{"id":16553,"date":"2013-03-18T09:08:32","date_gmt":"2013-03-18T08:08:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553"},"modified":"2013-03-18T09:15:20","modified_gmt":"2013-03-18T08:15:20","slug":"hinweise-des-tages-1840","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h01\">Hartz IV f&uuml;r die Eurozone?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h02\">Island<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h03\">Weshalb Sparen nichts mit Tugendhaftigkeit zu tun hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h04\">Lucas Zeise: Bundesbank beh&auml;lt den Gewinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h05\">Vorzeitige Schuldenbremse dank Pl&uuml;nderung der Sozialkassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h06\">K&uuml;ng: Radikaler Wandel mit Franziskus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h07\">Das ist mit uns nicht zu machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h08\">In aller Stille &ndash; Tarifverhandlungen zur Leiharbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h09\">Sozialrichter J&uuml;rgen Borchert: Warum die Agenda 2010 als Erfolg begriffen wird, ist mir ein R&auml;tsel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h10\">Sackgasse Minijob<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h11\">Risiken der Mali-Mission ausgeblendet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h12\">&ldquo;Pro K&ouml;ln&rdquo; wird sich bedanken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h13\">Gauck spricht nicht mit Flugl&auml;rmgegnern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h14\">WDR 5 Funkhausgespr&auml;che: Vorw&auml;rts, aber wohin? &ndash; 150 Jahre Sozialdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h15\">Die Gaga Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h16\">Die rot-gr&uuml;ne Farm der Tiere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h17\">Vorwurf der Bestechlichkeit:  Wulff kann auf Einstellung des Verfahrens hoffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h18\">Die Vuvuzelas von Spiegel Online und Godwins Law<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553#h19\">Fritz Bauer &ndash; Tod auf Raten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16553&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hartz IV f&uuml;r die Eurozone?<\/strong><br>\nBeim EU-Gipfel hat sich Deutschland als Vorbild pr&auml;sentiert. Wenn ihr die Krise &uuml;berwunden wollt, m&uuml;sst ihr es nur so machen wie wir, hie&szlig; die Botschaft von Kanzlerin Merkel an die Eurol&auml;nder. Doch sie f&uuml;hrt in die Irre, Hartz IV f&uuml;r alle ist kein Ausweg. (&hellip;) In der Eurozone werden aufgrund der krisenbedingt fallenden Inflationserwartung mittlerweile die h&ouml;chsten Realzinsen gezahlt, somit hat der Ruf nach Wettbewerbsf&auml;higkeit durch fallende L&ouml;hne und Preise das Gegenteil bewirkt. Japan hatte &uuml;ber Jahrzehnte stagnierende L&ouml;hne und Preise, ohne dass dies positive Wirkungen auf die Wettbewerbsf&auml;higkeit gehabt h&auml;tte. Im Gegenteil, in der Krise stieg in Japan der Realzins am schnellsten, da der Nominalzins, aufgrund der niedrigen Inflation ebenfalls niedrig, weniger stark gesenkt werden konnte als in den anderen Staaten. Die Folge war ein stark steigender Yen, &uuml;ber den die Folgen des Platzens der Immobilienblase in den USA und Europa zum Teil nach Japan exportiert wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/hartz-iv-fur-die-eurozone\/\">Lost in EUrope<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der Versuch, mittels europaweitem Lohn- und Sozialdumping sowie weiterer neoliberaler &ldquo;Strukturreformen&rdquo; das parasit&auml;re deutsche &ldquo;Exportmodell&rdquo; auf die Eurozone auszuweiten, w&uuml;rde mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen der dann europaweit ansteigenden Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse und einer daraus resultierenden massiven Aufwertung des Euro scheitern. Auch die preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Exportwirtschaft w&uuml;rde sich hierdurch deutlich verschlechtern. Den &ouml;konomischen und sozialen Schaden h&auml;tten die europ&auml;ischen Arbeitnehmer, Rentner und Arbeitslosen auszubaden: r&uuml;ckl&auml;ufige Reall&ouml;hne, zunehmende Prekarisierung der Arbeitspl&auml;tze, das Schleifen der sozialen Sicherungsysteme sowie wachsende Ungleichverteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Island<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wikinger-Wunder<\/strong><br>\nEs geht auch anders: In Island beschirmt der Staat seine B&uuml;rger und nicht die Banken. Damit hat sich die Insel, die bankrott war, wieder hochgerappelt. Die &ldquo;Kochtopf-Revolution&rdquo; spielte dabei eine entscheidende Rolle. Eine Ortsbegehung.<br>\nEs ist der erste und bei weitem der einzige Blickfang wenn man sich Reykjavik n&auml;hert. Im bizarren Kontrast zu den geduckten H&auml;usern und den bescheidenen Fischerbooten erhebt sich ein gigantischer und bezaubernder Glaspalast &uuml;ber dem Hafen und das kleine Zentrum der Hauptstadt. Die Harpa ist die gr&ouml;&szlig;te Konzerthalle Skandinaviens. Sie bietet 1800 Pl&auml;tze &ndash; f&uuml;r eine Stadt von der Gr&ouml;&szlig;e Heilbronns. Als w&auml;re ein Ufo gelandet, um die Wikinger zu einem anderen Planeten mitzunehmen.<br>\nDie Harpa ist die Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit in Glas und Beton. Eine aufdringliche Metapher f&uuml;r die verr&uuml;ckte Geschichte vom vermeintlichen Aufstieg, beispiellosen Fall und der erstaunlichen Erholung des Inselstaates. Eine Geschichte, die angesichts der trostlosen Endlosschleife der Krise in Resteuropa immer mehr interessierte Zuh&ouml;rer findet. Das Land, das 2008 einen der gr&ouml;&szlig;ten Bankencrashs der Geschichte hinlegte, steht inzwischen so gut da wie kein anderes europ&auml;isches Krisenland: solides Wirtschaftswachstum (4,5 Prozent), sinkende Arbeitslosigkeit (f&uuml;nf Prozent), stabile W&auml;hrung.<br>\nAber die wirtschaftlichen Daten sind nur das eine. Im isl&auml;ndischen Krisenlabor scheint auch ein politisches Experiment gelungen zu sein, das die fatale Logik der Euro-Rettungspolitik grunds&auml;tzlich in Zweifel zieht. Und das brisante Fragen aufwirft: Wie &ndash; man muss also gar nicht Milliarden in die Banken pumpen? Ach, es ist wom&ouml;glich gar nicht notwendig, aus Sparzwang den Sozialstaat zerst&ouml;ren? Interessant, auch zur marktkonformen Verst&uuml;mmelung der Demokratie gibt es wom&ouml;glich eine Alternative?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/no_cache\/newsartikel\/2012\/08\/wikinger-wunder\/?sword_list%5b0%5d=island\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Politiklabor Island &ndash; Eine Verfassung wie Wikipedia<\/strong><br>\nIn einem einzigartigen Experiment haben Islands B&uuml;rger an Regeln f&uuml;r ihr Zusammenleben geschrieben. Jetzt soll das Parlament &uuml;ber die neue Verfassung abstimmen. Doch das alte Island der Fischbarone und Bankmanager wehrt sich.<br>\nIsl&auml;ndische Politiker reden gern mit Ausl&auml;ndern, sie wollen wissen, was die Welt so denkt &uuml;ber ihre kleine Insel. Derzeit bekommt man sie aber kaum zu fassen. Strategietreffen, Debatten, Abstimmungen; sie schwirren hin und her zwischen dem Althing &ndash; dem Parlament am zugefrorenen See von Reykjavik -, ihren B&uuml;ros und diversen Innenstadt-Lokalen. Es herrscht Endspiel-Stimmung. Im April wird ein neues Parlament gew&auml;hlt, den Abgeordneten bleiben wenige Arbeitstage, um Liegengebliebenes zu erledigen. Darunter ein nicht ganz unwesentliches Vorhaben: die neue Verfassung, die sie billigen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/politiklabor-island-eine-verfassung-wie-wikipedia-1.1626022\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li><li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Weshalb Sparen nichts mit Tugendhaftigkeit zu tun hat<\/strong><br>\nSpanien und Irland, die USA und Grossbritannien haben jahrelang &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse gelebt. Sie haben zu viel konsumiert und zu wenig gespart. Sie haben zu viel importiert und zu wenig exportiert.<br>\nDeutschland und China, Japan und auch die Schweiz sind dagegen ein Beispiel an Tugendhaftigkeit. Sie sparen viel, konsumieren weniger, ihre Exporte sind gr&ouml;sser als ihre Importe.<br>\nSo lauten oft geh&ouml;rte Aussagen. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Eurokrise wird besonders in Deutschland oft das Argument ge&auml;ussert, die &laquo;Spanier m&uuml;ssten halt mehr so sein wie die Deutschen.&raquo; Intuitiv nehmen die meisten Leute an, es sei f&uuml;r ein Land erstrebenswert, einen &Uuml;berschuss der eigenen Leistungsbilanz, also im Handel mit Waren und Dienstleistungen, anzustreben. Ebenfalls gelten hohe Sparquoten gemeinhin als tugendhaft.<br>\nLeider ist das viel zu simpel, teilweise auch schlichtweg sinnlos. Auch das Argument, die Eurokrise w&auml;re gel&ouml;st, wenn die Mittelmeer-Anrainer bloss so w&auml;ren wie die Deutschen, f&uuml;hrt in die Irre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/12029\/weshalb-sparen-nichts-mit-tugendhaftigkeit-zu-tun-hat\/\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Bundesbank beh&auml;lt den Gewinn<\/strong><br>\nDie Deutsche Bundesbank hat gerade einen sp&auml;rlichen Jahresgewinn 2012 von 664 Millionen Euro an ihren Eigent&uuml;mer, die Bundesrepublik Deutschland, ausgesch&uuml;ttet. Der gr&ouml;&szlig;te Teil davon wurde sofort und vereinbarungsgem&auml;&szlig; (weil die Athener Regierung die Notenbanken, die ihnen Geld geliehen hatten, gezwungenerma&szlig;en vom Schuldenschnitt ausnahm) vom Berliner Finanzministerium an den Staat Griechenland weitergeleitet. Bundesfinanzminister Sch&auml;uble ist also fast leer ausgegangen. Zur Reduzierung der eigenen Staatsschulden hat die deutsche Zentralbank nichts beigetragen. Nun ist es nicht etwa so, da&szlig; die Bundesbank 2012 nichts oder wenig verdient h&auml;tte, sie etwa negative Auswirkungen der Finanzkrise zu sp&uuml;ren bekam. Das Gegenteil ist richtig. Die Zinseinnahmen unser aller Notenbank sind 2012 auf 8,3 Milliarden Euro gestiegen nach nur 4,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Es ist vielmehr so, da&szlig; der Vorstand der Bank den Jahresgewinn erheblich nach unten manipuliert hat, indem er den weitaus gr&ouml;&szlig;ten Teil davon, n&auml;mlich 6,7 Milliarden Euro in Form von &raquo;R&uuml;ckstellungen f&uuml;r allgemeine Wagnisse&laquo; reserviert und damit der &uuml;brigen Verm&ouml;gensmasse der Bundesbank zugef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/03-16\/036.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vorzeitige Schuldenbremse dank Pl&uuml;nderung der Sozialkassen<\/strong><br>\nDie Schuldenbremse im Grundgesetz, nach der die strukturelle Neuverschuldung ab 2016 nicht mehr als 0,35% des Bruttoinlandsproduktes ausmachen darf, wurde bereits 2012 eingehalten. Nach einer Neuverschuldung von 17,1 Mrd. Euro im laufenden Jahr soll diese auf 6,4 Mrd. Euro in 2014 sinken. Allein 4,3 Mrd. Euro flie&szlig;en letztmalig als Einlage in den Euro-Rettungsfonds ESM. Ohne diese Einzahlung w&auml;re der Haushalt schon 2014 nahezu ausgeglichen, sagte Sch&auml;uble. 2015 will der Bund ohne neue Schulden auskommen, 2016 sieht die Finanzplanung einen &Uuml;berschuss von 5,0 Mrd. Euro vor. 2017 soll dieser auf 9,4 Mrd. Euro steigen.<br>\nDieser Blick in die Zukunft ist ziemlich optimistisch, weil noch v&ouml;llig unklar ist, wie sich die Konjunktur in diesem und den Folgejahren entwickelt. Au&szlig;erdem kommt der fast ausgeglichene Haushalt auch nur zustande durch den zus&auml;tzlichen Griff in die R&uuml;cklagen der Sozialkassen und die Annahme globaler Minderausgaben sowie eines fortgesetzt g&uuml;nstigen Zinsumfeldes. Im Einzelnen:\n<ul>\n<li>Bei den Steuereinnahmen wird 2014 mit einem Plus von 8,5 Mrd. Euro gerechnet.<\/li>\n<li>Der Bundeszuschuss f&uuml;r den Gesundheitsfonds soll um 3,5 Mrd. Euro auf 10,5 Mrd. Euro gesenkt werden.<\/li>\n<li>Auch den Zuschuss zur Rentenversicherung will man um 400 Mio. Euro reduzieren. Er soll bis 2016 um insgesamt 4,75 Mrd. Euro sinken.<\/li>\n<li>Die Zinsausgaben sollen um 4 Mrd. Euro sinken<\/li>\n<li>Schlie&szlig;lich wird mit einer globalen Minderausgabe von 900 Mio. Euro gearbeitet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Hintergrund der vergleichsweisen ger&auml;uschlosen Konsolidierung sind die gestiegenen Finanzreserven der Sozialkassen in Folge der guten Konjunktur und Besch&auml;ftigung. Die gesetzlichen Krankenkassen meldeten Ende 2012 eine Reserve von 15,2 Mrd. Euro. Der Gesundheitsfonds h&auml;ufte ein Polster von 13,1 Mrd. an, was einer Monatsausgabe von 0,85 entspricht. Die gesetzliche Rentenversicherung verf&uuml;gte Ende 2012 &uuml;ber eine so genannte Nachhaltigkeitsr&uuml;cklage von 29,4 Mr. Euro. Diese Reserve entspricht 1,7 Monatsausgaben.<br>\nDie K&uuml;rzungen bei den Sozialkassen sind unverantwortliche Eingriffe. Mit den Zusch&uuml;ssen vom Bund wird die Versicherung der Kinder bezahlt &ndash; eine Aufgabe aller B&uuml;rgerInnen und nicht nur der Beitragszahler. Die Regierung betreibt die Sozialversicherung nach Kassenlage. Das ist kurzfristiger Diebstahl, der unbemerkt bleibt, weil der Blick auf die Alltagssorgen gerichtet ist. Letztlich wird das Vertrauen der B&uuml;rgerInnen in die Sicherheit des Sozialsystems unterminiert. Auch die Verringerung des Zuschusses an die gesetzliche Rentenversicherung ist ein Anschlag auf den Sozialstaat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/vorzeitige-schuldenbremse-dank-pluenderung-der-sozialkassen\/\">Sozialismus<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>K&uuml;ng: Radikaler Wandel mit Franziskus<\/strong><br>\nDer neue Papst &uuml;berrascht die Welt mit Demut und einem sympathischen Hang zur Unabh&auml;ngigkeit: Seine Koffer tr&auml;gt er selbst, und lieber als Limousine f&auml;hrt er U-Bahn. Ob das lange so bleibt? Und ob es die Kirche ver&auml;ndert? Sieben Fragen an den Theologen und Vatikan-Kenner Hans K&uuml;ng<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.publik-forum.de\/Religion-Kirchen\/kueng-radikaler-wandel-mit-franziskus\">Publik-Forum.de<\/a>\n<p><strong>Dazu aber auch: &bdquo;Bergoglio spielt ein doppeltes Spiel&ldquo;<\/strong><br>\nDer neue Papst hat in den 70ern Jesuiten bei der Junta angeschw&auml;rzt. Das sagt der Investigativjournalist Horacio Verbitsky. [&hellip;]<br>\nEr wird einerseits sehr konservativ sein &ndash; immerhin organisierte er die Demonstrationen gegen die Homo-Ehe in Argentinien, bei denen er vom Kampf Gottes gegen den Teufel sprach. Und andererseits werden wir Dinge sehen wie eine Messe auf einem Bahnhof, Besuche in den Armenvierteln. Aber immer sehr orthodox-konservativ. [&hellip;]<br>\nEs ist denkbar, dass er sich vorstellt, f&uuml;r die linken Regierungen Lateinamerikas das zu sein, was Wojtyla f&uuml;r Polen war. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es im Vatikan eine Praxis, P&auml;pste zu bestellen &ndash; manchmal finanziert vom US-Geheimdienst wie Pius XII. &ndash;, die eine bestimmte Aufgabe erf&uuml;llen. Pius XII. sollte verhindern, dass in Italien die Kommunisten die Wahl gewinnen, Johannes Paul II. sollte den kommunistischen Ostblock penetrieren. Das ist alles bestens dokumentiert. Es scheint, als ob es jetzt um S&uuml;damerika geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!112929\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das ist mit uns nicht zu machen<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen wollen die Hartz-IV-Regeln lockern. Demnach sollen Sanktionen f&uuml;r unwillige Langzeitarbeitslose ausgesetzt werden, bis die Vermittlung in den Job-Centern verbessert wird. Die SPD reagiert auf den Vorschlag ver&auml;rgert &ndash; und r&auml;tselt &uuml;ber die Motive.<br>\nF&uuml;hrende Gr&uuml;nen-Politiker haben mit &Auml;u&szlig;erungen zu den Hartz-Reformen bis hinein in die SPD-Spitze Irritationen und Ver&auml;rgerung ausgel&ouml;st. SPD-Parteichef Sigmar Gabriel sowie Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck lehnten strikt die Forderung der Gr&uuml;nen ab, im Fall eines Regierungswechsels im September Sanktionen f&uuml;r unwillige Langzeitarbeitslose auszusetzen, bis die Vermittlung in den Job-Centern verbessert wird. &ldquo;Das ist mit uns nicht zu machen&rdquo;, sagte Gabriel der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Ein solcher Schritt sei Steuer- und Beitragszahlern, insbesondere denen mit kleinem Einkommen, nicht zuzumuten und entwerte den Rang der Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-veraergert-ueber-gruene-hartz-plaene-das-ist-mit-uns-nicht-zu-machen-1.1624907\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> &Uuml;ber die Motive der SPD-F&uuml;hrung braucht kaum ger&auml;tselt werden. Offenbar beurteilt sie jede &Auml;nderung -jedenfalls wenn es sich um eine Verbesserung f&uuml;r Betroffene handelt- als Eingest&auml;ndnis von Fehlern.<\/em><br>\n<em>B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sieht offensichtlich in der Vermittlung durch die Jobcenter das Problem. Auch sie &uuml;bersehen die schlechten Rahmenbedingungen: Wohin sollen Fallmanager vermitteln, wenn es nicht gen&uuml;gend Stellenangebote gibt? Kurz die aktuellen Zahlen:<\/em><br>\n<em>3.081.741 Bewerberprofile bei 722.747 Stellen und 252.747 Ausbildungsstellen, Stand 16.03.2013<\/em><br>\n<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/jobboerse.arbeitsagentur.de\/vamJB\/startseite.html?kgr=as&amp;aa=1&amp;m=1&amp;vorschlagsfunktionaktiv=true\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeitgeber<\/a><\/em><br>\n<em>&Uuml;ber das Problem der Vermittlung hatte Volker Pispers bereits vor einigen Jahren treffend referiert und daran h&auml;tten sich auch die Gr&uuml;nen-Politiker erinnern k&ouml;nnen:<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ko5CCSomDMY\">Volker Pispers &ndash; Berufsgruppen die diese Welt nicht braucht<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>In aller Stille &ndash; Tarifverhandlungen zur Leiharbeit<\/strong><br>\n&ldquo;Vor Tarifverhandlungen machen Gewerkschaften &uuml;blicherweise ein gro&szlig;es Brimborium. So diskutieren die Gremien der IG Metall schon seit Wochen &uuml;ber die Lohnforderung f&uuml;r die Metall- und Elektroindustrie, &uuml;ber die der Gewerkschaftsvorstand am heutigen Freitag endg&uuml;ltig entscheidet. Ganz anders bei den Verhandlungen der DGB-Gewerkschaften mit den Leiharbeitsverb&auml;nden BAP und iGZ, die am Donnerstag in aller Stille begonnen haben. Dabei w&auml;re gerade hier eine intensive innergewerkschaftliche Diskussion &uuml;ber die grunds&auml;tzliche Frage vonn&ouml;ten, ob die Vertr&auml;ge &uuml;berhaupt neu verhandelt und damit verl&auml;ngert werden sollten. Es spricht n&auml;mlich einiges daf&uuml;r, das nicht zu tun. Denn die DGB-Tarife schreiben Dumpingl&ouml;hne fest, die vielerorts dazu genutzt werden, Branchentarifvertr&auml;ge zu unterlaufen. Aktuell liegen die unteren Stundenl&ouml;hne f&uuml;r Leiharbeiter bei 8,19 Euro im Westen und 7,50 Euro im Osten. In den Verhandlungen wollen die Gewerkschaften nun eine Untergrenze von 8,50 Euro durchsetzen. Auch das w&auml;re aber f&uuml;r ein anst&auml;ndiges Leben bei weitem nicht ausreichend &ndash; ganz zu schweigen von einer armutsfesten Rente&hellip;&rdquo; Artikel von Herbert Wulff in junge Welt vom 15.03.2013.<br>\nSiehe dazu:\n<p>Aus dem Text: <\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;&hellip; Der Leiter des Bereichs Tarifpolitik beim IG-Metall-Vorstand, Wolfgang Schaumburg, begr&uuml;ndet das in einem Interview vom Donnerstag unter anderem mit der Nachwirkung gek&uuml;ndigter Tarifvertr&auml;ge. Angesichts der zumeist kurzen Dauer von Arbeitsvertr&auml;gen bei Leiharbeitsfirmen ist das aber ein Problem, das sich schnell von selbst erledigen w&uuml;rde.<\/em><\/p>\n<p><em>Diese und andere juristische Fragen sind wohl nicht der entscheidende Grund f&uuml;r das Festhalten am Leiharbeitstarif. Vielmehr haben die DGB-Vorst&auml;nde grunds&auml;tzlich akzeptiert, da&szlig; die deutschen Konzerne ihre Flexibilit&auml;t und damit ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit mit Hilfe der Leiharbeit vergr&ouml;&szlig;ern. Sie wollen aber auch f&uuml;r diese Besch&auml;ftigtengruppe am Verhandlungstisch sitzen, und mit diesem Argument Mitglieder werben &hellip;&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/alltag\/leiharbeit\/tarifverhandlungen\/in-aller-stille-tarifverhandlungen-zur-leiharbeit\/\">LabourNet Germany<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sozialrichter J&uuml;rgen Borchert: Warum die Agenda 2010 als Erfolg begriffen wird, ist mir ein R&auml;tsel<\/strong><br>\nDie Agenda 2010 lie&szlig; den Sozialstaat Deutschland erkalten. Nur noch etwas zu bei&szlig;en und ein Dach &uuml;ber dem Kopf &ndash; das ist f&uuml;r Millionen Menschen in Deutschland Wirklichkeit geworden. Kultur, Sport, Urlaub sind nicht mehr bezahlbar. Das gilt nicht nur f&uuml;r jene, die Hartz IV bekommen, sondern auf f&uuml;r Menschen, die hart arbeiten aber so wenig verdienen, dass es f&uuml;r mehr als die Existenzsicherung nicht mehr reicht. Sozialrichter J&uuml;rgen Borchert, 63, sagt, warum die Agenda 2010 so verheerende Konsequenzen hat. Er sitzt dem 6. Senat des Hessischen Landessozialgerichts vor, der beim Verfassungsgericht in Karlsruhe die Reform der Hartz-IV-S&auml;tze erstritt:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sozialrichter-juergen-borchert-warum-die-agenda-als-erfolg-begriffen-wird-ist-mir-ein-raetsel-1.1623776\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sackgasse Minijob<\/strong><br>\nVor allem Frauen, die mehrere Jahre aus dem Berufsleben ausgestiegen sind, entscheiden sich beim Wiedereinstieg h&auml;ufig f&uuml;r einen Minijob. Das sei nur vordergr&uuml;ndig eine sinnvolle Strategie, warnt der Soziologe Prof. Dr. Carsten Wippermann: &bdquo;Minijobs er&ouml;ffnen keine beruflichen Chancen, sondern sie verschlie&szlig;en sie.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.delta-sozialforschung.de\/fileadmin\/user_upload\/artikel-broschueren\/Interview-Wiedereinstieg-Sackgasse-Minijob.pdf\">Forum W [PDF &ndash; 72.2 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Risiken der Mali-Mission ausgeblendet<\/strong><br>\nTrotz anf&auml;nglicher Kritik verabschiedeten 87 Prozent der Bundestagsabgeordneten die Beteiligung am Krieg in Mali. Eine Debatte w&auml;re wichtig gewesen<br>\nBis zu 330 Soldaten der Bundeswehr werden sich an den laufenden Milit&auml;rmissionen westlicher Staaten und ihrer afrikanischen Verb&uuml;ndeten in Mali beteiligen. &Uuml;ber die politischen Lager hinweg hat der Einsatz Zuspruch erhalten. Mit 87 Prozent lag die Zustimmungsrate f&uuml;r die Entsendung deutscher Soldaten in das westafrikanische Land so hoch wie selten zuvor. Bei der Verl&auml;ngerung des Mandats f&uuml;r den Afghanistaneinsatz Ende Januar hatten sich gerade einmal 74,4 Prozent der Bundestagsabgeordneten ausgesprochen. Dabei k&ouml;nnten westliche Truppen in Mali nach Expertenmeinung schnell in eine &auml;hnliche Lage geraten wie in Afghanistan (Gegenoffensive der Dschihadisten). Und die bestehenden sozialen Probleme des westafrikanischen Landes werden durch die Militarisierung sicher nicht gel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38759\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Pro K&ouml;ln&rdquo; wird sich bedanken<\/strong><br>\nEine gro&szlig;e Koalition aus SPD-CDU-GR&Uuml;NE-FDP im K&ouml;lner Stadtrat hat f&uuml;r die Ratssitzung am Dienstag, 19. M&auml;rz, eine gemeinsame Resolution an die Bundesregierung vorgelegt, sie m&ouml;ge die Zuwanderung aus Rum&auml;nien und Bulgarien begrenzen, da diese die &bdquo;soziale Balance&ldquo; in K&ouml;ln und anderen St&auml;dten st&ouml;re. Gemeint, aber nicht ausdr&uuml;cklich gesagt, ist vor allem die Zuwanderung von Roma aus den beiden L&auml;ndern. Damit haben die etablierten Parteien eine Grenze &uuml;berschritten. Die rassistische Propaganda gegen Zuwanderung und &bdquo;Asylmissbrauch&ldquo; wird dadurch hoff&auml;hig gemacht.<br>\nIm entscheidenden Abschnitt der Resolution hei&szlig;t es: &bdquo;Der Rat appelliert daher eindringlich an die Bundesregierung, auf deutscher wie auch auf europ&auml;ischer Ebene Rahmenbedingungen zu schaffen, die diese Migration deutlich reduzieren und die soziale Balance in den St&auml;dten erhalten. Um diese Aufgabe zu bew&auml;ltigen, ist ein enges Zusammenwirken von Bund, L&auml;ndern, der europ&auml;ischen Ebenen sowie weiteren relevanten Akteuren notwendig.&ldquo;<br>\nUnabh&auml;ngig davon, wie stark die Zuwanderung aus S&uuml;dosteuropa in den letzten Jahren angestiegen ist oder ansteigen wird, unabh&auml;ngig davon, ob es in einzelnen Kommunen zu logistischen Problemen bei der Unterbringung von MigrantInnen kommt: Die Behauptung, der Erhalt der &bdquo;sozialen Balance&ldquo; w&auml;re dadurch gef&auml;hrdet, ist absurd und gef&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=18868\">NRhZ-Online &ndash; Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Angesichts von bekannten NSU-Morden an Mitb&uuml;rgern und anderen Straftaten durch das rechtsextremen Milieu &ndash; auch in K&ouml;ln &ndash; ist dieser Resolutionstext ein Skandal.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gauck spricht nicht mit Flugl&auml;rmgegnern<\/strong><br>\nDie Begegnung mit den B&uuml;rgern sei ihm besonders wichtig, hatte Gauck auf seiner Tour durch das Museum betont. In Frankfurt, der dritten Stadt, in der er am Freitag bei seinem Antrittsbesuch in Hessen Station machte, gab es f&uuml;r ihn au&szlig;er dem Winken auf dem B&uuml;rgersteig jedoch keine M&ouml;glichkeit, mit den B&uuml;rgern in direkten Kontakt zu treten. F&uuml;r den Passanten und seine Frau war das kurze Intermezzo an der Absperrung wohl ausreichend Volksn&auml;he &ndash; den Flugl&auml;rmgegnern, die sich vor dem Eingang zu einer Mahnwache eingefunden hatten, d&uuml;rfte einmal Winken nicht genug gewesen sein.<br>\nIn Wiesbaden, wo Gauck am Morgen seine Hessen-Rundreise startete, wurde sogar das Ablaufprotokoll ge&auml;ndert, um Gauck nicht direkt an einer Mahnwache der Flugl&auml;rmgegner vorbeizuf&uuml;hren. Darauf angesprochen, warum er sich nicht n&auml;her mit den Aktivisten unterhalten hatte, blieb Gauck diplomatisch: &bdquo;Die Menschen haben gute Gr&uuml;nde, um f&uuml;r ihr Anliegen zu demonstrieren.&ldquo; Doch auch Politik und Wirtschaft h&auml;tten gute Gr&uuml;nde, sich f&uuml;r ihre Sache durchzusetzen. Er habe als Bundespr&auml;sident jedoch wenige M&ouml;glichkeiten, das konkrete Anliegen der Flugl&auml;rmgegner zu bef&ouml;rdern. Dennoch appellierte der ehemalige Pfarrer immer wieder an die B&uuml;rger: &bdquo;Die Menschen sollen sich zusammenschlie&szlig;en.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt\/bundespraesident-gauck-gauck-spricht-nicht-mit-fluglaermgegnern,1472798,22127310.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Der Bundespr&auml;sident scheint im vereinten Deutschland noch nicht angekommen zu sein. Auch dieser Theologe k&ouml;nnte ein &bdquo;hemmungsloser Populist&ldquo; sein, der sich an die Seite der herrschenden Neoliberalen stellt, die er nicht einmal rhetorisch angreift.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>WDR 5 Funkhausgespr&auml;che: Vorw&auml;rts, aber wohin? &ndash; 150 Jahre Sozialdemokratie<\/strong><br>\nDie SPD steckt in der Krise: Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck im Umfragetief, das Profil der Partei unklar. Umweltfragen liegen bei den Gr&uuml;nen, die Linke beansprucht das Thema &bdquo;soziale Gerechtigkeit&ldquo; f&uuml;r sich, die CDU besetzt immer &ouml;fter Themen der so genannten politischen Mitte. Da wird der Platz eng f&uuml;r die Sozialdemokraten.<br>\nAber: In den 150 Jahren ihrer Geschichte ist es der SPD immer wieder gelungen, den Herrschenden Errungenschaften in Demokratie und Sozialstaat abzutrotzen. Und die Genossen f&uuml;hrten harte K&auml;mpfe: In der Asyldebatte in den 90ern, bei der Agenda 2010, im Sarrazin-Streit.<br>\nDie SPD entwickelt ihre St&auml;rke im Streit &ndash; auch innerparteilich. Wo liegt die Identit&auml;t der SPD von heute? Wo finden sich Entw&uuml;rfe f&uuml;r die Zukunft?<br>\nG&auml;ste der Sendung: Dr. Andrea Carvallo, Vertreterin der DGB-Region NRW S&uuml;d West , These: &ldquo;Die SPD hat sich mit ihrer &ldquo;Politik der Neuen Mitte&rdquo; keinen Gefallen getan.&rdquo;; Dr. Erhard Eppler,<br>\nSPD-Vordenker, These: &ldquo;Die Sozialdemokraten werden heute dringender gebraucht denn je zuvor.&rdquo;; Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Partei-Historiker Ruhr-Universit&auml;t Bochum, These: &rdquo; Die deutsche Demokratie ist historisch und politisch ohne die Sozialdemokratie undenkbar.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/wdr-5\/funkhausgespraeche?documentId=13736704\">WDR5<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Insbesondere die Wortbeitr&auml;ge von Erhard Eppler sind bemerkenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Gaga Politik<\/strong><br>\nKurz zusammengefasst, l&auml;uft der Wahlkampf im Augenblick ja so:<br>\nUnion und FDP loben die rot-gr&uuml;ne &Auml;ra, weil unter Schr&ouml;der die Agenda 2010 und zahlreiche Steuererleichterungen f&uuml;r die Kapitalseite beschlossen wurden. Dagegen sehnen sich SPD und Gr&uuml;ne augenscheinlich die Regierungszeit Helmut Kohls zur&uuml;ck, da w&auml;hrend seiner Regentschaft ein aus ihrer Sicht sozialvertr&auml;glicher Spitzensteuersatz von &uuml;ber 50 Prozent und die Verm&ouml;genssteuer gegolten haben.<br>\nDas ist aber noch nicht alles. Streitereien gibt es auch innerhalb der sogenannten politischen Lager. Die Gurkentruppe aus Union und FDP zankt sich zum Beispiel dar&uuml;ber, ob sie regieren oder weiter reagieren soll. Die Gr&uuml;nen verlangen eine Korrektur der Agenda 2010 und schlagen ein Sanktions-Moratorium vor. Das passt wiederum den Spezialdemokraten nicht. Sie sehen ihr wichtigstes &ldquo;Reformprojekt&rdquo; der vergangenen 150 Jahre in Gefahr. Mit der SPD sei so etwas nicht zu machen, diktiert der SPD-Chef Sigmar Gabriel den Journalisten in den Block. Er weist auch die Behauptung J&uuml;rgen Trittins zur&uuml;ck, wonach die SPD w&auml;hrend der rot-gr&uuml;nen Regierungszeit die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns verhindert habe.<br>\nNicht in die Irre f&uuml;hren lassen<br>\nDer W&auml;hler sollte sich allerdings durch diese absurden Scharm&uuml;tzel nicht in die Irre f&uuml;hren lassen. Ihm muss klar sein, dass Union, FDP, SPD und Gr&uuml;ne trotz des &ouml;ffentlich vorgetragenen Theaters in den wichtigen Fragen nat&uuml;rlich einer Meinung sind. Dazu geh&ouml;rt auch, das absurde deutsche Wirtschaftsmodell weiter zu verteidigen. Bundeskanzlerin Angela Merkel tat das vergangene Nacht erneut auf einem Treffen der Eurozonen-Regierungschefs in Br&uuml;ssel. Die Konferenz brachte nat&uuml;rlich keine Ergebnisse, daf&uuml;r wieder einen Satz f&uuml;r die Nachrichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/03\/15\/gaga-politik-15630655\/\">tautenhahn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die rot-gr&uuml;ne Farm der Tiere<\/strong><br>\nAgenda 2010 Die unselige Politik von Rot-Gr&uuml;n erinnert an George Orwells Roman: Eine vorgeblich linke Bewegung schafft schlimme Verh&auml;ltnisse (&hellip;)<br>\nDie unselige Politik von Rot-Gr&uuml;n &ndash; an der die Merkel-Demokratie wenig ge&auml;ndert hat &ndash; wird manchen an George Orwells Farm der Tiere erinnern. Die Satire erz&auml;hlt ja von einer vorgeblich linken Bewegung, die schlimmere Verh&auml;ltnisse schafft, als diejenigen, die abzuschaffen sie sich aufgerafft hatte. Den Schweinen, die als neue Chefs wirken, geht es immer besser, den anderen geht es immer schlechter, die H&auml;hne auf der Farm m&uuml;ssen fr&uuml;her kr&auml;hen, damit die Hennen fr&uuml;her Eier legen, die Pferde erkl&auml;ren, sie wollten k&uuml;nftig noch h&auml;rter arbeiten, und irgendwann teilen die Schweine den anderen mit, dass sie in die R&auml;ume der entwichenen Bauernfamilie ziehen und in deren Federbetten schlafen. Da zeigt Rot-Gr&uuml;n nach den Erfahrungen mit dem Sozialismus hier und anderswo mehr Sensibilit&auml;t. Nein, sagte der dritte SPD-Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der k&uuml;rzlich in einem Interview, eine Cohiba-Zigarre w&uuml;rde er auf einem SPD-Parteitag nicht auspacken: &bdquo;Bei den Zigarren w&uuml;rde gar kein Beifall kommen&ldquo;. Er raucht sie auch zu Hause nicht, nur manchmal im Garten. Und der Garten liegt nicht da, wo die Felder sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-rot-gruene-farm-der-tiere\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Vorwurf der Bestechlichkeit:  Wulff kann auf Einstellung des Verfahrens hoffe<\/strong><br>\nAufstieg und Fall des Christian Wulff haben die Republik monatelang erregt. In dem Verfahren, das Ausl&ouml;ser f&uuml;r den R&uuml;cktritt des ehemaligen Bundespr&auml;sidenten war, geht es mittlerweile nur noch um eine Hotelrechnung in H&ouml;he von 400 Euro. Nun hat die Staatsanwaltschaft Wulff angeboten, es gegen eine Geldauflage einzustellen. Erst vor kurzem hatte die Strafverfolgungsbeh&ouml;rde  die Vorw&uuml;rfe auf Bestechlichkeit beziehungsweise Bestechung hochgestuft. &ndash; In dem sehr umfangreichen Ermittlungsverfahren, an dem bis zu 24 Ermittler arbeiten, geht es derzeit strafrechtlich nur noch um die Frage, ob Groenewold mit Wissen von Wulff die Teilsumme einer Hotelrechnung in H&ouml;he von 400 Euro &uuml;bernommen hat. Beide Beschuldigte bestreiten den Vorwurf. Es stehen, wie aus Justizkreisen verlautete, noch weitere Einlassungen der Verteidigung aus. Die Ermittler vermuten, dass die &Uuml;bernahme der 400 Euro in Zusammenhang mit einem Brief stand, den Wulff an den Siemens-Chef Peter L&ouml;scher schrieb. In diesem Brief warb er f&uuml;r eine Unterst&uuml;tzung eines Filmprojekts von Groenewold.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/vorwurf-der-bestechlichkeit-wulff-kann-auf-einstellung-des-verfahrens-hoffen-1.1626115?commentspage=all:2:#comments\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man sollte das Verfahren schleunigst einstellen und den beteiligten Staatsanw&auml;lten und Ermittlern sinnvollere Aufgaben geben. Dass die Staatsanwaltschaft pl&ouml;tzlich die Anklage von Vorteilsannahme auf Bestechlichkeit hochgestuft hat, weil Christian Wulff f&uuml;r 400 Euro Hotelkosten sich in einem Brief f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung eines  Filmprojekts  eingesetzt habe, ist ein Witz. Und jetzt kann das Verfahren gegen eine Geldauflage eingestellt werden? Wulff und Groenewold w&auml;ren ganz sch&ouml;n d&auml;mlich, auf das Angebot der Staatsanwaltschaft einzugehen. Sie w&auml;ren dann zwar juristisch straffrei, aber nicht freigesprochen. Man kann nur hoffen, dass wenigstens das Gericht im Falle des Falles ein Hauptverfahren abweist. &ndash; Wenn aus dem 20.000 Seiten starken Bericht zum Verfahren nur diese fraglichen 400 Euro herausgefiltert werden konnten, dann ist viel Steuergeld verbrannt worden. Vielleicht listet ja einmal irgendein Blatt einmal auf, was da alles untersucht worden ist. Dass die Staatsanwaltschaft einem Anfangsverdacht nachging und die Aufhebung der Immunit&auml;t des damaligen Bundespr&auml;sidenten beantragte, ist verst&auml;ndlich, aber dass nach Abhaken der wesentlichen Vorw&uuml;rfe immer weiter gebohrt wurde, z.B. bis hin zur Frage, ob Wulff einen Rabatt beim Anmieten von Strandk&ouml;rben bekommen habe, spricht f&uuml;r einem recht fragw&uuml;rdigen Ehrgeiz der Staatsanwaltschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Vuvuzelas von Spiegel Online und Godwins Law<\/strong><br>\n&raquo;Beppe Grillo weist Parallelen zu Benito Mussolini auf&laquo;. Da schweigt der Kritiker ehrf&uuml;rchtigt &ndash; wer sich so weit aus dem Fenster beugt, mu&szlig; schon mit exzellenten Argumenten aufwarten. Argumente kommen dann auch:<br>\n&raquo;Auch Mussolini bestand darauf, dass seine &ldquo;Fasci di Combattimento&rdquo; keine Partei, sondern eine Bewegung sei, weil Parteien nicht die L&ouml;sung, sondern das Problem w&auml;ren.&laquo;<br>\nDie Gr&uuml;nen vor ihrem Einzug in die Parlamente, Attac, Greenpeace, Human Right Watch&hellip; die Reihe der potentiellen Mussolini-Parallelen lie&szlig;e sich danach unendlich verl&auml;ngern. Wobei man bei aller Abneigung Mussolini insofern Recht geben mu&szlig;, als da&szlig; die Gr&uuml;nen ein Problem geworden sind seit sie &raquo;Partei&laquo; wurden. Aber das nur am Rande.<br>\n&raquo;Dass die Stimme der Stra&szlig;e demokratischer sei als das Votum von Leuten, die man dazu in die Parlamente entsandt hat, ist eine Illusion, die auch hierzulande ihre Anh&auml;nger findet.&laquo;<br>\nDas k&ouml;nnte jetzt allerdings direkt von Mussolini kommen. Ein wesentliches Merkmal des italienischen Faschismus war unter anderem, Italien in einen St&auml;ndestaat umzuformen. Die Eliten sollten &ndash; einmal durch das Volk in den Sattel gehoben &ndash; ohne st&ouml;rende demokratische Eingriffe regieren (wenn ich Ernst Nolte richtig verstanden habe). Aber auch unabh&auml;ngig davon kann man seine Abneigung gegen die Demokratie kaum deutlicher zum Ausdruck bringen. (&hellip;)<br>\nEs ist schon bemerkenswert, mit welcher Nonchalance Fleischhauer mit Begriffen jongliert, an deren gesellschaftlicher Bedeutung er deutlich weniger interessiert ist als von ihrer Propagandawirkung. Kein Wort zu den Vorg&auml;ngen in Griechenland und Ungarn &ndash; g&auml;be es das wirkliche Bed&uuml;rfnis, Faschismus zu benennen&hellip; aber nein: Griechenland konnte f&uuml;r Fleischhauer gar nicht schnell genug entm&uuml;ndigt werden; ohne jeden Gedanken an Risiko und Nebenwirkungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/schrottpresse.wordpress.com\/2013\/03\/14\/die-vuvuzela-von-spiegel-online-und-godwins-law\/\">Schrottpresse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Fritz Bauer &ndash; Tod auf Raten<\/strong><br>\nFritz Bauer war einer der bedeutendsten Juristen des 20. Jahrhunderts. Er erreichte die Rehabilitierung der Attent&auml;ter vom 20. Juli 1944 und war als hessischer Generalstaatsanwalt Initiator der Frankfurter Auschwitzprozesse. Sein gesellschaftspolitisches Engagement stie&szlig; jedoch nicht &uuml;berall auf Gegenliebe, innerhalb der bundesdeutschen Justiz der Nachkriegszeit hatte Bauer viele Gegner.<br>\n&ldquo;Wir Emigranten hatten so unsere heiligen Irrt&uuml;mer. Dass Deutschland in Tr&uuml;mmern liegt, hat auch sein Gutes, dachten wir. Da kommt der Schutt weg, dann bauen wir St&auml;dte der Zukunft. Hell, weit und menschenfreundlich. Dann kamen die anderen, die sagten: &lsquo;Aber die Kanalisationsanlagen unter den Tr&uuml;mmern sind doch noch heil!&rsquo; Na, und so wurden die deutschen St&auml;dte wieder aufgebaut, wie die Kanalisation es verlangte.&rdquo; Diese S&auml;tze, die Fritz Bauer 1967 gegen&uuml;ber dem Schriftsteller Gerhard Zwerenz &auml;u&szlig;erte, beschreiben den anf&auml;nglichen Enthusiasmus, mit dem der schw&auml;bische Jurist das Nachkriegsdeutschland aus den F&auml;ngen der Nazidiktatur in ein demokratisches und humanes Staatswesen &uuml;berf&uuml;hren wollte. Nicht nur die Politik, vor allem auch die Rechtsprechung sollte hierzu ihren Beitrag leisten. Seine Worte zeigen aber ebenso die sp&auml;tere Ern&uuml;chterung &uuml;ber jene Kr&auml;fte, die sich dieser Erneuerung konsequent widersetzten.<br>\nMit Fritz Bauers Namen verbinden sich die &Uuml;berf&uuml;hrung Eichmanns nach Israel, die Wiederherstellung der Ehre der Widerstandsk&auml;mpfer des 20. Juli und die legend&auml;ren Frankfurter Auschwitz-Prozesse. Bauer ahnte nicht, dass sich seine Vorhaben zu einer wahren Sisyphusarbeit entwickeln w&uuml;rden, zu einem Weg voller Behinderungen und Feindseligkeiten, der in einem viel zu fr&uuml;hen Tod endete, dessen genaue Umst&auml;nde bis heute r&auml;tselhaft geblieben sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/ard\/dokumentationen\/168430\/index.html\">3sat<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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