{"id":16393,"date":"2013-03-05T08:38:17","date_gmt":"2013-03-05T07:38:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393"},"modified":"2013-03-05T08:38:17","modified_gmt":"2013-03-05T07:38:17","slug":"hinweise-des-tages-1831","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h01\">Italien und Meinungsmache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h02\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h03\">Amazon &ndash;  &ldquo;Als w&uuml;rden die Menschen dressiert werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h04\">Fordern und F&ouml;rdern &ndash; Alltag im Jobcenter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h05\">Langeweile bei Portigon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h06\">Automobilmarkt: Verteilungskampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h07\">Kostenoptimaler Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h08\">Verlust der deutschen Staatsb&uuml;rgerschaft wegen b&uuml;rokratischer H&uuml;rden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h09\">US-Milit&auml;rprozess: Bradley Manning, WikiLeaks-Informant aus Gewissensgr&uuml;nden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h10\">NSU: Umnachtete Ermittler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h11\">Leistungsschutzrecht  &ndash; Ein Gesetz, das nur Verlierer kennt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h12\">In die Opposition!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h13\">Peer Steinbr&uuml;ck tritt auf die Sozialismus-Bremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h14\">Professoren protestieren gegen Sponsoring von Unis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h15\">Wie und wozu Sch&uuml;lerdaten gesammelt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393#h16\">Straubhaar: &bdquo;Studiengeb&uuml;hren schaffen Chancengerechtigkeit&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16393&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Italien und Meinungsmache<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von wegen unregierbar!<\/strong><br>\nNach dieser italienischen Parlamentswahl ist es sicher, dass der Abgeordnete Berlusconi nicht mehr Premierminister in Rom sein wird. Ist das wenig, nach seiner 18-j&auml;hrigen fast ununterbrochenen Regierungsmacht? Ich h&auml;tte erwartet, dass bei dieser Nachricht die B&ouml;rsen in London und Frankfurt voller Begeisterung er&ouml;ffnen, dass fast alle europ&auml;ischen Regierungen in feierliche politische Versammlungen einberufen w&uuml;rden. Mit etwas Phantasie h&auml;tte ich mir sogar n&auml;chtliche Ges&auml;nge und T&auml;nze vorgestellt, das Knallen von Champagnerkorken in der Freude, dem Unheil entkommen zu sein, in Erinnerung an die erstaunlichen Streiche des Cavaliere. Nichts dergleichen ist geschehen. Die europ&auml;ischen B&ouml;rsen reagierten negativ. Das zeugt von schwachem Ged&auml;chtnis, vor allem aber von besorgniserregender Ignoranz gegen&uuml;ber den italienischen Angelegenheiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/italien-nach-der-wahl-von-wegen-unregierbar-1.1613967\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Beitrag des italienischen Schriftstellers Mario Fortunato zeigt wieder einmal deutlich die manipulative Berichterstattung des deutschen Mainstreamjournalismus. Ohne zu fragen wer denn die Anh&auml;nger und Unterst&uuml;tzer der Bewegung Movimento Cinque Stelle (M5S) des Satirikers Beppe Grillo sind, was ihre Motivation ist, welche politischen und sozialen Ursachen der spektakul&auml;re Erfolg dieser Bewegung hat, wird diese pauschal als eine im Grunde unpolitische, Nur-Dagegen-Protestpartei eines Politclowns abgestempelt. Ein wesentliches Motiv der Diffamierung des M5S d&uuml;rfte dabei die Tatsache sein, dass diese sich vehement gegen das von der Regierung Monti exekutierte merkelsche Austerit&auml;tsdiktat wendet. Ein Aspekt, der den deutschen neoliberalen Eliten nat&uuml;rlich so &uuml;berhaupt nicht ins Konzept passt. Also werden die journalistischen Kettenhunde von der Leine gelassen, damit auch niemand hier auf die Idee kommt, sich n&auml;her mit den Hintergr&uuml;nden des Wahlerfolges des M5S auseinanderzusetzen, um vielleicht zu erkennen, dass dieser auch mit den sozialen Verw&uuml;stungen zusammenh&auml;ngt, die 20 Jahre neoliberale Politik &ndash; in Italien nicht anders als in Deutschland &ndash; hinterlassen haben. Das ganze wird dann noch erb&auml;rmlicher wenn deutsche Politiker diese vorgegeben Sichtweise aufnehmen und brav nachplappern. Gerade von einem Kanzlerkandidaten der SPD h&auml;tte man mehr Analysef&auml;higkeit erwarten d&uuml;rfen. Jedenfalls war bisher aus dieser Richtung noch keine explizite Kritik an der brutalen Austerit&auml;tspolitik, die die Merkel-Regierung ganz Europa aufzwingt, zu h&ouml;ren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Jakob Augstein &ndash; Die wahren Clowns sind wir Deutschen<\/strong><br>\nDie Clown-Aff&auml;re zeigt: Nicht einmal der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten begreift, was in Europa vor sich geht. Deutschland wird zum europ&auml;ischen Problem &ndash; &hellip;<br>\nDas zeigten auch die Reaktionen auf die italienische Wahl. Keine &ldquo;klaren Verh&auml;ltnisse&rdquo;, da reagierten &ldquo;die M&auml;rkte&rdquo; sofort. Sie sind der wahre Souver&auml;n und verhalten sich auch so. Die Ratingagentur Moody&rsquo;s drohte mit einer Herabstufung der Kreditw&uuml;rdigkeit. Und auch der Anleihenmarkt reagierte: &ldquo;Italien bekommt mit h&ouml;heren Zinsen Quittung f&uuml;r Wahlchaos&rdquo;, meldete die Deutsche Presseagentur. Weil auch viele Journalisten es inzwischen offenbar f&uuml;r normal halten, dass &ldquo;die M&auml;rkte&rdquo; der Politik eine Quittung schreiben.<br>\nMan fragt sich: Warum bestimmen die Finanzm&auml;rkte nicht gleich die Regierung? Aber in Wahrheit ist das ja l&auml;ngst geschehen. Der &Ouml;konomieprofessor Mario Monti in Italien und der Zentralbanker Loukas Papademos in Griechenland, das waren Technokratenherrscher, die von den M&auml;rkten eingesetzt worden waren &ndash; und von Angela Merkel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/schweizer-anti-abzock-gesetz-die-wahren-clowns-sind-wir-deutschen-a-886689.html\">SPON<\/a><\/li>\n<li><strong>Gef&auml;hrliches Gemisch &ndash; leicht entflammbar<\/strong><br>\nMan kann &ouml;konomische Zusammenh&auml;nge ignorieren und sogar Wege finden, mithilfe einer Zentralbank oder h&ouml;herer Schulden ein unbeschwertes Leben zu f&uuml;hren. Nicht zu ignorieren ist aber, dass sich hinter abstrakten Zahlenkolonnen konkrete H&auml;rten verbergen. Die Krise tut weh. Italiens W&auml;hler haben ihre Stimme unter dem Druck der Verh&auml;ltnisse abgegeben. Sie revoltieren gegen die Aussichtslosigkeit und die Last in ihrem Leben.<br>\nDas politische System des Landes hat ihnen daf&uuml;r ein Ventil geboten. W&auml;hrend in Spanien, Frankreich, Portugal oder Irland alle politischen Lager weitgehend den eigenen Anteil an der Krise akzeptieren und auch den von Deutschland verordneten Rettungskonsens unterschreiben, lieferte die italienische Wahl zwei Spezialit&auml;ten. Der Populist Beppe Grillo f&uuml;hrte eine anarchistische Dagegen-Bewegung an, deren Programm sich, zugespitzt, reduzieren l&auml;sst auf: mit uns nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/zukunft-europas-gefaehrliches-gemisch-leicht-entflammbar-1.1613993\">SZ<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Clowns und Populisten entdecken das Krisenmonster<\/strong><br>\nAuf den ersten Blick wirkt es noch niedlich, wie deutsche Kommentatoren Europa zur politischen Krise erkl&auml;ren. Denn die Italiener haben Leute gew&auml;hlt, die einigen in Br&uuml;ssel, Berlin oder Frankfurt oder eben auch M&uuml;nchen so gar nicht richtig passen. &Uuml;ber Italiens W&auml;hler schreibt Stefan Kornelius in der S&uuml;ddeutschen Zeitung, sie w&uuml;rden die &ldquo;Medizin, die gegen die Probleme verschrieben wurde, ablehnen&rdquo;, deswegen drohe jetzt wieder Unheil f&uuml;r das Euroland, das &ldquo;Monster&rdquo; der Krise stehe wieder einmal vor der T&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2013\/03\/04\/krisenmonster\/\">Weitwinkelsubjektiv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Und wie zur Best&auml;tigung des oben gesagten und exemplarisch f&uuml;r den neoliberalen Mainstream, der Kommentar des SZ Wirtschaftsredakteurs Stefan Kornelius. In dem er als einzigen Weg Italiens aus der Krise den deutschen Weg des Lohn- und Sozialdumpings preist, die Unterwerfung von Spanien, Frankreich, Portugal und Irland unter &ldquo;den von Deutschland verordneten Rettungskonsens&rdquo; lobt und Italien auffordert sich &bdquo; am Ende der deutschen Logik&ldquo; zu beugen. Nat&uuml;rlich darf das beliebteste Totschlagargument des Populismus gegen&uuml;ber des M5S nicht fehlen. Das auch in Deutschland gegen jeden eingesetzt wird der es  die neoliberale Politik &ouml;ffentlich zu kritisieren. Auch hier zeigt sich wieder mit aller Deutlichkeit welche zentrale Rolle die Eurokrise f&uuml;r die Durchsetzung der neoliberalen Agenda hat.<\/em><br>\n<em>Deswegen lohnt es sich nochmals auf die Studie &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16157#h01\">Meinungsmacht<\/a>&rdquo; des Medienwissenschaftlers Uwe Kr&uuml;ger  zu verweisen, die eindrucksvoll belegt wie eng der Mainstreamjournalismus von  den herrschenden neoliberalen Eliten vereinnahmt ist. Zum Gl&uuml;ck gibt es aber auch differenziertere Reportagen zu Beppe Grillo und seiner Bewegung und dem Umgang der Mainstreampresse in Italien mit ihm:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Beppe Grillo &ndash; Der Mann, dem das Lachen verging<\/strong><br>\nBeppe Grillo sa&szlig; in keiner Talkshow, er ist weder Milliard&auml;r noch Parteikader, er hatte keine Leitartikler an der Leine und wurde schon lange vor Berlusconis S&auml;uberungswelle aus dem Fernsehen beseitigt: Der inzwischen verblichene Sozialistenchef Bettino Craxi verbannte ihn, als Grillo sich nicht mehr damit begn&uuml;gte, Sitten und Gebr&auml;uche zu verspotten, sondern die politische und soziale Wirklichkeit Italiens kritisierte. Von da an zog er durch die gro&szlig;en Theater des Landes, er schlachtete die heiligen K&uuml;he der Rechten und der Linken, gr&uuml;ndete einen erfolgreichen Blog und gab einer Gegen&ouml;ffentlichkeit eine Stimme.<br>\nAls sich bei dem ersten Vaffanculo-Day (Haut-ab-ihr-&Auml;rsche-Tag) 2007 50 000 Italiener versammelten, um die Parteien per Petition dazu aufzufordern, vorbestraften Parlamentariern das Mandat zu entziehen, rangen sich die Zeitungen ein paar Zeilen &uuml;ber diese Kuriosit&auml;t ab. &bdquo;Repubblica&ldquo;-Herausgeber Eugenio Scalfari schauderte und schrieb: &bdquo;Hinter dem Grillismus sehe ich widerw&auml;rtigste Law and Order; ich sehe dahinter die Diktatur&ldquo;, der &bdquo;Espresso&ldquo; f&uuml;hlte sich an Mussolini erinnert. Der &bdquo;Corriere della Sera&ldquo; bezeichnete Grillo als &bdquo;Person mit brutaler Gier&ldquo; und die &bdquo;Stampa&ldquo; beschied: &bdquo;In einem normalen Land w&auml;re der V-Day auf den Unterhaltungsseiten besprochen worden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/ex-komiker-beppe-grillo-eine-bewegung-aus-dem-nichts\/7869708-2.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Frankreich &ndash; Beppe Grillos Bruder im Geiste<\/strong><br>\nEr ist wieder da. Jean-Luc M&eacute;lenchon, der Linkspopulist mit den dichten Augenbrauen, dem st&ouml;rrischen Haar und der rauen Stimme, meldet sich zur&uuml;ck. Die Botschaft ist dieselbe wie im franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlkampf vor knapp einem Jahr: &bdquo;Die europ&auml;ische Gesellschaft b&auml;umt sich auf gegen das Diktat der Sparpolitik. Die angebliche Schuldenkrise ist nur ein politisches Machwerk, das es Angela Merkel erlaubt, eine EU-Politik durchzusetzen, die allein den Interessen deutscher Rentner dient&ldquo;, polterte M&eacute;lenchon Mitte der Woche im Fernsehsender LCP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/frankreich-beppe-grillos-bruder-im-geiste,1472596,21995022.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider wird auch in der FR sofort jeder der sich gegen das Austerit&auml;tsdiktat auflehnt als Populist diffamiert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Massenprotest gegen rigide Sparpolitik und die Troika<\/strong><br>\nDie Wut auf die Sparpolitik nimmt zu. Noch im vergangenen Herbst hie&szlig; das Motto der portugiesischen Facebookplattform &ldquo;Zum Teufel mit der Troika!&rdquo; gegen die Intervention der Europ&auml;ischen Union (EU), der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) noch &ldquo;Gebt uns unser Leben zur&uuml;ck!&rdquo;. Am Samstag stand auf vielen Transparenten der Demonstration gegen die Sparpolitik in &uuml;ber 30 St&auml;dten: &ldquo;Das Volk ist es, das am meisten bestimmt&rdquo;.<br>\nEine halbe Million Menschen waren in Portugals Hauptstadt Lissabon dem Aufruf des Internetb&uuml;ndnisses gegen die Troika gefolgt. Im ganzen Land waren es laut Veranstaltern weit &uuml;ber eine Million. Die Proteste wurden von zahlreichen Intellektuellen, von der CGTP, der gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaft des Landes, und von der politischen Linken unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2013\/03\/04\/a0059\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Kolossaler Protest in Portugal<\/strong><br>\nUnter dem Motto &ldquo;Zum Teufel mit der Troika&rdquo; haben Hunderttausende gegen den Sparkurs demonstriert. Mehr als 1,5 Millionen Menschen sind nach Angaben der Emp&ouml;rten-Bewegung ihrem Aufruf gefolgt. Das w&auml;ren etwa 15 Prozent der gesamten Bev&ouml;lkerung Portugals. Sie machten auf mehr als 30 Demonstrationen mit dem Lied der Nelkenrevolution deutlich, dass ihnen der Geduldsfaden gerissen ist.  Die Vertreter der EU-Kommission, dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) befinden sich erneut im Land, um zu pr&uuml;fen, ob ihre Programme umgesetzt werden. Die wurden Portugal 2011 verordnet, als es 78 Milliarden Euro aus dem EU-Rettungsfonds erhielt. Damit werde die Verfassung mit F&uuml;&szlig;en getreten, meinen viele und verweisen darauf, dass das Verfassungsgericht schon diverse Sparma&szlig;nahmen gekippt hat. Am neuen Sparhaushalt zweifelt sogar Staatspr&auml;sident Anibal Cavaco Silva. Er hat das Gesetz den Richtern zur Pr&uuml;fung vorgelegt. Dabei verlangt die Troika weitere Einsparungen im Umfang von vier Milliarden Euro. Die Portugiesen haben die Hoffnung verloren, dass sich damit etwas verbessern k&ouml;nnte, denn die Arbeitslosigkeit steigt und steigt. Sie hat im Februar einen neuen Rekordwert von 17,6 Prozent erreicht. 40 Prozent der jungen Menschen sind ohne Job. Und die Caritas stellte unl&auml;ngst fest, dass der Hunger unter Kindern wegen der EU-Sparprogramme um sich greift.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/153850\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon interessant, wie unterschiedlich die Medien allein bez&uuml;glich der Zahl der Demonstranten in Portugal berichten. Die &ldquo;junge Welt&rdquo; bezieht sich mit 1,5 Millionen auf die Angaben der Veranstalter, der &bdquo;Spiegel&ldquo; h&auml;lt sich an die Medien in Portugal und spricht von Hunderttausenden und die &bdquo;Welt&ldquo; von Zehntausenden. Einen Sonderfall bildet das wirkungsm&auml;chtigste Medium, das Fernsehen. Im Tagesschaubeitrag vom 2.2.2013  werden Zehntausende und im Text auf der Tagesschauseite werden Hunderttausende genannt. Die Tagesschau korrigiert sich f&uuml;r diejenigen, <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/portugalprotest100.html\">die es genauer wissen wollen, also f&uuml;r den kritischen Zuschauer<\/a>.<\/em><br>\n<em>Kurzum, es wird klar, dass die regierungsfreundlichen Medien diese starken und konkreten Hinweise f&uuml;r das Scheitern des von Deutschland mitgetragenen Troikakurses beim &ldquo;Mustersch&uuml;ler Portugal kleinreden wollen.<\/em><br>\n<em>Der Musterschuldner Portugal sparte, k&uuml;rzte, flexibilisierte, privatisierte &ndash; ohne zu murren. Bisher! Im November verk&uuml;ndete der portugiesische Finanzminister V&iacute;tor Gaspar noch stolz: &bdquo;Die sechste &Uuml;berpr&uuml;fung war erfolgreich&ldquo;. Die Troika sei der Ansicht, &ldquo;dass das portugiesische Sanierungsprogramm ungeachtet der schlechteren Aussichten der europ&auml;ischen und internationalen Wirtschaft mit gutem Rhythmus voranschreitet.&rdquo; 95 Prozent der vereinbarten Ma&szlig;nahmen seien bereits abgeschlossen oder in Gang gebracht worden. Dabei war das Land schon l&auml;ngst zum Musterbeispiel f&uuml;r die Fehlkalkulationen der &ldquo;Euro-Retter&rdquo; geworden bzw. daf&uuml;r, dass ein rigider und zudem unintelligenter Sparkurs nicht ausreicht, um die Krise zu bew&auml;ltigen, sondern das Gegenteil bewirkt: Einen Kreislauf aus Sparzwang, Konsum- und Investitionsflaute und in der Folge Rezession, Einbruch  der Steuereinnahmen, Anstieg der Sozialausgaben, der mit erneuten Sparpaketen verhindert werden soll usw. Die Finanzm&auml;rkte haben das Vertrauen in die Troikarezeptur schon l&auml;ngst verloren und Portugal abgeschrieben.  Die Kurse der Kreditausfallversicherungen, den sogenannten Credit Default Swap (CDS) schossen Ende Januar auf Rekordh&ouml;he: Wer einen Anleihewert von 100 Euro absichern m&ouml;chte, muss daf&uuml;r 14,60 Euro zahlen. Das war vor den Protesten! Die B&uuml;rger Portugals wie die Finanzm&auml;rkte haben die bisherige Krisenpolitik der Troika, hinter der die Regierung Merkel voll steht, abgeschrieben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verflucht das Land, das Konsequenz w&auml;hlt<\/strong><br>\nIn Portugal und Spanien demonstrierten Hunderttausende gegen die Arbeitslosigkeit. Als Reaktion warben beide Finanzminister um Vertrauen bei den Finanzm&auml;rkten: Sie versicherten, an der Sparpolitik festzuhalten.<br>\nDoch sind die Bankschulden, die die USA, Spanien, Gro&szlig;britannien, Irland und Portugal &uuml;bernahmen, l&auml;ngst von privaten zu &ouml;ffentlichen Schulden geworden. Auch die Hilfszahlungen, die unter oft brutalen Auflagen den Staaten gew&auml;hrt wurden, flie&szlig;en nicht an die dortigen Steuerzahler, sondern zu den Gl&auml;ubigern zur&uuml;ck. In Griechenland kamen &uuml;ber zwei Drittel der Hilfskredite nie ins Land. Sie flossen direkt in die maroden franz&ouml;sischen und deutschen Gl&auml;ubigerbanken; in Spanien, Irland und Portugal lief es &auml;hnlich. Im Gegenzug wurden Hunderttausende entlassen, Renten gek&uuml;rzt, Schulen, Spit&auml;ler, Polizeiwachen, Bibliotheken geschlossen.<br>\nUnd das, w&auml;hrend die Profiteure und Verursacher der Krise kaum angetastet wurden. In Griechenland etwa bleiben die superreichen Reeder weiter steuerfrei; in Italien bat Monti die Hausbesitzer, aber nicht Konzerne und Finanzleute zur Kasse; in den USA riskieren die Republikaner, das Land in eine Rezession zu rei&szlig;en, um Steuererh&ouml;hungen bei Superreichen zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/europa\/Verflucht-das-Land-das-Konsequenz-waehlt\/story\/29351381\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>Irland will 15 Jahre mehr Zeit f&uuml;r Tilgung der Hilfskredite<\/strong><br>\nIrland gilt eigentlich als Mustersch&uuml;ler unter den Euro-Krisenl&auml;ndern.<br>\nDank fr&uuml;her Reformen hat das Land verlorenes Vertrauen an den Finanzm&auml;rkten zur&uuml;ckgewonnen. Dennoch dringt das Land nun auf eine Verl&auml;ngerung der Hilfskredite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/irland\/schuldenkrise-irland-will-15-jahre-mehr-zeit-fuer-tilgung-der-hilfskredite-12102537.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Der &ldquo;Mustersch&uuml;ler&rdquo; versagt also (weil die Tilgungsforderungen nicht realistisch erf&uuml;llt werden k&ouml;nnen), aber die Propaganda vom &ldquo;Mustersch&uuml;ler&rdquo; (&ldquo;Wachstum durch Haushaltskonsolidierung&rdquo;) geht ohne jeden Realit&auml;tsbezug unvermindert weiter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kredite nur gegen K&uuml;ndigungen<\/strong><br>\nBei ihrem aktuellen Besuch in Griechenland dr&auml;ngt die Troika auf die n&auml;chste K&uuml;ndigungswelle im &ouml;ffentlichen Dienst. Viele Menschen bef&uuml;rchten ein Horroszenario und protestieren. Finanzminister Stournaras bezog in dieser Frage eine Position, die den Euro-Partnern nicht gefallen wird. &hellip;<br>\nVom Urteil der Troika h&auml;ngt ab, ob Athen die n&auml;chste Rate von 2,8 Milliarden Euro ausgezahlt bekommt. EU, IWF und EZB schn&uuml;rten f&uuml;r Griechenland zwei gro&szlig;e Hilfspakete &uuml;ber insgesamt 240 Milliarden Euro, die mit strengen Spar- und Reformauflagen verkn&uuml;pft sind. In Griechenland kletterte die Arbeitslosigkeit mittlerweile auf 27 Prozent. Mehr als 60 Prozent der jungen Leute sind ohne Job.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/griechenland-troika106.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Amazon &ndash;  &ldquo;Als w&uuml;rden die Menschen dressiert werden&rdquo;<\/strong><br>\nExtremer Leistungsdruck, systematische &Uuml;berwachung des Arbeitspensums, schlecht temperierte Lagerhallen: Ehemalige Amazon-Mitarbeiter berichten der SZ von unmenschlichen Arbeitsbedingungen in einem Logistikzentrum des Online-H&auml;ndlers. Protokolle aus der Amazon-Galeere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/neue-vorwuerfe-gegen-amazon-als-wuerden-die-menschen-dressiert-werden-1.1614066\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fordern und F&ouml;rdern &ndash; Alltag im Jobcenter<\/strong><br>\n&ldquo;Niemandem aber wird k&uuml;nftig gestattet sein, sich zu Lasten der Gemeinschaft zur&uuml;ck zu lehnen.&rdquo; Und weiter: &ldquo;Wer zumutbare Arbeit ablehnt, wird mit Sanktionen zu rechnen haben&rdquo;. Vor fast genau zehn Jahren, am 14. M&auml;rz 2003, h&auml;lt Gerhard Schr&ouml;der seine Regierungserkl&auml;rung zum Fordern und F&ouml;rdern. Er stellte seine Agenda 2010 im Detail vor.<br>\nMit diesem h&ouml;chst umstrittenen Gesetzespaket hat die rot-gr&uuml;ne Regierung von damals unsere Gesellschaft nachhaltig ver&auml;ndert. Nicht zuletzt durch die Einf&uuml;hrung von Hartz IV. Was ist aus dem Fordern und F&ouml;rdern geworden? Unsere Reportage f&uuml;hrt uns in ein Jobcenter nach Berlin. Johannes Nichelmann hat den Alltag der Menschen dort begleitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/reportage\/2028242\/\">dradio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Langeweile bei Portigon<\/strong><br>\nSie verdienen gut, doch haben kaum etwas zu tun &ndash; bei vielen Mitarbeitern des WestLB-Nachfolgers Portigon herrscht Langweile. Die Bank hat fast keine Auftr&auml;ge, daf&uuml;r aber 2600 Mitarbeiter. Die produzieren &uuml;ber eine halbe Milliarde Euro Verlust im Jahr, auf Kosten der Steuerzahler. Kein Wunder, dass sich die Politik Gedanken dar&uuml;ber macht, wo die gelangweilten Banker besch&auml;ftigt werden k&ouml;nnten &ndash; zum Beispiel als Steuerfahnder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/westpol\/sendungsbeitraege\/2013\/0303\/portigon.jsp\">wdr<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Automobilmarkt: Verteilungskampf<\/strong><br>\nDie Krise auf dem westeurop&auml;ischen Automobilmarkt wird auch 2013 anhalten. Allerdings k&ouml;nnen sich die deutschen Autohersteller und -zulieferer nach eigener Einsch&auml;tzung zumindest zum Teil von dieser Entwicklung abkoppeln. Der Grund: Sie profitieren von ihrer globalen Ausrichtung und damit von weiter steigenden Verk&auml;ufen etwa in China oder Indien.  Generell wollen die Hersteller und Zulieferer ihre Kapazit&auml;ten weiter ausbauen, vor allem in zukunftstr&auml;chtigen M&auml;rkten wie Russland oder China. Damit k&ouml;nnten nach Ansicht von Peter Fu&szlig;, Partner der Unternehmensberatung Ernst &amp; Young, mittelfristig auch Arbeitspl&auml;tze in Deutschland gef&auml;hrdet sein, weil bisher exportierte Fahrzeuge direkt vor Ort gebaut w&uuml;rden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/verteilungskampf\/7838566.html\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ey.com\/Publication\/vwLUAssets\/European_Automotive_Survey_2013\/$FILE\/European%20Automotive%20Survey%202013.pdf\">Ernst &amp; Young [PDF &ndash; 553 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dass die deutschen Autohersteller mehr Neuwagen im Ausland verkaufen als im eigenen Land ist so neu nicht. Auch wenn die Absatzprognosen  f&uuml;r China sich nicht so erf&uuml;llen, wie in fr&uuml;heren Jahren  gestellt, d&uuml;rfte China in den n&auml;chsten Jahren f&uuml;r die weltweite Autoindustrie zentral sein. So d&uuml;rfte VW 2015 genauso viele Fabriken in China haben wie in Deutschland. VW bestreitet, dass dadurch immer mehr Arbeitspl&auml;tze nach China verlagert w&uuml;rden. Allerdings war das ziemlich vage, was VW-China-Chef, Vorstandsmitglied Jochem Heizmann, am Donnerstag vor deutschen Journalisten in Peking erz&auml;hlte. Das starke Volkswagen-Engagement in China schaffe  auch &bdquo;viel Besch&auml;ftigung in Deutschland&ldquo; &ndash; sei es durch Zulieferungen von Motoren, Komponenten, Ingenieurleistungen oder Anlagen deutscher Maschinenbauer f&uuml;r neue Autowerke. Das erinnert ein wenig an den Verkauf von modernen F&ouml;rderanlagen, Stahlwerken oder Solaranlagen aus Deutschland in die Schwellenl&auml;nder: Man hat sozusagen die Konkurrenz erst wettbewerbsf&auml;hig gemacht. Ob dadurch den Besch&auml;ftigten der deutschen Stahl- oder Solarindustrie geholfen wurde? Eines d&uuml;rfte in der Tat stimmen: China stellt heute eine &bdquo;signifikante Gr&ouml;&szlig;e&ldquo; im Konzernergebnis von Volkswagen dar. &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/ehrgeizige-wachstumsplaene-vw-erfolg-in-china-sichert-jobs-in-deutschland_aid_910008.html\">Wir verdienen gutes Geld<\/a>&ldquo; meinte Heizmann.<\/em><br>\n<em>Etwas klarer hat sich der fr&uuml;here VW-Vorstand Robert B&uuml;chelhofer bereits in 2003 ausgedr&uuml;ckt. Er wolle den Export von in China produzierten Volkswagen nicht ausschlie&szlig;en. &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,234864,00.html\">Wir tr&auml;umen davon<\/a>&ldquo;. Bereits jetzt w&uuml;rden einige in China hergestellte Teile nach Deutschland geliefert.<\/em><br>\n<em>Heute wird beklagt, dass zwischen den europ&auml;ischen Arbeitern keine Solidarit&auml;t best&uuml;nde &ndash; siehe z.B. das erfolgreich  Gegeneinanderausspielen von Renault-Arbeitern in Frankreich und Spanien (junge Welt, 24.11.2012). Wir m&uuml;ssen uns wohl damit abfinden, dass zwischen den Kontinenten erst recht die Standortkonkurrenz siegt und nicht gewerkschaftliche Solidarit&auml;t. Die Heimatbasis eines Konzerns ist, wenn es so weiter geht, irrelevant. Global Player wie die Deutsche Bank machen ihr Hauptgesch&auml;ft in London und New York &ndash; und VW eben in China.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kostenoptimaler Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland<\/strong><br>\nZusammenfassung der Zwischenergebnisse einer Studie der Consentec GmbH in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer IWES\n<ol>\n<li>Im Jahr 2023 k&ouml;nnen durch einen optimierten Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen in Deutschland rund zwei Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden. Insbesondere die Verlagerung des Ausbaus von Windkraftanlagen auf dem Meer hin zu Windkraftanlagen an Land spart Kosten<\/li>\n<li>Eine Optimierung hin zu einer eher &bdquo;verbrauchsnahen Erzeugung&ldquo; f&uuml;hrt in etwa zu den gleichen Einsparungen wie eine Optimierung hin zu den &bdquo;besten Standorten&ldquo;. Einsparungen in der residualen Stromerzeugung (inklusive Ersatz f&uuml;r abgeregelte EE-Erzeugung) wiegen bei einer &bdquo;verbrauchsnahen Erzeugung&ldquo; die h&ouml;heren Kosten f&uuml;r den EE-Ausbau fast auf<\/li>\n<li>W&auml;hrend der Ausbau der Netze langfristig wichtig ist, ist ein verz&ouml;gerter Netzausbau bei alleiniger Betrachtung der Kosten bis 2023 nicht kritisch. Je verteilter der Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen in Deutschland, desto sp&auml;ter treten erhebliche Abregelungs-Strommengen auf und entsprechend sp&auml;ter wird ein voll ausgebautes Netz ben&ouml;tigt<\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Jahr 2033 k&ouml;nnen durch einen optimierten Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen in Deutschland drei bis vier Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.agora-energiewende.de\/fileadmin\/downloads\/publikationen\/Studie_Kostenoptimaler_EE-Ausbau_Zwischenergebnisse.pdf\">Agora Energiewende [PDF &ndash; 832 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieses Gutachten d&uuml;rfte weder der Bundesregierung noch den Energieoligopolisten gefallen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Verlust der deutschen Staatsb&uuml;rgerschaft wegen b&uuml;rokratischer H&uuml;rden<\/strong><br>\nWeil zahlreiche deutsche Staatsb&uuml;rger ihren Pass verlieren k&ouml;nnten, ist die Optionspflicht im deutschen Staatsb&uuml;rgerschaftsrecht wieder in der Diskussion<br>\nTausenden in Deutschland lebender Menschen meist t&uuml;rkischer Herkunft droht der Verlust ihrer deutschen Staatsb&uuml;rgerschaft. Dass sind die Konsequenzen eines vor 13 Jahren beschlossenen viel kritisierten Gesetzes, das schon damals niemand wirklich verteidigte: die Optionsregelung im deutschen Staatsb&uuml;rgerschaftsrecht. Dort hei&szlig;t es in &sect;29:<br>\n&ldquo;Wer die deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit nach dem Geburtsortsprinzip (&sect; 4 Abs. 3 StAG) oder durch Einb&uuml;rgerung nach &sect; 40 b StAG erhalten hat, muss mit Beginn der Vollj&auml;hrigkeit und sp&auml;testens bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres erkl&auml;ren, ob er die deutsche oder die andere Staatsangeh&ouml;rigkeit behalten will.&rdquo;<br>\nEigentlich wollte die damals frisch ins Amt gew&auml;hlte rotgr&uuml;ne Bundesregierung mit der Einf&uuml;hrung der doppelten Staatsb&uuml;rgerschaft das verstaubte und sowohl aus menschenrechtspolitischen als auch aus &ouml;konomischen Gr&uuml;nden anachronistische deutsche Staatsb&uuml;rgerschaftsrecht modernisieren. Dagegen machten konservative und rechtspopulistische Str&ouml;mungen mobil.<br>\nDer damals politisch angeschlagene hessische Ministerpr&auml;sident Roland Koch, setzte sich vor der damaligen Landtagswahl in seinem Bundesland mit einer Unterschriftenkampagne gegen die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft an die Spitze der rechten Gegenmobilisierung. Nachdem er damit die Landtagswahl gewonnen hatte, suchte die rotgr&uuml;ne Bundesregierung einen Kompromiss mit den rechten Kritikern. Heraus kam die schon damals umstrittene Optionsregelung. Die meisten politischen Protagonisten der damaligen Auseinandersetzung, wie Schr&ouml;der, Fischer und Koch, haben sich mittlerweile aus der Politik verabschiedet. Doch die Folgen der ungeliebten Reform haben nun die Menschen auszubaden, deren Situation mit der Reform des Staatsb&uuml;rgerschaftsrechts eigentlich verbessert werden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/153841\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>US-Milit&auml;rprozess: Bradley Manning, WikiLeaks-Informant aus Gewissensgr&uuml;nden<\/strong><br>\nVor einem Milit&auml;rgericht hat Manning erstmals ausf&uuml;hrlich seine Motive benannt. Die Amerikaner h&auml;tten ein Recht darauf gehabt, die &ldquo;aufschlussreichsten Dokumente &uuml;ber die wahren Kosten des Krieges&rdquo; zu kennen, sagte der Soldat. Er habe aus moralischen Gr&uuml;nden gehandelt, deshalb seien seine Taten gerechtfertigt gewesen. &ldquo;Wir waren besessen davon, menschliche Ziele auf Listen zu fangen und zu t&ouml;ten und haben unsere Ziele und Auftr&auml;ge ignoriert&rdquo;, erz&auml;hlte Manning, der f&uuml;r die US-Armee als Geheimdienst-Analyst in der N&auml;he von Bagdad gearbeitet hatte. &ldquo;Ich glaubte, dass die amerikanische &Ouml;ffentlichkeit das erkennen muss, damit eine Diskussion &uuml;ber unsere Milit&auml;r- und Au&szlig;enpolitik beginnt.&rdquo; Er habe im Irak dienstlich eine Datenbank nutzen m&uuml;ssen. Weil die Internetverbindung oft ausgefallen sei, habe er einmal alle Dateien heruntergeladen, um sich die Arbeit zu erleichtern. So habe er mit dem Kopieren des Geheimmaterials begonnen. Doch je mehr er darin gelesen habe, desto mehr sei er besorgt gewesen. Besonders eindringlich sprach Manning &uuml;ber das Video von einem Kampfhubschrauber-Einsatz der US-Armee im Irak, das unter dem Namen Collateral Murder bekannt wurde: &ldquo;Dieser Blutrausch, den sie zu haben schienen, f&uuml;r sie schien menschliches Leben wertlos zu sein.&rdquo; Vor der Ver&ouml;ffentlichung der US-Depeschen habe er gez&ouml;gert. Ihm sei klar gewesen, dass es f&uuml;r die USA peinlich werden w&uuml;rde. Doch je mehr er in den 250.000 Mitteilungen aus den US-Botschaften gelesen habe, desto mehr sei im klar geworden, dass sie an die &Ouml;ffentlichkeit geh&ouml;rten. Denn sie dokumentierten &ldquo;Hinterzimmer-Deals und anscheinend kriminelle Aktivit&auml;t&rdquo;. &ndash; Manning droht nun eine lebenslange Gef&auml;ngnisstrafe wegen Geheimnisverrats. Er bekannte sich in zehn von 22 Anklagepunkten f&uuml;r schuldig. Wesentlichen Vorw&uuml;rfen der Anklage widersprach er aber. So habe er sich nicht schuldig gemacht, Feinden der USA geholfen zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2013-03\/manning-motive-wikileaks\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat, d&uuml;rfte die harte Haltung der US-Regierung vor allem in der Peinlichkeit begr&uuml;ndet sein, in (schmutzigen?) Unterhosen erwischt worden zu sein.  Inwiefern die Ver&ouml;ffentlichung von 251 287 Dokumente aus dem US-Au&szlig;enministerium, von denen kein einziges  als &ldquo;top secret&rdquo; eingestuft war und von 500.000 anderen Zugriffsberechtigten eingesehen werden konnte, als Hochverrat eingestuft werden kann, entzieht sich dem normalen Verstand. Nach 9\/11 hatte man wegen der vielen aneinander vorbeilaufenden Information die Zugriffsrechte betr&auml;chtlich erweitert. Es ist naheliegend, dass jeder ausl&auml;ndische Geheimdienst und andere potente Gruppen diese Dokumente schon l&auml;ngst besa&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>NSU: Umnachtete Ermittler<\/strong><br>\nNeonaziterror: Polizeibeamte von BKA und LKA geben sich vor Untersuchungsausschuss im Bundestag v&ouml;llig inkompetent. Die Alternative dazu w&auml;re Vorsatz. &ndash; Wenn all das stimmen sollte, was der Untersuchungsausschuss zum &raquo;Nationalsozialistischen Untergrund&laquo; (NSU) in letzter Zeit im Bundestag erfuhr, dann m&uuml;ssen sich Verbrecher nicht mehr f&uuml;rchten &ndash; die Ermittler des Bundeskriminalamtes (BKA) und diverser Landes&auml;mter werden sie kaum fangen. &raquo;Die k&ouml;nnen sogar ihr Adressbuch vergessen, die Polizei wird es nicht nutzen&laquo;, &auml;tzte der Ausschussvorsitzende Sebastian Edathy (SPD) am Freitag in Berlin. Er spielte auf den j&uuml;ngsten Skandal an, mit dem sich sein Gremium befassen muss: Eine verschlampte Spur aus der Jenaer Garage, in der die sp&auml;teren NSU-Gr&uuml;nder Rohrbomben gebastelt hatten. Im Jahr 1998 waren dort mehrere Listen mit Namen und Nummern von Neonazis entdeckt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/03-04\/044.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Leistungsschutzrecht  &ndash; Ein Gesetz, das nur Verlierer kennt<\/strong><br>\nWer die qu&auml;lende Debatte von Lobbyisten, Netzpolitikern und -aktivisten in den vergangenen Monaten vers&auml;umt oder schlicht nicht mehr verstanden hat: Die schwarz-gelbe Regierung will ein neues Recht einf&uuml;hren, das es Verlagen erm&ouml;glicht, von Suchmaschinen und anderen Aggregatoren im Internet Geld zu verlangen, wenn sie die Inhalte der Verlage indizieren und neu zusammengestellt pr&auml;sentieren.<br>\nEs richtete sich im Grundsatz zun&auml;chst unter anderem gegen Google News, einen Dienst, der mit der &uuml;blichen Perfektion des US-Monopolisten eine Nachrichten&uuml;bersicht zusammenstellt, die vielen Nutzern f&uuml;r einen schnellen &Uuml;berblick reicht &ndash; und damit Seiten wie dieser eine gewisse Konkurrenz macht. Das allerdings ist nur die halbe Wahrheit.<br>\nS&uuml;ddeutsche.de etwa bekommt ungef&auml;hr 25 Prozent seiner Besuche &uuml;ber Google, dabei circa sieben Prozent &uuml;ber Google News. Und damit ist das Dilemma hinter dem Leistungsschutzrecht schon beschrieben: Einerseits baut Google mit Verlagsinhalten selbst attraktive Angebote, die &uuml;ber die universelle Suche dort durchaus auch zu Anzeigenerl&ouml;sen f&uuml;hren. Andererseits profitieren die in Google News verlinkten Nachrichtenseiten von diesem Angebot, weil sie auf ihre anzeigenfinanzierten Angebote t&auml;glich so viele neue Nutzer bekommen wie durch keinen anderen Dienst, auch durch kein einziges Social Network.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/beschlossenes-leistungsschutzrecht-ein-gesetz-das-nur-verlierer-kennt-1.1613312\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Durchaus l&ouml;blich, das die SZ so ehrlich ist und zugibt, dass Sie und andere gro&szlig;e Tageszeitungen eigentlich von den Suchmaschinen, explizit Google,  profitieren.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Die &bdquo;Lex Hirnverbrannt&ldquo;<\/strong><br>\nDas Leistungsschutzrecht sieht vor, dass Online-Suchportale den Presseverlagen immer dann Geld bezahlen, wenn sie nicht nur die Fundstellen auflisten, sondern einen Ausschnitt des gefunden Textes, etwa dieses Textes hier, anzeigen. In den &auml;u&szlig;erst polemischen Diskussionen der letzten Monate traten vor allem der Google-Konzern und der Springer-Verlag &ouml;ffentlich in Erscheinung, weshalb von dem Gesetz auch als &bdquo;Lex Google&ldquo; oder &bdquo;Lex Springer&ldquo; die Rede ist. Doch weil der Bundestagsbeschluss nicht enth&auml;lt, wie gro&szlig; die Text-Ausschnitte (&bdquo;snippets&ldquo;) sein m&uuml;ssen, um lizenzgeb&uuml;hrenpflichtig zu sein, weil also das Gesetz an entscheidender Stelle nichts besagt, k&ouml;nnen wir ebenso gut von einer &bdquo;Lex &Uuml;berfl&uuml;ssig&ldquo; oder &bdquo;Lex Was soll das denn jetzt?&ldquo; sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-lex-google-die--lex-hirnverbrannt-,1472602,21991150,view,asFirstTeaser.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>In die Opposition!<\/strong><br>\nDas Vorhaben von Die Linke, sich der Sozialdemokratie und den Gr&uuml;nen anzubieten, darf als Landgewinn der Realos innerhalb der Partei bewertet werden. Will Die Linke eine parteiliche Alternative bleiben, so darf sie nicht alles daran setzen, regierungsf&auml;hig zu werden. Oder genauer: So darf sie gar nichts daran setzen, f&uuml;r eine Regierung einsetzbar zu sein.<br>\nGlaubt Die Linke, sie k&ouml;nne auch nur eine ihrer Ziele verwirklichen, wenn sie mit in eine Koalition ginge? Haben Realos Ziele au&szlig;er Karriere? Aber das ist eine andere Frage. Regierungsf&auml;hig zu sein bedeutet zuallererst, die Alternativlosigkeit zu akzeptieren, die der Neoliberalismus der Gestaltung des &ouml;ffentlichen Raumes abverlangt. Regierungsf&auml;hig zu sein bedeutet, dass Ideale und Vorhaben mit dem abgeglichen werden, was der Finanzsektor und das big business vorgeben. Was haben die Gr&uuml;nen als regierungsf&auml;hig gewordene Partei umgesetzt? Den Atomausstieg haben sie verschleppt. Sie haben als einst pazifistische Partei in Menschenrechtskriege gelotst und ihre sozialen Ursprung aufgegeben. Die Realos haben die Regierungsf&auml;higkeit hergestellt &ndash; Realo zu sein bedeutete nicht realpolitisch zu sein, sondern die realen Kl&uuml;ngeleien, Bekanntschaften, Schmiergelder und Posten als Wirklichkeit anzuerkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/03\/in-die-opposition.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Peer Steinbr&uuml;ck tritt auf die Sozialismus-Bremse<\/strong><br>\nDer SPD-Kanzlerkandidat umarmt den Mittelstand: Steinbr&uuml;ck warnt seine Partei vor zu hohen Erwartungen an eine Verm&ouml;gensteuer. Und er baut mit seinen &ldquo;Siegener Thesen&rdquo; Br&uuml;cken zu den Unternehmern.<br>\nIn dem Papier, das der &ldquo;Welt&rdquo; vorliegt, warnt der SPD-Kanzlerkandidat seine Partei vor zu hohen Erwartungen an Erl&ouml;se aus einer wieder eingef&uuml;hrten Verm&ouml;gensteuer&hellip;<br>\n&ldquo;Der Betriebs&uuml;bergang darf nicht durch die Erbschaftsteuer gef&auml;hrdet werden. Notwendig ist daher eine verfassungsfeste, mittelstandsfreundlich ausgestaltete Erbschaftsteuer.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article114124489\/Peer-Steinbrueck-tritt-auf-die-Sozialismus-Bremse.html\">Die Welt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Steinbr&uuml;ck bei der IHK, das hei&szlig;t Steinbr&uuml;ck unter den Seinen. Wie sagte er doch j&uuml;ngst in einem Interview mit der Zeit:<\/em><br>\n<em>ZEIT: Als Ministerpr&auml;sident in NRW haben Sie einst gesagt: &raquo;Soziale Gerechtigkeit muss k&uuml;nftig hei&szlig;en, eine Politik f&uuml;r jene zu machen, die etwas f&uuml;r die Zukunft des Landes tun, die Leistung f&uuml;r sich und unsere Gesellschaft erbringen und nur f&uuml;r sie.&laquo; Das klingt anders als heute.<\/em><br>\n<em>Steinbr&uuml;ck: Nein. Ich bin unver&auml;ndert der Meinung, dass die SPD dringend jene ansprechen muss, die die Lastesel des Sozialstaates sind. Diese Menschen d&uuml;rfen wir nicht &uuml;berfrachten, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/06\/Interview-Steinbrueck-Wahlkampf\/komplettansicht\">weil sie sonst den Solidarvertrag aufk&uuml;ndigen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Professoren protestieren gegen Sponsoring von Unis<\/strong><br>\n27 europ&auml;ische Professoren fordern ein Ende der Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Sponsoring gef&auml;hrde die Freiheit der Universit&auml;ten, schreiben sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/10\/CH-Appell\/komplettansicht?print=true\">Zeit<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: UBS-Millionen: Professoren f&uuml;rchten um Unabh&auml;ngigkeit der Universit&auml;ten<\/strong><br>\n&bdquo;Wir appellieren an die Leitung der Universit&auml;ten und an alle Bildungsverantwortlichen im In- und Ausland, dem kostbaren und von der Verfassung gesch&uuml;tzten Gut der akademischen Freiheit und Unabh&auml;ngigkeit Sorge zu tragen und das wissenschaftliche Ethos nicht mit problematischen Kooperationen zu gef&auml;hrden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/zuerich\/stadt\/Wegen-Sponsoring-Professoren-fuerchten-um-Unabhaengigkeit-der-Universitaeten\/story\/27867875\">Tages-Anzeiger<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie und wozu Sch&uuml;lerdaten gesammelt werden<\/strong><br>\nDer Journalist Richard Gutjahr hat eine Initiative im Internet namens Lobbyplag gestartet. Hierbei geht es grunds&auml;tzlich darum, Datenschutzverletzungen aufzusp&uuml;ren.<br>\nIn dieser Reihe besch&auml;ftigt er sich gerade damit, wie Unternehmen die Daten von Sch&uuml;lern einsammeln. Insbesondere geht es hierbei um die Firma Bertelsmann und ihre Methoden. So schildert Gutjahr die Bertelsmann-Masche, wenn erst einmal Adressen von Kindern bekannt sind:<br>\nJetzt, wo das Kind doch das erste Buch habe, sei es ganz besonders wichtig, auch die anderen B&uuml;cher zu kaufen. &bdquo;Sie m&ouml;chten doch nicht, dass Ihr Sohn Probleme in der Schule bekommt?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ibbpunkt.de\/2013\/02\/27\/wie-schulerdaten-gesammelt-werden.html\">ibb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Steffen Roski:<\/strong> Da sind sie wieder, die Dr&uuml;ckermethoden des Hauses Bertelsmann. Nat&uuml;rlich angepasst an den Stand der Technologie. Ich kann berichten, dass Verlagsableger von Random House (Bertelsmann) aggressiv versuchen, direkt in jede Klasse einer jeweiligen Schule vorzudringen. Lehrerinnen und Lehrer sollen dann die milden Gutscheingaben direkt &uuml;ber die Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler an die Erziehungsberechtigten weitervermitteln. Spielt ein Fachbereich nicht mit, fassen die Vertriebler des Hauses Bertelsmann direkt in der jeweiligen Schule nach. Offensichtlich wird hier der Zusammenhang mit den Projekten der vorgeblich gemeinn&uuml;tzigen Bertelsmann Stiftung. Ein Konzern, der mehrheitlich von einer Stiftung gehalten wird, die doch das Gute und Richtige anpeilt, wird doch auch ein absolut honoriger Bildungsverleger sein &hellip; Leider fallen viele Lehrerinnen, Lehrer sowie Schulleitungen auf die Maschen des G&uuml;tersloher Medien- und Dienstleistungsimperiums herein und werden so zu Bertelsmanns willf&auml;hrigen Multiplikatoren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Straubhaar: &bdquo;Studiengeb&uuml;hren schaffen Chancengerechtigkeit&ldquo;<\/strong><br>\nWenn nun allerorts die Studiengeb&uuml;hren abgeschafft werden, hilft dies finanziell schw&auml;cherer Familien kaum, da deren Kinder ohnehin nur vereinzelt studieren. Andererseits, m&uuml;ssen sie nun, st&auml;rker als vorher &uuml;ber ihre Steuern das Studium vor allem von Kindern wohlhabender Eltern von ihrem sp&auml;rlichen Einkommen mitfinanzieren.  Demgegen&uuml;ber schaffen es die Kinder gut verdienender Akademiker mit Unterst&uuml;tzung des Elternhauses einfacher zum Abitur und damit an die Uni. Der Wegfall von Studiengeb&uuml;hren verfestigt somit die Ungerechtigkeiten im Bildungssystem. Ein geb&uuml;hrenfreies System f&uuml;hrt dazu, dass im Vergleich der sozialen Herkunftsgruppen der Studierenden die unterste Einkommensgruppe kaum weniger belastet wird als die h&ouml;chste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.insm-oekonomenblog.de\/9934-studiengebuhren-schaffen-chancengerechtigkeit\/\">INSM<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nachdem nun in Bayern und in Niedersachsen die Studiengeb&uuml;hren auch noch abschaffen wollen und die Republik bald ein &bdquo;mautfreies&ldquo; Studieren wieder herstellt, bl&auml;st die sich selbst so nennende &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; zum Gegenangriff und spannt dazu den Pr&auml;sidenten des <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=528\">von der Wirtschaft gesponserten HWWI<\/a> als Mietmaul ein. Er packt dazu die l&auml;ngst widerlegte Behauptung wieder aus, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14808\">dass Studiengeb&uuml;hren mehr Verteilungsgerechtigkeit schafften<\/a>. Aus dem zynischen Argument, dass Kinder aus finanziell benachteiligten Familien ohnehin nur vereinzelt studierten, folgert er, dass man deswegen ruhig auch Studiengeb&uuml;hren erheben k&ouml;nne. Sie seien ja &ndash; so die Schlussfolgerung &ndash; nur vereinzelt betroffen.<\/em><br>\n<em>Was es hei&szlig;t, wenn Neoliberale das Wort &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; im Munde f&uuml;hren, habe ich erst unl&auml;ngst dargelegt, siehe  &bdquo;Fluchtpunkt &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16201\">Chancengerechtigkeit&ldquo; &ndash; Oder: Wie die INSM &uuml;ber die Einkommens- und Verteilungsungerechtigkeit hinwegzut&auml;uschen versucht<\/a>&ldquo;. &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; ist das Tarnwort f&uuml;r die Parole &bdquo;Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Genauso manipulativ sind auch die Behauptungen Straubhaars, dass die Ungleichheit in der Einkommensverteilung abgenommen habe. Der Chef des DIW, dessen Studie Straubhaar zitiert, kommentiert die Studie seines Hauses wie folgt: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article110315291\/Der-Job-Boom-hat-Deutschland-gleicher-gemacht.html\">Die Ver&auml;nderungen seit 2005 sind so gering, dass man nicht sicher sagen kann, ob Ungleichheit und Armutsgef&auml;hrdung wachsen oder sinken<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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