{"id":1597,"date":"2006-02-15T14:59:27","date_gmt":"2006-02-15T12:59:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1597"},"modified":"2006-09-01T15:07:50","modified_gmt":"2006-09-01T13:07:50","slug":"hinweise-des-tages-150","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1597","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Eine reine Vertrauensfrage<\/strong><br>\nErst wechselte Gerhard Schr&ouml;der in die Gasbranche, nun wandert auch noch sein ehemaliger Wirtschaftsminister Wolfgang Clement in den Aufsichtsrat eines Energiekonzerns. Ist unser Befremden dar&uuml;ber berechtigt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/02\/15\/a0147.1\/textdruck\">TAZ<\/a><br>\n<em><br>\nKommentar: Das Befremden ist berechtigt, und das Grundvertrauen des TAZ-Redakteurs Stephan Kosch offenbar durch nichts zu ersch&uuml;ttern. Warum hat ein Konzern ein Interesse, ehemalige Politiker in seine Entscheidungsgremien aufzunehmen? Vielleicht als ein Dankesch&ouml;n f&uuml;r fr&uuml;here unternehmensfreundliche Entscheidungen. Aber selbst wenn dieses Motiv nicht zutreffen sollte, dann doch wohl deshalb, weil die Erwartung besteht, dass sich der betreffende Politiker in erster Linie f&uuml;r die Interessen seines Konzerns auch gegen&uuml;ber &bdquo;der Politik&ldquo; einsetzt.<br>\nUnd da haben ehemalige Spitzenpolitiker einen unsch&auml;tzbaren Wert: Sie kennen die wichtigen Entscheidungstr&auml;ger in Politik und Beamtenapparat und k&ouml;nnen sie ohne Probleme ansprechen. So ist z.B. Clements f&uuml;r Energiefragen zust&auml;ndiger Staatssekret&auml;r im Wirtschaftsministerium nach wie vor auf seinem Posten. Wenn RWE also ein Problem an h&ouml;chster Stelle vortragen m&ouml;chte, gen&uuml;gt ein Anruf auf dem pers&ouml;nlichen Handy. Das ist ein ungeheurer Wettbewerbsvorteil und deshalb viel &bdquo;wert&ldquo;.<\/em><\/li>\n<li><strong>Mit Streiks f&uuml;r mehr Wachstum<\/strong><br>\nDie &Ouml;konomie l&auml;sst sich nicht komplett auf Psychologie reduzieren. Ein paar Fakten sind nicht zu ignorieren, obwohl sie das heitere Bild st&ouml;ren. Die Binnennachfrage sinkt, auch weil die Einkommen sinken. Insofern m&uuml;ssten eigentlich alle Wirtschaftsexperten begeistert sein, dass die IG Metall nun verbissen f&uuml;r deutliche Lohnerh&ouml;hungen streiken will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/02\/15\/a0171.1\/textdruck\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Konjunktur: Gute Stimmung trotz Stagnation<\/strong><br>\nDie FAZ schreibt dazu: &bdquo;Die abermalige Schrumpfung des privaten und auch des &ouml;ffentlichen Konsums machte die positiven Impulse indes zunichte. Der private Konsum, der nach Ansicht von Volkswirten auch durch die hohen Energiekosten ged&auml;mpft wurde, schrumpfte das vierte Quartal nacheinander. Eine solch andauernde Negativentwicklung hat es seit Beginn der Quartalsstatistik Anfang der sechziger Jahre noch nicht gegeben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928\/Doc~EE66B49B052424761B7CC604EDF82B1B2~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em>Kommentar: Wie es dazu wohl gekommen sein mag? Nun sollen also vor allem die hohen Energiekosten f&uuml;r den schrumpfenden, privaten Verbrauch verantwortlich sein; die Konsequenzen sinkender Realeinkommen werden in der FAZ nicht diskutiert. Dabei hat gerade diese einflussreiche Zeitung mit ihrem permanenten Pl&auml;doyer gegen angemessene Lohnsteigerungen einiges zu dieser volkswirtschaftlich bedrohlichen Entwicklung beigetragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Emissionshandel macht Stromerzeuger reich<\/strong><br>\nDer Emissionshandel entwickelt sich f&uuml;r die f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten deutschen Stromerzeuger zu einem Milliardengesch&auml;ft zu Lasten der Verbraucher. Die kostenlose Zuteilung der Emissionsrechte beschert E.on, RWE, Vattenfall, EnBW und der Steag zusammen j&auml;hrliche Mitnahmeeffekte zwischen 3,8 und 8 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub560251485DC24AF181BBEF83E12CA16E\/Doc~E355B510905694DF79D2CD3A0138BE9AB~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Krisengebiet Schule<\/strong><br>\nMigranten werden im Bildungswesen nicht direkt rassistisch benachteiligt. Der Fehler liegt im System.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/02\/15\/a0158.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<p>Der UN-Sonderberichterstatter besucht heute eine Berliner Grundschule, in der vier von f&uuml;nf Sch&uuml;lern Migrantenkinder sind. Die Erika-Mann-Schule hat Erfolg &ndash; mit Theaterspiel und ohne Noten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/02\/15\/a0161.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bahnindustrie bangt um tausende Jobs<\/strong><br>\nRund 100 Betriebsr&auml;te aus Unternehmen der Bahnindustrie haben gestern davor gewarnt, dass in ihrer Branche wieder 10 000 Arbeitspl&auml;tze wegfallen k&ouml;nnten. Hintergrund sind die Pl&auml;ne der Bundesregierung, die Regionalisierungsmittel im Nahverkehr bis 2009 um mehr als drei Milliarden Euro zu k&uuml;rzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/wirtschaft\/526330.html\">Berliner Zeitung<\/a><br>\n<em><br>\nKommentar: Versch&auml;rfend kommt hinzu, dass die Bahn Bundesmittel verfallen l&auml;sst (siehe Hinweis des Tages Nr.5 vom 9.12..2005).<\/em><\/li>\n<li><strong>Herrenmenschkarneval<\/strong><br>\nGastkommentar zur &Auml;u&szlig;erungen des CDU-Politikers Friedrich Merz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2006\/02-15\/057.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Ausl&auml;nder sollen Sympathie f&uuml;r Linkspartei angeben<\/strong><br>\nEinem gestern ver&ouml;ffentlichten Fragebogen zufolge muss jeder Ausl&auml;nder ab M&auml;rz bei einem Einb&uuml;rgerungsantrag den bayerischen Beh&ouml;rden erkl&auml;ren, ob er einer &ldquo;extremistisch oder extremistisch beeinflussten Organisation&rdquo; angeh&ouml;re. In der dazu geh&ouml;renden Auflistung stehen au&szlig;er Terrorgruppen wie El Kaida auch die Sciento- logy und die Linkspartei.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/.bin\/print.php\/berliner-zeitung\/politik\/526308.html\">Berliner Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/02\/15\/a0079.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-1597","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1597","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1597"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1597\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1597"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1597"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1597"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}