{"id":16343,"date":"2013-02-27T09:11:44","date_gmt":"2013-02-27T08:11:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343"},"modified":"2013-02-28T13:10:39","modified_gmt":"2013-02-28T12:10:39","slug":"hinweise-des-tages-1827","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h01\">Parlamentswahlen in Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h02\">USA: Die Vorteile der derzeitigen Geldpolitik &uuml;berwiegen die Risiken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h03\">Internationaler Vergleich: INSM sieht gerechteres Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h04\">Staatsgeheimnis Bankenrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h05\">Troika-Mission in Athen: Griechenland ignoriert Sparvorgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h06\">Neue Enth&uuml;llungen in Korruptionsaff&auml;re &ndash; Geben und Nehmen bei der spanischen Volkspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h07\">Schweizer Managergeh&auml;lter &ndash; Millionend&auml;mmerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h08\">EU: Parlament droht Abzockern mit Pranger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h09\">&ldquo;B&uuml;rgerschaftliches Engagement&rdquo; statt solide finanzierter &ouml;ffentlicher Dienstleistungen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h10\">S 21: Merkel spannt Schutzschirm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h11\">Umstrittene &Auml;u&szlig;erungen: Verteidigungsminister irritiert eigene Truppe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h12\">Wanka l&auml;sst weiterkungeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h13\">Leistungsschutzrecht: Die Eigentorheit der Verlage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h14\">Joseph Stiglitz: Der Preis der Ungleichheit &ndash; Wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht (2012)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343#h15\">Zu guter Letzt: The EEAG Report on the European Economy 2013<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16343&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Parlamentswahlen in Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gegen die Wand<\/strong><br>\nIn drei Worten l&auml;sst sich das Votum der italienischen W&auml;hler zusammenfassen: Verzweiflung, Wut, Ausweglosigkeit. Genauso wie Fatih Akins Filmheld sahen sie keine andere L&ouml;sung als den Crash. [&hellip;]<br>\nGenauso wie Bersani seine Botschaften im Fernsehen wegnuschelte, genauso krisengrau gab sich die PD: Sie sorgte sich vor allem, in Europa als italienischer Stabilit&auml;tsanker wahrgenommen zu werden &ndash; die W&auml;hler h&auml;tte es wohl eher gefreut, wenn sie in Italien als beherzte K&auml;mpferin f&uuml;r eine Wende weg von der europ&auml;ischen &bdquo;Stabilit&auml;tspolitik&ldquo; aufgetreten w&auml;re.<br>\nUnd nicht ein einziger konkreter Vorschlag der Partei, wie das Los ihrer W&auml;hler zu bessern w&auml;re, ist bei den W&auml;hlern h&auml;ngengeblieben. [&hellip;]<br>\nWutw&auml;hler, denen oft genug das Wasser bis zum Hals steht, die mit Arbeitsplatzverlust, mit der Pleite des kleinen Gesch&auml;fts, mit dr&uuml;ckender Steuerlast zu k&auml;mpfen haben. Solchen W&auml;hlern sind &bdquo;europ&auml;ische Stabilit&auml;tskriterien&ldquo; v&ouml;llig egal, mit gutem Grund: Ihrer eigenen Stabilit&auml;t hat die Krise, hat die von Merkel-Europa sowieso schon den Boden unter den F&uuml;&szlig;en weggezogen. [&hellip;]<br>\nWenigstens diese Lektion sollte auch in Berlin beherzigt werden: Demokratische Mehrheiten f&uuml;r eine in tiefe Rezession f&uuml;hrende Sparpolitik sind kaum zu haben. Entweder Europa steuert um &ndash; oder es f&auml;hrt gegen die Wand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Wahlen-Italien\/!111792\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;uble: &ldquo;So ist Demokratie&rdquo;<\/strong><br>\nDie Finanzm&auml;rkte sch&auml;tzen stabile Verh&auml;ltnisse &hellip; Nun liegt es an Italien &hellip;, den erfolgreichen Kurs der Reformen letzten anderthalb Jahre fortzusetzen &hellip; Wir sind alle nicht so richtig erfreut, &hellip; aber so ist die Demokratie &hellip; Italien selber hat ja in den letzten anderthalb Jahren erlebt, dass es viel g&uuml;nstiger f&uuml;r das Land ist, wenn es Vertrauen schrittweise zur&uuml;ckgewinnt, deshalb muss der Reformkurs weitergehen &hellip; Wenn M&auml;rkte zweifeln, &hellip; zahlt das Land einen hohen Preis &hellip; Ich habe niemals Wahlempfehlungen gemacht, aber unser Rat ist&hellip;dass dieser Weg finanzpolitische Reformen, Strukturreformen fortgesetzt werden muss &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/Sch%C3%A4uble-So-ist-Demokratie-26789884.html\">heute.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Egal wie die W&auml;hler abstimmen, egal ob sie dem &bdquo;erfolgreichen Kurs&ldquo; eine Absage erteilen, der Kurs muss fortgesetzt werden.<br>\nMan muss sich das einmal vor Augen halten, die Partei von Pepe Grillo ist in Italien die st&auml;rkste Partei. Denn sowohl Bersani, als auch Monti und sogar Berlusconi st&uuml;tzen sich auf Wahlb&uuml;ndnisse.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angela Merkel als Piet&aacute;, im Arm einen geschlagenen Monti<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130227_01.jpg\" alt=\"Angela Merkel als Piet&aacute;, im Arm einen geschlagenen Monti\" title=\"Angela Merkel als Piet&aacute;, im Arm einen geschlagenen Monti\"><\/p>\n<p>So sieht die spanische Satirezeitschrift <a href=\"http:\/\/www.eljueves.es\/2013\/02\/26\/bersani_gana_congreso_pero_bloqueo_senado_hace_italia_ingobernable.html\">&bdquo;El Jueves&ldquo;<\/a> den Wahlausgang in Italien.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>USA: Die Vorteile der derzeitigen Geldpolitik &uuml;berwiegen die Risiken<\/strong><br>\nBen Bernanke, der Chairman des amerikanischen Federal Reserve Board, hat die expansive Geldpolitik der Institution, die in j&uuml;ngster Zeit &ndash; auch intern &ndash; in die Kritik geraten war, mit Nachdruck verteidigt. In einer der halbj&auml;hrlich stattfindenden Anh&ouml;rungen vor dem Bankenausschuss des Senats sagte er am Dienstag, die Vorteile f&uuml;r die Volkswirtschaft seien erheblich gr&ouml;sser als die m&ouml;glichen Risiken. Der Zentralbankchef begr&uuml;ndete die Politik mit der unzureichenden wirtschaftlichen Entwicklung, die zwar ein massvolles Wachstum zeige, das aber ungleichm&auml;ssig sei und deutlich unter dem Potenzial bleibe. Besonders der Arbeitsmarkt sei trotz Verbesserungen weiterhin zu schwach. Bernanke forderte die Politik auf, die automatischen Ausgabenk&uuml;rzungen, die vom Freitag an greifen sollen, zu verhindern, weil sie einen kr&auml;ftigen Gegenwind f&uuml;r die Konjunktur darstellten. Bernanke machte zugleich aber deutlich, dass die Zentralbank die Last, das wirtschaftliche Wachstum zu beschleunigen, nicht allein tragen k&ouml;nne. In einem ungew&ouml;hnlichen Ausflug in den Bereich der Finanzpolitik forderte er das Weisse Haus und den Kongress auf, nach einer langfristigen L&ouml;sung f&uuml;r die Probleme des Landes zu suchen, und regte an, dabei graduell vorzugehen. Statt die automatischen K&uuml;rzungen hinzunehmen, die nach Sch&auml;tzungen das Bruttoinlandprodukt um 0,6 Prozentpunkte vermindern werden, sollte angesichts der Wirtschaftslage nach einem langsamen Einstieg in die Defizitverringerung gesucht werden, die in sp&auml;teren Jahren umso nachhaltiger werden k&ouml;nne. Dabei sollte die Politik von Ausgabenk&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen aber so gestaltet werden, dass sie Anreize zur Verbesserung des Wachstums schaffe. Bisher haben aber weder das Weisse Haus noch der Kongress eine Bereitschaft dazu erkennen lassen, die notwendigen Kompromisse einzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/die-vorteile-der-derzeitigen-geldpolitik-ueberwiegen-die-risiken-bei-weitem-1.18027181\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es wird wieder einmal klar, dass die US-Notenbank laut ihren Statuten nicht nur Preisstabilit&auml;t sondern auch einen hohen Besch&auml;ftigungsgrad zu ihren Aufgaben z&auml;hlt. Geradezu schmerzhaft ist die Forderung  Bernankes zu empfinden angesichts dessen, was hierzulande zu lesen ist, die Defizitverringerung graduell anzugehen.<\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>Our Real Worry Isn&rsquo;t the Debt, It&rsquo;s Our Politicians<\/strong><br>\nAs we head into yet another self-inflicted crisis over the national debt, does the potential harm from the debt justify the risky political tactics and potentially harmful brinksmanship that Republicans have used in negotiations over the debt ceiling, the fiscal cliff, the sequester, and whatever might come next? Is it possible that the artificial crises that Republicans have created during these negotiations pose a much greatest risk to our future economic growth than the debt itself? [&hellip;]<br>\nOur debt is a promise to pay dollars, and unless we run out of trees for paper money or the electrons needed for digital money, we can meet those obligations. So long as creditors know they will get the money they are promised, the incentive for speculative runs that can cause so much trouble for a country like Greece is all but eliminated (and there is evidence supporting this view). This is not a recommendation to pay our debt by printing money, not at all &ndash; there are costs to this approach &ndash; it&rsquo;s an explanation of why the fears of spiking interest rates and default on the debt differ substantially depending upon whether a country controls its own currency.<br>\nThe fears of a sovereign debt promoted by those with other agendas are very much overblown. We have the economic resources we need to pay our bills, we&rsquo;ve managed just fine with even higher debt burdens in the past, and as a last resort we can always print the money we need to meet our obligations. The real question is whether our politicians and political institutions are up to the task they face, particularly today&rsquo;s Republican Party. Unfortunately, the answer suggested by the negotiations over the debt ceiling, the fiscal cliff, and the sequester is not encouraging.<br>\nIf we have a crisis, the ability to pay our bills will not be the problem. It will be caused by politicians on the right gambling with the economy, and an inability to pull back from the brink of a self-inflicted crisis created in pursuit of political and ideological goals.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thefiscaltimes.com\/Columns\/2013\/02\/26\/Our-Real-Worry-Isnt-the-Debt-Its-Our-Politicians.aspx#page1\">The Fiscal Times<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieser Artikel von Mark Thoma stellt eine gute Erg&auml;nzung zu unserem Gastartikel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16293\">&bdquo;Europa sitzt im falschen Zug&ldquo;<\/a> dar und beschreibt die Situation in einem Land, mit eigener Notenbank und der M&ouml;glichkeit, eine souver&auml;ne Notenbankpolitik zu betreiben. Dies l&auml;sst sich leider nicht auf die Eurozone &uuml;bertragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Internationaler Vergleich: INSM sieht gerechteres Deutschland<\/strong><br>\nDie Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat eine Studie zur Gerechtigkeit vorgelegt. Was zun&auml;chst so klingt, als pr&auml;sentierten Autokonzerne einen Bericht zur Zukunft des Fahrrads. Doch die INSM, die f&uuml;r weniger Staat und mehr Markt eintritt, meint es durchaus ernst: In Deutschland gehe es gerechter zu als in den meisten anderen Industriestaaten &ndash; zu diesem Fazit kommt das beauftragte arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln. Demnach belege Deutschland den siebten Platz unter den 28 untersuchten Industriestaaten, sagte IW-Experte Dominik Enste am Dienstag in Berlin. Mehr Gerechtigkeit gibt es demnach nur in Norwegen, Schweden, D&auml;nemark sowie Neuseeland, &Ouml;sterreich und Finnland. Ein besseres Abschneiden werde durch die vergleichsweise geringe Chancengleichheit verhindert. Trotz des Ausbaus fr&uuml;hkindlicher Bildung und einer niedrigen Jugendarbeitslosigkeit komme Deutschland hier nur auf den 14. Rang.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/insm-studie-sieht-gerechteres-deutschland-a-885629.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/kampagne\/gerechtigkeit\/wie-gerecht-ist-deutschland-infografik.html\">INSM, Wie gerecht ist Deutschland im internationalen Vergleich?<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie tief will Wissenschaft, wenn auch im Dienste der Arbeitgeber, noch sinken. Sicherlich kann man Volkswirtschaften\/Gesellschaften miteinander vergleichen, um herauszubekommen, warum z.B. ein Land zu mehr Wohlstand kommt als andere. Insofern kann es eigentlich nur darum gehen sich zu fragen, warum Norwegen, Schweden, D&auml;nemark, Neuseeland, &Ouml;sterreich und Finnland vor uns rangieren &ndash; und was wir konkret von diesen L&auml;ndern lernen k&ouml;nnen. Aber ausgesprochen sch&auml;big ist es, die eigene Lage damit zu besch&ouml;nigen, dass es uns besser ginge als anderen. Sehr sch&ouml;n ist diese infame Methode z.B. beim Punkt Einkommensgerechtigkeit nachzulesen. Ohne jedes Schamgef&uuml;hl schreiben die Autoren: &ldquo;Die Betrachtung der Entwicklung des Gini-Koeffizienten im zeitlichen Verlauf zeigt, dass die Ungleichheit der Einkommen in der Krise zwar zugenommen hat, sich aber im internationalen Vergleich verbessert hat.&rdquo; Mit anderen Worten: Wir sind zwar kr&auml;nker geworden, aber die anderen noch mehr. Besch&auml;mend auch, wie hemmungslos sich Volkswirte in den Dienst der Merkelschen Agenda stellen: &ldquo;Die Haushaltskonsolidierung ist ein wichtiger Bestandteil der Generationengerechtigkeit. Denn sie macht deutlich, In welcher H&ouml;he Staatsschulden zuk&uuml;nftigen Generationen hinterlassen werden. Deutschland stellt hier gegen&uuml;ber den &uuml;brigen untersuchten L&auml;ndern gerade in Krisenzeiten ein positives Beispiel dar.&rdquo; Diese Leute wissen genau, dass in einer Rezession  &ndash; und wir steuern darauf zu &ndash; ein ausgeglichener Haushalt ein Witz ist. Vor allem aber k&ouml;nnen wir in der europ&auml;ischen Krisenperipherie gut beobachten, was es hei&szlig;t, wenn &ndash; nicht ohne unser Zutun im Troika-Regime &ndash; dem Staat notwendige gesamtwirtschaftliche St&uuml;tzungsma&szlig;nahmen verboten werden. Generationengerechtigkeit? In Griechenland, Spanien, Portugal, Italien geht eine ganze Generation verloren. Bei anhaltender Arbeitslosigkeit verliert sich bei diesen Jugendlichen wie auch den Erwachsenen im Zeitverlauf Qualifikation und berufliche Kompetenz. Sie werden bei besserer Wirtschaftslage als letzte zum Zuge kommen. Glaubt irgendjemand, dass sich eine deutsche Regierung erlauben kann in einer Rezession zu sparen? Aber anderen dies aufzwingen, das geht.<br>\nGenerationengerechtigkeit? Im letzten Bericht der OECD (Bildung auf einen Blick 2012) steht u.a.: &ldquo;20% der jungen Erwachsenen erreichen in Deutschland ein h&ouml;heres Bildungsniveau als ihre Eltern, wesentlich weniger als im OECD-Durchschnitt (37%). 22% der jungen Erwachsenen beenden ihre Ausbildung mit einem niedrigeren Bildungsabschluss als ihre Eltern, mehr als im OECD-Durchschnitt (13%).&rdquo; Deutschland gibt nur 5,3 Prozent des BIP f&uuml;r Bildung aus. Im OECD-Durchschnitt sind es 6,2 Prozent.  Wir liegen damit abgeschlagen auf dem Niveau von Brasilien oder Russland.  Das ist f&uuml;r eine Generation, deren wirtschaftliches Wachstum und Innovationsst&auml;rke auf technischem Fortschritt basiert, zu wenig. Das Bildungssystem muss endlich ausreichend finanziert werden &ndash; durch Schuldenaufnahme oder\/und eine staatliche verordnete Verschiebung des Gini-Koeffizienten nach unten, d.h. eine Mehrbelastung der selbst in der Krise profitierenden Klasse. &ndash; Warum gerade die INSM jetzt das Thema Gerechtigkeit entdeckt, wird klar, wenn man auf ihrer Website liest: &ldquo;Die Diskussion &uuml;ber Gerechtigkeit bestimmt das Wahljahr 2013.&rdquo; Nur, mit dieser Methode kann man die Performance der Regierung Merkel nicht aufh&uuml;bschen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16201\">&bdquo;Fluchtpunkt &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; &ndash; Oder: Wie die INSM &uuml;ber die Einkommens- und Verteilungsungerechtigkeit hinwegzut&auml;uschen versucht&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Staatsgeheimnis Bankenrettung<\/strong><br>\nVon Harald Schumann auf Arte, am Dienstag, den 26.2.2013<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/videos.arte.tv\/de\/videos\/staatsgeheimnis-bankenrettung--7340782.html\">arte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es lohnt sich, dieses Video anzuschauen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Troika-Mission in Athen: Griechenland ignoriert Sparvorgaben<\/strong><br>\nDie Troika-Mission ist nach Griechenland zur&uuml;ckgekehrt. Doch dieses Mal ist alles anders: Keine Zeitung warnt auf ihrer Titelseite vor weiteren schmerzhaften Sparforderungen der internationalen Geldgeber. Kein Regierungsvertreter appelliert an die Drei-Parteien-Koalition, unpopul&auml;re Reformen zu unterst&uuml;tzen. Auch scheint die Angst vor einer erneut z&auml;hen Pr&uuml;fung verflogen. Von einem drohenden Austritt aus der Euro-Zone ganz zu schweigen.<br>\nIm Gegenteil, diesmal geht die Regierung in Athen gar in die Offensive. Sie will ihre Gl&auml;ubiger zu einer Reihe von Zugest&auml;ndnissen bewegen, von denen sie sich eine Linderung der Wirtschaftskrise erhofft. Dazu geh&ouml;ren niedrigere Mehrwertsteuern f&uuml;r Restaurants, der Einsatz von EU-Mitteln zur Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit und ein neues Gesetz, das verschuldeten privaten Haushalten Erleichterung verschaffen soll.<br>\nDoch diese Selbstgef&auml;lligkeit scheint unbegr&uuml;ndet: Die griechische Wirtschaft steckt nach wie vor tief in der Rezession und wird 2013 zum sechsten Mal in Folge schrumpfen, voraussichtlich um weitere 4,5 Prozent. Laut j&uuml;ngsten Zahlen sind 27 Prozent der Griechen arbeitslos, bei den Unter-24-J&auml;hrigen sind es sogar 62 Prozent.<br>\nDar&uuml;ber hinaus tritt das Versagen der Regierung in Athen bei der Umsetzung der versprochenen Reformen immer deutlicher zutage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-hat-an-reformeifer-verloren-und-will-sparkurs-abschwaechen-a-885670.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die neoliberalen Apologeten des merkelschen Austerit&auml;tsdiktats &uuml;ber Europa bekommen wohl angesichts des Wahlergebnisses in Italien Angst. Deswegen gilt es flugs etwas Griechenlandbashing nachzulegen. Besonders frech, dass im Kontext suggeriert wird Griechenland sei f&uuml;r die katastrophale wirtschaftliche Lage, f&uuml;r tiefe Rezession und horrend hohen Arbeitslosenzahlen selbstverantwortlich und nicht die durch die Troika oktroyierte Austeritspolitik. Hier zeigt sich auch wie entscheidend die Austerit&auml;tspolitik f&uuml;r die Durchsetzung der neliberalen Agenda ist. Wieder einmal Meinungsmache par excellence durch das neoliberale Zentralorgan Spiegel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neue Enth&uuml;llungen in Korruptionsaff&auml;re &ndash; Geben und Nehmen bei der spanischen Volkspartei<\/strong><br>\nEine Internetzeitung zeigt, welche Spenden die Volkspartei des spanischen Ministerpr&auml;sidenten Rajoy erhalten hat &ndash; und dass die meisten offenbar mit &ouml;ffentlichen Auftr&auml;gen an die Spender zusammenfielen. Der fr&uuml;here Schatzmeister der Partei, Luis B&aacute;rcenas, liefert derweil eine interessante Erkl&auml;rung f&uuml;r seine Millionen in der Schweiz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/neue-enthuellungen-in-korruptionsaffaere-geben-und-nehmen-bei-der-spanischen-volkspartei-1.1610793\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schweizer Managergeh&auml;lter &ndash; Millionend&auml;mmerung<\/strong><br>\nSchon fast sieben Jahre lang tobt ausgerechnet in der Schweiz ein erbitterter Streit &uuml;ber die Deckelung von Managergeh&auml;ltern. Im Oktober 2006 gr&uuml;ndete Thomas Minder die &bdquo;Volksinitiative gegen die Abzockerei&ldquo;. Der Kleinunternehmer aus Neuhausen am Rheinfall wollte damit dem Treiben der Boni-Jongleure auf den Chefetagen ein Ende setzen. Im Februar 2008 hatte er dann die erforderlichen 100.000 Unterschriften zusammen, um im Land der direkten Demokratie eine Volksabstimmung zu erzwingen. Am 3. M&auml;rz ist es nun so weit. Nach einem z&auml;hen Hin und Her im Parlament entscheiden die Schweizer dann, wie es in der Managerverg&uuml;tung weitergehen soll.<br>\nDie Wirtschaftselite rund um den Dachverband &bdquo;Economiesuisse&ldquo; zittert, denn die Initiative hat gute Chancen, angenommen zu werden. Der Verdruss unter den normalen Leuten in der Schweiz hat sich &uuml;ber mehrere Jahre aufgestaut. Vorausgegangen war zum Beispiel das gro&szlig;z&uuml;gige Rentenpaket in dreistelliger Millionenh&ouml;he f&uuml;r den Chef des Elektrokonzerns ABB, Percy Barnevik. &Auml;hnlich verhielt es sich in der Pharmabranche unter F&uuml;hrung des fr&uuml;heren Novartis-Chefs Daniel Vasella und in den Banken. Zweistellige Millionengeh&auml;lter, &uuml;berzogene Aktienzuteilung, obskure Antrittsgelder und Verw&ouml;hnpakete f&uuml;r den Ruhestand griffen um sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/schweizer-managergehaelter-millionendaemmerung-12092014.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU: Parlament droht Abzockern mit Pranger<\/strong><br>\nIm jahrelangen Streit &uuml;ber &uuml;berh&ouml;hte Boni f&uuml;r Banker ist das Europaparlament zu einem h&auml;rteren Kurs &uuml;bergegangen. Wenn die EU-L&auml;nder nicht endlich den Weg freimachen, die heute teilweise millionenteuren Belohnungen zu deckeln, werde man die Bremser &ouml;ffentlich an den Pranger stellen, drohte der Chef der SPD-Gruppe im Europaparlament. Das k&ouml;nnte vor allem f&uuml;r Sch&auml;uble peinlich werden, der sich im bundesdeutschen Wahlkampf gern als beherzter Regulierer des Bankensektors pr&auml;sentiert. Das werde man ihm aber nicht durchgehen lassen, so der Chef der SPD-Gruppe im Europaparlament, Udo Bullmann. Sch&auml;uble habe versucht, die Boni-Regeln &ldquo;so zu gestalten, dass es der Deutschen Bank nicht wehtut&rdquo;. Zudem habe er bisher nichts getan, um &ldquo;den gr&ouml;&szlig;ten Blockierer &ndash; das Vereinigte K&ouml;nigreich &ndash; in dieser Frage zu isolieren&rdquo;.<br>\nAllerdings geht das EU-Parlament selbst nur mit halber Kraft gegen die Gehaltsexzesse in den Vorstandsetagen vor. Dass es auch anders geht, zeigt die Schweiz. Dort d&uuml;rfen die B&uuml;rger am 3. M&auml;rz in einer Volksabstimmung &uuml;ber das Verbot von Abfindungen entscheiden. Angesto&szlig;en wurde das Referendum nicht etwa von Linkspolitikern, sondern von dem Schweizer Unternehmer Thomas Minder. Sein Antrieb: &ldquo;Es kann nicht sein, dass Manager das Geld der Aktion&auml;re vernichten und dann auch noch einen goldenen Handschlag daf&uuml;r kassieren.&rdquo; Im Herbst steht sogar eine weitere Abstimmung an: Auf Initiative der Jungsozialisten sollen die Schweizer dar&uuml;ber entscheiden, ob Chefgeh&auml;lter auf das Zw&ouml;lffache des niedrigsten Lohns in einem Unternehmen beschr&auml;nkt werden. Gegen diese Initiative, die von einer lebhaften &ldquo;Abzocker&rdquo;-Debatte begleitet wird, sind die EU-Pl&auml;ne harmlos. Doch sollten sich die Schweizer gegen die Gehaltsexzesse entscheiden, dann wird man wohl auch in Br&uuml;ssel und Berlin umdenken m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F02%2F26%2Fa0079&amp;cHash=b2c52e31602a34eacaeba8f8fff697fe\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;B&uuml;rgerschaftliches Engagement&rdquo; statt solide finanzierter &ouml;ffentlicher Dienstleistungen?<\/strong><br>\nAm 1. Februar hat der Bundestag mit den Stimmen von CDU\/CSU, SPD und FDP &bdquo;das Ehrenamt gest&auml;rkt.&ldquo; Faktisch hat man zwar nur f&uuml;r eine sehr kleine Gruppe Ehrenamtlicher steuerliche Vorteile ausgebaut, doch medial lie&szlig; sich dies gleichwohl gut verkaufen. &bdquo;Ehrenamt&ldquo;, &bdquo;b&uuml;rgerschaftliches Engagement&ldquo;, das klingt nunmal gut. Wenn Menschen sich engagieren &ndash; wer m&ouml;chte da schon kritisch sein? Doch Ehrenamt und b&uuml;rgerschaftliches Engagement sind vom zunehmenden R&uuml;ckbau und R&uuml;ckzug des &Ouml;ffentlichen nicht zu trennen.<br>\nDas verst&auml;rkte politische Interesse am Ehrenamt ist keineswegs neu. Vor etwa 15 Jahren begann in Deutschland eine neue Debatte um die Notwendigkeit und St&auml;rkung von Ehrenamt und b&uuml;rgerschaftlichem Engagement. (Ich will nicht ausschlie&szlig;en, dass die Debatte &auml;lter ist, aber mein pers&ouml;nliches politisches Ged&auml;chtnis reicht nicht weiter zur&uuml;ck) Dies war nicht zuf&auml;llig zugleich die Zeit einer weiteren Schw&auml;chung sowohl es &Ouml;ffentlichen als auch des Sozialstaats; die Zeit von K&uuml;rzungen und Einschnitten. Alle drei Entwicklungen gingen dabei Hand in Hand:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1138\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>S 21: Merkel spannt Schutzschirm<\/strong><br>\n&ldquo;Stuttgart 21 wird gebaut&rdquo;, verk&uuml;ndete Wolfgang Sch&auml;uble am Wochenende. Ausgerechnet er. Ausgerechnet der Finanzminister. Ausgerechnet der Obersparkommissar der Europ&auml;ischen Union. In Stuttgart dagegen wollen Angela Merkel und Sch&auml;uble Milliardenbetr&auml;ge an Steuergeldern vergraben &hellip;<br>\n2010 verriet die Kanzlerin bei einer Veranstaltung des Bundesverbands der Industrie (BDI) in Berlin, warum ihr eine Niederlage der B&uuml;rgerbewegung gegen Stuttgart 21 so wichtig ist. Wenn sie in Europa einr&auml;umen m&uuml;sse, so Merkel, dass Deutschland aufgrund von Protesten seine Zusagen nicht mehr einhalten k&ouml;nne, dann k&auml;me &ldquo;morgen mein griechischer Kollege und sagt: Weil bei uns so viel protestiert wurde, kann ich die Stabilit&auml;tszusagen nicht mehr einhalten&rdquo;.<br>\nAngela Merkel geht es also l&auml;ngst vor allem ums Prinzip. Und das hei&szlig;t: Der Protest der B&uuml;rger darf sich nicht durchsetzen, denn das k&ouml;nnte ja Schule machen. Dann doch lieber einen Schutzschirm ausspannen f&uuml;r das Pleiteprojekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/no_cache\/newsartikel\/2013\/02\/merkel-spannt-schutzschirm\/?sword_list[0]=schutzschirm\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Umstrittene &Auml;u&szlig;erungen: Verteidigungsminister irritiert eigene Truppe<\/strong><br>\nEs waren harsche Worte, die Thomas de Maizi&egrave;re f&uuml;r das Bed&uuml;rfnis seiner Soldaten nach gesellschaftlicher Anerkennung fand. Der CDU-Politiker sagte der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rdquo;, durch den Einsatz in Afghanistan sei die &ouml;ffentliche Zuwendung zu den Soldaten und zur Bundeswehr deutlich gr&ouml;&szlig;er geworden. Etliche Soldaten glaubten jedoch, dass sie viel weniger anerkannt w&uuml;rden, als es in Wirklichkeit der Fall sei. &ldquo;Sie haben den verst&auml;ndlichen, aber oft &uuml;bertriebenen Wunsch nach Wertsch&auml;tzung. Sie sind vielleicht geradezu s&uuml;chtig danach.&rdquo; De Maizi&egrave;re forderte die Soldaten auf: &ldquo;H&ouml;rt einfach auf, dauernd nach Anerkennung zu gieren. Die Wertsch&auml;tzung anderer bekommt man nicht dadurch, dass man danach fragt, sondern dass man gute Arbeit leistet.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/kritik-an-verteidigungsminister-wegen-gier-nach-anerkennung-a-885283.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/thomas-de-maiziere-im-gespraech-giert-nicht-nach-anerkennung-12092201.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was hat der Verteidigungsminister zu den Soldaten eigentlich gesagt: Es hat Euch einen Dreck zu k&uuml;mmern, ob die die Gesellschaft euch f&uuml;r unsere Fehlentscheidungen, die der Regierung, mitverantwortlich macht. Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, hat sich auch nicht gerade hilfreich ge&auml;u&szlig;ert, wenn er meint, man k&ouml;nne de Maizi&egrave;res &Auml;u&szlig;erungen &ndash; abgesehen vom Begriff gieren &ndash; nachvollziehen. &ldquo;Man muss Soldaten gelegentlich auch erkl&auml;ren, dass es keine Missachtung der Bundeswehr ist, wenn Menschen milit&auml;rischen Eins&auml;tzen skeptisch gegen&uuml;berstehen&rdquo;. Es geht doch nicht um die wenigen Pazifisten, die sich grunds&auml;tzlich gegen jeden milit&auml;rischen Einsatz stellen.  Das Image der Bundeswehr war einmal gut. Die fr&uuml;here B&uuml;rgerarmee war durch einen kritisch-loyalen Geist gepr&auml;gt. Heute verlangen Leute wie de Maizi&egrave;re oder auch Arnold, dass sich die Soldaten keine Gedanken mehr machen sollen, ob Ihr Auftrag von einer demokratischen Mehrheit getragen ist oder nicht. Das mag noch beim Kosovo-Einsatz der Fall gewesen sein. Dass der Afghanistaneinsatz eine t&ouml;richte Verschwendung von Menschenleben und viel Geld war, ist angesichts des Abzuges allen klar geworden. Die Truppe vor Ort wei&szlig; das schon l&auml;ngst. In dieser Situation braucht die Truppe von ihrem Oberbefehlshaber nicht die Losung: Pariert und tut eure Arbeit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wanka l&auml;sst weiterkungeln<\/strong><br>\nBundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) sieht keinen Handlungsbedarf beim Deutschlandstipendium. Wie die taz berichtete, kommt es zwischen Unternehmen und Hochschulen teilweise zu starken Kungeleien. So legte die RWTH Aachen Geldgebern anonymisierte Bewerberprofile vor, aus denen sie offenbar ihre Kandidaten ausw&auml;hlen. Manche Hochschulen gingen auch auf ein verdecktes Angebot ein, Stipendien f&uuml;r vorab festgelegte Personen vorzuhalten. Laut Gesetz ist das unzul&auml;ssig. Beim Deutschlandstipendium stiften Privatleute und Firmen Hochschulen Geld f&uuml;r die Begabtenf&ouml;rderung. Die Summe wird aus Steuermitteln verdoppelt. &ldquo;Uns ist nicht bekannt, dass Hochschulen das Deutschlandstipendium au&szlig;erhalb eines rechtm&auml;&szlig;igen Vergabeverfahrens an eine von einem F&ouml;rderer benannte Person vergeben&rdquo;, sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums der taz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2013%2F02%2F26%2Fa0056&amp;cHash=a1354acc4a86dc743fb89b40e416a2d1\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Leistungsschutzrecht: Die Eigentorheit der Verlage<\/strong><br>\nSchon am kommenden Freitag k&ouml;nnte das Leistungsschutzrecht f&uuml;r Presseverlage den Bundestag passieren. Das w&auml;re ein Fehler. Das Gesetz sch&uuml;tzt die Presse nicht, wird daf&uuml;r aber seine zahlreichen Kritiker gegen die Verlage aufbringen. Die eigentliche Katastrophe ist der Abschied vieler Verlage vom Gesch&auml;ftsmodell Journalismus im Netz. Mit dem Leistungsschutzrecht soll unter Verwendung technisch und juristisch haneb&uuml;chener Konstruktionen das Geld f&uuml;r die immerhin demokratierelevanten Presseleistungen nicht durch Verlage erwirtschaftet werden, sondern durch Google. Angenommen, die Suchmaschine z&ouml;ge sich aus Deutschland zur&uuml;ck oder, etwas realistischer, w&uuml;rde ihr Suchprinzip auf &ldquo;Opt in&rdquo; umstellen, so dass nur noch Seiten pr&auml;sentiert w&uuml;rden, die das ausdr&uuml;cklich und zu Googles Bedingungen akzeptieren. Dann w&uuml;rde sich selbst der theoretische, gew&uuml;nschte Effekt des Leistungsschutzrechts in Nichts aufl&ouml;sen. Der verlagsseitig vermeintlich beste Fall aber wird nicht eintreten. Stattdessen wird das Leistungsschutzrecht f&uuml;r die Verlage und damit auch f&uuml;r den Journalismus im Netzzeitalter zur fatalen Eigentorheit. Denn die Refinanzierungsprobleme der meisten Verlage im Netz w&uuml;rden nicht verschwinden, wenn das Leistungsschutzrecht Gesetz wird. Die beiden ma&szlig;geblichen Treiber des Leistungsschutzrechts, Axel Springer und Burda, sind weniger vom wirtschaftlichen Erfolg des digitalen Journalismus abh&auml;ngig als die meisten anderen Verlage. Beide haben in den letzten Jahren ihre nichtjournalistischen Aktivit&auml;ten im Netz stark ausgebaut. Wenn der eine Gesetzesschuss, den die Presseverleger zur Sicherung ihrer Zukunft abgeben k&ouml;nnen, direkt in den Ofen geht, ist das f&uuml;r Axel Springer und Burda ein Bilanz&auml;rgernis. F&uuml;r viele, viele andere Verlage ist es existenzbedrohend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/sascha-lobo-kolumne-abstimmung-im-bundestag-ueber-leistungsschutzrecht-a-885560.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz: Der Preis der Ungleichheit &ndash; Wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht (2012)<\/strong><br>\nDieses Buch ist f&uuml;r jeden ein Muss. Denn die Probleme der USA sind auch die Probleme der anderen Industrienationen. Wenn man sie nicht versteht und nicht handelt, k&ouml;nnten die Folgen der wachsenden Ungleichheit in den USA alle f&uuml;hrenden Volkswirtschaften mit in den Abgrund rei&szlig;en. Nobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz ist seinem Ruf als &Ouml;konom mit sozialem Gewissen wieder einmal gerecht geworden. Sehr detailliert beschreibt er die dramatische Misere der amerikanischen Gesellschaft. Auch seine heftigsten Kritiker werden nicht an der Tatsache vorbeikommen, dass die US-Demokratie in die H&auml;nde der Finanzbranche gefallen ist. Stiglitz h&auml;lt den USA, aber auch uns allen, schonungslos den Spiegel vor. getAbstract empfiehlt dieses Buch allen, die die Entwicklungen in den USA verstehen m&ouml;chten und die wissen wollen, wie wir einen Ausweg finden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2013\/02\/25\/joseph-stiglitz-der-preis-der-ungleichheit-wie-die-spaltung-der-gesellschaft-unsere-zukunft-bedroht-2012\/\">WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: The EEAG Report on the European Economy 2013<\/strong><br>\nOn 25 February 2013, the European Economic Advisory Group at CESifo will present its twelfth report &rdquo;Report on the European Economy&rdquo; at a press conference in Brussels and at press conferences in major European cities.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cesifo-group.de\/ifoHome\/policy\/EEAG-Report\/Archive\/EEAG_Report_2013.html\">CES ifo Group Munich<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Als Prof. Sinn und Prof. Valentinyi als selbst erkorener Europ&auml;ischer Sachverst&auml;ndigenrat (EEAG) ihren Report vor der Bundespressekonferenz vorstellten, war genau eine Journalistin anwesend. Die Botschaft, dass zur  L&ouml;sung f&uuml;r die wirtschaftliche Krise in der EU  die &ldquo;Peripherie&rdquo; eine interne Abwertung vornehmen m&uuml;sse, scheint zum Gl&uuml;ck nicht mehr auf viel Interesse zu sto&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16343","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16343","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16343"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16343\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16355,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16343\/revisions\/16355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}