{"id":16182,"date":"2013-02-15T09:53:50","date_gmt":"2013-02-15T08:53:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182"},"modified":"2013-02-15T17:01:47","modified_gmt":"2013-02-15T16:01:47","slug":"hinweise-des-tages-1819","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB(WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h01\">Amazon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h02\">Gerd Bosbach: Vorsicht, Experte! &ndash; Wie sich Wissenschaftler um Kopf und Kragen rechnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h03\">Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2012 um 0,6 % zur&uuml;ckgegangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h04\">Euro Crisis, Austerity Policy and the European Social Model<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h05\">Scheinriese Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h06\">Jens Berger &ndash; 100 Prozent? Keine Spitzenidee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h07\">Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland steigt auf 60 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h08\">Rekordbonus bei Deutscher Bank &ndash; Das 80-Millionen-Ding<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h09\">Finanztransaktionssteuer: Gesetzesentwurf der EU-Kommission Grund zu Freude und Wachsamkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h10\">Arbeitszeitverk&uuml;rzung in Frankreich &ndash; Mehr Jobs f&uuml;r Geringqualifizierte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h11\">Vom Parlament &uuml;bertragene Befugnisse &uuml;berschritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h12\">Chinesen billig im Angebot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h13\">Whistleblower vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h14\">Gier, Pech oder arglistige T&auml;uschung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h15\">Die Syrien-Falle &ndash; Deutschland und der Krieg gegen Assad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h16\">Forderungen an neue Bildungsministerin Wanka: &ldquo;Bologna endlich ernst nehmen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h17\">Nach der Umfrage ist vor der Umfrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h18\">Warum ARD und ZDF so schlecht und so teuer sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182#h19\">DGB Nord: Die B&ouml;rsenberichte im TV umbauen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16182&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Amazon<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Leiharbeiter bei Amazon &ndash; Made in China<\/strong><br>\nDer Konzern ist der gr&ouml;&szlig;te Profiteur, seine Handlanger hei&szlig;en Trenkwalder, CoCo Job Touristik GmbH &amp; Co. KG und H.E.S.S. Amazon ist bekannt f&uuml;r seine kreative Buchhaltung und weist f&uuml;r sein Deutschland-Gesch&auml;ft Verluste aus. Das schadet nicht nur dem deutschen Staat, sondern allen Wettbewerbern, die sich gegen&uuml;ber ihren Mitarbeitern fair verhalten.<br>\nVolkswirtschaftlich bringt das keinen Nutzen: Man kann seine B&uuml;cher beim &ouml;rtlichen Buchh&auml;ndler kaufen. Nur hat nicht Amazon diese Maschine gebaut, sondern die deutsche Politik. Sie erst hat den chinesischen Wanderarbeiter in Deutschland m&ouml;glich gemacht. Warum das so ist, konnte am Mittwochabend in der ARD nicht gekl&auml;rt werden. Die Frage ist aber auch &uuml;berfl&uuml;ssig geworden. Die Politik kann es n&auml;mlich wieder &auml;ndern &ndash; und schon heute damit anfangen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/m.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/faz-net-fruehkritik\/fruehkritik-leiharbeiter-bei-amazon-made-in-china-12080064.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein bemerkenswerter Kommentar in der FAZ.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/rubriken\/nachrichten\/indexhessen34938.jsp?rubrik=36094&amp;key=standard_document_47527877\">Hier noch einmal der Text zur Sendung auf hr-online<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/rubriken\/nachrichten\/indexhessen34938.jsp?key=standard_document_47527877&amp;jmpage=1&amp;type=v&amp;rubrik=36094&amp;jm=1&amp;mediakey=fs\/hessenschau\/130213194204_hs_amazon_612\">hr-online (Video)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Reportage wird am Sonntag, den 24. Februar um 18:30 Uhr im hr-Fernsehen <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?rubrik=46670&amp;key=standard_document_47330093\">wiederholt<\/a> werden. Amazon fiel bereits in den letzten Jahren wiederholt unangenehm auf, als sie Arbeitslose vor&uuml;bergehend kostenlos f&uuml;r sich arbeiten lie&szlig;en, w&auml;hrend Arbeitsamt \/ Jobcenter zeitweise weiterhin Leistungen zahlten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Shitstorm gegen Amazon &ndash; jetzt droht ein Massenboykott<\/strong><br>\nEine ARD-Reportage hat bedenkliche Arbeitsbedingungen bei Amazon enth&uuml;llt. Auf Facebook befindet sich der Versandh&auml;ndler inmitten eines Shitstorms: Viele der Nutzer sind selbst Kunden bei Amazon &ndash; und rufen jetzt zum Boykott auf.<br>\nViele Amazon-Kunden reagieren online auf die am Mittwochabend ausgestrahlte Reportage der ARD. &bdquo;Unmenschliches, profitmaximierendes Unternehmen. Ihr habt einen weiteren Kunden verloren&ldquo;, schreibt ein Nutzer auf der Facebook-Seite von Amazon.<br>\nManche Nutzer gehen noch einen Schritt weiter und fordern auch andere Kunden auf, nicht mehr bei Amazon zu kaufen. &bdquo;Solche Machenschaften kann man nur mit Boykott ahnden&ldquo; oder &bdquo;Was ich auf ARD gesehen habe, ist erschreckend, und menschenunw&uuml;rdig. Werde nie wieder was &uuml;ber Amazon Bestellen und ich hoffe, ihr werdet das Gleiche tun&ldquo; ist auf der Facebook-Seite des Versandh&auml;ndlers zu lesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/kultur\/medien\/schock-doku-entsetzt-facebook-user-shitstorm-gegen-amazon-jetzt-droht-ein-massenboykott_aid_919785.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Emp&ouml;rung in den sozialen Netzwerken ist nicht nur gerechtfertigt, sondern auch taktisch goldrichtig. Ein Konzern wie Amazon kennt nur eine Sprache, die des Geldes. Wenn Dokumentationen &uuml;ber grobe Missst&auml;nde das Image eines Konzerns derart ramponieren und die Rendite mindern, ist es selbst f&uuml;r ein durch und durch amoralisches und nur auf Rendite getrimmtes Unternehmen von Vorteil, seine Mitarbeiter besser zu behandeln. Dann muss der &bdquo;Shitstorm&ldquo; jedoch anhalten. Wenn bereits morgen die n&auml;chste Sau durchs virtuelle Dorf der sozialen Netzwerke getrieben wird, bleibt der Effekt wom&ouml;glich unter der Schwelle, die einen Konzern zum Einlenken treibt.<br>\nDie NachDenkSeiten haben Ihre &bdquo;Gesch&auml;ftsbeziehungen&ldquo; zu Amazon aus eben diesen Gr&uuml;nden bereits im Jahre 2011 <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11451#h01\">gek&uuml;ndigt<\/a>. Sollten Sie nicht wissen, wie Sie Ihren Amazon-Account l&ouml;schen, finden Sie <a href=\"http:\/\/www.helpster.de\/amazon-konto-loeschen-so-geht-s-schritt-fuer-schritt_108113#zur-anleitung\">hier<\/a> eine &uuml;bersichtliche Anleitung.<\/em><\/p>\n<p><em>Und wie reagiert Amazon? Auf Facebook macht auf folgendes Bild, das ein Screencapture darstellen soll, die Runde:<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130215_1.jpg\" alt=\"Shitstorm gegen Amazon\" title=\"Shitstorm gegen Amazon\"><\/p>\n<p><em>Die NachDenkSeiten k&ouml;nnen die Richtigkeit dieses Screencaptures nicht garantieren. Ich selbst fand im Cache der Suchmachine jedoch folgenden Facebook-Beitrag, der gestern fr&uuml;h von einem der Beteiligten via Facebook abgesetzt wurde:<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130215_2.jpg\" alt=\"Shitstorm gegen Amazon\" title=\"Shitstorm gegen Amazon\"><\/p>\n<p><em>Dies mehrt den Verdacht, dass auch die bereits kursierenden Screencaps authentisch sind. Zu Amazon w&uuml;rde dies passen, wie folgender Leserbrief nahelegt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Leserbrief von Frau S. J.<\/strong><br>\n[&hellip;] Wenn die Bibliotheken nun Ihre Studenten gezielt zu Amazon f&uuml;hren, wird diese hochgelobte Dichte abnehmen. Man erinnere sich, dass Heidelberg auch mal die gr&ouml;&szlig;te Dichte an Kinos hatte.<br>\nEs schmerzt, wenn Leute mit enormer Vehemenz den Buchh&auml;ndler als &uuml;berholtes Relikt verteufeln und die Verlage mit ihrem E-Book-Wahn auf ein B2C-Gesch&auml;ft hoffen (E-Books haben gerade mal 2% Marktanteil, H&ouml;rb&uuml;cher 15%). Diese Stimmungsmache, die gegen den station&auml;ren Buchhandel und auch gegen die Ladenpreisbindung l&auml;uft, ist fatal. Die Fronten in der Diskussion sind so verh&auml;rtet, dass man sich gar nicht mehr traut, seine Position als Buchh&auml;ndler zu erl&auml;utern. Und wenn, dann werden sie eh abgeschmettert.<br>\nAmazon ist der Buchhandel egal. Die Marge ist eh zu gering und erst k&uuml;rzlich erschien das Ranking der einzelnen Marktanteile der Warensegmente: Auf der &Uuml;berholspur Kleider und Unterhaltungselektronik. Hier ist die Gewinnspanne wesentlich h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16180\">Leserbrief von S. J.<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gerd Bosbach: Vorsicht, Experte! &ndash; Wie sich Wissenschaftler um Kopf und Kragen rechnen<\/strong><br>\nDie Alzheimer-Rate wird sich bis ins Jahr 2050 verdreifachen. Im selben Jahr wird in China die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung bei genau 44 Prozent des US-Niveaus liegen. Und in &Ouml;sterreich wird sich die Zahl der Hundertj&auml;hrigen verzehnfacht haben.<br>\nDas alles sind Meldungen der letzten Tage &ndash; aber keine Sorge, Sie m&uuml;ssen sich die Zahlen nicht merken.<br>\nDiese und viele andere Prognosen stammen von Statistik-Professoren und Wirtschafts-Fachleuten, alle so genannte &ldquo;Experten&rdquo;. Also werden die Zahlen wohl stimmen. Oder? Wer grundlegende Zweifel hat, erntet selbst Skepsis. &ldquo;Wie willst Du das denn besser wissen?&rdquo; steht es in den Gesichtern der vielen Expertengl&auml;ubigen geschrieben &hellip;<br>\nNach einer j&uuml;ngsten Professorenmeinung aus Rostock wird jedes zweite Neugeborene einhundert Jahre alt. Es ist nur zwei Jahre her, da hat ein anderer Bev&ouml;lkerungsexperte gerade einmal jedem f&uuml;nften Neugeborenen ein derart langes Leben vorausgesagt &hellip;<br>\nExpertisen sind meist beauftragt und kosten viel Geld. Forscher h&auml;ngen von diesen Geldfl&uuml;ssen ab und werden es sich genau &uuml;berlegen, ob sie sich die Chance auf neue Auftr&auml;ge mit ungeliebten Ergebnissen verderben. Da darf es uns nicht &uuml;berraschen, wenn in politischen Debatten meist passende Gutachten auf dem Tisch liegen.<br>\nBeim Thema Lebenserwartung etwa nutzen die meisten Expertisen eindeutig der Versicherungsbranche &ndash; und allen, die private Vorsorge als L&ouml;sung der demografischen Entwicklung propagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/2009967\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2012 um 0,6 % zur&uuml;ckgegangen<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft hat zum Jahresende 2012 einen D&auml;mpfer erhalten: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im vierten Quartal 2012 &ndash; preis-, saison- und kalenderbereinigt &ndash; im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 % zur&uuml;ck. In den ersten drei Quartalen des Jahres war die deutsche Wirtschaft jeweils gewachsen (um 0,5 %, 0,3 % und 0,2 %), jedoch mit deutlich nachlassender Dynamik. F&uuml;r das gesamte Jahr 2012 ergibt sich daraus ein Anstieg von 0,7 % (kalenderbereinigt: 0,9 %), teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mit. Dies entspricht den ersten Berechnungen vom Januar dieses Jahres&hellip;<br>\nIm Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) kamen nach vorl&auml;ufigen Berechnungen aus dem Inland gemischte Signale: Die privaten und staatlichen Konsumausgaben konnten leicht zulegen. Dagegen wurde in Bauten geringf&uuml;gig und in Ausr&uuml;stungen deutlich weniger investiert als im dritten Quartal 2012. Ausschlaggebend f&uuml;r den R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung zum Jahresende 2012 war der vergleichsweise schwache deutsche Au&szlig;enhandel: Im Schlussquartal 2012 gingen die Warenexporte wesentlich st&auml;rker zur&uuml;ck als die Warenimporte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/02\/PD13_057_811.html;jsessionid=6CD6198AB402EDFD847763DFEB7C060A.cae1\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber bei uns haben Politik und Medien immer noch nicht erkannt, dass Aschermittwoch ist. Sie reden immer noch von der deutschen &bdquo;Wachstumslokomotive&ldquo; und davon, dass es uns wirtschaftlich angeblich so gut gehe.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>BIP im Euroraum um 0,6% und in der EU27 um 0,5% gefallen<\/strong><br>\n-0,9% bzw. -0,6% im Vergleich zum vierten Quartal 2011, nach -0,6% bzw. -0,4% im Vorquartal&hellip;<br>\nIm Verlauf des vierten Quartals 2012 blieb das BIP in den Vereinigten Staaten gegen&uuml;ber dem Vorquartal stabil (nach +0,8% im dritten Quartal 2012). Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg das BIP in den Vereinigten Staaten um 1,5% (nach +2,6% im Vorquartal).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-14022013-AP\/DE\/2-14022013-AP-DE.PDF\">Eurostat [PDF &ndash; 55 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach der &uuml;blichen Definition (= drei R&uuml;ckg&auml;nge in Folge) muss man sowohl f&uuml;r die EU27 als auch f&uuml;r den Euroraum von einer Rezession sprechen, besonders betroffen sind Griechenland (- 6,0 % gegen&uuml;ber dem gleichen Quartal im Vorjahr), Portugal (- 3,8 %), Zypern (- 3,0 %), Italien (- 2,7 %), Spanien (-1,8 %), aber auch Belgien (- 0,4%) in den Westeurop&auml;ischen L&auml;ndern.<\/em><\/p>\n<p><em>passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130215_3.jpg\" alt=\"Bitte kaufen Sie\" title=\"Bitte kaufen Sie\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen Zeitungscartoons<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Euro Crisis, Austerity Policy and the European Social Model<\/strong><br>\nHow Crisis Policies in Southern Europe Threaten the EUs Social Dimension<br>\nMit der europ&auml;ischen Austerit&auml;tspolitik wird der vormals west- und osteurop&auml;ische Trend zur Liberalisierung des Sozialmodells nun auch in S&uuml;deuropa fortgef&uuml;hrt. Die drastischen Reallohneinbu&szlig;en, deutlichen Senkungen der Rentenniveaus bis 2040 und weitreichenden Privatisierungsvorhaben des &ouml;ffentlichen Eigentums in Griechenland, Italien, Portugal und Spanien stellen somit eine nachholende Entwicklung dar. Diese Schw&auml;chung der Sozialleistungen in S&uuml;deuropa wirkt auch auf West- und Osteuropa zur&uuml;ck. Die soziale Dimension des europ&auml;ischen Integrationsprozesses ger&auml;t so EU-weit noch st&auml;rker ins Abseits.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/09656.pdf\">FES International Policy Analysis, Februar 2013 [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Scheinriese Freihandel<\/strong><br>\nEin Scheinriese ist &uuml;ber dem Atlantik aufgetaucht. Sein Versprechen: Mehr Wachstum durch mehr Handel.<br>\nDas Problem der US-EU-Freihandelszone ist blo&szlig;, dass es sie de facto schon gibt. Die durchschnittlichen Z&ouml;lle im Handel zwischen den USA und der EU liegen laut EU-Kommission bei unter drei Prozent. Nicht umsonst hei&szlig;t es in einer Analyse der Kommission, die USA und Europa pflegten bereits die &bdquo;am engsten verwobene Wirtschaftsbeziehung der Welt&ldquo;. Nur ein einziger Bereich ist jeweils mit deutlichen Hemmnissen versehen: Die Agrarwirtschaft. Ein nennenswerter Wachstumseffekt ist deshalb durch eine Freihandelszone nicht mehr zu erwarten &ndash; er w&auml;re geradezu mickrig.<br>\nDie deutschen Wirtschaftsverb&auml;nde wissen das. Sie applaudieren aus prinzipiellen, marktliberalen Erw&auml;gungen zwar dem Vorhaben, rechnen aber nur mit minimalen Auswirkungen. So beziffert der Chemieverband VDI die durchschnittlichen Z&ouml;lle im US-EU-Handel auf lediglich 2,25 Prozent. Es d&uuml;rfte schwierig sein, bei dieser Belastung einen einzigen Gesch&auml;ftsabschluss zu finden, der deshalb nicht zustande gekommen ist. Schon eine Lohnrunde in der deutschen Chemiebranche und erst recht kleine Schwankungen im Wechselkurs Dollar-Euro ver&auml;ndern die Handelsbedingungen deutlich st&auml;rker.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/freihandelszone-usa-eu-scheinriese-freihandel,1472780,21792070.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/nbcpolitics.nbcnews.com\/_news\/2013\/01\/21\/16626094-obamas-inaugural-speech-the-full-text?lite\">Obama&rsquo;s inaugural speech: The full text,  NBC Politics<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die deutschen Medien reagierten fast durchg&auml;ngig begeistert &uuml;ber Obamas Ank&uuml;ndigung einer Freihandelszone zwischen USA und Europa. Einmal abgesehen davon, ob die damit verbundenen Hoffnungen auf mehr Wachstum diesseits und jenseits des Atlantiks berechtigt sind, fragt man sich, wo und auf welcher Ebene wurde dar&uuml;ber bisher verhandelt?<br>\nEs fragt sich, ob mit einer solchen Freihandelszone nicht, wie schon innerhalb der Europ&auml;ischen Union, nicht der Wettlauf um den Abbau sozialstaatlicher Rechte und Leistungen weiter beschleunigt wird? Beim Arbeitsrecht haben wir uns in Deutschland mehr und mehr den angels&auml;chsischen Gepflogenheit des &bdquo;hire and fire&ldquo; angepasst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jens Berger &ndash; 100 Prozent? Keine Spitzenidee<\/strong><br>\n&raquo;Linke will 100-Prozent-Steuersatz&laquo; &ndash; diese Meldung sorgte vor wenigen Tagen f&uuml;r ein aufgeregtes Rauschen im Bl&auml;tterwald. Die Meldung war, das stellte sich kurze Zeit sp&auml;ter heraus, eine waschechte Ente. Die Diskussion um einen 100-Prozent-Steuersatz ist dadurch jedoch nicht verstummt. Im Gegenteil &ndash; vor allem in linken Spektrum erfreut sich die Idee einer faktischen Einkommenskappung gro&szlig;er Beliebtheit. Zu Unrecht, da eine solche Einkommenskappung das Kind mit dem Bade aussch&uuml;tten w&uuml;rde und keinesfalls zu einem sinnvollen sozialen Ausgleich betragen w&uuml;rde. [&hellip;]<br>\nZugspitzt k&ouml;nnte man daher sagen, es ist besser 75 Prozent von einer bestimmten Summe zu bekommen, als 100 Prozent von fast gar nichts. Zweifelsohne &ndash; der Vorschlag, Einkommen ab einer bestimmten H&ouml;he zu kappen, klingt gerecht und attraktiv. Leider h&auml;lt er diese Versprechen in der Praxis jedoch nicht. Der wesentlich sinnvollere Ansatz, Einkommen ab einer Million mit 75 Prozent zu versteuern, der dann auch seinen Weg ins Wahlprogramm der Linkspartei gefunden hat, h&auml;lt dieses Versprechen. Das zus&auml;tzliche Geld k&ouml;nnte die Politik dann sinnvoll ausgeben, um den Menschen am unteren Ende der Einkommensschere zu helfen. Und das sollte doch auch das Ziel linker Politik sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/812849.100-prozent-keine-spitzenidee.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland steigt auf 60 Prozent<\/strong><br>\nDie Arbeitslosenquote in Griechenland steigt immer weiter in Richtung der 30-Prozent-Marke. Bei jungen Griechen unter 24 Jahren ist die Situation besonders dramatisch.<br>\nKnapp 62 Prozent der jungen Menschen unter 24 Jahren hatten im November vergangenen Jahres keinen Job. Im Vorjahresmonat waren es noch 50 Prozent, teilte die Statistikbeh&ouml;rde mit.<br>\nInsgesamt stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zu Oktober von 26,8 auf 27 Prozent. Im November 2011 hatte die Quote bei 20,8 Prozent gelegen, im November 2008 waren es noch gut acht Prozent gewesen. Insgesamt waren 1.350.181 Menschen in Griechenland arbeitslos.<br>\nDie griechische Wirtschaft schrumpfte 2012 den Statistikern zufolge um 6,5 Prozent. Im Vergleich zur Situation vor einem Jahr stand Griechenland im vierten Quartal 2012 mit einem um sechs Prozent gesunkenen Bruttoinlandsprodukt (BIP) am schlechtesten unter den L&auml;ndern Europas da, teilte die Statistikbeh&ouml;rde Eurostat mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-02\/griechenland-arbeitslose-jugendliche\">zeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.P.:<\/strong> So geht es aus, wenn weibliche und m&auml;nnliche &bdquo;schw&auml;bische Hausfrauen&ldquo; eine Politik verordnen, die versucht, durch &bdquo;Sparen&ldquo; das &bdquo;Vertrauen der Investoren zur&uuml;ckzugewinnen&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rekordbonus bei Deutscher Bank &ndash; Das 80-Millionen-Ding<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank hat mitten in der Finanzkrise einen Rekordbonus abgesegnet. Nach stern-Informationen sollte ein Investmentbanker f&uuml;r das Jahr 2008 mit 80 Millionen Euro belohnt werden&hellip;<br>\nWie der stern in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, sollte mit dieser Summe der Zinsspekulant Christian Bittar belohnt werden, gegen den inzwischen wegen der Manipulation des Referenzzinssatzes Libor ermittelt wird und den das Institut 2011 entlassen hat.<br>\nDie H&ouml;he des Bonus ist in mehrfacher Hinsicht ungew&ouml;hnlich: Der damalige Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat zu seiner besten Zeit 14 Millionen Euro im Jahr verdient, Festgehalt plus Bonus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/rekordbonus-bei-deutscher-bank-das-80-millionen-ding-1970291.html\">stern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Im Prinzip wussten wir das ja auch schon vorher. Das meiste Geld, das w&auml;hrend der Finanzkrise angeblich verloren ging oder vernichtet wurde, hat einfach jemand anders.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Finanztransaktionssteuer: Gesetzesentwurf der EU-Kommission Grund zu Freude und Wachsamkeit<\/strong><br>\nDie Wirtschafts- und Finanzminister der EU haben im Januar beschlossen, die Finanztransaktionssteuer (FTT) zun&auml;chst in verst&auml;rkter Zusammenarbeit in 11 Mitgliedsl&auml;ndern der EU einzuf&uuml;hren . Heute hat die Europ&auml;ische Kommission den entsprechenden Gesetzesvorschlag vorgelegt. Das ist Grund zur Freude f&uuml;r alle in der Zivilgesellschaft, von Attac &uuml;ber Kirchen, Gewerkschaften bis hin zu Entwicklungsorganisationen, die &uuml;ber 15 Jahre f&uuml;r die FTT gestritten haben. Nun m&uuml;ssen im n&auml;chsten Schritt die teilnehmenden L&auml;nder den Vorschlag nach Anh&ouml;rung des Europaparlamentes verabschieden. Die FTT wird kurzfristige Finanzgesch&auml;fte verteuern und eind&auml;mmen. Dringend ben&ouml;tigte Steuermehreinnahmen kommen so zusammen. Die Kommission rechnet mit Einnahmen von 31 bis 35 Milliarden Euro pro Jahr.<br>\nSven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Europaparlament kommentiert den Vorschlag:<br>\n&hellip;Der Vorschlag sieht nicht nur die Besteuerung von Aktien und Anleihen mit einem geplanten Mindeststeuersatz von 0,1 % vor, sondern schlie&szlig;t auch Derivate mit einem Mindeststeuersatz von 0,01 % ein. Eine erfreulich breite Steuerbasis wird ebenso bei den Akteuren erreicht.<br>\nDenn nach dem neuen Gesetzesvorschlag sind auch Pensionsfonds und andere Publikumsfonds steuerpflichtig. Im Vergleich zum ersten Vorschlag der Kommission wurde das Wohnsitzlandprinzip um das Ausgabeprinzip erg&auml;nzt. Demnach wird die FTT nun auch f&auml;llig, wenn sich der Wohnsitz eines Handelspartners oder der Ausgabeort der Wertpapiere innerhalb der Teilnehmerl&auml;nder befindet, selbst wenn die Transaktion au&szlig;erhalb der teilnehmenden Mitgliedsl&auml;nder durchgef&uuml;hrt wird. Damit wird eine Umgehung der Steuer durch Sitzverlagerungen oder durch einen Wechsel des B&ouml;rsenstandortes erschwert. Ein Exodus wie bei der schwedischen B&ouml;rsenumsatzsteuer wird damit vermieden.<br>\nAllerdings muss der Gesetzesvorschlag noch weitergehen, um einer Umgehung der Steuer entgegenzuwirken. Der Erfolg der FTT h&auml;ngt von den Details in der Umsetzung ab. Nichts w&auml;re schlimmer, als wenn die Idee der FTT durch Sonderinteressen oder handwerklich schlechte Umsetzung verbrannt w&uuml;rde. Als weitere Vorkehrung gegen Steuerschlupfl&ouml;cher forde rn wir deshalb die Einrichtung eines dauerhaften Komitees, das die Umsetzung der FTT und die effektive Besteuerung von Finanztransaktionen in den Mitgliedsstaaten &uuml;berwacht. Das Komitee soll mit administrativen Ma&szlig;nahmen gezielt und schnell auf Steuerumgehung und Steuerhinterziehung reagieren. Das erh&ouml;ht die Unsicherheit schon bei der Entwicklung von Steuerumgehungsmodellen und macht sie somit wirtschaftlich unattraktiv. Zudem wollen wir, dass ein substantieller Teil der Einnahmen in globale &ouml;ffentliche G&uuml;ter, wie Armutsbek&auml;mpfung und Klimaschutz flie&szlig;t. Nur so besteht die Chance, die Idee von Tobin zu wahren, indem sich die Schwellenl&auml;nder anschlie&szlig;en und die FTT sich doch noch globalisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2013\/finanztransaktionssteuergesetzesentwurf-der-eu-kommission-grund-zu-freude-und-wachsamkeit\/\">Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitszeitverk&uuml;rzung in Frankreich &ndash; Mehr Jobs f&uuml;r Geringqualifizierte<\/strong><br>\nDas Beispiel Frankreich, wo die 35-Stunden-Woche landesweit ab 2000 eingef&uuml;hrt wurde, habe etwas anderes gezeigt, sagt hingegen der Arbeitszeitforscher Steffen Lehndorff: &bdquo;Gerade bei den gering qualifizierten Arbeitern in der Industrie gab es die gr&ouml;&szlig;ten Besch&auml;ftigungszuw&auml;chse.&ldquo; Der Grund: Wird die individuelle Arbeitszeit am Band und im Schichtsystem gek&uuml;rzt, ist offensichtlich, dass Arbeitskraft fehlt und es neue Besch&auml;ftigte braucht. &bdquo;Je h&ouml;her das Qualifikationsniveau, desto voraussetzungsvoller wird hingegen das Ganze&ldquo;, so Lehndorff.<br>\nDer Effekt: In Frankreich reduzierten viele Hochqualifizierten ihre Arbeitszeit faktisch nicht. Zumal es dazu grunds&auml;tzlich m&ouml;glich sein muss, Arbeit zu teilen. Ein Abbau der Arbeitslosigkeit funktioniere aber nur, wenn auch tats&auml;chlich Arbeitszeit verk&uuml;rzt werde. Doch trotz der teilweise ausgebliebenen Verk&uuml;rzung seien in Frankreich insgesamt zwischen 300.000 und 400.000 neue Jobs entstanden, so Lehndorff.<br>\nEr weist auf eine weitere Erfahrung hin. Zwar h&auml;tte zur Einf&uuml;hrung der 35-Stunden-Woche der Lohnausgleich funktioniert. &bdquo;Aber die n&auml;chsten zwei bis drei Jahre blieben die L&ouml;hne in Frankreich praktisch eingefroren. Nur so konnten die Arbeitskosten stabil gehalten werden.&ldquo; Sein Fazit: &bdquo;Arbeitszeitverk&uuml;rzung ist m&ouml;glich und sinnvoll. Aber es braucht daf&uuml;r einen langwierigen, sozialen Umbauprozess der ganzen Gesellschaft.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Arbeitszeitverkuerzung-in-Frankreich\/!110870\/\">taz<\/a>\n<p>Siehe dazu die <strong>Studie <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/aktuell\/veroeff\/2010\/lehndorff01.pdf\">&bdquo;Arbeitszeitentwicklung in Europa&ldquo; [PDF &ndash; 5.5 MB]<\/a><\/strong><br>\nHg. Thomas H&auml;ndel\/ Axel Troost&ldquo;<br>\nvon Steffen Lehndorff, Alexandar Wagner, Christine Franz<\/p>\n<blockquote><p>&hellip; Besondere Beachtung verdienen die Arbeitszeitschwankungen in Frankreich. Unter Ber&uuml;cksichtigung der Ver&auml;nderungen in der Erhebungsmethode l&auml;sst sich sagen, dass im Zeitraum von 1998 bis 2002, also im Zuge der zun&auml;chst freiwilligen Vereinbarung und dann gesetzlichen Etablierung der 35-Stundenwoche, die gew&ouml;hnlichen Wochenarbeitszeiten um zwei Wochenstunden zur&uuml;ckgingen. Nach dem Regierungswechsel im Jahre 2002 verl&auml;ngerten sich die Arbeitszeiten bis 2008 dann wieder um 0,5 Wochenstunden. Diese U-f&ouml;rmige Bewegung reflektiert die &Auml;nderungen in der gesetzlichen Arbeitszeitregulierung nach 1998 und dann in die entgegengesetzte Richtung seit dem Jahresbeginn 2003. Der &bdquo;Netto-Effekt&ldquo; der Absenkung der gesetzlichen Arbeitszeit von 39 auf 35 Wochenstunden in Frankreich d&uuml;rfte deshalb ungef&auml;hr im Bereich von 1,5 Wochenstunden liegen&hellip;<br>\nInsbesondere in Frankreich hat diese Ausdifferenzierung wesentlich zu der Verl&auml;ngerung der durchschnittlichen Arbeitszeiten seit 2002 beigetragen. Bei Besch&auml;ftigten mit geringer und mittlerer Qualifikation hatte die Einf&uuml;hrung der gesetzlichen 35-Stundenwoche trotz ihrer anschlie&szlig;enden Verw&auml;sserung seit 2003 immer noch einen Netto-Verk&uuml;rzungseffekt (bei Ber&uuml;cksichtigung der &Auml;nderungen in der Erhebungsmethode) von einer Wochenstunde und mehr. Bei Hochqualifizierten dagegen hat das Hin und Zur&uuml;ck in der Arbeitszeitregulierung sogar einen minimalen Arbeitszeitverl&auml;ngerungs-Nettoeffekt hinterlassen &hellip;<br>\n&hellip; Weiterhin ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass Arbeitszeitpolitik nicht allein Politik im Interesse von Vollzeitbesch&auml;ftigten sein darf. Am Beispiel Deutschlands springt die politische Brisanz dieser &Uuml;berlegung ins Auge. Dort betr&auml;gt die durchschnittliche Arbeitszeit aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten heute bereits weniger als 35 Wochenstunden, was rechnerisch dem Ziel zahlreicher gewerkschaftlicher Forderungen zur Arbeitszeitverk&uuml;rzung entspricht.<br>\nDieser Durchschnitt dr&uuml;ckt jedoch nicht einen Erfolg gewerkschaftlicher Arbeitszeitpolitik aus, sondern prim&auml;r das erreichte Ausma&szlig; der Ungleichverteilung von Arbeitszeiten und eine dahinter stehende Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt, die in erster Linie eine Ungleichheit zwischen den Geschlechtern ist. Arbeitsumverteilung sollte daher nicht mehr ausschlie&szlig;lich als Umverteilung innerhalb der Gruppe der Vollzeitbesch&auml;ftigten gesehen werden, sondern immer auch als Umverteilung zwischen den Geschlechtern.<\/p><\/blockquote>\n<p>Siehe auch noch: <strong>Steffen Lehndorff: Chancen der Arbeitszeitverk&uuml;rzung<\/strong><br>\n&hellip; Bis zur Krise war der Gedanke, dass radikale Arbeitszeitverk&uuml;rzungen helfen k&ouml;nnen, Arbeitspl&auml;tze zu sichern oder gar zu schaffen, politisch ein toter Hund. Die positiven Erfahrungen bei Volkswagen in den 1990er Jahren und vor allem in Frankreich zwischen 1998 und 2002 hatten daran nichts &auml;ndern k&ouml;nnen. 2009 wurde dieses Tabu gebrochen. Dass es die betrieblichen Arbeitszeitverk&uuml;rzungen waren, die wesentlich zum Abwenden der unmittelbar drohenden Katastrophe auf dem deutschen Arbeitsmarkt beigetragen haben, wird heute von niemandem ernsthaft bestritten. Selbstverst&auml;ndlich ist die Erfahrung von 2009 nicht bruchlos in eine neue Initiative f&uuml;r k&uuml;rzere Arbeitszeiten zu &uuml;bersetzen. Dagegen spricht zun&auml;chst, und ganz offensichtlich, das Interesse der Arbeitgeber, die Ma&szlig;nahmen wie Kurzarbeit stets f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche Notsituationen reservieren werden wollen. Dagegen spricht  ebenfalls, dass die Kurzarbeit mit erheblichen Einkommenseinbu&szlig;en verbunden war, die f&uuml;r viele &ndash; wenn auch nicht alle! &ndash; Besch&auml;ftigte als Dauerl&ouml;sung inakzeptabel w&auml;ren. Zumal die &ouml;ffentliche F&ouml;rderung dieses Modells auf akute Notsituationen beschr&auml;nkt ist &hellip;<br>\nDer breite Konsens zur positiven Wirkung der Arbeitszeitverk&uuml;rzung in der Krise ist also auch aus gewerkschaftlicher Sicht betrachtet nicht unkompliziert. Wenn ich dies hervorhebe, geht es mir nicht darum, politische Chancen klein zu reden oder politischen Fatalismus schein-objektiv zu legitimieren. Die Krisen-Erfahrung kann und sollte unbedingt genutzt werden, um insbesondere die besch&auml;ftigungspolitische Bedeutung der Arbeitszeitverk&uuml;rzungen zu enttabuisieren. Aber am Anfang einer neuen arbeitszeitpolitischen Initiative der Gewerkschaften muss eine n&uuml;chterne Bestandsaufnahme stehen. Eine Bestandsaufnahme, die Ausgangspunkte und Chancen f&uuml;r gewerkschaftliche Politik in den Blick nimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/05-2010\/++co++253b29e2-b764-11df-7d4b-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vom Parlament &uuml;bertragene Befugnisse &uuml;berschritten<\/strong><br>\nEin Berufungsgericht hat entschieden, dass die britische Arbeitsbeh&ouml;rde DWP Arbeitslose nicht zum unbezahlten Regaleinr&auml;umen und Putzen zwingen kann.<br>\nDie 24-j&auml;hrige Geologin Cait Reilly aus Birmingham und der 40-j&auml;hrige Lastwagenfahrer Jamie Wilson aus Nottingham haben vor einem Berufungsgericht in London einen Erfolg[1] errungen, der generelle Auswirkungen auf den Umgang mit Arbeitslosen in Gro&szlig;britannien hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/38\/38564\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Chinesen billig im Angebot<\/strong><br>\nSozialwissenschaftler untersuchen Lage von Wanderarbeitern in Europa<br>\nDie meisten Wanderarbeiter in der Europ&auml;ischen Union stammen aus S&uuml;dosteuropa. Mittlerweile werden aber auch chinesische Leiharbeiter zu Dumpingpreisen vermittelt. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen sind oft katastrophal &hellip;<br>\nDie Arbeitsvertr&auml;ge von Leih- oder Wanderarbeitern werden oft nicht eingehalten, sie bekommen in vielen F&auml;llen nur einen Teil des ihnen zustehenden Lohnes ausbezahlt oder werden unter elenden Bedingungen einquartiert &hellip;<br>\nViele Wanderarbeiter werden von international t&auml;tigen Arbeitsvermittlern dazu angehalten, hier in Deutschland ein Gewerbe anzumelden, bevor sie etwa auf einer Baustelle die Arbeit aufnehmen &hellip;<br>\nSandra Siebenh&uuml;ter sieht wie ihr Frankfurter Soziologenkollege Mihai Balan vor allem die Europ&auml;ische Union in der Pflicht, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Wanderarbeitern entscheidend zu verbessern. Bisher seien die Gesetze in diesem Bereich vor allem eines &ndash; einseitig arbeitgeberfreundlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/studiozeit-ks\/2011087\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Whistleblower vor Gericht<\/strong><br>\nDer Wasserkonzern Veolia klagt gegen Korruptionsvorw&uuml;rfe im Film &bdquo;Water makes Money&ldquo;. Am Donnerstag startet der Prozess in Paris.<br>\nTats&auml;chlich jedoch wird ab heute verhandelt, ob die Stellen, in denen Korruptionsvorw&uuml;rfe gemacht werden, aus dem Film entfernt werden m&uuml;ssen. Sonst drohe ein Auff&uuml;hrungsverbot. Kritiker sehen darin einen ernsthaften Angriff auf die Pressefreiheit.<br>\nFilmemacher Lorenz hat gro&szlig;e Sorge, dass der Konzern gewinnt. &bdquo;Doch der Film ist schon an vielen Stellen im Internet zu finden. Es wird schwierig, ihn ganz zu verbannen&rdquo;, sagt Lorenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Streit-um-privatisiertes-Wasser\/!110941\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Bevor der Film verboten wird, hier nochmals zum <a href=\"http:\/\/videos.arte.tv\/de\/videos\/water-makes-money--7307830.html\">anschauen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gier, Pech oder arglistige T&auml;uschung?<\/strong><br>\nDie Leipziger Wasserwerke und die Folgen riskanter Finanzspekulationen.<br>\nLeipzigs Kommunale Wasserwerke (KWL) sind eigentlich ein wirtschaftlich gesunder Betrieb. Das Unternehmen setzt im Jahr rund 130 Millionen Euro um. Rechnet man die Kosten ab, bleibt ein Gewinn um die 18 Millionen Euro. Doch diese Zahlen verdeutlichen zugleich die Dimension der Klagen, die drei Gro&szlig;banken in London und Leipzig gegen die KWL eingereicht haben. Verlieren sie alle drei Runden, untersp&uuml;lt dies dem Stadtbetrieb &uuml;ber Jahrzehnte die finanziellen Fundamente: Es geht um 290 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/6869.gier-pech-oder-arglistige-taeuschung-die-leipziger-wasserwerke-und-die-folgen-riskanter-finanzspekulationen.html\">Axel Troost<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Syrien-Falle &ndash; Deutschland und der Krieg gegen Assad<\/strong><br>\nDie Lage ist ebenso un&uuml;bersichtlich wie konfus. In Syrien k&auml;mpft der alewitische Assad-Clan, der das Land jahrzehntelang im eisernen Griff hatte, um sein &Uuml;berleben. Unterst&uuml;tzt wird er vom Iran, Russland und China. Auf der anderen Seite hat sich der Westen mit konservativen islamischen Monarchien wie Katar und Saudi-Arabien verb&uuml;ndet, um &ldquo;die Demokratie&rdquo; einzuf&uuml;hren. Seither sind mehr als 40.000 Menschen get&ouml;tet worden &hellip;<br>\nWie Syrien nach dem Sturz Assads regiert werden wird, wer die Herrschaft &uuml;bernimmt und ob das Land &ndash; mit seiner Mischung aus Sunniten, Alawiten, Christen, Kurden, Schiiten und Drusen &ndash; befriedet werden kann, ist nicht vorhersehbar. F&uuml;r die Bundeswehr w&auml;chst die Gefahr, einmal mehr in einen Waffengang hineingezogen zu werden, deren Ausgang unklar ist.<br>\nFernseh- und Grimme-Preistr&auml;ger Hubert Seipel wird mit Hilfe von exklusiven Interviews &ndash; u.a. mit dem ehemaligen UN Generalsekret&auml;r Kofi Annan, der als Vermittler der Konfliktparteien im Sommer sein Amt frustriert niederlegte &ndash; f&uuml;hrenden Oppositionsvertretern und auch mit dem syrischen Pr&auml;sidenten Bashar al-Assad &ndash; die Risiken des Bundeswehreinsatzes analysieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/799280_reportage-dokumentation\/13402288_die-syrien-falle\">Das Erste, Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Forderungen an neue Bildungsministerin Wanka: &ldquo;Bologna endlich ernst nehmen&rdquo;<\/strong><br>\n(Schavan) folgt nun eine Studiengeb&uuml;hrenverfechterin, die das Hauptaugenmerk der Wissenschaftspolitik wohl weiterhin auf Exzellenz-, statt Breitenf&ouml;rderung richten wird. Vielf&auml;ltige Probleme gibt es im Wissenschaftssystem jedoch vor allem abseits der Elfenbeint&uuml;rme.<br>\nHierzu erkl&auml;rt Erik Marquardt, fzs-Vorstand:<br>\n&ldquo;Wanka muss die Bolognareform endlich ernst nehmen. Ihre Vorg&auml;ngerin hatte zuletzt die j&auml;hrliche Bolognakonferenz ohne Angabe von Gr&uuml;nden abgesagt, obwohl die Umsetzung der Bolognareform st&auml;rker denn je kritisiert wurde. Die Studienreform ist bisher vor allem strukturell und nicht inhaltlich umgesetzt worden. Eine deutliche Verschlechterung der Studienbedingungen war die Folge. F&uuml;r uns ist wichtig, dass die neue Ministerin schnell Inhalte anpackt und eine Bolognakonferenz im Sommer dieses Jahres abh&auml;lt. Die Studienreform steht seit Jahren in der Kritik und die Politik darf hier nicht weiter die Augen verschlie&szlig;en. Wir hoffen, dass trotz der kurzen Amtszeit die Wissenschaftspolitik nicht auch noch unter wahltaktischen Gesichtspunkten leiden muss.&rdquo;<br>\nNoch vor einem halben Jahr hatte die damalige nieders&auml;chsische Wissenschaftsministerin prophezeit, dass 2017 bundesweit Studiengeb&uuml;hren gezahlt werden m&uuml;ssten. Bei der Landtagswahl in Niedersachsen wurden allgemeine Studiengeb&uuml;hren jedoch abgew&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/aktuelles\/presse\/280526.html\">fzs<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nach der Umfrage ist vor der Umfrage<\/strong><br>\nWenn Journalisten mit Statistiken jonglieren, ist immer &auml;u&szlig;erste Vorsicht geboten. Bei Umfrageergebnissen verh&auml;lt es sich offenbar ganz &auml;hnlich. Fangen wir bei &ldquo;stern.de&rdquo; an.<br>\n&hellip; Und auch sonst beweist &ldquo;stern.de&rdquo; viel Geschick darin, inhaltliche Widerspr&uuml;che einfach zu ignorieren. W&auml;hrend es noch in der &Uuml;berschrift hei&szlig;t, es gebe &ldquo;keine Gefahr f&uuml;r Schwarz-Gelb auf Bundesebene&rdquo;, und im Teaser, Schwarz-Gelb habe im Wahltrend &ldquo;triumphiert&rdquo;, stellt sich dieser Triumph im Text ein bisschen anders dar: Die FDP ist bundesweit n&auml;mlich &ldquo;nur auf 4 Prozent&rdquo; gekommen &mdash; und w&auml;re damit nicht mal im Parlament. Nicht die besten Voraussetzungen f&uuml;r eine schwarz-gelbe Zukunft.<br>\nEine &auml;hnliche Verrenkung hat heute &ldquo;Spiegel Online&rdquo; hinbekommen &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/46057\/nach-der-umfrage-ist-vor-der-umfrage\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+bildblog+%28BILDblog%29\">BILDblog<\/a>\n<p>Dazu passt: <strong>Ungeheurer Verdacht gegen R&ouml;sler-Gegner in FDP<\/strong><br>\nMitglieder des FDP-Bundesvorstands berichteten der &bdquo;Welt&ldquo;, dass ein hochrangiges Parteimitglied versucht haben k&ouml;nnte, vor der Niedersachsen-Wahl ein Meinungsforschungsinstitut zu beeinflussen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article113615453\/Ungeheurer-Verdacht-gegen-Roesler-Gegner-in-FDP.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.G.:<\/strong> Der Manipulationsversuch, sollte er stattgefunden haben, muss nicht unbedingt gegen R&ouml;sler gerichtet gewesen sein. Die lausigen Umfragewerte der FDP d&uuml;rften viele FDP-Getreue mobilisiert haben, &uuml;berhaupt zur Wahl zu gehen und die massive W&auml;hlerwanderung von der CDU zur FDP kann ich mir bei einem solideren Umfrageergebnis der FDP vor der Wahl auch nicht vorstellen. Wer auch immer der FDP Umfragewerte unterhalb von 5% besorgte, tat ihr also eher einen Gefallen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Warum ARD und ZDF so schlecht und so teuer sind<\/strong><br>\nDer Blogger Barnabas Crocker ist halb Brite und halb Deutscher. Deshalb ist der mit den &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen in beiden L&auml;ndern gut vertraut. Um sie objektiver vergleichen zu k&ouml;nnen, teilte er das aktuelle Abendprogramm von ARD (genauer: &ldquo;Das Erste&rdquo;), ZDF, BBC One und BBC Two in Kategorien ein. Dabei fand er heraus, dass der Anteil an Dokumentationen in den beiden BBC-Hauptprogrammen etwa f&uuml;nf Mal so hoch ist wie bei ihren deutschen &Auml;quivalenten. Auch in den Bereichen Kultur, Magazin und Comedy\/Kabarett liegen die beiden britischen Sender deutlich vorne.<br>\nDaf&uuml;r senden ARD und ZDF mit 27 Stunden zwischen 18 und 24 Uhr deutlich mehr Fernsehfilme. Bis auf einen waren in der untersuchten Woche alle diese Fernsehfilme Eigen- oder Auftragsproduktionen. Solche Produktionen, f&uuml;r die vor allem die Firma Degeto bekannt ist, sind im Vergleich zu anderen Inhalten extrem teuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/6\/153735\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>DGB Nord: Die B&ouml;rsenberichte im TV umbauen<\/strong><br>\nDer Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord), Uwe Polkaehn, hat sich f&uuml;r einen Umbau der B&ouml;rsensendungen im Fernsehen ausgesprochen: Arbeitnehmerinteressen und Verbraucherschutz sollen ein st&auml;rkeres Gewicht erhalten. In einem Brief an den ARD-Intendanten Lutz Marmor hat Polkaehn seine Position n&auml;her erl&auml;utert.<br>\nSehr geehrter Herr Marmor, das Erste ist der Informationskanal, den besonders viele Menschen in Deutschland nutzen. Die Gruppe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer macht dabei einen erheblichen Anteil der ARD-Kundschaft aus. Ich w&uuml;rdige deshalb ausdr&uuml;cklich die Programmelemente und redaktionellen Beitr&auml;ge, die schon jetzt dem Informationsbed&uuml;rfnis gerade der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten Rechnung tragen. Dennoch lautet als Gewerkschafter mein Fazit: Die Arbeitswelt und die Sorgen der Arbeitnehmerschaft, sie kommen im Angebot der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender leider immer noch zu kurz. Es ist f&uuml;r mich kein Trost, dass die Privatsender noch weniger zu bieten haben.<br>\nEine besondere Problemzone sind nach meinem Eindruck die B&ouml;rsen-Sendungen im Fernsehen. Sie sind fixiert auf Kapitalinteressen und transportieren eine Sicht auf die &ouml;konomischen und politischen Zusammenh&auml;nge, die sich zu viel am &bdquo;Shareholder&ldquo; orientiert und zu wenig an dem Gebot des Grundgesetzes: Eigentum verpflichtet.<br>\nViel zu oft erl&auml;utern scheinbare Experten, wie &bdquo;der Markt&ldquo; die Entscheidungen von demokratisch gew&auml;hlten Gremien und Mandatstr&auml;gern bewertet. Gelegentlich sehe ich die B&ouml;rsenberichte sogar am Rande zur Schleichwerbung f&uuml;r Analysten und Spekulanten &ndash; mit dem wahren Leben der Menschen hat das alles jedenfalls kaum noch etwas zu tun.<br>\nDie Mattscheibe darf nicht zur Werbeplattform und zum strategischen Instrument werden f&uuml;r globale Finanzjongleure, die in immer neuen Schockwellen K&auml;ufe oder Verk&auml;ufe ausl&ouml;sen wollen, um ihre Gewinne zu maximieren. Eine Lehre der Finanzkrise und des Scheiterns der neoliberalen Ideologie bleibt es, die Stimmungsmache der Investmentfonds und Bankh&auml;user zu hinterfragen und den kritischen Blick auf die entfesselten M&auml;rkte zu sch&auml;rfen.<br>\nIch m&ouml;chte deshalb mit diesem Schreiben gegen&uuml;ber den Programmverantwortlichen und Redaktionen darum werben, die B&ouml;rsenberichterstattung im Ersten grundlegend umzubauen. N&ouml;tig ist nach meiner Auffassung zu der prominenten Sendezeit ein Format, das Arbeitnehmerinteressen und auch den Verbraucherschutz ins Zentrum r&uuml;ckt &ndash; gerade in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise.<br>\nL&auml;ngst ist bekannt, dass der unteren H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung, die gerade mal &uuml;ber ein Prozent des Verm&ouml;gens verf&uuml;gt, die Mittel f&uuml;r solche B&ouml;rsengesch&auml;fte fehlen. Es gibt Alternativen zu den Berichten aus dem Finanz-Casino. Gerade &ouml;ffentlich-rechtliche Sender m&uuml;ssen sich nicht an einem Tanz um das Goldene Kalb beteiligen, sondern sie sollten Arbeitnehmern, Rentnern und Verbrauchern brauchbare Informationen liefern.<br>\nDeshalb mein Vorschlag: Die reinen B&ouml;rsen-Berichte zur Primetime sollten auf ein Drittel gestutzt und um Analysen zu allen Aspekten von gemeinwohlorientiertem Wirtschaften, zu Arbeitsmarkt und Arbeitspl&auml;tzen, zu Ausbildung, Qualifizierung, Gleichstellung, Renten und Wirtschaftskriminalit&auml;t erg&auml;nzt werden. Auch jenseits der bestehenden Verbrauchermagazine im ersten und dritten Programm w&uuml;rden weitere Serviceberichte &uuml;ber Verbraucherthemen den Familien in ihrem Alltag helfen.<br>\nDie Zielgruppe eines solchen Formats ist nach meiner Einsch&auml;tzung um ein Vielfaches gr&ouml;&szlig;er. Es k&ouml;nnte im Sendebetrieb getestet und von den Zuschauern und Zuschauerinnen bewertet werden, um eine fundierte und publikumsorientierte Programmdiskussion in den Sendern und in der &Ouml;ffentlichkeit zu erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nord.dgb.de\/presse\/++co++a0afc25a-7430-11e2-8e5e-00188b4dc422\">DGB Nord<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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