{"id":16481,"date":"2013-03-12T09:01:07","date_gmt":"2013-03-12T08:01:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481"},"modified":"2013-03-12T09:01:07","modified_gmt":"2013-03-12T08:01:07","slug":"hinweise-des-tages-1836","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h01\">Agenda 2020<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h02\">Sozialdemokraten folgen B&uuml;rgerwillen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h03\">Wer hat Angst vor Sahra Wagenknecht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h04\">Warum sind moderne Protestbewegungen so kurzatmig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h05\">Noch mehr Geld f&uuml;r die Banker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h06\">Jakob Augstein &ndash; Armutszeugnis f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h07\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h08\">Bitte mehr Bescheidenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h09\">Aufstocker: Callcenter kosten den Staat j&auml;hrlich 36 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h10\">Wer regiert wirklich? Prof. Dr. Hans J&uuml;rgen Krysmanski zu &ldquo;0,1 %. Das Imperium der Milliard&auml;re&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h11\">Forderung nach Rente mit 69 &ndash; Fluch der Babyboomer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h12\">&Ouml;konomen verstehen zu wenig von Politik (und untersch&auml;tzen Verteilungsthemen)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h13\">Bahr pflegt die privaten Krankenkassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h14\">Altmaiers krasse Rechenfehler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481#h15\">M&uuml;de Klinik&auml;rzte werden zur Gefahr f&uuml;r Patienten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16481&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Agenda 2020<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Top-&Ouml;konomen beklagen Reformstau in Deutschland<\/strong><br>\nF&uuml;hrende &Ouml;konomen beklagen einen Reformstau in Deutschland. &ldquo;Das Bewusstsein, dass es auch nach der Agenda 2010 noch einen gro&szlig;en Reformbedarf gibt, scheint in der Politik mehr und mehr abhanden zu kommen&rdquo;, sagte der Chef des Sachverst&auml;ndigenrats, Christoph Schmidt, der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. Die Diskussion &uuml;ber Mindestl&ouml;hne etwa belege, dass &ldquo;strengere Regulierungen eher auf der politischen Agenda stehen als Liberalisierungen&rdquo;.<br>\nSchmidt mahnte eine Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes an. Au&szlig;erdem sei mit der Rente mit 67 das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Die Menschen w&uuml;rden immer &auml;lter und das bei zunehmender Gesundheit. &ldquo;Es ist sinnvoll, diese zus&auml;tzlichen Lebensjahre etwa im Verh&auml;ltnis zwei zu eins auf zus&auml;tzliche Arbeitszeit und freie Zeit aufzuteilen&rdquo;, sagte Schmidt. Um die Ausgaben der Krankenkassen im Griff zu behalten, w&auml;re &ldquo;eine prozentuale Beteiligung der Patienten an den Kosten bis zu einem festzulegenden H&ouml;chstbeitrag&rdquo; sinnvoll.<br>\nAuch Schr&ouml;der selbst sprach sich f&uuml;r eine Agenda 2020 aus, &ldquo;Deutschland kann seinen Vorsprung gegen&uuml;ber aufstrebenden Wirtschaftsm&auml;chten wie Brasilien und China nur verteidigen, wenn wir hart an unserer Wettbewerbsf&auml;higkeit arbeiten&rdquo;, sagte er der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. Nur wenn dies gelinge, gebe es genug Arbeit, k&ouml;nnten Renten bezahlt werden, k&ouml;nne es gute Schulen und Stra&szlig;en geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/agenda-2010-top-oekonomen-beklagen-reformstau-in-deutschland-a-887899.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder einmal ein ganz wunderbares St&uuml;ck Propaganda und Meinungsmache. Immer wieder am&uuml;sant die Formulierung &bdquo;Top-&Ouml;konomen&ldquo;. Die wesentliche Qualifizierung von Christoph Schmidt, Klaus Zimmermann und Thomas Straubhaar besteht aber wohl darin, dass diese bedingungslose Anh&auml;nger des marktradikalen Dogmas sind. Einen realistischen Blick auf die Agenda 2010 und ihre Folgen vermittelt sicher Jakob Augstein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angriff auf die Reste des Sozialstaats<\/strong><br>\nEs ist erstaunlich, mit welcher Wucht eine gesteuerte PR-Kampagne der von den Arbeitgebern finanzierten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mal wieder eingeschlagen hat. Da hei&szlig;t es bei Spiegel Online, &ldquo;Top-&Ouml;konomen beklagen Reformstau in Deutschland&rdquo; und die Tagesschau-Redaktion fragt d&uuml;mmlich &ldquo;Kommt jetzt die &ldquo;Agenda 2020&rdquo;? Zehn Jahre Agenda 2010 locken die Voodoo-&Ouml;konomen erneut hinter dem Ofen hervor. Gemeinsam blasen sie zum Angriff auf die Reste des Sozialstaats.<br>\nDabei versucht die Arbeitgeber-Lobby mit namhaften Politikern wie Kanzler a.D. Schr&ouml;der, Steinmeier, Steinbr&uuml;ck und Gabriel (die SPD ist wirklich so bescheuert, sich f&uuml;r diesen Bl&ouml;dsinn wieder einspannen zu lassen) und &ldquo;Experten&rdquo; wie Christoph Schmidt, Klaus Zimmermann und Thomas Straubhaar eine neue Agenda 2020 ins Gespr&auml;ch zu bringen. Die Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes, die Rente mit 70 und eine h&ouml;here Beteiligung an den Gesundheitskosten werden da als dringende Aufgaben benannt und die bisher gescheiterte &ldquo;Reformpolitik&rdquo; als gro&szlig;er Erfolg gefeiert. (&hellip;)<br>\nKein Wunder, dass eine Frau von der Leyen nach so einer Vorlage die passende Pointe setzen darf. Die Reformschritte des damaligen SPD-Kanzlers Gerhard Schr&ouml;der seien im Grundsatz &ldquo;mutig und richtig&rdquo; gewesen. &ldquo;Allerdings mussten wir deutlich nacharbeiten und die Agenda 2010 sozialer machen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/03\/10\/angriff-reste-sozialstaats-15613643\/\">Andr&eacute; Tautenhahn<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Ministerin von der Leyen zeigt mit ihren Placebo-Vorschl&auml;gen gegen Altersarmut nicht nur, da&szlig; sie eine Worth&uuml;lsen-Ministerin ist. Mit ihrer Behauptung, Schwarz-Gelb habe Schr&ouml;ders &ldquo;Agenda 2010&rdquo; &ldquo;sozialer&rdquo; gemacht, zeigt sie obendrein, da&szlig; sie ein erhebliches Problem mit der Wahrheit hat. Denn die mit dem schwarz-gelben &ldquo;Sparpaket&rdquo; im Jahre 2010 verabschiedeten K&uuml;rzungen gingen &uuml;berwiegend zu Lasten der Arbeitslosen: Die Zuschl&auml;ge beim &Uuml;bergang vom Arbeitslosengeld I in Hartz IV f&uuml;r Arbeitslose wurden gestrichen; die monatliche Pauschale, die von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r Arbeitslose an die Rentenversicherung bezahlt wurde, wurde gestrichen; das Elterngeld f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger n H&ouml;he von 300 Euro im Monat wurde gestrichen; es wurde vereinbart, da&szlig; die Arbeitslosenversicherung k&uuml;nftig ohne Zusch&uuml;sse vom Bund auskommen soll und bis 2014 bei Hartz-IV-Zahlungen zus&auml;tzlich 3 Milliarden &bdquo;einzusparen&ldquo; sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ist der Altkanzler von allen guten Geistern verlassen?<\/strong><br>\nDie Wunden, die Gerhard Schr&ouml;der mit seiner &ldquo;Agenda 2010&rdquo; geschlagen hat sind noch nicht verheilt, da fordert der Altkanzler zum 10-Jahres-Jubil&auml;um auch noch eine Zugabe, und die nennt er allen Ernstes &ldquo;Agenda 2020&rdquo;. Ist der Mann von allen guten Geistern verlassen? Hat denn Schr&ouml;der seine Partei, die SPD, nicht fast um ihre Identit&auml;t und an den Rand ihrer Existenz gebracht? Schr&ouml;der ist pers&ouml;nlich mitverantwortlich f&uuml;r das, was die SPD heute lautstark und zu Recht beklagt, n&auml;mlich die Entwertung und Entw&uuml;rdigung ehrlicher Arbeit. [&hellip;]<br>\nDa w&uuml;rde ein bisschen Demut und Selbstkritik auch dem Altkanzler gut anstehen. Doch im Gegenteil bl&auml;st er die Backen auf. Suhlt sich schon wieder im Applaus von der falschen Seite, von Wirtschaftsfunktion&auml;ren, neoliberalen Professoren und geneigten Leitartiklern. Zu deren Gaudi schl&auml;gt Schr&ouml;der also auch noch eine &ldquo;Agenda 2020&rdquo; vor. Eine Provokation, die es allerdings in sich hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/agenda104.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sozialdemokraten folgen B&uuml;rgerwillen<\/strong><br>\nMit dem Wahlprogramm versucht die SPD einen Drahtseilakt: Die Agenda 2010 wird vehement verteidigt und zugleich kr&auml;ftig korrigiert. Am Wochenende startete die SPD-Spitze zum zehnj&auml;hrigen Jubil&auml;um der Agenda eine Interviewoffensive, lobte die Reform. Der damalige Kanzler Gerhard Schr&ouml;der wird am Dienstag erstmals seit Ausscheiden aus der aktiven Politik die SPD-Fraktion besuchen. Er zog bereits am Wochenende ein positive Bilanz der Agenda. Auch im Parteiprogramm wird hervorgehoben, dass Deutschland in der Krise dank der &ldquo;aktiven Industriepolitik&rdquo; der SPD gut dastehe. &ldquo;Diese Reformpolitik der Agenda 2010 erh&ouml;hte die Investitionen in Forschung und Innovation und holte Hunderttausende Menschen vom Abstellgleis der Sozialhilfe&rdquo;, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2013%2F03%2F12%2Fa0039&amp;cHash=4a387c6dbdc498cde27537a6027cc158\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es war wohl naiv, zu glauben, dass die SPD Steinmeyers und Steinbr&uuml;cks &uuml;ber ihren Schatten springen w&uuml;rde und den b&ouml;sen Geist der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; begreifen und dem Orkus &uuml;berlassen w&uuml;rden. Dass die Agenda so stark in den Vordergrund ger&uuml;ckt wurde, ist allerdings &uuml;berraschend. Die Versuchung war wohl zu gro&szlig;, die &ldquo;Agenda 2010&rdquo; als sozialdemokratische, wie jetzt sogar Sigmar Gabriel sagte, &ldquo;historische Leistung&rdquo; zu verkaufen, bevor die Kanzlerin auf europ&auml;ischer Ebene weiterhin diese deutsche Variante des Sozialabbaus erfolgreich f&uuml;r sich reklamieren w&uuml;rde und anderen L&auml;ndern anempfehlen w&uuml;rde (Davos). So durfte denn Franz-Walter Steinmeier davon schw&auml;rmen, dass die Hartz-Gesetze dazu beigetragen h&auml;tten, dass Deutschland in der Krise besser abschneide als Resteuropa. Hartz-Bezieher, der gesamte Niedriglohnsektor werden sich freuen. Dass die SPD den &ldquo;Missbrauch von Leiharbeit und Niedriglohnbesch&auml;ftigung&rdquo; korrigieren wird, ist bis jetzt reine Rhetorik. &ndash; Es ist v&ouml;llig schleierhaft, wie Steinmeyer, Steinbr&uuml;ck, Gabriel und die Kanzlerin nach 10 Jahren &ldquo;Agenda 2010&rdquo; darauf kommen, dass ein von der Bundesbank f&uuml;r 2013 prognostiziertes Wachstum von 0,4% in irgendeiner Weise f&uuml;r Deutschland hilfreich und f&uuml;r Europa beispielhaft sei. Die deutschen Reallohnverluste korrelieren mit der Umsetzung des Agenda-Programms, wie die den europ&auml;ischen Krisenl&auml;ndern diktierten Lohnsenkungen mit der Versch&auml;rfung der Krise dieser L&auml;nder.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong>  Gar nicht gut schnitt Steinbr&uuml;ck gestern im <a href=\"http:\/\/www.tagesthemen.de\/inland\/spd-wahlprogramm108.html\">Interview mit den Tagesthemen ab<\/a> &ndash; was auch den beharrlichen Fragen des gut vorbereiteten Interviewers Ingo Zamperonie zu verdanken ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wer hat Angst vor Sahra Wagenknecht?<\/strong><br>\nDer Star des gestrigen Fernsehabends war kein neuer Tatort-Kommissar, sondern die stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei.<br>\nWer nach dem Til-Schweiger-Tatort auf ARD-Kurs geblieben und Jauch mit dem Thema &bdquo;Den Managern ans Gehalt! Brauchen wir ein Gesetz gegen die Gier?&ldquo; geschaut hat, der wird sich wie die meisten auf diesen Herrn Maschmeyer eingeschossen haben. Dazu geh&ouml;rt nicht viel. Selten passt die Aura eines Menschen so gut zu dem, was man von ihm h&auml;lt, seien das nun Vorurteile oder Faktenlage. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem. Die Fakten n&auml;hren das Vorurteil. Ist der Ruf erst ruiniert &hellip; Sie wissen schon.<br>\nWas in diesem Zusammenhang viel interessanter war, ist eine Kapitulation vor dem Fachwissen, eigentlich sogar vor dem gesamtsouver&auml;nen Auftreten Sahra Wagenknechts.<br>\nEgal, was Politiker, Promis oder Privatleute &ouml;ffentlich &uuml;ber die Partei der Bundestagsabgeordneten polemisieren, in ihrer Gegenwart hat das alles keine G&uuml;ltigkeit mehr. Sahra Wagenknecht ist ein Ph&auml;nomen. Klassen- und partei&uuml;bergreifend f&uuml;rchtet man die hochgebildete brillante Dialektikerin. [&hellip;]<br>\nDie Frau sei monothematisch? Niemals. Jede wagemutig steil aufgestellte These, ob nun von einem l&auml;cherlich einf&auml;ltig wirkenden Sportmoderator, von Br&uuml;derle oder dem Opferwolf der Sendung, Maschmeyer, vorgetragen, wurde mit zwei, drei S&auml;tzen Wagenknechts weggeblasen als w&auml;re sie die Gymnasiallehrerin einer 12. Klasse. Und die Jungs spurten, kuschten. Hielten einfach die Klappen. Lob gilt allenfalls Jauch, der Wagenknecht den Raum gab, den ihr Wissen in dieser Runde verdient hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/alexander-wallasch\/6588-jauch-sendung-den-managern-ans-gehalt\">The European<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Im Zusammenhang mit Maschmeyers Auftritt bei G&uuml;nther Jauch ist <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Z1raIG7o9T8\">folgendes Video<\/a> (v.a. ab Minute 2:00) sehr interessant.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum sind moderne Protestbewegungen so kurzatmig?<\/strong><br>\nOb Occupy, Attac, Piratenparteien, #aufschrei oder Studentenproteste: Den Emp&ouml;rten fehlt es oft an Kraft und Ausdauer. Acht Thesen zu einer kurzen Geschichte vom langen Atem.<br>\nKaum hat sich eine neue Bewegung formiert, rutscht sie schon wieder in die Krise. Anfang Januar fragte der Berliner Tagesspiegel, was denn blo&szlig; los sei mit Attac Deutschland. Die f&uuml;r 2012 &sbquo;versprochenen&rsquo; Massenproteste h&auml;tten nicht stattgefunden. Und der Berliner Langzeit-Aktivist Peter Grottian schlug in die gleiche Kerbe:<br>\n&bdquo;Beim Thema Arbeitslosigkeit und Armut bleibt es seit den f&uuml;r deutsche Verh&auml;ltnisse eindrucksvollen Protesten von 2003 bis 2005 beunruhigend still&hellip; Nicht viel besser steht es mit den Protesten gegen die Finanzmarktindustrie und die Banken. Der Occupy-Aufbruch war in Deutschland eventorientiert, aber kopf- und konzeptlos. An den Blockupy-Demonstrationen 2012 in Frankfurt nahmen nur wenige Tausend Menschen teil&hellip;&ldquo;<br>\nErfolglos ist nach Grottian auch das breite B&uuml;ndnis Umfairteilen geblieben. Und schlie&szlig;lich behauptete die S&uuml;ddeutsche Zeitung, Studenten w&uuml;rden ihre Ausbildung heute gar nicht mehr gro&szlig; hinterfragen, sondern blo&szlig; noch konsumieren.<br>\nSolche Klagen klingen immer ein wenig altv&auml;terlich, nach der Devise: &bdquo;Fr&uuml;her war alles besser&ldquo;. Aber ganz von der Hand zu weisen ist die Diagnose der Erschlaffung auch nicht. Die Emp&ouml;rungswellen sind kurzlebiger geworden. Sie fallen oft so schnell zusammen wie ein Kartenh&auml;uschen beim ersten Windhauch:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/55298\/warum-sind-moderne-protestbewegungen-so-kurzatmig\/\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Noch mehr Geld f&uuml;r die Banker<\/strong><br>\nDie Finanzkrise ist noch lange nicht vorbei. Doch die Banken zeigen sich wieder zunehmend selbstbewusst, die Zeit des gro&szlig;en Sparens scheint vorbei. Gro&szlig;e Institute zahlen ihren Mitarbeitern inzwischen wieder deutlich h&ouml;here Geh&auml;lter.<br>\nIn London lohnt sich ein Jobwechsel in der Finanzbranche: Wer derzeit bei einem neuen Arbeitgeber anheuert, der bekommt im Schnitt 23 Prozent mehr Gehalt. Angestellte bei der US-Investmentbank Goldman Sachs verdienten im vergangenen Jahr 8,8 Prozent mehr als 2011 und bei der Deutschen Bank sind die Personalkosten im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent gestiegen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/gehalt-steigt-noch-mehr-geld-fuer-die-banker,1472780,22068648.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Um dieses &ldquo;R&auml;tsel&rdquo; besser l&ouml;sen zu k&ouml;nnen, w&auml;re es vielleicht n&uuml;tzlich, sich genauer anzuschauen , wie die Wirtschaftsleistung der Banken in der Krise zulegte : &ldquo;Von 2008 bis 2010 legten sie im Schnitt um 10 Prozent zu, w&auml;hrend die Wirtschaft schrumpfte.&rdquo; ( vgl. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16467#h01\">&ldquo;Profit der Banken in der Krise&rdquo; von Alexander Hagel&uuml;ken in der SZ vom Samstag<\/a>)<br>\n<em>In der Krise konnten die Banken also die Umverteilung hin zum &ldquo;keine-Werte-schaffenden-Finanzkapital&rdquo; noch extrem verst&auml;rken!<\/em><br>\n<em>Und dennoch fallen die L&ouml;sungen der Politik, dem durch Regulierung entgegenzutreten weiterhin nur halbherzig aus ( vgl. zuletzt Dominique Plihon &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16451#h04\">Europas zaghafte Z&auml;hmung des Finanzkapitals<\/a>&rdquo; &ndash; oder auch immer wieder Harald Schumann`s &ldquo;Staatsgeheimnis Bankenrettung&rdquo; auf &ldquo;Arte&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jakob Augstein &ndash; Armutszeugnis f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nDeutschland ist auf dem Weg zur Klassengesellschaft. Wir sollten uns an den Begriff wieder gew&ouml;hnen. Die Zeiten, in denen ein sozialpolitisch eingehegter Kapitalismus &ldquo;Wohlstand f&uuml;r alle&rdquo; (Ludwig Erhard) zumindest m&ouml;glich erscheinen lie&szlig;, sind vorbei. Die &Auml;ra der sozialen Marktwirtschaft ist beendet. Eine gro&szlig;e Enteignung hat stattgefunden. Aber in Deutschland sind nicht die Reichen enteignet worden. Sondern das Volk.<br>\nDeutschland ist ein ungerechtes Land. 1970 besa&szlig; das oberste Zehntel der (West)-Deutschen 44 Prozent des gesamten Nettogeldverm&ouml;gens. 2011 waren es 66 Prozent. Die &ndash; von der Masse der Menschen getragenen &ndash; Lohn-, Umsatz- und Verbrauchsteuern ergeben 80 Prozent des gesamten Steueraufkommens, die Unternehmens- und Gewinnsteuern machen nur zw&ouml;lf Prozent aus. Fast acht Millionen Menschen in Deutschland arbeiten f&uuml;r Niedrigl&ouml;hne. Etwa zw&ouml;lf Millionen leben an oder unter der Armutsgrenze. 25 Prozent der Besch&auml;ftigten in Deutschland haben sogenannte prek&auml;re Jobs: Leiharbeit, Zeitarbeit, Werkvertr&auml;ge, Praktika. Jeder zweite neu zu besetzende Arbeitsplatz ist befristet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-der-armutsbericht-ist-ein-armutszeugnis-a-888000.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Millionen Europ&auml;er bekommen Lebensmittel vom Roten Kreuz<\/strong><br>\nDie Schuldenkrise versch&auml;rft die Armut in Europa dramatisch. Noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs hat das Rote Kreuz in so vielen L&auml;ndern des Kontinents Lebensmittel verteilt. Allein in Spanien versorgt die Hilfsorganisation drei Millionen B&uuml;rger mit dem N&ouml;tigsten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/rotes-kreuz-versorgt-millionen-europaeer-mit-lebensmittel-hilfe-a-888114.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland &ndash; Bis zu 50 Prozent der Menschen sind nicht mehr krankenversichert<\/strong><br>\nKirsten Schubert (K.S.) ist &Auml;rztin und Referentin f&uuml;r Gesundheit bei Medico International und hat vom 25.- 28. Februar gemeinsam mit dem Verein demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte an einer Delegation in Griechenland teilgenommen.<br>\nWas war das Programm Ihrer Delegation?<br>\nK.S.: Wir haben in den vier Tagen &Auml;rzte, Aktivisten und Politiker in Athen und Thessaloniki getroffen. Dabei wurde sehr schnell klar, dass das, was wir in einigen Medien &uuml;ber die Folgen der Krise h&ouml;ren, zutrifft und sich massive Konsequenzen der Sparpolitik von Troika und griechischer Regierung f&uuml;r den medizinischen Sektor zeigen.<br>\nK&ouml;nnen Sie ein Beispiel nennen?<br>\nK.S. Wir haben unter anderem das gr&ouml;&szlig;te Athener Krankenhaus besucht. Dort haben die &Auml;rzte best&auml;tigt, dass viele ihrer Patienten nicht mehr krankenversichert sind. Die offiziellen Zahlen liegen bei 30 %, in der Realit&auml;t aber bis zu 50% betroffen. Ein Teil der Arbeit der &Auml;rzte besteht mittlerweile darin, daf&uuml;r zu sorgen, dass die Patienten an ihre Behandlungsm&ouml;glichkeiten kommen, auch wenn sie nicht krankenversichert sind. Da gibt es kreative Ideen. Manche &Auml;rzte raten ihren Patienten beispielsweise nachts aus der Klinik zu verschwinden, damit sie nicht zahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/153884\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bitte mehr Bescheidenheit<\/strong><br>\nDie Arbeitskosten in Deutschland steigen st&auml;rker als im EU-Durchschnitt. Das bedeutet nichts Gutes f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft und f&uuml;r die Besch&auml;ftigten. Denn der Trend gef&auml;hrdet Deutschlands Stellung als Exportnation, von der bislang alle profitiert haben. [&hellip;]<br>\nSchl&auml;gt das Pendel nun zur&uuml;ck? Es sieht so aus. Im vorigen Jahr stiegen die Tarifl&ouml;hne im Schnitt um 2,7 Prozent, im Jahr 2011 waren es noch zwei. In den laufenden Tarifrunden fordern die Gewerkschaften in verschiedenen Branchen bis zu 6,6 Prozent mehr Geld. Die Begehrlichkeiten sind also da. Und sie werden von einigen &Ouml;konomen, die starke Zuschl&auml;ge fordern, sogar noch forciert. Es ist m&ouml;glich, durch h&ouml;here Lohnabschl&uuml;sse den Konsum anzukurbeln und damit die Exportabh&auml;ngigkeit zu verringern. Doch sinnvoll ist das nicht. Denn Deutschland ist eine Exportnation und davon haben bislang alle profitiert. Die Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft darf nicht durch &uuml;berzogene Lohnabschl&uuml;sse aufs Spiel gesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/hohe-lohnkosten-bitte-mehr-bescheidenheit-1.1621829\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieser Artikel ist ein Musterbeispiel daf&uuml;r, dass die Wirtschaftsredaktion der SZ nichts, aber auch gar nichts, von den Ursachen der Eurokrise verstanden hat. Es ist einfach nur j&auml;mmerlich, auf welchem Niveau hier volkswirtschaftliche Paradigmen, die im Kern ja noch nicht einmal von Merkel, EU-Kommission und Co. bestritten werden, auf den Kopf gestellt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Aufstocker: Callcenter kosten den Staat j&auml;hrlich 36 Millionen Euro<\/strong><br>\nDie umstrittene Callcenter-Branche w&auml;chst &ndash; auch dank gro&szlig;z&uuml;giger Subventionen der Bundesregierung: 2011 flossen rund 36 Millionen Euro in den Sektor. Der Gro&szlig;teil waren Hartz-IV-Leistungen an Besch&auml;ftigte, deren Lohn nicht zum Leben reicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/callcenter-kosten-den-staat-jaehrlich-36-millionen-euro-a-888076.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Unterbezahlte, stressige Jobs zur Massage der Arbeitslosenstatistik. War nicht ein Leitspruch der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; der Ruf nach weniger Staat?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wer regiert wirklich? Prof. Dr. Hans J&uuml;rgen Krysmanski zu &ldquo;0,1 %. Das Imperium der Milliard&auml;re&rdquo;<\/strong><br>\nSuperreiche, da geht es nicht um Leute, die eine Villa und ein dickes Auto haben, auch nicht um die viel-gescholtenen Top-Manager. Es geht um die Leute, die sich diese Top-Manager als hochbezahltes Dienstpersonal halten. Leute, deren Jacht im Jahr Betriebskosten von 7 Millionen $ pro Jahrverursachen, der Liegeplatz kostet am Tag 11 000 Dollar.<br>\nDie Konzentration &ouml;konomischer Macht bei wenigen Multi-Milliard&auml;ren sprengt l&auml;ngst unsere Vorstellungskraft. Heute sehen wir nicht einmal, wer unsere &ldquo;K&ouml;nige&rdquo; sind, wer unser Leben bestimmt. Warum liefert die soziologische Forschung so wenig Aufkl&auml;rung? Haben demokratische Wahlen noch eine entscheidende Bedeutung? Ruiniert die wirtschaftliche Konzentration auch die Marktwirtschaft? Wird die Instabilit&auml;t weiter zunehmen?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/sr-mediathek.sr-online.de\/index.php?seite=7&amp;id=15794&amp;pnr=0\">SR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/pcast.sr-online.de\/play\/fragen\/2013-03-11_milliardaere_krysmanki_10_3_13.mp3\">zum Download [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Forderung nach Rente mit 69 &ndash; Fluch der Babyboomer<\/strong><br>\nRente mit 67? Reicht nicht, behauptet die Bertelsmann-Stiftung. Die Deutschen m&uuml;ssten bis 69 arbeiten, weil sie immer &auml;lter werden und die Rentenlast weiter steigt. Doch viele gesetzlich Versicherte steigen ohnehin fr&uuml;her aus dem Job aus. Realistisch ist also schon die aktuelle Grenze nicht. [&hellip;]<br>\nFast die H&auml;lfte der Versicherten h&ouml;rt fr&uuml;her auf [&hellip;]<br>\nOb Arbeitnehmer nun die Wahl haben, fr&uuml;her aus ihrem Beruf auszusteigen oder schlichtweg ausgebrannt sind &ndash; aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zeigen: 2011 hat von 700.000 Menschen, die vor 1947 geboren wurden und zum ersten Mal Altersrente erhielten, fast die H&auml;lfte nicht bis zur Regelaltersgrenze von 65 Jahren gearbeitet. Daher bekamen sie auch nicht die volle Rente ausgezahlt. Die Einbu&szlig;en sind damit so hoch wie nie. Mit der Rente von 69 Jahren w&uuml;rden sie noch steigen. Das Problem trifft tats&auml;chlich nicht nur eine Branche: In 23 von 39 ausgew&auml;hlten Berufsgruppen liegt der Anteil der Fr&uuml;hrentner bei mehr als 60 Prozent. Aus den Zahlen geht nicht hervor, warum die Besch&auml;ftigten fr&uuml;her aus dem Beruf ausgestiegen sind.<br>\nDie Rente mit 65, geschweige denn mit 67 oder 69, ist also zumindest f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Versicherten unrealistisch. Sollte dies so bleiben, warnen Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nde, seien immer mehr alte Menschen von Armut betroffen. Denn abgesehen davon, ob sie &uuml;berhaupt noch<br>\narbeiten k&ouml;nnen, fehlen auch die Stellen. Der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zufolge hatten von den 64-J&auml;hrigen im Juni 2012 nur 14,2 Prozent einen<br>\nJob.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/forderung-nach-rente-mit-fluch-der-babyboomer-1.1621210\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Rentensystem vor der Kernschmelze<\/strong><br>\nDer Renteneintritt der Babyboomer setzt die Rentenversicherung schon bald unter erheblichen Druck. Laut einer Studie muss die Politik dringend eine Gro&szlig;reform in die Wege leiten &ndash; sonst droht der Renten-Gau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/alarmierende-studie-rentensystem-vor-der-kernschmelze\/7908096.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> V&ouml;llig verr&uuml;ckt. Zumal gerade vor f&uuml;nf Monaten noch alles in bester Ordnung war:<\/em><\/p>\n<p><strong>Rentenversicherung: Bundestag beschlie&szlig;t Beitragssenkung auf 18,9 Prozent<\/strong><br>\nDer Beitragssatz zur Rentenversicherung sinkt im kommenden Jahr auf 18,9 Prozent. Im Bundestag stimmte die schwarz-gelbe Koalition f&uuml;r die Reduzierung, die Opposition votierte geschlossen dagegen. Sie forderte, stattdessen eine Reserve f&uuml;r die Zukunft aufzubauen.<br>\nDie Rentenkasse ist prall gef&uuml;llt, die Einnahmen sind dank der guten Arbeitsmarktlage &uuml;ppig &ndash; nun hat der Bundestag beschlossen, den Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung ab Januar 2013 drastisch von 19,6 auf 18,9 Prozent zu reduzieren. Die Abgeordneten der Regierungskoalition aus Union und FDP stimmten f&uuml;r die Beitragssenkung, die Oppositionsfraktionen geschlossen dagegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundestag-beschliesst-senkung-der-renten-beitraege-auf-18-9-prozent-a-863424.html\">SPIEGEL<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Ouml;konomen verstehen zu wenig von Politik (und untersch&auml;tzen Verteilungsthemen)<\/strong><br>\n&Ouml;konomen denken oft nicht langfristig genug. Liberalisierungen k&ouml;nnen zwar kurzfristig vorteilhaft sein. Doch zwei &Ouml;konomen machen auf eine Folge aufmerksam: Wenn die Einkommensverteilung zu ungleich wird, k&ouml;nnen die Reichen den Staat unter ihre Kontrolle bekommen. Dann droht nicht nur politischer, sondern auch schwerer &ouml;konomischer Schaden.<br>\nDaron Acemoglu (Massachusetts Institute of Technology) und James Robinson (Harvard) besch&auml;ftigen sich seit Jahren mit den Wechselwirkungen politischer und wirtschaftlicher Institutionen und den sich daraus ableitenden Bestimmungsgr&uuml;nden langfristigen Wirtschaftswachstums. Ihre bisherigen Ergebnisse haben sie popul&auml;rwissenschaftlich in dem Bestseller &ldquo;Why Nations Fail&rdquo; zusammengefasst. Acemoglu und Robinson sind f&uuml;hrende Vertreter einer &ldquo;im Entstehen begriffenen modernen Theorie der Wirtschaftsordnung&rdquo; (Carl Christian von Weizs&auml;cker), die weit &uuml;ber die traditionelle deutsche Ordnungs&ouml;konomik hinaus greift.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/fazit\/2013\/03\/11\/okonomen-verstehen-zu-wenig-von-politik-und-unterschatzen-verteilungsthemen-1111\/\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bahr pflegt die privaten Krankenkassen<\/strong><br>\nBundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will das Gesch&auml;ft der gesetzlichen Krankenkassen beschr&auml;nken, was den privaten Versicherungen neue Kunden bescheren d&uuml;rfte. Geplant ist, den gesetzlichen Kassen das Anbieten von Wahltarifen deutlich zu erschweren.<br>\nDurch eine vom Minister geplante Gesetzes&auml;nderung k&ouml;nnten diese Tarife nach Bef&uuml;rchtungen der Krankenkassen so teuer werden, dass sie sich weder f&uuml;r die Versicherten noch f&uuml;r die Kassen lohnen und damit eingestellt werden m&uuml;ssten. Damit besteht die Gefahr, dass Gutverdiener, die die Kassen &uuml;ber derartige Zusatztarife an sich binden konnten, in die privaten Kassen abwandern.<br>\nSeit 2007 haben die Krankenkassen die M&ouml;glichkeit, ihren Versicherten Tarife mit unterschiedlichen Leistungen anzubieten. Derzeit nutzen mehrere hunderttausend Versicherte derartige Tarife, die an das Angebot der Privatkassen angelehnt sind.<br>\nZielgruppe sind vor allem junge, gesunde Gutverdiener. Sie sollen davon abgehalten werden, zu einer Privatversicherung zu wechseln. Das st&ouml;rt die Privatkassen schon lange. Sie fordern, den gesetzlichen Kassen das Angebot von Wahltarifen zu verbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/versicherungen-tarife-bahr-pflegt-die-privaten-krankenkassen,10808018,22058574.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Altmaiers krasse Rechenfehler<\/strong><br>\nKostet die Energiewende eine Billion Euro? Eine Studie widerlegt den Umweltminister Peter Altmaier. Der Minister habe grob falsche Angaben gemacht und schlicht fehlerhaft gerechnet.<br>\nEine Billion Euro, also Tausend Milliarden: Diese gigantischen Kosten kommen laut Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) in den kommenden 25 Jahren auf die Deutschen zu, wenn bei der Energiewende nicht schleunigst gegengesteuert wird. Die Rechnung ist aber offenbar falsch und ignoriert geltende Gesetze, wie aus einer Studie des Forums &Ouml;kologisch-Soziale Marktwirtschaft (F&Ouml;S) hervorgeht. Sie wurde im Auftrag von Greenpeace Energy und dem Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) erstellt und liegt dieser Zeitung vor.<br>\nHauptstreitpunkt ist die F&ouml;rderung von &Ouml;kostromkraftwerken durch das 2000 eingef&uuml;hrte Erneuerbare-Energien-Gesetz. Altmaier behauptete, dass allein daf&uuml;r 677 Milliarden Euro bis Ende der 30er-Jahre f&auml;llig w&uuml;rden&hellip;.<br>\nJeder dieser Posten ist der Studie zufolge grob falsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/energie\/energiewende--altmaiers-krasse-rechenfehler,1473634,22057210.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.S.:<\/strong> Man muss sich &uuml;ber Altmaier zunehmend wurden. L&auml;sst er sich nicht mehr von einem kompetenten BMU-Stab beraten? Warum wirft er mit solchen unspezifischen und ungesicherten Daten um sich? Nur noch Wahlkampf?<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu die Kritik des Forums &ouml;kologisch-soziale Marktwirtschaft:<\/p>\n<p><strong>Die Kosten der Energiewende &ndash; Wie belastbar ist Altmaiers Billion?<\/strong><br>\nBundesumweltminister Altmaier hat die Kosten der Energiewende auf eine Billion Euro beziffert &ndash; ohne jedoch auf die Komponenten und Methoden seiner Berechnung genauer einzugehen.<br>\nAls eine belastbare Sch&auml;tzung der Mehrkosten durch die Energiewende kann Herrn Altmaiers wenig transparente Zahl nicht dienen.<br>\nDie Rechnung des Ministers l&auml;sst sich in zwei Bl&ouml;cke unterteilen.<br>\nAls zentralen ersten Kostenblock betrachtet Herr Altmaier die EEG &ndash; F&ouml;rderkosten im Stromsektor &ndash; wobei er wichtige Kostenrechnungskomponenten ignoriert und bisweilen unrealistische Annahmen zugrunde legt. Um die Mehrkosten des Ausbaus festzustellen, sollten stattdessen in einer systemanalytischen Betrachtungsweise die Stromgestehungskosten von konventioneller und erneuerbarer Energie verglichen werden. Die Zahl des Ministers zu den Differenzkosten der Stromerzeugung schrumpft dann um rund zwei Drittel.<br>\nZus&auml;tzlich m&uuml;ssen bei einer gesamtvolkswirtschaftlichen Betrachtung die vermiedenen externen Kosten durch Umweltsch&auml;den in die Kostenrechnung aufgenommen werden. Allein 362 Mrd. Euro k&ouml;nnen dann dem Ausbau der Erneuerbaren bei der Stromerzeugung gutgeschrieben werden.<br>\nDaraus ergeben sich f&uuml;r den ersten Kostenblock, der die Differenzkosten der Erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung umfasst, nicht Mehrkosten in H&ouml;he von 677 Mrd. Euro, sondern im Vergleich zu einem Konventionelle-Energien-Szenario eine Ersparnis von 159 Mrd. Euro.<br>\n&Uuml;ber den zweiten Kostenblock der &bdquo;Billionrechnung&ldquo; in H&ouml;he von 300 Mrd. Euro l&auml;sst sich aufgrund mangelnder Transparenz wenig Konkretes sagen.<br>\nWenn jedoch bei der Berechnung analog zum ersten Kostenblock verfahren wurde, steht zu vermuten, dass hier ebenfalls eine Vernachl&auml;ssigung der Nutzenwirkungen der Energiewende vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bee-ev.de\/_downloads\/presse\/2013\/201303_BEE-GPE_Kurzanalyse-Altmaiers-Billion.pdf\">Forum &ouml;kologisch-soziale Marktwirtschaft [PDF &ndash; 396 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>M&uuml;de Klinik&auml;rzte werden zur Gefahr f&uuml;r Patienten<\/strong><br>\nOperieren bis zum Umfallen: Jeder zweite Arzt in deutschen Krankenh&auml;usern arbeitet bis zu 60 Stunden pro Woche, jeder vierte sogar bis zu 80. Der &Auml;rzteverband spricht von einem Risiko f&uuml;r die Patienten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/lange-arbeitszeiten-klinikaerzte-werden-zum-risiko-fuer-ihre-patienten-a-888201.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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