{"id":16378,"date":"2013-03-04T08:41:40","date_gmt":"2013-03-04T07:41:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378"},"modified":"2013-03-04T08:41:40","modified_gmt":"2013-03-04T07:41:40","slug":"hinweise-des-tages-1830","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h01\">Abzocker-Initiative mit 67,9 Prozent deutlich angenommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h02\">Die neue Anti-Euro-Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h03\">Was da Mindestlohn genannt wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h04\">Walter van Rossum &ndash; Zweierlei Ma&szlig;? Die Berichterstattung &uuml;ber Russland und die USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h05\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h06\">Werner R&uuml;gemer: Bankster vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h07\">Merkels Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h08\">Land unter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h09\">&bdquo;Der &ouml;ffentliche Sektor investiert zu wenig&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h10\">F&uuml;r mehr sozialstaatliche Umverteilung: Ein breiter Konsens in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h11\">Ein v&ouml;llig absurdes Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h12\">Lebensmittelskandale &ndash; Interview mit Hans-Ulrich Grimm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h13\">Das philosophische Radio mit Sighard Neckel &uuml;ber Refeudalisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h14\">Holocaust-Studie: Mehr als 40.000 Nazi-Zwangslager in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h15\">Widerspruch in Fernost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h16\">SPD erarbeitet Wahlprogramm mit B&uuml;rgern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h17\">&bdquo;Es lohnt sich, den kalten Kapitalismus zu bek&auml;mpfen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h18\">Der Streit um die Zivilklausel an deutschen Hochschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16378#h19\">Annette Schavan: Politik f&uuml;r die Spitze<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Abzocker-Initiative mit 67,9 Prozent deutlich angenommen<\/strong><br>\nDas Verdikt des Volkes ist deutlich ausgefallen, deutlicher noch als erwartet: 67,9 Prozent der Stimmenden haben die Abzocker-Initiative von Thomas Minder am Sonntag angenommen&hellip;<br>\nMit einem Ja-Stimmen-Anteil von rund 68 Prozent erreichte die Initiative die dritth&ouml;chste Zustimmungsquote, die eine Volksinitiative je erreicht hat.<br>\nMit dem Ja des Volkes haben jene Unternehmen die Quittung erhalten, die in den vergangenen Jahren mit &uuml;berrissenen Sal&auml;ren und Boni die Emp&ouml;rung n&auml;hrten. Die Quittung erhielt aber auch das Parlament, das die Abstimmung mit taktischen Man&ouml;vern und endlosen Debatten zu m&ouml;glichen Gegenvorschl&auml;gen lange hinausz&ouml;gerte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blick.ch\/news\/schweiz\/abzocker-initiative-mit-67-9-prozent-deutlich-angenommen-id2223431.html\">Blick<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich vermute, dass bei einer Abstimmung in Deutschland ein &auml;hnliches Ergebnis zustande k&auml;me. Auch hier k&ouml;nnte man nat&uuml;rlich wieder einwenden, diese Abzocker-Initiative sei populistisch. Das ist sie gewiss auch, doch sie ist mehr ein Zeichen f&uuml;r den Unmut &uuml;ber die obsz&ouml;ne Ungerechtigkeit in der Gesellschaft. Leider d&uuml;rften die Regeln zur Begrenzung der Abzockerei das Abzocker-System nicht &auml;ndern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die neue Anti-Euro-Partei<\/strong><br>\nKritiker der Eurorettungspolitik bereiten nach Informationen der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&ldquo; die Gr&uuml;ndung einer Partei mit dem Namen &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; vor. Sie soll schon zur Bundestagswahl in diesem September antreten.<br>\nIn Deutschland bereiten Kritiker der Eurorettungs-Politik die Gr&uuml;ndung einer Partei mit dem Namen &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; vor. Sie soll schon zur Bundestagswahl in diesem September antreten, sp&auml;testens aber zur Europawahl im Juni 2014. Gr&uuml;nder sind der &Ouml;konom Bernd Lucke, der Publizist und ehemalige FAZ-Redakteur Konrad Adam und Alexander Gauland, der unter dem fr&uuml;heren hessischen Ministerpr&auml;sidenten Walter Wallmann (CDU) Chef der hessischen Staatskanzlei war.<br>\nDas Personal der Initiatoren und der Unterst&uuml;tzer spricht daf&uuml;r, dass sie Chancen im b&uuml;rgerlichen Milieu haben. Zu den Unterst&uuml;tzern geh&ouml;ren &uuml;berproportional viele liberale und konservative Professoren, die Lehrst&uuml;hle f&uuml;r Volkswirtschaft innehaben oder hatten. Darunter sind bekanntere Namen wie Stefan Homburg und Charles Blankart. Sie lehren in Hannover und Berlin &ouml;ffentliche Finanzen. Dazu gesellen sich Joachim Starbatty, Wilhelm Hankel, Karl Albrecht Schachtschneider und Dieter Spethmann, die schon gemeinsam gegen die Griechenland-Hilfe vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt hatten. Der bekannteste Name auf der Unterst&uuml;tzlerliste ist der des ehemaligen Pr&auml;sidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, der schon mit mehreren Parteigr&uuml;ndungen in Zusammenhang gebracht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/alternative-fuer-deutschland-die-neue-anti-euro-partei-12100436.html\">faz.net<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10924\">Von der deutschen Tea Party zur Henkel-Partei (I) &ndash; Rechtspopulist Hans Olaf Henkel spielt mit den &Auml;ngsten der Bev&ouml;lkerung<\/a>&rdquo; und  &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10973\">Von der deutschen Tea Party zur Henkel-Partei (II) &ndash; Der rechte Ritt auf der Welle der Emp&ouml;rung<\/a>&ldquo;.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der erste Ausflug der Rechtspopulisten in die Realpolitik darf getrost als absoluter Reinfall bewertet werden. Bei den Landtagswahlen in Niedersachsen trat die Wahlalternative 2013, aus der die &bdquo;neue Anti-Euro-Partei&ldquo; hervorgeht, auf einer gemeinsamen Liste mit den Freien W&auml;hlern an und konnte &ndash; trotz eines aufw&auml;ndigen Wahlkampfs von der &Ouml;ffentlichkeit weitestgehend unbeachtet &ndash; gerade einmal 1,1% der Stimmen erzielen. Siehe dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14670\">Wahlalternative 2013 &ndash; aus den Freien W&auml;hlern sollen freie (Markt-)Radikale werden<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was da Mindestlohn genannt wird<\/strong><br>\nDerzeit spricht ganz Deutschland &uuml;ber faule Eier. Die Diskussion um den Mindestlohn geh&ouml;rt auch dazu. Da hat der Bundesrat eine Initiative gestartet, wonach Deutschland einen fl&auml;chendeckenden Mindestlohn in H&ouml;he von 8,50 Euro bekommen soll. Die Bundesregierung lehnt das nat&uuml;rlich ab, die Arbeitgeber auch und der Vize der Agentur f&uuml;r Arbeit Heinrich Alt meint, der Mindestlohn w&uuml;rde an der Zahl der Aufstocker nichts &auml;ndern.<br>\nRecht hat er, denn die 8,50 Euro machen bei einer Vollzeitbesch&auml;ftigung von 160 Stunden im Monat gerade mal einen Bruttomonatslohn von 1360 Euro aus. Und wer hat schon einen Vollzeitarbeitsvertrag? &ldquo;Von den 1,2 Millionen Aufstockern, die wir haben, sind 320 000 Vollzeit besch&auml;ftigt&rdquo;, sagt Alt im Interview. Die niedrigen L&ouml;hne sind das eine, die prek&auml;re Besch&auml;ftigung das andere. Dar&uuml;ber redet keiner.<br>\nDoch was ist von dem Vorsto&szlig; des Bundesrates zu halten? Der SPD-Chef Sigmar Gabriel plustert sich schon mal m&auml;chtig auf und br&uuml;llt in Richtung FDP: &ldquo;Ein Mindestlohn ist der Lohn, den man braucht, um trotz Vollzeitarbeit nicht zum Sozialamt gehen zu m&uuml;ssen.&rdquo; Das sagt der Richtige, der wie einst bei der Geburt der Agenda 2010 jetzt auch wieder nicht merkt, wie missgebildet die Realit&auml;t doch ist. (&hellip;)<br>\nDoch um eine vern&uuml;nftige Politik geht es schon lange nicht mehr. Die jetzige SPD-Initiative f&uuml;r den Mindestlohn ist genauso verlogen, wie das fast geschlossene Nein der SPD-Fraktion zum Mindestlohn im Jahr 2007. Damals meinten die Sozialdemokraten als Juniorpartner der CDU noch, die Linken w&uuml;rden nur einen Politzirkus veranstalten wollen. Den Zirkus veranstaltet die SPD nun wieder selbst. Sie fordert den Mindestlohn immer nur dann, wenn sicher ist, dass sie ihn nicht durchsetzen kann.<br>\nDie Arbeitgeber halten den Mindestlohn f&uuml;r &ldquo;Gift&rdquo;. Diese drastischen Worte w&auml;hlte DIHK-Pr&auml;sident Hans Heinrich Driftmann. Er sagte, vielen Geringqualifizierten w&uuml;rde damit der berufliche Einstieg erschwert. Das ist interessant. Heute war ich in Hannover auf der j&auml;hrlich stattfindenden Berufs- und Ausbildungsmesse. Dort referierte ein Vertreter der IHK Hannover. Er meinte, dass der Fachkr&auml;ftemangel in Niedersachsen und die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Spanien eine Win-Win-Situation ergeben w&uuml;rde. Das sagt eigentlich alles.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/03\/02\/mindestlohn-genannt-15584338\/\">Andr&eacute; Tautenhahn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Walter van Rossum &ndash; Zweierlei Ma&szlig;? Die Berichterstattung &uuml;ber Russland und die USA<\/strong><br>\n2012 war ein Jahr mit Pr&auml;sidentschaftswahlen in zwei weltpolitisch bedeutenden Staaten &ndash; Russland im M&auml;rz, die USA im November. Wie wird &uuml;ber die Kandidaten vor dem Hintergrund der politischen Verh&auml;ltnisse vor Ort in deutschen Medien berichtet?<br>\n&Uuml;ber Wladimir Putin zum Beispiel macht man sich gern als &ldquo;lupenreinen Demokraten&rdquo; lustig, behandelt Russland als Ort diktatorischer Barbarei.<br>\nDie Ruchlosigkeit US-amerikanischer Pr&auml;sidentschaftskandidaten hingegen kommt hier meist nur in fiktiven Hollywood-Filmen vor. Bilden also deutsche Medien Politik und ihre h&ouml;chsten Repr&auml;sentanten, diese Antagonisten des Kalten Krieges, heute tats&auml;chlich so unabh&auml;ngig und distanziert ab, wie sie vorgeben?<br>\nGibt es ideologische R&uuml;cksichten auf den westlichen Verb&uuml;ndeten?<br>\nIst der Skandal um Pussy Riot tats&auml;chlich so viel kritikw&uuml;rdiger als Guantanamo, die Waffenlieferungen an Syrien verwerflicher als die an Saudi-Arabien?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/dossier\/1992509\/vorschau\/\">dradio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Menetekel &raquo;Italien&laquo;<\/strong><br>\nDie politischen Eliten sind europaweit entsetzt: Wie konnte das italienische Wahlvolk einen verdienten Sanierer wie Mario Monti mit elektoraler Missachtung einfach abservieren? Weshalb ist es so schwer nachvollziehbar, dass eine seit l&auml;ngerem vollkommen aus dem Ruder gelaufene Staatsverschuldung wie in Italien mit 128% des Bruttosozialprodukts harte Haushaltsma&szlig;nahmen erfordert?<br>\nWieso versteht eine Mehrheit s&uuml;dlich der Alpen nicht, dass Wohlstand auf Wettbewerbsf&auml;higkeit und hoher Produktivit&auml;t beruht? Was bilden sich die Leute eigentlich ein, erkl&auml;rten EU-Gegnern ihre Stimme zu geben, statt sich der gro&szlig;en Unterst&uuml;tzung aus Br&uuml;ssel und Berlin dankbar zu erweisen? Hatte es nicht in Griechenland mit der Wahl von Andonis Samaras geklappt, in Portugal mit Pedro Passos Coelho, in Spanien mit Mariano Rajoy und zuletzt in Zypern mit der Wahl von Nikos Anastasiades als neuem Pr&auml;sidenten? Weshalb nicht in Italien mit einem breit getragenen Mitte-Links-B&uuml;ndnis von Monti und Bersani?<br>\nDas Entsetzen dokumentiert, wie weit sich f&uuml;hrende Zirkel im politischen Feld von der sozialen Realit&auml;t eines Landes, das sie nicht wie ihr eigenes jederzeit auf dem demoskopischen Bildschirm haben, entfremden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/das-menetekel-italien\/\">Sozialismus<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> In der Vergangenheit stand Italien oftmals Modell f&uuml;r die Politik in Deutschland &ndash; im positiven wie im negativen Sinne. Die derzeitige politische Entwicklung in Italien k&ouml;nnte wieder einmal Vorbild f&uuml;r die deutsche Politik sein. Beppo Grillos M5S ist kritisch-aufkl&auml;rerisch und ganz offensichtlich -trotz der nicht einfachen italienischen Medienlandschaft- auch popul&auml;r; vermutlich auch deshalb, weil das M5S-Programm am Gemeinwohl orientiert, kurz und einfach gegliedert sowie klar formuliert ist und online zur Verf&uuml;gung steht.<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.movimentocinquestelle.eu\/documenti\/programma-de.pdf\">Das Programm ist hier nachzulesen [PDF &ndash; 310 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wahre Clowns<\/strong><br>\nDenkt man &uuml;ber die so verst&auml;ndliche wie billige Polemik Steinbr&uuml;cks hinaus, dann hat das Wahlergebnis von jenseits der Alpen starke, gewiss auch spannungsgeladene Botschaften zu liefern. Zu lernen gibt es jedenfalls einiges&hellip;<br>\nDie erste Botschaft ist die totale Niederlage, die ein bestimmtes Europa bei den italienischen Wahlen erlitten hat &ndash; das der Troika, der Frankfurter Banker und der Kanzlerin Angela Merkel&hellip;<br>\nDie italienischen W&auml;hler haben als Einzige dem Druck aus dem Norden widerstanden und die deutsche Austerit&auml;tspolitik rundum abgelehnt&hellip;In Italien haben die Gruppierungen, die gegen den deutschen Sparwahn, gegen Merkel, gegen die Diktatur des Spreads angetreten sind, 57 Prozent der Stimmen f&uuml;r das Abgeordnetenhaus geholt, also eine klare absolute Mehrheit&hellip;<br>\nAber die italienischen Hofnarren haben noch eine zweite Botschaft im Gep&auml;ck &ndash; und die betrifft den Populismus. In den letzten Jahren hat n&auml;mlich die &uuml;ble Tendenz Schule gemacht, alles, was die Leute tats&auml;chlich wollen und brauchen, als Populismus zu bezeichnen&hellip;<br>\nNun, am vergangenen Wochenende haben die Italiener mehrheitlich Populisten gew&auml;hlt, pittoreske gewiss wie Grillo; und sie haben das getan, weil diese ihnen &ndash; zu Recht oder zu Unrecht &ndash; als die Einzigen erschienen, die die sozialen Rechte der Bev&ouml;lkerung auf ihrer Agenda hatten&hellip;<br>\nDie abschlie&szlig;ende Botschaft dieser Wahl ist schlie&szlig;lich, dass das gro&szlig;e Rennen Richtung Zentrum seinen H&ouml;hepunkt &uuml;berschritten hat. Die Diktatur der Mitte hat abgedankt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Italien\/!112044\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Ansichten eines Clowns<\/strong><br>\nEin sozialdemokratischer Kanzlerkandidat, der diese Lage zum Anlass nimmt, gut die H&auml;lfte der italienischen W&auml;hler zu beschimpfen, indem er deren erfolgreiche Spitzenkandidaten als &bdquo;Clowns&ldquo;herabw&uuml;rdigt, ist in Wahrheit selbst ein gef&auml;hrlicher Narr.<br>\nSteinbr&uuml;ck wird seit Jahren als geistig unabh&auml;ngig und klug beschrieben. Dieses Image ist grundfalsch. Der Kandidat beweist das, seit er einer ist, unabl&auml;ssig. Dass jemand eine scharfe Zunge hat, ist zu wenig, um seinen Verstand zu erweisen &ndash; denn vom Verstande eines Mannes muss man, wie schon Bismarck sagte, seine Eitelkeit in Abzug bringen. Deshalb bleibt bei Steinbr&uuml;ck nur wenig &uuml;brig. Die seltsame Idee, er sei wegen finanzpolitischer Kompetenz Angela Merkels bester Herausforderer, hat das Wesentliche au&szlig;er Acht gelassen: Merkels gr&ouml;&szlig;te St&auml;rke ist gerade, dass sie so uneitel ist. Sie ist durchaus nicht immer kl&uuml;ger als ihre Widersacher (nicht zuletzt die aus der eigenen Partei), aber meist bleibt bei ihr mehr vom Verstande &uuml;brig&hellip;<br>\nDabei ist die Botschaft aus Italien nicht zuletzt f&uuml;r die SPD bedeutsam: Das Wichtigste dort war doch nicht, wer gewonnen, sondern wer verloren hat. Die Wahl brachte die fast totale Niederlage Montis. Er wird von den Italienern a) als EU-Technokrat und b) als einer dieser neoliberalen Sparmarktkommissare wahrgenommen, die nicht bek&uuml;mmert, was Reiche reicher und Arme &auml;rmer macht, sondern nur, wenn die Armen reicher und die Reichen &auml;rmer werden. Sowie c) als Deutscher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/peer-steinbrueck-ansichten-eines-clowns-12100684.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Werner R&uuml;gemer: Bankster vor Gericht<\/strong><br>\nOppenheim-Prozess in K&ouml;ln er&ouml;ffnet. Die Chefs raubten ihr Geldhaus aus und betrogen Kunden. Angesichts der engen Verbindungen mit CDU und SPD konnte es sich die Regierung Merkel nicht leisten, das Geldhaus wie andere damalige Pleitebanken zu retten. So gelang es der Deutschen Bank &ndash; mit ebenfalls guten Beziehungen zur Merkel-Partei &ndash;, Oppenheim g&uuml;nstig zu kaufen und das Kerngesch&auml;ft, die Verwaltung einiger tausend Unternehmerverm&ouml;gen, weiterzuf&uuml;hren. Die Angeklagten wurden aus der Bank gejagt und nagen nicht am Hungertuch. Sie haben die Cr&egrave;me der deutschen Strafverteidiger engagiert. Die k&uuml;mmern sich f&uuml;r gutes Geld um die gef&auml;hrdeten Rechte deutscher Multimillion&auml;re: Professor Klaus Volk, der neben seiner Professur an der Universit&auml;t M&uuml;nchen genug Zeit findet, um zum Beispiel Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und Steuerhinterzieher wie Boris Becker zu verteidigen; Eberhard Kempf, der vom Funktion&auml;r des Kommunistischen Bundes Westdeutschlands (KBW) zum Staranwalt der Reichen avancierte (Ackermann, Immobilienbetr&uuml;ger J&uuml;rgen Schneider, FDP-Chef J&uuml;rgen M&ouml;llemann) und Heiko Lesch aus der Bonner Kanzlei Redeker. Der verteidigte k&uuml;rzlich Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer Geheimnisse um Ackermanns privat-staatliches Geburtstagsdinner im Kanzleramt.<br>\nDie Anklage ist nur die Spitze eines schmutzigen Eisbergs, der tief ins gepflegte Milieu der deutschen High-Society hinabreicht. So darf das Publikum mit Hilfe der Justiz in ein paar Abgr&uuml;nde der High-Society blicken, wo jeder jede und jeden um Millionen zu betr&uuml;gen versucht.  Allzu tief werden die Einblicke aber m&ouml;glicherweise doch nicht gehen. Oberstaatsanwalt Torsten Elschenbroich beklagte, dass f&uuml;r die Ermittlungsgruppe &raquo;Byzanz&laquo; nur ein Staatsanwalt, eine Wirtschaftsreferentin und zweieinhalb Polizeibeamte bereitgestellt wurden. Die werden es gegen das Dutzend Staranw&auml;lte der Angeklagten auch weiter schwer haben.  Die Bankster und ihr Beihelfer Esch haben noch weitere Sch&auml;den angerichtet, die nicht zur Anklage stehen: Etwa bei Privatisierungen in Kommunen und Staat, bei der heuschreckenartigen Verwertung von aufgekauften Mittelstandsfirmen. Pl&uuml;nderung &ouml;ffentlicher Kassen? Arbeitslosigkeit? Da klagt niemand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/03-02\/052.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Merkels Europa<\/strong><br>\nIst die Kanzlerin z&ouml;gerlich? Pragmatisch? Beides trifft nicht zu. Tats&auml;chlich besteht ihre Politik in einer aggressiven Vorw&auml;rtsverteidigung des Status Quo.<br>\nDeutschlands Dominanz in Europa basiert auf seiner wirtschaftlichen St&auml;rke &ndash; und dem politischen Willen, diese zum eigenen Vorteil auszuspielen. In der Krise setzt die Bundesregierung eindeutige Priorit&auml;ten. Sie sorgt sich zuerst um das deutsche Exportmodell, um die Gewinne der deutschen Banken und um &ndash; vermutete oder real vorhandene &ndash; Ressentiments der deutschen Steuerzahler. (&hellip;)<br>\nInsgesamt bietet die Bundesregierung unter Merkel ein widerspr&uuml;chliches Bild. Sie zeigt sich entschlossen, wenn es um K&uuml;rzungen und die &Uuml;berwachung der nationalen Haushalte geht. Sie z&ouml;gert mit klaren Aussagen zur institutionellen oder wirtschaftlichen Zukunft der EU. Ihr Kurs besteht in einer aggressiven Vorw&auml;rtsverteidigung des Status Quo&hellip;<br>\nDie Bundesregierung stellte damit die Bewahrung des eigenen Modells und der Gewinne der deutschen Exportindustrie &uuml;ber eine europ&auml;ische Krisenl&ouml;sung. Die Exportindustrie selbst sp&uuml;rte zwar die aufgrund der Sparpolitik sinkende Nachfrage in S&uuml;deuropa, konnte dies aber durch Gesch&auml;fte auf au&szlig;ereurop&auml;ischen M&auml;rkten kompensieren. Insbesondere f&uuml;r global agierende Unternehmen ist zudem die Stabilit&auml;t des Euro als internationale Reservew&auml;hrung von gr&ouml;&szlig;erer Bedeutung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38680\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Land unter<\/strong><br>\nDie Rettung Griechenlands ist zum Experiment dar&uuml;ber geworden, was eine Gesellschaft alles aushalten kann, bevor sie zerbricht. Die Ergebnisse bisher: In der Stadt regt sich Solidarit&auml;t, auf dem Land zeigt sich Egoismus. (&hellip;)<br>\nNur ein paar Zahlen: Seit Beginn der Krise 2008 ist die griechische Wirtschaft um mehr als dreiundzwanzig Prozent geschrumpft. Mittlerweile liegt die Arbeitslosigkeit bei knapp drei&szlig;ig, bei den unter Vierundzwanzigj&auml;hrigen sogar bei 62 Prozent. Wer die Chance hat, ins Ausland zu gehen, geht, und in der Regel sind das die gut Ausgebildeten.<br>\nL&ouml;hne und Renten wurden teilweise um die H&auml;lfte gek&uuml;rzt. Der Mindestlohn betr&auml;gt 586 Euro, ein Lehrer verdient etwa 650 Euro, ein Busfahrer 750. Bringt eine unversicherte B&uuml;rgerin ein Kind zur Welt, kostet sie das 1.000 Euro, ist ein Kaiserschnitt n&ouml;tig, sind es schon 1.500, ein Fahrschein kostet 1,40 Euro. Zwanzig Prozent der Menschen leben bereits unterhalb der Armutsgrenze. Die griechische Mittelschicht trifft es besonders hart. Es ist ein kollektives Abrutschen und ein Ende ist nicht absehbar.<br>\nGriechenland muss trotzdem weiter sparen, so hat es die Troika verordnet, die die Regierung wie eine Marionette lenkt. Allein in diesem Jahr sollen die Bahn privatisiert werden, die staatlichen Gas- und Wasserversorger, Flugh&auml;fen, H&auml;fen, einige Inseln, die Post. Bis 2015 will die Regierung so etliche Milliarden einnehmen. &bdquo;Der Staat verscherbelt unser Land zum Schn&auml;ppchenpreis&ldquo;, sagt Georg. (&hellip;)<br>\nAuf diese Weise ist eine Art ehrenamtliches Gesundheitssystem entstanden. Eine Parallelwelt, in der der Staat keine Rolle spielt. Aber der Druck kann nicht beliebig erh&ouml;ht werden, weil irgendwann jedes System zusammenbricht, auch das der Selbstorganisation. Giannis Marangos hofft, dass in seinem Land keine Revolution ausbricht. Aber er sagt: &bdquo;Es k&ouml;nnte passieren.&ldquo; Fr&uuml;her flohen die Menschen vom Land in die Stadt, doch die Stadt hat ihre Versprechungen nicht gehalten. In der Krise ist aus dem Traum ein Albtraum geworden, aus der Landflucht eine Stadtflucht. Mehr als 40.000 Menschen hat die Krise in Griechenlands D&ouml;rfer zur&uuml;ckgetrieben. In D&ouml;rfer wie Agios Vasilios.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/situation-in-griechenland-land-unter-12097799.html\">faz.net<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Der &ouml;ffentliche Sektor investiert zu wenig&ldquo;<\/strong><br>\nJ&ouml;rg Zeuner, Chef&ouml;konom der staatlichen KfW spricht im Interview &uuml;ber Wachstumsreserven, ausgewogene Lohnforderungen und warum selbst die Schuldenbremse nicht in Stein gemei&szlig;elt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/kfw-chefoekonom-joerg-zeuner--der-oeffentliche-sektor-investiert-zu-wenig-,1472780,21978428.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>F&uuml;r mehr sozialstaatliche Umverteilung: Ein breiter Konsens in Deutschland<\/strong><br>\nRund 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland flie&szlig;en derzeit in die gesetzlichen Sozialversicherungen und in soziale Transferleistungen. Die B&uuml;rger halten diesen Anteil jedoch nicht f&uuml;r ausreichend. Sie w&uuml;nschen sich eine signifikante Steigerung der Mittel, die durch staatliche Umverteilung &ndash; also durch Steuern und gesetzlich festgelegte Sozialabgaben &ndash; f&uuml;r die Finanzierung des Sozialstaats bereitgestellt werden. Bei Beziehern &uuml;berdurchschnittlich hoher Einkommen ist dieser Wunsch sogar besonders stark ausgepr&auml;gt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue, vor kurzem als Buch ver&ouml;ffentlichte Studie von Dr. Christian Pfarr an der Universit&auml;t Bayreuth.<br>\nWie denken die B&uuml;rger &uuml;ber sozialstaatliche Umverteilung? Eine f&uuml;r Deutschland repr&auml;sentative Studie (&hellip;)<br>\nVon den B&uuml;rgern in Deutschland gew&uuml;nscht:<br>\nEine deutliche Steigerung sozialstaatlicher Umverteilung<br>\nDie Untersuchung f&ouml;rderte ein klares Meinungsbild zutage. Politische Programme, die niedrigere Steuern und Sozialabgaben fordern und damit einen Abbau sozialstaatlicher Leistungen verbinden, finden in Deutschland kaum Anh&auml;nger. Im Gegenteil, die B&uuml;rger sprechen sich nahezu einhellig f&uuml;r eine Erh&ouml;hung der Sozialquote aus. Aus ihrer Sicht sollte der Anteil am Bruttoinlandsprodukt, der f&uuml;r die gesetzlichen Sozialversicherungen und f&uuml;r soziale Transferleistungen aufgewendet wird, auf mindestens 41 Prozent steigen &ndash; was einer Erh&ouml;hung um mindestens 11 Prozentpunkte entspr&auml;che.<br>\nDieser breite Umverteilungskonsens geht mit der Bereitschaft einher, sich pers&ouml;nlich an den Kosten steigender Sozialleistungen zu beteiligen. Die deutschen B&uuml;rger sind bereit, zus&auml;tzlich rund 0,6 Prozentpunkte ihres Bruttoeinkommens abzugeben, wenn daf&uuml;r die Mittel, die in die gesetzlichen Sozialversicherungen und in soziale Transferleistungen flie&szlig;en, um 1 Prozentpunkt steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news520698\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie bei allen diesen Studien (siehe zuletzt die Allensbach-Umfrage &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16201\">Fluchtpunkt &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; &ndash; Oder: Wie die INSM &uuml;ber die Einkommens- und Verteilungsungerechtigkeit hinwegzut&auml;uschen versucht<\/a>&ldquo;) erschrickt auch dieser Autor &uuml;ber den breiten Konsens &uuml;ber mehr sozialstaatliche Umverteilung in der Bev&ouml;lkerung. Er  warnt &bdquo;vor einer populistischen Sozialpolitik, die den W&uuml;nschen der Bev&ouml;lkerung bedenkenlos folgt. Denn eine massive Erh&ouml;hung der sozialstaatlichen Umverteilung k&ouml;nne sich negativ auf die wirtschaftliche Dynamik auswirken und mittelfristig dazu f&uuml;hren, dass das Bruttoinlandsprodukt und auch die Zahl der Arbeitspl&auml;tze sinken.<\/em><br>\n<em>Hier plappert der Autor eine g&auml;ngige Behauptung nach. Dass eine h&ouml;here Sozialquote sogar zu einem h&ouml;heren BIP und zu geringerer Arbeitslosigkeit f&uuml;hren, belegen die skandinavischen L&auml;nder.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein v&ouml;llig absurdes Gesetz<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich ist es im Interesse von Journalisten und einer gut informierten &Ouml;ffentlichkeit, dass Verlage finanziell so ausgestattet sind, dass sie gute Arbeit leisten k&ouml;nnen. Und nat&uuml;rlich ist es verdammt schwer, Konzepte f&uuml;r Journalismus im Netz zu entwickeln, &uuml;ber die sich ganze Redaktionen finanzieren k&ouml;nnen.<br>\nNur: Leitet sich daraus ein Recht auf Existenzsicherung ab? Es ist schon eher schlicht, bei dem Laden kassieren zu wollen, der einem inzwischen einen gro&szlig;en Teil der Leser auf die eigenen Internetseiten sp&uuml;lt. Und nebenbei ein paar kleinen Internet-Klitschen der Garaus zu machen, die Verlagsinhalte ebenfalls besser auffindbar machen.<br>\nUnd das Ergebnis? Juristen und Oppositionspolitiker verspotten das verabschiedete Gesetz schon jetzt als &bdquo;Konjunkturprogramm&ldquo; f&uuml;r Rechtsanw&auml;lte &ndash; einfach weil es sehr viel Interpretations- und Verhandlungsspielraum l&auml;sst. Wof&uuml;r genau wie viel an die Verleger bezahlt werden soll, wer &uuml;berhaupt als Verleger z&auml;hlt und wie das zu organisieren sei, l&auml;sst das Gesetz weitgehend offen. Ebenso wie die Frage, was eine &bdquo;angemessene&ldquo; Beteiligung der Journalisten, also der Urheber der Texte auf Verlagsseiten, sein k&ouml;nnte.<br>\nDen gr&ouml;&szlig;ten Klopper leisteten sich die Koalition&auml;re aber in dieser Woche. In der gr&ouml;&szlig;ten Not, als selbst f&uuml;hrende Schwarzgelbe das Leistungsschutzrecht kritisierten, rangen die Regierungsparteien um einem Kompromiss und fand ihn in einem Halbsatz: &bdquo;einzelne W&ouml;rter oder kleinste Textausschnitte&ldquo; sind nun vom Leistungsschutzrecht der Verleger ausgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Leistungsschutzgesetz\/!112021\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Ein &bdquo;Konjunkturprogramm&ldquo; f&uuml;r Rechtsanw&auml;lte &ndash; k&ouml;nnte das nicht die Absicht der schwarz-gelben Regierungskoalition sein?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Im publizistischen W&uuml;rgegriff<\/strong><br>\nAm Freitag verabschiedete der Bundestag das Leistungsschutzrecht f&uuml;r Presseverleger. Ein Recht, das es allein aufgrund der Lobbyanstrengungen der Zeitungsverlage zuerst in den Koalitionsvertrag und jetzt in den Gesetzgebungsprozess geschafft hat. Die Zeitungsverlage haben damit klar gemacht, was f&uuml;r eine Macht sie immer noch &uuml;ber die Politik haben, die von wohlwollender Berichterstattung abh&auml;ngiger ist, als von der Sinnhaftigkeit ihres eigenen Handelns.<br>\nDie Machtdemonstration, die die Verlage abgeliefert haben ist be&auml;ngstigend und es vermutlich auch kein Zufall, dass kaum ein prominenter Spitzenpolitiker der Oppositionsparteien sich traute, an der Abstimmung teil zu nehmen. Nichts kann man vor einer anstehenden Bundestagswahl schlie&szlig;lich weniger gebrauchen, als eine Presselandschaft, die dem Wahlkampfpersonal nicht wohl gesonnen ist.<br>\nDabei wird ein systemimmanentes Problem augenscheinlich. Was passiert eigentlich mit unserem politischen System, wenn es dort mal um die ureigensten Interessen der &ldquo;unabh&auml;ngigen&rdquo; Presse geht? Wer kontrolliert eigentlich die vierte Macht im Staate? Die Antwort ist ersch&uuml;tternd. W&auml;hrend beinahe alle Verb&auml;nde, Aktivisten, Experten und Wissenschaftler kein gutes Haar an den Gesetzesentw&uuml;rfen zum Leistungsschutzrecht lie&szlig;en, ignorierte die Presse diese Stimmen eisern und h&ouml;rte nicht auf, das Gegenteil zu verk&uuml;nden. Und noch schlimmer als das journalistische Totalversagen: es gab nur wenige Politiker, die sich trauten, dieser interessengeleiteten Kampagne &ouml;ffentlich zu widersprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mspr0.de\/?p=3257\">Hier<\/a><\/p>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130304_01.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur.php?l=int\">stuttmann<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lebensmittelskandale &ndash; Interview mit Hans-Ulrich Grimm<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2013\/03\/03\/dlf_20130303_0811_2aeef283.mp3\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Kein Text vorhanden, sehr h&ouml;renswert. Es gibt interessante Hinweise auf die Zusammensetzung so mancher Kommission oder Forschungseinrichtung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das philosophische Radio mit Sighard Neckel &uuml;ber Refeudalisierung<\/strong><br>\nIst das mit den Werten einer Demokratie vereinbar?<br>\nIst der b&uuml;rgerliche Kapitalismus am Ende? Die Finanzkrise macht deutlich, dass sich in der Gesellschaft wie in der &Ouml;konomie Ma&szlig;st&auml;be ge&auml;ndert und Gegebenheiten verschoben haben, und vieles erinnert dabei an die Zeit des Feudalismus.<br>\nZum Beispiel bei den f&uuml;rstlichen Bezahlungen von Managern: Der Leistungsbegriff hat an Bedeutung verloren, Erfolg ist alles, auch Spitzengeh&auml;lter werden l&auml;ngst nicht mehr nach dem Leistungsprinzip bestimmt. Demonstrativer Luxuskonsum, das ist ein weiterer Aspekt, dient  zum Kenntlichmachen sozialer Unterschiede. Und die Managerklasse agiert wie ein st&auml;ndisch privilegiertes Adelsmilieu, wobei das Risiko ihres h&auml;ufig von moralischen Standards entkoppelten &ouml;konomischen Handelns auf die Allgemeinheit &uuml;bertragen wird.<br>\nDadurch wird deutlich, dass eine Trennung von Markt und Staat nicht vorhanden ist, was zu einer Verstaatlichung der &Ouml;konomie und in der Folge zu einer &Ouml;konomisierung des Staates f&uuml;hrt. Zugespitzt k&ouml;nnte man bilanzieren: Eine &auml;rmer werdende Gesellschaft blutet weiter aus, zugunsten einer reicher werdenden Managerklasse, die weder nach dem Leistungsprinzip operiert noch f&uuml;r das Risiko ihres Handelns gerade stehen muss.<br>\nIst das mit den Werten einer Demokratie vereinbar? Erleben wir eine Refeudalisierung der Gesellschaft?<br>\nWas k&ouml;nnen wir dem Schwinden b&uuml;rgerlicher Werte entgegen setzen?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/philosophische-radio\/s\/d\/01.03.2013-20.05.html\">wdr5<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/nachhoeren\/das-philosophische-radio.html\">wdr5 &ndash; Podcast<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Holocaust-Studie: Mehr als 40.000 Nazi-Zwangslager in Europa<\/strong><br>\nLaut einem Bericht der New York Times haben die Nationalsozialisten w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs 42.500 Zwangsarbeits- und Gefangenenlager, Konzentrationslager und Ghettos in Europa errichtet. Bislang waren Historiker von rund 7.000 solcher Orte der Nazi-Verbrechen im besetzten Europa ausgegangen. Die Studie zeige auf, wie die Nationalsozialisten ihr Lagernetzwerk von Frankreich bis Russland ausdehnten, schrieb die Zeitung. Die meisten Lager seien in Polen und Deutschland errichtet worden. Bislang sei ihre Existenz nur regional bekannt gewesen. Die Forscher unter der Leitung von Geoffrey Megargee und Martin Dean haben Daten aus etwa 400 Quellen zusammengetragen und ausgewertet. Das gesamte Ausma&szlig; sei nun zum ersten Mal dokumentiert: wo sich die Lager befanden, von wem sie geleitet wurden und mit welchem Ziel sie errichtet wurden. &ndash; Der Studie zufolge entstanden die Lager kurz nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933. Allein die Anzahl der Lager &ndash; in Berlin seien es 3.000 gewesen, in Hamburg 1.300 &ndash; lie&szlig;e keinen Zweifel daran, dass die Deutschen &uuml;ber deren Existenz informiert waren, sagte der Wissenschaftler Dean der New York Times.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/geschichte\/2013-03\/holocaust-studie-ghetto\">Zeit Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/03\/03\/sunday-review\/the-holocaust-just-got-more-shocking.html?hp&amp;_r=1&amp;\">nytimes<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn ich vom meinem Schreibtisch hinaus schaue, f&auml;llt mein Blick auf die Porta Westfalica, den Weserdurchbruch zwischen Wiehen- und Wesergebirge. Das Gebirge ist an dieser Stelle durchzogen  von einem unterirdischen System von G&auml;ngen, Speichern und Produktionshallen, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs  angelegt wurden. Hier sollte gut getarnt Platz geschaffen werden f&uuml;r Fertigung von Flugzeugen, f&uuml;r Waffenproduktion, f&uuml;r einen Teil der Phillips-R&ouml;hrenwerke und eine &Ouml;lraffinerie. Schon in der Ausbauzeit ben&ouml;tigten diese Anlagen eine betr&auml;chtliche Menge an Arbeitskr&auml;ften. Wie &uuml;berall im Reich wurden solche Projekte deswegen an ein Konzentrationslager angeschlossen. Das Portaner KZ mit seinen drei Au&szlig;enlagern Barkhausen, Neesen\/Lerbeck und Hausberge unterstand dem KZ Neuengamme bei Hamburg.  Als amerikanische Truppen Bad Oeynhausen und Minden erreicht hatten, wurden die Lager am Ostermontag 1945 aufgel&ouml;st und die Insassen mit einem G&uuml;terzug von &uuml;ber 40 Waggons Richtung Nordosten abtransportiert. <a href=\"http:\/\/www.nhporta.de\/kz-aussenlager.html\">Allein auf dem Transport, der f&uuml;r einen Teil des Zuges 16 Tage dauerte, starben etwa 2400 der 4000 H&auml;ftlinge<\/a>.<\/em><br>\n<em>Das, was man unter anderen Aspekten als romantische Gegend bezeichnen k&ouml;nnte, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als St&auml;tte der Unmenschlichkeit, des Grauens. Wenn man obige Zahlen liest und sich die Karte in der NYT ansieht, wird einem klar, dass es in Deutschland nur wenige Gegenden gibt, die zur unschuldigen Betrachtung der Landschaft einladen. Die Studie z&auml;hlt in Deutschland und den besetzten Gebieten 980 Konzentrationslager, 30.000 Zwangsarbeitslager, 1150 Ghettos, 1000 Kriegsgefangenenlager und Tausende weitere Lager. Ich kann ganz gut nachvollziehen, dass viele von diesen Grauen nichts mehr h&ouml;ren, lesen oder sehen wollen. Fast k&ouml;nnte man die Motive derjenigen verstehen, die den Holocaust leugnen: Weil diese Ungeheuerlichkeit nicht sein darf, gibt es sie nicht.<\/em><br>\n<em>Dies alles l&auml;sst einen nicht mehr los, macht depressiv oder w&uuml;tend und l&auml;hmt einen in einem Durcheinander an Gef&uuml;hlen und Gedanken den ganzen Tag. &ndash; Und mit dabei immer die Frage nach den Ur-Sachen. Weimar, die Gro&szlig;e Depression, Br&uuml;ning, die v&ouml;lkische Reaktion mit all dem Hass auf das Fremde schie&szlig;en einem durch den Kopf. Und da f&auml;llt der Blick auf den sonnt&auml;glichen Presseclub (Zypern und Italien-Geldw&auml;sche, Clowns &amp; Krise). Ja, heute ist nicht gestern, aber ist es nicht erschreckend, wie oberfl&auml;chlich, k&uuml;hl und unbeteiligt und dann noch falsch bis in die Knochen die europ&auml;ische Krise analysiert wird. Und worauf einigt man sich gn&auml;diger weise? Man m&uuml;sse den europ&auml;ischen Krisenstaaten etwas mehr Zeit lassen, die deutsche Schr&ouml;der- Agenda umzusetzen. Wie gedankenlos, geschichtsvergessen und abgehoben sind diese Journalisten &ndash; allen voran die deutsche-, die nicht sp&uuml;ren k&ouml;nnen\/wollen, welches Elend, welche Hoffnungslosigkeit, welches Konfliktpotenzial  Arbeitslosenquoten von 27 Prozent (Griechenland),  26,2 Prozent (Spanien) 17,6 Prozent (Portugal) oder eine Jugendarbeitslosigkeit 24,2 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei allen Arbeitnehmern des Euroraums beinhalten. &ndash; Jeder f&uuml;nfte Erwachsene in Deutschland unter 30 kann nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen. Gewiss, der schwarze Rauch &uuml;ber Auschwitz ist fern, aber wie meinte der Sozialforscher Wilhelm Heitmeyer: &ldquo;Junge Menschen mit einer Lebenslage ohne Perspektive haben auch keine Perspektive in die Geschichte hinein&rdquo;. Dabei k&ouml;nnte der Blick zur&uuml;ck die Sinne sch&auml;rfen, f&uuml;r neue Modi der Barbarei. Ausgrenzung ist einfachste Form, um von den wahren Problemen abzulenken. Wer hat nicht schon von den arbeitsscheuen Hartz-IV-Beziehern, muslimischen Volksverderbern, den kriminellen Zigeunern geh&ouml;rt oder eben heute von den faulen und korrupten S&uuml;dl&auml;ndern. Gewiss, die vom eigenen Versagen ablenkenden Strategien unserer &ldquo;Eliten&rdquo; m&ouml;gen f&uuml;r das aufgekl&auml;rte Publikum durchsichtig sein, sie tragen aber den Keim der Barbarei. &ndash; Darum lasst uns hinschauen auf die Gr&auml;ueltaten unserer Eltern und Gro&szlig;eltern, bis es weh tut. Vielleicht wird die waidwunde Seele empf&auml;nglicher f&uuml;r die Not im Land und drau&szlig;en in Europa, empfindsamer f&uuml;r die Misst&ouml;ne der Br&uuml;ning-Schr&ouml;der- Merkel-Agenda bis hin zur Entlarvung als Rezept der Plutokraten, das die konkreten N&ouml;te des gemeinen Europas ignoriert. Lupenrein zu erkennen in Herrn Sch&auml;ubles Bekenntnis zum &sbquo;Methodologischen Individualismus&lsquo;: &ldquo;Jeder kehrt vor seiner T&uuml;r &ndash; und sauber ist das Stadtquartier&ldquo;. Ausgenommen nat&uuml;rlich die Banken, die Staaten wie Irland oder Spanien mit geilen aber wenig &uuml;berlegten Krediten zugem&uuml;llt haben. Wobei durchaus zu bedenken ist, dass zu einem Kredit auch der Kreditnehmer geh&ouml;rt. &ndash; Macht die Augen auf: Die Staaten in der EU driften auseinander, einzelne Regionen fordern von den Zentralregierungen Autonomie oder gar Separation und den Abgr&uuml;nden in den Gesellschaften wird mit Hetze begegnet. H&ouml;rt Ihr es: die Krisengewinnler scharren mit den Hufen.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Widerspruch in Fernost<\/strong><br>\nDie weitere Entwicklung Chinas in Richtung Kapitalismus oder Sozialismus bleibt unentschieden. Das spiegelt auch der XVIII. Parteitag der Kommunistischen Partei wider.<br>\nEs geht dabei im Wesentlichen um die Auseinandersetzung zwischen den haupts&auml;chlichen Kr&auml;ftegruppierungen, die die Entwicklung der Partei und ihre Politik w&auml;hrend des letzten Jahrzehnts gepr&auml;gt haben:<br>\n&ndash; die einflu&szlig;reiche &raquo;Shanghaier Gruppe&laquo; unter dem fr&uuml;heren Generalsekret&auml;r Jiang Zemin, die insbesondere in den entwickelten K&uuml;stengebieten Ostchinas Einflu&szlig; hat, in denen zugleich der Gro&szlig;teil der neuen chinesischen Bourgeoisie angesiedelt ist. Jiang Zemin und die ihm folgenden Kr&auml;fte sind vor allem bekannt geworden durch die Politik der Konzentration auf die schnellstm&ouml;gliche Erh&ouml;hung des BIP zu Lasten der sozialen Entwicklung, der Nutzung des Kapitals auf Kosten der Rechte und Interessen der Werkt&auml;tigen, einer Kommerzialisierung der &ouml;ffentlichen Daseinsf&uuml;rsorge, die &Ouml;ffnung der Partei f&uuml;r die Bourgeoisie und die gesellschaftliche Marginalisierung der Arbeiter und Bauern, und<br>\n&ndash; die Tuanpai, die Kr&auml;fte aus der kommunistischen Jugendorganisation mit dem bisherigen Generalsekret&auml;r Hu Jintao als herausragende Pers&ouml;nlichkeit verbindet. Charakteristisch f&uuml;r die Politik Hu Jintaos wurden das Eintreten f&uuml;r die Aufwertung der sozialen Entwicklung und die Hinwendung zur L&ouml;sung der sozialen Probleme, die Hinwendung zur umfassenden und abgestimmten Entwicklung aller Bereiche der Gesellschaft mit dem Menschen als dem Wesentlichen, die Aufnahme des Umweltschutzes als ein Wesenselement der Parteipolitik, der Gedankengang einer politischen Reform zur Schaffung eines vern&uuml;nftigen Systems der Machtteilung, die Orientierung auf die demokratische Entwicklung einer marxistischen innovativen Partei und das Bestreben, die sich zuspitzenden gesellschaftlichen Interessenkonflikte auf &raquo;harmonischem Weg&laquo; l&ouml;sen zu wollen. Kennzeichnend f&uuml;r die &Auml;ra Hu Jintao war bis weit in die zweite H&auml;lfte seiner Amtszeit hinein ein offener und &ouml;ffentlicher Meinungsstreit in den chinesischen Medien um die L&ouml;sung der sich versch&auml;rfenden gesellschaftlichen Probleme und Widerspr&uuml;che. (&hellip;)<br>\nMit dem Parteitag &uuml;bernahm die Gruppe der politischen Elite des Landes endg&uuml;ltig die Parteif&uuml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/03-02\/031.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Auff&auml;llig an der medialen Berichterstattung hierzulande ist auch, dass &uuml;ber den teilweise bereits vollzogenen Personalwechsel in China, &uuml;ber dessen Hintergr&uuml;nde und die Prozesse der Entscheidungsfindung kaum etwas zu erfahren war.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: China &ndash; Die Konflikte sollen kanalisiert werden<\/strong><br>\nYuet May Wong &uuml;ber die Ver&auml;nderungen, die h&ouml;here L&ouml;hne und Arbeitskr&auml;ftemangel auf dem Arbeitsmarkt in China mit sich bringen.<br>\nChina wird in der europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichkeit meist immer noch als ein Land wahrgenommen, dessen Wirtschaft von niedrigsten L&ouml;hnen und Massenfertigung einfacher, arbeitsintensiver Konsumg&uuml;ter gepr&auml;gt ist, die oft auch aus der Montage importierter Halbprodukte besteht. Doch die Entwicklung ist l&auml;ngst weiter gegangen. Arbeitskr&auml;ftemangel und eine Industriepolitik, die auf raschen technischen Fortschritt setzt, f&uuml;hren dazu, dass das Land einen immer gr&ouml;&szlig;eren Teil der Wertsch&ouml;pfungskette beherrscht.<br>\nWolfgang Pomrehn fragte f&uuml;r Telepolis die Hongkonger Langzeit-Aktivistin Yuet May Wong, was diese Ver&auml;nderungen f&uuml;r die chinesische Arbeiterklasse bedeuten. Wong arbeitet f&uuml;r die in Hongkong ans&auml;ssige Nichtregierungsorganisation Globalization Monitor, die sich unter anderem f&uuml;r mehr Rechte f&uuml;r die chinesischen Arbeiter und einen besseren Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz engagiert. In den letzten Jahren hat sie zum Beispiel gef&auml;hrliche Arbeitsbedingungen in der Batterieproduktion international bekannt gemacht.<br>\nHongkong geh&ouml;rt seit 1997 zur Volksrepublik China hat aber eine autonom agierende Stadtregierung, eine eigene W&auml;hrung, eine ultraliberale selbst&auml;ndige Wirtschaftspolitik, und seine B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger genie&szlig;en im Vergleich zum gro&szlig;en Rest des Landes gr&ouml;&szlig;ere demokratische Freiheiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38485\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>SPD erarbeitet Wahlprogramm mit B&uuml;rgern<\/strong><br>\nDie SPD auf neuen Wegen: Die B&uuml;rger schreiben am Wahlprogramm mit. Herausgekommen sind teils schon bestehende Forderungen nach einem Mindestlohn und einer B&uuml;rgerversicherung. Aber auch Sprengstoff: So sollen die L&auml;nder die Hoheit &uuml;ber die Bildungspolitik abgeben.<br>\nBei einem B&uuml;rgerkonvent haben rund 300 Teilnehmer teils brisante Vorschl&auml;ge f&uuml;r das SPD-Wahlprogramm ausgew&auml;hlt. &bdquo;Ganz vorne steht die Einf&uuml;hrung eines gesetzlich geregelten Mindestlohns, was sich deutlich unterscheidet von dem Angebot konkurrierender Parteien&ldquo;, sagte Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck am Samstag zum Abschluss des Konvents in Berlin. Sprengstoff berge die Forderung, dem Bund die Gesetzgebungskompetenz f&uuml;r die Bildung zu &uuml;bertragen. Zudem soll eine Privatisierung der Wasserversorgung verboten werden.<br>\nSteinbr&uuml;ck sprach von einem gelungenen Experiment. &bdquo;Eine Partei wie die SPD, die Volkspartei bleiben will, muss sich &ouml;ffnen.&ldquo; Seit September waren im Rahmen des B&uuml;rgerdialogs 40 000 Vorschl&auml;ge zu der Frage &bdquo;Was muss besser werden in Deutschland&ldquo; eingegangen. Die nun ausgew&auml;hlten Ideen flie&szlig;en in das SPD-Wahlprogramm ein, &uuml;ber das ein Parteitag am 14. April in Augsburg entscheiden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/elf-beschluesse-bei-konvent-in-berlin-spd-erarbeitet-wahlprogramm-mit-buergern-,1472596,21987712.html\">fr-online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Offenbar traut die SPD-Parteif&uuml;hrung und ihr Kanzlerkandidat der eigenen Parteibasis nicht mehr viel zu.<\/em><br>\n<em>Bereits in einem fr&uuml;heren SZ-Interview hatte Sigmar Gabriel erkl&auml;rt, dass Ideen f&uuml;r das zuk&uuml;nftige Regierungsprogramm mit interessierten B&uuml;rgern z.B. im Internet diskutiert werden sollen. H&auml;ufig wird betont, die SPD sei eine Mitgliederpartei. W&auml;re es dann nicht sinnvoller, die eigene Parteibasis zu befragen? Reichen der SPD-Parteispitze die Ideen der eigenen Mitglieder nicht mehr aus? Zum wiederholten Male m&ouml;chten Gabriel und andere die SPD f&uuml;r Nichtmitglieder &ouml;ffnen. Ob sich so die Mitgliederzahl (und der W&auml;hleranteil) dieser Partei erh&ouml;hen l&auml;sst, kann bezweifelt werden. Warum soll jemand Mitglied dieser Partei werden, wenn auch ohne Parteibuch mitentschieden werden kann?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Da hat die Parteif&uuml;hrung in der &Auml;ra Schr&ouml;der durch ihre Basta-Politik die Parteibasis entm&uuml;ndigt. Nicht zuletzt das Verfahren um die Auswahl des Kanzlerkandidaten war ein Beispiel daf&uuml;r, wie die innerparteiliche Willensbildung ausgehebelt wurde und danach wieder einmal die schon sprichw&ouml;rtliche Parteidisziplin erzwungen wurde.Jetzt, wo die Partei inhaltlich weitgehend ausgetrocknet ist, wendet man sich in populistischer Manier an ausgew&auml;hlte B&uuml;rger, um neue Impulse zu einzusammeln.<\/em><br>\n<em>Es ist eine schlechte Kopie von Merkels &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13757\">Zukunftsdialog<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Es lohnt sich, den kalten Kapitalismus zu bek&auml;mpfen&ldquo;<\/strong><br>\nWie nehmen Sie als gelernte DDR-B&uuml;rgerin den modischen Antikapitalismus wahr, der derzeit bl&uuml;ht?<br>\nDer Spitzenkandidatin der Gr&uuml;nen, Katrin G&ouml;ring-Eckardt, liegt die Umverteilung am Herzen &ndash; nur wer soll in Zukunft was bekommen? Im Interview spricht sie &uuml;ber Castings f&uuml;r Kita-Pl&auml;tze und die Armut im Land. (&hellip;)<br>\nIch habe nicht grunds&auml;tzlich etwas gegen den Kapitalismus. Trotzdem finde ich diese Debatte spannender als manches andere, wor&uuml;ber wir in dieser Republik diskutieren. Teile dieser Kritik stimmen ja: Bestimmte Aspekte unseres heutigen Systems haben nicht mehr viel damit zu tun, was Ludwig Erhard mit der Sozialen Marktwirtschaft urspr&uuml;nglich wollte. Es lohnt sich, f&uuml;r den Kapitalismus in Form der Sozialen Marktwirtschaft zu streiten &ndash; und den kalten Kapitalismus zu bek&auml;mpfen, in dem es nur noch um den pers&ouml;nlichen Vorteil geht. Manchmal muss man auch neu denken, weil Neues aufgetaucht ist, das Internet zum Beispiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/im-gespraech-katrin-goering-eckardt-es-lohnt-sich-den-kalten-kapitalismus-zu-bekaempfen-12100620.html\">faz.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ausgerechnet G&ouml;ring-Eckardt, die Hartz IV und den Rest der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; in der gr&uuml;nen Bundestagsfraktion durchgesetzt hat (sofern es &uuml;berhaupt irgendwelchen Widerstand gab), schwadroniert vom &ldquo;kalten Kapitalismus&rdquo; und der &ldquo;sich verfestigenden Armut&rdquo; (beides ihr Verdienst). KGE als Vertreterin sozialer Gerechtigkeit, einfach lachhaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der Streit um die Zivilklausel an deutschen Hochschulen<\/strong><br>\nStreng vertrauliche Projekte des Verteidungsministeriums, Drittmittel von R&uuml;stungskonzernen, zweifelhafte Forschungsziele &ndash; Friedensgruppen warnen vor einer schleichenden Militarisierung der Hochschulen. In vielen deutschen Uni-St&auml;dten haben sich Zivilklausel-Initiativen gegr&uuml;ndet, die von den Hochschulen das Bekenntnis fordern, Forschung und Lehre in den Dienst des Friedens zu stellen.<br>\nDoch k&ouml;nnen die Universit&auml;ten es sich &uuml;berhaupt leisten, auf wichtige Bereiche der Drittmittel-Forschung zu verzichten? Ist milit&auml;risch relevante Forschung tats&auml;chlich so unmoralisch, dass sie an &ouml;ffentlichen Hochschulen nichts zu suchen hat? Die Zivilklausel-Frage f&uuml;hrt zu erbitterten Kontroversen. Front-Berichte aus M&uuml;nchen, T&uuml;bingen und Augsburg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/wib\/2020795\/\">dlf<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Annette Schavan: Politik f&uuml;r die Spitze<\/strong><br>\n&hellip;Wie aber verh&auml;lt es sich mit der Bildungspolitik nach fast acht Jahren Annette Schavan?<br>\nEigentlich kann von Bildungspolitik keine Rede sein: Was von Annette Schavans Politik in Erinnerung bleiben wird, l&auml;sst sich s&auml;mtlich der Forschungspolitik zuordnen &ndash; sie steht f&uuml;r die Exzellenzinitiative, hat mit den L&auml;ndern den Hochschulpakt vereinbart und das Deutschlandstipendium eingef&uuml;hrt. Das dr&auml;ngendste Bildungsproblem, das seit Jahren auf L&ouml;sung wartet, ist sie jedoch nicht angegangen: Viel zu viele Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler verlassen die Schule ohne Abschluss und viele, die zwar einen Schulabschluss vorweisen k&ouml;nnen, haben keine ausreichende Lesekompetenz. Sie finden keine Ausbildungspl&auml;tze, werden in mehr oder weniger sinnvollen Trainingsprogrammen geparkt und haben oft noch Jahre nach dem Schulabschluss keinen Arbeitsplatz. Damit schauen sie h&auml;ufig in eine trostlose Zukunft, in der sie dauerhaft auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sein werden.<br>\nIn der Bildungspolitik liegt daher die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung der &bdquo;Bildungsrepublik Deutschland&ldquo;. Der jedoch hat sich Schavan nicht gestellt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/maerz\/annette-schavan-politik-fuer-die-spitze\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a> \n<p><strong>Dazu: Schavanzentrisches Weltbild<\/strong><br>\nUm die Doktorarbeit von Ex-Ministerin Schavan der Kritik zu entziehen, schlagen ihre Unterst&uuml;tzter immer neue Volten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/die-ex-ministerin-und-ihre-unterstuetzer-schavan-zuliebe-werden-die-massstaebe-immer-weiter-abgesenkt\/7863836-2.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16378","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16378","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16378"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16378\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16381,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16378\/revisions\/16381"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16378"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16378"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16378"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}