{"id":16626,"date":"2013-03-22T17:06:34","date_gmt":"2013-03-22T16:06:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626"},"modified":"2013-03-22T17:08:05","modified_gmt":"2013-03-22T16:08:05","slug":"hinweise-des-tages-ii-99","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h01\">Zypern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h02\">Deutscher Schuldenberg w&auml;chst deutlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h03\">Reall&ouml;hne im 4. Quartal 2012 zum Vorjahresquartal um 0,7 % gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h04\">Energiegipfel im Kanzleramt: Strompreisbremse blockiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h05\">Keine Mehrheit im Bundesrat gegen das Leistungsschutzrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h06\">Zweifelhafte Untersuchung attestiert Deutschen mangelndes wirtschaftliches Grundwissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h07\">Eine neue Atlasseite zur deutschen Tagespresse: Die Vielfalt schrumpft weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h08\">Bertelsmann agitiert mit falschen Zahlen f&uuml;r Rente ab 69<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h09\">Banken trennen, Kasinos schlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h10\">Deutsche Bank r&auml;umt mehr Geld f&uuml;r Rechtsstreite ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h11\">Arm und Reich &ndash; Wie geteilt ist Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h12\">Enthemmte Gewalt gegen Wohnungslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h13\">&bdquo;Geplanter Verschlei&szlig; ist ein Massenph&auml;nomen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h14\">Detlef Hensche : Das Tabu des politischen Streiks in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626#h15\">Pal&auml;stina: Der Druck auf Israel wird gr&ouml;&szlig;er<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16626&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zypern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zypern mit Hilfe der EZB kurz vor dem Kommunismus<\/strong><br>\nBekanntlich geht der Druck auf eine L&ouml;sung zur Zeit von der EZB aus. Sie hat unter Hinweis auf ihre Regeln angek&uuml;ndigt, Zypern ab kommender Woche in den geldlosen Zustand zu versetzen. Damit w&uuml;rde offiziell, was jetzt schon zu bemerken ist: Die Transformation Zyperns in eine Volkswirtschaft ohne funktionierenden Zahlungsverkehr. Das w&auml;re nun eine echte Innovation: Eine Zentralbank sieht ihre Aufgabe darin, das Geld als Zahlungsmittel de facto abzuschaffen.<br>\nMark Schieritz ist im Herdentrieb zuzustimmen, wenn er sagt: Rentner sollen reiche Russen retten. Nur warum sollen eigentlich die Zyprioten den Euro retten? In der europ&auml;ischen Politik der deutschen Variante gibt es die eigent&uuml;mliche Vorstellung, dass der Euro eine Art Geschenk Deutschlands an die anderen Europ&auml;er sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2013\/03\/22\/zypern-mit-hilfe-der-ezb-kurz-vor-dem-kommunismus\/\">Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<li><strong>Cyprus: a lesson for life<\/strong><br>\n[&hellip;] I was lucky enough to see the event unfolding with Germany&rsquo;s Finance Minister Wolfgang Schauble sitting next to me and the Cyprus minister right opposite us at the same end of the hall. It reminded me of an unavoidable cross- Atlantic flight where you are not allowed to move from your seat though you are wined and dined several times during the endless voyage. [&hellip;]<br>\nAll this was &ldquo;agreed&rdquo; to by the Cypriot government representative who, with a pistol to the head, was naturally unusually co- operative. But it took nearly 10 long hours before the Cypriot minister&rsquo;s body and soul became exhausted enough for him to assent to this accord. As soon as that happened Schauble demanded that all wire transfers to and from the Cypriot banks would cease forthwith.<br>\nThe feeling one got on exiting the meeting in the early hours of the day was that never in one&rsquo;s life would one like to dream the experience let alone live it. That is indeed salutary to any finance minister who needs to be reminded that any fiscal slippage in the country&rsquo;s public finances is done at a great risk to the country&rsquo;s economic welfare.<br>\nProf Scicluna is Minister of Finance.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.timesofmalta.com\/articles\/view\/20130319\/opinion\/cyprus-a-lesson-for-life.462258\">Times of Malta<\/a><\/li>\n<li><strong>R&uuml;ckkehr der eisernen Kanzlerin<\/strong><br>\nZwischen Wut und Ohnmacht: Kanzlerin Merkel ist massiv ver&auml;rgert &uuml;ber das Verhalten der zyprischen Regierung. Den Rettungsplan aus Nikosia lehnt die Bundesregierung ab. Aber wie geht es weiter? Selbst eine Pleite des Inselstaats wird in Berlin nicht ausgeschlossen.<br>\nWas Merkel besonders nervt: Seit Tagen haben sich die Verantwortlichen in Nikosia trotz der dramatischen Lage eingeigelt, mancher in der Union spricht gar von Autismus. &ldquo;Was wir noch nicht hatten &ndash; dass es &uuml;ber Tage keinen Kontakt zur EU gibt und zur Troika&rdquo;, so Merkel intern. Das urspr&uuml;nglich ausgehandelte Hilfspaket hat das Parlament abgelehnt, seither bastelt die Regierung in Nikosia an einem neuen Konzept. Doch belastbare Informationen f&uuml;r jene, die das Land am Ende retten sollen, gibt es bislang kaum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/zypern-krise-merkel-erhoeht-den-druck-a-890361.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die Propaganda wird jetzt langsam unertr&auml;glich. Was soll eigentlich der Terminus &ldquo;eiserne Kanzlerin&rdquo; implizieren? Nat&uuml;rlich ist das eine klare Anspielung auf Bismarck. Soll Deutschland jetzt Krieg gegen Zypern f&uuml;hren? Man darf gespannt sein wie es weitergeht? Offenbar will die Troika ein Exempel statuieren, damit auch ja keiner auf die Idee kommt gegen die neoliberale Austerit&auml;tspolitik auf zustehen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutscher Schuldenberg w&auml;chst deutlich<\/strong><br>\nDer deutsche Schuldenberg ist kr&auml;ftig gewachsen. Bund, L&auml;nder und Kommunen einschliesslich aller Extrahaushalte standen am 31. Dezember mit 2,0718 Billionen Euro in der Kreide. Damit erh&ouml;hte sich der Schuldenstand binnen eines Jahres um 2,1 Prozent oder 41,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Trotz des deutlichen Anstiegs ist das kein Rekord: Mitte des vergangenen Jahres lagen die Verbindlichkeiten sogar bei 2,082 Billionen Euro.<br>\nEin Grund f&uuml;r diese Entwicklung sind die Bad Banks: Der Bund tr&auml;gt als Eigent&uuml;mer das Risiko f&uuml;r Verluste der verstaatlichten Immobilienbank HRE, deren toxische Wertpapiere und Kredite in die FMS Wertmanagement ausgelagert wurden. F&uuml;r Verluste der WestLB steht Nordrhein-Westfalen gerade.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/deutscher-schuldenberg-waechst-deutlich-1.18051640\">NZZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/03\/PD13_112_713.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"470\" height=\"325\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" src=\"https:\/\/www.google.de\/publicdata\/embed?ds=ds22a34krhq5p_&amp;ctype=l&amp;strail=false&amp;bcs=d&amp;nselm=h&amp;met_y=gd_pc_gdp&amp;scale_y=lin&amp;ind_y=false&amp;rdim=country_group&amp;idim=country:cy:de&amp;ifdim=country_group&amp;hl=de&amp;dl=de&amp;ind=false&amp;q=zypern+staatsverschuldung\"><\/iframe><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.google.de\/publicdata\/explore?ds=ds22a34krhq5p_&amp;met_y=gd_pc_gdp&amp;idim=country:cy&amp;dl=de&amp;hl=de&amp;q=zypern%20staatsverschuldung#!ctype=l&amp;strail=false&amp;bcs=d&amp;nselm=h&amp;met_y=gd_pc_gdp&amp;scale_y=lin&amp;ind_y=false&amp;rdim=country_group&amp;idim=country:cy:de&amp;ifdim=country_group&amp;hl=de&amp;dl=de&amp;ind=false\">Google Public Data<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Reall&ouml;hne im 4. Quartal 2012 zum Vorjahresquartal um 0,7 % gestiegen<\/strong><br>\nDie Reall&ouml;hne in Deutschland stiegen vom vierten Quartal 2011 bis zum vierten Quartal 2012 um durchschnittlich 0,7 %. Die Nominall&ouml;hne erh&ouml;hten sich in diesem Zeitraum um 2,8 %, die Verbraucherpreise legten um 2,0 % zu, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mit.<br>\nF&uuml;r das Jahr 2012 ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Reallohnanstieg von 0,5 %. Das vorl&auml;ufige Ergebnis f&uuml;r 2012 vom 7. Februar 2013 wurde somit um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Die Nominall&ouml;hne stiegen im Jahr 2012 um 2,5 %, die Verbraucherpreise um 2,0 %. Im Gegensatz zum Vorjahr hatten Sonderzahlungen und Arbeitszeiteffekte im Jahr 2012 keinen bedeutenden Einfluss auf die Verdienstentwicklung.<br>\nIm Jahr 2012 verdienten Voll- und Teilzeitbesch&auml;ftigte (ohne geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte) in Deutschland pro Stunde 19,33 Euro brutto. Sonderzahlungen wurden in diesem Durchschnittswert nicht ber&uuml;cksichtigt. Auf Ebene der Bundesl&auml;nder f&uuml;hrt Hamburg (21,83 Euro) das Ranking vor Hessen (21,26 Euro) und Baden-W&uuml;rttemberg (20,93 Euro) an. Schlusslicht der L&auml;nder im fr&uuml;heren Bundesgebiet ist Schleswig-Holstein mit 17,99 Euro. Die geringsten Bruttostundenverdienste werden in Mecklenburg-Vorpommern (14,78 Euro), Th&uuml;ringen (14,78 Euro) und Sachsen-Anhalt (14,80 Euro) gezahlt<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/03\/PD13_114_623.html\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Energiegipfel im Kanzleramt: Strompreisbremse blockiert<\/strong><br>\nGro&szlig;e Worte, kleines Ergebnis: Beim Energiegipfel mit Kanzlerin Merkel sprechen sich alle Beteiligten daf&uuml;r aus, den Strompreisanstieg zu bremsen &ndash; nur wie, dar&uuml;ber ist man sich weiter nicht einig. Konsens gibt es nur beim Bestandsschutz f&uuml;r &Ouml;kostrom-Anlagen und beim Trassen-Ausbau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/keine-einigung-zur-strompreisbremse-beim-energiegipfel-a-890202.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.S.:<\/strong> Wenn man  das Theater ueber die Energiewende seit knapp einem Jahr noch einmal Revue passieren laesst, und dann den gestrigen Tag (soweit ich davon weiss), muss man sich fragen, was f&uuml;r ein St&uuml;ck da aufgef&uuml;hrt wurde, und ob das jetzt typisch fuer die deutsche Regierungspolitik unter Frau Merkel ist. Ein paar Scheinprotagonisten d&uuml;rfen sich &uuml;ber Monate mit Vorschlaegen in Scene setzen,  bis die Chefin sich die Sache einmal (mit den wirtschaftlichen Stakeholdern)  und ein zweites Mal (mit den L&auml;ndern) anschaut, und dann alle wieder auf die Pl&auml;tze verweist und verk&uuml;ndet, dass erst mal  nichts passiert.<br>\n Wie es aussieht, ist Herr Altmaier, der aktivste  Scheinriese der letzten Monate, dabei nur noch Zaungast. Er steht ganz schlecht da, was man in Fernsehbildern auch an seiner Koerpersprache sehen konnte, ist aber selbst schuld.  Er ist waehrend der vorigen Monate von seinem eigenen Konzept vom Sommer 2012 abgewichen und hat sich wohl in der Hoffnung auf ein gemeinsames tragfaehiges Konzept von Herrn Roesler zu Vorschl&auml;gen hinreissen lassen, die zur Loesung des kurzfristigen Lastenverteilungsproblem nicht n&ouml;tig sind und  grossen Aufruhr stiften, da sie Grenzen beim Bestandschutz  ueberschreiten. Unter Beschuss ist er dann publizistisch mit einem Schreckensszenario (1 Milliarde) in die Offensive gegangen, das sachlich nicht gut belegt war. Jetzt soll Herr Pofalla die Abstimmung mit Laendern (und auch zwischen R&ouml;sler und Altmaier?) uebernehmen. R&ouml;sler hat sich zumindest gestern nicht weiter besch&auml;digen lassen.<br>\nDiese Personalien sind interessant, und die Art der Regierungsfuehrung von Frau Merkel  ist mal wieder vor Augen gef&uuml;hrt. Was ist aber in der Sache passiert?<br>\nEnergiewirtschaftlich, wirtschafts-  und sozialpolitisch finde ich das Ergebnis der beiden Treffen bei der Chefin ziemlich d&uuml;nn. Die Industrie wird kleine Zugest&auml;ndnisse machen und der Umfang der Befreiungen wird verringert. Die Umweltverb&auml;nde haben Zugest&auml;ndnisse bei den Planungsverfahren angeboten, unfd dire L&auml;nder wollen nicht ganz so eigensinnig sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Keine Mehrheit im Bundesrat gegen das Leistungsschutzrecht<\/strong><br>\n[&hellip;] Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck verk&uuml;ndet jetzt offiziell, dass es keine Mehrheit f&uuml;r ein Vermittlungsverfahren geben wird. Er verspricht aber ein Leistungsschutzrecht 2.0, sollte er unerwarteterweise Kanzler werden. [&hellip;]<br>\nZu den Chancen eines Vermittlungsausschusses gibt es &uuml;brigens unterschiedliche Interpretationen als was die SPD als einzige Lesart jetzt verk&uuml;nden will. Und auch Peer Steinbr&uuml;ck klang auf der Cebit noch ganz anders: &ldquo;Ich denke, die SPD ist gut beraten, dieses Leistungsschutzgesetz im Bundesrat zu kippen.&rdquo;. Das ist noch nicht lange her.<br>\nNochmal zum Mitschreiben: Peer Steinbr&uuml;ck verk&uuml;ndet offiziell, dass SPD gegen Leistungsschutzrecht ist, aber im Bundesrat nicht dagegen stimmt. Daf&uuml;r k&ouml;nne man ihn zum Kanzler w&auml;hlen. Findet den Fehler! Tolle Arbeit, SPD!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2013\/keine-mehrheit-im-bundesrat-gegen-das-leistungsschutzrecht\/\">Netzpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zweifelhafte Untersuchung attestiert Deutschen mangelndes wirtschaftliches Grundwissen<\/strong><br>\nErneut warnt eine Studie: Vielen Deutschen mangelt es an &ouml;konomischem Grundwissen. Die Untersuchung des Berliner Wissenschaftlers Gerd Gigerenzer hat ergeben, dass 1000 Befragte von 25 Fragen des &bdquo;Indikators minimalen Wirtschaftswissens&ldquo; weniger als 14 richtig beantworten konnten. Doch die Studie hat erhebliche M&auml;ngel.<br>\nSchon ein Blick auf den Fragebogen der Studie zeigt: Hier geht es nicht um das Verstehen &ouml;konomischer Zusammenh&auml;nge. Hier werden vielmehr im Stil eines Quizspiels Fragen im Multiple-Choice-Verfahren gestellt. Die Auswahl der Fragen wird nicht begr&uuml;ndet und es wird auch nicht erw&auml;hnt, wem das Wissen nutzen soll. Den Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler der allgemeinbildenden Schule in ihrer Lebenswelt? Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei der Bew&auml;ltigung ihrer allt&auml;glichen Aufgaben?<br>\nDas Handelsblatt jedenfalls betreibt mit den Ergebnissen sogleich eine bildungspolitische Skandalisierung. Es verr&auml;t zwar, wer die Untersuchung durchgef&uuml;hrt, nicht aber, wer sie finanziert hat. Die L&ouml;sung f&uuml;r das Dilemma wird jedoch gleich mitgeliefert: Mehr &ouml;konomische Bildung muss her! &bdquo;Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass es in der Summe rund 200 Stunden Unterricht werden&ldquo;, meint Josef Kraus, Pr&auml;sident des Deutschen Lehrerverbandes (DL) in Handelsblatt Online. Hier wird nicht &uuml;ber den umfassenden Bildungsauftrag von allgemeinbildenden Schulen diskutiert und auch nicht &uuml;ber f&auml;cher&uuml;bergreifendes Lernen. Es gibt nach Auffassung des Deutschen Lehrerverbandes offenbar nur eine L&ouml;sung: Mehr Stunden f&uuml;r Wirtschaft! Welche F&auml;cher und welches Wissen daf&uuml;r gek&uuml;rzt werden sollen, wird nicht beantwortet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/schule.dgb.de\/++co++8676458e-921d-11e2-b4d6-00188b4dc422\">DGB, Gewerkschaften in der Schule<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eine neue Atlasseite zur deutschen Tagespresse: Die Vielfalt schrumpft weiter<\/strong><br>\nDie Zahl der deutschen Abonnementzeitungen und die verkauften Auflagen sind seit Jahren r&uuml;ckl&auml;ufig. Viele Verlage versuchen mit redaktionellen Kooperationen, Kosten zu senken, um am Markt zu bestehen&hellip;<br>\nDie Abw&auml;rtsentwicklung der deutschen Tagespresse h&auml;lt an: Von 1989 bis 2012 ist die Zahl der Abonnementzeitungen von 387 auf 322 gesunken. Viele von ihnen verf&uuml;gen &uuml;ber keine eigene Vollredaktion, sondern &uuml;bernehmen den &uuml;berregionalen Teil von einer der insgesamt 120 Zeitungen mit einer sogenannten Mantelredaktion. Die Verkaufsauflage des Mantelteils weist ebenfalls gro&szlig;fl&auml;chige Verluste von bis zu 50 Prozent aus&hellip;<br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten Auflagenverluste sind in Ostdeutschland zu verzeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Bildung\/Medien\/2013\/03\/Vielfalt-der-deutschen-Tagespresse-schrumpft-weiter-47157.html\">Leipziger Internetzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bertelsmann agitiert mit falschen Zahlen f&uuml;r Rente ab 69<\/strong><br>\nEine Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung vom 11. M&auml;rz 2013 mit dem Titel: &ldquo;Der Renteneintritt der Babyboomer setzt die Rentenversicherung schon bald unter Druck.&rdquo; Darin fand sich die absurde Behauptung, 2060 sei damit zu rechnen, dass 63 % der deutschen Bev&ouml;lkerung 65 Jahre alt oder &auml;lter sein werde. In Wirklichkeit sind aber auch nach der von Bertelsmann ausgew&auml;hlten Prognose nur knapp 33 % &bdquo;&Auml;ltere&ldquo; zu erwarten. Die Bertelsmann-&ldquo;Experten&rdquo; hatten Altenquotient und Bev&ouml;lkerungsanteil verwechselt, und die Deutsche Presse-Agentur dpa hatte den Fehler gehorsam weiterverbreitet.<br>\nNicht 30, sondern nur 20,6 Prozent sind 65 und &auml;lter.<br>\nDie Bertelsm&auml;nner haben ihren Fehler auf der Zahlenebene inzwischen korrigiert. Sie schreiben: &ldquo;In einer fr&uuml;heren Version dieser Pressemitteilung ist uns ein Fehler unterlaufen. Unsere Formulierung lie&szlig; den Schluss zu, dass derzeit ein Drittel und im Jahr 2060 63 Prozent der Bev&ouml;lkerung &auml;lter als 65 Jahre sind. Unsere Studie &hellip; weist auf Seite 16 ff jedoch aus, dass es sich hierbei um den Altenquotienten handelt, also das Verh&auml;ltnis der &uuml;ber 65-J&auml;hrigen zum Erwerbspersonenpotenzial.&rdquo; Doch auf der Kopfebene halten sie an ihrer alten Sichtweise fest: &ldquo;An unserer Einsch&auml;tzung zur Zukunft des Rentensystems in Deutschland ergeben sich dadurch keine &Auml;nderungen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/2013\/03\/20\/bertelsmann-mit-falschen-zahlen-fur-rente-ab-69\/\">NGO Internet-Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Banken trennen, Kasinos schlie&szlig;en<\/strong><br>\nDie bisher gemachten Vorschl&auml;ge zur Regulierung der Spekulationsgesch&auml;fte sind mehr oder weniger unbrauchbar. Das folgende Video erkl&auml;rt stark vereinfacht warum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/03\/19\/banken-trennen-kasinos-schliessen-15645750\/\">WEED auf Tautenhahn Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsche Bank r&auml;umt mehr Geld f&uuml;r Rechtsstreite ein<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank hat mit vielen Aff&auml;ren zu tun. F&uuml;r Prozesse in Amerika r&auml;umt sie jetzt 600 Millionen Euro zus&auml;tzlich als Sicherheit ein&hellip;.<br>\nDabei geht es um Prozesse im Zusammenhang mit Hypothekenkrediten, wie die Bank mitteilte. Hypothekenkredite standen im Zentrum der amerikanischen Finanzkrise. Die Bank wird nach eigenen Angaben zudem durch Untersuchungen der Regulierer belastet, die mit denen Rechtsstreits &uuml;ber Hypothekenkredite nichts zu tun h&auml;tten&hellip;<br>\nSo blieben 2012 unter dem Strich nur magere 291 Millionen Euro Gewinn &uuml;brig und damit 93 Prozent weniger als 2011&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/gewinn-sinkt-deutsche-bank-raeumt-mehr-geld-fuer-rechtsstreite-ein-12121477.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arm und Reich &ndash; Wie geteilt ist Deutschland?<\/strong><br>\n&bdquo;Wer nicht auftaucht, &uuml;ber den wird nicht geredet. Und wenn nicht geredet wird, bleibt alles wie es ist.&ldquo; So erkl&auml;rt Elitenforscher Michael Hartmann von der TU Darmstadt die Zur&uuml;ckhaltung der Reichen in Deutschland. Und davon gibt es hierzulande mit am meisten in der Welt: gemessen an der Zahl der Million&auml;re ist Deutschland Spitze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFzeit\/Arm-und-reich-27069000.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Enthemmte Gewalt gegen Wohnungslose<\/strong><br>\n&ldquo;Allein im vergangenen Jahr sind mindestens f&uuml;nf wohnungslose M&auml;nner und eine Frau von T&auml;tern au&szlig;erhalb der Wohnungslosenszene get&ouml;tet worden.&rdquo; Werena Rosenke nennt erschreckende Zahlen. Jahr f&uuml;r Jahr werden Menschen ohne Wohnung Opfer willk&uuml;rlicher, brutaler Attacken. Mehr als 40 Wohnungslose seien 2012 zum Teil schwer verletzt worden, sagt die stellvertretende Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) aus Bielefeld in ihrem Vortrag zu Diskriminierung und Gewalt gegen die Randgruppe ohne Lobby. In der &Ouml;ffentlichkeit werden die Gewalttaten jedoch nur wahrgenommen, wenn die T&auml;ter besonders brutal vorgehen, indem sie zum Beispiel ihre Opfer anz&uuml;nden.&nbsp; Und auch Rosenkes Zahlen &ndash; 195 Tote seit 1989 und 478 Verletzte &ndash; sind lediglich die untere Grenze. Denn eine offizielle Statistik gibt es nicht, und auch die BAGW kann sich bei ihrer Dokumentation lediglich auf Presseberichte st&uuml;tzen. Das wahre Ausma&szlig; der Gewalt liegt aber im Dunkeln. Wohl nur die Spitze des Eisbergs kommt durch Pressemitteilungen der Polizei an die &Ouml;ffentlichkeit. &ldquo;Sie fallen ihren Peinigern auf Parkb&auml;nken, Bushaltestellen und Picknickpl&auml;tzen in die H&auml;nde&rdquo;, f&uuml;hrt Rosenke die Schutzlosigkeit der &ndash; h&auml;ufig im Schlaf angegriffenen &ndash; Opfer vor Augen. Aber sie werden auch in Fallen gelockt, &ldquo;in eine Wohnung mitgenommen oder eingeladen und dort get&ouml;tet&rdquo;. Doch was sind das f&uuml;r Menschen, die so etwas tun, Mitmenschen dem&uuml;tigen, qu&auml;len, brutal schlagen und manchmal sogar verbrennen? &ldquo;Die T&auml;ter au&szlig;erhalb der Wohnungslosenszene sind m&auml;nnlich und jung&rdquo;, sagt Rosenke. Seit 2006 habe sich dieser Trend sogar noch verst&auml;rkt. Die gr&ouml;&szlig;te Gruppe der ermittelten T&auml;ter seit 2000 sind 19- bis 29-J&auml;hrige (196), gefolgt von unter 19-J&auml;hrigen (159). 34 T&auml;ter waren 30 bis 39 Jahre alt, 15 40 bis 49 und drei &auml;lter als 50. Auch Polizisten und Wachleute von Sicherheitsdiensten, &ldquo;Schwarze Sheriffs&rdquo;, lassen sich &Uuml;bergriffe zuschulden kommen &ndash; bis hin zum Aussetzen eines betrunkenen Wohnungslosen im Winter, der im Dezember 2002 in Stralsund erfriert. &ndash; Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) fordert in den St&auml;dten und Gemeinden ein Klima der Toleranz und der Zivilcourage &ndash; gegen das Klima der Gewalt und der Ausgrenzung. Das bedeutet: Erhalt der Freiz&uuml;gigkeit auf Stra&szlig;en; diskriminierende und rechtswidrige Stra&szlig;ensatzungen m&uuml;ssen au&szlig;er Kraft gesetzt werden; Schluss mit der Vertreibung Wohnungsloser aus den Innenst&auml;dten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mt-online.de\/lokales\/minden\/8145285_Enthemmte_Gewalt_gegen_Wohnungslose.html\">Mindener Tageblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Manchmal wird eingewandt, dass viele Obdachlose diesen Lebensstil freiwillig w&auml;hlten. Das ist angesichts von ca. 250000 Obdachlosen absoluter Unsinn und zynisch. Die Wohnungslosenhilfe rechnet mit einem Anstieg der Obdachlosigkeit um circa zehn Prozent. Grund f&uuml;r die erwartete Entwicklung seien Langzeitarbeitslosigkeit, zunehmende Armut, stark steigende Mietpreise und zuwenig Sozialwohnungen. In diesen Zahle&nbsp; ist die sogenannte verdeckte Obdachlosigkeit nicht enthalten. Sie betrifft Menschen, die bei Freunden unterkommen, aber nirgendwo gemeldet sind und praktisch mit einem Bein auf der Stra&szlig;e stehen. Besonders besorgniserregend ist die <a href=\"http:\/\/fcoebedenklich.wordpress.com\/2013\/02\/24\/immer-mehr-menschen-obdachlos\/\">Zunahme der Obdachlosigkeit<\/a> bei jungen Menschen und bei Frauen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Geplanter Verschlei&szlig; ist ein Massenph&auml;nomen&ldquo;<\/strong><br>\nWeiche Gummisohlen, nicht austauschbare Akkus, billiges Plastik: Zahlreiche Ger&auml;te sind so gebaut, dass sie just dann kaputt gehen, wenn die Garantie abl&auml;uft. Zufall? Eine Studie sagt: Nein. Und spricht von &bdquo;geplanter Obsoleszenz&ldquo; zur Renditemaximierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/2.220\/studie-zu-elektrogeraeten-geplanter-verschleiss-ist-ein-massenphaenomen-1.1628942\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Detlef Hensche : Das Tabu des politischen Streiks in Deutschland<\/strong><br>\nArchiv Detlef Hensche hat den folgenden Vortrag vor fast einem Jahr auf der Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum politischen Streik gehalten. Er ist inzwischen noch aktueller als im Mai 2012. Hensche war zwischen 1992 und 2001 Vorsitzender der IG Medien und ist Mitherausgeber der Monatsschrift &bdquo;Bl&auml;tter f&uuml;r deut- sche und internationale Politik&ldquo;. Da Franz Kersjes, ehemaliger NRW-Landesvor-sitzender der IG Medien, diesen Vortrag in der aktuellen Ausgabe seiner Website &bdquo;Welt der Arbeit&ldquo; &uuml;bernommen hat, wollen wir ihn auch unseren LeserInnen nicht vorenthalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=18874\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Mehr Informationen zum Thema liefert die Homepage <a href=\"http:\/\/politischer-streik.de\/\">Politischer Streik<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Pal&auml;stina: Der Druck auf Israel wird gr&ouml;&szlig;er<\/strong><br>\nIsrael hat endlich eine neue, eine andere und wahrscheinlich auch eine bessere Regierung. Benjamin Netanjahu bleibt zwar Regierungschef. Doch statt der nationalistischsten Regierung aller Zeiten steht er nun einer Koalition vor, in der auch gem&auml;&szlig;igtere Kr&auml;fte mitreden. Das wichtigste Problem allerdings, dasjenige der Beziehungen und der Verhandlungen mit den Pal&auml;stinensern, wurde nicht nur im Koalitionsabkommen offengelassen. Netanjahu &uuml;berl&auml;sst formell die eventuelle Verhandlungsf&uuml;hrung der neuen Justizministerin Zippi Livni. Um die laut ausgesprochenen Bef&uuml;rchtungen der Siedler &uuml;ber eine &bdquo;Kapitulation&ldquo; Livnis in den Verhandlungen und damit &uuml;ber eine Gefahr f&uuml;r die Siedlungen zu bes&auml;nftigen, wurde einer der stursten Siedleranf&uuml;hrer zum Wohnungsbauminister ernannt, um so die Erfolgschancen jeglicher Verhandlungen zu verbauen. Lieberman erkl&auml;rte am Montag zudem noch pr&auml;ventiv, dass ein erneutes Einfrieren der Siedlungsaktivit&auml;ten nicht infrage komme. &ndash; Trotzdem besteht zumindest die theoretische Chance, dass es unter der neuen Regierung doch noch vorw&auml;rts geht in Sachen Konfliktl&ouml;sung. Langsam zwar und sehr vorsichtig. Aber immerhin und m&ouml;glicherweise schon sehr bald. Erstens hat sich Netanjahu in der letzten Zeit erneut auf die L&ouml;sungsformel &bdquo;Zwei Staaten f&uuml;r zwei V&ouml;lker&ldquo;, einschlie&szlig;lich der Gr&uuml;ndung eines arabischen Pal&auml;stinas, verpflichtet. Zweitens steigt sp&uuml;rbar der Druck aus dem Ausland. Es drohen gar Sanktionen in nicht allzu ferner Zeit. Drittens steigt die Gewaltbereitschaft auf der pal&auml;stinensischen Seite. Es gibt nicht wenige Experten, die sogar mit einer dritten Intifada rechnen.  Viertens stehen in dieser Woche der &bdquo;historische&ldquo; Besuch Barack Obamas (ab Mittwoch) und seines Au&szlig;enministers John Kerry (ab Dienstag) an. Obama bringt keinen Plan zur L&ouml;sung des Nahostkonfliktes in seinem Gep&auml;ck mit.  Doch Kerry wird sich intensiv um eine solche bem&uuml;hen. Und wenn alles nicht helfen sollte, dann ist damit zu rechnen, dass Washington innerhalb eines halben Jahres dazu &uuml;bergehen wird, Israel zu Verhandlungen zu zwingen. Sp&auml;testens dann muss Netanjahu Farbe bekennen. Sonst drohen seiner Regierung Richtungsk&auml;mpfe, die zu ihrem Ende f&uuml;hren k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/der-druck-auf-israel-wird-groesser\/7947856.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Versuch von Charles A. Landsmann aufzuzeigen, dass die Chance f&uuml;r Verhandlungen zwischen Israel und den Pal&auml;stinensern gr&ouml;&szlig;er geworden sei, wirkt etwas verzweifelt. Die Besetzung des neuen Kabinetts spricht daf&uuml;r, dass es bei einer sehr &ldquo;theoretischen Chance&rdquo; bleibt. Besonders einflussreiche Ministerien sind in den H&auml;nden von F&uuml;rsprechern der Siedlerbewegung. Naftali Bennett von der rechten Siedlerpartei J&uuml;disches Heim (Habait Jehudi)  wird Minister f&uuml;r Wirtschaft und Handel. Bennett hat in der Vergangenheit mehrfach verk&uuml;ndet, er w&uuml;rde am liebsten den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Pal&auml;stinensergebiete annektieren. Seine Partei stellt mit dem fr&uuml;heren Siedlerf&uuml;hrer Uri Ariel auch den Wohnungsbauminister. Das Amt des Au&szlig;enministers bleibt f&uuml;r Avigdor Lieberman reserviert &ndash; bis zur Kl&auml;rung der Korruptionsvorw&uuml;rfe gegen den Politiker. Mosche Jaalon, ein Hardliner des Likud und ehemaliger Generalstabschef, wird Verteidigungsminister. Sein Stellvertreter Danny Danon sagte am Montag im israelischen Rundfunk: &ldquo;Die neue Regierung wird die Besiedlung in Jud&auml;a und Samaria, in Galil&auml;a und im Negev verst&auml;rken&rdquo;. Tzipi Livni (Justizministerium) von der von ihr gegr&uuml;ndeten Partei Bewegung (Hatnuah) wirkt vor diesem Hintergrund eher wie ein Feigenblatt f&uuml;r die Friedensbem&uuml;hungen der Regierung, als dass sie substanziell die Verhandlungen mit den Pal&auml;stinensern gestalten k&ouml;nnte. Livni hatte unter Ministerpr&auml;sident Olmert aussichtsreiche Verhandlungen mit den Pal&auml;stinensern gef&uuml;hrt, die nach den Neuwahlen 2009 und dem Sieg von Benjamin Netanjahu nicht fortgesetzt wurden. Heute d&uuml;rfte ihr Einfluss mit nur insgesamt sechs Abgeordneten von vornherein recht gering sein. Dass Zippi Livni und ihre liberale Partei Bewegung die Ersten waren, die ein Koalitionsabkommen mit Benjamin Netanjahu geschlossen haben, &uuml;berrascht doch sehr. Hatte sie doch einen sehr pers&ouml;nlichen Wahlkampf gegen Benjamin Netanjahu gef&uuml;hrt. Die machtbewusste Frau d&uuml;rfte damit nicht gerade an Glaubw&uuml;rdigkeit gewonnen haben. Der fr&uuml;here Botschafter Israels in Deutschland, Shimon Stein, kommentierte die Wahlen in Israel recht skeptisch: &ldquo;Was zum Beispiel die Wiederaufnahme von Gespr&auml;chen mit den Pal&auml;stinensern betrifft, so muss man konstatieren, dass dieses Thema derzeit f&uuml;r Israelis allenfalls eine untergeordnete Rolle spielt. Demzufolge gibt es auch f&uuml;r Netanjahu keine Dringlichkeit, sich f&uuml;r eine Zwei-Staaten-L&ouml;sung einzusetzen.&rdquo; &ndash; Was nun die Wirkungsm&ouml;glichkeiten der USA betrifft, hat Barack Obama bei seinem Besuch durch nichts erkennen lassen, dass er die israelische Regierung zu irgendetwas zwingen wolle.  Im Gegenteil, als er in seiner Rede zu ausgew&auml;hlten Studenten in Jerusalem erkl&auml;rte, der Weg zum Frieden berge viele Risiken, verortete er die Verantwortung f&uuml;r diesen Weg beim israelischen B&uuml;rger: &ldquo;Politiker werden niemals Risiken eingehen, wenn die W&auml;hler sie nicht dazu dr&auml;ngen&rdquo;. Sicher, seine Rede war unerwartet kritisch und von einem Realismus gepr&auml;gt, zu dem offensichtlich <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/10\/Dokumentarfilm-Gatekeepers-Toete-zuerst-Israel-Geheimdienst\">nur israelische Geheimdienstchefs<\/a>, nicht aber die Regierungen des Landes f&auml;hig waren und sind. Es ist bemerkenswert, wenn der Oberbefehlshaber der st&auml;rksten Streitmacht dieser Erde ausf&uuml;hrt, dass auf die Dauer keine Mauer und kein Raketenabwehrsystem perfekt genug seien, um alle Feinde fernzuhalten. Sein moralischer Apell, dass es nicht gerecht sei, pal&auml;stinensische Familien aus ihren H&auml;usern zu vertreiben; dass Besatzung und Vertreibung keine L&ouml;sung seien, offenbarte nur die ideologische Verbohrtheit wichtiger Repr&auml;sentanten des offiziellen Israel. Wirtschaftsminister Naftali Bennett erkl&auml;rte schlicht: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/nahost-konflikt-obama-erhoeht-den-druck-auf-israel-a-890287.html\">&ldquo;Keine Nation ist Besatzer seines eigenen Landes.&rdquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16626","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16626","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16626"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16626\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16630,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16626\/revisions\/16630"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16626"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16626"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16626"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}