{"id":16506,"date":"2013-03-14T08:35:05","date_gmt":"2013-03-14T07:35:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506"},"modified":"2013-03-14T09:08:22","modified_gmt":"2013-03-14T08:08:22","slug":"hinweise-des-tages-1838","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h01\">Zehnj&auml;hriges Jubil&auml;um der Agenda 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h02\">Agenda Sozial statt Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h03\">Von der Finanzkrise zur Besch&auml;ftigungskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h04\">Portugal vor sozialer Explosion?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h05\">Rotes Kreuz versorgt Milionen Europ&auml;er mit Lebensmittelhilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h06\">Italienbashing &ndash; Grillo: &ldquo;De facto ist Italien aus dem Euro raus&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h07\">Krisenstrategie: Merkels Bauplan f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h08\">Entscheidung in Stra&szlig;burg : Europa-Parlament lehnt den EU-Haushalt ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h09\">USA: Der Pr&auml;sident und der Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h10\">Unterrichtsmaterialien BMF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h11\">Wahl des Papstes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h12\">Nachrichtendienst f&uuml;r Historiker stellt wegen Leistungsschutzrecht Betrieb ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h13\">Ungarn: Frust statt Protest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506#h14\">Zu guter Letzt: Mann ohne Langzeitged&auml;chtnis &uuml;berzeugt, dass SPD f&uuml;r soziale Gerechtigkeit k&auml;mpft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16506&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zehnj&auml;riges Jubil&auml;um der Agenda 2010<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Christoph Butterwegge: Vorw&auml;rts in die Vergangenheit &ndash; Gerhard Schr&ouml;ders &ldquo;Agenda 2010&rdquo; &ndash; Blaupause f&uuml;r eine unsolidarische Gesellschaft<\/strong><br>\nSeit der &ldquo;Ruck&rdquo;-Rede, die der damalige Bundespr&auml;sident Roman Herzog am 26. April 1997 im Berliner Hotel Adlon hielt, hat wahrscheinlich kein deutscher Politiker mehr so gro&szlig;e Wirkung mit Worten erzielt wie Gerhard Schr&ouml;der, als er vor zehn Jahren, am 14. M&auml;rz 2003, im Bundestag die Regierungserkl&auml;rung mit dem Namen &ldquo;Agenda 2010&Prime; abgab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/03\/13\/christoph-butterwegge-vorwarts-in-die-vergangenheit-%E2%80%93-gerhard-schroders-%E2%80%9Eagenda-2010%E2%80%9C-%E2%80%93-blaupause-fur-eine-unsolidarische-gesellschaft\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Gratulation, Schweinestaat!<\/strong><br>\n&Ouml;konomie. Die Funktionseliten aus Kapital und Staat haben allen Grund, das zehnj&auml;hrige Jubil&auml;um der Agenda 2010 zu feiern. F&uuml;r die Lohnabh&auml;ngigen der Bundesrepublik ist es der Jahrestag einer historischen Niederlage<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/03-14\/005.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Agenda Sozial statt Hartz IV<\/strong><br>\nSoziale Polarisierung durch Schr&ouml;dersche Reformen: Linke benennt Gerechtigkeitsfrage als &shy;entscheidendes Wahlkampfthema<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/03-14\/021.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Von der Finanzkrise zur Besch&auml;ftigungskrise<\/strong><br>\nDie Krise der vergangenen Jahre hat sich in verschiedenen, ineinander verfliessenden Formen manifestiert, als Hypothekenkrise, als Bankenkrise, als Finanzkrise, als Staatsschuldenkrise, als Euro-Krise oder auch als konjunkturelle Krise. Aber &uuml;berwunden ist sie nicht. In letzter Zeit sind vermehrt nicht nur von politischen Beobachtern, sondern auch von Kommentatoren der Finanzm&auml;rkte kritische Beitr&auml;ge zu sehen &uuml;ber eine weitere, bedenkliche Auspr&auml;gung: Die Krise und die vielfach gew&auml;hlte Form ihrer Bek&auml;mpfung durch Austerit&auml;t haben zu hoher und steigender Arbeitslosigkeit beigetragen. Zum Teil erinnere das erreichte Ausmass an Zeiten der wirtschaftlichen Depression. Das Ph&auml;nomen der hohen Arbeitslosigkeit als Begleiterscheinung der Krisenbek&auml;mpfung, die vor allem Pleiten von Banken und Staaten verhindern sollte, wurde in Marktkreisen bisher erstaunlich wenig beachtet. Die in Teilen von Europa heftigen Proteste gegen die Austerit&auml;tspolitik haben aber zur Ver&auml;nderung des Blickwinkels beigetragen. Marktanalytiker heben nun nicht nur die hohen offiziellen Arbeitslosenzahlen in der Peripherie des Euro-Raumes hervor &ndash; welche die versteckte Arbeitslosigkeit gar nicht ber&uuml;cksichtigen &ndash;, sie weisen auch auf die ausgepr&auml;gte Arbeitslosigkeit junger Menschen hin. Diese Generation tr&auml;gt, betont die Deutsche Bank, immer mehr die Hauptlast der Krisenbek&auml;mpfung. Es l&auml;sst sich eine Kausalkette konstruieren. Die Banken- und Schuldenkrise ist durch Austerit&auml;t bek&auml;mpft worden, zu deren Konsequenzen Rezession und daraus folgend erh&ouml;hte Arbeitslosigkeit geh&ouml;ren. Finanzielle Stabilit&auml;t werde mit massiver sozialer Instabilit&auml;t erkauft, die in eine politische Krise m&uuml;nden werde, bef&uuml;rchtet George Friedman vom Analyseinstitut Stratfor. Diese soziale und politische Krise werde auch Europas Institutionen gef&auml;hrden. Die Debatte um die weitere Strategie &ndash; Fortsetzung der Politik der Austerit&auml;t oder Wachstumsf&ouml;rderung und Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit &ndash; sei nicht obskurer Art.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/von-der-finanzkrise-zur-beschaeftigungskrise-1.18044228\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Portugal vor sozialer Explosion?<\/strong><br>\nEx-Ministerpr&auml;sident Soares warnt wegen der dramatischen wirtschaftlichen und sozialen Lage davor, dass Emp&ouml;rung in Gewalt umschlagen k&ouml;nnte.&nbsp; &ldquo;Die Regierung gehorcht nur Technokraten der Troika aus EU-Kommission, Internationalem W&auml;hrungsfonds und Europ&auml;ischer Zentralbank, den Finanzm&auml;rkten und Frau Angela Merkel&rdquo;, kritisiert Soares. Portugal verliere die Unabh&auml;ngigkeit und sei ein &ldquo;Protektorat&rdquo; von &ldquo;Wucherern&rdquo;. Soares sieht sich vom Nationalen Statistikinstitut (INE) best&auml;tigt. Es gab am Montag bekannt, dass Portugal in der tiefsten Krise seit 37 Jahren steckt. Nach vorl&auml;ufigen INE-Angaben ist die Wirtschaftsleistung 2012 um 3,2 Prozent geschrumpft. Im vierten Quartal ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar um 3,8 Prozent zur&uuml;ck. Die Portugiesen verlieren wegen der Rekordarbeitslosigkeit von 17,6 Prozent jede Hoffnung. Die Quote ist bei den unter 25 J&auml;hrigen schon auf rund 40 Prozent explodiert. Dass sich die Lage im Land zuspitzt, sieht offenbar auch die Troika ein. Aus verschiedenen Quellen ist zu vernehmen, dass sie Portugal erneut mehr Zeit f&uuml;r den Defizitabbau einr&auml;umt. Wie Irland soll auch Portugal mit der R&uuml;ckzahlung der Hilfskredite erst viel sp&auml;ter beginnen, um &ldquo;Belastungsspitzen&rdquo; zu vermeiden. Eine Erleichterung bringt das nicht, denn mit der Verschuldung steigt auch die Zinslast. Sie ist im dritten Quartal 2012 auf gef&auml;hrliche als 120 Prozent des BIP angeschwollen.&nbsp; Mit steigender Arbeitslosigkeit brechen Einnahmen von Finanz&auml;mtern und Sozialkassen ein, aber es steigen Ausgaben. Das macht immer neue Sparpl&auml;ne n&ouml;tig, um das Defizit zu begrenzen, aber dadurch wird die Negativspirale weiter angetrieben und Portugal wie Griechenland in die Depression abrutschen.&nbsp; Die EU will bis 2020 sechs Milliarden Euro ausgeben, um die Besch&auml;ftigung junger Menschen zu f&ouml;rdern. Das Geld soll zur H&auml;lfte aus dem Koh&auml;sionsfonds und aus dem Sozialfonds kommen. Das wurde bekannt, bevor EU-Ratspr&auml;sident Herman van Rompuy konkrete Ma&szlig;nahmen vorgestellt hat. Sie sollen auf der Fr&uuml;hjahrstagung des Europ&auml;ischen Rates am Donnerstag und Freitag diskutiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/153917\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sechs Milliarden Euro, um die Besch&auml;ftigung junger Menschen zu f&ouml;rdern &ndash; bis 2020. Wenn man bedenkt, welche Summen bereitgestellt werden, um europ&auml;ische Banken zu retten bzw. die Einlagen millionenschwerer Anleger, dann ist diese Summe ein Klacks. Gut, noch sind die tats&auml;chlichen Verluste aus der Bankenrettung noch ersichtlich. Gegenw&auml;rtig sehen wir vor allem die erh&ouml;hten Zinszahlungen f&uuml;r die Anleihen mit der Bankenrettung &uuml;berforderter Staaten, aber allein die Rettung der HRE&nbsp; hat 2011 den Bund einem Verlust von knapp zehn Milliarden Euro beschert. Wir werden im Sommer sehen, was das Jahr 2012 an Verlusten gebracht hat. Viele der Kredite sind am Markt derzeit deutlich weniger wert als in den B&uuml;chern der Bad Bank. Was nun die F&ouml;rderung junger Arbeitsloser in den Krisenl&auml;ndern betrifft, so ist das nicht etwa zus&auml;tzliches Geld, das die EU-Mitgliedsstaaten jenseits bestehender Hilfsmittel bereitstellen. Nein, sie sollen aus dem Koh&auml;sionsfonds und aus dem Sozialfonds des EU-Haushalts kommen,&nbsp; dessen Finanzrahmen von 2014 bis 2020 gegen&uuml;ber der Vorperiode gnadenlos zusammengestrichen wurde &ndash; allen voran von London und Berlin. Wie die den einzelnen Nationalstaaten &uuml;berlassenen Ma&szlig;nahmen aussehen werden, steht in den Sternen. Vor allem stellt sich die Frage, wo in der kurzen Frist f&uuml;r die Jugendlichen der Krisenl&auml;nder ad&auml;quate Stellen zu finden sind. Die europ&auml;ische Jobgarantie f&uuml;r Jugendliche gleicht zurzeit eher einem Luftschloss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rotes Kreuz versorgt Milionen Europ&auml;er mit Lebensmittelhilfe<\/strong><br>\nDie Schuldenkrise versch&auml;rft die Armut in Europa dramatisch. Noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs hat das Rote Kreuz in so vielen L&auml;ndern des Kontinents Lebensmittel verteilt. Allein in Spanien versorgt die Hilfsorganisation drei Millionen B&uuml;rger mit dem N&ouml;tigsten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/rotes-kreuz-versorgt-millionen-europaeer-mit-lebensmittel-hilfe-a-888114.html\">SPON<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Italienbashing &ndash; Grillo: &ldquo;De facto ist Italien aus dem Euro raus&rdquo;<\/strong><br>\nDer Krawallmacher sch&uuml;rt neue Anti-Euro-Stimmung: Beppe Grillo sieht Italien schon jetzt nicht mehr als Mitglied der Euro-Zone. &ldquo;De facto ist Italien schon aus dem Euro raus&rdquo;, sagte der &Uuml;berraschungssieger der Parlamentswahl &ndash; und startete eine neue Verbalattacke gegen Deutschland.<br>\nGrillo warf Deutschland vor, allein von der europ&auml;ischen Einigung zu profitieren. &ldquo;Warum hat sich nur Deutschland bereichert?&rdquo;, fragte der Politiker. Die zentrale Frage sei: &ldquo;Was ist aus Europa geworden? Warum haben wir keine gemeinsame Informationspolitik, keine gemeinsame Steuerpolitik, keine gemeinsame Politik der Immigration?&rdquo;<br>\nEr gehe davon aus, dass auch die nordeurop&auml;ischen Staaten Italien nur so lange halten w&uuml;rden, bis sie die Investitionen ihrer Banken in italienische Staatsanleihen hereingeholt h&auml;tten. &ldquo;Dann werden sie uns fallen lassen wie eine hei&szlig;e Kartoffel.&rdquo; Allerdings kann sich der<br>\nPolitiker mit seinen Ansichten nicht auf die Zustimmung der Mehrheit der Italiener st&uuml;tzen: Laut einer Umfrage sind die meisten Italiener gegen einen Euro-Ausstieg ihres kriselnden Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/beppe-grillo-sieht-italien-schon-ausserhalb-der-euro-zone-a-888567.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Und weiter geht die Propagandaschlacht gegen Beppe Grillo und seinem M5S. Man beachte vor allem die Terminologie &ldquo;Krawallmacher&rdquo;. Besonders ekelhaft wie hier auch die nationalistische Schiene bedient wird.<\/em><br>\n<em>F&uuml;r die neoliberalen Eliten ist es nat&uuml;rlich das sch&ouml;nste, wenn man die B&uuml;rger der einzelnen Nationen, die eigentlich alle, auch in Deutschland, unter der gezielten Krisenpolitik leiden, gegeneinander ausspielen kann. Und Beppe Grillo hat einfach recht wenn er sagt, dass Deutschland gerade mit der Agenda 2010 die anderen EU-Mitgliedstaaten gnadenlos niederkonkurriert. Konkurrenzf&auml;higkeit ist ja geradezu das oberste Mantra der deutschen Politik von Gr&uuml;nen &uuml;ber SPD bis CSU.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Krisenstrategie: Merkels Bauplan f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nImmer wieder wird Angela Merkel vorgeworfen, sie laufe der Krise in Europa hinterher &ndash; dabei hat sie seit Sommer 2011 einen Bauplan, der sich auf eine simple Aussage reduzieren l&auml;sst: Mehr Br&uuml;ssel funktioniert nicht. Die Kanzlerin folgt dem Plan, spricht aber nicht dar&uuml;ber. Warum nur?<br>\nMerkels eigene Grenzen hatten freilich weniger mit Quantenphysik als mit dem Euro zu tun. Quantenphysik kann sie, den Euro aber hatte sie nicht verstanden. Der Groschen war noch nicht gefallen. Am 2. November 2010 war die Euro-Krise gerade sieben Monate alt. Am Morgen ging eine Paketbombe im Kanzleramt ein, abgeschickt aus Griechenland. &Uuml;berall kochte es auf dem Kontinent. Merkel suchte verzweifelt nach einer Formel, mit der sie die teuflische Gleichung aus Schulden, mangelnder Wettbewerbsf&auml;higkeit und Marktdruck knacken konnte. Die Kanzlerin war getrieben, obwohl sie immer sagt, sie tauge nicht zur Getriebenen.<br>\nEin z&auml;hes, halbes Jahr musste vergehen, ehe sie wieder die Hoheit &uuml;ber ihren Verstand zur&uuml;ckeroberte. Vor der Sommerpause 2011 beauftragte sie ihre Mitarbeiter, die wenigen freien Urlaubstage f&uuml;r eine gedankliche Anstrengung zu nutzen: Merkel wollte jetzt endlich die Anti-Krisen-Formel, eine Antwort der Politik auf die M&auml;rkte.<br>\nNach den Urlaubstagen bekam sie eine Antwort, aufgemalt auf einem DIN-A4-Blatt von Europa-Berater Nikolaus Meyer-Landrut, der wie immer im Sommer ins Ferienhaus nach Frankreich enteilt war und ausgerechnet dort die Natur der Krise in ein griffiges Bild presste. Die Kanzlerin musste nur noch die Schl&uuml;sse daraus ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/stefan-kornelius-ueber-merkels-plan-fuer-europa-a-888071.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmkerkung JK:<\/strong> Wenn man diesen Beitrag liest fragt man sich in welchen Land man lebt? Sind das unsere Qualit&auml;tsjournalisten? Stefan Kornelius scheint die lebendige Best&auml;tigung von Uwe Kr&uuml;gers Studie &ldquo;Meinungsmacht&rdquo; zur engen Verbindung deutscher Spitzenjournalisten mit den herrschenden Eliten zu sein. So hei&szlig;t es auch zu Kornelius er &ldquo;steht in engem Kontakt mit der Kanzlerin und ihren wichtigsten Beratern.&rdquo; Kann man von so einem &ldquo;Journalisten&rdquo; noch eine unabh&auml;ngige Berichterstattung erwarten? Und dieser Satz l&auml;&szlig;t einen nur verzweifeln: &ldquo;Die 80 Millionen sind so wunderbar geduldig in der Krise, hei&szlig;t es bei den Vertrauten der Kanzlerin.&rdquo; Man kann sich bildlich vorstellen wie sie sich im Kanzleramt schieflachen &uuml;ber den den dummen P&ouml;bel, der sich einfach alles gefallen l&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Entscheidung in Stra&szlig;burg : Europa-Parlament lehnt den EU-Haushalt ab<\/strong><br>\nDas Europaparlament in Stra&szlig;burg verweigert die Zustimmung zum Sparhaushalt der Europ&auml;ischen Union. Es legt einen Katalog von W&uuml;nschen vor, &uuml;ber die nun bis zum Sommer neu verhandelt werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/entscheidung-in-strassburg-eu-parlamentarier-verlangen-verbesserungen-im-haushalt-1.1623159\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>USA: Der Pr&auml;sident und der Mindestlohn<\/strong><br>\nBarack Obama fordert in seiner Rede zur Lage der Nation eine markante Erh&ouml;hung des Mindestlohnes. Damit greift er ein politisch und &ouml;konomisch heiss umstrittenes Thema auf. Empirisch l&auml;sst sich dieser Streit nicht entscheiden. Es gibt zwar zahllose Studien dazu, doch sie werden nach dem Motto verfasst: Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gef&auml;lscht hast. Dank einer immensen Datenf&uuml;lle kann jede Seite deshalb Zahlen pr&auml;sentieren, welche die eigene Position vermeintlich unterst&uuml;tzen. Weil es keine objektive L&ouml;sung gibt, muss die Frage politisch entschieden werden. Genau dies hat Pr&auml;sident Barack Obama jetzt getan. Er fordert eine massive Erh&ouml;hung des Mindestlohnes von derzeit 7.25 Dollar auf 9 Dollar pro Stunde. Falls er sich im Kongress durchsetzen kann, w&auml;re das die gr&ouml;sste Erh&ouml;hung seit Jahrzehnten. Politisch und moralisch gesehen hat der Pr&auml;sident zweifellos sehr gute Argumente. Derzeit m&uuml;ssen rund 15 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner mit dem Mindestlohn auskommen. Er reicht nicht aus, um selbst einen bescheidenen Lebensstandard zu bestreiten. Das bedeutet, dass Millionen auf Sozialhilfe angewiesen sind, obwohl sie einer Vollzeitbesch&auml;ftigung nachgehen. &laquo;Das ist falsch&raquo;, erkl&auml;rte der Pr&auml;sident in seiner Rede. &laquo;Lasst uns daf&uuml;r sorgen, dass in der reichsten Nation niemand, der vollst&auml;ndig erwerbst&auml;tig ist, in Armut leben muss.&raquo; &ndash; Auch langfristig gesehen spricht vieles f&uuml;r einen Mindestlohn. Wachsende Ungleichheit und das Entstehen einer neuen Oligarchie sind das dringendste soziale und wirtschaftliche Problem in den USA. Selbst von der staatlichen Hilfe profitieren vor allem Gutbetuchte. Der kleine Mann wird nur in den Sonntagsreden gefeiert. In der Praxis sind beispielsweise 60 Prozent der Hypothekar-Hilfen nach dem Platzen der Immobilienblase an die zehn Prozent reichsten Einwohner geflossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/Der-Praesident-und-der-Mindestlohn\/story\/21681904\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Rede Barack Obamas zur Lage der Nation l&auml;sst sich anscheinend nur st&uuml;ckchenweise aufarbeiten. Wichtig ist, dass Obamas Wort zum Mindestlohn nicht einfach Folge seiner Best&auml;tigung im Amt entsprungen ist, sondern ein langfristiges Anliegen ist. Nicht umsonst hat Obama 2011 Alan Krueger zum Leiter des Council of Economic Advisers (Rat der Wirtschaftsberater im Wei&szlig;en Haus) ernannt, der Wegweisendes zum Mindestlohn in den USA erforscht hat. Wer N&auml;heres zum Mindestlohn in den USA erfahren m&ouml;chte, kann <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/22714_22720.htm\">hier<\/a> eine Zusammenfassung der US-Studie &bdquo;Minimum Wage Effects Across State Borders: Estimates Using Contiguous Counties&ldquo; lesen &ndash; Am Artikelende des ansonsten gut informierten\/informierenden Tages-Anzeiger steht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel sich auf die Seite der Gewerkschaften gestellt habe und sich den Mindestlohn auf die Fahnen geschrieben habe. Richtig ist, dass sich unter dem Stichwort Mindestlohn verschiedene Konzepte verbergen: Die Gewerkschaften fordern einen fl&auml;chendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn, w&auml;hrend die CDU\/CSU sich f&uuml;r Mindestl&ouml;hne in Branchen ohne geltende Tarifvertr&auml;ge geeinigt haben. Eine Kommission, die sich aus gleich vielen Vertretern der Arbeitgeber und der Gewerkschaften zusammensetzt, soll die Lohnuntergrenzen aushandeln. Die Regierung w&uuml;rde dann die Beschl&uuml;sse der Kommission per Rechtsverordnung in Kraft setzen. Dieser Mindestlohn ist aber kein allgemeiner Mindestlohn. Er k&auml;me in welcher H&ouml;he auch immer nur in Branchen zum Tragen k&auml;me, f&uuml;r die es bislang keine Tarifvertr&auml;ge gab. Niedrigere Untergrenzen aus bestehenden Tarifvertr&auml;gen bleiben bestehen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> Dass dieser Streit sich nicht empirisch entscheiden l&auml;sst, stimmt so nicht. Denn die Beweislage spricht gegen den neoliberalen Dogma, Mindestl&ouml;hne w&uuml;rden zu Arbeitslosigkeit f&uuml;hren.<\/em><\/p>\n<p><strong>Sie dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Raise That Wage<\/strong><br>\nPresident Obama laid out a number of good ideas in his State of the Union address. Unfortunately, almost all of them would require spending money &mdash; and given Republican control of the House of Representatives, it&rsquo;s hard to imagine that happening.<br>\nNow, you might argue that even if the current minimum wage seems low, raising it would cost jobs. But there&rsquo;s evidence on that question &mdash; lots and lots of evidence, because the minimum wage is one of the most studied issues in all of economics. U.S. experience, it turns out, offers many &ldquo;natural experiments&rdquo; here, in which one state raises its minimum wage while others do not. And while there are dissenters, as there always are, the great preponderance of the evidence from these natural experiments points to little if any negative effect of minimum wage increases on employment.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/02\/18\/opinion\/krugman-raise-that-wage.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unterrichtsmaterialien BMF<\/strong><br>\nUnser Leser M.R. hat auf der Seite des Bundesfinanzministeriums das folgende<br>\nSch&uuml;lerheft gefunden:<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Web\/DE\/Service\/Publikationen\/Unterrichtsmaterialien\/arbeitsblaetter.html\">Bundesfinanzministerium<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Publikationen\/Arbeitsblaetter\/2012-11-08-schuelerheft-2012-2013.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3\">Das Sch&uuml;lerheft [PDF &ndash; 14.1 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Text-Beispiele aus dem Sch&uuml;lerheft:<\/strong><\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Der Staat gibt bereits einen gro&szlig;en Teil der Steuereinnahmen f&uuml;r das Arbeitslosengeld II und die Rentenkasse aus. Auf den einzelnen Einwohner gerechnet, bel&auml;uft sich die Staatsverschuldung inzwischen auf mehr als 20.000 Euro. Der Staat kann sich nicht immer weiter verschulden, da dies kommende Generationen &uuml;berm&auml;&szlig;ig belasten wird.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\n&ldquo;PRO Staatsschulden abbauen:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Es muss gespart werden, und zwar nicht nur wenn die Not es erforderlich macht, sondern stetig, damit die &ouml;ffentlichen Kassen nicht aus dem Ruder laufen.<\/em><\/li>\n<li><em>Steuermehreinnahmen sind die R&uuml;cklagen des Staates.<\/em><\/li>\n<li><em>Der Abbau der Schulden ist notwendig, um Gestaltungsspielr&auml;ume zur&uuml;ckzugewinnen.&rdquo;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Vorsorge: Je fr&uuml;her, desto besser!<\/em><br>\n<em>Generell gilt f&uuml;r die private Altersvorsorge:<\/em><br>\n<em>Wer m&ouml;glichst fr&uuml;h damit beginnt, muss monatlich weniger Geld zur&uuml;cklegen. Au&szlig;erdem l&auml;sst sich durch kontinuierliches Sparen ein Zinseszinseffekt erzielen. Ebenfalls entscheidend: die richtige Mischung. Ob ihr euch f&uuml;r Aktienfonds oder einen Sparplan entscheidet, h&auml;ngt auch von der pers&ouml;nlichen Risikobereitschaft ab &ndash; und davon, wie viel Geld ihr auf die Seite legen k&ouml;nnt.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Kommentar des Lesers M.R.:<\/strong> Hier wird von Regierungsseite schon in der Schule &ldquo;Meinung gemacht&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wahl des Papstes<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Don&rsquo;t cry for me Argentina<\/strong><br>\nDie Kardin&auml;le haben sich auf einen Nachfolger von Benedikt XVI geeinigt. Es ist der Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Bergoglio. Programmatisch nennt er sich Franziskus I.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Wahl-des-Papstes\/!112724\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.H.:<\/strong> Ist der neue Papst Befreiungstheologe, und antineoliberal eingestellt? Die Zeit wird es zeigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neuer Papst im Portr&auml;t: Jorge Bergoglio &ndash; &ldquo;Kardinal der Armen&rdquo;<\/strong><br>\nMit Jorge Bergoglio kommt zum ersten Mal ein Papst aus Lateinamerika. (&hellip;) Er wird oft auch &ldquo;Kardinal der Armen&rdquo; genannt. Der Erzbischof von Buenos Aires und Primas Argentiniens bevorzugt ein m&ouml;glichst unauff&auml;lliges Auftreten in der &Ouml;ffentlichkeit. So konnte er bereits als Kardinal &ouml;fters in der U-Bahn auf dem Weg in die Kathedrale an der Plaza de Mayo beobachtet werden. Auch in Rom geht er lieber in einem dunklen Mantel und ohne Kardinalshut. In den vergangenen Jahren legte sich Bergoglio mehrfach mit der Regierung in seinem Land an an. Er kritisierte Korruption und Armut, au&szlig;erdem wandte er sich erfolglos gegen die Legalisierung der Homo-Ehe in Argentinien. (&hellip;) Nach seiner Priesterweihe 1969 folgten Theologiestudien. 1973 bis 1979 wurde er zum Provinzial des Jesuitenordens berufen. In diesen schwierigen Jahren Argentiniens, in denen nach sozialer Aufruhr das Milit&auml;r die Staatsmacht &uuml;bernahm, f&uuml;hrte Bergoglio mit Strenge seine Ordensbr&uuml;der zu strikt religi&ouml;sen Aufgaben zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tagesschau.de\/ausland\/bergoglio102.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Ist die Bezeichnung des neuen Papstes als &ldquo;Kardinal der Armen&rdquo; wegen seiner Handlungen gerechtfertigt oder lediglich schm&uuml;ckendes PR-Beiwerk? Die Nutzung der U-Bahn sowie das Tragen eines dunklen Mantels ohne Kardinalshut sagen nichts dar&uuml;ber aus, ob der neue Papst in der allt&auml;glichen Praxis tats&auml;chlich die Belange der armen Bev&ouml;lkerung Argentiniens wahrgenommen hat. Vor dem Hintergrund der konservativen Grund&uuml;berzeugungen Bergoglios ist auch dessen im tageschau.de-Beitrag herausgestellte Kritik an der Korruption und Armut in Argentinien kein untr&uuml;glicher Garant daf&uuml;r, da&szlig; Bergoglio tats&auml;chlich ein F&uuml;rsprecher der armen Bev&ouml;lkerung Argentiniens ist. Denn Argentinien wird seit ann&auml;hernd 10 Jahren von der politischen Linken regiert. Kritik an der Armut und Korruption lie&szlig;e sich unter diesem Blickwinkel durchaus daf&uuml;r instrumentalisieren, einer von ihm ungeliebten linken Regierung Argentiniens politisch zu schaden.<\/em><br>\n<em>Dieser Verdacht wird auch durch die gro&szlig;e N&auml;he des neuen Papstes zur fr&uuml;heren faschistischen Milit&auml;rdikatur Argentiniens gen&auml;hrt. Es ist schon bemerkenswert, in welch gro&szlig;em Ausma&szlig; dieser Fakt in dem tagesschau.de-Beitrag sch&ouml;ngef&auml;rbt wird: &ldquo;1973 bis 1979 wurde er zum Provinzial des Jesuitenordens berufen. In diesen schwierigen Jahren Argentiniens, in denen nach sozialer Aufruhr das Milit&auml;r die Staatsmacht &uuml;bernahm, f&uuml;hrte Bergoglio mit Strenge seine Ordensbr&uuml;der zu strikt religi&ouml;sen Aufgaben zur&uuml;ck.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Der Blick in Wikipedia zeigt hingegen die Verstrickung des neuen Papstes&nbsp;mit der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jorge_Mario_Bergoglio\">fr&uuml;heren faschistischen Milit&auml;rdiktatur Argentiniens<\/a>.<\/em><br>\n<em>&ldquo;Bergoglio wurde verschiedentlich eine zu gro&szlig;e N&auml;he zur fr&uuml;heren argentinischen Milit&auml;rdikatur von 1976 bis 1983 und deren selbsterkl&auml;rten &ldquo;Schmutzigen Krieg&rdquo; gegen Oppositionelle vorgeworfen. Die Diktatoren lie&szlig;en bis zu 30.000 als &ldquo;subversiv&rdquo; eingestufte echte oder vermeintliche Regimegegner heimlich entf&uuml;hren und ermorden, die als Desaparecidos&nbsp;(span. Die Verschwundenen) bekannt geworden sind. Der Menschenrechtsanwalt Marcelo Perrilli warf dem in Argentinien als &bdquo;Kardinal der Armen&ldquo; verehrten Bergoglio 2005 vor, in das gewaltsame Verschwindenlassen der Jesuiten Franz Jalics und Orlando Yorio im Jahr 1976 verwickelt gewesen zu sein. Perrilli erstattete deshalb Anzeige gegen Bergoglio bei einem Gericht in Buenos Aires. Ein Sprecher des Kardinals bezeichnete die Anzeige als Verleumdung. Nachdem sie wieder freigekommen waren, sagten Jalics und Yorio gegen&uuml;ber dem Ordensgeneral Pedro Arrupe&nbsp;in Rom aus, sie seien von Bergoglio denunziert worden. Noch w&auml;hrend die beiden Priester verschwunden waren, hatte Bergoglio Arrupe brieflich mitgeteilt, Jalics und Yorio seien aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen worden. W&auml;hrend der Milit&auml;rdiktatur kam es zu weiteren Entf&uuml;hrungen und Misshandlungen von Seminaristen, Mitarbeitern des Colegio M&aacute;ximo San Jos&eacute; und politischen Aktivisten in San Miguel, einige davon unter Beteiligung des Jesuitenpaters Mart&iacute;n Gonz&aacute;lez. Betroffene und Zeitzeugen sind der Ansicht, dies h&auml;tte nicht ohne das Wissen Bergoglios geschehen k&ouml;nnen, der w&auml;hrend seiner Amtszeit als Ordensprovinzial seinen Sitz im Colegio M&aacute;ximo hatte. 2010 erkl&auml;rte der ehemalige Jesuit Miguel Ignacio Mom Debussy, der Bergoglio als Chauffeur gedient hatte, dieser habe sich w&auml;hrend der Diktatur mehrfach mit dem Juntamitglied Emilio Massera getroffen. Bergoglio habe gesagt, es sei ihm bei den Treffen darum gegangen, den Jesuitenorden und seine Novizen zu sch&uuml;tzen. Bergoglio habe &bdquo;nicht ablehnend&ldquo; &uuml;ber Masseras politische Pl&auml;ne gesprochen.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Wieso &uuml;bte Bergoglio seinerzeit keine Kritik an der rechten Milit&auml;rdiktatur Argentiniens? Was soll man von einem Papst halten, der jene Glaubensbr&uuml;der ans Messer lieferte, die der argentinischen Milit&auml;rdiktatur kritisch gegen&uuml;berstanden? Die Verstrickungen Kardinal Bergoglios in die Machenschaften der &uuml;berwiegend den Interessen der argentinischen Oligarchie verpflichteten faschistischen Milit&auml;rdiktatur lassen zumindest Zweifel an der politischen Aufrichtigkeit des angeblichen &ldquo;Kardinals der Armen&rdquo; aufkommen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> Brad DeLong verlinkt diverse Kommentare zur Beziehung zwischen Jorge Bergoglio und der Junte <a href=\"http:\/\/delong.typepad.com\/sdj\/2013\/03\/hugh-oshaughnessy-the-sins-of-the-argentine-church.html\">in seinem Blog (auf Englisch)<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nachrichtendienst f&uuml;r Historiker stellt wegen Leistungsschutzrecht Betrieb ein<\/strong><br>\nAm 1. M&auml;rz verabschiedete der Bundestag ein &ldquo;Leistungsschutzrecht&rdquo; benanntes neues Instrument, das Presseverlagen eine Handhabe gibt, die Verwendung kleiner Textteile aus ihren Artikeln abzumahnen. Ob die SPD dieses Gesetz im Bundesrat nicht nur kurzfristig verz&ouml;gert, ist fraglich, seit bekannt wurde, dass sich im aktuellen Wahlprogramm der Sozialdemokraten eine Passage findet, die Presseverlegern einen besseren Schutz ihrer Investitionen verspricht. Jetzt stellte&nbsp; der seit 1996 bestehende Nachrichtendienst f&uuml;r Historiker unter Verweis auf die &ldquo;unklare Lage bez&uuml;glich der Textl&auml;nge f&uuml;r Snippets&rdquo; seine Arbeit ein. Hintergrund ist, dass der Gesetzgeber offen lie&szlig;, wie lang Anrisse aus Artikeln sein d&uuml;rfen, ohne rechtsverletzend zu sein. Dies sollen nun Gerichte kl&auml;ren. Kritiker wie der Lawblogger Udo Vetter bef&uuml;rchten, dass durch das strukturelle Ungleichgewicht, das bei juristischen Auseinandersetzungen zwischen Verbrauchern und Kleinunternehmern auf der einen und Pressekonzernen mit Rechtsabteilung auf der anderen Seite herrscht, ein Klima der Angst entsteht, das die &ldquo;&ouml;ffentliche Besch&auml;ftigung mit Nachrichten riskant macht&rdquo;. &ndash; Tobias Berg, der Betreiber des Nachrichtendiensts f&uuml;r Historiker, will deshalb &ldquo;erste kl&auml;rende Urteile&rdquo; abwarten und dann entscheiden, ob er seinen Dienst &ldquo;weiter zur Verf&uuml;gung stellen kann&rdquo;. Die von Historikern und Geschichtsinteressierten genutzte Website sammelte Links und kurze Anrisse zu themenbezogen Artikeln aus verschiedenen Feuilletons und Zeitschriften und verschaffte so in relativ kurzer Zeit eine &Uuml;bersicht, die nun ebenso fehlt wie der von ihr weitergeleitete Traffic, weil &ndash; so der Geschichtsblogger Michael Schmalenstroer- &ldquo;kaum einer die Zeit hat, jeden Tag 12 oder 25 Nachrichtenseiten nach passenden Artikeln zu durchst&ouml;bern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Nachrichtendienst-fuer-Historiker-stellt-wegen-Leistungsschutzrecht-Betrieb-ein-1819668.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ungarn: Frust statt Protest<\/strong><br>\nViele Ungarn nehmen die umstrittene Verfassungs&auml;nderung achselzuckend hin &ndash; dabei greift sie ins Leben der B&uuml;rger direkt ein. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die 2011 verabschiedete Verfassung nur langsam auf die Lebenswirklichkeit der Ungarn ausgewirkt. Das lag daran, dass die rechtskonservative Regierung von Viktor Orban zun&auml;chst die Staatsgewalten neu sortiert hat. So wurde dem Verfassungsgericht die M&ouml;glichkeit genommen, &uuml;ber Steuergesetze zu urteilen. Der Abbau der demokratischen Rechte wird erst dann ihre Wirkung entfalten, wenn im kommenden Jahr die n&auml;chsten Parlamentswahlen anstehen. Die Verfassungszus&auml;tze haben eine neue Qualit&auml;t. Denn dadurch wird nun direkt in das Leben der B&uuml;rger eingegriffen. Es ist durchaus ein ungew&ouml;hnlicher Schritt, dass die Regierung nun einfache Gesetze, die das Verfassungsgericht vorher verworfen hatte, in den Verfassungsrang erhebt &ndash; mit dem Ziel, die strittigen Gesetz wasserdicht zu machen. Denn die Regierung entzieht dem Verfassungsgericht gleichzeitig die Kompetenz, diese Gesetze zu &uuml;berpr&uuml;fen. Obdachlosen das Schlafen auf &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen zu verbieten, geh&ouml;rt normalerweise nicht in eine Verfassung. Ebenso nicht die Befugnis, Studenten Beihilfen zu entziehen, wenn sie nach dem Studium ins Ausland gehen. Diese Neuregelungen, die das Leben der B&uuml;rger direkt betreffen, sind nicht Teil einer Nachbesserung, sondern eine gezielte Umgehung der verfassungsgerichtlichen Kontrolle. Wegen der detailreichen Regelungen hat die Verfassung nun eine ganz unmittelbare Bedeutung f&uuml;r die B&uuml;rger. Orbans Regierung gibt mit der &Auml;nderung zu verstehen, dass sie keine Mittel scheut, um Widerst&auml;nde gegen ihre Pl&auml;ne zu umgehen. Die B&uuml;rger in Ungarn m&uuml;ssen daher bef&uuml;rchten, dass auf diesem Wege noch weitere Verfassungs&auml;nderungen auf sie zukommen &ndash; und zwar immer dann, wenn die Regierung meint, ein neues Gesetz sei eigentlich verfassungswidrig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ungarn-frust-statt-protest\/7917112.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu Kim Lane Scheppele von Princeton University:<\/strong><\/p>\n<p><strong>The Fog of Amendment<\/strong><br>\nThe Hungarian Parliament today passed a 15-page amendment to its one-year-old constitution against a storm of protest from both home and abroad. If it is signed by the Hungarian President, J&aacute;nos &Aacute;der, the &ldquo;Fourth Amendment&rdquo; will wipe out more than 20 years of Constitutional Court decisions protecting human rights and it will reverse concessions made to Europe over the last year of difficult bargaining as the Fidesz government has tightened its grip on power.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2013\/03\/12\/guest-post-the-fog-of-amendment\/\">The New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Mann ohne Langzeitged&auml;chtnis &uuml;berzeugt, dass SPD f&uuml;r soziale Gerechtigkeit k&auml;mpft<\/strong><br>\nWelcke, der sich an nichts erinnern kann, was l&auml;nger als ein halbes Jahr zur&uuml;ckliegt, begr&uuml;ndet seine Entscheidung: &ldquo;Die wollen Mindestl&ouml;hne, h&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche, Frauenquoten und Renten, von denen man leben kann. Das finde ich alles gut und deswegen will ich, dass diese SPD mal das Ruder &uuml;bernimmt. Kleine Ausrutscher hin oder her: Besonders dieser Steinbr&uuml;ck scheint es gut mit den sozial Schw&auml;cheren zu meinen.&rdquo;<br>\nWelcke geht davon aus, dass die Sozialdemokraten noch nie zuvor in der Regierungsverantwortung waren: &ldquo;Sonst h&auml;tte die SPD das ja alles schon umsetzen k&ouml;nnen und wir w&auml;ren niemals in eine Situation wie heute mit Lohndumping, Leiharbeit, deregulierten Finanzm&auml;rkten, Hartz IV und anderen sozialen Ungerechtigkeiten geraten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2013\/03\/mann-ohne-langzeitgedachtnis-uberzeugt.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(RS)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16506","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16506","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16506"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16506\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16514,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16506\/revisions\/16514"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16506"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16506"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16506"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}