{"id":16157,"date":"2013-02-12T09:02:24","date_gmt":"2013-02-12T08:02:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157"},"modified":"2013-02-12T09:02:24","modified_gmt":"2013-02-12T08:02:24","slug":"hinweise-des-tages-1816","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weitelesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h01\">Journalismusforschung: &ldquo;Ganz auf Linie mit den Eliten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h02\">Jakob Augstein: Schirrmachers Egoismus-These: Ohne Zweifel links<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h03\">Oh my God! They killed China! oder Hurra, wir haben wieder Leistungsbilanz&uuml;berschuss mit der Volksrepublik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h04\">Neusprech-Glossar &ndash; W&ouml;rter und Wendungen aus der neoliberal gepr&auml;gten Sprache der Gegenwart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h05\">Lucas Zeise: Sch&auml;uble t&auml;ndelt mit der Bankenregulierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h06\">Nachholbedarf bei den L&ouml;hnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h07\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h08\">Es war wie eine Party<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h09\">Russlands Oligarchen sind nicht der teuerste Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h10\">Bahnvorst&auml;nde Grube und Kefer wegen Untreue und Betrugs angezeigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h11\">Die Hungermacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h12\">Funktioniert Kapitalismus? Ein Dialog mit Jens Berger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h13\">Papst-R&uuml;cktritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h14\">Zur Medienberichterstattung &uuml;ber Gregor Gysis Stasi-Kontakte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h15\">Kurzzeitged&auml;chtnis: Anmerkungen zur aktuellen Bayreuth-Inszenierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h16\">Bundesbildungspolitik: Deutschlands nutzlosestes Ministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h17\">Gesch&auml;ft mit Honorarprofessuren &ndash; Alles reine Ehrensache<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Journalismusforschung: &ldquo;Ganz auf Linie mit den Eliten&rdquo;<\/strong><br>\nEine neue Studie analysiert die Berichterstattung von deutschen Spitzenjournalisten<br>\nWie eng verbunden sind deutsche Spitzenjournalisten mit anderen Eliten unserer Gesellschaft? Und spiegelt sich die Verbundenheit zwischen Top-Journalisten und anderen Eliten auch in der Berichterstattung wieder?<br>\nUwe Kr&uuml;ger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f&uuml;r Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universit&auml;t Leipzig, gibt Antworten auf die Fragen. In einer beeindruckenden Studie hat Kr&uuml;ger die Netzwerkverbindungen deutscher Spitzenjournalisten analysiert. Seine Studie, die gewaltig am pluralistisch-demokratietheoretischen Medienverst&auml;ndnis r&uuml;ttelt, ist nun unter dem Titel &ldquo;Meinungsmacht&rdquo; als Buch erschienen. Ein Buch, das zu einem Standardwerk in der Journalistenausbildung und in den Redaktionen werden sollte.<br>\nIm Telepolis-Interview verr&auml;t Kr&uuml;ger, welche Journalisten eine besondere N&auml;he zur Elite aus Politik und Wirtschaft haben und berichtet, welche klassischen Techniken der Propaganda er in deutschen Leitmedien gefunden hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38515\/1.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dr. Uwe Kr&uuml;ger, Autor und Interviewpartner von Telepolis, ist ein Medienwissenschaftler, mit dem die NachDenkSeiten schon des &Ouml;fteren zu tun hatten &ndash; im guten, produktiven Sinne zu tun hatten. Das letzte Mal traf ich ihn bei einer Tagung in Leipzig, als ich dar&uuml;ber referierte, was Medienjournalismus leisten sollte. Siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5448\">hier<\/a>.<\/em><br>\n<em>Kr&uuml;ger nennt Namen. Das ist mutig, weil inzwischen in diesem Gewerbe und Netz von Medien und Eliten die Regel gilt, dass eine Kr&auml;he der anderen kein Auge aushackt. Kr&uuml;ger sagt, &ldquo;dass vier leitende Journalisten der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;, der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo;, der &ldquo;Welt&rdquo; und der &ldquo;Zeit&rdquo; stark in US- und Nato-affinen Strukturen eingebunden waren&rdquo;  &ndash; es handelt sich um die Au&szlig;enpolitik-Ressortleiter Stefan Kornelius (SZ) und Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ), Chefkorrespondent Michael St&uuml;rmer (Welt) und Mitherausgeber Josef Joffe (ZEIT).<\/em><br>\n<em>Kr&uuml;ger &uuml;ber deren Berichterstattung: &ldquo;Die Journalisten lagen ganz auf Linie mit den Eliten und benutzten sogar klassische Propagandatechniken.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jakob Augstein: Schirrmachers Egoismus-These: Ohne Zweifel links<\/strong><br>\nDer Konservative Frank Schirrmacher hat ein Buch &uuml;ber den Irrsinn des totalit&auml;ren Kapitalismus geschrieben. &ldquo;Ego&rdquo; ist ein intellektuelles Vergn&uuml;gen und ein politisches Zeichen der Hoffnung: Der Widerstand w&auml;chst.<br>\n Im Spiel will jeder gewinnen. Das ist die Bedingung der Spieltheorie. Damit lassen sich komplizierte Handlungsmuster beschreiben. Im Kalten Krieg haben amerikanische Milit&auml;rs und Physiker die Sowjets mit den Instrumenten der Spieltheorie in die Knie gezwungen. Als es keine Sowjets mehr gab, sind die Physiker an die Wall Street gegangen und zwingen seitdem mit ihrer Theorie die Welt in die Knie. Wir alle sind Opfer einer Ideologie des Egoismus. Sie wurde f&uuml;r eine Welt des Krieges entwickelt und verheert heute den Frieden. Eine Ideologie der K&auml;lte und des Autismus. Eine Ideologie von Psychopathen f&uuml;r Psychopathen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-ueber-frank-schirrmachers-neues-buch-ego-a-882547.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann nicht widersprechen, dass dem Turbokapitalismus und seiner ideologischen Unterf&uuml;tterung, dem Neoliberalismus etwas Irrsinniges anhaftet, das Psychopathen und Soziophaten zu &auml;u&szlig;erst erfolgreichen Akteuren in diesem System macht. Nicht weniger Aberwitzig ist die Tatsache, dass Merkel die Irrsinnsideologie des Neoliberalismus zu ihrer obersten politischen Handlungsmaxime gemacht hat. Ob Schirrmachers Buch, das h&auml;lt, was Augstein verspricht kann nat&uuml;rlich erst nach der Lekt&uuml;re verifiziert werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Auch die NachDenkSeiten werden sich noch ausf&uuml;hrlich mit Schirrmachers neuem Buch auseinandersetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Oh my God! They killed China! oder Hurra, wir haben wieder Leistungsbilanz&uuml;berschuss mit der Volksrepublik<\/strong><br>\nDie erste Runde im laufenden W&auml;hrungskrieg geht schon einmal ganz klar an Deutschland. Eine besonders eigenartige Kuriosit&auml;t: Seit Fr&uuml;hjahr 2012 weist dieses Land wieder einen &Uuml;berschuss in der Leistungsbilanz mit China aus &ndash; erstmals seit 1989. Auch der &Uuml;berschuss mit den s&uuml;dasiatischen Schwellenl&auml;ndern springt derzeit von Rekord zu Rekord, der Export&uuml;berhang erreicht H&ouml;hen, wie sie zuletzt kurz vor der Asienkrise 1997\/1998 gesehen wurden.<br>\n&Uuml;bersch&uuml;sse ausgerechnet im Hinterhof der globalen Industrie, der die Welt seit Jahren mit billigen Waren &uuml;berschwemmt! Das hat Folgen: Deutschland ist deswegen auf die Absatzgebiete in seinen Nachbarl&auml;ndern immer weniger angewiesen und kann deswegen den Euro-L&auml;ndern &uuml;berharsche Austerit&auml;ts- und Reformprogramme aufdr&auml;ngen. Bereits seit vergangenem Sommer liegen die &Uuml;bersch&uuml;sse mit Amerika und Asien erstmals seit 2003 wieder &uuml;ber denen mit Europa (Euroland ist schon seit Anfang 2012 abgeh&auml;ngt).\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130211-LB-Global.png\" title=\"\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2013\/02\/11\/they-killed-china\/\">Weitwinkelsubjektiv<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Neusprech-Glossar &ndash; W&ouml;rter und Wendungen aus der neoliberal gepr&auml;gten Sprache der Gegenwart<\/strong><br>\nNeoliberale Politik kommt mit einer verwirrenden Vielfalt an besch&ouml;nigenden oder verh&uuml;llenden W&ouml;rtern und Wendungen daher. Der Sinn bzw. Unsinn solcher Wortpr&auml;gungen soll in dem vorliegenden Glossar aufgedeckt werden. Die gegenw&auml;rtige Ausgabe enth&auml;lt 24 Beitr&auml;ge zu f&uuml;nf Themen (Arbeitsmarktreform, Bildungspolitik, Einwanderungspolitik, Gesundheitsreform und Wirtschaftspolitik) und zus&auml;tzlich die Rubrik Kurz kommentiert mit Notizen zu aktuellen Schlagw&ouml;rtern und Ausspr&uuml;chen. Diese Beispiele sollen dazu anregen, die vielf&auml;ltigen Erscheinungen von &lsquo;Neusprech&rsquo; in der politischen Auseinandersetzung aufzusp&uuml;ren. Weitere Mitstreiter bei dieser Teamarbeit sind jederzeit willkommen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/attacberlin.de\/ags\/sprache\/themen\/neusprech-glossar\/%20\">Arbeitsgruppe Sprache und Politik von Attac Berlin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Sch&auml;uble t&auml;ndelt mit der Bankenregulierung<\/strong><br>\nMerkel und Sch&auml;uble haben am Mittwoch im Kabinett ein neues Bankenregulierungsgesetz auf den Weg gebracht. Selbst regierungsh&ouml;rige, lammfromme Journalisten haben begriffen, da&szlig; es sich hier um Wahlkampf ohne weitere politische Bedeutung handelt. Der Gesetzentwurf sieht so popul&auml;re Dinge vor wie Haftstrafen f&uuml;r Banker, die das Risiko der Bankgesch&auml;fte nicht angemessen &uuml;berwachen, oder die Trennung der Eigenhandelsaktivit&auml;ten der Bank vom &uuml;brigen Gesch&auml;ft. Herr Kemmer vom Bundesverband deutsche Banken sprach pflichtschuldigst von drohender &Uuml;berregulierung. Herr Steinbr&uuml;ck, Kanzlerkandidat der SPD, und Herr Trittin, Spitzenkandidat bei den Gr&uuml;nen, sagten, diese Ma&szlig;nahmen gingen ihnen nicht weit genug. Da haben die beiden ausnahmsweise recht. Man erinnere sich: Als die Finanzkrise noch jung war, hat der damals frisch gew&auml;hlte US-Pr&auml;sident Obama eine Kommission zur Bankenregulierung mit dem Ziel eingesetzt, das Investment-Banking vom gew&ouml;hnlichen Kredit- und Einlagengesch&auml;ft zu trennen. Die von Obama eingesetzte Kommission empfahl tats&auml;chlich, zur Trennung zur&uuml;ckzukehren, und ein entsprechendes Gesetz wurde verabschiedet. Allerdings handelt es sich hier, anders als zu Roosevelts Zeiten, nur um einen formalen Akt. Denn die separaten Investmentbanken bleiben Teil des Gesamtkonzerns. Die Macht der gro&szlig;en Bankkonzerne bleibt unangetastet. Im Gesetz ist daf&uuml;r gesorgt, da&szlig; die Konzernspitzen den Durchgriff auf die regulatorisch getrennten Investmentbankt&ouml;chter weiterhin haben.  Eine auf EU-Ebene eingesetzte Kommission unter dem finnischen Zentralbankpr&auml;sidenten Liikanen empfahl erst im Oktober vorigen Jahres, volle f&uuml;nf Jahre nach Beginn der Finanzkrise, eine Trennung der Bankaktivit&auml;ten &auml;hnlich wie in den USA. Aus diesen Empfehlungen strickt die EU-Kommission nun eine Vorlage, damit dies irgendwann einmal auch in den Mitgliedsl&auml;ndern Gesetz werden soll. Sch&auml;ubles Bankenregulierungsgesetz kommt daf&uuml;r zu fr&uuml;h und bleibt selbst hinter dem k&uuml;mmerlichen Liikanen-Bericht zur&uuml;ck. &ndash; W&auml;hrend sich Merkel und Sch&auml;uble solche T&auml;ndeleien erlauben, sind sie zugleich dabei, zugunsten der Banken im Euro-Gebiet ein System der Staatsbeihilfen zu installieren, das die Banker selber bedienen d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/02-09\/023.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat ein billiger Propagandatrick der Regierung, denn das Gesetz wird auf keinen Fall den Bundesrat passieren, da  die Vorschl&auml;ge der Union der Opposition nicht weit genug gehen. Und nat&uuml;rlich gibt die Bundesregierung Br&uuml;ssel die Vorlage, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14609#h05\">in welche Richtung der Liikanenbericht<\/a> bearbeitet werden soll. Ein wunderbares Wahlkampfpapier, das der Merkelschen Strategie vollauf gerecht wird, die Positionen der Opposition fr&uuml;hzeitig mit eigenen Vorschl&auml;gen zu besetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nachholbedarf bei den L&ouml;hnen<\/strong><br>\nWirtschaftliche Rahmenbedingungen der Tarifrunde 2013 \n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130212_loehne.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130212_loehne_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130212_konsum.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130212_konsum_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130212_gewinn.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130212_gewinn_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130212_lohnstueckkosten.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130212_lohnstueckkosten_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130212_grafiken_rahmenbedingungen_tarifrunden.pdf\">ver.di Wirtschaftspolitische Informationen, Februar 2013 [PDF &ndash; 127.1 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die &ldquo;verbotene&rdquo; Nachricht<\/strong><br>\nSeit einigen Tagen ist es in Griechenland gegen Androhung von Strafe verboten, im Fernsehen Bilder von verwahrlosten B&uuml;rgern zu zeigen. Der Medienaufsicht gem&auml;&szlig; sollen es die Sender unterlassen, die Krisenfolgen anhand personifizierter Beispiele zu pr&auml;sentieren. Dass dadurch f&uuml;r Medienkonsumenten ein real nicht existierendes Paralleluniversum, in dem lediglich die Parolen der Regierung vom angeblich nahenden Wirtschaftswachstum geschaffen wird, scheint dem Rundfunkrat nicht nur egal zu sein, sondern das d&uuml;rfte eher beabsichtigt sein.<br>\nAls der englische Guardian in der vergangenen Woche ein Bild zahlreicher, um eine T&uuml;te Orangen bettelnder, verarmter Griechen als &ldquo;picture of the day&rdquo; pr&auml;sentierte, waren sich viele der im Land als &ldquo;Papageien der Regierung&rdquo; verachteten Kommentatoren samt ihrer geladenen Regierungspolitiker einig. Der Guardian, hie&szlig; es, w&uuml;rde zusammen mit den anderen ausl&auml;ndischen Medien, &ldquo;das Bild des Landes im Ausland verzerren und somit dem Land Schaden zuf&uuml;gen&rdquo;.<br>\nZwischen dem englischen Blatt und dem griechischen B&uuml;rgerschutzminister Nikos Dendias herrscht seit Monaten ein Kleinkrieg. Dendias m&ouml;chte die Journalisten und ihre Zeitung verklagen, weil diese systematisch &uuml;ber Folter in griechischen Polizeistationen berichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38543\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine S&ouml;ldnertruppe zum Schutz der Politik<\/strong><br>\nDer Ex-Botschafter Leonidas Chrysanthopoulos &uuml;ber die Lage in Griechenland. Anl&auml;sslich der aktuellen Entwicklungen in Griechenland sprach Telepolis mit dem griechischen Botschafter a.D. Leonidas Chrysanthopoulos. Der rastlose Diplomat engagiert sich seit einiger Zeit bei EPAM, einer der zahlreichen Gruppierungen, die sich den Kampf gegen den Sparkurs auf die Fahnen geschrieben haben.<br>\nChrysanthopoulos zeichnet verantwortlich f&uuml;r ein Thema der griechischen Nachrichtenwoche. In einem Interview f&uuml;r The Milestone, ein Online-Medium aus Mississippi, hatte er bereits im Dezember 2012 verk&uuml;ndet, dass die griechische Regierung mit der amerikanischen Sicherheitsfirma Blackwater einen Vertrag abgeschlossen habe. Blackwater, nun Academi genannt, soll mit privaten Sicherheitskr&auml;ften das Parlament und die Regierung vor inneren Unruhen sch&uuml;tzen. Es d&uuml;rfte sich um den ersten Einsatz der S&ouml;ldnertruppe au&szlig;erhalb eines offiziellen Kriegsgebiets handeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38521\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Offenbar ist Griechenland ein Experimentierfeld daf&uuml;r wie weit man mit der &bdquo;marktkonformen&ldquo; Demokratie gehen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Es war wie eine Party<\/strong><br>\nEigentlich w&uuml;rde man meinen, dass die Geschichte der amerikanischen Finanzkrise 2007-09 schon l&auml;ngst erz&auml;hlt ist. Es gibt ja kaum ein Thema, das in den letzten Jahren &ouml;fters debattiert und dokumentiert worden ist. Aber es ist nicht so. Noch ist nicht die ganze Wahrheit auf dem Tisch. Immer wieder tauchen neue Tatsachen auf, die einen &uuml;berraschen.<br>\nVor knapp einem Monat ist es zum Beispiel der US-Fernsehstation PBS gelungen, ein neues Licht auf die Ereignisse zu werfen. In ihrem sehenswerten Dokumentarfilm &laquo;The Untouchables&raquo; zeigen die Journalisten ganz konkret, wie die Wall-Street-Banken die Pr&uuml;fung der Subprime-Kredite bewusst nachl&auml;ssig gestalteten.<br>\nDas ging folgendermassen vor sich. Wenn eine Wall-Street-Bank beabsichtigte, ein B&uuml;ndel von Subprime-Krediten einer Hypothekarbank abzukaufen, schickte sie oft eine sogenannte Due-Diligence-Firma vor, die das Kreditdossier aufgrund von wenigen Stichproben pr&uuml;fen sollte. Der Auftrag lautete, eine &laquo;vern&uuml;nftige Beurteilung&raquo; vorzunehmen, was nichts anderes hiess, als die Kreditantr&auml;ge sehr grossz&uuml;gig zu beurteilen und einen gesch&ouml;nten Bericht zu schreiben.<br>\nSo verkam das Ganze zu einer Farce, was die Mitarbeiter der Due-Diligence-Firmen dazu veranlasste, sich m&ouml;glichst gut zu am&uuml;sieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/11669\/es-war-wie-eine-party\/\">Tages-Anzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Russlands Oligarchen sind nicht der teuerste Skandal<\/strong><br>\nAuf Zypern horten russische Oligarchen Milliarden an Schwarzgeld. Nachdem sich die deutsche Regierung deshalb lange gegen EU-Hilfspakete f&uuml;r Zypern gestr&auml;ubt hatte, knickt sie offenbar nun doch ein. Aber das ist nicht der teuerste Skandal, denn eine Debatte um Europas Steuergerechtigkeit scheuen konservative und liberale Politiker bis heute.<br>\nDie EU duldet seit vielen Jahren Steueroasen wie Zypern. Deutsche, franz&ouml;sische, englische Steuervermeider sind dort ebenso willkommen wie grenz&uuml;berschreitend t&auml;tige Holdinggesellschaften, die sich im Rest Europas jeder Solidarit&auml;t entziehen. Die Mittelmeerinsel wirbt nicht nur mit der niedrigsten K&ouml;rperschaftsteuer der gesamten EU &ndash; der Steuersatz liegt bei 10 Prozent, sondern verweigert sich auch Quellensteuern auf Dividenden. Wie einfach es ist, mit einer Briefkastenfirma in Nikosia den Steuerbeh&ouml;rden der europ&auml;ischen Nachbarn zu entkommen, zeigten j&uuml;ngst ZDF-Reporter. &bdquo;Unternehmensberatungen&ldquo; bieten im Internet gleich das Komplett-Paket &bdquo;Firmensitz auf Zypern&ldquo;. Auch auf den Seiten des &bdquo;Netzwerks Steuergerechtigkeit&ldquo; kann man sich &uuml;ber die wahrhaft skandal&ouml;sen Verh&auml;ltnisse in der EU informieren &ndash; von Zypern &uuml;ber Malta bis Luxemburg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.treffpunkteuropa.de\/Russlands-Oligarchen-sind-nicht-der-teuerste-Skandal,05531\">treffpunkteuropa<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bahnvorst&auml;nde Grube und Kefer wegen Untreue und Betrugs angezeigt<\/strong><br>\nAus der Pressemitteilung der Stgt21-Gegner:\n<blockquote><p>Stuttgart, 11. Februar 2013: Weil sie wider besseres Wissen den Aufsichtsrat der Bahn AG nicht rechtzeitig &uuml;ber die Kostenexplosion bei S 21 informierten, weiter ohne Rechtsgrundlage Bauauftr&auml;ge erteilten und weiter bauen lie&szlig;en, haben Dr. Eisenhart von Loeper, Sprecher des Aktionsb&uuml;ndnisses gegen Stuttgart 21 sowie der ehemalige Vorsitzende Richter am Landgericht Stuttgart Dieter Reicherter die Bahnvorst&auml;nde R&uuml;diger Grube und Volker Kefer angezeigt. Tatvorwurf der heute bei der Staatsanwaltschaft Berlin eingegangenen Anzeige: Betrug und Untreue. Von Loeper und Reicherter machen geltend, das Milliardendefizit und die damit weggebrochene Finanzierung des Projekts seien dem Bahnvorstand nach verl&auml;sslichen Informationen seit Anfang Juli 2012 bekannt gewesen.<br>\n&hellip;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/2013\/02\/11\/presseerklarung-bahnvorstande-grube-und-kefer-wegen-untreue-und-betrug-angezeigt\/#more-42717\">Bei Abriss Aufstand<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wir w&uuml;nschen viel Erfolg und hoffen, dass die Klagen auf Aufsichtsr&auml;te ausgedehnt werden k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Hungermacher<\/strong><br>\nNun wird alles gut! Frankfurt vergangene Woche. Die neuen Chefs der Deutschen Bank k&uuml;ndigen den Imagewechsel an. Geplant sind: saubere Gesch&auml;fte. Da mutet es seltsam an, dass die Deutsche Bank auf die Spekulation mit Nahrungsmitteln auch in Zukunft nicht verzichten will. Die sind ebenso lukrativ wie umstritten.<br>\n&bdquo;Das Problem f&auml;ngt an, wenn diejenigen, die an den Rohstoffen selber &uuml;berhaupt kein Interesse haben, die gro&szlig;e Masse derer bilden, die handeln&ldquo;, sagt Harald Schumann, Autor des Buches &bdquo;Die Hungermacher&ldquo;. &bdquo;Und das ist eben durch &ndash; unter anderen &ndash; die Deutsche Bank in den letzten zehn Jahren so organisiert worden, dass inzwischen an manchen Tagen und bei manchen Rohstoffen 80 Prozent aller gehandelten Warenterminkontrakte von Finanzanlegern gehandelt werden. Das hat dazu gef&uuml;hrt, dass der Rohstoffmarkt in einen Kurzschluss geraten ist mit dem globalen Kapitalmarkt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/br\/20130210-ttt-nahrungsmittelspekulation-114.html\">DasErste<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Funktioniert Kapitalismus? Ein Dialog mit Jens Berger<\/strong><br>\nEs ist ein Abtasten; wir haben versucht, uns aufs Wesentliche zu konzentrieren und viel Wichtiges am Rande liegen lassen. Vielleicht liegt in den &ldquo;Nebenkriegsschaupl&auml;tzen&rdquo; erst der wahre Reiz, aber der Text ist auch so mehr als lang genug geraten. Mir hat es Spa&szlig; gemacht und Lust auf mehr &ndash; in diesem oder einem anderen Medium. Das Experiment wird heute auch beim Spiegelfechter gepostet. Leider haben wir technisch nicht die M&ouml;glichkeit, die Diskussionen zusammenzufassen und machen halt zwei daraus. Mal sehen, was wir dabei lernen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=17050\">Feynsinn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Papst-R&uuml;cktritt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Pope Benedict Stepping Down in Shocking Abdication<\/strong><br>\nNot since the 15th century has a pope resigned his throne. Speculation abounds regarding the pope&rsquo;s unusual decision. Was it the sex-abuse scandal?<br>\nCiting age and infirmity as his reason for leaving the papacy, Benedict&rsquo;s action comes just weeks after he opened his celebrated Twitter account &mdash; and less than a month after the decades-old child abuse scandal drew nearer to the pope&rsquo;s door, with revelations published in the Los Angeles Times earlier this month that Cardinal Roger Mahony, then Archbishop of Los Angeles, sought to evade the law in cases involving the sexual abuse of children by the priests in his charge by sending them to treatment facilities in states that did not require health professionals to report the crimes to authorities&hellip;.<br>\nAs the Vatican&rsquo;s enforcer, Ratzinger was known for his strong hand, especially in his punishments for any church figure who ran afoul of the church&rsquo;s misogynist, homophobic and authoritarian doctrines. Liberation theologians received especially harsh treatment, and feminist nuns who posited that abortion could sometimes be a moral choice were threatened with explusion from their orders.<br>\nAs pope, Ratzinger roiled the Muslim world &mdash; quite deliberately, I thought &mdash; with a speech in which he quoted a Byzantine emperor&rsquo;s declaration that the Prophet Muhammed had brought nothing new to the Abrahamic faiths except for the notion that his should be spread by the sword. Predictably, riots ensued.<br>\nIn visits to Africa, where Christianity remains locked in a fierce battle with Islam, Pope Benedict fared better, attracting large crowds last year in Benin as he preached a message against corruption. (Honestly, the church really needs to anoint a patron saint of irony.)<br>\nYet, as John Allen wrote in the National Catholic Reporter, Benedict also preached against the Africanization of the faith &mdash; in a country where voodoo is enjoying a resurgence, and ignoring the fact that Catholicism itself was born of a syncretization of European paganism with the rabbinical Judaism of Jesus.<br>\nCompared to that of his predecessor, Karol Wojtyla (Pope John Paul II), the papacy of Benedict XVI has been pale and dour by comparison.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/news-amp-politics\/pope-benedict-stepping-down-shocking-abdication?akid=10041.13669.tjVxRj&amp;rd=1&amp;src=newsletter792857&amp;t=3&amp;paging=off\">AlterNet<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Neben den lobenden Nachrufen auf den &bdquo;deutschen&ldquo; Papst in den etablierten deutschen Medien einmal eine kritischere Meldung aus dem Ausland.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Bilanz von Benedikt ist ern&uuml;chternd&rdquo; <\/strong><br>\nDie Bilanz nach fast 8 Jahren Pontifikat Benedikt XVI. ist leider ern&uuml;chternd. Bei all seinem Bem&uuml;hen, werden eine Reihe von Fehlentscheidungen und Belastungen mit seinem Namen verbunden bleiben: Tridentinischer Ritus, Piusbr&uuml;der, Regensburger Rede, sexueller Missbrauchsskandal, Vertrauensverlust in die Institution, Vatileaks, nicht nachvollziehbare Personalentscheidungen, Kommunikationsdefizite im Vatikan, Relativierungstheorie. Nichts ist gel&ouml;st von den Themen des weltweit beklagten Reformstaus: Z&ouml;libat, Frauenpriestertum, geschiedene Wiederverheiratete, Mitwirkung und Eigenverantwortung aller Getauften und Gefirmten an der Sendung der Kirche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.regensburg-digital.de\/bilanz-von-benedikt-ist-ernuchternd\/11022013\/\">Laienverantwortung Regensburg e.V. in regensburg digital<\/a><\/li>\n<li><strong>Benedikts weltfremde Kirche<\/strong><br>\nAcht Jahre Benedikt &ndash; und ein R&uuml;cktritt, der Respekt dort und H&auml;me hier hervorruft. Dabei war dieser deutsche Papst vor allem eines: Weltfremd. Weil er die Kirche entweltlichen wollte. Weil er kein Gesp&uuml;r f&uuml;r diese Welt hatte und kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Menschen in dieser Welt. Statt die Welt mit der Kirche zu vers&ouml;hnen, hat er einen Kampf gegen die Moderne gef&uuml;hrt . Er hat s&uuml;damerikanische Befreiungstheologen verdammt und sich antisemitischen Zirkeln zugewandt. Er hat Traditionalisten und Reaktion&auml;re zu Bisch&ouml;fen ernannt &ndash; und einen von ihnen gleich zum Chef der allerheiligsten Glaubenskongregation. Damit wird er weit &uuml;ber sein Pontifikat hinaus wirken &ndash; und auch sein Nachfolger d&uuml;rfte eher ein Mann des Mittelalters sein als einer, der die katholische Kirche erneuert. Dabei h&auml;tte eine erneuerte Kirche eine wichtige Funktion f&uuml;r die Gesellschaft: Eine Kirche, die kompromisslos an der Seite der Entrechteten steht. Die Frauen ernst nimmt. Die gegen Unterdr&uuml;ckung und neue Interventionskriege k&auml;mpft. Eine Kirche, die sich mit den M&auml;chtigen dieser Welt anlegt statt Frauen in Not oder Homosexuelle zu S&uuml;ndern zu erkl&auml;ren. Es lohnt sich, &uuml;ber und f&uuml;r diese Kirche zu streiten. Gerade weil dieser Papst so viel vers&auml;umt hat!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\">Monitor<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man erlebt hier dasselbe wie bei Schavan, obwohl Benedikt XVI alias Josef Ratzinger ein konservativer Reaktion&auml;r war (wobei sich die Frage stellt welcher Papst war kein konservativer Reaktion&auml;r) &uuml;berschl&auml;gt sich die Mainstreampresse mit Lobeshymnen.<\/em> <\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zur Medienberichterstattung &uuml;ber Gregor Gysis Stasi-Kontakte<\/strong>\n<ol>\n<li>Regelm&auml;&szlig;ig vor einer Bundestagswahl findet eine solche Kampagne gegen Gregor Gysi und DIE LINKE statt. Dies zeigt zwar das Ziel der Autoren der &lsquo;Welt&rsquo;, geht aber an der Wahrheit genauso vorbei wie bei allen derartigen fr&uuml;heren Kampagnen.<\/li>\n<li>In der &lsquo;Welt&rsquo; werden wieder viele verschiedene Sachverhalte zusammen gemischt, die zum Teil mit dem laufenden Ermittlungsverfahren nichts zu tun haben.<\/li>\n<li>Gregor Gysi f&uuml;hrte wegen des Films &lsquo;Die Akte Gysi&rsquo; des NDR ein Gerichtsverfahren durch, da er sich die dort enthaltenen Stasi-Vorw&uuml;rfe nicht bieten lassen wollte. Nach Hinweisen des Gerichts musste der NDR einlenken und sich zur Unterlassung bereit erkl&auml;ren. In diesem Verfahren gab es auch eine eidesstaatliche Versicherung von Gregor Gysi. Da jemand Anzeige wegen des Verdachts einer falschen eidesstaatlichen Versicherung erstattet hat, muss die Staatsanwaltschaft von Amts wegen den Vorwurf in einem Ermittlungsverfahren pr&uuml;fen. Das ist nichts Sensationelles. Schon einmal hat die Staatsanwaltschaft Hamburg bei einer &auml;hnlichen Anzeige gegen eine &auml;hnliche eidesstattliche Versicherung ein Ermittlungsverfahren gegen Gregor Gysi eingeleitet und es dann gem&auml;&szlig; &sect;170 Abs. 2 StPO eingestellt, weil seine eidesstaatliche Versicherung der Wahrheit entsprach. Ebenso wenig sensationell ist das Verhalten des Immunit&auml;tsausschusses des Deutschen Bundestages. Gysis Immunit&auml;t musste gar nicht aufgehoben werden, weil der Deutsche Bundestag zu Beginn jeder Legislaturperiode beschlie&szlig;t, sie f&uuml;r alle Abgeordneten f&uuml;r den Fall eines Ermittlungsverfahrens aufzuheben. Die Immunit&auml;t h&auml;tte wieder hergestellt werden k&ouml;nnen, was aber in solchen F&auml;llen durch den Immunit&auml;tsausschuss bei keiner und keinem geschieht.<\/li>\n<li>Es ist v&ouml;llig abwegig, dass Gregor Gysi die Behauptung unterstellt wird, niemals einen Kontakt zu Staatssicherheitsleuten gehabt zu haben. Die Staatssicherheit hatte ein eigenes Untersuchungsorgan wie die Polizei. Und die Kontakte, die ein Verteidiger zur Polizei hatte, musste er selbstverst&auml;ndlich im Interesse seiner Mandanten auch zu diesem Untersuchungsorgan herstellen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=18752\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Versicherung an Eides statt<\/strong><br>\nSo verschieden werden eidesstattliche Versicherungen bewertet. Bei Schavan spielt sie keine Rolle, bei Gysi schon. Springers Welt hat mit dem alten Stasi-Vorwurf gegen Gysi ein Thema besetzt, das mal wieder zu einer Top-Nachricht in allen Medien reicht. Dabei sind au&szlig;er einer Anzeige keine neuen Erkenntnisse in diesem Fall erkennbar. Die Welt selber gibt an, richtig lange und intensiv recherchiert zu haben. Das Ergebnis, so die nebul&ouml;se Aussage, sei f&uuml;r die Journalisten des Springer Blattes zumindest verd&auml;chtig. Das dr&uuml;ckt sich dann auch in dem giftigen Kommentar von Torsten Krauel aus. Er schreibt &ldquo;Gregor Gysi mangelt es an Respekt vor der Justiz&rdquo;, weil er nicht wie Wulff und Schavan einfach zur&uuml;cktrete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/02\/11\/versicherung-eides-statt-15521076\/\">Andr&eacute; Tautenhahn<\/a><\/p>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/20130211_gysi-vorwuerfe_1926345.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kurzzeitged&auml;chtnis: Anmerkungen zur aktuellen Bayreuth-Inszenierung<\/strong><br>\nIn den Debatten um das D&uuml;sseldorfer Plagiatsverfahren gegen Ministerin Annette Schavan ist an Absurdit&auml;ten kein Mangel. Zu den besonderen Merkw&uuml;rdigkeiten geh&ouml;rt es, wie der &ldquo;Fall Guttenberg&rdquo; zum Ma&szlig; aller Dinge ger&auml;t und das damals in Bayreuth gew&auml;hlte Vorgehen zum musterg&uuml;ltigen Prozedere erkl&auml;rt wird, an dem sich die D&uuml;sseldorfer besser ein Beispiel genommen h&auml;tten. Diese von Faktenkenntnis weitgehend unbeschwerte Sichtweise zeigt vor allem eins: Das Kurzzeitged&auml;chtnis vieler Kommentatoren folgt in erster Linie ihrer Meinungswillensbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/causaschavan.wordpress.com\/2013\/02\/08\/kurzzeitgedachtnis-anmerkungen-zur-aktuellen-bayreuth-inszenierung\/\">Causa Schavan<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bundesbildungspolitik: Deutschlands nutzlosestes Ministerium<\/strong><br>\nWas wird von Annette Schavan bleiben? Man muss es ehrlich sagen: nicht viel. Die CDU-Politikerin hat sich schon vor Jahren selbst entmachtet, auf Bundesebene findet Hochschulpolitik praktisch nicht statt. Es w&auml;re konsequent, das Amt des Bundesbildungsministers abzuschaffen. Bologna und Exzellenzinitiative &ndash; waren Erbst&uuml;cke ihrer umtriebigen Amtsvorg&auml;ngerin Edelgard Bulmahn (SPD). Schavan hat die Projekte gelobt und begr&uuml;&szlig;t, nur gestaltet hat sie nicht. Sie beschr&auml;nkte sich aufs Verwalten. Wie h&auml;tte sie auch gestalten sollen? Tats&auml;chlich gibt es seit Schavans Amtsantritt keinen machtloseren Posten in der Regierung als den des Bundesministers f&uuml;r Bildung und Forschung. Bildung ist L&auml;ndersache, das war bei Schulen schon immer so, aber gerade Annette Schavan hat gro&szlig;en Anteil daran, dass ihr auch die Hochschulkompetenz abhandenkam. Die F&ouml;deralismusreform 2006 verbot dem Bund, Bildung zu finanzieren und Schavan stimmte damals dieser Entmachtung zu. Das Studienangebot ist seitdem kunterbunt geworden: F&uuml;r zusammengenommen gut 14.000 Bachelor- und Masterangebote regeln die Hochschulen die Zulassung selbst, jede f&uuml;r sich alleine. Hundertausende Abiturienten bewerben sich deshalb j&auml;hrlich an zehn oder mehr Hochschulen, Tausende Pl&auml;tze bleiben dabei frei. Was Schavan dagegen tat? Sie sah drei Jahre zu und gab dann eine Software in Auftrag, die bis heute nicht funktioniert. Als von sich selbst entmachtete Bundesministerin konnte Schavan wenig bewirken &ndash; aber umso mehr h&auml;tte sie die mahnende Stimme in der bildungspolitischen Kakophonie der Ministerpr&auml;sidenten, Landesminister und Hochschulen sein m&uuml;ssen. Sie h&auml;tte auch Anw&auml;ltin der deutschen Studenten sein k&ouml;nnen, die in den vergangenen knapp zehn Jahre in die M&uuml;hlen der Bologna-Reform geraten sind. Auf Solidarit&auml;t der Ministerin aber warteten Deutschlands Studenten vergeblich. Als sie sich im gro&szlig;en Bildungsprotest 2009 gegen die anfangs verkorkste Bologna-Reform auflehnten, sagte Schavan den Demonstranten, ihre Proteste seien &ldquo;gestrig&rdquo;. Die Reform sei n&ouml;tig und &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; Zust&auml;ndigkeit der L&auml;nder und der Hochschulen. Basta.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/analyse-der-bildungspolitik-nach-schavans-ruecktritt-a-882415.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Selbst die Bundeskanzlerin hat eigentlich nichts Konkretes zu den Leistungen von Frau Schavan sagen k&ouml;nnen. Sie hat &ldquo;die anerkannteste und profilierteste Bildungspolitikerin unseres Landes&rdquo; letztlich mit einer Verhaltensnote beurteilt: &ldquo;Sieben Jahre Bundesbildungsministerin, zuvor zehn Jahres Landeskultusministerin, insgesamt also 17 Jahre im Dienste f&uuml;r den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland. Das sucht seinesgleichen. &rdquo; Die Gelegenheit die &ldquo;wegweisende Ma&szlig;nahmen und Initiativen&rdquo; konkret zu benennen hat die Kanzlerin ausgelassen. Stattdessen hat sie uns ihr &ouml;konomistisches Bild von Bildung in seltener Klarheit um die Ohren gehauen: &ldquo;Junge Menschen in unserem Land die bestm&ouml;glichen Chancen zu bieten, ihre F&auml;higkeiten zu entwickeln, und einen entscheidenden Beitrag zu unserer weltweiten Wettbewerbsf&auml;higkeit und damit Sicherung unseres Wohlstandes zu leisten.&rdquo; Da h&auml;tte ohne weiteres die DDR-Losung: &ldquo;Alles zum Wohle des Volkes &rdquo; gepasst. Und genauso wie der Gutachter der Schavan-Dissertation feststellen musste: &bdquo;Eine leitende T&auml;uschungsabsicht ist nicht nur angesichts der allgemeinen Muster des Gesamtbildes, sondern auch aufgrund der spezifischen Merkmale einer signifikanten Mehrzahl von Befundstellen zu konstatieren&rdquo; ist auch die Kanzlerin von einer T&auml;uschungsabsicht geleitet, wenn sie den B&uuml;rgern den R&uuml;cktritt von Schavan als edelstes Tun zum Wohle des Volkes preist: &ldquo;Und genau deshalb stellt sie jetzt in dieser Stunde ihr eigenes, pers&ouml;nliches Wohl hinter das Wohl des Ganzen, hinter das Gemeinwohl. Diese Haltung macht Annette Schavan aus.&rdquo; Es ist doch geradezu absurd anzunehmen, dass Frau Schavan, wenn sie denn von der Kanzlerin im Amt belassen worden w&auml;re, irgendein Wohl zu erwarten gehabt h&auml;tte. Sie h&auml;tte sich bei jedem Aufritt in einem universit&auml;ren Umfeld, ja letztlich in jeder Bildungseinrichtung, der Missbilligung und dem vielleicht nicht ausgesprochenen, aber zu f&uuml;hlendem Spott und Hohn von Studenten und Wissenschaftlern stellen m&uuml;ssen. Die Stimmung in der Presse war schon in den letzten Tagen gekippt und h&auml;tte sich wie immer in solchen F&auml;llen mit der Zeit verst&auml;rkt. Dass die Kanzlerin auf das Gemeinwohl verweist, ist besonders infam. Denn es geht um das Wohl der Partei, die im Wahljahr nicht mit noch mehr Problemen belastet werden soll. &ndash; Dass Annette Schavan sich l&auml;ngst ihre eigene Realit&auml;t zurecht gebastelt hat und weiterhin jede T&auml;uschungsabsicht leugnet, die jedem Sch&uuml;ler auf <a href=\"http:\/\/schavanplag.wordpress.com\/2012\/04\/28\/seite-259\/\">&ldquo;schavanplag&rdquo; in das Auge springt<\/a>, ist die eine Sache, dass aber Angela Merkel den Versuch, ihre Regierung, ihre Partei aus der Schusslinie zu bringen, mit einem Opfer f&uuml;r das Gemeinwohl verbindet, ist entt&auml;uschend und nimmt dieser Kanzlerin endg&uuml;ltig den Nimbus der pers&ouml;nlichen Ehrlichkeit und Bodenhaftung und stellt sie in eine lange Reihe von Politikern, f&uuml;r die das Volk nur noch zu manipulierendes Wahlvolk ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gesch&auml;ft mit Honorarprofessuren &ndash; Alles reine Ehrensache<\/strong><br>\n&hellip; aus der Abteilung von Schavans Abteilungsleiter Lukas flossen Millionenbetr&auml;ge an ein Institut der Technischen Universit&auml;t Berlin. Diese bedachte den leitenden Ministerialbeamten wiederum mit einer besonderen Ehre &ndash; und machte ihn zum Honorarprofessor. Sein Fall zeigt, wie l&auml;ssig der Umgang mit Titeln in Deutschland gehandhabt wird. Das Bildungsministerium selbst f&ouml;rderte diese Praxis. Allen voran: Annette Schavan.<br>\nEin Fall aus dem Bildungsministerium zeigt, wie problematisch das Gesch&auml;ft mit Honorarprofessuren ist. Schavan stand diesem System vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Geschaeft-mit-Honorarprofessuren\/!110717\/\">taz<\/a> <\/li>\n<ol>\n<\/ol><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weitelesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16157","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16157","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16157"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16157\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16159,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16157\/revisions\/16159"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16157"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16157"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16157"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}