{"id":16403,"date":"2013-03-06T08:51:36","date_gmt":"2013-03-06T07:51:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403"},"modified":"2013-03-06T08:51:36","modified_gmt":"2013-03-06T07:51:36","slug":"hinweise-des-tages-1832","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht &ndash; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h01\">Eurokrise &ndash; Italien und Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h02\">Lange Haftstrafe f&uuml;r Anlagebetr&uuml;ger Engler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h03\">Goldman will Volcker-Regel bei Firmenk&auml;ufen umgehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h04\">Schweizer Banken dr&auml;ngen Kunden zur Selbstanzeige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h05\">Gesch&ouml;nte Arbeitsmarktdaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h06\">Informatiker-Geh&auml;lter: F&uuml;r den Fachkr&auml;ftemangel zu billig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h07\">Die alten M&auml;nner haben ihre Zukunft hinter sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h08\">Amazon: Emp&ouml;rend legal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h09\">Reichensteuer teilweise verfassungswidrig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h10\">Nettoverzinsung in der privaten Krankenversicherung gesunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h11\">Weiterbau von S 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h12\">Leistungsschutzrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h13\">Angela Merkel ist doch nur eine Konservative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h14\">Geist gehorcht Geld <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h15\">SWR3: Flopthema &ndash; Mein Topthema<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h16\">Tschechischer Pr&auml;sident:  V&aacute;clav Klaus wegen Hochverrats angeklagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h17\">&ldquo;State of the Union Adress&rdquo; des US-Pr&auml;sidenten Barack Obama<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403#h18\">Wealth Inequality in America<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16403&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eurokrise &ndash; Italien und Spanien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Machtlos blickt Europa auf Italien<\/strong><br>\nDie Regierungsbildung in Rom ber&uuml;hrt europ&auml;ische Interessen. Doch so wie in Griechenland wird sich die EU in Italien nicht einmischen k&ouml;nnen&hellip;<br>\nSchlie&szlig;lich hat das mit den Neuwahlen schon einmal geklappt. In Griechenland wurde sechs Wochen nach dem ersten Versuch ein zweites Mal gew&auml;hlt. Europa machte Druck, aus Br&uuml;ssel und Berlin hie&szlig; es unmissverst&auml;ndlich: Dieses Mal w&uuml;rden die Griechen nicht nur &uuml;ber ihre k&uuml;nftige Regierung entscheiden, sondern de facto auch &uuml;ber den Verbleib im Euro. Eine wenig verstellte Drohung, die Wirkung zeigte. Die konservative Nea Dimokratia, aus Sicht der EU eine halbwegs verl&auml;ssliche Gr&ouml;&szlig;e, kam knapp vor den unberechenbaren Linkspopulisten der Syriza ins Ziel. Im zweiten Anlauf konnte in Athen jene Regierung gebildet werden, die sich Berlin und Br&uuml;ssel gew&uuml;nscht hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2013-03\/italien-regierungsbildung-griechenland\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Die ZEIT scheint es normal zu finden, dass sich Regierungsmitglieder aus Deutschland aktiv in demokratische Wahlen fremder L&auml;nder einmischen &ndash; und es ist ihr nicht einmal peinlich zuzugeben, dass Merkel schon bei den letzten Wahlen in Griechenland im eigenen Sinn erfolgreich war. Immerhin ehrlich. Schlie&szlig;lich geht es um wichtigere Dinge als Demokratie &ndash; um &ldquo;Europa&rdquo; als Merkels neoliberale Vision.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die R&uuml;ckkehr der Eurokrise<\/strong><br>\nDie zunehmenden Spannungen zwischen Berlin und Rom sind auf das Scheitern der deutschen Krisenpolitik in Europa zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38683\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Grillo wird gut beraten<\/strong><br>\nDer italienische &ldquo;Clown&rdquo; Grillo bekommt namhafte Berater. Nach einem Bericht von &ldquo;Les Echos&rdquo; soll der US-Nobelpreistr&auml;ger J. Stiglitz bei der Ausarbeitung eines Wirtschaftsprogramms helfen. Auch der franz&ouml;sische &Ouml;konom J.-P. Fitoussi wurde kontaktiert. Beide sind prominente Gegner des Austerit&auml;tskurses in Euroland. Zwar ist noch nicht klar, ob sie es schaffen, eine koh&auml;rente &ldquo;Grillonomics&rdquo; zu entwerfen. Ernst zu nehmen ist dieser Versuch auf alle F&auml;lle. Damit best&auml;tigt sich erneut, dass Grillo weitaus cleverer ist, als die deutschen Scharfmacher denken. Nicht nur SPD-Kandidat Steinbr&uuml;ck, sondern auch Finanzminister Sch&auml;uble k&ouml;nnte bald das Lachen vergehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/grillo-wird-gut-beraten\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope+NEU%29&amp;utm_content=FeedBurner\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>Spanien: relativ moderater BIP-Einbruch mitten in der Depression?<\/strong><br>\nDas spanische Statistikamt INE ver&ouml;ffentlichte die detaillierten Daten zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung f&uuml;r das 4. Quartal 2012. Das offizielle saisonbereinigte reale BIP fiel um -0,8% zum Vorquartal (-0,7% in der ersten Sch&auml;tzung) und bei den unbereinigten Daten um -1,9% zum Vorjahresquartal (-1,7% in der ersten Sch&auml;tzung). Das BIP erscheint erneut kr&auml;ftig hedonisch aufgeblasen und &uuml;berzeichnet und spiegelt in keiner Weise die wirtschaftliche Depression wider, in welcher sich Spanien ganz klar befindet. Die gemessene wirtschaftliche Aktivit&auml;t ist ein Fake, wie die detaillierten VGR-Daten und isoliert betrachtete Wirtschaftsdaten im folgenden Querschuss nahelegen&hellip;<br>\nIn der Summe der viele Einzeldaten, die bevorzugt Volumen, Mengen und St&uuml;ckzahlen zeigten, ist es dagegen eindeutig, Spanien befindet sich in einer beispiellosen Depression, angefeuert auch durch eine prozyklische Wirtschafts- und Finanzpolitik, welche die volkswirtschaftlichen Sch&auml;den stetig maximiert. Spaniens Desaster besitzt weiter das Potential die Eurozone zu zerbersten und mit ihr die Fehlkonstruktion des Euro und damit das Korsett der gemeinsamen W&auml;hrung mit Deutschland, was die S&uuml;dperipherie der Eurozone zum Verlieren verdammt. Die L&uuml;cke zwischen wirtschaftlicher Leistungsf&auml;higkeit und den aufgebauten Verbindlichkeiten wird auch in Spanien immer noch gr&ouml;&szlig;er!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/spanien-moderater-bip-einbruch-mitten-in-der-schweren-depression\/\">Querschuesse<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lange Haftstrafe f&uuml;r Anlagebetr&uuml;ger Engler<\/strong><br>\nEr hat Traumrenditen von 72 Prozent versprochen und Anleger um einen zweistelligen Millionenbetrag geprellt: Daf&uuml;r hat das Landgericht Mannheim den gest&auml;ndigen Anlagebetr&uuml;ger Ulrich Engler zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt.<br>\nVerurteilt wurde Engler, weil er etwa 1100 Anlegern einen Schaden von gut 32 Millionen US-Dollar (aktuell etwa 24 Mio Euro) verursacht hatte. Tats&auml;chlich sei der Schaden aber viel h&ouml;her gewesen, sagte die Richterin. Laut dem Insolvenzverwalter sollen Anleger zwischen Ende 2004 und Sommer 2007 rund 171 Millionen Dollar bei Engler eingezahlt haben: Um die 78 Millionen Dollar flossen demnach an einen Teil der Anleger zur&uuml;ck, ein weiterer Batzen ging als Provisionen an die Vermittler Englers, die neue Anleger anlockten. Die Anklage hatte sich auf einen Teil der F&auml;lle begrenzt, um das Verfahren nicht ausufern zu lassen.<br>\nManche Anleger h&auml;tten ihr komplettes Erspartes verloren, sagte Kreis-Stephan, ganze Familien seien ruiniert worden. Sie hob auch die gezielte &ldquo;Gegenpropaganda&rdquo; hervor, die Engler betrieben habe, als Zweifel an seinem Gesch&auml;ftsmodell und seiner Seriosit&auml;t aufgekommen seien&hellip;<br>\nDie Opfer Englers werden aller Voraussicht nach nur einen kleinen Teil ihrer Verluste wiedersehen. Der US-Insolvenzverwalter geht bislang davon aus, dass mindestens 23 Millionen Dollar zusammenkommen k&ouml;nnten. Davon w&uuml;rde aber noch ein Teil weggehen, etwa f&uuml;r die Bezahlung des Insolvenzverwalters und andere Kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/lange-haftstrafe-fuer-anlagebetrueger-engler-1979388.html\">stern.de<\/a> \n<p><strong>Dazu: Mit diesen Tricks verkauften Banken windige S&amp;K-Fonds<\/strong><br>\nAuch Banken haben beim Vertrieb der Immobilienfonds von S&amp;K mitgemischt, doch haften wollen sie nun nicht. &Uuml;ber welche Kan&auml;le die Fonds verkauft wurden und wie sich die Vermittler aus der Haftung stehlen wollen&hellip;<br>\nAuch klassische Banken sind in den Fall verwickelt. Sie haben den Vertrieb geschlossener Fonds, zu denen auch die S&amp;K-Produkte z&auml;hlen, an T&ouml;chter ausgelagert. Deren Beratertruppen dr&uuml;ckten gutgl&auml;ubigen Kunden der Mutter provisionstr&auml;chtige Produkte aus dem grauen Kapitalmarkt ins Depot&hellip;<br>\nDarin, dass Geldh&auml;user derlei Gesch&auml;fte auslagern, k&ouml;nnte System liegen: &bdquo;Banken gr&uuml;nden T&ouml;chter und Enkelgesellschaften oft nur, um eine Haftung k&uuml;nstlich zu vermeiden oder zu verschieben&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/geldanlage\/sundk-skandal-mit-diesen-tricks-verkauften-banken-windige-sundk-fonds\/7865894.html\">Wirtschaftswoche<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Goldman will Volcker-Regel bei Firmenk&auml;ufen umgehen<\/strong><br>\nGoldman Sachs ist offenbar auf der Suche nach Wegen, weiterhin in riskante Unternehmensauf- und Verk&auml;ufe zu investieren, ohne gegen sch&auml;rfere Regulierungsauflagen zu versto&szlig;en.<br>\nDrei mit dem Vorgang vertraute Personen sagten, es gehe um ein Modell, dass Beteiligungen im Stile von privaten Beteiligungsfonds vorsehe, ohne einen solchen Fonds selbst aufzulegen. Damit soll die sogenannte Volcker-Regel umschifft werden, die Investitionen von Banken in solche Fonds begrenzen soll. Sie sieht aber nicht notwendigerweise Beschr&auml;nkungen bei Investitionen dieser Art jenseits einer formellen Fonds-Struktur vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/companiesNews\/idDEBEE92400X20130305\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach der sog. <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paul_Volcker\">Volcker-Regel<\/a> ist es Banken nicht gestattet sich an Hedgefonds und Private Equity Fonds zu beteiligen, sie zu besitzen oder zu finanzieren und Eigenhandelsgesch&auml;fte [Hierbei handelt es sich um den Handel mit Finanzinstrumenten (Geld, Wertpapiere, Devisen, Sorten, Edelmetalle oder Derivate), der im eigenen Namen sowie f&uuml;r eigene Rechnung der Bank erfolgt und nicht unmittelbar durch ein Kundengesch&auml;ft ausgel&ouml;st wird] auf eigenes Risiko zu t&auml;tigen. Banken m&uuml;ssen ihre (Wertpapier-)Handelst&auml;tigkeit auf Kundenauftr&auml;ge beschr&auml;nken und d&uuml;rfen selbst keine riskanten Positionen aus eigenen spekulativen Motiven eingehen.<\/em><br>\n<em>Nat&uuml;rlich werden Spekulanten immer nach Schlupfl&ouml;chern in Regelungswerken suchen, aber die Frage ist nat&uuml;rlich auch, ob durch unklare Regelungen nicht windigen Gesch&auml;ften von vorneherein T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet wurden.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schweizer Banken dr&auml;ngen Kunden zur Selbstanzeige<\/strong><br>\nDie Schweizer Finanzbranche steht unter Druck: Nach SZ-Informationen wollen eidgen&ouml;ssische Banken deutsche Kunden dazu bewegen, unversteuertes Verm&ouml;gen dem Fiskus zu melden. Experten erwarten die bislang gr&ouml;&szlig;te Welle von Selbstanzeigen&hellip;<br>\nFreiwillig ist der Sinneswandel im Kapitalgewerbe nicht erfolgt. Eidgen&ouml;ssische Geldinstitute haben seit Jahren &Auml;rger mit deutschen Staatsanw&auml;lten und Steuerfahndern. Durchsuchungen, mehrere Tausend beschuldigte Kunden, Ermittlungen gegen eigene Mitarbeiter und Geldbu&szlig;en in H&ouml;he von insgesamt 200 Millionen Euro f&uuml;r die Credit Suisse und Julius B&auml;r sch&auml;digten den Ruf der helvetischen Finanzbranche.<br>\nDann scheiterte auch noch das geplante Steuerabkommen zwischen der Bundesrepublik und der Schweiz, das die Ermittler gebremst und die Banker vor weiterem Unheil bewahrt h&auml;tte. Jetzt bleibt Credit Suisse, Julius B&auml;r und all den anderen Geldh&auml;usern wie der UBS, bei denen gesch&auml;tzte 150 bis 200 Milliarden Euro aus Deutschland lagern, nur noch die Flucht nach vorn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schwarzgeld-aus-deutschland-schweizer-banken-draengen-kunden-zur-selbstanzeige-1.1614753\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man mag daran erkennen, wie sehr das von Sch&auml;uble verhandelte Steuerabkommen mit der Schweiz im Interesse der Banken war und wie wichtig es war dieses Abkommen im Bundesrat scheitern zu lassen. Der nordrhein-westf&auml;lische Finanzminister Norbert Walter-Borjans hat von Anfang an vorausgesagt, dass mit der Weigerung dieses Abkommen zu unterzeichnen, das Gesch&auml;ftsmodell (man k&ouml;nnte genauer gesagt auch von einem Steuerbetrugsmodell) der Schweizer Banken in Frage gestellt wird und dass Deutschland &ndash; entgegen der Aussagen von Sch&auml;uble &ndash; am l&auml;ngeren Hebel sitzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gesch&ouml;nte Arbeitsmarktdaten<\/strong><br>\nLaut amtlicher Statistik waren im Februar 3,156 Millionen Menschen arbeitslos&hellip;<br>\nSeit Beginn der 90er Jahre hat die Politik immer wieder Bereinigungsinstrumente eingef&uuml;hrt und bestimmte Gruppen so aus der Statistik verbannt. Arbeitslose, die &auml;lter als 58 Jahre oder kurzfristig erkrankt sind, die einen Ein-Euro-Job erledigen m&uuml;ssen oder sich in einer Weiterbildungsma&szlig;nahme befinden, werden nicht mehr mitgez&auml;hlt. Seit 2009 werden auch jene nicht mehr offiziell erfasst, deren Arbeitslosigkeit von privaten Jobvermittlern verwaltet wird. Zusammengenommen bel&auml;uft sich die Gruppe der Aussortierten oder Unterbesch&auml;ftigten, wie es bei der Beh&ouml;rde hei&szlig;t, auf derzeit 811.166 Personen. Dennoch werden die aktuell gemessenen Zahlen gern mit der Zeit von vor 20 Jahren verglichen.<br>\nW&uuml;rde man ehrlich z&auml;hlen, k&auml;me eine Arbeitslosenzahl von 3.967.408 heraus. Hinzu kommen 567.000 Menschen ohne Job, die von sich aus auf den Gang zum Arbeitsamt und auf ihren Leistungsanspruch verzichten. Hier spricht die Beh&ouml;rde von einer stillen Reserve, die allenfalls am Rande Erw&auml;hnung findet.<br>\nDamit ist klar, dass Arbeitslosigkeit nicht reduziert worden ist. Stattdessen hat neben der Statistiktrickserei eine Verschiebung innerhalb der Besch&auml;ftigungsarten stattgefunden. Es gibt heute weniger Vollzeitstellen als vor 20 Jahren, daf&uuml;r mehr prek&auml;re Besch&auml;ftigung im Teilzeit- und Minijobbereich. Das ist eine Entwicklung, die kaum als robust im Sinne von nachhaltig bezeichnet werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/03\/05\/geschoente-arbeitsmarktdaten-15594944\/\">Tautenhahn Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Informatiker-Geh&auml;lter: F&uuml;r den Fachkr&auml;ftemangel zu billig<\/strong><br>\nEine neue Studie der IG Metall weckt erneut Zweifel am Fachkr&auml;ftemangel &ndash; diesmal allerdings in einem Bereich, den auch Skeptiker als Mangelwirtschaft eingesch&auml;tzt hatten: die IT-Branche. &ldquo;Unternehmen und Verb&auml;nde beklagen, dass Computer und Software-Experten fehlen, und dann steigen die Geh&auml;lter 2012 durchschnittlich nur um zwei Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr,&rdquo; sagt Juan-Carlos Rio Antas: &ldquo;Das passt nicht zusammen.&rdquo; Rio Antas ist im Vorstand der IG Metall f&uuml;r die Branche zust&auml;ndig.&nbsp; G&auml;be es tats&auml;chlich einen Mangel an IT-Arbeitern, h&auml;tten die Geh&auml;lter explodieren m&uuml;ssen, erkl&auml;rt er. Sind sie 2012 aber nicht. Und ebenso wenig in den Jahren davor. &ndash; Fast identische Einkommenszuw&auml;chse wie die IG-Metall-Studie verzeichnet auch eine andere gro&szlig;e Untersuchung, was der Kritik am Schlagwort vom Fachkr&auml;ftemangel besonderes Gewicht verleiht. Die &ldquo;Verg&uuml;tungsstudie IT-Funktionen&rdquo; von der Beratungsfirma Personalmarkt und der Zeitschrift &ldquo;Computerwoche&rdquo; beziffert den Gehaltsanstieg der Branche auf 2,2 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/fachkraeftemangel-gehaelter-von-informatikern-steigen-um-zwei-prozent-a-886756.html#spCommentsBoxPager\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Seit Jahren versuchen die NachDenkSeiten den Mythos Fachkr&auml;ftemangel zu entzaubern, der Arbeitsmarktexperte Karl Brenke von DIW, der sich seit langer Zeit u.a. mit dieser Frage besch&auml;ftigt, spricht gar von einer von einer Fata Morgana. Selbst im vom damaligen DIW-Chef Zimmermann abgeschw&auml;chten DIW-Wochenbericht &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel kurzfristig noch nicht in Sicht&rdquo; hei&szlig;t es immer noch: &ldquo;F&uuml;r einen aktuell erheblichen Fachkr&auml;ftemangel sind in Deutschland kaum Anzeichen zu erkennen. Dies ergibt sowohl hinsichtlich der aktuellen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt als auch hinsichtlich der Situation bei der akademischen und betrieblichen beruflichen Ausbildung. Zudem sind die L&ouml;hne &ndash; ein Indikator f&uuml;r Knappheiten auf dem Markt &ndash; bei den Fachkr&auml;ften in den letzten Jahren kaum gestiegen. Auch in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren ist angesichts stark gestiegener Studentenzahlen noch nicht damit zu rechnen, dass in technisch-naturwissenschaftlichen Berufsfeldern ein starker Engpass beim Arbeitskr&auml;fteangebot eintritt.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Aber leider ist es halt so, dass man auch einem Klugen, der ein starkes Interesse hat, nicht mit der Wahrheit kommen kann. Und so wird auch wieder im Rahmen der CEBIT ganz gewiss die Sau Fachkr&auml;ftemangel durch die Fernsehstudios getrieben. Die Zeit ist im Herbst letzten Jahres einmal der Frage nachgegangen,&nbsp; warum die einen das Fachkr&auml;fteloch &ndash; es ging um Ingenieure &ndash; f&uuml;r eine Katastrophe halten &ndash; und die anderen f&uuml;r ein Hirngespinst? Und meinte, dass h&auml;tte viel mit Mathematik zu tun, damit, &ldquo;dass es eigentlich unm&ouml;glich ist, das Loch zu berechnen. Keiner wei&szlig;, wie viele Ingenieurstellen in Deutschland frei sind, das wird nirgendwo zentral erfasst. Es gibt zwar ein Verzeichnis bei der Agentur f&uuml;r Arbeit, aber das taugt nichts. Denn viele Unternehmer melden ihre freien Stellen nicht, deshalb kann man nur vermuten, wie gro&szlig; die Nachfrage nach Ingenieuren tats&auml;chlich ist. Auch das Angebot an Personal l&auml;sst sich schwer berechnen: Wie viele Ingenieure sind arbeitslos? Wie viele gehen ins Ausland? Wie viele gehen demn&auml;chst in Rente? So wird aus der einfachen Rechenaufgabe &ndash; Fachkr&auml;ftenachfrage minus Fachkr&auml;fteangebot ist gleich Fachkr&auml;ftemangel &ndash; eine Gleichung mit vielen Unbekannten. Noch komplizierter wird sie, wenn man wissen will, wie viele Ingenieure nicht jetzt, sondern in zwanzig Jahren fehlen: Werden dann mehr Schulabg&auml;nger studieren? Wird es bessere Maschinen geben, sodass man f&uuml;r dieselbe Arbeit weniger Menschen braucht? Werden mehr Frauen einen Beruf ergreifen? <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/campus\/2012\/04\/fachkraeftemangel\">Marktwirtschaften ver&auml;ndern sich mit der Zeit<\/a>.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Und dann folgen Sie Brenkes Beschreibung der &bdquo;mathematischen&ldquo; Methode des VDI: &ldquo;Einerseits werden die offenen Ingenieurstellen bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sowie Unternehmensangaben zu geplanten Einstellungen addiert, andererseits die arbeitslos gemeldeten Ingenieure subtrahiert. Entscheidend ist die dritte Grundrechenart: Die Zahl der laut Bundesagentur unbesetzten Ingenieurstellen wird mit 7,14 multipliziert &ndash; weil es weit mehr offene Stellen gebe, als die Beh&ouml;rden wissen. Dieser Faktor ist nahezu willk&uuml;rlich gew&auml;hlt, jedenfalls sehr hoch angesetzt. Er ver&auml;ndert die Zahl unter dem Strich immens. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/warum-der-mangel-an-ingenieuren-ein-mythos-ist-a-821166.html\">Und die Zahl unter dem Strich, genau das ist der Ingenieurmangel, den der VDI dann laut in die Welt posaunt<\/a>.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Wer sich mit der Thematik n&auml;her befassen m&ouml;chte, sei auf seinen <a href=\"http:\/\/mp3-download.swr.de\/swr2\/aula\/swr2aula_20121021_mythos_fachkraeftemangel.6444m.mp3\">Beitrag von Karl Brenke beim SRW hingewiesen [mp3 &ndash; 13,8 MB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die alten M&auml;nner haben ihre Zukunft hinter sich <\/strong><br>\nDie Agenda 2010 betrachtete man 2003 als &bdquo;alternativlos&ldquo;. Das kommt einem heute ja bekannt vor. Bei Frank Plasberg diskutierte dar&uuml;ber eine Runde mit Verursachern und Betroffenen der Reform&hellip;<br>\nDie deutsche Volkswirtschaft war tats&auml;chlich in einer schwierigen Lage gewesen. Die deutsche Einheit war noch nicht verdaut, der Euro erwies sich zu Beginn als Hypothek und die &Ouml;ffnung der M&auml;rkte mit dem Stichwort Globalisierung setzten den Industriestandort Deutschland unter Druck. Dazu kamen jene ber&uuml;hmten Finanzm&auml;rkte, deren Effizienz so gepriesen wurde, dass der ehemalige Bundesbankpr&auml;sident Hans Tietmeyer im Jahr 1996 in Davos diesen denkw&uuml;rdigen Satz sprach: &bdquo;Ich habe bisweilen den Eindruck, dass sich die meisten Politiker immer noch nicht dar&uuml;ber im Klaren sind, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzm&auml;rkte stehen und sogar von diesen beherrscht werden.&ldquo;&nbsp; Und &Ouml;konomen wie Hans-Werner Sinn bem&uuml;hten sich unter dem Stichwort &bdquo;Basar&ouml;konomie&ldquo; zu beweisen, dass selbst die heute wieder hoch gelobte deutsche Industrie ein Auslaufmodell sei.<br>\nIn Wirklichkeit waren Unternehmen und Gewerkschaften schon dabei gewesen, die Talfahrt durch Restrukturierung zu beenden. &bdquo;Moderne Sozialdemokraten&ldquo; wie Clement steckten angesichts dessen ratlos in der Sackgasse. So verfielen sie auf jene magische Zauberformel, die &uuml;berall propagiert worden war. Konsolidierung der Staatshaushalte bei gleichzeitigen Steuersenkungen f&uuml;r hohe Einkommensgruppen, K&uuml;rzungen von Sozialleistungen und ein Arbeitsmarkt, wo jeder wieder zum Schmied seines Gl&uuml;ckes werden durfte. Konkret bedeutete das, was gestern Abend 75 Minuten lang unter den Stichworten Hartz IV und prek&auml;re Besch&auml;ftigung diskutiert worden war&hellip;<br>\nDie Basis unserer Arbeitsmarkt- und Sozialordnung wird heute mit Begriffen wie Drohung, Einsch&uuml;chterung und Repressalien beschrieben. Wie sehr man sich an diese radikale kulturelle Ver&auml;nderung schon gew&ouml;hnt hat, wurde in einem Nebensatz Pottels deutlich als er seine damalige Situation schilderte: &bdquo;Auch wenn jetzt manche lachen m&uuml;ssen.&ldquo; Tats&auml;chlich existieren schon l&auml;ngst jene sozio-&ouml;konomischen Parallelwelten, wie in einem Einspieler mit Sichtweisen aus zwei D&uuml;sseldorfer Stadtteilen deutlich wurde. Wo in D&uuml;sseldorf-Garath, einem Ortsteil mit einem niedrigen Durchschnittseinkommen, Hartz IV als Dem&uuml;tigung beschrieben worden ist, ist es in besseren Wohnlagen wie D&uuml;sseldorf-Oberkassel ein Indiz f&uuml;r individuelles Versagen, sprich Faulheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/faz-net-fruehkritik\/fernseh-fruehkritik-hart-aber-fair-die-alten-maenner-haben-ihre-zukunft-hinter-sich-12103381.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung E.J.:<\/strong> Ein FAZ-Artikel mit Nachdenkseitenappeal, von dem man w&uuml;nschte,&nbsp;der Mitherausgeber der FAZ, Herr Steltzner, der gerne das deutsche Arbeitsmarktmodell&nbsp;als Vorbild f&uuml;r Frankreich und Europa anpreist,&nbsp;w&uuml;rde ihn zur Kenntnis nehmen. Zustimmend auch&nbsp;sehr viele Leserbriefe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Amazon: Emp&ouml;rend legal<\/strong><br>\nPolitik und Medien entr&uuml;sten sich &uuml;ber Niedriglohn-Unternehmen wie &raquo;Amazon&laquo;. Dabei machen diese nur, was seit zehn Jahren gesetzlich m&ouml;glich und politisch erw&uuml;nscht ist. Eine Analyse von Martin Staiger<br>\nDie meisten Missst&auml;nde in der einst so hochgelobten Dienstleistungsbranche lassen sich jedoch unter den geltenden rechtlichen Bestimmungen gar nicht abstellen. Auch das l&auml;sst sich aus dem Fall Amazon lernen. Denn das, was sich dort abgespielt hat, ist zwar in der Tat emp&ouml;rend &ndash; aber zu einem gro&szlig;en Teil nicht illegal. Von den Machenschaften des Security-Unternehmens, das Amazon inzwischen nicht mehr engagiert, einmal abgesehen, hat sich der Versandh&auml;ndler im Gro&szlig;en und Ganzen an geltendes Recht gehalten. Den &uuml;berwiegenden Teil der Belegschaft befristet anzustellen und nach Ende der Befristung nicht weiterzubesch&auml;ftigen, ist seit dem 2001 in Kraft getretenen Teilzeit- und Befristungsgesetz v&ouml;llig legal. Auch die nicht nur von Amazon genutzte M&ouml;glichkeit, Hartz-IV-Bezieher mehrere Wochen als unbezahlte Praktikanten zu besch&auml;ftigen, ist rechtlich m&ouml;glich. Und es gibt noch viele andere M&ouml;glichkeiten, um Lohn- und Sozialversicherungskosten zu sparen. Zum Beispiel den dauerhaften Einsatz von Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern. Oder die Aufspaltung von voll sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen in Mini- oder Teilzeitjobs, was im Einzelhandel oder im Gastgewerbe schon fast der Normalfall ist.<br>\nAuch die verst&auml;rkte Vergabe von Dienstleistungen auf der Basis von Werkvertr&auml;gen wird immer beliebter&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.publik-forum.de\/Politik-Gesellschaft\/amazon-empoerend-legal\">Publik Forum<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Reichensteuer teilweise verfassungswidrig?<\/strong><br>\nDer seit dem 1.1.2007 erhobene Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer von 45 % (&bdquo;Reichensteuer&ldquo;) ist in 2007 teilweise verfassungswidrig. Das hat das Finanzgericht FG D&uuml;sseldorf entschieden und die Frage zur Kl&auml;rung dem BVerfG vorgelegt.<br>\nDas FG ist mit seinem Vorlagebeschluss den Bedenken des Steuerpflichtigen gefolgt. Die Tatsache, dass im Jahr 2007 Arbeitnehmer mit Lohn- und Gehaltseink&uuml;nften sowie Steuerpflichtige mit Miet- oder Zinseink&uuml;nften einem Steuersatz von 45 % unterworfen w&uuml;rden, andere Steuerpflichtige (z.B. selbst&auml;ndige Unternehmer und Freiberufler) hingegen maximal 42 % zahlen mussten, h&auml;lt es f&uuml;r eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung.<br>\nDer Vorsitzende des 1. Senats, Berthold Meyer, f&uuml;hrt dazu klarstellend aus: &bdquo;Keinesfalls h&auml;lt das Gericht den Spitzensteuersatz oder gar den Einkommensteuertarif insgesamt f&uuml;r verfassungswidrig. Denn bei der Ausgestaltung des Steuersatzes kommt dem Gesetzgeber ein weiter Gestaltungsspielraum zu. Vor dem Gleichheitsgebot des Grundgesetzes l&auml;sst es sich aber nicht rechtfertigen, dass nur eine bestimmte Gruppe von Steuerpflichtigen &ndash; hier im Wesentlichen Arbeitnehmer sowie die Bezieher von Miet- und Zinseink&uuml;nften &ndash; in 2007 der sogenannten Reichensteuer unterworfen werden, andere Steuerpflichtige wie Unternehmer und Freiberufler hingegen nicht. Dabei ist zu ber&uuml;cksichtigen,&ldquo; so f&uuml;hrt Meyer weiter aus, &ldquo;dass sich die Entscheidung des Gerichts und damit die verfassungsrechtlichen Zweifel nur auf das Jahr 2007 beziehen. Mit dem Inkrafttreten der Unternehmenssteuerreform im Jahr 2008 unterfallen alle Steuerpflichtigen, egal welche Eink&uuml;nfte sie erzielen, bei hohem Einkommen dem Steuersatz von 45 %.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.haufe.de\/steuern\/rechtsprechung\/fg-pressemitteilung-reichensteuer-teilweise-verfassungswidrig_166_167850.html\">Haufe<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.justiz.nrw.de\/nrwe\/fgs\/duesseldorf\/j2012\/1_K_2309_09_E_Beschluss_20121214.html\">Finanzgericht D&uuml;sseldorf<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In diesem Urteil liegt eine gewisse Sprengkraft. K&ouml;nnte man doch daraus den Schluss ziehen, dass ganz generell die h&ouml;here Besteuerung der Arbeit gegen&uuml;ber Einkommen aus Kapitalertr&auml;gen eine Ungleichbehandlung darstellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nettoverzinsung in der privaten Krankenversicherung gesunken<\/strong><br>\nDie von den privaten Krankenversicherungsunternehmen erreichte Nettoverzinsung ihrer Anlagen hat sich seit 2007 erheblich verschlechtert. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung (17\/12233) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/11501) hervorgeht, erzielten 2011 nur noch acht von 48 Unternehmen eine Nettoverzinsung &uuml;ber vier Prozent. 2007 waren es noch 38 von 51 Unternehmen gewesen. Dagegen stieg die Zahl der Unternehmen, die weniger als 3,5 Prozent Zinsen erzielten, von drei auf 13 an. Im Branchendurchschnitt sank die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen nach Angaben der Regierung in diesem Zeitraum von 4,8 auf 4,1 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_03\/2013_119\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Weiterbau von S 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Erneut Chance f&uuml;r zukunftsgewandte Mobilit&auml;tspolitik vertan<\/strong><br>\n&ldquo;Mit der heutigen Entscheidung der Bahn-Aufsichtsr&auml;te wurde eine weitere Chance vertan, aus verkehrspolitischen Wahnsinnsprojekten wie S21 oder dem Hauptstadtflughafen BER aus- und in eine zukunftsgewandte Mobilit&auml;tspolitik umzusteigen&rdquo;, sagte Thomas Eberhardt-K&ouml;ster vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. &ldquo;Die 6,5 Milliarden Euro f&uuml;r S21 lie&szlig;en sich sinnvoll einsetzen, um eine &ouml;ffentliche Mobilit&auml;tsinfrastruktur aufzubauen, die sich an den Bed&uuml;rfnissen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger orientiert &ndash; und die dabei preiswert und &ouml;kologisch sinnvoll ist.&rdquo;<br>\nNotwendig seien daf&uuml;r unter anderem ein Ausbau des Schienennetzes sowie erweiterte und besser getaktete Verbindungen im Regional- und Fernverkehr.<br>\nWas sich bereits 2010 bei der so genannten Schlichtung abzeichnete, wird nach Ansicht von Attac durch die Entscheidung des Bahn-Aufsichtsrates erneut bekr&auml;ftigt: Weder die Schlichtung, noch die ihr folgenden Untersuchungen seien ergebnisoffen gef&uuml;hrt worden.<br>\nMindestens 6,5 Milliarden Euro wird das Stuttgart 21 kosten und damit doppelt so teuer sein, wie noch 2009 prognostiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.scharf-links.de\/42.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=33332&amp;tx_ttnews[backPid]=8&amp;cHash=fa021846ed\">Pressemitteilung attac auf scharf links<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auch wenn das Projekt 10 oder 12 Milliarden kosten wird, in Zukunft wird immer das Argument sein, dass ein Ausstieg teurer sein w&uuml;rde als der Ausstieg. Baden-W&uuml;rttemberg und Stuttgart sollten nur nicht glauben, dass sie an diesen Kosten beteiligt werden. Der Steuerzahler ohnehin, denn die &ouml;ffentlichen H&auml;nde haben 60 Prozent der Kosten zu tragen.<\/em><br>\n<em>Wie war doch noch der Text der Volksabstimmung:<\/em><br>\n<em>Die wahlberechtigten B&uuml;rger erhielten mit der Wahlbenachrichtigungskarte den Wortlaut des sogenannten Stuttgart-21-K&uuml;ndigungsgesetzes. Das Gesetz fordert die Landesregierung auf, &ldquo;K&uuml;ndigungsrechte&rdquo; f&uuml;r den Anteil des Landes an der Finanzierung von Stuttgart21 wahrzunehmen. Ein solches au&szlig;erordentliche K&uuml;ndigungsrecht gibt es aber erst dann, wenn S21 die vertraglich vereinbarte Kostenobergrenze von 4,5 Milliarden Euro durchbricht. Noch liegt die Deutsche Bahn bei ihrem Milliardenprojekt nach eigenen Angaben im Kostenrahmen. Im Wahllokal werden die B&uuml;rger dann einen Stimmzettel erhalten. Der Text der Frage lautet: &ldquo;Stimmen Sie der Gesetzesvorlage &ldquo;Gesetz &uuml;ber die Aus&uuml;bung von K&uuml;ndigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen f&uuml;r das Bahnprojekt Stuttgart 21&Prime; (S-21-K&uuml;ndigungsgesetz) zu?&rdquo; Die Frage musste dann mit &ldquo;Ja&rdquo; oder &ldquo;Nein&rdquo; beantwortet werden. Das bedeutet: Mit einem &ldquo;Ja&rdquo; spricht sich der W&auml;hler gegen das Milliardenprojekt aus, mit einem &ldquo;Nein&rdquo; stimmt man f&uuml;r die Mitfinanzierung durch das Land <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.volksabstimmung-wer-ja-sagt-meint-nein-zu-s21-page2.83647f31-f7a2-4702-9990-0e350f994e24.html\">und damit f&uuml;r die Fortsetzung des Bauprojekts<\/a>.<\/em><br>\n<em>Die Frage ist, ob mit dieser Abstimmung das Land das K&uuml;ndigungsrecht verwirkt hat. Wenn ja, dann d&uuml;rfte das Land (und auch die Stadt Stuttgart) in der Kostenpflicht sein.<\/em><br>\n<em>Kein Wunder, dass die Deutsche Bahn mit einer Klage droht.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Die Arbeitnehmervertreter der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft haben der beantragten Kosten&uuml;berschreitung auch zugestimmt. Beende die Bahn jetzt das Projekt Stuttgart 21, werde sie gegen&uuml;ber dem Land und der Stadt schadensersatzpflichtig. &bdquo;Uns h&auml;tte es geholfen, wenn Kretschmann und Kuhn erkl&auml;rt h&auml;tten, bei einem Abbruch der Bauarbeiten keine Regressanspr&uuml;che gegen die Deutsche Bahn zu stellen und sich an den Ausstiegskosten zu beteiligen&ldquo;, machte Kirchner deutlich. <a href=\"https:\/\/www.evg-online.org\/newsticker\/13_03_05_Stuttgart\/\">Eine solche Erkl&auml;rung wurde verweigert<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130306_s21.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein &uuml;bles Spiel mit gr&uuml;ner Beteiligung<\/strong><br>\nDer neue Tiefbahnhof in Stuttgart wird nicht mehr Z&uuml;ge bew&auml;ltigen als der alte. Dabei war das genau das Argument mit dem die B&uuml;rger gek&ouml;dert wurden. Die gr&uuml;ne Landesregierung wusste das und schwieg&hellip;<br>\nNun liegt stern.de ein Papier der gr&uuml;nen Landesregierung vor, das es in sich hat. Es ist ein &ldquo;Vermerk f&uuml;r die Sitzung des Ministerrats am 24. Mai 2011&rdquo;, verfasst wurde es vier Tage zuvor. Zur Erinnerung: Im M&auml;rz 2011 hatten die Gr&uuml;nen in Baden-W&uuml;rttemberg die Landtagswahlen gewonnen &ndash; vor allem wegen ihrer Kritik an Stuttgart 21&hellip;<br>\nAber sie wussten die ganze Zeit, dass das gr&ouml;&szlig;te Versprechen, n&auml;mlich Leistungssteigerung, ein falsches Versprechen war und ist. In dem Regierungsvermerk vom Mai 2011 hei&szlig;t es auf der Seite 5: &ldquo;Das Bemessungsprogramm von Stuttgart 21 sieht keinen Leistungszuwachs von 30 Prozent in der Spitzenstunde vor. Dementsprechend ist dies auch weder im Planfestellungsverfahren noch in den Finanzierungsvertr&auml;gen vorgesehen.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/stuttgart-21-ein-uebles-spiel-mit-gruener-beteiligung-1979664.html\">stern.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Kalkulierte Wut im schw&auml;bischen Dramolett<\/strong><br>\nSeinen Anfang genommen hatte das schw&auml;bische Koalitionsdramolett am Montagabend. Da gelangt ein Brief Kretschmanns an die &Ouml;ffentlichkeit, adressiert an Alexander Kirchner, den Eisenbahngewerkschafter und Vizeaufsichtsratschef. Darin spricht der Ministerpr&auml;sident zum ersten Mal aus, dass er zu &ldquo;konstruktiven Gespr&auml;chen&rdquo; &uuml;ber Alternativen zu Stuttgart 21 bereit sei. Der Ansto&szlig; dazu m&uuml;sse nur von Bahn oder Bund kommen&hellip;<br>\nClaus Schmiedel ist der Mann f&uuml;rs Grobe bei den Roten im S&uuml;dwesten, er bl&auml;st per Interview zum Gegenangriff. Einen &ldquo;beispiellosen Affront&rdquo; nennt er Kretschmanns Vorsto&szlig;: &ldquo;Das Angebot von Herrn Kretschmann, mit der Deutschen Bahn &uuml;ber Alternativen zu sprechen, ist ohne Wert, denn es fehlt im daf&uuml;r die Vollmacht. Dies belastet die weitere gemeinsame Arbeit.&rdquo; Koalitionskonsens sei schlie&szlig;lich: Die Volksabstimmung gilt, der Bahnhof wird gebaut.<br>\nDann bem&uuml;&szlig;igt sich Schmiedel, die Gr&uuml;nen daran zu erinnern, dass es im Landtag eh keine Mehrheit f&uuml;r einen Ausstieg gibt: Sollte der Aufsichtsrat sich von S 21 verabschieden wollen, w&uuml;rde die SPD zusammen mit der Opposition &ldquo;die Landesregierung beauftragen, die Deutsche Bahn auf Vertragserf&uuml;llung zu verklagen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/streit-zwischen-gruenen-und-spd-um-stuttgart-kalkulierte-wut-im-schwaebischen-koalitionsdramolett-1.1616529\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Leistungsschutzrecht<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Onlinedienste und Startups reagieren auf &ldquo;irrsinniges Gesetz&rdquo;<\/strong><br>\n&hellip; Selbst wenn die jetzt durchgewunkene Version eine abgemilderte Fassung des urspr&uuml;nglichen Gesetzesvorschlags darstellt und einzelne W&ouml;rter sowie &ldquo;kleinste Textausschnitte&rdquo; von einer Lizenzpflicht ausklammert, schafft sie dennoch eine immense Unsicherheit bei einer Vielzahl von Teilnehmern am Webgeschehen. Jetzt eventuell sogar noch st&auml;rker, da im Gesetzestext nicht definiert wird, wo ein &ldquo;kleinster Textausschnitt&rdquo; aufh&ouml;rt und ein lizensierungspflichtiges &ldquo;Snippet&rdquo; beginnt. Der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger (BDZV) interpretiert die schwammige Formulierung wenig verwunderlich zugunsten seiner Interessen und h&auml;lt Googles Darstellung von Textanrissen k&uuml;nftig f&uuml;r genehmigungspflichtig&hellip;<br>\nIn einem Blogbeitrag erkl&auml;rte Rivva-Macher Frank Westphal am Freitag, wie sich ihm f&uuml;r den weiteren Betrieb seines Angebots eigentlich nur zwei Optionen bieten: entweder, wie in den Anfangstagen von Rivva ausschlie&szlig;lich popul&auml;re Blogbeitr&auml;ge zu listen und von Verlagsinhalten die Finger zu lassen &ndash; was er aber gerne vermeiden m&ouml;chte &ndash; oder ganz auf Textanrisse der verlinkten Beitr&auml;ge zu verzichten. Als ersten Schritt dorthin hat Westphal die L&auml;nge der Vorschautexte auf 160 Zeichen beschr&auml;nkt, um damit erst einmal die Resonanz bei den Usern zu testen&hellip;<br>\n&Uuml;ber Monate und Jahre wird sich die deutsche Medien- und Webwelt nun dar&uuml;ber streiten, wie lang ein Textausschnitt sein darf, damit er nicht unter das Leistungsschutzrecht f&auml;llt und damit kostenfrei genutzt werden kann. Unterdessen gestaltet die Branche in anderen, weniger vom Regulierungs- und Kontrollwahn geplagten L&auml;ndern die Zukunft. Die deutsche Politik hat einen neuen Tiefpunkt in ihrer ohnehin gest&ouml;rten Haltung zum Internet erreicht. Das Schlimmste dabei ist: Einen Grund zu der Annahme, dass k&uuml;nftig kl&uuml;gere, nachhaltigere Beschl&uuml;sse gefasst werden, gibt es derzeit nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/netzwertig.com\/2013\/03\/04\/nach-bundestagsabstimmung-onlinedienste-und-startups-reagieren-auf-leistungsschutzrecht-beschluss\/\">netzwertig<\/a><\/li>\n<li><strong>Wenn zwei sich streiten &ndash; freut sich der Rechtsanwalt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dnzs-politik.blog.de\/2013\/03\/05\/zwei-streiten-freuen-rechtsanwaelte-15593005\/\">DNZS<\/a><\/li>\n<li><strong>Besinnt Euch<\/strong><br>\nGoogle profitiert genauso vom Journalismus wie der Journalismus von Google. F&uuml;r die Urheber wird es Zeit, sich von Verlagen genauso zu emanzipieren wie vom Suchmaschinenkonzern.<br>\nEs ist deshalb an der Zeit, dass sich die Urheber, um die es nach den wohlfeilen Worten so vieler Politiker ja zuvorderst geht, endlich emanzipieren, und zwar von beiden Seiten. Nichts w&auml;re im Moment n&ouml;tiger, als dass Autoren, Fotografen, Blogger, Journalisten und viele andere klar machen, dass es im Kampf zwischen Google und den Presseverlagen eine dritte Gruppe gibt, die weder auf der einen noch auf der anderen Seite steht, bevor ihre Interessen in diesem Kampf zermahlen werden. Man m&ouml;chte deshalb in Erinnerung an den vor kurzem verstorbenen St&eacute;phane Hessel allen Urhebern zurufen: Besinnt Euch! H&ouml;rt auf, Euch an den Verlagen festzubei&szlig;en. Haltet Sicherheitsabstand zu Google bzw. Taxi-Unternehmern, die zu viel Macht haben. Und denkt lieber mit dar&uuml;ber nach, wie Urheber in dieser Auseinandersetzung eine eigene, selbstbewusste Stimme entwickeln, die nicht auf Kopflehnen von Taxis ihren Widerhall findet, sondern in den K&ouml;pfen der Leser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/55017\/besinnt-euch\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Carta<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkels Illusion von der wachsenden IT-Industrie<\/strong><br>\nDie Kanzlerin er&ouml;ffnet die Cebit mit einer Rede zur F&ouml;rderung der IT-Wirtschaft. Und hat dabei M&uuml;he, das Versagen ihrer Politik zu kaschieren<br>\nWas also blieb in ihrer Rede &uuml;brig, um die IT-Wirtschaft zu f&ouml;rdern? Ein Traum. Zitat: &ldquo;Einer meiner Tr&auml;ume ist &ndash; vielleicht k&ouml;nnen [der polnische Ministerpr&auml;sident] Donald Tusk und ich das ja auch voranbringen &ndash;, dass wir f&uuml;r alle kleinen IT-Unternehmen in ganz Europa gleiche Gr&uuml;ndungsbedingungen haben, sodass jeder, der in Europa sein kleines Unternehmen gr&uuml;nden m&ouml;chte, nicht f&uuml;nfmal studieren muss, was alles in jedem der 27 L&auml;nder f&uuml;r eine Gr&uuml;ndung notwendig ist, sondern dass er sich dort ansiedeln kann, wo er will, dass er sich ansehen kann, wo die neugierigsten Menschen und die am besten ausgebildeten Leute sind.&rdquo; Klingt gut. Ist aber wirklich nur ein Traum.<br>\nReal hingegen sind Gesetze, die aus Sicht der IT-Industrie diese Entwicklung behindern, statt sie zu f&ouml;rdern. Zum Beispiel das zum Leistungsschutzrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2013-03\/merkel-cebit-it-industrie\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Angela Merkel ist doch nur eine Konservative<\/strong><br>\nNach Merkels Intervention ist klar: Die CDU tut nur das N&ouml;tigste. Das Verfassungsgericht hatte vor zwei Wochen entschieden, dass Homosexuelle ebenso wie Heteros die Adoptivt&ouml;chter und -s&ouml;hne ihrer Partner adoptieren d&uuml;rfen. Die Vorgabe, diese Sukzessivadoptionen zu erlauben, akzeptiert die CDU nun z&auml;hneknirschend. Doch die Debatte &uuml;ber weitere Schritte, etwa eine Gleichstellung beim Ehegattensplitting, stoppt Merkel.<br>\nOffenbar will sie sich lieber vom Gericht dazu zwingen lassen, statt sich den Vorwurf einzuhandeln, ein konservatives Herzensanliegen abzur&auml;umen. Dabei ist es nur eine Frage der Zeit, bis die n&auml;chste Watsche aus Karlsruhe droht&hellip;<br>\nMit Merkels Machtwort ist das Konzert vorerst beendet. Sie probt den Spagat zwischen konservativen Stammw&auml;hlern und dem modernen B&uuml;rgertum auf ihre Art. Die einen d&uuml;rfen kurzfristig an eine veraltete Politik glauben, die schon bald vom Karlsruher Bundesverfassungsgericht kassiert wird. Die anderen durften eine Woche lang besichtigen, dass es in der CDU ja auch moderne Stimmen gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2013\/03\/05\/a0091\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Geist gehorcht Geld<\/strong><br>\nDie Privatwirtschaft steckt Millionensummen in die Universit&auml;ten. Damit kann sie die Wissenschaft beeinflussen. Es braucht strengere Regeln.<br>\nVorsprung durch Verpflegung? An der ETH Z&uuml;rich k&ouml;nnen Forscher ihren Hunger neuerdings in der Alumni quattro Lounge stillen. Dort ist nicht nur die Pr&auml;sentation der H&auml;ppchen extravagant &ndash; von der Waadtl&auml;nder Saucisson bis zum Russenzopf wird alles im Einmachglas serviert. Auch das Finanzierungsmodell ist au&szlig;ergew&ouml;hnlich. Bezahlt hat die Mensa der Automobilhersteller Audi. Benannt hat er sie nach seinem Allradantrieb-Modell.<br>\nDie gesponserte Mensa ist nur das Amuse-Bouche. Firmen engagieren sich mit Abermillionen von Franken an staatlichen Universit&auml;ten. Sie finanzieren Bibliotheken, Labors &ndash; und vor allem: Lehrst&uuml;hle.<br>\nIm Gegenzug benehmen sich die Universit&auml;ten selbst wie Unternehmen. Sie verkaufen ihre Forschungsresultate, ihre Professoren gr&uuml;nden Start-ups und sitzen in Verwaltungsr&auml;ten von gewinnorientierten Firmen. Was aber macht das Geld mit dem Geist?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/10\/Uni-Sponsoring-Schweiz-Analyse\/komplettansicht\">Zeit.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In Bertolt Brechts &bdquo;Turandot oder Der Kongress der Wei&szlig;w&auml;scher&ldquo; hei&szlig;t es: &bdquo;Immer wenn ich den Brotkorb h&ouml;her ziehe, wei&szlig;t du, dass du etwas Falsches sagst, Los!&ldquo; Und den alte Bauer Sen l&auml;sst er sagen: &bdquo;Die Gedanken, die man hier kauft, stinken &hellip; &hellip;Man verkauft Meinungen wie Fische, und so ist das Denken in Verruf gekommen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>SWR3: Flopthema &ndash; Mein Topthema<\/strong><br>\nEs passiert so viel in der Welt &ndash; wie will man da noch auf dem Laufenden bleiben? Die verschiedenen Fernseh- und Radiosender bieten dazu die unterschiedlichsten Formate an, Nachrichten und Sondersendungen. Eins dieser Formate ist das &ldquo;SWR3 Topthema&rdquo;. Vom Radiosender SWR3 wird es beworben als &ldquo;der t&auml;gliche Info-Schwerpunkt in der SWR3-Nachmittagsshow&rdquo;. Ein aktuelles Thema wird ausgesucht, zu dem ein Reporter gegen 17.40 Uhr ausf&uuml;hrlicher berichtet, als das innerhalb der st&uuml;ndlichen Nachrichten m&ouml;glich ist. Eine gute M&ouml;glichkeit, sich einen tieferen Einblick in ein tagesaktuelles Geschehen zu verschaffen &ndash; wenn denn die Qualit&auml;t stimmt. Und das tut sie schon lang nicht mehr: &ldquo;SWR3 Flopthema&rdquo; &ndash; ein pers&ouml;nliches Topthema von Thorsten Reimnitz.<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/thorstenreimnitz.blogspot.com.es\/2013\/03\/swr3-flopthema-mein-topthema.html?spref=tw\">Thorsten Reimitz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Tschechischer Pr&auml;sident:&nbsp; V&aacute;clav Klaus wegen Hochverrats angeklagt<\/strong><br>\nEs ist eine historische Entscheidung: Der tschechische Senat erhebt wegen Hochverrats Klage gegen den scheidenden Pr&auml;sidenten Vaclav Klaus. Ihm wird vorgeworfen, er habe mit der Verk&uuml;ndung einer Gefangenenamnestie seine Machtbefugnisse &uuml;berschritten. Ausgangspunkt war die landesweite Emp&ouml;rung &uuml;ber die Amnestie, die der konservative Pr&auml;sident am Neujahrstag verk&uuml;ndet hatte. Demnach kamen in den vergangenen Wochen rund 7000 tschechische Strafgefangene, ein Drittel aller Gef&auml;ngnisinsassen, auf freien Fu&szlig;. Haupts&auml;chlich handelte es sich um Kleinkriminelle, vor allem Alte. Heftige Protest gab es aber, als nach einigen Tagen herauskam, dass unter den Beg&uuml;nstigten Dutzende verd&auml;chtiger Gesch&auml;ftsleute sind, die in den 1990er Jahren wegen spektakul&auml;rer Finanzskandale und Betrugsf&auml;lle angeklagt wurden. Zu ihrem Vorteil wirkte sich die von Klaus verf&uuml;gte Regelung aus, wonach alle Prozesse einzustellen sind, die l&auml;nger als acht Jahre dauern. Dadurch verlieren zigtausende Gesch&auml;digte Anspruch auf Schadensersatz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/tschechischer-praesident-vclav-klaus-wegen-hochverrats-angeklagt-1.1615753\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Noch vor einigen Tagen hatte ich beklagt, was in Europa einmal abgesehen von Berlusconi noch so alles m&ouml;glich sei und u.a. auf die Amnestie durch V&aacute;clav Klaus hingewiesen. Der konservative Vizepr&auml;sident des Senats, Jiri Pospisil, warnte, die Klage sei &ldquo;eine gro&szlig;e Bedrohung f&uuml;r das Ansehen der Tschechischen Republik im Ausland&rdquo;. Ansehensgewinn ist das richtige Wort &ndash; selbst wenn das Gericht der Klage nicht folgen w&uuml;rde. Die Klage bezieht sich auch auf die verz&ouml;gerte Ernennung von Richtern und die versp&auml;tete Unterzeichnung von internationalen Vertr&auml;gen, darunter einen Zusatz zum europ&auml;ischen Lissabon-Vertrag, der sich mit der Eurorettung befasste.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&ldquo;State of the Union Adress&rdquo; des US-Pr&auml;sidenten Barack Obama<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/dokumente\/%C2%BBwir-koennen-uns-nicht-einfach-zu-wohlstand-sparen%C2%AB\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nicht ohne Hintersinn haben die Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik Obamas Rede zur Nation getitelt: &ldquo;Wir k&ouml;nnen uns nicht einfach zu Wohlstand sparen&rdquo;. Nun hat der Pr&auml;sident noch manch anderes, auch Kritikw&uuml;rdiges, gesagt, aber es w&auml;re (zu) sch&ouml;n, wenn ein deutscher Politiker sich den Kern folgender Botschaft des US-Pr&auml;sidenten zu Gem&uuml;te f&uuml;hren w&uuml;rde:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Die meisten Amerikaner &ndash; Demokraten, Republikaner und Unabh&auml;ngige &ndash; wissen, dass wir uns nicht einfach zum Wohlstand k&uuml;rzen k&ouml;nnen. Sie wissen, dass umfassendes Wirtschaftswachstum eine ausgewogene Herangehensweise an den Defizitabbau erfordert, mit Ausgabenk&uuml;rzungen und Einkommenserh&ouml;hungen, und dass jeder seinen gerechten Beitrag leisten muss. Und diese Herangehensweise m&ouml;chte ich Ihnen heute Abend darlegen.&rdquo;<\/em><br>\n<em>(Most Americans &mdash; Democrats, Republicans, and independents &mdash; understand that we can&rsquo;t just cut our way to prosperity. They know that broad-based economic growth requires a balanced approach to deficit reduction, with spending cuts and revenue, and with everybody doing their fair share. And that&rsquo;s the approach I offer tonight.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wealth Inequality in America<\/strong><br>\nInfographics on the distribution of wealth in America, highlighting both the inequality and the difference between our perception of inequality and the actual numbers. The reality is often not what we think it is.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QPKKQnijnsM&amp;feature=youtu.be\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16403","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16403","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16403"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16403\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16405,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16403\/revisions\/16405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16403"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16403"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16403"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}