{"id":16263,"date":"2013-02-21T08:45:11","date_gmt":"2013-02-21T07:45:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263"},"modified":"2013-02-21T11:46:18","modified_gmt":"2013-02-21T10:46:18","slug":"hinweise-des-tages-1823","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h01\">Die Bank an ihrer Seite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h02\">Angaben &uuml;ber Beratervertr&auml;ge nur &raquo;vertraulich&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h03\">Privatisierung von Autobahnen &ndash; Schlechtes Gesch&auml;ft f&uuml;r den Steuerzahler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h04\">Transaktionssteuer und hohe Eigenkapitalpuffer unverzichtbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h05\">Steuerhinterziehung &ndash; ein Loch in der Zivilisation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h06\">F&uuml;r Amazon hat die Schlacht erst begonnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h07\">Wie Manager gl&uuml;cklich werden und Reichtum gerecht verteilt werden kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h08\">Sozialausstieg auf Europ&auml;isch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h09\">&ldquo;Griechenland ist f&uuml;r die Troika ein Versuchstier&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h10\">&Ouml;konomische Anreize und der politische Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h11\">Was m&uuml;ssen Menschen verdienen, um eine armutsfeste Rente erwarten zu k&ouml;nnen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h12\">Bericht &uuml;ber die Lebenssituation junger Menschen und die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h13\">Wie gro&szlig; ist die Armut in Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h14\">S 21: Blick in den Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h15\">Keine Haftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h16\">Wilhelm Heitmeyer: Deutsche Zust&auml;nde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h17\">Urteil zur Pressefreiheit: Bundesbeh&ouml;rden m&uuml;ssen Auskunft geben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h18\">Die Schavan-Debatte ist voll hei&szlig;er Luft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h19\">Waffen f&uuml;r die Saudis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263#h20\">Berlusconis Comeback: Bunga. Papa. Ciao<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16263&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Bank an ihrer Seite<\/strong><br>\nIm &bdquo;Handelsblatt Morning Briefing&ldquo; wird auf einen (kostenpflichtigen) Beitrag &uuml;ber die vielf&auml;ltigen Kontakte der Bundesregierung zu Bankern hingewiesen: &bdquo;Das Verh&auml;ltnis zwischen Bundesregierung und Vertretern des Geldgewerbes ist enger als eng. Manche Staatssekret&auml;re sehen die Top-Banker h&auml;ufiger als ihre Ehefrauen. Das geht aus einem Papier des Bundesfinanzministeriums hervor, das dem Handelsblatt vorliegt. Auf 34 Seiten hat das Ministerium Kontakte zwischen Gro&szlig;banken und Vertretern der Bundesregierung aufgelistet. In unserer Gro&szlig;grafik erfahren Sie, welcher Banker es in den vergangenen drei Jahren wie oft bis zu Angela Merkel und Wolfgang Sch&auml;uble schaffte. Besonders interessant: Den mit Abstand intensivsten Regierungskontakt &ndash; weit vor J&uuml;rgen Fitschen und Martin Blessing &ndash; pflegte ein Investmentbanker von Goldman Sachs, von dem es nicht einmal ein Foto gibt.&ldquo;<br>\nDas ergebe sich aus einer Antwort auf eine Anfrage der Linkspartei.<br>\nDie Deutsche Bank und die Investmentbank Goldman Sachs h&auml;tten mehr Termine mit Spitzenvertretern der Bundesregierung bekommen als jedes andere Geldhaus. Allein Christoph Brand, Partner bei Goldman Sachs habe es in den vergangenen drei Jahren fast<br>\n50-mal in die Terminkalender der Bundesregierung geschafft, davon 25 Gespr&auml;che mit dem Staatsminister im Kanzleramt, Eckart von Klaeden und mit Sch&auml;uble habe Brand viermal gesprochen.<br>\nDer Chef der Commerzbank, Martin Blessing, habe 17 Kontakte (davon 12 mit Sch&auml;uble), der Co-Chef der Deutschen Bank 8 Treffen und der Aufsichtsratschef der Commerzbank Klaus-Peter M&uuml;ller gleichfalls 8 Kontakte auf h&ouml;chster Ebene. Auch die Chefebene der UBS Investmentbanking, mit Anshu Jain, Thomas Mayer und Thomas Matussek von der Deutschen Bank oder mit der Credit Suisse ung JP Morgan gab es eine Vielzahl von Kontakten. Mit vier Bankern habe es auch Vier-Augen-Gespr&auml;che mit der Kanzlerin gegeben.<br>\nDie Gespr&auml;che seien im Zusammenhang mit der &bdquo;Staatsschuldenkrise&ldquo; gef&uuml;hrt worden, bei vielen Entscheidungen sei man auf den Rat der Banken angewiesen gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt-shop.com\/downloads\/die-bank-an-ihrer-seite-p4570.html\">Handelsblatt vom 20.02.2013 (nur in der Printfassung)<\/a> \n<p><strong>Siehe jetzt auch: Wirbel um Merkels enge Banker-Kontakte<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat ihre Kontakte zur Finanzbranche offen gelegt und damit einen Proteststurm ausgel&ouml;st. SPD und Gr&uuml;ne sprechen von einem &bdquo;Bonusprogramm f&uuml;r Investmentbanker&ldquo; zu Lasten der B&uuml;rger in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/mehr-als-instinktlos-wirbel-um-merkels-enge-banker-kontakte\/7812574.html\">Handelsblatt<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant sind auch die Angaben in einer kommentierenden Anmerkung von Peter K&ouml;hler &uuml;ber die Summen, die die Investmentbanker bei der Beratung von Privatisierung oder bei der Vorbereitung von B&ouml;rseng&auml;ngen &ouml;ffentlicher Unternehmen kassiert haben. 2012 seien es &bdquo;nur&ldquo; 1,985 Milliarden Dollar gewesen. Damit seien die Provisionen erstmals seit dem Jahr 2000 unter der Marke von 2 Milliarden gewesen. D.h. in der dazwischen liegenden Zeit lagen die Summen h&ouml;her, z.B. 2007 bei 3,6 Milliarden Dollar.<\/em><br>\n<em>Der Platzhirsch sei dabei die Deutsche Bank gewesen. Goldman Sachs habe z.B. bei dem B&ouml;rsengang der LEG Immobilien AG richtig Kasse gemacht. Die Wohnungen seien 2008 f&uuml;r knapp 800 Millionen Euro an Goldman Sachs und deren Fonds Whitehall verkauft worden und anschlie&szlig;end f&uuml;r 1,3 Milliarden Euro verkauft worden. Auch bei dem Deal mit dem Berliner Senat &uuml;ber das  ehemals st&auml;dtische Wohnungsunternehmen GSW h&auml;tten die Private-Equity-H&auml;user gut 1,1 Milliarden Euro eingenommen.<\/em><br>\n<em>Albrecht M&uuml;ller hatte schon immer die These vertreten, dass man bei Privatisierungen immer zuerst danach fragen m&uuml;sse, wer daran verdiene. Diese These wird mit diesem Bericht nachdr&uuml;cklich best&auml;tigt.<\/em><br>\n<em>Die Vielzahl der Kontakte der Top-Banker mit der Bundesregierung und auch mit der Kanzlerin selbst wirft ein bezeichnendes Licht auf den Einfluss der Finanzbranche auf die &bdquo;Bankenrettung&ldquo;: Man braucht sich &uuml;ber den abgefressenen Garten nicht zu wundern, wenn der Bock zum G&auml;rtner gemacht wird.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu noch:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Angaben &uuml;ber Beratervertr&auml;ge nur &raquo;vertraulich&laquo; <\/strong><br>\nDie Bundesregierung verweigert &ouml;ffentliche Auskunft &uuml;ber die offenbar gro&szlig;z&uuml;gige Vergabe von Beratervertr&auml;gen durch die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzmarktstabilisierung (FMSA), die den Bankenrettungsfonds verwaltet. Die Antwort auf eine entsprechende Anfrage des Linkspartei-Abgeordneten Klaus Ernst sei als vertraulich eingestuft und an die Geheimschutzstelle des Bundestags &uuml;bersandt worden.<br>\nIn einem Schreiben, das &raquo;neues deutschland&laquo; vorliegt, begr&uuml;ndete der Parlamentarische Staatssekret&auml;r im Finanzressort, Steffen Kampeter, dies mit der Verpflichtung der Bundesregierung, die Rechte Dritter zu sch&uuml;tzen. Dazu geh&ouml;rten auch Gesch&auml;ftsgeheimnisse von Beratungsunternehmen. &raquo;Angesichts der Gr&ouml;&szlig;enordnung der vergebenen Mandate sind in dem von der Frage umfassten Angaben wettbewerbsrelevante Informationen enthalten.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/813449.angaben-ueber-beratervertraege-nur-vertraulich.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Privatisierung von Autobahnen &ndash; Schlechtes Gesch&auml;ft f&uuml;r den Steuerzahler<\/strong><br>\nGegen die von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) vorangetriebene Autobahnprivatisierung nimmt der Widerstand weiter zu. Nachdem die rot-gr&uuml;ne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen schon 2011 ihre Ablehnung erkl&auml;rt hatte und die gr&uuml;n-rote Landesregierung in Baden-W&uuml;rttemberg seit dem vergangenen Jahr Zweifel &auml;u&szlig;ert, will nun auch die neue SPD-Gr&uuml;nen-Mehrheit in Niedersachsen den Teilausbau der A7 in privater Regie verhindern&hellip;<br>\nDer Staat &uuml;berl&auml;sst den Fernstra&szlig;enbau immer h&auml;ufiger finanzstarken Investoren. Die kassieren im Gegenzug jahrzehntelang die Einnahmen aus der Lkw-Maut. Doch nach Berechnungen fast aller unabh&auml;ngigen Experten ist das alternative Finanzierungsmodell f&uuml;r den Steuerzahler viel teurer, den Profit machen vor allem die gro&szlig;en Baukonzerne&hellip;<br>\nUnd auch der Bundesrechnungshof ist bei allen bisher gepr&uuml;ften Pilotprojekten die Autobahnprivatisierung nicht von der Wirtschaftlichkeit &uuml;berzeugt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/Frontal-21\/Privatisierung-von-Autobahnen-26669192.html\">frontal21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Transaktionssteuer und hohe Eigenkapitalpuffer unverzichtbar<\/strong><br>\nIn einer aktuellen Analyse des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) kommt Forschungsdirektorin Dorothea Sch&auml;fer zu dem Ergebnis, dass die Finanztransaktionssteuer und hohe Eigenkapitalpuffer die wichtigsten Bausteine f&uuml;r ein nachhaltiges Finanzsystem sind&hellip;.<br>\nUmgekehrt ist ein stabiles Finanzsystem nicht unbedingt nachhaltig. So setzt eine implizite Staatsgarantie Anreize zu hochriskanten Gesch&auml;ften, die das System leicht zum Zusammenbruch f&uuml;hren k&ouml;nnen&hellip;<br>\nEbenso wie eine intakte Umwelt, ist auch die Stabilit&auml;t des Finanzmarktes als ein &ouml;ffentliches Gut zu begreifen. Zu den wichtigsten Prinzipien der Nachhaltigkeit z&auml;hlen vor allem Langfristorientierung und Internalisierung der Nutzungskosten (Verursacherprinzip). Die Finanztransaktionssteuer setzt an diesen Kriterien an. Sie &bdquo;bestraft&ldquo; extrem kurze Haltedauern von Sekundenbruchteilen. Der geplante Steuersatz von 0,1 Prozent auf Wertpapiere und 0,01 Prozent auf Derivate ist so niedrig, dass die Steuerbelastung nur bei sehr hohen Handelsaktivit&auml;ten ins Gewicht f&auml;llt.<br>\nF&uuml;r ein nachhaltiges Finanzsystem sind auch hohe Eigenkapitalpuffer der Banken unverzichtbar&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.416097.de\">DIW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuerhinterziehung &ndash; ein Loch in der Zivilisation<\/strong><br>\nLeider stiegen nicht nur die Steuereinnahmen, sondern auch die Steuerhinterziehung an. Auch hierin ist Deutschland &bdquo;Vorbild&ldquo; und wird nur von Italien &uuml;bertroffen&hellip;<br>\nSteuerhinterziehungen aus Eink&uuml;nften der Schattenwirtschaft  betragen laut Berechnungen der Universit&auml;t Utrecht rund 68 Milliarden Euro und weisen einen steigenden Trend auf. Sie kann nat&uuml;rlich nur gesch&auml;tzt werden&hellip;<br>\nJahr f&uuml;r Jahr entgehen so dem deutschen Fiskus 40 Milliarden Euro durch Steuerhinterziehung. Das sch&auml;tzte Thomas Eigenthaler, der Chef der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG). Auf 70 bis 100 Milliarden Euro werden die Einnahmeverluste durch Steuerhinterziehung von der Memo-Gruppe gesch&auml;tzt. 158 Milliarden Euro sch&auml;tzt Richard Murphy (2012), Direktor Tax Research UK, in seinem Bericht &sbquo;Closing the European Tax Gap&lsquo; f&uuml;r Deutschland. Obgleich statistisch gesehen die Bandbreite mit Sch&auml;tzungen zwischen 40 und 158 Milliarden noch sehr gro&szlig; ist und noch viel im Dunkeln bleibt, l&auml;sst sich doch zumindest der steigende Trend der Steuerhinterziehung damit abbilden.<br>\nAuch andere L&auml;nder leiden an dem Steuerloch, dem sogenannten &sbquo;tax gap&lsquo;. So entgehen dem niederl&auml;ndischen Staat rund 30 Milliarden Euro, Frankreich 120 Milliarden und Italien gar 180 Milliarden Euro.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130221_bild1.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130221_bild1_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130221_bild2.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130221_bild2_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/19-2013\/++co++2e2b0daa-7b62-11e2-bd3e-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;r Amazon hat die Schlacht erst begonnen<\/strong><br>\nDer Aufschrei ist riesig. Seit die ARD in ihrer Reportage &ldquo;Ausgeliefert&rdquo; &uuml;ber die Zust&auml;nde in den Logistik-Zentren des Online-Riesen Amazon berichtet hat, brandet eine Welle der Entr&uuml;stung hoch. Von moderner Sklaverei ist die Rede, skrupelloser Ausbeutung.<br>\nDer Imageschaden f&uuml;r den Konzern ist betr&auml;chtlich. Im vergangenen Jahr erreichte Amazon noch Spitzenwerte als beliebtester Einzelh&auml;ndler der Deutschen &hellip; Damit ist es wohl erst mal vorbei.<br>\n&hellip; die Einschl&auml;ge durch Skandale kommen bei Amazon n&auml;her. In Gro&szlig;britannien kam es bereits im vergangenen November zu einer Welle der Proteste. Der Grund: Der H&auml;ndler bezahlt dort zu gut wie keine Umsatzsteuer. Dabei hat Amazon 2011 im K&ouml;nigreich rund vier Milliarden Euro umgesetzt und rund jedes vierte Buch verkauft, das &uuml;ber die virtuelle Ladentheke ging. Der Steuertrick von Amazon hei&szlig;t Luxemburg. Hier sitzt die Zentrale, &uuml;ber die das Buchhandelsgesch&auml;ft f&uuml;r Gro&szlig;britannien aber auch Deutschland l&auml;uft. In Luxemburg gelten gedruckte wie elektronische B&uuml;cher als Kulturgut und werden daher nur mit einem sehr niedrigen Mehrwertsteuersatz von drei Prozent besteuert. F&uuml;r die in Deutschland ans&auml;ssigen H&auml;ndler bedeutet das: Sie bezahlen die in Deutschland geltenden 19 Prozent, Amazon nur die in Luxemburg geltenden drei Prozent. Da in Deutschland Buchpreisbindung herrscht, bezahlen die Kunden f&uuml;r den Titel immer denselben Preis, die Differenz zwischen den unterschiedlichen Steuers&auml;tzen flie&szlig;t als zus&auml;tzliche Marge in die Taschen von Amazon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/handel\/bezos-vision-fuer-amazon-hat-die-schlacht-erst-begonnen\/7805132.html\">Wirtschaftswoche<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Man ist erstaunt, ein kritischer Artikel &uuml;ber Amazon in einem marktradikalen Blatt? Nach der neoliberalen Doktrin handelt Amazon doch richtig, Maximierung der Rendite um jeden Preis. Man sollte dennoch nicht vergessen, dass Amazon im Rahmen der geltenden Gesetzte gehandelt hat.<\/em><br>\n<em>Es stellt sich allerdings auch immer die Frage wie die Anh&auml;nger des neoliberalen Dogmas des &ldquo;freien Marktes&rdquo; die Marktmacht von Firmen wie Amazon rechtfertigen, die ja damit gerade einen freien Markt konterkarieren, da sie den anderen Akteuren gnadenlos ihre Konditionen diktieren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie Manager gl&uuml;cklich werden und Reichtum gerecht verteilt werden kann<\/strong><br>\nVerteilungsgerechtigkeit hat aber vor allem das Ziel die ungleiche Verteilung &ouml;ffentlicher G&uuml;ter aufzuheben. Der Gegensatz von privatem Reichtum und &ouml;ffentlicher Armut, wie er sich zahlenm&auml;&szlig;ig etwa in Deutschland zwischen einer Schuldenlast von 2 Billionen Euro und einem Reichtumsberg von 8 Billionen Euro zeigt, muss &uuml;berwunden werden. Nur dadurch k&ouml;nnen wir wieder &ouml;ffentliche G&uuml;ter im Sinne gesellschaftlich notwendiger Dienstleistungen finanzieren, die nicht mehr in ausreichendem Ma&szlig;e in guter Qualit&auml;t und f&uuml;r alle zug&auml;nglich und bezahlbar erbracht werden. &Ouml;ffentliche Armut meint die Verarmung von immer mehr Menschen, denen das Recht auf soziale Leistungen bei Krankheit, im Alter und in Not zunehmend abgesprochen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/19-2013\/++co++1f5e74b8-79ca-11e2-8a77-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sozialausstieg auf Europ&auml;isch<\/strong><br>\nGeschw&auml;cht wird die EU-Sozialpolitik nicht nur durch aufgeweichte gesetzliche Grundlagen, sondern auch durch die neuen Entscheidungshierarchien in den EU-Institutionen. Die EU-Sozialminister beobachten bereits seit l&auml;ngerem, wie ihre Mitspracherechte im Rat massiv beschnitten werden. Im Verlauf der Eurokrise haben die EU-Finanzminister ihre Kompetenzen schrittweise erweitert und leiten nun die neuen EU-Reformprozesse federf&uuml;hrend an. Auch im Europaparlament hat der Wirtschafts- und W&auml;hrungsausschuss die inhaltliche F&uuml;hrerschaft bei der Bew&auml;ltigung der Krise &uuml;bernommen und den Besch&auml;ftigungs- und Sozialausschuss in die Beobachterrolle verdr&auml;ngt. Und selbst EU-Sozialkommissar L&aacute;szl&oacute; Andor ist f&uuml;r engagierte Sozialpolitiker kein gewichtiger F&uuml;rsprecher mehr, denn die Barroso-Kommission agiert in aller Regel wirtschaftsliberal &ndash; und ohnehin nur dann, wenn es die gro&szlig;en Mitgliedstaaten zulassen.<br>\nDie Schw&auml;chung der Sozialpolitik kulminierte zwar mit der Finanzkrise, doch sie hat sich strukturell l&auml;ngerfristig angebahnt. Bernhard Conter hat j&uuml;ngst den R&uuml;ckbau eindrucksvoll am Beispiel der europ&auml;ischen Besch&auml;ftigungspolitik nachgezeichnet.<br>\nNachdem die politischen Verhei&szlig;ungen von massenhaft neuen Jobs sich nicht erf&uuml;llt hatten, sollte die vor 15 Jahren entstandene Besch&auml;ftigungsstrategie dezidiert die Besch&auml;ftigungspolitik in den einzelnen Mitgliedstaaten verbessern &ndash; und zwar angesichts der begrenzten EU-Kompetenzen durch einen Soft-policy-Ansatz, also durch gemeinsame quantitative Ziele und Lernprozesse. Doch der Konsens &uuml;ber die Ausrichtung des neuen Politikfeldes war von Beginn an br&uuml;chig. Und so wurden bereits im Jahre 2005 die besch&auml;ftigungspolitischen Ziele mit den allgemeinen wirtschaftspolitischen Leitlinien vermengt. Die Besch&auml;ftigungsstrategie wurde damit den zunehmend eher liberal ausgerichteten Zielen der Lissabon-Wachstumsstrategie untergeordnet. Anstatt mehr Rechte und soziale Koh&auml;sion zu forcieren, setzte diese immer mehr auf die Kampfbegriffe der exklusiv nachfrageseitigen Besch&auml;ftigungspolitik Flexicurity und Employability.<br>\nBei der Einf&uuml;hrung der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion wurde die gemeinsame Besch&auml;ftigungspolitik noch als eine europ&auml;ische Bringschuld dargestellt. Die Politik wollte damit ein Zeichen setzen, dass die EU durch die Sparauflagen der gemeinsamen W&auml;hrungspolitik nicht den Blick f&uuml;r die steigende Arbeitslosigkeit verlieren w&uuml;rde.<br>\n20 Jahre sp&auml;ter kann davon keine Rede mehr sein, scheint das EU-Vertragsziel eines st&auml;ndigen sozialen Fortschritts nicht mehr relevant. Die Finanzminister haben sich strukturell und inhaltlich mit ihrer Linie der bedingungslosen Haushaltskonsolidierung durchgesetzt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/februar\/sozialausstieg-auf-europaeisch\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Griechenland ist f&uuml;r die Troika ein Versuchstier&rdquo;<\/strong><br>\nDie Reformer der Troika gehen zu weit, sagt Griechenlands Gewerkschaftschef Jannis Panagopoulos. Im Interview fordert er neue Milliarden an Aufbauhilfe f&uuml;r sein Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-02\/interview-Panagopoulos\">Zeit-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;konomische Anreize und der politische Skandal<\/strong><br>\nEs gibt zur Zeit zwei gro&szlig;e Debatten in der &Ouml;ffentlichkeit: Zum einen die Wiederentdeckung des Pferdefleisches als Grundnahrungsmittel, zum anderen die Diskussion &uuml;ber den Einsatz von Leiharbeitern bei Amazon. Was sich aber signifikant unterscheidet, ist die politische Reaktion. &Uuml;ber die Hintergr&uuml;nde des Einsatzes von Pferdefleisch in der Lebensmittelindustrie wissen wir bis heute fast nichts&hellip;.Das hindert die Politik aber nicht daran, von Br&uuml;ssel &uuml;ber Berlin bis in die Landeshauptst&auml;dte mit Aktionspl&auml;nen auf den Lebensmittelskandal zu reagieren. Bez&uuml;glich der Leiharbeit bei Amazon haben wir ein solides Wissen &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde deregulierter Arbeitsm&auml;rkte. Wir kennen die Folgen. Aber es gibt weder in Br&uuml;ssel, noch in Berlin irgendeinen Aktionsplan zur Beseitigung solcher Mi&szlig;st&auml;nde. Die Bundesarbeitsministerin will lediglich den Sachverhalt pr&uuml;fen&hellip;<br>\nWas ist eigentlich skandal&ouml;ser? Die Lebensumst&auml;nde von Leiharbeitern in der deutschen Arbeitsmarktordnung oder das Pferdefleisch, das in der Lasagne dieser Leiharbeiter nach Feierabend gefunden worden ist?<br>\n&hellip; Was das aber noch bedeutet. Dass in Deutschland der Verbraucherschutz wohl besser funktioniert als die Ordnung auf dem Arbeitsmarkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2013\/02\/19\/okonomische-anreize-und-der-politische-skandal\/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=okonomische-anreize-und-der-politische-skandal\">Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Was m&uuml;ssen Menschen verdienen, um eine armutsfeste Rente erwarten zu k&ouml;nnen?<\/strong><br>\n&hellip; Anders gerechnet: Um (bei einem Rentenniveau von 43%) mit einem Stundenlohn von 8,50 &euro; (immer unter der Bedingung gleichbleibenden Geldwertes) die Grenze zur Armutsgef&auml;hrdung zu &uuml;berschreiten (die heute bei 1060 Euro liegt) m&uuml;sste mensch 79,9 Jahre lange arbeiten, in Ostdeutschland noch ein wenig l&auml;nger.<br>\nSchlussfolgerungen: Gewerkschaftlicher Kampf ist also auf verschiedenen Ebenen vonn&ouml;ten: Erstens m&uuml;sste endlich ein wirklicher Kampf gegen die Rente mit 67 sowie die vorgesehene Absenkung des Rentenniveaus aufgenommen werden. Zweitens m&uuml;ssen so oder so in den Tarifrunden endlich mal kr&auml;ftige Entgeltsteigerungen durchgesetzt werden. Gerade die KollegInnen im sogenannten Niedriglohnbereich haben in den letzten Jahren viel verloren. Die unteren 40% erlitten allein im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts etwa 6% Reallohnverlust.<br>\nDrittens muss f&uuml;r einen ganz anderen Mindestlohn gek&auml;mpft werden als die 8,50 &euro;. Dieser skandal&ouml;s niedrige Stundenlohn liegt schon im erwerbst&auml;tigen Alter bei einer 40 Stundenwoche mit 1078 netto im Monat gerade mal 18 &euro; &uuml;ber der Grenze zur Armutsgef&auml;hrdung. F&uuml;r klasssenk&auml;mpferische Kolleginnen und Kollegen gibt es allerhand zu tun, denn: Von sich aus werden die Apparate des DGB und seiner Einzelgewerkschaften nicht &bdquo;in die P&ouml;tte kommen&ldquo;. Zeit also, dass sich linke Kollektive und Ans&auml;tze f&uuml;r die Durchsetzung einer anderen Gewerkschaftspolitik besser vernetzen und gemeinsam aktiv werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/armutsfesterente.pdf\">LabourNet [PDF &ndash; 72.8 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bericht &uuml;ber die Lebenssituation junger Menschen und die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland<\/strong><br>\nSo verf&uuml;gten junge Menschen ohne Migrationshintergrund in der Regel &uuml;ber h&ouml;here Schul- und Berufsausbildungsabschl&uuml;sse.<br>\nAm geringsten seien die Unterschiede bei der Hochschulreife. So verf&uuml;gten 29 Prozent der 15- bis 25-J&auml;hrigen und 37 Prozent der 25- bis 35-J&auml;hrigen mit ausl&auml;ndischen Wurzeln &uuml;ber die Hochschulreife, in den gleichen Alterskohorten ohne Migrationshintergrund seien es 36 und 45 Prozent. Gravierendere Unterschiede stellt der Bericht allerdings im Bereich der berufsqualifizierenden Bildungsabschl&uuml;sse fest. W&auml;hrend 34 Prozent der 25-35-J&auml;hrigen mit Migrationshintergrund &uuml;ber keinen Abschluss verf&uuml;gten, seien es in der gleichen Altersgruppe ohne Migrationshintergrund lediglich zehn Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/122\/1712200.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 7.8 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie gro&szlig; ist die Armut in Deutschland?<\/strong><br>\nDie Armut steigt und steigt, wird die Opposition wieder beklagen in der Bundestagsdebatte &uuml;ber den Armuts- und Reichtumsbericht, der weiter auf sich warten l&auml;sst. Aber ist die Armut wirklich so gro&szlig;? Nein, meint der Berliner Politikwissenschaftler Klaus Schroeder. Das Problem der Armut werde &uuml;bertrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/armutsbericht122.html\">Das Erste<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Deutschland geht es so gut wie nie zuvor&rdquo;<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler hat die als Sch&ouml;nf&auml;rberei kritisierten Korrekturen am Armutsbericht der Bundesregierung verteidigt. Es gebe &ldquo;unterschiedliche Sichtweisen&rdquo; zur sozialen Situation in Deutschland, r&auml;umte R&ouml;sler im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF ein &ndash; beispielsweise zwischen seinem Ressort und dem Bundesarbeitsministerium, das den urspr&uuml;nglichen Entwurf des Berichtes im September vorgelegt hatte.<br>\nDie Einkommensspreizung habe zugenommen, hie&szlig; es in dem Bericht. Sie verletze somit &ldquo;das Gerechtigkeitsempfinden der Bev&ouml;lkerung&rdquo; und k&ouml;nne &ldquo;den gesellschaftlichen Zusammenhalt gef&auml;hrden&rdquo;. In der neuen Variante hie&szlig;t es stattdessen, sinkende Reall&ouml;hne seien &ldquo;Ausdruck struktureller Verbesserungen&rdquo; am Arbeitsmarkt, da zwischen 2007 und 2011 im unteren Lohnbereich viele neue Vollzeitjobs entstanden seien, durch die Erwerbslose eine Arbeit bekommen h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/armutsbericht108.html\">Das Erste<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>S 21: Blick in den Abgrund<\/strong><br>\nNach der j&uuml;ngsten Kostenexplosion entwickelt sich Stuttgart 21 zum veritablen Wirtschaftskrimi. Das Tiefbahnhof-Abenteuer droht juristisch zum unw&auml;gbaren Risiko f&uuml;r den ehrbaren Kaufmann R&uuml;diger Grube und seine rechte Hand Volker Kefer zu werden.<br>\nF&uuml;nf Jahre Haft oder Geldstrafe. In besonders schweren F&auml;llen Freiheitsentzug zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. So lautet das Strafma&szlig; f&uuml;r Betrug, den das Aktionsb&uuml;ndnis gegen Stuttgart 21 der F&uuml;hrungsspitze der Deutschen Bahn AG in einer Strafanzeige vorwirft. Bahnchef R&uuml;diger Gruber und Technikvorstand Volker Kefer sollen dem Bahn-Aufsichtsrat die j&uuml;ngsten Kostenexplosionen auf 6,8 Milliarden Euro monatelang verschwiegen haben &ndash; um die Verl&auml;ngerung ihrer Arbeitsvertr&auml;ge nicht zu gef&auml;hrden. Zudem h&auml;tten die Bahnmanager sich der Untreue schuldig gemacht, weil sie trotz geplatzter Finanzierung weitere Bauvergaben t&auml;tigten und so die Ausstiegskosten weiter in die H&ouml;he trieben, argumentieren der Nagolder Rechtsanwalt Eisenhardt von Loeper und der ehemalige Strafrichter am Stuttgarter Landgericht, Dieter Reicherter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2013\/02\/blick-in-den-abgrund\/\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Keine Haftung<\/strong><br>\nDie Hersteller von Kernreaktoren m&uuml;ssen weltweit nichts zahlen, wenn diese explodieren&hellip;<br>\nInsgesamt sechs Atommeiler stehen am Standort Fukushima I, f&uuml;nf davon beruhen auf dem Design Mark I der US-Firma General Electric, die drei Reaktoren lieferte, zwei kamen von Toshiba, einer von Hitachi. Die Firmen sind in keiner Weise haftbar f&uuml;r die Katastrophe. Im Gegenteil: &ldquo;Sie verdienen sogar daran&rdquo;, schreibt Greenpeace &ndash; und zwar an der Dekontaminierung des Gebietes und dem Abriss der Kraftwerke. Greenpeace zitiert GE-Ingenieure, die bereits in den 70er Jahren zweifelten, ob ein Mark-I-Reaktor einem Ausfall der K&uuml;hlung lang genug standhalten k&ouml;nnte.<br>\nDie Sch&auml;den zahlt in dem Fall fast &uuml;berall die Allgemeinheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2013\/02\/20\/a0086\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wilhelm Heitmeyer: Deutsche Zust&auml;nde<\/strong><br>\nAnsteigende Werte Rassismus, Obdachlose, die Abwertung von Arbeitslosen.<br>\nWir haben es nicht mit einer humanen Gesellschaft zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gffstream-9.vo.llnwd.net\/c1\/m\/1361357126\/radio\/redezeit\/wdr5_redezeit_20130220.mp3\">WDR 5 [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Urteil zur Pressefreiheit: Bundesbeh&ouml;rden m&uuml;ssen Auskunft geben<\/strong><br>\nEs ist ein Grundsatzstreit &uuml;ber Pressefreiheit: Ein Journalist wollte vom BND Auskunft &uuml;ber die Nazi-Vergangenheit von Mitarbeitern &ndash; das Bundesverwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen. Es betont aber, dass Beh&ouml;rden grunds&auml;tzlich Auskunft geben m&uuml;ssen.&nbsp; Die Richter entschieden mit Blick auf die im Grundgesetz Artikel 5 garantierte Presse- und Informationsfreiheit, dass der Staat und seine Beh&ouml;rden gleichwohl &ldquo;einem Minimalstandard an Auskunftspflichten&rdquo; gen&uuml;gen m&uuml;ssen. Dieser Anspruch lehne sich an die Landespressegesetze an und werde nur etwa durch berechtigte schutzw&uuml;rdige Interessen Dritter begrenzt. Dieser Auskunftsanspruch wiederum bezieht sich laut Urteil aber nur auf Informationen, die einer Beh&ouml;rde bereits vorliegen. &ldquo;Das Auskunftsrecht der Presse f&uuml;hrt nicht zu einer Informationsbeschaffungspflicht der Beh&ouml;rde&rdquo;, erkl&auml;rte das Gericht. Der Rechtsanwalt des klagenden Journalisten, Christoph Partsch, bezeichnete das Urteil dennoch als &ldquo;gro&szlig;en Erfolg f&uuml;r die Pressefreiheit&rdquo;, weil der Auskunftsanspruch der Presse auf Basis des Grundgesetzes ausdr&uuml;cklich best&auml;tigt worden sei. Erstmals gebe es nun einen einklagbaren Rechtsanspruch auf Informationen aus Bundesbeh&ouml;rden. Dies habe das Bundesinnenministerium in dem Verfahren noch entschieden bestritten.&nbsp; DJV-Chef Michael Konken sagt: &ldquo;Mit dem Richterspruch k&ouml;nnen Bundesbeh&ouml;rden Informationen zur&uuml;ckhalten und kritische Recherchen blockieren. Das Urteil l&auml;dt alle Bundesbeh&ouml;rden geradezu ein, bei unbequemen Fragen k&uuml;nftig zu mauern.&rdquo; Es sei mit der in der Verfassung garantierten Pressefreiheit nicht zu vereinbaren. Konken k&uuml;ndigt an, nach Erhalt der schriftlichen Urteilsbegr&uuml;ndung verfassungsrechtliche Konsequenzen pr&uuml;fen zu wollen.&nbsp; DJV-Chef Michael Konken [Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes] sagt: &ldquo;Mit dem Richterspruch k&ouml;nnen Bundesbeh&ouml;rden Informationen zur&uuml;ckhalten und kritische Recherchen blockieren. Das Urteil l&auml;dt alle Bundesbeh&ouml;rden geradezu ein, bei unbequemen Fragen k&uuml;nftig zu mauern.&rdquo; Es sei mit der in der Verfassung garantierten Pressefreiheit nicht zu vereinbaren. Konken k&uuml;ndigt an, nach Erhalt der schriftlichen Urteilsbegr&uuml;ndung verfassungsrechtliche Konsequenzen pr&uuml;fen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/urteil-zur-pressefreiheit-bundesbehoerden-muessen-auskunft-geben-a-884584.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Titel von Spiegel Online ist doch allzu sch&ouml;nf&auml;rberisch. Das Bundesverwaltungsgericht hat eindeutig entschieden, dass die Pressegesetzgebung der L&auml;nder f&uuml;r Bundesbeh&ouml;rden keine Geltung habe. Aus der im Grundgesetz verankerte Presse- und Informationsfreiheit l&auml;sst sich nur ein &ldquo;Minimalstandard an Auskunftspflichten&rdquo; ableiten. &ldquo;Minimal&rdquo; hei&szlig;t nun einmal nicht umfassend. Und was schutzw&uuml;rdige Interessen privater oder &ouml;ffentlicher Stellen betrifft, dar&uuml;ber l&auml;sst sich trefflich streiten bzw. mauern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Schavan-Debatte ist voll hei&szlig;er Luft<\/strong><br>\nDer Fall der fr&uuml;heren Wissenschaftsministerin spaltet die Fachwelt. Dabei ist der Fall rechtlich so eindeutig wie ein F&uuml;hrerscheinentzug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/studium\/hochschule\/2013-02\/schavan-argumente-recht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Waffen f&uuml;r die Saudis<\/strong><br>\nSaudi-Arabien wird seit Jahren mit Waffen vollgestopft. Um den Iran in Schach zu halten, sagen die Kenner. Saudi-Arabien wird mit Waffen vollgestopft, um den arabischen Fr&uuml;hling in einen eiskalten Winter zu verwandeln. Sagen die Kritiker. Letzteres werde in Kauf genommen, um Ersteres zu erreichen. Sagen die Realpolitiker. Denn Demokratie ist ihnen im Zweifel nicht ganz so wichtig wie das geopolitische Schachspiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/54494\/waffen-fur-die-saudis\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Berlusconis Comeback: Bunga. Papa. Ciao<\/strong><br>\nSilvio, nimm dir am Papst ein Beispiel.&ldquo; Die H&auml;me gegen den italienischen Politpapst Berlusconi lie&szlig; nach dem angek&uuml;ndigten Abtreten des echten Pontifex nicht lange auf sich warten. Doch darauf k&ouml;nnen Berlusconis zahlreiche Gegner lange warten. Im Gegenteil: Silvio ist im Wahlkampf, der nun mit dem Tauziehen des Pr&auml;-Konklave zusammenf&auml;llt, pr&auml;senter denn alle seine Rivalen zusammen. Zwanzig Jahre Berlusconismus &ndash; das ist die bittere Bilanz, die eine Reihe namhafter italienischer Intellektueller in der Zeitschrift &bdquo;Micromega&ldquo; &uuml;ber Italiens j&uuml;ngste Vergangenheit zieht. Helfen k&ouml;nnen nur eine radikale Verkleinerung des Parlaments, massive Einschr&auml;nkungen der Politiker-Privilegien, mehr Macht f&uuml;r lokale B&uuml;rgermeister, eine funktionierende Justiz auch und gerade gegen kriminelle M&auml;chtige, Kampf gegen Steuerhinterziehung und Mafia sowie echte Ma&szlig;nahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit und wachsende Armut. Das Merkw&uuml;rdige an diesem Appell der Alten: Warum sehen sich die Vordenker von Italiens Politik mit diesen Forderungen nicht in der geb&uuml;ndelten Linkspartei repr&auml;sentiert, die ja immerhin in den Umfragen mit wenig unter vierzig Prozent weit vorn liegt? Warum konnte Italiens beschworene Zivilgesellschaft nicht in den sieben Jahren der Regierung Prodi aus den &bdquo;Ruinen der politischen Kultur&ldquo; auferstehen? In Wahrheit bilanziert dieser soundsovielte Aufruf an ein besseres Land nicht so sehr die Delikte der Plutokratie Berlusconis, sondern das Versagen der vermeintlich linken Opposition, die diesem Rattenf&auml;nger immer wieder fast kampflos die Macht &uuml;berlie&szlig; &ndash; und selbst nie etwas an den Privilegien der politischen Kaste &auml;nderte.<br>\nDass Berlusconi nach all seinen Eskapaden, Delikten und seinem &ouml;konomischen Versagen tats&auml;chlich Ende Februar wieder als strahlender Wahlsieger dastehen k&ouml;nnte, daran glaubt in Italien vielleicht nicht einmal er selbst &ndash; wenn er seine Skepsis auch hinter der &uuml;blichen Strahlemiene verbirgt. Doch seine Strategie richtet sich auf die Unregierbarkeit des Landes, die ein von ihm selbst erdachtes Wahlsystem bequem erm&ouml;glicht. W&auml;hrend die gr&ouml;&szlig;te Partei in der Abgeordnetenkammer einen massiven Bonus an Sitzen f&uuml;r eine Regierungsmehrheit geschenkt bekommt, werden diese Zusatz-Abgeordneten im aufgebl&auml;hten Senat je nach Region verteilt. Erhielte Berlusconi nur in gro&szlig;en Regionen wie Sizilien, der Lombardei, dem Veneto die relative Mehrheit, k&ouml;nnte das gut reichen, um im Senat jedes Regierungshandeln mit einem Veto lahmzulegen. Der Preis, den Berlusconi in diesem gar nicht unwahrscheinlichen Fall f&uuml;r sein Mitregieren oder Stillhalten aushandeln w&uuml;rde, ist absehbar: pers&ouml;nlicher Schutz vor Strafverfolgung und vor Gesetzen zur Reduzierung seiner Medienmacht. Die in &bdquo;Micromega&ldquo; geforderte Radikalreform der italienischen Schmarotzerdemokratie w&auml;re dann abermals verunm&ouml;glicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/berlusconis-comeback-bunga-papa-ciao-12080629.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Am Wochenende wird in Italien gew&auml;hlt. <\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Nat&uuml;rlich&ldquo; machen sich die meisten ausl&auml;ndischen Beobachter eher Sorgen dar&uuml;ber, ob Italien auf &ldquo;Reformkurs&rdquo; bleibt, d.h. Schuldenabbau &uuml;ber die Senkung von Staatsausgaben und gezielte Steuererh&ouml;hungen betreibt. Der Euro ist ja in Gefahr und zum Austerit&auml;tskurs gibt es keine Alternative.<\/em><\/p>\n<p><em>Ob Berlusconi sich seine Zustimmung zu bestimmten Politiken mit seiner pers&ouml;nlichen Unantastbarkeit erkauft, bleibt sekund&auml;r. Es ist schon paradox. Wir beklagen in vielen Entwicklungsl&auml;ndern und auch in osteurop&auml;ischen Transformationsl&auml;ndern, das Streben der politischen Eliten nach Herrschaftssicherung &uuml;ber Klientelismus und Patronage und dass Rechtsstaat und Gemeinwohl oft nur auf dem Papier stehen. Wir fordern gute Regierungsf&uuml;hrung (Good Governance) ein. Gemeint ist damit nicht nur Effizienz, Rechtsstaatlichkeit und Transparenz staatlichen Handelns an sich, sondern auch in welcher Weise die gesamte Gesellschaft in politische Prozesse einbezogen wird. Und in Europa? Wir leben nun schon Jahren damit, wie Berlusconi in Italien den Rechtsstaat beugt. In Ungarn versucht Orban gerade die Befugnisse des Verfassungsgerichts weiter einschr&auml;nken. Und die Meinungsfreiheit soll ihre Grenze an der &ldquo;W&uuml;rde der ungarischen Nation sowie die von nationalen (&hellip;) und konfessionellen Gemeinschaften&rdquo; finden. In Tschechien hat der scheidende Pr&auml;sident &uuml;ber eine Massenamnestie auch eine Reihe prominenter Wirtschaftskrimineller aus der von ihm gepr&auml;gten &Auml;ra freigesetzt und der neue Pr&auml;sident, Mitarchitekt jenes Systems, hat mit einer dumpfen nationalistischen Kampagne (Sudetendeutschen-Frage) seinen Gegenkandidaten geschlagen. In Spanien versinkt die Regierungspartei in einem beispiellosen Korruptionsskandal und verleiht dem Bild &ldquo;&Uuml;ber die Verh&auml;ltnisse gelebt&rdquo; eine neue Dimension. Aber was interessiert uns? Wir fragen uns, wie die Finanzm&auml;rkte dazu stehen. Und was verstehen die Finanzm&auml;rkte unter &ldquo;Guter Regierung&rdquo;? Bestimmt nicht das, was Lieschen M&uuml;ller und ich darunter verstehen. Wir bleiben auf der Strecke. Was Berlusconi in Italien macht, zeigt sich l&auml;ngst im Regierungshandeln Resteuropas: Politik in Dienst plutokratischer Eliten, auf Kosten des Gemeimwohls. &ndash; Nur, dass dies bei Berlusconi augenf&auml;lliger ist.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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