{"id":15911,"date":"2013-01-21T09:02:51","date_gmt":"2013-01-21T08:02:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911"},"modified":"2013-01-21T11:42:13","modified_gmt":"2013-01-21T10:42:13","slug":"hinweise-des-tages-1801","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h01\">Axel Troost: Steinbr&uuml;cks Finanzmarktregulierung ist mutlos und blutleer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h02\">Greece is like Germany&rsquo;s Weimar Republic<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h03\">Deutscher Sparkassen- und Giroverband: Hochfrequenzhandel &ndash; Entschleunigung st&auml;rkt realwirtschaftliche Verankerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h04\">L&auml;nderfinanzausgleich. Nur noch drei Bundesl&auml;nder zahlen ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h05\">Steigende Immobilienpreise &ndash; Der neue H&auml;userkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h06\">Ungesunde Machenschaften:  Die Komplizen des Maulwurfs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h07\">Noam Chomsky: Die meisten US-Intellektuellen sind moralisch verkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h08\">Afghanistan-Einsatz: Der Krieg der anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h09\">Hunger? Nicht unser Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h10\">Pepe Escobar: Burn, burn &ndash; Africa&rsquo;s Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h11\">Amy Goodman: Die zum Schweigen gebrachte Mehrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h12\">Au&szlig;er Rand und Hand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h13\">&raquo;Armutszeugnis f&uuml;r die SPD&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h14\">Studiengeb&uuml;hren: &bdquo;Signal der Provinzialit&auml;t&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h15\">FR&rdquo;-Betriebsratschef: &ldquo;Es wird gezockt bis zur letzten Sekunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911#h16\">Stimmen zum aus der Westf&auml;lischen Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15911&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Axel Troost: Steinbr&uuml;cks Finanzmarktregulierung ist mutlos und blutleer<\/strong><br>\nDie Ursachenanalyse der Euro-Krise im Antrag von SPD und Gr&uuml;nen ist nur begrenzt richtig; denn sie l&auml;sst einen wichtigen Teil au&szlig;en vor. Nat&uuml;rlich hat die Finanz- und Bankenkrise seit 2008 einen gro&szlig;en Anteil an der Krise im Euro-Raum. Aber Sie blenden die mindestens genauso wichtige zweite Ursache aus, und das ist kein Zufall. Die zweite Ursache &ndash; das sind die Konstruktionsfehler der W&auml;hrungsunion selbst. In einer W&auml;hrungsunion h&auml;tte man die Mitgliedsl&auml;nder darauf verpflichten m&uuml;ssen, sich in wichtigen Schl&uuml;sselbereichen st&auml;ndig abzustimmen, zum Beispiel in der Wirtschafts-, in der Steuer-, in der Lohn-, in der Inflations- und in der Arbeitsmarktpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/6795.steinbruecks-finanzmarktregulierung-ist-mutlos-und-blutleer.html\">Axel Troost<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Greece is like Germany&rsquo;s Weimar Republic<\/strong><br>\nRecently I attended a German economic conference where the Euro crisis was hotly debated. What really shocked me was that economists almost unanimously agreed that the crisis countries&rsquo; recessions are necessary. These economists argued that the ensuing social hardship may be deplorable but necessary to throw unproductive firms out of the market and then allow high productivity firms to prosper, a pre-requisite for future economic growth.<br>\nThis was the philosophy of Herbert Hoover&rsquo;s treasury secretary Andrew Mellon who in the Great Depression thought that the solution to economic hardship was to increase it and to &ldquo;liquidate labor, liquidate stocks, liquidate the farmers, liquidate real estate&rdquo; &ndash; a &ldquo;solution&rdquo; that plunged the world economy and indeed Western civilisation into its deepest crisis. 80 years later, German economists seem to have unlearned the lessons from the Great Depression, the economic meltdown that especially Germans heavily suffered from.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.social-europe.eu\/2013\/01\/greece-is-like-germanys-weimar-republic\/\">Social Europe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutscher Sparkassen- und Giroverband: Hochfrequenzhandel &ndash; Entschleunigung st&auml;rkt realwirtschaftliche Verankerung<\/strong><br>\nDie Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe haben die Entwicklung vom Parketthandel hin zur elektronischen B&ouml;rse unter die Lupe genommen. Sie beschreiben den Wandel des B&ouml;rsengeschehens und die entstandenen Probleme und geben Hinweise f&uuml;r m&ouml;gliche Ansatzpunkte der Regulierung.<br>\nAls problematisch wird von den Chefvolkswirten herausgestellt:\n<ul>\n<li>Explosion der Anzahl von B&ouml;rsenorders<\/li>\n<li>Vertrauensverlust durch den Blitzhandel<\/li>\n<li>Orderbuchverstopfungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.sparkassenzeitung.de\/files\/smfiledata\/9\/1\/0\/2\/7\/20130114StandpunktHochfrequenzhandelfinal.pdf\">Deutscher Sparkassen- und Giroverband [PDF &ndash; 65 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>L&auml;nderfinanzausgleich. Nur noch drei Bundesl&auml;nder zahlen ein<\/strong><br>\nDie Kluft zwischen armen und reichen Bundesl&auml;ndern wird immer gr&ouml;&szlig;er. Dies zeigt die vorl&auml;ufige Abrechnung des L&auml;nderfinanzausgleichs f&uuml;r 2012.  Erstmals in der Geschichte des gesamtdeutschen Ausgleichssystems gibt es nur noch drei Zahler-L&auml;nder &ndash; und 13 arme Nehmer-L&auml;nder. Nachdem NRW sich bereits 2010 aus dem Kreis der Nettozahler verabschiedet hatte, ist nun auch das einst reiche Hamburg erstmals im geeinten Deutschland Nehmerland geworden. Bayern, Baden-W&uuml;rttemberg und Hessen zahlten insgesamt im abgelaufenen Jahr nach vorl&auml;ufigen Berechnungen 7,9 Milliarden Euro in den L&auml;nderfinanzausgleich ein. Mit Abstand gr&ouml;&szlig;ter Nutznie&szlig;er des derzeitigen L&auml;nderfinanzausgleichs ist Berlin. Mit 3,3 Milliarden Euro flie&szlig;en gut 40 Prozent des insgesamt umverteilten Geldes in die Hauptstadt. Gr&ouml;&szlig;ter Zahler ist Bayern, das 3,9 Milliarden Euro in den Finanzausgleich einzahlte. Der Freistaat hatte bereits angek&uuml;ndigt, in K&uuml;rze Verfassungsbeschwerde gegen den L&auml;nderfinanzausgleich einlegen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/laenderfinanzausgleich-nur-noch-drei-bundeslaender-zahlen-ein\/7644414.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Logik mancher Eurokritiker m&uuml;ssten die dreizehn Empf&auml;ngerl&auml;nder aus dem Bund austreten. Unser Finanzausgleich, ist ein ganz gutes Beispiel daf&uuml;r, dass in einen W&auml;hrungsraum ohne Abwertungsm&ouml;glichkeiten und ohne Finanztransfers nichts geht. Nat&uuml;rlich ist zwischen der &ldquo;Herstellung gleichwertiger Lebensverh&auml;ltnisse&rdquo; in der Bundesrepublik und einem Ausgleich zwischen &auml;rmeren und reicheren L&auml;ndern in einer nur in Ans&auml;tzen f&ouml;deralen Eurozone ein gro&szlig;er Unterschied, aber mittelfristig m&uuml;ssen die bisherigen Nettozahler (Strukturfonds) mehr zahlen. Zur Gr&ouml;&szlig;enordnung in der BRD: 2012 mussten die drei Nettozahler in der Bundesrepublik 7,9 Milliarden Euro abgeben; In jeweiligen Preisen gerechnet betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im Jahr 2012 2 645 Milliarden Euro. &ndash; Nat&uuml;rlich k&ouml;nnte Horst Seehofer seine Partei in eine &lsquo;Lega Sud&rsquo; umtaufen, in den Wahlen voll auf &ldquo;Mir-san-mir&rdquo; setzen und auf weitgehende Autonomie Bayerns dr&auml;ngen nach dem Motto: Gemeinsamer Markt ja, aber ohne die &ldquo;himmelschreiende Ungerechtigkeit&rdquo; des Finanzausgleichs.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steigende Immobilienpreise &ndash; Der neue H&auml;userkampf<\/strong><br>\nMieten in Berlin, Hamburg &amp; Co. steigen rasant. Wohnungen sind das Ziel von Spekulanten. Der Kampf zwischen Mietern und Investoren ist er&ouml;ffnet. Wird Wohnen unerschwinglich? [&hellip;]<br>\nViele Deutsche sind wohlhabend geworden im vergangenen Jahrzehnt, trotz Finanz- und Schuldenkrise. Die gute Wirtschaftsentwicklung, hohe Aktienkurse und sprudelnde Unternehmensgewinne haben sie reich gemacht &ndash; ein paar zumindest. Die Verm&ouml;gen sind zunehmend ungleicher verteilt. Die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung besitzt nur ein Prozent des gesamten Verm&ouml;gens, die reichsten zehn Prozent besitzen 53 Prozent. Geldanlagen geh&ouml;ren dazu, Anspr&uuml;che auf Betriebsrenten, Bauland. Und vor allem: Immobilien<br>\nin bester Stadtlage. &bdquo;Sachwerte&ldquo; gelten als besonders guter Inflationsschutz. Und vor Inflation haben die Deutschen immer Angst, jetzt aber besonders. [&hellip;]<br>\nVor allem Anfang des vergangenen Jahrzehnts &ouml;ffnete sich die Schere. Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung stellte 2012 in einer vorl&auml;ufigen Fassung fest: &bdquo;W&auml;hrend die Lohnentwicklung im oberen Bereich in Deutschland positiv steigend war, sind die unteren L&ouml;hne in den vergangenen zehn Jahren preisbereinigt gesunken. Die Einkommensspreizung hat damit zugenommen.&ldquo; Die Experten streiten, wie ungleich oder ungerecht es in Deutschland zugeht. Die Tendenz bleibt jedoch unangefochten: F&uuml;r viele haben sich die Einkommen in der letzten Dekade nicht so entwickelt, dass sie die rasant steigenden Mieten gut verkraften k&ouml;nnten. Geschweige denn selbst in eine Immobilie investieren k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/armut-und-reichtum\/steigende-immobilienpreise-der-neue-haeuserkampf-12031094.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Sogar die FAZ beugt sich der Realit&auml;t und erkennt (zumindest beim Thema Wohnen) an, da&szlig; die krass gestiegene Ungleichheit ein gro&szlig;es Problem ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ungesunde Machenschaften: Die Komplizen des Maulwurfs<\/strong><br>\nWas wusste die Apothekervereinigung vom Datenklau im Bundesgesundheitsministerium? Im Auftrag eines Apothekerlobbyisten soll ein IT-Mitarbeiter Geheimdokumente ausspioniert haben. Jetzt gibt es m&ouml;glicherweise Hinterm&auml;nner. Im Juni 2012 sollte die neue Verordnung in Kraft treten; einige Monate vorher trafen sich die Vertreter der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverb&auml;nde, kurz Abda, mit Sachbearbeitern aus dem Arzneimittelreferat im Hause von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Im Juni 2012 sollte die neue Verordnung in Kraft treten; einige Monate vorher trafen sich die Vertreter der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverb&auml;nde, kurz Abda, mit Sachbearbeitern aus dem Arzneimittelreferat im Hause von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Aktuell jedenfalls besch&auml;ftigt der Vorfall die Justiz in der Hauptstadt, wie die taz aus Ermittlerkreisen erfuhr: Demnach zickten sich bei dem Treffen einige Abda-Leute an, weil einer ihrer Kollegen aus der Berliner Zentrale offenbar ein Papier dabeihatte, das andere Abda-Leute aus den Regionen bis dahin nicht kannten. Der Ministeriumsbeamte jedenfalls, so schildern es Ermittler, wurde daraufhin stutzig. Und erkannte sodann zu seinem Erstaunen, dass das fragliche Papier in den H&auml;nden des Abda-Mannes ein Papier war, das exakt so auch in seinen eigenen &ndash; genau! &ndash; Ministeriumsunterlagen lag. Und nur dort auch liegen durfte. Denn es handelte sich um ein vertrauliches, ausschlie&szlig;lich ministeriumsintern zirkulierendes Dokument. Wie war es in die Abda-Mappe gelangt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F01%2F19%2Fa0201&amp;cHash=5be57282a69d46e9103db5c5b5fd6630\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Naturgem&auml;&szlig; ist es eine Sache, einen kriminellen Zusammenhang gerichtstauglich aufzuzeigen, und eine andere, eine an Evidenz kaum zu &uuml;bertreffende Plausibilit&auml;t eines solchen Zusammenhangs zu konstatieren. Welche und wie auch immer einzelne Akteure pers&ouml;nlich involviert war, Tatsache ist, dass die Apothekenvertreter in den Verhandlungen mit den Ministerium ungew&ouml;hnlich gut vorbereitet auf die spezielle Position der Ministerialbeamten reagieren konnten. Und wenn dann noch nicht einmal dem Ministerb&uuml;ro vorgelegte Vermerke <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!107335\/\">&ldquo;wortgleich in einem pharmazeutischen Fachblatt &ndash; inklusive meiner eigenen Rechtschreibfehler&rdquo;<\/a> erscheinen, ist die Frage, wer da spioniert hat und in welchem Auftrag, gegen&uuml;ber der Feststellung, wer diese Informationen genutzt hat, fast zweitrangig. Es ist nicht vorstellbar, dass die Spitzenvertreter der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverb&auml;nde nicht wussten, dass sie einen solchen Informationsvorsprung nur auf illegale Weise erreichen und entsprechend verwerten konnten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Noam Chomsky: Die meisten US-Intellektuellen sind moralisch verkommen<\/strong><br>\nProfessor Noam Chomsky, einer der prominentesten Kritiker der US-Au&szlig;enpolitik, &auml;u&szlig;ert sich in einem Interview im Magazin TORTURE zur Politik Bushs und Obamas und beklagt die moralische Verkommenheit vieler US-Intellektueller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201301022399\/politik\/welt\/noam-chomsky-die-meisten-us-intellektuellen-sind-moralisch-verkommen.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Afghanistan-Einsatz: Der Krieg der anderen<\/strong><br>\nEs geht voran in Afghanistan! Die Sicherheitslage, sagt der Au&szlig;enminister, habe sich &raquo;weiter stabilisiert&laquo;. Kein deutscher Soldat hat im vergangenen Jahr sein Leben verloren, was &raquo;eine gro&szlig;e Erleichterung&laquo; sei, sagt Westerwelle. In 23 von 34 Provinzen &uuml;bernehmen demn&auml;chst die Afghanen die Verantwortung f&uuml;r die Sicherheit &ndash; &raquo;ein positives Zeichen&laquo;, wie der Au&szlig;enminister findet. Es klingt, als k&ouml;nnten die Deutschen sich demn&auml;chst guten Gewissens verabschieden. 2014 ist der Abzug geplant. Die schlechte Nachricht ist, dass all das wenig besagt. Der Krieg in Afghanistan wird zum B&uuml;rgerkrieg in dem Ma&szlig;, in dem afghanische Truppen es &uuml;bernehmen, den aufst&auml;ndischen Taliban entgegenzutreten. Die Zahl der westlichen Opfer sinkt, daf&uuml;r erleiden die afghanischen Truppen immer schwerere Verluste. Etwa tausend einheimische Soldaten starben im vergangenen Jahr, mehr als je zuvor. Und die hat eben eine Kehrseite: Konsequenter als andere halten sich die Deutschen aus den K&auml;mpfen heraus. Andere Armeen riskieren mehr. Vom 1. Oktober bis zum 9. Dezember registrieren die westlichen Truppen rund 4.240 Sicherheitszwischenf&auml;lle, Angriffe auf afghanische Armee und Polizei, auf Zivilisten und die ausl&auml;ndischen Soldaten. 39 Isaf-Angeh&ouml;rige sterben und 318 werden verletzt. Man muss die Zur&uuml;ckhaltung der Deutschen nicht falsch finden. Im Fr&uuml;hjahr soll der OP North abgebaut werden; wann, wenn nicht jetzt, sollen die einheimischen Truppen lernen, allein zurechtzukommen? Falsch allerdings ist es, aus der geringen Zahl deutscher Opfer auf eine verbesserte Sicherheitslage zu schlie&szlig;en, wie die Bundesregierung es nun tut. Die Deutschen erleiden kaum noch Verluste, weil sie ihren Abzug vorweggenommen und sich &uuml;berwiegend in ihre Lager zur&uuml;ckgezogen haben. Das entspricht dem geplanten R&uuml;ckzug aus Afghanistan, aber es taugt nicht dazu, ihn zu begr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/03\/Bundeswehr-Afghanistan-Abzug\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Zeit-Artikel l&ouml;st Unbehagen aus. Erfreulich ist die Aufdeckung der Verschleierungstaktik der Bundesregierung, dass die &ldquo;erfreuliche deutsche Opferbilanz&rdquo; nicht der verbesserten Sicherheitslage geschuldet sei, sondern dem R&uuml;ckzug der Deutschen in ihr Lager. Seit Monaten sind z.B. die spezialisierten Kampfmittelr&auml;umer nicht mehr im Einsatz gewesen und wegen der &ldquo;angespannten Sicherheitslage&rdquo; bleibt es dabei. &ldquo;Andere Armeen riskieren mehr&rdquo; schreibt die Zeit und l&auml;sst den Eindruck entstehen, die Unsrigen seien mutlos. Auch wenn Hauke Friederichs am Ende einr&auml;umt, dass die einheimischen Truppen irgendwann einmal lernen m&uuml;ssten, &ldquo;allein zurechtzukommen&rdquo;, kommt er nicht zu dem Schlu&szlig;, dass der Afghanistaneinsatz eine &ldquo;mission impossible&rdquo; war. Schade, da Friederichs doch der Wahrheit recht nahe kommt, wenn er berichtet: &ldquo;Der Krieg in Afghanistan wird zum B&uuml;rgerkrieg in dem Ma&szlig;, in dem afghanische Truppen es &uuml;bernehmen, den aufst&auml;ndischen Taliban entgegenzutreten.&rdquo; Der Isaf-Einsatz wird in der Geschichte Afghanistans bestenfalls ein retardierendes Element gewesen sein. Ja, man kann sich fragen, wo ein von den Taliban beherrschtes Afghanistan heute st&uuml;nde. Au&szlig;enpolitisch standen die Taliban schon einmal in Verhandlung mit den USA. Und jetzt steht das Land wieder vor einem allumfassenden B&uuml;rgerkrieg. 40 Prozent aller Diplomaten, Hunderte von afghanischen Regierungsbeamten einschlie&szlig;lich Angestellte des Pr&auml;sidialamtes, Journalisten, Sportler und zahlreiche Studenten haben dies realisiert und kehren nicht von ihren Auslandsaufenthalten zur&uuml;ck. Laut eines Berichts der d&auml;nischen Regierung haben viele Minister ihre Familien <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Raus-aus-Afghanistan\/!108981\/\">im Ausland untergebracht<\/a>.<br>\nDas Kapital ist schon l&auml;ngst weg. Das was der Westen an Aufbauarbeit wirklich geleistet wurde, wird bald nur noch Erinnerung sein.<br>\nDer Afghanistaneinsatz war von vornherein ein Fehler und gegen&uuml;ber unseren get&ouml;teten, verwundeten und seelisch gesch&auml;digten Soldaten ein Verbrechen. Wir, d.h. die rot\/gr&uuml;nen, die schwarz\/roten, schwarz\/gelben Regierungen und wir, die diese gew&auml;hlt haben, haben uns mit Schuld beladen. Die Botschaft des Exkanzlers Helmut Schmidt an die zum Gel&ouml;bnis angetretenen Soldaten im Jahre 2008: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.liberales-netzwerk.de\/main.aspx\/G\/111327\/L\/1031\/R\/-1\/LT\/116673\/A\/1\/ID\/119912\/P\/3\">Ihr k&ouml;nnt Euch darauf verlassen: Dieser Staat wird Euch nicht missbrauchen.<\/a> Denn die W&uuml;rde und das Recht des einzelnen Menschen sind das oberste Gebot &ndash; nicht nur f&uuml;r die Regierenden, sondern f&uuml;r uns alle&rdquo;, war damals schon falsch und ist inzwischen nicht richtiger geworden. Helmut Schmidt und viele Andere haben immer noch nicht begriffen: Vergangenes wiederholt sich nicht in derselben Form. Krieg muss nicht &ldquo;v&ouml;lkisch&rdquo; daherkomnen, der &ldquo;rechtlich geordnete Staat&rdquo; Schmidts kommt heute mit vagen Formeln wie &ldquo;internationale Verantwortung&rdquo; daher. Nicht eine faschistische Diktatur, sondern westliche Demokratien haben sich an ihren eigenen jungen Soldaten vers&uuml;ndigt &ndash; von den afghanischen Opfern ganz zu schweigen. Dass die deutschen Kommandeure in Afghanistan nicht mehr sinnlos unsere jungen Leute ausr&uuml;cken lassen, ehrt sie. Wenn die Kommandeure anderer Nationen weiterhin Menschenleben vergeuden, obwohl mit dem Abzugsdatum das Scheitern, die Niederlage des Westens festgeschrieben wurde, beweisen sie wenig Realit&auml;tssinn bzw. ihre Gleichg&uuml;ltigkeit gegen&uuml;ber Menschenleben.  Die Kommandeure in Afghanistan wie auch unser Verteidigungsminister de Maizi&egrave;re, der Ausbilder und Schutztruppen in Afghanistan belassen will, sollten die j&uuml;ngsten Aussagen von Obamas stellvertretendem Sicherheitsberater, Ben Rhodes, ventilieren. Nicht ein zweitrangiger anonymer Analyst, sondern ein enger Berater Obamas erkl&auml;rt, dass auch ein <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2013-01\/afghanistan-usa-abzug-truppen-obama-karsai\">kompletter Abzug<\/a> der amerikanischen Truppen aus Afghanistan inklusive der Soldaten, die f&uuml;r Anti-Terror-Missionen und die Ausbildung der afghanischen Armee angedacht waren, m&ouml;glich sei. &ndash; F&uuml;r unsere Journalisten wird es Zeit, dem Publikum zu vermitteln, wie es dazu kommen konnte, dass Deutschland in einer Art Nibelungentreue einem &uuml;berforderten US-Pr&auml;sidenten folgen konnte, bevor das Zeithistoriker in 50 Jahren tun. Im &Uuml;brigen gilt es, sich f&uuml;r weitere Eins&auml;tze im Namen &ldquo;internationaler Verantwortung&rdquo; zu wappnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hunger? Nicht unser Problem<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank will weiter mit Agrarrohstoffen spekulieren. Doch auch B&ouml;rsenhandel treibt die Preise f&uuml;r Grundnahrung in die H&ouml;he, sagen Kritiker.<br>\nDie Anstandsfrist bei der Deutschen Bank hat nicht einmal ein Jahr gedauert: Nach einer von Aktivisten erzwungenen Pause will das gr&ouml;&szlig;te deutsche Geldinstitut nun doch wieder neue Spekulationsgesch&auml;fte auf Basis von Lebensmitteln anbieten. Das k&uuml;ndigte Kovorstandschef J&uuml;rgen Fitschen am Samstag am Rande der Agrarmesse Gr&uuml;ne Woche in Berlin an.<br>\nIm M&auml;rz 2012 hatte das Unternehmen nach Kritik der Verbraucherorganisation Foodwatch erkl&auml;rt, es werde vorerst keine neuen Geldanlagen auf der Basis von Grundnahrungsmitteln an die B&ouml;rse bringen. Foodwatch und Entwicklungsorganisationen kritisieren die steigende Nachfrage an den B&ouml;rsen nach Liefervertr&auml;gen f&uuml;r Agrarrohstoffe wie Mais, Soja oder Weizen. Sie sei einer der Gr&uuml;nde, weshalb die Preise f&uuml;r Nahrungsmittel zum Beispiel vor den Hungerrevolten in manchen Entwicklungsl&auml;ndern 2008 gestiegen waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Geschaefte-der-Deutschen-Bank\/!109375\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pepe Escobar: Burn, burn &ndash; Africa&rsquo;s Afghanistan<\/strong><br>\nOne&rsquo;s got to love the sound of a Frenchman&rsquo;s Mirage 2000 fighter jet in the morning. Smells like&hellip; a delicious neo-colonial breakfast in Hollandaise sauce. Make it quagmire sauce.<br>\nApparently, it&rsquo;s a no-brainer. Mali holds 15.8 million people &ndash; with a per capita gross domestic product of only around US$1,000 a year and average life expectancy of only 51 years &ndash; in a territory twice the size of France (per capital GDP $35,000 and upwards). Now almost two-thirds of this territory is occupied by heavily weaponized Islamist outfits. What next? Bomb, baby, bomb.<br>\nSo welcome to the latest African war; Chad-based French Mirages and Gazelle helicopters, plus a smatter of France-based<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/atimes.com\/atimes\/Global_Economy\/OA19Dj02.html\">Asia Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Hintergr&uuml;nde, die Pepe Escobar in seinem Artikel aufarbeitet, sind hoch informativ. Wie so oft schie&szlig;t Escobar jedoch &uuml;bers Ziel hinaus. So &uuml;bersch&auml;tzt er die Rolle der USA bei der St&auml;rkung des militanten Islamismus gewaltig und besch&ouml;nigt Chinas Au&szlig;en- und Au&szlig;enwirtschaftspolitik. Escobars Weltbild ist das &ldquo;Globalistan&rdquo;, ein geostrategisches Modell, bei dem die beiden Weltm&auml;chte USA (b&ouml;se) und China (gut) ein <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/The_Great_Game\">&ldquo;Great Game&rdquo;<\/a> um die Energieressourcen der Welt spielen. Auch das mag durchaus interessant sein, leider zeichnet sich der Autor jedoch vor allem dadurch aus, jeden weltpolitischen Vorgang in sein Weltbild zu pressen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Amy Goodman: Die zum Schweigen gebrachte Mehrheit<\/strong><br>\n&ldquo;Die Medien k&ouml;nnten die gr&ouml;&szlig;te Friedensmacht der Welt sein, stattdessen werden sie als Kriegswaffen eingesetzt&rdquo;, sagt Amy Goodman. Kriegskritiker k&auml;men in den USA praktisch nicht zu Wort, abweichende Meinungen w&uuml;rden ausgefiltert. Die Medienkonzerne g&auml;ben oft nur die Positionen der Konzerne und der Politiker wieder, die von Konzernen finanziert werden. So schrumpfe die von den Medien abgebildete Meinungsvielfalt in den USA zunehmend. &ldquo;Ich nenne es &lsquo;die zum Schweigen gebrachte Mehrheit&rsquo;, denn diejenigen, die gegen Krieg, gegen Folter sind, die wegen Armut und der Kontrollmacht der Unternehmen tief besorgt sind, sind keine Randgruppe. Sie sind nicht einmal eine schweigende Mehrheit, sondern eine Mehrheit, die zum Schweigen gebracht wird. Sie wird mundtot gemacht von Medienunternehmen, und das m&uuml;ssen wir &auml;ndern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/313\">Kontext-TV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Au&szlig;er Rand und Hand<\/strong><br>\nDer Markt wird alles richten? Von wegen! Dass das nicht stimmt, wissen selbst die Ameisen. Eine evolutionsbiologische Deutung<br>\nDas Gemeinwohl haben wir selten im Sinn. Schon der &Ouml;konom Adam Smith wusste, dass es uns meistens um das eigene Interesse geht. Trotzdem funktionieren die komplexen Systeme von Wirtschaft und Gesellschaft oftmals ohne Interventionen der Politik. Laut Smith ist daf&uuml;r die &bdquo;unsichtbare Hand&ldquo; verantwortlich: Indem wir &shy;unseren Eigeninteressen nachgehen, f&ouml;rdern wir ungewollt Ziele, die auf die Gemeinschaft einzahlen. Smiths Idee basiert auf zwei zentralen Thesen. Erstens: Die Wirtschaft ist ein sich selbst regulierendes System. Zweitens: Es ist nicht notwendig, dass der Einzelne das Gemeinwohl explizit im Sinn hat.<br>\nDieses Ph&auml;nomen l&auml;sst sich nicht nur f&uuml;r unsere Gesellschaft untersuchen, sondern f&uuml;r jedes durch die Evolution hervorgebrachte komplexe System. Ein Blick in die Tierwelt kann uns dabei helfen, die Idee der &bdquo;unsichtbaren Hand&ldquo; neu zu definieren. Gemeinsam mit dem &Ouml;konomen John Gowdy will ich dieses Projekt angehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/david-sloan-wilson\/5722-adam-smith-auf-dem-pruefstand#5722\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Armutszeugnis f&uuml;r die SPD&laquo;<\/strong><br>\nKanzlerkandidat Steinbr&uuml;ck hat keine eigenen Ideen mehr &ndash; er klaut bei der Linkspartei. Ein Gespr&auml;ch mit Sahra Wagenknecht<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/01-19\/018.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Studiengeb&uuml;hren: &bdquo;Signal der Provinzialit&auml;t&ldquo;<\/strong><br>\nWer von akademischer Bildung pers&ouml;nlich profitiert, sollte zumindest einen Teil der Kosten mittragen&ldquo;, argumentiert der M&uuml;nchner Bildungs&ouml;konom Ludger W&ouml;&szlig;mann. &bdquo;Studierende sind meist die Besserverdienenden von morgen.&ldquo;<br>\nWenn Universit&auml;ten komplett aus Steuermitteln finanziert werden, bezahlt die Krankenschwester das Studium der Tochter des Chefarztes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/magazin.spiegel.de\/reader\/index_SP.html#j=2013&amp;h=4&amp;a=90638287\">Spiegel Printausgabe<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Bertelsmann-Blatt Spiegel spielt mal wieder den Lautsprecher f&uuml;r das bertelsmannsche CHE und damit f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren. (Der Bertelsmann AG geh&ouml;ren dreiviertel des Magazinhauses Gruner + Jahr und dieser Verlag hat wiederum mit 25,25 Prozent eine Sperrminorit&auml;t im Spiegel Verlag.)<br>\nDer Spiegel meint wohl, dass kalter Kaffee besser schmeckt, wenn er nicht nur einmal sondern mehrfach wieder aufgew&auml;rmt wird. Diese ungenie&szlig;bare Br&uuml;he wird nun schon seit Jahren immer wieder aufgetischt, wenn es galt bildungsbenachteiligte Schichten oder W&auml;hlerkreise aus der Facharbeiterschaft gegen die Studiengeb&uuml;hrenfreiheit aufzuwiegeln.<br>\nDie Behauptung die Krankenschwester w&uuml;rde das Studium der Tochter des Chefarztes bezahlen, Studiengeb&uuml;hren schafften also  mehr &bdquo;Verteilungsgerechtigkeit&ldquo; hat nun schon vor &uuml;ber zwei Jahrzehnten einmal der Erlanger Finanzwirtschaftler Karl-Dieter Gr&uuml;ske in die Debatte eingebracht (Karl-Dieter Gr&uuml;ske, Verteilungseffekte der &ouml;ffentlichen Hochschulfinanzierung in der Bundesrepublik Deutschland, in: Reinar L&uuml;deke (Hg.), Bildung, Bildungsfinanzierung und Einkommensverteilung II. Schriften des Vereins f&uuml;r Socialpolitik, NF Bd.221\/II, Berlin 1994, S. 71 &ndash; 147.) Seine Studie wurde zwar zwischenzeitlich schon mehrfach widerlegt (Bernhard Nabe und Roman Jaich, Bildungsfinanzierung in Deutschland, Kassel 2002; siehe auch: Richard Sturn und Gerhard Wohlfahrt, Umverteilungswirkungen der &ouml;ffentlichen Hochschulfinanzierung in Deutschland. Zusammenfassung eines Gutachtens im Auftrag des Deutschen Studentenwerks, Graz 2000).<br>\nDoch selbst wenn es richtig w&auml;re, dass s&auml;mtliche Akademiker, an die Spitze der Einkommensbezieher vorr&uuml;cken, ihr Studium aber auf Kosten der Allgemeinheit geschenkt bekommen, so w&auml;re diese Aussage entweder trivial oder allenfalls ein weiteres Beispiel f&uuml;r ein sozial ungerechtes Steuersystem.<br>\nTrivial w&auml;re das Argument deshalb, weil f&uuml;r viele &ouml;ffentliche Leistungen gilt, dass sie von geringer Verdienenden mitfinanziert werden, ohne dass diese von ihnen in Anspruch genommen w&uuml;rden: Das f&auml;ngt bei den polizeilichen Sicherheitsma&szlig;nahmen f&uuml;r Spitzenverdiener an, geht &uuml;ber Opernh&auml;user und h&ouml;rt bei den Forschungssubventionen f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen nicht auf. Mit der gleichen Begr&uuml;ndung k&ouml;nnte man auch Geb&uuml;hren f&uuml;r den Besuch eines Gymnasiums einf&uuml;hren, weil ja die Arbeiter die Kosten f&uuml;r die Gymnasiasten bezahlen, denn Arbeiterkinder sind in dieser Schulform unterrepr&auml;sentiert. Wer &bdquo;den Staat&ldquo; nur f&uuml;r das bezahlen will, wof&uuml;r er eine unmittelbare Gegenleistung erh&auml;lt, will weg von der Errungenschaft des &bdquo;Steuerstaats&ldquo; und hin zum &bdquo;Geb&uuml;hrenstaat&ldquo;. Im &bdquo;Geb&uuml;hrenstaat&ldquo; zahlt jeder nur die Leistung, die er in Anspruch nimmt &ndash; sofern er sie bezahlen kann. Ein sozialer Ausgleich &uuml;ber eine Steuerprogression findet im nicht mehr statt. Der &bdquo;Geb&uuml;hrenstaat&ldquo; hei&szlig;t Verteilung und Inanspruchnahme &ouml;ffentlicher Leistungen nach der &bdquo;Prim&auml;rverteilung&ldquo;, also nach den bestehenden Verm&ouml;gens- und Verteilungsverh&auml;ltnissen.<br>\nIn der Bildungspolitik, wo es ja um die Verteilung der Chancen der zuk&uuml;nftigen Generation geht, wo also wenigstens nicht schon die Zukunftschancen f&uuml;r junge Leute vom &bdquo;Geldbeutel&ldquo; der Eltern abh&auml;ngig sein sollten, kann oder sollte es jedenfalls nicht von den bestehenden Verm&ouml;gensverh&auml;ltnissen abh&auml;ngen, ob jemand seine Bildungschancen bezahlen kann oder nicht.<br>\nSollte es tats&auml;chlich so sein, dass ein besser verdienender Akademiker die &ouml;ffentlichen Kosten f&uuml;r sein Studium nicht &uuml;ber seine sp&auml;ter abzuf&uuml;hrende (Einkommens- oder Ertrags-) Steuer refinanziert, dann hie&szlig;e das schlicht, dass er im Vergleich zum geringer verdienenden Nichtakademiker zu wenig Einkommens- oder Verm&ouml;gensteuern bezahlen muss.<br>\nEs w&auml;re dann jedenfalls erheblich gerechter, um ein Vielfaches einfacher und weniger aufw&auml;ndig, den bisherigen Spitzensteuersatz zu erh&ouml;hen, statt &uuml;ber ein teures zus&auml;tzliches Verwaltungsverfahren eine Studiengeb&uuml;hr in gerade in der Lebensphase eines jungen Menschen einzutreiben, wo er jedenfalls nicht viel verdient oder noch nicht viel verdient hat. Das bedeutete n&auml;mlich einen weiteren Bruch des &bdquo;Generationenvertrages&ldquo;.<br>\nVerteilungs- und Chancengerechtigkeit w&uuml;rden im &Uuml;brigen viel direkter dadurch erreicht, wenn man die F&ouml;rderung der Kinder von Geringverdienern so attraktiv machte, dass sie &ndash; wenn man schon so rechnen will &ndash; wenigstens bis zu ihrem Anteil an der Finanzierung der Hochschulausbildung auch an den Hochschulen vertreten w&auml;ren. Besser w&auml;re nat&uuml;rlich noch, wenn alle Einkommensschichten einigerma&szlig;en gleich repr&auml;sentiert w&auml;ren.<br>\nMit Studiengeb&uuml;hren h&auml;tte die Tochter der vielzitierten &bdquo;Arzthelferin&ldquo; jedenfalls eine noch viel h&ouml;here Finanzbarriere f&uuml;r ein Studium zu &uuml;berwinden.<br>\nWenn es so ist, dass die Krankenschwester das Studium ihres Chefarztes mitbezahlt, dann w&auml;re es genauso naheliegend wie die Bildungskosten zu privatisieren, daf&uuml;r zu sorgen, dass niedrigere Einkommensbezieher entsprechend ihrem Anteil an der Finanzierung der Hochschulausbildung auch als Studierende vertreten sind. Das w&auml;re ein Beitrag zur Chancengleichheit, aber nicht die Privatisierung der Bildungskosten. Das stabilisiert nur den vorhandenen ungleichen Anteil der sozialen Schichten an den Hochschulen. Noch mehr: das versch&auml;rft sogar die soziale Selektion.<br>\nEs wird weiter unterschlagen, dass im Durchschnitt sowieso die H&auml;lfte der Studienkosten von Privat getragen wird, wie Dohmen und Hoi in einer Studie aus dem Jahre 2004 gezeigt haben. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts kostet ein Studierender den Staat im Durchschnitt 7.170 &euro;. Ungef&auml;hr genauso viel, n&auml;mlich 7.200 &euro;, muss jeder Studierende im Durchschnitt f&uuml;r seinen Lebensunterhalt aufbringen. Zum anderen basiert die Behauptung auf einer unzul&auml;ssigen Partialbetrachtung. Genauso k&ouml;nnte man behaupten, es sei ungerecht, dass die Akademikerin die Stra&szlig;en f&uuml;r die Spediteure finanziert.<br>\nUnd nat&uuml;rlich zieht der Spiegel f&uuml;r seine Argumentation pro Studiengeb&uuml;hren eine <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10956\">WZB-Studie<\/a> heran, wonach Studiengeb&uuml;hren keinen negativen Effekte auf die Studierneigung h&auml;tten. Nat&uuml;rlich hat der Autor Jan Friedmann die Studie nicht gelesen, sonst h&auml;tte er lesen k&ouml;nnen, dass die Autoren dieser Studie ihr Ergebnis selbst einschr&auml;nken, indem sie abschlie&szlig;end bemerken, dass ihre Befunde nicht zu dem Fazit verleiten sollten, dass Studiengeb&uuml;hren per se keinen negativen Effekt auf die Studierneigung h&auml;tten. So k&ouml;nnten etwa Aussagen dar&uuml;ber, wie sich die Studierneigung ver&auml;ndere, wenn Studiengeb&uuml;hren (&uuml;ber die angenommenen 500 Euro pro Semester) erh&ouml;ht w&uuml;rden, aus den Ergebnissen nicht ableiten lassen. (S. 23)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>FR&rdquo;-Betriebsratschef: &ldquo;Es wird gezockt bis zur letzten Sekunde<\/strong><br>\nDer &ldquo;Frankfurter Rundschau&rdquo; l&auml;uft die Zeit davon. Nur noch bis Ende Januar ist der Betrieb der angez&auml;hlten Traditionszeitung gesichert. Sollte Insolvenzverwalter Frank Schmitt bis zum Monatsende keinen Investor f&uuml;r das defizit&auml;re Blatt finden, dann droht das endg&uuml;ltige Aus. &ldquo;FR&rdquo;-Betriebsratschef Marcel Bathis glaubt trotzdem an die Zukunft der 1945 gegr&uuml;ndeten Tageszeitung. &ldquo;Ich bin davon &uuml;berzeugt, dass die Frankfurter Rundschau &uuml;berleben wird&rdquo;, sagt Bathis im Gespr&auml;ch mit HORIZONT.NET. F&uuml;r die meisten Angestellten des Druck- und Verlagshauses Frankfurt, in dem neben der linksliberalen Zeitung auch die hauseigene Druckerei angesiedelt ist, sieht er dennoch schwarz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.horizont.net\/aktuell\/medien\/pages\/protected\/FR-Betriebsratschef-Es-wird-gezockt-bis-zur-letzten-Sekunde_112434.html\">HORIZONT.NET<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Stimmen zum aus der Westf&auml;lischen Rundschau:<\/strong>\n<ul>\n<li>Aus f&uuml;r &bdquo;WR&ldquo; ist Gl&uuml;cksfall f&uuml;r ARD und ZDF<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrbarone.de\/aus-fuer-wr-ist-gluecksfall-fuer-ard-und-zdf\/\">Ruhrbarone<\/a><\/li>\n<li>WR-Demo in Dortmund: W&uuml;tende Journalisten und heuchelnde Politiker<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrbarone.de\/wr-demo-in-dortmund-wuetende-journalisten-un-heuchelnde-politiker\/\">Ruhrbarone<\/a><\/li>\n<li>Der Identit&auml;tsverlust der WAZ<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2013\/01\/18\/der-identitatsverlust-der-waz\/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=der-identitatsverlust-der-waz\">Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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