{"id":16119,"date":"2013-02-08T08:54:41","date_gmt":"2013-02-08T07:54:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119"},"modified":"2013-02-08T08:54:41","modified_gmt":"2013-02-08T07:54:41","slug":"hinweise-des-tages-1814","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weitelesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h01\">Alexis Tsipras: Unsere L&ouml;sung f&uuml;r Europa &ndash; ein Vorschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h02\">Schavan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h03\">Wie ein Skandal gemacht wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h04\">Inflation? Verbieten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h05\">H&auml;tte Steinbr&uuml;ck Rezept gegen Eurokrise, h&auml;tte er in Griechenland &uuml;ber Deutschland gesprochen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h06\">Studie: Zahl der Rentner im Job hat sich verdoppelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h07\">Wider die Kleinstaaterei &ndash; Verm&ouml;gen besteuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h08\">Sichere Arbeitspl&auml;tze machen sich bezahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h09\">Junge Erwachsene: Ungelernte brauchen besondere F&ouml;rderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h10\">Einmal mehr wegen unbezahlten L&ouml;hnen: Sogar Comic-Figuren demonstrieren f&uuml;r chinesische Wanderarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h11\">Wie gro&szlig; ist die Einkommenskluft wirklich? Chinas Gini-Koeffizient l&auml;sst Rufe nach einer Reform der Einkommensverteilung wach werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h12\">Die neue Wohnungsfrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h13\">&bdquo;Goldfingern&ldquo; geht es an den Kragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h14\">Die Macht der Lobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h15\">EU plant Propaganda-Patrouille<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119#h16\">Zu guter Letzt: &bdquo;Stuttgart 21 &ndash; Abgr&uuml;nde eines Bahnhofsbaus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16119&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Alexis Tsipras: Unsere L&ouml;sung f&uuml;r Europa &ndash; ein Vorschlag<\/strong><br>\nAuf einem Sondergipfel in London beschlie&szlig;en 21 Staaten, ihre Forderungen in Bezug auf den Schuldendienst an die tats&auml;chliche Leistungsf&auml;higkeit ihres Partnerlands anzupassen. Sie streichen 60 Prozent der deutschen Schulden, gew&auml;hren dem Land ein f&uuml;nfj&auml;hriges Zahlungsmoratorium (von 1953 bis 1958) und verl&auml;ngern die R&uuml;ckzahlungsfrist um 30 Jahre. &Uuml;berdies f&uuml;hren sie eine Art Nachhaltigkeitsklausel ein: Demnach muss Deutschland nicht mehr als ein Zwanzigstel seiner Exporteinnahmen f&uuml;r den Schuldendienst aufwenden. Diese Entscheidung Europas war also das genaue Gegenteil des Versailler Vertrags von 1919 und legte damit die Grundlage f&uuml;r die wirtschaftliche Entwicklung Westdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg.<br>\nNichts anderes fordert heute die Koalition der radikalen Linken (Syriza). Wir sollten darangehen, all die kleinen Versailler Vertr&auml;ge, die Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble den europ&auml;ischen Schuldnerstaaten aufgezwungen haben, wieder r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen. Lassen wir uns also von jenem gro&szlig;en Tag inspirieren, an dem das Nachkriegseuropa so viel Weitsicht wie selten unter Beweis gestellt hat.<br>\nDie verschiedenen Rettungsprogramme f&uuml;r die s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder sind gescheitert. Sie haben ein Fass ohne Boden hinterlassen, das zu f&uuml;llen die Steuerzahler aufgefordert sind. Noch nie war es so dringlich wie jetzt, eine globale, solidarische und dauerhafte L&ouml;sung f&uuml;r das Schuldenproblem zu finden. Umso unverst&auml;ndlicher ist es, wenn diese L&ouml;sung auf eine Weise vertagt werden soll, die der deutschen Bundeskanzlerin ihre Wiederwahl sichert &hellip;<br>\nEntsprechend sind unsere Forderungen f&uuml;r Griechenland:\n<ul>\n<li>eine erhebliche Reduzierung des Nominalwerts der &ouml;ffentlichen Gesamtverschuldung;<\/li>\n<li>ein Schuldendienstmoratorium, das finanzielle Mittel freimacht, um die Konjunktur anzukurbeln;<\/li>\n<li>die Einf&uuml;hrung einer &ldquo;Nachhaltigkeitsklausel&rdquo;, um zu verhindern, dass der Schuldendienst die wirtschaftliche Erholung schon im Keim erstickt;<\/li>\n<li>die Rekapitalisierung der Banken, wobei die entsprechenden Summen nicht auf die griechische Staatsverschuldung angerechnet werden d&uuml;rfen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Ma&szlig;nahmen m&uuml;ssen mit Reformen einhergehen, die auf eine gerechtere Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen zielen. Die Krise zu beenden hei&szlig;t, mit der Vergangenheit zu brechen, die ihre Entstehung erst erm&ouml;glicht hat. Und das wiederum hei&szlig;t, f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit zu k&auml;mpfen, f&uuml;r gleiche Rechte, f&uuml;r mehr Transparenz in Politik und Finanzen &ndash; kurz: f&uuml;r mehr Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/02\/08.mondeText1.artikel,a0059.idx,17\">Le Monde diplomatique<\/a><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Niels Kadritzke: Syriza &ndash; Regierungspartei im Wartestand?<\/strong><br>\nAngesichts dieser Bilanz der diskreditierten Systemparteien Nea Dimokratia (ND) und Pasok gilt die Syriza (Koalition der radikalen Linken) seit Herbst 2012 in Athen als &ldquo;Regierung im Wartestand&rdquo;. Die Partei mit dem jugendlich-charismatischen Vorsitzenden Alexis Tsipras konnte ihren W&auml;hleranteil seit 2009 in nur drei Jahren von 4,6 auf 26,9 Prozent erh&ouml;hen. Bei den letzten Wahlen vom Juni 2012 lag sie nur noch 3 Prozent hinter der konservativen ND. Ende des Jahres hatte sie diese in Umfragen sogar knapp &uuml;berfl&uuml;gelt.<br>\nDennoch sind die Syriza und Tsipras noch weit von der Macht entfernt. Das hat mehrere Gr&uuml;nde. Erstens sind Wahlen nicht in Sicht. Da die Koalitionsregierung Samaras (aus ND, Pasok und der linkssozialdemokratischen Dimar) heute leidlich konsolidiert ist, sind vorgezogene Neuwahlen nicht zu erwarten. Schon deshalb hat Tsipras mit seiner Ank&uuml;ndigung vom November, die Syriza werde &ldquo;schon bald die Regierung in Griechenland stellen&rdquo;, den Mund zu voll genommen.<br>\nWichtiger ist der zweite Grund: Die Syriza ist derzeit noch nicht &ldquo;mehrheitsf&auml;hig&rdquo;, weil sie die unvermeidliche Entwicklung von der reinen Protestpartei zur linken Sammlungspartei noch nicht abgeschlossen hat. Dass auch viele ihrer Anh&auml;nger das so sehen, lassen einige Umfragen erkennen: Die meisten der 2012 dazugewonnenen Syriza-W&auml;hler haben nicht aus ideologisch-programmatischen Gr&uuml;nden f&uuml;r die &ldquo;radikale Linke&rdquo; gestimmt. Nur 10 Prozent nannten als Hauptmotiv das Wahlprogramm, gar nur 9 Prozent die Ablehnung der strengen Sparpolitik. Dagegen verwiesen 74 Prozent auf Motive wie dem Wunsch nach Wechsel oder der Abstrafung der Systemparteien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/02\/08.mondeText1.artikel,a0058.idx,18\">Le Monde diplomatique<\/a><\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> Das vollst&auml;ndige Inhaltsverzeichnis der neuen Ausgabe der Le Monde diplomatique <a href=\"http:\/\/monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">finden sie hier<\/a>.<br>\nAm Freitag, den 8. Februar liegt die Zeitung der taz.die tageszeitung bei.<br>\nAb dem 9. Februar gibt es Le Monde diplomatique separat am Kiosk.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schavan<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Guttenberg und Schavan: die Doktoren der Herzen<\/strong><br>\nPromotion und Honorarprofessuren als Spielwiesen f&uuml;r Politiker<br>\nChapeau f&uuml;r die Philosophische Fakult&auml;t der Universit&auml;t D&uuml;sseldorf! Nachdem die noch amtierende Bildungsministerin ihre Untergebenen in der Allianz der Wissenschaftsorganisationen und befreundeten Medien auf die Heinrich-Heine-Universit&auml;t loslie&szlig;, hatte ich bef&uuml;rchtet, dass die Universit&auml;t letztendlich einknicken w&uuml;rde. Wer will sich mit der Bildungsministerin anlegen, nur um minimale wissenschaftliche Standards zu halten? Wer will die Rage der CDU herausfordern, nur weil jemand bei der Doktorarbeit geschummelt hat? Jetzt wissen wir es: In D&uuml;sseldorf gibt es Wissenschaftler mit Charakter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/38\/38522\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Moderator Claus Kleber lag im Heute Journal vom 6. Januar 2013 lag ziemlich daneben. &bdquo;Wenn Annette Schavan ihren Doktorvater damals vor 33 Jahren im Affekt umgebracht h&auml;tte, statt fragw&uuml;rdige Zitate in ihre Doktorarbeit zu mogeln, dann w&auml;re das Verbrechen inzwischen verj&auml;hrt&ldquo;, begann Kleber seine Moderation und legte nach: &bdquo;Das Weglassen von G&auml;nsef&uuml;&szlig;chen verj&auml;hrt nie.&ldquo; Wollte Kleber mit seinem fragw&uuml;rdigen Vergleich (der nicht von ihm stamme, wie er bemerkte) die Deutungshoheit &uuml;ber deutsche Stammtische erobern und Stimmung machen? Auch im Interview mit Prof. Bernhard Kempen, Pr&auml;sident Deutscher Hochschulverband, wirkte Kleber d&uuml;nnh&auml;utig und aggressiv, versuchte durch seine Fragen u. a. der Universit&auml;t D&uuml;sseldorf den Schwarzen Peter zuzuschieben, weil sie bzw. der Doktorvater vor 33 Jahren nicht aufgepasst habe. Kempen blieb sachlich, damit bekleckere sich keine Institution mit Ruhm, doch technische Hilfsmittel erleichtern heute das Aufsp&uuml;ren solcher Plagiate, so seine Replik.<br>\nDie jetzt aufgeflogene T&auml;uschung des Doktorvaters wird vermutlich das j&auml;he Ende der politischen Karriere der Bildungsministerin einleiten. Einmal unterstellt, der Mo(r)derator hat sich sachkundig gemacht &uuml;ber den Fall Schavan &ndash; dann dient sein hinkender Vergleich &ndash; Mord versus Weglassen von G&auml;nsef&uuml;&szlig;chen &ndash; nur einem Ziel: Die offensichtlichen Mogeleien von Bildungsministerin Annette Schavan gegen&uuml;ber einer breiten &Ouml;ffentlichkeit zu bagatellisieren. Damit liegt der ZDF-Moderator ganz auf der Linie der CDU-Bildungsministerin, die wenige vor der Entscheidung in D&uuml;sseldorf ein paar &bdquo;Fl&uuml;chtigkeitsfehler&ldquo; einr&auml;umte, damit Fehler oder Fehlverhalten ebenfalls unter den Teppich zu kehren versuchte.<br>\nFest steht: Eine Mogelei ist nach 33 Jahren immer noch eine Mogelei, auch bei Prominenten. Die Promotionsordnung enth&auml;lt klare Vorgaben zum Erstellen einer Doktorarbeit, das Einhalten wissenschaftlicher Standards (dazu geh&ouml;ren &bdquo;G&auml;nsef&uuml;&szlig;chen&ldquo;) und Sanktionen bei Verst&ouml;&szlig;en. Die Universit&auml;t D&uuml;sseldorf musste pr&uuml;fen. Sie hat nach meiner Beobachtung die Ministerin behandelt wie jeden promovierten Akademiker, dem Fehler unterlaufen sind oder der beim Schummeln erwischt wurde. Sie hat der Bildungsministerin keine Extrawurst gebraten (kein gefordertes Zweitgutachten erstellen lassen), vielmehr ihre Dissertation ohne R&uuml;cksicht auf das Ansehen und Namen der Person gepr&uuml;ft. Das Ergebnis ist eindeutig, der Gutachter stellte eine &bdquo;t&auml;uschende Absicht&ldquo; fest, jetzt hat der Fakult&auml;tsrat mit gro&szlig;er Mehrheit einen Beschluss zum Entzug der Doktorw&uuml;rde gef&auml;llt.<br>\nWenn Claus Kleber durch seinen fragw&uuml;rdigen Vergleich und seinen Interviewstil den Eindruck vermittelt, nach 33 Jahren sei eine solche Entscheidung nicht mehr zul&auml;ssig, auch angesichts der tats&auml;chlichen oder vermeintlichen Verdienste der CDU-Ministerin (auch daran gibt es Zweifel), dann unterliegt der Moderator einem &auml;hnlichen Irrtum wie Angela Merkel im Fall KT zu Guttenberg (&bdquo;Ich habe keinen wissenschaftlichen Mitarbeiter eingestellt&ldquo;). Die Universit&auml;t hat die wissenschaftliche Leistung gepr&uuml;ft, nicht das politische Wirken. Und: Annette Schavan hat ihren Doktortitel trotz und nicht wegen ihres Ministeramtes verloren.<br>\nRespekt, Universit&auml;t D&uuml;sseldorf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Leserbrief unseres Lesers A.G.<\/strong><br>\nLiebes Team der NachDenkSeiten,<br>\nin der Presse finden sich zum Fall von Ministerin Schavan nahezu ausschlie&szlig;lich oberfl&auml;chliche Diskussionsans&auml;tze.<br>\nDass eine vertiefte Auseinandersetzung mit wissenschaftsrechtlichen Fragen der T&auml;uschung weitgehend ausbleibt, ist nur die eine Sache.<br>\nDaneben m&uuml;sste Fall weit mehr Anlass geben, grunds&auml;tzliche Fragen zur Doktorandenbetreuung an deutschen Universit&auml;ten zu stellen.<br>\nSchavan ist offenbar ein Beispiel f&uuml;r Betreuungsversagen auf allen Ebenen der Erstellung einer Dissertation:<br>\n1. Die Themenauswahl. Dass ein Betreuer in den Erziehungswissenschaften, dazu noch in einem Direktpromotionsverfahren einer Mittzwanzigerin, eine Arbeit &ldquo;zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung&rdquo; (vgl. den Untertitel der Arbeit) annimmt, muss zumindest arg verwundern. Dieses Thema w&auml;re selbst f&uuml;r eine Habilitationsschrift zu breit, ist aber f&uuml;r eine Dissertation g&auml;nzlich ungeeignet. Daf&uuml;r gibt es mehrere Gr&uuml;nde. Einmal muss die schiere Masse der Literatur, mit der sich der Doktorand auseinandersetzen muss, bereits den zeitlichen Rahmen sprengen, der f&uuml;r eine Dissertation zur Verf&uuml;gung steht. Auch ist das Thema zu schwierig, ist doch &ldquo;die Gewissensbildung&rdquo; in dieser allgemeinen Fragestellung ein so komplexer, die Grenzen gleich mehrerer Fachdisziplinen (z.B. allgemeine Psychologie, Enwicklungspsychologie, Neuropsycholgie, diverse Teildisziplinen der p&auml;dagogischen Wissenschaften, vielleicht der Philosophie, insbesondere der Ethik) ber&uuml;hrerender Gegenstand, dass ein Doktarand ihn selbst bei Hochbegabung kaum voll erfassen und dann in einer eigenst&auml;ndigen Bearbeitung (!) nicht nur darstellen, sondern ihm auch noch eigene Thesen hinzuf&uuml;gen kann, die wiederum dem kritischen Auge gleich mehrerer &ldquo;Fachwelten&rdquo; standhalten m&uuml;ssen. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16116\">Leserbrief<\/a><\/li>\n<li><strong>Person und Gewissen &ndash; Schnelle Worte zu einem langen Abschied<\/strong><br>\nDas d&uuml;mmste Argument des Schavanismus ist das der Zeit: In den fr&uuml;hen 70er Jahren h&auml;tte es nicht so klare Regeln wie heute gegeben. Da lachen nicht nur die linken H&uuml;hner &ndash; zu einer Zeit, als der Bund Freiheit der Wissenschaft den Qualit&auml;tsverfall der deutschen Universit&auml;t als Folge von &bdquo;68&ldquo; beklagte, will eine junge, aufstrebende Christdemokratin von der Laxheit akademischer Regelauslegung profitiert haben! Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die Korruption der Universit&auml;t durch Macht und akademisch-politische Kumpanei ist viel &auml;lter als Frau Schavan. Noch in den 20er und fr&uuml;hen 30er Jahren konnte man in Westeuropa mit d&uuml;nnen Arbeiten promovieren und habilitieren, die heute kaum angenommen w&uuml;rden. Von 1933 bis 1945 haben an deutschen Universit&auml;ten Leute promoviert und habilitiert, die in ihren Arbeiten mit der nationalsozialistischen Weltanschauung konform gingen. Diese akademischen Respektspersonen durften im nachnationalsozialistischen Deutschland nicht nur ihre Titel behalten, sondern in &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit auch ihre Lehrst&uuml;hle. Ohne die R&uuml;ckendeckung der Politik w&auml;re die Restauration der deutschen Hochschulen nach 1945 nicht m&ouml;glich gewesen. Unter den Politikern des durch Kollaboration oder gar aktiv am Nationalsozialismus besch&auml;digten B&uuml;rgertums wurde es Mode, sich mit akademischen Doktortiteln zu schm&uuml;cken: Gern lie&szlig; sich ein Herr Dr. Strau&szlig; und sp&auml;ter ein Herr Dr. Kohl ank&uuml;ndigen. Kohl hatte in Heidelberg die um Renommee bem&uuml;hte junge Politikwissenschaft studiert und auch promoviert. Seine 1958 angenommene und inzwischen verschwundene Arbeit &bdquo;Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945&ldquo;, ist so d&uuml;nn, dass sie sich kaum heften l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/faustkultur.de\/kategorie\/gesellschaft\/detlev-claussen-zerpflueckt-die-argumente-der-schavanverteidiger.html#.URQuY2dZO7D\">faust<\/a><\/li>\n<li><strong>Schavan ist ein sp&auml;tes Opfer des SPD-Bildungswahns<\/strong><br>\nIn den Siebzigerjahren wurden P&auml;dagogische Hochschulen zu Universit&auml;ten erkl&auml;rt. So war der Zeitgeist. Annette Schavan ist auch Opfer sozialdemokratischer Bildungspolitik und ihrer Wahnvorstellungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/article113455288\/Schavan-ist-ein-spaetes-Opfer-des-SPD-Bildungswahns.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Welt hat endlich die ultimative Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Freispruch von Schavan gefunden: Sie ist unschuldiges Opfer der Sozialdemokraten. Sie haben ihr mit ihrer Bildungspolitik eine b&ouml;se Falle gestellt und &uuml;ben damit sp&auml;te Rache an ihr.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie ein Skandal gemacht wird<\/strong><br>\nFNP-Chefredakteur Rainer M. Gefeller &uuml;ber ein Interview mit dem hessischen FDP-Chef J&ouml;rg-Uwe Hahn und seine Folgen.<br>\nJ&ouml;rg-Uwe Hahn, hessischer FDP-Chef und Integrationsminister, hat unserer Zeitung ein Interview gegeben &ndash; und pl&ouml;tzlich hagelt es Vorw&uuml;rfe: Rassismus wird ihm unterstellt, Stillosigkeit, und einer fordert sogar seinen R&uuml;cktritt. Wir erleben ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber die Entstehung eines Skandals.<br>\nSp&auml;ter Nachmittag in der Zentralredaktion der Frankfurter Neuen Presse, Frankenallee, 3. Stock. J&ouml;rg-Uwe Hahn sitzt am Newsdesk, ein Dutzend Redakteure und sein Parteisprecher sitzen drum rum. Der Minister wirkt entspannt wie lange nicht mehr, plaudert &uuml;ber die zu erwartenden Erfolge seiner Partei bei der Landtagswahl im September und dar&uuml;ber, dass die FDP sich wieder berappelt habe, nicht zuletzt, weil die l&auml;stigen Personaldebatten ausgestanden seien. Die Passage, die nun die Erregungswogen hochtrieb, im Wortlaut:<br>\nFrage: Wie soll die Zugkraft der Partei aber entstehen, wenn es mit Br&uuml;derle als Spitzenkandidaten und R&ouml;sler als Vorsitzenden zwei Personen gibt, die sich nicht sonderlich verstehen?<br>\nHahn: Indem sie sich zusammenraufen und das gemeinsam machen.<br>\nFrage: Ist die Debatte um R&ouml;sler beendet?<br>\nHahn: Ja. Wir werden sicherlich noch eine kleine Personalsdebatte bekommen &uuml;ber die Frage der Besetzung des FDP-Pr&auml;sidiums auf Bundesebene auf dem Sonderparteitag Anfang M&auml;rz. Also, ob Herr Niebel und Herr Kubicki etwa noch mal eine Rolle spielen. Bei Philipp R&ouml;sler w&uuml;rde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch l&auml;nger zu akzeptieren.&ldquo;<br>\nEinen rassistischen Zungenschlag hat die Redakteurs-Runde in diesen S&auml;tzen nicht wahrgenommen, ganz im Gegenteil: Die Kollegen verstanden die &Auml;u&szlig;erung des FDP-Manns als Hinweis darauf, dass die deutsche Gesellschaft heute hoffentlich so weit sei, auch Menschen nicht-deutscher Herkunft in politische Verantwortung zu w&auml;hlen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fnp.de\/fnp\/region\/hessen\/wie-ein-skandal-gemacht-wird_rmn01.c.10459176.de.html\">Frankfurter Neue Presse<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/rhein-main\/fdp-roesler---hahn-hahn-holt-zum-tiefschlag-gegen-roesler-aus,1472796,21681174,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es d&uuml;rfte genug Gr&uuml;nde f&uuml;r unsere Gesellschaft geben, R&ouml;sler nicht mehr als Wirtschaftsminister und Vize-Kanzler zu akzeptieren &ndash; sein asiatisches Aussehen und sein Geburtsland Vietnam d&uuml;rfen die geringste Rolle spielen. Und es gibt genug Gr&uuml;nde f&uuml;r die hessische Gesellschaft, den so genannten Integratonsminister und stellvertretenden Ministerpr&auml;sidenten J&ouml;rg Uwe Hahn in keinem politischen Amt mehr zu akzeptieren.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Philipp R&ouml;sler und seine Herkunft:  Ein Satz wie ein Hammerschlag<\/strong><br>\nDie FDP k&auml;mpft derzeit an vielen Fronten, trotzdem macht Hessens Justizminister J&ouml;rg Uwe Hahn eine neue auf: In einem Interview stellt er die provokante Frage, ob &ldquo;unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch l&auml;nger zu akzeptieren.&rdquo; Eine Antwort darauf bleibt er selbst schuldig &ndash; und hinterl&auml;sst stattdessen eine Menge Fragen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/philipp-roesler-und-seine-herkunft-ein-satz-wie-ein-hammerschlag-1.1594465\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fnp.de\/fnp\/print_rmn01.c.10457686.de.htm\">fnp.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Schade, dass ein hochrangiger FDP-Politiker eines der wenigen Alleinstellungsmerkmale liberaler Aufgekl&auml;rtheit demontiert: einem schwulen Parteivorsitzenden einen farbigen Vorsitzenden folgen zu lassen, der gerade nach der Niedersachsenwahl ein machtpolitisches Gesellenst&uuml;ck in fast machiavellistischer Manier ablieferte und die Konkurrenten Br&uuml;derle und Niebel alt aussehen lie&szlig;. Nat&uuml;rlich war das in seiner Eleganz nicht unbedingt deutsch, daf&uuml;r stehen eher die genannten Herren, sondern Raffinesse, die wir eher Franzosen oder Italienern zuschreiben.  Wenn er jetzt noch diese etwas sehr deutschen verungl&uuml;ckten Witze lassen k&ouml;nnte und vielleicht etwas getragener, weniger &uuml;berhastet sprechen w&uuml;rde, k&ouml;nnte er sich durchaus einem staatsm&auml;nnischen Gestus n&auml;hern. Mal abgesehen von der politisch kaum erkennbaren Linie seiner Partei: Er kann Vizekanzler.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Inflation? Verbieten!<\/strong><br>\nDie FDP will den Schutz vor Inflation im Grundgesetz verankern. Warum schreibt sich Deutschland nicht gleich ein hohes Wirtschaftswachstum ins Grundgesetz? Oder Vollbesch&auml;ftigung? Oder Luxus f&uuml;r alle?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/fdp-inflation--verbieten-,1472780,21672756,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Prinzipiell ist den Ausf&uuml;hrungen in der Frankfurter Rundschau nichts hinzuzuf&uuml;gen &ndash; au&szlig;er, dass sich die FDP als selbst ernannte Partei der Wirtschaftskompetenz selbst disqualifiziert. Allerdings d&uuml;rfte die Mehrheit der Menschen kaum Ahnung von solchen wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Feinheiten haben, was der FDP sieben Monate vor der Bundestagswahl sogar noch Pluspunkte verschaffen k&ouml;nnte. Sch&uuml;tteln Sie nicht den Kopf. F&uuml;r Viele, die schon die Schuldenbremse f&uuml;r sinnvoll halten, d&uuml;rfte die Inflationsbremse eine tolle Idee sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eurokrise\/Steinbr&uuml;ck: H&auml;tte Steinbr&uuml;ck Rezept gegen Eurokrise, h&auml;tte er in Griechenland &uuml;ber Deutschland gesprochen<\/strong><br>\n&ldquo;SPD-Kanzlerkandidat in Athen: Steinbr&uuml;ck, der Barmherzige&rdquo;, titelt Spiegel online heute fr&uuml;h. &ldquo;Mehr Zeit, mehr R&uuml;cksicht, mehr Anerkennung&rdquo;, soll Steinbr&uuml;ck bei seinem Besuch in Athen f&uuml;r Griechenland gefordert haben. Dass ein f&uuml;hrender deutscher Politiker &ndash; ob in der Regierung oder in der Opposition &ndash; die menschliche Dimension der brutalen Ausgabenk&uuml;rzungen thematisiert und R&uuml;cksicht verlangt, ist alles, nur nicht selbstverst&auml;ndlich und daher anerkennenswert. Man denke demgegen&uuml;ber nur an die Auslassungen von Andrea Nahles. Ein Rezept f&uuml;r die Eurokrise hat Steinbr&uuml;ck damit aber noch lange nicht.<br>\n&ldquo;Das Land braucht mehr Zeit, um seine Staatsfinanzen wieder in Ordnung zu bringen&rdquo;, zitiert Spiegel online den SPD-Kanzlerkandidaten von seinem Aufenthalt in Athen. Den wirtschaftspolitischen Kurs, der nicht nur Griechenland und andere Eurol&auml;nder in tiefe Depression gest&uuml;rzt hat, sondern auch die Eurozone insgesamt in die Rezession, stellt aber auch Steinbr&uuml;ck nicht in Frage. &ldquo;Stets stimmt er die gleiche Melodie an&rdquo;, berichtet Spiegel online aus Athen, &ldquo;Reformen und Sparanstrengungen ja.&rdquo; Die einzige Einschr&auml;nkung Steinbr&uuml;cks: &ldquo;Aber man soll es bitte nicht &uuml;bertreiben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/02\/07\/eurokrisesteinbruck-hatte-steinbruck-rezept-gegen-eurokrise-hatte-er-in-griechenland-uber-deutschland-gesprochen\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Studie: Zahl der Rentner im Job hat sich verdoppelt<\/strong><br>\nDer Ruhestand ist f&uuml;r viele Rentner keiner: Die Zahl der Erwerbst&auml;tigen im Rentenalter steigt rasant. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaft.t-online.de\/studie-zahl-der-rentner-im-job-hat-sich-verdoppelt\/id_62061542\/index\">dpa &uuml;ber T-Online-News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Wie DIW-Experte Brenke zu der Meinung kommt, zwei Drittel der Alten k&auml;men auch ohne die zus&auml;tzliche Erwerbst&auml;tigkeit finanziell zurecht, bleibt sein Geheimnis. Passend dazu die Bildunterschrift am Beginn des Artikels: &bdquo;Viele Senioren arbeiten, obwohl sie es nicht m&uuml;ssen.&ldquo; Und nat&uuml;rlich zeigt das Foto eine vor Vitalit&auml;t spr&uuml;hende Seniorin, die sich scheinbar nichts Sch&ouml;neres vorstellen kann, als in ihrem Ruhestand &bdquo;zum Vergn&uuml;gen&ldquo; zu arbeiten. Ein klassisches Beispiel wie Meinungen manipuliert werden. Deutschland selig Rentnerland!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wider die Kleinstaaterei &ndash; Verm&ouml;gen besteuern<\/strong><br>\nDie Landesregierungen von Bayern und Hessen wollen gegen den L&auml;nderfinanzausgleich vor dem Bundesverfassungsgericht klagen. Als Anbeter der Schuldenbremse argumentieren sie: Weil sie Berlin und das Saarland aushalten m&uuml;ssen, laufen die Bundesl&auml;nder Bayern und Hessen Gefahr, zum Ende des Jahrzehnts gegen das dann geltende Neuverschuldungsverbot zu versto&szlig;en. Zumal ein Blick auf die hier besonders d&uuml;rftige Versorgung mit Kitapl&auml;tzen zeige, dass der Dienst am B&uuml;rger l&auml;ngst vernachl&auml;ssigt wird. Schlie&szlig;lich h&auml;tten auch die Menschen im S&uuml;dwesten Deutschlands einen Anspruch auf die vom Grundgesetz verlangte Gleichwertigkeit der Lebensverh&auml;ltnisse. Ist die Klage also berechtigt? Nein, und zwar aus mehreren Gr&uuml;nden: So ist es nicht nur der L&auml;nderfinanzausgleich, &uuml;ber den eine Umverteilung von finanzst&auml;rkeren zu finanzschw&auml;cheren L&auml;ndern organisiert wird. Auch die Umsatzsteuer als gr&ouml;&szlig;te Steuerquelle des Staates wird umverteilt. In diesem Ausgleichssystem ist Nordrhein-Westfalen das gr&ouml;&szlig;te von insgesamt acht Geberl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++ad0f2ff4-713d-11e2-8425-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sichere Arbeitspl&auml;tze machen sich bezahlt<\/strong><br>\nOb in Giessereien, auf dem Bau oder in Chemiebetrieben &ndash; einige Arbeitnehmer setzen sich t&auml;glich erheblichen Gefahren aus. Am verheerendsten enden aber oft die Situationen im Berufsalltag, bei denen man keine Gefahr erwartet hat. Risiken auf Baustellen sind Bischofbergers Beruf, er leitet den Bereich Arbeitssicherheit bei Implenia, dem gr&ouml;ssten Arbeitgeber im Schweizer Bauwesen. Insgesamt 36 Mitarbeiter k&uuml;mmern sich darum, dass die 4000 Angestellten, die beim Bauunternehmen im gewerblichen Bereich angestellt sind, m&ouml;glichst sicher arbeiten k&ouml;nnen. Um die Baustellen sicherer zu machen, m&uuml;ssen die Arbeitnehmer von Implenia Infra einerseits Sicherheitstrainings absolvieren; andererseits besuchen Bischofberger und seine Kollegen regelm&auml;ssig die Baustellen und weisen auf Gefahrenherde hin. Helfen statt strafen sei dabei ganz wichtig; der Bauleiter solle sich nicht &uuml;berwacht f&uuml;hlen. Doch auch wenn die Zahl der Berufsunf&auml;lle j&auml;hrlich abnimmt, stehen Sicherheit und Kosten auch heute noch in einem Zielkonflikt zueinander. Wer eine Baustelle wirklich gut absichern will, braucht mehr Zeit und ist somit teurer als die Konkurrenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/nzz_equity\/sichere-arbeitsplaetze-machen-sich-bezahlt-1.17985489?extcid=Newsletter_07022013_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Artikel bezieht sich auf die Schweiz, &Auml;hnliches d&uuml;rfte allerdings auch hierzulande gelten. Interessant ist, dass in diesen Artikel der Arbeitsschutz als Kostenfaktor angesehen wird, d.h. ein Zielkonflikt zwischen Arbeitssicherheit und Kosten dieser Sicherheit besteht, auch wenn der Artikel zu vermitteln sucht, dass eben auch durch Unfall ausgefallene Arbeiter kosten. Es mag zynisch sein, aber das h&auml;ngt wohl vor allem von der Qualifikation des Arbeiters ab. &ndash; Die ILO sch&auml;tzt, dass jedes Jahr weltweit rund 2,3 Millionen Frauen und M&auml;nner durch arbeitsbezogene Unf&auml;lle oder Krankheiten sterben, dies entspricht mehr als 6000 Todesf&auml;llen pro Tag. Weltweit kommt die ILO auf rund 340 Millionen Arbeitsunf&auml;lle und 160 Millionen Opfer arbeitsbedingter Erkrankungen <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/public\/english\/region\/eurpro\/moscow\/areas\/safety\/statistic.htm\">j&auml;hrlich<\/a>.<br>\nDie NDS haben bereits des &Ouml;fteren darauf hingewiesen, dass nicht nur niedrige L&ouml;hne, sondern auch niedrige Umweltstandards und auch geringere Standards zur Arbeitssicherheit einen Kostenfaktor darstellen, der in der Standortkonkurrenz eine Rolle spielt, von der auch deutsche Unternehmen  z.B. in China profitieren. Dies m&uuml;sste sich in der Zahl t&ouml;dlicher Arbeitsunf&auml;lle niederschlagen. Im Jahr 2003 (neuere Daten hat die ILO nicht) betrug die Rate t&ouml;dlicher Berufsunf&auml;lle in Deutschland 2,5 pro 100.000 Besch&auml;ftigte. In China betrug sie 13,2. Auch wenn man davon ausgehen kann, dass in Indien und China die Dunkelziffer relativ hoch sein d&uuml;rfte, verweisen bereits diese Zahlen auf ein schweres Defizit Chinas in punkto Arbeiterschutz. In einer Untersuchung aus den Jahr 2005 mit einer noch &auml;lteren Datenlage, <a href=\"http:\/\/crywolfproject.org\/sites\/default\/files\/Global%20estimates%20of%20occupational%20accidents.pdf\">&ldquo;Global estimates of occupational accidents&rdquo; [PDF &ndash; 155 KB]<\/a> zeigt sich im Vergleich, dass die Todesrate in China angestiegen ist, w&auml;hrend sie in Deutschland gesunken ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Junge Erwachsene: Ungelernte brauchen besondere F&ouml;rderung<\/strong><br>\nEin Sonderprogramm zur Qualifizierung von jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss fordert der DGB. &bdquo;Allen bildungspolitischen Lippenbekenntnissen zum Trotz&ldquo; gebe es bisher keine ausreichenden Bildungsinitiativen f&uuml;r j&uuml;ngere Erwachsene ohne Ausbildung, schreibt DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy in einer aktuellen Studie. Als Folge dieser Politik liegt die Ungelerntenquote bei den 25- bis 34-J&auml;hrigen seit Jahren konstant bei etwa 15 Prozent.<br>\nIn den letzten zehn Jahren hat sich die Arbeitslosigkeit laut DGB-Studie unter den J&uuml;ngeren ohne Berufsabschluss um zehn Prozent erh&ouml;ht. Nur gut jeder zweite gering Qualifizierte zwischen 25 und 34 ist erwerbst&auml;tig. &ldquo;Wenn wir jetzt nicht mehr in die Bildung dieser jungen Menschen investieren, wird das zu hohen sozialen und arbeitsmarktpolitischen Folgelasten f&uuml;hren&rdquo;, warnt Arbeitsmarkexperte Adamy. Der DGB macht sich deshalb f&uuml;r zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen zur Weiterbildungsf&ouml;rderung f&uuml;r Geringqualifizierte im Hartz-IV-System stark.<br>\nErg&auml;nzend dazu ist ein steuerfinanziertes Bundesprogramm notwendig, um Erwachsene ohne Beruf und Erwachsene, deren Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragt wird, zu qualifizieren Mit einem F&ouml;rdervolumen von 400 bis 500 Millionen Euro pro Jahr k&ouml;nnen voraussichtlich 30.000 Qualifizierungsma&szlig;nahmen realisiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++2327f094-706d-11e2-83e7-00188b4dc422\">DGB<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Gut vermittelt oder sch&ouml;ngerechnet<\/strong><br>\nDer Ausbildungsmarkt f&uuml;r Jugendliche spaltet die Meinungen. Ein B&uuml;ndnis aus Politik und Wirtschaft verweist auf die eigenen Erfolge: Junge Leute finden leichter eine Lehrstelle. Allerdings wird bei der Statistik getrickst, der DGB spricht gar von Verschleierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/2.220\/halbzeitbilanz-zum-ausbildungspakt-gut-vermittelt-oder-schoengerechnet-1.1593202\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.P.<\/strong> zu einem <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/ausbildungspakt-250-000-jugendliche-kriegen-keinen-ausbildungsplatz-a-881445.html\">Spiegel-Beitrag<\/a> zum gleichen Thema: Wenn schon Fachkr&auml;ftemangel, dann nur und ausschlie&szlig;lich selbst gemacht!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Einmal mehr wegen unbezahlten L&ouml;hnen: Sogar Comic-Figuren demonstrieren f&uuml;r chinesische Wanderarbeiter<\/strong><br>\nAm 31. Januar haben f&uuml;nf seltsame Gestalten vor dem chinesischen Nationalradio in Beijing demonstriert: Unter anderem Donald Duck, oder auch der chinesische Gott des Wohlstands &ndash; Comicfiguren eben, als solche hatten sich f&uuml;nf Wanderarbeiter in ihrem Protest gegen unbezahlte L&ouml;hne verkleidet und damit enorme Aufmerksamkeit erregt, berichtet in der Meldung &ldquo;Migrant workers in Beijing dressed in cartoon costumes to protest unpaid wages&rdquo;  am 04. Februar 2013 das China LabourNet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/china\/arbeitsbedingungen-china\/wanderarbeiterinnen\/einmal-mehr-wegen-unbezahlten-lohnen-sogar-comic-figuren-demonstrieren-fur-chinesische-wanderarbeiter\/\">LabourNet Germany<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie gro&szlig; ist die Einkommenskluft wirklich? Chinas Gini-Koeffizient l&auml;sst Rufe nach einer Reform der Einkommensverteilung wach werden<\/strong><br>\nNach Angaben des SSB erreichte der Gini-Koeffizient 2008 mit 0,491 seinen h&ouml;chsten Wert in China, begann dann aber zu fallen. 2012 lag sein Wert bei 0,474.<br>\nUm den Gini-Koeffizienten zu berechnen, verf&uuml;gte China in der Vergangenheit nur &uuml;ber Zahlen zum Pro-Kopf-Nettoeinkommen der Landbewohner sowie zu den verf&uuml;gbaren Einkommen der Stadtbev&ouml;lkerung. Es fehlten Informationen auf Grundlage vergleichbarer Indikatoren, so Ma.<br>\nIn den vergangenen zwei Jahren hat das SSB daher seine Einkommensstatistik verbessert. Seit Dezember 2012 werden 400.000 Haushalte in der Stadt und auf dem Land nach einem neuen Muster zusammengefasst, das Eink&uuml;nfte nach einheitlichen und vergleichbaren Kriterien erfasst. Folglich wurden die Zahlen zum Haushaltseinkommen f&uuml;r 2003 bis 2011 neu kalkuliert, um den chinesischen Gini-Koeffizienten zu berechnen.<br>\nNach der globalen Finanzkrise von 2008 h&auml;tten lokale Regierungen auf unterschiedlichen Ebenen weitreichende Ma&szlig;nahmen ergriffen, um die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, so Ma. Das gilt als Hauptgrund f&uuml;r das Absinken des Gini-Koeffizienten.<br>\nDavon ausgehend, dass die Zahlen zu Streit f&uuml;hren w&uuml;rden, hob Ma hervor, dass sich die Zahlen von Weltbank und SSB deckten, letztere seien sogar noch etwas h&ouml;her. Der Gini-Koeffizient f&uuml;r die Jahre 2003 bis 2012 sei nach neuen Standards, aber auf Basis alter Statistiken berechnet worden, um eine sp&auml;tere &Uuml;berpr&uuml;fung zu erleichtern, erg&auml;nzte er.(..)<br>\nNeben Xu haben noch andere renommierte &Ouml;konomen und Forschungsinstitute die Zahlen des SSB in Frage gestellt. Der Gini-Koeffizient k&ouml;nne die tats&auml;chlichen riesigen Einkommensunterschiede in China nicht vollst&auml;ndig abbilden, argumentieren sie.<br>\nNach einem Bericht des China Household Finance Survey and Research Center, das zur Southwestern University of Finance and Economics (SWUFE) in Chengdu (Provinz Sichuan) geh&ouml;rt, lag der Gini-Koeffizient basierend auf Chinas Haushaltseinkommen im Jahr 2010 bei 0,61. Das steht in scharfem Widerspruch zur Zahl des NBS (0,481).<br>\nGegenw&auml;rtig h&auml;lt sich China eher an die Zahlen der SWUFE. Nach den Zahlen des SSB lag das verf&uuml;gbare Pro-Kopf-Einkommen in der Stadt 2012 bei 24.565 Yuan (3025 Euro), das 3,1-fache des Pro-Kopf-Netto-Einkommens auf dem Land (975 Yuan). Die reichsten 20 Prozent der Stadtbewohner verf&uuml;gten &uuml;ber ein Pro-Kopf-Einkommen von 51.456 Yuan (6336 Euro), die &auml;rmsten 20 Prozent nur &uuml;ber 10.354 (1275 Euro)Yuan.<br>\nWarum sind die Zahlen der SWUFE so viel h&ouml;her als die des SSB? Erhebungen von nichtstaatlichen Organisationen k&ouml;nnten eine wichtige und wertvolle Erg&auml;nzung f&uuml;r Regierungsinformationen sein, meint Ma, sofern sie auf wissenschaftlich fundierten Statistiken und Erhebungsmethoden, einer ausreichenden Zahl an Stichproben und einer besonnenen Haltung bei der Ver&ouml;ffentlichung von Ergebnissen beruhten.<br>\nDie st&auml;dtischen Einkommen seien schneller gestiegen als das BIP, der Verdienstanstieg in der Landbev&ouml;lkerung habe 2012 aber noch mehr Tempo vorgelegt, erg&auml;nzt Ma. Diese Entwicklungen h&auml;tten zum Abfall des Gini-Koeffizienten gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.beijingreview.com.cn\/german2010\/Focus\/2013-02\/06\/content_516771.htm\">Beijing Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die neue Wohnungsfrage<\/strong><br>\nWer h&auml;tte das gedacht: In deutschen Medien wird wieder &uuml;ber das Thema Wohnen diskutiert. Dabei galt die &bdquo;Wohnungsfrage&ldquo; hierzulande jahrelang als &bdquo;erledigt&ldquo;, zumindest war sie im politischen Alltag nicht pr&auml;sent. Doch im vergangenen Jahr geriet das Thema endlich ins Zentrum der bundesweiten &Ouml;ffentlichkeit &ndash; nicht zuletzt infolge der studentischen Proteste gegen Wohnungsmangel und hohe Mieten. Und auch der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbr&uuml;ck, hat sich die Wohnungsfrage auf die Wahlkampffahnen geschrieben und pl&auml;diert inzwischen f&uuml;r Mietpreisbremsen und die Neuregelung der Maklergeb&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/februar\/die-neue-wohnungsfrage?print\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Goldfingern&ldquo; geht es an den Kragen<\/strong><br>\nMit einem simplen Trick konnten Top-Verdiener ihre Steuerlast dr&uuml;cken. Doch nun soll dem Steuersparmodell &bdquo;Goldfinger&ldquo; ein Riegel vorgeschoben werden. Von der &bdquo;Cash-GmbH&ldquo; k&ouml;nnen Erben aber vorerst weiter profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/recht-steuern\/steuern\/steuerschlupfloch-goldfingern-geht-es-an-den-kragen\/v_detail_tab_print\/7744498.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Die Regierung will ein kleines Steuerschlupfloch stopfen. Dass solche M&ouml;glichkeiten legal sind, ist eigentlich ein Skandal. Gegen die Cash GmbH und ihre M&ouml;glichkeiten geht die schwarz-gelbe Regierung im Interesse ihrer Klientel nur halbherzig vor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Macht der Lobbyisten<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel gibt es etwa 15.000 Lobbyisten, die hoffen, die Europa-Politiker in ihrem Sinne beeinflussen zu k&ouml;nnen. Auf der anderen Seite k&auml;mpfen Aktivisten f&uuml;r mehr Transparenz in der europ&auml;ischen Politik. ARTE zeigt an diesem Themenabend den Dokumentarfilm &bdquo;The Brussels Business &ndash; Wer steuert eigentlich die Europ&auml;ische Union?&ldquo; und die Reportage &bdquo;Im Vorzimmer der Macht&ldquo;.<br>\nDienstag, 12. Februar ab 20:15 Uhr auf arte\n<ul>\n<li>20:15 Uhr: The Brussels Business: Wer lenkt Europa wirklich?<\/li>\n<li>21:30 Uhr: Im Vorzimmer der Macht: &bdquo;Im Vorzimmer der Macht&ldquo; schaut hinter die Kulissen des Politbetriebs und fragt, wer wirklich die Macht in Deutschland und Frankreich hat.<\/li>\n<li>22:00 Water Makes Money: Die franz&ouml;sischen Konzerne Veolia und Suez z&auml;hlen zu den Gro&szlig;en im wachsenden Weltmarkt der privaten Wasserversorgung. Sie sind auf allen f&uuml;nf Kontinenten pr&auml;sent und kaum eine Woche vergeht ohne Neuerwerbungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/programm\/244,broadcastingNum=1499862,day=4,week=7,year=2013.html\">arte<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/programm\/242,date=12\/2\/2013.html\">arte<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>EU plant Propaganda-Patrouille<\/strong><br>\nDem Daily Telegraph gelang es, an &ldquo;Politische Richtlinien f&uuml;r eine institutionelle Informations- und Kommunikationskampagne&rdquo; der EU zu gelangen. In diesem als vertraulich gekennzeichneten internen Papier (zu dem man im EU-Parlament bislang keine Stellungnahmen abgeben m&ouml;chte) wird beschrieben, wie &ldquo;institutionelle Kommunikatoren&rdquo; die &ouml;ffentliche Meinung im Internet mit Hilfe von &ldquo;Werkzeugen&rdquo; beobachten und beeinflussen k&ouml;nnten. Sie sollen bereits &ldquo;in einem fr&uuml;hen Stadium&rdquo; herausfinden, ob &ldquo;Debatten politischer Natur&rdquo; auf Twitter, in Facebook, in Foren und in Blogs ein &ldquo;Potenzial haben, Interesse von Medien und B&uuml;rgern auf sich zu ziehen&rdquo;. Ein besonderes Augenmerk legt man dabei auf &ldquo;Euroskeptizismus&rdquo;: Denn trotz der &ndash; so das Dokument w&ouml;rtlich &ndash; &ldquo;unbestreitbaren Erfolgsgeschichte&rdquo; habe man feststellen m&uuml;ssen, dass aufgrund der &ldquo;gegenw&auml;rtigen wirtschaftlichen und finanziellen Krise&rdquo; und hoher Arbeitslosigkeit das Vertrauen in die Br&uuml;sseler Institutionen schwinde. Man m&uuml;sse deshalb, die Wahrnehmung, dass die EU eine Ursache dieser Probleme ist, &ldquo;umdrehen&rdquo; und die Parole kommunizieren, &ldquo;mehr Europa und nicht weniger&rdquo; sei die L&ouml;sung. Daf&uuml;r will man beim Sparen ein Auge zudr&uuml;cken und die im Haushalt vorgesehenen Mittel f&uuml;r solche Zwecke kr&auml;ftig erh&ouml;hen. Auch f&uuml;r andere Propagandabereiche sind vor den Wahlen respektable Steigerungen geplant: Den Etat f&uuml;r &ldquo;Seminare, Symposien und kulturelle Aktivit&auml;ten&rdquo; m&ouml;chte man um 85, den f&uuml;r &ldquo;audiovisuelle Information&rdquo; um 36 und den Zuschuss f&uuml;r die Parteien um 15 Prozent anheben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/153684\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/worldnews\/europe\/eu\/9845442\/EU-to-set-up-euro-election-troll-patrol-to-tackle-Eurosceptic-surge.html\">The Telegraph<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das erinnert an Zeiten, als die Kommission in der Vorbereitung zur W&auml;hrungsunion Wissenschaftlern Geld anbot (ich glaube, es waren 3000 DM) um Vortr&auml;ge zum Euro zu halten. &ndash; Einzige Bedingung: der Vortrag sollte pro Euro ausfallen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: &bdquo;Stuttgart 21 &ndash; Abgr&uuml;nde eines Bahnhofsbaus<\/strong><br>\nDas Bundesverkehrsministerium distanziert sich von Stuttgart 21, woraufhin sich der Verkehrsminister von der Distanzierung distanziert &ndash; die Entwicklungen rund um den Bahnhofsumbau geben inzwischen genug Stoff f&uuml;r eine TV-Serie her. Es ist sogar schon ein erstes Expos&eacute; aufgetaucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/drucken\/text\/565750\/b39b569a38018d7296b6c5fcb5042992\">S&uuml;ddeutsche &ndash; Jetzt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.P.:<\/strong> Wer sich im deutschen Fernsehspiel- und Filmzirkus etwas auskennt, wird sich bei dieser Glosse sehr am&uuml;sieren. Realistischer w&auml;re allerdings der TV-Event-Zweiteiler bei SAT.1. Oder das ZDF w&uuml;rde den klassischen Weihnachts-Vierteiler wieder reaktivieren. Und ich w&uuml;sste schon ein\/zwei Filmfestivals, auf denen das Machwerk bzw. der Serienpilot Premiere in einer Sondervorstellung haben k&ouml;nnte.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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