{"id":15990,"date":"2013-01-29T09:05:52","date_gmt":"2013-01-29T08:05:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990"},"modified":"2013-01-29T11:28:28","modified_gmt":"2013-01-29T10:28:28","slug":"hinweise-des-tages-1807","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h01\">Heiner Flassbeck: Spekulation mit Rohstoffen: Aus unhaltbaren Argumenten wird niemals ein haltbarer Standpunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h02\">Stefan Collignon  &ndash; Merkel f&uuml;hrt Europa in die Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h03\">Die verkehrte Welt der Weltbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h04\">Internationaler W&auml;hrungskrieg bef&uuml;rchtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h05\">Enquete-Kommission &bdquo;Wachstum, Wohlstand, Lebensqualit&auml;t&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h06\">Der deutsche Glaube ans Sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h07\">Die Deutschen werden stetig reicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h08\">Harald Schumann &ndash; Lange zahlen &ndash; immer weniger erl&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h09\">Gro&szlig;britannien: Grenzen der britischen Wachstumspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h10\">Zins und Zockerei ade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h11\">Koalition zankt um Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h12\">Brillen f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h13\">Michael Hartmann: &ldquo;Geerbte&rdquo; Karrierechance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h14\">Handelsblatt Research Institute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h15\">Jakob Augstein: Die Krise des wei&szlig;en Mannes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h16\">SPD &ndash; Auf der Suche nach dem Gleichgewicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h17\">Studium? Nein, danke!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990#h18\">Wilhelm Heitmeyer gibt das Bielefelder Institut f&uuml;r interdisziplin&auml;re Konflikt- und Gewaltforschung  (IKG ) an Andreas Zick ab (Von Volker Bahl)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15990&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Spekulation mit Rohstoffen: Aus unhaltbaren Argumenten wird niemals ein haltbarer Standpunkt<\/strong><br>\nDieser Tage kann man wieder erleben, wie mit viel Aufwand versucht wird, aus falschen Argumenten einen unangreifbaren Standpunkt zu zimmern. Sowohl die Deutsche Bank als auch die Allianz-Versicherung beharren darauf, dass ihre Rohstoffgesch&auml;fte keinesfalls die Rohstoffpreise erh&ouml;hen, sondern vor allem dazu dienen, die Gesch&auml;fte von Bauern (der Bauer als das Edle und Gute!) abzusichern, die ohne solche Termingesch&auml;fte den Schwankungen der Rohstoffpreise hilflos ausgeliefert werden. Am Ende kommt dann heraus, dass Spekulation nicht f&uuml;r den Hunger in der Welt verantwortlich ist, womit man eine Dimension des Arguments &bdquo;widerlegt&ldquo;, die von vorneherein unsinnig und genau deswegen irrelevant ist.<br>\nDie Argumentation zu Rohstoffpreisen und Spekulation ist allerdings komplett falsch, wie man ohne weiteres nachweisen kann. Dennoch es gelingt mit Hilfe der Medien (so wie der ZEIT am 24. Januar in einem uns&auml;glich flachsinnigen Kommentar) und freundlich gesinnten &bdquo;Wissenschaftlern&ldquo;, den Eindruck zu erwecken, als sei diese Meinung der Interessenvertreter die Mehrheitsmeinung in der &bdquo;Wissenschaft&ldquo; und die Mehrheit der Wissenschaft k&ouml;nne schlie&szlig;lich nicht irren, wie das in einem Diskussionspapier der Universit&auml;t Halle tats&auml;chlich behauptet wird<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/wordpress\/?p=181\">Flassbeck-Economics (im Aufbau)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/\">Alternativ &ndash; flassbeck-economics<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Heiner Flassbeck ist Ende des vergangenen Jahres nach Erreichen des Rentenalters als Chef-Volkswirt  der &bdquo;Konferenz der Vereinten Nationen f&uuml;r Handel und Entwicklung&ldquo; (UNCTAD) ausgeschieden. Um dem kritischen &ouml;konomischen Denken eine Plattform zu geben, hat er <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/\">Flassbeck-Economics<\/a> gegr&uuml;ndet, als eine Erweiterung der wissenschaftlichen Basis der Volkswirtschaftslehre. Ab 1. M&auml;rz wird Flassbeck-Economics mehrfach pro Woche mit eigenen Analysen auf einer eigenen Homepage &ndash; und in Erg&auml;nzung zu den NachDenkSeiten &ndash; an den Start gehen. Er wird dort mit Friederike Spiecker und einigen anderen Kollegen kritische Bestandsaufnahamen des wirtschaftlichen Geschehens in Deutschland, Europa und der Welt auf Deutsch und auf Englisch einstellen.<\/em><br>\n<em>Wir von den NachDenkSeiten wollen mit Heiner Flassbeck und Flassbeck-Economics gerne eng kooperieren. Wir w&uuml;nschen ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen viel Erfolg mit diesem Internet-Auftritt und nat&uuml;rlich vor allem auch einen gro&szlig;en Einfluss auf das &ouml;konomische Denken.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Radio-Tipp:  Rohstoff-Roulette Das gef&auml;hrliche Spiel um Platin, Petroleum und Palm&ouml;l<\/strong><br>\nEin Radio-Feature von Peter Kreysler<br>\nVor 2 Jahren las ich einen Artikel in der S&uuml;ddeutsche Zeitung die berichtete das Deutschland bald seine Bedeutung als Industrie Standort verlieren w&uuml;rde, wenn es nicht Rohstoffsicherung schafft.  Da wurde ich Neugierig. Denn seit langen versuche ich als Radio Journalist  Funktionsstrukturen in der modernen globalisierten Welt aufzudecken. Als dann auch noch der jetzige Sprecher des BDI, Ulrich Grillo und damalige Rohstoffexperte des BDI, sagte der n&auml;chste Kalte Krieg w&uuml;rde wegen Rohstoffen gef&uuml;hrt werden, war mein journalistisches Interesse geweckt. Ich begann zurecherchieren. Reiste nach Papua Neuguinea, in die Schweiz dem heutigen Rohstoff Zentrum, als auch nach London. Europas wichtigsten Finanzplatz. Dort wird wild mit Rohstoffen spekuliert. Was ich in meiner 2 j&auml;hrigen Recherche entdeckte war erschreckend: Wir haben einen Rohstoff&uuml;berschuss, der k&uuml;nstlich verknappt wird damit die Rohstoffpreise hoch bleiben.  So liegen zum Beispiel 5 Millionen Tonnen Kupfer weltweit in Metalllager rum. Und die Spekulation mit Lebensmittel, wie Weizen und Soja schafft Hunger in der Welt:100 Millionen Menschen hungerten mehr, so die Sch&auml;tzungen der Weltbank. Und die Politik schaut weiter tatenlos zu.<br>\nMein Radio Feature wirft einen Blick hinter die Verschlossenen T&uuml;ren des Rohstoff  Roulettes.<br>\nSendetermine: <\/p>\n<ul>\n<li>WDR5 (DOK5) Sendung  am Sonntag den 3.2.2013 und um 11:05 und Montag den 04.02.2013 um 20:05<\/li>\n<li>SWR2 Feature am  Mittwoch, 6.2.2013  um 22.03 Uhr<\/li>\n<li>DLF-Das Feature: Sendung am 12.02.2013 um 19:15 Uhr<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Stefan Collignon  &ndash; Merkel f&uuml;hrt Europa in die Katastrophe<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel l&auml;sst sich gerne feiern: Sie habe F&uuml;hrung gezeigt, die lotternden S&uuml;dstaaten an die Kandare genommen und in Br&uuml;ssel einen neuen Fiskalpakt durchgesetzt. Nun l&auml;sst sich nichts daran kritisieren, wenn eine Regierungschefin F&uuml;hrung zeigt; das Problem ist wie und wohin sie f&uuml;hrt. Und Merkels Europapolitik ist eine Autobahn in die Katastrophe, wirtschaftlich ebenso wie politisch.<br>\nDeutschlands ordo-liberales Establishment fl&uuml;stert der Kanzlerin ein, Europa stecke in einer Schuldenkrise. Jahrelang h&auml;tten verantwortungslose Regierungen im S&uuml;den Schulden gemacht, statt die Zinsgewinne aus dem Eurobeitritt zum Schuldenabbau zu nutzen. Leider ist das falsch. Im ersten Jahrzehnt der W&auml;hrungsunion ist die Schuldenquote der Eurozone um 7,4 Prozent gefallen, in Italien um neun Prozent und in Spanien und Irland um 42 Prozent.<br>\nNur in Deutschland (+6,6), Frankreich (+8,5), Griechenland (+11,7) und Portugal (+26,4) ist der &ouml;ffentliche Schuldenberg angewachsen. Nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers und der folgenden Finanzkrise hat sich das Bild ge&auml;ndert: Von 2007 bis 2012 stieg die Schuldenquote in Deutschland um 16 Prozent, in Portugal und Griechenland um fast 50 Prozent und in Spanien und Irland um &uuml;ber 100 Prozent, beziehungsweise sogar 560 Prozent, weil dort die Regierungen einen Bankenzusammenbruch verhindern mussten.<br>\nDaraus zieht Merkel die Schlussfolgerung, man m&uuml;sse mehr sparen. Das aber macht die Krise nur noch schlimmer. Griechenland ist das Musterbeispiel: Das deutsche Spardiktat hat jeden nur denkbaren Wachstumsimpuls im Keim erstickt. Seit 2008 ist der Schrumpfungsprozess dramatisch: Der private Konsum sank um 13 Prozent; die Investitionen gingen um 30 Prozent zur&uuml;ck, die Ausr&uuml;stungsinvestitionen um 50 Prozent. Die Exporte schrumpften um sechs Prozent. Wie soll Griechenland so je auf die Beine kommen? Ist es Ziel der deutschen Politik, Griechenland aus Verzweiflung aus dem Euro-Raum zu treiben? Es w&auml;re der Anfang vom Ende der Europ&auml;ischen Union.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-02\/griechenland-merkel-euro\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die verkehrte Welt der Weltbank<\/strong><br>\nGute Nachrichten aus Griechenland sind rar, aber es gibt sie noch. Im j&uuml;ngsten Bericht der Buchpr&uuml;fer aus der EU, der Europ&auml;ischen Zentralbank und des Internationalen W&auml;hrungsfonds &ndash; Troika genannt &ndash; wird Griechenland an einer Stelle ausdr&uuml;cklich gelobt. Versteckt unter vielen skeptischen Einsch&auml;tzungen zur Zukunft des Landes, hei&szlig;t es da, ein erster Erfolg der den Griechen aufgen&ouml;tigten Strukturreformen zeige sich darin, dass Griechenland in dem von der Weltbank erstellten internationalen Index &uuml;ber das Gesch&auml;ftsklima (&bdquo;Doing Business&ldquo;) zu den zehn Staaten geh&ouml;rt, die sich am st&auml;rksten verbessert haben.<br>\nDie Europ&auml;ische Stabilit&auml;tsinitiative (Esi), eine in Berlin und Istanbul beheimatete Denkfabrik mit Vorliebe f&uuml;r praxisnahe Forschung, &hellip;  untersuchte die Aussagekraft von &bdquo;Doing Business&ldquo; am Beispiel Georgiens, das eine noch beeindruckendere Karriere bei der Stiftung Staatentest hinter sich hat als Griechenland. Zwischen 2005 und 2012 wurde der Kaukasus-Staat laut Einsch&auml;tzung der Weltbankfachleute in Riesenschritten zu einem der investitionsfreundlichsten Staaten &uuml;berhaupt. Allein zwischen 2005 und 2007 machte das Land einen sagenhaften Sprung um einhundert Pl&auml;tze, von 137 auf 37. Im vergangenen Jahr erreichte Georgien seine bisher beste Platzierung in der Staatenhitparade &ndash; Rang neun.<br>\nEin solcher Aufstieg von der Kreisklasse in die Champions League der Reformer ist bis heute einmalig in der Weltbank-Statistik. Allerdings zeigt ein Blick hinter die Kulissen dieses Erfolges: In der besten aller m&ouml;glichen Weltbankwelten w&uuml;rde man wohl lieber nicht leben wollen. &bdquo;Die Liste suggeriert, es gen&uuml;ge, die B&uuml;rokratie einfach abzuschaffen &ndash; weniger Regeln, weniger Korruption, weniger Kosten&ldquo;, sagt ESI-Chef Gerald Knaus &uuml;ber seine Forschungen. Aber das ist ein Trugschluss. F&uuml;r den Normalverbraucher kann der radikale B&uuml;rokratieabbau nach georgischem Muster sogar lebensgef&auml;hrlich werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/reformen-in-griechenland-die-verkehrte-welt-der-weltbank-12040734.html\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein sch&ouml;ner Einblick in die bizarre Welt des neoliberalen Denkens.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Internationaler W&auml;hrungskrieg bef&uuml;rchtet<\/strong><br>\nDie USA, Japan, Deutschland, aber auch Schwellenl&auml;nder wie China oder S&uuml;dkorea wollen ihre Ausfuhren erh&ouml;hen, um mehr Ertr&auml;ge zu erwirtschaften. Gleichzeitig schrumpft das globale Wirtschaftswachstum. Daher beobachten alle Nationen argw&ouml;hnisch die Bewegungen der Wechselkurse. Denn hier k&ouml;nnen schon kleine Ver&auml;nderungen gro&szlig;e Wirkung auf die Exporte haben.<br>\nAusl&ouml;ser des j&uuml;ngsten W&auml;hrungsbebens ist Shinzo Abe. Der neue Regierungschef Japans setzt auf eine gezielte Schw&auml;chung des japanischen Yen, um die Exportwirtschaft des Landes zu st&auml;rken. Etwa 60 Prozent der Unternehmen des Landes sind von der Ausfuhr abh&auml;ngig. Auf politischen Druck hat die japanische Zentralbank daher umfangreiche Anleihek&auml;ufe &ndash; also eine Ausweitung des Yen-Angebots &ndash; und eine Erh&ouml;hung der Inflation angek&uuml;ndigt.<br>\nDies hat den Yen gegen&uuml;ber dem Dollar deutlich sinken lassen, was japanische Waren auf dem Weltmarkt verbilligt. Diese Politik &bdquo;ist verst&ouml;rend&ldquo;, r&uuml;gte der US-Zentralbanker James Bullard vergangene Woche, Japan riskiere eine &bdquo;Beggar-thy-neighbor-Politik&ldquo;. Zu deutsch: Verarme deinen Nachbarn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/waehrungspolitik-internationaler-waehrungskrieg-befuerchtet,1472780,21554750.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Headline ist etwas rei&szlig;erisch, allerdings ist die Frage durchaus berechtigt wohin es f&uuml;hren soll wenn alle Nationen nur noch auf Export setzen? Und um die Auswirkungen einer &bdquo;Beggar-thy-neighbour-Politik&ldquo; zu erleben muss man nicht nach Japan schauen, diese wird von der Bundesregierung schon seit Jahren zum Schaden ganz Europas praktiziert. Zu Japans aktueller Geldpolitik <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15975#h03\">siehe auch hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Are curruncy warriors gloves coming of?<\/strong><br>\nThere is much hype about &ldquo;currency wars&rdquo; in the international media this week, reaching the heights of the Davos gathering. The excitement seems to have been started by Bundesbank president Jens Weidmann, who earlier this week aired his concerns about an apparent politicization of exchange rates owing to an erosion of central bank independence and rising political pressures for more aggressive monetary policies. Japan is the current focus of attention, as the deflation-worn nation is said to have kicked off a new round in the covert global battle for competitive advantage through currency manipulation by announcing a somewhat higher inflation target as well as new quantitative easing measures. In fact, the yen has depreciated markedly since last Fall against the U.S. dollar and even more so against the euro in anticipation of fresh policy moves by the Japanese authorities. (&hellip;)<br>\nSo are the policies of the supposed &ldquo;victim&rdquo; Euroland compatible with the framework and global economic equilibrium? The euro area had a roughly balanced current account prior to the global crisis. At the time this provided the basis for the euro authorities&rsquo; claim that they were keeping their own house in order while others were behaving perilously. Similarly, the German authorities argued that Germany&rsquo;s huge current account surplus should not be subject to global debate in the first place since the euro area&mdash;where the deficit counterparts were largely to be found&mdash;was balanced overall. True at the time, in a sense, but no longer true today. The euro area&rsquo;s external position is turning sharply positive while Germany&rsquo;s surpluses are simply moving away from the currency bloc to the rest of the world. All along, euro area GDP &ldquo;growth&rdquo; is driven by net exports only. More precisely, positive growth contributions from net exports are containing the damage arising from plunging domestic demand, both in Germany and the euro area as a whole.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.multiplier-effect.org\/?p=6878#more-6878\">Multiplier Effect<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> Der am Tag der Er&ouml;ffnungsrede von Angela Merkel erschienene Beitrag liest sich wie ein Kommentar zu den &bdquo;Visionen&ldquo; der Kanzlerin. Der wirtschaftspolitische Dreisatz, demzufolge &bdquo;das Erfolgsmodell&ldquo; Deutschland auf die Eurostaaten &uuml;bertragen werden m&uuml;sse, damit sich zuk&uuml;nftig Europa zum Rest der Welt verh&auml;lt wie Deutschland zu den Eurostaaten, ruiniert durch &bdquo;Strukturreformen&ldquo; zur Herstellung der Wettbewerbsf&auml;higkeit (sprich: Lohn- und Einkommensk&uuml;rzungen) nicht nur Europas Binnennachfrage und das Leben von Millionen B&uuml;rgern (Spanien hat 2012 die Schwelle von 6 Millionen Arbeitslosen &uuml;berschritten). Es basiert auch auf der naiven Vorstellung, der Rest der Welt werde der &bdquo;inneren Abwertung&ldquo; in Euroland genauso tatenlos zusehen wie die Eurostaaten &ndash; innerhalb der W&auml;hrungsunion &ndash; der Entwicklung in Deutschland. Jens Weidmanns Gezeter &uuml;ber den angeblich von Japan angezettelten W&auml;hrungskrieg ist daher in Wahrheit der Aufschrei einer Politik, die das Ende der Sackgasse auf sich zukommen sieht. Da ruiniert man nun akribisch &uuml;ber Jahre die eigenen B&uuml;rger und zum Dank wertet der Euro auf. Im Chefzimmer der Deutschen Bundesbank h&ouml;rt man leises Schluchzen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Debatte um &laquo;W&auml;hrungskriege&raquo; &ndash; Von der Finanzkrise in die Wirtschaftskrise<\/strong><br>\nAuf den ersten Blick sind die Meldungen widerspr&uuml;chlich: Im W&auml;hrungsraum des Euro sind die Zinsen, die hochverschuldete L&auml;nder f&uuml;r neue Kredite und Anleihen zahlen, kontinuierlich gefallen. Im Vergleich zum Sommer des vorigen Jahres hat sich der Kapitalmarkt sp&uuml;rbar beruhigt. Doch fundamentale Daten zeigen ein anderes Bild. Die Arbeitslosigkeit in peripheren Staaten ist nicht nur extrem hoch, sondern steigt weiter. Das Wirtschaftswachstum der meisten L&auml;nder in Europa ist gering oder negativ. Den Widerspruch auf den Punkt gebracht hat Jeff Kleintop von LPL Financial, einer US-Brokerfirma und Organisation unabh&auml;ngiger Finanzberater. Europa habe zwar die Finanzkrise in den Griff bekommen, sie dabei aber gegen eine Wirtschaftskrise eingetauscht. Der Preis der Vermeidung eines Finanzkollapses seien Rezession und Arbeitslosigkeit gewesen.<br>\nIn dieser Situation verwundert es wenig, wenn Forderungen nach dem Einsatz einer wirtschaftspolitischen Keule aufkommen. In einem Zeitungsinterview hat Hans Redeker, Chefstratege f&uuml;r Devisen bei der Bank Morgan Stanley, seine feste &Uuml;berzeugung ge&auml;ussert, dass die Euro-Region dringend eine schwache W&auml;hrung brauche, damit sie ihre wirtschaftlichen Probleme l&ouml;sen k&ouml;nne. Die gegenw&auml;rtig zu verzeichnende St&auml;rke des Euro werde im Laufe des Jahres einer Schw&auml;che weichen, denn &laquo;Europa&raquo; werde sich intensiv bem&uuml;hen, den Wert seiner W&auml;hrung zu reduzieren. Die Politik gew&auml;nne dann Zeit, die strukturellen Probleme der Region anzupacken und die Wettbewerbsf&auml;higkeit zu verbessern. Die Euro-Region w&auml;re mit diesem Vorgehen allerdings nicht allein, denn weltweit bem&uuml;hten sich Regierungen und Notenbanken intensiv, ihre W&auml;hrungen zu schw&auml;chen. Das Schlagwort des W&auml;hrungskrieges, der kompetitiven Abwertung, um Wettbewerbsvorteile zu gewinnen, ist seit einigen Wochen wieder in Mode. Vor allem aufstrebende L&auml;nder kritisieren, dass ihre W&auml;hrungen durch die monet&auml;ren Krisenmassnahmen der Industriel&auml;nder einem heftigen Aufwertungsdruck ausgesetzt seien. W&auml;hrend einige Marktbeobachter der Ansicht sind, dass ein regelrechter W&auml;hrungskrieg noch nicht ausgebrochen sei, sondern noch bevorstehe, sind andere, wie Nick Beecroft von Saxo Capital Markets, &uuml;berzeugt, dass die Welt l&auml;ngst in einer solchen Auseinandersetzung stecke. Die Waffen seien vor allem die enorme Ausweitung der Notenbankbilanzen und die extrem tiefen Geld- und Kapitalmarktzinsen.  Vor allem drohe eine Abw&auml;rtsspirale, betont Stephen Lewis von der Londoner Monument Securities, die zu einem W&auml;hrungskollaps, Kapitalkontrollen und hoher Marktvolatilit&auml;t f&uuml;hren k&ouml;nne. Die Gefahr dieser Abw&auml;rtsspirale ergibt sich aus der Tatsache, dass nicht jeder gegen jeden abwerten kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/von-der-finanzkrise-in-die-wirtschaftskrise-1.17965452\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Manche Analysten wohnen doch sehr weit weg vom Ort des Geschehens, das sie analysieren wollen. Der Finanzkollaps in der Eurozone wurde vermieden, als die EZB vor gar nicht so langer Zeit Kund tat, dass sie wenn n&ouml;tig  unbegrenzt Staatsanleihen aufkaufen w&uuml;rde. Nichts anderes also, als was die USA oder das UK schon lange tun. Damit hatten sich die Wetten auf Staatsanleihen in der Eurozone erledigt. Die Wirtschaftskrise in den peripheren Staaten der Eurozone begleitet diese seit 2008. Griechenlands Volkswirtschaft schrumpft kontinuierlich seit 2008. Selbst Italien verzeichnete nur 2010 und 2011 Wachstum, ebenso UK als Volkswirtschaft au&szlig;erhalb des Euros &ndash; geschweige denn osteurop&auml;ische Staaten wie Lettland oder Ungarn. Die Wirtschaftskrise in Europa verl&auml;uft parallel zur Finanzkrise und ist nicht Folge des vermiedenen Finanzkollapses. Auch ein W&auml;hrungskrieg ist nicht in Sicht, richtig ist, dass die expansive Geldpolitik in den USA, Japan und der EU zu Kapitalzufl&uuml;ssen und zur Aufwertung der W&auml;hrungen in den Schwellenl&auml;ndern f&uuml;hren k&ouml;nnen. Hier scheint eher das Wunschdenken der Finanzwelt durchzubrechen, nachdem die Spekulation mit Staatsanleihen erledigt ist, vielleicht im Devisengesch&auml;ft zocken zu k&ouml;nnen. &ndash; Sch&ouml;n ist nat&uuml;rlich die Entgegnung von Brian Reading von Lombard Street Research auf die Warnung von J&ouml;rg Asmussen vor kompetitive Abwertungen, dass Deutschland seit Jahren eine bewusst durchgef&uuml;hrte kompetitive interne Abwertung gegen&uuml;ber anderen Euro-L&auml;ndern betreibe. Nur, die Lohnst&uuml;ckkostenposition der deutschen Industrie mag durch interne Abwertung gegen&uuml;ber Italien, Gro&szlig;britannien und Frankreich auch absolut gewonnen haben, die japanischen, schwedischen, us-amerikanischen und koreanischen Lohnst&uuml;ckkosten liegen betr&auml;chtlich unter den deutschen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Enquete-Kommission &bdquo;Wachstum, Wohlstand, Lebensqualit&auml;t&ldquo; <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>So soll der Wohlstand neu vermessen werden<\/strong><br>\nDemnach sollen k&uuml;nftig zehn Messwerte Aufschluss &uuml;ber das Befinden geben. So treten zur Messung der Wirtschaftslage neben das BIP je Einwohner auch der Schuldenstand und die Verteilung der Einkommen. Letzteres soll ein Indikator bewerten, der das Gesamteinkommen des F&uuml;nftels mit den h&ouml;chsten Einkommen ins Verh&auml;ltnis zu jenem der einkommensschw&auml;chsten 20 Prozent setzt. Hinzu kommen Messwerte &uuml;ber die soziale Situation, erhoben in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Qualit&auml;t der Arbeit. Auch ein Weltbank-Index &uuml;ber die Rechtsstaatlichkeit soll hier einflie&szlig;en.<br>\nDen Zustand der Umwelt sollen Zahlen zur Artenvielfalt, zum Klimaschutz und zum Stickstoffkreislauf &ndash; aussagekr&auml;ftig f&uuml;r die Landwirtschaft &ndash; aufschl&uuml;sseln&hellip;<br>\nDie zehn Eckwerte sollen einmal j&auml;hrlich in einen &ldquo;Jahreswohlstandsbericht&rdquo; einflie&szlig;en, Regierung und Sachverst&auml;ndige sollen Stellung dazu beziehen&hellip;<br>\nAuf den R&uuml;ckhalt der Gr&uuml;nen allerdings m&uuml;ssen Union und SPD verzichten. Sie werden an diesem Montag ein Sondervotum zu dem Bericht einbringen &ndash; ihnen ist das neue Messverfahren noch zu kompliziert. &ldquo;Was die Welt bestimmt nicht braucht, ist das von der Mehrheit vorgeschlagene Indikatorenwirrwarr&rdquo;, sagte Hermann Ott, Obmann der Gr&uuml;nen in der Enquete-Kommission. Seine Fraktion tritt f&uuml;r einen &ldquo;Wohlstandskompass&rdquo; mit nur vier Messwerten ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/lebensstandard-in-deutschland-so-soll-der-wohlstand-neu-vermessen-werden-1.1584691\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Entwicklung eines ganzheitlichen Wohlstands- bzw.  Fortschrittsindikators<\/strong><br>\nBericht der Fraktion Die Linke<br>\nF&uuml;r die Mehrzahl der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sind drei Fragen von zentraler Bedeutung, wenn es um die Lebensqualit&auml;t geht:<br>\nBin ich an der wirtschaftlichen Entwicklung beteiligt oder geht sie an mir vorbei?<br>\nIst die Teilhabe an den sozialen Aspekten der Lebensqualit&auml;t und an der Gestaltung der Gesellschaft gesichert oder bestimmen nur die &bdquo;oberen Zehntausend&ldquo;, was in unserem Lande geschieht?<br>\nWie steht es um die nat&uuml;rlichen Lebensgrundlagen bei uns und global, und was muss getan werden, damit unsere Kinder und Enkel auch in Zukunft gut leben k&ouml;nnen?<br>\nUm die drei genannten Dimensionen in der Sache zutreffend und f&uuml;r breite Bev&ouml;lkerungsschichten verst&auml;ndlich zu quantifizieren, sind die folgenden drei Indikatoren am besten geeignet:\n<ul>\n<li>das durchschnittlich gezahlte, inflationsbereinigte Bruttogehalt je Besch&auml;ftigten als Indikator f&uuml;r die Teilhabe am wirtschaftlichen Wohlstand,<\/li>\n<li>die Klassenspaltung zwischen Reich und Arm (Reich-Arm-Verteilung: Verm&ouml;gen des reichsten Prozents der Bev&ouml;lkerung im Verh&auml;ltnis zur &auml;rmeren Bev&ouml;lkerungsh&auml;lfte) als Indikator f&uuml;r die soziale Qualit&auml;t der Gesellschaft und f&uuml;r die Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens,<\/li>\n<li>der &ouml;kologische Fu&szlig;abdruck als zusammenfassende Kennziffer f&uuml;r den Umgang mit der Natur.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130129_enquete_linke_sondervotum_pg_2_ganzheitlicher_wohlstands-und_fortschrittsindikator.pdf\">Bericht der Fraktion DIE LINKE [PDF &ndash; 418 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Stellenwert von Wachstum in Wirtschaft und Gesellschaft<\/strong><br>\nBericht der Fraktionen SPD, Die Linke., B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen<br>\nStatt einer immer st&auml;rkeren Konzentration von Einkommen und Verm&ouml;gen in wenigen H&auml;nden bedarf es gerade unter den Bedingungen entwickelter, reicher Gesellschaften einer sozial gerechten Erh&ouml;hung der Einnahmequote zur nachhaltigen Finanzierung &ouml;ffentlicher Aufgaben. Diese Strategie zur Steigerung der &ouml;ffentlichen Leistungsf&auml;higkeit ist durch eine &Uuml;berpr&uuml;fung existierender Ausgaben und eine Streichung umweltsch&auml;dlicher Subventionen zu unterst&uuml;tzen. Leistungsf&auml;hige &ouml;ffentliche Haushalte zur Finanzierung gesellschaftlich verlangter &ouml;ffentlicher Leistungen sind die Grundlage f&uuml;r einen funktionierenden Sozialstaat und sichern die Zukunftsf&auml;higkeit und den Wohlstand der Gesellschaft&hellip;<br>\nDie Arbeitsmarktentwicklung der letzten Dekaden stand im Zeichen niedriger, in ihrer Tendenz abnehmender Wachstumsraten. Da der Anstieg der Arbeitsproduktivit&auml;t in der Regel &uuml;ber den (niedrigen) Wachstumsraten lag, wurden tendenziell weniger Arbeitsstunden zur Erwirtschaftung des BIP gebraucht, das statistisch erfasste Arbeitsvolumen nahm entsprechend ab. Dass dennoch ein Anstieg der Erwerbst&auml;tigenzahl und sp&auml;ter auch der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung stattfand, war nur mit gleichzeitig sich vollziehenden erheblichen Strukturver&auml;nderungen m&ouml;glich. Rein quantitativ haben sich immer mehr Menschen ein gesunkenes Arbeitsvolumen geteilt. Diese Entwicklung gilt insbesondere f&uuml;r den Dienstleistungssektor.<br>\nQualitativ betrachtet ging diese Entwicklung einerseits mit einem weitreichenden R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit und steigender Erwerbst&auml;tigkeit, jedoch andererseits auch mit einer deutlichen Abnahme von Vollzeitarbeitspl&auml;tzen bei paralleler Zunahme von Teilzeit-, Mini- und 2097 Midijobs sowie einer Ausweitung des Niedriglohnsektors einher. Diese Entwicklung hat dazu beigetragen, dass die realen Arbeitnehmerentgelte seit der deutschen Vereinigung stagnierten. Da es den Gewerkschaften zumindest in der Vergangenheit oftmals nicht gelungen ist, in Tarifverhandlungen Lohnsteigerungen in H&ouml;he des Produktivit&auml;tsanstiegs plus der Inflationsrate zu erzielen und viele Betriebe inzwischen nicht mehr tarifgebunden sind und dort eine noch schlechtere Lohnentwicklung stattfand, verlief die effektive Lohnentwicklung noch deutlich schlechter als die tarifliche. So kam es zu einer erheblichen Umverteilung von den Arbeit-2104 nehmerentgelten zu den Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130129_enquete_gemeinsames_oppositionsvotum_pg_1.pdf\">Bericht der Fraktionen SPD, Die Linke., B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen [PDF &ndash; 2.2 MB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der deutsche Glaube ans Sparen<\/strong><br>\nUngeachtet zunehmender internationaler Kritik forciert Berlin die deutschen Exporte und sucht der gesamten Eurozone eine entsprechende, f&uuml;r die Weltwirtschaft hochgef&auml;hrliche Struktur zu oktroyieren. Wie aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts sowie Berechnungen von Wirtschaftsforschungsinstituten best&auml;tigen, gr&uuml;ndet das Wirtschaftswachstum der Bundesrepublik immer st&auml;rker auf Exporten. Logische Kehrseite ist, dass viele Abnehmer der deutschen Ausfuhren ein steigendes Leistungsbilanzdefizit aufweisen und in eine fatale Verschuldungsspirale geraten. Als letzter Ausweg erscheinen W&auml;hrungsabwertungen, die laut Ansicht von Finanzexperten in einen &ldquo;W&auml;hrungskrieg&rdquo; m&uuml;nden k&ouml;nnten &ndash; gravierende politische Spannungen und &ouml;konomische Verwerfungen w&auml;ren die Folge. Dessen ungeachtet will Berlin die Eurozone zu einem exportzentrierten Wirtschaftsraum nach deutschem Modell umformen; bereits verabschiedete drakonische Sparprogramme (&ldquo;Fiskalpakt&rdquo;) und in Planung befindlicher massiver Lohnkahlschlag (&ldquo;Pakt f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo;) sind das Mittel dazu. Vor allem in S&uuml;deuropa droht dies die Verelendung weiter zu verschlimmern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58520\">german-foreign-policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Deutschen werden stetig reicher<\/strong><br>\nDie Deutschen haben so viel Geld wie nie: Im dritten Quartal 2012 stieg das Geldverm&ouml;gen der privaten Haushalte auf die Rekordh&ouml;he von 4871 Milliarden Euro. Das teilte die Deutsche Bundesbank am Montag in Frankfurt mit. Das Plus von 1,3 Prozent oder 64 Milliarden Euro zum Vorquartal geht gut zur H&auml;lfte (33 Mrd. Euro) auf das Kursfeuerwerk an den B&ouml;rsen zur&uuml;ck und kommt damit vor allem Aktion&auml;ren zugute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/ratgeber-hintergrund\/boersen-rally-sei-dank-die-deutschen-werden-stetig-reicher\/7697096.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist immer das Gleiche: Da wird davon geredet &bdquo;die Deutschen&ldquo; werden reicher. Doch wer sind diese &bdquo;Deutschen&ldquo;, die reicher wurden? <a href=\"http:\/\/www.creditreform.de\/Deutsch\/Creditreform\/Presse\/Archiv\/SchuldnerAtlas_Deutschland\/2012\/Presseinfo_SchuldnerAtlas_Deutschland_2012.pdf\">Dazu der Schuldneratlas Deutschland 2012 der Creditreform [PDF &ndash; 59.1 KB]<\/a>.<\/em><br>\n<em>Die &Uuml;berschuldung von Privatpersonen in Deutschland ist 2012 nach einem leichten R&uuml;ckgang im Vorjahr wieder merklich angestiegen. So hat sich die Zahl der &uuml;berschuldeten<\/em><br>\n<em>Personen im Jahr 2012 gegen&uuml;ber dem Vorjahr um rund 190.000 auf bundesweit 6,6 Millionen Betroffene erh&ouml;ht (+ 3,0 Prozent). Damit sind 9,65 Prozent aller erwachsenen Deutschen &uuml;ber 18 Jahre zum Stichtag 1.Oktober 2012 &uuml;berschuldet und weisen nachhaltige Zahlungsst&ouml;rungen auf (2011: 9,38 Prozent).<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130129_01.jpg\" title=\"\" alt=\"\"><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Harald Schumann &ndash; Lange zahlen &ndash; immer weniger erl&ouml;sen<\/strong><br>\nLebensversicherungen sind das wichtigste Standbein privater Altersvorsorge &ndash; doch seit langem sinken die Ertr&auml;ge. Ein von der Bundesregierung geplantes Gesetz sieht vor, dass die Versicherten noch mehr abgeben sollen. Dagegen regt sich nun Widerstand. Was geschieht da gerade? [&hellip;]<br>\nDas Thema ist gerade im Wahljahr hei&szlig;. Mit fast 90 Millionen Vertr&auml;gen sind Lebensversicherungen das wichtigste Instrument der privaten Altersvorsorge in Deutschland. Mehr als 750 Milliarden Euro haben die B&uuml;rger bei den Versicherungen auf die hohe Kante gelegt. Doch die Ertr&auml;ge daraus werden seit vielen Jahren immer kleiner. Ursache daf&uuml;r sind die stetig gesunkenen Zinsen auf Anleihen von Staaten und Unternehmen, in denen fast 90 Prozent der Versichertengelder angelegt werden. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich ist das System, mit dem die Versicherer ihre Leistungen kalkulieren, h&ouml;chst verworren. Nicht zuletzt deshalb sind ihre Gewinne auf Rekordh&ouml;he gestiegen, w&auml;hrend die Auszahlungen an die Versicherten stetig sinken. Eigentlich m&uuml;ssen die Unternehmen ihre Kunden zu 90 Prozent an den Kapitalertr&auml;gen beteiligen, die &uuml;ber den Garantiezinssatz hinaus erwirtschaftet werden. Doch in der Praxis wird nur ein kleiner Teil der Gewinne den Kunden tats&auml;chlich jedes Jahr individuell zugeschrieben. Ein weiterer Teil wird f&uuml;r einen &bdquo;Schlussgewinnanteilsfonds&ldquo; zur&uuml;ckgelegt und ein noch gr&ouml;&szlig;erer Teil wandert in die sogenannte freie &bdquo;R&uuml;ckstellung f&uuml;r Beitragsr&uuml;ckerstattungen&ldquo; (RfB).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/lebensversicherungen-lange-zahlen-immer-weniger-erloesen\/7691276.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: Milliarden-Jackpot f&uuml;r Lebensversicherer<\/strong><br>\nE in neues Gesetz soll daf&uuml;r sorgen, dass Lebensversicherer weniger Geld an ihre Kunden auszahlen m&uuml;ssen. Verbrauchersch&uuml;tzer und Gr&uuml;ne protestieren &ndash; sie glauben, dass es den Konzernen besser geht, als sie vorgeben.<br>\nEs geht um fast 40 Milliarden Euro &ndash; eine gewaltige Summe. Diesen Betrag w&uuml;rden sich die deutschen Lebensversicherer sparen, wenn ein Gesetz in Kraft tritt, das am kommenden Dienstag im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat beraten wird. Die Zahl stammt aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen im Bundestag, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Demnach m&uuml;ssten die Lebensversicherer ihren Kunden bis 2025 gut 37 Milliarden Euro aus den stillen Reserven auszahlen. Geht das Gesetz im Vermittlungsausschuss durch, k&ouml;nnen die Versicherer das Geld behalten &ndash; ein Milliarden-Jackpot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/gesetzentwurf-milliarden-jackpot-fuer-lebensversicherer-1.1583651\">SZ<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.K.:<\/strong> Und niemand sagt dazu, dass dieses Gesetzesvorhaben der beste Beweis und das beste Eingest&auml;ndnis seitens der schwarz-gelben Koalition selbst daf&uuml;r ist, ist, dass das absurde Konzept, einen wachsenden Teil der  Alterssicherung mittels sog. &bdquo;privater Vorsorge&ldquo; den Ertr&auml;gen auf dem Kapitalmarkt anzuvertrauen, schon jetzt geradezu krachend gescheitert ist. Und weiterhin ein deutliches Zeichen auch daf&uuml;r, dass sich Schwarz-Gelb daf&uuml;r nicht zu schade ist, das eigene Konzept der privaten Altersvorsorge schon nach wenigen Jahren selbst mit einem Gesetz ad absurdum zu f&uuml;hren, nur um die Kreise, um die sich unsere Regierung tats&auml;chlich dreht, vor Verlusten aus der Niedrigzinsphase zu bewahren, und das auf Kosten der vielen Millionen kleinen Anleger, die solche Lebensversicherungen f&uuml;r ihre Alterssicherung abgeschlossen haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien: Grenzen der britischen Wachstumspolitik<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien befindet sich in der l&auml;ngsten Depression seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im vorletzten Jahrhundert. Das deutliche Wachstum von 0,9% im dritten Quartal erscheint damit als von den Olympischen Spielen getriebener Ausrei&szlig;er. Auch 2012 ist die britische Wirtschaft nicht gewachsen. Die Wirtschaftskrise schleppt sich nun schon &uuml;ber fast f&uuml;nf Jahre dahin. Das BIP ist immer noch um 3% tiefer als vor Ausbruch der Finanzkrise Anfang 2008. Klammert man die volatilen Sektoren Bau (&ndash;9,3%) sowie Erd&ouml;l- und Erdgasf&ouml;rderung (&ndash;11,0%) aus, so verbleibt ein Jahreswachstum der &uuml;brigen Wirtschaft von 0,7%. Allerdings, und das ist die schlechte Nachricht, stammte dieses allein vom Dienstleistungssektor (+1,2%), w&auml;hrend die Industrieproduktion um 1,8% sank. Daraus folgen zwei Probleme: Erstens fehlt von der als strategisches Ziel der Regierung propagierten Reindustrialisierung des Landes jede Spur. Die Industrieproduktion ist heute 10% tiefer als Anfang 2008. Die als Gefahr erkannte Abh&auml;ngigkeit vom Dienstleistungssektor hat noch zugenommen. Die Besch&auml;ftigung legte im letzten Jahr trotz Krise um erstaunliche 550 000 Arbeitspl&auml;tze auf ein Rekordniveau zu, w&auml;hrend die Produktivit&auml;t sank. Die Jobs scheinen haupts&auml;chlich im prek&auml;ren Niedriglohnsektor oder bei unproduktiven Firmen zu entstehen und durch Reall&ouml;hne finanziert zu werden, die seit Ausbruch der Krise um fast 10% gesunken sind. Die Folge ist die Erosion des Lebensstandards von vielen Millionen Briten. Die Probleme sind riesig, doch die Beh&ouml;rden begegnen ihnen mit wachsender Ratlosigkeit. Die Regierung setzt ihr Austerit&auml;tsprogramm unbeeindruckt fort, wie der konservative Schatzkanzler Osborne diese Woche in Davos best&auml;tigte. Tiefgreifende Strukturreformen etwa im Finanzsektor fallen dagegen schwer. Quelle: NZZ<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/grenzen-der-britischen-wachstumspolitik-1.17962992\">NZZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Focus der Berichterstattung dominierten in den letzten Jahren vor allen die Wachstumseinbu&szlig;en der s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenl&auml;nder. Allm&auml;hlich r&uuml;cken auch die gro&szlig;en Volkswirtschaften in das Blickfeld. Die Bundesbank senkte f&uuml;r Deutschland j&uuml;ngst ihre Wachstumsprognose f&uuml;r 2013 deutlich von 1,6 auf 0,4% und schriebt dazu: &ldquo;Die vorliegende Projektion ist durch ein hohes Ma&szlig; an Unsicherheit charakterisiert. Dabei &uuml;berwiegen die Abw&auml;rtsrisiken.&rdquo; Die zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft Frankreich stagniert 2013 &auml;hnlich wie Deutschland, Italien schrumpft wahrscheinlich weiter. Und f&uuml;r die drittgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der EU Gro&szlig;britannien d&uuml;rfte sich nach den Erkenntnissen des letzten Quartals die Prognose des IWF von 1 % f&uuml;r 2013 als zu optimistisch erweisen. Immer wieder erstaunt, wie sehr und wie schnell wir uns dem angels&auml;chsischen &ldquo;Betriebsmodell&rdquo; angen&auml;hert haben, wenn wir uns in Gro&szlig;britannien sinkende Reall&ouml;hne und die Zunahme prek&auml;rer Besch&auml;ftigung anschauen. Die Situation im Vereinigten K&ouml;nigreich d&uuml;rfte sich auch nicht so schnell &auml;ndern. Zu Recht betont die NZZ das Ausbleiben der Reindustrialisierung des Landes, welche bereits die vorige Regierung propagierte. Der Wertsch&ouml;pfungsanteil der verarbeitenden Industrie am BIP  ist in Gro&szlig;britannien von 13, 3% (2005) auf 11, 4 (2010) gefallen, w&auml;hrend der deutsche Anteil auf h&ouml;herem Niveau von 21,2 (2005) auf 18, 6 gefallen ist, inzwischen aber wieder gestiegen sein d&uuml;rfte. Hinzurechnen sind von der der Industrie nachgefragte unternehmensnahe und wissensintensive Dienstleistungen. Wenn man den Berechnungen Steffen Kinkels vom Fraunhofer-Institut f&uuml;r System- und Innovationsforschung in Falle Deutschlands folgt, m&uuml;sste man den direkten Wertsch&ouml;pfungsanteil der verarbeitenden Industrie um den indirekten Anteil Dienstleistungen in etwa verdoppeln, um die zentrale Bedeutung der Industrie f&uuml;r eine Volkswirtschaft zu erfassen. Deswegen sind die Deindustrialisierungsprozesse in Gro&szlig;britannien und leider auch in Frankreich so bedeutsam (2005: 14,1 Prozent; 2010: 12,1 Prozent, alle Daten Unido). Der Verlust an Wertsch&ouml;pfung unf Besch&auml;ftigung in der Industrie kann eben nicht durch den terti&auml;ren Sektor, wie lange geglaubt bzw. sogar gefordert, aufgewogen werden. &ndash; Gro&szlig;britannien sollte sein Euro- bzw. EU-Bashing lassen, das so durchsichtig von der innenpolitischen Misere ablenken soll, sonst l&auml;uft es noch Gefahr, seine Rolle als Finanzzentrum und damit einen bedeutenden Wertsch&ouml;pfungsanteil seiner Volkswirtschaft zu verlieren. Frankreichs Notenbankchef Christian Noyer meinte bereits im Dezember, dass es unlogisch sei, dass sich das Finanzzentrum der Euro-Zone in Gro&szlig;britannien befinde: &ldquo;Wir haben nichts dagegen, wenn manche Gesch&auml;fte in London abgewickelt werden, aber der Gro&szlig;teil der Gesch&auml;fte sollte von uns kontrolliert werden.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zins und Zockerei ade<\/strong><br>\nMit der Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers begann 2008 die Wirtschaftskrise, und noch immer sind Politiker damit besch&auml;ftigt, Banken zu stabilisieren. Jetzt will ein Verein aus Bankern und B&uuml;rgern beweisen, dass ein anderes Gesch&auml;ftsmodell m&ouml;glich ist, wenn Anleger auf Zinsen verzichten und beim Bankgesch&auml;ft andere Regeln gelten. 2013 soll in &Ouml;sterreich die erste &ldquo;demokratische Bank&rdquo; er&ouml;ffnet werden. Dass solche Alternativen funktionieren k&ouml;nnen, zeigen die GLS Bank, Triodos oder die Umweltbank. Sie agieren jedoch bis heute in einer Nische. K&ouml;nnen sie da herauskommen oder werden die Platzhirsche ihre Bem&uuml;hungen hintertreiben, um sie von den Finanzm&auml;rkten zu dr&auml;ngen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/web.ard.de\/radio\/radiofeature\/#awp::\">SWR Radio-Feature<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Koalition zankt um Mindestlohn<\/strong><br>\nUnionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) will sich mit dem Widerstand des Koalitionspartners FDP gegen die Einf&uuml;hrung einer allgemeinen Lohnuntergrenze nicht abfinden. &bdquo;Wenn jemand den ganzen Tag arbeitet, muss er auch davon leben k&ouml;nnen. Die FDP sollte sich hier bewegen&ldquo;, sagte der CDU-Politiker der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;.<br>\n&Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). &bdquo;Es ist doch mit den H&auml;nden zu greifen, dass es gerecht zugehen muss. Deshalb kann unsere Botschaft nicht allein &bdquo;Wachstum&ldquo; lauten&ldquo;, zitiert der &bdquo;Spiegel&ldquo; die Ministerin in seiner j&uuml;ngsten Ausgabe.<br>\nDie CDU hatte bei ihrem Bundesparteitag die Einf&uuml;hrung von regional unterschiedlichen Lohnuntergrenzen beschlossen, die von den Tarifvertragsparteien festgelegt werden sollen. Die FDP ist strikt dagegen. Die SPD will ihrerseits einen fl&auml;chendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/arbeit-koalition-zankt-um-mindestlohn,1472596,21566924.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man fragt sich allerdings wie sich dies mit Merkels in Davos verk&uuml;ndeter Wettbewerbsagenda des forcierten Lohn- und Sozialdumpings f&uuml;r Europa vereinbaren l&auml;sst? Interessant ist auch, dass Merkels Rede in Davos inzwischen vollst&auml;ndig aus der Berichterstattung der Konzernmedien verschwunden ist, obwohl Merkels Idee eines vertraglich verpflichtenden Sozialabbaus f&uuml;r &bdquo;wettbewerbsschwache&ldquo; L&auml;nder  einigen Diskussionsstoff liefern k&ouml;nnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Brillen f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nK&uuml;rzlich erfuhr ich von einem Augenarzt in Ulm, der eine Armenklinik unter anderem f&uuml;r abgesunkene Mittelstandsb&uuml;rger gegr&uuml;ndet haben soll, und das im reichsten Bundesland Deutschlands, in Baden-W&uuml;rttemberg. Dieser Angelegenheit wollte ich nachgehen.<br>\nDr. Roth tr&auml;gt gern Fliege und bewohnt in der Ulmer Vorstadt Wiblingen, zusammen mit seiner Frau, zwei Hunden und einer wei&szlig;en Katze, ein H&auml;uschen in einer Eigenheimsiedlung am Wald. Seine Praxis liegt nur vier Minuten entfernt im benachbarten Wohngebiet.<br>\n&bdquo;Inzwischen sind ganz andere Leute von Armut betroffen, die haben nicht jahrelang auf der Stra&szlig;e gelebt, das sind ganz b&uuml;rgerliche Leute, die sauber gearbeitet haben und dann pl&ouml;tzlich arbeitslos wurden oder bankrott gegangen sind. Die also ganz normal gelebt haben und dann abgest&uuml;rzt sind, zum Beispiel in Hartz IV. V&ouml;llig normal treten die auf. Das geht vom ehemals Selbstst&auml;ndigen bis hin zum Akademiker. Einer ist ein ehemaliger Lehrer, der seine Medikamente nicht mehr zahlen kann. Die Frau hatte Krebs, und sie haben, nachdem nichts mehr half, Chemo gemacht mit ausl&auml;ndischen &Auml;rzten, Akupunktur usw., er ist dabei ausgenommen worden. Das ganze Geld war weg. Und nun kriegte er den gr&uuml;nen Star, die Kasse verlangt soundso viel Selbstzahlung, was er nicht kann. Er kommt regelm&auml;&szlig;ig sehr gepflegt mit Anzug und Krawatte in die Praxis und bekommt von mir kostenlos seine Tropfen.<br>\nWie gesagt, die Obdachlosen sind nicht unsere Hauptproblem. Wir haben verschiedene Gruppen von Patienten, die eine, die war versichert, ist in Hartz IV reingeraten und kann nun ihre Heilmittel, Hilfsmittel, Medikamente nicht mehr zahlen. Die andere, die Minderheit, ist nicht versichert, obwohl mir die Politiker immer sagen, das gibt es nicht, heute sind alle versichert! Das geht vom Obdachlosen &uuml;ber den Illegalen bis hin zum Selbstst&auml;ndigen beziehungsweise zum ehemals Selbstst&auml;ndigen. Sp&uuml;rbar zugenommen aber hat die Zahl der Patienten, die zwar versichert sind, aufgrund der Gesetzeslage aber nichts mehr kriegen und die Kosten nicht selbst tragen k&ouml;nnen. Und da springen dann wir ein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Augenarzt-mit-sozialer-Vision\/!109855\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Michael Hartmann: &ldquo;Geerbte&rdquo; Karrierechance<\/strong><br>\nIn Deutschland ist beruflicher Erfolg st&auml;rker als in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern vom Elternhaus abh&auml;ngig. Das zeigt eine Studie, deren Ergebnisse das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) pr&auml;sentierte. Danach sind 40 Prozent der Ungleichheit beim individuellen Arbeitseinkommen mit unterschiedlicher Herkunft zu erkl&auml;ren. &ldquo;Der Traum, vom Tellerw&auml;scher zum Million&auml;r zu werden, ist nicht nur in den USA eine Legende, sondern auch in Deutschland&rdquo;, so kommentierten die Wissenschaftler ihre Ergebnisse.<br>\nWie ist Ihrer Erfahrung nach die Abh&auml;ngigkeit zwischen Elternhaus und beruflichem Fortkommen einzusch&auml;tzen? Was lernen Kinder in bevorzugten Elternh&auml;usern, das ihnen sp&auml;ter bei der Karriere hilft? Warum ist gerade in Deutschland dieser Mechanismus offenbar so hartn&auml;ckig? Wo m&uuml;sste Ihrer Ansicht nach angesetzt werden, um die Chancengerechtigkeit zu erh&ouml;hen?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/tagesgespraech\/s\/d\/24.01.2013-09.20.html\">WDR5 Tagesgespr&auml;ch<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/m\/1359018498\/radio\/tagesgespraech\/wdr5_tagesgespraech_20130124_1000.mp3\">Podcast <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Handelsblatt Research Institute<\/strong><br>\nMit dem Handelsblatt Research Institute haben wir ein eigenst&auml;ndiges Kompetenzcenter gegr&uuml;ndet. Ein 20-k&ouml;pfiges Team von &Ouml;konomen &uuml;ber Sozialwissenschaftler bis hin zu Historikern, erg&auml;nzt durch ein Netzwerk externer Spezialisten und die Partnerschaft mit renommierten Anbietern wie Forsa und Statista, verschafft Ihnen einen wertvollen Informationsvorsprung. Zus&auml;tzliche Einsch&auml;tzungen liefert das Netz des Handelsblatts mit 180 Fachredakteuren und Korrespondenten in den Wirtschaftszentren der Welt von San Francisco bis Peking.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/research.handelsblatt.com\/informationen-analysen\/\">Research Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Pr&auml;sident des neuen <a href=\"http:\/\/research.handelsblatt.com\/informationen-analysen\/prof-dr-bert-rurup\/\">Instituts soll Bert R&uuml;rup<\/a> werden. R&uuml;rup ist gleichzeitig im Vorstand der MaschmeyerRuerup AG. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4408\">Der Privatvorsorge-Profiteur<\/a> soll nun auch Handelsblatt Research steuern. Damit ist auch die ideologische Ausrichtung dieses Instituts klar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jakob Augstein: Die Krise des wei&szlig;en Mannes<\/strong><br>\nWarum bewegt die Br&uuml;derle-Debatte das Land? Weil die Leute ahnen, dass es um viel mehr geht als einen geschmacklosen FDP-Opa oder den Sexismus in der Gesellschaft. Es geht um die Macht des wei&szlig;en Mannes. Und die n&auml;hert sich ihrem Ende. Endlich! [&hellip;]<br>\nDiese Debatte legt f&uuml;r kurze Zeit den Blick auf eine viel bedeutungsvollere Entwicklung frei: Die Macht des wei&szlig;en Mannes wankt. [&hellip;]<br>\nDie Welt wird weiblicher aber vor allem wird sie bunter, multikultureller &ndash; im eigentlichen Wortsinn. Das hei&szlig;t nicht, dass sie besser wird. Das waren auch nur Vorurteile. Es gibt positiven Sexismus, so wie es positiven Rassismus gibt. Es geht einfach die Dominanz des wei&szlig;en Mannes ihrem Ende entgegen. [&hellip;]<br>\nDenn der wei&szlig;e Mann wird bedroht, von der Demografie und vom Feminismus. Da ist es kein Wunder, wenn er etwas gegen Muslime hat und Probleme mit Frauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-ueber-die-sexismus-debatte-a-879988.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Oh je! Nun dr&uuml;ckt auch Augstein der Winterloch-Debatte mit seiner Version des Requiems auf den &bdquo;wei&szlig;en Mann&ldquo; (wer auch immer das sein soll) seinen Stempel auf. Neben Br&uuml;derle und Steinbr&uuml;ck m&uuml;ssen diesmal auch Sloterdijk, Tarantino, Hanna Rosin und Peter Scholl-Latour herhalten &ndash; g&auml;be es eine Liste mit den zehn schlimmsten &bdquo;Name-Droppern&ldquo; w&auml;re Augstein der Spitzenplatz nicht zu nehmen. Und warum der allt&auml;gliche Sexismus nun ausgerechnet ein kulturelles Alleinstellungsmerkmal des &bdquo;wei&szlig;en Mannes&ldquo; sein soll, wei&szlig; wohl auch nur Augstein. Zumindest mir w&auml;re es vollkommen neu, dass der &bdquo;schwarze Mann&ldquo;, &bdquo;der Latino&ldquo;, &bdquo;der Araber&ldquo;, &bdquo;der Inder&ldquo; oder &bdquo;der Japaner&ldquo; nun frei von Sexismus w&auml;re &hellip; eher im Gegenteil.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>SPD &ndash; Auf der Suche nach dem Gleichgewicht<\/strong><br>\nDie SPD hat mit einigen M&uuml;hen konkrete Vorschl&auml;ge f&uuml;r ein h&ouml;heres Ma&szlig; an sozialer Gerechtigkeit vorgelegt. Nun m&uuml;ssen die Sozialdemokraten versuchen, das Programm und Kanzleranw&auml;rter Peer Steinbr&uuml;ck miteinander zu vers&ouml;hnen.<br>\nVor einem Jahr k&uuml;ndigte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel an, seine Partei wolle Wahlkampf gegen die Finanzm&auml;rkte und nicht gegen Angela Merkel f&uuml;hren. Da hatten die Sozialdemokraten noch keinen Kanzlerkandidaten. Den gibt es jetzt. Er hei&szlig;t Peer Steinbr&uuml;ck. Er war Finanzminister, Krisenmanager und versteht viel von den M&auml;rkten. Steinbr&uuml;ck verspricht, dem Treiben der Geldh&auml;user Einhalt zu gebieten. Aber nun stellt die SPD die soziale Gerechtigkeit ins Zentrum ihres Wahlkampfes.<br>\nF&uuml;r dieses Thema ist der Kandidat, jenseits aller Debatten um seine pers&ouml;nlichen pekuni&auml;ren Vorlieben, wohlgemerkt, nicht der ideale Repr&auml;sentant. Zumindest auf den ersten Blick. Bis zum September m&uuml;ssen die Sozialdemokraten nun versuchen, Programm und Spitzenkandidat zu vers&ouml;hnen. Das wird der Partei, aber nat&uuml;rlich auch dem Herausforderer einiges abverlangen. Denn das, was die SPD &ldquo;Wahlkampf von unten&rdquo; nennt, ist ebenso aktuell wie Erfolg versprechend. Das beste Zeichen daf&uuml;r ist die neue Gerechtigkeitsoffensive der bisher so themenm&uuml;den Union. Die hat nach dem Machtverlust in Niedersachsen endg&uuml;ltig verstanden, dass ein popul&auml;rer Regierungschef oder auch eine beliebte Bundeskanzlerin allein nicht reichen, um eine Wahl zu gewinnen. In diesem Rennen hat die SPD die Nase vorn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-und-kanzlerkandidat-steinbrueck-auf-der-suche-nach-dem-gleichgewicht-1.1584572\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann einfach nicht verstehen weshalb Steinbr&uuml;ck von der Mainstreampresse dauernd wirtschaftlicher und finanzpolitischer Sachverstand unterstellt wird.  Die Frage, ob Steinbr&uuml;ck der richtige Mann ist, um das Eintreten f&uuml;r soziale Gerechtigkeit auch nur ann&auml;hernd glaubhaft zu vermittelt, wird gar nicht erst gestellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Studium? Nein, danke!<\/strong><br>\nJeder dritte Deutsche mit Hochschulreife in der Tasche entscheidet sich gegen den Schritt in den H&ouml;rsaal. Eine Studie fragt, warum das so ist.<br>\nIn Regionen, denen es wirtschaftlich gut geht, entscheiden sich mehr junge Menschen f&uuml;r ein Studium&hellip;<br>\nDie niedrigere Studierneigung in den neuen Bundesl&auml;ndern sei unter anderem auf die hohen Arbeitslosenquoten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren&hellip;<br>\nDabei fanden sie heraus, dass die Studierneigung klar von der Art der Hochschulreife abh&auml;ngt. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel gehen mit mit 83 Prozent sogar &uuml;berdurchschnittlich viele Abiturienten zum Studium. Den gro&szlig;en Einbruch gibt es bei den Schulabg&auml;ngern mit Fachhochschulreife. Von ihnen beginnen nur 29 Prozent ein Studium&hellip;<br>\nWie die Forscher feststellten, nehmen Studienberechtigte &bdquo;aus bildungsnahen und schichthohen Familien eher ein Studium auf als Studienberechtigte aus bildungsfernen und benachteiligten sozialen Schichten&ldquo;&hellip;<br>\nOb man studiert, h&auml;ngt auch von den Gleichaltrigen &ndash; der Peer Group &ndash; ab, wie die Forscher erstmals nachweisen konnten&hellip;<br>\nDie Schule sollte vor allem auch auf die Entscheidung junger Frauen einwirken. Denn diese verzichten &ouml;fter auf ein Studium als junge M&auml;nner, haben die Forscher festgestellt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/studium\/bildung-studium--nein--danke-,5027854,21557488.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/bibliothek.wzb.eu\/pdf\/2011\/p11-002.pdf\">WZB-Studie &bdquo;&hellip;und warum studierst du dann nicht?&ldquo; [PDF &ndash; 433 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wilhelm Heitmeyer gibt das Bielefelder Institut f&uuml;r interdisziplin&auml;re Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an Andreas Zick ab (Von Volker Bahl)<\/strong><br>\nHervorgetreten ist Wilhelm Heitmeyer vor allem mit seinem Projekt &ldquo;Deutsche Zust&auml;nde&rdquo; mit seinen &uuml;ber die Jahre hinweg insgesamt 10 B&auml;nden.<br>\nHierbei konnten die Wissenschaftler seines Instituts messen, wie die Bereitschaft abnahm, schw&auml;cheren Gruppen zu helfen. Durch die Ausgrenzung von Minderheiten sei eine explosive Situation als Dauerzustand geschaffen worden.<br>\nHeitmeyers Verdienst ist es, die Frage nach dem Umgang der Gesellschaft mit ihren schw&auml;cheren Mitgliedern so beharrlich gestellt zu haben. Er h&auml;lt an der Idee fest, dass <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ausgrenzung-von-minderheiten-explosive-situation-als-dauerzustand-1.1233203\">die Gleichwertigkeit aller Menschen und die Sicherung ihrer Unversehrtheit zu den zentralen Werten einer humanen Gesellschaft geh&ouml;ren<\/a>.<br>\nSiehe auch <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/gedankenspiele\/-\/1472602\/4903162\/-\/index.html\">hier<\/a>.<br>\nGerade die letzte und 10. Studie weckte noch einmal &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit. t Heitmeyer schreibt dort,&rdquo;die Ergebnisse verweisen auf Entwicklungen, im Zuge welcher die Gesellschaft unterhalb des Radars der &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit zunehmend vergiftet wird.&rdquo; &ldquo;Entsicherung, Richtungslosigkeit und Instabilit&auml;t sind zur neuen Normalit&auml;t geworden, die Nervosit&auml;t scheint &uuml;ber alle sozialen Gruppen zu steigen.&rdquo;<br>\nSo hatten 2011 74 Prozent der Befragten den Eindruck, &ldquo;die Gesellschaft f&auml;llt eigentlich immer mehr auseinander.&rdquo; Und nicht zuletzt registrierten die Forscher, dass sich als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrisen ein Gef&uuml;hl der Machtlosigkeit ausbreite.<br>\nDer Journalist Gunter Hofmann geht auf die Rolle der Medien ein: Von den Medien ging <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=1145\">&ldquo;fast unisono, einschlie&szlig;lich der liberalen Bl&auml;tter, der Zwang aus, einen neoliberalen Kurs einzuschlagen: Die soziale Frage galt nicht nur als vernachl&auml;ssigbar, sie wurde vielmehr regelrecht als Traditionsballast diffamiert, den man absch&uuml;tteln m&uuml;sse, um in der zunehmenden Weltmarktkonkurrenz nicht abgeh&auml;ngt zu werden.&rdquo;<\/a><br>\nSo kam es zu jener &ldquo;rohen B&uuml;rgerlichkeit&rdquo; (vgl. dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7652\">&ldquo;Eine kleine Entstehungsgeschichte zur &ldquo;verrohten und sozial vereisten gehobenen Mittelschicht&rdquo;<\/a>)<br>\nEs war eben nicht nur Sarrazin, der volksverhetzend diese Stimmung &ndash; verst&auml;rkt durch die Bildzeitung &ndash; aufgriff (vgl. <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/33\/33301\/1.html\">&ldquo;Die Bildzeitung benutzte Saarzin wie ein Bauchredner seine Puppe&rdquo;<\/a>), sondern etwa auch der &ldquo;Philosoph&rdquo; Peter Sloterdijk mit seinen Provokationen gegen den Sozialstaat und gegen eine solidarische Gesellschaft (vgl. Wolfgang Lieb, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4317\">&ldquo;Die neuen Sozialliberalen?&rdquo;<\/a>)<br>\nSo kam es mit Sarrazin und Sloterdijk &ndash; verst&auml;rkt durch Medien &ndash; zu einer regelrechten Propaganda-Kampagne f&uuml;r die Ungleichheit, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6708#h09\">wie Albrecht Lucke feststellte<\/a>.<br>\nIn diesem Strom  lautt&ouml;nender Hetze gegen Gleichheit war Wilhelm Heitmeyer ein einsamer Felsen Wir w&uuml;nschen seinem Nachfolger viel Erfolg und Standhaftigkeit. \n<p>P.S.: Wilhelm Heitmeyer wird sich in Zukunft diesen Fragen in L&auml;ndern wie Pakistan, &Auml;gypten und Peru widmen.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15990","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15990","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15990"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15990\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16000,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15990\/revisions\/16000"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15990"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15990"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15990"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}