{"id":16055,"date":"2013-02-01T16:18:25","date_gmt":"2013-02-01T15:18:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055"},"modified":"2013-02-01T16:45:58","modified_gmt":"2013-02-01T15:45:58","slug":"hinweise-des-tages-ii-93","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p><p><!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h01\">Thomas Fricke: Wer den Sinn nicht versteht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h02\">Rohstoff-Roulette<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h03\">Deutschland: reale Einzelhandelsums&auml;tze mit -4,7% zum Vorjahresmonat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h04\">Niederlande verstaatlichen systemrelevante Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h05\">The winner takes it all<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h06\">Responding to financial crisis: are austerity and suffering inevitable?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h07\">Stefan Sell: Zweiter Arbeitsmarkt &ndash; Ein Plan f&uuml;r echte Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h08\">Interview mit Prof. Friedhelm Hengsbach: &ldquo;Widerstand gegen negativen Stress!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h09\">Bochumer Opelaner sind stinksauer auf die IG Metall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h10\">Rente ab 67 forciert Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h11\">Ausverkauf der A7 verhindert &ndash; Bauindustrie sch&auml;umt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h12\">Gr&uuml;ne Gentechnik schadet Umwelt und Landwirten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h13\">Wasser als Ware<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h14\">Stoiber als Interessenvertreter der Tabakindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h15\">Sicherheitskonferenz in M&uuml;nchen 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h16\">Stephan Hebel: Ein Meister der Taktik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h17\">Berlusconi: Die anarchistische Rechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h18\">&Auml;gypten braucht keine neue Diktatur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h19\">Bundestagswahlkampf: Kneifer Steinbr&uuml;ck wirft Merkel Kneifen vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h20\">Bildung als Ware war einmal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h21\">TV-Tipps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055#h22\">Erg&auml;nzung und Anmerkung zum Artikel &bdquo;100% Spitzensteuersatz? Was f&uuml;r eine Schnapsidee!&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16055&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Thomas Fricke: Wer den Sinn nicht versteht<\/strong><br>\nUnter fr&uuml;heren FTD-Kollegen soll gerade der Wunsch kursieren, niemals in die Lage zu kommen, aus Not beim Handelsblatt arbeiten zu m&uuml;ssen (was mit einer F&uuml;hrungskraft begr&uuml;ndet wird). Das ist nat&uuml;rlich v&ouml;llig unverst&auml;ndlich und unvern&uuml;nftig und kann ich gar nicht nachvollziehen, und, ach, &uuml;berhaupt. Es gibt aber noch mindestens einen anderen Job, den man nicht wirklich haben will: Pressesprecher von Hans-Werner Sinn sein.<br>\nDa muss man alle paar Wochen samstags oder sonntags am verdienten Wochenende Pressemitteilungen schreiben, weil wieder irgendjemand nicht richtig verstanden hat, was Hans-Werner Sinn in Wirklichkeit sagen will. Wie heute.<br>\nAlso bitte merken: Hans-Werner Sinn hat nie gesagt, dass es uns schlecht ergeht, sondern nur den S&uuml;dl&auml;ndern, weil, naja, irgendwas mit Kapital, was brav im Heimathafen bleiben soll (lesen Sie selbst &ndash; unten). Mal gespannt, wann die Komplettverwirrung einsetzt, wenn jetzt die S&uuml;dl&auml;nder ja offenbar doch die Kurve kriegen und wettbewerbsf&auml;higer werden und uns Marktanteile abnehmen. Da ist dann auch wieder die EZB schuld. Klar. Weil Mario Draghi den sch&ouml;nen Untergang der schludernden S&uuml;deurop&auml;er einfach mutwillig gestoppt hat. So &auml;hnlich jedenfalls. Unerh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2013\/01\/27\/wer-den-sinn-nicht-versteht\/\">WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rohstoff-Roulette<\/strong><br>\nDas gef&auml;hrliche Spiel um Platin, Petroleum und Palm&ouml;l<br>\nKnappe Industriemetalle wie Kupfer, Kobalt, oder Titan sind heute die &bdquo;Vitamine des technischen Fortschritts.&ldquo; Teures Erd&ouml;l l&auml;st die Energiepreise explodieren. Wetten auf Soja, Mais und Weizen treiben die Preise in die H&ouml;he und f&ouml;rdern weltweit Hungersn&ouml;te. Inzwischen gleicht der Rohstoffmarkt einem globalen Roulette, in dem durch Spekulation an der Preisschraube gedreht wird.<br>\nM&auml;chtige Rohstoffh&auml;ndler und -produzenten spielen mit den M&auml;rkten, w&auml;hrend rohstoffreiche L&auml;nder wie Papua-Neuguinea, die eigentlich vom Rohstoffboom profitieren sollten, in Armut und Chaos versinken. Ist das Rohstoffspiel au&szlig;er Kontrolle geraten? Peter Kreyslers Feature gibt Einblick in ein faszinierendes Milliardenspiel, das so lange gespielt wird bis es hei&szlig;t: &bdquo;Rien ne va plus &ndash; nichts geht mehr&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok-5\/s\/d\/03.02.2013-11.05.html\">WDR5 Das Feature<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutschland: reale Einzelhandelsums&auml;tze mit -4,7% zum Vorjahresmonat<\/strong><br>\nDas Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete &hellip; erneut von schwachen deutschen Einzelhandelsums&auml;tzen, diesmal f&uuml;r den Monat Dezember 2012. Wir erinnern uns, an die Propaganda zur Kauflaune der Deutschen im Vorfeld des Weihnachtsgesch&auml;fts, nun die harten ern&uuml;chternden Fakten. Die nominalen Einzelhandelsums&auml;tze bei den unbereinigten Originaldaten sanken um -1,9% zum Vorjahresmonat und die unbereinigten realen Ums&auml;tze sanken um kr&auml;ftige -4,7% zum Vorjahresmonat. Der Dezember 2012 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen zwei Verkaufstage weniger als der Dezember 2011. Ber&uuml;cksichtigt man die Saison- und Kalendereffekte (Census X-12-ARIMA Verfahren) sanken im Vergleich zum Vormonat die Einzelhandelsums&auml;tze nominal um -2,0% und real um -1,7% zum Vormonat! Weiterhin dokumentieren diese Daten f&uuml;r Deutschland eine langanhaltende Konsumschw&auml;che der privaten Haushalte, denn immer noch liegen die saisonbereinigten und realen Einzelhandelsums&auml;tze um -4,7% unter dem Niveau von 2000 und um -4,9% unter dem Jahr 1994, dem Beginn der langen Datenreihe!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/deutschland-reale-einzelhandelsumsatze-mit-47-zum-vorjahresmonat\/\">Querschuesse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> W&auml;hrend die knapp &uuml;ber einer Stagnation liegenden Daten zum Wirtschaftswachstum und die notorisch zu hoch angesetzten Zahlen des ifo-Gesch&auml;ftsklima-Index den Weg in die Schlagzeilen finden, werden die Angaben zum Einzelhandelsumsatz nahezu totgeschwiegen. Dabei ist der Einzelhandelsumsatz eine der aussagekr&auml;ftigsten Zahlen, sagt sie doch viel &uuml;ber den tats&auml;chlichen Konsum der Bev&ouml;lkerung und dar&uuml;ber wie viel oder wie wenig die Masse der Menschen Geld in ihrem Beutel haben.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/1302012_01.jpg\" title=\"\" alt=\"\"><\/p>\n<p><em>Bis auf die Jahre der Wirtschaftskrise 2009\/2010 haben im Januar 2013 weniger beim Einzelhandel eingekauft als in der zur&uuml;ckliegenden Dekade. Das ist ein klares Indiz, dass die angeblichen wirtschaftlichen Wachstumserfolge und die angeblich so gute Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht bei der Mehrzahl der Menschen angekommen ist.<\/em><br>\n<em>&bdquo;Im Augenblick wird unser deutsches Wachstum vor allem von der Binnennachfrage getrieben. Wir haben alles getan, um den Binnenkonsum zu erh&ouml;hen&ldquo;, sagte Merkel auf dem <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Rede\/2013\/01\/2013-01-24-merkel-davos.html\">Weltwirtschaftsforum in Davos<\/a>. Die Zahlen &uuml;ber die Einzelhandelsums&auml;tze sprechen jedoch eine ganz andere Sprache.<\/em>  <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Niederlande verstaatlichen systemrelevante Bank<\/strong><br>\nDie Niederlande m&uuml;ssen den angeschlagenen Finanzkonzern SNS Reaal verstaatlichen. Fast vier Milliarden Euro kostet die Regierung in Den Haag die Rettung der kleinsten als systemrelevant geltenden Bank des Landes. Ohne den Staatseingriff w&auml;re das Geldinstitut zusammengebrochen. [&hellip;]<br>\nAngesichts der gro&szlig;en Probleme der Bank sei der Schritt unvermeidlich, sagte Finanzminister Jeroen Dijsselbloem, der auch Vorsitzender der Euro-Gruppe ist, am Freitag in Den Haag. &ldquo;Ohne ein Eingreifen w&auml;re die SNS-Bank unwiderruflich zusammengebrochen.&rdquo; Die &Uuml;bernahme wird den niederl&auml;ndischen Fiskus 3,7 Milliarden Euro kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/niederlande-verstaatlichen-sns-reaal-bank-fuer-3-7-milliarden-euro-a-880996.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wetten, dass dann wieder die steigende Staatverschuldung beklagt wird und als Begr&uuml;ndung f&uuml;r weitere &ldquo;Reformen&rdquo; herhalten muss. Und was hei&szlig;t hier schon wieder &ldquo;systemrelevant&rdquo;?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The winner takes it all<\/strong><br>\nDeutschland hat weit mehr von der Eurokrise profitiert als bisher angenommen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben sich 2012 auf Kosten des S&uuml;dens saniert. Doch wenn es ums Teilen geht, sagt Berlin Nein. Der Budgetgipfel in der kommenden Woche d&uuml;rfte dies wieder best&auml;tigen.<br>\n&bdquo;The winner takes it all&ldquo;, singen Abba. &bdquo;Deutschland streicht alles ein!&ldquo;, k&ouml;nnte Finanzminister Sch&auml;uble einstimmen. Denn im vergangenen Jahr hat das gr&ouml;&szlig;te EU-Land wie kein anderes von der Eurokrise profitiert. Aus dem Zahlmeister wurde ein Krisengewinner.<br>\nDie Bundesregierung erzielte nicht nur satte Zinsgewinne auf die Notkredite, die sie an die Krisenl&auml;nder zahlte. Mehrere hundert Millionen Euro wurden 2012 allein von Griechenland abkassiert. Nein, sie r&auml;umte auf ganzer Linie ab, wie die Meldungen der letzten Tage zeigen.<br>\nFinanziell, wirtschaftlich und sogar demographisch profitierte Deutschland von der schwersten Krise seit Gr&uuml;ndung der W&auml;hrungsunion. Nichts davon war geplant, doch all das k&ouml;nnen Sch&auml;uble und Kanzlerin Merkel in die Waagschale werfen, wenn im Herbst gew&auml;hlt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/the-winner-takes-it-all\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope+NEU%29\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Responding to financial crisis: are austerity and suffering inevitable?<\/strong><br>\nAll too often people in countries experiencing financial crisis are told that the road  to recovery necessarily involves pain, that fiscal austerity and cuts in spending that adversely affect the lives of ordinary citizens are necessary costs of correction of macroeconomic imbalances and the consequent adjustment that is considered essential for recovery. This is repeated so often that it is now taken as received wisdom by policy makers and civil society alike &ndash; yet in fact it is not true at all. It can actually be plausibly argued that in several situations the reverse is correct, that attempts to reverse economic downswings through cuts in public spending are counterproductive and makes matters much worse. This is clearly evident for all to see in the case of crisis-ridden countries in the Eurozone, for example.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2013\/02\/01\/responding-to-financial-crisis-are-austerity-and-suffering-inevitable\/\">Real World Economics Review<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stefan Sell: Zweiter Arbeitsmarkt &ndash; Ein Plan f&uuml;r echte Jobs<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Langzeitarbeitslosigkeit\/!109685\/\">Eine Antwort auf Helga Spindler<\/a>: Lebenslang Hartz IV droht Langzeitarbeitslosen, wenn nicht endlich anders gef&ouml;rdert wird.<br>\nMan muss doch zur Kenntnis nehmen, dass Hunderttausende seit Jahren ohne eine realistische Perspektive auf irgendeine Besch&auml;ftigung im Hartz-IV-Bezug eingemauert sind. Gleichzeitig erleben wir seit 2011 einen Sparkurs bei den zur Verf&uuml;gung stehenden Mitteln f&uuml;r die Eingliederung dieser Menschen in den Arbeitsmarkt (minus 50 Prozent!), wie es ihn in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie gegeben hat.<br>\nWir m&uuml;ssen aus diesem Gef&auml;ngnis der Arbeitsmarktpolitik ausbrechen und zugleich akzeptieren, dass die Menschen mit mehreren &ldquo;Vermittlungshemmnissen&rdquo; und langj&auml;hrigem Hartz-IV-Bezug nun mal mit einem Arbeitsmarkt konfrontiert sind, der sie niemals (mehr) einstellen wird. Was kann man trotzdem tun?<br>\nEine &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung, die vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e gestellt wird, muss nach Daf&uuml;rhalten aller Praktiker drei Bedingungen erf&uuml;llen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/berlin\/tazplan-kultur\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F01%2F31%2Fa0153&amp;cHash=b3c14bc47131c10d9ebea24f4fab5002\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Interview mit Prof. Friedhelm Hengsbach: &ldquo;Widerstand gegen negativen Stress!&rdquo;<\/strong><br>\nIn diesen Tagen wird intensiv dar&uuml;ber diskutiert, wie sich negativer Stress im Alltag und vor allem am Arbeitsplatz mindern l&auml;sst. Denn die Ergebnisse des Stressreports Deutschland 2012 der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeitsschutz sind deutlich: Fast jeder F&uuml;nfte f&uuml;hlt sich &uuml;berfordert, 43 Prozent der Berufst&auml;tigen in Deutschland klagen &uuml;ber wachsenden Stress. Der Theologe, Priester und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Friedhelm Hengsbach fordert &ldquo;Widerstand gegen das Regime der Beschleunigung&rdquo;. Das sei auch eine gesellschaftliche Aufgabe, sagt er, sie k&ouml;nne nicht nur dem Einzelnen &uuml;berlassen bleiben.<br>\nIn Neugier gen&uuml;gt beschreibt und begr&uuml;ndet er seine Thesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/m\/1359715568\/radio\/redezeit\/wdr5_redezeit_20130201.mp3\">wdr5 <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bochumer Opelaner sind stinksauer auf die IG Metall<\/strong><br>\n&bdquo;Die Verhandlungen zwischen Opel-Management und Arbeitnehmervertretern sind am Mittwoch abgebrochen und auf n&auml;chste Woche vertagt worden. Die Belegschaft in Bochum f&uuml;hlt sich im Stich gelassen, weil bereits &uuml;ber die Zeit nach der Autoproduktion verhandelt wird. (&hellip;) Tats&auml;chlich  wurde gestern zum ersten Mal ernsthaft und detailliert &uuml;ber die Zukunft der deutschen Opel-Standorte verhandelt. Dazu d&uuml;rfte die ungew&ouml;hnliche Resolution der IG Metall beigetragen haben. Denn sie enthielt neben den bekannten Forderungen nach Jobgarantien bis 2016 und weiteren Zukunftsinvestitionen von GM auch erste Zugest&auml;ndnisse. So beharrte die IG Metall nicht mehr auf einer Autoproduktion in<br>\nBochum &uuml;ber 2016 hinaus, sondern stellte konkrete Forderungen f&uuml;r die Zeit &bdquo;nach dem Auslaufen der aktuellen Fahrzeugproduktion&ldquo;. Das kam im Ruhrgebiets-Werk gar nicht gut an&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/wirtschaft\/bochumer-opelaner-sind-stinksauer-auf-die-ig-metall-id7542067.html\">Der Westen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rente ab 67 forciert Altersarmut<\/strong><br>\nSo sicher wie die Rente ab 67 nicht mehr Jobs f&uuml;r &Auml;ltere schafft, so sicher f&uuml;hrt sie zu immer schmaleren Einkommen und zur mehr Altersarmut. Diese Feststellung ist nicht neu. Aber sie wird immer wieder durch die Entwicklung am Arbeitsmarkt und durch die immer weiter sinkenden Renten best&auml;tigt.<br>\nLangj&auml;hrig Versicherte k&ouml;nnen fr&uuml;hestens mit 63 in Rente gehen, m&uuml;ssen dann aber 7,2 Prozent Abschl&auml;ge in Kauf nehmen. Rentenk&uuml;rzungen greifen immer weiter um sich: 2011 stieg die Anzahl der davon betroffenen Neurentner um knapp 17000 oder f&uuml;nf Prozent auf 336856 gegen&uuml;ber dem Vorjahr. Die Abschlagsquote lag bei 48,2 Prozent. Heute wird deshalb fast der H&auml;lfte aller Neurentner die Altersversorgung gek&uuml;rzt, weil sie es nicht geschafft haben, bis zum 65. Lebensjahr zu arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/02-01\/044.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ausverkauf der A7 verhindert &ndash; Bauindustrie sch&auml;umt<\/strong><br>\nZu dem von B&uuml;rgerInnen erk&auml;mpften Stopp von PPP beim Autobahnabschnitt A7 werden t&auml;glich neue Reaktionen &ouml;ffentlich. Mike Nagler, Mitglied im Koordinierungskreis von Attac: &ldquo;Die sch&auml;umende Reaktion der Bauindustrie ist ein anschaulicher Beispiel f&uuml;r die massiven Interessen, die hinter PPP stehen. Der Bauindustrie reicht es l&auml;ngst nicht mehr, nur am Bau einer Autobahn zu verdienen. Bis zum Stopp bei der A7 ist die Bauindustrie mit PPP immer ganz einfach an die &ouml;ffentlichen Gelder f&uuml;r die Infrastruktur der Daseinsvorsorge gekommen.&rdquo;<br>\nAuf die Absage des Ausbaus der A7 auf dem Wege der Privatisierungsform PPP hatte die Bauindustrie mit Aussagen wie &ldquo;Desinformationskampagne&rdquo;, &ldquo;Scheinargumente&rdquo; und &ldquo;ideologische Bedenken stehen vor sachlichen Nachweisen&rdquo; reagiert (1). Zuvor hatte die Bauindustrie Aussagen zu von ihr geheim gehaltenen Vertr&auml;gen als &ldquo;b&ouml;sartige Unterstellungen&rdquo; bezeichnet (2).<br>\nLaura Valentukeviciute von Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand erl&auml;utert, wie mittels PPP privatisiert wird: &ldquo;Bei PPP verkauft der Staat schon heute die Geb&uuml;hren und Steuergelder der kommenden 30 Jahre. Die mit diesen versteckten Schulden belastete Infrastruktur &ndash; hier ein Autobahnabschnitt &ndash; ist Basis f&uuml;r Spekulationen an den internationalen Finanzm&auml;rkten. Ob Infrastrukturfonds, Hedge-Fonds und Private Equity &ndash; das Prinzip ist immer dasselbe: Die Spekulanten kommen, fassen unser Geld ab ohne zu investieren und verschwinden, bevor sie haftbar gemacht werden. Den B&uuml;rgerInnen bleibt, die Staatsschulden abzuzahlen und eine ausgelaugte oder zerst&ouml;rte Infrastruktur ihrer Daseinsvorsorge.&rdquo;<br>\nPPP-Vertr&auml;ge k&ouml;nnen weiterverkauft werden, im PPP-Vorbild-Land Gro&szlig;britannien ist das von 1998 bis heute bereits 716 mal passiert (3).<br>\nDie Renditen aus den Weiterverk&auml;ufen lagen bei 29%, die Rendite der britischen Bauindustrie f&uuml;rs reine Bauen betrug im gleichen Zeitraum nur 1,5%. Die Infrastruktur der Daseinsvorsorge ist w&auml;hrenddessen vielfach verfallen, die britische Staatsverschuldung massiv angestiegen. Allein das PPP-Abenteuer Metro London hat die britischen Steuerzahlenden &uuml;ber 10 Milliarden Euro gekostet und die U-Bahn technisch fast v&ouml;llig zugrunde gerichtet. In Deutschland wird die Privatisierung per PPP von der Bundesregierung und insbesondere von den Ministern Ramsauer und Sch&auml;uble massiv gef&ouml;rdert.<br>\nDie Attac AG Privatisierung und Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand fordern den bundesweiten Stopp von PPP und die Wiedervergesellschaftung bereits privatisierter Daseinsvorsorge. Sie warnen vor der versteckten &Uuml;berschuldung der Gesellschaft &uuml;ber PPP und vor dem stetig wachsenden Austausch des Eigenkapitals &ouml;ffentlicher Einrichtungen durch Fremdkapital. Die demokratische Kontrolle Einrichtungen der Daseinsvorsorge muss wieder hergestellt und langfristig gesichert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.prmaximus.de\/70497\">attac auf prmaximus<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.bauindustrie.de\/info-center\/presse\/pressemitteilungen\/_\/artikel\/presseinfo-0413\/\">Bauindustrie zum Stopp der &Ouml;PP-Ausschreibung auf der A7 in Niedersachsen<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe auch:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.bauindustrie.de\/info-center\/presse\/pressemitteilungen\/_\/artikel\/presseinfo-0213\/\">Bauindustrie: Positive Erfahrungen mit &Ouml;PP-Verkehrsprojekten<\/a><\/p>\n<p><strong>Und hier:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.european-services-strategy.org.uk\/publications\/essu-research-reports\/essu-research-report-no-6-ppp-wealth-machine-u\/ppp-wealth-machine.pdf\">PPP Wealth Machine [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne Gentechnik schadet Umwelt und Landwirten<\/strong><br>\nGentech-Pflanzen brauchen teilweise mehr Spritzmittel als konventionelle Pflanzen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie zu sogenannter gr&uuml;ner Gentechnik. Die Folgen f&uuml;r die Umwelt sind demnach verheerend, auch die Landwirte gerieten durch das Gentech-Saatgut unter Druck&hellip;<br>\nAnfangs bot die gr&uuml;ne Gentechnik tats&auml;chlich Vorteile. Weil die neuen Pflanzen beispielsweise gegen Unkrautvernichtungsmittel resistent waren oder selbst ein Insektengift produzierten, sparten die Landwirte sowohl Zeit als auch Kosten f&uuml;r Spritzmittel&hellip;<br>\nDoch im Lauf der Jahre h&auml;tten sich die Vorteile in ihr Gegenteil verkehrt. Denn anders als die Gentechnik-Branche prophezeit hatte, h&auml;tten sich einige Unkrautarten an die Spritzmittel angepasst&hellip;<br>\nDie Folge: Spritzmittel m&uuml;ssen h&ouml;her dosiert werden, und zus&auml;tzliche Pestizide kommen zum Einsatz. Zudem m&uuml;sse der Landwirt wieder vermehrt pfl&uuml;gen und Unkraut sogar per Hand bek&auml;mpfen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/studie-zu-gengemuese-gruene-gentechnik-schadet-umwelt-und-landwirten-1.1588708\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wasser als Ware<\/strong><br>\nDarf Br&uuml;ssel ein Gemeingut privatisieren?<br>\nEs diskutieren:<br>\nDipl.-Ing. Reinhold H&uuml;ls, Veolia Wasser GmbH, Berlin<br>\nJens Loewe, Publizist, Mitglied des &ldquo;Wasserforums&rdquo;, Stuttgart<br>\nDr. Oliver Rottmann, Wirtschaftswissenschaftler, Universit&auml;t Leipzig<br>\nGespr&auml;chsleitung: Eggert Blum<br>\nDie EU will die kommunale Trinkwasserversorgung f&uuml;r den privaten Wettbewerb &ouml;ffnen. St&auml;dtetag und B&uuml;rgerinitiativen protestieren dagegen: Das Gemeingut Wasser d&uuml;rfe nicht dem Profit dienen. Tats&auml;chlich haben viele deutsche St&auml;dte, wie Berlin und Stuttgart, ihre Trinkwasserversorgung seit langem an Privatkonzerne verkauft, um mit dem Erl&ouml;s Schulden zu tilgen. Unter dem Druck von B&uuml;rgerprotesten bem&uuml;hen sie sich jetzt um einen R&uuml;ckkauf. K&ouml;nnen private Konzerne Qualit&auml;t und Rendite zugleich garantieren? Warum machen die Kommunen den Gewinn nicht selbst?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/swr2-forum\/-\/id=660214\/nid=660214\/did=10773376\/13hy4os\/index.html\">SWR2 Forum<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stoiber als Interessenvertreter der Tabakindustrie<\/strong><br>\nWie wir bereits im Dezember 2012 berichteten, hat Edmund Stoiber seine Rolle als &ldquo;EU-Chef-Entb&uuml;rokratisierer&rdquo; dazu genutzt, sich beim damaligen Gesundheitskommissar John Dalli f&uuml;r die Interessen eines bayerischen Schnupftabakherstellers einzusetzen. Neue Dokumente zeigen jetzt: Es ging bei dem Anliegen weniger um B&uuml;rokratie, wie von Stoiber behauptet. Er lie&szlig; sich von dem Schnupftabakunternehmen P&ouml;schl Tabak vielmehr f&uuml;r deren politische Ziele einspannen &ndash; die Verhinderung zu starker Einschr&auml;nkungen f&uuml;r die Tabakindustrie.<br>\nDer Briefwechsel Stoibers zum Nachlesen<br>\nIn den letzten Wochen ist es uns gelungen, den Schriftwechsel zwischen Edmund Stoiber, dem damaligen Gesundheitskommissar Dalli und dem Chef des mittelst&auml;ndischen bayerischen Tabakunternehmens P&ouml;schl Tabak, Patrick Engels, von der Kommission zu erhalten. Der Brief des Mittelst&auml;ndlers &ndash; mit 750 Mitarbeiter\/-innen und weltweiter Produktpr&auml;senz ein gewichtiger bayerischer Unternehmer &ndash; an Edmund Stoiber richtete sich gegen praktisch alle zentralen Vorhaben, die Gesundheitskommissar Dalli mit der geplanten Tabakproduktrichtlinie umsetzen wollte: das Verbot der Zurschaustellung der Tabakprodukte im Fachhhandel, Einheitsverpackungen, das Verbot bestimmter Aromastoffe. Er bat Stoiber darum, seine Sorgen in der &bdquo;Gruppe hochrangiger Repr&auml;sentanten zum B&uuml;rokratieabbau&ldquo;- deren Vorsitzender Stoiber ist &ndash; gegen&uuml;ber der Europ&auml;ischen Kommission vorzubringen, da &ldquo;eine derartige Revision der Tabakrichtlinie den Zielen und Errungenschaften Ihrer High Level Group komplett zuwiderlaufen w&uuml;rde.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/2013\/01\/stoiber-als-interessenvertreter-der-tabakindustrie-die-dokumente\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sicherheitskonferenz in M&uuml;nchen 2013<\/strong><br>\nInterview mit J&uuml;rgen Wagner von der informationsstelle Militarisierung zur Sicherheitskonferenz am 2.2.13. In M&uuml;nchen treffen sich allj&auml;hrlich VertreterInnen aus Politik und Gesellschaft um &uuml;ber Krieg oder nicht zu diskutieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/freie-radios.net\/53422\">freie-radios.net<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Stephan Hebel: Ein Meister der Taktik<\/strong><br>\nVerantwortungsethik. Verteidigungsminister de Maizi&egrave;re ist sanft im Umgang, aber knallhart in der Sache. Er kennt keine Skrupel, eine Militarisierung der Au&szlig;enpolitik voranzutreiben&hellip;<br>\nWie seiner Chefin gelingt es ihm nahezu perfekt, eine knallharte politische Ausrichtung hinter einer gef&auml;lligen Fassade zu verbergen&hellip;<br>\nIn sanften T&ouml;nen werden die Deutschen langsam aber stetig eingestimmt auf eine Zukunft, in der Kriege, massenhafter Waffenexport und &bdquo;Veteranentage&ldquo; (wie der Verteidigungsminister sie einf&uuml;hren m&ouml;chte) als Normalit&auml;t akzeptiert und nicht mehr grunds&auml;tzlich infrage gestellt werden sollen.<br>\nEine Zukunft, in der Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien nicht mit Menschenrechts-Argumenten kritisiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ein-meister-der-taktik\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Berlusconi: Die anarchistische Rechte<\/strong><br>\nSilvio Berlusconi ist wieder da. Einigerma&szlig;en hilflos sind die Erkl&auml;rungen, die jetzt wieder bem&uuml;ht werden angesichts dieser erneuten, der x-ten politischen Wiederauferstehung Berlusconis. Gewiss, das Fernsehen: Seit Dezember sind die Italiener unter Silvio-Dauerbeschuss, insgesamt an die 70 Stunden lang konnten sie den begnadeten Erz&auml;hler auf dem Schirm bewundern. Gewiss, das Verkaufstalent: Silvio Berlusconi kann Wahlkampf wie kein anderer in Italien, angefangen bei der Gabe, auch grobe L&uuml;gen zu erz&auml;hlen, ohne je zu err&ouml;ten. Ein doppelter Blickwechsel k&ouml;nnte wom&ouml;glich helfen, bei der Erkl&auml;rung der politischen Unsterblichkeit Berlusconis weiterzukommen: erstens ein Blickwechsel weg von dem vermeintlich finster-genialen Kandidaten, hin zu seinen W&auml;hlern, und zweitens ein Blickwechsel weg von dem angeblichen Epochenbruch vor 20 Jahren, hin zu den gro&szlig;en Kontinuit&auml;tslinien in den Einstellungen der italienischen W&auml;hlerschaft. Es waren US-Politologen wie Gabriel Almond und Sidney Verba, die in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auszogen, um die Civic Culture in Italien zu erforschen. Bei den W&auml;hler der regierenden Democrazia Cristiana und ihrer kleinen Koalitionspartner herrschte Misstrauen gegen &ldquo;den Staat&rdquo; vor, Passivit&auml;t, eine Orientierung an engen Partikularinteressen: Weit entfernt vom angels&auml;chsischen Ideal des Citizen, war ein gut Teil von ihnen vor allem willige Kundschaft von Klientelpolitik. &ldquo;Amoralischen Familismus&rdquo; taufte ein weiterer US-Politologe, Edward Banfield, dieses Einstellungsmuster.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F01%2F26%2Fa0194&amp;cHash=f0d1dce5dede2181a0665aa53211693b\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Von wegen einfach St&ouml;renfried. Die Berlusconi-Allianz aus vierzehn Rechtsparteien kommt inzwischen nach Umfragen des Euromedia-Instituts auf 32 Prozent (Berlusconis Partei Volk der Freiheit, PdL, auf &uuml;ber 22 Prozent). Die gem&auml;&szlig;igte Linke, Partito Democratico (PD) und Sinistra Ecologia Libert&agrave;, unter Pierluigi Bersani rutschte inzwischen auf 35 Prozent. Er arbeitet auf eine Koalition mit dem Mitte-rechts-Lager (13 Prozent) unter Mario Monti hin (Scelta civica, christdemokratische UDC und gem&auml;&szlig;igt rechte Fini-FLI) hin. Die Internetbewegung <a href=\"http:\/\/pastaperte.blogspot.it\/2013\/01\/sondaggio-euromedia-research-cdx-02-e.html\">&ldquo;F&uuml;nf Sterne&rdquo; des Komikers Beppe Grillo kommte auf 13 Prozent<\/a>.<\/em><br>\n<em>Die entscheidende Frage ist, ob der Mitte-links-Block bei tendenziellem Zugewinn des Berlusconi-Lagers im Senat, der dem Abgeordnetenhaus gleichberechtigt ist, auch die Mehrheit erreicht.<\/em><br>\n<em>Michael Braun betont in seinem Artikel die Kontinuit&auml;t der Partikularinteressen in Italien, r&auml;umt aber ein, dass Berlusconi in einem durchaus relevanten Punkt einen Bruch vollzog: &ldquo;Anders als die italienischen Christdemokraten appellierte er offen und ungeniert an den amoralischen Familismus, heizte er die feindselige Haltung gegen&uuml;ber dem Gemeinwesen offensiv an, ja lebte er sie mit seinen Prozessen wegen Steuerhinterziehung, wegen schwarzer Auslandskonten oder Bilanzf&auml;lschung geradezu exemplarisch vor. Millionen W&auml;hler folgten ihm begeistert.&rdquo; Berlusconi hat es in der Tat geschafft und schafft es anscheinend immer noch, breiten Schichten der W&auml;hlerschaft zu vermitteln, er sei einer von ihnen. Berlusconi und seine W&auml;hlerschaft treffen sich im sogenannten Furbismo (von &ldquo;furbo&rdquo; = Schlaumeier): Der Versuch, um jeden Preis gerissener zu sein als die anderen. Uns mag es dreist erscheinen, wenn Berlusconi seine &ldquo;Schlauheit&rdquo; so demonstrativ auslebt. F&uuml;r viele Italiener scheint dies eine Form von &ldquo;Ehrlichkeit&rdquo; zu sein, die sich wohltuend  von der hinter patriotischen Parolen verborgenen Gerissenheit der alten politischen Klasse abhebt. Und spricht der gute Mann nicht auch so recht aus dem Herzen vieler liberaler W&auml;hler hierzulande oder Schweizer Bankiers, wenn er erkl&auml;rt, dass Steuerhinterziehung eine Form von Notwehrrecht f&uuml;r B&uuml;rger gegen&uuml;ber einem &uuml;berbordenden Staat sei.<\/em><br>\n<em>Wenn Andrea Camilleri in einem Interview mit der SZ sagt: &ldquo;Nach meiner Ansicht gibt es vor allem einen fortschreitenden Verfall der Moral in der bestimmenden Klasse, die die Bev&ouml;lkerung stark beeinflusst hat&rdquo; so klingt das ein wenig so, als ob es einmal bessere Zeiten gegeben habe. Aber ist Berlusconi wirklich eine &ldquo;Anomalie in der italienischen Demokratie&rdquo;? Andererseits geht Camilieri weit in die Geschichte zur&uuml;ck um Berlusconi in eine kontinuierliche Linie zu stellen: &ldquo;Und so befinden wir uns in neuen Formen des Faschismus. Es sind mutierte Formen. Deshalb glaube ich, die Sch&auml;den des Berlusconismus werden so sein wie die Sch&auml;den des Faschismus. <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/camilleri-ueber-berlusconis-italien-neue-formen-des-faschismus-1.980685\">Es ist wie eine Verseuchung des Wesens der Italiener.<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>Und in der Tat hat Berlusconi ein System von pers&ouml;nliche Abh&auml;ngigkeits- und Klientelbeziehungen, von &Auml;mterpatronage auf die Spitze getrieben, in dem ausgehend von den Bed&uuml;rfnissen ihres &ldquo;duce&rdquo; Gesetze und Amnestien durchgesetzt wurden. Diese kamen sowohl den normalen &ldquo;Schlaumeiern&rdquo; wie auch Interessengruppen in der Wirtschaft gelegen. Es geht eben nicht nur um die Privilegien eines engen Kreises von Berlusconi-Vertrauten oder um das Prinzip &ldquo;jobs for votes&rdquo;, sondern um den Austausch von Gef&auml;lligkeiten f&uuml;r Loyalit&auml;t und Besch&auml;ftigung wie Maurizio Viroli die Botschaft des Belusconis beschreibt: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/09\/21\/world\/europe\/despite-wiretaps-and-economic-woe-berlusconi-endures.html\">I defend you if you have trouble. Not only do you vote for me, you serve me &mdash; by speaking and talking well of me<\/a>.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Die Basis des B&uuml;ndnis von W&auml;hler und Berlusconi kann durchaus umschrieben werden mit: Gef&auml;lligkeiten gegen Loyalit&auml;t. &ndash; Nat&uuml;rlich hatte Berlusconi dank seiner wirtschaftlichen und medialen Macht, die er als Ministerpr&auml;sident  mit seinem Einfluss auf die RAI, der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalt, weiter festigen konnte, ideale Voraussetzungen um auf die politische Kultur Italiens einzuwirken und seine Botschaft zu verk&uuml;nden: Ich bin wie ihr mit allen menschlichen Schw&auml;chen und ihr k&ouml;nnt sein wie ich.<\/em><br>\n<em>&ndash; Wir, die Deutschen, sollten uns allerdings nicht allzu sehr &uuml;ber die italienischen Zust&auml;nde erheben. Zwar d&uuml;rfte bei uns kaum der m&auml;chtigste Medienunternehmer zugleich Regierungschef werden k&ouml;nnen. Aber die M&ouml;glichkeit der Medien, auf die Politik Einfluss zu nehmen hat &uuml;ber die steigende Medienkonzentration zugenommen, wie die Organisation &ldquo;Reporter ohne Grenzen&rdquo; in ihrem j&auml;hrlichen Bericht zur Pressefreiheit herausstellte: Nur noch Platz 17 im weltweiten Ranking von Pressefreiheit, wegen der abnehmenden Zeitungsvielfalt, des schwierigen Zugangs zu Beh&ouml;rdeninformationen, des Einflusses von Unternehmen, die <a href=\"http:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/fileadmin\/rte\/docs\/2013\/130130_Nahaufnahme-Deutschland_layouted.pdf\">Mittels PR journalistische Inhalte beeinflussen [PDF &ndash; 68.3 KB]<\/a>.<\/em><br>\n<em>Und wie sieht es mit der &ldquo;Moral in der bestimmenden Klasse&rdquo; aus, der Camillieri in italien zuschreibt: &ldquo;Wenn der Kopf stinkt, ist klar, dass die Verwesung anf&auml;ngt, sich auf das Land auszubreiten.&rdquo; Nun ja, Deutschland hat sich auch ver&auml;ndert. Neben der Macht- tritt immer mehr die Geldgeilheit in der Politik zu Tage. Und die Dreistigkeit, mit der manche Manager sowohl in der Finanz- wie auch der Realwirtschaft einen immer gr&ouml;&szlig;eren Teil des Volkseinkommens in die eigene Taschen wirtschaften und dabei mit dem Segen des heiligen &ldquo;Neolib&rdquo; der Bev&ouml;lkerung Lohnsenkungen predigen, wurde noch nie so ungeniert ausgelebt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&Auml;gypten braucht keine neue Diktatur<\/strong><br>\n&bdquo;Der Westen hat die arabischen Diktaturen unterst&uuml;tzt im Namen des Kampfs gegen den Terrorismus. Das war nicht angenehm f&uuml;r die Menschen auf der anderen Seite.&ldquo; Wie Recht &Auml;gyptens Pr&auml;sident Mohammed Mursi mit dieser Aussage hatte, die er w&auml;hrend seines kurzen Besuchs in Berlin machte. Man m&ouml;chte ihm aber antworten: &bdquo;Der Westen muss daraus lernen und niemals wieder Diktaturen unterst&uuml;tzen &ndash; auch Sie nicht, Herr Pr&auml;sident!&ldquo;<br>\nJa, Mursi wurde demokratisch gew&auml;hlt, anders als sein Vorg&auml;nger Mubarak, der im Februar 2011 durch einen beispiellosen Protest von ca. 20 Millionen &Auml;gypterinnen und &Auml;gypter aus dem Amt gejagt wurde. Aber nur weil man demokratisch gew&auml;hlt wurde, hei&szlig;t es nicht, dass man demokratisch regiert. Sein Regierungsstil ist autorit&auml;r und integriert die fortschrittlichen Teile der Opposition explizit nicht in den politischen Umgestaltungsprozess. Die Bilder, die man dieser Tage aus &Auml;gypten sieht, &auml;hneln frappierend den Bildern von vor zwei Jahren. Wieder gibt es landesweit massenhafte Proteste. Die Unzufriedenheit &uuml;ber die Umsetzung der Forderungen der Revolution treibt die Menschen auf die Stra&szlig;e. Armut und Arbeitslosigkeit nehmen weiter zu. Politische Freiheiten werden wieder eingeschr&auml;nkt, der Notstand ausgerufen. Das Milit&auml;r darf wieder willk&uuml;rlich Zivilisten verhaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/international\/agypten-braucht-keine-neue-diktatur-kolumne-von-niema-movassat\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bundestagswahlkampf: Kneifer Steinbr&uuml;ck wirft Merkel Kneifen vor<\/strong><br>\nDas Niveau des angehenden Bundestagswahlkampfs wird nicht besser. Noch nicht, m&ouml;chte man hoffend hinzuf&uuml;gen. Denn noch ist es ja etwas hin bis zum September. Ausgerechnet SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck r&uuml;ckt Kanzlerin Merkel mit der Drohung zu Leibe, sie w&uuml;rde &ldquo;kneifen&rdquo;.<br>\nBasis des Ganzen: Steinbr&uuml;ck hat den nun wirklich sensationell inhaltsreichen Vorschlag gemacht, statt des bisher &uuml;blichen einmaligen Fernseh-&rdquo;Duells&rdquo; zwischen Kanzlerkandidat und Kanzlerin, zwei Duelle abzuhalten. Merkel soll dies abgelehnt haben. Ja, hat Steinbr&uuml;ck denn etwa Angst, Merkel nicht gleich beim ersten Versuch zur Strecke zu bringen? Doch nicht nur das: Ist er nicht erwiesenerma&szlig;en selbst oberster politischer Kneifer der Republik?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=8431\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Bildung als Ware war einmal<\/strong><br>\nMit dieser Ungerechtigkeit ist es bald vorbei, in Deutschland endet gerade eine &Auml;ra. Der Regierungswechsel in Niedersachsen und das erfolgreiche Volksbegehren in Bayern werden die Geb&uuml;hren wohl zum historischen Kapitel machen, die letzten beiden Kassierer-L&auml;nder fallen dann weg. In M&uuml;nchen wird dies noch von der Furcht der CSU beschleunigt, im Wahljahr als herzlos dazustehen&hellip;<br>\nBildung ist demnach eine Art Ware, f&uuml;r die der studentische Kunde gef&auml;lligst beim Konzern Hochschule investiert. Dieser Gedanke war jedoch nie gesellschaftlich mehrheitsf&auml;hig &ndash; so wurden mit dem Thema in Nordrhein-Westfalen und andernorts Wahlk&auml;mpfe gewonnen, deswegen haben auch 1,3 Millionen Bayern f&uuml;r das Ende der Geb&uuml;hren unterschrieben.<br>\nDie Abschaffung der Studienbeitr&auml;ge ist ein wichtiger Baustein zur Bildungsgerechtigkeit &ndash; wenn auch nur ein kleiner&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/abschaffung-der-studiengebuehren-bildung-als-ware-war-einmal-1.1588562\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>TV-Tipps:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Lobbyismus &ndash; die Macht der Einfl&uuml;sterer<\/strong><br>\nDie Politik ist heute umgeben von einem feinen Netz der Einflussnahme. Lobbyisten jedweder Couleur dr&auml;ngen mit Macht und Geld, Gesetze in ihrem Sinne zu gestalten. Allen voran die Finanzindustrie.<br>\nUnd so bringt jeder seine Lobby-Gruppe in Br&uuml;ssel in Stellung, hinter den Kulissen wird gefeilscht und gerungen um jeden Prozentpunkt oder jedes Gramm. Und siegt am Ende derjenige, der die besseren Lobbyisten ins Rennen geschickt hat? Oder werden die Regeln, die Br&uuml;ssel eines Tages festlegen wird, das Ergebnis sachlicher und unabh&auml;ngiger Arbeit sein?<br>\nZunehmend stehen Politiker in der Kritik, in einem Netz von Strippenziehern verfangen zu sein. Nicht nur die Finanzwirtschaft, auch die Energie- und Pharmabranche sowie die Autoindustrie stehen unter dem Generalverdacht, in Berlin und Br&uuml;ssel die Klinken zu putzen und politische Entscheidungen zu beeinflussen.<br>\nBrauchen Politiker heute die Hilfe dieser Einfl&uuml;sterer, weil unsere Welt immer komplizierter wird? Ist Lobby-Arbeit etwa ein notwendiges &Uuml;bel der Demokratie? Oder schadet Lobbyismus der Allgemeinheit, weil er r&uuml;cksichtslos Einzelinteressen durchsetzt? Eines ist gewiss: Lobbyismus hat Konjunktur, nicht nur in Berlin, sondern auch in Br&uuml;ssel.<br>\nSendung am Freitag, den 01.02.2013 um 21.00 Uhr auf 3sat<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/boerse\/magazin\/167321\/index.html\">3sat<\/a><\/li>\n<li><strong>Macht und Marionette &ndash; Wie ein Banker einen Politiker steuert<\/strong><br>\nStefan Mappus, damaliger Ministerpr&auml;sident von Baden-W&uuml;rttemberg, hat fast im Alleingang Ende 2010 ein EnBW-Aktienpaket von 112,5 Millionen Aktien gekauft. Wie sich herausstellte, war das kein gutes Gesch&auml;ft f&uuml;r den Steuerzahler: Bis zu einer Milliarde Euro hat das EnBW-Aktienpaket schon an Wert verloren. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft.<br>\nSendung am Freitag, den 1. Februar 2013, 20.15 Uhr auf 3sat<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/ard\/dokumentationen\/167279\/index.html\">3sat<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Erg&auml;nzung und Anmerkung zum Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16045\">100% Spitzensteuersatz? Was f&uuml;r eine Schnapsidee!<\/a>&ldquo;<\/strong><br>\nWir wurden von Lesern darauf aufmerksam gemacht, dass der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Linken, Matthias H&ouml;hn, die von der Mitteldeutschen Zeitung publizierte Meldung &uuml;ber den 100%-Steuersatz als Ente bezeichnet. Auf seiner Facebook-Seite schreibt er:\n<blockquote><p>&bdquo;Die in den Medien zitierte Formulierung ist eine Forderung gegen&uuml;ber den Unternehmen, die Geh&auml;lter ihrer Spitzenleute maximal auf das 40fache des gesellschaftlichen Minimums zu begrenzen. Das w&auml;ren im Moment etwa 40.000 Euro.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch Katja Kipping rudert zur&uuml;ck und <a href=\"http:\/\/tagesschau.de\/inland\/linksparteisteuern102.html\">weist den Artikel der Mitteldeutschen Zeitung zur&uuml;ck<\/a>.<br>\nWenn dem denn so sein sollte, stellen sich hier nat&uuml;rlich weitere Fragen. Wie, wenn nicht &uuml;ber das Steuersystem, will man eine Geh&auml;lterkappung durchsetzen? Und bez&uuml;glich der Steuereinnahmen muss man sich auch die Frage stellen, warum Geh&auml;lter oberhalb von 40.000 Euro pro Monat &uuml;berhaupt gekappt werden sollen, wenn man sie &uuml;ber eine Reichensteuer i.H.v. 75% genauso gut gesellschaftlich sinnvoll besteuern k&ouml;nnte? Nach Adam Riese bringt es dem Staat mehr, wenn er den &uuml;ber dem Maximum liegenden Satz eines Monatsgehalt von 100.000 Euro mit 75% besteuert, als wenn er Regulierungen durchsetzt, die Geh&auml;lter in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung verbietet. Von <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/katja-kipping-im-gespraech-40-000-euro-im-monat-sind-genug-11788075.html\">Katja Kipping wird die Forderung nach einer 100%-Steuer<\/a> jedenfalls vorgetragen. Und wenn diese Schnappsidee nicht ihren Weg ins Wahlprogramm findet, ist dies ohne Zweifel eine gute Nachricht.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16055","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16055","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16055"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16055\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16061,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16055\/revisions\/16061"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16055"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16055"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16055"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}