{"id":16438,"date":"2013-03-07T08:56:42","date_gmt":"2013-03-07T07:56:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438"},"modified":"2013-03-07T08:56:42","modified_gmt":"2013-03-07T07:56:42","slug":"hinweise-des-tages-1833","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h01\">Am Rand der Sch&ouml;nf&auml;rberei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h02\">Von der Leyen schlie&szlig;t die Schere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h03\">Sofortprogramm gegen Armut auf den Weg bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h04\">Armuts- und Reichtumsbericht: &ldquo;Umfairteilen statt vertuschen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h05\">Weniger Belastung f&uuml;r die wirtschaftlich St&auml;rksten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h06\">Stahlindustrie Nordwest: IG Metall erzielt Verhandlungsergebnis &ndash; 3 Prozent mehr Geld f&uuml;r Stahlarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h07\">Familienpflegezeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h08\">Ein gesetzlicher Mindestlohn zur Regulierung des Niedriglohnsektors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h09\">Nein zu unsozialen Vorschl&auml;gen f&uuml;r h&ouml;heres Rentenalter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h10\">Netzkostenbefreiung f&uuml;r stromintensive Unternehmen nichtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h11\">Zuwanderer unerw&uuml;nscht: Der erfahrene Migrationsforscher Klaus Bade legt eine ersch&uuml;tternde Bilanz vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h12\">Der Lidl und das Ei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h13\">Gesundheitliche Folgen von Fukushima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h14\">SPD legt Gesetzentwurf zu Arbeitsvertr&auml;gen in der Wissenschaft vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h15\">Antwort der Bundesregierung: Beziehungen von Gesch&auml;ftsbanken und Investmentbanken zur Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h16\">Werner R&uuml;gemer: Multimillion&auml;re streiten sich vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h17\">Der neue Medienwandel &ndash; Gewerkschaften m&uuml;ssen ihn aktiv gestalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h18\">Geplanter W&auml;hrungs-Beitritt: Lettland unterzeichnet Euro-Antrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h19\">Ch&aacute;vez und die USA &ndash; In Hassliebe vereint<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438#h20\">Dokumentarfilm im Ersten: T&ouml;te zuerst. Der israelische Geheimdienst Schin Bet<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16438&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Am Rand der Sch&ouml;nf&auml;rberei<\/strong><br>\nDie Botschaft der Ministerin ist klar: Seht her, was alles Gutes und Positives in meinem Bericht steht. Dumm nur, dass vor allem das f&uuml;r Aufsehen sorgt, was nicht in dem Bericht steht. Oder nicht mehr.<br>\nIm urspr&uuml;nglichen Entwurf stand: &bdquo;W&auml;hrend die Lohnentwicklung im oberen Bereich positiv steigend war, sind die unteren L&ouml;hne in den vergangenen zehn Jahren preisbereinigt gesunken.&ldquo; Und, so hie&szlig; es weiter, dies verletze das &bdquo;Gerechtigkeitsempfinden der Bev&ouml;lkerung&ldquo;. An der Stelle verlie&szlig; Leyen ihre Akribie. Erst wich sie der Frage, ob die Passage noch im Text stehe, aus. Beim Nachhaken gab sie zu: &bdquo;Da bin ich jetzt &uuml;berfordert.&ldquo; Sp&auml;ter am Nachmittag reicht ihr Ministerium nach, was mit einer einfachen Wortsuche klar war: Das &bdquo;Gerechtigkeitsempfinden&ldquo; taucht in dem Bericht nicht mehr auf. Daf&uuml;r schwammigere Formulierungen &uuml;ber &bdquo;Ungleichheiten&ldquo;, die zu &bdquo;Akzeptanzproblemen f&uuml;hren, wenn sie ein gesellschaftlich anerkanntes Ma&szlig; &uuml;bersteigen&ldquo;. Leyen ahnte das wohl und sagte zur Sicherheit: &bdquo;Eine Einkommensspreizung verletzt das Gerechtigkeitsempfinden der Bev&ouml;lkerung &ndash; der Satz stimmt und ist richtig.&ldquo; Nur, f&uuml;gt sie an, diese Spreizung habe nicht mehr zugenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/armutsbericht-am-rand-der-schoenfaerberei\/7889370.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Von der Leyen schlie&szlig;t die Schere<\/strong><br>\nArbeitsministerin von der Leyen nennt die umstrittenen Streichungen im Armutsbericht &ldquo;Aktualisierungen&rdquo; und wehrt sich gegen den Vorwurf, R&ouml;sler habe eine &ldquo;Sch&ouml;nf&auml;rberei&rdquo; durchgesetzt. Die &Auml;nderungen entz&uuml;rnen nun Sozialverb&auml;nde und Opposition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/armutsbericht-der-bundesregierung-von-der-leyen-schliesst-die-schere-1.1617044\">SZ<\/a> \n<p><strong>Dazu noch: Ende der Durchsage<\/strong><br>\n&ldquo;Akribisch&rdquo; habe sie sich vorbereitet, sagt Sozialministerin Ursula von der Leyen, als sie den entsch&auml;rften Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung vorstellt. Mit eiserner Miene spielt sie die inhaltlichen &Auml;nderungen zu &ldquo;Halbs&auml;tzen&rdquo; herab &ndash; bis sie ausgerechnet bei einem zentralen Punkt zugeben muss, &ldquo;&uuml;berfordert&rdquo; zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/von-der-leyens-geschoenter-armutsbericht-ende-der-durchsage-1.1617451\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sofortprogramm gegen Armut auf den Weg bringen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Volkssolidarit&auml;t fordert ein Sofortprogramm gegen Armut&ldquo;, erkl&auml;rte Verbandspr&auml;sident Prof. Gunnar Winkler am Mittwoch aus Anlass des Beschlusses des Bundeskabinetts zum 4. Armuts- und Reichtumsbericht. &bdquo;Das Programm kann finanziert werden, indem gro&szlig;e Verm&ouml;gen und Erbschaften st&auml;rker besteuert sowie der Spitzensteuersatz angehoben werden.&ldquo;<br>\nDer Armuts- und Reichtumsbericht d&uuml;rfe nicht folgenlos bleiben, betonte Winkler. &ldquo;Wir wollen uns nicht daran gew&ouml;hnen, dass in einem der reichsten L&auml;nder der Welt etwa zw&ouml;lf Millionen Menschen in Armut leben oder von Armut bedroht sind. &Uuml;ber diese Tatsachen k&ouml;nnen auch die Versuche nicht hinwegt&auml;uschen, die zunehmende Ungerechtigkeit der Verteilungsverh&auml;ltnisse zu vertuschen und Armut zu verharmlosen. Die ungeheure Konzentration von Reichtum in den H&auml;nden weniger erfordert ein Umverteilen f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialticker.com\/sofortprogramm-gegen-armut-auf-den-weg-bringen_20130306.html\">Sozialticker<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Armuts- und Reichtumsbericht: &ldquo;Umfairteilen statt vertuschen&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Nicht Halbwahrheiten und Besch&ouml;nigung sind gefragt, sondern politisches Handeln. Es ist h&ouml;chste Zeit, die Umverteilung von arm zu reich wieder umzukehren. Aus Gr&uuml;nden sozialer Gerechtigkeit und &ouml;konomischer Vernunft gleicherma&szlig;en&rdquo;, ist das Fazit Dieter Lehmkuhls, Mitinitiator der Initiative Verm&ouml;gender f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe.<br>\n&ldquo;Da die Bundesregierung offensichtlich Nachhilfe braucht, gehen mit dem B&uuml;ndnis &lsquo;Umfairteilen &ndash; Reichtum besteuern&rsquo; auch in diesem Jahr Tausende auf die Stra&szlig;e. Wir fordern die Wiedereinf&uuml;hrung einer dauerhaften Verm&ouml;gensteuer, die Erhebung einer einmaligen, europaweit koordinierten Verm&ouml;gensabgabe und eine wirksame Bek&auml;mpfung von Steuerhinterziehung&rdquo;, sagte Annette Sawatzki, vom Kampagnennetzwerk Campact.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/neuigkeiten\/detailansicht\/datum\/2013\/03\/06\/armuts-und-reichtumsbericht-umfairteilen-statt-vertuschen-1\/?no_cache=1\">attac<\/a> \n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130207_harm_bengen.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html%20\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Weniger Belastung f&uuml;r die wirtschaftlich St&auml;rksten<\/strong><br>\nDas Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaft hat untersucht, ob die Umverteilung durch Steuern funktioniert. Demnach werden Gutverdiener st&auml;rker mit Steuern und Abgaben belastet &ndash; mit einer Ausnahme.<br>\nAllerdings fanden die Wissenschaftler auch heraus, dass die wirtschaftlich St&auml;rksten relativ gesehen nicht die gr&ouml;&szlig;te Last f&uuml;r die Gemeinschaft tragen: Die Belastung mit Steuern und Sozialabgaben des einkommensst&auml;rksten Zehntels der Bev&ouml;lkerung ist weniger gro&szlig; als die Belastung der 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung, die direkt darunter liegen.<br>\n&ldquo;Verantwortlich daf&uuml;r ist, dass das obere Zehntel insgesamt etwas weniger belastet wird, sind die Sozialbeitr&auml;ge&rdquo;, sagt Autor Thilo Schaefer. Viele Gutverdiener und Selbstst&auml;ndige zahlen nicht in die gesetzlichen Krankenkassen ein, sondern sind privat versichert. Diese Beitr&auml;ge wurden in der Untersuchung nicht ber&uuml;cksichtigt.<br>\nHinzu kommt, dass die Beitr&auml;ge f&uuml;r die gesetzliche Krankenversicherung aber auch f&uuml;r die gesetzliche Rentenversicherung durch Beitragsbemessungsgrenzen gedeckelt sind und ab einer bestimmten Einkommensh&ouml;he auch mit steigendem Einkommen nicht mehr wachsen.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130307_belastung.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130307_belastung_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article114204174\/Weniger-Belastung-fuer-die-wirtschaftlich-Staerksten.html\">Die Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Wenn sogar das IW und die WELT die Ungerechtigkeit so deutlich sehen&hellip;<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens ist die Tabelle auch ein guter Beleg daf&uuml;r, dass das Gerede von den Menschen, die wegen niedriger Einkommen keine Steuern zahlen, nur Geschw&auml;tz ist. Fast 10% werden von Einkommen unter oder knapp &uuml;ber dem Existenzminimum als Mehrwertsteuer abgezogen, und &uuml;ber 22% insgesamt an Steuern und Sozialabgaben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Stahlindustrie Nordwest: IG Metall erzielt Verhandlungsergebnis &ndash; 3 Prozent mehr Geld f&uuml;r Stahlarbeiter<\/strong><br>\nNach 10-st&uuml;ndiger Verhandlung einigten sich die IG Metall und die Stahlarbeitgeber am fr&uuml;hen Mittwochmorgen in D&uuml;sseldorf auf ein Verhandlungsergebnis f&uuml;r die 75.000 Besch&auml;ftigten der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Ab dem 1. M&auml;rz 2013 erhalten die Stahlarbeiter um 3 Prozent h&ouml;here L&ouml;hne, Geh&auml;lter und Ausbildungsverg&uuml;tungen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von<br>\n15 Monaten bis zum 31. Mai 2014. Die Quote der Anspruchsberechtigten auf Altersteilzeit wird f&uuml;r diese Laufzeit von 4 auf 5 Prozent angehoben. Besch&auml;ftigte, die k&uuml;nftig einen Altersteilzeitvertrag abschlie&szlig;en, bekommen einen 2-prozentigen statt bisher 1-prozentigen Inflationsausgleich f&uuml;r die Abfindungszahlungen zum Renten&uuml;bergang.<br>\nF&uuml;r die Auszubildenden, die ab sofort Altersvorsorgewirksame Leistungen in Anspruch nehmen, konnte eine Verdoppelung des gegenw&auml;rtigen Arbeitgeberbeitrags auf 26,59 Euro erreicht werden. Der Anfang des Jahres ausgelaufene Tarifvertrag zur Besch&auml;ftigungssicherung wurde verl&auml;ngert. (&hellip;)Die IG Metall hatte bereits umfassende Warnstreiks geplant, die mit dem jetzt erzielten Verhandlungsergebnis ausgesetzt sind. Am Donnerstag, 7. M&auml;rz, wird die Tarifkommission in Sprockh&ouml;vel &uuml;ber den erreichten Verhandlungsstand informiert. Eine Entscheidung &uuml;ber die Annahme des Ergebnisses wird erst nach umfassender Diskussion in den Betrieben erfolgen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall-nrw.de\/Pressemitteilung.34.0.html?&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=1242&amp;tx_ttnews[backPid]=11&amp;cHash=f74cbbaff6\">IG Metall<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Ergebnis liegt unterhalb des &bdquo;neutralen Verteilungsspielraums&ldquo; von  Produktivit&auml;tszuwachs plus  Preissteigerung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Familienpflegezeit<\/strong><br>\nSeit dem 1. Januar 2012 haben 147 Personen bis zum 28. Januar 2013 eine Familienpflegezeitversicherung im Rahmen einer Familienpflegezeit abgeschlossen. Dies teilt die Bundesregierung in einer Antwort (17\/12330) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/12166) mit. In 118 F&auml;llen sei die Versicherung &uuml;ber die Gruppenversicherung des Bundesamtes f&uuml;r Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) erfolgt. Die durchschnittliche Dauer der Familienpflegezeit habe 14,73 Monate betrage. Die Regierung teilt zudem mit, dass sie das Anfang 2012 in Kraft getretenen Familienpflegezeitgesetz evaluieren lassen wird. Erst dann k&ouml;nnten verl&auml;ssliche Aussagen zur Nutzung der Familienpflegezeit gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_03\/2013_123\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wozu ist zu diesem offensichtlichen Flopp eigentlich noch eine Evaluation n&ouml;tig?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ein gesetzlicher Mindestlohn zur Regulierung des Niedriglohnsektors<\/strong><br>\nWer den Niedriglohnsektor eind&auml;mmen will, kommt an staatlicher Intervention nicht vorbei. Wegen des R&uuml;ckgangs der Tarifbindung und der gewerkschaftlichen Organisationsmacht funktioniert die kollektive Selbsthilfe nicht mehr. Selbst dort, wo Tarifvertr&auml;ge noch durchgesetzt werden k&ouml;nnen, sichern diese nicht zwingend ein existenzsicherndes Niveau. 13 Prozent der Tarifentgelte liegen unter 8,50 Euro (in Westdeutschland neun Prozent, in Ostdeutschland 28 Prozent), sieben Prozent unter 7,50 Euro.<br>\nDer Zweck der Festsetzung eines gesetzlichen Mindestlohns ist der Schutz der Besch&auml;ftigten und die Armutsbek&auml;mpfung. Der Mindestlohn muss, will er effektiv sein, das Existenzminimum sichern. Nun k&ouml;nnte man die Auffassung vertreten, f&uuml;r die Existenzsicherung habe der Staat durch Sozialtransfers zu sorgen, und hierf&uuml;r d&uuml;rften nicht mit Hilfe des Arbeitsrechts die Unternehmen in Haftung genommen werden. Das &uuml;bersieht indes zweierlei: Zum einen kommt es einer auch ordnungspolitisch verfehlten indirekten Form der Subventionierung von Marktteilnehmern gleich, wenn Unternehmen Niedrigl&ouml;hne zahlen im Wissen darum, dass die Besch&auml;ftigten zur Existenzsicherung erg&auml;nzende Hilfe des Staates in Anspruch nehmen m&uuml;ssen (sog. &bdquo;Aufstocker&ldquo; durch erg&auml;nzende Inanspruchnahme von Arbeitslosengeld II, &bdquo;Hartz IV&ldquo;). Das Nebeneinander von Lohn und steuerfinanzierter Aufstockung hat marktverzerrende Subventionswirkungen. Zum zweiten kann es der Sozialstaat zwar theoretisch zulassen, Lohndumping durch staatliche Leistungen zu subventionieren, er kann aber auch kraft seiner demokratischen Legitimation zur verbindlichen Normsetzung in die privat-rechtlichen Vertragsbeziehungen intervenieren und dadurch die &bdquo;Freiheit zum Lohndumping&ldquo; begrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/20-2013\/++co++4d6b4162-85a3-11e2-b0ec-52540066f352\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was die H&ouml;he des Mindestlohns anbetrifft, ist folgende Berechnung interessant.  Legt man den Arbeitslosengeld II-Regelsatz (plus Kosten der Unterkunft plus Erwerbst&auml;tigenfreibetrag) zugrunde, k&auml;me man auf einen Bruttostundenlohn (bei einer 40-Stunden-Woche) in H&ouml;he von 8,50 Euro. D.h. 8.50 Euro entsprechen in etwa dem Hartz-Regelsatz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nein zu unsozialen Vorschl&auml;gen f&uuml;r h&ouml;heres Rentenalter<\/strong><br>\nDie Volkssolidarit&auml;t wendet sich vehement gegen alle Vorhaben und Vorschl&auml;ge, das Renteneintrittsalter noch weiter zu erh&ouml;hen&ldquo;, erkl&auml;rte der Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am Mittwoch. &bdquo;Die steigende Lebenserwartung dank des medizinischen und sozialen Fortschritts als Argument f&uuml;r einen noch sp&auml;teren Rententritt zu missbrauchen, ist demagogisch. Entsprechende aktuelle Vorschl&auml;ge k&ouml;nnen nur als unverantwortlich und absurd abgelehnt werden.&ldquo; Die vermeintlichen Kosten der Bev&ouml;lkerungsentwicklung w&uuml;rden st&auml;ndig neu berechnet, kritisierte Winkler. &ldquo;Es fehlt aber an der Gegenrechnung, wie durch eine steigende Produktivit&auml;t in der Wirtschaft die Mittel zur Verf&uuml;gung gestellt werden k&ouml;nnen, um die erforderliche Lebensqualit&auml;t f&uuml;r alle auch im Alter zu bewahren&rdquo;, betonte der Verbandspr&auml;sident. (&hellip;) Statt das Vertrauen in die gesetzliche Rente weiter zu zerst&ouml;ren, sind Vorschl&auml;ge und Ma&szlig;nahmen notwendig, sie wieder auf das Ziel eines sicheren Lebensstandards im Alter auszurichten.&rdquo; Dazu sei es auch notwendig, die weitere Absenkung des Rentenniveaus zu stoppen. F&uuml;r die Volkssolidarit&auml;t geh&ouml;re dazu ebenso ein entschiedenes Vorgehen gegen Niedrigl&ouml;hne, prek&auml;re Besch&auml;ftigung und zum Abbau von Arbeitslosigkeit ebenso wie die Abschaffung der K&uuml;rzungsfaktoren bei den Rentenanpassungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/pressemitteilung_rentenalter.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Netzkostenbefreiung f&uuml;r stromintensive Unternehmen nichtig<\/strong><br>\nDas OLG D&uuml;sseldorf hat entschieden, dass die Verordnungsregelung zur Befreiung stromintensiver Unternehmen von den Netzkosten nichtig ist.<br>\nDie &Auml;nderung des &sect; 19 Abs. 2 Stromnetzentgeltverordnung ist seit dem 04.08.2011 in Kraft, wonach stromintensive Unternehmen von der Zahlung der Strom-Netzentgelte befreit werden k&ouml;nnen. Die &Auml;nderung hatte der Bundestag in der Sitzung vom 30.06.2011 beschlossen. Bis zur &Auml;nderung im August 2011 konnten stromintensive Unternehmen mit ihrem Netzbetreiber nur ein individuelles, bis auf 20% reduziertes Netzentgelt vereinbaren, das die Regulierungsbeh&ouml;rde genehmigen konnte. Der Umfang der Reduzierung musste dem netzkostensenkenden Nutzungsverhalten des stromintensiven Letztverbrauchers angemessen Rechnung tragen.<br>\nSeit der &Auml;nderung k&ouml;nnen sich Unternehmen grunds&auml;tzlich von den Netzentgelten befreien lassen, wenn sie mehr als 7.000 Arbeitsstunden und 10 Gigawattstunden Strom pro Jahr abnehmen. Die f&uuml;r die Netzbetreiber entstehenden Einnahmeausf&auml;lle werden ab dem Jahr 2012 dadurch ausgeglichen, dass die an sich von den stromintensiven Betrieben zu zahlenden Netzentgelte bundesweit auf die &uuml;brigen Endkunden, Verbraucher und Unternehmen, umgelegt werden. Das Nettonetzentgelt macht etwa 20% des Haushaltskundenstrompreises aus (Jahresbericht 2011 der Bundesnetzagentur).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.juris.de\/jportal\/portal\/page\/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA130300732&amp;cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp\">Juris<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;ber diese Verlagerung der Stromkosten auf den Normalverbraucher wurde bisher noch gar nicht diskutiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zuwanderer unerw&uuml;nscht: Der erfahrene Migrationsforscher Klaus Bade legt eine ersch&uuml;tternde Bilanz vor<\/strong><br>\nDie Vortragsabende sind f&uuml;r Klaus Bade oft Abende, an denen er nur mit Personenschutz sprechen will. Es sind Abende, zu denen im Internet zum St&ouml;ren aufgerufen wird. Dem &lsquo;Volksverr&auml;ter&rsquo; wird gedroht von Schreibern, die die Polizei leider nicht ermitteln kann. Die Erfahrungen des Historikers zeigen, wie hasserf&uuml;llt die Debatte um Migration in Deutschland vielerorts immer noch gef&uuml;hrt wird. Diese Erlebnisse erkl&auml;ren Thema und Duktus des Buches, das einer der renommiertesten Migrationsforscher nun vorlegt: &lsquo;Kritik und Gewalt&rsquo; hei&szlig;t es. Bade hat eine lesenswerte Abrechnung geschrieben, mit Islamkritikern, die er stets in Anf&uuml;hrungszeichen setzt, mit der Sarrazin-Debatte und mit all den Hetzern auf Internetforen, die im Schutz der Anonymit&auml;t ihren polemischen Mist aussch&uuml;tten. &ndash;&nbsp; Seit der Jahrtausendwende sah er endlich die Fr&uuml;chte seines jahrelangen Begehrens reifen, eine aktive Integrationspolitik &ndash; und eine wachsende Offenheit f&uuml;r Einwanderer. Doch der Abschluss des Jahrzehnts schien all dies wieder einzurei&szlig;en &ndash; in der Debatte um Thilo Sarrazins Bestseller &lsquo;Deutschland schafft sich ab&rsquo;.<br>\nBade macht nicht den Fehler, Sarrazins Feststellungen einfach vom Tisch zu wischen; der SPD-Politiker habe bekannte Probleme angesprochen, allerdings dabei polemisch &uuml;berzogen, sodass eine konstruktive politische Auseinandersetzung nicht in Gang gekommen sei. Was bleibt, ist eine gegenseitige Entfremdung zwischen Einheimischen und Einwanderern aus muslimischen L&auml;ndern &ndash; das gilt auch f&uuml;r Anw&auml;lte, Forscher und andere, die sich l&auml;ngst als Angeh&ouml;rige der deutschen Gesellschaft gesehen haben und nicht als Muslime. Die Debatte habe gro&szlig;en Schaden angerichtet, schreibt Bade und macht bekannten Publizisten schwere Vorw&uuml;rfe: Necla Kelek, Henryk M. Broder und Ralph Giordano seien &lsquo;Wegbereiter des Islamhasses&rsquo;; und ihre Argumente werden auf Hass-Foren aufgegriffen, die &lsquo;Fahndungslisten&rsquo; posten und wo &lsquo;Todesurteile&rsquo; gegen Politiker und Forscher verlangt werden. &ndash; Warum aber fand die Sarrazin-Debatte derartige Resonanz? Hier wird Bade sehr soziologisch, sieht in der Diskussion eine &lsquo;eskapistische Ersatzdebatte&rsquo;, die die n&ouml;tige Auseinandersetzung dar&uuml;ber umgangen habe, wie sich die Einwanderungsgesellschaft eigentlich verstehen will. Grob gesagt: Verunsicherte Einheimische grenzen sich gegen&uuml;ber Muslimen ab, um sich ihrer selbst zu vergewissern. Auf die konkreten, besorgniserregenden Begleiterscheinungen der Zuwanderung wie gewaltbereite Islamisten, archaische Familienhierarchien oder Migranten-Machismo geht Bade nicht ein. Dieser Hintergrund der Debatte versinkt leider im Abstrakten. Das unterscheidet sein Buch von &lsquo;Neuk&ouml;lln ist &uuml;berall&rsquo; vom Berliner Bezirksb&uuml;rgermeister Heinz Buschkowsky, das von der Stra&szlig;e, von Anekdotischem lebt und blo&szlig; gelegentlich auf statistisches Material zur&uuml;ckgreift. Beide Seiten argumentieren ganz unterschiedlich. Und das ist schade, denn ein Aufeinanderprall ihrer Welten k&ouml;nnte durchaus erhellend sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kjbade.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/20130226_zuwanderer-unerwuenscht_SZ.pdf\">SZ [PDF &ndash; 648 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Grunde ist der Satz &ldquo;Verunsicherte Einheimische grenzen sich gegen&uuml;ber Muslimen ab, um sich ihrer selbst zu vergewissern&rdquo; ungeheuerlich. Nur fragt sich, welche Notwendigkeit bestand f&uuml;r jene saturierten, meist schon etwas &auml;ltere Mitb&uuml;rger, die Sarrazin- Veranstaltungen besuchten, sich ihrer selbst zu vergewissern. Worin besteht die existenzielle Bedrohung dieser doch meist relativ gut gestellten &ldquo;konservativen&rdquo; Mitb&uuml;rger?&nbsp; Dass Menschen die arbeitslos und perspektivlos&nbsp; Hartz IV beziehen, im Niedriglohnsektor arbeiten, kurzum ein &auml;u&szlig;erst prek&auml;res Leben f&uuml;hren, dass T&uuml;rken in &auml;hnlicher Situation, dazu noch st&auml;rker von der deutschen Normalgesellschaft ausgeschlossen, ihrer Lebenssituation nur wenig Selbstvergewisserung abgewinnen k&ouml;nnen und&nbsp; ihr Heil in der Ablehnung der jeweiligen Gegenkultur suchen, verwundert wenig. Aber was treibt einen Horst Seehofer an, wenn er vor &ldquo;Migranten aus fremden Kulturkreisen&rdquo; warnt und &ldquo;bis zur letzten Patrone&rdquo; gegen die &ldquo;Zuwanderung in den deutschen Sozialstaat&rdquo; k&auml;mpfen will. Definiert sich seine W&auml;hlerklientel tats&auml;chlich erst &uuml;ber die Verteidigung &ldquo;westlicher\/deutscher Werte&rdquo; gegen Migranten, Asylanten oder &bdquo;Zigeuner&ldquo;. Armes Deutschland! Es w&uuml;rde interessieren, was den Neonazi, der in Ostdeutschland No-Go-Areas f&uuml;r Ausl&auml;nder durchsetzt, mit konservativen, bayrischen W&auml;hlern verbindet. F&uuml;r beide Gruppen ist allerdings Sarrazin kraft seiner &Auml;mter als Senator in Berlin und als&nbsp; Bundesbanker zu einer Art Thomas von Aquin (Entschuldigung Thomas) fremdenfeindlicher Selbstfindung geworden. Wir k&ouml;nnen von Gl&uuml;ck reden, dass Sarrazin nicht das Charisma und wohl auch nicht die Absicht f&uuml;r die Gr&uuml;ndung einer modernen, neokonservativen Partei hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Lidl und das Ei<\/strong><br>\nDie Eink&auml;ufer von Aldi, Netto und Norma, hei&szlig;t es in der Lebensmittelbranche, verhandelten hart, aber deren H&auml;ndler ben&auml;hmen sich anst&auml;ndig, es gebe Verbindlichkeit und Lieferantentreue. Anders sei es bei Lidl, ist zu h&ouml;ren: Dessen Eink&auml;ufer tr&auml;ten arrogant auf, drohten schnell mit der &bdquo;Auslistung&ldquo; der Waren. Sie w&uuml;rden Mitarbeiter ihrer Lieferanten pers&ouml;nlich beleidigen. Etwas besser sei der Umgang Rewe und Edeka &ndash; aber auch die h&auml;tten zuletzt Verhandlungsmethoden des Discounts &uuml;bernommen&hellip;<br>\nDann benehmen sich Eink&auml;ufer wie die Mafia. Sie m&uuml;ssen sich daf&uuml;r nie rechtfertigen. Die Eink&auml;ufer instrumentalisieren es auch gern, wenn ein Unternehmen oder eine Branche negative Schlagzeilen hatte, um die Preise weiter zu dr&uuml;cken &ndash; wobei doch gerade das &bdquo;immer Billiger&ldquo; als eine Ursache f&uuml;r Missst&auml;nde gilt. Einige Hersteller liefern gar nicht mehr an Discountketten, wie Bredford aus Osnabr&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/lebensmittel\/lebensmittel-der-lidl-und-das-ei-12099364.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gesundheitliche Folgen von Fukushima<\/strong><br>\nZum zweiten Jahrestag der von einem Erdbeben ausgel&ouml;sten Atomkatastrophe vom 11. M&auml;rz 2011 in Japan legt die atomkritische &Auml;rzteorganisation IPPNW eine quantitative Absch&auml;tzung der &bdquo;Gesundheitlichen Folgen von Fukushima&ldquo; vor.<br>\nDer Report dokumentiert besorgniserregende Befunde, die schon jetzt, nur zwei Jahre nach dem Super-GAU sichtbar werden. Der N&uuml;rnberger Wissenschaftler Dr. Alfred K&ouml;rblein fand f&uuml;r ganz Japan einen signifikanten R&uuml;ckgang der Geburten genau 9 Monate nach Fukushima. Von 4.362 fehlenden Geburten im Dezember 2011 entfielen nur 209 auf die Pr&auml;fektur Fukushima. Eine erh&ouml;hte S&auml;uglingssterblichkeit u.a. &bdquo;exakt&ldquo; neun Monate nach Beginn der Katastrophe ist ein weiteres Anzeichen daf&uuml;r, wie sehr dieses Land insgesamt und eben keineswegs nur die Pr&auml;fektur Fukushima von diesem Atomunfall betroffen ist. Besonders erschreckend sind die j&uuml;ngsten Zahlen &uuml;ber Schilddr&uuml;senzysten und -knoten bei mehr als 55.000 Kindern allein in der Pr&auml;fektur Fukushima &ndash; und diese ist nur eine von 47 japanischen Pr&auml;fekturen dieser dicht besiedelten Inseln, &uuml;ber die rund 20 Prozent der in die Atmosph&auml;re freigesetzten Radionuklide niederging (ca. 80% der atmosph&auml;rischen Freisetzungen kontaminierten das Meer). Anders als bei Erwachsenen sind derartige Schilddr&uuml;senver&auml;nderungen bei Kindern &bdquo;als Krebsvorstufen&ldquo; anzusehen, so der ehemalige Chefarzt der Herforder Kinderklinik, Dr. Winfrid Eisenberg, einer der Autoren der IPPNW-Studie. Die &Auml;rzteorganisation empfiehlt daher eindringlich, in ganz Japan systematische Schilddr&uuml;senuntersuchungen bei Kindern durchzuf&uuml;hren.<br>\nPrognosen &uuml;ber die zu erwartenden Krebserkrankungen infolge der deutlich erh&ouml;hten &bdquo;Hintergrundstrahlung&ldquo; in Japan wie auch aufgrund des Verzehrs von radioaktiv kontaminierten Nahrungsmitteln sind mit vielen Unsicherheiten behaftet. Die &Auml;rzteorganisation IPPNW hielt es dennoch f&uuml;r erforderlich, der Welt&ouml;ffentlichkeit zumindest auf der Grundlage der bislang verf&uuml;gbaren Daten n&auml;herungsweise die Dimension dieser Nuklearkatastrophe vor Augen zu f&uuml;hren. Auf der Basis von Ver&ouml;ffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften &uuml;ber die Bodenkontamination mit radioaktivem C&auml;sium bzw. aufgrund von Messungen der Ortsdosisleistungen im Herbst 2012 kommen die IPPNW-Autoren Henrik Paulitz, Dr. Winfrid Eisenberg und Reinhold Thiel in drei alternativen Absch&auml;tzungen auf rund 20.000 bis 40.000 Krebserkrankungen aufgrund der &bdquo;&auml;u&szlig;eren Strahlungsbelastung&ldquo; in Japan. Diese Zahlen ergeben sich, wenn man mit dem Risikofaktor von 0,1\/Sv rechnet, den auch die Weltgesundheitsorganisation WHO inzwischen annimmt. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen muss man allerdings von einem doppelt so hohen Risiko und somit von bis zu 80.000 Krebserkrankungen aufgrund der externen Strahlenbelastung ausgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Atomenergie\/Fukushima\/Gesundheitliche_Folgen_Fukushima_final.pdf\">IPPNW [PDF &ndash; 945 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>SPD legt Gesetzentwurf zu Arbeitsvertr&auml;gen in der Wissenschaft vor<\/strong><br>\nImmer mehr Wissenschaftler werden nur noch befristet eingestellt. Vor allem der wissenschaftliche Nachwuchs ist von dieser Praxis betroffen, die teilweise erheblich von den &bdquo;Regelungszielen&ldquo; abweicht, &bdquo;die mit dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz angestrebt werden&ldquo;, schreibt die SPD in ihrem Gesetzentwurf &bdquo;Entwurf eines Ersten Gesetzes zur &Auml;nderung des Gesetzes &uuml;ber befristete Arbeitsvertr&auml;ge in der Wissenschaft (1. WissZeitVG-&Auml;ndG)&ldquo; (17\/12531).<br>\nDer hohe Anteil befristeter Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse mit sehr kurzen Laufzeiten von unter einem Jahr lasse eine sachlich ungerechtfertigte Benachteiligung der Arbeitnehmer vermuten. Ferner w&uuml;rden die mit einer Promotion verbundenen Qualifizierungsziele oft nicht hinreichend gew&auml;hrleistet. Da vertragliche Vereinbarungen &uuml;ber die jeweiligen Rechte und Pflichten oft nicht getroffen w&uuml;rden, h&auml;tten die Arbeitnehmer im Bedarfsfall keine Handhabe gegen zu hohe Arbeits- und Lehrleistungen, eine mangelhafte Betreuung und Beratung oder zur Sicherung ihrer eigenen Qualifizierung.<br>\nZudem stellt die SPD fest, dass es eine unterschiedliche Anrechnungspraxis von studienbegleitenden befristeten Arbeitszeiten gebe. Auch die Anrechnung von Elternzeiten, Betreuungs- und Pflegezeiten auf die zul&auml;ssigen Befristungsgrenzen sei unzureichend geregelt.<br>\nDer Gesetzentwurf sieht die Einf&uuml;hrung von Mindestlaufzeiten f&uuml;r befristete Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse vor, die auf Grundlage des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes geschlossen werden. In der Qualifizierungsphase soll w&auml;hrend der Promotion das Qualifizierungsziel der Besch&auml;ftigung durch eine entsprechende Betreuungsvereinbarung gesichert werden. Nach der Promotion sollen nur in begr&uuml;ndeten F&auml;llen Befristungslaufzeiten von 24 Monaten unterschritten werden k&ouml;nnen. Zudem schl&auml;gt die SPD vor, dass f&uuml;r Befristungen aufgrund der &uuml;berwiegenden Drittmittelfinanzierung, die Laufzeit der Arbeitsvertr&auml;ge den Bewilligungszeitraum der Drittmittel nicht unterschreiten darf. Bei l&auml;ngeren Bewilligungslaufzeiten solle der Vertrag mindestens 24 Monate laufen. Diese Voraussetzung soll auch f&uuml;r das nichtwissenschaftliche oder nichtk&uuml;nstlerische Personal gelten. Ohne die vorgeschlagenen Anpassungen bliebe ein inakzeptables Missbrauchspotenzial der Befristungsregelungen zum Nachteil der Arbeitnehmer in der Wissenschaft bestehen, ist sich die SPD sicher und geht davon aus, dass keine zus&auml;tzlichen Kosten entstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_03\/2013_122\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Antwort der Bundesregierung: Beziehungen von Gesch&auml;ftsbanken und Investmentbanken zur Bundesregierung<\/strong><br>\nDie Bundesregierung unterh&auml;lt aufgabenbedingt eine Vielzahl von Kontakten zu Banken und Unternehmen. Wie aus einer Antwort der Regierung (17\/12332) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17\/11456) hervorgeht, hatten seit Beginn der Legislaturperiode die Bundeskanzlerin zw&ouml;lf und der Chef des Bundeskanzleramtes drei Kontakte mit bestimmten Banken. Staatsminister Eckart von Klaeden (CDU) hatte nach diesen Angaben insgesamt 35 Bankkontakte, davon 23 mit Goldman Sachs. 93 Banken-Kontakte werden f&uuml;r das Finanzministerium aufgef&uuml;hrt und 54 f&uuml;r das Wirtschaftsministerium.<br>\nDie Linksfraktion hatte nach Kontakten der Regierung zu folgenden Instituten gefragt: Deutsche Bank AG, Commerzbank AG, Goldman Sachs &amp; Co., JP Morgan Chase &amp; Co., Bank of America, Meril Lynch, Barclays Capital, UBS Ag und Credit Suisse AG.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/123\/1712332.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 131 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Werner R&uuml;gemer: Multimillion&auml;re streiten sich vor Gericht<\/strong><br>\nAm Mittwoch vergangener Woche begann vor dem K&ouml;lner Landgericht einer der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsstrafprozesse der deutschen Nachkriegszeit. Bis Ende dieses Jahres sind 78 Verhandlungstage angesetzt. Angeklagt sind die vier Chefs der K&ouml;lner Traditionsbank Bank Sal. Oppenheim und der Immobilien-Tycoon Josef Esch, der mithilfe der gemeinsamen Esch-Oppenheim Holding 72 aufwendige Immobilienprojekte hochgezogen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=18820\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der neue Medienwandel &ndash; Gewerkschaften m&uuml;ssen ihn aktiv gestalten<\/strong><br>\nDie Medienpolitik ist f&uuml;r den DGB ein Arbeitsgebiet, das ebenso wichtig ist, wie andere Bereiche. Denn was nutzen die von uns erarbeiteten Inhalte, was nutzen unsere Forderungen und Positionen, wenn niemand diese mehr in die &Ouml;ffentlichkeit tr&auml;gt? Was nutzt es, auf Missst&auml;nde hinzuweisen, wenn diese von der breiten Bev&ouml;lkerung nicht als Teil ihrer Wirklichkeit empfunden werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/20-2013\/++co++a6f90662-8597-11e2-90a9-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Geplanter W&auml;hrungs-Beitritt: Lettland unterzeichnet Euro-Antrag<\/strong><br>\nDer Euro ist in der Krise, trotzdem wollen die Balten dabei sein: Die lettische Regierung hat offiziell Antrag auf Mitgliedschaft in der W&auml;hrungsunion gestellt. Von 2014 an will das Land mit Euros zahlen. Forderungen, erst einmal die Letten selbst zu fragen, ignoriert Ministerpr&auml;sident Dombrovskis. Das Land will am 1. Januar 2014 seinen Lats durch den Euro abl&ouml;sen und erf&uuml;llt nach eigenen Angaben seit September 2012 s&auml;mtliche Maastricht-Kriterien. Finanzminister Vilks bezeichnete den Antrag als historisch: &ldquo;Schnelleres Wirtschaftswachstum ist m&ouml;glich, wenn Lettland Teil der Euro-Zone wird.&rdquo;Ein Argument f&uuml;r einen baldigen Beitritt Lettlands liefern auch die Experten der Ratingagentur Fitch: Sie berichten laut der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti, dass sich Lettland, Litauen und Estland &uuml;berraschend schnell von den Folgen der Krise 2008\/2009 erholen. In den vergangenen beiden Jahren h&auml;tten die baltischen Republiken das schnellste Wachstum innerhalb der EU verzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/waehrungs-beitritt-lettland-unterzeichnet-euro-antrag-1.1615315\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist nicht zu fassen. Da hat die Eurokrise mehr als deutlich gezeigt, dass der Eurobeitritt f&uuml;r etliche Volkswirtschaften zu fr&uuml;h kam, aber weiterhin gilt die Punktlandung bei den Maastricht-Kriterien bez&uuml;glich Preisstabilit&auml;t, Staatsverschuldung, Budgetdefizit und Zinsniveau als entscheidendes Beitrittskriterium. Und EU-Kommission und die Europ&auml;ische Zentralbank k&ouml;nnen gar nicht anders als die Aufnahme Lettlands in die W&auml;hrungsunion empfehlen. Da fordern etliche Politiker, Wissenschaftler und Journalisten, dass Griechenland austreten solle, dass Zypern in die Pleite geschickt werden solle (Sch&auml;uble: nicht systemrelevant), aber auf die Idee, die Eintrittsbedingungen realistischer zu gestalten, kommt keiner.&nbsp; Die Erkenntnis, dass unter den heutigen Bedingungen eher Volkswirtschaften auf einem &auml;hnlichen Entwicklungsniveau in einer W&auml;hrungsunion miteinander k&ouml;nnen, wird in einem irrationalen Erweiterungswahn einfach beiseitegeschoben. &ndash; Die lettische Volkswirtschaft ist traditionell strukturiert bzw. gegen&uuml;ber dem europ&auml;ischen Kern als r&uuml;ckst&auml;ndig zu bezeichnen. Die Industrie ist durch eine geringe Technologieintensit&auml;t gekennzeichnet. W&auml;hrend die Be- und Verarbeitung von Holz in 2010&nbsp; mit 2,1% den gr&ouml;&szlig;ten Anteil an der landesweiten Wirtschaftsleistung hatte, gefolgt von der Nahrungsmittelindustrie (1,5%), kamen der Maschinen- und Fahrzeugbau, die Elektronik und Elektronindustrie sowie sonstige Metallverarbeitung zusammen auf nur 1,4%. Entsprechend f&auml;llt auch die Exportstruktur aus. Holz und Produkte aus Holz, aber auch Getr&auml;nke und Nahrungsmittel (Fisch und Fischprodukte) spielen die wichtigste Rolle. Es versteht sich, dass&nbsp; Lettland aufgrund seiner sektoralen Struktur hochwertige Produkte aus dem Ausland beziehen muss und somit sein Defizit im Austausch mit dem Auslandweiter ausweiten wird. Viele werden sagen: die 2,2 Mio., das ist ein Klacks. Nur, Slowenien oder gar Zypern haben noch weniger Einwohner. Wenn Fitch tats&auml;chlich aufgrund der Wachstumsraten der letzten beiden Jahre f&uuml;r einen Eurobeitritt Lettlands votiert, dann ist das Wort St&uuml;mper noch zur&uuml;ckhaltend. 2011 hatte Lettland ein BIP-Wachstum von 5,5 Prozent, f&uuml;r 2012&nbsp; wohl etwa 5,2 Prozent und f&uuml;r 2013 werden etwa 3, 7 Prozent gesch&auml;tzt. Nur bilden diese Zahlen nicht im geringsten die Situation im Lande ab. &ndash; Ganz abgesehen davon: Irland hatte von 2003 bis 2007 ein durchschnittliches Wachstum von&nbsp; 8.1 Prozent. Und wo steht es heute? Irland hat heute wieder Wachstum, seine B&uuml;rger werden aber (ohne Schuldenschnitt) noch Jahrzehnte f&uuml;r den Freikauf der europ&auml;ischen Gl&auml;ubiger &uuml;berschuldeter Banken zahlen. &ndash; Wie nachhaltig der Zusammenbruch 2008\/2009 und die &ldquo;Rettungsma&szlig;nahmen&rdquo; von IWF und EU Lettland ver&auml;ndert haben &ndash; z.B. mit &auml;hnlichen Auswanderungsquoten wie Irland &ndash;&nbsp; l&auml;sst in der Anmerkung zu 12) <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16075#h12\">auf den NachDenkSeiten vom 5. Februar nachlesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Ch&aacute;vez und die USA &ndash; In Hassliebe vereint<\/strong><br>\n&ldquo;Esel&rdquo;, &ldquo;Teufel&rdquo;, &ldquo;Hitler&rdquo;: Jahrzehntelang beharkten sich Hugo Ch&aacute;vez und die USA als Erzfeinde, die nicht ohne einander auskamen. Nach Ch&aacute;vez&rsquo; Tod setzt US-Pr&auml;sident Obama nun auf politische Reformen in Venezuela &ndash; eine Hoffnung, die sich kaum erf&uuml;llen d&uuml;rfte.<br>\nDie Reaktion von US-Pr&auml;sident Barack Obama auf den Tod seines venezolanischen Amtskollegen Hugo Ch&aacute;vez war bemerkenswert: Was fehlte, war Beileid&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/chavez-und-die-usa-in-hassliebe-vereint-a-887116-druck.html\">Spiegel Online<\/a>\t\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Armseliger Obama. Nicht einmal Bedauern zum Tod eines Menschen, der sich zumindest f&uuml;r die Mehrheit seines Volkes eingesetzt hat, etwas, das Obama gerne t&auml;te, wenn er k&ouml;nnte. Ob es in den USA messbar mehr demokratische Kultur als im Venezuela des Pr&auml;sidenten Chavez gibt, ist schwer abzusch&auml;tzen. &ndash; Im einen Land bestimmt die Finanzwirtschaft und die konservative reiche Oberschicht im wesentlichen, wo es lang geht. Im anderen, in Venezuela, hatten die Armen und die weniger Beg&uuml;terten dank des Pr&auml;sidenten eine Stimme und Einfluss auf die politischen Entscheidungen. &ndash; Im einen Land bestimmen hetzende Medien wie Fox-News wesentlich die Willensbildung mit, im anderen eine Staats- und Partei-Meinungsmachmaschinerie. Ob die Verh&auml;ltnisse in den USA demokratischer sind? Oder auch in GB oder in Italien oder bei uns mit einer bemerkenswerten Tendenz zur Gleichschaltung im Mainstream? &ndash; In unserer westlichen Welt wird zur Zeit die milit&auml;rische Intervention als erste Option zur L&ouml;sung von Konflikten in den Himmel gehoben. Ist das Venezuela des Pr&auml;sidenten Chavez auf &auml;hnliche Weise ruchbar geworden?<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Wie Spiegel Online Meinung zu machen versucht, sehen Sie hier:<\/em><\/p>\n<p><strong>Irans Staatschef Ahmadinedschad stellt Ch&aacute;vez auf eine Stufe mit Jesus&hellip;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/irans-staatschef-ahmadinedschad-chavez-wird-wie-jesus-zurueckkehren-a-887269-druck.html\">Spiegel Online<\/a> <\/p>\n<p><strong>Siehe auch: Revolution&auml;r aus Berufung<\/strong><br>\n&hellip;Zehn Jahre sp&auml;ter versuchte Hugo Ch&aacute;vez zum ersten Mal, durch einen Putsch die Regierung zu st&uuml;rzen. Was misslang, ihm jedoch viel Popularit&auml;t eintrug, die Werte zwischen 60 und 70 Prozent erreichte. Der damalige Pr&auml;sident Rafael Caldera von der christdemokratischen COPEI hatte Vertrauen eingeb&uuml;&szlig;t, weil es ihm nicht gelungen war, die sozialen Missst&auml;nde wenigstens einzud&auml;mmen, die zum Volksaufstand, dem El Caracazo, im Februar 1989 gef&uuml;hrt hatten. Die Armenviertel von Caracas begehrten gegen steigende Lebensmittelpreise auf. Als es zu Pl&uuml;nderungen kam, lie&szlig; der sozialdemokratische Staatschef Carlos Andr&eacute;s Perez den Aufruhr kurzerhand zusammenschie&szlig;en. Bis heute konnte nicht endg&uuml;ltig ermittelt werden, wie viele Opfer es damals gab. Mindestens 1.000 Tote sollen es gewesen sein. Vielleicht viel mehr, fast 3.000, sagen manche Quellen. [&hellip;] Die 1999 beginnende Bolivarische Revolution kam &uuml;brigens nie vom Weg der demokratischen Tugend ab. Gewalt kam von Ch&aacute;vez&rsquo; Gegnern. Damit sind nicht nur die Putschisten vom 12. April 2002 gemeint, die ihn aus dem Weg r&auml;umen wollten und im Namen schuldbeladener Eliten handelten, denen die Privilegien abhanden kamen. Einem &ouml;konomischen Gewaltakt kam auch eine Kapitalflucht gleich, der sofort mit der ersten Ch&aacute;vez-Pr&auml;sidentschaft Ende 1998 begann und mit 90 Milliarden Dollar damals das Dreifache der Auslandsverschuldung Venezuelas betrug, w&auml;hrend zwei Drittel der Venezolaner unter der Armutsgrenze lebten. Um so mehr verdienen die ersten Ma&szlig;nahmen aus dem Jahr 1999 erinnert zu werden: Es gab Rentenzahlungen f&uuml;r alle Venezolaner &uuml;ber 65, einen besseren K&uuml;ndigungsschutz, eine Begrenzung der Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden und eine medizinische Grundbetreuung, die fortan nichts mehr kostete. Daf&uuml;r musste es sich Ch&aacute;vez gefallen lassen, im Namen eines abendl&auml;ndischen Wertekanons als &bdquo;Sozialdiktator&ldquo; diffamiert und mit Muammar al-Gaddafi oder Benito Mussolini verglichen zu werden. Hoffentlich hat ihn auch das in seiner Konsequenz best&auml;rkt. [&hellip;] Belastungen, m&ouml;glicherweise Zerrei&szlig;proben f&uuml;r das post-chavistische Lager sind absehbar, gab es doch unter Ch&aacute;vez keinen Strukturwandel f&uuml;r die venezolanische &Ouml;konomie. Die Sozialprogramme wurde aus den nach wie vor &uuml;ppigen Erd&ouml;leinnahmen finanziert, doch scheint die Praxis einer radikalen Umverteilung allein noch kein allzeit belastbares &ouml;konomisches Prinzip f&uuml;r ein eigenst&auml;ndiges Gesellschaftsmodell, wie es der Revolution&auml;r Hugo Ch&aacute;vez mit seinem &ldquo;Sozialismus des 21. Jahrhunderts&rdquo; im Blick hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/revolutionaer-aus-berufung\">der Freitag <\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Dokumentarfilm im Ersten: T&ouml;te zuerst. Der israelische Geheimdienst Schin Bet<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/799280_reportage-dokumentation\/13639142_dokumentarfilm-im-ersten-toete-zuerst-der\">DasErste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Sehr sehenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16438","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16438","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16438"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16438\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16440,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16438\/revisions\/16440"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16438"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}