{"id":16451,"date":"2013-03-08T09:00:12","date_gmt":"2013-03-08T08:00:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451"},"modified":"2013-03-08T09:00:12","modified_gmt":"2013-03-08T08:00:12","slug":"hinweise-des-tages-1834","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h01\">Ban Ki-moon zum internationalen Frauentag: Aus Wut muss Handeln entstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h02\">Flucht in die Karibik &ndash; Die Steuertricks der Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h03\">IMK: Positive Besch&auml;ftigungsentwicklung kein Effekt der Agenda 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h04\">Vorsicht, Bank! &ndash; Europas zaghafte Z&auml;hmung des Finanzkapitals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h05\">Verteilung von Verm&ouml;gen: Notenbanker z&ouml;gern Bericht &uuml;ber Ungleichheit hinaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h06\">Wir pr&uuml;fen die Fakten: Was stimmt im Armutsbericht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h07\">Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im Januar 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h08\">David gegen Goliath<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h09\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h10\">Besch&auml;ftigte mit Werkvertr&auml;gen &ndash; die Tagel&ouml;hner der Moderne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h11\">IT-Experten &ndash; Freiberufler sind f&uuml;r Firmen billiger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h12\">Sichere Renten und gute Nettol&ouml;hne im demografischen Wandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h13\">Nord-Ostsee-Kanal erleidet Kollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h14\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h15\">Irak &ndash; zehn Jahre sp&auml;ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h16\">Die SPD stellt Weichen f&uuml;r die Zeit danach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h17\">Grillo bietet einfache L&ouml;sungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h18\">Plagiatsaff&auml;re Koch-Mehrin: Gericht best&auml;tigt den Entzug des Doktortitels<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ban Ki-moon zum internationalen Frauentag: Aus Wut muss Handeln entstehen<\/strong><br>\nZum Internationalen Frauentag fordert UN-Generalsekret&auml;r Ban Ki-moon ein entschlossenes Handeln gegen Diskriminierung und sexuelle Gewalt gegen Frauen. &bdquo;Wir m&uuml;ssen diesen Kampf &uuml;berall aufnehmen&ldquo;, schreibt Ban Ki-moon in einem exklusiven <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/gastbeitrag-zum-internationalen-frauentag-aus-wut-muss-handeln-entstehen-12102354.html\">Gastbeitrag f&uuml;r FAZ.NET<\/a>.<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Flucht in die Karibik &ndash; Die Steuertricks der Konzerne<\/strong><br>\nSie machen Milliarden-Gewinne, sie agieren auf der ganzen Welt, doch sie zahlen immer weniger Steuern. Nicht nur Apple, IKEA oder Starbucks &ndash; auch deutsche Konzerne haben ein weitverzweigtes Netz an Finanzt&ouml;chtern in Steueroasen. Der Schaden f&uuml;r die Gesellschaft scheint gigantisch.<br>\nBis zu eine Billion Euro im Jahr gehe den EU-Mitgliedsstaaten durch Steuerflucht und &ndash; hinterziehung im Jahr verloren, sch&auml;tzt der zust&auml;ndige EU-Kommissar Algirdas Semeta: &bdquo;Das ist nicht nur ein skandal&ouml;ser Verlust dringend ben&ouml;tigter Einnahmen, sondern auch eine Gefahr f&uuml;r ein gerechtes Steuersystem.&ldquo; Dass internationale Konzerne ihre Gewinne mittels Briefkastenfirmen in Niedrigsteuer-L&auml;nder verschieben, daf&uuml;r hat Bundesfinanzminister Sch&auml;uble sogar Verst&auml;ndnis: &bdquo;Jedes Unternehmen muss versuchen, die steuerlich g&uuml;nstigsten M&ouml;glichkeiten herauszukriegen. Wer multinational t&auml;tig ist, wird seine Steuerbelastung durch Verlagerung reduzieren. Das ist nicht illegal, sondern legal.&ldquo;<br>\nLegal? Warum hindert sie niemand daran? ZDFzoom-Reporter Jo Sch&uuml;ck folgt der Spur der Steuervermeider. Die Spur f&uuml;hrt ihn in die Niederlande. Kaum jemand ahnt, dass unser Nachbar im Westen eine der gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen der Welt ist &ndash; weil Beteiligungsertr&auml;ge, Lizenzgeb&uuml;hren und Zinseinnahmen f&uuml;r Holdings meist steuerfrei sind. Eine Chance zum Geld sparen, die sich kaum ein Unternehmen entgehen l&auml;sst.<br>\nUnd das ist nur der Anfang: Briefkastenfirmen in Delaware\/USA, Niederlassungen in der Karibik, Steuer-Anw&auml;lte in New York &ndash; mit diesem Geflecht werden Gewinne niedrig gerechnet und damit Steuern gespart.<br>\nAuf dem G20-Gipfel in Moskau erf&auml;hrt ZDFzoom-Reporter Jo Sch&uuml;ck von geplanten Gegenma&szlig;nahmen der Politik: Die Finanzminister von Deutschland, Frankreich und England wollen gemeinsam mit der OECD neue Spielregeln f&uuml;r die internationalen Finanzstr&ouml;me entwickeln. Es gehe nur gemeinsam, erkl&auml;rt OECD-Generalsekret&auml;r &Aacute;ngel Gurr&iacute;a gegen&uuml;ber ZDFzoom, und sei dennoch unerl&auml;sslich: &bdquo;Heutzutage will jeder Staat sein Haushaltsdefizit reduzieren, jeder will Schulden abbauen, alle bem&uuml;hen sich. Aber wenn die Basis der Steuereinkommen sehr klein ist, weil die gro&szlig;en Konzerne nicht zahlen, dann hast Du ein Problem, dann musst du den Rest der Bev&ouml;lkerung besteuern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1854026\/ZDFzoom-Flucht-in-die-Karibik\">ZDFzoom<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.B.:<\/strong> Wirklich erstaunlich gut erkl&auml;rt. F&uuml;r jeden Verst&auml;ndlich wie Deutschland aussehen k&ouml;nnte wenn die Gro&szlig;konzerne alle  Steuern auch hier zahlen w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>IMK: Positive Besch&auml;ftigungsentwicklung kein Effekt der Agenda 2010<\/strong><br>\nHaben sich die Arbeitsmarktreformen der Agenda zehn Jahre nach ihrer Ank&uuml;ndigung und gut acht Jahre nach dem Inkrafttreten von Hartz IV als erfolgreich erwiesen? Auf den ersten Blick k&ouml;nnte man das annehmen: Die Zahl der Erwerbst&auml;tigen erreicht Rekordst&auml;nde und ist weit h&ouml;her als vor einer Dekade. Doch liegt das wirklich an den Ma&szlig;nahmen, die der damalige Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der am 14. M&auml;rz 2003 in seiner Agenda-Rede skizziert hat? Gustav Horn und Alexander Herzog-Stein, Wissenschaftlicher Direktor und Arbeitsmarktexperte des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, haben die Arbeitsmarktentwicklung vor und nach den Arbeitsmarktreformen genau untersucht.* Ihr Ergebnis: Hartz &amp; Co. haben weder das Wachstum noch die Besch&auml;ftigung erkennbar beeinflusst. Weitaus bedeutsamer war die gelungene Stabilisierungspolitik w&auml;hrend der Wirtschaftskrise 2008\/2009. Die wichtigsten Befunde:<br>\n&ndash; Erwerbst&auml;tigenzahl gestiegen, doch Arbeitsvolumen stagniert &ndash;<br>\n41,6 Millionen Menschen waren im Jahresdurchschnitt 2012 als Arbeitnehmer oder Selbst&auml;ndige erwerbst&auml;tig. Das waren knapp 2,7 Millionen mehr als 2003. Doch der Wachstumstrend begann keineswegs in den Agenda-Jahren, sondern schon viel fr&uuml;her, zeigen die Forscher. Schaut man auf die gesamte Phase seit der deutschen Vereinigung, so war der Tiefststand bereits im Jahr 1994 mit rund 37,5 Millionen Erwerbst&auml;tigen erreicht. Seitdem stieg die Zahl &ndash; mit konjunkturellen Schwankungen &ndash; an. Gleichzeitig ver&auml;nderte sich aber die Struktur der Erwerbst&auml;tigkeit: Die Vollzeitbesch&auml;ftigung ging sp&uuml;rbar zur&uuml;ck, Teilzeitstellen und selbst&auml;ndige T&auml;tigkeiten nahmen zu.<br>\nFolge dieses Wandels: Das Arbeitsvolumen, also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden, lag 2012 kaum h&ouml;her als 1994. &ldquo;Gesamtwirtschaftlich fand also eine Umverteilung der Arbeit auf eine deutlich gr&ouml;&szlig;ere Anzahl von Erwerbst&auml;tigen durch Arbeitszeitverk&uuml;rzung statt&rdquo;, so Horn und Herzog-Stein. Unter dem Strich erweise sich der Einfluss der Strukturreformen auf die Erwerbst&auml;tigenentwicklung damit als klein, fassen die &Ouml;konomen zusammen. Zudem relativiere die Stagnation beim Arbeitsvolumen die eindrucksvolle Entwicklung der Erwerbst&auml;tigenzahlen ganz erheblich. &ldquo;Qualitativ ist das Bild &auml;u&szlig;erst durchwachsen&rdquo;, schreiben die Forscher. &ldquo;Atypische Besch&auml;ftigung wie auch die Niedriglohnbesch&auml;ftigung haben stark zugenommen und sich auf einem vorher nicht gekannten Niveau eingependelt.&rdquo;<br>\n&ndash; Keine st&auml;rkere Erwerbst&auml;tigenentwicklung nach Hartz-Reformen &ndash; Um ihre Befunde vertieft gegen zu pr&uuml;fen, verglichen die Wissenschaftler in einem zweiten Schritt die Konjunkturzyklen seit Inkrafttreten der Agenda-Reformen mit dem Zyklus unmittelbar davor. Vorteil des Verfahrens, welches das IMK bereits mehrfach angewandt hat: Da jeder Zyklus aus einem Auf- und dem darauf folgenden Abschwung besteht, l&auml;sst sich mit einem solchen Abgleich der Einfluss der Konjunktur auf die Erwerbst&auml;tigenentwicklung auf eine vergleichbare Basis stellen, etwa, indem man die unterschiedliche zeitliche Dauer der einzelnen Phasen herausrechnet. Die Auswirkungen einer strukturellen &Auml;nderung wie der Hartz-Reformen m&uuml;sste daher im Zyklenvergleich deutlich sichtbar werden, so die Wissenschaftler: &ldquo;Jenseits der Konjunktur m&uuml;sste die Arbeitsmarktentwicklung nach den Reformen signifikant besser sein als zuvor, wenn diese als besch&auml;ftigungspolitischer Erfolg gelten soll.&rdquo;<br>\nF&uuml;r die drei Konjunkturzyklen, die von 1999 bis 2005, 2001 bis 2009 und von 2009 bis heute reich(t)en, beobachten Horn und Stein jedoch keinen Positiv-Effekt. Eher im Gegenteil: Wenn die unterschiedliche Dauer der jeweiligen Aufschw&uuml;nge rechnerisch ber&uuml;cksichtigt wird, stieg die Besch&auml;ftigung im Zyklus vor den Hartz-Reformen ein wenig st&auml;rker an als in den beiden Durchg&auml;ngen danach. Das l&auml;sst sich beispielsweise an der Besch&auml;ftigungsintensivit&auml;t ablesen &ndash; darunter versteht man die prozentuale Ver&auml;nderung des Erwerbst&auml;tigenniveaus, wenn die Wirtschaft um ein Prozent w&auml;chst. Sie lag im Aufschwung vor der Agenda geringf&uuml;gig h&ouml;her als in den beiden Nach-Agenda- Aufschw&uuml;ngen. Die positive Besch&auml;ftigungsentwicklung sei also auf die Konjunktur zur&uuml;ckzuf&uuml;hren und nicht auf strukturelle &Auml;nderungen, so Horn und Herzog-Stein.<br>\n&ndash; Besch&auml;ftigungssicherung in der Krise als Schl&uuml;ssel zum Joberfolg &ndash;<br>\n W&auml;hrend sich die Besch&auml;ftigungsentwicklung im Aufschwung mithin kaum unterschied, beobachteten die Forscher zwischen dem Abschwung des ersten und dem des zweiten Zyklus&acute; starke Differenzen: In der langen Stagnationsphase zwischen 2001 und 2005 sank die Erwerbst&auml;tigkeit noch um 1,5 Prozent. Die Besch&auml;ftigungsgewinne der Vorjahre gingen zu einem guten Teil wieder verloren. Im scharfen, aber relativ kurzen Abschwung w&auml;hrend der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008\/2009 nahm die Erwerbst&auml;tigkeit dagegen sogar ein wenig zu. Das sei bislang einmalig, schreiben die Forscher. &ldquo;Es spricht einiges daf&uuml;r, dass hier der Schl&uuml;ssel f&uuml;r die Besch&auml;ftigungsrekorde&rdquo; der vergangenen Jahre liegen k&ouml;nnte. Denn durch die Jobsicherung in der Krise wurde &ldquo;eine gute Ausgangslage f&uuml;r den darauf folgenden aktuellen Aufschwung&rdquo; geschaffen. &ldquo;Wenn man von einem Jobwunder sprechen will, dann liegt es hier&rdquo;, sagt Horn. &ldquo;Denn der tiefe Einbruch der Produktion in den Jahren 2008 und 2009 h&auml;tte unter fr&uuml;heren Umst&auml;nden zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit weit &uuml;ber die F&uuml;nf-Millionengrenze f&uuml;hren m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nMit den Hartz-Reformen habe der gelungene Erhalt von Besch&auml;ftigung aber wiederum nichts zu tun, betont der IMK-Direktor. &ldquo;Wesentliche Teile wie beispielsweise die Deregulierung der Leiharbeit zielten ja genau in die andere Richtung: Die externe Flexibilit&auml;t am Arbeitsmarkt sollte erh&ouml;ht werden. Leichter einstellen im Aufschwung, leichter entlassen im Abschwung war das Modell&rdquo;.<br>\n&ndash; Konjunkturprogramme, Kurzarbeit und Arbeitszeitkonten<br>\nDass es ausgerechnet in der schwersten Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren anders kam, erkl&auml;rt der Wissenschaftler vielmehr mit zwei Faktoren, die in eine ganz andere Richtung wirkten: Erstens einem Politikwechsel der damaligen gro&szlig;en Koalition. Nach anf&auml;nglichem Z&ouml;gern betrieb die Regierung eine Stabilisierungspolitik aus Konjunkturprogrammen und erleichterter Kurzarbeit. Die machte es vielen Unternehmen leichter, mit dem Nachfrageausfall fertig zu werden. Zweitens, so Horn, bew&auml;hrte sich in der Krise die hohe interne Flexibilit&auml;t in vielen deutschen Industrieunternehmen. Vor allem in gr&ouml;&szlig;eren Betrieben hatten Management und Arbeitnehmervertretungen Regelungen ausgehandelt, nach denen Mehr- oder Minderarbeit auch &uuml;ber l&auml;ngere Zeitr&auml;ume &uuml;ber Arbeitszeitkonten abgerechnet werden konnten.<br>\nIm Aufschwung sei dies den Unternehmen zugute gekommen. &ldquo;Sie konnten die h&ouml;heren Absatzzahlen mit l&auml;ngeren Arbeitszeiten ohne sp&uuml;rbare Mehrkosten bew&auml;ltigen, was ihre Rentabilit&auml;t deutlich steigerte. Das befeuerte auch den Aufschwung und war sicherlich ein Grund, f&uuml;r dessen relativ lange Dauer&rdquo;, erkl&auml;rt Horn. Im Abschwung profitierten hingegen vor allem die Arbeitnehmer. &ldquo;Sie wurden nicht entlassen, sondern ihre Arbeitszeit wurde bei nahezu unver&auml;ndertem Einkommen gek&uuml;rzt.&rdquo; Zusammen mit den Impulsen durch die Regierungsprogramme stabilisierte das nicht nur die Besch&auml;ftigung in den direkt betroffenen Betrieben, sondern es verhinderte &uuml;ber die stabilen Einkommen einen Einbruch des privaten Verbrauchs. Auf diese Weise griff die Krise nicht auf die Dienstleistungssektoren &uuml;ber, und Deutschland konnte sich auch im internationalen Vergleich besonders rasch erholen.<br>\nHorns Fazit: &ldquo;Der zweite Blick enth&uuml;llt, dass die gute Besch&auml;ftigungsentwicklung in Deutschland prim&auml;r das Ergebnis einer guten Konjunktur und von flexiblen Arbeitszeiten ist.&rdquo; Die Reformen der Agenda 2010 h&auml;tten wahrscheinlich die Effizienz der Arbeitsvermittlung verbessert und den Druck auf Arbeitslose, sich eine neue Besch&auml;ftigung zu suchen, erh&ouml;ht. Dies reiche aber nicht, um das &ldquo;Arbeitsmarktwunder&rdquo; zu erkl&auml;ren. &ldquo;Die Apologeten der Agenda 2010 verfallen bei ihren Feiern einer gro&szlig;en Illusion&rdquo;, sagt der &Ouml;konom.<br>\nQuelle: IMK Presse-Newsletter <em>(nicht im Netz, siehe aber den folgenden Aufsatz von Gustav Horn)<\/em>\n<p><strong>Gustav Horn: Die gro&szlig;e Illusion<\/strong><br>\nDie Feiern werden kein Ende nehmen. In diesen Tagen j&auml;hrt sich zum zehnten Mal die Rede des damaligen Bundeskanzlers Schr&ouml;der zur Einf&uuml;hrung der Agenda 2010, mit der der Arbeitsmarkt in Deutschland Mitte des vergangenen Jahrzehnts gr&uuml;ndlich umgestaltet wurde &hellip;<br>\nDer Aufschwung, der Ende 2005 begann, hat wie jeder andere Aufschwung vor Einf&uuml;hrung der Arbeitsmarktreformen f&uuml;r steigende Besch&auml;ftigung und sinkende Arbeitslosigkeit gesorgt. Die entscheidende Frage ist also, hat dieser Aufschwung zu mehr Besch&auml;ftigung gef&uuml;hrt als seine Vorg&auml;nger. Es gibt &ndash; wie so oft in der &ouml;konomischen Wissenschaft &ndash; zwei Antworten auf diese Frage. Die erste lautet: ja. Denn &uuml;ber den gesamten Aufschwung gesehen, sind tats&auml;chlich mehr Arbeitspl&auml;tze entstanden. Die zweite lautet: nein. Es sind n&auml;mlich nur deshalb mehr Arbeitspl&auml;tze entstanden, weil der Aufschwung l&auml;nger gedauert hat. Das aber hat nichts mit den Arbeitsmarktreformen, sondern mit der guten weltwirtschaftlichen Konjunktur zu tun. Eine &auml;hnlich erh&ouml;hte Besch&auml;ftigung ist denn auch in vielen anderen Volkswirtschaften, die keine Arbeitsmarktreformen durchf&uuml;hrten, zu beobachten. Bereinigt man um die Effekte unterschiedlicher Dauer von Aufschw&uuml;ngen, unterscheidet sich der Arbeitsplatzaufbau nicht von dem fr&uuml;herer Aufschw&uuml;nge &hellip;<br>\nIn dieser krisenhaften Lage erbl&uuml;hten die Vorteile betrieblicher Regelungen, die lange Zeit &uuml;bersehen worden waren. Es geht um die Flexibilisierung der Arbeitszeit &hellip;<br>\nDer zweite Blick enth&uuml;llt also, dass die gute Besch&auml;ftigungsentwicklung in Deutschland prim&auml;r das Ergebnis einer guten Konjunktur und von flexiblen Arbeitszeiten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/imk_33663.htm\">IMK<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Im Springer-Verlag ist all dies jedoch immer noch nicht angekommen. Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Schr&ouml;ders Agenda 2010 hat niemanden &auml;rmer gemacht<\/strong><br>\nVor zehn Jahren umstritten, heute gefeiert: Die Agenda 2010 hat ma&szlig;geblichen Anteil an der aktuellen Wirtschaftsst&auml;rke Deutschlands. Davon profitieren alle Bev&ouml;lkerungsgruppen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article114204688\/Schroeders-Agenda-2010-hat-niemanden-aermer-gemacht.html?config=print\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.G.:<\/strong> Springers Gehirnw&auml;sche-Presse ist in diesem Artikel zur Hochform aufgelaufen. Wie hier konsequent die Realit&auml;t verkannt wird, verursacht fast schon Schmerzen. Wie die regierungstreue Presse die Armut in Deutschland einfach wegzuschreiben und zu ignorieren versucht, hat mit Journalismus nichts mehr zu tun. Bizarr und erschreckend, wie hier wenige Stunden nach dem sogenannten &bdquo;Armutsbericht&ldquo; dieselbe Sch&ouml;nschreiberei und L&uuml;gnerei betrieben wird. Und nebenher wieder gegen das &bdquo;Gift&ldquo; Mindestlohn gekeult wird.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Die Propaganda wird bereits dadurch deutlich, dass dieses unseri&ouml;se und von der Wirtschaft finanzierte Pseudo-Institut als Wirtschaftsforschungsinstitut und deren Auftragsgutachter als &Ouml;konomen bezeichnet werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vorsicht, Bank! &ndash; Europas zaghafte Z&auml;hmung des Finanzkapitals<\/strong><br>\nDie auf der Ebene der Europ&auml;ischen Union und der Eurozone wie auch in Frankreich eingeleiteten Reformen weisen eine gro&szlig;e Gemeinsamkeit auf: Sie stellen weder die Macht noch das Schadenspotenzial der gro&szlig;en Universalbanken infrage, die nach wie vor die globale Finanzwelt beherrschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/03\/08.mondeText1.artikel,a0010.idx,0\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verteilung von Verm&ouml;gen: Notenbanker z&ouml;gern Bericht &uuml;ber Ungleichheit hinaus<\/strong><br>\nDie Auseinandersetzungen um den deutschen Armutsbericht k&ouml;nnten bald eine Fortsetzung auf europ&auml;ischer B&uuml;hne erleben. Vom Jahr 2006 an fragten die Euronotenbanken viele tausend Privathaushalte nach ihrem Geldverm&ouml;gen, dem Wert ihrer Autos und Immobilien sowie nach der Verschuldung. Die Notenbanker wissen jetzt, wie reich oder arm die Menschen im W&auml;hrungsraum sind. Doch bis dahin behandeln die Statistiker die Ergebnisse wie ein Geheimnis. &bdquo;Politisch zu brisant&ldquo;, entschuldigen sich einige Notenbanker hinter vorgehaltener Hand. Zwei Ergebnisse gelten als heikel: zum einen die besonders deutliche Ungleichverteilung der Verm&ouml;gen in L&auml;ndern wie Deutschland und &Ouml;sterreich. Zum anderen &ndash; und das d&uuml;rfte aus Sicht der Notenbank der empfindlichere Punkt sein &ndash; belegen die Studien, dass die Verm&ouml;gen in einigen Krisenl&auml;ndern gr&ouml;&szlig;er sind als in einigen finanzstarken L&auml;ndern. Das ist zwar aus fr&uuml;heren Untersuchungen bekannt, in der Gesamtschau k&ouml;nnte die Beobachtung jedoch politisch brisant sein. Denn angesichts der gro&szlig;en Verm&ouml;gen in finanzschwachen Defizitl&auml;ndern wie Italien k&ouml;nnte die Kritik an der von finanzstarken L&auml;ndern wie Deutschland getragenen Haftungs&uuml;bernahme zunehmen. &ndash; Der Medianwert der privaten Verm&ouml;gen betrug etwa in Italien im Jahr 2010 rund 164.000 Euro. Die &auml;rmere H&auml;lfte der Italiener liegt darunter, die reichere dar&uuml;ber. Die neuesten Daten &uuml;ber den deutschen Medianwert ver&ouml;ffentlicht die Bundesbank erst in einigen Wochen, er d&uuml;rfte aber eher auf dem &ouml;sterreichischen Niveau von 76.000 Euro liegen. In &Ouml;sterreich betr&auml;gt das arithmetische Mittel 265.000 Euro. Die gro&szlig;e Abweichung zwischen Medianwert und Durchschnittswert zeugt von der starken Ungleichverteilung der privaten Verm&ouml;gen, weshalb in einigen L&auml;ndern auch nur der Medianwert ver&ouml;ffentlicht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/armut-und-reichtum\/verteilung-von-vermoegen-notenbanker-zoegern-bericht-ueber-ungleichheit-hinaus-12105481.html\">FAZ<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Bundesbank entdeckt Ungleichheit<\/strong><br>\nAus der Bundesbankstudie wird als wichtigste Botschaft hervorgehen, dass das Verm&ouml;gen in Deutschland extrem ungleich verteilt ist, was wohl viel mit dem Thema Immobilienbesitz zu tun hat.<br>\nPolitisch ist das f&uuml;r die innerdeutsche, nicht die innereurop&auml;ische Debatte relevant. Denn es wird sozusagen hochoffiziell mit dem Stempel der Bundesbank best&auml;tigt werden, dass dieses Land ungerecht ist. Man muss nicht lange &uuml;berlegen, wem das im Wahlkampf nutzen wird.<br>\nWenn das zur Folge hat, dass wir endlich einmal eine Debatte &uuml;ber eine angemessene Erbschaftssteuer in diesem Land f&uuml;hren, dann ein Hoch auf die Bundesbank!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2013\/03\/07\/die-bundesbank-entdeckt-die-ungleichheit_5799\">Zeit Herdentrieb<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Die Erbschaftsteuer wurde in den vergangenen 10 Jahren mehrmals abgesenkt, letztmalig durch die derzeitige schwarz-gelbe Bundesregierung. Es ist in der Tat nicht einzusehen, warum gro&szlig;e Privat- und insbesondere Betriebsverm&ouml;gen hierzulande im internationalen Vergleich nur sehr gering besteuert werden. Denn die erbberechtigten Kinder, Enkel oder sonstigen Dritten haben in aller Regel keinen eigenen Beitrag zur Entstehung der ererbten Gro&szlig;verm&ouml;gen erbracht. Eine sehr niedrige Besteuerung von gro&szlig;en Erbschaften ist somit eine Pervertierung der gerade von den Rechtskonservativen und Neoliberalen propagierten Parole &ldquo;Leistung muss sich wieder lohnen&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wir pr&uuml;fen die Fakten: Was stimmt im Armutsbericht?<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat ihren Armuts- und Reichtumsbericht ge&auml;ndert &ndash; und damit einen &ouml;ffentlichen Aufschrei ausgel&ouml;st. Hat sie Recht? Meistens ja.<br>\nDas stand da fr&uuml;her: &bdquo;Die Einkommensspreizung hat zugenommen.&ldquo;<br>\nDas steht da jetzt: &bdquo;Die Ungleichheit der Einkommen nimmt derzeit ab.&ldquo;<br>\nDie Fakten: Wenige Wochen nach dem ersten Entwurf kamen neue Zahlen aus dem &bdquo;sozio&ouml;konomischen Panel&ldquo;, einer j&auml;hrlichen Umfrage unter 20.000 Deutschen. Sie zeigen: Die Ungleichheit der Einkommen in Deutschland sinkt. Inzwischen wird deutlich, dass der Trend sich schon zwischen den Jahren 2005 und 2006 gedreht hat. Seitdem n&auml;hern sich die Einkommen wieder an &ndash; vor allem, weil mehr Menschen &uuml;berhaupt Arbeit gefunden haben. Die Forscher haben aber einige Jahre gebraucht, um sich der Trendwende sicher zu sein. Heute ist die Ungleichheit wieder auf dem Stand des Jahres 2000.<br>\nHat die Regierung Recht? Ja.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/armut-und-reichtum\/wir-pruefen-die-fakten-was-stimmt-im-armutsbericht-12104771.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nehmen wir zun&auml;chst einmal den Satz: &ldquo;Heute ist die Ungleichheit wieder auf den Stand des Jahres 2000&rdquo;. &ldquo;Heute&rdquo; ist schon einmal falsch. Es geht um das Jahr 2010. Damit stimmt auch im Bericht der Bundesregierung die Behauptung nicht: &ldquo;Die Ungleichheit der Einkommen nimmt derzeit ab.&rdquo; (S. X) Aber auch die Rede vom Gleichstand gegen&uuml;ber dem Jahr 2000 stimmt nicht. Die FAZ sollte etwas genauer hinschauen. Der Bericht legt f&uuml;r 2010 einen Gini-Koeffizienten von 0,28 und f&uuml;r 2000 einen Wert von 0,26 nahe. &ndash; Interessant ist aber ist, dass neuere Daten verf&uuml;gbar sind:  &ldquo;Die Betrachtung der Entwicklung des Gini-Koeffizienten im zeitlichen Verlauf zeigt, dass die Ungleichheit der Einkommen in der Krise zwar zugenommen hat, &hellip;&ldquo; schreibt ausgerechnet die INSM auf ihrer Website bei der Vorstellung des von Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erstellten <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/kampagne\/gerechtigkeit\/wie-gerecht-ist-deutschland-infografik.html\">&ldquo;Internationalen Gerechtigkeitsmonitors 2013&rdquo;<\/a>.<br>\nDort wird f&uuml;r 2010 ein Ginikoeffizient von 0,29 und f&uuml;r 2012 ein Wert f&uuml;r 0,30 genannt. F&uuml;r das Jahr 2000 wird im Monitor selbst ein Wert von 0,25 aufgezeigt. Nun ist der Wert von 2012 nat&uuml;rlich eine Sch&auml;tzung. Zudem st&uuml;tzen sich die Berechnungen des IW auf Daten der OECD, der Weltbank und von  Eurostat. Das erkl&auml;rt die minimalen Differenzen f&uuml;r die Jahre 2000 und 2010. &ndash; Aber Hand auf das Herz, glauben Sie, dass ausgerechnet das IW leichten Herzens einen Anstieg der Ungleichheit der Einkommen in unsere Gesellschaft prognostiziert? &ndash; Man k&ouml;nnt jetzt noch auf andere Punkte des Faktenchecks der FAZ eingehen, aber die Zeit daf&uuml;r habe ich nicht. Geradezu abstrus ist die &ldquo;Beweisf&uuml;hrung&rdquo; f&uuml;r Nachweis, dass die &auml;rmsten zehn Prozent der Besch&auml;ftigten 2011 mehr verdient h&auml;tten als 2007. &ndash; Bezeichnenderweise steht Im Bericht der Regierung auch nicht, das wir seit &uuml;ber 15 Jahren Reallohnverluste hinnehmen m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im Januar 2013<\/strong><br>\nDie Auftragseing&auml;nge in der Industrie sind im Januar vorl&auml;ufigen Angaben zufolge1 preis-, kalender- und saisonbereinigt2 gegen&uuml;ber dem Vormonat um 1,9 % zur&uuml;ckgegangen3. Im Monat zuvor hatten sie sich um 1,1 % erh&ouml;ht. (&hellip;) Im Zweimonatsvergleich Dezember\/Januar gegen&uuml;ber Oktober\/November gingen die Bestellungen in der Industrie um 1,3 % zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/Wirtschaftsbereiche\/IndustrieVerarbeitendesGewerbe\/_Doorpage\/AuftragseingangWirtschaftsministerium.pdf?__blob=publicationFile\">Statistisches Bundesamt [PDF &ndash; 190 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Laut meiner Google-Recherche wurde &uuml;ber diese heutige Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums in nur sehr wenigen deutschen Medien berichtet. Im Gegenteil, die Deutsche Welle (er-)fand sogar folgende Schlagzeile:<br>\nDie deutsche Wirtschaft steht nach einer Prognose des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) vor einem neuen Aufschwung. Verschiedene Fr&uuml;hindikatoren spr&auml;chen daf&uuml;r, dass sich die Konjunktur nach der Abk&uuml;hlung Ende 2012 bereits wieder stabilisiere, teilte das HWWI in Hamburg mit.<br>\nDie von Dow Jones Newswires im Vorfeld dieser Ver&ouml;ffentlichung befragten Volkswirte hatten statt eines 1,9-prozentigen R&uuml;ckgangs der industriellen Auftragseing&auml;nge einen Zuwachs in H&ouml;he von 0,6 Prozent erwartet. W&auml;ren die Januar-Daten zum industriellen Auftragseingang positiv ausgefallen, dann h&auml;tte es im Medienmainstream wohl von Artikeln mit &Uuml;berschriften von der Machart &ldquo;Deutschland trotzt der Eurokrise&rdquo; geradezu gewimmelt. Die vom Bundeswirtschaftsministerium ver&ouml;ffentlichten Daten stehen im krassen Gegensatz zu den auf Meinungsumfragen unter &ldquo;Managern&rdquo; und &ldquo;Finanzexperten&rdquo; (treffender: Finanzspekulanten) beruhenden Indizes (Ifo-Index, Einkaufsmanagerindex, ZEW-Index), die seit mehreren Monaten eine konjunkturelle Belebung in Deutschland signalisieren. Passen die harten realwirtschaftlichen Daten zur schlechten Entwicklung des industriellen Auftragseingangs nicht in das vom Medienmainstream gezeichnete selbstgerechte Bild von Deutschland als dem angeblichen &ldquo;Mustersch&uuml;ler&rdquo; der Welt, zumindest jedoch Europas?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>David gegen Goliath<\/strong><br>\nBraucht Europa eine Agenda 2010? Zehn Jahre nach Schr&ouml;ders immer noch umstrittener Initiative wird diese Frage aktuell: Beim EU-Gipfel n&auml;chste Woche will Kanzlerin Merkel den Eurol&auml;ndern eine Rosskur nach deutschem Vorbild verordnen. Belgien hat schon mal angefangen &ndash; mit verheerenden Ergebnissen. (&hellip;) Belgien hat seine Treue zu Deutschland teuer bezahlt. Beim letzten EU-Gipfel hat Di Rupo schon offen  Front gegen Merkel gemacht. Ob er auch beim Treffen n&auml;chste Woche &ldquo;nein&rdquo; sagt? Oder ob er einfach nur erz&auml;hlt, wie es seinem Land ergangen ist? Wenn Merkel zuh&ouml;ren w&uuml;rde, k&ouml;nnte sie viel lernen. Wie Belgien ergeht es derzeit n&auml;mlich vielen kleinen L&auml;ndern im angeblich prosperierenden Norden &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/agenda-politik-in-belgien\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Wird die von Deutschland seit Ende der 90er Jahre betriebene Dumpingpolitik bei L&ouml;hnen und Sozialleistungen (v.a. Hartz IV) durch den Druck Merkels auf die gesamte Eurozone ausgeweitet, dann ist dies zum Scheitern verurteilt: Der Versuch, dem Negativbeispiel Deutschland folgend europaweit exorbitant hohe Export&uuml;bersch&uuml;sse zu erzielen, w&uuml;rde wegen eines Anstiegs des Euro-Umtauschkurses gegen&uuml;ber den W&auml;hrungen der Nicht-Eurostaaten scheitern. Die negativen Begleiterscheinungen einer europaweiten Ausweitung der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; h&auml;tten die europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerungen hingegen auszubaden: Reallohnverluste, Verschlechterungen bei der Arbeitsplatzqualit&auml;t, Schleifung der sozialen Sicherungssysteme, Zunahme bei der Ungleichverteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hartz-IV-Daten: Eine Million mal Hoffnungslosigkeit<\/strong><br>\nVon den 4,5 Millionen Hartz-IV-Empf&auml;ngern in Deutschland bekommt knapp ein Viertel die Leistung bereits seit Januar 2005. Damals wurde das Arbeitslosengeld II eingef&uuml;hrt. In Westdeutschland liegt die Quote der Dauerbezieher bei 22,7 Prozent und im Osten bei 27,8 Prozent. Laut einer BA-Sprecherin sind unter den 1,08 Millionen Dauer-Hartz-IV-Empf&auml;ngern nicht nur Langzeitarbeitslose. In der Statistik w&uuml;rden auch Aufstocker, Bedarfsgemeinschaften und Alleinerziehende mitgez&auml;hlt. Also B&uuml;rger, die trotz Arbeit nicht auf das Existenzminimum kommen oder wegen eines Kindes von den &ldquo;F&ouml;rdern und Fordern&rdquo;-Regeln ausgenommen seien. &Uuml;brig blieben etwa 300.000 Arbeitslose, von denen viele tats&auml;chlich schwer vermittelbar seien &ndash; etwa, weil sie nur drei Stunden am Tag arbeiten k&ouml;nnten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/eine-million-buerger-bekommt-seit-2005-hartz-iv-a-887452.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Grusi-Schaubild.pdf\">arbeitsagentur.de [PDF &ndash; 105 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Eltern in Hartz IV-Haushalten sind oft erwerbst&auml;tig<\/strong><br>\nMehr als jedes siebte Kind lebt in einem Haushalt, der auf staatliche F&uuml;rsorge angewiesen ist. Dabei sind die Eltern dieser Kinder oft nicht arbeitslos &ndash; ihre Niedrigl&ouml;hne reichen aber nicht aus, um die Existenz der Familie zu sichern. Der DGB fordert unter anderem einen Ausbau des Kinderzuschlags und einen gesetzlichen Mindestlohn &hellip;<br>\nEnde 2011 wurden noch 1,614 Millionen Kinder unter 15 Jahren im Hartz IV-System gez&auml;hlt, 13 Prozent weniger als im Dezember 2007. Doch immer noch lebt mehr als jedes siebte Kind in einem Haushalt, der auf staatliche F&uuml;rsorge angewiesen ist (15,2 %). Die Hartz IV-Quote von Kindern lag Ende 2011 noch wie 2006 um 6,6 Prozentpunkte h&ouml;her als die aller Erwerbsf&auml;higen im Alter von 15 bis 64 Jahre &hellip;<br>\nIn Hartz IV-Haushalten mit Kindern wird relativ h&auml;ufig gearbeitet, auch wenn damit allein das Existenzminimum nicht sichergestellt werden kann. Mitte 2012 z&auml;hlten rund 510.000 Haushalte mit Kindern zu den erwerbst&auml;tigen Aufstockenden. In fast jedem zweiten hilfebed&uuml;rftigen Haushalt (46,4%) dieses Haushaltstyps ging mindestens eine Person einer Erwerbst&auml;tigkeit nach. Bei Partner-Bedarfsgemeinschaften mit Kindern sind es sogar 60 Prozent.<br>\nDie Zahl der Arbeitslosen in diesen Bedarfsgemeinschaften ist deutlich niedriger als die der Erwerbst&auml;tigen. In nur knapp 30 Prozent der Bedarfsgemeinschaften mit Kindern gibt es arbeitslose erwachsene Hilfeempf&auml;ngerInnen &ndash; bei Partnerhaushalten gibt es gar viermal mehr Haushalte mit erwerbst&auml;tigen Hilfeempf&auml;ngerInnen als mit arbeitslosen Erwachsenen. In Bedarfsgemeinschaften mit drei und mehr Kindern &auml;ndern sich diese Relationen nur geringf&uuml;gig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++1de3ee80-7c0c-11e2-87c2-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Besch&auml;ftigte mit Werkvertr&auml;gen &ndash; die Tagel&ouml;hner der Moderne<\/strong><br>\nIn den Betrieben der Ern&auml;hrungsindustrie, dem viertgr&ouml;&szlig;ten Industriezweig in Deutschland, werden Prozesse und Aufgaben zunehmend &bdquo;ausgelagert&ldquo; &ndash; vor allem an Werkvertragsarbeitnehmer. Tendenz weiter steigend. &bdquo;Besch&auml;ftigte mit Werkvertr&auml;gen sind die Tagel&ouml;hner der Moderne. Das ist die soziale Seite der Lebensmittelskandale und der notwendigen gesellschaftlichen Debatte um den Wert von Lebensmitteln.&ldquo; Das hat Claus-Harald G&uuml;ster, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten (NGG), heute bei der Vorstellung der Publikation &bdquo;Wenig Rechte. Wenig Lohn. Wie Unternehmen Werkvertr&auml;ge (aus)nutzen&ldquo; in Berlin erkl&auml;rt und die Politik aufgefordert, m&ouml;glichst schnell dem Missbrauch von Werkvertr&auml;gen einen gesetzlichen Riegel vorzuschieben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ngg.net\/presse_medien\/mediendienste-2013\/1-quartal-2013\/2013-03-07-chg-werkvertraege\/\">Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten (NGG)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ngg.net\/themen_von_a_bis_z\/werkvertrag-missbrauch\/wenig-rechte-wenig-lohn\/\">Wenig Rechte. Wenig Lohn. Wie Unternehmen Werkvertr&auml;ge (aus)nutzen. Eine ausf&uuml;hrliche Brosch&uuml;re zum Thema Missbrauch von Werkvertr&auml;gen zum Download<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>IT-Experten &ndash; Freiberufler sind f&uuml;r Firmen billiger<\/strong><br>\nObwohl die IT-Branche unter Fachkr&auml;ftemangel leidet, bauen Konzerne feste Stellen ab. Sie setzen lieber auf Selbstst&auml;ndige, denn die sind billiger.<br>\nDer Technologiekonzern Hewlett Packard will in Europa bis Ende kommenden Jahres 8.000 Stellen streichen, berichtet die WirtschaftsWoche. Rund zehn Prozent der Besch&auml;ftigten in Deutschland werden offenbar ihren Job verlieren. Der Mobilfunkhersteller Nokia will mehr als tausend Stellen wegrationalisieren. Auch IBM plant, mittelfristig 8.000 Arbeitspl&auml;tze zu streichen. Der Konzern habe vor, Projekte st&auml;rker als bisher extern auszuschreiben, berichtet das Handelsblatt &hellip;<br>\nDiese Entlassungen stehen beispielhaft f&uuml;r eine gr&ouml;&szlig;ere Entwicklung:<br>\nUnternehmen aus der IT-Branche ersetzen immer &ouml;fter Festangestellte durch Freischaffende, weil sie billiger sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Personaldienstleisters Etengo und der Fachhochschule Ludwigshafen. Auch langfristig rechnen sich demnach Freiberufler mehr als fest angestellte IT-Kr&auml;fte. Die Studie enth&auml;lt zudem neue Sch&auml;tzungen, wie verbreitet freie Mitarbeiter in Technologieunternehmen sind. Bislang gingen Arbeitsmarktforscher von einem Anteil von zehn Prozent aus, die Autoren der Studie kommen nun auf rund 20 Prozent &hellip;<br>\nEinen Vorteil haben die Freiberufler allerdings, wenn man der Studie Glauben schenkt. Sie sind produktiver. Als produktiv gilt in der Untersuchung ein Mitarbeiter, wenn er eigenst&auml;ndig und ohne wesentliche R&uuml;ckfragen seine Aufgaben erledigt &ndash; und zwar in der vorgesehenen Qualit&auml;t und der daf&uuml;r vorgesehenen Zeit. Rund zwei Drittel der Befragten gaben an, die freien IT-Experten brauchten im Durchschnitt einen Monat, bis sie produktiv arbeiteten. Die fest angestellten Mitarbeiter ben&ouml;tigen hierf&uuml;r im Schnitt drei Monate.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/beruf\/2013-02\/zunahme-atypische-beschaeftigung-it\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der ganze Artikel ist v&ouml;llig widersinnig und in sich widerspr&uuml;chlich: Es gibt angeblich zu wenige der begehrten Fachkr&auml;fte, deshalb wirft man sie zu Tausenden raus&hellip; Trotz angeblichem Fachkr&auml;ftemangel sind Freiberufler leicht zu bekommen&hellip; Freiberufler, deren Anwerbung auch Geld kostet, sind trotz (angegebenem) ca. 50% h&ouml;heren Stundenlohn (10.000 Euro monatlich gegen 4.200 Euro plus Arbeitgeberbeitrag zur SV plus sonstige Kosten f&uuml;r Rechner, Krankheit, Schulungen) billiger als Angestellte&hellip; Es geht doch nur um das Dr&uuml;cken der Lohnkosten, weil Freiberufler zwar nominal teurer, aber auch produktiver sind&hellip;<br>\nDes R&auml;tsels L&ouml;sung d&uuml;rfte wohl der Arbeitgeberwunsch sein, das Tagel&ouml;hnertum und den Lohndruck auch bei H&ouml;herqualifizierten fl&auml;chendeckend durchzusetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sichere Renten und gute Nettol&ouml;hne im demografischen Wandel<\/strong><br>\nDer demografische Wandel gibt keinen Anlass zur Panik. Selbst unter bescheidenen Wachstumsannahmen verbleibt den k&uuml;nftigen aktiven Generationen ein hohes Nettorealeinkommen (nach Abzug der Rentenversicherungsbeitr&auml;ge), auch wenn die Beitragss&auml;tze deutlich ansteigen. Die notwendige Transfermasse steigt auf etwa 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP); als Verm&ouml;gensanspruch oder implizite Staatschuld beliefe sich dies auf etwa 300 Prozent des BIP. Eine solche Kapitaldeckung scheitert an der ungleichen Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland und der mangelnden Bereitschaft von Staat und Unternehmen, sich st&auml;rker zu verschulden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dauderstaedt.de\/pdf\/sichererenten.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 250 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Auch die spelulationsgetriebenen Unberechenbarkeiten der Finanzm&auml;rkte sind ein entscheidendes Argument gegen eine kapitalgedeckte Altersvorsorge. Im Zusammenhang mit der H&ouml;he der Beitragss&auml;tze zur gesetzlichen Altersvorsorge ist zudem zu bedenken, da&szlig; die private Altersvorsorge nicht zum Nulltarif zu haben ist und diese zudem von den Arbeitnehmern alleine zu finanzieren ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Siehe dazu unsere Rubrik <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=40\">&bdquo;Riester-R&uuml;rup-T&auml;uschung&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nord-Ostsee-Kanal erleidet Kollaps<\/strong><br>\nEntsetzen, Wut, Zukunftssorgen: Die Sperrung des Nord-Ostsee-Kanals f&uuml;r gro&szlig;e Schiffe erhitzt im Norden die Gem&uuml;ter. Dass die Schleusen aus der Kaiserzeit kollabieren werden, war Experten seit langem klar. Die Landesregierung sieht einen Skandal und den Bund als Schuldigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kn-online.de\/Schleswig-Holstein\/Nord-Ostsee-Kanal\/Nord-Ostsee-Kanal-erleidet-Kollaps\">Kieler Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M. W.:<\/strong> Flughafen BER jahrelange Verz&ouml;gerung, Stuttgart 21 v&ouml;llig &uuml;berteuert, marode Autobahnbr&uuml;cken, idiotische &ldquo;Reform&rdquo;pl&auml;ne f&uuml;r die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, ruinierter Nord-Ostsee-Kanal: Ramsauer sollte wirklich gehen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nur noch Verachtung f&uuml;r die SPD-Spitze<\/strong><br>\nWas sich in Stuttgart abspielt, kann man nur als Krieg der M&auml;chtigen und Spekulanten gegen das Volk bezeichnen. Traurig stimmt mich, dass gerade die Sozialdemokraten sich zum Sprachrohr und Handlanger machen. Die laufenden gebetsm&uuml;hlenartigen Litaneien ihres Parteifreundes Claus Schmiedel zur Wichtigkeit des S21-Projektes kann nur als erb&auml;rmlich und realit&auml;tsfremd bezeichnet werden. Ein &auml;lterer Sozialdemokrat hat mir am Samstag auf der Demo gesagt, dass er Schmiedel in einem Brief als einen &ldquo;dummen Bl&ouml;dmann&rdquo; bezeichnet hat. Wenn schon eure eigenen Leute so mit euch umspringen, m&uuml;ssten s&auml;mtliche Alarmglocken l&auml;uten, oder habt ihr schon so die Bodenhaftung verloren, dass ihr immun f&uuml;r die kleinsten Warnsignale seid?<br>\nNach dem jetzigen Stand d&uuml;rfte an dem Projekt S21 kein Handstreich mehr gemacht werden, da jede weitere Handlung Veruntreuung unseres Volksverm&ouml;gens bedeutet. Habt ihr eigentlich nicht geschworen, Schaden vom Volk abzuwehren? &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bietigheimerzeitung.de\/bz1\/news\/leserbriefe_artikel.php?artikel=6766973\">Bietigheimer Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die deutsche Moderne beginnt mit &ldquo;Stuttgart 21&rdquo;<\/strong><br>\nFrank Wahlig (SWR) Sender: ARD Berlin<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wochenspiegel.de\/multimedia\/politikimradio\/audio102714.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Dass so viele dumpfen Vorurteile in einem Kopf vereinigt sein k&ouml;nnen, hatte ich nicht mehr f&uuml;r m&ouml;glich gehalten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Irak &ndash; zehn Jahre sp&auml;ter<\/strong><br>\nEin Jahrzehnt nach der US-Invasion steckt der Irak immer noch in der Krise. Die fatalen Fehler der Besatzer wurden nicht korrigiert. Die wichtigsten Fragen sind immer noch offen: von der Revision der Verfassung &uuml;ber die Verteilung des &Ouml;ls bis zur Balance der Gewaltenteilung. Derweil nimmt das neue Regime immer mehr die Z&uuml;ge des alten an &hellip;<br>\nHat der Irak ein weiteres Jahrzehnt des Leidens umsonst durchlebt? Nat&uuml;rlich war der Sturz des Saddam-Regimes notwendig; nur so konnte das Land aus der Sackgasse herauskommen und einen Neuanfang versuchen. Heute verf&auml;llt das ehemals elegante Offiziersviertel Jarmuk, w&auml;hrend im fr&uuml;her vernachl&auml;ssigten Stadtteil al-Jawadein bereits ein neuer Kindergarten und sogar ein Tennisplatz gebaut wurden. Aber f&uuml;r die M&ouml;glichkeit, nach Feierabend eine Partie Tennis zu spielen oder ein paar Beamte im Staatsapparat auszutauschen, haben die Iraker einen hohen Preis gezahlt.<br>\nIm heutigen Irak, wo die Gesellschaft so viel M&uuml;he hat, ein gemeinsames Ziel zu definieren, scheint es nur zwei Alternativen zu geben: Emigration oder pers&ouml;nliche Bereicherung. Daf&uuml;r kann man die neue Elite im Irak kaum verantwortlich machen, denn sie ist weniger Verursacher als Produkt einer Entwicklung, die durch eine sehr lange Reihe von Br&uuml;chen und Katastrophen gepr&auml;gt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/03\/08.mondeText1.artikel,a0011.idx,1\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p>Das Inhaltsverzeichnis der M&auml;rzausgabe von Le Monde diplomatique<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">Le Monde diplomatique<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Am Freitag, den 8. M&auml;rz liegt die Zeitung der taz.die tageszeitung bei. Ab dem 9. M&auml;rz gibt es Le Monde diplomatique separat am Kiosk.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die SPD stellt Weichen f&uuml;r die Zeit danach<\/strong><br>\nDen j&uuml;ngsten Versuch der Selbstdemontage vermeldete das Handelsblatt. Ihm wurde aus der SPD ein internes Wahlkampfhandbuch mit fragw&uuml;rdigen Empfehlungen zugespielt. In dem Papier legt die Partei ihren Wahlk&auml;mpfern nahe, Auftritte von F&uuml;hrungskr&auml;ften der anderen Parteien per Video zu dokumentieren, f&uuml;r die CDU ein gefundenes Fressen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2013\/03\/08\/die-spd-stellt-weichen-fur-die-zeit-danach\/\">Post von Horn<\/a>\n<p>Zum &bdquo;gefundenen Fressen&ldquo; siehe: <strong>SPD-Bundesvize Kraft muss sich von Video-Beobachtungs-Anweisung der SPD distanzieren<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cdu-nrw.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2997&amp;Itemid=67\">CDU NRW<\/a><\/p>\n<p>Dazu auch noch: <strong>Steinbr&uuml;cks Pannenserie erreicht sein Wahlkampfteam<\/strong><br>\nWenn Steinbr&uuml;ck nicht in einen Fettnapf tritt, erledigen seine Mitarbeiter das f&uuml;r ihn. Einer seiner Top-Berater h&auml;tte die T&auml;tigkeit aus beamtenrechtlichen Gr&uuml;nden nicht &uuml;bernehmen d&uuml;rfen. F&uuml;r die FDP eine Steilvorlage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/kandidaten-berater-unter-beschuss-steinbruecks-pannenserie-erreicht-sein-wahlkampfteam\/7892748.html\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Grillo bietet einfache L&ouml;sungen<\/strong><br>\nIn seinem Buch &raquo;Un Grillo qualunque&laquo; (Ein beliebiger Grillo) schildert Giuliano Santoro die Entstehung der Bewegung, die zur st&auml;rksten Partei im italienischen Parlament geworden ist. Mit der Jungle World sprach er &uuml;ber Beppe Grillo, seine Geschichte und die Widerspr&uuml;che des Grillismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2013\/10\/47279.html\">Jungle World<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein recht kritisches Interview zu  Beppe Grillo und seiner &ldquo;Movimento 5 Stelle&rdquo;, aber anregend und endlich einmal ein Italiener, der eben die Verh&auml;ltnisse kennt &ndash; auch wenn er nat&uuml;rlich seine spezielle Sicht dieser Verh&auml;ltnisse vertritt, die an die Festlegungen der Buchver&ouml;ffentlichung gebunden bleibt. &ndash; Pers&ouml;nlich bleibe ich der Meinung, dass nicht unbedingt Grillo selbst, aber seine W&auml;hler die Ehre Italiens gerettet haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Plagiatsaff&auml;re Koch-Mehrin: Gericht best&auml;tigt den Entzug des Doktortitels<\/strong><br>\nDas Verwaltungsgericht in Karlsruhe hat am Mittwoch eine Klage der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin gegen den Entzug ihres Doktortitels abgewiesen. Eine ausf&uuml;hrliche Begr&uuml;ndung will das Gericht in den kommenden Wochen vorlegen. Koch-Mehrin kann beim Verwaltungsgerichtshof Baden-W&uuml;rttemberg in Mannheim Berufung einlegen. Die Universit&auml;t Heidelberg hatte der EU-Parlamentarierin im Juni 2011 den Titel aberkannt. Bei der &Uuml;berpr&uuml;fung ihrer Doktorarbeit &uuml;ber die &bdquo;Lateinische M&uuml;nzunion 1865-1927&ldquo; hatte der Kommissionsausschuss auf 80 Seiten 125 Plagiate gefunden. Koch-Mehrins Anwalt Christian Birnbaumbem&auml;ngelte unter anderem, dass die Mitglieder des Kommissionsausschusses nicht einzeln, sondern im Block gew&auml;hlt worden seien. Die Vorsitzende Richterin machte jedoch mehrfach deutlich, dass sie wenig Chancen sehe, den Plagiatsvorwurf mit der Kritik an dem Gremium zu entkr&auml;ften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/plagiatsaffaere-koch-mehrin-gericht-bestaetigt-den-entzug-des-doktortitels\/7888806.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon erstaunlich oder auch nicht, wie wenig es seinerzeit die FDP k&uuml;mmerte, dass Koch-Mehrin gerade ihr Doktortitel aberkannt worden war, und sie trotzdem auf den Posten eines Vollmitglieds des Forschungsausschusses des Europ&auml;ischen Parlamentes setzte. &Uuml;brigens trat Koch-Mehrin damals die Nachfolge von Jorgo Chatzimarkakis auf diesem Posten an, den inzwischen die Universit&auml;t Bonn auch des Plagiats &uuml;berf&uuml;hrte.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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