{"id":15920,"date":"2013-01-22T09:05:59","date_gmt":"2013-01-22T08:05:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920"},"modified":"2013-01-22T21:42:01","modified_gmt":"2013-01-22T20:42:01","slug":"hinweise-des-tages-1802","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h01\">Landtagswahl Niedersachsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h02\">Die Wahlen auf SPIEGEL-Online<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h03\">Deutscher Export&uuml;berschuss &uuml;ber EU-Warnschwelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h04\">EZB-Chefvolkswirt &ndash; Europas Wirtschaft schrumpft weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h05\">Politiker in der Finanzkrise &ndash; Interviews zum Thema Rente, Pflege, Banken und soziale Unsicherheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h06\">Mister Euro: Auf der deutschen Linie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h07\">Kaum Privatisierungserl&ouml;se in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h08\">Auch der DGB verdient an Leiharbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h09\">Tarifrunde 2013: Lohndumping beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h10\">AWO-Sozialbarometer: Furcht vor finanzieller und sozialer Not im Alter nimmt zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h11\">Das Missverst&auml;ndnis mit der Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h12\">Wolfgang D&auml;ubler: Arbeitsrecht nach &ldquo;Gutsherrenart&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h13\">Auf Rechnung der Sparkassen: Sterne-Hotel und Dampferfahrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h14\">Zeitungskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h15\">Das Allerletzte: Tombola &ndash; Arbeitsvermittler verlost Arbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920#h16\">TV-Tipp: Heute &bdquo;Neues aus der Anstalt&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15920&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Landtagswahl Niedersachsen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zitterwahl in Niedersachsen: So haben die Parteien von der W&auml;hlerwanderung profitiert<\/strong><br>\nCDU-W&auml;hler p&auml;ppelten die FDP, die SPD mobilisierte die meisten Nichtw&auml;hler, die Linke gab an alle Parteien W&auml;hler ab &ndash; und die Gr&uuml;nen durften sich &uuml;ber einen Zustrom aus allen Parteien freuen: Die W&auml;hlerwanderungen in Niedersachsen im &Uuml;berblick.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/landtagswahl-in-niedersachsen-die-waehlerwanderungen-im-ueberblick-a-878621.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine durchaus interessante Frage w&auml;re inwieweit mit Umfrageergebnissen das W&auml;hlerverhalten beeinflussbar bzw. manipulierbar ist? Obwohl FDP als auch die Linke unter der F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde gesehen wurde, k&ouml;nnte der Wahlausgang unterschiedlicher nicht sein. W&auml;hrend die FDP ein fulminantes Ergebnis hinlegte, offenbar motivierten die Umfragewerte gerade Unionsw&auml;hler die FDP &uuml;ber die F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde zu heben (laut Wahlanalyse bekam die FDP 100.000 Stimmen von der CDU), wurde das schlechte Abschneiden der Linken best&auml;tigt indem potentielle Unterst&uuml;tzer wohl nicht zur Wahl gingen (die Linke verlor mehr als 35.000 Stimmen an das Lager der Nichtw&auml;hler). Das konsequente totschweigen der Linken in den Mainstreammedien zeigt so Wirkung. Der gr&ouml;&szlig;te Teil der W&auml;hler d&uuml;rfte &uuml;ber die Positionen der Linken vermutlich so gut wie gar nichts wissen. W&auml;hrend die FDP sich &uuml;ber Dauerpr&auml;senz in den Medien freuen kann &ndash; ob positiv oder negativ spielt letztendlich keine Rolle, da es entscheidend ist, dass die FDP in der &ouml;ffentlichen Diskussion pr&auml;sent ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Horst Kahrs: Die Wahl zum 17. Nieders&auml;chsischen Landtag am 20. Januar 2013<\/strong><br>\nWahlnachtbericht und erste Analyse\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130122_01.jpg\" alt=\"Die Wahl zum 17. Nieders&auml;chsischen Landtag\" title=\"Die Wahl zum 17. Nieders&auml;chsischen Landtag\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/sonst_publikationen\/NDS_2013_LTW_Wahlnachbericht.pdf\">Rosa Luxemburg Stiftung [PDF &ndash; 5.2 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ergebnisse und Schnellanalysen auf Basis der Kurzfassung des Infratest-dimap-Berichts f&uuml;r die SPD<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130122%20Wahlanalyse%20SPD.pdf\">SPD [PDF &ndash; 760 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Verzockt<\/strong><br>\nDie Union aber muss feststellen, dass sie das Gerechtigkeitsthema total verschlafen und entgegen dem Merkel&rsquo;schen Habitus nicht rechtzeitig vor den Sozialdemokraten besetzt hat. Nur auf Wirtschaftswachstum und Besch&auml;ftigung zu setzen, erweist sich als zu technokratisch und vernachl&auml;ssigt die ethische Dimension des Wirtschaftens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/richard-schuetze\/5759-regierungswechsel-in-niedersachsen\">The European<\/a><\/li>\n<li><strong>Uwe Sch&uuml;nemann war nicht nur dumm, er war auch noch stolz darauf. Genau deshalb war er der beste Innenminister der Welt.<\/strong><br>\nUwe Sch&uuml;nemann ist nicht l&auml;nger Innenminister von Niedersachsen. Weltpolitisch ist das die einzig bedeutende Nachricht, die von diesem Wahlabend in Hannover ausgeht. Denn wer dieses &ouml;de Sumpfland zwischen Amsterdam und Magdeburg regiert, das nur hin und wieder von rudiment&auml;ren Anzeichen von Zivilisation (Kohl- und R&uuml;ben&auml;cker) unterbrochen wird und das f&uuml;r ein Atomm&uuml;llendlager keine schlechte Wahl ist, interessiert selbst in Niedersachsen wenig mehr als die H&auml;lfte der &ouml;rtlichen Bev&ouml;lkerung, geschweige denn, dass sich sonst jemand darum scheren w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Schuenemann-nach-Niedersachsen-Wahl\/!109437\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Wahlen auf SPIEGEL-Online<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Comeback des Kandidaten<\/strong><br>\n[&hellip;] Es ist ja alles gutgegangen. Ziemlich gut sogar, viel besser, als man das zuletzt gedacht h&auml;tte. Angesichts der nicht enden wollenden Patzer des Kanzlerkandidaten waren manche in der SPD auch in Niedersachsen auf jenen Absturz gefasst gewesen, der seit l&auml;ngerem im Bund zu besichtigen ist. Das ist nicht eingetreten, im Gegenteil: Rot-Gr&uuml;n, das wird nach einem langen Wahlabend klar, hat schon wieder ein Land gedreht. Und so wird aus dem miserablen Start ins Bundestagswahljahr pl&ouml;tzlich ein guter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/niedersachsen-beschert-spd-comeback-des-kanzlerkandidaten-steinbrueck-a-878669.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Seit Peer Steinbr&uuml;ck von seinen Genossen in den Ring geworfen wurde, ist der Vorsprung von Rot\/Gr&uuml;n (Umfragen von Infratest Dimap und Wahlergebnis) um fast 8 Prozentpunkte geschrumpft.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130122_02.gif\" alt=\"Vorsprung von Rot\/Gr&uuml;n geschrumpft\" title=\"Vorsprung von Rot\/Gr&uuml;n geschrumpft\"><\/p>\n<p><em>Es hat zwar noch gerade so gereicht und die SPD konnte dabei von Gl&uuml;ck reden, dass die Gr&uuml;nen so stark und Linke und Piraten so schwach abgeschnitten haben und das historisch zweitschlechteste Ergebnis in Niedersachsen gereicht hat, um den lange als sicher verbuchten Regierungswechsel zu realisieren. Daraus nun jedoch ein &bdquo;Comeback&ldquo; des Kandidaten Steinbr&uuml;ck zu machen, ist schon ziemlich dreist und zeigt, dass SPON kein gro&szlig;es Interesse an einer seri&ouml;sen Berichterstattung hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkels Machtverlust in Niedersachsen: Der Schwung ist weg<\/strong><br>\n[&hellip;] Zum Auftakt des Bundestagswahljahres ist diese Schlappe eine deutliche Warnung f&uuml;r die Kanzlerin. Nach der demoskopischen Aufholjagd der vergangenen Wochen in Niedersachsen hat die Union es verpasst, sich Schwung f&uuml;r den bevorstehenden Wahlkampf zu holen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/niedersachsen-niederlage-der-cdu-vermiest-merkel-start-ins-wahljahr-a-878688.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Angela Merkel hat nun zum zw&ouml;lften Mal in Folge ihre schwarz-gelbe Mehrheit im Bund nicht auf Landesebene durchsetzen k&ouml;nnen. Von welchem Schwung fabuliert SPON denn da eigentlich? Es ist ja richtig, dass die SPD sich standhaft weigert, Merkel den &bdquo;Coup de gr&acirc;ce&ldquo; zu verabreichen und ihr (nicht nur) durch die Steinbr&uuml;ck-Nominierung unfreiwillige Wahlkampfhilfe angedeihen l&auml;sst &ndash; das alles kann jedoch nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass auch Schwarz\/Gelb kein Erfolgsmodell ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutscher Export&uuml;berschuss &uuml;ber EU-Warnschwelle<\/strong><br>\nDer Export&uuml;berschuss Deutschlands betrug im vergangenen Jahr 6,4 Prozent der Wirtschaftsleistung, hat das Ifo-Institut ausgerechnet. Betr&auml;gt dieser Wert dauerhaft mehr als 6 Prozent, gef&auml;hrdet das nach Ansicht der EU die Stabilit&auml;t des Wirtschaftssystems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/aussenhandel-deutscher-exportueberschuss-ueber-eu-warnschwelle-12032644.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Wert von 6% ist ohnehin bereits eine <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11748\">&bdquo;Lex Germania&ldquo;<\/a> und Wolfgang Sch&auml;uble hat sogar durchgesetzt, dass ein &Uuml;berschreiten der Leistungsbilanzsaldogrenze nach oben nicht sanktioniert werden kann. Deutschland &bdquo;darf&ldquo; also munter weitermachen und die EU destabilisieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EZB-Chefvolkswirt &ndash; Europas Wirtschaft schrumpft weiter<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) rechnet mit einem weiteren R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung in Europa, ist zugleich aber Sorgen vor einem kr&auml;ftigen Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland entgegengetreten.<br>\n&ldquo;Leider sind wir immer noch in einer Phase, in der die Wirtschaft in Europa schrumpft&rdquo;, sagte EZB-Chefvolkswirt Peter Praet der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rdquo;. &ldquo;Es gibt positive Anzeichen, aber es ist noch nicht entschieden, dass wir uns am Wendepunkt zum Guten befinden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/economicsNews\/idDEBEE90J00H20130120\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber Sch&auml;uble meint, &bdquo;die Eurozone (hat) den schlimmsten Teil der Krise [bereits] &uuml;berstanden&ldquo;. Siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15898\">&bdquo;Leidet Wolfgang Sch&auml;uble unter Realit&auml;tsverlust?&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Politiker in der Finanzkrise &ndash; Interviews zum Thema Rente, Pflege, Banken und soziale Unsicherheit<\/strong><br>\nUnter dem Titel &bdquo;Das M&auml;rchen der Deutschen&ldquo; hat der Journalist und Dokumentarfilmer Ralph T. Niemeyer Bilder aus der sozialen Realit&auml;t in Deutschland den &Auml;u&szlig;erungen von zust&auml;ndigen Politikern und Experten gegen&uuml;bergestellt. Er fragte Renate K&uuml;nast, ob nicht vor allem die Banken von den Rettungsfonds profitieren; er fragte Frank-Walter Steinmeier, ob er es bedauere, seinerzeit die Hedegfonds nach Deutschland eingeladen zu haben; er fragte EU-Pr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso, ob es nicht an der Zeit sei, die Banken ein wenig leiden zu lassen. Und zeigt, wie sie sich herausreden. Der einst&uuml;ndige Dokumentarfilm wird am 1. Februar 2013 um 19 Uhr in Ludwigshafen gezeigt (ver.di-Haus, Kaiser-Wilhelm-Stra&szlig;e 7, mit Kathrin Senger-Sch&auml;fer und Bernd Riexinger, Eintritt frei).<br>\nNiemeyer hat Betroffene, aber auch Experten wie den K&ouml;lner Professor Butterwegge und Politiker von allen im Bundestag vertretenen Parteien befragt, darunter Jens Spahn (CDU, MdB), Kathrin Senger-Sch&auml;fer (DIE LINKE, MdB), Renate K&uuml;nast (DIE GR&Uuml;NEN), Frank &ndash; Walter Steinmeier (SPD), Norbert Bl&uuml;m, Sahra Wagenknecht und Albrecht M&uuml;ller (Planungschef der Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt). Niemeyer, der schon aus Bonn, Moskau, Washington und Br&uuml;ssel berichtet hat und unter anderen Helmut Schmidt, Helmut Kohl, Michail Gorbtschow, Nelson Mandela und Hugo Chavez interviewt hat, erl&auml;utert, mit dem Dokumentarfilm wolle er &bdquo;die Gr&uuml;nde f&uuml;r Armut, Altersarmut und soziale Un-Sicherheit entlarven und den Zusammenhang zu Finanz- und Eurokrise herstellen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/2013\/01\/21\/das-marchen-der-deutschen\/\">ngo-online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mister Euro: Auf der deutschen Linie<\/strong><br>\nK&uuml;nftig soll die W&auml;hrungsunion von dem neuen niederl&auml;ndischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem geleitet werden. Dijsselbloem war erst im Herbst zum Finanzminister ernannt worden und ist selbst f&uuml;r die meisten Holl&auml;nder ein unbeschriebenes Blatt. Auf einen deutschen Vorschlag geht denn auch die Wahl des Niederl&auml;nders Dijsselbloem zur&uuml;ck. Urspr&uuml;nglich wollte Sch&auml;uble selbst Eurogruppenchef werden, doch er scheiterte am Veto Frankreichs. Wie so oft hat sich die EU auch diesmal f&uuml;r einen politischen Nobody entschieden. K&uuml;nftig werde es weniger um Krisenmanagement und mehr um Wachstum gehen, k&uuml;ndigte Dijsselbloem in einem Brief an seine Amtskollegen an. Verbal ging er damit auf Frankreich und die anderen S&uuml;dl&auml;nder zu. Allerdings soll das Wachstum nicht mit neuen Ausgaben, sondern vor allem durch Strukturreformen erreicht werden &ndash; und da liegt Dijsselbloem wieder ganz auf der deutschen Linie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F01%2F22%2Fa0075&amp;cHash=82470a88a171cbf91e10483ec42daa34\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ob Jeroen Dijsselbloem wirklich der deutschen Linie folgt, wird sich erweisen. Schlie&szlig;lich hat auch Frankreich, das in der Besetzung europ&auml;ischer Spitzenpositionen recht geschickt ist, f&uuml;r ihn gestimmt. Zu vermuten ist eher, dass viele darauf bauen, seine Unerfahrenheit f&uuml;r die eigenen Zwecke nutzen zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kaum Privatisierungserl&ouml;se in Griechenland<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat sich entt&auml;uscht &uuml;ber das Privatisierungsprogramm in Griechenland gezeigt. Wie aus einer Antwort der Regierung (17\/11996) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17\/11797) hervorgeht, wurden bis Ende vergangenen Jahres Privatisierungserl&ouml;se in H&ouml;he von 100 Millionen Euro erzielt. Eingeplant gewesen seien urspr&uuml;nglich 15 Milliarden. In diesem Jahr werden 2,6 Milliarden statt der urspr&uuml;nglich genannten 22 Milliarden Euro Privatisierungserl&ouml;se erwartet. Wie aus der &Uuml;bersicht weiter hervorgeht, wurde der Umfang der Privatisierungseinnahmen immer weiter gesenkt und zeitlich gestreckt. Waren urspr&uuml;nglich 50 Milliarden Euro Privatisierungseinnahmen bis Ende 2015 eingeplant, so sind es jetzt noch 8,5 Milliarden bis Ende 2016.<br>\n&bdquo;Ein ganz wesentlicher Faktor, der zu den revidierten Einsch&auml;tzungen zur Entwicklung Griechenlands gef&uuml;hrt hat, ist aus Sicht der Bundesregierung darin zu sehen, dass Griechenland das Anpassungsprogramm nicht vereinbarungsgem&auml;&szlig; umgesetzt hat&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_01\/2013_033\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Im bornierten dogmatischen Denken der Bundesregierung liegt das Scheitern von Privatisierungsvorhaben nur daran, dass Griechenland das oktroyierte Austerit&auml;tsprogramm nicht vereinbarungsgem&auml;&szlig; umgesetzt hat. Wir hatten das Scheitern aus ganz anderen Gr&uuml;nden schon vor einem Jahr vorausgesagt. Siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9602\">&bdquo;Die griechische Krise und das Dilemma der Privatisierungen&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Auch der DGB verdient an Leiharbeit<\/strong><br>\nZeitarbeit ist in deutschen Unternehmen allgegenw&auml;rtig &ndash; und wird von den Gewerkschaften zum Teil scharf kritisiert. Der Deutsche Gewerkschaftsbund mischt in dem Gesch&auml;ft mit einer eigenen Firma mit und zahlt L&ouml;hne, die unter dem von DGB-Chef Sommer geforderten Mindestlohn liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/der-deutsche-gewerkschaftsbund-besitzt-leiharbeitsfirma-a-877620.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Tarifrunde 2013: Lohndumping beenden<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/archiv.labournet.de\/GewLinke\/disk\/info\/tarifrunde13folien.ppt\">WSI [Powerpoint-Datei &ndash; 2.2 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/archiv.labournet.de\/GewLinke\/disk\/info\/tarifrunde13folien.pdf\">WSI [PDF-Datei &ndash; 1 MB]<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Tarifl&ouml;hne und -geh&auml;lter 2012: H&ouml;here Abschl&uuml;sse und ein reales Plus von 0,7 Prozent<\/strong><br>\nDie Tarifabschl&uuml;sse lagen im vergangenen Jahr erneut &uuml;ber denen des Vorjahres. Die Tarifsteigerungen, die im Jahr 2012 vereinbart wurden und in Kraft traten, beliefen sich im Schnitt auf 3,9 Prozent (2011: 3,0 Prozent). Nullmonate sowie Pauschal- und Einmalzahlungen spielten nur noch eine geringe Rolle, es wurden zumeist f&uuml;r (fast) die gesamte Laufzeit der neuen Vertr&auml;ge dauerhafte Tarifanhebungen vereinbart.<br>\nRechnet man die Abschl&uuml;sse mit ihren unterschiedlichen Laufzeiten auf das Jahr um und ber&uuml;cksichtigt auch die l&auml;nger laufenden Abschl&uuml;sse aus dem Vorjahr, dann ergibt sich insgesamt ein kalenderj&auml;hrlicher Anstieg der nominalen Tarifl&ouml;hne und -geh&auml;lter 2012 von durchschnittlich 2,7 Prozent (2011: 2,0 Prozent).<br>\nDiese positive Entwicklung hat sich auch auf die Entwicklung der Realeinkommen niedergeschlagen. &ldquo;Anders als im Vorjahr sind die tariflichen Grundverg&uuml;tungen 2012 real wieder gestiegen&rdquo;, sagt Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs. Da sich die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 2,0 Prozent erh&ouml;hten, ergibt sich im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt ein realer Anstieg der Tarifl&ouml;hne und -geh&auml;lter um 0,7 Prozent.<br>\nBei den effektiven Bruttoeinkommen fiel der Zuwachs fast genauso hoch aus: Die Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter sind im vergangenen Jahr nominal je Arbeitnehmer\/-in um 2,6 Prozent gestiegen, preisbereinigt bedeutet dies einen Anstieg um 0,6 Prozent.<br>\nDie Entwicklung der vergangenen zehn Jahre zeigt, dass sich die Tarifl&ouml;hne insgesamt st&auml;rker entwickelt haben als die Effektivl&ouml;hne. Allerdings ging die Reallohnsteigerung lediglich in einem Jahr &uuml;ber 2 Prozent hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boeckler.de\/41914_42001.htm\">WSI Tarifarchiv<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>AWO-Sozialbarometer: Furcht vor finanzieller und sozialer Not im Alter nimmt zu<\/strong><br>\nNach Ihren pers&ouml;nlichen Zukunftssorgen gefragt, &uuml;berwiegt bei den B&uuml;rgern laut aktuellem AWO Sozialbarometer vor allem die Sorge vor finanzieller und sozialer Not im Alter: Dabei haben 58 Prozent Angst, dass sie von ihrer Rente in Zukunft nicht den Lebensunterhalt bestreiten k&ouml;nnen. Beinahe zwei Drittel (63 Prozent) haben die Sorge, Ihre Mittel k&ouml;nnten sp&auml;ter nicht ausreichen k&ouml;nnten, um sich vor allem bei Pflegebed&uuml;rftigkeit eine angemessene Versorgung leisten zu k&ouml;nnen. &ldquo;Die Zahlen zeigen, dass die Politik in Rentenfragen radikal umdenken muss&rdquo;, so der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. &ldquo;Gefordert ist dringender denn je ein Konzept, das auch zuk&uuml;nftigen Rentnern eine armutsfeste Rente garantiert&rdquo;, erkl&auml;rt der AWO Bundesvorsitzende. Dies gelinge nur dann, wenn die gesamte berufst&auml;tige Bev&ouml;lkerung in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. &bdquo;Das Rentensystem braucht mehr Solidarit&auml;t. Schluss mit den Sonderwegen f&uuml;r Beamte und einzelne Berufsgruppen&rdquo;, fordert Stadler und erg&auml;nzt: &ldquo;Die Altersarmut vieler zuk&uuml;nftiger Rentner wird nur dann verhindert, wenn die Einnahmen der Rentenversicherung gesteigert werden&rdquo;.<br>\nGleiches gilt ebenso f&uuml;r eine sozial gerechte Pflege im Alter. Deshalb fordert &ldquo;die AWO schon seit geraumer Zeit die Einf&uuml;hrung einer Pflege-B&uuml;rgerversicherung&rdquo;, so AWO Bundesvorsitzender Stadler. Dies w&auml;re ein wichtiger Beitrag zur Verminderung von sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit leisten.<br>\n F&uuml;r das aktuelle AWO Sozialbarometer wurden noch weitere Fragen zum Thema Armut gestellt, die Besorgnis erregende Ergebnisse zu Tage f&ouml;rdern: So sind etwa 85 Prozent der Bundesb&uuml;rger der Ansicht, dass die Armut in Deutschland in den letzten f&uuml;nf Jahren eher zugenommen hat. 83 Prozent glauben, die Situation werde sich in den kommenden Jahren eher noch verschlechtern. Gut zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) machen in erster Linie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen daf&uuml;r verantwortlich und nur knapp jeder F&uuml;nfte (18 Prozent) sieht die Schuld daf&uuml;r bei den Betroffenen selbst. &ldquo;Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und r&auml;umen endlich mit dem immer wieder gestreuten Ger&uuml;cht auf, dass die betroffenen Menschen an ihrer Situation vor allem selbst Schuld seien und sich doch bitte zuvorderst selbst aus ihrer Armutsfalle befreien sollten&rdquo;, so der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler.<br>\nAls wichtigste staatliche Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Armut werden der Einsatz f&uuml;r mehr Chancengleichheit im Bildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt sowie staatliches Engagement zur angemessenen Versorgung von Pflegebed&uuml;rftigen unabh&auml;ngig von der finanziellen Situation des Einzelnen gesehen. Jeweils drei Viertel der Deutschen (75 bzw. 74 Prozent) halten die Umsetzung dieser Ma&szlig;nahmen f&uuml;r &auml;u&szlig;erst oder sehr wichtig. 63 Prozent halten dar&uuml;ber hinaus die Einf&uuml;hrung eines bundesweit einheitlichen Mindestlohns und Rentenverbesserungen f&uuml;r M&uuml;tter (61 Prozent) f&uuml;r wichtige Schritte zur Armutsbek&auml;mpfung. &ldquo;Diese Erkenntnisse sind leider auch nicht neu, best&auml;tigen aber umso mehr, dass endlich in diesem Sinne politisch gehandelt werden muss. Eine Politik, die dauerhaft an den Menschen vorbeigeht, f&uuml;hrt langfristig zu einer Gefahr f&uuml;r das demokratische Miteinander in Deutschland&rdquo;, betont Stadler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.awo-sozialbarometer.org\/fileadmin\/user_upload\/documents_Sozialbarometer_01\/Archiv\/2013\/download\/AWO_SB31_Broschuere_A5.pdf\">AWO Sozialbarometer [PDF &ndash; 780 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das Missverst&auml;ndnis mit der Armut<\/strong><br>\nGut, dass wir nur relativ arm sind: Warum die aktuelle Debatte die ungleiche Verteilung der Einkommen v&ouml;llig au&szlig;er Acht l&auml;sst, erkl&auml;rt Herbert Schui im Gastbeitrag.<br>\nSelbst wenn die Zahl der relativen Armen durch statistische Probleme verzerrt ist, w&auml;chst die Ungleichheit in Deutschland. Man merkt das an den preisbereinigten verf&uuml;gbaren Einkommen von 1999 bis 2009. Das reale Einkommen der &auml;rmeren H&auml;lfte der Einkommensbezieher sank in dieser Zeit um rund f&uuml;nf Prozent. Die Einkommen des &auml;rmsten Zehntels nahmen sogar um 9,6 Prozent ab.<br>\nDie obere H&auml;lfte der Einkommensbezieher verzeichnete hingegen einen Zuwachs von f&uuml;nf Prozent. Bemerkenswert ist, wie ungleich die Einkommen am oberen Rand gewachsen sind: Vier der f&uuml;nf Zehntel innerhalb dieser H&auml;lfte verzeichnen eine Einkommenssteigerung von durchschnittlich rund zwei Prozent, w&auml;hrend das reichste Zehntel einen Zuwachs von 16,6 Prozent verbuchen konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-01\/armutsbericht-einkommen-lohnentwicklung\">Zeit.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wolfgang D&auml;ubler: Arbeitsrecht nach &ldquo;Gutsherrenart&rdquo;?<\/strong><br>\n&ldquo;Ist das Besch&auml;ftigtendatenschutzgesetz vom Tisch? Nein, das kann man leider so nicht sagen. Es ist zwar am Mittwoch, 16. Januar, im Innenausschuss des Bundestages nicht wie geplant behandelt worden, aber das sagt f&uuml;r sich allein noch gar nichts. Es kann sein, dass der Bericht noch nicht fertig war, den der Ausschuss h&auml;tte beschlie&szlig;en m&uuml;ssen. Dann geht es in zwei Wochen weiter. Es kann aber auch sein, dass die Koalition inhaltliche Bedenken bekommen hat, weil die Gewerkschaften und viele Stimmen in der &Ouml;ffentlichkeit protestiert haben. Es drohen ja Wahlen, und da will man sich keine zus&auml;tzlichen Gegner schaffen. Nur: das ist nicht die erste Vertagung und deshalb halte ich es bis auf Weiteres mit dem Grundsatz: Totgesagte leben l&auml;nger &hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/beschds.wordpress.com\/2013\/01\/19\/prof-dr-wolfgang-daubler-arbeitsrecht-nach-gutsherrenart\/\">Aktionsblog &ldquo;Besch&auml;ftigtendatenschutz &ndash; Aber richtig!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Auf Rechnung der Sparkassen: Sterne-Hotel und Dampferfahrt<\/strong><br>\nDer Kieler Piraten-Fraktionschef emp&ouml;rt sich &uuml;ber &uuml;ppige Einladungen der Sparkassen an Politiker. Die Sparkassen finden die Vorw&uuml;rfe haltlos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Auf-Rechnung-der-Sparkassen\/!109217\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zeitungskrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein Topf f&uuml;r alle<\/strong><br>\nF&uuml;r die Zeitungsbranche ist kein brauchbares Gesch&auml;ftsmodell in Aussicht. Der Staat k&ouml;nnte helfen. Ohnehin muss der endlich aufh&ouml;ren, nur bestimmte Bereiche der Medienlandschaft zu f&ouml;rdern.<br>\nAnstatt weiterhin die kurz vorm Scheitern stehenden veralteten Medien zu st&uuml;tzen, brauchen wir ein grundlegendes Umdenken in der &ouml;ffentlichen Finanzierung von Massenmedien.<br>\nIm Jahr 2004 schlug beispielsweise die britische Medienaufsichtsbeh&ouml;rde Ofcom vor, Gelder aus den Geb&uuml;hren f&uuml;r &ouml;ffentliche Sender abzusch&ouml;pfen und damit einen Fonds zu bilden, der die Medienbranche insgesamt unterst&uuml;tzt.<br>\nOb dies ein Weg ist, bleibt abzuwarten. Aber es w&auml;re durchaus sinnvoll, &uuml;ber eine F&ouml;rderung der gesamten massenmedialen Landschaft nachzudenken. Zumindest w&auml;re es effektiver als die jetzige Konzentration auf einzelne Bereiche (Rundfunk, Zeitungen, Film etc.), die ohnehin nach und nach miteinander verschmelzen. Ohne Frage w&uuml;rde eine solche Ma&szlig;nahme in Deutschland z.B. verfassungsrechtliche Probleme ergeben. Nur wird es ohnehin keine einfachen L&ouml;sungen geben.<br>\nDoch wie wir in Gro&szlig;britannien zu sagen pflegen: H&ouml;r auf zu graben, wenn du in einem Loch steckst. Und wir werden im Loch stecken bleiben, wenn wir weiterhin davon ausgehen (und weiter graben), dass die Zukunft der Zeitungen von der Zukunft anderer Medien getrennt werden kann. Es ist Zeit &ndash; um mit Brecht zu sprechen &ndash;, an das schlechte Neue anzukn&uuml;pfen und nicht l&auml;nger an das gute Alte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/richard-collins\/5742-staatliche-subvention-von-medien\">The European<\/a><\/li>\n<li><strong>Ist das Medienhaus Deutschland das ersehnte Gesch&auml;ftsmodell?<\/strong><br>\nAcht gro&szlig;e Tageszeitungsverlage haben sich zusammengetan, um k&uuml;nftig Anzeigen gemeinsam zu akquirieren und zu vermarkten. Angeblich dient das Projekt nur der Vereinfachung, Zentralisierung und Kostenersparnis. Doch im Hintergrund des ambitionierten Gro&szlig;experiments lauert l&auml;ngst ein deutsches &bdquo;Piano-Modell&ldquo;: ein gemeinsames Netzabo (=nationale Paywall), das die beteiligten Zeitungskonzerne (mit ihren rund 40 Tageszeitungen) unter sich aufteilen k&ouml;nnten. Das Medienhaus Deutschland w&auml;re dann der Kern des lange gesuchten Gesch&auml;ftsmodells f&uuml;r Onlinemedien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/53281\/ist-das-medienhaus-deutschland-das-ersehnte-geschaftsmodell\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Carta<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Westf&auml;lische Rundschau&ldquo;: Zensur in eigener Sache<\/strong><br>\nHunderte demonstrieren gegen die Redaktionsabwicklung der &bdquo;Westf&auml;lischen Rundschau&ldquo;. Die Leser der betroffenen Zeitung erfahren davon nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Westfaelische-Rundschau\/!109356\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Tombola &ndash; Arbeitsvermittler verlost Arbeitslose<\/strong><br>\nEin privater Bildungstr&auml;ger in Rheinland-Pfalz verlost auf einem Weihnachtsmarkt Dienstleistungen &auml;lterer Langzeitarbeitsloser an Firmen. Gewerkschafter sind entsetzt. Es sei doch alles gut gemeint gewesen, sagt das Unternehmen. Hamburg &ndash; Das rheinland-pf&auml;lzische Bendorf hat einiges zu bieten: mehrere Kirchen, ein Schwimmbad, ein ehemaliges R&ouml;merkastell und &ndash; nicht zu vergessen &ndash; den j&auml;hrlichen Weihnachtsmarkt. Auf diesem gab es im vergangenen Dezember eine besondere Attraktion: Die Dienstleistungen &auml;lterer Langzeitarbeitsloser wurden an Firmen aus der Region verlost. Bei einer Tombola.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitsvermittler-verlost-dienste-von-langzeitarbeitslosen-an-firmen-a-877668.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung einer\/s langzeitarbeitslosen Lesers\/in:<\/strong> Da ich mit meinen 60 Jahren auch zu diesem Kreis geh&ouml;re, warte ich schon jetzt gespannt auf eine Ziehung an der auch ich &bdquo;freiwillig&ldquo; teilnehmen darf.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.W.:<\/strong> Es verschl&auml;gt einem die Sprache ob der Dreistigkeit der Arbeitsvermittler, die allen Ernstes behaupten, sie wollen den &auml;lteren Arbeitlosen auf diesem Wege eine Chance geben sich bei den Unternehmen zu zeigen. Als was bitte? Beim Saubermachen von B&ouml;den und Fenstern? Und was hat es mit der geheimnisvollen weihnachtlichen Untermalung der Ziehung der Menschen auf sich, die im Text erw&auml;hnt wurde? Ein Leser vermutet in seinem Leserbrief unter dem Artikel, dass sie sich als Ochs und Esel verkleiden mussten&hellip; und das schlimme ist, diese geschmacklose Idee ist noch nicht einmal abwegig! Noch viel dreister ist, dass angeblich die Arbeitsuchenden freiwillig mitgemacht haben sollen. Ich nehme scharf an, dass der Arbeitsuchende die Wahl hatte entweder mitzumachen oder sanktioniert zu werden. Sklavenmarkt in Deutschland, sch&ouml;ne neue Welt!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.G.:<\/strong> Vielen Dank an M&uuml;ntefering und Schr&ouml;der f&uuml;r die Agenda 2010, die ein solch furchtbar menschenunw&uuml;rdiges Schauspiel erst m&ouml;glich gemacht hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> &bdquo;Vielleicht ergibt sich durch das Praktikum langfristig der eine oder andere Job.&ldquo; Ja ja, Unternehmen, die vom Jobcenter durch Ein-Euro-Jobs oder neuerdings durch eine Tombola kostenlose Praktikanten zur Verf&uuml;gung gestellt bekommen, werden sicher die unternehmerische Entscheidung treffen, f&uuml;r Geld Langzeitarbeitslose einzustellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>TV-Tipp: Heute &bdquo;Neues aus der Anstalt&ldquo;<\/strong><br>\nIm Januar starten Urban Priol und Erwin Pelzig in das siebte Jahr &ldquo;Neues aus der Anstalt&rdquo;. Als G&auml;ste begr&uuml;&szlig;en sie die Kabarettisten Piet Klocke, Max Uthoff, Martin Puntigam und Emmanuel Peterfalvi.<br>\nZDF am 22. Januar, 22.15 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/48409cd1-0e01-372a-9221-8610f49452aa\/20114526?doDispatch=1\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15920","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15920","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15920"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15920\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15925,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15920\/revisions\/15925"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15920"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15920"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}