{"id":16360,"date":"2013-03-01T09:06:51","date_gmt":"2013-03-01T08:06:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360"},"modified":"2013-03-01T09:55:28","modified_gmt":"2013-03-01T08:55:28","slug":"hinweise-des-tages-1829","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h01\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h02\">Bankenregulierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h03\">Wollen Pr&uuml;fer ihr Versagen vertuschen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h04\">Gro&szlig;banken haben engen Kontakt zur Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h05\">Das Brot und die Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h06\">Der ifo-Index und die wirtschaftliche Entwicklung: Euphorie ist ein schlechter Ratgeber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h07\">Aktuelle Forschungsergebnisse zum Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h08\">Reform der Bewertungsreserven der Lebensversicherer: Vorerst abgeblasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h09\">Wachsende Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h10\">Arbeitsmarkt im Februar 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h11\">Mitarbeiter sind im Durchschnitt zweieinhalb Wochen krank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h12\">Die Gasblase &ndash; oder: Das M&auml;rchen von billiger Energie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h13\">Mein Freund Maschmeyer &ndash; oder: Eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h14\">Nebeneink&uuml;nfte: Bundestag blamiert sich im internationalen Vergleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h15\">Ex-F&uuml;hrungsriege von Sal. Oppenheim steht vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h16\">Schwarz-Gelb &auml;ndert Presse-Leistungsschutzrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h17\">&bdquo;Vor allem z&auml;hlt der richtige Stallgeruch&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360#h18\">Wissenschaftliche Karriere durch Quantit&auml;t: Melken, st&uuml;ckeln, frei erfinden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16360&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Die Verliererin hei&szlig;t Angela Merkel<\/strong><br>\nNicht Mario Monti oder Pier Luigi Bersani sind die gr&ouml;&szlig;ten Verlierer der Wahl in Italien, sondern Angela Merkel: Sie ist schuld, dass die Euro-Krise wieder voll da ist. Ihre Krisenpolitik fliegt uns bald um die Ohren. [&hellip;]<br>\nPustekuchen. Weder die &Ouml;konomie noch die Politik funktionieren so, wie man sich das in Deutschland vorgestellt hat. &Ouml;konomisch war das eine Milchm&auml;dchenrechnung ohne R&uuml;cksicht auf die verheerenden gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen.<br>\nItalien steckt in einer sich selbst n&auml;hrenden Rezession: Die Banken vergeben keine Kredite, weil sie keinen Aufschwung sehen, und der Aufschwung kommt nicht, weil die Banken keine Kredite vergeben. Unternehmen zahlen mittlerweile Zinsen von zehn Prozent. Es ist kein Wunder, dass sie nicht investieren und dass es immer weiter bergab geht. Weil die Wirtschaftsleistung der Nenner der Schuldenquote ist, steigt diese automatisch, wenn die Wirtschaftsleistung f&auml;llt. Das f&uuml;hrt dazu, dass der Schuldenstand steigt, obwohl die Schulden fallen. Man nennt das auch eine Schuldenfalle. Da kommt man ohne &auml;u&szlig;ere Hilfe nicht heraus. Und je mehr man strampelt, desto tiefer sinkt man. [&hellip;]<br>\nPeer Steinbr&uuml;cks undiplomatische &Auml;u&szlig;erung &uuml;ber die beiden italienischen &ldquo;Clowns&rdquo; lenkt davon ab, dass das eigentliche Problem nicht Grillo oder Berlusconi sind, sondern seine politische Gegnerin. Steinbr&uuml;ck h&auml;tte jetzt die Gelegenheit, sie durchs Dorf jagen und setzt sich stattdessen wieder in ein Fettn&auml;pfchen, das vom Thema ablenkt. Der einzige kleine Trost ist, dass Merkel die Krise, die sie geschaffen hat, pers&ouml;nlich ausbaden wird. Die Kombination aus ihrer Politik und dem italienischen Wahlergebnis hat die Wahrscheinlichkeit eines Euro-Bruchs dramatisch erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/merkel-ist-die-verliererin-der-italienischen-wahlen-a-885870.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Demokratie ist, wenn&rsquo;s Ergebnis passt<\/strong><br>\n[&hellip;] Verlass hingegen ist auf deutsche Kommentatoren. Beseelt von der &Uuml;berzeugung, dass alle Macht vom Leitartikel ausgehe, reagieren sie pers&ouml;nlich beleidigt, weil mehr als die H&auml;lfte der Italiener die Empfehlungen aus Deutschland ignorierend nicht f&uuml;r Programme zur Selbstverarmung (Monti) oder zur Selbstverarmung (Bersani) gestimmt hat, sondern f&uuml;r Grillo und Berlusconi, also f&uuml;r zwei &bdquo;Klaumak-K&uuml;nstler&ldquo; (FAZ) bzw. &bdquo;Komiker&ldquo; (SZ) bzw. &bdquo;Clowns&ldquo; (Steinbr&uuml;ck). Pressevielfalt ist, wenn alle, inklusive der eigenen politischen Klasse, dasselbe meinen, es aber anders sagen. [&hellip;]<br>\nBerlusconi steht f&uuml;r das gute Leben, welches er auch seinen W&auml;hlern verspricht: Wohlstand, Vergn&uuml;gen, Steuergeschenke. Vermutlich w&uuml;rde er seine Versprechen nicht einl&ouml;sen, wenn er eine weitere Gelegenheit dazu bek&auml;me. Aber immerhin verhei&szlig;t er etwas anderes als Graubrot, Graubrot, Graubrot. Berlusconi ist ein bisschen so, wie die Leute selbst sind und noch mehr so, wie sie es selbst gerne w&auml;ren. Und an Bunga Bunga auf Sardinien ist allenfalls auszusetzen, dass man sich selbst den Spa&szlig; nicht leisten kann.<br>\nIn Deutschland w&auml;ren Sympathien f&uuml;r so einen undenkbar. Hier gilt: Was ich nicht habe, soll auch sonst keiner haben. Wenn ich schlechten Sex habe, soll sich auch sonst niemand am&uuml;sieren. Wenn ich nur einen Pass besitze, sollen die Ausl&auml;nder gef&auml;lligst auch keinen zweiten haben. Und eben: Wenn mein Leben aus freudloser Plackerei besteht, dann sollen sich auch die anderen totschuften. Deshalb schl&auml;gt einem Hasso Plattner derselbe Neid entgegen wie einem Florida-Rolf. Gerechtigkeit ist, wenn es allen schei&szlig;e geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kolumne-Besser\/!111896\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Christoph Butterwegge: Man muss dieses Ph&auml;nomen Beppo Grillo ernst nehmen<\/strong><br>\nDas gute Abschneiden des Komikers Beppe Grillo zeige, dass &ldquo;die Entt&auml;uschung &uuml;ber die etablierte Politik&rdquo; stark zugenommen habe, sagt Christoph Butterwegge. Dem politischen System sei es nicht gelungen, f&uuml;r Verh&auml;ltnisse zu sorgen, die den Menschen die Angst vor dem sozialen Abstieg nehmen, so der Politikwissenschaftler von der Universit&auml;t K&ouml;ln&hellip;<br>\nDass Korruption, die er anprangert, ein ernstes Problem ist, und dass vor allen Dingen die Entt&auml;uschung &uuml;ber die etablierte Politik sich ausgebreitet hat, insbesondere bei jungen Menschen, und ich finde, man muss dieses Ph&auml;nomen Beppe Grillo ernst nehmen. Es hat keinen Zweck, so zu tun, als dr&uuml;ckten sich darin nicht auch ernste Sorgen der Menschen aus, dass ihre Interessen nicht mehr wahrgenommen werden in diesem politischen System, und das ist in Italien so, das ist sicherlich aber auch in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern vielleicht nicht so ausgepr&auml;gt so.<br>\n&hellip; die sich ausbreitende Unsicherheit in einer so reichen Gesellschaft wie Italien, diese Unsicherheit, glaube ich, die wird auch in Zukunft die Politik besch&auml;ftigen und die etablierten Parteien, egal welcher Richtung, nat&uuml;rlich besonders jetzt deutlich abgew&auml;hlt das Mitte-Rechts-B&uuml;ndnis von Silvio Berlusconi, aber auch eben das Mitte-Links-Lager von dem demokratischen, sozialdemokratischen Politiker Pier Luigi Bersani, sind nicht so attraktiv f&uuml;r junge Menschen, dass man denen Vertrauen entgegen bringen w&uuml;rde, sondern die Glaubw&uuml;rdigkeit der etablierten Politik ist einfach verloren gegangen. Und f&uuml;r mich ist das kein Ausdruck von Politik- oder Parteienverdrossenheit dieser jungen Menschen, sondern es ist eine politische Repr&auml;sentationskrise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/2023041\/\">DLF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bankenregulierung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Begrenzung von Banker-Boni &ndash; Gegen falsche Anreize<\/strong><br>\nEs d&uuml;rfte kaum EU-Initiativen geben, die bei den Europ&auml;ern auf so wenig Widerstand sto&szlig;en wie eine K&uuml;rzung der Banker-Boni. Die Millionenzahlungen sind das Symbol f&uuml;r die Gier vor der Finanzkrise. In einer Marktwirtschaft muss es f&uuml;r solche Eingriffe schl&uuml;ssige Gr&uuml;nde geben &ndash; und die hat sie in diesem Fall. Die Boni verf&uuml;hren zu riskanten Gesch&auml;ften, deren schnelle Gewinne sp&auml;ter in riesige Verluste umschlagen. Den Vorteil haben die Banker, den Nachteil die Steuerzahler, die die Geldh&auml;user retten. Das ist ein Fall von Marktversagen, bei dem der Staat intervenieren muss, um die Allgemeinheit vor Schaden zu bewahren. Eine Obergrenze f&uuml;r Boni l&auml;sst sich ebenso rechtfertigen wie ein Mindestlohn, bei dem der Staat Firmen die Freiheit nimmt, Menschen vier Euro die Stunde zu zahlen. Obergrenze wie Mindestlohn sind der Versuch, die Marktwirtschaft nicht mehr von jenen pervertieren zu lassen, die Europa unter das Recht des St&auml;rkeren stellen wollen.<br>\nLondoner Drohungen mit dem Austritt darf Europa gelassen betrachten. Niemand hat dabei mehr zu verlieren als die Briten selbst. Die Popularit&auml;t der Boni-Grenze birgt aber eine Gefahr: dass der politische Elan nachl&auml;sst, das Finanzsystem insgesamt sicherer zu machen. Der Steuerzahler musste die Banken retten, weil ihre Pleite die ganze Wirtschaft hinabzurei&szlig;en drohte. Die Spekulanten zocken mit der Garantie, dass die Allgemeinheit wie eine kostenlose Versicherung ist. Die Politiker m&uuml;ssen diesen Anreiz beseitigen, Risiken einzugehen. Eine halbe Dekade nach der Finanzkrise zeigt sich, dass sie das noch nicht getan haben. International sind manche Geldh&auml;user gr&ouml;&szlig;er als vor der Krise &ndash; und damit noch gef&auml;hrlicher f&uuml;r die Gesellschaft. Zusammen mit der Boni-Grenze vereinbarte die EU mehr Eigenkapital f&uuml;r die Banken. Das ist nur ein Schritt. N&ouml;tig sind Instrumente, um wacklige Banken abzuwickeln, ohne den Steuerzahler zu belasten. Au&szlig;erdem erfinden die mit Naturwissenschaftlern best&uuml;ckten Finanzfirmen stets neue Gesch&auml;fte, deren Komplexit&auml;t die Aufsichtsbeamten hinterherlaufen. Europa muss zum Beispiel den Hochfrequenzhandel st&auml;rker eind&auml;mmen, als es nun die Bundesregierung vorschl&auml;gt. Und es muss all die Fonds und anderen Schattenbanken kontrollieren, in die Gesch&auml;fte aus den klassischen Geldh&auml;usern verlagert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/begrenzung-von-boni-gegen-die-zockerei-der-banker-1.1612677\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>EU deckelt Banker-Boni &ndash; die Schweiz geht noch weiter<\/strong><br>\n&hellip; Nur wenn die Bankeigent&uuml;mer zustimmen, sollen noch Extra-Verg&uuml;tungen erlaubt sein, die h&ouml;chstens doppelt so hoch sind wie das Grundgehalt. Die Regelungen sind Teil der sch&auml;rferen Kapitalvorschriften f&uuml;r die Finanzbranche (Basel III), auf die man sich international verst&auml;ndigt hat. Diese sollen Schieflagen von Banken k&uuml;nftig verhindern &hellip;<br>\nFrust &uuml;ber die als unversch&auml;mt wahrgenommenen Verg&uuml;tungen von Managern herrscht auch in der Schweiz: Am Sonntag (3. M&auml;rz 2013) entscheidet das Stimmvolk &uuml;ber die Volksinitiative &ldquo;gegen die Abzockerei&rdquo;. Umfragen sehen die Bef&uuml;rworter der Vorlage deutlich in F&uuml;hrung &hellip;<br>\nDie Initiative betrifft nicht nur Banker, sondern generell Manager von Unternehmen. Die auch &ldquo;Abzockerinitiative&rdquo; genannte Vorlage will Abgangsentsch&auml;digungen und Vorauszahlungen f&uuml;r Verwaltungsr&auml;te von Aktiengesellschaften verbieten. Sonstige Boni f&uuml;r Verwaltungsrat, Gesch&auml;ftsleitung und Beirat der Direktion sollen von den Aktion&auml;ren bestimmt werden d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/finanzen-und-wachstum\/artikel\/eu-deckelt-banker-boni--die-schweiz-geht-noch-weiter-007269\">EurActive.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich kann die Begeisterung &uuml;ber diesen Beschluss nicht teilen. Es ist ein typischer Fall von Symbol-Politik um nicht zu sagen von Populismus. Die H&ouml;he der Verg&uuml;tung insgesamt wird damit n&auml;mlich nicht begrenzt. Die Banken k&ouml;nnen doch einfach die Fixgeh&auml;lter erh&ouml;hen und zusammen mit der M&ouml;glichkeit dieses Gehalt durch Boni zu verdoppeln k&ouml;nnen die Banker m&ouml;glicherweise mehr einsacken als zuvor. Und: Haben die Aufsichtsr&auml;te nicht auch schon bisher den Boni zugestimmt? Warum sollte die Aufsichtsr&auml;te k&uuml;nftig nicht auch mehr als eine Verdoppelung zulassen.<br>\nEs ist ein Kurieren an Symptomen, solange man nichts gegen die Spekulation selbst unternimmt, d&uuml;rfte sich nicht viel &auml;ndern.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Die Schweizer Initiative geht nicht weiter, sie setzt lediglich andere Akzente. Problematisch ist, dass hierbei lediglich von Verwaltungsr&auml;ten, der Gesch&auml;ftsleitung und dem Beirat die Rede ist. Volkswirtschaftlich gef&auml;hrlich ist allerdings nicht unbedingt das Gehalt eine Josef Ackermanns, sondern das Gehalt eines Christian Bittars. Christian Bittar? Der Name sagt Ihnen nichts? Muss er auch nicht. Bittar war ein Investmentbanker bei der Deutschen Bank, der nicht nur den Libor manipuliert hat, sondern &bdquo;daf&uuml;r&ldquo; auch noch einen Rekordbonus von 80 Millionen Euro <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/80-millionen-fuer-bittar-deutsche-bank-genehmigte-skandalbanker-mega-bonus\/7777928.html\">erhalten hat<\/a>. Da Bittar im Ornigramm der Deutschen Bank aber ein Subalterner war, h&auml;tte bei ihm das Schweizer Modell &uuml;berhaupt nicht gegriffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Banken: Attac begr&uuml;&szlig;t EU-Pl&auml;ne f&uuml;r mehr Steuertransparenz<\/strong><br>\nAttac begr&uuml;&szlig;t die gestrige Einigung der EU-Staaten und des Europa-Parlaments bei der Bankenregulierung. Dabei sind Banken nicht nur zur Begrenzung von Manager-Boni verpflichtet worden. Das Europa-Parlament hat auch die l&auml;nderbezogene Transparenz von Steuerzahlungen und Gewinnen f&uuml;r Banken durchgesetzt. Ab 2015 m&uuml;ssen alle Banken in ihren Gesch&auml;fts- und Jahresabschlussberichten aufschl&uuml;sseln, in welchen L&auml;ndern sie welche Gewinne und Verluste erwirtschaftet, wie viel Steuern sie gezahlt und welche &ouml;ffentlichen Subventionen sie erhalten haben.<br>\nDurch diesen wichtigen Beschluss k&ouml;nnen den Steuervermeidungsstricks der international t&auml;tigen Banken in Zukunft Grenzen gesetzt werden. Attac fordert, diese l&auml;nderbezogene Steuertransparenz auf alle multinational t&auml;tigen Konzerne auszuweiten. Die F&auml;lle Starbucks, Google oder Amazon zeigen, wie wichtig es w&auml;re, die Steuertricks der Konzerne endlich effektiv zu unterbinden. Nach vorsichtigen Sch&auml;tzungen entgehen den Staaten durch diese Steuertricks weltweit 150 Milliarden Dollar pro Jahr.<br>\nDer Beschluss, Banker-Boni zu begrenzen, ist zwar grunds&auml;tzlich richtig, ohne substanzielle Ma&szlig;nahmen zur Bankenregulierung bleibt dies aber Kosmetik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/neuigkeiten\/detailansicht\/datum\/2013\/02\/28\/banken-attac-begruesst-eu-plaene-fuer-mehr-steuertransparenz\/?no_cache=1\">attac<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wollen Pr&uuml;fer ihr Versagen vertuschen?<\/strong><br>\nUm 55 Milliarden Euro hatte sich die &bdquo;Bad Bank&ldquo; der Hypo Real Estate in ihrer ersten Bilanz 2010 verrechnet. Dieser unglaubliche Fehler schlug vor eineinhalb Jahren hohe Wellen. F&uuml;r die Bank-Vorst&auml;nde hatte er keine Folgen. Die Wirtschaftspr&uuml;fer von PriceWaterhouseCoopers (PwC) erhielten dagegen Besuch von der Berufsaufsicht. Sie hatten die &bdquo;Bad-Bank&ldquo;-Bilanz als einwandfrei quittiert. Die deutsche Marktf&uuml;hrerin unter den Pr&uuml;fungsgesellschaften lehnte eine Stellungnahme zum 55-Milliarden-Bilanzfehler bei der &bdquo;Bad Bank&ldquo; der Hypo Real Estate ab. Warum PwC die Milliarden in der &bdquo;Bad-Bank&ldquo;-Bilanz von 2010 &uuml;bersehen hatte und wie schwer dieser Fehler wiegt, sollte eine berufsinterne Untersuchung zeigen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/programm\/sendungen\/reportagen\/buchungspanne101.html\">NDR-info (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/programm\/sendungen\/reportagen\/buchungspanne103.html\">NDR-info (Audiobeitrag)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gro&szlig;banken haben engen Kontakt zur Politik<\/strong><br>\nTrotz der &ouml;ffentlichen Kritik an der Finanzbranche pflegt die deutsche Politik ein enges Verh&auml;ltnis zu gro&szlig;en Banken. Das geht aus einer Aufstellung des Bundesfinanzministeriums &uuml;ber Kontakte zwischen Vertretern der Banken und der Bundesregierung hervor. Bei dem Papier handelt es sich um eine Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linkspartei. Nach der Auflistung haben vor allem die Deutsche Bank und die Investmentbank Goldman Sachs in der laufenden Legislaturperiode Termine mit Spitzenvertretern der Bundesregierung bekommen. Allein Christoph Brand, Partner bei Goldman Sachs und zust&auml;ndig f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Sektor, hat es demnach seit Oktober 2009 fast 50-mal in die Terminkalender der Bundesregierung geschafft. Dabei entfallen allein auf den Staatsminister im Kanzleramt, Eckart von Klaeden, 25 Gespr&auml;che. Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) nahm sich vier Mal f&uuml;r den Banker Zeit. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich mit den Gro&szlig;en der Finanzbranche vor allem auf Auslandsreisen nach China, Russland, Afrika, Italien und Portugal umgeben. Zeit f&uuml;r ein direktes Gespr&auml;ch nahm sich die Regierungschefin nur f&uuml;r vier Banker: den Ex-Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Clemens B&ouml;rsig, den einstigen Bundesbank-Pr&auml;sidenten Axel Weber nach dessen Wechsel zur Schweizer Bank UBS und f&uuml;r die Chefs der Deutschen Bank, Anshu Jain und J&uuml;rgen Fitschen. &ndash; Beim Papier des Finanzministeriums &uuml;berrascht die detaillierte Auflistung selbst kleiner Treffen. Dazu hie&szlig; es in der Regierung, dass man &bdquo;durch Offenlegung jede Skandalisierung vermeiden&ldquo; wolle. Gerade wegen der Vielzahl von kritischen Problemen bei der Euro- und Staatsschuldenkrise gebe es &bdquo;hohen Beratungs- und Erkl&auml;rungsbedarf&ldquo;. Man sei auf den Rat von Bank-Experten angewiesen, hie&szlig; es. Deshalb werde man auch in Zukunft das Gespr&auml;ch mit Bankvertretern suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/deutsche-finanzbranche-grossbanken-haben-engen-kontakt-zur-politik\/7809388.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Soll man tats&auml;chlich glauben, dass es dem Kanzleramt bzw. dem Bundesfinanzministerium nicht gelungen ist, seit Beginn der gro&szlig;en Krise einen eigenen Stab von &ldquo;Bankexperten&rdquo; aufzubauen. M&uuml;ssen wir tats&auml;chlich davon ausgehen, dass die Bundesregierung sich wie seinerzeit im Falle der HRE von Leuten wie Josef Ackermann &uuml;ber den Tisch ziehen lassen. Die bedingungslose Rettung von europ&auml;ischen Banken durch den europ&auml;ischen B&uuml;rger, wie sie Wolfgang Sch&auml;uble im Gespr&auml;ch mit Harald Schumann mit dem vagen Hinweis auf die Ansteckungsgefahr f&uuml;r andere Banken begr&uuml;ndete, l&auml;sst Schlimmstes erwarten.<\/em> <\/p>\n<p>dazu nochmals: <strong>Staatsgeheimnis Bankenrettung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/sendung-verpasst\/7350850.html\">arte.tv<\/a><br>\n<em>(Die Sendung Staatsgeheimnis Bankenrettung l&auml;sst sich mit dem Programm <a href=\"http:\/\/www.chip.de\/downloads\/A702_52967604.html\">&ldquo;arte Downloader A702&rdquo;<\/a> locker herunterladen)<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Goldman Sachs, JP Morgan, Josef Ackermann: Mit diesen Lobbyisten traf sich die Bundesregierung<\/strong><br>\nabgeordnetenwatch.de ver&ouml;ffentlicht Liste von Treffen der Bundesregierung mit Finanzlobbyisten. Goldman Sachs am h&auml;ufigsten im Kanzleramt zu Gast. Warum erbrachte Deutsche Bank-Tochter Gratis-Dienstleistung f&uuml;r Bundesregierung?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.abgeordnetenwatch.de\/2013\/02\/21\/goldman-sachs-jp-morgan-josef-ackermann-mit-diesen-lobbyisten-traf-sich-die-bundesregierung\/\">Abgeordnetenwatch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das Brot und die Banken<\/strong><br>\nFr&uuml;her verkaufte sie Eis, jetzt wartet Jianna bei der Armenspeisung in Nikosia auf einen kostenlosen Laib Brot. Wie in ein wohlhabendes Land die Armut kriecht und nicht mehr fortzutreiben ist<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2013\/02\/28\/a0118\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der ifo-Index und die wirtschaftliche Entwicklung: Euphorie ist ein schlechter Ratgeber<\/strong><br>\nVergangenen Freitag gab es zwei Informationen zur wirtschaftlichen Lage. Einerseits ver&ouml;ffentlichte das Statistische Bundesamt die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung f&uuml;r 2012 und andererseits kam f&uuml;r die deutsche Industrie der neue ifo-Gesch&auml;ftsklimaindex vom Februar mit den Ergebnissen f&uuml;r Januar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/486\/\">Flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Aktuelle Forschungsergebnisse zum Mindestlohn<\/strong><br>\nAn diesem Freitag ist ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn Thema im Bundesrat. &ldquo;Deutschland k&ouml;nnte mit einem solchen Mindestlohn eine hoch problematische L&uuml;cke in seiner Wirtschaftsordnung schlie&szlig;en&rdquo;, sagt Dr. Claus Sch&auml;fer, Mindestlohnexperte und Leiter des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. &ldquo;Die internationale empirische Forschung zeigt, dass fl&auml;chendeckende Mindestl&ouml;hne die Einkommensverteilung und die Binnennachfrage stabilisieren k&ouml;nnen, ohne Arbeitspl&auml;tze zu gef&auml;hrden. Nicht ohne Grund sind sie in den meisten unserer Nachbarl&auml;nder ein seit Jahren und teils Jahrzehnten etabliertes Instrument&rdquo;\n<p>Die folgenden Links geben Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema. Sie f&uuml;hren zu Pressemitteilungen oder kurzen Artikeln aus unserem Infodienst B&ouml;ckler Impuls. Am Ende der meisten Texte finden Sie Links zu den Studien:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_42303.htm\">In Westeuropa zwischen 8,65 und knapp 11 Euro: 14 EU-L&auml;nder erh&ouml;hen Mindestl&ouml;hne, doch Austerit&auml;tskurs bremst Entwicklung.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/41779_41797.htm\">Mindestl&ouml;hne haben keine negativen Auswirkungen auf das Besch&auml;ftigungsniveau. Zu diesem Ergebnis kommen Untersuchungen von acht deutschen Branchen, in denen Lohnuntergrenzen gelten.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/39304_39313.htm\">Acht Millionen mit Niedriglohn. Fast jeder vierte Besch&auml;ftigte in Deutschland ist Niedrigverdiener. Ein gesetzlicher Mindestlohn k&ouml;nnte den Trend zur schlechten Bezahlung stoppen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/38389_38407.htm\">Der fl&auml;chendeckende britische Mindestlohn hat seit seiner Einf&uuml;hrung vor &uuml;ber zehn Jahren nirgendwo im Land Jobs vernichtet. Von 2004 bis 2006 sorgte er sogar f&uuml;r Besch&auml;ftigungszuw&auml;chse.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/38252_38263.htm\">Wie hoch sollte ein allgemeiner Mindestlohn sein? Deutsche und europ&auml;ische Rechtsnormen sowie die Lohnuntergrenzen in Nachbarl&auml;ndern liefern Ma&szlig;st&auml;be<\/a> (Hinweis: Die im Artikel genannt Mindestlohnh&ouml;hen europ&auml;ischer Nachbarl&auml;nder sind &uuml;berholt; die aktuellen Werte finden Sie unter Link 1)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/34690_34701.htm\">Die Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohns w&uuml;rde nicht nur Geringverdienern helfen &ndash; auch Staatshaushalt und Sozialkassen k&ouml;nnten von einer allgemeinen Lohnuntergrenze merklich profitieren.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/22714_22720.htm\">Kosten h&ouml;here Mindestl&ouml;hne Arbeitspl&auml;tze? Eine gro&szlig; angelegte empirische Studie entdeckt f&uuml;r diesen Verdacht keine Indizien: S&auml;mtliche Anhebungen der US-Mindestl&ouml;hne von 1990 bis 2006 blieben ohne Besch&auml;ftigungseffekte.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Reform der Bewertungsreserven der Lebensversicherer: Vorerst abgeblasen<\/strong><br>\nDer Vermittlungsausschuss konnte sich nicht auf eine Reform der Bewertungsreserven der Lebensversicherer verst&auml;ndigen. Das schont Kunden, deren Policen derzeit f&auml;llig werden. Doch ein neuer Anlauf wird kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/2.220\/reform-der-bewertungsreserven-der-lebensversicherer-vorerst-abgeblasen-1.1611800\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wachsende Ungleichheit<\/strong><br>\nWo bleibt der Protest? Anmerkungen zum Entwurf des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/07\/Essay-Bundesregierung-Armuts-und-Reichtumsbericht\/komplettansicht\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im Februar 2013:<\/strong>\n<ul>\n<li>5,41 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,422 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 93.000 (2,1%) weniger als im Feb. 2012<\/li>\n<li>3,156 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 46.000 (1,5%) mehr als im Februar 2012<\/li>\n<li>Ver&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (Februar 2012 &ndash; Februar 2013):\n<ul>\n<li>M&auml;nner und Frauen: &ndash;4,7% in Berlin bis +12,1% im Saarland<\/li>\n<li>Frauen &ndash;6,8% in Sachsen bis +10,0% im Saarland (Bund: -0,1%)<\/li>\n<li>M&auml;nner: -5,2% in Berlin bis +13,8% im Saarland (Bund: +2,8%)<\/li>\n<li>unter 25 Jahre: -11,0% in Brandenburg bis +26,4% im Saarland (Bund: +2,1%)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>64,1% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert (Februar 2012: 66,9%)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Von den 3,156 Millionen Arbeitslosen waren 1,132 Millionen (35,9%) im Rechtskreis SGB III und 2,024 Millionen (64,1%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert.<br>\nAls Arbeitsuchende waren im Februar 2013 insgesamt 5,137 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 23.000 (0,5%) mehr als im Februar 2012. Die von der Statistik der BA ermittelte<br>\n&bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Februar 2013 4,075 Millionen, 74.000 (1,8%) weniger als im Februar 2012.<br>\nNach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im Februar 2013 1,103 Millionen (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,422 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 115.000 sog. Aufstocker (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Februar 2013 etwa 5,41 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 6.000 mehr ein Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-02-28_alo0213t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 455 KB]<\/a> <\/p>\n<p>Siehe auch: <strong>Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland, Februar 2013<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201302.pdf\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mitarbeiter sind im Durchschnitt zweieinhalb Wochen krank<\/strong><br>\n460 Millionen Tage haben Arbeitnehmer in Deutschland zusammengerechnet 2011 im Job wegen Krankheit gefehlt. Im Durchschnitt fiel ein Mitarbeiter gut 12,6 Tage aus.<br>\nDie Krankentage von Arbeitnehmern haben Sch&auml;tzungen der Bundesanstalt zufolge Produktionsausf&auml;lle von 46 Milliarden Euro verursacht, das sind sieben Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor. Grundlage f&uuml;r die Berechnung waren die insgesamt 460,6 Millionen Krankheitstage, die mit dem Durchschnittsverdienst multipliziert wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/beruf\/2013-02\/fehlzeiten-report-2011\/komplettansicht?print=true\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin R.K.:<\/strong> Es ist noch gar nicht so lange her, da lernte ich Personalbedarfsrechnung und Personalplanung. Fehlzeiten werden immer mitberechnet bei der Ermittlung des Personalbedarfes. Wenn es angeblich zu Produktionsausf&auml;llen in genannter H&ouml;he kam, l&auml;sst das nur diese Schl&uuml;sse zu:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Der Personalbedarf wurde nicht realistisch berechnet.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Stellen sind unterbesetzt; Stichwort &bdquo;Leistungsverdichtung&ldquo;.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Meldung dient der Propaganda, um den Arbeitnehmern ein schlechtes Gewissen einzureden.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Gasblase &ndash; oder: Das M&auml;rchen von billiger Energie<\/strong><br>\nGas und &Ouml;l im &Uuml;berfluss &ndash; und zu m&auml;rchenhaft niedrigen Preisen: Die Freunde des Fracking versprechen das goldene Energiezeitalter. Doch die angebliche Energierevolution ist nicht mehr als ein Strohfeuer &ndash; und &ouml;kologisch ebenso fragw&uuml;rdig wie &ouml;konomisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/fracking140.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mein Freund Maschmeyer &ndash; oder: Eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung<\/strong><br>\nFr&uuml;her war er Chef und Inhaber des Allgemeinen Wirtschaftsdienstes (AWD). Heute hat er es geschafft. Carsten Maschmeyer ist jetzt Milliard&auml;r und hat einflussreiche Freunde, vor allem in Regierungskreisen. Auf der Strecke geblieben sind viele seiner Kunden. Ihnen versprach er eine gute Altersvorsorge. Sie legten beim AWD ihre hart erarbeiteten oder auch ererbten Ersparnisse an und sehen nun Insolvenzen und Altersarmut entgegen. Einmal oben, darf man sich u.a. in der ARD (Maschmeyer bei Maischberger) im &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen als vorbildlicher Unternehmer vermarkten. Das zeigt: Nicht nur Anleger, auch Demokratie und Rechtsstaat geh&ouml;ren zu den Verlierern. Hans Scharpf, Wirtschaftsanwalt in Frankfurt am Main, selbst Opfer des Betrugs-Systems AWD, berichtete bei einer &ouml;ffentlichen Veranstaltung am 24.02.2013 der Reihe &bdquo;Frankfurter Matinee&ldquo; von Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. &uuml;ber Politik- und Justizversagen gegen&uuml;ber kriminellen Unternehmensformen und seinen Schuldenstreik gegen Banken und Staat. Wenn Banken und staatliche Institutionen sich als systemrelevante Betrugssysteme herausstellen und rechtsstaatlich-gerichtliche Verfolgung versagt, ist zivilgesellschaftlicher Widerstand angesagt und Solidarit&auml;t gefragt. Scharpf erkl&auml;rt, wie diese weitgehend geduldeten Betrugssysteme funktionieren und wie er seinen Widerstand organisiert.<br>\nDer Frankfurter Internet-Radiosender Radio 99 Prozent pr&auml;sentiert eine Aufzeichnung der Veranstaltung als Download (ca. 39 MB, ca. 1 Stunde und 55 Minuten).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/martin-betzwieser\/mein-freund-maschmeyer-eine-aussergewoehnliche\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nebeneink&uuml;nfte: Bundestag blamiert sich im internationalen Vergleich<\/strong><br>\nLetzten Donnerstag hat der Gesch&auml;ftsordnungsausschuss des Bundestages neue Ver&ouml;ffentlichungsregeln bei Nebeneink&uuml;nften beschlossen: aus dem 3-Stufen-System soll ein 10-Stufen-System werden. Der Gewinn f&uuml;r B&uuml;rger: gering. Nebeneink&uuml;nfte lassen sich auch mit dieser Neureglung weiter verschleiern, wie wir am Beispiel von Heinz Riesenhuber gezeigt haben. Warum d&uuml;rfen Abgeordnete weiter Eink&uuml;nfte, materielle, personelle und finanzielle Interessen verschleiern? W&auml;hrend der deutsche Bundestag noch &uuml;ber die Anzahl der Stufen bei den Ver&ouml;ffentlichungen der Nebeneinkommen diskutiert, sind anderswo auf der Welt Parlamente schon lange so weit, dass Abgeordnete ihr Einkommen und ihre Interessen auf den letzten Cent aufschl&uuml;sseln m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.abgeordnetenwatch.de\/2013\/02\/28\/nebeneinkunfte-bundestag-blamiert-sich-im-internationalen-vergleich\/\">Abgeordnetnwatch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ex-F&uuml;hrungsriege von Sal. Oppenheim steht vor Gericht<\/strong><br>\nAuftakt zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsverfahren der Nachkriegsgeschichte: Seit heute m&uuml;ssen sich die Ex-F&uuml;hrungsriege von Sal. Oppenheim und ein Gesch&auml;ftsmann vor dem Landgericht K&ouml;ln verantworten. Der Vorwurf: Untreue in besonders schwerem Fall beziehungsweise Beihilfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/sal-oppenheim-prozess102.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Wollen wir wetten das auch dieser Prozess wie alle anderen Prozesse ausgehen wird. Es ist wohl auch diesmal nur ein Sturm im Wasserglas und endet wie das Hornberger Schie&szlig;en mit Pfiff Paff Puff. Sie werden wohl freigesprochen werden oder schlimmstenfalls zu einer symbolischen Geldstrafe verurteilt werden &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb &auml;ndert Presse-Leistungsschutzrecht<\/strong><br>\nDie Rechtspolitiker der Bundestagsfraktionen von CDU\/CSU und FDP haben sich am Dienstag auf einen von den Liberalen vorgeschlagenen &Auml;nderungsantrag am Regierungsentwurf zum Presse-Leistungsschutzrecht geeinigt. Das geplante neue Recht soll &ldquo;einzelne W&ouml;rter oder kleinste Textausschnitte&rdquo; nicht umfassen. Suchmaschinen und News-Aggregatoren k&ouml;nnten so kurze Ausz&uuml;ge aus indexierten Presseartikeln in Form von &ldquo;Snippets&rdquo; weiterhin anzeigen. Die konkrete L&auml;nge der Passagen wird in dem Korrekturvorschlag nicht angegeben. Die FDP wollte urspr&uuml;nglich 160 Zeichen festschreiben. Der mit der Union abgestimmte Antrag verweist nun allein auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshof zu Vorschaubildern in den Ergebnislisten von Suchmaschinen. Wer ein Werk selbst oder durch einen Lizenznehmer ins Netz stellt, muss demnach damit rechnen, dass es auch von Internetnavigatoren gesucht wird. Letztlich d&uuml;rften m&ouml;gliche Auseinandersetzungen &uuml;ber die Snippets wohl erst gerichtlich gekl&auml;rt werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Schwarz-Gelb-aendert-Presse-Leistungsschutzrecht-1811304.html\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Thomas Stadler auf Lawblog ist der <a href=\"http:\/\/www.internet-law.de\/2013\/02\/doch-keine-snippets-leistungsschutzrecht-soll-in-letzter-minute-entscharft-werden.html\">Auffassung<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Aus Sicht der Verlage ist damit der Versuch, Google zur Kasse zu bitten, g&auml;nzlich gescheitert. Es d&uuml;rfte sich lediglich um einen Formelkompromiss handeln, der niemandem hilft, aber dennoch zus&auml;tzliche Rechtsunsicherheit erzeugt.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>In der Tat beginnt die Rechtsunsicherheit bereits bei der Frage, was denn &ldquo;kleinste Textausschnitte&rdquo; sind. Die Regierungskoalition h&auml;tte den Gerichten viel Arbeit ersparen k&ouml;nnen, wenn sie sich auf eine Anzahl von Zeichen geeinigt h&auml;tten. Oder sollte der st&auml;rksten Berufsgruppe im Bundestag den Rechtsanw&auml;lten (22 Prozent), zus&auml;tzliche Nebenerwerbst&auml;tigkeit gesichert werden? Aber Scherz beiseite, ein Leser verweist in einem Kommentar zu Stadler auf Bestrebungen der Computer &amp; Communications Industry Association (CCIA), in der sich gro&szlig;e IT-Firmen zusammengeschlossen haben &ndash; darunter Microsoft, Facebook, eBay, Yahoo und Google, Deutschland auf die US-Liste der Copyright-Schurkenstaaten zu setzen. Das von der deutschen Bundesregierung beschlossene Monopolrecht f&uuml;r Presseverlage schr&auml;nke das Recht von Verbrauchern und Unternehmen auf einen angemessenen Umgang mit Inhalten <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38589\/1.html\">unangemessen ein<\/a>.<br>\nMan darf gespannt sein, ob die am 8.Februar eingebrachte Versto&szlig;anzeige der CCIA aufgrund der neuesten Version des Leistungsschutzrechts zur&uuml;ckgezogen wird. &ndash; Zur Beruhigung: &ldquo;Bislang&rdquo; bleiben die NachDenkSeiten als nicht gewerbliche Anbieter wie auch Blogger vom Leistungsschutzrecht ausgenommen.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Ein Grauen f&uuml;r alle, die ins Netz schreiben<\/strong><br>\nZiel der Verleger ist es, die &ouml;ffentliche Besch&auml;ftigung mit Nachrichten riskant zu machen. Wer sich in seinem Blog, auf Facebook oder Twitter mit aktuellen Ereignissen auseinandersetzt, soll sich abmahngef&auml;hrdet f&uuml;hlen. Mit der Folge, dass viele lieber gar nichts mehr schreiben, weil sie keinen Bock und schon gar nicht das Geld haben, um Verlagsabmahnungen wegen angeblich illegal &uuml;bernommener Textpassagen abzuwehren.<br>\nTrotz der Entsch&auml;rfung der urspr&uuml;nglichen Entw&uuml;rfe gibt es noch genug Einfallstore, um die Abmahnmeute auf Menschen zu hetzen, die im Netz ihre Meinung sagen. Man kennt das System doch zur Gen&uuml;ge von den Filesharing-Abmahnungen.<br>\nDie Rechtslage dort ist in vielen Punkten ungekl&auml;rt. Vieles spricht sogar daf&uuml;r, dass der weitaus gr&ouml;&szlig;te Teil der Abmahnungen nie und nimmer vor Gericht Bestand h&auml;tte. Aber hat das die Rechteverwerter daran gehindert, eine gigantische Abmahnwelle &uuml;ber deutsche Haushalte schwappen zu lassen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lawblog.de\/index.php\/archives\/2013\/02\/27\/ein-grauen-fr-alle-die-ins-netz-schreiben\/\">law blog<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Vor allem z&auml;hlt der richtige Stallgeruch&ldquo;<\/strong><br>\nHerkunft ist f&uuml;r den Aufstieg ausschlaggebend, nicht Leistung, sagt Elitenforscher Michael Hartmann. Stipendien und die Exzellenzinitiative verst&auml;rkten diesen Effekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/studium\/uni-leben\/2013-02\/eliten-forscher-hartmann-stipendium-exzellenzinitiative\/komplettansicht?print=true\">Zeit<\/a>\n<p>Dazu passt: <strong>Diese Unis machen die meisten Milliard&auml;re<\/strong><br>\nBildung ist der Schl&uuml;ssel zum Erfolg, schon klar. Aber wo lohnt sich das Studium tats&auml;chlich? Eine US-Webseite hat jetzt untersucht, welche Unis die meisten Milliard&auml;re hervorbringen. Ins Ranking hat es auch eine europ&auml;ische Hochschule geschafft. <\/p>\n<p>Platz 1: Harvard University<br>\nPlatz 2: University of Pennsylvania<br>\nPlatz 3: Stanford University<br>\nPlatz 4: New York University<br>\nPlatz 6: Columbia University<br>\nPlatz 6: MIT<br>\nPlatz 7: Cornell University<br>\nPlatz 8: University of Southern California<br>\nPlatz 9: Yale University<br>\nPlatz 10: University of Cambridge<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/hochschul-ranking-diese-unis-machen-die-meisten-milliardaere-1.1610366\">SZ<\/a><\/p>\n<p>Siehe auch: <strong>University UHNW Alumni Rankings<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wealthx.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Wealth-X-University-UHNW-Alumni-Rankings-Special-Report.pdf\">Wealth-X, Connecting You to wealth [PDF &ndash; 2.7 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> UHNW steht f&uuml;r &bdquo;ultra high net worth&ldquo;. Damit ist eigentlich alles gesagt. Es sind die Netzwerke, die zu diesen Universit&auml;ten f&uuml;hren und die ihre Absolventen tragen. Es ist der symbolische Wert, der die Abschl&uuml;sse ausmacht und nicht die Qualit&auml;t der Ausbildung. Interessanter als die Zahl der Milliard&auml;re oder Million&auml;re, die Absolventen dieser Hochschule waren, w&auml;re die Analyse der S&ouml;hne und T&ouml;chter von Superreichen, die an diese Hochschulen gelangen und die sich dieses Studium dort leisten k&ouml;nnen.<br>\nIn Frankreich protegieren die &bdquo;ausgew&auml;hlte Schar&ldquo; (Michael Hartmann) der Spitzenkr&auml;fte die &bdquo;Camarades&ldquo; aus den &bdquo;Grandes &Eacute;coles&ldquo;. In England hat man kaum eine Chance nach oben zu kommen, wenn man nicht schon auf einer der neun ber&uuml;hmtesten &bdquo;Public Schools&ldquo; &agrave; la Eton war und danach in &bdquo;Oxbridge&ldquo; studiert hat und damit zum &bdquo;Old Boy Network&ldquo; geh&ouml;rt. Die Upper Class in den USA kommt &uuml;berwiegend von &bdquo;St. Grottlesex&ldquo; (also den renommierten Privatschulen St. Paul, Groton und Middelsex) und dem Dutzend Ivy Leage-Hochschulen (also etwa Harvard, Yale oder Princeton). In Japan muss man der &bdquo;Todai-Connection&ldquo; angeh&ouml;ren um nach Oben zu kommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wissenschaftliche Karriere durch Quantit&auml;t: Melken, st&uuml;ckeln, frei erfinden<\/strong><br>\nViel ist gut, mehr ist besser, noch mehr macht den exzellenten Professor und die exzellente Professorin aus. Wer viel publiziert, kommt schneller vorw&auml;rts. W&auml;hrend fr&uuml;her vor allem Ergebnisse erfunden oder zurecht gebogen wurden, hat sich im durchrationalisierten und von quantitativen Kriterien bestimmten modernen Wissenschaftsbetrieb l&auml;ngst eine andere Spielart der wissenschaftlichen Unredlichkeit breit gemacht: Die Rede ist vom vors&auml;tzlichen Aufblasen der eigenen Ver&ouml;ffentlichungslisten. Ein geradezu prototypischer Fall, der die Haltung &ldquo;Quantit&auml;t ist Qualit&auml;t&rdquo; illustriert, wurde im Fr&uuml;hsommer 2009 in G&ouml;ttingen bekannt. Die dortige Georg-August-Universit&auml;t hatte kurz zuvor im Exzellenzwettbewerb den begehrten Elite-Titel errungen und war dabei, sich als nieders&auml;chsische Spitzenuniversit&auml;t nach au&szlig;en zu verkaufen, als ihr der Sonderforschungsbereich (SFB) 552 einen geh&ouml;rigen Strich durch die Rechnung machte. 231 Ver&ouml;ffentlichungen hatten die WissenschaftlerInnen in einer Publikationsliste des Projekts zusammengetragen, um ihre erfolgreiche Arbeit unter Beweis zu stellen und damit den Antrag auf eine Fortschreibung der DFG-F&ouml;rderung zu untermauern. Dazu kamen noch einmal 63 aufgelistete Publikationen, die zwar noch nicht gedruckt, aber bereits zur Ver&ouml;ffentlichung eingereicht und akzeptiert worden seien. Doch als die GutachterInnen der DFG vor Ort darum baten, diese ganzen Artikel und B&uuml;cher einmal sehen zu d&uuml;rfen oder zumindest eine Kopie vorgelegt zu bekommen, ergab sich eine mehr als peinliche Situation: Leider gehe das nicht, hie&szlig; es von Seiten des Sonderforschungsbereichs &ndash; denn ein Gro&szlig;teil der Manuskripte existierte &uuml;berhaupt nicht oder war zumindest noch l&auml;ngst nicht abschlie&szlig;end bearbeitet worden. Eine monatelange Untersuchung sowohl durch die Uni G&ouml;ttingen als auch durch eine Kommission der DFG best&auml;tigte schlie&szlig;lich den Verdacht, dass hier in gro&szlig;em Umfang mit erfundenem Material gearbeitet worden war. F&uuml;nf WissenschaftlerInnen wurden als Hauptschuldige ausgemacht (zwei wurden f&uuml;r drei Jahre aus den DFG-Gremien ausgeschlossen, drei wurden schriftlich ger&uuml;gt), weitere acht gelten als Mitschuldige am wissenschaftlichen Fehlverhalten5. Sie alle hatten &ndash; ob unter Druck oder aus eigener Initiative, spielt letztlich keine Rolle &ndash; darauf gesetzt, dass es bei der Bewertung des F&ouml;rderantrags an die DFG allein auf Masse und nicht so sehr auf Inhalte ankam. Dabei ist das freie Erfinden von Fachartikeln, Buchaufs&auml;tzen und ganzen Monografien nur eine Strategie von vielen, um die eigene Publikationsliste aufzubl&auml;hen und damit der Karriere den n&ouml;tigen Schwung zu verleihen. Genauso weit verbreitet sind das Melken, die Salamitaktik und die Bildung von Zitationskartellen.<br>\nSp&auml;t &ndash; und hoffentlich nicht zu sp&auml;t &ndash; hat sich die DFG unter dem generellen Eindruck solcher F&auml;lle, vor allem aber vor dem Hintergrund der G&ouml;ttinger Ereignisse rund um den SFB 552 dazu entschlossen, die Publikationsflut zumindest in ihrem Einflussbereich einzud&auml;mmen. Seit Juli 2010 gelten bei Antr&auml;gen an die gr&ouml;&szlig;te deutsche Forschungsf&ouml;rderorganisation neue Regeln: Wo bisher seitenlange Publikationsverzeichnisse das Renommee der antragstellenden WissenschaftlerInnen belegen sollten, m&uuml;ssen sich die ForscherInnen zuk&uuml;nftig auf f&uuml;nf Publikationen beschr&auml;nken und sind so gezwungen, die aus ihrer Sicht f&uuml;r den jeweiligen Antrag wichtigsten Arbeiten zu benennen. Tats&auml;chlich steht die DFG mit dieser R&uuml;ckbesinnung auf Qualit&auml;t statt Quantit&auml;t nicht alleine: Auch die National Science Foundation und die National Institutes of Health in den USA haben das Problem der Publikationsflut erkannt und deshalb die L&auml;nge der Ver&ouml;ffentlichungslisten bei F&ouml;rderantr&auml;gen begrenzt &ndash; wenn auch nicht so stark wie die DFG.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/28328\">Linksnet\/ FORUM Wissenschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Durch die aktuellen Plagiatsf&auml;lle diverser PolitikerInnen ist die Kritik von Fehlentwicklungen im Wissenschaftsbetrieb etwas in den Hintergrund getreten. Auch wenn die DFG jetzt mehr auf Inhalte setzen m&ouml;chte, ist nicht gesagt, dass Berufungs- oder Bef&ouml;rderungschancen im Wissenschaftsbetrieb nicht weiterhin von der Zahl und dem Ort der Ver&ouml;ffentlichungen oder vom sogenannten  &bdquo;Impact Factor&ldquo; abh&auml;ngen. Dieser zeigt an, wie oft Aufs&auml;tze zitiert werden. Die Konzentration der Wissenschaftler auf ein gutes Ranking anhand solcher Kriterien bindet Energien, die zu Lasten echter Forschung (und Lehre) gehen und oft die D&uuml;rftigkeit von origineller Forschung verschleiern. Wie sehr sich diese Praxis durchgesetzt hat, zeigt sich nicht nur bei jungen aufstrebenden Wissenschaftlern sondern auch bei so renommierte &Ouml;konomen wie Bruno S.Frey.<br>\nSiehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h13\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12521#h20\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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