{"id":16308,"date":"2013-02-25T08:57:15","date_gmt":"2013-02-25T07:57:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308"},"modified":"2013-02-25T10:19:31","modified_gmt":"2013-02-25T09:19:31","slug":"hinweise-des-tages-1825","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h01\">Bankenrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h02\">Ulrike Herrmann &ndash; Gegen das deutsche Interesse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h03\">Mindestl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h04\">Wirtschaftsprognose der EU-Kommission: Mit Zweckoptimismus und auf Kosten der &uuml;brigen Welt aus der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h05\">Deutsche Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h06\">Rudolf Hickel: &ldquo;Cameron muss seinen Wirtschaftskurs neu &uuml;berdenken&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h07\">Die Bankenlobby redet Schwachsinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h08\">Selbstinszenierung von Managern: Die 70 Jungfrauen des Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h09\">Renten-Poker: Wie Regierung und Versicherungswirtschaft das Altersvorsorge-Konto blockieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h10\">Sparen f&uuml;r den Chef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h11\">&raquo;Arme sind doch nicht der M&uuml;llschlucker der Nation&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h12\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h13\">Keine Belege f&uuml;r Armutszuwanderung aus Bulgarien und Rum&auml;nien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h14\">Gaucks Europarede: Eine seltsame Leere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h15\">Warum die gr&uuml;nen W&auml;hler Merkels Euro-Politik lieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h16\">Schwarz-Gr&uuml;n &ndash; was sonst?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h17\">Angriff auf L&ouml;tzschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h18\">Bayern: Studiengeb&uuml;hren werden abgeschafft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16308#h19\">Wer darf ins Fernsehen?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bankenrettung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Harald Schumann: Staatsgeheimnis Bankenrettung<\/strong><br>\nRettet Deutschland wirklich Spanien, Irland und die anderen Krisenl&auml;nder? Eine Recherchereise durch Europa offenbart: Die vielen Milliarden an Steuergeldern sch&uuml;tzen vor allem wohlhabende Anleger vor Verlusten &ndash; meist sind es Deutsche. Die Regierungen und Zentralbanker wollen das am liebsten verschleiern.<br>\nSchon in mindestens 52 F&auml;llen haben Europas Regierungen von Insolvenz bedrohte Banken mit Staatsgeld gest&uuml;tzt und deren Kreditgeber so vor Verlusten bewahrt. Aber nicht alle Staaten konnten sich das auch leisten. Darum mussten sich Irland, Spanien, Griechenland und Portugal gut 150 Milliarden Euro beim Rettungsfonds der Euro-Zone und dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) leihen, um insolvente Banken zahlungsf&auml;hig zu halten. In Zypern soll demn&auml;chst ein Notkredit &uuml;ber noch einmal bis zu zehn Milliarden Euro dem gleichen Zweck dienen.<br>\nDoch wohin flie&szlig;t dieses Geld?<br>\nAllein die deutschen Banken schleusten in den drei Jahren nach 2005 mehr als 100 Milliarden Euro nach Irland, so viel wie zwei Drittel einer Jahreswirtschaftsleistung des kleinen Landes. Mit dem geliehenen Geld befeuerten die sechs irischen Banken einen Immobilienboom, der selbst jenen in den USA noch &uuml;bertraf.<br>\nWarum, so fragen jetzt Kritiker wie der &Ouml;konom Constantin Gurdgiev vom renommierten Trinity College, warum sollen die Steuerzahler diese Bankschulden bezahlen, obwohl doch die Gl&auml;ubiger einfach schlecht investiert haben?&hellip;<br>\nAber auch der iberische Baurausch war ein europ&auml;isches Gemeinschaftsprojekt. Denn das Geld daf&uuml;r kam fast vollst&auml;ndig aus dem Ausland. Allein die deutschen Banken legten in den drei Jahren bis 2008 mehr als 140 Milliarden Euro in Spanien an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/eurokrise-staatsgeheimnis-bankenrettung\/7826402.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die gleichnamige Dokumentation wird am Dienstag, den 26. Februar, <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/staatsgeheimnis-bankenrettung\/7291880.html\">um 21.45 auf arte ausgestrahlt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Profiteure von Irlands Bankenrettung<\/strong><br>\nDie mit 30 Milliarden Euro gest&uuml;tzte Anglo Irish Bank musste alle Gl&auml;ubiger auszahlen. Darunter waren 32 Finanzunternehmen mit Sitz in Deutschland und Frankreich.<br>\n(<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/staatsgeheimnis-bankenrettung-profiteure-von-irlands-bankenrettung\/7826408.html\">Hier die Liste<\/a>)<br>\nDie Liste liest sich wie ein Who&rsquo;s who der westlichen Finanzwelt. Sie reicht vom deutschen Allianz-Konzern &uuml;ber Goldman Sachs bis zur franz&ouml;sischen Societ&eacute; Generale &ndash; allesamt Verwalter des Verm&ouml;gens betuchter Anleger, die zu gro&szlig;en Teilen in Deutschland und Frankreich zu Hause sind und Verluste gut h&auml;tten tragen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/eurokrise-unter-dem-druck-des-protests-sucht-der-finanzminister-die-flucht-nach-vorn\/7826402-2.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Fordert die Daten!&ldquo;<\/strong><br>\nDer spanische Anwalt Juan Moreno dr&auml;ngt darauf, Pleitebanken zu schlie&szlig;en. Deren Rettung sch&uuml;tze nur ein korruptes System&hellip;<br>\nEs kann ja sein, dass einige andere Banken dann auch Bankrott anmelden, weil sie zu viele Schuldtitel von Bankia halten. Aber unsere Gro&szlig;banken Santander, BBVA und Caixa w&uuml;rden das &uuml;berstehen. Man kann eine solche Insolvenz so organisieren, dass die privaten Einlagen der Sparer gesichert werden und eine Panik in der Bev&ouml;lkerung vermieden wird. Wirklich verlieren w&uuml;rden nur die gro&szlig;en Investoren, vor allem im Ausland&hellip;<br>\nFordern Sie die Daten! Fordern Sie die Angaben, welche Pleitebank wem wie viel schuldet. Dann k&ouml;nnen wir offen entscheiden, wie die Lasten verteilt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/staatsgeheimnis-bankenrettung-fordert-die-daten-\/7826400.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann &ndash; Gegen das deutsche Interesse<\/strong><br>\nNun ist es nichts Neues, dass Merkel glaubt, es sei eine gute Idee, mitten in der Eurokrise zu sparen. S&auml;mtlichen Krisenl&auml;ndern wurden bereits harte Budgetk&uuml;rzungen verordnet. Aber eine Wendung in der Regierungserkl&auml;rung vom Donnerstag war denn doch bemerkenswert: Merkel sagte, der geschrumpfte EU-Haushalt sei &bdquo;im deutschen Interesse&ldquo;.<br>\n&Uuml;ber diese drei Worte lohnt es sich nachzudenken. Fakt ist, dass die deutsche Wirtschaft im vergangenen Quartal geschrumpft ist &ndash; von der Krise in den anderen Eurol&auml;ndern also erfasst wird. Damit wird offenbar, dass es kein &uuml;berzeugendes Gesch&auml;ftsmodell ist, allein auf den Export in die USA und nach China zu hoffen.<br>\nWenn aber Deutschland auf Europa angewiesen ist &ndash; wieso ist es dann &bdquo;im deutschen Interesse&ldquo;, genau dieses Europa in die Krise zu sparen? Merkel scheint ein ganz eigenes Szenario im Kopf zu haben: Sollte die deutsche Wirtschaft weiter einbrechen, d&uuml;rfte es rechtzeitig zur Bundestagswahl ein Konjunkturprogramm geben. Denn Merkel will ja nicht verlieren. Dem W&auml;hler w&uuml;rde wiederum erl&auml;utert, dass es sich um &bdquo;deutsche&ldquo; Gelder nur f&uuml;r &bdquo;Deutschland&ldquo; handeln w&uuml;rde. Einziges Problem: Dieser rigorose Krisen-Nationalismus w&uuml;rde teurer als eine europ&auml;ische L&ouml;sung. Es ist nicht im deutschen Interesse, manisch auf das deutsche Interesse zu schielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Regierungserklaerung\/!111540\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mindestl&ouml;hne<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Flassbeck: Mindestlohn oder warum wir uns nicht wirklich von den alten Argumenten freimachen k&ouml;nnen<\/strong><br>\nDer Lohn spiegelt in einer funktionierenden Marktwirtschaft&hellip;gerade nicht die Produktivit&auml;t des einzelnen wider, sondern die Produktivit&auml;t, die die Gesellschaft als Ganzes jeweils erreicht. Wenn der Lohn eines Arbeitnehmers sehr eng seine Produktivit&auml;t widerspiegelte, dann d&uuml;rften Krankenschwestern, Lehrer und Polizisten niemals mehr Lohn bekommen, sondern immer nur die Arbeitnehmer der IG Metall in den Bereichen, wo die Produktivit&auml;t kr&auml;ftig steigt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/mindestlohn-oder-warum-wir-uns-nicht-wirklich-von-den-alten-argumenten-freimachen-konnen\/#sthash.nOvh4utW.dpuf\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Mindestl&ouml;hne: Deutschland &ndash; ein grauer Fleck auf der Landkarte<\/strong><br>\nEin Luxemburger hat im Januar 2013 per Gesetz 1.874 Euro verdient, nach Kaufkraftparit&auml;ten gerechnet immer noch 1.523 Euro. Und auch im Mutterland des Kapitalismus, England, verdiente man per Gesetz nicht weniger als 1.264 (1.153) Euro. Und selbst der US-B&uuml;rger hat Anspruch auf 998 (1024) Euro im Monat. Davon tr&auml;umen hierzulande viele, die nach Tarif bezahlt werden.<br>\nUnd was fordern der DGB und erst vor wenigen Tagen im Bundesrat SPD, Gr&uuml;ne und Linke? Einen Mindestlohn von 8,50 Euro. Das w&auml;ren bei einer 40 Stunden Woche 1.360 Euro. Legt man die in Frankreich zugrunde gelegte 35 Stunden-Woche auch f&uuml;r Deutschland an, w&uuml;rde dies einem monatlichen Mindestlohn von 1.190 Euro entsprechen; in Frankreich verdient man schon jetzt 1.430 Euro, nach Kaufkraftparit&auml;ten 1.298 Euro (zur n&auml;heren Erl&auml;uterung vergleiche hier: Minimum wage statistics). F&uuml;r Deutschland hat wiederum die Europ&auml;ische Kommission erst im Dezember einen Niedriglohnschwellenwert von 10,20 festgelegt.<br>\nArmes Deutschland. Wann wirst auch Du den Mindestlohn entdecken, der die in Dir lebenden Menschen von Verzicht, Armut und Existenzangst befreit?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/02\/23\/mindestlohne-deutschland-ein-grauer-fleck-auf-der-landkarte\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Kehrtwende der Liberalen<\/strong><br>\nAuch FDP-Spitzenkandidat Rainer Br&uuml;derle schlie&szlig;t Einigung &uuml;ber Mindestlohn jetzt nicht mehr aus. Dabei hilft auch innerparteilicher Druck. Sollte es demn&auml;chst nicht zu einem Kompromiss zwischen CDU und FDP auf Bundesebene kommen, &bdquo;wird die schleswig-holsteinische FDP einen entsprechenden Antrag auf Einf&uuml;hrung von Lohnuntergrenzen auf dem FDP- Wahlprogrammparteitag im Mai stellen&ldquo;.  Garg nannte es &bdquo;einen gesellschaftspolitischen Skandal, dass Unternehmen zum Teil bewusst Niedrigl&ouml;hne zahlen, die nicht zur Existenzsicherung reichen, und sich darauf verlassen, dass der Staat diese L&ouml;hne dauerhaft mit Steuergeldern aufstockt&ldquo;. Deshalb sei eine verbindliche Lohnuntergrenze vonn&ouml;ten. &bdquo;Ob sie regional- oder branchenspezifisch oder einheitlich fl&auml;chendeckend ist, soll der Lohnfindungskommission &uuml;berlassen bleiben.&ldquo; &ndash; Nicht ganz klar ist, was der Ausl&ouml;ser war, ob die FDP-Spitze von eigenen Landesverb&auml;nden zum Kurswechsel gedr&auml;ngt worden ist, ob die Wirtschaft die entscheidende Rolle spielte &ndash; gerade aus dem Mittelstand mehren sich die Stimmen von Unternehmern, die Mindestl&ouml;hne als Schutz gegen Dumping- Konkurrenz zu sch&auml;tzen lernen. Auch bei der Union herrscht R&auml;tselraten &uuml;ber den pl&ouml;tzlichen Sinneswandel des Koalitionspartners. F&uuml;r die Mutma&szlig;ung, dass irgendjemand Wichtiges aus CDU oder CSU irgendjemand Wichtiges aus der FDP beiseitegenommen und ihm die Konsequenzen eines Wahlkampfs um das Thema &bdquo;soziale K&auml;lte&ldquo; ausgemalt haben k&ouml;nnte, gibt es keinerlei Hinweise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/kehrtwende-der-liberalen\/7814834.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist ziemlich beunruhigend, wie die FDP von Angela Merkel lernt, vielversprechende Positionen der Opposition wie den Mindestlohn mit eigenen Vorschl&auml;gen zu besetzen &ndash; darauf spekulierend, dass der W&auml;hler sich nicht die sehr unterschiedlichen Konsequenzen der Konzeptionen vergegenw&auml;rtigt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Begriff &bdquo;Mindestlohn&ldquo; ist sehr weit dehnbar. Was bislang von der &bdquo;kehrtgewendeten&ldquo; FDP zu diesem Thema zu h&ouml;ren war, best&auml;tigt eher den alten Kurs. Branchenspezifische Mindestl&ouml;hne gibt es ja bereits. Und von einem branchen&uuml;bergreifenen Mindestlohn hat man von der FDP bis dato &uuml;berhaupt noch nichts geh&ouml;rt. Dies als &bdquo;Kehrtwende&ldquo; zu bezeichnen ist schon starker Tobak.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wirtschaftsprognose der EU-Kommission: Mit Zweckoptimismus und auf Kosten der &uuml;brigen Welt aus der Krise<\/strong><br>\nGestern hat die EU-Kommission ihre Wirtschaftsprognose f&uuml;r 2013 bis 2014 herausgegeben. &ldquo;EU &uuml;berwindet allm&auml;hlich die Widrigkeiten&ldquo;, ist der Titel des Reports von der EU-Kommission ins Deutsche &uuml;bersetzt worden. Das vollst&auml;ndige Original ist nur in englischer Sprache erschienen. &ldquo;Allm&auml;hlich&rdquo; bzw. &ldquo;gradually&rdquo; ist ein dehnbarer Begriff. Und ein schmerzhafter noch dazu. Besonders f&uuml;r diejenigen Millionen Menschen, die unter den &ldquo;Widrigkeiten&rdquo; zu leiden haben. Wie die EU-Kommission sich &uuml;ber die Krise hinwegretten will, gibt sie bereits auf der ersten Seite preis. Das Rezept ist so einfach wie falsch: Die Kommission folgt dem deutschen Modell.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/02\/23\/wirtschaftsprognose-der-eu-kommission-mit-zweckoptimismus-und-fremder-hilfe-aus-der-krise\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Hierzulande wird von Politik und Medien zunehmend der Eindruck erweckt, die Krise innerhalb der Eurozone sei bereits weitgehend &uuml;berwunden. Jens Berger hatte bereits am 18. Januar auf jene besorgniserregenden &Uuml;beschriften des Blogs &ldquo;Quersch&uuml;sse&rdquo; (01. bis 17. Januar 2013)  verwiesen, die unmissverst&auml;ndlich aufzeigen, da&szlig; die &ouml;konomische Lage in den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15898\">europ&auml;ischen Krisenstaaten hierzulande mehr und mehr sch&ouml;ngef&auml;rbt wird<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch die vom Blog &ldquo;Quersch&uuml;sse&rdquo; ab dem 18. Januar ver&ouml;ffentlichte Auswahl von &Uuml;berschriften zur Wirtschaftsentwicklung in den europ&auml;ischen Krisenstaaten zeigt das erschreckende Ausma&szlig; der realwirtschaftlichen Verwerfungen innerhalb der Eurozone:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Griechenland: Auftragseingang mit -15,5%<\/em><\/li>\n<li><em>Spanien: reales BIP mit f&uuml;nfter Kontraktion in Folge<\/em><\/li>\n<li><em>Italien: nominale Einzelhandelsums&auml;tze -3,1% zum Vorjahresmonat<\/em><\/li>\n<li><em>Italien: neues Allzeittief beim Verbrauchervertrauen<\/em><\/li>\n<li><em>Spanien: reale Einzelhandelsums&auml;tze mit -10,2% zum Vorjahresmonat<\/em><\/li>\n<li><em>Portugal: reale Einzelhandelsums&auml;tze mit -8,6% zum Vorjahresmonat<\/em><\/li>\n<li><em>Portugal: miese Industrieproduktion und erschreckende Details dazu<\/em><\/li>\n<li><em>Griechenland: reale Einzelhandelsums&auml;tze mit -16,8%<\/em><\/li>\n<li><em>Spanien: PKW-Neuzulassungen mit -9,6%<\/em><\/li>\n<li><em>Italien: PKW-Neuzulassungen mit -17,6%<\/em><\/li>\n<li><em>Spanien: Rekordarbeitslosigkeit im Januar<\/em><\/li>\n<li><em>Spanien: realwirtschaftliches Desaster!<\/em><\/li>\n<li><em>Spanien: Insolvenzen mit +39,4% zum Vorjahresquartal<\/em><\/li>\n<li><em>Spanien: Industrieproduktion mit -8,5% zum Vorjahresmonat<\/em><\/li>\n<li><em>Italien: Industrieproduktion mit -9,3%<\/em><\/li>\n<li><em>Griechenland: PKW-Neuzulassungen mit -34,5%<\/em><\/li>\n<li><em>Portugal: durch die Bank schwache Daten<\/em><\/li>\n<li><em>Griechenland: Baugenehmigungen mit -66,6% zum Vorjahresmonat<\/em><\/li>\n<li><em>Irland: Exporte mit -8,3% zum Vorjahresmonat<\/em><\/li>\n<li><em>Portugal: Arbeitslosigkeit zieht weiter an<\/em><\/li>\n<li><em>Griechenland: Arbeitslosenquote bei 27% und Jugendarbeitslosigkeit bei 61,7%<\/em><\/li>\n<li><em>Griechenland: reales BIP mit -23,4% zum Hoch!<\/em><\/li>\n<li><em>Griechenland: Auftragseingang der Industrie mit -9,6% zum Vorjahresmonat<\/em><\/li>\n<li><em>Italien: Auftragseingang der Industrie mit -15,3%<\/em><\/li>\n<li><em>Italien: Baugewerbe mit -18,3% zum Vorjahresmonat<\/em><\/li>\n<li><em>Italien: PKW-Produktion 2012 mit -18,3%, PKW-Exporte mit -14,4%<\/em><\/li>\n<li><em>Portugal: Nettoauslandschulden erklimmen neues Hoch<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Jedoch auch &ldquo;Kerneuropa&rdquo; zeigt zumindest partiell realwirtschaftliche Schw&auml;chen, wie folgende &ldquo;Quersch&uuml;sse&rdquo;-&Uuml;berschriften dokumentieren:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Frankreich: schwaches Gesch&auml;ftsklima<\/em><\/li>\n<li><em>Frankreich: Arbeitslosigkeit steigt den 20. Monat in Folge<\/em><\/li>\n<li><em>EU27: Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen mit -23,4%<\/em><\/li>\n<li><em>Deutschland: reale Einzelhandelsums&auml;tze mit -4,7% zum Vorjahresmonat<\/em><\/li>\n<li><em>Niederlande: PKW-Neuzulassungen mit -31,5%<\/em><\/li>\n<li><em>Finnland: PKW-Neuzulassungen mit -28,2%<\/em><\/li>\n<li><em>Deutschland: PKW-Neuzulassungen mit -8,6%<\/em><\/li>\n<li><em>Frankreich: Industrieproduktion mit -7,6% zum Vorjahresmonat<\/em><\/li>\n<li><em>Niederlande: reale Einzelhandelsums&auml;tze mit -6,7%<\/em><\/li>\n<li><em>Deutschland: reales BIP mit -0,6% zum Vorquartal<\/em><\/li>\n<li><em>Niederlande: Verbrauchervertrauen mit Allzeittief<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Der hierzulande am vergangenen Freitag von den Medien bejubelte Anstieg des Ifo-Index macht deutlich, da&szlig; die hiesigen &ldquo;Eliten&rdquo; einmal mehr mit den parasit&auml;ren Ausw&uuml;chsen des deutschen &ldquo;Wirtschaftsmodells&rdquo; auftrumpfen m&ouml;chten: Der nochmaligen Ausweitung der Exporte und Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse zu Lasten der europ&auml;ischen und au&szlig;ereurop&auml;ischen Staaten. In diesem Zusammenhang ist es geradezu symptomatisch, da&szlig; der Ifo-Teilindex zum deutschen Einzelhandel stagniert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche Rezession<\/strong><br>\nWir wollen kein deutsches Europa, sagt Bundespr&auml;sident Gauck. Das deutsche Europa funktioniert auch nicht, sagen die Zahlen, die EU-Wirtschaftskommissar Rehn gestern in Br&uuml;ssel vorgelegt hat. Vier Jahre nach Beginn der Krise in Griechenland steckt die Eurozone in der schlimmsten Rezession seit ihrer Gr&uuml;ndung fest.<br>\nUnd diese Rezession ist eine deutsche Rezession, jedenfalls zu einem gro&szlig;en Teil. Sie hat zum einen damit zu tun, dass Deutschland lieber nach Asien exportiert, statt die Ungleichgewichte in der Eurozone auszugleichen: Der deutsche Export&uuml;berschuss hat 2012 neue Rekorde erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2013\/02\/23\/a0207\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rudolf Hickel: &ldquo;Cameron muss seinen Wirtschaftskurs neu &uuml;berdenken&rdquo;<\/strong><br>\nDie Austerit&auml;tspolitik &ndash; K&uuml;rzungen von Ausgaben &ndash; f&uuml;hre in Gro&szlig;britannien zu Steuerausf&auml;llen und Wachstumsverlusten, sagt Rudolf Hickel. Der Wirtschaftswissenschaftler erg&auml;nzt, dass der britische Premier David Cameron die St&auml;rkung der industriellen Entwicklung im Auge haben m&uuml;sse.<br>\nKaess: Aber Moody&rsquo;s Begr&uuml;ndung ist ja, dass das Wirtschaftswachstum Gro&szlig;britanniens trotz seiner wirtschaftlichen St&auml;rke gering bleiben werde. Also ist das doch ein begr&uuml;ndetes Urteil.<br>\nHickel: Ja, das Urteil ist begr&uuml;ndet, aber es hat keinen Neuigkeitswert auf der einen Seite, und auf der anderen Seite haut es nat&uuml;rlich wie so eine informationelle Bombe rein. Mir war das alles schon bekannt, vielen anderen auch, und deshalb frage ich mich, woher nimmt eigentlich Moody&rsquo;s sozusagen das Recht jetzt, mit dieser ihr zugesprochenen, vielleicht auch gar nicht zustehenden Gewalt im Grunde genommen Information zu verbreiten. Aber wichtig ist jetzt, dass Gro&szlig;britannien die richtigen Konsequenzen zieht. Denn Moody&rsquo;s sagt ja nur die Ursachen und sagt aber nicht die L&ouml;sungen. Ich bin ganz sicher, wenn jetzt beispielsweise Cameron seine Strategie &auml;ndern w&uuml;rde und sagen w&uuml;rde, okay, wir haben gesehen, wir werden mit dieser massiven Sparpolitik&hellip;die Konjunktur nicht retten, sondern das wirtschaftliche Wachstum belasten, und wir machen jetzt einen ver&auml;nderten Kurs, wir machen jetzt die Strategie der Wachstumsst&auml;rkung, dann bin ich ganz sicher, dass Standard &amp; Poor&rsquo;s und Moody&rsquo;s ganz schnell dabei sind, wieder schlechte Noten auszuteilen, weil sie die Politik nicht brauchen&hellip;<br>\nKaess: Aber dennoch, Herr Hickel, die Fakten liegen ja auf dem Tisch. Was soll an dem Urteil falsch sein?<br>\nHickel: Nein, die Frage ist, warum wir &uuml;berhaupt Ratingagenturen&hellip;brauchen&hellip;Aber&hellip; Cameron muss seinen Wirtschaftskurs neu &uuml;berdenken, und ich bin ganz sicher, dass die Politik, die er eingeschlagen hat, dass die am Ende das Wachstum bremst, dass die Wachstumsverluste einbringt, dass es zu Steuerausf&auml;llen kommt und die brauchen einen dringenden Kurswechsel. Gro&szlig;britannien muss endlich die Lehre ziehen aus der Finanzmarktkrise, n&auml;mlich eine Wirtschaftsstruktur aufzubauen, in dessen Mittelpunkt, der Mittelpunkt dann eben auch die St&auml;rkung der industriellen Entwicklung steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/2020196\">dradio.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Bankenlobby redet Schwachsinn<\/strong><br>\nMehr Eigenkapital macht die Banken sicherer. Die &Ouml;konomen Anat Admati und Martin Hellwig erk&auml;ren verst&auml;ndlich, wie Banken funktionieren und demontieren die Argumente der Bankenlobby gegen viel Eigenkapital. Die wenigsten B&uuml;cher ver&auml;ndern die Welt. Aber wenn die Bankenlobby k&uuml;nftig gr&ouml;&szlig;ere Schwierigkeiten besitzen sollte, wirtschaftlichen Unsinn zum eigenen Nutzen zu verbreiten, wird dieses Buch dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/fazit\/2013\/02\/18\/meisterwerk-932\/\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist auf den NDS nicht ganz selbstverst&auml;ndlich, auf einen Beitrag von Gerald Braunberger von der FAZ hinzuweisen &ndash; er tritt z.B. in der europ&auml;ischen Krisenperipherie f&uuml;r einen strikten Austerit&auml;tskurs und f&uuml;r das ein, was ein braver Neoliberaler Strukturreformen nennt. Seine Rezension von &ldquo;The Bankers&rsquo; New Clothes: What&rsquo;s Wrong with Banking and What to Do about It&rdquo; lesenswert. Anat Admati und Martin Hellwig  demontieren in ihrem Buch die Argumente der Bankenlobby gegen zu viel Eigenkapital. Dabei gehen die Autoren weit &uuml;ber die neuen Eigenkapitalregeln von Basel III weit hinaus. Leider ist das Buch bisher nur auf Englisch zu erhalten. Deswegen ist es von Braunberger verdienstvoll, wesentliche Argumente der Autoren kurz zu skizzieren. Ein Vorl&auml;ufer des Buches ist das Arbeitspapier: <a href=\"http:\/\/www.coll.mpg.de\/pdf_dat\/2010_42online.pdf\">Fallacies, Irrelevant Facts, and Myths in the Discussion of Capital Regulation: Why Bank Equity is not Expensive. [PDF &ndash; 712 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Selbstinszenierung von Managern: Die 70 Jungfrauen des Kapitalismus<\/strong><br>\nDie Verk&uuml;rzung der Gymnasialzeit, der Studiendauer, die Hartz-Reformen, der Ausbau der Kinderbetreuung &ndash; was auch immer in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt an Reformen in die Wege geleitet wurde, folgte, anders als zuvor, nicht irgendwelchen Utopien von einer besseren Gesellschaft, sondern einem &ouml;konomischen Zweck: Die Wettbewerbsf&auml;higkeit der bundesdeutschen Wirtschaft auf dem Weltmarkt zu erh&ouml;hen.<br>\nAngela Merkel profilierte sich als Europapolitikerin nicht, weil sie auf immaterielle Werte gesetzt h&auml;tte, sondern als H&uuml;terin &ouml;konomischer Stabilt&auml;t. Die Bewertung einzelner L&auml;nder durch Rating-Agenturen ist dabei zu einem entscheidenden Kriterium geworden. Wenn der &ldquo;FAZ&rdquo;-Herausgeber Frank Schirrmacher anl&auml;sslich seines neuen Buchs &ldquo;Ego&rdquo; davon spricht, dass &ldquo;alles &ouml;konomisiert&rdquo; sei, d&uuml;rfte er damit nicht nur die deutsche Gesellschaft meinen, sondern die EU &ndash; ja, letztlich die ganze Welt. (&hellip;)<br>\nMit dem Slogan &ldquo;Work hard, play hard&rdquo; hatte das Wirtschaftsmagazin &ldquo;Business Punk&rdquo; dem Hedonismus hart arbeitender Jungmanager ein einpr&auml;gsames Motto verschafft. Wer heute Karriere macht, tut das in der Regel nicht mehr, damit es die Kinder einmal besser haben oder um sich bescheidenen Wohlstand zu g&ouml;nnen. Der ist in der Bundesrepublik, die Einfamilienhausg&uuml;rtel um die Gro&szlig;st&auml;dte zeigen dies auf deprimierende Weise, sp&auml;testens seit den Siebzigern selbstverst&auml;ndlich. Heute stehen Luxusmode-Boutiquen, der inflation&auml;re Gebrauch des Wortes &ldquo;Glamour&rdquo;, die Inszenierungen in Computerspielen oder Pornos, Sex-Skandale bei Volkswagen oder Hamburg-Mannheimer f&uuml;r das eskapistische Ziel schneller, rauschhafter Belohnung nach harter Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/s-k-skandal-die-70-jungfrauen-des-kapitalismus-a-884903.html\">spiegel.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Leider k&ouml;nnen solche S&auml;tze viel zu selten im politischen Teil des &bdquo;Spiegels&ldquo; gelesen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Renten-Poker: Wie Regierung und Versicherungswirtschaft das Altersvorsorge-Konto blockieren<\/strong><br>\nWie viel Geld haben Sie eigentlich in ihre private Altersvorsorge investiert? 1.000, 10.000, 100.000 Euro? Dann seien Sie froh, wenn Sie Ihr angelegtes Geld wiederbekommen. Viele, die privat vorgesorgt haben, m&uuml;ssen in diesen Tagen feststellen, dass einige der hoch gepriesenen Vorsorgeprodukte unterm Strich sogar ein Minusgesch&auml;ft waren. Denn bei jedem Vertragsabschluss, bei jeder Vertrags&auml;nderung schlagen die Versicherungskonzerne erbarmungslos zu. Wenn Bunderentenministerin Ursula von der Leyen will, k&ouml;nnte sie ganz schnell etwas dagegen unternehmen. Tja, wenn&hellip; Monika Wagener und Ralph H&ouml;tte pr&auml;sentieren Ihnen jetzt ein Modell, das auch Ihre Altersvorsorge sichern k&ouml;nnte. Dass aber von Versicherungskonzernen und der Bundesregierung mit aller Macht verhindert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2013\/0221\/rente.php5\">Das Erste, Monitor, Video und Text<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sparen f&uuml;r den Chef<\/strong><br>\nDas Altersverm&ouml;gensgesetz Paragraf 3, Nr. 63 Einkommenssteuergesetz wurde parallel zur Riester-Rente 2001 durchs Parlament gebracht. Es sollte den Arbeitnehmer gro&szlig;z&uuml;gig beim Sparen &uuml;ber den Betrieb f&ouml;rdern. J&uuml;ngste Berechnungen aber zeigen: In Wahrheit entlastet diese Form der betrieblich organisierten Privatvorsorge, wie schon bei Riester, vor allem die Arbeitgeber von Sozialbeitr&auml;gen. Der Arbeitnehmer profitiert kaum, wenn nicht die Arbeitgeber zuschie&szlig;en. Nur gemerkt hat das bisher kaum jemand. Auch zehn Jahre nach ihrer Einf&uuml;hrung nicht. Es ist ein Rentenbetrug auf Samtpfoten.<br>\nDer Etikettenschwindel beginnt schon beim Namen. Demnach spart man mit Entgeltumwandlung f&uuml;r eine Betriebsrente. Darunter verstehen aber die allermeisten B&uuml;rger eine Leistung der Arbeitgeber. Damit aber hat die 2001 verabschiedete Eichel-Rente oder Entgeltumwandlung nichts gemein. Sie hei&szlig;t zwar noch Betriebsrente, ist aber zun&auml;chst einmal rein Arbeitnehmer-finanziert. Der Arbeitgeber schlie&szlig;t zwar f&uuml;r den Arbeitnehmer einen Vertrag, gibt aber &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; nur Zusch&uuml;sse. Die Eichel-F&ouml;rderung sollte zu betrieblicher Altersvorsorge ermuntern, hat aber letztlich dazu gef&uuml;hrt, dass sich immer mehr Unternehmen von ihrer sozialen Verantwortung verabschiedet haben. &Uuml;berhaupt liest sich die Eichel-F&ouml;rderung wie Sozialpolitik, konzipiert vom Steuerberater.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2013\/02\/sparen-fuer-den-chef\/\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&raquo;Arme sind doch nicht der M&uuml;llschlucker der Nation&laquo;<\/strong><br>\nLinke fordert Sofortma&szlig;nahmen gegen Panscherei von Lebensmitteln. Kritik an CDU-Vorsto&szlig; f&uuml;r &raquo;Spenden&laquo; an Tafeln<br>\nStatt die Gesetzesm&auml;ngel endlich zu beseitigen, erteilt Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) erneute Pr&uuml;fauftr&auml;ge f&uuml;r eventuelle Verbesserungen und schaltet Infohotlines f&uuml;r die Verbraucherinnen und Verbraucher&hellip;<br>\nBei allen Produkten mit Fleisch m&uuml;ssen Verbraucher nachvollziehen k&ouml;nnen, woher dieses stammt. Sie sollen wissen, wo das Tier geboren wurde, wo es aufgewachsen ist bzw. gem&auml;stet wurde und wo es geschlachtet wurde. Nur so k&ouml;nnen die Verbraucher entscheiden, ob die Odyssee, die das Fleisch hinter sich hat, f&uuml;r sie noch vertretbar ist. Das kann in einfachen F&auml;llen direkt auf der Verpackung angegeben sein. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen Hersteller und Handel offenlegen, woher sie ihre Zutaten beziehen und von welchen Unternehmen. Das geh&ouml;rt zur Qualit&auml;tssicherung. Die Ergebnisse ihrer betrieblichen Eigenpr&uuml;fungen m&uuml;ssen jederzeit f&uuml;r die Lebensmittelkontrollbeh&ouml;rden zug&auml;nglich sein. Das ist heute nicht der Fall. (&hellip;)<br>\nBed&uuml;rftige nehmen in der Regel, was sie bekommen k&ouml;nnen, sie haben kaum eine Wahl. Ich halte es aber f&uuml;r h&ouml;chst bedenklich und unmoralisch, sie zum M&uuml;llschlucker der Nation machen zu wollen, wie sich das Herr Fischer von der CDU vorstellt. Diese Produkte sind nicht zwangsl&auml;ufig schlecht, weil Pferdefleisch drin ist. Aber sie m&uuml;ssen korrekt gekennzeichnet werden, damit Menschen entscheiden k&ouml;nnen, ob sie Pferd essen wollen. Das gilt f&uuml;r Arme wie f&uuml;r Reiche. Wohlweislich hat Fischer nicht vorgeschlagen, die Pferdefleisch-Lasagne dem chronisch unterfinanzierten Schulessen zu &uuml;berlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/02-23\/022.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Es ist ein Skandal, wenn ein Politiker einer &bdquo;christlichen&ldquo; Partei in diesem Fall armen Menschen Risiken zumutet, die er selbst vermutlich nicht eingehen m&ouml;chte. Diesem MdB ist wohl die ethische Maxime &bdquo;Erstens sollst du Gott lieben, der dich geschaffen hat, zweitens deinen N&auml;chsten wie dich selbst; alles aber, was du willst, dass es dir nicht geschehe, das tue auch du keinem anderen.&ldquo; vollkommen abhanden gekommen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Schrottessen f&uuml;r Menschenschrott?<\/strong><br>\n[&hellip;] Doch untergegangen ist &ndash; soweit ich sehe &ndash; das zweite Eingest&auml;ndnis dieses mildt&auml;tig gestimmten Armengedenkers aus dem Bundestag (wir k&ouml;nnen davon ausgehen, da&szlig; es ein unfreiwilliges Eingest&auml;ndnis ist). Fischers Begr&uuml;ndung f&uuml;r seinen Vorsto&szlig; in Sachen N&auml;chstenliebe lautet n&auml;mlich so: 1,5 Millionen Menschen in der Bundesrepublik seien, so w&ouml;rtlich, &bdquo;auf Lebensmittelspenden der Tafeln angewiesen&ldquo;. Angewiesen? &ndash; Jawohl, der Mensch und Menschenfischer Fischer sagt es uns: angewiesen! 1,5 Millionen Menschen in der Bundesrepublik (apropos: nur die???) seien auf Lebensmittelspenden der Tafeln angewiesen. Was hei&szlig;t das?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/8967\/schrottessen-fur-menschenschrott\">Der Spiegelfechter<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<strong>R&uuml;ckschau Gro&szlig;demo: Endstation Stuttgart 21 &ndash; bitte alle aussteigen!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/2013\/02\/24\/ruckschau-grosdemo-endstation-stuttgart-21-bitte-alle-aussteigen\/\">Bei Abriss Aufstand<\/a>\n<li><strong>Umfrage : Mehrheit der Baden-W&uuml;rttemberger gegen S21<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/umfrage-mehrheit-der-baden-wuerttemberger-gegen-stuttgart-21-a-885181.html\">SpiegelOnline<\/a><\/li>\n<li><strong>Auf der Suche nach Profil<\/strong><br>\nAlles dr&auml;ngt sich um Peer Steinbr&uuml;ck. Der Kanzlerkandidat soll es zur Bundestagswahl richten. Und dazu braucht er die baden-w&uuml;rttembergische SPD. Doch die ist auf dem vorl&auml;ufigen Tiefpunkt angelangt und hat weder Ideen noch K&ouml;pfe vorzuweisen. Jetzt muss Erhard Eppler, das Gewissen der Partei, mit seinen 86 Jahren noch mal ran, um der Partei Leben einzuhauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2013\/02\/auf-der-suche-nach-profil\/\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Collage, die bei der Gro&szlig;demo am 23.2. in Stuttgart auch auffiel<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130225_merkel_auf_dem_toten_pferd_S21.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.parkschuetzer.de\/assets\/statements\/150964\/original\/Merkel_auf_dem_toten_Pferd_S21.jpg?1361706029\">Parksch&uuml;tzer<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein weiteres Foto, bei den Parksch&uuml;tzern aufgeschnappt:<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130225_esel_lasagne_Medium.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.parkschuetzer.de\/assets\/statements\/150963\/original\/esel_lasagne_Medium_.jpg?1361702776\">Parksch&uuml;tzer<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Keine Belege f&uuml;r Armutszuwanderung aus Bulgarien und Rum&auml;nien<\/strong><br>\nEine Meldung des Deutschen St&auml;dtetages sorgt f&uuml;r Wirbel: Die Kommunen seien mit der wachsenden &bdquo;Armutszuwanderung&ldquo; aus Rum&auml;nien und Bulgarien allein gelassen. Dabei waren die Zahlen &uuml;berzogen. Das zeigen Recherchen des Mediendienstes Integration. (&hellip;)<br>\nMigrationsforscher und Politikberater Prof. Klaus J. Bade sagte dem MiGAZIN: &bdquo;Solche Drohgeb&auml;rden geh&ouml;ren ins Arsenal der symbolpolitischen Ersatzhandlungen, die in der Bev&ouml;lkerung fahrl&auml;ssig Abwehrhaltungen gegen&uuml;ber unerw&uuml;nschten Zuwanderungen best&auml;rken. Die werden dann auf eine besonders diffamierte Gruppe projiziert, so als ob es, wie die FAZ titelt, &sbquo;vorwiegend Roma aus Bulgarien und Rum&auml;nien&lsquo; w&auml;ren, die da ins Paradies in der Mitte Europas streben. Das ist falsch.&ldquo;<br>\nDie Recherchen des MDI haben nach Einsch&auml;tzung von Bade &bdquo;den hysterischen Diskurs in luftigen H&ouml;hen auf den Boden der Tatsachen zur&uuml;ckgeholt&ldquo;. Ergebnis: &bdquo;Die Zahlen sind zwar auch bei n&uuml;chterner Betrachtung erheblich und verlangen gezieltes Engagement, zu Hysterie aber gibt es keinen Anlass&ldquo;, so Bade.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2013\/02\/22\/keine-belege-fur-armutszuwanderung-aus-bulgarien-und-rumanien\/\">Migazin<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gespr&auml;ch mit Klaus. J. Bade<\/strong><br>\nWie viel Zuzug vertr&auml;gt Europa?: Viele Stadtk&auml;mmerer blicken bange auf das Jahr 2014. Wenn in Europa die volle Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit f&uuml;r Bulgaren und Rum&auml;nen gilt, f&uuml;rchten deutsche St&auml;dte und Gemeinden neue Lasten f&uuml;rs Sozialsystem. Wir haben mit dem Migrationsforscher Klaus J. Bade gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/index.php?display=1&amp;mode=play&amp;obj=35046%20\">3sat kulturzeit<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe allerdings: Friedrich erwartet von Kommunen mehr Kontrolle von EU-Ausl&auml;ndern<\/strong><br>\nMit Blick auf Armutsfl&uuml;chtlinge vor allem aus Rum&auml;nien und Bulgarien hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich St&auml;dte und Gemeinden dazu aufgerufen, ihre Kontrollen zu versch&auml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/welt.de\/newsticker\/dpa_nt\/infoline_nt\/schlaglichter_nt\/article113849509\/Friedrich-erwartet-von-Kommunen-mehr-Kontrolle-von-EU-Auslaendern.html\">Die Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gaucks Europarede: Eine seltsame Leere<\/strong><br>\nJoachim Gaucks erste Grundsatzrede wurde mit Spannung erwartet. Doch was dem Bundespr&auml;sidenten zu Europa einf&auml;llt, haben zuvor schon viele andere gesagt. All dies sind S&auml;tze, die gut klingen, und die jeder Demokrat unterschreiben w&uuml;rde. Doch eine neue Idee enthalten sie nicht. Gauck bleibt oft zu wolkig und allgemein, als das sich erkennen lie&szlig;e, welche Richtung er seinem Europa w&uuml;nschen w&uuml;rde. Deutlich wird diese seltsame Leere, als er versucht, Menschen in den Nachbarstaaten die Furcht vor einem deutschen Diktat zu nehmen. Erst kritisiert er unfl&auml;tige Griechenland-Beschimpfungen deutscher Politiker und Boulevardmedien, dann versichert er, niemand wolle Anderen Konzepte aufdr&uuml;cken. &ldquo;Mehr Europa hei&szlig;t f&uuml;r uns: europ&auml;isches Deutschland.&rdquo; Aber was hei&szlig;t das genau? Zu sagen, Deutschland wolle nur &ldquo;Erfahrungen vermitteln&rdquo;, ist ein befremdlicher Euphemismus. Die Bundesregierung hat Europa mit SPD und Gr&uuml;nen ein rigides Sparprogramm aufgezwungen, das schwache EU-Staaten weiter schw&auml;chte. Gauck hei&szlig;t diese Politik offenbar gut, man erf&auml;hrt zumindest nicht, was er anders machen w&uuml;rde. &ndash; Die Parteien &uuml;berh&auml;uften Gauck nach der Rede mit Lob. Er habe &ldquo;klare Worte gefunden&rdquo;, sagte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck. Gr&uuml;nen-Spitzenkandidatin Katrin G&ouml;ring-Eckardt sagte, Gauck f&uuml;lle eine L&uuml;cke, die die Kanzlerin nicht schlie&szlig;en k&ouml;nne, n&auml;mlich Europa zu erkl&auml;ren und daf&uuml;r zu werben. Beide Parteien hatten ihn als m&ouml;glichen Pr&auml;sidenten vorgeschlagen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2013%2F02%2F23%2Fa0164&amp;cHash=164ceec5877af0e4ebe0d311129e193e\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Joachim-Gauck\/Reden\/2013\/02\/130222-Europa.html\">bundespraesident.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Grunde sind es nur wenige Zeitungen wie Bild und Spiegel, welche die Rede Joachim Gaucks &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee loben. Andere realisieren allm&auml;hlich, dass der Mann sich wohl doch nicht zum gro&szlig;en Pr&auml;sidenten entwickeln wird, wie sie anf&auml;nglich propagiert haben. Verst&auml;ndlicherweise kann die aufkommende Entt&auml;uschung nicht so direkt formuliert werden, aber zwischen Zeilen schon, so z.B. die SZ: &ldquo;Bundespr&auml;sident Joachim Gauck hat eine Europarede gehalten, die viele Erwartungen nicht erf&uuml;llt hat. Es ist keine &ldquo;gro&szlig;e&rdquo; Rede geworden, die R&uuml;hrung oder gar einen Ruck h&auml;tte bewirken k&ouml;nnen. Es ist keine Rede geworden, die der Europ&auml;ischen Union nun endlich eine Richtung weisen w&uuml;rde. Trotzdem war es eine gute Rede. Gemessen an Erwartungen jedenfalls, die erf&uuml;llbar sind. Auch so hing die Latte schon hoch &ndash; von Gauck dort selbst platziert, als er die Kanzlerin ermahnt hatte, Europa besser zu erkl&auml;ren.&rdquo; Oder die FAZ: &ldquo;Mit seinem Ruf nach &bdquo;mehr Europa&ldquo;, nach mehr Banner- und weniger Bedenkentr&auml;gern, bleibt Gauck innerhalb des Diskurses der politischen Eliten, schwimmt aber gegen den Strom eines anschwellenden Gef&uuml;hls der &Uuml;berforderung in der &ouml;ffentlichen Meinung quer durch Europa. Das kann man, je nach eigener Meinung, f&uuml;r konformistisch oder nonkonformistisch halten. Ihre Kraft gewinnt Gaucks Rede dadurch, dass sie nicht im Sowohl-als-auch verharrt, sondern kompromisslos eine Position bezieht, die Ausdruck seiner &Uuml;berzeugung ist. Frau Merkel wird zufrieden sein.&rdquo; In der Tat, Fiskalpakt und ESM wurden durchgewunken. Ob sich G&uuml;nther Nonnenmacher wirklich im Klaren ist, was er schreibt, wenn er den Pr&auml;sidenten innerhalb &ldquo;des Diskurses der politischen Eliten&rdquo; wahrnimmt oder gar davon spricht, dass diese Rede Frau Merkel zufrieden stelle. Weiter schreibt Nonnenmacher, dass der Pr&auml;sident &Uuml;berzeugungen habe. Nur, die Aufgabe eines Pr&auml;sidenten besteht doch eher darin andere, z.B. Andersgl&auml;ubige, zu &uuml;berzeugen. Vielerorts wird auch von der Emotionalit&auml;t der Rede Gaucks geredet. Nur, den gro&szlig;en Redner oder K&uuml;nstler zeichnet nicht so sehr seine eigene Emotionalit&auml;t aus, sondern die F&auml;higkeit, Emotionen zu erzeugen. Der Pr&auml;sident hat eher eine langweilige Stunde Gemeinschaftskunde abgeliefert, ganz im Sinne des herrschaftlichen Diskurses. Etwas weniger &ldquo;europ&auml;ische Wertekanon&rdquo; daf&uuml;r mehr vom Kern der derzeitigen Krise, in der Deutschland viel Verantwortung tr&auml;gt, w&auml;re w&uuml;nschenswert gewesen. Dabei hat Gauck wichtige Themen angerissen:  &ldquo;In einigen Mitgliedstaaten f&uuml;rchten die Menschen, dass sie zu Zahlmeistern der Krise werden. In anderen w&auml;chst die Angst vor immer sch&auml;rferen Sparma&szlig;nahmen und sozialem Abstieg. Geben und Nehmen, Verschulden und Haften, Verantwortung und Teilhabe scheinen vielen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern nicht mehr richtig und gerecht sortiert in der Gemeinschaft der Europ&auml;er.&rdquo; Viel w&auml;re gewonnen gewesen, wenn wir z.B. heute sagen k&ouml;nnten: Der Pr&auml;sident hat gesagt, wir Deutschen m&uuml;ssen wie in der deutsch-deutschen W&auml;hrungsunion in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion auch f&uuml;r auch f&uuml;r die schw&auml;cheren Mitglieder einstehen und nicht nur unsere Banken retten, die sich in der schwachen europ&auml;ischen Peripherie verspekuliert haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Warum die gr&uuml;nen W&auml;hler Merkels Euro-Politik lieben<\/strong><br>\nAngela Merkels Eurokrisen-Politik ist eine Katastrophe. Ihre bewusste Inkaufnahme der Rekordarbeitslosigkeit in S&uuml;deuropa, ihr ungeniertes Hinausz&ouml;gern der Krise im Namen &bdquo;deutscher Interessen&ldquo;, wo es doch darum gehen m&uuml;sste, f&uuml;r ganz Europa eine L&ouml;sung zu finden, ihre Ignoranz gegen&uuml;ber wirtschaftlichen Zusammenh&auml;ngen. Aber darum soll es hier nicht gehen. M&ouml;glich ist diese Politik, weil sie eine &uuml;berw&auml;ltigende Zustimmung in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit und bei den W&auml;hlern findet &ndash; sogar, wie jetzt eine Umfrage gezeigt hat, bei vielen W&auml;hlern der Gr&uuml;nen. Das ist bedauerlich, und doch ist der Befund letztlich nicht &uuml;berraschend.<br>\nZun&auml;chst einmal erkl&auml;ren diese Zahlen nat&uuml;rlich, warum die Opposition in der Eurofrage eigentlich gar keine echte Opposition mehr ist. Seit Jahren verfolgen SPD und Gr&uuml;ne eine &bdquo;ja, aber&ldquo;-Strategie&hellip;<br>\nAber andersrum wird halt auch ein Schuh daraus: Eben weil die Opposition der Parteispitzen so schwach ausf&auml;llt, weil Sozialdemokraten und Gr&uuml;ne immer nur &bdquo;ja, aber&ldquo; sagen, so k&ouml;nnte man argumentieren, hat sich auch das Wahlvolk in dieser Frage fast vollst&auml;ndig entpolitisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.de\/2013\/02\/warum-die-grunen-wahler-merkels-euro.html\">Oeffinger Freidenker<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schwarz-Gr&uuml;n &ndash; was sonst?<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen k&ouml;nnen ihre Zukunft nicht l&auml;nger nur an eine  SPD ketten, die zur Mehrheitsbildung nicht f&auml;hig ist. Gestalten k&ouml;nnen auch die Gr&uuml;nen nur als Regierungspartei.<br>\nSchwarz-Gr&uuml;n &ndash; da w&uuml;rde etwas zusammenwachsen, was zusammengeh&ouml;ren k&ouml;nnte: die beiden &ndash; von ihrer W&auml;hlerstruktur &ndash; gr&ouml;&szlig;ten b&uuml;rgerlichen Parteien. Mit Kompetenzen, die sich erg&auml;nzen. Der Wertkonservativismus beider Parteien w&auml;re die Br&uuml;cke.<br>\nWenn die CDU &uuml;ber den 22. September hinausdenkt, dann sollte  sie bei einem entsprechenden Wahlausgang den Preis an die Gr&uuml;nen zahlen. Der Lohn der CDU f&uuml;r Schwarz-Gr&uuml;n w&auml;re die strategische Zukunftsf&auml;higkeit. Die Alternativen sind  Siechtum und Abstieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=3981\">Sprengsatz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Angriff auf L&ouml;tzschland<\/strong><br>\nB&uuml;rgerin heraus: Gesine L&ouml;tzsch, Philologin, 51, bis 2012 zwei Jahre lang gl&uuml;cklose Parteivorsitzende der Linken. G&uuml;hrs, 30, ist der aufstrebende neue Kandidat f&uuml;r die SPD im Wahlkreis Nummer 87, Berlin-Lichtenberg. L&ouml;tzsch hat den Bezirk seit 2002 immer gewonnen&hellip;<br>\nEr  (G&uuml;hrs) will nicht nur um das Direktmandat in seinem Bezirk k&auml;mpfen, sondern f&uuml;r das Aus der Linkspartei im Bund. Deren Genossen f&uuml;rchten im September die F&uuml;nfprozenth&uuml;rde. F&uuml;r diesen Fall brauchen sie wenigstens drei Direktmandate, um trotzdem in den Bundestag einzuziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/kampf-um-die-direktmandate-angriff-auf-loetzschland-\/7827574.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Hier bin ich doch etwas sprachlos &uuml;ber das was in den K&ouml;pfen mancher Sozialdemokraten umgeht. Haben wir in Deutschland keine anderen Sorgen, als dass die Linke im Bundestag vertreten ist? Der gute Herr G&uuml;hrs sollte doch lieber sein ganzes Engagement darauf verwenden die neoliberale, halb Europa ins Elend st&uuml;rzende Politik, der Merkel-Regierung zu bek&auml;mpfen. Aber f&uuml;r den Genossen G&uuml;hrs scheint die Linke der politische Hauptgegner zu sein und es ist zu bef&uuml;rchten, dass er damit in der SPD nicht alleine ist.<\/em><br>\n<em>Nach allen g&auml;ngigen Prognosen reicht es f&uuml;r rot-gr&uuml;n sowieso nicht, es sei denn die FDP fliegt aus dem Bundestag. Und man darf davon ausgehen, das dies bis zur Bundestagswahl so bleiben wird, da das gr&ouml;&szlig;te Problem der SPD immer noch Steinbr&uuml;ck hei&szlig;t. Was w&auml;re also gewonnen wenn die Linke aus dem Bundestag fliegen w&uuml;rde? Das einzige politische Korrektiv gegen den neoliberalen Mainstream w&auml;re verschwunden.<\/em><br>\n<em>Der Vergleich ist sicher weit hergeholt aber man f&uuml;hlt sich doch etwas an die Situation vor 1933 erinnert, als sich Sozialdemokraten und Kommunisten lieber bis auf das Messer bek&auml;mpften als gemeinsam gegen die Nazis vorzugehen.<\/em><br>\n<em>Ich werde Herren G&uuml;hrs jedenfalls bitten mir am Wahlabend ein Foto seines dummen dreinblickenden Gesichtes zu schicken wenn es nicht f&uuml;r rot-gr&uuml;n reicht, sondern es zu einer schwarz-gr&uuml;nen Koalition kommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bayern: Studiengeb&uuml;hren werden abgeschafft<\/strong><br>\nDie schwarz-gelbe Koalition in Bayern hat ihren monatelangen Streit &uuml;ber die Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren endg&uuml;ltig beigelegt. Der Kompromiss sieht vor, dass die Geb&uuml;hren mit Wirkung zum Wintersemester per Landtagsbeschluss abgeschafft werden k&ouml;nnen &ndash; was die FDP bisher abgelehnt hatte.<br>\nDen Hochschulen werden die wegbrechenden Einnahmen aber im Gegenzug vollst&auml;ndig aus dem Haushalt erstattet, wie Ministerpr&auml;sident Horst Seehofer (CSU) und FDP-Landeschefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger nach einem mehrst&uuml;ndigen Spitzentreffen in der Staatskanzlei berichteten.<br>\nAu&szlig;erdem gibt es zus&auml;tzliches Geld f&uuml;r die fr&uuml;hkindliche und die berufliche Bildung. Zudem soll, wie von der FDP gefordert, deutlich mehr Geld in die Schuldentilgung gesteckt werden &ndash; eine Milliarde Euro in diesem Jahr statt der bisher geplanten 520 Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/streit-um-abschaffung-der-studiengebuehren-csu-und-fdp-einigen-sich-auf-milliarden-kompromiss-1.1607925\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Politischer Widerstand lohnt sich. Das darf man durchaus einmal w&uuml;rdigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Wer darf ins Fernsehen?<\/strong><br>\nTypologie der deutschen Talkshow: Ein fester Kreis von Charakterdarstellern zelebriert die Kunst des Machterhalts.<br>\nIn Wahrheit spielt das Talk-Fernsehen uns vor, was nicht stattfindet: Mitsprache, Partizipation, Debatte. Es ist ein Einwegmedium, von drau&szlig;en f&uuml;hrt kein Sprachrohr hinein. Deshalb braucht man Pocher, Hansch, Precht, J&ouml;rges und all die anderen &ndash; ein Ensemble von &ldquo;bunten Personen&rdquo;, welche die grauen Herren umwimmeln, die immer noch da sind. Auch in diesem Ensemble sollte es so wenig Fluktuation geben wie m&ouml;glich &ndash; damit nicht so auff&auml;llt, dass die politische Seite stagniert. Es ist: Machterhalt auf beiden Seiten.<br>\nJe l&auml;nger man deutsche Talkshows betrachtet, desto mehr k&ouml;nnte man sie mit einem anderen beliebten Format verwechseln, der Kochshow. Beide zeigen nicht, was sich in unserer Gesellschaft abspielt, sondern was ihr fehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/08\/Fernsehen-Typologie-Talkshow-Gaeste\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16308","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16308","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16308"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16308\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16326,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16308\/revisions\/16326"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16308"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16308"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16308"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}