{"id":1594,"date":"2006-05-26T11:09:59","date_gmt":"2006-05-26T09:09:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1594"},"modified":"2006-09-01T11:41:04","modified_gmt":"2006-09-01T09:41:04","slug":"hinweise-des-tages-148","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1594","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Bundesagentur droht Alg II-Empf&auml;ngern mit Stopp von Mietkosten-Zahlungen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/service.spiegel.de\/digas\/servlet\/find\/ON=spiegel-417773\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Journalisten wie Reinhold Beckmann und Waldemar Hartmann d&uuml;rfen nicht mehr in Werbepausen der Fernsehsendungen auftauchen, die sie selbst moderieren.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/technik\/medien\/75755.html?mode=print\">Financial Times<\/a>\n<p><em>Anmerkung: Und das soll es schon gewesen sein?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Landgericht Bremen hat alle Gaspreiserh&ouml;hungen des kommunalen<\/strong><br>\nEnergieversorgers SWB seit Herbst 2004 f&uuml;r unwirksam erkl&auml;rt.<br>\nfaz.net schreibt dazu: Das Landgericht argumentierte am Mittwoch, es bestehe keine Rechtsgrundlage f&uuml;r die Erh&ouml;hungen, und gab damit einer Klage von 58 Kunden statt. Die Begr&uuml;ndung der Stadtwerke sei zu vage. Nach Einsch&auml;tzung der Verbraucherzentrale Bremen hat das Urteil bundesweite Auswirkungen, da sich andere Kunden darauf berufen und ihre Versorgungsunternehmen verklagen k&ouml;nnten. Die swb, die fr&uuml;heren Stadtwerke Bremen, k&uuml;ndigte umgehend Berufung gegen das Urteil an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub560251485DC24AF181BBEF83E12CA16E\/Doc~E02BD99472CA34AE5B1DF73F492E114DE~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Renteninformation bringt mehr Realismus&ldquo;!!!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub42AFB371C83147B795D889BB33AF8404\/Doc~E34BB2E9138174BA88C7DB905F2664917~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<blockquote><p>Diese Schlagzeile ist mir soeben aufgefallen &ndash; insbesondere der einleitende Satz. Die geplante Korrektur der Renteninformation ist in der Finanzbranche auf Wohlwollen gesto&szlig;en[&hellip;]&rdquo;, sollte normale Menschen doch nachdenklich machen, <\/p><\/blockquote>\n<p>schreibt NDS-Nutzer J.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Jetzt haben wir es auch noch offiziell von der OECD.<\/strong><br>\n&ldquo;Mehrwertsteuererh&ouml;hung stellt keine Gefahr f&uuml;r die Konjunktur dar&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,417712,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em>Kommentar: Da kommt hinten raus, was die Bundesregierung reingibt. So ist die OECD. &Uuml;brigens bei Pisa wie hier. Armes Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li>\n<ul>\n<li><strong> &ldquo;K&uuml;rzungen bis auf Null m&uuml;ssen m&ouml;glich sein&rdquo;<\/strong><br>\nBayerns Sozialministerin Stewens &uuml;ber Hartz IV\n<blockquote><p>&hellip;Zurzeit kommt das Prinzip, dass sich Arbeit lohnen muss, zu kurz. Ich halte deshalb die Debatte dar&uuml;ber, ob die Leistungen an einigen Stellen nicht zu hoch sind, f&uuml;r notwendig. Ich bin besonders dankbar, dass selbst Spitzenvertreter von Wohlfahrtsverb&auml;nden dar&uuml;ber laut nachdenken. [&hellip;]<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <em>Nicht mehr erreichbar (01.09.2006)<\/em><\/p>\n<p><em>Kommentar Nutzer NDS: &ldquo;Sozialministerin&hellip;? Orwell l&auml;&szlig;t gr&uuml;&szlig;en! &Uuml;ber einen Mindestlohn mu&szlig; sie offenbar nicht nachdenken. Aber &uuml;ber die Lizenz zum Verhungernlassen, oder was&hellip;? Was soll das dauernde Gerede von Sanktionen bei einem millionenfachen Mangel an &lsquo;Arbeitspl&auml;tzen&rsquo;? Das kann doch h&ouml;chstens der staatlich verordnete massive Zwang zur Aufnahme eigentlich &lsquo;unzumutbarer&rsquo; Arbeit sein, z.B. zu &lsquo;Hungerl&ouml;hnen&rsquo;.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<p>Dazu dann noch:<\/p>\n<li><strong>Warum soll ich f&uuml;r Sie bezahlen?<\/strong><br>\nLeitartikel &ndash; Wohlfahrtsstaat, Steuerstaat<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/data\/2006\/05\/20\/889621.html\">WELT<\/a>\n<p><em>Kommentar: W&auml;re doch gelacht, wenn man diese Gesellschaft nicht endg&uuml;ltig gespalten kriegt&hellip;Das Klima in diesem Lande soll offenbar noch radikal versch&auml;rft werden.<\/em><\/p><\/li>\n<p>Dazu auch:<\/p>\n<li><strong>Umverteilen nach rechts<\/strong><br>\nDie Bundesregierung &uuml;berlegt, die Mittel f&uuml;r den Kampf gegen den Rechtsextremismus zu k&uuml;rzen, und hat eine neue Gefahr im Blick: den Linksextremismus<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2006\/21\/7788.php?print=1\">Jungle World<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>&raquo;Das Gl&uuml;ck und die Schande&laquo;<\/strong><br>\nWarum die Erde vor Reichtum &uuml;berquillt und dennoch t&auml;glich 100.000 Menschen an Hunger sterben. Fragen an Jean Ziegler, UNO-Sonderberichterstatter f&uuml;r Menschenrechte<br>\nQuelle: <em>Nicht mehr erreichbar (01.09.2006)<\/em><\/li>\n<li><strong>Jetzt wird f&uuml;r PPP geworben<\/strong><br>\nNachdem die Finanzsituation gerade bei den Kommunen als dem gr&ouml;&szlig;ten Investor der &ouml;ffentlichen Hand sehr verschlechtert wurden , ist jetzt die Stunde f&uuml;r die Freunde von PPP gekommen, damit die Defizite an Infrastruktur in unserem Lande nicht zu gro&szlig; werden. So tritt der Pr&auml;sident des Bau-Industrie-Verbandes heftig f&uuml;r die Nutzung von PPP ein.<br>\nQuelle: <em>Nicht mehr erreichbar (01.09.2006)<\/em><\/li>\n<li><strong>Wohlfahrtsverb&auml;nde<\/strong><br>\nDruck auf Diakonie-Chef wegen Hartz-IV-Brief<br>\nQuelle: <em>Nicht mehr erreichbar (01.09.2006)<\/em><\/li>\n<li><strong>Die deutschen Medien sind gleichf&ouml;rmig, selbstherrlich und machtversessen &ndash; diesen Eindruck erwecken sie bei dem Schweizer Journalisten Frank A. Meyer.<\/strong><br>\nQuelle: <em>Nicht mehr erreichbar (01.09.2006)<\/em><\/li>\n<li><strong>Stimmungsmache gegen Hartz-IV-Kritik im Bundestag<\/strong><br>\nAusz&uuml;ge aus einer lebhaften Plenardebatte:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2006\/05-24\/045.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Von wegen Hysterie: Ausl&auml;nderhass und soziale Fragen geh&ouml;ren zusammen. Die Warnungen kommen zur rechten Zeit<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/2006\/22\/01_leit_2_22\">DIE ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>DeutschlandRadio Presseschau: &Uuml;ber die Wahlen beim DGB und den DGB Kongress insgesamt<\/strong>\n<p>&mdash;&ndash; Original Message &mdash;&ndash;<br>\nFrom: &ldquo;DeutschlandRadio Presseschau&rdquo;<br>\nEine Reihe von Zeitungen kommentiert das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Rasterfahndung. Die meisten Bl&auml;tter aber widmen sich dem Deutschen Gewerkschaftsbund und seinem Vorstand &ndash; so auch die Zeitung DIE WELT:<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>&ldquo;Die Wahlen verliefen ganz anders, als die Bosse geplant hatten. Aber sie waren ehrlich. Es ist gut, dass Michael Sommer ein schwaches Wahlergebnis erhalten hat &ndash; er ist der schlechteste DGB-Chef seit Jahrzehnten. Es ist gut, dass der Kandidat von IG-Metall-Chef Peters, Claus Matecki, abgestraft wurde &ndash; er verk&ouml;rpert Klassenkampf statt Aufbruch. Und gut ist auch, dass Ursula Engelen-Kefer in der Rolle der konsequenten Spielverderberin mehr als 40 Prozent der Stimmen erhalten hat &ndash; das offenbart den tiefen Riss zwischen paternalistischem Funktion&auml;rsgehabe und der Herzensstimmung der Delegierten. Nun ist Engelen-Kefer weg. Das hilft dem DGB nicht. Die Nachfolgerin Ingrid Sehrbrock ist sehr schwach. Sie hat in den vergangenen Jahren gezeigt, was sie alles nicht kann. Sie ist ein Feigenblatt, eine Hampelfrau. Die Wahlen waren ein Aufzucken der Basis, mehr nicht. Die Vorsitzenden werden weitermachen wie bisher. Seit&rsquo; an Seit&rsquo; in den Abgrund. Armer DGB&rdquo;, res&uuml;miert die Zeitung DIE WELT.<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>Auch die FRANKFURTER RUNDSCHAU ist &ndash; gelinde gesagt &ndash; entt&auml;uscht und notiert, die Personalquerelen seien Ausdruck der Zerrissenheit in den Gewerkschaften.<br>\n&ldquo;Die moderaten Kr&auml;fte um IG-Chemie-Chef Hubertus Schmoldt f&uuml;hlen sich von Verdi und IG Metall an die Wand gedr&uuml;ckt. Und deren Vorsitzende Frank Bsirske und J&uuml;rgen Peters stehen beim DGB jederzeit unter Verdacht, auf Kosten des Dachverbandes nur ihre eigene Sache zu betreiben. Das Erfreuliche an den Personalquerelen ist, dass die Basis nicht mehr alles klaglos akzeptiert, was ihr die Bosse vorsetzen. Das ist schon alles, was sich an Positivem sagen l&auml;sst&rdquo;, lesen wir in der FRANKFURTER RUNDSCHAU.<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>&ldquo;Kampfkandidaturen und fehlende Mehrheiten geh&ouml;ren zu demokratischen Wahlen&rdquo;, h&auml;lt die RHEINPFALZ aus Ludwigshafen dagegen.<br>\n&ldquo;Insofern lie&szlig;en sich die Vorg&auml;nge bei den gestrigen DGB-Vorstandswahlen als Ausdruck gelebter Demokratie interpretieren. In Wahrheit aber handelte es sich um ein veritables Scherbengericht, das keiner der Beteiligten unverletzt &uuml;berstand.&rdquo;<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>Die BADISCHE ZEITUNG ist &uuml;berzeugt, dass Ursula Engelen-Kefer den Chefs der Einzelgewerkschaften ein Dorn im Auge war.<br>\n&ldquo;Ihre unverr&uuml;ckbaren, ans Dogmatische reichenden &Uuml;berzeugungen legten den DGB in seiner Au&szlig;enwirkung in einer Weise fest, wie dieser es nicht mehr haben will. DGB-Chef Sommer will keinen konfrontativen Kurs gegen die gro&szlig;e Koalition. Er glaubt, dass er durch eine vorsichtige &Ouml;ffnung des DGB mehr erreichen kann. Engelen-Kefer passte da nicht mehr ins Konzept&rdquo;, glaubt die BADISCHE ZEITUNG.<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>Die HEILBRONNER STIMME r&auml;umt ein, Ursula Engelen-Kefer sei sicherlich in vielem eine Frau der Vergangenheit gewesen.<br>\n&ldquo;Nur eines war sie nie: Eine angepasste Schweigerin. Ihre Nachfolgerin Ingrid Sehrbrock ist da aus einem anderen Holz geschnitzt. Zwar ist sie als CDU-Mitglied eine wichtige Br&uuml;cke zwischen der Einheitsgewerkschaft und der regierenden Union, doch an Profil muss sie erst noch gewinnen. Wie der gesamte DGB-Vorstand.&rdquo;<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>Die SCHW&Auml;BISCHE ZEITUNG aus Leutkirch f&auml;hrt fort:<br>\n&ldquo;Wer das schlechte Abschneiden des Linken Michael Sommer und die Wahl des CDU-Mitglieds Ingrid Sehrbrock zur Vizevorsitzenden als einen Rechtsruck des DGB deutet, wird seine Erwartungen entt&auml;uscht sehen. Sommer d&uuml;rfte nach dieser Lektion eher versuchen, sein linkes Profil noch zu sch&auml;rfen. Und was Ingrid Sehrbrock angeht: So gut wie immer haben sich Christdemokraten, die es bei DGB-Gewerkschaften in Spitzen&auml;mter geschafft haben, in erster Linie als DGB-Vertreter verstanden und allenfalls in zweiter als Repr&auml;sentanten ihrer Partei. Nichts spricht daf&uuml;r, dass das bei Ingrid Sehrbrock anders sein wird&rdquo;, meint die SCHW&Auml;BISCHE ZEITUNG.<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>Das HANDELSBLATT aus D&uuml;sseldorf nimmt den DGB-Chef in Schutz.<br>\n&ldquo;Zumindest in der Au&szlig;enwahrnehmung hat Sommer den DGB mit Ann&auml;herungsversuchen an die Union und an den Bundesverband der Deutschen Industrie ein St&uuml;ck aus der Abh&auml;ngigkeit von einer desorientierten SPD befreit. Der n&auml;chste H&auml;rtetest kommt, wenn sich die gro&szlig;e Koalition nach ihrer harmonischen Aufw&auml;rmphase demn&auml;chst tats&auml;chlich politischen Strukturentscheidungen zuwendet&rdquo;, prophezeit das HANDELSBLATT.<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>&ldquo;Der Gewerkschaftsbund steckt in der Krise&rdquo;, findet die NEUE OSNABR&Uuml;CKER ZEITUNG.<br>\n&ldquo;Die Mitgliederzahl schrumpft weiter, obwohl die soziale Wirklichkeit der Arbeitnehmerorganisation eigentlich Zulauf bescheren m&uuml;sste: Angst vor Arbeitslosigkeit, Entlassungen trotz explodierender Unternehmensgewinne, Druck auf die L&ouml;hne bei gleichzeitig hohen Managergeh&auml;ltern &ndash; das ist der Stoff, aus dem der DGB Kraft sch&ouml;pfen k&ouml;nnte. Tut er aber nicht&rdquo;, beklagt die NEUE OSNABR&Uuml;CKER ZEITUNG.<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>Die FRANKFURTER ALLGEMEINE blickt mit Skepsis in die Zukunft.<br>\n&ldquo;Der DGB steht vor einer schmerzhaften Selbstfindungsphase. Er mu&szlig; sich personell, organisatorisch, vor allem aber programmatisch erneuern. Und er mu&szlig; den Richtungskampf, der ihn politisch l&auml;hmt, und die innere Zerstrittenheit, die sein Ansehen in der &Ouml;ffentlichkeit schwer besch&auml;digt, unverz&uuml;glich beenden. Nur wenn der DGB die gegenw&auml;rtige Krise zu einem wirklichen Neuanfang nutzt, werden die Gewerkschaften wieder Zulauf erhalten und politisches Geh&ouml;r finden. Das ist die Herkulesaufgabe f&uuml;r die n&auml;chsten vier Jahre&rdquo;, unterstreicht die F.A.Z.<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>Das Bundesverfassungsgericht hat die Rasterfahndung eingeschr&auml;nkt &ndash; f&uuml;r die S&Uuml;DDEUTSCHE ZEITUNG ein wegweisendes Urteil.<br>\n&ldquo;Die Leuchtturm-Entscheidung fordert eine R&uuml;ckkehr zu den Polizeigesetzen, die vor dem 11.September 2001 galten. Sie akzeptiert nicht die Entkonkretisierung des polizeilichen Gefahrbegriffs; sie duldet es nicht, dass der Gesetzgeber seit Nine-Eleven die rechtlichen Schranken f&uuml;r den Zugriff auf den B&uuml;rger immer niedriger gemacht hat; sie l&auml;sst es nicht gen&uuml;gen, dass die Beh&ouml;rden lediglich eine &lsquo;allgemeine Gefahrenlage&rsquo; konstatieren, um auf dieser Basis Grundrechtseingriffe zu praktizieren. Das h&ouml;chste deutsche Gericht verwirft den Satz, den Politik und Gesetzgebung zum neuen Kernsatz der inneren Sicherheit gemacht haben, der da lautet: Je b&ouml;ser der Feind, desto geringer die rechtsstaatlichen Skrupel&rdquo;, betont die S&Uuml;DDEUTSCHE ZEITUNG.<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>Die N&Uuml;RNBERGER NACHRICHTEN weisen auf Folgendes hin:<br>\n&ldquo;Um sicherzustellen, dass die &Ouml;ffentlichkeit nicht emp&ouml;rt aufschreit, arbeiten die Fahnder mit semantischen Tricks. Folter wird zur &lsquo;erweiterten Befragungstechnik&rsquo; umgetauft. Die Verschleppung Verd&auml;chtiger nennen Geheimdienste verharmlosend &lsquo;&Uuml;berstellung in andere L&auml;nder&rsquo;. Und &lsquo;Raster-Fahndung&rsquo; klingt auch nicht so, als m&uuml;ssten sich Normalb&uuml;rger davor f&uuml;rchten. Falsch, sagte das Verfassungsgericht und zog die Notbremse.&rdquo; Sie h&ouml;rten die N&Uuml;RNBERGER NACHRICHTEN.<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>Die OSTSEE-ZEITUNG aus Rostock betont, eine konkrete Gefahr habe nicht bestanden.<br>\n&ldquo;Und trotzdem wurden viele Unbescholtene zum gl&auml;sernen B&uuml;rger. Dass Karlsruhe die Rasterfahndung wie schon zuvor den Gro&szlig;en Lauschangriff und den Abschuss von Verkehrsflugzeugen im Terrorfall untersagte, ist folgerichtig. Der Zweck heiligt eben nicht alle Mittel&rdquo;, stellt die OSTSEE-ZEITUNG fest.<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>&ldquo;Vermutlich fiel den Richtern diese Entscheidung aber auch deshalb leicht, weil die Rasterfahndung nach 2001 so gut wie nichts erreicht hat&rdquo;, bemerkt die MITTELDEUTSCHE ZEITUNG aus Halle.<br>\n&ldquo;Sie war zu ungenau, dauerte zu lang und band viel zu viel Personal. Es war ja fast schon abzusehen, dass mit den vagen Kriterien &lsquo;m&auml;nnlicher muslimischer Student&rsquo; zu viele Personen im Raster h&auml;ngen bleiben. Misslich ist das auch f&uuml;r die Fahnder selbst. Denn so mussten letztlich mehr als 1.500 Personen aufw&auml;ndig &uuml;berpr&uuml;ft werden, ohne dass auch nur ein Terrorist entdeckt wurde. Hunderte Ermittler waren f&uuml;r Fahndung und Spurenabkl&auml;rung eingesetzt, die anderen Ermittlungen fehlten. Letztlich hat die Rasterfahndung so geradezu die innere Sicherheit beeintr&auml;chtigt, statt sie zu erh&ouml;hen&rdquo;, folgert die MITTELDEUTSCHE ZEITUNG.<\/p>\n<p>&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;&mdash;<\/p>\n<p>Abschlie&szlig;end die LANDESZEITUNG aus L&uuml;neburg, die einen anderen Aspekt hervorhebt:<br>\n&ldquo;Wie notwendig die Kontrolle des Bundesverfassungsgerichts ist, belegt der Jahresbericht von amnesty international: Danach werden die Menschenrechte im Zeichen des Antiterrorkampfes auch auf dem Kontinent relativiert, der der Welt die Demokratie schenkte: Europa. Damit begeben sich Demokratien auf die schiefe Ebene: Genehmigen sie schrankenlose Bespitzelung, lassen sie Folterer gew&auml;hren, profitieren sie von erfolterten Gest&auml;ndnissen, verlieren sie ihren freiheitlichen Charakter&rdquo;, gibt die LANDESZEITUNG aus L&uuml;neburg zu bedenken. Das war die Presseschau. Redaktion: J&ouml;rg-Christian Schillm&ouml;ller, Sprecher\/in:&hellip;<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-1594","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1594","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1594"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1594\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1594"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1594"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1594"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}