{"id":16019,"date":"2013-01-31T08:54:47","date_gmt":"2013-01-31T07:54:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019"},"modified":"2013-01-31T10:10:42","modified_gmt":"2013-01-31T09:10:42","slug":"hinweise-des-tages-1809","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h01\">Heiner Flassbeck: Gravierende Fehlentwicklungen sind angelegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h02\">Wolfgang Hetzer: Spektakel der Unvernunft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h03\">Rede Jean-Pierre Brard, Ex-B&uuml;rgermeister von Montreuil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h04\">Eliten und &raquo;Banditen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h05\">Renten sollen bis 2026 um 36 Prozent steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h06\">BDI best&auml;tigt Auftragseinbruch in der Industrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h07\">Demokratische Linke in der SPD: Armut und Energie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h08\">Private Aneignung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h09\">&ldquo;Stuttgart 21 ist erledigt, R&uuml;ckzugsgefechte laufen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h10\">Volksbegehren gegen Studiengeb&uuml;hren &ndash; &ldquo;Ein Wahnsinn, dieser Endspurt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h11\">Ausbildungsgarantie in &Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h12\">Annette Schavan &ndash; wozu brauchen wir Bildung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h13\">Generalsekret&auml;r des Stifterverbandes: &bdquo;Keine Geldgeber verschrecken&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h14\">Deutschland f&auml;llt bei Pressefreiheit auf Rang 17<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h15\">Print-Analyse: der typische Zeit-Leser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h16\">Danke, Grimme-Institut!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h17\">Andruck &ndash; Das Magazin f&uuml;r Politische Literatur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019#h18\">Zu guter Letzt: Die Illusion der freien Wahl<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16019&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Gravierende Fehlentwicklungen sind angelegt<\/strong><br>\n&ndash; Was der Sachverst&auml;ndigenrat an die Bundeskanzlerin h&auml;tte schreiben m&uuml;ssen &ndash;<br>\nKanzlerin Merkel hat in den vergangenen Wochen wichtige Dinge gesagt. Sie hat klarer als jemals zuvor ihre wirtschaftspolitische Position dargelegt. Das ist ein gro&szlig;er Fortschritt, weil man vorher fast nichts dar&uuml;ber wusste. Nun aber, da klar ist, wie Frau Merkel denkt, ist es Zeit zu handeln. Aber niemand handelt. Nicht einen wirklich kritischen Kommentar habe ich in den deutschen Medien gefunden, nur die &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo; waren wie immer am Ball&hellip;<br>\nWenn die deutsche Bundeskanzlerin so etwas sagt, ist Gefahr im Verzuge. H&auml;tte nicht der deutsche Sachverst&auml;ndigenrat sofort handeln m&uuml;ssen? Schlie&szlig;lich hat er laut Gesetz die Aufgabe &bdquo;Fehlentwicklungen und M&ouml;glichkeiten zu deren Vermeidung oder Beseitigung (aufzuzeigen), jedoch ohne Empfehlungen f&uuml;r bestimmte wirtschafts- und sozialpolitische Ma&szlig;nahmen (abzugeben)&ldquo;. Denn Fehlentwicklungen sind angelegt. Der Sachverst&auml;ndigenrat h&auml;tte sofort zur Feder greifen und einen Brief mit etwa dem folgendem Inhalt schreiben m&uuml;ssen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/wordpress\/?p=201\">Flassbeck-Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wolfgang Hetzer: Spektakel der Unvernunft?<\/strong><br>\nDie Situation der Euro-Zone erinnert an Zeiten, in denen man einen unmittelbar bevorstehenden milit&auml;rischen Angriff auf ein Territorium bef&uuml;rchtete. Staaten waren dann stets zur Abgabe von Souver&auml;nit&auml;t im gro&szlig;en Stil bereit gewesen. Nicht nur der Westen steht vor harten Zeiten. Die Zerst&ouml;rung des Geldes hat den Geist der s&auml;kularen Gesellschaften besch&auml;digt. Die zwischenmenschlichen und zwischenstaatlichen Beziehungen wurden vergiftet. Es ist eine extreme Konstellation mit einem zerst&ouml;rerischen Potential entstanden. Ein Scheitern des Euro d&uuml;rfte gewaltige wirtschaftliche Turbulenzen ausl&ouml;sen und die Integration Europas massiv gef&auml;hrden. Die Rettungsschirme haben vielleicht schon eine moderne Art der Feudalherrschaft begr&uuml;ndet. Sie war in der Geschichte bekanntlich immer wieder der Ausgangspunkt gewaltsamer Neuorientierung nach innen und au&szlig;en. Europa hat im zwanzigsten Jahrhundert zwei verheerende B&uuml;rgerkriege erlebt, nichts anderes waren n&auml;mlich aus europ&auml;ischer Perspektive der Erste und der Zweite Weltkrieg. Historiker werden vielleicht die Euro-Krise als dritten europ&auml;ischen B&uuml;rgerkrieg interpretieren. Es ist noch nicht entschieden, ob er nur mit &bdquo;friedlichen&ldquo; Mitteln gef&uuml;hrt wird. Der Preis, den nicht nur Deutsche bei einem Auseinanderbrechen der W&auml;hrungsunion zahlen m&uuml;ssten, wird in jedem Fall nicht so sehr in den Bereichen Jobs und Renten, sondern vor allem auf den Gebieten Stabilit&auml;t, Frieden und Sicherheit anfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/19-2013\/++co++2a4cfb8e-6ae2-11e2-ace1-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rede Jean-Pierre Brard, Ex-B&uuml;rgermeister von Montreuil<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130131_rede_buergermeister_von_discours_12_janvier_traite_franco-allemand-4-.pdf\">Rede zum Anlass des 50. Jahrestag des Elysee Vertrages [PDF &ndash; 70 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> NDS-Leser Hans-Ulrich B&uuml;nger macht auf diese ausgezeichnete Rede aufmerksam. Sie wurde am 12. Januar aus Anlass des 50j&auml;hrigen des Elysee-Vertrages auf Deutsch gehalten. Sie enth&auml;lt bemerkenswerte und zitierf&auml;hige, nutzbare Aussagen zur Eskalation der Gewalt zwischen V&ouml;lkern, ein Bekenntnis zur Vernunft des damaligen &bdquo;Nie wieder Krieg&ldquo;, zur Aufarbeitung der Verbrechen in unseren beiden V&ouml;lkern, zu den Gefahren der heute herrschenden Wirtschaftsideologie f&uuml;r Europa, und der Spaltung unserer V&ouml;lker in Reich und Arm, u.a.m.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eliten und &raquo;Banditen&laquo;<\/strong><br>\nGeschichte. Der 30. Januar 1933 (Teil I): Auch 80 Jahre sp&auml;ter wird &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde der Macht&uuml;bertragung an Hitler gestritten. Dabei wurden B&uuml;ndnisse zwischen Konservativen und Nazis schon fr&uuml;h geschmiedet<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/01-30\/006.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Renten sollen bis 2026 um 36 Prozent steigen<\/strong><br>\nModellrechnungen zufolge &bdquo;steigen die Renten bis zum Jahr 2026 um insgesamt rund 36 Prozent an&ldquo;. Das schreibt die Bundesregierung in einer Unterrichtung (17\/11740) &uuml;ber den Rentenversicherungsbericht, die sie in den Bundestag eingebracht hat. Dies entspreche &bdquo;einer durchschnittlichen Steigerungsrate von gut zwei Prozent pro Jahr&ldquo;. Das Sicherungsniveau vor Steuern sinke von 49,6 Prozent im Jahr 2012 auf 48 Prozent in 2020 und weiter auf 46,0 Prozent schlie&szlig;lich im Jahr 2026, hei&szlig;t es in der Vorlage weiter.<br>\nDer Beitragssatz, der bereits f&uuml;r das aktuelle Jahr auf 18,9 Prozent sinkt, bleibe laut Bericht infolge der Verstetigungsregel &bdquo;in der mittleren Variante bis 2018 unver&auml;ndert auf diesem Niveau&ldquo;. Anschlie&szlig;end steige der Beitragssatz wieder an, auf 19,3 Prozent im Jahr 2019, dann auf 19,7 Prozent im Jahr 2020, auf 19,9 Prozent im Jahr 2021 und auf 20,1 Prozent im Jahr 2022. In den Folgejahren nehme er bis 2026 auf 20,9 Prozent zu.<br>\nSowohl Beitragssatz als auch Sicherungsniveau vor Steuern &bdquo;bewegen sich damit im Rahmen der im Gesetz vorgesehenen Grenzen von 20 Prozent bzw. 46 Prozent bis zum Jahr 2020 und von 22 Prozent bzw. 43 Prozent bis zum Jahr 2030&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_01\/2013_053\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Korrekter w&auml;re es gewesen, wenn die &Uuml;berschrift gelautet h&auml;tte, die Renten stagnieren bis 2026. Denn von der durchschnittlichen Steigerungsrate von nominal gut 2 Prozent pro Jahr muss man die Steigerungsrate von (von der EZB) angestrebten Inflationsrate von 2 Prozent abziehen, um auf den realen Kaufkraftwert zu kommen.<\/em><br>\n<em>Der Rentenversicherungsbericht belegt dar&uuml;ber hinaus auch, dass die Senkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent nicht etwa, wie Steinbr&uuml;ck besch&ouml;nigend sagt, ein &bdquo;Interventionspunkt&ldquo; ist, <a href=\"http:\/\/m.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/rentenkompromiss-der-spd-steinbruecks-beinfreiheit-und-gabriels-interventionspunkt-11934758.html\">um ein Absinken der Rente auf dieses Niveau zu verhindern<\/a>, sondern die Absenkung von derzeit knapp 50 Prozent auf 43 Prozent bis zum Jahr 2030 ist eine vom &bdquo;Gesetz vorgesehene&ldquo; Zielgr&ouml;&szlig;e.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>BDI best&auml;tigt Auftragseinbruch in der Industrie<\/strong><br>\nDie Auftragseing&auml;nge in der deutschen Industrie sind im November 2012 um 1,8 Prozent zur&uuml;ckgegangen. Vor allem die Inlandsnachfrage hat deutlich nachgelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/2013\/01\/30\/bdi-bestaetigt-auftragseinbruch-in-der-industrie\/\">Deutsche Wirtschafts Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Gleichzeitig verk&uuml;ndet Gabor Steingart in seinem t&auml;glichen Rundbrief folgendes:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&bdquo;Viele &Ouml;konomen k&uuml;nden von Krise und Konjunkturabk&uuml;hlung, doch die Konsumenten glauben fest daran, dass die Wirtschaft wieder anzieht: Der Konsumklimaindex f&uuml;r Februar ist deutlich gestiegen. Die Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK) interviewt zu dessen Bestimmung monatlich rund 2.000 Verbraucher &ndash; da wird man das Gef&uuml;hl nicht los, dass die Verbraucher zuweilen ein besseres Urteilsverm&ouml;gen besitzen als viele &Ouml;konomen. Vielleicht sollte man beim n&auml;chsten Mal Lieschen M&uuml;ller in den Sachverst&auml;ndigenrat berufen.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Wie meistens berichtet die GfK, dass die Verbraucher jetzt richtig loslegen wollen, w&auml;hrend beinahe zeitgleich ein Bericht &uuml;ber den erneuten Einbruch der Inlandsnachfrage erscheint.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Demokratische Linke in der SPD: Armut und Energie<\/strong><br>\nEine erste Bestandsaufnahme<br>\nDie Haushalte in Deutschland m&uuml;ssen einen immer gr&ouml;&szlig;eren Anteil ihres Einkommens f&uuml;r Wohnungs- und Energiekosten ausgeben. Der Anteil der Ausgaben stieg zwischen 1969 und 2009 von 11,8 Prozent auf 19,7 Prozent.<br>\nW&auml;hrend sich die Preise f&uuml;r alle Waren und Dienstleistungen seit Anfang 2005 insgesamt um knapp 14 Prozent verteuerten, stiegen die Preise f&uuml;r Energietr&auml;ger inklusive Benzin im gleichen Zeitraum um mehr als 48 Prozent.<br>\nDie Haushaltsenergie (Strom, Gas und andere Brennstoffe) spielte dabei die entscheidende Rolle: Sie ist von 2005 bis 2011 um mehr als ein Drittel (von 100 Prozent im Jahr 2005 auf 136, 6 Prozent) und in den letzten zehn Jahren (2001 waren es nach Gewichtung von 2005 noch 84,6 Prozent) um 50 Prozent gestiegen.<br>\n&bdquo;Nach Sch&auml;tzungen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen k&auml;mpfen inzwischen Zehn bis 15 Prozent der Bev&ouml;lkerung damit die Energiekosten zu finanzieren. Einer Umfrage der Verbrauchersch&uuml;tzer bei Versorgern zufolge wird deswegen bei rund 600.000 Haushalten j&auml;hrlich der Strom wegen offener Rechnungen der Strom abgedreht.&ldquo; (ntv, 13.6.2012)<br>\nDie Energiewende darf nicht zu Verteilungsungerechtigkeiten f&uuml;hren. Dadurch wird in der &Ouml;ffentlichkeit ihre Akzeptanz gef&auml;hrdet. Sie ist notwendig und darf nicht dazu missbraucht werden, die Stromkosten in die H&ouml;he zu treiben, um weiter die Gewinne der Konzerne zu maximieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forum-dl21.de\/service\/DL21ArmutundEnergie.pdf\">Forum Demokratische Linke [PDF &ndash; 155 KB]<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Solidarische Energiewende gerechte Lastenverteilung und bezahlbare Grundversorgung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forum-dl21.de\/service\/SolidarischeEnergiewendeppt.pdf\">Forum Demokratische Linke &bdquo;Solidarische Energiewende&ldquo; Hilde Mattheis, MdB [PDF &ndash; 186 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Private Aneignung<\/strong><br>\nDie der Allgemeinheit geh&ouml;rende Braunkohle wird ohne Gegenleistung abgebaut, w&auml;hrend der Staat selbst die EEG-Umlage noch mit Mehrwertsteuer belegt&hellip;<br>\nSo gilt zum Beispiel f&uuml;r die Braunkohle seit Kaisers Zeiten eine Praxis, die man eher einer Dritte-Welt-Milit&auml;rdiktatur zutrauen w&uuml;rde: Die beteiligten Unternehmen zahlen faktisch keine Abgaben f&uuml;r den Abbau der der Allgemeinheit geh&ouml;renden Rohstoffe. Das hat im vergangenen Jahr ein Gutachten der Rechtsabteilung des Bundestages ans Tageslicht gebracht. Den Bundesl&auml;ndern entgehen dadurch j&auml;hrliche Einnahmen im unteren dreistelligen Millionenbereich, Geld das zum Beispiel in die W&auml;rmesanierung der &ouml;ffentlichen Geb&auml;ude gesteckt werden k&ouml;nnte, um so k&uuml;nftig die Landeshaushalte zu entlasten.<br>\nAber offensichtlich garantiert man &ndash; zust&auml;ndig w&auml;re als Gesetzgeber in diesem Fall der Bundestag &ndash; lieber der schmutzigen Braunkohle einen Wettbewerbsvorteil gegen&uuml;ber Sonne und Wind oder auch gegen&uuml;ber Gaskraftwerken. Letztere w&uuml;rden f&uuml;r die Energiewende wegen ihrer Flexibilit&auml;t dringend gebraucht und haben je nach Alter einen um den Faktor Zwei bis Drei geringeren spezifischen Aussto&szlig; an Treibhausgasen als die Braunkohleanlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38470\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Stuttgart 21 ist erledigt, R&uuml;ckzugsgefechte laufen&rdquo;<\/strong><br>\n Die Schlichtungsgespr&auml;che um Stuttgart 21 machten Hannes Rockenbauch bundesweit bekannt. Im stern sagte der 32-j&auml;hrige Stuttgarter Stadtrat nun: Das Milliardenprojekt stehe vor dem Aus.<br>\n Der Stuttgarter Stadtrat Hannes Rockenbauch ist davon &uuml;berzeugt, dass das Bahnprojekt Stuttgart 21 aufgrund der von der Bahn veranschlagten Mehrkosten nicht mehr gebaut wird. Im Interview mit dem stern erkl&auml;rte der Fraktionsvorsitzende der B&uuml;rgerinitiative &ldquo;Stuttgart, &ouml;kologisch, sozial&rdquo; im Stuttgarter Gemeinderat: &ldquo;Stuttgart 21 ist erledigt! Wir m&uuml;ssen der Bahn jetzt die Hand reichen und ihr einen gesichtswahrenden, wirtschaftlich vern&uuml;nftigen Ausstieg erm&ouml;glichen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/stadtrat-rockenbauch-stuttgart-21-ist-erledigt-rueckzugsgefechte-laufen-1962745.html#utm_source=sternde&amp;utm_medium=zhp&amp;utm_campaign=politik&amp;utm_content=snippet-aufmacher\">stern.de<\/a> \n<p><strong>Dazu: Schock im Kontrollgremium<\/strong><br>\nIm Kontrollgremium sorgen die Mehrkosten seither f&uuml;r Verstimmungen. Geradezu &bdquo;geschockt&ldquo; habe man am 12. Dezember auf den Vortrag des zust&auml;ndigen DB-Vorstands Volker Kefer zu den Mehrkosten reagiert, hie&szlig; es nach der Sitzung in Aufsichtsratskreisen. Die Kontrolleure sorgen sich nach Kostenexplosionen beim Flughafen Berlin und der Hamburger Elbphilharmonie auch um die eigene Verantwortung.<br>\n Sie lassen, wie der Bahnvorstand, durch eine Anwaltskanzlei ihre Sorgfaltspflichten pr&uuml;fen, um zu kl&auml;ren, ob ihnen Haftungs- und Schadenersatzanspr&uuml;che drohen, falls S 21 zu einem &auml;hnlichen Milliardendebakel f&uuml;r die Steuerzahler und die DB w&uuml;rde. Der Aufsichtsrat hat dem Vorschlag von Grube, den DB-Eigenanteil um 1,1 Milliarden Euro aufzustocken, um S 21 zu retten, bisher nicht zugestimmt. In getrennten Sitzungen will die DB-Spitze nun der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbank im 20-k&ouml;pfigen Aufsichtsrat erkl&auml;ren, warum S 21 auch bei Kosten von bis zu 6,8 Milliarden Euro noch wirtschaftlich und machbar sei. Vor drei Jahren hatte der Aufsichtsrat das Projekt unter der Ma&szlig;gabe beschlossen, dass die Kostengrenze von 4,5 Milliarden Euro nicht &uuml;berschritten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgart-21-kritik-an-bahn-aufsichtsratschef.9879c066-4024-4564-98f3-e49255f00fab.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Volksbegehren gegen Studiengeb&uuml;hren &ndash; &ldquo;Ein Wahnsinn, dieser Endspurt&rdquo;<\/strong><br>\nDas Volksbegehren gegen Studiengeb&uuml;hren in Bayern hat die Zehn-Prozent-H&uuml;rde doch noch genommen: Noch vor Ende der Eintragungszeit meldeten die gro&szlig;en St&auml;dte alle Ergebnisse von &uuml;ber zehn Prozent. W&auml;hrend sich Politiker der Opposition dar&uuml;ber freuen, ist die Stimmung bei der Koalition verhalten.<br>\nDas Volksbegehren gegen Studiengeb&uuml;hren ist am Mittwoch erfolgreich zu Ende gegangen. Zwar wird das amtliche Ergebnis erst Mitte Februar vorliegen, doch schon am Vormittag des letzten Eintragungstages zeichnete sich ab, dass alle gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dte in Bayern die Zehn-Prozent-H&uuml;rde locker genommen hatten. Zahlreiche Landkreise, vor allem in Nordbayern, hatten dies schon zu Wochenbeginn verk&uuml;ndet. Spitzenreiter war die Studentenstadt Erlangen: Dort hatten sich bis zum gestrigen Nachmittag mehr als 20 Prozent der Stimmberechtigten gegen Studiengeb&uuml;hren ausgesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/volksbegehren-gegen-studiengebuehren-ein-wahnsinn-dieser-endspurt-1.1587520\">SZ<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: Volksbegehren gegen Studiengeb&uuml;hren offenbar erfolgreich <\/strong><br>\nDie Studiengeb&uuml;hrengegner haben nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung gewonnen: Mittlerweile haben in allen gro&szlig;en bayerischen St&auml;dten mehr als zehn Prozent der Wahlberechtigten beim Volksbegehren unterschrieben &ndash; das m&uuml;sste reichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/volksbegehren-in-bayern-volksbegehren-gegen-studiengebuehren-ist-offenbar-erfolgreich-1.1586891\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ausbildungsgarantie in &Ouml;sterreich<\/strong><br>\nOberste Priorit&auml;t muss aber aus Sicht des &Ouml;sterreichischen Gewerkschaftsbundes sein, Jugendliche nicht in eine &uuml;berbetriebliche Ma&szlig;nahme zu vermitteln, sondern den Jugendlichen eine Ausbildung in einem Betrieb zu erm&ouml;glichen. Daher darf die &uuml;berbetriebliche Ausbildung nicht als Ersatz oder Konkurrenz zur betrieblichen Ausbildung angesehen werden, sondern lediglich als &bdquo;Alternative&ldquo; f&uuml;r Jugendliche, die keine Lehrstelle finden.<br>\nProblematisch ist, wenn die Ausbildungsbereitschaft von Firmen sinkt, da die Jugendlichen in der &Uuml;berbetrieblichen Ausbildung eine komplette, qualitativ hochwertige Lehrausbildung absolvieren k&ouml;nnen und dann erst sp&auml;ter vom Betrieb angeworben werden. Die Kosten der Lehrausbildung werden somit auf den Staat umgew&auml;lzt&hellip;<br>\nUnverst&auml;ndlich ist es aus Sicht des &Ouml;GB, dass in &Ouml;sterreich von einem Fachkr&auml;ftemangel gesprochen wird, sich aber ungef&auml;hr 10.000 Jugendliche, die sofort bereit w&auml;ren, eine betriebliche Lehrstelle anzunehmen, in einer &uuml;berbetrieblichen Ausbildung befinden.<br>\nDie Forderung des &Ouml;sterreichischen Gewerkschaftsbundes nach einer &bdquo;Fachkr&auml;ftemilliarde&ldquo;, die sich mit der F&ouml;rderung von Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen auseinandersetzt, besagt, dass die Kosten der &uuml;berbetrieblichen Ausbildung in der H&ouml;he von circa 150 Millionen Euro aus einem eigenen Topf bezahlt werden soll, in den die Unternehmer ein Prozent der Bruttolohnsumme einzahlen. Dies w&uuml;rde der Gefahr der Senkung der Ausbildungsbereitschaft sowie der Verlagerung der Ausbildungskosten von den Unternehmen zum Staat entgegenwirken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/19-2013\/++co++2797826a-6632-11e2-82a8-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Annette Schavan &ndash; wozu brauchen wir Bildung?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=TL484Hk5lpQ\">NZZ Standpunkte auf YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.D.:<\/strong> ein erleuchtendes Interview &uuml;ber die Gedankenwelt der Annette Schavan bot &ldquo;Wozu brauchen wir Bildung&rdquo; vom 20.1.2013 ab 10:45 Uhr. 45 Minuten redete die Bildungsministerin die Politik von vielerlei Verantwortung frei und macht die Globalisierung, die Kinder, die nicht f&uuml;r das Lernen begeistert werden oder begeistern lassen, etc. verantwortlich.<\/em><br>\n<em>Nebenbei seien die Sozialausgaben in Europa gemessen an der Bev&ouml;lkerungszahl der Erde zu hoch und der Demografiewandel mache der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Warum es dann allerdings einen ausufernden Niedriglohnsektor gibt und somit vielen Menschen Altersarmut droht, sprach sie ebenso wenig an wie die M&ouml;glichkeit, dass auch andere Staaten ihren Sozialstaat ausbauen k&ouml;nnten. Sinngem&auml;&szlig; leben wir lt. Schavan &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse, denn der Staat g&auml;ben mehr aus, als er einn&auml;hme. Und sie wei&szlig; auch, dass Europ&auml;erinnen und Europ&auml;er im Jahr 2100 nur ca. 4-6% der Weltbev&ouml;lkerung stellen werden.<\/em><br>\n<em>Schavan redet nur ihre Verantwortung klein und stellt sich damit in einem positiven Licht dar. Alles in allem ein klares Bekenntnis zu neoliberalen Dogmen, die nicht vom NZZ-Chefredakteur Markus Spillmann und dem Journalisten Marco F&auml;rber aufgegriffen und hinterfragt wurden. <\/em><br>\n<em>Schade! Sie h&auml;tten Annette Schavan und ihr Weltbild richtiggehend blo&szlig;stellen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Generalsekret&auml;r des Stifterverbandes: &bdquo;Keine Geldgeber verschrecken&ldquo;<\/strong><br>\nVolker Meyer-Guckel findet hochschulwatch eine gute Sache. Er warnt aber davor, Auftragsforschung zu verunm&ouml;glichen.<br>\nWenn ich mit einer Universit&auml;t vereinbare, dass sie, sagen wir, f&uuml;r mich einen Einspritzmotor erforscht, dann muss nicht jeder jedes Detail kennen. Im Gegenteil, es k&ouml;nnte gar sch&auml;dlich sein&hellip;Weil ich mir als Unternehmer mit Auftragsforschung einen Wettbewerbsvorteil sichern m&ouml;chte. Die Konkurrenz sollte nicht schon w&auml;hrend der Entwicklung die Details kennen&hellip;<br>\n2010 erhielten die Hochschulen 5,9 Milliarden Euro an Drittmitteln. Davon kamen 422 Millionen von Stiftungen (7 Prozent) und 1,2 Milliarden (21 Prozent) von Unternehmen. Allein mit Stiftungsmitteln k&ouml;nnte man nicht eine einzige gro&szlig;e Uni in Deutschland finanzieren&hellip;<br>\nNehmen Sie etwa die FH N&uuml;rnberg, die 60 Prozent ihrer Forschung mit privaten Mitteln finanziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Generalsekretaer-des-Stifterverbandes\/!110058\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ist doch klar, dass der Stifterverband &ndash; der verl&auml;ngertes Arm der Wirtschaft in der Wissenschaft &ndash;  die Hochschulen nur allzu gerne als verl&auml;ngerte Werkbank der Unternehmen f&uuml;r die Forschung haben m&ouml;chten. Deshalb ist auch klar, dass sie die wesentlich mit &ouml;ffentlichen Mittel finanzierten Hochschulen an Geheimhaltungspflichten binden will, sonst k&ouml;nnte ja die Konkurrenz von dieser im Wesentlichen &ouml;ffentlich finanzierten Forschung auch profitieren. Das ist doch aber genau die Kernfrage: Soll eine mit den Mitteln der Steuerzahler finanzierte Hochschule durch unternehmensbezogene und damit Einzelinteressen dienende Auftragsforschung gesteuert werden oder soll sie mit ihren Forschungsthemen der Allgemeinheit dienen und verantwortlich sein?<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu: Privates Sponsoring aufdecken<\/strong><br>\nDie neue Transparenz-Plattform von taz, fzs und Transparency will die Finanzen der Unis ausleuchten. Rund 80 Asten sind dabei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/taz-Initiative-Hochschulwatch\/!110052\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Deutschland f&auml;llt bei Pressefreiheit auf Rang 17<\/strong><br>\nReporter ohne Grenzen hat Deutschland wegen Pressekonzentration und Bedrohung von Journalisten durch Extremisten auf der Pressefreiheit-Rangliste herabgestuft, zwischen Costa Rica und Tschechien.<br>\nDas international renommierte Netzwerk Reporter ohne Grenzen (ROG) hat auf seiner j&auml;hrlich ver&ouml;ffentlichten Rangliste der Pressefreiheit Deutschland um einen Platz auf Rang 17 herabgestuft. Problematisch sei vor allem die &ldquo;abnehmende Vielfalt der Presse&rdquo; in Deutschland, begr&uuml;ndet ROG die verschlechterte Bewertung.<br>\nAus Geldmangel w&uuml;rden immer weniger Zeitungen mit eigener Vollredaktion arbeiten, mehrere Redaktionen seien 2012 komplett geschlossen worden. Mit Sorge beobachte ROG au&szlig;erdem &ldquo;die Diskussionen um ein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung und Drohungen radikaler Gruppen gegen kritische Berichterstatter&rdquo;, hei&szlig;t es weiter. Positiv hervorzuheben sei ein neues Bundesgesetz von 2012, das Journalisten st&auml;rker vor Durchsuchungen sch&uuml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article113224831\/Deutschland-faellt-bei-Pressefreiheit-auf-Rang-17.html\">Welt.de<\/a> \n<p><strong>Dazu auch: Pressefreiheit in Deutschland<\/strong><br>\nDeutschland steht auf der weltweiten ROG-Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 17 von 179, also innerhalb Europas etwa im Mittelfeld. Ins Auge sticht vor allem die abnehmende Vielfalt der Presse: Aus Geldmangel arbeiten immer weniger Zeitungen mit eigener Vollredaktion, mehrere Redaktionen wurden 2012 komplett geschlossen. In vielen Regionen gibt es keine konkurrierenden Printmedien mehr. Gleichzeitig steigt die Zahl der von Unternehmen bezahlten Beitr&auml;ge, die sich immer st&auml;rker &ndash; und f&uuml;r den Leser kaum erkennbar &ndash; mit journalistischen Inhalten mischen.<br>\n&hellip; Der Trend zeichnet sich seit Jahren ab: Immer weniger Zeitungen arbeiten mit eigener Vollredaktion, stattdessen liefern Reporterpools und zentrale Newsdesks gleiche Inhalte an verschiedene Zeitungen. Konkurrierende Printmedien sind in den meisten Regionen inzwischen rar, w&auml;hrend die Menge der von Unternehmen bezahlten Beitr&auml;ge und Ver&ouml;ffentlichungen steigt.<br>\nNeu war 2012 jedoch, dass mehrere Zeitungstitel komplett eingestellt wurden. Die Financial Times Deutschland, die am 7. Dezember nach zw&ouml;lf Jahren zum letzten Mal erschien, war die prominenteste unter ihnen. Bereits Ende Februar wurde die kleine, aber traditionsreiche Deister- Leine-Zeitung im nieders&auml;chsischen Barsinghausen nach mehr als 125 Jahren geschlossen. Am 29. September erschien in N&uuml;rnberg die letzte Ausgabe der Abendzeitung, einer der &auml;ltesten Boulevardzeitungen Deutschlands.<br>\nIm Oktober meldete die Nachrichtenagentur dapd Insolvenz an, im November der Verlag der Frankfurter Rundschau. Ob und wie beide Redaktionen dauerhaft weiterarbeiten, ist noch weitgehend unklar. Andere Verlage schlossen wegen sinkender Anzeigenerl&ouml;se und Verkaufszahlen Lokalredaktionen (M&uuml;nstersche Zeitung) oder lagerten sie in tariflose Tochterfirmen aus (Nordwest-Zeitung, Darmst&auml;dter Echo). Die WAZ Mediengruppe k&uuml;ndigte im Januar 2013 an, die Redaktionen der Westf&auml;lischen Rundschau zu schlie&szlig;en.<br>\n Au&szlig;erdem wird die Berichterstattung im &Uuml;berregionalen immer st&auml;rker geb&uuml;ndelt. Die WAZMediengruppe und die Mediengruppe Dumont Schauberg machen dies seit 2009\/2010 mit Redaktionsgemeinschaften vor, die bis zu f&uuml;nf eigenst&auml;ndige Zeitungen mit nahezu identischem Mantelteil beliefern. Im Oktober 2012 k&uuml;ndigte der Axel-Springer-Verlag an, die gemeinsame Redaktion von Welt-Gruppe und Berliner Morgenpost mit der des Hamburger Abendblatts zusammenzulegen. Das Gleiche ist ab Mitte 2013 f&uuml;r die Mantelredaktionen von Wiesbadener Tagblatt, Wiesbadener Kurier und Allgemeiner Zeitung (Mainz) geplant.<br>\nGleichzeitig investieren Unternehmen und PR-Agenturen steigende Summen, um ihre Inhalte in den Medien unterzubringen. Oft werden kommerzielle Inhalte dabei bewusst nicht als Werbung gekennzeichnet, sondern als journalistische Beitr&auml;ge getarnt oder mit diesen vermischt, um ihre Glaubw&uuml;rdigkeit zu erh&ouml;hen. In Anbetracht der oben skizzierten Situation ist diese Strategie ausgesprochen erfolgreich, denn Redakteure haben immer weniger Zeit, zu recherchieren und Informationen zu pr&uuml;fen. Sie sind auf vorproduzierte Inhalte angewiesen, die m&ouml;glichst wenig kosten. PR-Material und versteckte Werbebotschaften kommen als angebliche Tests oder Lieblingsprodukte der Redaktion daher, in Form bezahlter Artikel oder gar ganzer Magazine, die Unternehmen herausgeben, die der Leser aber f&uuml;r journalistische Produkte h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/fileadmin\/rte\/docs\/2013\/130130_Nahaufnahme-Deutschland_layouted.pdf\">Reporter ohne Grenzen [PDF &ndash; 68.3 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Print-Analyse: der typische Zeit-Leser<\/strong><br>\nZusammenfassend ist der typische Zeit-Leser also zwar meist ein Mann, &ouml;fter als bei Spiegel &amp; Co. aber eine Frau. Er ist &uuml;berdurchschnittlich jung und studiert. Hat er fertig studiert, so ist er selbst&auml;ndig, ein Freiberufler oder ein leitender Angestellter, dessen Haushalt &uuml;ber mehr als 3.000 Euro netto verf&uuml;gt. Er kommt aus NRW, dem Norden der Republik oder aus Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/print-analyse-der-typische-zeit-leser\/2013\/01\/29.html\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Danke, Grimme-Institut!<\/strong><br>\nWas den Feuilletons recht ist, ist dem Grimme-Institut billig: &ldquo;Ich bin ein Star &ndash; holt mich hier raus!&rdquo; ist das Qualit&auml;tsfernsehen von heute. 8,64 Millionen Zuschauer k&ouml;nnen nicht irren. Danke f&uuml;r die  Nominierung des Dschungel-Camps f&uuml;r den Grimme-Preis. Das ist der Respekt vor dem Zuschauer, den wir so lange vermisst haben.<br>\nMenschenversuche im Fernsehen &ndash; diesen Trend hatte das Institut lange verschlafen. Wie konnte das nur passieren? Es gibt doch nichts Anregenderes und Erhabeneres f&uuml;r den Kulturschaffenden von heute als eine Sendung, in der elf Vertreter des Showprekariats aufeinander gehetzt und mit Ekelpr&uuml;fungen gequ&auml;lt werden. Warum wurde so lange nicht erkannt, wie preisw&uuml;rdig eine Show ist, in der Menschen ihre W&uuml;rde gegen eine gro&szlig;e Hand voll Euro an RTL verkaufen?<br>\nAber warum auf halbem Wege stehen bleiben? Was ist mit den &ldquo;Geissens&rdquo; f&uuml;r die beste Dokumentation, was ist mit all den wunderbaren Formaten wie &ldquo;Bauer sucht Frau&rdquo;, &ldquo;Frauentausch&rdquo; oder &ldquo;Schwiegertochter gesucht&rdquo;? Und wie konnte es passieren, dass &ldquo;Berlin &ndash; Tag &amp; Nacht&rdquo; nicht auf Eurer Liste auftaucht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=3972\">Sprengsatz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Andruck &ndash; Das Magazin f&uuml;r Politische Literatur<\/strong><br>\nBlick in die politischen Zeitschriften und Blogs<br>\nRezension: Norbert Seitz<br>\n&hellip;Doch auch knappe Wahlsieger neigen dazu, ihre Ziele und Wege zu verkl&auml;ren. So wird im linken Lager das Niedersachsen-Votum bereits als Fingerzeig gedeutet, die soziale Gerechtigkeit k&ouml;nne zum obersten Thema bei der Bundestagswahl aufsteigen.<br>\nDies freilich w&auml;re ein Grund mehr dar&uuml;ber nachzudenken, ob die SPD mit Peer Steinbr&uuml;ck noch den kompatiblen Kandidaten hat. Kann er die Sehnsucht einer Mehrheit der Deutschen nach sozialem Ausgleich glaubhaft verk&ouml;rpern, fragt Wolfgang Lieb, fr&uuml;herer SPD-Politiker auf der &ldquo;kritischen Website&rdquo; Nachdenkseiten, die er zusammen mit Albrecht M&uuml;ller betreibt:\n<blockquote><p><em>&ldquo;W&auml;re Steinbr&uuml;ck ein wirklich guter Schachspieler, dann m&uuml;sste er sich selbst als K&ouml;nig vom Schachbrett nehmen, wenn er der SPD zusammen mit den Gr&uuml;nen noch eine Chance f&uuml;r einen Wechsel im Bund er&ouml;ffnen wollte. In Niedersachsen hat es wegen der besonderen Verh&auml;ltnisse f&uuml;r Rot-Gr&uuml;n gerade noch gereicht, doch im Bund sackte die Stimmung ab (&hellip;) und kommt dem desastr&ouml;sen Ergebnis, das Frank-Walter Steinmeier bei der letzten Wahl eingefahren hat, schon gef&auml;hrlich nahe.&rdquo;&hellip;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/andruck\/1993130\/\">DLF Manuskript<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/01\/28\/dlf_20130128_1930_c762574a.mp3\">DLF Podcast <\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Die Illusion der freien Wahl<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130131_slaugtherhouse.png\" title=\"\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.maniacworld.com\/illusion-of-free-choice.html\">maniac world<\/a> <\/p>\n<p><em>Dieses Bild l&auml;sst sich letztlich ganz gut f&uuml;r die Rolle der unter H&auml;lfte der Gesellschaft auf die politische Alternative zwischen den sog. beiden politischen &bdquo;Lagern&ldquo; zwischen CDU und FDP bzw. SPD und Gr&uuml;ne beziehen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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