{"id":16010,"date":"2013-01-30T09:30:49","date_gmt":"2013-01-30T08:30:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010"},"modified":"2013-01-30T09:30:49","modified_gmt":"2013-01-30T08:30:49","slug":"hinweise-des-tages-1808","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h01\">Angela Merkel in Davos: &ldquo;Ich m&ouml;chte, dass Sie meine Tanzkarte annehmen!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h02\">Soros best&auml;tigt: Die Krise ist gewollt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h03\">Schiefe Ebene &ndash; Sahra Wagenknecht &uuml;ber den vermeintlichen Krisengewinner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h04\">Spart sich Europa kaputt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h05\">Deutschlands Exportboom im Kriegsgebiet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h06\">Oh Deutschland, Deine Janusk&ouml;pfe!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h07\">BAuA ver&ouml;ffentlicht Stressreport Deutschland 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h08\">Jobcenter-Visite in Duisburg ersch&uuml;tterte Bezirks-B&uuml;rgermeister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h09\">Die Story im Ersten: Arbeiten f&uuml;r Gottes Lohn &ndash; Wie die Kirche ihre Sonderrechte ausnutzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h10\">Strategiediskussion in der EU-Energie- und Klimapolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h11\">Altmaiers riskanter Coup<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h12\">Sturm aufs Wasserglas &ndash; Die Privatisierung des Lebenselixiers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h13\">Marcel Fratzscher neuer DIW-Chef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h14\">Der deutsche Beitrag zum Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h15\">M&auml;chtig ergriffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h16\">Capital-Elite-Panel: Steinbr&uuml;ck hat gegen Merkel keine Chance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h17\">Volksbegehren gegen Studiengeb&uuml;hren &ndash; Es fehlen noch 2,5 Prozentpunkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h18\">Journalistenstress: &ldquo;Noch mehr zu arbeiten, ist nicht drin&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010#h19\">Hildebrand hat Startkapital f&uuml;r seinen St&ouml;rsender zusammen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16010&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Angela Merkel in Davos: &ldquo;Ich m&ouml;chte, dass Sie meine Tanzkarte annehmen!&rdquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich die Deutschen &uuml;ber Kinderb&uuml;cher und Herrenwitze erregen, formuliert Angela Merkel schon mal den Weg zur Weltpolitik. [&hellip;]<br>\nUnterwerfung ist das Gebot der Stunde. Nur dann kann man auf dem Weltmarkt F&uuml;hrung beanspruchen. Angela Merkel formuliert damit &ndash; wie Wilhelm II. 1896 &ndash; den &Uuml;bergang von der Europa- zur Weltpolitik.<br>\nW&auml;hrend wir uns &uuml;ber Kinderb&uuml;cher und Herrenwitze erregen (vielleicht gibt es da sogar einen Zusammenhang!), findet parallel zur Ausweitung der europ&auml;ischen Milit&auml;reins&auml;tze die Ausweitung der wirtschaftlichen Kampfzone statt. F&uuml;r diese Globalisierung muss Europa ger&uuml;stet sein. Daf&uuml;r muss der kleine, vielstimmige, innerlich unausgeglichene Kontinent nach deutschem Vorbild umgebaut werden. Das viel zu zimperlich auftretende Europa braucht endlich einen Platz an der Sonne. Merkel stellt die entscheidende Frage:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/53581\/angela-merkel-in-davos-ich-mochte-dass-sie-meine-tanzkarte-annehmen\/\">Carta<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wolfgang Michal hat vollkommen recht. Das Agenda-Setting der Medien ist erschreckend. Merkels Rede in Davos wurde im Bl&auml;tterwald nur am Rande erw&auml;hnt und nirgends wirklich kritisiert &ndash; sp&auml;testens jetzt wei&szlig; man, wie sehr man doch die FTD vermisst. Das Versagen der Medien zeigt sich dabei sogar beim &bdquo;Medienthema des Monats&ldquo;. Da muss der alte Br&uuml;derle schon besoffen an der Bar Widerlichkeiten von sich geben, um endlich einmal kritisiert zu werden. Da kann man schon fast bedauern, dass Angela Merkel eine preussisch-pietistische Frau ist und Bars meidet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Soros best&auml;tigt: Die Krise ist gewollt<\/strong><br>\nDer Finanzspekulant George Soros hat in Davos gesagt, dass jene die Krise aufrechterhalten, die davon profitieren. Dabei sieht er die Bundesrepublik an erster Stelle.<br>\nAuf der Webseite des Senders CNBC ist mehr von dem zu lesen, was Soros sagte, auch der Hinweis auf die bewu&szlig;t aufrechterhaltene, weil n&uuml;tzliche Krise. Durch diese sei ein Zwei-Klassen-System innerhalb der Euro-Zone, zwischen den Gl&auml;ubigern und Schuldnern, entstanden. Und die Gl&auml;ubiger seien daf&uuml;r verantwortlich: &ldquo;Es ist im Grunde Deutschland&rdquo;. Die fortgesetzte Sparpolitik, die von der Bundesregierung betrieben und durchgesetzt werde, sei kontraproduktiv, so Soros. Das sei die &ldquo;Verewigung der Finanzkrise&rdquo;. Bundeskanzlerin Angela Merkel folge einer &ldquo;falschen Politik&rdquo;, wenn sie mit weiterem Sparkurs auf die Folgen der eigenen Austerit&auml;tspolitik reagiere. Das zwinge die betroffenen L&auml;nder zu weiteren K&uuml;rzungen, welche deren Wirtschaft weiter schrumpfen lie&szlig;en. Damit werde das Auseinanderdriften zwischen Gl&auml;ubiger- und Schuldnerl&auml;ndern festgeschrieben. Letztere blieben gleichzeitig abh&auml;ngig, weil sie die Kredite zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen. Soros meint, dass die n&auml;chsten zwei Jahre schwierig, &ldquo;sehr heikel&rdquo; werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/hans-springstein\/soros-bestaetigt-die-krise-ist-gewollt\">der Freitag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.cnbc.com\/id\/100406050\">CNBC Transskript des Interviews mit Soros<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schiefe Ebene &ndash; Sahra Wagenknecht &uuml;ber den vermeintlichen Krisengewinner<\/strong><br>\nDeutschland erscheint als Gewinner der Eurokrise. W&auml;hrend die Arbeitslosigkeit in S&uuml;deuropa alle Rekorde bricht, ist sie hierzulande noch relativ niedrig. Dies gilt als Erfolg der Agenda 2010, die &raquo;unsere&laquo; Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessert hat. Diese Geschichte wird von den Medien gern verbreitet und scheint viele Menschen in Deutschland zu &uuml;berzeugen. Das ist auch ein Grund, warum es die LINKE derzeit nicht leicht hat und warum Kanzlerin Merkel noch immer einen recht guten Ruf genie&szlig;t &ndash; auch wenn die Krise inzwischen auf die deutsche Wirtschaft zur&uuml;ckschl&auml;gt, die Arbeitslosigkeit zunimmt und die n&auml;chsten K&uuml;rzungspakete schon angek&uuml;ndigt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/811168.schiefe-ebene.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Spart sich Europa kaputt?<\/strong><br>\n&Uuml;ber Jahre schien unter &Ouml;konomen ausgemacht, dass der Multiplikator bei 0,5 liegt, harte Sparprogramme also auch kurzfristig nicht so schlimm f&uuml;r die Konjunktur sind. Doch mit der Euro-Krise sind Zweifel aufgekommen. Zum Beispiel bei Olivier Blanchard, Chef&ouml;konom des IWF. Blanchard und sein Kollege Daniel Leigh pr&uuml;ften die Wachstumsprognosen anderer &Ouml;konomen f&uuml;r L&auml;nder in Europa. Dabei stellten sie fest: Bei jenen L&auml;ndern, die besonders hart sparten, wurde das Wachstum regelm&auml;&szlig;ig deutlich &uuml;bersch&auml;tzt. Im Umkehrschluss bedeute das: Die Wirkungen der Sparprogramme auf die Konjunktur wurden untersch&auml;tzt, der Multiplikator liegt viel h&ouml;her als gedacht. Und zwar nicht bei 0,5, so die IWF-Volkswirte, sondern eher bei 0,9 bis 1,7. Und das bedeutet: Sparen rettet nicht, sondern vertieft die Krise, zumindest kurzfristig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/euro-krise-spart-sich-europa-kaputt-,1471908,21578350.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Obwohl &Ouml;konomen des IWF vor der Rosskur warnen, will Br&uuml;ssel hart (auf neoliberalem Kurs) bleiben. Aber der Krieg der Multiplikatoren hat erst begonnen &ndash; und die &Ouml;konomen des IWF, Olivier Blanchard und Daniel Leigh  haben es empirisch &uuml;berpr&uuml;ft.<br>\nDie EZB reagiert mit einer Gegenstudie, die sie in den Dezember-Monatsbericht aufnahm: Europa darf nicht vom Austerit&auml;tskurs abkommen (wieder ganz theoretisch &ldquo;gedacht&rdquo;)<br>\nSiehe zu den Studien von Olivier Blanchard beim IWF siehe Jens Berger <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15789\">&ldquo;Der Irrtum der Euroretter und das Schweigen im Bl&auml;tterwalde&rdquo;<\/a>.<br>\nund zu den auch hier erw&auml;hnten kritischeren Gewichtung des Multiplikator-Effektes beim IMK siehe dessen <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_79_2013\">79. Report [PDF &ndash; 980 KB]<\/a> auf den Seiten 10 ff. unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Abkehr vom Austerit&auml;tskurs im Euroraum notwendig&rdquo;.<br>\nDas Fazit ist dort: &ldquo;Zusammengefasst gibt es starke Anzeichen daf&uuml;r, dass die negativen Auswirkungen der Austerit&auml;tspolitik im Euroraum bisher untersch&auml;tzt wurden. Da Multiplikatoreffekte im Moment besonders hoch zu sein scheinen, besteht die gro&szlig;e Gefahr, dass die Konsolidierungsbem&uuml;hungen das Wachstum weiter verlangsamen, die Schuldenstandsquoten damit erh&ouml;hen und sich letztlich selbst konterkarieren (siehe Infobox 3 = 14 f. &ldquo;Was treibt den Schuldenstand?&rdquo;)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutschlands Exportboom im Kriegsgebiet<\/strong><br>\nDie halbe Welt redet mal wieder &uuml;ber W&auml;hrungskrieg. Notenbanken stopfen ihre Banken mit sinnlosen Geldreserven voll, indem sie ihnen Anleihen abkaufen. Wenn sie Gl&uuml;ck haben, dr&uuml;cken sie damit nicht nur die Zinsen sondern auch den Wert ihrer W&auml;hrungen. Das ist allerdings gar nicht ausgemacht, und ob sich die Exporteure dieser L&auml;nder &uuml;ber frischen Wind im Gesch&auml;ft freuen k&ouml;nnen, ist doch eher zweifelhaft. Wer sich aber so was von freut, das sind ausgerechnet die Ausfuhrfirmen aus Deutschland.<br>\nAusgerechnet aus dem Land, wo die gr&ouml;&szlig;ten Inflationshysteriker in der Notenbank sitzen &ndash; und nicht nur da. Ausgerechnet aus dem Land, wo die Regierung stolz vor steigenden Steuereinnahmen berichtet und sich darauf vorbereitet, nie wieder neue Darlehen aufnehmen zu wollen. Ausgerechnet das Land, wo der Staat es sich leisten kann, seine Zukunftsinvestitionen um ein Zehntel zu streichen. Ausgerechnet dieses Land bekommt einen kr&auml;ftigen Wachstumsschub via Geld(reserve)-Drucken der W&auml;hrungsh&uuml;ter.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/20130130_Exportueberschuesse.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/20130130_Exportueberschuesse_th.gif\" alt=\"Exportueberschuesse\" title=\"Exportueberschuesse\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2013\/01\/28\/kriegsgebiet\/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=kriegsgebiet\">WeitwinkelSubjektiv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das Blog WeitwinkelSubjektiv wird vom ehemaligen FTD-Redakteur Andr&eacute; K&uuml;hnlenz betrieben. Schauen Sie dort ruhig einmal rein, die Beitr&auml;ge sind durchaus hochwertig und interessant.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Oh Deutschland, Deine Janusk&ouml;pfe!<\/strong><br>\nWer sich jetzt in Deutschland &uuml;ber angebliche W&auml;hrungskriege aufregt und sich so sehr davor f&uuml;rchtet, der sollte sich einmal anschauen, woher die deutschen Exporterfolge der j&uuml;ngsten Zeit kommen. Den Einbruch im restlichen Euroland machten die Ausfuhrunternehmen mit kr&auml;ftigen Zuw&auml;chsen &uuml;berall dorthin wett, wo Notenbanken und Regierungen ihre Wirtschaft in Gang bringen und der Trend wird anhalten. Auch wenn man lange dar&uuml;ber streiten kann, wie effektiv etwa die Anleihek&auml;ufe durch die US-Notenbank sind, eins ist Fakt: Deutschland steuert im Au&szlig;enhandel l&auml;ngst wieder in gef&auml;hrlichen Gefilden, wie die Ifo-Forscher vor wenigen Tagen verraten haben. [&hellip;]<br>\n&Auml;hnlich sah es in Europa aus &ndash; zwischen Deutschland und den s&uuml;dlichen Euro-L&auml;ndern. Nur, dass hier der Ausgangspunkt in den &ndash; bei Euro-Einf&uuml;hrung &ndash; stark gesunkenen Zinsen in den Peripheriel&auml;ndern gelegen hat, die den Beginn des Kreditbooms einleiteten. Doch auch Deutschland f&ouml;rderte die aufkommenden Ungleichgewichte, indem die Unternehmen unterst&uuml;tzt durch die Politik jahrelange Lohnk&uuml;rzungen durchsetzten.<br>\nDies erlaubte es den Deutschen, wie die Weltmeister zu sparen (klar, sparten hier einige mehr, andere gar nichts). Die S&uuml;dl&auml;nder freuten sich wie die Amerikaner &uuml;ber die g&uuml;nstigen Darlehen &ndash; die aber nur deswegen so g&uuml;nstig waren, weil die deutschen Milliarden den S&uuml;den &uuml;berfluteten und die Kreditinstitute dort unten irgendwann jedes Gef&uuml;hl f&uuml;r die Risiken verloren haben.<br>\nDamals, zu Beginn des Jahrtausends, sagten die Unternehmen in Deutschland, dass Lohn&uuml;bertreibungen aus den Jahren nach der Wiedervereinigung korrigiert werden mussten &ndash; was durchaus plausibel in viele Ohren geklungen haben mag. Gewerkschaften beugten sich jedenfalls angesichts des lahmenden Arbeitsmarktes der Standort- und Wettbewerbsdoktrin der Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2013\/01\/25\/januskopf\/\">WeitwinkelSubjektiv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>BAuA ver&ouml;ffentlicht Stressreport Deutschland 2012<\/strong><br>\nMultitasking, Zeitdruck, Monotonie und St&ouml;rungen nehmen nach wie vor Spitzenpl&auml;tze ein<br>\nDortmund &ndash; Psychische Belastung ist in der deutschen Arbeitswelt nach wie vor weit verbreitet. H&auml;ufig sind die Besch&auml;ftigten Multitasking, Zeitdruck, Monotonie und St&ouml;rungen bei der Arbeit ausgesetzt. Dabei kennt die psychische Belastung weder Hierarchiegrenzen, noch macht sie vor gewerblichen Branchen halt. Faktoren wie das gute soziale Klima in deutschen Betrieben oder Handlungsspielr&auml;ume f&uuml;r die Besch&auml;ftigten, um ihre Arbeit zu planen und einzuteilen, helfen aber die Belastung zu bew&auml;ltigen&hellip;<br>\nDie Spitzenreiter der Belastung haben sich nach den Zahlen seit 2006 nicht ver&auml;ndert. So sehen sich die Besch&auml;ftigten nach wie vor h&auml;ufig Multitasking (58 Prozent), starkem Termin- und Leistungsdruck (52 Prozent) oder st&auml;ndig wiederholenden Arbeitsvorg&auml;ngen (50 Prozent) ausgesetzt. 44 Prozent erleben w&auml;hrend ihrer Arbeit h&auml;ufig St&ouml;rungen&hellip;<br>\nHandlungsbedarf zeigen die Daten beim Thema Erholung. So l&auml;sst mittlerweile jeder vierte Befragte seine gesetzlich vorgeschriebene Pause ausfallen, obwohl Erholung wichtig f&uuml;r die Gesundheit und Leistungsf&auml;higkeit der Besch&auml;ftigten ist. Deutliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben auch die vielen Restrukturierungsprozesse von Unternehmen, die besser durch das Management begleitet werden m&uuml;ssten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.baua.de\/de\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/01\/pm008-13.html\">Bundesanstalt f&uuml;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Pressemitteilung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.baua.de\/de\/Publikationen\/Fachbeitraege\/Gd68.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4\">Stressreport Deutschland 2012 [PDF &ndash; 1 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jobcenter-Visite in Duisburg ersch&uuml;tterte Bezirks-B&uuml;rgermeister<\/strong><br>\nDer Walsumer Bezirksb&uuml;rgermeister Heinz Pl&uuml;ckelmann will einem jungen Mann helfen, der seit sechs Monaten praktisch mittellos ist. Die Art, wie der 18-J&auml;hrige vom Duisburger Jobcenter behandelt und abgefertigt wurde, erschreckte den SPD-Politiker &hellip;<br>\n&bdquo;Nicht Leben&ldquo;, sagt Pl&uuml;ckelmann zornig, &bdquo;ums &Uuml;berleben geht es bei dem Jungen.&ldquo; Am Montag ging Pl&uuml;ckelmann gemeinsam mit Frank fr&uuml;hmorgens zum Jobcenter: &bdquo;Weil ich nicht glauben wollte, dass die ihn einfach weg schicken.&ldquo; Doch genau dies passierte: &bdquo;Wir kamen nicht mal an der Pforte vorbei. Da sagte man dem Jungen und mir, wir sollten am 6. Februar wieder kommen.&ldquo; Das Argument, der Junge habe aber nichts zu essen und sei ein H&auml;rtefall, habe man im Jobcenter einfach &uuml;berh&ouml;rt, sagt Pl&uuml;ckelmann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/duisburg\/nord\/jobcenter-visite-in-duisburg-erschuetterte-bezirks-buergermeister-id7533247.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man m&uuml;sste jeden Politiker &ndash; zumal diejenigen die st&auml;ndig von den Segnungen der Hartz-Gesetze daherreden &ndash; verpflichten einen Hartz-IV-Empf&auml;nger ins Job-Center zu begleiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Story im Ersten: Arbeiten f&uuml;r Gottes Lohn &ndash; Wie die Kirche ihre Sonderrechte ausnutzt<\/strong><br>\nDie Dokumentation &ldquo;Arbeiten f&uuml;r Gottes Lohn&rdquo; schildert, wie sich viele Besch&auml;ftigte gegen ihren Arbeitgeber Kirche wehren, wie sie sich organisieren und f&uuml;r gerechtere L&ouml;hne und bessere Arbeitsbedingungen engagieren. Ein Streikrecht haben sie nicht, denn die Kirchen genie&szlig;en in diesen arbeitsrechtlichen Konflikten ein &ldquo;Selbstbestimmungsrecht&rdquo;, das das Grundgesetz jeder Religionsgesellschaft garantiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/ndr\/die-story-im-ersten-arbeiten-fuer-gottes-lohn-100.html\">Das Erste<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Strategiediskussion in der EU-Energie- und Klimapolitik<\/strong><br>\nAus heutiger Sicht ist es jedoch wahrscheinlich, dass die mittel- und osteurop&auml;ischen Mitgliedstaaten in den Verhandlungen k&uuml;nftig zumindest eine Verlangsamung der Transformationsgeschwindigkeit werden durchsetzen wollen und vermutlich auch k&ouml;nnen. Dieser Prozess d&uuml;rfte die Schere zwischen der deutschen Energiewende-Politik und der europ&auml;ischen Energie- und Klimapolitik deutlich &ouml;ffnen, oder aber Deutschland zu einer Kurskorrektur n&ouml;tigen.<br>\nSp&auml;testens nach einer Einigung auf europ&auml;ischer Ebene wird sich eine erneute Grundsatzdebatte &uuml;ber die Richtung und das Tempo der Energiewende in Deutschland kaum vermeiden lassen. Wenn die EU ihren Ehrgeiz bremst und weniger anspruchsvolle energie- und klimapolitische Ziele verabschiedet, sollte Deutschland sich dieser Entwicklung dann weitgehend anpassen? Oder sollte man &ndash; umgekehrt &ndash; gerade in diesem Fall Kurs halten und eine selbstbewusste Vorreiterstrategie verfolgen, selbst wenn damit zu rechnen ist, dass Nachbarstaaten kaum noch dazu bereit sind, die Folgelasten deutscher Alleing&auml;nge<br>\nmitzutragen oder bei nationalen Entscheidungen auf deutsche Befindlichkeiten R&uuml;cksicht zu nehmen?<br>\nUnabh&auml;ngig davon, welchen Weg man f&uuml;r den besseren hielte: Die derzeit von der Implementierung der Energiewende fast v&ouml;llig absorbierte deutsche Energiepolitik muss sich fr&uuml;hzeitig mit der europ&auml;ischen Perspektive auseinandersetzen. Nur dann hat Deutschland eine Chance, den europ&auml;ischen Rechtsrahmen in seinem Sinne zu beeinflussen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/09599.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung, Internationale Politikanalyse [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Altmaiers riskanter Coup<\/strong><br>\n&hellip; faktisch verspricht Peter Altmaier die L&ouml;sung eines Problems, das sich derzeit gar nicht stellt: Viele Experten gehen davon aus, dass die EEG-Umlage im n&auml;chsten Jahr ohnehin kaum steigen wird. Der gro&szlig;e Sprung in diesem Jahr war vor allem ein einmaliger Nachholeffekt; zudem wurde ein hoher Sicherheitsaufschlag eingeplant.<br>\nEs ist also damit zu rechnen, dass die von Altmaier angedrohten Ma&szlig;nahmen zur Kostenbegrenzung gar nicht umgesetzt werden m&uuml;ssen. Dennoch sendet der Umweltminister mit dem Versprechen, dass die Umlage nicht weiter steigt, ein Signal aus &ndash; und nimmt der FDP ein zentrales Thema weg, mit dem die Liberalen im Wahlkampf gegen die Union punkten wollten.<br>\nDieser politische Coup hat allerdings eine sehr gef&auml;hrliche Nebenwirkung. Zu Altmaiers Ma&szlig;nahmen zur Kostenbegrenzung geh&ouml;rt es n&auml;mlich auch, die Verg&uuml;tung f&uuml;r bestehende &Ouml;kostromanlagen nachtr&auml;glich zu k&uuml;rzen. Das war bisher aus gutem Grund ein Tabu. Denn unabh&auml;ngig davon, ob die K&uuml;rzung am Ende umgesetzt wird oder nicht: Allein eine solche Forderung kann das Vertrauen in die Investitionssicherheit ernsthaft untergraben &ndash; und damit Kredite f&uuml;r neue Anlagen verteuern, wenn nicht sogar unm&ouml;glich machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2013\/01\/29\/a0038\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sturm aufs Wasserglas &ndash; Die Privatisierung des Lebenselixiers<\/strong><br>\nWasser ist Leben, der Zugang zum Wasser ist ein Menschenrecht. So hat es die UN erkl&auml;rt. Hierzulande wird dieser Zugang meistens durch St&auml;dte und Gemeinden geregelt, doch das soll sich &auml;ndern. Auch private Anbieter sollen auf dem Wassermarkt agieren d&uuml;rfen, so will es die EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/radio\/hr2\/index.jsp?rubrik=14224&amp;key=standard_podcasting_derTag&amp;mediakey=podcast\/derTag\/derTag_20130128&amp;type=a\">hr2 Der Tag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Marcel Fratzscher neuer DIW-Chef<\/strong><br>\n(Griechenland und Spanien): Sie haben in der Vergangenheit &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse gelebt &hellip;<br>\nLettland und Litauen hatten vor Jahren &auml;hnliche Probleme wie S&uuml;deuropa. Dort senkte man daraufhin die L&ouml;hne innerhalb kurzer Zeit um bis zu 40 Prozent. Diese drastischen Einschnitte waren f&uuml;r viele Menschen sehr schmerzhaft. Aber die beiden L&auml;nder kamen nach zwei, drei Jahren aus der Krise heraus, die Wirtschaft begann wieder zu wachsen &hellip;<br>\nEs stimmt: Die sozialen Kosten einer schnellen Anpassung sind hoch. Aufgrund der Nachteile lastet deshalb Druck auf den politischen Akteuren. Langfristig d&uuml;rfte die Bev&ouml;lkerung von einem solchen Reformprozess jedoch profitieren &hellip;<br>\nDie umstrittenen und schmerzhaften Reformen in Deutschland von vor zehn Jahren sind ein Hauptgrund daf&uuml;r, warum unser Land jetzt so relativ gut dasteht. Seit 1999 ist Deutschland eines der L&auml;nder mit dem niedrigsten Anstieg der Reall&ouml;hne innerhalb der EU. Weil die deutschen Produkte konkurrenzf&auml;hig sind, haben wir heute eine so hohe Besch&auml;ftigung und eine so geringe Arbeitslosigkeit &hellip;<br>\nDie Frage ist, was ein allgemeiner Mindestlohn bewirkt. Liegt er zu niedrig, bringt er nichts. Ist er zu hoch, gef&auml;hrdet er Stellen. Wir sollten vorsichtig sein, eine einheitliche Untergrenze f&uuml;r alle Sektoren zu definieren &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/nachrichten\/wirtschaft\/oekonom-fratzscher-ueber-die-reformen-langfristig-profitiert-die-bevoelkerung--68522595.html\">Badische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Antworten h&auml;tten auch vom Sprecher der Bundesregierung kommen k&ouml;nnen. Nun wissen wir also, wie das DIW in Zukunft wirtschaftspolitisch ausgerichtet sein wird. Man k&ouml;nnte dieses Institut auch mit dem arbeitgeberfinanzierten Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) zusammenlegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der deutsche Beitrag zum Krieg<\/strong><br>\nBerlin sagt neue Millionensummen f&uuml;r den Krieg in Mali zu. Wie das Ausw&auml;rtige Amt best&auml;tigt, wird die Bundesregierung rund 20 Millionen US-Dollar f&uuml;r die malischen Streitkr&auml;fte und f&uuml;r eine afrikanische Interventionstruppe bereitstellen. Es kommen weitere Unterst&uuml;tzungsleistungen in Form von Transportfl&uuml;gen hinzu.<br>\nUnterst&uuml;tzend eingegriffen hat in Nordmali auch ein zweiter Kooperationspartner Berlins: Saudi-Arabien. Das K&ouml;nigreich ist &ndash; ganz wie Qatar &ndash; schon seit Jahren in Mali aktiv; Berichten zufolge werden j&auml;hrlich hunderte Koransch&uuml;ler aus dem westafrikanischen Land zum weiteren religi&ouml;sen Studium nach Saudi-Arabien eingeladen. Der Islamismus, im Norden Malis urspr&uuml;nglich weithin unbekannt, sei &ldquo;nicht &uuml;ber Nacht in das Land gekommen&rdquo;, berichtet ein Korrespondent: In den letzten zehn Jahren seien &ldquo;im Sahel unz&auml;hlige Moscheen&rdquo; errichtet worden, &ldquo;in denen Kinder und Jugendliche von ausl&auml;ndischen Predigern auf den &lsquo;rechten Weg&rsquo; gebracht&rdquo; w&uuml;rden.[5] Auch Saudi-Arabien habe seit dem vergangenen Jahr &ndash; mit Qatar rivalisierend &ndash; islamistische Milizen in Nordmali unterst&uuml;tzt, den Berichten zufolge ebenfalls in Form sogenannter Hilfslieferungen. Laut Beobachtern geht sogar der offizielle Ausl&ouml;ser f&uuml;r die franz&ouml;sische Intervention auf Machtk&auml;mpfe zwischen den &ouml;rtlichen Parteig&auml;ngern der beiden Kooperationspartner Berlin zur&uuml;ck. Demzufolge seien sich eine von Qatar und eine von Saudi-Arabien unterst&uuml;tzte Miliz in die Quere gekommen; eine von den beiden habe beschlossen, sich aus dem zwischen ihnen umk&auml;mpften Timbuktu zur&uuml;ckzuziehen und sich einen eigenen Herrschaftsbereich zu erobern &ndash; die Ortschaft Konna.[6] Ihren &Uuml;berfall auf Konna nahm Paris zum Anlass, seine Truppen nach Mali zu entsenden.<br>\nQatar und Saudi-Arabien kooperieren schon lange mit dem Westen &ndash; auch mit der Bundesrepublik, die die Zusammenarbeit in den letzten Jahren deutlich intensiviert hat. Dies gilt keineswegs nur f&uuml;r die Wirtschaftszusammenarbeit &ndash; deutsche Firmen machen Milliardengesch&auml;fte in den Diktaturen der Arabischen Halbinsel, zugleich investieren Staatsfonds vom Persischen Golf Milliardenbetr&auml;ge in deutsche Konzerne [7] -, sondern auch f&uuml;r das Milit&auml;r: Deutsche Waffenschmieden statten die Golfdiktaturen mit Kriegsger&auml;t aller Art aus [8], die Bundeswehr trainiert gemeinsam mit Soldaten aus den Emiraten und Monarchien am Persischen Golf f&uuml;r den Krieg [9]. Qatar nahm am Libyen-Krieg, wie offizielle Stellen in Doha inzwischen best&auml;tigt haben, mit einigen hundert Soldaten teil; Qatar und Saudi-Arabien sind ma&szlig;gebliche Unterst&uuml;tzer der aufst&auml;ndischen Milizen in Syrien, f&uuml;r deren Sieg sich auch Berlin stark macht.[10] Beide L&auml;nder st&uuml;tzen dabei vorwiegend islamistische Milizen &ndash; ganz wie in Mali.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58522\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>EADS-Besch&auml;ftigungs-und-Beschaffungs-Programm<\/strong><br>\nDie aktuellen Pl&auml;ne zur Bewaffnung der Bundeswehr mit Killer-Drohnen entpuppen sich bei n&auml;herem Hinsehen als Beschaffungsprogramm f&uuml;r die deutsche R&uuml;stungsindustrie. Besonders profitieren d&uuml;rfte davon EADS-Cassidian, gr&ouml;&szlig;te Waffenschmiede am Bodensee<br>\nDenn EADS hat viel vor. Nach der gescheiterten Fusion mit dem britischen Konkurrenten BAE-Systems im vergangenen Sommer &ndash; der Welt gr&ouml;&szlig;te R&uuml;stungskonzern kam wegen des Einspruchs der Berliner Regierung nicht zustande &ndash; und dem Abschied von Daimler aus dem Aktion&auml;rskreis Ende letzten Jahres sowie den aktuellen Einsparungen im Wehretat &ndash; die R&uuml;stungsausgaben des Berliner Verteidigungsministeriums sollen um knapp 10 Milliarden Euro gek&uuml;rzt werden &ndash; muss Cassidian &ndash; mit 5,8 Mrd. Jahresumsatz die Konzernsparte mit der h&ouml;chsten Umsatzrendite bei EDAS (Airbus, Astrium, Eurocopter, Cassidian) &ndash; neue Wege zu neuen Ums&auml;tzen einschlagen. Erst vor wenigen Monaten hatte darum EADS-Chef  Thomas Enders den langj&auml;hrigen Cassidian-Vorsitzenden Stefan Zoller gefeuert.<br>\nDa passt es gut, dass Enders schon seit 2010 intern an einem Drohnenprogramm unter dem Codenamen &ldquo;Talarion&rdquo; arbeiten l&auml;sst (SeeMoZ berichtete). In einem internen Papier hei&szlig;t es, EADS selbst habe f&uuml;r die Entwicklung &ldquo;bereits mehr als 200 Millionen Euro ausgegeben.&rdquo; Und da glaubt man schon nicht mehr an Zuf&auml;lle, wenn gerade jetzt Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) die Notwendigkeit erkennt, die Bundeswehr brauche schnellstens und unbedingt bewaffnete Drohnen. F&uuml;r EADS tut sich unversehens ein neuer, gro&szlig;artiger Markt auf &ndash; f&uuml;r den Gesch&auml;ftsbereich Cassidian in Immenstaad am Bodensee und im bayerischen Manching wom&ouml;glich eine Besch&auml;ftigungsgarantie &uuml;ber Jahre hinweg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seemoz.de\/lokal_regional\/eads-beschaftigungs-und-beschaffungs-programm\/\">SeeMoZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>M&auml;chtig ergriffen<\/strong><br>\noder Der Machtergreifung gedenken und die Machtergreifung betreiben.<br>\nVor exakt achtzig Jahren haben sie ihn eingerahmt, ihn sich engagiert. Die &uuml;bliche Tour des Konservatismus, den Pakt mit der Teufelei als etwas hinzustellen, das hochvern&uuml;nftig und alternativlos sei. Das Teuflische hat sich seither ver&auml;ndert &ndash; die konservativen Gesichter auch. Die Masche ist aber irgendwie immer dieselbe.<br>\nM&auml;chtig ergriffen sind sie am heutigen Tage. Auf den Tag genau achtzig Jahre ist es nun her, dass die Demokratie zu Weimar endg&uuml;ltig erlegen ist. Und gleichzeitig steht die Demokratie heute am Scheideweg, weswegen die im Gedenken schwelgenden Funktionseliten dieser Republik allerdings weniger ergriffen sind. Sie rufen Nie wieder! und schon wieder gibt es eine Gefahr, die man als alternativlos und hochvern&uuml;nftig hinstellt. Eine ohne Fliegenschissbart und ohne Zuh&auml;lterfrisur. In einem Zeitalter, da alles auf Hochglanz gedruckt, in dem alles mit steriler Politur bepinselt, in der aalglatte Fl&auml;chen, weiche Br&uuml;che und manierierte Kantenlosigkeit sowohl architektonisches als auch gesellschaftliches Renom&eacute;e besitzen, sehen auch Gewaltmenschen ansprechender aus.<br>\nMachtergreifung nannten die Machtergreifer selbst ihren f&uuml;r damalige Verh&auml;ltnisse legalen Aufstieg. &ldquo;&hellip; alles ging streng &ldquo;legal&rdquo; vor sich, mit Mitteln, die durchaus in der Verfassung vorgesehen waren, &ldquo;Notverordnungen&rdquo; des Reichspr&auml;sidenten zun&auml;chst und schlie&szlig;lich einem Beschlu&szlig;, die unbeschr&auml;nkte Gesetzgebungsgewalt auf die Regierung zu &uuml;bertragen, gefa&szlig;t von einer Zweidrittelmehrheit des Reichstages, wie sie f&uuml;r Verfassungs&auml;nderungen vorgesehen war&rdquo;, schrieb Sebastian Haffner dazu in seiner Geschichte eines Deutschen. Die heute gef&auml;hrdete Demokratie wird nicht zum Opfer von illegalen Bestrebungen, sondern von legalisierten Zust&auml;nden. Auch sie ergreifen die Macht nicht, sie bekommen sie garantiert, gesetzlich zugeschustert &ndash; man rahmt die Marktradikalit&auml;t ein, engagiert sie sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/01\/machtig-ergriffen.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Capital-Elite-Panel: Steinbr&uuml;ck hat gegen Merkel keine Chance<\/strong><br>\nDeutschlands Top-Entscheider sind &uuml;berwiegend gegen einen Machtwechsel im Kanzleramt. Im Elite-Panel von Capital &uuml;ben die Manager dennoch deutliche Kritik an der Politik der Energiewende &hellip;<br>\nMehr als drei Viertel (79 Prozent) wollen, dass Angela Merkel nach der Bundestags&shy;wahl im Herbst 2013 an der Regierungsspitze bleibt. Zwar halten 60 Prozent der Chefs Peer Steinbr&uuml;ck f&uuml;r den bestm&ouml;glichen SPD-Spitzenkandidaten, aber nicht einmal jeder F&uuml;nfte (18 Prozent) w&uuml;nscht sich, dass er der n&auml;chste Kanzler wird &hellip;<br>\n86 Prozent halten die CDU-Chefin f&uuml;r eine starke Bundeskanzlerin &ndash; ein Rekordwert. Vor allem f&uuml;r ihre F&uuml;hrungsrolle in der Euro-Krise bekommt sie Lob von den Chefs. Im Vergleich zu ihrem Herausforderer gilt sie als durchsetzungsf&auml;higer, strategischer und verhandlungsgeschickter. 76 Prozent der F&uuml;hrungskr&auml;fte konstatieren zudem, dass Steinbr&uuml;cks Chancen durch die Debatte um seine Vortragshonorare gesunken sind &hellip;<br>\n64 Prozent der Top-Entscheider halten es f&uuml;r wichtig, dass die Liberalen wieder in den Bundestag einziehen &ndash; gegen&uuml;ber der letzten Umfrage aus dem Fr&uuml;hjahr 2012 ein Sprung nach oben. Immerhin ein Drittel der Befragten w&uuml;nscht sich, dass Schwarz-Gelb auch in der kommenden Legislaturperiode die Regierung bildet. F&uuml;r 40 Prozent ist die gro&szlig;e Koalition die Wunschoption, zw&ouml;lf Prozent w&uuml;nschen sich Schwarz-Gr&uuml;n und zehn Prozent Rot-Gr&uuml;n.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.capital.de\/politik\/:Capital-Elite-Panel--Steinbrueck-hat-gegen-Merkel-keine-Chance\/100048803.html\">Capital<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Hand, die einen f&uuml;ttert, bei&szlig;t man nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Volksbegehren gegen Studiengeb&uuml;hren &ndash; Es fehlen noch 2,5 Prozentpunkte<\/strong><br>\nEs wird eng beim Volksbegehren gegen Studiengeb&uuml;hren: Bis Sonntagabend haben sich nur 7,5 Prozent der Stimmberechtigten in die Listen eingetragen. Am Mittwoch endet die Frist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/volksbegehren-gegen-studiengebuehren-es-fehlen-noch-prozent-1.1585427\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wer will, dass Bildung ein Menschenrecht bleibt und nicht vom Geldbeutel der Eltern abh&auml;ngt, wer will, dass Bildung ein gemeinn&uuml;tziges und nicht nur ein privatn&uuml;tziges Gut bleibt, wer will, dass Bildung nicht &uuml;ber den (Ausbildungs-)Markt gesteuert wird und wer nicht will, dass Bildung gerade von denjenigen bezahlt werden soll, die noch kein eigenes Geld verdienen, der sollte sich schon noch &uuml;berlegen, ob er sich nicht noch in letzter Minute in die Listen eintr&auml;gt.<br>\nDie UNO, die OECD oder die Pisa-Studien bescheinigen Deutschland eines der &bdquo;sozial selektivsten Bildungssysteme&ldquo;. Das darf sich nicht in der Hochschulbildung fortsetzen. Es darf nicht so bleiben, dass vor allem auch Hochschulbildung ist ein vererbtes Privileg von Akademikerfamilien und der h&ouml;heren Schichten ist. Von 100 Akademiker-Kindern studieren 71, von 100 Kindern aus Nicht-Akademiker-Familien studieren nur 24. Die Akademiker reproduzieren sich selbst. Kinder von Beamten mit Hochschulabschluss studieren fast viermal so h&auml;ufig wie Arbeiterkinder. (<a href=\"http:\/\/www.studentenwerke.de\/pdf\/Kurzfassung19SE.pdf\">19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks [PDF &ndash; 4.1 MB]<\/a>) Akademikerkinder verf&uuml;gen &uuml;ber eine etwa sechsmal so hohe Chance, ein Studium aufzunehmen wie junge Menschen <a href=\"http:\/\/www.vodafone-stiftung.de\/scripts\/getdata.php?DOWNLOAD=YES&amp;id=16870\">aus bildungsfernen Elternh&auml;usern [PDF &ndash; 415 KB]<\/a>. Bildungserfolge sind zu &uuml;ber 50 Prozent vom Familienhintergrund abh&auml;ngig und entsprechend sind berufliche Erfolge des Einzelnen in hohem Ma&szlig;e durch das Elternhaus gepr&auml;gt.<br>\nIn Deutschland besteht kaum Chancengleichheit (<a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.414647.de\">DIW<\/a>).<br>\nEs darf nicht so bleiben, dass sich soziale Ungleichheiten &uuml;ber Generationen hinweg fortpflanzen.<br>\nEin Gro&szlig;teil der Studierenden hat nicht viel mehr als den Sozialhilfesatz zum Leben.<br>\nStatt finanzieller Barrieren, sollte die Politik eher &uuml;ber Ma&szlig;nahmen nachdenken, mit denen der Anteil von jungen Menschen aus sozial schw&auml;cheren und bildungsferneren Bev&ouml;lkerungsgruppen an den Hochschulen auf ein sozial vertr&auml;glicheres Ma&szlig; angehoben werden k&ouml;nnte.<br>\nAmerika sollte ein warnendes Beispiel sein. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung berichtete am Montag unter dem Titel &bdquo;Amerika studiert sich in den Ruin&ldquo; &uuml;ber die verheerenden Folgen der dortigen Geb&uuml;hren. Die ausstehenden Kredite zur Finanzierung eines Hochschulstudiums liegen h&ouml;her als der Gesamtbetrag der Kreditkartenschulden. Zwar haben wir in Deutschland noch keine Geb&uuml;hren, wie in den USA, aber &uuml;berall in der Welt, wo Studiengeb&uuml;hren eingef&uuml;hrt wurden, sind diese dramatisch angestiegen. Es gilt auch bei uns, den Anf&auml;ngen zu wehren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Journalistenstress: &ldquo;Noch mehr zu arbeiten, ist nicht drin&rdquo;<\/strong><br>\nIn den besten Zeiten, so um das Jahr 2000, hatten wir bei Tageszeitungen rund 15.000 Journalisten. 2011 waren es noch 13.000. Das zeigt, wie sehr die Arbeitspl&auml;tze ausged&uuml;nnt werden. Die Zeitungen selbst werden aber nicht unbedingt d&uuml;nner. Da m&uuml;ssen die verbliebenen Redakteure f&uuml;r jene, die nicht mehr da sind, mit arbeiten &hellip;<br>\nDas Berufsfeld f&uuml;r Journalisten in Medien ist kleiner geworden. In der PR dagegen sind die Stellenangebote f&uuml;r Journalisten in den vergangenen Jahren stets gewachsen &hellip;<br>\nAber die Arbeitslosigkeit unter Journalisten ist nun einmal gro&szlig;. Die inoffizielle Arbeitslosigkeit unter Journalisten ist sogar noch viel gr&ouml;&szlig;er, als es offizielle Zahlen vermuten lassen. In diesem Heer an freien Journalisten verbirgt sich viel verkappte Arbeitslosigkeit. Das versaut die Preise. Seit Jahren gibt es tariflich feste Vereinbarungen auch f&uuml;r freie Journalisten. Nur an die h&auml;lt sich fast niemand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/nc\/print\/sehe-veraenderungen-im-journalismus-kritisch\/2013\/01\/28.html\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Hildebrand hat Startkapital f&uuml;r seinen St&ouml;rsender zusammen<\/strong><br>\nInternet-TV statt &ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk: Der Kabarettist Dieter Hildebrandt hat f&uuml;r sein Internet-Projekt &ldquo;stoersender.tv&rdquo; das Startkapital gesammelt &ndash; per Crowdfunding. Hildebrandt will damit eine Gegen&ouml;ffentlichkeit zum Fernsehen schaffen.<br>\nDer Kabarettist Dieter Hildebrandt (85) hat f&uuml;r sein Internet-Projekt stoersender.tv gemeinsam mit dem Journalisten Stefan Hanitzsch bereits ein Startkapital von 125.000 Euro gesammelt. Im M&auml;rz soll stoersender.tv auf Sendung gehen, sagte der Altmeister des deutschen Kabaretts der Tageszeitung Neues Deutschland. &ldquo;Ich habe mich vom Fernsehen verabschiedet.&rdquo; Im Internet habe er die M&ouml;glichkeit, freier und unabh&auml;ngiger zu agieren. &ldquo;Man sieht, dass da etwas entsteht, das die eingetretenen Pfade verl&auml;sst.&rdquo;<br>\nMit den jeweils rund halbst&uuml;ndigen Sendungen will Hildebrandt eigenen Angaben zufolge eine Gegen&ouml;ffentlichkeit zum Fernsehen schaffen. Namhafte Kollegen wie Georg Schramm, Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig und Gerhard Polt sollen ihre Unterst&uuml;tzung zugesagt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/kabarett-im-internet-hildebrand-hat-startkapital-fuer-seinen-stoersender-zusammen-1.1585810\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die NachDenkSeiten w&uuml;nschen toi, toi, toi und viel Erfolg beim weiteren Aufbau einer demokratischen Gegen&ouml;ffentlichkeit.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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