{"id":16231,"date":"2013-02-20T08:57:54","date_gmt":"2013-02-20T07:57:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231"},"modified":"2013-02-20T10:05:36","modified_gmt":"2013-02-20T09:05:36","slug":"hinweise-des-tages-1822","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h01\">Amazon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h02\">OECD pr&uuml;ft &ldquo;Einheitsbesteuerung&rdquo; von Konzernen und Economist mit Kehrtwende zu Steueroasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h03\">Europa: Auf Sparfalle folgt Rezessionsfalle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h04\">Eurokrise ist vorbei &ndash; finden die M&auml;rkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h05\">Fabian Fritzsche &ndash; Monsieur Hollandes Wunsch nach Abwertung und die Reaktion der deutschen &Ouml;konomenzunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h06\">arte-Film zur Eurokrise (3) Wem n&uuml;tzt die Bankenrettung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h07\">EU &ouml;ffnet Briten bei Banker-Boni eine Hintert&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h08\">Deals im Dunkeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h09\">Faule Tricks und reiner Tisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h10\">UmFAIRteilen &ndash; aber wie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h11\">Jobcenter &ndash; Die Angst vor der Wut der Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h12\">Caritasverband will Arbeit der Tafeln auf Pr&uuml;fstand stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h13\">Prozess gegen &ldquo;Water Makes Money&ldquo; ein Reinfall f&uuml;r die Wasserkonzerne?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h14\">Wahl ohne Entscheidung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h15\">Richard Schr&ouml;der zu Gysi: Im Zweifel f&uuml;r den Angeklagten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h16\">D&uuml;sseldorfer Rektor Piper antwortet Biedenkopf und Winnacker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h17\">&bdquo;&Ouml;ffentlich-Rechtlicher Rundfunk liegt im Interesse aller&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231#h18\">Zu guter Letzt: Thomas Fricke: Ein Preis f&uuml;r B&ouml;se<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16231&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Amazon<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie Amazon an Glanz verliert<\/strong><br>\nDie Politik erh&ouml;ht den Druck auf den Online-H&auml;ndler Amazon wegen des umstrittenen Einsatzes von Leiharbeitern. Kunden k&uuml;ndigen ihre Nutzerkonten, im Netz hagelt es Beschwerden. Der Konzern wirkt hilflos.<br>\nDer Online-Handel boomt &ndash; der Branchenumsatz kletterte im vergangenen Jahr um fast ein Sechstel auf 39,3 Milliarden Euro &ndash; und gerade im Weihnachtsgesch&auml;ft ist der Erwartungsdruck der Kunden riesig, was p&uuml;nktliche Zustellungen betrifft. Und im Schatten des Booms droht der Glanz Amazons zu schwinden.<br>\nGlaubt man den zahlreichen Postings auf Twitter und Facebook, d&uuml;rfte Amazon jedoch bereits zahlreiche Kunden verloren haben &ndash; wie viele, dazu sagt das Unternehmen nichts. Auf der Facebook-Seite des Online-H&auml;ndlers laufen anprangernde Statusmitteilungen im Minutentakt ein. W&auml;hrend einige Nutzer das Unternehmen als &bdquo;Sklavenhalter&ldquo; beschimpfen, geben andere den Kunden die Schuld, die Amazon durch ihre Bestellungen unterst&uuml;tzen. Einen Schritt weiter gehen die Teilnehmer der Facebook-Seite &bdquo;Meinen Amazon-Account l&ouml;sche ich&ldquo;. Sie posten reihenweise K&uuml;ndigungsbest&auml;tigungen, um sich solidarisch mit den Leiharbeitern zu zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-dienstleister\/umstrittene-leiharbeiter-wie-amazon-an-glanz-verliert\/7799274.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Gegen Machtspiele &ndash; Warum Frank Schirrmacher mit seinem Buch &ldquo;Ego&rdquo; recht hat<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit dem Heidelberger Germanisten Roland Reu&szlig;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/kulturheute\/2015879\/\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Reu&szlig; zieht interessante Parallelen zu den Thesen Schirrmachers und dem Gesch&auml;ftsmodell von Amzaon &ndash; h&ouml;renswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Volker Pispers: Jetzt sagen Sie nicht, es ist schon wieder Dienstag<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR2<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch Volker Pispers macht sich Gedanken zur &bdquo;Geiz-ist-geil-weil-ich-so-bl&ouml;d-bin-Gesellschaft&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>OECD pr&uuml;ft &ldquo;Einheitsbesteuerung&rdquo; von Konzernen und Economist mit Kehrtwende zu Steueroasen<\/strong><br>\nSeit der Ver&ouml;ffentlichung des &ldquo;Base Erosion and Profit Shifting&rdquo; (BEPS) Projektes der OECD vergangene Woche (wir berichteten hier und hier) scheint sich die Dynamik immer weiter zu steigern. Das Tax Journal zitierte gestern einen Sprecher des britischen Finanzministeriums, wonach  die OECD  im Rahmen des BEPS Projektes auch die Besteuerung von Konzernen als Einheit pr&uuml;fen werden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2013\/02\/oecd-pruft-einheitsbesteuerung-von.html\">tax justice network<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/taxjustice.blogspot.de\/2013\/02\/new-tax-haven-cover-story-in-economist.html\">New tax haven top story in The Economist: The missing $20 trillion<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Europa: Auf Sparfalle folgt Rezessionsfalle<\/strong><br>\nJetzt hat es Deutschland erwischt: Die Wirtschaftsleistung der gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Volkswirtschaft ist zwischen Oktober und Dezember 2012 gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 0,6 Prozent eingebrochen&hellip;<br>\nJetzt steckt ganz Europa in der Rezessionsfalle: Nach neuesten Daten schrumpfen die zweit- und drittgr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Volkswirtschaften Frankreich und Italien um 0,3 Prozent, beziehungsweise 0,9 Prozent. In Portugal bricht die Wirtschaftsleistung sogar um 1,8 Prozent ein. In ganz Europa schwindet das &ouml;konomische Fundament f&uuml;r Merkels &bdquo;Wohlstand von morgen&ldquo;&hellip;\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130220_01.jpeg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/6891.europa-auf-sparfalle-folgt-rezessionsfalle.html\">DGB Klartext auf Axel Troost<\/a><\/p>\n<p><strong>Und die B&ouml;rsenkurse steigen: Dax strebt nach den 7.800 Punkten<\/strong><br>\nUnerwartet optimistische Konjunkturerwartungen f&uuml;r Deutschland haben europ&auml;ische Investoren am Dienstag zu Aktienk&auml;ufen animiert. Der Dax kannte am heutigen Handelstag nur eine Richtung und ging am Ende mit einem Kursplus von 1,62 Prozent auf 7.752 Punkte aus dem Handel. Die wichtige 7.800-Punkte-Marke ist somit wieder zum Greifen nahe. Anleger und Analysten, die das Mannheimer Zentrum f&uuml;r Wirtschaftsforschung (ZEW) zur absehbaren konjunkturellen Entwicklung der gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Euro-Zone befragt hatte, waren im Februar so zuversichtlich gestimmt wie seit April 2010 nicht mehr. (&hellip;) Die Hoffnung auf eine wieder in Fahrt kommende Wachstumslokomotive Deutschland &uuml;bertrug sich auch auf andere L&auml;nder. So schaffte der franz&ouml;sische Leitindex ein Plus von 1,45 Prozent, und die B&ouml;rsen in Mailand und Madrid legten jeweils um gut ein Prozent zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/marktberichte\/schlussbericht-boerse-frankfurt-dax-strebt-nach-den-7-800-punkten\/7804404.html\">Handelsblatt<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der elitenorientierte Neoliberalismus hat sich in den vergangenen Jahren wie eine Krake in der deutschen Medienlandschaft ausgebreitet. Auch dieser Handelsblatt-Beitrag reiht sich ein in die in den hiesigen Leitmedien zunehmend um sich greifende &ldquo;marktkonforme&rdquo; Berichterstattung. Bei dem vom Handelsblatt als &ldquo;Investoren&rdquo;, &ldquo;Anleger&rdquo; und &ldquo;Analysten&rdquo; titulierten Personenkreis handelt es sich um die Spitze der privaten und &ldquo;institutionellen&rdquo; Finanzmarkt-Spekulanten, die vom neoliberalen ZEW allmonatlich zum mit mathematischer Scheingenauigkeit ermittelten und mit viel Medien-Tamtam pr&auml;sentierten ZEW-Glaskugel-Index befragt werden. Die &ldquo;Zuversicht&rdquo; dieser &ldquo;Investoren&rdquo;  gr&uuml;ndet in besonderem Ma&szlig;e in ihrer Hoffnung auf weiter ansteigende B&ouml;rsenkurse. Steigende B&ouml;rsenkurse gehen jedoch keineswegs automatisch mit verbesserten Aussichten f&uuml;r die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung Hand in Hand. Auch das Handelsblatt schwadroniert von der angeblichen &ldquo;Wachstumslokomotive Deutschland&rdquo;, obwohl das genaue Gegenteil zutrifft: Die hohen deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse mit den europ&auml;ischen und au&szlig;ereurop&auml;ischen Staaten treiben in den spiegelbildlich unter Au&szlig;enhandelsdefiziten mit Deutschland leidenden Staaten die Auslands- und Staatsverschuldung weiter in die H&ouml;he und f&uuml;hren in diesen Staaten zu Wachstums- und Besch&auml;ftigungseinbu&szlig;en. Der Handelsblatt-Beitrag erweckt zudem den Eindruck, der DAX sei am gestrigen Tag im europ&auml;ischen Vergleich besonders stark angestiegen und dieser starke Anstieg habe sich auf die anderen europ&auml;ischen Staaten &ldquo;&uuml;betragen&rdquo;. Dies widerspricht jedoch den Fakten: Der DAX stieg um 1,62 Prozent, der Euro-STOXX hingegen um 1,75 Prozent. Auch das Handelsblatt kann es nicht lassen: Immer und stets soll &ldquo;Deutschland&rdquo; als Klassenprimus pr&auml;sentiert werden. Unsere Leitmedien gefallen sich scheinbar in ihrer Rolle als besserwisserische und egoistische Streber, die im Verein mit der Bundesregierung und den hiesigen neoliberalen &ldquo;Wirtschaftsexperten&rdquo; die Mehrheit der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerungen durch die Erzwingung einer europ&auml;ischen &ldquo;Agenda 2020&rdquo; finanziell zur Kasse bitten und im Gegenzug den europ&auml;ischen &ldquo;Eliten&rdquo; zus&auml;tzliche Pfr&uuml;nde zuschanzen m&ouml;chten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurokrise ist vorbei &ndash; finden die M&auml;rkte<\/strong><br>\nEurop&auml;ische Aktien, italienische und spanische Staatsanleihen und der Euro selbst sind auf einmal die Renner der Saison, nachdem sie noch bis Mitte vergangenen Jahres als Risikoanlagen par excellence gegolten hatten.<br>\nWer im vergangenen Sommer in griechische Staatsanleihen investiert hat, ist inzwischen reich geworden, vor allem wenn er dazu geliehenes Geld verwendet hat: Seit dem 24. Juli sind die Renditen der Zehnj&auml;hrigen von 27,5 auf zuletzt 10,02 Prozent gesunken. Das entspricht einem Kursgewinn von mehr als 150 Prozent. Bei Italien und Spanien war es nicht so dramatisch &ndash; die Renditen sind dort von 6,6 auf 4,2 Prozent und von 7,5 auf 5,1 Prozent gefallen -, aber auch das war mit betr&auml;chtlichen Kursgewinnen verbunden. Andererseits habe die Anleger mit vermeintlich sicheren Bundesanleihen seit dem Sommer Geld verloren &ndash; die Renditen sind von 1,23 auf 1,73 Prozent gestiegen&hellip;.<br>\nIm &Uuml;brigen wird das irische Haushaltsdefizit trotz des positiven Wirtschaftswachstums in diesem Jahr immer noch bei etwa 7,5 Prozent des BIP liegen. Auch in den anderen L&auml;ndern gibt es weiterhin gewaltige Defizite: Griechenland 6 Prozent, Spanien 5 Prozent, Portugal 4,5 Prozent des BIP. Nur in Italien, mit seinem Defizit von, wie erw&auml;hnt, 2 Prozent, kommt allm&auml;hlich das rettende Ufer in Sicht: Bereinigt um die Zinszahlungen auf die Schulden ergibt sich sogar ein positiver Saldo (von 3,5 Prozent).<br>\nEine entschlossene Wachstumspolitik wird angesichts dieser Zahlen immer dringender, schon als eine Art Belohnung f&uuml;r die restriktive Finanzpolitik in einer &auml;u&szlig;erst schwierigen Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2013\/01\/31\/eurokrise-ist-vorbei-finden-die-markte_5716#more-5716\">Zeit Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche &ndash; Monsieur Hollandes Wunsch nach Abwertung und die Reaktion der deutschen &Ouml;konomenzunft<\/strong><br>\n&Uuml;ber eine gezielte Schw&auml;chung des Euro-Wechselkurses gegen&uuml;ber den W&auml;hrungen der Handelspartner soll die Handelsbilanz der Eurozone verbessert und so das Wirtschaftswachstum belebt werden. Erwartungsgem&auml;&szlig; stie&szlig; dieser Vorschlag auf breite Ablehnung insbesondere bei deutschen &Ouml;konomen und Politikern&hellip;.<br>\nDie Liste der Gegenargumente lie&szlig;e sich vermutlich noch fortsetzen, doch interessant ist die Reaktion vieler deutscher &Ouml;konomen auf den franz&ouml;sischen Vorschlag. Das wohl meistgenannte Argument lautet, dass dies ein politischer Eingriff in den Markt w&auml;re. Das ist richtig, genau das ist es und soll es nach franz&ouml;sischem Wunsch auch sein. Ein Eingriff in den Markt w&auml;re also schlecht, weil es ein Eingriff in den Markt w&auml;re; kein sehr rationales Argument. Weiter wurde angef&uuml;hrt, eine solche Politik w&uuml;rde zu Verzerrungen f&uuml;hren, was zwar sein kann, doch begr&uuml;ndet Hollande seinen Vorschlag explizit mit einer schon vorhandenen bzw. drohenden Verzerrungen f&uuml;r die Realwirtschaft durch den (Finanz-) Markt. Die M&ouml;glichkeit, dass eine Verzerrung durch den Markt vorliegt, wird aber offenbar von vielen deutschen &Ouml;konomen ausgeschlossen. Nat&uuml;rlich darf auch der Hinweis nicht fehlen, dass der leichte Weg der Abwertung den besseren Weg der m&uuml;hsamen Strukturreformen konterkariere. All diesen Argumenten liegt offenbar die &Uuml;berzeugung zugrunde, der aktuelle vom Markt bestimmte Wechselkurs sei der &bdquo;richtige&ldquo; und &bdquo;wahre&ldquo; Wechselkurs, so als h&auml;tte der Markt immer Recht, als g&auml;be es die W&auml;hrungsmanipulationen der asiatischen Notenbanken oder den festgeschrieben Wechselkurs etwa des Schweizer Frankens nicht und nat&uuml;rlich auch sonst keine Geldpolitik, die letztlich immer irgendwie auch auf die Wechselkurse wirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2013\/02\/19\/fabian-fritzsche-monsieur-hollands-wunsch-nach-abwertung-und-die-reaktion-der-deutschen-okonomenzunft\/\">WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>arte-Film zur Eurokrise (3) Wem n&uuml;tzt die Bankenrettung?<\/strong><br>\nMit dreistelligen Milliardensummen st&uuml;tzen Europas Regierungen insolvente Banken, w&auml;hrend deren Gl&auml;ubiger gegen die Marktregeln von jeder Haftung freigestellt werden. Ein Interview mit EZB-Direktor J&ouml;rg Asmussen zum Film &bdquo;Staatsgeheimnis Bankenrettung&ldquo; von Arpad Bondy und Harald Schumann.<br>\nBeim dritten Teil unserer Serie &ldquo;Wem n&uuml;tzt die Bankenrettung&rdquo; r&auml;umt EZB-Direktor Asmussen ein, dass bei der Verteilung der Kosten f&uuml;r die Bankensanierung die EZB &bdquo;einen blinden Fleck&ldquo; habe. Das Video-Interview &ldquo;Warum werden die Gl&auml;ubiger freigekauft, Herr Asmussen?&rdquo; sehen Sie etwas weiter unten.<br>\nF&uuml;r den rbb und den deutsch-franz&ouml;sischen Fernsehsender arte und in Zusammenarbeit mit dem Tagesspiegel haben &Aacute;rp&aacute;d Bondy und Harald Schumann in den Krisenl&auml;ndern und bei den Entscheidern in Br&uuml;ssel, Berlin und anderswo nachgefragt. Warum m&uuml;ssen die B&uuml;rger f&uuml;r die Milliardenrisiken maroder Banken haften, aber d&uuml;rfen nicht wissen, wem das eigentlich nutzt? Ihr Film zum &bdquo;Staatsgeheimnis Bankenrettung&ldquo; liefert best&uuml;rzende, &uuml;berraschende und zuweilen auch komische Antworten.<br>\n&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/arte-film-zur-eurokrise-3-wem-nuetzt-die-bankenrettung\/7798550.html\">Tagesspiegel<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Der Film zu diesem Thema ist eine gute Idee. Aber wenn man so zahm fragt, wie Harald Schumann in dem Interview mit J&ouml;rg Asmussen, dann muss man sich nicht wundern, dass quasi Nichts zum Vorschein kommt. Asmussen h&auml;tte man im Kontext zumindest an seine eigene einschl&auml;gige Verantwortung bei der Rettung von IKB und HRE erinnern k&ouml;nnen. Stattdessen konnte er sich jetzt darauf herausreden, es gehe um eine Verteilungsfrage. Schumann hat gro&szlig;e Verdienste bei der Aufkl&auml;rung dar&uuml;ber, wer die von uns Steuerzahlern Geretteten sind. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4387\">Siehe das NachDenkSeiten-Lob f&uuml;r ihn hier<\/a> und dort auch der Link auf seinen einschl&auml;gigen Beitrag vom 13.9.2009)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU &ouml;ffnet Briten bei Banker-Boni eine Hintert&uuml;r<\/strong><br>\nViele Banker haben in der Krise Milliarden verzockt und trotzdem Millionen an Boni einkassiert. Jetzt macht die EU Schluss mit den exorbitanten Zahlungen. Doch mit einem Trick l&auml;sst sich die Obergrenze aushebeln.<br>\nDen europ&auml;ischen Banken werde es wahrscheinlich erlaubt, Angestellten von T&ouml;chtern und Filialen au&szlig;erhalb Europas weiterhin unbegrenzt Boni zu zahlen, sagte ein hochrangiger EU-Diplomat dem Handelsblatt. Die britischen Gro&szlig;banken k&ouml;nnten ihre Spitzenkr&auml;fte dann formal bei asiatischen oder amerikanischen Filialen anstellen und an die Londoner City &bdquo;ausleihen&ldquo;, hie&szlig; es in Br&uuml;ssel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/erfolgspraemie-deckeln-eu-oeffnet-briten-bei-banker-boni-eine-hintertuer\/7803408.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein typisches Beispiel, wie die Politik Hintert&uuml;rchen f&uuml;r amoralisches Handeln offen l&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deals im Dunkeln<\/strong><br>\nZiele und Wege der Regulierung von Schattenbanken. RLS-Papers von Nicola Liebert, Rainald &Ouml;tsch und Axel Trost.<br>\nMit der Finanzkrise geriet ein Begriff in die Gazetten, der gleicherma&szlig;en anschaulich wie verschwommen ist: Schattenbanken. Im Reich der Schattenbanken hat man es mit scheinbar finsteren M&auml;chten zu tun, die ihr ver&auml;chtliches Tagwerk im Dunkeln verrichten. Wer aber sind diese omin&ouml;sen Schattenwesen und was treiben sie im undurchdringlichen Finanzdschungel? Wen bedrohen ihre Machenschaften und was ist dagegen zu tun?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/publication\/39146\/deals-im-dunkeln.html\">Rosa Luxemburg Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Faule Tricks und reiner Tisch<\/strong><br>\n&ldquo;Aufgriffe&rdquo; von reichlich Bargeld an der Grenze, der pl&ouml;tzliche Boom von Selbstanzeigen und die dicken Fische von der K&uuml;ste: Einige Beobachtungen zur Steuerhinterziehung und Steuerfahndung in Baden-W&uuml;rttemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein&hellip;<br>\nDer Kauf der Steuer-CDs hat aber noch einen zweiten, aus Sicht der Finanzverwaltung positiven Effekt: Er f&uuml;hrt zu massenhaft Selbstanzeigen beim Finanzamt. Das funktioniert so: Wenn Ermittlungsbeh&ouml;rden einen Steuerhinterzieher erwischen, muss er erstens seine Steuern nachzahlen, zweitens muss er mit einem Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung rechnen. Wenn der Steuers&uuml;nder sich aber selbst anzeigt, muss er zwar nachzahlen, das Strafverfahren f&auml;llt aber in der Regel weg&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/laenderreport\/2006979\/\">DLF<\/a>\n<p><strong>Dazu: Steuerfahndung im Norden deckt 2012 Steuerschaden von 149 Millionen Euro auf<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.schleswig-holstein.de\/FM\/DE\/Service\/Presse\/PI\/PDF\/2013\/130218_steuerfahndung__blob=publicationFile.pdf\">Finanzministerium Schleswig-Holstein [PDF &ndash; 15.5 KB]<\/a> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>UmFAIRteilen &ndash; aber wie?<\/strong><br>\nUmverteilung des gesellschaftlichen Reichtums zur Bek&auml;mpfung der Wirtschafts- und Bildungskrise<br>\nVortragsmaterialien:\n<ul>\n<li>Achim Truger: Schuldenbremse, Fiskalpakt und die Folgen<\/li>\n<li>Cornelia Heintze: Unterfinanzierung und kein Ende &ndash; Warum die Priorisierungsstrategie scheitert<\/li>\n<li>Sonja Staack: Von Eliteuniversit&auml;ten und Brennpunktschulen<\/li>\n<li>Gabriele Winker: Zum Stellenwert ver&auml;nderter Geschlechterarrangements in der sozialen Reproduktion<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/termine\/event_23238.html\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Jobcenter &ndash; Die Angst vor der Wut der Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nHilfsbed&uuml;rftige Menschen sto&szlig;en also auf unterbezahlte, schlecht ausgebildete Berater. Die Folgen sind: Angst der Hartz-IV-Empf&auml;nger vor den Jobcenter-Mitarbeitern, Angst der Sachbearbeiter vor ihrer Klientel. Angst auf den Fluren, in den Warteschlangen. In dieser Stresssituation vor und hinter dem Schreibtisch f&uuml;hrt dann eins zum anderen. Irgendwann tritt jemand w&uuml;tend gegen den Schreibtischstuhl, br&uuml;llt los. In einem Berliner Jobcenter wurde den Mitarbeitern deshalb geraten, kleine B&uuml;routensilien wie Tucker und Locher au&szlig;erhalb der Reichweite ihrer Klientel zu verstauen. Sie k&ouml;nnten als Wurfgeschosse benutzt werden. Doch wie steht man eine solche Arbeitsatmosph&auml;re &uuml;berhaupt durch?&hellip;<br>\nWir k&ouml;nnen auch sagen, dass je l&auml;nger Menschen Hartz IV beziehen, in diesen Auseinandersetzungen mit den Beh&ouml;rden zunehmend destabilisiert werden. Und diese Hartz-IV-Gesetzgebung mit ihrem jetzt existierenden Modell, des Forderns und F&ouml;rderns und deren unzureichender Umsetzung insofern kontraproduktiv sind, dass Menschen, sag ich mal, mit der Zeit so in ihrem Selbstwertgef&uuml;hl verlieren, dass sie ihre Chancen in den Arbeitsmarkt zur&uuml;ckzukehren nicht erh&ouml;hen, sondern dass die sukzessive minimiert werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/tandem\/-\/id=10847138\/property=download\/nid=8986864\/127fb2i\/swr2-tandem-20130218-1005.pdf\">SWR 2 [PDF &ndash; 77.5 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/tandem\/-\/id=8986864\/sdpgid=762557\/nid=8986864\/did=10847136\/170wjp6\/index.html\">Audio herunterladen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Caritasverband will Arbeit der Tafeln auf Pr&uuml;fstand stellen<\/strong><br>\nChristoph Eikenbusch vom Di&ouml;zesan-Caritasverband Paderborn stellt die Arbeit der Tafeln, Warenk&ouml;rbe und Kleiderkammern &ouml;ffentlich infrage. Indirekt, denn er kritisiert in erster Linie den Staat, der sich im Kampf gegen Armut aus der Verantwortung schleiche und es zulasse, dass die Angebote der Hilfsdienste zu einer Regelversorgung w&uuml;rden.<br>\n&bdquo;Die Armutsbek&auml;mpfung wird dadurch in den Hintergrund gedr&auml;ngt&ldquo;, warnt Eikenbusch. Akuthilfe d&uuml;rfe aber zu keiner Dauerl&ouml;sung werden. Letztlich bef&auml;hige die Arbeit der Hilfsdienste den Staat &shy;dazu, Mittel zu k&uuml;rzen und Armut zu zementieren. Ein Ver&auml;nderungsprozess k&ouml;nne so nicht eingeleitet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/region\/sauer-und-siegerland\/caritasverband-will-arbeit-der-tafeln-auf-pruefstand-stellen-id7624410.html\">der Westen<\/a> \n<p><strong>Dazu auch: &ldquo;Der Staat missbraucht die Hilfsangebote der Caritas&rdquo;<\/strong><br>\nMissbrauch bedeutet in dem Zusammenhang nicht, dass Bed&uuml;rftige unsere Hilfe missbrauchen, sondern der Staat. Das hei&szlig;t: Wenn Menschen in Not sind, sagt das Jobcenter oder Sozialamt: &ldquo;Fragt erst einmal bei der Caritas nach, ob die helfen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nw-news.de\/owl\/7916478_Der_Staat_missbraucht_die_Hilfsangebote_der_Caritas.html\">nw.news.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Prozess gegen &ldquo;Water Makes Money&ldquo; ein Reinfall f&uuml;r die Wasserkonzerne?<\/strong><br>\nWas sich dann im Laufe der siebenst&uuml;ndigen Verhandlung entwickelte, hatte keiner erwartet: Der Strafprozess gegen den franz&ouml;sischen Filmvertrieb und den Protagonisten Jean-Luc Touly wurde zu einem politischen Tribunal gegen die privaten Wasserkonzerne&hellip;<br>\nAnschlie&szlig;end m&uuml;ndete das Pl&auml;doyer der jungen Staatsanw&auml;ltin dann zu unserer aller &Uuml;berraschung darin, dass sie keinen berechtigten Anlass mehr f&uuml;r eine Klage seitens Veolias sehen w&uuml;rde!<br>\nErst am 28. M&auml;rz ergeht das Urteil&hellip; Nat&uuml;rlich wissen wir nicht, wie es ausgeht, obwohl die Richterin doch sichtlich beeindruckt war. Ein vollst&auml;ndiger Sieg f&uuml;r uns ist jetzt m&ouml;glich, aber es ist auch zu f&uuml;rchten: Veolia wird dann wohl, allein um das Gesicht vor den Aktion&auml;ren zu wahren, in Revision gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=18778\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wahl ohne Entscheidung<\/strong><br>\nDie italienische Politik ist gefesselt. Die EU-Sparpolitik hat Fakten geschaffen &ndash; deshalb wirkt Berlusconis Aufschneiderei verlockend.<br>\nDer Wahlkampf, den die Italiener in diesen Tagen erleben, ist bizarr. Es ist ein Wahlkampf, der zwei gegens&auml;tzliche Signale aussendet. Am 24. und 25. Februar n&auml;mlich k&ouml;nnen die B&uuml;rger einerseits wenig oder nichts entscheiden &ndash; und andererseits steht doch f&uuml;r das Land viel st&auml;rker als bei fr&uuml;heren Urneng&auml;ngen alles auf dem Spiel&hellip;<br>\nDiese Baisse ist von den Austerit&auml;tspolitikern in Gang gesetzt. Die Steuereinnahmen schrumpfen dabei zwangsl&auml;ufig. Jedwede zuk&uuml;nftige Regierung wird daher fr&uuml;her oder sp&auml;ter zu weiteren &ldquo;Anpassungsma&szlig;nahmen&rdquo;, sprich: Ausgabenschnitten und Steuererh&ouml;hungen, gezwungen sein.<br>\nItaliens politischer Man&ouml;vrierspielraum tendiert schlicht gegen null&hellip;<br>\nEs ist kein Wunder, dass der in leeren Versprechungen erprobte Berlusconi mit seinem Rechtsblock als Erster vorpreschte: weg mit der verhassten Grundsteuer aufs selbst bewohnte Eigenheim, ja sogar deren R&uuml;ckerstattung an die B&uuml;rger f&uuml;rs Jahr 2012!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F02%2F19%2Fa0100&amp;cHash=ba36149f54490dd922d1731ffe4f3ea7\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Richard Schr&ouml;der zu Gysi: Im Zweifel f&uuml;r den Angeklagten<\/strong><br>\nGregor Gysi war Anwalt in einem Unrechtsstaat, und zwar einer der wenigen, die Dissidenten und Oppositionelle vor Gericht vertreten haben &ndash; damals zumeist zu ihrer Zufriedenheit. Er war &uuml;berzeugtes SED-Mitglied und geh&ouml;rte als Sohn eines hohen SED-Funktion&auml;rs zur Nomenklatura. Er hat den Sozialismus und die DDR nicht abschaffen, sondern verbessern wollen und &uuml;brigens auch Vorschl&auml;ge f&uuml;r mehr Rechtsstaatlichkeit gemacht, namentlich hinsichtlich des Verwaltungsrechts. Ber&uuml;hrungsangst gegen&uuml;ber der Stasi war ihm mit Sicherheit fremd, Servilit&auml;t gegen&uuml;ber der Stasi aber wohl auch.<br>\nWenn Dissidenten und Oppositionelle ihn in der DDR zum Anwalt genommen haben, dann doch weil und nicht obwohl er so vernetzt war und weil sie sein Geschick sch&auml;tzten. Die entscheidende Frage ist doch die, ob er als Anwalt im Interesse und im Sinne seiner Mandanten gehandelt hat, gemessen und beurteilt nach den damaligen Verh&auml;ltnissen und nicht nach heutigen rechtsstaatlichen Ma&szlig;st&auml;ben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Gysi-und-Stasi\/!111330\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>D&uuml;sseldorfer Rektor Piper antwortet Biedenkopf und Winnacker<\/strong><br>\nNach den beschriebenen Angriffen von Kurt Biedenkopf und Ernst-Ludwig Winnacker, die die ganze Universit&auml;t D&uuml;sseldorf in Misskredit zu bringen geeignet waren, sah er sich jedoch offenbar zum entschiedenen Handeln gezwungen:<br>\nAm 15. Februar 2013 ver&ouml;ffentlichte die Universit&auml;t D&uuml;sseldorf daher zwei offene Briefe ihres Rektors, einen an Ernst-Ludwig Winnacker und einen an Kurt Biedenkopf: Briefe an Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker und Prof. Dr. Kurt Biedenkopf. Darin weist Piper in respektvollem Ton, aber unmissverst&auml;ndlich, die Vorw&uuml;rfe der Schavan-Unterst&uuml;tzer zur&uuml;ck:<br>\nGegen&uuml;ber Biedenkopf kritisiert der Rektor &ldquo;Unrichtigkeiten und haltlose pers&ouml;nliche Unterstellungen&rdquo;.[3] Er stellt fest, dass Biedenkopfs &ldquo;Beitrag eine Reihe von falschen Darstellungen enth&auml;lt, die jeder Leser durch eine genauere Besch&auml;ftigung mit dem Verfahren in das Reich der Fabeln verweisen kann.&rdquo;[3] Insbesondere widerspricht er dem von Biedenkopf erweckten &ldquo;Eindruck, dass Gutachter und Fakult&auml;t die ehemalige Studentin in Ihrem Pr&uuml;fverfahren durchg&auml;ngig als &lsquo;CDU-Politikerin&rsquo; bezeichnet h&auml;tten und diese Charakterisierung ihr Vorgehen geleitet habe.&rdquo;&hellip;<br>\nPiper betont, dass jeder, auch Winnacker, sich nach Abschluss des Verfahrens h&auml;tte dar&uuml;ber informieren k&ouml;nnen, auf welchen Grundlagen das Vorgehen der Philosophischen Fakult&auml;t beruhte&hellip;<br>\nWinnackers Erm&auml;chtigungsphantasie zeuge &ldquo;von einem abenteuerlichen rechtsstaatlichen Verst&auml;ndnis&rdquo; und stehe dar&uuml;ber hinaus &ldquo;in krassem Gegensatz zur grundgesetzlichen Garantie der Freiheit der Forschung, die Ihren unmittelbarenAusdruck in der wissenschaftlichen Autonomie der Hochschulen findet.&rdquo;[4]<br>\nDiese Entgegnungen Pipers blamieren die beiden prominenten Schavan-Unterst&uuml;tzer bis auf die Knochen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/erbloggtes.wordpress.com\/2013\/02\/16\/dusseldorfer-rektor-piper-antwortet-biedenkopf-und-winnacker\/\">Erbloggtes<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;&Ouml;ffentlich-Rechtlicher Rundfunk liegt im Interesse aller&ldquo;<\/strong><br>\nNicht nur wegen der neuen Haushaltsabgabe steht der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk in der Kritik. Der fr&uuml;here Verfassungsrichter Dieter Grimm h&auml;lt ihn im F.A.Z.-Interview trotzdem f&uuml;r unverzichtbar.<br>\nEin &ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk wird gebraucht, weil der kommerzielle Rundfunk, der von Werbung lebt und sein Programm daran ausrichten muss, zur Meinungsbildung des Publikums nicht genug beitr&auml;gt. Im Rundfunkwesen muss es einen Sektor geben, der sich nicht an den Gesetzen des Marktes, sondern an den Bed&uuml;rfnissen einer demokratischen Gesellschaft orientiert&hellip;<br>\nDie Qualit&auml;t einer Demokratie hat auch etwas mit dem Zustand ihrer Medien zu tun. Wenn der kommerzielle Sektor den Bedarf nicht vollst&auml;ndig erf&uuml;llt, muss f&uuml;r Alternativen gesorgt werden. Der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk ist eine solche. Sein Dienst liegt im Interesse aller. Deswegen l&auml;sst es sich auch rechtfertigen, dass alle daf&uuml;r finanziell aufkommen&hellip;<br>\nMit den kommerziellen Programmen entstand die Gefahr, dass der Auftrag nicht mehr ungeschm&auml;lert erf&uuml;llt wird. Dem wirkt die Bestands- und Entwicklungsgarantie f&uuml;r den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk entgegen&hellip;<br>\nEin &ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk, der nur noch die Defizite des privaten zu kompensieren h&auml;tte, w&uuml;rde schnell zu einem Nischenrundfunk werden, f&uuml;r den die Geb&uuml;hrenfinanzierung nicht mehr zu rechtfertigen w&auml;re&hellip;<br>\nWenn sich die Zahl der Presseorgane und damit die Vielfalt des Angebots verringert, wird der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk umso wichtiger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/staat-und-recht\/frueherer-verfassungsrichter-grimm-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-liegt-im-interesse-aller-12020803.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Thomas Fricke: Ein Preis f&uuml;r B&ouml;se<\/strong><br>\nEigentlich sollte ich heute Nachmittag ja den Preis f&uuml;r Wirtschaftspublizistik bekommen, den eine gewisse Keynes-Gesellschaft einmal im Jahr vergibt. Nun bin ich mir seit Freitag nicht mehr ganz sicher (wobei der Name ja ohnehin in Deutschland nichts Gutes verspricht). Nach investigativen Recherchen haben die Kollegen einer &uuml;berlebenden deutschen Wirtschaftszeitung am Freitag herausgefunden, dass dieser Keynes sage und schreibe sieben Irrt&uuml;mern erlegen ist (also damals, bevor er 1946 gestorben ist). Wahnsinn, dass das bisher keiner gemerkt hat. Der Mann soll angeblich sogar empfohlen haben, in Krisen Staatsschulden zu machen, um die Krise zu bek&auml;mpfen. Irre. Und &uuml;berhaupt, nach noch investigativeren Recherchen des Hauses soll er sogar der Vater der aktuellen Staatsschuldenkrise sein &ndash; rums, so einfach ist manchmal die Welt. Was immerhin einer Geb&auml;rzeit von fast 70 Jahren nahe kommt. Wirklich gruselig.<br>\nJetzt fragt sich nat&uuml;rlich, warum das vor dem 15. Februar 2013 nach Christus keiner gemerkt hat&hellip;<br>\nNirgendwo wird Wirtschaftspolitik mit so viel Gesinnungseifer begleitet wie bei uns (wobei ich das f&uuml;r Nordkorea und Kuba nicht so gut beurteilen kann) &ndash; was durchaus gelegentlich auch f&uuml;r die andere Seite gilt. Und eigentlich gibt es f&uuml;r engagierte deutsche Mainstream-Wirtschaftsdenker keine Krise der Welt, die man nicht irgendwann doch mal schnell auf John Maynard Keynes zur&uuml;ckf&uuml;hren k&ouml;nnte (und vice versa). Ungemein praktisch. Das erspart kompliziertes Nachdenken und Nachlesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2013\/02\/18\/ein-preis-fur-bose\/\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.keynes-gesellschaft.de\/Allgemein\/PreiseKeynesGesellschaft.php\">Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch Thomas Fricke<\/a>.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16231","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16231","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16231"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16231\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16242,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16231\/revisions\/16242"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16231"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16231"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16231"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}