{"id":15891,"date":"2013-01-18T09:27:00","date_gmt":"2013-01-18T08:27:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891"},"modified":"2013-01-18T09:27:00","modified_gmt":"2013-01-18T08:27:00","slug":"hinweise-des-tages-1800","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h01\">Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h02\">Hochfrequenzhandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h03\">Wolfgang M&uuml;nchau: Gro&szlig;banken &ndash; ein Fall f&uuml;r die Nato<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h04\">Robert Misik &ndash; Und wann reitet die Des-Troika auch in &Ouml;sterreich und Deutschland ein?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h05\">Hohes Erbe &ndash; Keine Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h06\">Eurokrise: Endlich! DIHK-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Wansleben hat die L&ouml;sung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h07\">Frankreichs vergiftete Arbeitsmarktreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h08\">Drei Schlecker-Frauen &ndash; ein Jahr danach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h09\">How Much Will Your Taxes Jump?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h10\">moma-Reporter: Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz kommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h11\">Hartes Urteil gegen Nazigegner: Ein fatales gesellschaftspolitisches Signal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h12\">Political Correctness: Auf dem Weg zur Trottelsprache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h13\">Wie der Neoliberalismus die Welt erkl&auml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h14\">Die erste Macht im Staate<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h15\">Demonstration &bdquo;Bildung ist ein Grundrecht!&ldquo; am 18.01. in Hannover<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h16\">Wenig Geld f&uuml;r Hoffnungstr&auml;ger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h17\">Das Bachelorstudium als Unterschichtenbildung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h18\">Zu guter Letzt: Flashmob im spanischen Arbeitsamt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Verzichtet die Bundesregierung auf 7 Milliarden Euro?<\/strong><br>\nWerner R&uuml;gemer &uuml;ber die Nachsichten der Bundesregierung bei Toll Collect und die Verstrickungen von Peer Steinbr&uuml;ck.<br>\nIn Geheimverhandlungen zwischen Bundesregierung und den Betreibern von Toll Collect sollen Schadenersatzzahlungen f&uuml;r die versp&auml;tete Inbetriebnahme des Mautsystems ausgehandelt werden. Um welche Betr&auml;ge handelt es sich hier? Warum stehen dem Bund diese Gelder zu?<br>\nWerner R&uuml;gemer: Es geht um etwa 7 Milliarden Euro. Sie setzen sich aus drei Teilen zusammen. Erstens 3,5 Milliarden f&uuml;r die 16 Monate, in denen nach dem vertraglich vereinbarten Starttermin das System der LkW-Maut auf den Autobahnen nicht funktionierte und deshalb f&uuml;r den Bundeshaushalt diese Einnahmen ausfielen. Zweitens die Zinsen f&uuml;r diese 3,5 Milliarden, f&uuml;r die der Bund seit 2003 Kredite aufnehmen musste, um das Haushaltsloch zu f&uuml;llen. Drittens die vertraglich vereinbarte Konventionalstrafe. Die Schadenersatzforderung beruht also auf der Tatsache, dass die Investorengruppe aus Daimler, Deutsche Telekom und Cofiroute [franz&ouml;sischer Betreiber von Mautstra&szlig;en] ihre vertraglichen Verpflichtungen nur mit sehr gro&szlig;er Versp&auml;tung erf&uuml;llt hat. Angesichts der Gesamtlaufzeit dieses Public Private Partnership-Vertrages von 12 Jahren sind 16 Monate sehr viel. Das w&auml;re nach dem Gesetz ein &ldquo;wichtiger Grund&rdquo; gewesen, um den Vertrag zulasten der Investoren zu k&uuml;ndigen. Die Bundesregierung hat die Schadenersatzklage 2004 in Gang gesetzt &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38349\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hochfrequenzhandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Unzureichendes Tempolimit beim Zocken<\/strong><br>\nDie von der Regierung geplanten Auflagen f&uuml;r den &ldquo;Hochfrequenzhandel&rdquo; an den B&ouml;rsen halten viele Experten f&uuml;r unzureichend. Die bisher kritische Bundesbank gibt sich hingegen pl&ouml;tzlich wortkarg: &ldquo;Der computergest&uuml;tzte Hochfrequenzhandel kann die Effizienz von Finanzm&auml;rkten erh&ouml;hen&rdquo;, hei&szlig;t es dort. Den Gesetzentwurf der Regierung, der im Wesentlichen die Akteure des Hochfrequenzhandels zu mehr Transparenz verpflichtet, auf konkrete Vorgaben und Einschr&auml;nkungen aber weitgehend verzichtet, begr&uuml;&szlig;te die Bundesbank. Was zu dieser ver&auml;nderten Haltung gef&uuml;hrt hat, lie&szlig; sich am Mittwoch nicht kl&auml;ren &ndash; denn trotz Einladung war kein Vertreter der Bundesbank zur Anh&ouml;rung erschienen.<br>\nDeutlich kritischer fielen die Einsch&auml;tzungen einiger anderer Experten aus. Beno&icirc;t Lallemand von der Organisation Finance Watch forderte, ein Entgelt f&uuml;r stornierte Auftr&auml;ge einzuf&uuml;hren, um Manipulationen zu verhindern. Der Finanzwissenschaftler Rudolf Hickel schlug ebenso wie Markus Henn von Weed vor, dass Angebote oder Nachfragen (sogenannte Order) mindestens eine halbe Sekunde lang aufrechterhalten werden m&uuml;ssen &ndash; was vielen Strategien, die auf Zeitvorspr&uuml;ngen im Millisekundenbereich beruhen, die Grundlage entziehen w&uuml;rde. Mit diesem Vorschlag k&ouml;nnte auch der Bundesverband der Wertpapierfirmen leben. Order ohne wirkliche Handelsabsicht w&uuml;rden unterbunden und eine Benachteiligung normaler Handelsteilnehmer gegen&uuml;ber Hochfrequenzh&auml;ndlern verhindert, so Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Michael Sterzenbach. &ndash; Die Deutsche B&ouml;rse hingegen teilte mit, Mindesthaltefristen f&uuml;hrten zu einer &ldquo;nachhaltigen St&ouml;rung der Marktstruktur&rdquo;. Auch die geplante Zulassungspflicht f&uuml;r Hochfrequenzh&auml;ndler lehnt sie ab: Ein &ldquo;nationaler deutscher Alleingang&rdquo; k&ouml;nne &ldquo;den deutschen Finanzplatz massiv benachteiligen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F01%2F18%2Fa0078&amp;cHash=3f06d6b1e93b6379eb878f6af8d8064e\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Etwa 40 Prozent des Gesamthandels entf&auml;llt in Deutschland auf den Hochfrequenzhandel. In den USA sind es &uuml;ber 60 Prozent.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Die B&ouml;rse wird zum Casino&ldquo;<\/strong><br>\nComputer beherrschen die B&ouml;rsen. Jetzt soll ein Gesetz den sogenannten Hochfrequenzhandel entschleunigen. Heute diskutiert der Finanzausschuss dar&uuml;ber. &bdquo;Mister Dax&ldquo; will am liebsten alles verbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/boerse-inside\/hochfrequenzhandel-die-boerse-wird-zum-casino\/7641912.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Stellungnahmen der Experten (u.a. Rudolf Hickel und Markus Henn) finden Sie auf den Seiten des <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/bundestag\/ausschuesse17\/a07\/anhoerungen\/2013\/123\/Stellungnahmen\/index.html\">Bundestages<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wolfgang M&uuml;nchau: Gro&szlig;banken &ndash; ein Fall f&uuml;r die Nato<\/strong><br>\nGute Methode, falsches Motiv: Die SPD will Banken schlie&szlig;en, die ihren Kunden beim Steuern hinterziehen helfen. Eine Bank einfach dichtzumachen, sollte in der Tat m&ouml;glich sein. Aber bitte nur, wenn die Stabilit&auml;t des Finanzsystems gef&auml;hrdet ist. Banken, die ihren Kunden bei der Steuerhinterziehung und -vermeidung helfen, sind meist keine kleinen Sparkassen, sondern zumeist internationale Gro&szlig;banken. F&uuml;r die Abwicklung einer Gro&szlig;bank br&auml;uchte man ganz andere Ressourcen. Stellen Sie sich mal vor, Ihre Aufgabe w&auml;re es, an einem Freitagnachmittag eine deutsche Gro&szlig;bank physisch dichtzumachen. W&uuml;ssten Sie, welchen Turm sie dazu zuerst st&uuml;rmen m&uuml;ssten? Parallel m&uuml;ssten Sie Tausende von Filialen schlie&szlig;en, alle zur gleichen Zeit. F&uuml;r eine solche Aktion br&auml;uchten Sie einen strategisch gut koordinierten Einsatz der Nato. Mal abgesehen von dem logistischen Alptraum h&auml;tte man zudem die noch viel komplexere Aufgabe, die Abwicklung so zu bew&auml;ltigen, dass das Finanzsystem keinen Schaden nimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/der-unsinnige-spd-plan-zur-banken-schliessung-a-877863.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich &uuml;bertreibt M&uuml;nchau. In der sog. Braunschweiger Erkl&auml;rung von Parteichef Sigmar Gabriel, Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck und dem nieders&auml;chsische SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/linkableblob\/85626\/data\/20130114_braunschweiger_erklaerung.pdf\">[PDF &ndash; 90 KB]<\/a> steht noch Manches mehr. Es ist wohl dem Wahlkampf in Niedersachsen geschuldet, dass Punkt 1 der Forderungen hei&szlig;t: &ldquo;Entzug der Banklizenz&rdquo;. Da m&ouml;chten Steinbr&uuml;ck und Co. schon ein wenig populistisch auf Volkes Stimmung reiten.  In Wirklichkeit ist dies die letzte Ma&szlig;nahme unter diesem Punkt: &ldquo;Leistet ein Finanzinstitut mit Sitz in Deutschland oder eine Zweigniederlassung einer ausl&auml;ndischen Bank Beihilfe zum Steuerbetrug, soll dies mit Strafzahlungen geahndet werden. Je nach Schwere des Falls soll es auch die M&ouml;glichkeit zur Abberufung der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und von Berufsverboten sowie der Einschr&auml;nkung oder gar des Entzugs der Banklizenz geben.&rdquo; Letzteres d&uuml;rfte in der Tat juristisch, aber auch schon technisch insbesondere bei Gro&szlig;banken scheitern. &ndash; Auff&auml;llig ist, dass die SPD Steinbr&uuml;ck endlich in ihre inhaltliche Programmatik einbindet: Weg von der Person, hin zu den Inhalten. Innerhalb weniger Tage erfolgte mit dem Papier f&uuml;r mehr Steuergerechtigkeit die dritte konzeptuelle Aussage. Bereits vorige Woche wurde ein Papier f&uuml;r eine Mietpreisbremse und ein  Konzept f&uuml;r eine Reform des Kindergeldes vorgelegt. Die FR <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kommentar-glaubwuerdige-steuerpolitik,1472602,21459418.html\">attestiert<\/a> dem Kandidaten im Kampf gegen Steuerbetrug Glaubw&uuml;rdigkeit.<br>\nNur war der Kavallerieeinsatz gegen die Schweiz ein Nebenschauplatz der gro&szlig;en Krise. Wer Steinbr&uuml;ck in der gestrigen Bundestagsdebatte h&ouml;rte, wie er der Bundesregierung vorwarf, die Risiken f&uuml;r die Steuerzahler durch eine mangelnde Bankenregulierung in Europa weiter zu erh&ouml;hen, den musste zwangsl&auml;ufig ein ungutes Gef&uuml;hl befallen. Waren es doch Rot\/Gr&uuml;n, die in Deutschland entscheidend zur Deregulierung des Finanzsektors beitrugen. Aber auch sein direktes Agieren im Krisenherbst 2008 war alles andere als kompetent. Statt sich im eigenen Ministerium ein Kompetenzteam aufzubauen, verlie&szlig; sich Steinbr&uuml;ck bis zuletzt auf die Ausk&uuml;nfte der Banker. Was in der &ldquo;Rettung&rdquo; der HRE bzw. der Allianz, der M&uuml;nchener R&uuml;ck, der Bayrischen Landesbank, der HypoVereinsbank, der Deutsche Bank und der  Commerzbank usw. noch einmal &uuml;berdeutlich wurde. Der Freikauf der Gl&auml;ubiger der &uuml;berschuldeten HRE und seine Vorgeschichte bzw. seine von Steinbr&uuml;ck nicht wahrgenommene Vorgeschichte war kein Ruhmesblatt, auch wenn Steinbr&uuml;ck dies in v&ouml;lliger Fehleinsch&auml;tzung der Realit&auml;t dem Wahlvolk vermittelt. Vor diesem Hintergrund wirkte Steinbr&uuml;cks Auftritt im Bundestag alles andere als glaubw&uuml;rdig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; Und wann reitet die Des-Troika auch in &Ouml;sterreich und Deutschland ein?<\/strong><br>\nEinem Hinweis der SP&Ouml;-Nationalratsabgeordneten Sonja Ablinger verdanke ich die Links zu ein paar Papieren und Diskussionspapern europ&auml;ischer Institutionen, vor allem der EU-Kommission, die sich in etwa so zusammenfassen lassen:<br>\nDie EU-Kommission arbeitet derzeit an Vorschl&auml;gen, wie in die nationalen Haushalte aller EU-Mitglieder eingegriffen werden kann und wie diese &uuml;berwacht werden k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nUnd das geht sehr in die Richtung: Troika f&uuml;r alle. Nicht nur in &ldquo;Schuldenstaaten&rdquo; wie Griechenland und anderswo k&ouml;nnten bald Kommissare einreiten, die die Haushalte &uuml;berwachen und Budgetk&uuml;rzungen durchsetzen &ndash; im Extremfall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.misik.at\/sonstige\/und-wann-reitet-die-des-troika-auch-in-osterreich-und-deutschland-ein.php\">Robert Misik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hohes Erbe &ndash; Keine Steuern<\/strong><br>\nDie Diskussion um Steuergerechtigkeit wird zum Wahlkampfthema. Besonders die Regelungen und Schlupfl&ouml;cher bei der Erbschaftssteuer sind umstritten. Selbst der Bundesfinanzhof urteilt, dass hier Firmenerben zu sehr bevorzugt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/432744_plusminus\/13072728_hohes-erbe-keine-steuern\">Das Erste plusminus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eurokrise: Endlich! DIHK-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Wansleben hat die L&ouml;sung!<\/strong><br>\nWas haben wir uns nicht alle den Kopf zerbrochen, wie die Eurokrise zu bew&auml;ltigen w&auml;re. Und wie mittelm&auml;&szlig;ig sind wir alle &ndash; also gut, ich zumindest. Vielleicht habe ich ja auch jemanden &uuml;bersehen. V&ouml;llig daneben gelegen habe jedenfalls ich, weil ich eben nicht auf die so naheliegende wie einfache und umfassende L&ouml;sung gekommen bin. Zum Gl&uuml;ck gibt es ja aber den Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Martin Wansleben. Der schl&auml;gt nichts weniger als eine &ldquo;neue Arbeitsteilung&rdquo; vor. Er h&auml;tte sie auch Urlaubsteilung nennen k&ouml;nnen. Hier seine geniale Idee, die er heute fr&uuml;h, bescheiden wie er ist, im Interview mit dem Deutschlandfunk ganz umsonst feil bot: (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=8172\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Unseren perfiden neoliberalen Dumpfbacken ist wirklich kein &ldquo;Vorschlag&rdquo; abgeschmackt genug!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Frankreichs vergiftete Arbeitsmarktreform<\/strong><br>\nNur drei von f&uuml;nf Gewerkschaften einigen sich in Frankreich mit den Arbeitgebern auf mehr Flexibilit&auml;t. Der Widerstand beweist wenig Verantwortung &hellip;<br>\nDoch das Ergebnis ist vergiftet. Zwei der f&uuml;nf Gewerkschaften am Verhandlungstisch verweigerten n&auml;mlich ihre Zustimmung.<br>\nDas reicht zwar, um den Kompromiss in den n&auml;chsten Wochen in Gesetzesform zu gie&szlig;en. Doch die beiden Hardliner-Gewerkschaften CGT und Force Ouvri&egrave;re sind die wichtigste und die drittwichtigste Vertretung der Arbeitnehmerinteressen in Frankreich. CGT-Chef Bernard Thibault erinnerte Hollande daran, dass eine Mehrheit der Arbeitnehmer ihn im vergangenen Mai ins Amt gebracht habe und k&uuml;ndigte Widerstand an: &ldquo;Wir werden weiter jede Ma&szlig;nahme bek&auml;mpfen, die dazu geeignet ist, mehr Flexibilit&auml;t zu schaffen und die Arbeitnehmer zus&auml;tzlich ins Prekariat zu dr&auml;ngen.&rdquo; Genau das tut der Abschluss nach &Uuml;berzeugung von CGT und Force Ouvri&egrave;re. Leidet ein Unternehmen an mangelnden Auftr&auml;gen und muss &ndash; wie aktuell der Autohersteller PSA Peugeot Citro&euml;n &ndash; die Produktion zur&uuml;ckfahren und einen Standort schlie&szlig;en, wird es k&uuml;nftig einfacher sein, Arbeitszeiten und L&ouml;hne zu senken sowie Besch&auml;ftigte innerhalb der Firma zu versetzen. Zudem reduziert der Kompromiss die M&ouml;glichkeiten, K&uuml;ndigungen vor Gericht anzufechten &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-01\/frankreich-gewerkschaft-reform\">Zeit-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Drei Schlecker-Frauen &ndash; ein Jahr danach<\/strong><br>\nAm 20. Januar 2012 erfuhren die Schlecker-Frauen aus den Medien, ihre Firma sei insolvent. Die meisten sind noch ohne Job. Die vielen offenen Stellen, von denen FDP-Wirtschaftsminister R&ouml;sler get&ouml;nt hatte &ndash; in Luft aufgel&ouml;st. Die Umschulung zur Erzieherin, die Arbeitsministerin von der Leyen (CDU) versprach &ndash; gibt&rsquo;s nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F01%2F18%2Fa0082&amp;cHash=54f6d81054b9b2b4cde338cda7a45d2b\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>How Much Will Your Taxes Jump?<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130118_WSJ.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130118_WSJ_th.gif\" alt=\"How Much Will Your Taxes Jump?\" title=\"How Much Will Your Taxes Jump?\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/online.wsj.com\/article\/SB10001424127887323689604578220132665726040.html#\">Wall Street Journal<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.G.:<\/strong> In dem ganzen Artikel wird &uuml;ber die schrecklichen H&auml;rten berichtet, die auf us-amerikanische Steuerzahler im Jahr 2013 zukommen. Das ganze ger&auml;t zur Kom&ouml;die, wenn man sieht, von welchen Einkommen ausgegangen wird. Auch bei diesen gestiegenen Steuern wird man f&uuml;r diese Menschen nicht sammeln gehen m&uuml;ssen. Das Wall Street Journal ist so freundlich, eine Karikatur gleich mitzuliefern. Ich habe sie Ihnen als Anhang mitgesendet.<br>\nMir f&auml;llt es schwer, diesen Artikel einzuordnen. Leben die Wall Street Journal Autoren schon in einer eigenen abgehobenen Welt, in der Sie nicht erkennen k&ouml;nnen, dass 230.000US$ f&uuml;r einen Single ein staatliches Einkommen sind? Oder ist das ein besonders plumper Versuch, gegen die Regierung Obama Stimmung zu machen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>moma-Reporter: Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz kommt<\/strong><br>\nAb August gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz f&uuml;r Kinder unter drei Jahren. Ein gutes halbes Jahr haben die Kommunen also noch Zeit, die daf&uuml;r n&ouml;tigen Kita-Pl&auml;tze bereit zu stellen. Das d&uuml;rfte kaum zu schaffen sein: Laut St&auml;dte- und Gemeindebund fehlen immer noch 150.000 Pl&auml;tze und auch jede Menge Erzieherinnen und Erzieher. Deshalb suchen die Kommunen jetzt nach Notl&ouml;sungen. moma-Reporter Florian Gediehn begab sich auf eine Tour durch Stuttgart. Dort besuchte er halbfertige Kitas und einen Crashkurs f&uuml;r Tagesm&uuml;tter. Und er traf Anw&auml;lte, die sich jetzt schon auf eine Klagewelle einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/morgenmagazin\/moma-reporter-der-rechtsanspruch-auf-einen-kita-platz-kommt?documentId=13072100\">Morgenmagazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.G.:<\/strong> Ab 01:50&prime; kommt das Thema fehlender ErzieherInnen zur Sprache. Richtig stellt der Kommentator fest, dass ein Grund hierf&uuml;r die schlechte Bezahlung sein k&ouml;nnte. Ich konnte es kaum glauben, als die Leiterin der zu sehenden Kita angab, dass ein(e) Erzieher(in) nebenher noch einem 400-Euro-Job nachgehen m&uuml;sse, wenn er\/sie die Familie ern&auml;hren wolle. Sieht so etwa die Regulierung von Angebot und Nachfrage in unserer &ldquo;Marktwirtschaft&rdquo; aus? F&uuml;r ein knappes Angebot m&uuml;sste der Preis doch hoch sein. Sollte das etwas urs&auml;chlich f&uuml;r den &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; in diesem Fall sein? Die Neolieberalen w&uuml;rden es wohl anders sehen. Mal ganz abgesehen davon, dass Erzieher in einer Kita sicher eine sehr anstrengende Arbeit ist und sich schon deshalb ein Nebenerwerb verbietet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hartes Urteil gegen Nazigegner: Ein fatales gesellschaftspolitisches Signal<\/strong><br>\nDer 36-j&auml;hrige Berliner soll am 19. Februar 2011 per Megafon das Durchflie&szlig;en einer Polizeikette koordiniert beziehungsweise dazu aufgefordert haben, was schlie&szlig;lich zu Verletzungen bei Polizeibeamten gef&uuml;hrt habe. Richter Hans Hlavka verurteilte, obwohl weder Zeugen noch ein Polizeivideo den Angeklagten zweifelsfrei und eindeutig identifizieren konnten. Das Urteil wegen K&ouml;rperverletzung, Beleidigung und besonders schwerem Landfriedensbruch zu einer Haftstrafe von 1 Jahr und 10 Monaten &ndash; ohne Bew&auml;hrung &ndash; stellt einen neuen H&ouml;hepunkt s&auml;chsischen Justizverst&auml;ndnisses dar.<br>\nIn Sachsen ist es &ndash; gemessen an den Urteilen &ndash; offenkundig besser, eine neonazistische kriminelle Vereinigung zu gr&uuml;nden, als Neonazis zu blockieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/stoerungsmelder\/2013\/01\/17\/urteil-gegen-nazigegner-ein-fatales-gesellschaftspolitisches-signal_11085\">ZEIT St&ouml;rungsmelder<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.:<\/strong> Das jetzige Urteil ist eine der bislang schwersten Entgleisungen der s&auml;chsischen Justiz im Zusammenhang mit den Anti-Naziprotesten in Dresden. Wer &ndash; wie ich &ndash; gehofft hat, dass die Zeiten politischer Inhaftierungen in Deutschland mit der deutschen Wiedervereinigung der Vergangenheit angeh&ouml;ren, d&uuml;rfte durch dieses Urteil in ganz besonderem Ausma&szlig; alarmiert sein.<br>\nSchon fr&uuml;her hat die s&auml;chsische Justiz ihre Sympathie gegen&uuml;ber der Naziszene kaum verhehlen k&ouml;nnen. So begr&uuml;ndete der inzwischen verstorbene Richter Hajo Falk Ende 2011 einem Studenten, den er gerade wegen der Teilnahme an einer Sitzblockade verurteilt hatte, seine Entscheidung mit dem &ldquo;Minderheitenschutz&rdquo; der Nazis.<br>\nUnvergessen sind auch die zigtausendfache Handydatenauswertung zum Zeitpunkt der Antinazidemos 2011, die filmreife (sp&auml;ter per Gerichtsurteil als rechtswidrig eingestufte) St&uuml;rmung des Hauses der Begegnung mit einem Sondereinsatzkommando 2011 und der &lsquo;heldenhafte&rsquo; Einsatz der Polizei 2011 beim Angriff einer Nazibande auf das Wohnprojekt &ldquo;Praxis&rdquo;. Im zugeh&ouml;rigen <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=t59F0ZWu-Ik\">Video<\/a> ist zu sehen, dass die in Sichtweite stehenden Beamten anscheinend die Regelung des Stra&szlig;enverkehrs als ihre dringlichste Aufgabe betrachteten.<br>\nDas <a href=\"http:\/\/www.dresden-nazifrei.com\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=406%3Asolidaritaet-ist-unsere-staerkste-waffe-morgen-ab-18-uhr-soli-demo-fuer-tim-in-dresden&amp;catid=1%3Aaktuelle-nachrichten&amp;lang=de\">B&uuml;ndnis &ldquo;Nazifrei &ndash; Dresden stellt sich quer&rdquo;<\/a> ruft f&uuml;r Freitag, 18.01.2013, 18:00 Uhr, zu einem Demonstrationszug vom Postplatz zum Amtsgericht auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Political Correctness: Auf dem Weg zur Trottelsprache<\/strong><br>\nErst &ldquo;Pippi Langstrumpf&rdquo;, jetzt die &ldquo;Kleine Hexe&rdquo;: Nach den Schulb&uuml;chern werden die Kinderb&uuml;cher politisch korrekt umgeschrieben. Die Frage ist: Wer soll hier eigentlich vor wem gesch&uuml;tzt werden? [&hellip;]<br>\nMan kann bei dem Thema gar nicht vorsichtig genug sein. Auf Unworte folgen leicht Untaten, das wusste schlie&szlig;lich schon der ehemalige Bundespr&auml;sident Johannes Rau. Der Thienemann-Verlag hat jetzt beschlossen, &ldquo;Die kleine Hexe&rdquo; von verf&auml;nglichen W&ouml;rtern zu s&auml;ubern. In einer Szene, in der sich Kinder als T&uuml;rke, Chinesenm&auml;dchen und &ldquo;Neger&rdquo; verkleiden, wie es dort noch unbedacht hei&szlig;t, sollen nach der &Uuml;berarbeitung andere Verkleidungen stehen.<br>\nGanz einfach wird die Operation nicht: Indianer oder Eskimos fallen aus den oben beschriebenen Gr&uuml;nden aus. Auch Araber oder Zigeuner verbieten sich, weil rassistisch beziehungsweise islamfeindlich. Selbst Hexe ist heute irgendwie diskriminierend. Trotzdem m&uuml;ssen nach dem Klassiker von Otfried Preu&szlig;ler bei Thienemann nun alle Kinderb&uuml;cher auf den Pr&uuml;fstand, um sie von &ldquo;veralteten und politisch nicht mehr korrekten Begrifflichkeiten&rdquo; zu befreien, wie Verleger Klaus Willberg angek&uuml;ndigt hat. Willberg folgt dabei einem allgemeinen Trend: In &ldquo;Pippi Langstrumpf&rdquo; wurde schon vor l&auml;ngerem aus dem &ldquo;Negerk&ouml;nig&rdquo; ein &ldquo;S&uuml;dseek&ouml;nig&rdquo;, wie man bei dieser Gelegenheit erfuhr.<br>\nMan soll niemanden beleidigen oder kr&auml;nken. Eine R&uuml;cksichtnahme auf die Empfindlichkeiten anderer geh&ouml;rt zu den guten Umgangsformen. Die Frage ist nur: Wer wird hier vor wem gesch&uuml;tzt? Oft reicht schon der Verdacht, jemand k&ouml;nnte sich in seinen Gef&uuml;hlen verletzt f&uuml;hlen, um zu einer Sprachbereinigung zu schreiten. Es ist die vorauseilende Entschuldigungsbereitschaft, die das politische Lektorat vom Ernsthaften ins L&auml;cherliche f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/warum-kinderbuecher-politisch-korrekt-umgeschrieben-werden-a-878115.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch wenn ich wahrlich kein Freund Fleischhauers bin, aber wir d&uuml;rften in Deutschlanf zur Zeit andere Sorgen haben als Political Correctness in Kinderb&uuml;chern. Auch ich habe die B&uuml;cher Otfried Preusslers bzw. Michael Endes in meiner Kindheit gelesen und bin, na sowas, kein Rassist geworden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie der Neoliberalismus die Welt erkl&auml;rt<\/strong><br>\nDr&uuml;ckt sich der sozio&ouml;konomische Wandel der letzten Jahrzehnte auch in der politischen Gegenwartssprache aus? Gibt es ein spezifisches Ideologievokabular eines die Gesellschaft und &ouml;ffentliche Wahrnehmung beherrschenden &ouml;konomischen Paradigmas?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2013\/01\/17\/zeiten-des-neusprechs\/\">Le Boh&eacute;mien<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die erste Macht im Staate<\/strong><br>\nWie Massenmedien Regierungen einsetzen, Politik machen, die Bev&ouml;lkerung unm&uuml;ndig halten und Kriege f&uuml;hren lassen.<br>\nNichts hat unsere Aussichten auf eine humane Gesellschaftsordnung st&auml;rker verd&uuml;stert, als die Verwandlung von Wissen und Informationen in Waren, die von gigantischen Medienkonzernen produziert und gehandelt werden. Seine historischen Anf&auml;nge hat das Medienkapital im 19. Jahrhundert, als im Gefolge der industriellen Revolution die ersten Zeitungen mit gr&ouml;&szlig;eren Auflagen aufkamen und sich eine &bdquo;&ouml;ffentliche Meinung&ldquo; im B&uuml;rgertum herausbildete. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelten franz&ouml;sische Zeitungskapitalisten die Gesch&auml;ftsgrundlage, auf der Informationen bis zum heutigen Tage gehandelt werden &ndash; und die daf&uuml;r sorgt, dass radikale Kritik im Medienbetrieb bestenfalls eine marginale Rolle spielt. Mittels Anzeigen, die andere Kapitalisten f&uuml;r ihre Produkte in der Zeitung aufgeben, wird von den meisten Massenbl&auml;ttern seit dem 19. Jahrhundert ein Gro&szlig;teil der Einnahmen erzielt, wodurch die Zeitungspreise stark gesenkt und neue Leserkreise erschlossen werden konnten (was nochmals h&ouml;here Anzeigenpreise erm&ouml;glicht).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/50f68d4384cbd\/1.phtml\">SOPOS<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Demonstration &bdquo;Bildung ist ein Grundrecht!&ldquo; am 18.01. in Hannover<\/strong><br>\nAm Freitag, den 18.01.2013 findet um 15 Uhr am Steintor in Hannover die von der LandesAstenKonferenz Niedersachsen organisierte, bundesweit beworbene Demonstration unter dem Motto &bdquo;Bildung ist ein Grundrecht!&ldquo; statt.<br>\nSilke Hansmann f&uuml;r das Landeskoordinator*innenkollektiv: &bdquo;Gemeinsam mit Studierenden, Sch&uuml;ler*innen, Auszubildenden, Gewerkschaften und Elternverb&auml;nden wollen wir im Vorfeld der Landtagswahlen auf die katastrophale Schieflage im deutschen Bildungssystem lautstark aufmerksam machen. Wir setzen auf ein breites B&uuml;ndnis, da faire und gute Ausbildungsbedingungen genauso wichtig sind wie kostenlose KiTa-Pl&auml;tze, Lernmittelfreiheit an Schulen und die Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren.&ldquo;<br>\nDiesen Forderungen kommt die derzeitige schwarz-gelbe Landesregierung nicht nach. Im Gegenteil: die nieders&auml;chsische Wissenschaftsministerin Wanka bekr&auml;ftigt im Landtagswahlkampf ihre Position zu Studiengeb&uuml;hren und behauptet, dass diese zu einem besseren Studium f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hannover-zeitung.net\/regionales\/47213324-demonstration-bildung-ist-ein-grundrecht-am-18-01-in-hannover\">Hannover Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wenig Geld f&uuml;r Hoffnungstr&auml;ger<\/strong><br>\nDie Zukunft, da sind sich viele Verleger sicher, liegt im Netz. Also investieren sie online &ndash; denkt man. Doch die Realit&auml;t sieht anders aus, zumindest f&uuml;r Online-Journalisten&hellip;<br>\nZAPP hat die acht erfolgreichsten Online-Nachrichtenportale von Print-Verlagen dazu angefragt. Neben der &ldquo;Welt&rdquo; war es nur die &ldquo;FAZ&rdquo;, die ihre Online-Redaktion nicht in eine GmbH ausgegliedert hat. Auf unsere Fragen zur tariflichen Gleichstellung  wollten einige nicht eingehen, andere blieben ungenau. Immerhin, &ldquo;stern.de&rdquo; antwortet: &ldquo;Wir orientieren und nicht an Print-Magazin-Geh&auml;ltern, sondern an Onlinegeh&auml;ltern&rdquo;. (Statement stern.de).<br>\nF&uuml;r &ldquo;Spiegel online&rdquo; antwortet Mathias M&uuml;ller: &ldquo;Wir zahlen  nicht gleiche Geh&auml;lter f&uuml;r alle Redaktionen, sondern m&uuml;ssen den Gesch&auml;ftserfolg ber&uuml;cksichtigen&rdquo;. (Statement Spiegel Online).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/netzwelt\/onlinejournalismus105.html\">NDR.de, ZAPP<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Bachelorstudium als Unterschichtenbildung?<\/strong><br>\nAn Universit&auml;ten ist mit der Einf&uuml;hrung der Bachelorstudieng&auml;nge ein &ldquo;heimlicher Lehrplan&rdquo; entstanden. Neben dem Studieren steht das &Uuml;berleben in der b&uuml;rokratische Hochschule im Fokus. Davon profitieren vor allem Akademikerkinder. Ein Gastbeitrag des Soziologen Stefan K&uuml;hl.<br>\nAn den Universit&auml;ten und Fachhochschulen l&auml;sst &#8210; abgesehen von einzelnen Rektoren und Pr&auml;sidenten &#8210; kaum jemand ein gutes Haar an der Bologna-Reform. Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Reform kommt, wenn &uuml;berhaupt, noch von au&szlig;erhalb der Hochschulen &ndash; von Arbeitgeberverb&auml;nden und Gewerkschaften, von unternehmensnahen Stiftungen und von einzelnen Journalisten&hellip;<br>\nStudierende lernen jetzt &ndash; so der neue &bdquo;heimliche Lehrplan&ldquo; &ndash;  wie sie in hochb&uuml;rokratisierten Organisationen unter &Uuml;berlastungsbedingungen zu arbeiten haben. Wo bekommt man nach Vergleich der verschiedenenf&auml;cherspezifischen Bestimmungen eines Studiengangs m&ouml;glichst g&uuml;nstig Leistungspunkte her? Wie stark muss man sich an die h&auml;ufig &uuml;ber hunderte von Seiten langen Modulhandb&uuml;cher eines Studiengangs halten? Wo lohnt es sich, mit dem Verweis auf eine Klage vor Gericht bei Dozenten eine zweite oder dritte Pr&uuml;fungsm&ouml;glichkeit einzufordern? Die Amerikaner nennen die F&auml;higkeiten, die sich in der Auseinandersetzung mit solchen Fragen entwickeln, &bdquo;How to Work the System&ldquo; &ndash; Wie kann man bei m&ouml;glichst geringem Aufwand m&ouml;glichst viel aus einem System herausholen.<br>\nDas m&ouml;gen F&auml;higkeiten sein, die bei sp&auml;teren T&auml;tigkeiten in Gro&szlig;b&uuml;rokratien wie der Deutschen Bank, der Deutschen Bahn oder der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit besonders gefragt sind. Die Aneignung dieser F&auml;higkeiten d&uuml;rfte aber wohl gerade Studierenden aus jenen Bildungsschichten leichtfallen, die weniger Angst vor dem Kontakt mit b&uuml;rokratischen Gro&szlig;organisationen haben. Und das ist sicherlich eher der Juristensohn als die B&auml;ckerstochter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2013\/01\/17\/bachelorstudium-unterschichtenbildung\/\">Was bildet ihr uns ein?<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Flashmob im spanischen Arbeitsamt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kS709ZyZ_YU&amp;feature=player_embedded\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15891","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15891","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15891"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15891\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15893,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15891\/revisions\/15893"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15891"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15891"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15891"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}