{"id":16662,"date":"2013-03-26T08:47:35","date_gmt":"2013-03-26T07:47:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662"},"modified":"2013-03-26T12:27:31","modified_gmt":"2013-03-26T11:27:31","slug":"hinweise-des-tages-1846","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h01\">Zypern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h02\">Spanischer Merkelhitler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h03\">Prallvolle Konzernkassen &ndash; Europas Gro&szlig;unternehmen horten mehr als eine Billion Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h04\">Zweierlei Ma&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h05\">Remember: A Country Is Not a Company<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h06\">Steuerzahler gaben Amazon Millionen-Starthilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h07\">Rentenanpassung Ost 2013 &ndash; Ein Ergebnis fortschreitender Lohnangleichung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h08\">Zu viele Fl&uuml;sse mit zu viel Chemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h09\">Das Ende des Fracking-Booms<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h10\">Piraten zeigen BKA wegen Staatstrojaner-Kauf an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h11\">The Labour party has failed us. We need a new party of the left<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h12\">BAf&ouml;G: Bildungsministerin bremst Erwartungen an schnelle Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h13\">Heribert Prantl: Wulff ist gestraft genug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h14\">Leistungsschutzrecht im Bundesrat &ndash; Sozialdemokraten beim Fallr&uuml;ckzieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h15\">Unsere M&uuml;tter, unsere V&auml;ter: Vermiedene Erinnerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h16\">Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662#h17\">Zu guter Letzt: Mitternachtsspitzen &ndash; Wilfried Schmicklers Schlusstirade<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16662&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zypern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ulrike Herrmann: Die W&auml;hrungsunion ist Geschichte<\/strong><br>\nDie Deutschen genie&szlig;en gerade das sch&ouml;nste Gef&uuml;hl, das sich denken l&auml;sst: Selbstgerechtigkeit. Diese Freude wird aber nicht lange w&auml;hren. Denn der Fall Zypern wird erneut daf&uuml;r sorgen, dass Milliarden von Euro auf Wanderschaft gehen.<br>\nBei jeder kleinen St&ouml;rung werden die Sparer in Portugal, Italien oder Spanien daf&uuml;r sorgen, dass sie ihr Geld rechtzeitig nach Deutschland oder in die Niederlande &uuml;berweisen. Sie alle werden danach streben, aus ihrem spanischen oder italienischen Euro einen deutschen oder niederl&auml;ndischen Euro zu machen. Die W&auml;hrungsunion existiert zwar noch und ist dennoch schon Geschichte: Offiziell haben wir zwar einen Euro, aber faktisch sind es l&auml;ngst 17 verschiedene Euros.<br>\nDiese Kapitalstr&ouml;me sind nicht harmlos, sondern treiben die Zinsen in den S&uuml;dl&auml;ndern nach oben. Beispiel Italien: Dortige Unternehmer m&uuml;ssen deutlich mehr f&uuml;r einen Kredit zahlen als ihre deutschen Konkurrenten &ndash; einfach nur, weil sie in Italien sitzen.<br>\nDies ist das Ende eines fairen Wettbewerbs, zerst&ouml;rt den Binnenmarkt und wird die Italiener langfristig zwingen, den Euro zu verlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Zypern-Rettung\/!113438\/%20\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Jakob Augstein: Deutsche Euro-Retter: Starrsinn, Machthunger, Egoismus<\/strong><br>\nDas Drama der Zypern-Rettung zeigt: Der Euro-Konflikt entpuppt sich immer mehr als Kampf um die deutsche Vorherrschaft in Europa. Vordergr&uuml;ndig scheint es Merkel und Sch&auml;uble um Wirtschaft zu gehen. In Wahrheit binden sie andere V&ouml;lker mit den Fesseln der Schulden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/augstein-zur-deutschen-zypern-taktik-starrsinn-machthunger-egoismus-a-890707.html\">SpiegelOnline<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Vom generellen Tenor ist Augstein voll und ganz zu zustimmen. Merkel und Sch&auml;uble verspielen gerade das gesamte Vertrauen, das sich Deutschland in mehr als 50 Jahren europ&auml;ischer Einigung Aufgebaut hat. Dabei ist es schon fast mehr als nur eine Ironie der Geschichte, dass gerade eine aus der ehemaligen DDR &ndash; deren wesentliches Element der Staatsr&auml;son ja der Antiimperialismus war &ndash; stammende Bundeskanzlerin Merkel die alten b&ouml;sen Geister deutschen Strebens nach Suprematie wieder aus der Flasche l&auml;sst. Umso tragischer ist das, als auch hier wieder alles im Namen einer menschenfeindlichen Ideologie, der Ideologie des Neoliberalismus geschieht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Cyprus&rsquo;s banks have been tamed &ndash; are Malta and Luxembourg next?<\/strong><br>\nTiny Malta&rsquo;s banking sector is even bigger relative to GDP &ndash; and secretive Luxembourg&rsquo;s banks exceed GDP by a factor of 23 [&hellip;]<br>\nFor the architects of the Cyprus bailout, the German government and the International Monetary Fund, there was no doubt that the central aim of the shock therapy was to bring down an oversized banking sector that was failing, especially the Bank of Cyprus, the island&rsquo;s biggest and Laiki, the number two. The latter was essentially insolvent, surviving on a liquidity lifeline from the central bank. [&hellip;]&nbsp;A &ldquo;casino economy&rdquo;, said the French government. &ldquo;A dysfunctional business model,&rdquo; said the Germans of the Cypriot economy.With a banking sector 7 times Cypriot gross domestic product, Lagarde insisted this was unsustainable and that it would be more than halved to around 3 times GDP by 2018. [&hellip;] The big difference, of course, is that these are not Luxembourg banks, but subsidiaries of the European and US banking giants, with Germany and France to the fore. Nonetheless Jean Asselborn, the Luxembourg foreign minister, warned Berlin on the eve of the Cyprus bailout that it needed to watch its words, that no one was complaining that the German car or arms industries were too big.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/business\/2013\/mar\/25\/cyprus-banks-malta-luxembourg\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><strong>Durchbruch f&uuml;r Zypern<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130326_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a> <\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Spanischer Merkelhitler<\/strong><br>\nIn &bdquo;El Pa&iacute;s&ldquo; verglich ein Wirtschaftsprofessor die deutsche Kanzlerin mit einem ihrer Vorg&auml;nger im Amt. Sie wolle den Banken wirtschaftlichen Lebensraum sichern.<br>\nQuelle 1:<a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Professor-aus-Sevilla-kritisiert-Kanzlerin\/!113476\/\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: Deutschland gegen Europa (Originaltext in deutscher &Uuml;bersetzung) &ndash; Die spanische linksliberale Tageszeitung &ldquo;El Pa&iacute;s&rdquo; ver&ouml;ffentlichte heute auf ihrer Webseite einen Kommentar des &Ouml;konomie-Professors Juan Torres L&oacute;pez von der Universit&auml;t Sevilla. Doch schon bald darauf war der Artikel wieder verschwunden. Es hatte dutzendweise Proteste aus Deutschland gehagelt, wie man denn um Himmels Willen Merkel und Hitler vergleichen k&ouml;nne. Daraufhin nahm der Verlag den Artikel vom Netz wegen &ldquo;Behauptungen, welche die Zeitung f&uuml;r unangebracht h&auml;lt&rdquo;. Wir sind dagegen der Meinung, dieser Text sei problemlos zu ver&ouml;ffentlichen und halten die Entscheidung des Verlags schlicht f&uuml;r feige und falsch. Deswegen lesen Sie und urteilen Sie jetzt einfach selbst. &ndash; <a href=\"https:\/\/uhupardo.wordpress.com\/2013\/03\/24\/deutschland-gegen-europa\/\">Uhupardo<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Hitler-Vergleiche sind nat&uuml;rlich immer problematisch, und sollen immer skeptisch betrachtet werden. Es ist aber nicht deshalb immer falsch, Vergleiche zwischen damaligen und heutigen Tendenzen zu ziehen.<\/em><br>\n<em>Angela Merkel ist ganz gewiss kein Hitler, und Deutschland ist nicht das Deutschland von 1933. Dennoch sind Gespenster der Vergangenheit zu vernehmen.<\/em><br>\n<em>Damit meine ich nicht den Geist von Heinrich Br&uuml;ning, dessen Politik Merkel jetzt ganz Europa aufzwingt. Nein, das greift zu kurz.<\/em><br>\n<em>Was ich meine, ist nicht die falsche Ausrichtung der deutschen Politik an sich, sondern, dass die Deutschen &ndash; und damit meine ich nicht nur die deutsche Regierung, sondern die Deutschen &ndash; allen Ernstes meinen, sie h&auml;tten das Recht, als besonders flei&szlig;iges und tugendhaftes Volk andere V&ouml;lker nach deutschem Vorbild umzubilden und umzuerziehen. Hatten wir das nicht schon einmal?<\/em><br>\n<em>Ich m&ouml;chte einfach daran erinnern, wie Deutschland nach dem 2. Weltkrieg behandelt wurde, und wie diese Behandlung im krassen Gegensatz zu dem steht, wie Deutschland jetzt mit den Krisenl&auml;ndern umgeht. Im Gegensatz zu den jetzigen Krisenl&auml;ndern hat Deutschland sich nicht nur &uuml;berschuldet (was nicht einmal alle heutige Krisenl&auml;nder gemacht haben), sondern Millionen von Menschen get&ouml;tet und Europa zerst&ouml;rt. Trotzdem wurde Deutschland nicht etwa entsprechend seiner ungeheuerlichen Untaten bestraft, sondern mit Zuwendungen und Schuldenentlastungen von seinen Feinden und sogar von seinen Opfern geholfen, wieder auf die Beine zu kommen.<\/em><br>\n<em>Es h&auml;tte auch anders kommen k&ouml;nnen, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Morgenthau-Plan\">wenn es nach Henry Morgenthau gegangen w&auml;re<\/a>. Morgenthau wollte die deutsche Industrie abbauen und Deutschland in mehrere Agrarstaaten aufteilen. Angesichts dessen, was die Deutschen innerhalb etwa drei&szlig;ig Jahren in Europa angestellt hatten, w&auml;re das mehr als gerecht gewesen. Aber nicht zielf&uuml;hrend, denn damit w&auml;re der Keim f&uuml;r die n&auml;chste europ&auml;ische Katastrophe gelegt worden.<\/em><br>\n<em>Wenn man aber den gleichen moralischen Ma&szlig;stab ansetzt, mit dem Deutschland das harte Vorgehen gegen die Krisenl&auml;nder rechtfertigt, w&auml;re der Morgenthau-Plan sogar gro&szlig;z&uuml;gig gewesen. Wenn Deutschland damals entsprechend seiner &ldquo;S&uuml;nden&rdquo; mit der gleichen H&auml;rte bestraft worden w&auml;re, wie Deutschland s&uuml;deurop&auml;ische &ldquo;S&uuml;nder&rdquo; bestraft, w&auml;re das heutige Deutschland nicht der reiche und arrogante &ldquo;Zahlmeister Europas&rdquo;, sondern nur eine Sammlung von kleinen armen Agrarstaaten.<\/em><br>\n<em>Vor diesem Hintergrund ist es wirklich nicht schwer zu verstehen, warum jetzt aus den &ldquo;Pleitel&auml;ndern&rdquo; Nazivergleiche kommen. Dabei sind die Deutschen keine Nazis mehr, aber das deutsche Wesen, an dem die Welt genesen soll, ist geblieben. Und das ist das Problem.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Prallvolle Konzernkassen &ndash; Europas Gro&szlig;unternehmen horten mehr als eine Billion Euro<\/strong><br>\nUnternehmen in Europa und den USA wissen nicht, wohin mit dem vielen Geld. Auch deutsche Konzerne ruhen sich auf ihren Kapitalpolstern aus, statt in Fabriken oder B&uuml;ros zu investieren und Arbeitspl&auml;tze zu schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/816789.prallvolle-konzernkassen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.P.:<\/strong> Wirtschaft verkehrt = Kapitalismus pur. Und die Behauptung, die Unternehmen w&uuml;rden Geld horten, weil es schwerer ist, an Kredite zu kommen, ist nat&uuml;rlich blanker Unsinn: unter diesen Bedingungen hortet sich das Geld ganz von alleine.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Wann d&auml;mmert es endlich, dass wir uns mitten in einer Nachfragekrise befinden? Die beiden klassischen Konsumenten Privathaushalte und Staat sparen mehr oder weniger freiwillig und nur vom Export kann ein Volkswirtschaft nun einmal nicht leben. Wenn G&uuml;ter und Dienstleistungen von den Endverbrauchern nicht nachgefragt werden (k&ouml;nnen), investieren nat&uuml;rlich die Unternehmen auch nicht und &bdquo;horten&ldquo; ihr Geld.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zweierlei Ma&szlig;<\/strong><br>\nWarum eigentlich hat Bayern so einen guten Ruf, wo doch Zypern so einen schlechten hat? Die Steuerzahler haben schlie&szlig;lich vor einigen Jahren die Zockerbank BayernLB gerettet. Und Bayerns Finanzminister Markus S&ouml;der (CSU) geht nun mit einem Vorschlag hausieren, der noch mehr deutsche Oligarchen zwecks Steuerersparnis an den Starnberger See locken w&uuml;rde.<br>\nS&ouml;der forderte in der Bild am Sonntag, dass die Bundesl&auml;nder in Zukunft die H&ouml;he der Steuern selbst festlegen d&uuml;rfen. Bislang d&uuml;rfen das Kommunen oder L&auml;nder nur bei einigen, eher nebens&auml;chlichen Steuern wie der Gewerbe- und Grunderwerbsteuer.<br>\nNun will S&ouml;der ans Eingemachte und nennt namentlich die Einkommen- und Erbschaftsteuer, die die L&auml;nder selbst regeln sollen. Bayern w&uuml;rde die Erbschaftsteuer gerne halbieren, f&uuml;gte er hinzu &ndash; wohl wissend, dass damit Anreize geboten w&uuml;rden, den Wohnsitz nach Bayern zu verlagern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Laenderfinanzen\/!113478\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Remember: A Country Is Not a Company<\/strong><br>\nThe UK&rsquo;s Chancellor of the Exchequer commended his budget to the House of Commons last week to help create a country that &ldquo;wants to be prosperous, solvent and free.&rdquo; Discussing Greece, Germany&rsquo;s Angela Merkel said &ldquo;The top priority is to avoid an uncontrolled insolvency, because that wouldn&rsquo;t just hit Greece, and the danger that it hits everyone, or at least a number of other countries, is very big&rdquo;<br>\nMarc Chandler of Brown Brothers Harriman wrote recently &ldquo;the less solvent you are, the more sovereignty you have to give up.&rdquo; In recent years Iceland, Ireland, Greece, Portugal, Spain, Italy, and Cyprus have flirted with national insolvency, been termed &lsquo;insolvent&rsquo; by the markets, and many have had to relinquish some of their sovereignty as a result.<br>\nYou are insolvent when you can&rsquo;t pay your debts. Households and firms have struggled with insolvency for centuries. Insolvency is usually a balance sheet concept based around the valuation of assets. When the value of your assets is less than the value of your liabilities, you are insolvent. Usually you work out a repayment schedule with your creditors via a restructuring process.<br>\nFor countries the notion of national insolvency is a newer, and potentially very misleading, idea. Countries aren&rsquo;t corporations.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.hbr.org\/cs\/2013\/03\/remember_a_country_is_not_a_co.html?utm_medium=referral&amp;utm_source=pulsenews\">Harvard Business Review<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuerzahler gaben Amazon Millionen-Starthilfe<\/strong><br>\nAls Amazon in Deutschland noch nicht die Marktmacht von heute hatte, half der Steuerzahler: Bis zu 14 Millionen Euro d&uuml;rfte das Unternehmen von Bund und L&auml;ndern erhalten haben. Damit wurden auch Arbeitspl&auml;tze geschaffen &ndash; die Linke spricht von &ldquo;staatlich subventionierter Lohndr&uuml;ckerei&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/foerderung-durch-bund-und-laender-steuerzahler-gaben-amazon-millionen-starthilfe-1.1630487\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rentenanpassung Ost 2013 &ndash; Ein Ergebnis fortschreitender Lohnangleichung?<\/strong><br>\nZum 1. Juli diesen Jahres steigen die Renten im Westen um 0,25 Prozent, im Osten dagegen um 3,29 Prozent. Der aktuelle Rentenwert (Ost) bel&auml;uft sich dann auf 91,5 Prozent des aktuellen Rentenwerts. F&uuml;r Arbeitsministerin von der Leyen (CDU) ein klares Signal: &raquo;H&auml;lt der Trend bei den L&ouml;hnen, dann ist die vollst&auml;ndige Angleichung bei den Renten nur noch eine Frage der Zeit&laquo;, so jedenfalls wird sie in der Presse zitiert. Der Sprung bei der diesj&auml;hrigen Rentenanpassung im Osten soll also Folge einer fortschreitenden Lohnangleichung in den neuen L&auml;ndern an das West-Niveau sein? Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich. Denn in Sachen Ost-West-Angleichung der L&ouml;hne bewegt sich seit Jahren nichts Wesentliches mehr. Die anpassungsrelevante Lohnsteigerung des vergangenen Jahres belief sich nach Daten des Statistischen Bundesamtes im Westen auf 2,6 Prozent und im Osten auf 2,2 Prozent. Angleichung sieht anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/home\/rentenanpassung-ost-2013\">Portal Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zu viele Fl&uuml;sse mit zu viel Chemie<\/strong><br>\nZu viel Chemie, begradigte Ufer ohne Pflanzen, Verunreinigungen durch Tagebaue &ndash; nur knapp 10 Prozent der Fl&uuml;sse in Deutschland sind in einem guten &ouml;kologischen Zustand und erf&uuml;llen die Wasserrahmenrichtlinie. &ldquo;Es ist absehbar, dass auch bis 2027 nicht alle Fl&uuml;sse in einem guten &ouml;kologischen Zustand sind&rdquo;, sagt Volker Mohaupt, Fachgebietsleiter Binnengew&auml;sser beim Umweltbundesamt (UBA). Dann k&ouml;nne die EU ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland einleiten. Der Zustand der Fl&uuml;sse ist regional unterschiedlich: So bescheinigen die UBA-Wissenschaftler etwa den Fl&uuml;ssen im s&uuml;dlichen Voralpenland &uuml;berwiegend eine ordentliche Qualit&auml;t: 57 Prozent der Gew&auml;sser bekommen hier ein &ldquo;gut&rdquo;. Bei weiteren 35 Prozent sei der Zustand m&auml;&szlig;ig und damit immerhin nicht mehr weit von einer guten Qualit&auml;t entfernt. Bei sandig-lehmigen Tieflandfl&uuml;ssen, die vor allem in der Nordh&auml;lfte Deutschlands verbreitet sind, sieht das UBA nur 2 Prozent der Gew&auml;sser in einem guten Zustand. &ldquo;Das liegt daran, dass der Nutzungsanspruch im Flachland deutlich h&ouml;her ist als im Mittel- und Hochgebirge&rdquo;, sagt Mohaupt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F03%2F23%2Fa0157&amp;cHash=6229aebb562351fa519ebff7a3c19368\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer h&auml;tte das gedacht? Hatten wir nicht die ganze Zeit gedacht, dass wir uns, was die Wasserqualit&auml;t unserer Fl&uuml;sse betreffe, zum europ&auml;ischen Vorbild gemausert h&auml;tten. Wird uns nicht jedes Jahr bescheinigt, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/reise\/aktuell\/eu-studie-bescheinigt-fluessen-und-seen-exzellente-wasserqualitaet-a-834760.html\">welch tolle Badegew&auml;sser wir im europ&auml;ischen Vergleich haben<\/a>.<\/em><br>\n<em>Anscheinend gibt es zwischen Badequalit&auml;t und wirklicher Wasserqualit&auml;t einen himmelweiten Unterschied. In welcher Br&uuml;he baden wir also? Die Wege zur Reduktion des CO2-Ausstosses m&ouml;gen auch in Deutschland strittig sein, aber v&ouml;llig unakzeptabel ist in einem so hochentwickelten Land die unmittelbare Vergiftung unserer Umwelt, die fast immer irgendwann in unseren Fl&uuml;ssen landet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das Ende des Fracking-Booms<\/strong><br>\nEnergy-Watch-Studie prognostiziert fr&uuml;hes Ende der fossilen Brennstoffe<br>\nEine Studie internationaler Energieexperten besiegelt das nahe Ende des sogenannten Frackings &ndash; eine umstrittene chemikalienbasierte Methode zur F&ouml;rderung von zum Beispiel Schiefergas. Wissenschaftsjournalist S&ouml;nke G&auml;thke erl&auml;utert im Interview die Details.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/forschak\/2052945\/\">DLF<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/wirtschaftundgesellschaft\/2052961\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Piraten zeigen BKA wegen Staatstrojaner-Kauf an<\/strong><br>\nDie Piratenpartei sieht im Kauf eines Staatstrojaners durch das Bundeskriminalamt (BKA) einen groben Fall von Misswirtschaft. Sie hat die Beh&ouml;rde daher am Montag beim Bundesrechnungshof angezeigt. &ldquo;Alle Ausgaben zur Entwicklung, Pr&uuml;fung oder Ankauf einer solchen Software sind verschwendetes Geld&rdquo;, schreiben die beiden Vizechefs der Piraten, Sebastian Nerz und Markus Barenhoff, in einem heise online vorliegenden Brief an die Finanzkontrolleure. Staatstrojaner d&uuml;rften hierzulande derzeit n&auml;mlich gar nicht verwendet werden, insbesondere nicht das beim Firmenverbund Elaman\/ Gamma erworbene Schadprogramm.<br>\nIm Januar war bekannt geworden, dass sich das BKA f&uuml;r den Fall eines Falles &ldquo;ein kommerzielles Produkt&rdquo; des bayerischen Unternehmens zur Quellen-Telekommunikations&uuml;berwachung beschafft habe. Damit m&ouml;chten die Wiesbadener die Zeit bis zum Fertigstellen einer Eigenentwicklung eines Programms zum Abh&ouml;ren von Internet-Telefonie &uuml;berbr&uuml;cken, womit nicht vor Ende 2014 gerechnet wird. Bekanntestes Produkt von Elaman beziehungsweise der mit dem Unternehmen eng zusammenarbeitenden britischen Gamma Group ist die Sp&auml;hsoftware Finfisher, die etwa auch autorit&auml;re Regimes wie in &Auml;gypten oder Syrien gegen die Opposition einsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/ct\/meldung\/Piraten-zeigen-BKA-wegen-Staatstrojaner-Kauf-an-1829109.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>The Labour party has failed us. We need a new party of the left<\/strong><br>\nBritain needs a party that rejects neoliberal policies and improves the lives of ordinary people. Help us create one.<br>\nWe need policies that reject Tory cuts, regenerate the economy and improve the lives of ordinary people. We are not getting this from Labour. There is no doubt that some of Labour&rsquo;s past achievements have been remarkable &ndash; the welfare state, the NHS; a redistributive economy making unprecedented levels of health and education possible. But such achievements are in the past. Now Labour embraces cuts and privatisation and is dismantling its own great work. Labour has failed us. Nothing shows the contrast more clearly than The Spirit of &rsquo;45.<br>\nLabour is not alone in its shift rightwards and its embrace of neoliberal economic policies. Its sister parties across Europe have taken the same path over the past two decades. Yet elsewhere in Europe, new parties and coalitions &ndash; such as Syriza in Greece or Die Linke in Germany &ndash; have begun to fill the left space, offering an alternative political, social and economic vision. The anomaly which leaves Britain without a left political alternative &ndash; one defending the welfare state, investing for jobs, homes and education, transforming our economy &ndash; has to end.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/2013\/mar\/25\/labour-party-left\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>BAf&ouml;G: Bildungsministerin bremst Erwartungen an schnelle Reform<\/strong><br>\nMehr Geld f&uuml;r bed&uuml;rftige Studenten? Vorerst nicht: Bildungsministerin Wanka will daf&uuml;r erst die Zustimmung der L&auml;nder abwarten. F&uuml;r eine BAf&ouml;G-Reform noch in diesem Jahr wird die Zeit damit knapp&hellip;<br>\nDie Anhebung der F&ouml;rdersummen und der Elternfreibetr&auml;ge ist wegen der gestiegenen Preise und L&ouml;hne bereits im zweiten Jahr &uuml;berf&auml;llig. Die letzte BAf&ouml;G-Anhebung war 2010. Zugleich geht es aber bei der Reform auch um inhaltliche Verbesserungen &ndash; wie etwa den Wegfall der Altersgrenze f&uuml;r Master-Studenten und die Anhebung der Mini-Job-Grenze auf 450 Euro auch f&uuml;r Studenten.<br>\nSie wolle nicht die Fehler der letzten Baf&ouml;g-Reform wiederholen, n&auml;mlich &ldquo;dass die L&auml;nder sich dann doch verweigern und dass der Bund doppelt zahlt&rdquo;, sagte die CDU-Politikerin..<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/bafoeg-bildungsministerin-bremst-erwartungen-an-schnelle-reform-1.1632026\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal scheint eine dringend notwendige Verbesserung der Studienf&ouml;rderung durch ein &bdquo;Schwarze-Peter-Spiel&ldquo; zwischen Bund und L&auml;ndern auf ungewisse Zeit hinausgeschoben zu werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Heribert Prantl: Wulff ist gestraft genug<\/strong><br>\nEs geht nur noch um gut 400 Euro. Doch die Staatsanwaltschaft versucht, diese strafrechtlich aufzublasen &ndash; und besteht darauf, dass Ex-Bundespr&auml;sident Wulff seine Schuld eingesteht. Das ist unklug, unsouver&auml;n und falsch. Das Vorgehen weckt Zweifel an der Unvoreingenommenheit der Staatsanw&auml;lte&hellip;<br>\nMan muss mit Wulff kein &uuml;bertriebenes Mitleid haben, sein politisches Leben und Wirken war mit Peinlichkeiten gepflastert. Aber: Peinlichkeiten sind nicht strafbar. Eine strafrechtliche Relevanz der Peinlichkeiten hat sich bei den Ermittlungen jedenfalls kaum ergeben, obwohl die Staatsanwaltschaft ermittelt hat wie der Teufel und sogar drei ausl&auml;ndische Staaten um Rechtshilfe gebeten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kreditaffaere-wulff-ist-gestraft-genug-1.1632571\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es mag sein, dass es juristisch nur um 400 Euro geht. Prantl hat im Zusammenhang mit der Tatsache, dass so wenige der Bankster strafrechtlich belangt worden sind, davon gesprochen, dass der &bdquo;h&ouml;lzerne Handschuh&ldquo; des Strafrechts die T&auml;ter nicht greifen kann. Auch dort gab es F&auml;lle, wo jemand wegen der Anschaffung einer &uuml;berteuerten Musikanlage der Untreue angeklagt wurde und nicht weil er Einlagen in Millionenh&ouml;he von Kunden (im umgangssprachlichen Sinne) veruntreut hat.<\/em><br>\n<em>&Auml;hnlich ist es wohl bei Christian Wulff der Fall. Er hat sich als einsichts- und lernunf&auml;higer Fortsetzungst&auml;ter amtsunangemessener gesch&auml;ftlicher Verbindungen erwiesen und sein Fehlverhalten notorische zu vertuschen versucht. Er konnte als h&ouml;chster Repr&auml;sentant des Staates nicht mehr Vorbild von Sauberkeit und Anstand sein. Das mag strafrechtlich nicht fassbar sein, der moralische Makel wird dadurch nicht kleiner.<\/em><br>\n<em>Es bleibt allerdings das schale Gef&uuml;hl, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11660\">dass Wulff zum Watschenmann auf dem Rummelplatz der Medien wurde<\/a>. Die Kampagne gegen ihn war ein Musterbeispiel f&uuml;r die Personalisierung von Politik und ein Ablenkungsman&ouml;ver vom Versagen der Medien bei viel existenzielleren politischen Fragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Leistungsschutzrecht im Bundesrat &ndash; Sozialdemokraten beim Fallr&uuml;ckzieher<\/strong><br>\nDer Bundesrat hat das Leistungsschutzrecht durchgewunken. Doch warum haben die Sozialdemokraten das umstrittene Gesetz nicht h&auml;rter blockiert? Will die SPD im Wahlkampf auf eine Auseinandersetzung mit den Verlagen verzichten?<br>\nWenn man sich so umh&ouml;rt, in Landes- und Bundespolitik, dann sind sich erstaunlich viele Politiker einig, dass das Leistungsschutzrecht ein schlechtes Gesetz ist, das nicht in Kraft treten sollte.<br>\nDoch nachdem das Leistungsschutzrecht mit den Stimmen von Union und FDP am 1. M&auml;rz durch den Bundestag kam  wurde es am Freitag auch im Bundesrat verabschiedet. Damit hat die SPD ihre letzte M&ouml;glichkeit, es wenigstens zu verz&ouml;gern, verstreichen lassen. Das hinderte den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbr&uuml;ck allerdings nicht daran, gleichzeitig mit &Auml;u&szlig;erungen gegen das Leistungsschutzrecht Wahlkampf zu machen.<br>\nDer Schwenk der allermeisten Sozialdemokraten kam nach Angaben aus SPD-Kreisen beim Treffen der Ministerpr&auml;sidenten mit der Parteif&uuml;hrung und Steinbr&uuml;ck am Donnerstagabend in Berlin zustande. Die Regierungschefs Hannelore Kraft aus D&uuml;sseldorf und B&uuml;rgermeister Olaf Scholz aus Hamburg h&auml;tten sich mit Blick auf die zahlreichen in ihren L&auml;ndern ans&auml;ssigen Medienunternehmen daf&uuml;r eingesetzt, insbesondere im Bundestagswahljahr auf eine in der Sache aussichtslose Auseinandersetzung mit Union und FDP einerseits und Verlagen andererseits zu verzichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/leistungsschutzrecht-im-bundesrat-sozialdemokraten-beim-fallrueckzieher-1.1631602\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unsere M&uuml;tter, unsere V&auml;ter: Vermiedene Erinnerung<\/strong><br>\nDer ZDF-Dreiteiler &ldquo;Unsere M&uuml;tter, unsere V&auml;ter&rdquo; zeigt wieder einmal, dass das weit verbreitete Vorkommen von sexualisierter Gewalt an Frauen und M&auml;dchen im Kontext des Zweiten Weltkriegs und nach Kriegsende immer noch kaum Beachtung erf&auml;hrt. Vielmehr dient die Darstellung dieser Form der Gewalt gegen Frauen im Film vor allem als Stilmittel. In den vergangenen Jahren haben Forscherinnen und Journalistinnen viele Fakten zu Gewalt und den Strukturen des Nationalsozialismus gesammelt. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen war ein wirksames Mittel der Einsch&uuml;chterungs- und Terrorpolitik im NS-Staat, beim Holocaust und bei der Okkupation fremder Staatsgebiete. Eine angemessene Aufarbeitung dieser Verbrechen gegen Frauen und der damit verbundenen Traumata der Vergewaltigungen hat in der deutschen Nachkriegsgesellschaft jedoch nicht stattgefunden. Weder ist eine Erinnerungskultur entwickelt worden, noch haben die Frauen Hilfe erfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F03%2F23%2Fa0181&amp;cHash=6d1a174284acc846289af9167043ea34\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer den Film &ldquo;Unsere M&uuml;tter, unsere V&auml;ter&rdquo; nicht gesehen hat, k&ouml;nnte meinen, dass Monika Hauser in ihrem Artikel darauf hinweisen m&ouml;chte, dass die durch die Wehrmacht vergewaltigten Frauen kaum Beachtung gefunden h&auml;tten. Zumindest folgender Satz legt das nahe: &ldquo;Sexualisierte Gewalt gegen Frauen war ein wirksames Mittel der Einsch&uuml;chterungs- und Terrorpolitik im NS-Staat, beim Holocaust und bei der Okkupation fremder Staatsgebiete.&rdquo; Erst im Verlauf des Artikels wird klar, dass Hauser die Vergewaltigung von  1,9 Millionen deutschen Frauen meint, die in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit nicht aufgearbeitet worden sei. Nicht aufgearbeitet im Sinne von vers&auml;umter &ouml;ffentlicher Hilfestellung ist sicherlich richtig, aber Beachtung haben die Vergewaltigungen ganz gewiss gefunden. Sie wurden vor allem dazu genutzt, die Frage nach der T&auml;ternation zu verdr&auml;ngen und das deutsche Volk als Opfernation darzustellen. Gerade deshalb bestand bei Historikern wohl eine gewisse Scheu, sich dieses Themas anzunehmen, aber nat&uuml;rlich wird seit den 90ern intensiv geforscht. Von einer Tabuisierung kann angesichts der apologetischen Instrumentalisierung des Themas nicht gesprochen werden. Im Gegensatz zu Hauser vertritt die US-Historikerin Atina Grossmann die Auffassung, dass die sowjetische Massenvergewaltigungen in den Familien nicht tabuisiert wurden, sondern zwischen M&uuml;ttern und T&ouml;chtern <a href=\"http:\/\/http-server.carleton.ca\/~jevans\/2509\/grossmann.pdf\">durchaus thematisiert wurden [PDF &ndash; 4.8 MB]<\/a>.<\/em><br>\n<em>&ndash; Hauser h&auml;tte mit dem Hinweis auf die Vergewaltigungen von sowjetischen Frauen durch Wehrmachtsoldaten zur allgemeinen Aufkl&auml;rung mehr beitragen k&ouml;nnen, wie z.B. Regina M&uuml;hlh&auml;user in ihrem Buch: Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen deutscher Soldaten <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/andruck\/1299284\/\">in der Sowjetunion 1941 &ndash; 1945<\/a>.<\/em><br>\n<em>Aber diese kamen ja auch in dem Film nicht vor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neues aus der Anstalt<\/strong><br>\nBereits zu Beginn der Karwoche beenden Urban Priol und Erwin Pelzig die kabarettistische Fastenzeit. Sie servieren deutsche und internationale Gerichte aus der aktuellen politischen Tageskarte.<br>\nMit dabei sind dieses Mal die Comedians Michael Mittermeier, Christine Prayon und Tobias Mann.<br>\nZDF, Dienstag, 26,03,2013 um 22:15 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Mitternachtsspitzen &ndash; Wilfried Schmicklers Schlusstirade<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/mitternachtsspitzen\/sendungsbeitraege\/2013\/0323\/index.jsp?mid=797327\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Sehr sehenswert!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16662","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16662","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16662"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16662\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16672,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16662\/revisions\/16672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16662"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16662"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16662"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}