{"id":16198,"date":"2013-02-18T09:03:27","date_gmt":"2013-02-18T08:03:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198"},"modified":"2013-02-18T09:03:27","modified_gmt":"2013-02-18T08:03:27","slug":"hinweise-des-tages-1820","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h01\">Dringender Korrekturbedarf: Ungleiche Verteilung und unterfinanzierte &ouml;ffentliche Haushalte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h02\">Gro&szlig;projekte ohne Geld und ohne Plan &ndash; Deutschland als Vorbild in Europa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h03\">Horn: Amerikaner werden mit Dollar-Abwertung drohen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h04\">Paul Krugman &ndash; Minimum Wage Economics<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h05\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h06\">Die Linke hat auch keine Antwort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h07\">Das Handelsblatt als Keynes-Versteher oder: Wie man was besser nicht versteht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h08\">Libor-Aff&auml;re &ndash; 80 Millionen Euro Bonus f&uuml;r Skandal-Banker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h09\">&bdquo;Wir sollten die Sanktionen f&uuml;r Arbeitslose ver&auml;ndern&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h10\">DGB stellte Streikbrecher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h11\">Vom Klassenkampf zum Wettbewerbskorporatismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h12\">Entspanntes Verh&auml;ltnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h13\">Familie von NSU-Opfer schl&auml;gt Gaucks Einladung aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h14\">Demokratie in der Praxis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h15\">Empirische Befunde zur Intelligenzverteilung in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h16\">Pressefreiheit vor Gericht: Regierung will Auskunftspflicht einschr&auml;nken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h17\">Belgische Studie: Weniger Fr&uuml;hgeborene nach Rauchverbot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198#h18\">Follow the money<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16198&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Dringender Korrekturbedarf: Ungleiche Verteilung und unterfinanzierte &ouml;ffentliche Haushalte<\/strong><br>\nZwei Themen sind Dauerbrenner in den wirtschaftspolitischen Debatten der vergangenen Jahre: Die finanzielle Situation der &ouml;ffentlichen Haushalte (einschlie&szlig;lich der Staatsverschuldung) auf der einen und die zunehmende Ungleichverteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen auf der anderen Seite. Zwischen beiden besteht ein unmittelbarer Zusammenhang.<br>\nVerteilungspolitischer Trend: Zunehmende Ungleichverteilung<br>\nNicht nur in Deutschland hat die Ungleichverteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen stark zugenommen. So sank der Anteil der L&ouml;hne an allen Einkommen seit der Jahrtausendwende deutlich, w&auml;hrend sich spiegelbildlich die Gewinneinkommen erh&ouml;hten. Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung betitelte Ende 2012 einen Aufsatz zur Entwicklung der L&ouml;hne mit der bedenklichen &Uuml;berschrift: Reall&ouml;hne 2000-2010: Ein Jahrzehnt ohne Zuwachs. F&uuml;r die &auml;u&szlig;erst schlechte Lohnentwicklung ist unter anderem ein drastischer Anstieg des Niedriglohnsektors verantwortlich. In diesem Lohnsegment arbeitet mittlerweile mehr als jeder f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte &ndash; Frauen sind besonders betroffen.<br>\nDiese Entwicklung erkl&auml;rt die seit Mitte der 1990er Jahre in Deutschland bestehende Schw&auml;che des privaten Konsums. Wenn die L&ouml;hne stagnieren oder sogar sinken, und wenn die Einkommensverteilung sich zu Gunsten von hohen Einkommen verschiebt, dann k&ouml;nnen Menschen mit niedrigen oder durchschnittlichen Einkommen nur auf zwei Weisen reagieren. Sie k&ouml;nnen sich entweder mehr und mehr verschulden, um ihren Konsum aufrecht zu erhalten. Dies war aufgrund dortiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen beispielsweise in den USA oder in Spanien &uuml;berwiegend der Fall. Oder aber sie k&ouml;nnen ihre Konsumausgaben senken, wie es in Deutschland &uuml;berwiegend praktiziert wurde. Die aktuelle Finanzkrise hat gezeigt, wie sch&auml;dlich beide Varianten sind &ndash; und damit, wie sch&auml;dlich soziale Ungleichheit generell ist.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130218_verteilung2007.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130218_verteilung2007_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/852\">annotazioni<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gro&szlig;projekte ohne Geld und ohne Plan &ndash; Deutschland als Vorbild in Europa?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/infooffensive.de\/2013\/02\/io-newsletter-17-02-2013-grossprojekte-ohne-geld-und-ohne-plan-deutschland-als-vorbild-in-europa\/\">IO-Newsletter 17.02.2013<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Eine weitere sch&ouml;ne Zusammenfassung zu Stuttgart 21.<\/em><br>\n<em>Au&szlig;erdem bitte beachten und vormerken, soweit Sie im Umfeld von Stuttgart leben:  Gro&szlig;demo am Samstag, den 23.2.2013 um 13:30 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Horn: Amerikaner werden mit Dollar-Abwertung drohen<\/strong><br>\nSollten die USA den Dollar abwerten, dann wird auch Deutschland massive Probleme bekommen, prognostiziert Gustav Adolf Horn von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die USA w&uuml;rden damit ihr eigenes Au&szlig;enhandelsdefizit reduzieren &ndash; und das w&uuml;rde auch zu Exporteinbr&uuml;chen in Deutschland f&uuml;hren&hellip;<br>\nEs gibt eine knallharte Auseinandersetzung zwischen den gro&szlig;en Staaten der Weltwirtschaft. Denn tats&auml;chlich gibt es ein Problem, &uuml;ber das zu reden w&auml;re. N&auml;mlich das Problem, dass einige L&auml;nder sich nicht an au&szlig;enwirtschaftliche Stabilit&auml;tskriterien halten. Und zu diesen L&auml;ndern geh&ouml;rt eben auch insbesondere Deutschland. Und das schafft wirtschaftliche Probleme und hat tats&auml;chlich hervorgerufen, dass es Konflikte einfach gibt zwischen den gro&szlig;en Staaten. Und die werden sicherlich in Moskau adressiert werden&hellip;<br>\nWir haben insbesondere Deutschland und auch China, die seit Jahren au&szlig;enwirtschaftlich sich nicht stabil verhalten. Das hei&szlig;t, sie exportieren weitaus mehr, als sie importieren. Und diese &Uuml;bersch&uuml;sse, die f&uuml;r diese L&auml;nder tats&auml;chlich einen Verm&ouml;genszuwachs im Ausland bedeuten, bedeuten f&uuml;r andere L&auml;nder einen Schuldenzuwachs im Ausland. Das geht eine ganze Weile gut und dann schafft das Probleme. Und wie diese Probleme eskalieren k&ouml;nnen, haben wir innerhalb des Euro-Raums erlebt.<br>\n&hellip;einfach zu sagen, es m&uuml;ssen nur alle sparen und alles wird gut, das ist genau so sinnvoll zu sagen, wie alle m&uuml;ssen gleichzeitig zu einem Ausgang rennen. Und das geht schief!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/2013015\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Minimum Wage Economics<\/strong><br>\n[&hellip;] So what should you know? First, as John Schmitt (pdf) documents at length, there just isn&rsquo;t any evidence that raising the minimum wage near current levels would reduce employment. And this is a really solid result, because there have been a *lot* of studies. We can argue about exactly why the simple Econ 101 story doesn&rsquo;t seem to work, but it clearly doesn&rsquo;t &mdash; which means that the supposed cost in terms of employment from seeking to raise low-wage workers&rsquo; earnings is a myth.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2013\/02\/16\/minimum-wage-economics\/\">New York Times<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.cepr.net\/documents\/publications\/min-wage-2013-02.pdf\">Why Does the Minimum Wage Have No Discernible Effect on Employment? [PDF &ndash; 556 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Das wird, wie Krugman betont, mittlerweile von kaum noch z&auml;hlbaren Studien und Metastudien(!) nachgewiesen.<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-02\/mindestlohn-union\">Mittlerweile kapiert das auch die CDU\/CSU<\/a>, die FDP geht lieber unter als dieses zentrale Dogma ihrer vermeintlichen Wirtschaftskompetenz aufzugeben,  aber der neue DIW-Chef Fratzscher sollte doch bitte wenigstens eine Metastudie zur Hand nehmen, bevor er in (vermeintlicher?) Sorge um Arbeitspl&auml;tze von sich gibt: &bdquo;Ich w&auml;re vorsichtig mit einem einheitlichen Mindestlohn Wenn man ihn zu niedrig ansetzt, bringt er kaum etwas. Setzt man setzt ihn zu hoch an, kostet er Jobs, vor allem der Arbeitnehmer, die man eigentlich sch&uuml;tzen wollte.&ldquo; ist n&auml;mlich genau das, <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/marcel-fratzscher-neuer-diw-praesident-sieht-mindestlohn-skeptisch\/7796202.html\">was zahlreiche empirische Studien wirklich widerlegt haben<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Paul Krugman &ndash; Raise That Wage<\/strong><br>\nPresident Obama laid out a number of good ideas in his State of the Union address. Unfortunately, almost all of them would require spending money &mdash; and given Republican control of the House of Representatives, it&rsquo;s hard to imagine that happening.<br>\nOne major proposal, however, wouldn&rsquo;t involve budget outlays: the president&rsquo;s call for a rise in the minimum wage from $7.25 an hour to $9, with subsequent increases in line with inflation. The question we need to ask is: Would this be good policy? And the answer, perhaps surprisingly, is a clear yes.<br>\nWhy &ldquo;surprisingly&rdquo;? Well, Economics 101 tells us to be very cautious about attempts to legislate market outcomes. Every textbook &mdash; mine included &mdash; lays out the unintended consequences that flow from policies like rent controls or agricultural price supports. And even most liberal economists would, I suspect, agree that setting a minimum wage of, say, $20 an hour would create a lot of problems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/02\/18\/opinion\/krugman-raise-that-wage.html\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Spaniens Schulden steigen auf Rekordh&ouml;he<\/strong><br>\nTrotz der Reform- und Sparbem&uuml;hungen der Regierung sind die Staatsschulden in Spanien einem Pressebericht zufolge im vergangenen Jahr auf 882 Millionen Euro und damit so stark wie noch nie gestiegen. Nun will die Regierung die Ausgaben in den St&auml;dten und Gemeinden k&uuml;rzen und das Gehalt f&uuml;r B&uuml;rgermeister deckeln. [&hellip;]<br>\nDie Zunahme sei vor allem auf das Defizit im Staatshaushalt zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Trotz aller Einsparungen sei die Neuverschuldung nicht abgebaut worden. Daneben spielten dem Bericht zufolge drei weitere Faktoren eine Rolle: die EU-Rettungsaktion f&uuml;r marode spanische Banken, die sich mit 40 Milliarden Euro auf die Staatsschulden niederschlug, die<br>\nBegleichung unbezahlter Rechnungen staatlicher Institutionen und die spanischen Beitr&auml;ge zu den EU-Rettungspaketen f&uuml;r Griechenland, Portugal und Irland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/spanien\/schuldenkrise-spaniens-schulden-steigen-auf-rekordhoehe-12083804.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine Steigerung des Haushaltsdefizits auf 146 Milliarden Euro bzw. etwa 14% des BIP ist ja ein gro&szlig;artiges Ergebnis der &ldquo;Sparpolitik&rdquo;. Und die FAZ lernt&rsquo;s auch nie: da&szlig; das Defizit *wegen*, nicht *trotz*, Mehrwertsteuererh&ouml;hungen, Sozialabbau und rabiaten Lohnk&uuml;rzungen gestiegen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kinderarmut nimmt &uuml;ber EU-Sparprogramme massiv zu<\/strong><br>\nDie Caritas warnt davor, dass in Griechenland, Spanien, Italien, Portugal und Irland &ldquo;verlorene Generationen&rdquo; heranwachsen<br>\nImmer mehr Kinder in Europas Krisenl&auml;nder kommen hungrig zur Schule, stellt die Caritas in Krisenl&auml;ndern wie Griechenland, Spanien, Italien, Portugal und Irland fest. Die Studie von &ldquo;Caritas Europa&rdquo;, mit der die Auswirkungen der Krise in Europa auf Kinder untersucht wurden, kommt zu dramatischen Ergebnissen. Mit Bezug auf Daten der EU-Kommission stellt die katholische Hilfsorganisation fest, dass im Durchschnitt in diesen L&auml;ndern schon ein Drittel aller Kinder in Armut lebt oder an den Rand zur Armut gedr&auml;ngt wurde.<br>\nEs wachse nun mitten in Europa eine Generation von schlecht ern&auml;hrten jungen Menschen mit pessimistischer Stimmung und fatalen Zukunftsaussichten heran, stellte der Zusammenschluss von 49 Organisationen aus 46 L&auml;ndern fest. Jorge Nu&ntilde;o-Mayer hofft nach der Ver&ouml;ffentlichung der Studie darauf, dass die Beschreibung, wie sich die Situation verschlechtert hat, zum Richtungswechsel f&uuml;hrt. Die Politik m&uuml;sste &ldquo;geeignete Ma&szlig;nahmen ergreifen, mit der Krise umzugehen&rdquo;,kritisiert er die bisherige Krisenpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/print\/153747\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C. R.:<\/strong> &Uuml;ber Sparprogramme werden in Folge der Armut der Erwachsenen auch deren Kinder in Armut aufwachsen. Das Ph&auml;nomen Kinderarmut ist leider auch in Deutschland zu beobachten. Es kann daher nicht wirklich verwundern, wenn im Zuge von EU-Sparprogrammen die Kinderarmut in den EU-Krisenl&auml;ndern massiv zunimmt.<\/em><br>\n<em>Die Katholische Kirche -Caritas geh&ouml;rt zu ihr- f&auml;hrt hier &bdquo;zweigleisig&ldquo;: Sie beklagt auf der einen Seite -v&ouml;llig zurecht- die zunehmende Kinderarmut in Deutschland und Europa. Auf der anderen Seite unterst&uuml;tzt sie das neoliberale System, das zur Armut f&uuml;hrt, in dem sie u.a. Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs) bereit h&auml;lt und auf diesem Wege Lohnkosten massiv senken kann. So z. B. nachzulesen hier: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/lokales\/63038566\/dienstfahrrad-fuer-den-osnabruecker-jobcenter-chef\">Dienstfahrrad f&uuml;r den Osnabr&uuml;cker Jobcenter-Chef aus Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Tausende protestieren in Spanien und Portugal<\/strong><br>\nDie harten Sparma&szlig;nahmen ihrer Regierungen und der drohende soziale Abstieg haben am Wochenende Tausende Menschen in Spanien und Portugal auf die Stra&szlig;en getrieben. In Spanien richteten sich die Proteste gegen Zwangsr&auml;umungen, in Portugal gegen Steuererh&ouml;hungen und Einkommenssenkungen. [&hellip;]<br>\nDie Proteste in Portugal richteten sich vor allem gegen in diesem Jahr erlassene beispiellose Steuererh&ouml;hungen und die Senkung von Geh&auml;ltern und Renten seit dem vergangenen Jahr. &ldquo;Wir wollen mit den Verpflichtungen im Gegenzug f&uuml;r die Hilfsma&szlig;nahmen brechen, wir wollen mit der rechten Politik brechen, den R&uuml;cktritt der Regierung fordern und f&uuml;r Neuwahlen eintreten&rdquo;, erkl&auml;rte ein Gewerkschaftssprecher.<br>\nPortugal hatte 2011 von Europ&auml;ischer Union und Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF) einen Hilfskredit in H&ouml;he von 78 Milliarden Euro erhalten. Im Gegenzug verpflichtete sich das Land zu einem strikten Sparkurs und Reformen zur Sanierung seines Staatshaushalts und zur Ankurbelung der Wirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaft.t-online.de\/tausende-protestieren-in-spanien-und-portugal\/id_62196728\/index\">T-Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Linke hat auch keine Antwort<\/strong><br>\nDie entfesselte Maschine: Es gibt keine M&ouml;glichkeit, das Computersystem der Finanzm&auml;rkte zu beherrschen. Den Wirtschaftswissenschaftlern brechen die Fundamente ihrer Theorien weg.<br>\nIn Ihrem Buch &bdquo;Never Let a Dire Crisis Go to Waste&ldquo;, das im kommenden Jahr erscheinen wird, besch&auml;ftigen Sie sich mit der Finanzkrise und ihren Folgen. Oder sollte ich besser sagen: Sie klagen &uuml;ber einen Mangel von Folgen?<br>\nJa, das ist ein Hauptthema des Buches. Was jetzt? Vier, f&uuml;nf Jahre danach. Es ist erstaunlich, wie wenig nur sich intellektuell ver&auml;ndert hat, aber auch strukturell ist fast alles beim Alten geblieben. Das Letztere ist bekannt, da erz&auml;hle ich niemandem etwas Neues &uuml;ber den Bankensektor, der nun praktisch genauso aussieht wie vor dem Crash, und der Schattenbankensektor, also mit Hedgefonds und Private Equity, ist wirklich unver&auml;ndert &uuml;ber die Runden gekommen. Ver&auml;ndert hat sich nur, dass viel mehr Leute keine Arbeit haben und Regierungen zugeben mussten, dass ihre Haushalte au&szlig;er Kontrolle geraten sind. Was alles sehr seltsam ist, wenn man die Wucht und Reichweite der Krise in Betracht zieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/faz.net\/aktuell\/feuilleton\/philip-mirowski-im-gespraech-die-linke-hat-auch-keine-antwort-12082030.html\">faz.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C. R.:<\/strong> Auff&auml;llig ist, da&szlig; dieser Artikel im Feuilleton erscheint und eben nicht im Wirtschaftsteil.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Handelsblatt als Keynes-Versteher oder: Wie man was besser nicht versteht<\/strong><br>\nDas Handelsblatt hat am Samstag eine Beilage von mehreren Seiten dem Thema &bdquo;Keynes&ldquo; gewidmet. Unter dem Obertitel &bdquo;Der unverstandene Prophet&ldquo; werden die &bdquo;Irrt&uuml;mer des John M. Keynes&ldquo; vorgef&uuml;hrt, angefangen mit dem ewigen Schuldenmachen der Staaten, &uuml;ber die &bdquo;Vorliebe&ldquo; des Herrn Keynes f&uuml;r den Konsum statt der Investition bis hin zur Kritik am Freihandel. Abschlie&szlig;end diskutieren die ausgewiesenen Keynes-Kenner Hans-Werner Sinn und Sarah Wagenknecht.<br>\nDas hat mich angeregt, einen kleinen offenen Brief an das Handelsblatt zu schreiben:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/das-handelsblatt-als-keynes-versteher-oder-wie-man-was-besser-nicht-versteht\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Libor-Aff&auml;re &ndash; 80 Millionen Euro Bonus f&uuml;r Skandal-Banker<\/strong><br>\nWer bietet mehr? Die Boni, die Investmentbanker auf dem H&ouml;hepunkt der Spekulationswelle verdient haben sollen, klettern in immer irrwitzigere H&ouml;hen. Am Mittwoch wurde eine neue Zahl bekannt: 80 Millionen Euro Bonus habe der Vorstand der Deutschen Bank seinem Londoner H&auml;ndler Christian Bittar f&uuml;r das Jahr 2008 genehmigt, berichtet der Stern in seiner aktuellen Ausgabe. Er beruft sich auf einen &ldquo;honorigen, durch und durch glaubw&uuml;rdigen Banker&rdquo;, der Anfang 2009 an der entsprechenden Vorstandssitzung teilgenommen habe. Bittar ist nicht irgendwer, sondern in der Finanzbranche ein bekannter Mann. Das liegt daran, dass er im Dezember 2011 seinen Job verlor. Die Deutsche Bank entlie&szlig; ihn und einen anderen H&auml;ndler, weil interne Ermittlungen ergeben hatten, dass sie offensichtlich an den Manipulationen des Zinssatzes Libor beteiligt waren. Es handelt sich um einen der gr&ouml;&szlig;ten Skandale, die es in der Finanzwelt je gab. Gro&szlig;banken wie die Schweizer UBS sowie die britischen Barclays und RBS mussten deswegen in den vergangenen Wochen schon Strafen von zusammen rund zwei Milliarden Euro zahlen.<br>\nWie kann ein einziger H&auml;ndler auf eine Bonussumme von 80 Millionen Euro kommen? Offensichtlich lag es daran, dass Boni in den Jahren vor der Finanzkrise noch prozentual daran gekoppelt waren, wie viel Gewinn Investmentbanker ihrer Bank einbrachten. Und Bittar, der im Eigenhandel mit Zinsen spekulierte, war im Jahr 2008 einer der erfolgreichsten. Er soll seinem Arbeitgeber mit seinen Gesch&auml;ften Einnahmen von 500 Millionen Euro beschert haben, wohlgemerkt in dem Jahr, in dem Lehman Brothers Pleite ging und die Deutsche Bank im Investmentbanking mehr als sieben Milliarden Euro Verlust machte. Bittar soll den richtigen Riecher gehabt haben, wie sich die kurzfristigen Zinsen im Verh&auml;ltnis zu den langfristigen entwickeln. Die entscheidende Frage ist nun, ob der Star-H&auml;ndler auch deshalb so hohe Gewinne machen konnte, weil er den Libor-Zinssatz manipulierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/libor-affaere-millionen-bonus-fuer-skandal-banker-1.1599680\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das sind auf das Jahr gerechnet mehr als 220.000 Euro pro Tag. Was stellt soviel Geld bzw. die Aussicht auf soviel Geld mit einem Menschen an? Was ist das f&uuml;r ein Unternehmen, das seinen Angestellten solche Anreize bietet, ohne auch nur einen Moment inne zu halten und zu fragen, ob dies nicht eine Einladung dazu ist, kriminelle Energie voll zur Entfaltung zu bringen. Was ist das f&uuml;r eine Gesellschaft, in der manche in geradezu obsz&ouml;ner Weise zu ungeheurem Reichtum kommen d&uuml;rfen und andere wie zum Beispiel Feuerwehrleute zum Beispiel in Solingen nicht einmal &Uuml;berstunden bezahlt bekommen. Gar nicht erst zu sprechen von denen, die bei uns in Krankheit und Armut am Rande des Existenzminimums vegetieren m&uuml;ssen &ndash; oder die Tausende, die gerade in diesem Augenblick weltweit verhungern. &ndash; Vielleicht denken einige jetzt, der benutzt die NachDenkseiten als Jammerkasten. Richtig, aber es gibt Momente, in denen das analytische Verm&ouml;gen kollabiert, der Glaube an Gegenstrategien in Hoffnungslosigkeit m&uuml;ndet.<\/em><br>\n<em>Hinzuzuf&uuml;gen w&auml;re noch, dass die Deutsche Bank im Eigenhandel Gewinne machte, w&auml;hrend sie gleichzeitig Zinsswaps mit St&auml;dten, Gemeinden und mittelst&auml;ndischen Unternehmen abgeschlossen hatte, die sich in der Finanzkrise als &auml;u&szlig;erst verlustreich erwiesen und statt die Zinslasten der schwer verschuldeten Kommunen zu mindern, die Verschuldung versch&auml;rften. Nachdem der Bundesgerichtshof entschieden hatte, dass die Deutsche Bank die Transaktionen &ldquo;bewusst zulasten des Anlegers&rdquo; konstruiert h&auml;tte, haben sich die Deutsche Bank aber auch andere Investmentbanken mit zahlreichen Kommunen und Unternehmen auf Vergleiche geeinigt. Im Dezember noch hat ein Gericht in Mailand die Deutsche Bank, die Schweizer UBS, die US-Bank JP Morgan und die deutsch-irische Depfa sogar des schweren Betrugs f&uuml;r schuldig befunden. Nat&uuml;rlich gehen die Banken in Revision, <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/zinswetten-verkauf-italienisches-gericht-verurteilt-deutsche-bank\/7543808.html\">aber immerhin &ndash; ein Hoffnungsstrahl<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Wir sollten die Sanktionen f&uuml;r Arbeitslose ver&auml;ndern&ldquo;<\/strong><br>\nSPD-Linke Hilde Mattheis fordert eine Generalrevision der Hartz-IV-Gesetze und glaubt, dass das Peer Steinbr&uuml;cks Gerechtigkeitskompetenzen st&auml;rken k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/spd-linke-hilde-mattheis-wir-sollten-die-sanktionen-fuer-arbeitslose-veraendern\/7786338.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Man darf gespannt sein, ob sich Hilde Mattheis mit diesen, richtigen Forderungen innerhalb der SPD durchsetzen wird. Erste Reaktionen geben dazu kaum Hoffnung:<\/em><br>\n<em>siehe z.B. hier: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/generalrevision-von-hartz-iv-spd-reagiert-verhalten-auf-mattheis-forderung\/7791620.html\">SPD reagiert verhalten auf Mattheis-Forderung<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>DGB stellte Streikbrecher<\/strong><br>\nGewerkschaftseigene Leiharbeitsfirma sabotierte 2011 und 2009 Arbeitskampf bei Supermarktkette. Konsequenzen nach Pressebericht: Betrieb wird eingestellt, Prokurist mu&szlig; gehen<br>\nNicht genug, da&szlig; der Deutsche Gewerkschaftsbund jahrelang eine eigene Leiharbeitsfirma betrieb und so zur Unterminierung der Fl&auml;chentarifvertr&auml;ge beitrug. Das Unternehmen &raquo;Weitblick-Personalpartner GmbH&laquo; kooperierte dar&uuml;ber hinaus beim Streikbruch. Nach jW-Recherchen versorgte &raquo;Weitblick&laquo;, eine hundertprozentige Tochter des DGB-Berufsfortbildungswerkes Bfw, in der Vergangenheit wiederholt Filialen der Supermarktkette Real mit Leiharbeitskr&auml;ften, w&auml;hrend diese durch die Gewerkschaft ver.di bestreikt wurden. Wie junge Welt aus ver.di-Kreisen im Saarland erfuhr, war dies zuletzt w&auml;hrend der Einzelhandelsstreiks 2011 und 2009 der Fall. Das Bfw best&auml;tigte die Vorw&uuml;rfe am Freitag auf Nachfrage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/02-18\/039.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vom Klassenkampf zum Wettbewerbskorporatismus. Die Gro&szlig;e Transformation der Gewerkschaften<\/strong><br>\nIn Deutschland hat sich die Politik des Neoliberalismus weniger durch Angriffe auf die institutionelle Macht der Gewerkschaften (soweit diese durch das Tarifvertragsgesetz sowie durch das Betriebsverfassungs- und Mitbestimmungsgesetz gesichert ist), sondern vielmehr als &bdquo;disziplin&auml;rer Neoliberalismus&rdquo; durchgesetzt, der sich &uuml;berwiegend auf die &bdquo;strukturelle Macht&rdquo; der &ouml;konomischen Prozesse &ndash; der Kapitalakkumulation, des Marktes und der Krisenprozesse &ndash; sowie auf die politische Macht des Staates st&uuml;tzt, der diese Marktprozesse flankiert. Diese Macht wirkt auch auf die Individuen disziplinierend, die sich an die Zw&auml;nge des Marktes &ndash; bei Strafe des individuellen Scheiterns bzw. des sozialen Abstiegs oder in Erwartung individueller Karrieren (nach oben) &ndash; anpassen m&uuml;ssen. Stephen Gill spricht daher von einer &bdquo;disziplinierenden Praxis im Foucaultschen Sinne&rdquo;, also einer Macht, die nicht vorwiegend &uuml;ber staatliche Repression, sondern in der Gesellschaft, in der &Ouml;konomie, aber auch vermittels der medialen Ideologieproduktion permanent ausge&uuml;bt wird.[21] Dieses Disziplinarregime wirkt &uuml;brigens auch &uuml;ber die Einbindung der Arbeiterklasse in die Gesch&auml;fte und die Risiken des Finanzmarktkapitalismus: durch private Verschuldung, ohne die der Konsumkapitalismus nicht zu funktionieren vermag &ndash; unter anderem beim Kauf von hochwertigen Konsumg&uuml;tern (insbesondere Automobilen) oder beim Erwerb eines eigenen Hauses.<br>\nF&uuml;r die Gewerkschaften wird in solchen Zusammenh&auml;ngen deutlich, dass ihr Zweck &ndash; die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Lohnarbeit &ndash; in einer kapitalistischen Wirtschaft immer dem Hauptzweck, der Produktion von Profit auf der Basis des Privateigentums, untergeordnet bleibt. Sie k&ouml;nnen wohl zeitweilig Klassenkompromisse erzwingen und &uuml;ber den demokratischen Staat Einfluss auf Sozialgesetze, Formen der Wirtschaftsdemokratie, den Ausbau eines &ouml;ffentlichen, &bdquo;dekommodifizierten&rdquo; Sektors der Wirtschaft nehmen. Gleichwohl &ndash; das ist eine der Lehren des 20. Jahrhunderts &ndash; bleiben solche Errungenschaften, die wesentlich mit der Politik der Sozialdemokratie verbunden sind, prek&auml;r; denn die Ver&auml;nderung der Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse zwischen den Klassen, darin eingeschlossen der Machtverlust der Arbeiterbewegung in den Kapitalmetropolen, und die Krisen der Kapitalakkumulation haben immer wieder solche Errungenschaften in Frage gestellt.<br>\nIn dem Ma&szlig;e n&auml;mlich, wie die Gewerkschaften ihre eigenen Existenz- und Handlungsbedingungen von einem funktionsf&auml;higen und sozial regulierten Kapitalismus abh&auml;ngig machen, werden sie den Charakter der Krise, die dem &Uuml;bergang in eine Epoche der Austerit&auml;t zugrunde liegt, niemals angemessen begreifen und politisch-strategisch beantworten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/februar\/vom-klassenkampf-zum-wettbewerbskorporatismus\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Entspanntes Verh&auml;ltnis<\/strong><br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sucht den Schulterschluss mit der Bundeswehr zu festigen und unterst&uuml;tzt die Transformation der Truppe in eine global agierende Interventions- und Besatzungsarmee. Die j&uuml;ngsten in diese Richtung zielenden &Auml;u&szlig;erungen der DGB-Spitze sind Ausdruck historischer Kontinuit&auml;t. Bereits eine gemeinsame Erkl&auml;rung des Gewerkschaftsbundes und der Bundeswehr aus dem Jahr 1981 wies den bundesdeutschen Streitkr&auml;ften eine &ldquo;unverzichtbare Funktion&rdquo; f&uuml;r den &ldquo;demokratischen Staat&rdquo; zu. Auch sprachen sich die Institutionen &ndash; analog zu heute &ndash; f&uuml;r &ldquo;wechselseitiges Vertrauen&rdquo; und die &ldquo;Achtung vor dem Auftrag des anderen&rdquo; aus. Schon 1950 legte der DGB ein ambivalentes Verh&auml;ltnis zur Remilitarisierung der Bundesrepublik an den Tag. Zwar wandte sich die Organisation gegen die &ldquo;Wiedererrichtung einer selbst&auml;ndigen deutschen Armee&rdquo;, betonte jedoch zugleich, dass das &ldquo;deutsche Volk&rdquo; der &ldquo;Verteidigung der westlichen Kultur&rdquo; verpflichtet sei. Seit 1956 organisiert die f&uuml;r die &ouml;ffentliche Verwaltung zust&auml;ndige Teilgewerkschaft des DGB die Soldaten und Zivilbesch&auml;ftigten der Bundeswehr. Die ebenfalls im DGB vertretene Industriegewerkschaft Metall engagiert sich ihrerseits seit geraumer Zeit f&uuml;r R&uuml;stungsexporte und Kriegswaffenproduktion &ndash; zuletzt forderten ihre Funktion&auml;re die Entwicklung und den Bau einer deutschen Kampfdrohne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58540\">german-foreign-policy.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Familie von NSU-Opfer schl&auml;gt Gaucks Einladung aus<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Gauck hat die Angeh&ouml;rigen der NSU-Opfer eingeladen, doch die Familie eines Hamburger Opfers lehnt ab: Sie fordert Taten statt Betroffenheitsrhetorik.<br>\nDie Angeh&ouml;rigen des 2001 von NSU-Terroristen ermordeten S&uuml;leyman Task&ouml;pr&uuml; haben die Einladung von Bundespr&auml;sident Joachim Gauck zu einem Treffen ausgeschlagen. In einem Brief an Gauck, aus dem die tageszeitung und tagesschau.de zitieren, formuliert die Schwester des Opfers Zweifel am Sinn eines solchen Gespr&auml;chs.<br>\nGauck m&uuml;sse sich als erster Mann im Staat um Antworten bem&uuml;hen, schreibt Aysen Task&ouml;pr&uuml; den Berichten zufolge. &ldquo;Da helfen aber keine empathischen Einladungen, da w&uuml;rden nur Taten helfen.&rdquo; Sie &auml;u&szlig;erte au&szlig;erdem die Bef&uuml;rchtung, politisch instrumentalisiert zu werden. &ldquo;Auch Ihnen, Herr Bundespr&auml;sident Gauck, ist mein Bruder doch nur wichtig, weil die NSU ein politisches Thema ist&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Brief. &ldquo;Glauben Sie, es hilft mir, wenn Sie betroffen sind?&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2013-02\/nsu-opfer-treffen-gauck\">zeit.de<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Absage-an-den-Bundespraesidenten\/%21111170\/\">&bdquo;Sehr geehrter Herr Gauck &hellip;&ldquo; &ndash; Warum die Schwester eines Hamburger NSU-Mordopfers der Einladung ins Schloss Bellevue nicht folgt: Das Schreiben von Aysen Task&ouml;pr&uuml; im (gek&uuml;rzten) Wortlaut. &ndash; taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Demokratie in der Praxis<\/strong><br>\nSachsen ist inzwischen bundesweit bekannt, wegen seines &raquo;besonderen&laquo; Verh&auml;ltnisses zur Demokratie. Einseitige Ermittlungen und Verfolgung von Nazigegnern, Mi&szlig;achtung von Datenschutz, konstruierte und verdeckte Ermittlungen nach &sect; 129 StGB (Bildung krimineller Vereinigung) pr&auml;gen den Umgang der Stadt Dresden mit den Protesten gegen Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus von NPD und Kameradschaften. Bundestagsvizepr&auml;sident Wolfgang Thierse sprach 2011 von &raquo;s&auml;chsischer Demokratie&laquo;. Polizei und Polizeigewerkschaft klagten daraufhin, Thierse habe damit Sachsens Polizisten beleidigt. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen Verleumdung.(&hellip;)<br>\nEin wenig Hoffnung auf deutsche Gerichtsbarkeit bleibt. Das Bundesverfassungsgericht entschied im Januar 2013, da&szlig; eine Mutter, die aus der rechten Szene ausgestiegen ist und sich vor dieser verstecken mu&szlig;, dem Vater das Umgangsrecht mit ihren Kindern verweigern darf. Das OLG Dresden hatte dagegen im Juli 2012 entschieden, da&szlig; der gewaltt&auml;tige Vater ein Umgangsrecht habe. Von der militanten und gewaltt&auml;tigen rechten Szene gehe keine ma&szlig;gebliche Bedrohung aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sopos.org\/aufsaetze\/511a70e1325a1\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Empirische Befunde zur Intelligenzverteilung in Deutschland<\/strong><br>\n&hellip; Vor kurzem wurde in einem SPIEGEL-Artikel (Titel Nr. 47\/ 2011) mit dem Titel &ldquo;Die Bildungsstudie 2011&ndash; Wo die klugen Deutschen leben &rdquo; dem Leser suggeriert, dass es sich bei der Bertelsmann-Studie um eine Studie &uuml;ber die unterschiedliche Verteilung der Intelligenz in Deutschland handelt. Dem ist aber bei genauerem Studium nicht so. Diese Studie ist vielmehr und allein eine Bestandsaufnahme bildungsf&ouml;rderlicher Bedingungen. &Uuml;ber die wahren Ursachen dieser ungleichen Klugheitsverteilung in Deutschland sagt sie nichts aus.<br>\n&hellip; Den Autoren der Bertelsmann Studie h&auml;tte bekannt sein m&uuml;ssen, dass es mehrere wissenschaftliche Studien gibt, die kausal nachweisen, dass die ungleiche Verteilung von Bildung in der BRD urs&auml;chlich mit den gigantischen Wanderungsbewegungen in den vergangenen Jahrzehnten von den neuen Bundesl&auml;ndern in die alten, insbesondere von Ost nach S&uuml;d- und S&uuml;dwest zusammenh&auml;ngt. Die Intelligenz hat sich auf Wanderschaft begeben und sich dort niedergelassen, wo es gute Arbeit gab.<br>\nMit den unterschiedlichen Schulformen in den L&auml;ndern und deren angeblich besondere Qualit&auml;t im S&uuml;den hat dies nicht viel zu tun. Auch die besseren Leistungen in den PISAStudien haben &uuml;berwiegend mit dem Wanderungsgewinn an Intelligenz zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130218_weissintelligenzverteilung_laender_deutschland.pdf\">Rudolf H. Wei&szlig;, Empirische Befunde der Intelligenzverteilung in Deutschland [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Pressefreiheit vor Gericht: Regierung will Auskunftspflicht einschr&auml;nken<\/strong><br>\nManchmal k&ouml;nnen Journalisten der Regierung l&auml;stig werden. Dann n&auml;mlich, wenn sie keine positiven Nachrichten verbreiten wollen, sondern unangenehme, kritische Fragen stellen. Dann ducken sich die Kanzlerin und ihre Minister gerne weg, ihre Sprecher winden sich, weichen aus. So l&auml;sst sich Zeit gewinnen. Auf Dauer eine Antwort zu verweigern, ist allerdings schwierig. Denn in der deutschen Demokratie ist das Recht auf der Seite der Journalisten: Beh&ouml;rden m&uuml;ssen der Presse Auskunft geben. Bisher jedenfalls. Denn die Bundesregierung k&auml;mpft darum, dass Journalisten k&uuml;nftig faktisch keinen Rechtsanspruch mehr auf Informationen aus Bundesbeh&ouml;rden haben. Schon am Mittwoch k&ouml;nnte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein entsprechendes Urteil f&auml;llen.  In einer zw&ouml;lfseitigen Stellungnahme vertritt der VBI, Vertreter des Bundesinteresses beim Bundesverwaltungsgericht, die Ansicht, dass Bundesbeh&ouml;rden weder auf Basis des Grundgesetzes noch der Landespressegesetze zur Auskunft verpflichtet werden k&ouml;nnten. Eine andere Auslegung w&uuml;rde &ldquo;einen unzul&auml;ssigen Eingriff in den Hoheitsbereich des Bundes darstellen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Papier, das SPIEGEL ONLINE vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/pressefreiheit-kein-auskunftsanspruch-gegenueber-bundesbehoerden-a-883748.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Belgische Studie: Weniger Fr&uuml;hgeborene nach Rauchverbot<\/strong><br>\n&Ouml;ffentliche Rauchverbote k&ouml;nnen ungeborene Kinder sch&uuml;tzen: In Belgien hat das Risiko f&uuml;r eine Fr&uuml;hgeburt abgenommen, seitdem in Restaurants und Bars nicht mehr geraucht werden darf. Pro tausend Geburten verhindert das Rauchverbot sechs Fr&uuml;hgeburten, hei&szlig;t es in einer Studie.<br>\nSolange das Rauchen in der &Ouml;ffentlichkeit erlaubt ist, m&uuml;ssen auch Risikogruppen zwangsl&auml;ufig mitrauchen. Zu ihnen z&auml;hlen Schwangere: Der Rauch gef&auml;hrdet auch ihr ungeborene Kind. Es ist bekannt, dass Rauchen das Risiko f&uuml;r eine Fr&uuml;hgeburt erh&ouml;ht. Im Umkehrschluss m&uuml;sste ein &ouml;ffentliches Rauchverbot helfen, die Fr&uuml;hgeburtenrate zu senken. Dieser Theorie sind belgische Forscher der Universit&auml;t Hasselt erstmals nachgegangen.<br>\nIn Belgien wurde das &ouml;ffentliche Rauchverbote in drei Stufen eingef&uuml;hrt: zun&auml;chst am Arbeitsplatz, dann in Restaurants, schlie&szlig;lich in Bars. Tats&auml;chlich konnten die Forscher zeigen, dass das Risiko f&uuml;r Fr&uuml;hgeburten passend zu diesen Stufen immer weiter abgenommen hat. Das Rauchverbot hat nach den Ergebnissen der Forscher sechs Fr&uuml;hgeburten je tausend Geburten verhindert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/belgische-studie-oeffentliches-rauchverbot-senkt-fruehgeborenen-rate-a-883567.html\">spiegel.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin R. K.:<\/strong> Erst wird durch die &Uuml;berschrift ein urs&auml;chlicher Zusammenhang hergestellt, der sich aus einer statistischen Korrelation nicht zwingend ergibt. Anschlie&szlig;end l&auml;sst sich der Autor &uuml;ber sieben Abs&auml;tze &uuml;ber die Gefahren des Passivrauchens aus, ehe er im achten Absatz anmerkt, dass der R&uuml;ckgang der Fr&uuml;hgeburten nicht zwangsl&auml;ufig urs&auml;chlich auf die Rauchverbote in Gastst&auml;tten und Bars zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.<\/em><br>\n<em>Ein starkes St&uuml;ck Propaganda. Ohne Ber&uuml;cksichtigung des nicht immer einwandfrei zu ermittelnden Beginns der Schwangerschaft wird willk&uuml;rlich eine Geburt vor der 37. Schwangerschaftswoche definiert; das ist schon einigerma&szlig;en fragw&uuml;rdig, wenn nicht weiter differenziert wird. Noch fragw&uuml;rdiger ist allerdings die versteckte Unterstellung, dass wenige Besuche in Raucherrestaurants Fr&uuml;hgeburten bef&ouml;rdern k&ouml;nnten, von den vielen Barbesuchen Schwangerer gar nicht zu reden. Ich sehe fast nie schwangere Frauen in Bars, aber ich lebe auch nicht in Flandern; vielleicht ist es da ja &uuml;blich, sich als Schwangere mehrere Stunden t&auml;glich dort aufzuhalten. Selbst die Babys von Raucherinnen sind nicht zwangsl&auml;ufig immer untergewichtig oder zu fr&uuml;h geboren. Um also soviel Rauch einzuatmen, dass die Plazenta und damit der F&ouml;tus nachweislich gesch&auml;digt werden, m&uuml;sste die schwangere Nichtraucherin schon in der Bar wohnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Follow the money<\/strong><br>\nBei seinen Recherchen und beim Dreh des investigativen Films &ldquo;Staatsgeheimnis Bankenrettung&rdquo; geht der erfahrene Journalist des Tagesspiegel Harald Schumann dem klassischen Rechercheansatz &ldquo;follow the money&rdquo; nach.<br>\nSehen Sie, was verschiedene europ&auml;ische Gespr&auml;chspartner auf die Frage, wo das Geld bleibt, antworten (&hellip;)<br>\nBis zum Sendetermin auf ARTE am Dienstag, den 26. Februar um 21.45 Uhr ver&ouml;ffentlicht Tagesspiegel-Online jeden Dienstag eine Artikel-Serie zur TV-Dokumentation des Tagesspiegel-Journalisten Harald Schumann<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/follow-the-money\/7302702.html\">arte.tv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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