{"id":16214,"date":"2013-02-19T08:41:05","date_gmt":"2013-02-19T07:41:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214"},"modified":"2013-02-19T13:40:07","modified_gmt":"2013-02-19T12:40:07","slug":"hinweise-des-tages-1821","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h01\">Bahn will &uuml;ber Stuttgart 21 neu verhandeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h02\">Rohstoff-Roulette<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h03\">Karl Whelan: Olli&rsquo;s Follies &ndash; Is Debate About Fiscal Multipliers Unhelpful?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h04\">Steuern und Menschenrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h05\">Europa: Auf die Sparpolitik folgt die Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h06\">Amazon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h07\">Commerzbank-Chef Blessing: Jo, es macht noch Spa&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h08\">Wie viel Inflation kommt auf uns zu?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h09\">Peter Grottian: Attac hat Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h10\">Falsche Manager in den Kliniken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h11\">Ecuador &ndash; Correa feiert klaren Sieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h12\">Die neue Mitte im s&uuml;dlichen Norden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h13\">Das Prinzip der Willk&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h14\">Journalisten und Eliten: Wieviel Distanz muss sein, wieviel N&auml;he ist n&ouml;tig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h15\">Lesetipp: Die neue Umverteilung: Soziale Ungleichheit in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214#h16\">zu guter Letzt: Lego startet neue Serie &ldquo;Gescheiterte deutsche Gro&szlig;projekte&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16214&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bahn will &uuml;ber Stuttgart 21 neu verhandeln<\/strong><br>\nIm Streit um Stuttgart 21 erh&ouml;ht die Deutsche Bahn den Druck auf ihre Partner. Das Unternehmen hat die sogenannte Sprechklausel gezogen &ndash; und will nun neu &uuml;ber die Mehrkosten in Milliardenh&ouml;he verhandeln. [&hellip;]<br>\nDie Regelung im Finanzierungsvertrag f&uuml;r das Bahnprojekt zum Thema Kosten&uuml;berschreitung ist denkbar mager. In Paragraf acht, Absatz vier des Vertrags steht: &ldquo;Im Fall weiterer Kostensteigerungen nehmen die Eisenbahninfrastrukturunternehmen und das Land Gespr&auml;che auf.&rdquo; Die Projektpartner interpretieren diesen Passus jedoch sehr unterschiedlich, bislang wollen sich weder Stadt noch Land an weiteren Kosten beteiligen.<br>\nSollten die Partner weiter die Beteiligung an den Mehrkosten verweigern, k&ouml;nnte die Bahn vor Gericht ziehen. Bislang hatte die Bahn allerdings betont, den Konflikt nicht gerichtlich l&ouml;sen zu wollen. [&hellip;]<br>\nDer fr&uuml;here Schlichter im Streit um Stuttgart 21, Heiner Gei&szlig;ler, sprach sich am Montag f&uuml;r eine Fertigstellung des Bahnhofs aus. Die steigenden Kosten seien ein &ldquo;l&ouml;sbares Problem&rdquo;, sagte Gei&szlig;ler. &ldquo;Ich finde, f&uuml;r ein solches Projekt muss das Geld da sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bahn-will-neu-ueber-kosten-fuer-stuttgart-21-verhandeln-a-884129.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen Albrecht M&uuml;ller:<\/strong><\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Die Ank&uuml;ndigung der Deutschen Bahn AG, mit den Projektpartnern &uuml;ber die Beteiligung an den Mehrkosten verhandeln zu wollen, bringt vielleicht Licht in ein seltsames Gehabe des Projektpartners Landesregierung, insbesondere des Ministerpr&auml;sidenten Kretschmann und Verkehrsministers Hermann. Sie haben auf die dem Land gesetzten Finanzierungsgrenzen hingewiesen. Aber sie sagten bisher nie: da diese Kostengrenze offensichtlich nicht zu halten ist, sollte man das Projekt beerdigen. &ndash; Jetzt wird es spannend: Vermutlich werden sie, dem Koalitionspartner SPD folgend, sagen: Jetzt sind wir zu Neuverhandlungen mit der Bahn verpflichtet, auch &uuml;ber die zus&auml;tzliche finanzielle Beteiligung von Land und Stadt. Wenn sie wollten, k&ouml;nnten sie sich auch anders entscheiden. Mal sehen.<\/em><\/li>\n<li><em>Auf Dr. Heiner Gei&szlig;ler ist Verlass: im Zweifel entscheidet sich der Schlichter f&uuml;r die Parteiraison. Der CDU und vor allem ihrer Kanzlerin Merkel droht wegen der Festlegung auf das Gro&szlig;projekt Stuttgart 21 im Wahlkampf Ungemach, wenn das Projekt beendet wird. Also erkl&auml;rt Gei&szlig;ler das Weiterbauen zum einzig gangbaren Weg. Er wei&szlig; (!), dass die steigenden Kosten ein l&ouml;sbares Problem sind. Und er wei&szlig; auch, dass f&uuml;r ein solches Projekt das Geld da sein muss. &ndash; Diese Erkenntnisse sind ein bemerkenswertes Nebenprodukt der Schlichtung. &ndash; An dieser Stelle sei daran erinnert, dass f&uuml;r den Bau des Schnellen Br&uuml;ters in Kalkar zum Zeitpunkt des Abbruchs 1991 schon 7 Milliarden DM, also weit &uuml;ber 3 Milliarden &euro;, verbaut worden waren. F&uuml;r andere Projekte, gilt wenn auch mit geringerer Dimension &auml;hnliches: Transrapid, Wackersdorf, die bemannten Weltraumfahrt zum Beispiel. &ndash; Da die entscheidenden Instanzen und Personen im Entscheidungsprozess f&uuml;r solche Gro&szlig;projekte regelm&auml;&szlig;ig durch Untersch&auml;tzung der Kosten und durch die &Uuml;bertreibung der Bedeutung der Projekte (&bdquo;Einbindung Stuttgarts in die Transeurop&auml;ische Magistrale von Paris bis Bratislava&ldquo;) betrogen werden und man zu Beginn der Realisierung eines solchen Projektes durchaus schlauer geworden sein kann, ist der Abbruch oft sowohl ehrlicher als auch billiger.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Kosten des Projektes sind vermutlich auch deshalb um Hunderte von Millionen Euro untersch&auml;tzt, weil die bei B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern, vor allem bei Reisenden der Bahn anfallenden Kosten nicht mit eingerechnet werden: die durch Versp&auml;tung und Umleitungen eintretenden Kosten der Pendler und der Stuttgarter, die ihren Bahnhof nutzen wollen; auch die Kosten von Reisenden, die bisher &uuml;ber Stuttgart weiterfuhren. Am vergangenen Samstag Vormittag war ich selbst Zeuge solcher vermutlich nicht berechneter Kosten: der Intercity von M&uuml;nchen nach Karlsruhe konnte den Hauptbahnhof Stuttgart nicht anfahren und wurde stattdessen &uuml;ber Plochingen und Esslingen durch Stuttgart hindurch und &uuml;ber Vaihingen\/Enz und Bruchsal nach Karlsruhe weitergef&uuml;hrt. Die Reisenden, die nach Stuttgart Innenstadt wollten, mussten umsteigen, andere kamen in Karlsruhe versp&auml;tet an und hatten ihren Anschluss vers&auml;umt. &ndash; Das ist ein Fall von vermutlich Hunderttausenden &auml;hnlichen Ereignissen, die w&auml;hrend der &ndash; bisher nicht kalkulierbaren &ndash; Bauzeit von wahrscheinlich mindestens zehn Jahren eintreten. Kosten die bei Dritten anfallen und die in den bisherigen Gesamtkosten nicht enthalten sind.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rohstoff-Roulette<\/strong><br>\nKnappe Industriemetalle wie Kupfer, Kobalt oder Titan sind heute die &ldquo;Vitamine des technischen Fortschritts&rdquo;. Teures Erd&ouml;l l&auml;sst die Energiepreise explodieren. Wetten auf Soja, Mais und Weizen treiben die Preise in die H&ouml;he und f&ouml;rdern weltweit Hungersn&ouml;te.<br>\nInzwischen gleicht der Rohstoffmarkt einem globalen Roulette, in dem durch Spekulation an der Preisschraube gedreht wird. M&auml;chtige Rohstoffh&auml;ndler und -produzenten spielen mit den M&auml;rkten, w&auml;hrend rohstoffreiche L&auml;nder wie Papua-Neuguinea, die eigentlich vom Rohstoffboom profitieren sollten, in Armut und Chaos versinken.<br>\nIst das Rohstoffspiel au&szlig;er Kontrolle geraten? Peter Kreyslers Feature gibt Einblick in ein faszinierendes Milliardenspiel, das so lange gespielt wird, bis es hei&szlig;t: Rien eine va plus &ndash; nichts geht mehr.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/dasfeature\/1973798\/\">Deutschlandfunk<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/02\/12\/dlf_20130212_1915_042ee763.mp3\">Die Sendung zum Nachh&ouml;ren als Podcast [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dazu aus der Sendung &ndash; Sieben der zw&ouml;lf gr&ouml;&szlig;ten Schweizer Firmen sind mittlerweile Rohstoffkonzerne. Von 2002 bis 2012 ist der Gewinn der Schweizer Rohstofffirmen von 1 Milliarde auf 20 Milliarden explodiert. Das Bankgeheimnis, niedrige Steuern und politische Neutralit&auml;t sind der Grund, warum die Schweiz zur Drehscheibe im Gesch&auml;ft mit den Rohstoffen geworden ist.<\/em><br>\n<em>Die Schweiz bietet zudem die M&ouml;glichkeit, Gewinne, die aus den Herkunftsl&auml;nderngezogen werden, an ein Geflecht von Briefkastenfirmen in Luanda, London, Hongkong, den Bermudas oder Luxemburg abgabenfrei weiter zu reichen. Nach konservativen Sch&auml;tzungen lassen sich durch derartige Steueroptimierungen j&auml;hrlich rund 130 Milliarden US Dollar sparen. Das entspricht in etwa der gesamten weltweiten Entwicklungshilfe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Karl Whelan: Olli&rsquo;s Follies &ndash; Is Debate About Fiscal Multipliers Unhelpful?<\/strong><br>\nOlli Rehn is the European Commissioner for economics.  Olli has spent much of his time in recent years telling everyone that Europe&rsquo;s austerity policies were working and the Eurozone economy was just about to turn the corner.  In reality, the Eurozone has been in recession since the third quarter of 2011 and the recession appears to be deepening: Eurostat this week reported a decline of 0.6 percent in real GDP in the final quarter of 2012.<br>\nThis week, Olli sent a letter to the EU&rsquo;s finance ministers and other luminaries including IMF managing director Christine Lagarde.  So what was on Olli&rsquo;s mind? Concern about the ongoing slump? Worries about record high unemployment?  No. It turns out Olli is worried that IMF economists are doing research on fiscal multipliers. [&hellip;]<br>\nOlli isn&rsquo;t happy that this research has been released.  His letter says that this debate &raquo;has not been helpful and has risked to erode the confidence that we have painstakingly built up over the past years in numerous late-night meetings.&laquo;<br>\nEven leaving aside the medieval prince aspects of these comments (&ldquo;Galileo needs to stop undermining confidence in the Ptolemaic system&rdquo;) can Olli really believe that Europe&rsquo;s finance ministers have been building up confidence while the economy languishes in recession? [&hellip;]<br>\nn terms of who to believe here, you can choose to trust Olli the Confidence Man who believes debate about fiscal policy is unhelpful or the IMF&rsquo;s chief economist who also happens to be the world&rsquo;s tenth best economics researcher. I know who my money is on.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forbes.com\/sites\/karlwhelan\/2013\/02\/17\/ollis-follies-is-debate-about-fiscal-multipliers-unhelpful\/\">Forbes<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuern und Menschenrechte<\/strong><br>\nFiskalpolitik &ndash; und damit auch Steuerpolitik &ndash; ist eines der wichtigsten Steuerungsinstrumente von Regierungen. Die tats&auml;chlichen Priorit&auml;ten der Politik zeigen sich in Budgets und Steuergesetzen oft deutlicher als in Deklarationen und Aktionsprogrammen. Auch spiegelt die Fiskalpolitik einer Regierung den politischen Einfluss bestimmter Interessensgruppen wider: Werden Verteidigungs- oder Sozialetats erh&ouml;ht? Wer erh&auml;lt Steuererleichterungen und wie werden sie kompensiert? Antworten auf diese Fragen entscheiden dar&uuml;ber, ob Regierungen Ihren internationalen und nationalen Verpflichtungen nachkommen oder m&ouml;glicherweise unter dem Vorwand haushaltspolitischer Sachzw&auml;nge davon abweichen. Zu den wichtigsten Verpflichtungen der Regierungen geh&ouml;ren die Achtung, der Schutz und die Gew&auml;hrleistung der Menschenrechte, inklusive der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte. Es ist daher notwendig zu untersuchen, welche Auswirkungen die Steuerpolitik auf die Einhaltung und Verwirklichung dieser Rechte hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2013\/02\/neuerscheinung-steuern-und.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Europa: Auf die Sparpolitik folgt die Rezession<\/strong><br>\nAuch in Deutschland verschlechtern sich die wirtschaftlichen Aussichten. Im letzten Quartal ist die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die europ&auml;ische Sparpolitik sorgt daf&uuml;r, dass Importe aus Deutschland weniger nachgefragt werden. Die Sparfalle schnappt zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++28fad990-79dd-11e2-875e-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Amazon<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ursula Engelen-Kefer: Amazon und die Verantwortung der Politik<\/strong><br>\nDie Aufregung in Politik und Gesellschaft &uuml;ber die skandal&ouml;sen Arbeits- und Lebensbedingungen der Leiharbeitnehmer in den Logistikzentren des Versand-Monopolisten Amazon ist gro&szlig;. Tausende von in- und ausl&auml;ndischen Besch&auml;ftigten m&uuml;ssen nicht nur zu Dumpingl&ouml;hnen arbeiten, sondern werden wie Sklaven gehalten. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen fordert die l&uuml;ckenlose Aufkl&auml;rung. Amazon hat sich bereits von dem als rechtsradikal gebrandmarkten Sicherheitsunternehmen zur &ldquo;Rundum&rdquo;- &Uuml;berwachung der Besch&auml;ftigten getrennt.<br>\nDies erinnert fatal an die gravierenden Missbr&auml;uche mit der Leiharbeit durch die inzwischen in Konkurs gegangene Drogeriekette Schlecker vor etwa drei Jahren. Schlecker hatte nach Schlie&szlig;ung ganzer Filialen sowie Neuer&ouml;ffnung unter anderem Konzept tausende von Mitarbeitern durch eine Leiharbeitsagentur zu erheblich niedrigeren L&ouml;hnen und schlechteren Arbeitsbedingungen anheuern lassen. Auch damals war die &ouml;ffentliche Emp&ouml;rung gewaltig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/02\/19\/amazon-und-die-veranwortung-der-politik-von-ursula-engelen-kefer\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Amazon, das sind wir<\/strong><br>\nWie lange wird der Zorn auf Amazon anhalten? Einen Tag? Zwei Tage? Vielleicht drei? Eine Fernsehreportage &uuml;ber die miserablen Arbeitsbedingungen in den deutschen Logistikzentren des Onlineh&auml;ndlers hat eine wahre Wut entfacht. Doch vermutlich wird sich die Aufregung sehr schnell wieder legen, werden die Kunden morgen schon wieder den Bestseller bei Amazon ordern oder den Laptop zum Schn&auml;ppchenpreis.<br>\nDie Menschen neigen nun mal dazu, es sich bequem zu machen, auch beim Einkaufen. Nicht viel nachdenken, auf den Preis schauen, auf den Bestellknopf dr&uuml;cken &ndash; fertig. Wo die Ware herkommt, unter welchen Bedingungen sie gefertigt, verpackt und geliefert wird, ist den meisten Kunden egal. Was z&auml;hlt, ist der eigene Nutzen. Und der definiert sich in der Geiz-ist-geil-Welt eben &uuml;ber den Preis: m&ouml;glichst billig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/billige-arbeit-amazon-das-sind-wir-1.1602228\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich m&uuml;sste jeder wissen, dass es bei einem T-Shirt f&uuml;r 3,95 Euro nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Aber was sind die Menschen, die billigste Produkte kaufen? Eiskalte, nutzenmaximierende Homines Oeconomici, einfach nur bequem und gedankenlos oder auch Menschen die auf Billigprodukte angewiesen sind, da sie durch die zunehmende soziale Polarisierung auch in den wohlhabenden L&auml;ndern , durch Niedrigl&ouml;hne und prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse gar nicht &uuml;ber die Ressourcen verf&uuml;gen um sich teurere G&uuml;ter zu kaufen? Und nun ist es ja nicht so, dass sich mit den Armen und Unterprivilegierten nicht auch noch Bombengesch&auml;fte machen lassen, wie der spektakul&auml;re Erfolg der Klamotten-Discounters Primark zeigt, der preislich noch unter H&amp;M, Zara und anderen Billiganbietern rangiert. Und selbstverst&auml;ndlich befindet sich Primark im Besitz einer der reichsten Familie Gro&szlig;britanniens.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Commerzbank-Chef Blessing: Jo, es macht noch Spa&szlig;<\/strong><br>\nSeit er im Mai 2008 Vorstandschef wurde, ist der Umbau von Deutschlands zweitgr&ouml;&szlig;ter Bank ein Dauerzustand. Erfolge sind ausgeblieben. Nun steht den 56000 Mitarbeitern eine weitere Rosskur bevor. Bis zum Jahr 2016 sollen bis zu 6000 Stellen abgebaut werden. &bdquo;Um mich meiner besonderen Verantwortung zu stellen, habe ich auf den Bonus verzichtet&ldquo;, sagte Blessing. Dar&uuml;ber habe er M&uuml;ller schon im Dezember in Kenntnis gesetzt. Und der Aufsichtsratsvorsitzende dankte es ihm in der Pressemitteilung: &bdquo;Das ist eine sehr ehrenwerte Entscheidung.&ldquo; Doch in Wirklichkeit kann sich Blessing &uuml;ber eine satte Gehaltserh&ouml;hung im vergangenen Jahr freuen. Bislang war sein Gehalt auf 500.000 Euro gedeckelt, weil die vom Staat in der Finanzkrise geleistete staatliche Kapitaleinlage von 16,4 Milliarden Euro nicht bedient worden war. Freiwillig verzichteten Blessing und die restlichen Vorstandsmitglieder f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2011 auf eine Anhebung, nachdem die staatliche Einlage auf 1,6 Milliarden Euro dank einer Kapitalerh&ouml;hung zur&uuml;ckgef&uuml;hrt worden war. Doch nun sind es wieder 1,3 Millionen Euro f&uuml;r den Vorstandschef. Da f&auml;llt es Blessing nicht schwer zu sagen: &bdquo;Ein Nettogewinn von 6 Millionen Euro ist nicht so gut, dass er eine variable Verg&uuml;tung rechtfertigt.&ldquo; Dabei f&auml;llt nur seine Erfolgspr&auml;mie f&uuml;r das zur&uuml;ckliegende Jahr weg. Seine acht Vorstandskollegen erhalten f&uuml;r das alles andere als erfolgreiche Jahr 2012 eine Pr&auml;mie von jeweils 400.000 Euro, das sind 40 Prozent vom &bdquo;Zielbonusvolumen&ldquo;. Da die Aktion&auml;re seit 2008 keine Dividende mehr erhalten haben und auch f&uuml;r das laufende Jahr eine Aussch&uuml;ttung laut Blessing &bdquo;sehr unwahrscheinlich&ldquo; ist, stellt sich die Frage, warum die acht Vorstandsmitglieder 40 Prozent und weitere F&uuml;hrungskr&auml;fte 50 Prozent vom &bdquo;Zielbonus&ldquo; erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/commerzbank-chef-blessing-jo-es-macht-noch-spass-12082043.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Bund ist immer noch zu 25 Prozent an der Commerzbank beteiligt und damit der wichtigste Aktion&auml;r, aber die Kritik selbst der Opposition f&auml;llt mager aus und geht &uuml;ber Vorw&uuml;rfe wie &ldquo;schlechter Stil&rdquo; ( Carsten Sieling) kaum hinaus. Gestern wiesen die NDS auf einen H&auml;ndler der Commerzbank hin, dem 2008 ein Bonus von 80 Mio. Euro zugesprochen wurde.  Das mag sich, wie  Anshu Jain Ende Januar betonte, nicht mehr wiederholen, aber das Beispiel Blessing zeigt, dass ein Mentalit&auml;tswandel nicht eingesetzt hat. Man holt das raus, was legal m&ouml;glich ist. Da die Commerzbank mindestens die H&auml;lfte der geleisteten Rekapitalisierungen zur&uuml;ckgezahlt hat, darf die Obergrenze f&uuml;r Verg&uuml;tungen von 500.000 Euro &uuml;berschritten werden &ndash; so das von CDU, CSU und FDP aufgelegte Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz. Das macht Spa&szlig;!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie viel Inflation kommt auf uns zu?<\/strong><br>\nGegen sinkende Wechselkurse ist wenig einzuwenden, solange sie das Nebenprodukt einer die Wirtschaft stimulierenden Politik und nicht Gegenstand gezielter Wechselkurspolitik sind. Dieses Ergebnis der Moskauer Tagung der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenl&auml;nder hat in Marktkreisen wenig &uuml;berrascht, aber zu unterschiedlichen Folgerungen gef&uuml;hrt. In der Sicht mancher Kommentatoren hat damit die japanische Regierung gewissermassen gr&uuml;nes Licht erhalten, den Yen weiter zu schw&auml;chen. Andere erwarten ein Nachziehen anderer L&auml;nder und weisen darauf hin, dass stimulierende Massnahmen in der Praxis den gleichen Effekt h&auml;tten wie eine aktiv auf einen tieferen Wechselkurs gerichtete Politik. Praktisch alle grossen Notenbanken betrieben eine expansive Politik und w&uuml;nschten eine schw&auml;chere W&auml;hrung, auch wenn das mathematisch unm&ouml;glich sei, betont nicht nur Mike Shedlock von Sitka Pacific Capital Management. Gemeinsam haben die diversen Formen der expansiven Geldpolitik zur Stimulierung der Wirtschaft und gezielte Kursmanipulationen eine Versch&auml;rfung des Inflationspotenzials. Immer wieder wird in Marktkreisen vor der Gefahr einer heftigen, wenn nicht sogar ausser Kontrolle geratenden Inflation gewarnt. Durch die hohe Verschuldung der einzelnen Volkswirtschaften und den anhaltenden Deleveraging-Prozess bestehe diese Gefahr zwar nicht unmittelbar. Auf l&auml;ngere Sicht sei eine Inflation aber nahezu unvermeidbar, zumal es den an aufgeblasenen Bilanzen leidenden Notenbanken schwerfallen werde, eine wirkungsvolle Stabilit&auml;tspolitik durchzusetzen, ohne dabei heftige konjunkturelle R&uuml;ckschl&auml;ge hervorzurufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/wie-viel-inflation-droht-uns-1.18007992\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich gek&ouml;rt es zu den Klassikern der Mainstream&ouml;konomie, dass zwischen der Ausweitung der Geldmenge und einer steigenden Inflation ein kausaler Zusammenhang best&uuml;nde. Zuletzt haben Luca Gattini, Huw Pill und Ludger Schuknecht in einem Arbeitspapier der Europ&auml;ischen Zentralbank diesen Zusammenhang f&uuml;r eine Reihe von Industriestaaten und Schwellenl&auml;ndern zwischen 1960 und 2010 best&auml;tigt gesehen, wenn <a href=\"http:\/\/www.ecb.europa.eu\/pub\/pdf\/scpwps\/ecbwp1462.pdf\">auch mit einer betr&auml;chtlichen zeitlichen Verz&ouml;gerung [PDF &ndash; 1.8 MB]<\/a>.<\/em><br>\n<em>Es darf allerdings bezweifelt werden, ob dieser Zusammenhang auch f&uuml;r die Entwicklung seit Mitte der 80er Jahre gilt. Die Wahl des Zeitraums kann die Ergebnisse solcher Untersuchungen signifikant ver&auml;ndern. Immerhin r&auml;umen sie ein, dass man sich in der wissenschaftlichen Literatur nicht dar&uuml;ber einig sei, wie (!) sich die Ausweitung der Geldmenge auf die Preisentwicklung auswirkt.  Auch wenn aktuell teure Rohstoffe auf die Inflation durchschlagen, da viele Preise in hohem Masse von den Rohstoffkosten abh&auml;ngen, sind mittelfristig eher deflation&auml;ren Tendenzen auszumachen, da sowohl der Privatsektor wie auch der Staat sparen. Das Produktionspotential bleibt unausgesch&ouml;pft und die Krisenma&szlig;nahmen sorgen daf&uuml;r, dass es so bleibt. Rein theoretisch ist mit der beobachteten monet&auml;ren Expansion  ein Inflationspotenzial verbunden, aber dazu m&uuml;ssten Konsumenten, Unternehmen und Anleger bzw. Spekulanten erst einmal wieder Kredite nachfragen wollen. Das so geschaffene Geld liegt derzeit  bei den Notenbanken und Gesch&auml;ftsbanken. Heute k&ouml;nnte an ehesten der von Gattini u.a. genannte Wirkungskanal einer Ausweitung der Geldmenge bzw. der dadurch beg&uuml;nstigten Kreditaufnahme durch Private hinsichtlich der Preisentwicklung von Immobilien beobachtet werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Peter Grottian: Attac hat Angst<\/strong><br>\nZiviler Ungehorsam ist das Salz in der Suppe einer oft &ouml;den Demokratie. Es ist ein &ouml;ffentlicher, gewaltloser, gewissensbasierter Akt des Ungehorsams, der auf demokratische Ver&auml;nderungen ausgerichtet ist &ndash; mit der Konsequenz, m&ouml;glicherweise bestraft zu werden. Ziviler Ungehorsam ist Ausdruck des plebiszit&auml;ren Drucks derjenigen, die &uuml;ber keine privilegierten Einflussnahmen verf&uuml;gen. Es ist die letzte M&ouml;glichkeit, Demokratiedefizite zu korrigieren, nachdem die klassischen demokratischen Wege versucht worden sind. Ohne zivilen Ungehorsam g&auml;be es keine Modernisierung von Demokratie, keine Frauen- und &Ouml;kologiebewegung, kein Gorleben, kein Dresden gegen Rechtsextremismus und keine Bewegung gegen Stuttgart 21. Ziviler Ungehorsam ist kein Schmuddelkind der Demokratie, sondern dessen Leuchtfeuer. Schaut man sich jedoch die Politikfelder an, auf denen der zivile Ungehorsam eine oder keine Rolle spielt, fallen deutliche Unterschiede auf.  Beim Thema Arbeitslosigkeit und Armut bleibt es seit den f&uuml;r deutsche Verh&auml;ltnisse eindrucksvollen Protesten von 2003 bis 2005 beunruhigend still. Politische Gruppen sind zerbrochen, im Westen mehr als im Osten. Und wer im Osten &uuml;ber zivilen Ungehorsam redet, erh&auml;lt folgenlosen Beifall. Viele Betroffene prozessieren individuell gegen ihren Hartz-IV-Bescheid und w&auml;hlen Die Linke. Aktive Resignation. Wenn mehr als eine Million Hartz-IV-Bezieher mit Sanktionsk&uuml;rzungen belegt werden, ist die Republik erstaunt, aber still. Nicht viel besser steht es mit den Protesten gegen die Finanzmarktindustrie und die Banken. Der Occupy-Aufbruch war in Deutschland eventorientiert, aber kopf- und konzeptlos. An den Blockupy-Demonstrationen 2012 in Frankfurt nahmen nur wenige Tausend Menschen teil. Auch das beeindruckend breite B&uuml;ndnis Umfairteilen, das unter anderem von Gewerkschaften und Attac getragen wurde, hat mit zivilem Ungehorsam wenig am Hut. Man belie&szlig; es 2012 bei Forderungen, bei einem Kongress und einer abschlie&szlig;enden gro&szlig;en Demonstration. &ndash; &Uuml;berhaupt Attac. Der Vollmundigkeit bez&uuml;glich des zivilen Ungehorsams stehen wenige Taten gegen&uuml;ber: Banken besetzen, ein wenig, aber doch nicht wirklich &ndash; lieber Zeitungen verteilen und fr&ouml;hliche Bankenwechselpartys veranstalten. Attac hat leider nur eine gro&szlig;e Klappe und denkt eher daran, seinen Status der Gemeinn&uuml;tzigkeit zu bewahren, der durch Proteste gef&auml;hrdet werden k&ouml;nnte, als an zivilen Ungehorsam. Es kann auch eine Politik der vollen Hosen geben. Die &Auml;ngste vor zivilem Ungehorsam sind verst&auml;ndlich und oft noch &uuml;berm&auml;chtig. Aber sie passen nicht mehr so ganz zum berechtigten Zorn &uuml;ber viele gesellschaftliche Entwicklungen. Demokratie und ziviler Ungehorsam werden noch zu wenig zusammen gedacht. Da hilft nur: &uuml;ben am geeigneten Objekt &ndash; und lernen, gelassen einen Strafbefehl wegen Besetzung einer Zockerbank auszuhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F02%2F16%2Fa0187&amp;cHash=fd7160175d54819e114b4a9536da608c\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Falsche Manager in den Kliniken<\/strong><br>\nEs war eine politische Entscheidung, dass Krankenh&auml;user wie Wurstfabriken von Managern gef&uuml;hrt werden. Und ein gro&szlig;er Fehler. Immer h&auml;ufiger bekommen Patienten Behandlungen empfohlen, die nicht ihnen, sondern den materiellen Interessen von &Auml;rzten und von Kliniken dienen.<br>\nLaut einer Umfrage des Instituts Allenbach ist das Vertrauen der B&uuml;rger in das Gesundheitswesen in Deutschland so hoch wie lange nicht mehr. Wie passt das zusammen mit all den Medienberichten &uuml;ber die unzumutbar langen Wartelisten f&uuml;r nicht privat Versicherte bei Fach&auml;rzten, mit den Manipulationen bei der Verteilung von Spenderorganen, mit den Bonus-Vertr&auml;gen von Chef&auml;rzten, die besser bezahlt werden, wenn sie &ouml;fter operieren, mit den unn&ouml;tigen Operationen an Kniegelenken und H&uuml;ften &ndash; die Rate liegt um das Zwei- bis Dreifache h&ouml;her als in vergleichbaren europ&auml;ischen L&auml;ndern? Wie k&ouml;nnen die Patienten da zufrieden sein?<br>\nAls Kardiologe, der nur noch Patienten vor einer Entscheidung zur Herzkatheteruntersuchung oder anderen kardiologischen Eingriffen ber&auml;t, erfahre ich fast t&auml;glich etwas anderes.<br>\nImmer mehr Patienten sp&uuml;ren, dass das, was ihnen empfohlen wird, oder auch wovon ihnen abgeraten wird, weniger mit ihrem Genesungswunsch als mit materiellen Interessen von &Auml;rzten oder Kliniken zu tun haben k&ouml;nnte &ndash; meist zu Recht. Gl&uuml;cklicherweise wehren sich immer mehr &Auml;rztinnen und &Auml;rzte gegen die allt&auml;gliche &Ouml;konomisierung ihrer Arbeit und wenden sich sogar Berufsverb&auml;nde gegen die Vereinbarung von Zielgr&ouml;&szlig;en f&uuml;r Eingriffe und Bonuszahlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/profitgier-im-gesundheitswesen-falsche-manager-in-den-kliniken,1472602,21852022.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ecuador &ndash; Correa feiert klaren Sieg<\/strong><br>\nEcuadors Pr&auml;sident Rafael Correa ist in der ersten Wahlrunde im Amt best&auml;tigt worden. Der linksgerichtete &Ouml;konom erhielt etwa 58 Prozent der Stimmen. Der 49-J&auml;hrige will die Medien st&auml;rker regulieren.<br>\nCorrea erkl&auml;rte sich umgehend zum Gewinner der Wahl. &ldquo;Niemand kann diese Revolution stoppen&rdquo;, rief er seinen jubelnden Anh&auml;ngern von einem Balkon des Pr&auml;sidentenpalasts in Quito aus zu. &ldquo;Die Kolonialm&auml;chte geben nicht mehr den Ton an. Ihr k&ouml;nnt euch sicher sein, dass die Ecuadorianer diese Revolution kontrollieren.&rdquo;<br>\nCorrea konnte bei der &auml;rmeren Bev&ouml;lkerung mit Sozialprogrammen punkten. Er beschnitt dagegen die Macht gro&szlig;er Konzerne und Medienunternehmen. Er d&uuml;rfte, wie seit seinem Machtantritt im Jahr 2007, die Sozialausgaben in dem s&uuml;damerikanischen Land weiter erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ecuador-correa-feiert-klaren-sieg-bei-praesidentschaftswahl-1.1602831\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man hat richtig gelesen, es gibt noch Regierungen, die die Sozialausgaben erh&ouml;hen wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die neue Mitte im s&uuml;dlichen Norden<\/strong><br>\nIm S&uuml;den jenes Nordlandes, das von den S&uuml;dl&auml;ndern Europas ausgesaugt wird wie kein zweites, formieren sich innerdeutsche S&uuml;dl&auml;nder, die gegen die Verschwendungssucht und die Bummelei des deutschen Nordens aufbegehren. Was europ&auml;isch der S&uuml;den, ist innerdeutsch der Norden. Und so wettert als aufgeblasenes Paradebeispiel ein gewisser S&uuml;dl&auml;nder namens S&ouml;der europ&auml;isch gegen die S&uuml;dl&auml;nder, synchron er im Inneren die Nordl&auml;nder als anreizlose Zone tituliert.<br>\nDieser S&uuml;den, der innen nach Norden und au&szlig;en nach S&uuml;den tritt, definiert sich letztlich als ein Zentrum der Geldverteilung, als Mitte zwischen faulem S&uuml;den und sich aushalten lassenden Norden. Dies ist auch so eine neue Mitte, die sich auftut. Die Mitte der Entsolidarisierung mit allen, die einer Gemeinschaft &ldquo;nicht f&uuml;r sich selbst sorgen&rdquo; wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/02\/die-neue-mitte-im-sudlichen-norden.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Prinzip der Willk&uuml;r<\/strong><br>\nARD und ZDF werden mit dem Rundfunkbeitrag finanziert, der von allen Haushalten verlangt wird. Trotzdem haben die Sendungen im Netz ein Haltbarkeitsdatum. [&hellip;]<br>\n2008 hat die Medienpolitik deshalb entschieden: ARD und ZDF m&uuml;ssen ihre Sendungen aus Funk und Fernsehen in &bdquo;Verweildauerkonzepten&ldquo; in Kategorien einteilen, denen nur eine begrenzte Haltbarkeit im Digitalen zugesprochen wird. Unterhaltung unterliegt etwa fast fl&auml;chendeckend der &bdquo;7-Tage-Regel&ldquo;. Wie lange das Publikum wiederum News, Dokus, Talks und Magazine nachschauen darf, ist h&ouml;chst unterschiedlich &ndash; zwischen drei Monaten und mehreren Jahren ist hier alles m&ouml;glich, je nach Sendung und Sender.<br>\nEinige Sendungen bekommen beispielsweise einen Bonus, wenn sie irgendwie regional verhaftet sind. Dann wieder widersprechen sich die Kataloge der einzelnen Sender. So geht beim NDR das Wissenschaftsmagazin &bdquo;Logo&ldquo; nach nur einem halben Jahr offline, w&auml;hrend bei 3sat Wissenschaftliches f&uuml;nf Jahre lang im Digitalen verweilen darf. Bei den Verweildauerkonzepten greift bisweilen eben das Prinzip &bdquo;Willk&uuml;r&ldquo; um sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!111196\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Journalisten und Eliten: Wieviel Distanz muss sein, wieviel N&auml;he ist n&ouml;tig?<\/strong><br>\nJournalisten: kritische, unbestechliche Kontrolleure der M&auml;chtigen? Einer neuen Studie zufolge trifft das nicht zu. Spitzenjournalisten sind demnach zu eng mit denen verbandelt, die sie beobachten sollen. Wir sprechen mit dem Autor der Studie.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/detektor.fm\/politik\/journalisten-und-eliten-wie-viel-distanz-muss-sein-wie-viel-naehe-ist-noeti\/\">detektor.fm (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/detektor.fm\/images\/uploads\/mp3\/Journalisten_und_Eliten.mp3\">detektor.fm (Interview) [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lesetipp: Die neue Umverteilung: Soziale Ungleichheit in Deutschland<\/strong><br>\nSchwindelerregende Managergeh&auml;lter am einen Ende der sozialen Stufenleiter &ndash; wachsende Kinderarmut und Hartz-IV-Tristesse am anderen. Die Schere &ouml;ffnet sich, soviel ist klar. Hans-Ulrich Wehler, einer der renommiertesten deutschen Sozialhistoriker, wollte es etwas genauer wissen:<br>\nWer kommt hierzulande nach oben, wer bleibt in der Regel stecken? Wie viel Verm&ouml;gen haben wie viele? Wer wird gut versorgt, wenn er krank wird, wer ist schlecht dran? Wer heiratet wen? Wer wohnt wie? Versch&auml;rft sich die soziale Ungleichheit im Alter? Wie steht es um die Bildungschancen und die Rolle von Geschlecht, Herkunft, Religion, um das Verh&auml;ltnis von West und Ost? Die Diagnose ist ern&uuml;chternd\n<p>Wehler, Hans-Ulrich<br>\nDie neue Umverteilung<br>\nSoziale Ungleichheit in Deutschland<br>\n2013. 192 S.<br>\nC.H.BECK ISBN 978-3-406-64386-6<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Einer der renommierteste Historiker Deutschlands moniert in diesem Buch die dramatisch soziale Polarisierung in der Bundesrepublik. Der Bundesregierung wird es egal sein.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Ich empfehle aus langer Erfahrung B&uuml;cher dieses rechtskonservativen Sozialdemokraten nicht, auch nicht, wenn er pl&ouml;tzlich die Einkommensverteilung als Problem entdeckt. &Uuml;brigens soll sie sich seit Ende der 90er-Jahre ver&auml;ndert haben. Tats&auml;chlich ist das schon viel l&auml;nger her.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Lego startet neue Serie &ldquo;Gescheiterte deutsche Gro&szlig;projekte&rdquo;<\/strong><br>\nDer Spielzeughersteller Lego beweist wieder einmal, dass er auf der H&ouml;he der Zeit ist. Heute stellte das d&auml;nische Unternehmen eine speziell auf den deutschen Markt zugeschnittene neue Serie vor. Unter dem Titel &ldquo;Gescheiterte deutsche Gro&szlig;projekte&rdquo; k&ouml;nnen bald auch Kinder vergeblich versuchen, den Berliner Gro&szlig;flughafen BER, den unterirdischen Bahnhof Stuttgart21 sowie die Hamburger Elbphilharmonie zu bauen. [&hellip;]<br>\nZus&auml;tzlich zu den drei Grundboxen will Lego viertelj&auml;hrlich Erweiterungsboxen (je 29,99 Euro) herausbringen, die Eltern ihrem Nachwuchs schon allein deswegen kaufen werden, damit die Anfangsinvestition nicht umsonst war. Doch obwohl die Erweiterungssets vielversprechend aussehen, lassen sie das Chaos durch zahlreiche Bauplan&auml;nderungen und weitere unpassende Teile nur noch gr&ouml;&szlig;er werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2013\/02\/lego-startet-neue-serie-gescheiterte.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16214","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16214"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16214\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16229,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16214\/revisions\/16229"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16214"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16214"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}