{"id":16130,"date":"2013-02-08T16:40:01","date_gmt":"2013-02-08T15:40:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130"},"modified":"2013-02-08T16:40:01","modified_gmt":"2013-02-08T15:40:01","slug":"hinweise-des-tages-ii-88","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h01\">Jens Berger &ndash; Warum Merkel Europa totspart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h02\">Unctad-Chef&ouml;konom Flassbeck im Interview: Finanzanlagen machen nicht schnell reich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h03\">Reall&ouml;hne niedriger als im Jahr 2000<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h04\">Zoff ums EU-Budget<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h05\">Deutsche Ausfuhren im Jahr 2012: + 3,4 % zum Jahr 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h06\">U.K. Lesson: Austerity leads to more debt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h07\">Dani Rodrik &ndash; The Tyranny of Political Economy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h08\">Bernhard Sander: Radikalisierungen in Frankreich. EU-Wachstumsblockade kann die Rechten st&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h09\">Jetzt wird es eng f&uuml;r Rajoy: PP-Politiker best&auml;tigt illegale Parteifinanzierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h10\">Sparen f&uuml;r den Chef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h11\">Mehr als soziale Gerechtigkeit: Umverteilung kann wirtschaftliches Wachstum f&ouml;rdern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h12\">Aufseher im Tiefschlaf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h13\">Ermittlung nach Demo in Frankfurt: Bundesweite Razzia bei Fotografen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h14\">Nicht einmal wahlkampff&auml;hig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h15\">Gr&uuml;ne suchen einen Mitarbeiter f&uuml;r vier Euro die Stunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h16\">peerblog.de &ndash; US-Wahlkampftaktiken in Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h17\">Schavan wird Ehrendoktor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130#h18\">Rezension: &ldquo;Stresstest Deutschland &ndash; wie gut sind wir wirklich?&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16130&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jens Berger &ndash; Warum Merkel Europa totspart<\/strong><br>\nHaushaltskonsolidierung ist das Gebot der Kanzlerin. Nun soll auch die EU ihren Haushalt drastisch zusammenstreichen und ihre F&ouml;rdermittel k&uuml;rzen. Das ist Angela Merkels Forderung, der sie auch am Donnerstag auf dem EU-Gipfel erneut Nachdruck verlieh.<br>\nF&uuml;r die Kanzlerin gehen K&uuml;rzungen und Wachstum schlie&szlig;lich Hand in Hand. Hier muss die Frage gestattet sein, ob Merkel diese schon fast orwellsche Verdrehung wirklich ernst meint. Wer der deutschen Kanzlerin keine geistige Verwirrung unterstellen will, muss das wohl klar verneinen. Es scheint vielmehr so, als habe Merkel gar kein Interesse daran, dass die Eurokrise mittelfristig beendet wird.<br>\nAngela Merkel hat ihre eigene Agenda. Diese Agenda ist zutiefst neoliberal und in letzter Konsequenz auch undemokratisch; oder wie die Kanzlerin es selbst formulieren w&uuml;rde: marktkonform. Doch was steckt hinter dieser Agenda?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Eurokolumne\/!110611\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Unctad-Chef&ouml;konom Flassbeck im Interview: Finanzanlagen machen nicht schnell reich<\/strong><br>\nEr war Oskar Lafontaines Berater und wurde als Bundesbankchef gehandelt. Nun tritt der Chef&ouml;konom der Unctad ab und zieht Bilanz: Er rechnet fest mit einem gro&szlig;en Crash und bereut nicht, dass er sich im Establishment unm&ouml;glich gemacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.capital.de\/finanzen\/:Unctad-Chefoekonom-Flassbeck-im-Interview--Finanzanlagen-machen-nicht-schnell-reich\/100049429.html?\">Capital<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Reall&ouml;hne niedriger als im Jahr 2000<\/strong><br>\nDie L&ouml;hne sind zuletzt st&auml;rker gestiegen. Trotzdem liegen sie real immer noch unter dem Niveau der Jahrtausendwende. Und deutlich zur&uuml;ck hinter den Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen.<br>\nReal, also nach Abzug der Preissteigerung, sind die durchschnittlichen Bruttol&ouml;hne je Besch&auml;ftigtem in Deutschland zwischen 2000 und 2012 um rund 1,8 Prozent gesunken. Das zeigen neue Berechnungen des WSI-Tarifarchivs. Die vergangenen drei Jahre, in denen die L&ouml;hne real um 1,2, um 1 und 0,6 Prozent zulegten, haben die erheblichen Verluste noch nicht ausgeglichen, die zuvor aufgelaufen waren. Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Deregulierung am Arbeitsmarkt hatten dazu beigetragen, dass sich die Arbeitseinkommen in den Nullerjahren schwach entwickelten. So verst&auml;rkten die Hartz-Reformen den Druck auf die Verdienste. Der Niedriglohnsektor wuchs. Immerhin wird der R&uuml;ckstand kleiner: 2009 hatten die realen Bruttol&ouml;hne sogar um 4,6 Prozent niedriger gelegen als 2000.<br>\nSt&auml;rker haben sich die Tarifl&ouml;hne und -geh&auml;lter entwickelt. Sie waren 2012 real um 6,9 Prozent h&ouml;her als 2000. In den meisten Jahren dieses Zeitraums beobachteten die WSI-Experten eine negative Lohndrift. Das hei&szlig;t: Die Bruttoeinkommen, in die unter anderem auch die L&ouml;hne der nicht nach Tarif bezahlten Arbeitnehmer einflie&szlig;en, blieben hinter den Tarifeinkommen zur&uuml;ck. &ldquo;Das zeigt, dass das Tarifsystem in der vergangenen Dekade mehr denn je das R&uuml;ckgrat der Lohnentwicklung in Deutschland war&rdquo;, sagt Tarifexperte Reinhard Bispinck. Jedoch nahm die Pr&auml;gekraft im gleichen Zeitraum ab, vor allem, weil die Tarifbindung sank und Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten tarifliche &Ouml;ffnungsklauseln nutzten. Daher schlugen Steigerungen bei den Tarifl&ouml;hnen nur zum Teil auf die Bruttoverdienste durch.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/small_impuls_grafik_2013_02_1_rdax_360x600.jpg\" alt=\"Schere Arm Reich\" title=\"Schere Arm Reich\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/42128_42150.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zoff ums EU-Budget<\/strong><br>\nWer knackt die Billion? Und wie kann trotz des Sparzwangs das Wachstum in Europa gef&ouml;rdert werden? Das sind die Fragen, mit denen sich die 27 EU-Chefs ab Donnerstag in Br&uuml;ssel befassen m&uuml;ssen. Bei ihrem zweiten Sondergipfel innerhalb von nur drei Monaten wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Kollegen versuchen, das EU-Budget f&uuml;r die Jahre 2014 bis 2020 festzuzurren &ndash; und die Gr&auml;ben der letzten Wochen zuzusch&uuml;tten. [&hellip;]<br>\nDoch Merkel und Cameron ist das immer noch zu viel. Sie fordern weitere Einschnitte &ndash; zum Beispiel bei den Beamtengeh&auml;ltern. &bdquo;Mehrere tausend&ldquo; EU-Beamte w&uuml;rden mehr verdienen als Merkel, hie&szlig; es am Wochenende in Berlin. Die EU-Kommission dementierte zwar und erinnerte daran, dass man versuche, &bdquo;die Besten&ldquo; f&uuml;r Europa zu begeistern &ndash; doch es half nichts: Merkel fordert Opfer.<br>\nDabei begibt sie sich in merkw&uuml;rdige Gesellschaft. Zum Club der Geld-zur&uuml;ck-Politiker geh&ouml;rt n&auml;mlich nicht nur Cameron, der gleichzeitig eisern am Britenrabatt festh&auml;lt und mit einem EU-Austrittsreferendum droht. Dazu z&auml;hlen auch Schweden und D&auml;nen, die nicht einmal dem Euro angeh&ouml;ren. Mit von der Partie sind sogar die Niederlande, die ins Lager der EU- und Euroskeptiker gewechselt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Sondergipfel-in-Bruessel\/!110527\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche Ausfuhren im Jahr 2012: + 3,4 % zum Jahr 2011<\/strong><br>\nIm Jahr 2012 wurden von Deutschland Waren im Wert von 1 097,4 Milliarden Euro ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 909,2 Milliarden Euro eingef&uuml;hrt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorl&auml;ufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren die deutschen Ausfuhren damit im Jahr 2012 um 3,4 % und die Einfuhren um 0,7 % h&ouml;her als im bisherigen Rekordjahr 2011.<br>\nDie Au&szlig;enhandelsbilanz schloss im Jahr 2012 mit dem zweith&ouml;chsten &Uuml;berschuss seit Einf&uuml;hrung der Au&szlig;enhandelsstatistik im Jahr 1950 in H&ouml;he von 188,1 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2011 hatte der Saldo in der Au&szlig;enhandelsbilanz 158,7 Milliarden Euro betragen. Der bisher h&ouml;chste Ausfuhr&uuml;berschuss von 195,3 Milliarden Euro wurde im Jahr 2007 nachgewiesen.<br>\nIn die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union (EU) wurden im Jahr 2012 Waren im Wert von 625,7 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 577,1 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegen&uuml;ber dem Jahr 2011 sanken die Versendungen in die EU-L&auml;nder um 0,3 %, w&auml;hrend die Eing&auml;nge aus diesen L&auml;ndern um 0,9 % stiegen. In die L&auml;nder der Eurozone wurden im Jahr 2012 Waren im Wert von 411,9 Milliarden Euro (&ndash; 2,1 %) geliefert und Waren im Wert von 404,2 Milliarden Euro (+ 0,7 %) aus diesen L&auml;ndern bezogen. In die EU-L&auml;nder, die nicht der Eurozone angeh&ouml;ren, wurden im Jahr 2012 Waren im Wert von 213,8 Milliarden Euro (+ 3,3 %) ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 172,9 Milliarden Euro (+ 1,4 %) von dort eingef&uuml;hrt.<br>\nIn die L&auml;nder au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union (Drittl&auml;nder) wurden im Jahr 2012 Waren im Wert von 471,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 332,1 Milliarden Euro aus diesen L&auml;ndern importiert. Gegen&uuml;ber dem Jahr 2011 nahmen die Exporte in die Drittl&auml;nder um 8,8 % und die Importe von dort um 0,4 % zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/02\/PD13_050_51.html;jsessionid=14ABCFF1D35BCBF511EC4D0F7FF3904E.cae2\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In manchen Medien konnte man h&ouml;ren, dass die Tatsache, dass die Importe aus den EU-L&auml;ndern um 0,9 Prozent stiegen, ein Beleg f&uuml;r die Verbesserung der Wettbewerbsf&auml;higkeit dieser L&auml;nder sei, ja dass Deutschland doch eine Konjunktur-Lokomotive in der EU sei. Wer so argumentiert, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er die Grundrechenarten von Addition und Subtraktion nicht beherrscht. Der Export&uuml;berschuss Deutschlands in die EU-L&auml;nder betrug knapp 50 Milliarden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>U.K. LESSON: AUSTERITY LEADS TO MORE DEBT<\/strong><br>\nYesterday, I argued that U.S. fiscal policy is heading in the wrong direction, toward the economics of austerity. If you want to know where this path can lead, look across the Atlantic to poor old Blighty. For almost three years now, since the election of a Conservative-Liberal coalition, the British government has been slashing government programs and raising taxes, supposedly to reduce a big budget deficit. As I&rsquo;ve written previously, the results have been pretty disastrous&mdash;both for ordinary Britons and for the public finances.<br>\nJust how disastrous was made clear yesterday by a new report from the Institute of Fiscal Studies, a London-based think tank that is widely regarded as independent and nonpartisan. In the &ldquo;Green Budget,&rdquo; its lengthy and detailed annual review of the U.K.&rsquo;s finances, the I.F.S. pointed out that the budget deficit, far from being eliminated, was still so large that next year the Chancellor, George Osborne, will have to borrow about sixty-five billion pounds more than he had anticipated. (That&rsquo;s about four per cent of the U.K.&rsquo;s G.D.P.) Indeed, the hole in the public finances is so big, the I.F.S. said, that the government might well be forced to introduce a series of tax hikes following the next general election, which is expected to take place in 2015.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/online\/blogs\/johncassidy\/2013\/02\/uk-shows-how-austerity-policies-lead-to-more-borrowing-and-debt.html\">The New Yorker<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Dani Rodrik &ndash; The Tyranny of Political Economy<\/strong><br>\nThere was a time when we economists steered clear of politics. We viewed our job as describing how market economies work, when they fail, and how well-designed policies can enhance efficiency. We analyzed trade-offs between competing objectives (say, equity versus efficiency), and prescribed policies to meet desired economic outcomes, including redistribution. It was up to politicians to take our advice (or not), and to bureaucrats to implement it.<br>\nThen some of us became more ambitious. Frustrated by the reality that much of our advice went unheeded (so many free-market solutions still waiting to be taken up!), we turned our analytical toolkit on the behavior of politicians and bureaucrats themselves. We began to examine political behavior using the same conceptual framework that we use for consumer and producer decisions in a market economy. Politicians became income-maximizing suppliers of policy favors; citizens became rent-seeking lobbies and special interests; and political systems became marketplaces in which votes and political influence are traded for economic benefits.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/how-economists-killed-policy-analysis-by-dani-rodrik\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bernhard Sander: Radikalisierungen in Frankreich. EU-Wachstumsblockade kann die Rechten st&auml;rken<\/strong><br>\nIm Streit &uuml;ber den EU-Haushalt geht es n&auml;mlich nicht um die H&ouml;he der Beamtengeh&auml;lter oder den aufgebl&auml;hten Apparat in Br&uuml;ssel, sondern wesentlich um die Frage, wie viele Mittel f&uuml;r eine solche Wachstumspolitik (Forschungsmittel, Sozialfond, Infrastrukturf&ouml;rderung) zur Verf&uuml;gung stehen werden.<br>\nHollandes Vorschlag, die alte franz&ouml;sische Praxis der Abwertung auf den Euro zu &uuml;bertragen, um die nationalen &Ouml;konomien vor internen Abwertungszw&auml;ngen zu sch&uuml;tzen, findet bisher bei seinen europ&auml;ischen Kollegen wenig Zustimmung, obwohl der von ihm geforderte Weg der Reform des internationalen W&auml;hrungssystems notwendig ist. Nur noch wenige Industriezweige Frankreichs sind heute international konkurrenzf&auml;hig (Luftfahrt, Luxuskonsum).<br>\nDie deutsche Bundeskanzlerin will eine St&auml;rkung der Wettbewerbsf&auml;higkeit, also die Versch&auml;rfung der nationalen Standortkonkurrenz um komparative Vorteile bei Lohn, Sozialabgaben, Steuern usw. durchsetzen. Allerdings scheint im deutschen Finanzministerium noch ein Rest Sachverstand &uuml;berleben zu k&ouml;nnen, da man auf den Vorsto&szlig; Hollandes zwar die internationale Einigkeit betont, &raquo;dass Wechselkurse die &ouml;konomischen Fundamentaldaten wiederspiegeln sollen&laquo;, aber auch, dass &raquo;ein Abwertungswettlauf der W&auml;hrungen unterbleiben sollte&laquo;, wie er jetzt durch die japanische Notenbankpolitik zur Exportsubventionierung forciert wird.<br>\nDie Nationale Front (FN) der Marine Le Pen profitiert davon, dass Hollandes Position noch zu wenig Konsistenz und Konkretion aufweist, um aus der Defensive herauszukommen. Die Programmatik der FN findet in den einzelnen Aussagen wachsende Zustimmung in der franz&ouml;sischen Bev&ouml;lkerung mit der interessanten Ausnahme, dass nur eine (sinkende) Minderheit von aktuell etwa 29% die R&uuml;ckkehr zum Franc fordert. Unter den Anh&auml;ngern der FN unterst&uuml;tzen allerdings zwei Drittel diese Position. Im gleichen Zeitraum seit 2010 steigt umgekehrt aber wieder die Zahl der Franzosen, die die Bevorzugung eines Franzosen gegen&uuml;ber einem Zuwanderer bei der Jobvergabe verlangen (17 auf 24%). Denn dass es zu viele MigrantInnen im Lande gibt, steht f&uuml;r eine wachsende Mehrheit der Franzosen fest (bei 78% der b&uuml;rgerlichen Rechten von der UMP).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/eu-wachstumsblockade-kann-die-rechten-staerken\/\">Sozialismus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jetzt wird es eng f&uuml;r Rajoy: PP-Politiker best&auml;tigt illegale Parteifinanzierung<\/strong><br>\nGerade noch hatte Mariano Rajoy der deutschen Kanzlerin versichert, alles sei unwahr &ldquo;abgesehen von ein paar Dingen&rdquo;, da kommt der n&auml;chste Tiefschlag: Jorge Tr&iacute;as (Foto), Ex-Abgeordneter der PP, Anwalt und Schriftsteller, best&auml;tigte soeben vor dem Ermittlungsrichter der Anti-Korruptionskammer, dass die von der Zeitung &ldquo;El Pa&iacute;s&rdquo; ver&ouml;ffentlichten Dokumente zur illegalen Parteifinanzierung mit dem Heft der Originalbuchhaltung &uuml;bereinstimmen, das ihm der ehemalige Schatzmeister der Partei, Luis B&aacute;rcenas vor Jahren gezeigt habe. Damit wird es jetzt eng f&uuml;r den Madrider Regierungschef!<br>\nDen Journalisten hatte Tr&iacute;as am Ausgang des Gerichts nicht mehr mitgeteilt als &ldquo;Ich habe meine Pflicht getan&rdquo;, doch auch das sagte bereits eine Menge.  Jorge Tr&iacute;as stand n&auml;mlich als Zeuge vor Gericht und ist verpflichtet, die Wahrheit zu sagen, will er sich nicht strafbar machen, w&auml;hrend Ex-Schatzmeister B&aacute;rcenas, der alle Papiere als &ldquo;falsch&rdquo; erkannte, als Angeklagter nicht nur die Aussage verweigern sondern sogar straffrei l&uuml;gen darf, um sich nicht selbst zu belasten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/uhupardo.wordpress.com\/2013\/02\/07\/jetzt-wird-es-eng-fur-rajoy-pp-politiker-bestatigt-illegale-parteifinanzierung\/#more-5107\">uhupardo<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sparen f&uuml;r den Chef<\/strong><br>\nDie Rente ist nicht sicher. Das hat inzwischen sogar Arbeitsministerin Ursula von der Leyen erkannt. Eine bisher wenig beachtete Mogelpackung ist die sogenannte Betriebsrente, die vor allem eins ist: ein Skandal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2013\/02\/sparen-fuer-den-chef\/\">Kontext-Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Zu den Risiken und Nebenwirkungen der Betrieblichen Altersvorsorge lesen Sie auch die Nachdenkseiten, z.B. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2293\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2306\">hier<\/a> &ndash; &uuml;brigens schon 2007! Besuchen Sie auch unsere Rubrik <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=40\">&ldquo;Riester-R&uuml;rup-T&auml;uschung!&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mehr als soziale Gerechtigkeit: Umverteilung kann wirtschaftliches Wachstum f&ouml;rdern<\/strong><br>\nIn Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universit&auml;t Bremen und der ETH Z&uuml;rich untersuchte Jan Lorenz den Effekt von Umverteilung gesellschaftlicher Verm&ouml;genswerte auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum. Foto: Ebba Schr&ouml;der \/ Jacobs University Die staatliche Umverteilung von Reich zu Arm kann das wirtschaftliche Wachstum einer Gesellschaft nachhaltig f&ouml;rdern. Das hat eine theoretische Modellberechnung der Jacobs University in Zusammenarbeit mit der Universit&auml;t Bremen und der ETH Z&uuml;rich ergeben. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass eine Verm&ouml;gensumverteilung nicht allein aus sozialen oder sicherheitspolitischen Erw&auml;gungen sinnvoll ist, sondern auch klare &ouml;konomische Vorteile mit sich bringen kann. Die Ergebnisse wurden jetzt von &bdquo;PLOS ONE&ldquo; ver&ouml;ffentlicht (DOI: 10.1371\/journal.pone.0054904).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news518406\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Aufseher im Tiefschlaf<\/strong><br>\nVertrauen ist gut, Kontrolle nicht besser. Nach diesem Motto lie&szlig; der Bahn-Aufsichtsrat dem Vorstand des Schienenkonzerns freie Hand bei Stuttgart 21. Nun sind die Kontrolleure aus dem Tiefschlaf aufgeschreckt &ndash; weil Schadenersatzanspr&uuml;che drohen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2013\/02\/aufseher-im-tiefschlaf\/\">Kontext-Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ermittlung nach Demo in Frankfurt: Bundesweite Razzia bei Fotografen<\/strong><br>\nIn mehreren Bundesl&auml;ndern haben Polizisten am fr&uuml;hen Morgen die Wohnungen von Fotografen durchsucht. Nach Tagesspiegel-Informationen sicherten die Beamten dabei Tausende Daten von den Rechnern der Betroffenen. Hunderte Beamte haben am Mittwochmorgen in Hessen, Baden-W&uuml;rttemberg, Berlin und Brandenburg die Wohnungen von bislang acht Fotografen durchsucht. Die M&auml;nner gelten nicht als Beschuldigte, ihre Fotos sollen auf Wunsch der Beh&ouml;rden in Frankfurt am Main allerdings bei der Suche nach Verd&auml;chtigen helfen. Einer der Betroffenen war bei der Razzia nicht mal anwesend, er befindet sich auf einer Dienstreise &ndash; seine Wohnung wurde trotzdem aufgebrochen.<br>\nZwei der freiberuflich arbeitenden Fotografen sind auch f&uuml;r den Tagesspiegel t&auml;tig. Zusammen mit den anderen sollen sie vergangenes Jahr bei den Protesten gegen die Finanzpolitik von Bundesregierung und Europ&auml;ischer Union in der Bankenstadt dabei gewesen sein. Die hessische Polizei geht davon aus, dass bei ihnen Fotos gefunden werden k&ouml;nnten, die eine Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und Einsatzkr&auml;ften zeigen&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/polizei-justiz\/ermittlung-nach-demo-in-frankfurt-bundesweite-razzia-bei-fotografen\/7742288.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p>Siehe dazu ein <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/interventionen\/grundrechte\/kommunikationsfreiheit\/pressefreiheit\/ermittlung-nach-demo-in-frankfurt-bundesweite-razzia-bei-fotografen\/?cat=8117\">Dossier auf LabourNet<\/a><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>Polizei entdeckt Punk-Klassiker<\/strong><br>\nLange und akribisch muss das s&auml;chsische Landeskriminalamt Beweise gesammelt haben, bevor es die Staatsanwaltschaft Stuttgart um Amtshilfe bat. Die plante ihre konzertierte Aktion mit hohem logistischem Aufwand. 16 Polizisten waren im Einsatz, als am 31. Januar 2013 der Zugriff erfolgte. Mit jeweils vier Beamten durchsuchte die Polizei, verteilt &uuml;ber das n&ouml;rdliche Baden-W&uuml;rttemberg, gleichzeitig Wohnungen in Heidenheim, Winnenden, Sulzbach und Pl&uuml;derhausen. Im Morgengrauen, um sechs Uhr, wurden die Beschuldigten &ndash; Mitglieder von Normahl, Deutschlands dienst&auml;ltester Punkband &ndash; und ihre Familien teilweise noch im Schlaf &uuml;berrascht. &ndash; Die Beamten hatten es auf den Song &ldquo;Bullenschweine&rdquo; abgesehen, der unter anderem auf der LP &ldquo;Ein Volk steht hinter uns&rdquo; erschien. Vor 31 Jahren. Urspr&uuml;nglich hatten die s&auml;chsischen Staatssch&uuml;tzer auch wegen des Liedes &ldquo;1, 2, 3&rdquo; ermittelt, in dem Besa singt: &ldquo;1, 2, 3, wo bleibt die Polizei? \/ F&uuml;rs Kapital in Wackersdorf wart ihr immer voll pr&auml;sent \/ Doch wo seid ihr, wenn in Rostock ein Asylantenheim abbrennt? \/ 1, 2, 3, so fehlt die Polizei, 1, 2, 3, so stinkt der braune Brei.&rdquo; Geschrieben wurde dieser Text 1992 als Reaktion auf die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen, er findet sich auf der unter anderem von der Polizei unterst&uuml;tzten Benefiz-CD &ldquo;Bunt statt braun&rdquo; zugunsten der Winnender &ldquo;Stiftung gegen Gewalt an Schulen&rdquo;. Die h&auml;tte auch beschlagnahmt werden m&uuml;ssen, w&auml;re der Vorwurf gegen &ldquo;1, 2, 3&rdquo; nicht fallen gelassen worden. &ndash; Bei der Aufdeckung der NSU-Morde m&ouml;gen die Beh&ouml;rden mit schlafwandlerischer Sicherheit aneinander vorbei ermittelt haben. Im Fall der Linksterroristen von Normahl funktionierte die l&auml;nder&uuml;bergreifende Zusammenarbeit dagegen reibungslos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2013%2F02%2F08%2Fa0131&amp;cHash=5ef4c39f832099d0f30cba52a827c59d\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wikipedia schreibt zum Hornberger Schie&szlig;en: &ldquo;In Hornberg hatte sich anno 1564 der Herzog Christoph von W&uuml;rttemberg angesagt. Dieser sollte mit Salut und allen Ehren empfangen werden. Als alles bereit war, n&auml;herte sich aus der Ferne eine gro&szlig;e Staubwolke. Alle jubelten und die Kanonen donnerten, was das Zeug hielt. Doch die Staubwolke entpuppte sich nur als eine Postkutsche. Selbiges geschah dann, als ein Kr&auml;merkarren und noch einiges sp&auml;ter eine Rinderherde auf die Stadt zukam. Der Ausguck hatte jedes Mal falschen Alarm gegeben, und alles Pulver war verschossen, als der Herzog endlich kam.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nicht einmal wahlkampff&auml;hig<\/strong><br>\nDie SPD will nach der Bundestagswahl die n&auml;chste Regierung f&uuml;hren. Ihr Kandidat Steinbr&uuml;ck soll Kanzler werden. Seit dies Ende September 2012 bekannt wurde, unterlief ihm eine Panne nach der anderen. Die Summe seiner Pleiten vermittelt den Eindruck, die SPD sei nicht regierungsf&auml;hig. Nun zeigt sich, dass es um sie noch schlimmer steht. Sie ist nicht einmal wahlkampff&auml;hig.<br>\nMit Steinbr&uuml;cks Zustimmung und R&uuml;ckendeckung und unter seinem Vornamen startete die D&uuml;sseldorfer Agentur Steink&uuml;hler, die zu Steinbr&uuml;ck private gesch&auml;ftliche Beziehungen unterhielt, k&uuml;rzlich ein Blog, das von anonymen Geldgebern finanziert wurde. Die Agentur wollte mit dem Peerblog f&uuml;r Steinbr&uuml;ck Wahlkampf machen. Das Portal wurde am Donnerstag nach nicht einmal einw&ouml;chigem Betrieb am Donnerstag eingestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2013\/02\/08\/nicht-einmal-wahlkampffahig\/\">Post von Horn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne suchen einen Mitarbeiter f&uuml;r vier Euro die Stunde<\/strong><br>\nB&auml;rbel H&ouml;hn sucht f&uuml;r die n&auml;chste Bundestagswahl einen Mitarbeiter f&uuml;r den Oberhausener Wahlkreis. Diese Praktikantenstelle wird mit nur vier Euro die Stunde entlohnt, obwohl sich die Gr&uuml;nen in ihrem Parteiprogramm f&uuml;r &ldquo;einen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro die Stunde&rdquo; einsetzen.  Die Gr&uuml;nen bezeichnen die auf sechs Monate befristete T&auml;tigkeit als &bdquo;Praktikum&ldquo;. Doch die Anforderungen sind hoch: Erwartet werden selbstst&auml;ndiges Arbeiten, Eigeninitiative, strategisches Denkverm&ouml;gen und die F&auml;higkeit, Konzepte zu erarbeiten. Vorausgesetzt wird auch die Bereitschaft, in den Abendstunden und an den Wochenenden zu arbeiten. Da die Partei bundesweit in ihrem Wahlkampf stark auf die digitalen Medien setzen will, werden Top-Kenntnisse in Sachen Online-Kommunikation, Typo 3, HTML, Soziale Netzwerke sowie MS Office-Anwendungen von den Bewerbern erwartet. &bdquo;Multimedialit&auml;t wird ein gro&szlig;es Thema sein&ldquo;, sagt Blanke. Zu den Aufgaben geh&ouml;re zum Beispiel, Videos zu drehen, Interviews zu f&uuml;hren, sie vor- und nachzubearbeiten sowie ins Internet zu stellen. Kurz: &bdquo;Es geht darum, zeitnah Infos zu vermitteln.&ldquo; Und da man daf&uuml;r Zeit und Personal ben&ouml;tige, sei entschieden worden, erstmals so ein Praktikum anzubieten. Da in der hei&szlig;en Phase des Wahlkampfs, die Anfang September beginnen d&uuml;rfte, eine h&ouml;here Belastung auf den Praktikanten zukommt, wird ein Arbeitszeitkonto angelegt. Bis August werden es also weniger als 25 Wochenarbeitszeitstunden sein, danach mehr. Nicht umsonst ist der Infotext auf der Internetseite der Gr&uuml;nen mit &bdquo;Lust auf viel Arbeit und viel Anerkennung?&ldquo; &uuml;berschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/oberhausen\/gruene-suchen-einen-mitarbeiter-fuer-vier-euro-die-stunde-id7567863.html\">WAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich will die WAZ den Gr&uuml;nen eins reinw&uuml;rgen, aber manchmal ist der Feind recht hellsichtig. Dabei entlarvt sich Andreas Blanke, Vorstandssprecher der Oberhausener Gr&uuml;nen, auch ohne die WAZ, wenn er ausf&uuml;hrt: &ldquo;Man muss aber auch sagen, dass es Praktikantenstellen gibt, f&uuml;r die gar keine Verg&uuml;tung bezahlt wird.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>peerblog.de &ndash; US-Wahlkampftaktiken in Deutschland?<\/strong><br>\nSeit peerblog.de Anfang dieser Woche startete, l&ouml;ste das von unbekannten Geldgebern finanzierte Blog eine kontroverse Debatte &uuml;ber diese Form der intransparenten Wahlkampfhilfe aus. Gestern gaben die Betreiber an, das Projekt auf Grund von Hackerangriffen nicht weiter verfolgen zu wollen. Anonyme Hacker legen das Projekt anonymer Steinbr&uuml;ck-Unterst&uuml;tzer lahm &ndash; besonders demokratisch ist der Vorgang nicht. Auch wenn das Blog nun Geschichte sein sollte, ist die Diskussion &uuml;ber anonyme, finanzielle Beteiligung an Wahlk&auml;mpfen wichtig. LobbyControl hatte Steinbr&uuml;ck aufgefordert, seine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das Projekt zur&uuml;ckzuziehen. Steinbr&uuml;ck selbst sagte gegen&uuml;ber Spiegel Online, er &ldquo;k&ouml;nne daran nichts Anr&uuml;chiges erkennen&ldquo;. Zwar hat die Bundestagsverwaltung eine Untersuchung angek&uuml;ndigt. Man m&ouml;chte der Frage nachgehen, ob es sich bei dem Projekt um eine verdeckte Form der Parteienfinanzierung handelt. Die Macher des Blogs gaben jedoch an, nur den Kandidaten und nicht die Partei unterst&uuml;tzen zu wollen. Kommunikative Unterst&uuml;tzung des Wahlkampfes ist in Deutschland nicht im Parteiengesetz geregelt. Das Parteienrecht bietet keinen Hebel, um etwa die Geldgeber des Projekts zu Transparenz zu verpflichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/2013\/02\/peerblog-de-us-wahlkampftaktiken-in-deutschland\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schavan wird Ehrendoktor<\/strong><br>\nDen Doktortitel ist Annette Schavan los, die Ehrendoktorw&uuml;rde wird ihr jedoch nicht genommen. Die Uni L&uuml;beck will Schavan die Auszeichnung demn&auml;chst in einem Festakt &uuml;berreichen &hellip;<br>\nDie Auszeichnung werde nicht aufgrund einer wissenschaftlichen Arbeit, sondern in Anerkennung besonderer Verdienste um die Wissenschaft verliehen, teilte das Pr&auml;sidium der Hochschule am Donnerstag mit.<br>\nSchavan hatte sich 2010 vehement f&uuml;r den Erhalt der Medizinerausbildung in L&uuml;beck eingesetzt. Daf&uuml;r hatte die Hochschule ihr bereits im Januar 2012 die Ehrendoktorw&uuml;rde zuerkannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/der-fall-schavan\/uni-luebeck-schavan-wird-ehrendoktor,21666736,21682426.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An dieser Verleihung eines Ehrendoktors, l&auml;sst sich das Ganze Dilemma solcher akademischen Ehrenbezeugungen ablesen. Man spendet einer Hochschule ein erkleckliches S&uuml;mmchen oder eine Stiftungsprofessur oder &ndash; wie im Fall der Uni L&uuml;beck &ndash; man schiebt als Politiker\/in einer Hochschule einige Million zu und als &bdquo;Dankesch&ouml;n&ldquo; verleiht dann die beg&uuml;nstigte Uni eine Ehrendoktorw&uuml;rde. Mit Geld oder sonstigen Verg&uuml;nstigungen kann man dann seinen Familiennahmen schm&uuml;cken. Das Gleiche geschieht in zunehmender Zahl mit den Honorar-Professuren. Die Uni schm&uuml;ckt sich mit einem prominenten Namen oder dankt f&uuml;r eine Gunstbezeugung und verleiht daf&uuml;r &bdquo;Orden&ldquo;. Das hat ganz selten etwas mit einer wissenschaftlichen Leistung oder mit wissenschaftlicher Lehre etwas zu tun.<br>\nSchavan hatte 2010 mit einem Finanzierungstrick den Studiengang Medizin an der Uni L&uuml;beck <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/luebecker-medizinstudium-wie-schavan-die-uni-rettung-herbeitrickste-a-705473.html\">gerettet<\/a>. Dem Land wurden aus dem Bundestopf 12 Millionen Euro zugeschoben, mit der Auflage damit das Medizinstudium zu erhalten. Dazu mag man stehen wie man will, aber daran wird deutlich, dass kein politischer Verantwortlicher einen Ehrendoktor-Titel erhalten d&uuml;rfte, weil bei jeder F&ouml;rderleistung der Verdacht aufkommen muss, dass diese durch eine vorherige oder nachtr&auml;gliche akademische &bdquo;Ehrung&ldquo; erkauft wurde.<br>\nAuf der offiziellen Website des BMBF <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/de\/555.php\">hei&szlig;t es zur Ministerin<\/a>:<br>\nSeit dem Wintersemester 2009\/2010 lehrt Annette Schavan als Honorarprofessorin f&uuml;r Katholische Theologie an der Freien Universit&auml;t Berlin. Im Jahr zuvor erhielt sie die Ehrendoktorw&uuml;rde der Philosophischen Fakult&auml;t der Universit&auml;t in Kairo und wurde zum ordentlichen Mitglied der Klasse I &ndash; Philosophie und Kulturhistorische Wissenschaften der Europ&auml;ischen Akademie der Wissenschaften und K&uuml;nste gew&auml;hlt. Im Jahr 2010 verlieh ihr die Tongji-Universit&auml;t, Shanghai, die Ehrendoktorw&uuml;rde; 2011 kamen jeweils die Ehrendoktorw&uuml;rde der Meiji Universit&auml;t, Japan, sowie der Hebr&auml;ischen Universit&auml;t Jerusalem hinzu.<br>\nDie Freie Universit&auml;t schweigt zur Honorarprofessur Schavans.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Rezension: &ldquo;Stresstest Deutschland &ndash; wie gut sind wir wirklich?&rdquo;<\/strong><br>\nStresstest Deutschland &ndash; wie gut sind wir wirklich? H&ouml;rt man auf die Massenmedien, so wird einem der Eindruck vermittelt, dass Deutschland gut durch die Krise gekommen ist, im Stande ist die Massenarbeitslosigkeit abzubauen und die Armut stets bek&auml;mpft wird. Jens Berger, bekannt durch seinen Blog &ldquo;Spiegelfechter&rdquo; und seinen Publikationen auf den &ldquo;Nachdenkseiten&rdquo;, kritisiert in seinem Buch unter anderem die unterwanderten Medien, den Lobbyismus und die Sozialpolitik in Deutschland.<br>\nDas vom Westend-Verlag verlegte Buch gew&auml;hrt dem Leser einen n&auml;heren Einblick in die oben genannten Themen &ndash; betrachtet aus einer linken Sichtweise. Vor allen Dingen im Lobbyismus-Kapitel bekommen Politiker ihr Fett weg. Die Namen Friedrich Merz und Wolfgang Clement fallen in diesem Kapitel h&auml;ufiger als F&uuml;llw&ouml;rter bei Stoiber-Reden. Der hierzulande aufgekeimte Lobbyismus betr&uuml;gt hinterr&uuml;cks die Demokratie &ndash; Fragen wie  &ldquo;warum wird der Lobbyismus vom Volk einfach hingenommen&rdquo; tun sich auf. Nicht immer hat der Autor Jens Berger Antworten auf alle Fragen, doch seine fundierten Recherchen dokumentieren ein klares Bild der d&uuml;steren Entwicklungen in punkto &ldquo;Lobbyismus&rdquo;.<br>\nJens Berger hat das heutige Deutschland einer Pr&uuml;fung unterzogen, und sein wenig schmeichelhaftes Ergebnis sachkundig und ausf&uuml;hrlich in seinem Erstlingswerk  niedergelegt. Berger verfolgt in diesem Buch, wie auch im Blog, sp&uuml;rbar den Anspruch, seinen Lesern komplexe politische und &ouml;konomische Inhalte und Vorg&auml;nge auf verst&auml;ndliche Weise nahezubringen, was ihm &ndash; absolut betrachtet &ndash; gut gelingt. Das Buch prahlt mit einer F&uuml;lle von Informationen, die Texte sind sprachlich dicht, der Autor argumentiert sauber und klar, meist sachlich und ruhig, gelegentlich an passender Stelle auch ironisch bis sarkastisch &ndash; an einigen kann es passieren, dass man kr&auml;ftig drauflos lachen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/buchrezension\/stresstest-deutschland-wie-gut-sind-wir-wirklich\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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