{"id":15905,"date":"2013-01-18T16:47:51","date_gmt":"2013-01-18T15:47:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905"},"modified":"2013-01-18T16:47:51","modified_gmt":"2013-01-18T15:47:51","slug":"hinweise-des-tages-ii-91","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h01\">Bundesregierung zur atypischen Besch&auml;ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h02\">Lohnk&uuml;rzungen machen nicht wettbewerbsf&auml;hig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h04\">Chinas Wirtschaft gewinnt wieder an Tempo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h05\">Die Banken- und Finanzkrise verstehen: Steinbr&uuml;ck und Asmussen haben abgesagt &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Andres Veiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h06\">Paul Krugman &ndash; The Dwindling Deficit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h07\">Kostend&auml;mpfer des Tages: Verfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h08\">European Labour Markets: Six Key Lessons From The Commission Report<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h09\">Wasser und Sanit&auml;re Grundversorgung sind ein Menschenrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h10\">Umgehung von Tarifvertr&auml;gen im Einzelhandel durch christliche Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h11\">Krieg in Mali: Ein Angriff auf die Seele des Landes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h12\">Israel: Optimismus, trotz allem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h13\">Die kleine Hexe und die Negerlein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h14\">Niedersachsen &ndash; Waffenlobby macht Wahlkampf f&uuml;r die FDP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h15\">Meinungsmache durch Meinungsumfragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h16\">DGB fordert Pr&uuml;fstelle f&uuml;r Unterrichtsmaterialien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h17\">BR-Politmagazin pro Studiengeb&uuml;hren &ndash; &ldquo;Die Sendung war einseitig ohne Ende&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h18\">Zu guter Letzt: Kalkofes Mattscheibe: Ehrliche Politiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905#h19\">Nachtrag zu unseren Hinweis #2 (Hochfrequenzhandel) von heute morgen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15905&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundesregierung zur atypischen Besch&auml;ftigung<\/strong><br>\nIn den vergangenen Jahren haben sich die Arbeitsformen weiter differenziert und ihr gesellschaftlicher Stellenwert hat sich ver&auml;ndert. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur positiven Arbeitsmarktentwicklung geleistet. Denn flexible Besch&auml;ftigungsformen sind als Reaktion auf die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft, neue Technologien und den Strukturwandel unerl&auml;sslich. Sie dienen nicht nur den Interessen der Arbeitgeber, sondern auch den Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, um u. a. Lebensplanung und Erwerbsarbeit besser miteinander zu vereinbaren &hellip;<br>\nDas Statistische Bundesamt kommt auf Basis der alle vier Jahre durchgef&uuml;hrten Verdienststrukturerhebung (VSE) f&uuml;r das Jahr 2010 bei einer Niedriglohnschwelle von 10,36 Euro pro Stunde zu einer Niedriglohnquote von 20,6 Prozent und damit auf einen Anstieg von 1,9 Prozentpunkten gegen&uuml;ber der letzten Erhebung f&uuml;r das Jahr 2006. Nach Berechnungen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) auf Basis des Sozio-&ouml;konomischen Panels (SOEP) ist der Anteil der Niedriglohnbesch&auml;ftigten seit 2000 bis 2007 von gut 20 Prozent auf rund 24 Prozent angestiegen und schwankt seitdem um einen Wert von rund 23 Prozent. F&uuml;r das Jahr 2010 lag die Niedriglohnschwelle nach Berechnungen des IAQ bei einem Stundenlohn von 9,15 Euro. F&uuml;r maximal einen solchen Stundenlohn arbeiteten im Jahr 2010 deutschlandweit 7,92 Millionen Menschen&hellip;<br>\nAm 30. Juni 2011 gab es bundesweit 821 000 sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte in Betrieben mit wirtschaftlichem Schwerpunkt in der  Arbeitnehmer&uuml;berlassung. Im Vergleich zu 2005 ist das eine Zunahme um 440 000, im Vergleich zu 2000 um 518 000 und im Vergleich zu 1995 eine Zunahme um 668 000 (jeweils bezogen auf Juni)&hellip;<br>\nDer Anteil der Besch&auml;ftigten mit Niedriglohn (Bruttoverdienst unter 10,36 Euro) im Wirtschaftsbereich Arbeitnehmer&uuml;berlassung 2010 lieb im Bund durchschnittlich bei 67,7 % (Frauen 72,9 %, M&auml;nner 65,4 %, in der Altersgruppe 15- 24 Jahren bei 76,0 %)  Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst im Wirtschaftsbereich Arbeitnehmer&uuml;berlassung lag 2010 durchschnittlich bei 1.477 Euro insgesamt bei 2.667 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/119\/1711968.pdf\">Deutscher Bundestag, Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE; Regionale Entwicklung atypischer Besch&auml;ftigung [PDF &ndash; 1 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Atypische Besch&auml;ftigung ist also nach Meinung der Bundesregierung als Reaktion auf die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft &hellip; unerl&auml;sslich. Sie dient nach dieser Sichtweise auch den Interessen der Arbeitnehmer.<br>\nWieder einmal muss das Totschlagsargument &bdquo;Globalisierung&ldquo; daf&uuml;r herhalten, dass je nach Erhebung zwischen &uuml;ber 20 bis rund 24 % im Niedriglohn besch&auml;ftigt sind. Niedrigl&ouml;hne, Leiharbeit, atypische Besch&auml;ftigung kommen also wie ein Naturereignis &uuml;ber uns. Es sind also nicht die lohndr&uuml;ckenden Hartz-Gesetze und nicht die systematische Deregulierung des Arbeitsmarkts, die Tarifflucht der Unternehmen etc. die Ursachen.<br>\nEs ist unglaublich wie sich die Politik mal wieder aus ihrer Verantwortung zu stehlen versucht.<br>\nDennoch f&uuml;r Alle, die dieses Thema interessiert, bietet die Antwort der Bundesregierung interessante, wenngleich deprimierende Daten. Vor allem ist dies ein Dokument f&uuml;r die notorische und zynische Sch&ouml;nf&auml;rberei der schwarz-gelben Bundesregierung.<br>\nMan stelle sich vor, die LINKE k&auml;me nicht mehr in den Bundestag und k&ouml;nnte solche Fragen nicht mehr stellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lohnk&uuml;rzungen machen nicht wettbewerbsf&auml;hig<\/strong><br>\nBundesregierung und Bundesbank loben Europas Krisenl&auml;nder: Ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessere sich. Die Defizite in der Leistungsbilanz &ndash; also die L&uuml;cke zwischen hohen Importen und niedrigen Exporten &ndash; gehe dank der &bdquo;Reformen&ldquo; in diesen Staaten zur&uuml;ck. Die Logik: Wenn die Krisenl&auml;nder L&ouml;hne senken, sinken auch die Kosten f&uuml;r Unternehmen. Exportg&uuml;ter k&ouml;nnen billiger angeboten werden und werden attraktiver f&uuml;r K&auml;ufer im Ausland.<br>\nAber das ist keinesfalls immer so. Beispiel Spanien: Die spanische Regierung setzt seit Mitte 2010 zwar rabiate Reformen auf dem Arbeitsmarkt um, k&uuml;rzt L&ouml;hne und Arbeitnehmerrechte. Spanische Exportg&uuml;ter werden aber nicht billiger. Im Gegenteil &ndash; sie verteuern sich zum Teil stark, was auf eine stabile Auslandsnachfrage nach spanischen Waren hinweist. Offensichtlich sind die G&uuml;ter bereits so wettbewerbsf&auml;hig, dass sie sogar h&ouml;here Preise erzielen k&ouml;nnen (siehe Grafik). Die Lohnk&uuml;rzungen steigern hier also nicht die preisliche &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo;.<br>\nSie haben aber ganz andere Effekte. Zum einen f&uuml;hren die niedrigeren Einkommen direkt zu mehr Armut und Ungleichheit. Wer weniger Geld hat, kann auch weniger kaufen &ndash; die Binnennachfrage bricht ein. Das trifft vor allem die lokalen M&auml;rkte und Unternehmen. Die Wirtschaftsleistung schrumpft und das spanische Volkseinkommen sinkt insgesamt. Gleichzeitig wachsen aber trotz Rezession die Gewinneinkommen. Grund: Wenn die Lohnst&uuml;ckkosten massiv sinken, die Exportunternehmen ihre Preise aber trotzdem erh&ouml;hen k&ouml;nnen, steigen deren Gewinne. Kurz: Was bei den Arbeitnehmern gek&uuml;rzt wird, landet direkt bei den Eigent&uuml;mern der Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/02_2013_klartext_Lohnkuerzungen.pdf\">DGB Klartext [PDF &ndash; 130 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Deutsche Politik zieht Blutspur durch S&uuml;deuropa&ldquo;<\/strong><br>\nDie Linke macht die deutsche Euro-Politik von Regierung, SPD und Gr&uuml;nen mitverantwortlich f&uuml;r Selbstmorde und Verelendung. Ein Abgeordnete fand daf&uuml;r drastische Worte und sorgte so f&uuml;r einen Eklat im Bundestag.<br>\nEmp&ouml;rung &uuml;ber die Linke und Ex-Parteichef Oskar Lafontaine im Bundestag: Deren Wirtschaftsexperte Michael Schlecht erkl&auml;rte am Donnerstag in der Debatte zum Jahreswirtschaftsbericht, Bundesregierung, SPD und Gr&uuml;ne trieben mit ihrem Euro-Rettungskurs Menschen in s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenl&auml;ndern in den Tod. &bdquo;Insofern zieht die deutsche Politik mittlerweile eine breite Blutspur mindestens durch S&uuml;deuropa. Und das ist ein Skandal&ldquo;, sagte Schlecht. [&hellip;]<br>\nDie Gr&uuml;nen wiesen die &Auml;u&szlig;erungen scharf zur&uuml;ck und wollen den Fall nun vor den &Auml;ltestenrat des Parlaments bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/linke-provozieren-skandal-deutsche-politik-zieht-blutspur-durch-suedeuropa\/7646818.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es l&auml;sst tief blicken, dass f&uuml;r das Handelsblatt nicht die Suizide, sondern das Erw&auml;hnen der Suizide einen Skandal darstellen soll. Bezeichnend ist auch, dass ausgerechnet die Gr&uuml;nen Schlechts, sicher zugespitzte, aber inhaltlich voll gerechtfertigte, Aussage nun vor den &Auml;ltestenrat bringen wollen. Man kennt es zu gen&uuml;ge: Hartz IV, Kosovo, Afghanistan, Austerit&auml;tspolitik &hellip; die Gr&uuml;nen machen jede &bdquo;Schweinerei&ldquo; mit, wollen jedoch nie f&uuml;r die Folgen verantwortlich sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ursachen der Eurokrise<\/strong><br>\nIm Folgenden soll die vor allem in Deutschland anzutreffende These, die Eurokrise sei auf ein Ansteigen der Staatsschulden durch haushaltspolitische Misswirtschaft in einigen Mitgliedsl&auml;ndern der Eurozone zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, widerlegt werden.<br>\nDar&uuml;ber hinaus wird behauptet, dass die eigentlichen Ursachen der W&auml;hrungskrise zum einen divergierende Realzinsen und zum anderen die Auseinanderentwicklung der Wettbewerbsf&auml;higkeit in der Eurozone sind. Durch letzteres Ph&auml;nomen wurden wachsende Leistungsbilanzdefizite der Krisenl&auml;nder und Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse vor allem n&ouml;rdlicher Eurol&auml;nder erm&ouml;glicht. Anreize zur Finanzierung dieser Leistungsbilanzungleichgewichte waren unter anderem durch die unterschiedlichen Realzinsen in den Eurol&auml;ndern gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Ursachen-der-Eurokrise.pdf\">Franz Prante [PDF &ndash; 1 MB]<\/a>\n<p><em><strong>dazu schreibt uns der Autor, Franz Prante, folgendes:<\/strong> &bdquo;Hallo,<br>\nIch bin schon seit geraumer Zeit Leser der NachDenkSeiten und meine Wahrnehmung von Politik und Wirtschaft w&auml;re heute eine andere, h&auml;tte es die NDS nicht gegeben.<br>\nInsbesondere haben die NDS meine Sichtweise auf die Eurokrise gesch&auml;rft und daf&uuml;r wollte ich mich einfach mal bedanken.<br>\nDeswegen schicke ich auch einen Text von mir, den ich im Rahmen eines <a href=\"http:\/\/evoeco.forschungsseminar.de\/\">Erw&auml;gungsseminars<\/a> an der Universit&auml;t Leipzig in diesem Wintersemester 2012\/13 geschrieben habe. F&uuml;r Menschen, die regelm&auml;&szlig;ig die NDS besuchen wird der Text sicher nichts Neues bieten, aber auch in dem Seminar habe ich gemerkt, dass die im Text dargestellte Ansicht noch viel zu wenig verbreitet bzw. bekannt ist. Vielleicht ist er ja etwas f&uuml;r die Hinweise des Tages &ndash; aber haupts&auml;chlich geht es mir darum, Ihnen zu zeigen, dass Sie einen gro&szlig;en Einfluss, auch auf junge Menschen haben, der gerade in meinem Studienfach von gro&szlig;er Wichtigkeit ist. Diesen Text h&auml;tte es ohne die NachDenkSeiten so nicht gegeben, mein herzlichstes Dankesch&ouml;n daf&uuml;r!&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist es uns eine Freude, diese &uuml;beraus nette und aufbauende Zuschrift samt des Textes zu ver&ouml;ffentlichen. Wenn es mehr Studenten wie Herrn Prante g&auml;be, m&uuml;sste man sich um die Zukunft der deutschen Wirtschaftswissenschaften sicher nicht so gro&szlig;e Sorgen haben. Wenn wir &ndash; als NachDenkSeiten &ndash; unseren Teil dazu beitragen k&ouml;nnen, ist dies eine gro&szlig;e Ehre f&uuml;r uns.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Italiens Tourismus leidet unter Horrorjahr<\/strong><br>\nSieben Millionen N&auml;chtigungen und drei Milliarden Umsatz weniger galt es 2012 zu verkraften. 10.000 Menschen verloren ihren Job [&hellip;]<br>\nItaliens Tourismuswirtschaft hat eines der schwersten Jahre hinter sich: Mit rund 203 Millionen N&auml;chtigungen fielen diese um sieben Millionen gegen&uuml;ber 2011 zur&uuml;ck. Das Umsatzminus belief sich nach Sch&auml;tzungen des Hotelfachverbandes Federalberghi auf zehn Prozent oder drei Milliarden Euro.<br>\nGrund f&uuml;r die Malaise ist der drastische R&uuml;ckgang heimischer Kunden. Die Ank&uuml;nfte von Italienern gingen im Vergleich zu 2011 um gesch&auml;tzt 5,5 Prozent zur&uuml;ck<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1358303872727\/Italiens-Tourismus-leidet-unter-Horrorjahr\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Steuer versalzt den Portugiesen die Suppe<\/strong><br>\nImmer weniger Portugiesen k&ouml;nnen es sich leisten, ausw&auml;rts zu essen. Auch die Wirte k&auml;mpfen mit der erh&ouml;hten Mehrwertsteuer [&hellip;]<br>\nDie Regierung hat die Mehrwertsteuer auf 23 Prozent angehoben, zuvor wurden f&uuml;r Gastst&auml;tten nur 13 Prozent f&auml;llig. Dennoch werde das Land drei Milliarden Euro weniger an Steuern einnehmen als veranschlagt, berichteten portugiesische Medien im August. Unter anderem daf&uuml;r verantwortlich ist der stark zur&uuml;ckgegangene Konsum. Auch private Haushalte leiden n&auml;mlich immer mehr unter der schlechten Wirtschaftslage. 2008 h&auml;tten rund 800 &uuml;berschuldete Familien Insolvenz beantragt, 2012 seien es mehr als 12.400 gewesen, schreibt die portugiesische Zeitung &ldquo;Publico&rdquo;. Insgesamt seien die Insolvenzen &ndash; private und gesch&auml;ftliche &ndash; im vergangenen Jahr um 62 Prozent gestiegen. Vergleiche man die Zahlen mit dem Jahr 2010, sei es sogar ein Plus von 174 Prozent, so die Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1356427808062\/Die-Steuer-versalzt-den-Portugiesen-die-Suppe\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Und Wolfgang Sch&auml;uble ist der Meinung, wir h&auml;tten den schlimmsten Teil der Krise schon <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15898\">&uuml;berstanden<\/a>? Nun ja.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Chinas Wirtschaft gewinnt wieder an Tempo<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich der Drache regt, kommt der Westen kommt nur langsam auf die Beine. Wirtschaftliche Erholung bleibt anf&auml;llig und unsicher &hellip;<br>\nNach monatelanger Talfahrt erh&ouml;hte sich das chinesische Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2012 &uuml;berraschend auf 7,9 Prozent &ndash; ein Plus von 0,5 Prozentpunkten gegen&uuml;ber dem vorangegangenen Vierteljahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/wirtschaft\/article112866108\/Chinas-Wirtschaft-gewinnt-wieder-an-Tempo.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<p>Dagegen aber: <strong>Chinas Wirtschaft w&auml;chst so langsam wie lange nicht<\/strong><br>\nDie chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 7,8 Prozent gewachsen. Die Wachstumsrate war damit die niedrigste seit dem Jahr 1999. Grund ist vor allem eine anhaltend niedrige Nachfrage im In- und Ausland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.otz.de\/startseite\/detail\/-\/specific\/Niedrigstes-Wachstum-in-China-seit-13-Jahren-435565341\">Ostth&uuml;ringische Zeitung OTZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn man sich als deutsche Volkswirtschaft in die Exportabh&auml;ngigkeit begeben hat und wenn man den bisherigen Hauptexportl&auml;ndern in Europa Austerit&auml;t und Rezession verordnet, dann muss man wie das Kaninchen auf den chinesischen Drachen starren, um seine Exporthoffnungen zu wahren. Und je nachdem, ob man Optimist oder Pessimist ist, sieht man das Wachstum Chinas positiv oder negativ. So erkl&auml;rt sich auch die unterschiedliche Wahrnehmung der Wachstumszahlen im Reich der Mitte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Banken- und Finanzkrise verstehen: Steinbr&uuml;ck und Asmussen haben abgesagt &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Andres Veiel<\/strong><br>\nAndres Veiel hat ein neues Theaterst&uuml;ck geschrieben und auf die B&uuml;hne gebracht, das tief in die Welt des Finanzwesens und deren Protagonisten eindringt.<br>\nVeiel verarbeitet darin Interviews, die er mit Bankern gef&uuml;hrt hat, die ganz oben in der Unternehmenshierarchie standen oder immer noch stehen. [&hellip;]<br>\nWir hatten Peer Steinbr&uuml;ck angefragt, der zun&auml;chst gro&szlig;es Interesse hatte, als es aber klar war, dass wir Vergangenheitsbew&auml;ltigung machen, hatte er pl&ouml;tzlich andere Priorit&auml;ten.<br>\nWir hatten J&ouml;rg Asmussen angefragt. Der hatte ebenfalls zugesagt. Unvermittelt bekamen wir vor zwei Tagen eine Absage, mit der Begr&uuml;ndung, dass er &uuml;ber diese Vorg&auml;nge zu schweigen h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=8178\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; The Dwindling Deficit<\/strong><br>\nIt&rsquo;s hard to turn on your TV or read an editorial page these days without encountering someone declaring, with an air of great seriousness, that excessive spending and the resulting budget deficit is our biggest problem. Such declarations are rarely accompanied by any argument about why we should believe this; it&rsquo;s supposed to be part of what everyone knows.<br>\nThis is, however, a case in which what everyone knows just ain&rsquo;t so. The budget deficit isn&rsquo;t our biggest problem, by a long shot. Furthermore, it&rsquo;s a problem that is already, to a large degree, solved. The medium-term budget outlook isn&rsquo;t great, but it&rsquo;s not terrible either &mdash; and the long-term outlook gets much more attention than it should.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/01\/18\/opinion\/krugman-the-dwindling-deficit.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kostend&auml;mpfer des Tages: Verfassungsgericht<\/strong><br>\nWer chronisch krank ist, wird zur finanziellen Belastung f&uuml;r das Gemeinwesen. Deshalb ist es in Ordnung, wenn sich eine Krankenkasse weigert, nicht verschreibungspflichtige Medikamente zu bezahlen &ndash; auch wenn der Arzt das Mittel verordnet hat. Der Beschwerdef&uuml;hrer ist 79 und leidet an einer chronischen Atemwegserkrankung. Sein Hausarzt hatte ihm ein schleiml&ouml;sendes Mittel verschrieben, das freiverk&auml;uflich ist und im Monat 28,80 Euro kostet. Vom h&ouml;chsten deutschen Gericht wollte der Mann nun eine Klarstellung, ob es mit dem Grundgesetz vereinbar ist, da&szlig; die Kassen Medikamente mit dem Argument aus ihrem Leistungskatalog streichen, da&szlig; diese nicht verschreibungspflichtig sind. Nun hat Karlsruhe entschieden: Die Streichung ist nicht zu beanstanden. Zwar bediene sich der Gesetzgeber &raquo;eines Kriteriums, das prim&auml;r die Funktion hat, die Arzneimittelsicherheit zu gew&auml;hrleisten&laquo; hier mit dem ganz anders gearteten &raquo;Ziel, die finanzielle Inanspruchnahme der gesetzlichen Krankenversicherung zu steuern&laquo;. Das sei aber &raquo;nicht sachwidrig, sondern zur D&auml;mmung der Kosten im Gesundheitswesen erforderlich und auch geeignet&laquo;. Die Zweiklassenmedizin bekommt Verfassungsrang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/01-17\/026.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>European Labour Markets: Six Key Lessons From The Commission Report<\/strong><br>\nI haven&rsquo;t always been complimentary about the European Commission &ndash; either its economic analysis or its policy advice.  So it&rsquo;s nice to be able to be wholeheartedly positive about the excellent report &ldquo;Employment and Social Developments in Europe 2012&rdquo; (brought to my attention by this article by Ambrose Evans-Pritchard in the Telegraph, also excellent) produced by the Commission&rsquo;s Directorate-General for Employment, Social Affairs and Inclusion.<br>\nThe report is really worth reading.  But it&rsquo;s close to 500 pages, and the main messages deserve as wide an audience as possible, so I thought I&rsquo;d try to highlight them with some commentary. To my mind, the key ones are the following: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.social-europe.eu\/2013\/01\/european-labour-markets-six-key-lessons-from-the-commission-report\/\">Social Europe Journal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wasser und Sanit&auml;re Grundversorgung sind ein Menschenrecht<\/strong><br>\nWasser ist ein &Ouml;ffentliches Gut, keine Handelsware &ndash; Wir fordern die Europ&auml;ische Kommission zur Vorlage eines Gesetzesvorschlags auf, der das Menschenrecht auf Wasser und sanit&auml;re Grundversorgung entsprechend der Resolution der Vereinten Nationen durchsetzt und eine funktionierende Wasser- und Abwasserwirtschaft als existenzsichernde &ouml;ffentliche Dienstleistung f&uuml;r alle Menschen f&ouml;rdert. Diese EU-Rechtsvorschriften sollten die Regierungen dazu verpflichten, f&uuml;r alle B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen eine ausreichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie eine sanit&auml;re Grundversorgung sicherzustellen. Wir stellen nachdr&uuml;cklich folgende Forderungen: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.right2water.eu\/de\">right2water.eu<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> &Uuml;ber die Hintergr&uuml;nde zu dieser Petition berichtete j&uuml;ngst das WDR-Magazin Monitor: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2012\/1213\/wasser.php5\">&bdquo;Geheimoperation Wasser: Wie die EU-Kommission Wasser zur Handelsware machen will&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Umgehung von Tarifvertr&auml;gen im Einzelhandel durch christliche Gewerkschaften<\/strong><br>\nDie Bundesregierung bekennt sich zur Tarifautonomie. Vor diesem Hintergrund ist es vorrangig Aufgabe der Tarifvertragsparteien, Lohn- und Arbeitsbedingungen zu vereinbaren, die einerseits den Belangen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Rechnung tragen und andererseits sicherstellen, dass die betreffenden Unternehmen die L&ouml;hne auch erwirtschaften k&ouml;nnen. Flankiert wird dies durch Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch, die ein soziokulturelles Existenzminimum gew&auml;hrleisten sowie durch branchenspezifische Mindestl&ouml;hne, wie sie im Koalitionsvertrag vereinbart worden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/119\/1711967.pdf\">Deutscher Bundestag, Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Unter anderem mit dieser nichtssagenden Erkl&auml;rung entzieht sich die Bundesregierung der Tatsache, dass durch sog. &bdquo;gelbe Gewerkschaften&ldquo; Tarifl&ouml;hne abgeschlossen werden die selbst bei Vollerwerbst&auml;tigkeit keine Existenzsicherung erlauben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Krieg in Mali: Ein Angriff auf die Seele des Landes<\/strong><br>\nIm Konflikt in Mali steht auch das kulturelle Erbe des Landes auf dem Spiel. Der Anthropologe und Mali-Experte Professor Jeremy Keenan spricht im Interview &uuml;ber falsch verstandenen Islam, Tuareg und die Tradition Timbuktus: &ldquo;Das dr&auml;ngendste Problem sind zurzeit nat&uuml;rlich die Islamisten. Aber selbst wenn sie weg w&auml;ren, blieben all die gro&szlig;en Probleme, die es zuvor schon in Mali gab. Die malische Regierung im S&uuml;den muss das Land auch als Einheit behandeln. Das hat es bisher nie gegeben. Die Rebellion der Tuareg gab es, weil der Norden immer verachtet, politisch und wirtschaftlich marginalisiert wurde. Den Norden ordentlich zu entwickeln wird hunderte Millionen Euro kosten. Doch das Geld w&auml;re da. Die EU hatte bereits Pl&auml;ne, diese Mittel zu bewilligen, bevor die K&auml;mpfe im letzten Jahr ausbrachen. Es w&uuml;rde auch helfen, den Norden in mindestens zwei weitere Provinzen aufzuteilen und ihm nach einem f&ouml;deralen Modell Autonomie zu gew&auml;hren. Das k&ouml;nnte zumindest die ethnischen Konflikte zwischen Tuareg und Arabern dort entsch&auml;rfen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/krieg-in-mali-ein-angriff-auf-die-seele-des-landes\/7642816.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Israel: Optimismus, trotz allem<\/strong><br>\nIsraels politisches System scheint v&ouml;llig aus dem Gleichgewicht geraten zu sein: Es gibt eine sehr starke Rechte, ein vergleichsweise schwaches Zentrum und eine praktisch nicht existente Linke. Kann es so weit kommen, dass die israelische Demokratie kollabiert und ein nichtliberales, extrem rechtes Regime das Land regiert? Die Sehnsucht nach einfachen L&ouml;sungen f&uuml;r komplexe Probleme kann den Wunsch nach einem starken F&uuml;hrer mit sich bringen, dem blind gefolgt werden kann. Sie ist auf Schwarz-Wei&szlig;-Wahrheiten angewiesen, oft auf eine Ideologie, die die Nation, das Volk und dessen Verbindung zum Land verherrlicht. Langfristig bin ich f&uuml;r die israelische Demokratie aus einem einfachen Grund optimistisch. Israels Antiliberale haben keinen gemeinsamen Nenner au&szlig;er der D&auml;monisierung der Linken und dem Hass auf die Araber. Die Agenda von Avigdor Lieberman ist grunds&auml;tzlich s&auml;kular, wohingegen Ultraorthodoxe und Teile des nationalreligi&ouml;sen Lagers eine Theokratie anstreben. Sie werden nicht in der Lage sein, sich hinter einer gemeinsamen Agenda zu sammeln und wahrscheinlich auch nicht hinter einem einzigen Anf&uuml;hrer. Dar&uuml;ber hinaus werden die verschiedenen religi&ouml;sen Fraktionen feststellen, dass sie nicht einmal einen Konsens erreichen k&ouml;nnen, was f&uuml;r ein religi&ouml;ses Regime sie wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F01%2F18%2Fa0094&amp;cHash=b47fdc0ab053b2c39adb683aba54ee06\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das entscheidende Wort d&uuml;rfte das Wort &ldquo;langfristig&rdquo; sein. In einem Umfeld, das zunehmend von demokratisch gew&auml;hlten Islamisten dominiert wird, in einer Zeit, in der fast jedermann mit einer verheerenden Waffentechnik best&uuml;ckt werden kann und die Miniaturisierung dieser Technik bis hin zu Raketen immer weiter voranschreitet, d&uuml;rfte die Mehrheit der Israelis bereits heute eine Verschlechterung der Sicherheitslage wahrnehmen &ndash; mit der von Carlo Strenger bef&uuml;rchteten &ldquo;Sehnsucht nach einfachen L&ouml;sungen&rdquo;. Benjamin Netanjahu wird die Wahl gewinnen und sich seine Partner aussuchen k&ouml;nnen. Ihm traut die Bev&ouml;lkerung wohl am ehesten zu, die Sicherheitsinteressen Israels zu wahren. Aber, die milit&auml;rische Option gegen den Iran mag eher Rhetorik sein, seine Siedlungspolitik ist es nicht. Und selbst diese allein wird die V&ouml;lker des Nahen Ostens in ihrer antisemitischen Haltung weiter best&auml;rken. Und die Unf&auml;higkeit der islamistischen Regierungen, kurz- bis mittelfristig  der soziale Probleme ihrer L&auml;nder Herr zu werden, wird, bevor sie die Macht liberalen Kr&auml;ften &uuml;berlassen, sie dazu verleiten, in der Au&szlig;enpolitik mit antisemitischen Parolen popul&auml;r zu werden. Und Netanjahu ist ihr unwillk&uuml;rlicher Helfer.  Wieso glaubt Israel eigentlich, es werde alle zuk&uuml;nftigen Kriege gewinnen? Israel steht jetzt und nicht in der langen Frist am Scheideweg, sich zwischen Eretz Israel und einer Zweistaatenl&ouml;sung zu entscheiden. Israel m&uuml;sste sich, nicht nur um demokratisch zu &Uuml;berleben, mit den Pal&auml;stinensern vers&ouml;hnen. &ndash; Allerdings, es ist zum Heulen, sieht Netanjahu und mit ihm viel zu viele nicht in der Zweistaatlichkeit die eigentliche Friedens- und Sicherheitsagenda, sondern ein Sicherheitsrisiko. &ndash; Und mit Umfragen ist so eine Sache. In Deutschland mag eine Mehrheit f&uuml;r den Sozialstaat, die Umwelt und f&uuml;r Europa eintreten. Nur sind diese Themen eben zweitrangig und werden von Frage verdr&auml;ngt, wer die Arbeitspl&auml;tze sichere. Antwort: Angela Merkel. Da k&ouml;nnen z.B. die NDS diese These in der Luft zerrei&szlig;en, aber sie erreichen nur eine Minderheit, genauso wie Zipi Livni in Israel mit ihrer Forderung nach einer Zweistaatenl&ouml;sung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die kleine Hexe und die Negerlein<\/strong><br>\nEs gibt eine sich immer weiter ausbreitende Sprachpest der Political Correctness, die sich in selbstgerechten Abmahnwellen &auml;u&szlig;ert, weil es nichts Sch&ouml;neres gibt, als anderen &uuml;ber den Mund zu fahren und diesen zu verbieten. Die S&auml;uberungskampagne, die derzeit etliche Kinderb&uuml;cher erfasst, geh&ouml;rt eindeutig zu den &uuml;blen Beispielen von gedankenlosem Aktionismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/kommentar\/1976381\/\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p>dazu: <strong>Politisch korrekt und mausetot<\/strong><br>\nEine Ministerin liest ihrem Kind nicht vor, was die Autorin geschrieben hat. Ein Verlag schreibt B&uuml;cher um, weil die Sprache nicht mehr dem Zeitgeist entspricht. Was f&uuml;r eine Art Kultur ist das? [&hellip;]<br>\nPolitiker haben aus M&uuml;ll Wertstoffe und aus k&uuml;ndigen freistellen gemacht. Im Ergebnis haben wir jetzt Politakteure, die niemand mehr versteht, ja, denen in dem Wissen, es kommen ohnehin nur Sprechblasen, kaum noch jemand zuh&ouml;rt. Sprache, die verschleiert, sagt &uuml;ber den Sprecher aus, dass er etwas zu verbergen hat. Das aber in dem Wortgeklingel zwischen Fachchinesisch und Marketingsprech ergr&uuml;nden zu wollen, ist eine zu hohe Anforderung an die B&uuml;rger. Wenn die Herrscher nicht mehr die Sprache des Volkes sprechen, ist das der Ma&szlig;stab f&uuml;r ihre Entfernung von der Wirklichkeit.<br>\nSprache sagt viel &uuml;ber die Kultur derer aus, die sie sprechen. Es sieht nicht gut aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/53063\/politisch-korrekt-und-mausetot\/\">Carta<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Und die Rechten schlachten die politisch &uuml;berkorrekte sprachliche Verwirrung bereits <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/wunderbar\/generische-maskulinum-uni-bonn-streitet-ueber-rcds-wahlplakat-a-877589.html\">auf ihre Art aus<\/a>. Nicht nur die Politik sollte sich noch einmal ernsthaft Gedanken &uuml;ber Sprachpanschereien, Binnen-Is und Euphemismus-Tretm&uuml;hlen machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Niedersachsen &ndash; Waffenlobby macht Wahlkampf f&uuml;r die FDP<\/strong><br>\nDie FDP in Niedersachsen erh&auml;lt ungew&ouml;hnliche Unterst&uuml;tzung in der Endphase des Wahlkampfs. Die Waffenlobby des Landes hat eine Wahlempfehlung f&uuml;r die Liberalen ver&ouml;ffentlicht. SPD und Gr&uuml;ne reagieren mit harter Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/niedersachsen-waffenlobby-macht-wahlkampf-fuer-die-fdp\/7653862.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Meinungsmache durch Meinungsumfragen<\/strong><br>\nWir haben auf den NachDenkSeiten h&auml;ufig darauf hingewiesen, wie durch Meinungsforschungsinstitute durch ihre Umfragen die politische Stimmung beeinflussen k&ouml;nnen und oft auch sollen. Zuletzt <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15862\">hier<\/a>. Wir haben auch gezeigt, wie Parteien durch bestellte Umfragen die &ouml;ffentliche Meinung zu ihren Gunsten zu beeinflussen versuchen, etwa <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4185\">hier<\/a>.<br>\nUnser Leser H.J. geht der Frage inwieweit Meinungsumfragen seri&ouml;s und vertrauensw&uuml;rdig sind am Beispiel der j&uuml;ngsten Umfrage vor der Niedersachsenwahl des Meinungsforschungsinstituts GMS im Auftrag von Sat.1 nach: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130118-Wenn-Sat1-und-die-GMS-Waehler-fragen.pdf\">Wenn Sat.1 und die GMS die W&auml;hler fragen [PDF &ndash; 60 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>DGB fordert Pr&uuml;fstelle f&uuml;r Unterrichtsmaterialien<\/strong><br>\nDer DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften fordern die f&uuml;r Schulpolitik verantwortlichen Stellen auf, eine staatlich verantwortete Pr&uuml;fstelle f&uuml;r Unterrichtsmaterialien einzurichten. Mit gro&szlig;er Besorgnis beobachten die DGB-Gewerkschaften die Zunahme von schulfremden Unterrichtsmaterialien, vor allem aus der Finanz- und Wirtschaftsbranche. Diese Lern- und Lehrmaterialien unterliegen keiner fachlichen und didaktischen Qualit&auml;tskontrolle, hei&szlig;t es in einem gemeinsamen Schreiben von DGB und GEW an die Kultusministerien der L&auml;nder. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften sprechen sich zudem erneut gegen die Einf&uuml;hrung eines zus&auml;tzlichen monodisziplin&auml;ren Unterrichtsfachs Wirtschaft aus, wie es von den Arbeitgeber- und Wirtschaftsverb&auml;nden gefordert wird. Ein solches Fach, das alle Bezugsdisziplinen ausspart, ist weder sinnvoll noch praktikabel, so DGB und GEW in ihrem Schreiben.<br>\nQuelle 1: DGB Wissen aktuell, Pressmitteilung<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130118-Schreiben-an-die-Kultusministerien-und-die-KMK.pdf\">Brief an die Kultusministerien und die KMK [PDF &ndash; 70 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130118-DGB-Beschluss-Wirtschaft-in-der-Schule.pdf\">DGB-Beschluss: Wirtschaft in der Schule [PDF &ndash; 120 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>BR-Politmagazin pro Studiengeb&uuml;hren &ndash; &ldquo;Die Sendung war einseitig ohne Ende&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Wir halten Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r richtig&rdquo;: Das Politmagazin &ldquo;Kontrovers&rdquo; im Bayerischen Rundfunk hat sich f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren starkgemacht. Eine derart eindeutige Haltung zu einem Thema ist im &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen durchaus ungew&ouml;hnlich &ndash; und sorgt f&uuml;r &Auml;rger. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Kontrovers&rdquo; ist nicht die erste Sendung im BR, die eine klare Haltung der Redaktion zeigt. Auch &ldquo;Unser Land&rdquo;, ein Magazin f&uuml;r Landwirtschaft und Umwelt, verkaufte vor einigen Monaten einen Bericht &auml;hnlich. Es ging um die knorrigen Eichen im Spessart. Die BR-Journalisten waren der Meinung, dass es den B&auml;umen besser gehe, wenn die Bayerischen Staatsforsten den Wald bewirtschaften &ndash; als wenn, wie von Greenpeace gefordert, die Eichen der Natur &uuml;berlassen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/br-politmagazin-pro-studiengebuehren-die-sendung-war-einseitig-ohne-ende-1.1575884\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> So sieht es aus, wenn aus einem &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender schleichend ein Staatssender gemacht wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Kalkofes Mattscheibe: Ehrliche Politiker<\/strong><br>\nHeute m&ouml;chte ich eine Lanze f&uuml;r die Aufrichtigkeit unserer Politiker brechen. Schluss mit den bl&ouml;den Witzen und Vorurteilen: CSU-Generalsekret&auml;r Alexander Dobrindt zeigt uns, dass Politiker sehr wohl offen und ehrlich sein k&ouml;nnen. Danke, Herr Dobrindt &ndash; unser Land braucht mehr Menschen wie Sie!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.screen.yahoo.com\/ehrliche-politiker-080000953.html;_ylt=Aqzpp.p2lbWVrZVz_tezP4rc7Esv;_ylu=X3oDMTM0b28zMXFiBG1pdANQbGF5YmFyIEthbGtvZmVzIE1hdHRzY2hlaWJlBHBrZwNhNTdiZTFjYi0wNzdiLTM5NGUtOWFiYS0wMDU4NjA4MzZjYzIEcG9zAzIEc2VjA01lZGlhUGxheWxpc3RCYXI-;_ylg=X3oDMTA1bmkzZDc4BHRlc3QD;_ylv=3?pb_list=77136508-c7c3-4e1c-89d2-5f0dc1162bb3\">Kalkofes Mattscheibe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Nachtrag zu unseren <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15891#h02\">Hinweis #2 (Hochfrequenzhandel)<\/a> von heute morgen<\/strong><br>\nDie Anh&ouml;rung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags ist auch als <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2013\/42358655_kw03_pa_finanzen\/index.html\">Video<\/a> auf den Seiten des Bundestags abrufbar. Insbesondere die Statements von Rudolf Hickel und Dirk M&uuml;ller (54. 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