{"id":16467,"date":"2013-03-11T08:47:23","date_gmt":"2013-03-11T07:47:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467"},"modified":"2013-03-11T08:47:23","modified_gmt":"2013-03-11T07:47:23","slug":"hinweise-des-tages-1835","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h01\">Die Blutspur des Geldes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h02\">Bankenregulierung de luxe: Gr&uuml;ne schalten Bundesrechnungshof ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h03\">Der Staat muss investieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h04\">When neoliberalism exploded<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h05\">Joseph Stiglitz on the European Recession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h06\">Griechenland: Arbeitslosenquote sinkt &ndash; Greek Statistic l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h07\">MEMORANDUM-Kurzfassung 2013: &ldquo;Umverteilung &ndash; Alternativen der Wirtschaftspolitik&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h08\">Krise als Gesundheitskiller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h09\">Minimiertes Menschenrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h10\">&Ouml;ffentlicher Dienst: Besch&auml;ftigte bekommen 5,6 Prozent mehr Gehalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h11\">Unmut &uuml;ber soziale Ungerechtigkeit w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h12\">Razzia bei Vorst&auml;nden von Thyssen-Krupp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h13\">Apotheke f&uuml;r Arme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h14\">Wahl ohne Kandidatin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h15\">Wie konnte das passieren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h16\">Was ist Merkelismus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h17\">Kriegsangst in Junckerland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Blutspur des Geldes<\/strong><br>\nVon Irland bis Spanien, von Gro&szlig;britannien bis Zypern: Die Banken nehmen mit ihren Problemen ganz Europa in Geiselhaft. Die Steuerzahler blechen daf&uuml;r &ndash; mit 1600.000.000.000 Euro. Die Politik muss sich von dieser modernen Pest befreien.<br>\nStellen wir uns einen Augenblick vor, Europa sei ein einziges gro&szlig;es Land. Vom Nordkap bis zum Mittelmeer, mit den heutigen Staaten als Provinzen. Dann w&uuml;rden die Europ&auml;er die Finanzkrise wie eine r&auml;tselhafte Seuche empfinden, die seit 2007 immer wieder an unterschiedlichen Stellen ausbricht. Oder wie &Uuml;berf&auml;lle fremder Barbarenheere, die den Europariesen zu verschiedenen Zeiten im Norden wie im S&uuml;den, im Osten wie im Westen angreifen. [&hellip;]<br>\n1,6 Billionen: das ist so, als m&uuml;sste jeder einzelne Deutsche 20.000 Euro zahlen, zwei Drittel eines durchschnittlichen Jahreslohns. Oder als m&uuml;sste jeder Deutsche, ob Kleinrentner oder Milliard&auml;r, ein Drittel seines Geldverm&ouml;gens abgeben. Die Finanzkrise ist eine gigantische Umverteilung vom Steuerzahler zu jener Minderheit von Bonibankern und Bankaktion&auml;ren, die in guten Zeiten von den gef&auml;hrlichen Gesch&auml;ften profitierten, f&uuml;r die sie im Nachhinein selten haften. Die Krise hat die Schulden vieler Staaten auf ein Niveau getrieben, das die Einwohner noch lange Jahre qu&auml;len wird &ndash; weil darauf nur unangenehme Reaktionen m&ouml;glich sind: Sparen, h&ouml;here Steuern, Inflation oder Kollaps.[&hellip;]<br>\nDie Banken haben in Europa eine Spur der Verw&uuml;stung hinterlassen. Wenn die Steuerzahler nicht weiter die n&uuml;tzlichen Idioten sein wollen, m&uuml;ssen sie endlich aufwachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/profit-der-banken-in-der-krise-die-blutspur-des-geldes-1.1620207\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bankenregulierung de luxe: Gr&uuml;ne schalten Bundesrechnungshof ein<\/strong><br>\nDass Mitverursacher der Euro-Krise f&uuml;r ihre Krisenexpertise Millionen erhielten, h&ouml;rt sich an wie ein St&uuml;ck aus dem Tollhaus. Die Gr&uuml;nen verteidigen das Einholen von Gutachten, die Honorare sind ihnen aber auch suspekt. Das Handelsblatt hatte unter Berufung auf eine &Uuml;bersicht des Finanzministeriums berichtet, dass die Verwalter des staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin zwischen Oktober 2008 und Dezember 2012 fast 100 Millionen Euro f&uuml;r externe Beratungsauftr&auml;ge ausgegeben haben. &bdquo;Gelder aus dem Bundeshaushalt sind gar nicht geflossen&ldquo;, betonte Ministeriumssprecher Martin Kotthaus. Die meisten Kosten seien zudem beim Aufbau des Rettungsfonds angefallen. Externer Rat sei ausdr&uuml;cklich vorgesehen worden angesichts der Risiken. Kosten der Beratungsleistungen m&uuml;ssten die Geldh&auml;user selbst tragen, denen geholfen wurde, betonte die f&uuml;r den SoFFin zust&auml;ndige Bundesanstalt f&uuml;r Finanzmarktstabilisierung (FMSA). Der Gro&szlig;teil der Beratungskosten sei an die Institute durchgeleitet worden. Den Steuerzahlern seien bisher keine Kosten entstanden. Auf der Liste stehen einige gro&szlig;e Banken, darunter die Deutsche Bank, der US-Bankenkonzern Goldman Sachs und die Finanzgruppe Rothschild. Auch Wirtschaftspr&uuml;fer und Unternehmensberatungen wie KPMG und Roland Berger und eine Reihe von Anwaltskanzleien wurden als Berater engagiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bankenregulierung-de-luxe-gruene-schalten-bundesrechnungshof-ein-seite-all\/7887284-all.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die FMSA geh&ouml;rt zum Gesch&auml;ftsbereich des Finanzministeriums. Es ist unbegreiflich, dass das Ministerium nicht schon l&auml;ngst als erste Konsequenz der Finanzkrise ein eigenes Kompetenzteam aufgebaut hat. Der Minister hat geschworen, seine &ldquo;Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden &hellip;&rdquo;. Es m&uuml;sste auch marktliberalen Politikern gel&auml;ufig sein, dass man den Bock nicht zum G&auml;rtner machen kann. Es geht hier &uuml;berhaupt nicht um die Honorierung solcher Dienstleistungen, welche den Gr&uuml;nen suspekt erscheinen, sondern gerade um die Einbeziehung von Gutachtern, deren Interessenlage nicht gemeinwohlorientiert ist. Es w&auml;re ein Mehrfaches der genannten Summe wert, den Ministerien, dem Bundestag unabh&auml;ngige nur dem Wohl des Staates bzw. dem der Gemeinschaft verpflichtete Expertengremien an die Seite zu stellen, um den Agenten der Finanzindustrie auf Augenh&ouml;he begegnen k&ouml;nnen. Das hei&szlig;t ja nicht, dass man diese nicht anh&ouml;ren sollte. Anh&ouml;ren ja, aber nicht die Gesetzesentw&uuml;rfe schreiben. Als Angela Merkel sich am 27. Februar 2012 mit dem 2. Hilfspaket f&uuml;r Griechenland gegen ein Austritt des Landes wandte, bezog sie sich auf ihren Amtseid: &ldquo;Abenteuer einzugehen verbietet mein Amtseid.&rdquo; Abenteuerlich ist es auch, Analyse und  L&ouml;sungsvorschl&auml;ge zur Regelung der Finanzkrise in die H&auml;nde von Partikularinteressen vertretenden Akteuren zu legen. &ndash; Nat&uuml;rlich nimmt die Einflussnahme der Privatwirtschaft nicht nur im Bereich der Finanzwirtschaft ein skandal&ouml;ses Ausma&szlig; an, dies gilt ebenso f&uuml;r andere Bereiche.  Richard Gutjahr hat zum Beispiel festgestellt, dass der Abschluss-Bericht der ersten Datenschutz-Ausschuss-Sitzung des EU-Parlaments im vergangenen Dezember <a href=\"http:\/\/gutjahr.biz\/2013\/02\/lobbyplag\/\">geradezu durchsetzt von Lobby-Texten sei<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p><strong>dazu: Brandstifter zocken auch f&uuml;rs L&ouml;schen ab<\/strong><br>\nF&uuml;r 2012 wird der Bankenrettungsfonds SoFFin einen Verlust von drei Mrd. Euro ausweisen m&uuml;ssen. Vor allem Abschreibungen bei der &raquo;Bad Bank&laquo; der fr&uuml;heren Westdeutschen Landesbank WestLB produzierten diesen Milliardenverlust. Insgesamt belaufen sich die Verluste des Fonds seit seiner Gr&uuml;ndung Ende 2008 auf rund 25 Mrd. Euro.<br>\nDer SoFFin wurde durch Beschluss von Regierung und Parlament nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 gegr&uuml;ndet und mit einem Volumen von 480 Mrd. Euro ausgestattet. Er kann im Notfall Garantien in H&ouml;he von 400 Mrd. Euro und bis zu 80 Mrd. Euro Kredite an Banken gew&auml;hren. Ende November 2012 beschloss der Bundestag eine Verl&auml;ngerung des Bankenrettungsfonds um zwei weitere Jahre. Die Absicherung der Banken soll in der bisherigen H&ouml;he bis 2014 bereitstehen.<br>\nK&uuml;nftig sollen dann nicht mehr die SteuerzahlerInnen, sondern die Banken selbst f&uuml;r Fehlentwicklungen auf den Finanzm&auml;rkten haften. Allerdings wurde der daf&uuml;r ins Leben gerufene bankinterne Rettungsfonds so schlecht ausgestattet, dass es Jahrzehnte braucht, bis eine relevante Gr&ouml;&szlig;enordnung f&uuml;r direkte Hilfen oder Garantien zustande kommt. Anfang 2015 soll ein europ&auml;ischer Rettungsfonds seine Arbeit aufnehmen.<br>\nJetzt hat die Presse berichtet, dass die Verwalter des SoFFin zwischen Oktober 2008 und Dezember 2012 viel Geld f&uuml;r externe Beratungsauftr&auml;ge ausgegeben haben. Die notleidenden Banken holten sich von anderen Banken Rat und diese kassierten daf&uuml;r 100 Mio. Euro an Beraterhonorare vom Bankenrettungsfonds &ndash; ein wunderbares Rettungs- und Selbstbedienungsprogramm. Allen voran waren die Deutsche Bank und die Investmentbank Goldman Sachs. Sie griffen ordentlich zu und stellten Honorarrechnungen f&uuml;r Beratungsleistungen in Millionenh&ouml;he. Beraterauftr&auml;ge erhielten auch Unternehmensberatungen wie McKinsey und Ernst &amp; Young sowie die Wirtschaftskanzlei Freshfields.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/brandstifter-zocken-auch-fuers-loeschen-ab\/\">Sozialismus Aktuell<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Staat muss investieren<\/strong><br>\nOhne anst&auml;ndige Bildung verdammen wir die junge Generation zu Hilfsarbeitern der Globalisierung. Das ist die Herausforderung f&uuml;r eine dringend gebotene Agenda 2020.<br>\nSie wird wieder hei&szlig; diskutiert, die Agenda 2010. F&uuml;r die einen ist das Reformwerk von Gerhard Schr&ouml;der, das in dieser Woche sein zehnj&auml;hriges Jubil&auml;um feiert, neoliberales Teufelszeug, das die Armen &auml;rmer macht und die Reichen reicher. F&uuml;r die anderen ist die Agenda die Erkl&auml;rung f&uuml;r alles Wunderbare: die Rekordbesch&auml;ftigung, die &Uuml;bersch&uuml;sse im &ouml;ffentlichen Sektor, ja, die Abkopplung von den Krisensymptomen. Das &Auml;rgerliche an der Debatte ist ihre R&uuml;ckw&auml;rtsgewandtheit. Wo ist die Regierung, die das aktuell dr&auml;ngendste Problem der deutschen Wirtschaft zum Thema macht? Wo sind die Institute, Verb&auml;nde und Medien?<br>\nStattdessen herrscht &Uuml;berheblichkeit im Land. Man gef&auml;llt sich darin, international den Oberlehrer zu spielen getreu dem gef&auml;hrlichen Motto: Am deutschen Wirtschaftswesen soll die Welt genesen. Dabei ist die Aufgabe, vor der das Land und seine Wirtschaft heute stehen, nicht minder gro&szlig; als damals. Sie lautet: f&uuml;r nachhaltiges Wachstum sorgen, damit die Kinder von heute in 30 Jahren noch Wohlstand genie&szlig;en k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/meinung\/leitartikel-der-staat-muss-investieren,10808020,22056694.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>When neoliberalism exploded<\/strong><br>\nHistorian Daniel Steadman Jones traces the origins of the right&rsquo;s fascination with privatization and deregulation<br>\nHOW DID IT HAPPEN? In the early 1970s, Western governments, academia, and the media understood the relationship between the state and the market according to the same liberal consensus that had been in place since the end of World War II. During what is commonly called the &ldquo;golden age of capitalism,&rdquo; government, capital, and labor had reached the uneasy agreement that markets produced social ruin when left to their own devices. The state was needed to mitigate inequality, to provide basic services, and &mdash; through a combination of monetary and fiscal means &mdash; to even out capitalism&rsquo;s boom-bust cycle. By the early 1980s, all that had changed: the British and American governments, joined by large segments of the media and intelligentsia, declared that the state was the root of social evil, that free markets could do nearly everything better than government, and that the economic crises of the past were the result of state meddling.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.salon.com\/2013\/03\/09\/the_world_according_to_milton_friedman_partner\/\">Salon<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz on the European Recession<\/strong><br>\nWatch Joseph Stiglitz discuss the European recession and the politics that has led to it.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qeB95-vGBMo\">SE Journal via YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland: Arbeitslosenquote sinkt &ndash; Greek Statistic l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en<\/strong><br>\nArbeitslosenquote im Dezember 2012 in Griechenland um -0,2 Prozentpunkte zum Vormonat, auf 26,4%, nach abw&auml;rtsrevidierten 26,6% im Vormonat (urspr&uuml;nglich 27,0%). W&auml;hrend der Mainstream diese Daten als Hoffnungsschimmer feiert, verbirgt sich hinter dieser Hoffnung nur ver&auml;nderte schn&ouml;de Statistik. ELSTAT &uuml;berarbeitete die saisonbereinigte Datenreihe und oh Wunder, dies dr&uuml;ckte bei gleichen Originaldaten die Quoten. Bei gleichen Rohdaten verschwanden nach der &Uuml;berarbeitung in der saisonbereinigte Datenreihe -33&rsquo;530 Arbeitslose f&uuml;r November aus der Statistik und -35&rsquo;350 f&uuml;r Oktober. F&uuml;r Dezember 2012 verstetigte man nun den positiven Trend und fummelte auch noch an den Rohdaten. Obwohl die Zahl der Besch&auml;ftigten auch bei den Originaldaten im Dezember 2012 sank, schrumpfte auch die Arbeitslosenquote, ELSTAT wandelt auf den Spuren des BLS in den USA, denn dieser &ldquo;Fortschritt&rdquo; basiert auf die Rubrik Inactive, in die Erwerbsf&auml;hige verschoben wurden, die angeblich nun dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verf&uuml;gung stehen und gl&uuml;cklicherweise damit bei der Ermittlung von Arbeitslosenzahl und -quote keine Rolle spielen. Wenn es keine Erfolge gibt, muss man sie eben konstruieren, Stimmungsindikatoren, Statistikgefummel und Mainstreammedien sind hervorragend geeignet, selbst dem gebeutelten Griechen und Millionen anderen Ahnungslosen in der Eurozone, die richtige Portion Optimismus einzuhauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/griechenland-arbeitslosenquote-sinkt-greek-statistic-lasst-grusen\/\">querschuesse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> &bdquo;Traue keiner Statistik, es sei denn, Du hast sie selbst gesch&ouml;nt&ldquo;, so oder &auml;hnlich lautet auch hierzulande eine Volksweisheit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>MEMORANDUM-Kurzfassung 2013: &ldquo;Umverteilung &ndash; Alternativen der Wirtschaftspolitik&rdquo;<\/strong><br>\nDie Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik hat in den vergangenen Tagen die Kurzfassung des MEMORANDUM 2013 an ihre Unterst&uuml;tzerinnen und Unterst&uuml;tzer versandt. Wer sich f&uuml;r die MEMORANDUM-Kurzfassung 2013 und die M&ouml;glichkeit der Unterst&uuml;tzung (durch Unterschrift und Spende) interessiert, kann sie am einfachsten <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/wer_wir_sind\/unterstuetzung\/index.html\">&uuml;ber diesen Link anfordern (kostenlos)<\/a>.<br>\nInformationen zur Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik: Die Arbeitsgruppe legte erstmals im November 1975 (kurz nach Verabschiedung des 1. Haushaltsstrukturgesetzes, mit dem der Sozialabbau in der Bundesrepublik eingeleitet wurde) ein &ldquo;Memorandum f&uuml;r eine wirksame und soziale Wirtschaftspolitik&rdquo; vor. Seit 1977 wird in jedem Jahr in der Woche vor dem 1. Mai ein weiteres Memorandum f&uuml;r eine alternative Wirtschaftspolitik ver&ouml;ffentlicht. Zus&auml;tzlich sind zahlreiche Stellungnahmen zu aktuellen wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Fragen erstellt worden. Mittlerweile gilt das Memorandum vielfach als &ldquo;Gegengutachten&rdquo; zum j&auml;hrlichen Gutachten des &ldquo;Sachverst&auml;ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung&rdquo; (der &ldquo;f&uuml;nf Weisen&rdquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Krise als Gesundheitskiller<\/strong><br>\nExistenz&auml;ngste, Stress am Arbeitsplatz und die Angst vor Arbeitslosigkeit setzen den Menschen zu. Und sogar die blo&szlig;en Worte &ldquo;Staatsschuldenkrise&rdquo;, &ldquo;Bankenkrise&rdquo; und &ldquo;Eurokrise&rdquo; k&ouml;nnen in unseren Gehirnen ungesunde Stressreaktionen ausl&ouml;sen. Medizinforscher warnen seit Jahren vor solchen Folgen der Krise &ndash; aber die Politik h&ouml;rt weg.  Die meisten von uns empfinden die t&auml;glichen Nachrichten &uuml;ber Arbeitslosigkeit, labile Finanzm&auml;rkte und insolvente Firmen als eigene, existenzielle Bedrohung. Und viele von uns erkranken daran. Warum das so ist, k&ouml;nnen Mediziner und Psychologen erkl&auml;ren. Der Organismus reagiert auf Hiobsbotschaften zun&auml;chst mit nerv&ouml;ser Anspannung. Dann folgen k&ouml;rperliches Unwohlsein und unkonzentriertes Arbeiten. Die grassierende Angst um den eigenen Arbeitsplatz belastet wiederum das Familienleben. Am Ende werden wir Dank Krise krank. Wir geben immer weniger Geld daf&uuml;r aus, Krankheiten fr&uuml;hzeitig zu erkennen. Der Gesamtbereich &ldquo;Pr&auml;vention und Gesundheitsschutz&rdquo; etwa, ist innerhalb eines einzigen Jahres um mehr als 700 Millionen Euro zusammengeschrumpft. Die Deutschen haben in Zeiten der Krise andere Sorgen als ihr gesundheitliches Wohlergehen. -Weniger Pr&auml;vention, mehr Erkrankungen, diese Kombination in Zeiten der Krise gef&auml;hrdet nicht nur unsere Gesundheit. Auch die Volkswirtschaft ist direkt betroffen. Wenn immer mehr Mitarbeiter krank sind, sinkt die Produktivit&auml;t der Betriebe &ndash; und die Kosten steigen. Das wiederum schw&auml;cht die Wettbewerbsf&auml;higkeit, und l&auml;sst Hoffnungen auf eine dauerhaft starke Konjunktur verblassen. Nicht, weil die Bundesrepublik &uuml;ber zu wenig Wirtschaftspower verf&uuml;gte, sondern weil die Krise ihren gesundheitlichen Tribut fordert. &ndash; Die F.A.Z. stellte in ihrer Online-Ausgabe unl&auml;ngst fest, dass infolge der Krise ganz Europa bei den Gesundheitsausgaben spart.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/2019046\/\">Deutschlandradio<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/presse\/healthataglancegesundheitsausgabensinkenausnahmedeutschland.htm\">OECD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die FAZ bezieht sich auf einen Bericht OECD. Die OECD schreibt: &ldquo;Da die Regierungen bei der Finanzierung der Akutmedizin wenig Spielraum haben, sparten sie zumeist in anderen Bereichen. Von den K&uuml;rzungen am st&auml;rksten betroffen waren 2010 Gesundheits- und Vorsorgeprogramme: Insgesamt flossen im Schnitt der europ&auml;ischen L&auml;nder lediglich drei Prozent des Gesundheitsbudgets in die Pr&auml;vention, also etwa in Impfkampagnen oder Aufkl&auml;rung &uuml;ber gesunde Ern&auml;hrung, Sport, sowie Alkohol- und Tabakkonsum. Im Vergleich zu 2008\/9 war das ein Minus von 3,2 Prozent. In Deutschland ist die Vorsorge sogar der einzige Sektor, in dem die Ausgaben 2010 sanken (um knapp elf Prozent) &ndash; und das, obwohl Pr&auml;vention h&auml;ufig wesentlich kosteng&uuml;nstiger ist als die sp&auml;tere Behandlung von Krankheiten.&rdquo; &ndash; Der Bericht &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.oecd-ilibrary.org\/social-issues-migration-health\/health-at-a-glance-europe-2012_9789264183896-en\">Health at a Glance: Europe 2012<\/a>&rdquo; bezieht sich allerdings auf das Jahr 2010. Die aktuellen Zahlen d&uuml;rften weitaus dramatischer Ausfallen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Minimiertes Menschenrecht<\/strong><br>\nDas Prinzip der Bundesregierung: Tausche Existenz gegen Gehorsam<br>\nDie Bundesregierung verweist auf die fachlichen Hinweise der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Mit diesen Hinweisen soll sichergestellt werden, dass die Jobcenter ihr Ermessen richtig aus&uuml;ben und bei Totalsanktionierten auf Antrag Sachleistungen bewilligen. &raquo;Welche Verbindlichkeiten haben die fachlichen Hinweise der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r die zugelassenen kommunalen Tr&auml;ger im SGB II?&laquo;, wollte die LINKE wissen. Die Antwort lautet: &raquo;Keine&laquo;. Ob eine nennenswerte Zahl der Betroffenen &uuml;berhaupt Sachleistungen und Lebensmittelgutscheine beantragt, wei&szlig; die Bundesregierung nicht. Statistiken werden nicht erhoben. Nach dem Gesetzeswortlaut ist eine Sachleistungsgew&auml;hrung selbst im Falle einer Totalsanktion nicht zwingend. Ebenso gut k&ouml;nnte man einen Antragssteller verhungern lassen. In Paragraf 31 a Absatz 3 SGB II wird geregelt, dass Jobcenter im Sanktionsfall Sachleistungen oder geldwerte Leistungen erbringen &raquo;k&ouml;nnen&laquo;. Das bedeutet ein Ermessen der pers&ouml;nlichen Sachbearbeiter dar&uuml;ber, ob und welche Sachleistungen bewilligt werden. In der Regel wird dar&uuml;ber der Sachbearbeiter entscheiden, der bereits die Totalsanktion verh&auml;ngt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/815171.minimiertes-menschenrecht.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Das reiche Deutschland leistet sich Armut in einem Ausma&szlig;, das mit einem christlichen Weltbild nicht in Einklang zu bringen ist. An der Spitze unseres Staates (Herr Gauck als Bundespr&auml;sident) und der Bundesregierung (Frau Merkel als Bundeskanzlerin) agieren Personen mit angeblich christlichem Hintergrund, die offenbar nicht bereit sind, den hier am Rande der Existenz lebenden Menschen zu helfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlicher Dienst: Besch&auml;ftigte bekommen 5,6 Prozent mehr Gehalt<\/strong><br>\nTarifabschluss im &Ouml;ffentlichen Dienst: F&uuml;r etwa 800.000 Besch&auml;ftigte gibt es 2013 und 2014 eine Gehaltserh&ouml;hung um insgesamt 5,6 Prozent. Der Streit &uuml;ber die Lehrer-Geh&auml;lter wurde dagegen nicht gel&ouml;st.<br>\nDie Angestellten der L&auml;nder bekommen &uuml;ber einen Zeitraum von zwei Jahren 5,6 Prozent mehr Geld. Darauf verst&auml;ndigten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber am Samstag bei ihren Tarifverhandlungen in Potsdam. Die Erh&ouml;hung erfolgt in zwei Stufen: Zun&auml;chst steigen die Geh&auml;lter r&uuml;ckwirkend zum 1. Januar 2013 um 2,65 Prozent. Ab 1. Januar 2014 folgt eine weitere Erh&ouml;hung um 2,95 Prozent. Betroffen sind insgesamt 750.000 Angestellte. Ausgeschlossen von der Erh&ouml;hung bleibt das Bundesland Hessen.<br>\nDie Einigung bleibt damit hinter der Forderung der Gewerkschaften zur&uuml;ck: Sie hatten ein Gehaltsplus von 6,5 Prozent &uuml;ber eine Laufzeit von maximal einem Jahr verlangt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/tarifabschluss-im-oeffentlichen-dienst-5-6-prozent-mehr-gehalt-a-887818.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In allen Medien die gleiche Falschmeldung. Es gibt nur eine Gehaltserh&ouml;hung von 2,65% (f&uuml;r 12 Monate) und eine weitere von 2,95% (f&uuml;r weitere 12 Monate). Beide Gehaltserh&ouml;hungen liegen nur knapp &uuml;ber der Inflationsrate und real immer noch unter dem Produktivit&auml;tsfortschritt, also meilenweit entfernt von einer vern&uuml;nftigen Lohnpolitik (z. B. jeweils 5% Erh&ouml;hung auf 12 Monate).<\/em><br>\n<em>Da&szlig; die Gewerkschaften schon seit Jahren immer 6,5% auf 12 Monate fordern und dann bei &ldquo;knapp &uuml;ber Inflationsausgleich&rdquo; landen, ist die n&auml;chste Peinlichkeit. Warum machen die das?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Unmut &uuml;ber soziale Ungerechtigkeit w&auml;chst<\/strong><br>\nWachsende Ungerechtigkeit und soziale Ungleichheit &ndash;  f&uuml;r viele Alltag, f&uuml;r die Bundesregierung nicht weiter erw&auml;hnenswert. Das hat der gesch&ouml;nte Armuts- und Reichtumsbericht nun gezeigt. Doch immer mehr Menschen erteilen einer Politik der sozialen K&auml;lte eine Absage.<br>\nDie Bundesregierung manipuliert den eigenen Armuts- und Reichtumsbericht und damit die soziale Realit&auml;t in Deutschland. Sie will von wachsender Ungleichheit und Ungerechtigkeit ablenken, um ihre eigene Bilanz umso glanzvoller darzustellen &ndash; und in Europa ihre Politik der sozialen K&auml;lte durchsetzen. &bdquo;Armut heute&ldquo; als notwendige Bedingung f&uuml;r ein &bdquo;wettbewerbsf&auml;higes Europa&ldquo; und damit &bdquo;Wohlstand von morgen&ldquo;? Doch die Wirklichkeit ist nicht zu f&auml;lschen. In Wahrheit wird umverteilt zugunsten der Arbeitgeber und Wohlhabenden.<br>\nSelbst eine von Arbeitgebern finanzierte Studie kommt zum Ergebnis, dass 69 Prozent der Deutschen meinen, es gehe nicht gerecht zu in Deutschland. Rund 90 Prozent verstehen unter sozial gerecht, dass jeder von seiner Arbeit leben kann und Kinder gleiche Chancen auf gute Schulbildung haben. Aber 64 Prozent sehen die Politik als Motor wachsender Ungleichheit. Nicht nur in Europas Krisenstaaten betreibt sie Lohn-, Renten- und Sozialk&uuml;rzungen. Der Unmut &uuml;ber soziale Ungerechtigkeit w&auml;chst &ndash; nicht nur in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++3cdaf9ae-87ed-11e2-b432-00188b4dc422\">DGB klartext 9\/2013<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Razzia bei Vorst&auml;nden von Thyssen-Krupp<\/strong><br>\nDas Bundeskartellamt hat bei ihren Ermittlungen gegen Thyssen-Krupp das Topmanagement des Ruhrkonzerns ins Visier genommen. Bei den Razzien vor anderthalb Wochen seien auch die Privatr&auml;ume von einem Bereichsvorstand und einem fr&uuml;heren Vorstand der Stahltochter Thyssen-Krupp Europe durchsucht worden, wie das Handelsblatt aus Kreisen von Thyssen-Krupp erfahren hat. Die Beh&ouml;rde geht dem Verdacht nach, wonach Thyssen-Krupp mit Voestalpine und Arcelor-Mittal die Stahlpreise zulasten ihrer Automobilkunden illegal abgesprochen haben.<br>\nAusgel&ouml;st wurden die Ermittlungen durch eine anonyme Anzeige. In dieser sei sehr detailliert festgehalten, wie das Kartell funktioniere, hei&szlig;t es in informierten Kreisen. Am 28. Februar schlugen die Beamte des Kartellamtes dann zu. In Baden-W&uuml;rttemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen durchsuchten sie zeitgleich R&auml;ume der drei Unternehmen &ndash; und eben auch die Privatwohnungen der zwei Thyssen-Krupp-Vorst&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/kartellamt-ermittelt-razzia-bei-vorstaenden-von-thyssen-krupp\/7903202.html\">handelsblatt.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Apotheke f&uuml;r Arme<\/strong><br>\nPharmariese Bayer will entgegen der Entscheidung eines Patentpr&uuml;fungsausschusses indischem Unternehmen Produktion eines erschwinglichen Krebsmedikaments untersagen<br>\nIndiens Patentpr&uuml;fungsausschu&szlig; in Chennai hat in der vergangenen Woche ein Urteil aus dem Jahr 2012 bekr&auml;ftigt: Danach darf der einheimische Arzneimittelhersteller Natco in Hyderabad weiter das von ihm unter Pflichtlizenz produzierte Krebsmedikament Nexavar vertreiben. Dabei handelt es sich um ein generisches Erzeugnis, f&uuml;r das die deutsche Bayer AG ein Patent besitzt. Dieses gilt in &shy;Indien bis zum Jahre 2020. Doch auf der Basis von Regelungen der Welthandelsorganisation (WTO) erteilte Indiens Generaldirektor f&uuml;r Patente, Design und Handelsmarken im Fr&uuml;hjahr 2012 der Firma Natco eine Sondergenehmigung, die sogenannte Pflichtlizenz. Das ist m&ouml;glich, weil Bayers Originalprodukt f&uuml;r die meisten indischen Patienten unerschwinglich ist und auch nicht ausreichend angeboten werden konnte. Eine Monatsdosis von 120 Tabletten des Medikaments kostet bei Bayer 280000 Rupien, bei Natco hingegen 8800 Rupien. Selbst das ist f&uuml;r sehr viele Inder weit mehr als ein Monatslohn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/03-11\/027.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wahl ohne Kandidatin<\/strong><br>\nZum heutigen Internationalen Frauentag k&uuml;ndigt das Ausw&auml;rtige Amt seinen entschlossenen Kampf f&uuml;r die Rechte und den Schutz von Frauen an. Deutschland setze sich &ldquo;im Rahmen der Vereinten Nationen (&hellip;) und auch bilateral aktiv daf&uuml;r ein&rdquo;, hei&szlig;t es in einer am gestrigen Donnerstag verbreiteten Pressemitteilung des Ministeriums. Tats&auml;chlich kooperiert die Bundesregierung eng mit L&auml;ndern, die besonders krasse staatliche Diskriminierungen von Frauen zu verantworten haben &ndash; mit den arabischen Golfdiktaturen. In Saudi-Arabien zum Beispiel sehen die auf regionalen Stammestraditionen beruhenden Gesetze zwingend vor, dass das Leben jeder Frau in allen relevanten Belangen von einem m&auml;nnlichen Vormund bestimmt wird. Berlin arbeitet &ndash; ungeachtet solcher Diskriminierung &ndash; nicht nur weiter eng mit Riad zusammen, es kooperiert auch au&szlig;enpolitisch mit der Golfdiktatur, etwa im Syrien-Krieg, in dem Saudi-Arabien Parteig&auml;nger des Westens unterst&uuml;tzt und sich damit langfristig Einfluss verschafft. Wozu dies f&uuml;hren kann, zeigte sich letztes Jahr in Mali: Von Saudi-Arabien mit aufgebaute islamistische Strukturen brachten Teile des Landes unter ihre Kontrolle und f&uuml;hrten saudisch inspirierte Normen zur Diskriminierung von Frauen ein. Verschlechtert hat sich auch die Lage der Frauen in Libyen &ndash; aufgrund des vom Westen gegen Muammar al Gaddafi gef&uuml;hrten Kriegs<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58556\">german-foreign-policy.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie konnte das passieren?<\/strong><br>\nSeit er Kandidat ist, macht Peer Steinbr&uuml;ck st&auml;ndig Fehler. Das liegt an ihm &ndash; und an seinem Team.<br>\nVortragshonorare, Kanzlergehalt, Pinot Grigio, ein Hedgefonds-Manager als Internet-Berater, Eierlik&ouml;rgate, Peer-Blog, Stefan Raab &ndash; inzwischen summiert sich die Liste von Peer Steinbr&uuml;cks Patzern auf sieben. Und das sind nur die bekannt gewordenen. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Die haben alle Erfahrung in Harvard, aber keiner hat Erfahrung im Wahlkampf&rdquo;, sagt einer, der seinen Namen nicht genannt wissen m&ouml;chte, &uuml;ber das Wahlkampfteam. (&hellip;)<br>\nSteinbr&uuml;cks Agieren wirkt wie die Trotzreaktion eines Mannes, der sp&uuml;rt, dass es mit seiner Beinfreiheit in Wirklichkeit nicht weit her ist, und der sich auf diese Art einen Ausgleich verschafft. Denn Druck kommt nicht nur von der &Ouml;ffentlichkeit, sondern auch vom Parteichef. Die Rollenbeschreibung der kommenden sieben Monate bis zur Wahl sieht vor, dass Sigmar Gabriel dem Kandidaten dient und sich Steinbr&uuml;ck nicht weiter um die Spiegelstriche im Wahlprogramm k&uuml;mmert, sondern den Leuten zeigt, wie das Deutschland k&uuml;nftig aussehen soll, das von der SPD regiert wird. Eigentlich. Doch Gabriel taugt nicht zum Diener, und Steinbr&uuml;ck beschleichen langsam Zweifel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/10\/Steinbrueck-Kanzlerkandidat-Fehler\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Man mu&szlig;te kein Prophet sein, um zu erkennen, da&szlig; Steinbr&uuml;ck der falsche Kandidat ist.<\/em><br>\n<em>Der &bdquo;Zeit&ldquo;-Autor strickt weiter an der Legende, nach der Steinbr&uuml;ck und Merkel Deutschland aus der Finanzkrise gef&uuml;hrt h&auml;tten. Ein Blick in das aktuelle Tagesgeschehen verdeutlicht, da&szlig; auch Deutschland sich noch mitten in der Krise befindet &ndash; und das &bdquo;dicke Ende&ldquo; k&ouml;nnte noch kommen.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Sollte Steinbr&uuml;ck tats&auml;chlich ahnen, da&szlig; er der Falsche sei, w&auml;re das ja schon ein Fortschritt. Voraussetzung daf&uuml;r ist, da&szlig; die SPD ein deutlich progressiveres, am Wohl der Bev&ouml;lkerungsmehrheit orientiertes Wahlprogramm beschlie&szlig;t, was bezweifelt werden kann. Denn daf&uuml;r w&auml;re nicht lediglich Steinbr&uuml;ck &bdquo;der falsche Mann&ldquo;, sondern derzeit gibt es zu viele falsche Personen mit Entscheidungsfunktionen in der Partei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Was ist Merkelismus?<\/strong><br>\nSkizzen zu einem postdemokratischen Herrschaftssystem<br>\nDas Herrschaftssystem des Merkelismus basiert auf einem Ineinander von Opportunismus und Dogmatismus; es geht um st&auml;ndige Anpassungen bei gleichzeitiger unbeugsamer Zielrichtung. Die &bdquo;marktkonforme Demokratie&ldquo; ist vorstellbar nur als eine Art des Kapitalismus, die mit stalinistischer Unbeirrbarkeit vorgef&uuml;hrt wird: Das System ist wichtiger als der Mensch, so wie auch Joachim Gaucks Idee von Freiheit eine Abstraktion ist, die jenseits des Menschen zu funktionieren scheint. (Was &uuml;berhaupt an dieser protestantischen Pfarrerskultur auff&auml;llt, ist neben der k&auml;sigen Unsinnlichkeit: eine Unf&auml;higkeit, den Menschen zu lieben.)<br>\nEr interessiert sich f&uuml;r die Freiheit, nicht f&uuml;r Menschen, die mit ihr zu k&auml;mpfen haben, so oder so. So gibt es eine Unbarmherzigkeit gegen&uuml;ber jenen, die an der Freiheit der anderen (der St&auml;rkeren) scheitern. (&hellip;)<br>\nMerkelismus ist eine besondere &ndash; und eine besonders rabiate &ndash; Form des Neo-Merkantilismus; er ist gleichwohl auch eine der am besten maskierten. Die soziale Unbarmherzigkeit und die Gewaltbereitschaft verbirgt sich hinter jovialen Spr&uuml;chen und Versprechungen gegen&uuml;ber der eigenen Bev&ouml;lkerung (welche von den Medien der Niedertracht zugleich gegen die Bev&ouml;lkerung der Verlierer-Staaten aufgebracht wird). Wenn Herr Steinbr&uuml;ck meint, in Italien h&auml;tte diese Bev&ouml;lkerung nur &bdquo;Clowns&ldquo; gew&auml;hlt, so d&uuml;rfen wir zur&uuml;ckfragen, welche Funktion die deutschen Spitzenpolitiker einnehmen, m&ouml;glicherweise die von Regulars einer sehr bigotten, sehr verlogenen Seifenoper.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seesslen-blog.de\/2013\/03\/09\/was-ist-merkelismus\/\">seesslen-blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kriegsangst in Junckerland<\/strong><br>\nWas ist nur in den ehemaligen Eurogruppenchef Juncker gefahren? Kaum hat er sein Amt niedergelegt, warnt er vor Krieg in Europa. Die aktuelle Lage erinnere fatal an die Situation vor dem 1. Weltkrieg. Als Retter in der Not f&auml;llt ihm ausgerechnet Kanzlerin Merkel ein, die er noch vor kurzem heftig kritisierte.<br>\nVor hundert Jahren &ndash; im Juni 1914 &ndash; hat das Attentat von Sarajevo das europ&auml;ische Pulverfass entz&uuml;ndet. Damals waren sich alle einig, dass das Deutsche Reich die Hauptschuld am 1. Weltkrieg trug. [&hellip;]<br>\nWo liegt also die Gefahr? Wenn &uuml;berhaupt, dann doch wohl am ehesten in einer verfehlten Euro&rdquo;Rettung&rdquo;, die halb Europa zu Rezession und Hoffnungslosigkeit verdammt und nationale Ressentiments sch&uuml;rt.<br>\nDiese heillose &ldquo;Rettung&rdquo; wird aber vor allem von Merkel verantwortet. In seinen letzten Reden hat Juncker ziemlich deutlich mit deren Politik abgerechnet. Doch nun empfiehlt er pl&ouml;tzlich ihre Wiederwahl.<br>\nBleibt die Frage: was soll das? Wozu soll eine Warnung gut sein, deren Pointe darin besteht, dass Euroland weiter machen soll wie bisher &ndash; noch dazu mit einer unver&auml;nderten deutschen F&uuml;hrung?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/juncker-schurt-euro-angst\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope+NEU%29\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16467","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16467","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16467"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16467\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16470,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16467\/revisions\/16470"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16467"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16467"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16467"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}