell nichts einzuwenden. Wenn es inzwischen nicht genug Lebensmittel gibt, die verteilt werden k&ouml;nnen, weil es zu viele Bed&uuml;rftige gibt, dann werden Regierung und Gesetzgeber zu Dieben, weil sich der Staat aus seiner sozialen Verantwortung stiehlt. Aber auch dar&uuml;ber wird die zuk&uuml;nftige &ldquo;K&ouml;nigin der Mitte&rdquo; und &ldquo;Bundespr&auml;sidentin der Worte&rdquo; sicherlich nicht reden.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-158570","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=158570"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158570\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":158652,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158570\/revisions\/158652"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=158570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=158570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=158570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}