{"id":16570,"date":"2013-03-19T09:05:34","date_gmt":"2013-03-19T08:05:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570"},"modified":"2013-03-19T09:05:34","modified_gmt":"2013-03-19T08:05:34","slug":"hinweise-des-tages-1841","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h01\">Zypern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h02\">EU-Fr&uuml;hjahrsgipfel beharrt auf gescheiterter Sparpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h03\">Die &bdquo;Agenda 2060&ldquo;: Bertelsmann Stiftung verbreitet absurde Bev&ouml;lkerungsprognose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h04\">Ein Jahr Joachim Gauk als Bundespr&auml;sident<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h05\">Madrid unmenschlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h06\">Italien: F&uuml;nf Sterne, drei Krisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h07\">Die verlorene Kunst der Chirurgie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h08\">Der DGB dreht durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h09\">Dierk Hirschel &ndash; Der Leichenschmaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h10\">Politik in Zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h11\">Ramsauer l&auml;sst Handbuch f&uuml;r Gro&szlig;projekte erarbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h12\">Legale Staatsfeinde &ndash; Deloitte, Ernst&amp;Young, KPMG, PWC<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h13\">NSU-Ausschuss:  Schily &uuml;bernimmt Verantwortung f&uuml;r Ermittlungsversagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h14\">Sch&auml;tzungsweise 1,5 Millionen Iraker sind durch den Krieg ums Leben gekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h15\">Sender Gleiwitz l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570#h16\">Nicht rechts, nicht links &ndash; aber auch nicht in der Mitte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16570&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zypern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rettungspaket f&uuml;r Zypern: Schonung f&uuml;r Kleinsparer<\/strong><br>\nDer Furor war gro&szlig; &ndash; und er hat die Finanzminister der Euro-Zone offenbar beeindruckt. Nach Protesten gegen die Zwangsabgabe f&uuml;r zyprische Bankkunden haben die Euro-Retter das Sparpaket angepasst. Einlagen von Kleinanlegern sollen geschont werden. Warum nicht gleich so? [&hellip;]<br>\nKleinsparer sollten anders behandelt werden als die Inhaber gro&szlig;er Verm&ouml;gen. Betr&auml;ge unter 100.000 Euro sollten vollst&auml;ndig garantiert sein, empfahl Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem im Anschluss an die Telefonkonferenz. Die Entscheidung &uuml;ber die Gestaltung der Abgabe liegt nun bei der Regierung des hoch verschuldeten Landes. Ob es tats&auml;chlich bei der Grenze von 100.000 Euro bleibt, ist damit noch offen. Laut Nachrichtenagentur dpa wird in Nikosia erwogen, nur Kleinsparer mit Guthaben bis 20.000 Euro zu verschonen, dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnte es bei der urspr&uuml;nglich geplanten Abgabe von 6,75 Prozent bleiben. [&hellip;]<br>\nUnd so versuchen die Euro-Finanzminister mit dem Angebot eines modifizierten Rettungspakets nun auch, eine goldene Br&uuml;cke zwischen zwei Parlamenten zu schlagen: Dem zyprischen auf der einen Seite und dem Deutschen Bundestag auf der anderen Seite. Bundeskanzlerin Angela Merkel kann sich n&auml;mlich nur dann einer Mehrheit sicher sein, wenn die vor allem von der SPD geforderte Beteiligung der zyprischen Bankguthaben an den Rettungskosten Teil des Rettungspakets ist und bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/euro-gruppe-gibt-zypern-mehr-spielraum-bei-zwangsabgabe-a-889629.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> SPIEGEL Online hat mal wieder nichts, aber auch gar nichts, verstanden. Die von SPON-Autor Rickens bejubelte Telefonkonferenz der Finanzminister hat im Ergebnis exakt(!) die Linie der Finanzminister vom Wochenende wiederholt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16567%20\">Zypern &ndash; wer rettet Europa vor diesen &bdquo;Eurorettern&ldquo;?<\/a><\/p>\n<p><em>Das nachtr&auml;gliche Zur&uuml;ckrudern der zypriotischen Regierung, die das Sondersteuerpaket inkl. Beteiligung der Kleinsparer offenbar nicht durchs Parlament h&auml;tte bringen k&ouml;nnen, macht die Sache &uuml;brigens auch nur &bdquo;gef&uuml;hlt&ldquo; besser. Die Kleinsparer werden nun zwar offenbar nicht zur Kasse gebeten. Der Rubikon wurde jedoch in dem Moment &uuml;berschritten, als die &bdquo;Euroretter&ldquo; &uuml;berhaupt eine Sondersteuer gefordert haben, die auch die Kleinsparer betreffen k&ouml;nnte und dann einem Modellvorschlag ihre Zustimmung gegeben haben, der die Kleinsparer nicht einbezieht. Der Geist ist aus der Flasche und in Zypern und anderswo werden (auch) die Kleinsparer nun wissen, dass ihr Geld im eigenen Lande unter Umst&auml;nden nicht sicher ist. Daran &auml;ndert die Korrektur des Gesetzes kein Jota.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zypern: es geht nicht um &bdquo;Sparer&ldquo;, es geht um Menschen, die zuf&auml;llig &uuml;ber&rsquo;s Wochenende Geld auf dem Konto hatten<\/strong><br>\nNun haben es einige in der deutschen Presse doch recht schnell gemerkt, welch grandiosen Unsinn die Finanzminister der Eurozone am Wochenende beschlossen haben. Allerdings wird jetzt gesagt, die &bdquo;Sparer&ldquo; w&uuml;rden zur Kasse gebeten oder teilenteignet. Das trifft den Punkt aber wieder nicht ganz. Es geht um Menschen, die Geld auf Bankkonten halten, das sind nicht automatisch Sparer. Auch Sparer zu enteignen ist kein Weg zur L&ouml;sung der Eurokrise, aber es ist ja noch viel brutaler. Wer zum Beispiel f&uuml;r seinen kleinen Betrieb Mitte letzter Woche einen Kredit aufgenommen hatte, um morgen eine Maschine oder ein Grundst&uuml;ck zu kaufen, dem ist der Kredit vielleicht am Freitag gutgeschrieben und auf sein Konto gestellt worden. Morgen, wenn die Banken in Zypern wieder ge&ouml;ffnet haben, will er bezahlen und muss feststellen, dass zehn Prozent der Summe einfach verschwunden sind. Das ist Willk&uuml;r in einer Dimension, die nicht mehr in Worte zu fassen ist. Was hat der zypriotische Mittelst&auml;ndler falsch gemacht? &hellip;<br>\nOb das Parlament in Nikosia dem &ldquo;Hilfs&ldquo;paket zustimmt oder nicht, darauf kommt es nun schon nicht mehr an. Ob Zustimmung, Ablehnung oder Nachverhandeln: Das ohnehin schon angekratzte Vertrauen in die s&uuml;deurop&auml;ischen Banken und unser gesamtes Geldsystem l&auml;sst sich zwar mit einem Federstrich zerst&ouml;ren, aber nicht mit einem Federstrich wiederherstellen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/zypern-es-geht-nicht-um-sparer-es-geht-um-menschen-die-zufallig-ubers-wochenende-geld-auf-dem-konto-hatten\/\">flassbeck oeconomics<\/a><\/li>\n<li><strong>Jetzt will es keiner gewesen sein<\/strong><br>\nNach drei Jahren Euro-Krise, unz&auml;hligen Notgipfeln und politischen Kehrtwenden ohne Ende h&auml;tte Europa weiter sein m&uuml;ssen. Das Zypern-Debakel belehrt die B&uuml;rger eines Schlechteren. Das Vorgehen der Finanzminister ist unverantwortlich.<br>\nDie Verantwortlichen, die unsere W&auml;hrungsunion steuern, haben offenbar nichts dazu gelernt. Schon wieder produziert Europa Murks und gef&auml;hrdet &ndash; zwar unabsichtlich, daf&uuml;r aber zielstrebig &ndash; die Fortschritte beim Versuch, den Euro zu stabilisieren. Wer im Inneren wie im &Auml;u&szlig;eren, bei den normalen Menschen wie den Entscheidern an den Finanzm&auml;rkten Verunsicherung sch&uuml;ren m&ouml;chte, muss genau so vorgehen wie Europas Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/zypern-kommentar-jetzt-will-es-keiner-gewesen-sein,1472602,22145146.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist doch vollkommen &ldquo;schnuppe&rdquo;, wer darauf bestanden hat, auch die Kleinsparer einzubeziehen. Erschreckend war doch das Ausma&szlig; an Dilettantismus der Minister der Eurogruppe und anderer (EZB, IWF). Alle aber auch alle Minister h&auml;tten sich der Auswirkungen im In- und Ausland bewusst sein m&uuml;ssen, die Bankeinlagen der Kleinsparer zu belasten, die gewiss die Mehrheit bilden, aber sicher den geringeren Teil der Einlagen stellen, gegen&uuml;ber russischen, englischen, zypriotischen und deutschen &ldquo;Anlegern&rdquo; (Etliche Reichere unter den Ausl&auml;nder haben &uuml;brigens den relativ leichte Zugang zur zypriotischen Staatsb&uuml;rgerschaft genutzt).  Und was bitte sind Spareinlagen? Alle Sichteinlagen? Warum werden nicht Aktien einbezogen? Warum wurde nicht ein l&auml;nder&uuml;bergreifendes Insolvenzverfahren beschlossen? Die Banken sind doch pleite. Wird nicht bereits seit Monaten an einem Insolvenzverfahren f&uuml;r die Banken der Eurozone gearbeitet, in den gekl&auml;rt wird, nach welchen Regeln Aktion&auml;re, Besitzer von nachrangigen Anleihen, von vorrangigen Anleihen und zuletzt die Einleger in die herangezogen werden k&ouml;nnen. Vor allem darf man gespannt sein, welche Schlussfolgerungen die Bankkunden in anderen EU-Krisenl&auml;ndern ziehen werden. Wahrscheinlich h&auml;tte man seit Beginn der Krise in Griechenland Kapitalverkehrskontrollen in den Krisenl&auml;ndern einrichten sollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Enteignung in Zypern: Das Versagen der Euro-Politiker<\/strong><br>\nDie Euro-Finanzminister werden Bankkunden in Zypern teilweise enteignen &ndash; diese Entscheidung ist der gr&ouml;&szlig;te anzunehmende Unfall in der W&auml;hrungsunion. Wer sein Erspartes jetzt noch einer s&uuml;deurop&auml;ischen Bank anvertraut, muss ziemlich naiv sein. [&hellip;]<br>\nEs war die mit gro&szlig;em Abstand d&uuml;mmste und gef&auml;hrlichste Entscheidung, welche die Politiker der Euro-Zone treffen konnten. Vielleicht lag es daran, dass sie sie v&ouml;llig &uuml;berm&uuml;det in den fr&uuml;hen Morgenstunden trafen. Vielleicht lag es daran, dass sich in dem Raum zu viele Juristen tummelten, die sich an technischen Details festgehakt haben und dabei den &Uuml;berblick f&uuml;rs Ganze verloren. Europas Finanzminister haben das Zypern-Paket mit hei&szlig;er Nadel gestrickt &ndash; und einen Fl&auml;chenbrand ausgel&ouml;st. [&hellip;]<br>\nWas mich aber noch mehr &auml;rgert als das skandal&ouml;se Verhalten eines Pr&auml;sidenten, ist die Komplizenschaft der europ&auml;ischen Finanzminister. Sie h&auml;tten darauf bestehen m&uuml;ssen, die Steuern erst ab 100.000 Euro wirken zu lassen, um die Ansteckungsgefahr zu vermeiden. [&hellip;]<br>\nUm nach dieser Panne das Vertrauen wiederherzustellen, m&uuml;sste man einen Schritt wagen, den man gerade in Berlin vermeiden will. Man m&uuml;sste jetzt auf Ebene der Euro-Zone eine Einlagengarantie geben, und zwar ohne Kleingedrucktes. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bundesregierung dazu bereit ist. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, dass eine SPD-gef&uuml;hrte Bundesregierung dazu bereit w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/europaeische-wirtschaftspolitik-zypern-abgabe-ist-ein-gau-a-889538.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man merkt Wolfgang M&uuml;nchau an, dass er zu Recht w&uuml;tend ist. In seiner Wut ist ihm jedoch ein kleiner Argumentationspatzer unterlaufen. Die von ihm geforderte Einlagengarantie ist nutzlos und gar nicht umsetzbar, da hier die Einlagensicherung &uuml;berhaupt nicht greift. Technisch handelt es sich um eine Verm&ouml;gensabgabe, die ausschlie&szlig;lich die Bankeinlagen betrifft. Und ohne Not eine Garantie abzugeben, dass man k&uuml;nftig keine Verm&ouml;gensabgabe erhebt, w&auml;re nicht nur falsch, sondern auch rechtlich nicht bindend &ndash; au&szlig;er man &auml;ndert die Verfassung, aber das kann niemand wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Cyprus Deposit Levy: No Panic Yet But Scary Long-Term Consequences<\/strong><br>\nMy instant reaction to the Cyprus deposit levy was that it could trigger a panic among depositors in the rest of Europe but that it was also perfectly possible there would be no reaction. [&hellip;]<br>\nThat&rsquo;s fine in theory but in practice banks are very opaque institutions. It can be very hard to tell from their financial reports whether there are problems around the corner and even banks that look sound can get in trouble if their funding disappears.<br>\nThis means that even those managing large corporate treasuries may have little understanding of the risks they are taking. And without insurance, they tend to be behave in a very skittish manner, pulling money at even the first hint of trouble.  This was how the Irish banking system went into meltdown in 2010 and the precedents in Cyprus are likely to increase skittishness when banking problems rise to the fore again in other countries.<br>\nProtecting small depositors is a commendable public policy but leaving larger depositors unprotected is likely to produce a European banking system in which liquidity runs are a serial problem. [&hellip;]<br>\nSo no panic on the streets today but the Cyprus levy lets a genie out a bottle that seems likely to cause severe problems for Europe&rsquo;s banks in the future.<br>\nA final observation for now: How foolish must Ireland&rsquo;s citizens be feeling today? After being reassured time and again that all depositors and senior bond creditors of the now-defunct Anglo Irish Bank must be saved in the name of European financial stability, now they find out that Europe&rsquo;s leaders now believe hair-cutting depositors is fine and fair and doesn&rsquo;t cause contagion.  The moral grounds for a retrospective compensation deal for Ireland have increased substantially with this new development.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forbes.com\/sites\/karlwhelan\/2013\/03\/18\/cyprus-deposit-levy-no-panic-yet-but-scary-long-term-consequences\/\">Forbes<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EU-Fr&uuml;hjahrsgipfel beharrt auf gescheiterter Sparpolitik<\/strong><br>\nW&auml;hrend in den USA f&uuml;hrende &Ouml;konomen und der britische Premier Cameron mit FT-Kolumnist Wolf &ouml;ffentlich &uuml;ber die richtige Balance zwischen Sparkurs und wirtschaftlichem Aufschwung streiten, verharrt der Fr&uuml;hjahrsgipfel der 38 EU-Staaten jenseits der &ouml;konomischen Realit&auml;t<br>\nDie Folgen der Ignoranz realwirtschaftlicher Sachverhalte durch die europ&auml;ische Politik l&auml;sst mittlerweile zwar auch das offizielle Europa Volksaufst&auml;nde bef&uuml;rchten, &uuml;ber die bereits gescheiterten Pl&auml;ne hinaus wird indes nicht nachgedacht. Das l&auml;sst sich vielleicht noch damit entschuldigen, da die daf&uuml;r zust&auml;ndige Wissenschaft, die &Ouml;konomik, hier ebenfalls in einem dogmatisch verformten Diskussionsprozess feststeckt, was zur Folge hat, dass sich f&uuml;r jede denkbare Wirtschaftspolitik &Ouml;konomen finden, die diese Bef&uuml;rworten oder ablehnen&hellip;<br>\nWie Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Dur&atilde;o Barroso nach der j&uuml;ngsten Ratssitzung verlauten lie&szlig;, werde in Europa aber weiterhin Wachstum durch bessere Wettbewerbsf&auml;higkeit bzw. Produktivit&auml;tssteigerungen angestrebt, was bezogen auf die gesamte EU &ouml;konomisch folglich nur &uuml;ber eine Steigerung der Konkurrenzf&auml;higkeit gegen&uuml;ber den anderen Kontinenten erfolgen kann. Zur Mittelaufbringung verweist er noch auf Cameron, der in seinem Referat den weiteren Abbau von Handelsschranken und Anstrengungen zur Verhinderung von Steuervermeidung gefordert hatte.<br>\nDie &ldquo;Reformen&rdquo; (d.h. die &ouml;ffentlichen Sparprogramme) m&uuml;ssten jedoch weitergehen, womit unter der Voraussetzung, dass auch Unternehmen wie Haushalte weitersparen, der weitere konjunkturelle Abstieg der Eurozone nur von den Exporten aufgehalten werden k&ouml;nnte. Dazu m&uuml;ssten die Sparma&szlig;nahmen tats&auml;chlich zu steigender internationaler Wettbewerbsf&auml;higkeit f&uuml;hren, was derzeit kaum zu beobachten ist, und &ndash; wie es bereits durch den Kursanstieg seit vergangenem Sommer erfolgt ist &ndash; locker von einem Ansteigen des Euro-Wechselkurses zunichte gemacht werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38769\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die &bdquo;Agenda 2060&ldquo;: Bertelsmann Stiftung verbreitet absurde Bev&ouml;lkerungsprognose<\/strong><br>\nIn der dem BIAJ inzwischen vorliegenden Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 11. M&auml;rz 2013, mit dem Titel &bdquo;Der Renteneintritt der Babyboom er setzt die Rentenversicherung schon bald unter Druck&ldquo;, hei&szlig;t es: &bdquo;Der zus&auml;tzliche Druck auf das Rentensystems ergibt sich nach den Berechnungen aus dem anhaltenden demographischen Wandel in der deutschen Bev&ouml;lkerung. W&auml;hrend heute der Anteil der &uuml;ber 65-J&auml;hrigen bei 30 Prozent liegt, sieht die Prognose f&uuml;r 2030 einen Anteil von 49 Prozent und f&uuml;r 2060 von 63 Prozent.&ldquo;<br>\nSchon die Behauptung, heute seien 30 Prozent der Bev&ouml;lkerung 65 Jahre und &auml;lter ist absolut falsch. Ende 2011 war 20,6 Prozent der Bev&ouml;lkerung 65 Jahre und &auml;lter. Und auch wenn es selbstverst&auml;ndlich keine sicheren Bev&ouml;lkerungsprognosen f&uuml;r das Jahr 2060 gibt, es gibt die 12. koordinierte Bev&ouml;lkerungsvorausberechnung der statistischen &Auml;mter der L&auml;nder und des Bundes. Und in der Variante &bdquo;Obergrenze der &sbquo;mittleren Bev&ouml;lkerung&rsquo; ist f&uuml;r 2060 tats&auml;chlich die Zahl 63,1 zu finden. Nur sagt diese nicht aus, dass 63,1 oder kurz 63 Prozent der Bev&ouml;lkerung im Jahr 2060 65 Jahre und &auml;lter sein werden.<br>\nSondern: &bdquo;Auf 100 20 bis unter 65-J&auml;hrige kommen 63,1 Prozent 65-J&auml;hrige und &Auml;ltere&ldquo;. Das ist aber eine vollkommen andere Aussage als die nicht nur in den Bertelsmann-Medien ungepr&uuml;ft und unkritisch verbreitete &bdquo;Schreckensmeldung&ldquo; (&bdquo;Agenda 2060&ldquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-03-14_agenda-2060-bertelsmann.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 104 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Jahr Joachim Gauk als Bundespr&auml;sident<\/strong><br>\nWolfgang Lieb als Studiogast im WDR5 Tagesgespr&auml;ch. Moderation. J&uuml;rgen Wiebicke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gffstream-6.vo.llnwd.net\/c1\/m\/1363604810\/radio\/tagesgespraech\/wdr5_tagesgespraech_20130318_1000.mp3\">WDR5<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Madrid unmenschlich<\/strong><br>\nEin am Donnerstag ver&ouml;ffentlichtes Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs gibt den Richtern in Spanien k&uuml;nftig mehr Macht gegen&uuml;ber den Gesetzestexten, um Zwangsr&auml;umungen von Wohnungen zu stoppen. Nach Ansicht der Richter in Luxemburg versto&szlig;en die spanischen Gesetze gegen eine EU-Direktive zum Schutz der Verbraucher gegen mi&szlig;br&auml;uchliche Vertragsklauseln. Die Juristen hatten einen Fall behandelt, in dem ein Schuldner auf Betreiben seiner Bank aus seinem Haus vertrieben worden war, jedoch zugleich auf seinen Schulden sitzenblieb. Der Fall war von einem Gericht in Barcelona nach Luxemburg weitergeleitet worden. Die Richter dort hatten festgestellt, da&szlig; es ihnen gem&auml;&szlig; der spanischen Gesetzgebung nicht m&ouml;glich war, eine Zwangsr&auml;umung vorsorglich auszusetzen, obwohl es Indizien f&uuml;r betr&uuml;gerische Klauseln in dem Darlehensvertrag gab, den der Mann mit dem Institut abgeschlossen hatte. Zudem k&ouml;nnen die Banken R&auml;umungsklagen ab dem ersten Monat betreiben, in dem ein Schuldner seine Hypothekenzinsen nicht bezahlt. Diese &raquo;Expre&szlig;r&auml;umungen&laquo; sowie die Tatsache, da&szlig; die betroffenen Familien trotz des Verlusts ihrer Wohnungen weiter auf oft mehreren hunderttausend Euro Schulden sitzenbleiben, haben die Richter nun f&uuml;r unvereinbar mit den EU-Normen erkl&auml;rt. &ndash; Die Zahl der Zwangsr&auml;umungen in Spanien wird seit Beginn der Krise 2008 auf 400000 gesch&auml;tzt. Der Staat bietet den davon betroffenen Familien keine Alternativen an, so da&szlig; sich viele gezwungen sehen, leerstehende Immobilien zu besetzen, um nicht auf der Stra&szlig;e zu stehen. Zugleich stehen gesch&auml;tzt sechs Millionen Wohnungen in Spanien leer. Bei diesen handelt es sich zumeist um Neubauten, f&uuml;r die Spekulanten und Bauherren zu ihren Konditionen keine Abnehmer finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/03-15\/050.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vor nicht allzu langer Zeit wurde in einigen Medien gefeiert, dass es mit 1,5 Millionen Unterschriften gelungen war, eine Volksinitiative in das  Parlament einzubringen. Darin ging es u.a. darum, dass mit der Schl&uuml;ssel&uuml;bergabe automatisch die Hypothek an die Bank beglichen werde. Untergegangen ist hierzulande, dass die rechte Volkspartei (PP) mit ihrer Mehrheit dies verhindern wollte.  Jetzt hat die spanische Regierung versichert, Urteil &ldquo;in allen Aspekten&rdquo; umzusetzen. Zurzeit werden <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/153938\">pro Tag 500 Familien aus ihren Wohnungen hinausgeworfen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Italien: F&uuml;nf Sterne, drei Krisen<\/strong><br>\nGleich drei Krisen bilden den N&auml;hrboden f&uuml;r den &bdquo;Grillismus&ldquo;: die strukturelle, mit dem schlichten Wort &bdquo;Niedergang&ldquo; beschriebene Krise des Landes, die seit mehr als einem Jahrzehnt anh&auml;lt; die moralische Krise der Politik und der Parteien; und schlie&szlig;lich &ndash; erst in den letzten eineinhalb Jahren &ndash; die akute Krise rund um den Euro.<br>\nSeit Jahren stagniert das Land mit Wachstumsraten nahe null, seit Jahren auch sind keine Produktivit&auml;tszuw&auml;chse mehr zu verzeichnen, seit Jahren verliert Italien Positionen auf den internationalen M&auml;rkten.<br>\nDen h&ouml;chsten Preis f&uuml;r diese Entwicklung zahlten die j&uuml;ngeren Generationen&hellip;<br>\nParallel dazu explodierte die moralische Krise der Politik, der Parteien&hellip;&ldquo;Die Kaste&ldquo;: Dieser Terminus wird zur g&auml;ngigen Bezeichnung f&uuml;r Italiens politische Klasse, die sich skrupellos &auml;u&szlig;erst gro&szlig;z&uuml;gig selbst bedient&hellip; Den Rest besorgen weitere Korruptionsskandale quer durch das Land, quer durch die politischen Lager.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Debatte-Italien\/!113015\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Italiens Linke feiert klaren Etappensieg<\/strong><br>\nBei der Wahl der Pr&auml;sidenten zum Senat und zum Abgeordnetenhaus kann die Linke durch kluge Man&ouml;ver ihre Kandidaten durchbringen. Das Berlusconi-Lager geht dank der &ldquo;Grillini&rdquo; leer aus.<br>\nItalien erlebte am Samstag die Wahl zweier Parlamentspr&auml;sidenten, wie sie das Land noch nie gesehen hatte. Zum Zuge kamen als Kandidaten der Mitte-links-Allianz zwei Seiteneinsteiger in die Politik und absolute Parlamentsneulinge &ndash; die Menschenrechtsaktivistin Laura Boldrini und der Anti-Mafia-Staatsanwalt Piero Grasso.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2013%2F03%2F18%2Fa0060&amp;cHash=dc0c366c1c640e65e5f2d2e3860aa52c\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die verlorene Kunst der Chirurgie<\/strong><br>\nExplodierende Gesundheitskosten? Keineswegs. Doch die Orientierung an Bilanzen f&uuml;hrt zur Zerst&ouml;rung einer menschlich orientierten Medizin durch &ouml;konomische Habgier.<br>\nEs ist inzwischen allgemeiner Konsens, dass unser Gesundheitswesen auf eine Art Zusammenbruch zusteuert. Konsens ist, dass wir mit einer Kostenexplosion konfrontiert sind, und Konsens ist, dass die immer &auml;lter werdende Bev&ouml;lkerung immer h&ouml;here Kosten der gesundheitlichen Versorgung verursachen wird. Man kann das aber auch ganz anders sehen. Ich behaupte, dass es keine Kostenexplosion im Gesundheitswesen gibt, und dass es auch noch nie eine gegeben hat. Die Ausgaben f&uuml;r das Gesundheitssystem sind in unserem Land seit Jahrzehnten konstant. Sie betragen zehn bis zw&ouml;lf Prozent des Bruttoinlandsprodukts mit minimalen Ausschl&auml;gen nach oben oder unten. [&hellip;]<br>\nDie st&auml;ndige unausgesprochene Drohung bei diesen Diskussionen, das unsichtbare Menetekel an der Wand lautete: Privatisierung! Wenn es der Klinik nicht gel&auml;nge, zu schwarzen Zahlen zu kommen, st&uuml;nde der Verkauf an einen der privaten Klinikkonzerne bevor.<br>\nSie kennen alle den Begriff der &bdquo;blutigen Entlassung&ldquo;, der zwar immer wieder bestritten wird, aber als niedergelassener Chirurg kann ich Ihnen sagen, dass das inzwischen Teil meines normalen Arbeitsalltags ist. Es kommen postoperativ immer mehr Patienten in einem haarstr&auml;ubenden Zustand in meine Praxis, die ambulant nur m&uuml;hsam und extrem aufwendig zu betreuen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wissenschaft\/medizin-die-verlorene-kunst-der-chirurgie,1472788,22121964.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der DGB dreht durch<\/strong><br>\nJetzt brechen endlich Schlaraffenlandzeiten an: Der DGB erkl&auml;rt, dass h&ouml;here L&ouml;hne keine Gefahr f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit Deutsch&shy;lands und seine Exportchancen darstellten und deshalb ein h&ouml;heres Lohnniveau hierzulande unproblematisch sei. Na, dann kann es ja an den gebratenen Tauben nicht mehr fehlen, die uns in den Mund fliegen, oder? Der DGB st&uuml;tzt seine Meinung auf die wissenschaftliche Arbeit einer Mitarbeiterin der Deutschen Bundesbank von 2008, die belegen soll, dass ein Prozent h&ouml;here Preise im Inland gegen&uuml;ber dem Ausland nur &frac14; Prozent weniger Exportnachfrage bedeute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-dgb-dreht-durch\/\">Heiner Flassbeck<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe auch Albrecht M&uuml;llers Beitrag: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16543\">Der DGB hat nicht mehr alle Tassen im Schrank<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Dierk Hirschel &ndash; Der Leichenschmaus<\/strong><br>\nDie Agenda 2010 hat Geburtstag. Berlin feiert den Um- und Abbau des Sozialstaats. Politiker, Unternehmer und Wissenschaftler gratulieren. Lediglich Armutsl&ouml;hne und unsichere Jobs dr&uuml;cken die gute Stimmung. Doch der Blick auf das gro&szlig;e Ganze rettet die Party. Der zehnte Jahrestag der Schr&ouml;der-Reformen steht unter dem Motto: Hart, aber n&ouml;tig.<br>\nNoch immer h&auml;lt sich der Mythos vom Erfolg der Agenda-Politik. W&auml;hrend sich Merkel, von der Leyen, Steinbr&uuml;ck &amp; Co im Wahlkampf &uuml;ber soziale Korrekturen an der &raquo;Jahrhundertreform&laquo; streiten, herrscht Einigkeit dar&uuml;ber, dass Hartz-Gesetze, Rentenk&uuml;rzungen und Steuersenkungen die kranke Wirtschaft wieder fit gemacht haben. Mehr Erwerbst&auml;tige und weniger Arbeitslose belegen angeblich die segensreiche Wirkung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/816108.der-leichenschmaus.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Politik in Zahlen<\/strong><br>\nDaten und Fakten aus dem Bereich Arbeit und Soziales &ndash; Argumentationshilfe f&uuml;r Diskussionen und Publikationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130319_linke_im_bt_politik_in_zahlen_2013.pdf\">DIE LINKE im Bundestag [PDF &ndash; 578 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> F&uuml;r alle, die sich f&uuml;r Sozialpolitik interessieren, eine wahre Fundgrube.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ramsauer l&auml;sst Handbuch f&uuml;r Gro&szlig;projekte erarbeiten<\/strong><br>\nOb Elbphilharmonie, Hauptstadtflughafen oder Stuttgart 21 &ndash; gro&szlig;e Bauprojekte in Deutschland verschlingen mehr Geld und Zeit als geplant. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will das &auml;ndern und setzt eine &bdquo;Reformkommission&ldquo; ein.<br>\nEines ihrer Mitglieder ist Roland Koch. Der ehemalige Ministerpr&auml;sident von Hessen (CDU) habe den &bdquo;reibungslosen&ldquo; Ausbau des Frankfurter Flughafens mitverantwortet und bringe als Chef des Baukonzerns Bilfinger &bdquo;Spitzenmanagement-Erfahrung&ldquo; ein, sagte Ramsauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/infrastruktur-ramsauer-laesst-handbuch-fuer-grossprojekte-erarbeiten-12119216.html\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ausgerechnet der &bdquo;brutalstm&ouml;gliche Aufkl&auml;rer&ldquo; Koch als Lobbyist der Bauindustrie, soll also Reformvorschl&auml;ge machen.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Legale Staatsfeinde &ndash; Deloitte, Ernst&amp;Young, KPMG, PWC<\/strong><br>\nAll jenen, die sich dar&uuml;ber wundern, dass die allj&auml;hrlichen Anstrengungen zur Bek&auml;mpfung der Steuervermeidung von Konzernen (wie etwa durch Abzugsbeschr&auml;nkungen wie die Zinsschranke, siehe hier) so wenig haltbare Fr&uuml;chte hervorbringen sei die Lekt&uuml;re des Artikels &ldquo;Legale Staatsfeinde&rdquo; im neuen Stern w&auml;rmstens empfohlen. Neben sprachlich und grafisch sch&ouml;ner Innovation (&ldquo;Neues aus der Schlupfloch-Manufaktur&rdquo;) gl&auml;nzt der Artikel mit einer bemerkenswerten Mischung aus fesselnder Erz&auml;hlung und sachlicher Tiefensch&auml;rfe. Der Aufmacher geht so:<br>\n&ldquo;Wegen dieser M&auml;nner zahlen Konzerne wie Amazon, Google &amp; Co. praktisch keine Steuern. Mit ihren 700 000 Mitarbeitern produzieren sie geschickt: Steuertricks. H&ouml;chste Zeit, sie aus ihren Schlupfl&ouml;chern zu zerren.&rdquo;<br>\nTax Justice Network wird seit l&auml;ngerem nicht m&uuml;de, die gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften kritisch zu beleuchten. So haben wir zum Beispiel k&uuml;rzlich gezeigt, dass sich die Dichte der B&uuml;ros der &ldquo;Big 4&rdquo; stark am Grad der verf&uuml;gbaren Intransparenz in den jeweiligen L&auml;ndern orientiert (hier, pdf). Prem Sikka, der in dem Artikel ausf&uuml;hrlich zitiert wird, bezeichnet diese vier Gesellschaften als &ldquo;Nadelstreifenmafia&rdquo; (pdf, hier).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2013\/03\/legale-staatsfeinde-deloitte-ernst-kpmg.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>NSU-Ausschuss:  Schily &uuml;bernimmt Verantwortung f&uuml;r Ermittlungsversagen<\/strong><br>\nDass die Neonazi-Morde nicht verhindert wurden, sei &ldquo;h&ouml;chst schockierend&rdquo; und &ldquo;besonders deprimierend&rdquo;. Ex-Innenminister Schily hat vor dem NSU-Ausschuss die politische Verantwortung f&uuml;r das Versagen der Sicherheitsbeh&ouml;rden &uuml;bernommen und eingestanden, dass die rechtsterroristische Gefahr zu seiner Amtszeit untersch&auml;tzt wurde. Schily r&auml;umte ein, die Sicherheitsbeh&ouml;rden h&auml;tten in dem Fall offensichtlich versagt und einen &ldquo;absoluten Misserfolg&rdquo; eingefahren. Dies sei eine schwere Niederlage f&uuml;r den Rechtsstaat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nsu-ausschuss-schily-uebernimmt-verantwortung-fuer-ermittlungsversagen-1.1625308\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon etwas seltsam, wie sich Otto Schily dem deutschen Publikum in Erinnerung bringt. Er &uuml;bernimmt die politische Verantwortung f&uuml;r etwas, wof&uuml;r er gar nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann &ndash; z.B. mit der Forderung nach seinem R&uuml;cktritt. Es ist ein recht billiges Eingest&auml;ndnis und es entsteht das Gef&uuml;hl, der Mann nutze noch einmal die Gelegenheit, sich in Szene zu setzen. Und er ist sich nicht zu schade, die etwas abgenutzte Formel der &lsquo;politischen Verantwortung&rsquo; zu benutzen, um sich vom konkreten Versagen der Sicherheitsbeh&ouml;rden abzusetzen. Die eigene Betroffenheit und dieses &ldquo;Sie k&ouml;nnen sich vorstellen, dass mich das sehr belastet&rdquo; w&auml;re glaubw&uuml;rdiger, wenn er vom eigenen Versagen oder schlicht von Mitverantwortung sprechen w&uuml;rde. Immerhin sind die meisten der von der NSU ver&uuml;bten Morde in seine Amtszeit gefallen. Und irgendwie kann man sich nicht vorstellen, dass dem f&uuml;r die Sicherheit dieses Landes zust&auml;ndige Minister eine Mordserie mit der immer gleichen Tatwaffe nicht bekannt war und auch in ihm nicht einige Frage aufgeworfen habe. So zum Beispiel die Frage, wie glaubw&uuml;rdig es ist, dass ein Auftragskiller aus dem (t&uuml;rkischen) Drogenmilieu immer die gleiche Waffe benutzt. &ndash; Vor allem aber, ein  Politiker mit dieser Biographie darf sich nicht hinter den Sicherheitsbeh&ouml;rden verstecken, wenn es um Blindheit auf dem rechten Auge geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sch&auml;tzungsweise 1,5 Millionen Iraker sind durch den Krieg ums Leben gekommen<\/strong><br>\nDas ist das Ergebnis des IPPNW-Reports &ldquo;Body Count &ndash; Opferzahlen nach zehn Jahren Krieg gegen den Terror Irak &ndash; Afghanistan &ndash; Pakistan&rdquo;, der nun in einer zweiten aktualisierten Auflage vorliegt. Grundlage f&uuml;r die ermittelte Zahl der Opfer im Irak ist unter anderem die 2006 publizierte medizinisch-epidemiologische Studie in der Zeitschrift Lancet &uuml;ber den Anstieg der Mortalit&auml;t im Irak durch die Milit&auml;rintervention. F&uuml;r eine Absch&auml;tzung der aktuellen Opferzahlen hat die Autorengruppe der IPPNW im &ldquo;Body Count&rdquo;, die von der Lancet-Studie bis Juli 2006 ermittelten Zahlen mit weiteren Studien und Daten verglichen und Opferzahlen aus dem weiteren Kriegsverlauf bis 2012 einbezogen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/news.ippnw.de\/index.php?id=575\">ippnw Pressmitteilung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Frieden\/Body_Count_Maerz2013.pdf\">Body Count [PDF &ndash; 4.6 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sender Gleiwitz l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en<\/strong><br>\nEine Kurzmeldung in der Zeitschrift &bdquo;Der Soldat&ldquo;, die als Sprachrohr des &ouml;sterreichischen Verteidigungsministeriums gilt, l&auml;sst im wahrsten Sinn des Wortes eine Bombe platzen: NATO-Staaten bzw. die mit ihnen im syrischen B&uuml;rgerkrieg verb&uuml;ndeten Kr&auml;fte haben offensichtlich selbst jenen m&ouml;rderischen Feuer&uuml;berfall im Oktober 2012 inszeniert, der als Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Stationierung von deutschen, US-amerikanischen und holl&auml;ndischen Patriot-Raketen in der T&uuml;rkei an der Grenze zu Syrien diente.<br>\n&bdquo;T&uuml;rkei: Jene Werfergranate aus Syrien, die f&uuml;nf T&uuml;rken t&ouml;tete, stammt eindeutig aus NATO-Best&auml;nden. Es scheint so, als h&auml;tte das NATO-Mitglied T&uuml;rkei die syrischen Aufst&auml;ndischen mit Waffenlieferungen unterst&uuml;tzt. Allerdings m&uuml;ssten diese Lieferungen mit anderen NATO-Staaten abgestimmt sein.&ldquo;<br>\nDiese wenigen Zeilen lassen keinen Stein der bisherigen westlichen Propaganda auf dem anderen. Folgender Tathergang rund um den 3.10.2012 bekommt &uuml;berw&auml;ltigende Plausibilit&auml;t:\n<ol>\n<li>Die NATO bzw. NATO-Staaten bewaffnen die &bdquo;Rebellen&ldquo; in Syrien.<\/li>\n<li>Diese NATO-Verb&uuml;ndeten schie&szlig;en mit diesen Waffen auf das NATO-Mitglied T&uuml;rkei und t&ouml;ten dabei f&uuml;nf Menschen.<\/li>\n<li>Dieser inszenierte Feuer&uuml;berfall wird sofort der syrischen Regierung in die Schuhe geschoben, um eine Legitimation zu haben, NATO-Raketen an der t&uuml;rkisch-syrischen Grenze zu stationieren und den Konflikt weiter anzuheizen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.werkstatt.or.at\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=828&amp;Itemid=1\">Solidar Werkstatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nicht rechts, nicht links &ndash; aber auch nicht in der Mitte<\/strong><br>\nDie neue rechtspopulistische Partei &ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo; will auf gar keinen Fall in die braune Schmuddel-Schublade gesteckt werden. Das kommt etwas sp&auml;t. Nun tun die Euro-Gegner wenig daf&uuml;r, dass sie da wieder rauskommen. [&hellip;]<br>\nImmerhin, Stefan Milkereit sitzt jetzt nicht mehr im Bundesvorstand der jungen Partei. Der hatte auf Twitter geschrieben, das &ldquo;Multi-Kulti-Gen&rdquo; f&uuml;hre zu &ldquo;Mutationen und damit zu Krankheiten, die vorher bei Reinrassigkeit nicht vorhanden waren&rdquo;. Das sei &ldquo;wissenschaftlich erwiesen&rdquo;. Der Mann sei zur&uuml;ckgetreten, best&auml;tigt Frauke Petry schmallippig.<br>\nAnsonsten aber verfestigt sich der Eindruck, der AfD sei herzlich egal, wer sie wo unterst&uuml;tzt. Von ganz rechts unterwandert werden, das wollen sie aber nicht, sagen sie. Angeblich interessieren sie sich nun f&uuml;r die Gesinnung neuer Mitglieder.<br>\nAber wenn der AfD-Unterst&uuml;tzer und Staatsrechtler Karl Albrecht Schachtschneider auf Einladung der NPD spricht? Wenn Vormann Bernd Lucke und andere Gr&uuml;ndungsmitglieder und Unterst&uuml;tzer sich gerne im hart rechten Blatt Junge Freiheit wiederfinden? Alles v&ouml;llig unproblematisch. &ldquo;Herr Professor Schachtschneider unterst&uuml;tzt unsere Ziele&rdquo;, sagt Petry. Sie wolle ihn nicht daf&uuml;r haftbar machen, bei wem er Vortr&auml;ge halte.<br>\nUnd die Zusammenarbeit mit der Jungen Freiheit? Petry sagt es mal so: Sie halte es f&uuml;r einigerma&szlig;en &ldquo;selektiv&rdquo;, sich jetzt ein einzelnes Blatt herauszupicken.<br>\nSelektiv d&uuml;rfte demnach auch die Wahrnehmung sein, dass sich die AfD in ihrem dreiseitigen (!) Entwurf f&uuml;r ein Wahlprogramm unter dem Stichwort &ldquo;Demokratie&rdquo; der Sprache von ganz rechts bedient: &ldquo;Wir lehnen die G&auml;ngelung der &ouml;ffentlichen Meinung unter dem Deckmantel der so genannten &lsquo;political correctness&rsquo; ab.&rdquo; Ein Satz, der in Rechtsau&szlig;en-Kreisen sofort unterschieben werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/neue-partei-stellt-sich-in-berlin-vor-nicht-rechts-nicht-links-aber-auch-nicht-in-der-mitte-1.1627458\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16570","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16570"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16570\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16572,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16570\/revisions\/16572"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}