{"id":16714,"date":"2013-04-02T07:55:36","date_gmt":"2013-04-02T06:55:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714"},"modified":"2013-04-02T09:54:01","modified_gmt":"2013-04-02T08:54:01","slug":"hinweise-des-tages-1849","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h01\">Zypern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h02\">OECD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h03\">Drei Viertel des Bundestags verstehen die Krise nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h04\">Flassbeck: Ohne systematische L&ouml;sung zerst&ouml;rt man den Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h05\">&bdquo;Wiedereinf&uuml;hrung der D-Mark w&auml;re Katastrophe&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h06\">Europas pathologischer Lernprozess<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h07\">Deutschlands strittiges Rezept f&uuml;r den S&uuml;den<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h08\">Ulrike Herrmann: Die Welt von McKinsey<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h09\">Gr&uuml;ne wollen Ende der Minijobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h10\">Mindestlohn im Schlaf verdient<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h11\">Gesundheitswesen: &Auml;rztliche Hilfe als Gesch&auml;ftsmodell?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h12\">Sozialverb&auml;nde: Armutsrisiko in Deutschland zu hoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h13\">Eine ostdeutsche Umfrage zu Arm und Reich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h14\">Gerechtigkeit &ndash;  Vom Wertewandel eines Wortes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h15\">Grundsatzurteil: Pharmariese Novartis verliert Patentklage in Indien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h16\">Gespr&auml;ch mit Mollath: &ldquo;Man f&uuml;hlt sich wie der letzte Dreck&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h17\">Christoph Butterwegge &ndash; Mit Peer wird&rsquo;s schwer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h18\">Berliner SPD-Chef offen f&uuml;r rot-gr&uuml;ne Minderheitsregierung im Bund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h19\">Frank Schirrmacher: Spieltheorie &ndash; Versprechen oder Bluff?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h20\">Klappe, die erste! Finanzkasino!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714#h21\">Zu guter Letzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16714&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zypern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zypern b&uuml;rdet Bev&ouml;lkerung heftiges Sparpaket auf<\/strong><br>\nSteuern rauf, L&ouml;hne runter: Zypern steht laut mehreren Zeitungsberichten kurz vor Abschluss seines Sparpakets. Staatsbetriebe werden demnach verkauft, die umstrittene Unternehmenssteuer steigt, Geh&auml;lter und Renten werden gestutzt. [&hellip;]<br>\nDen Berichten zufolge sind folgende Ma&szlig;nahmen geplant:<br>\nDie Geh&auml;lter f&uuml;r Staatsbedienstete sollen um 6,5 bis 12,5 Prozent sinken.<br>\nDie Renten aller Arbeitnehmer sollen um 3 Prozent gek&uuml;rzt werden.<br>\nNeue Immobiliensteuern in H&ouml;he von 70 Millionen Euro seien geplant.<br>\nDie Unternehmensteuer werde von 10 auf 12,5 Prozent erh&ouml;ht.<br>\nDie Steuern f&uuml;r Tabak, Alkohol und Treibstoffe sollen steigen.<br>\nDie Mehrwertsteuer werde von 17 Prozent auf 19 Prozent erh&ouml;ht, schreibt &ldquo;Fileleftheros&rdquo;. Im &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; ist von 18 Prozent die Rede.<br>\nDer Staat werde durch Privatisierungen verschlankt.<br>\nDas Sparpaket umfasst laut &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; Ma&szlig;nahmen im Volumen von 351 Millionen Euro, das entspricht 2,1 Prozent der zyprischen Wirtschaftsleistung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/zypern-sparpaket-fast-fertig-a-891948.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert Misik &ndash; Zypernkrise: Dilettanten am Werk<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3KOU_Fzl7DM&amp;feature=em-subs_digest\">Robert Misik via YouTube<\/a><\/li>\n<li><strong>Harald Schumann: Zyperns &ldquo;Gesch&auml;ftsmodell&rdquo; floriert wie nie zuvor<\/strong><br>\nGeld zu verstecken, ist nicht nur f&uuml;r Zypern ein lukratives Gesch&auml;ftsmodell. Die USA wollen jetzt hart dagegen vorgehen &ndash; dem wird sich auch die EU nicht verschlie&szlig;en k&ouml;nnen. Wie funktioniert die Steuerflucht?<br>\nAm Morgen nach der Schlacht konnte Wolfgang Sch&auml;uble seinen Triumph nicht verbergen. &bdquo;Das Gesch&auml;ftsmodell Zyperns war nicht erfolgreich&ldquo;, verk&uuml;ndete der deutsche Finanzminister am vergangenen Montag, nachdem er und seine Euro-Kollegen die Radikalsanierung der zyprischen Banken zulasten von deren Gro&szlig;kunden beschlossen hatten. Zypern habe auf niedrige Steuern und geringe Kontrollen gesetzt, das sei nun eben &bdquo;gescheitert&ldquo;, lautete Sch&auml;ubles Urteil.<br>\nDas klingt plausibel &ndash; und ist dennoch irref&uuml;hrend. Denn Zyperns &bdquo;Gesch&auml;ftsmodell&ldquo;, also das Verstecken des Geldes von verm&ouml;genden Ausl&auml;ndern vor deren Steuerbeh&ouml;rden, war keineswegs erfolglos. Schlie&szlig;lich prosperierte der Inselstaat gut zwei Jahrzehnte auf dieser Basis. Gescheitert sind lediglich die beiden Gro&szlig;banken des Landes, weil sie das so angelockte Kapital vornehmlich in Griechenland investierten und dabei mehr als vier Milliarden Euro Verlust machten.<br>\nDem eigentlichen Gesch&auml;ft von Zentren f&uuml;r die Steuerflucht, wie Zypern eines war, wird das jedoch keinen Abbruch tun. Im Gegenteil: Es floriert wie nie zuvor, auch und gerade in Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/steuerflucht-zyperns-geschaeftsmodell-floriert-wie-nie-zuvor\/8003360.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Grunde ist es recht traurig, dass die EU nur &uuml;ber die Fatca-Abkommen (Foreign Account Tax Compliance Act) der USA zu einem automatischen Informationsaustausch unter ihren Mitgliedstaaten kommt.  Ab dem 1. Januar 2013 schreibt die EU-Richtlinie &uuml;ber Amtshilfe vor, dass EU-L&auml;nder sich gegenseitig in Steuerfragen nicht schlechter behandeln d&uuml;rfen als Drittl&auml;nder au&szlig;erhalb der Union. Damit k&ouml;nnen z. B. Luxemburg und &Ouml;sterreich Mitgliedsl&auml;ndern der EU nicht Kontoinformationen vorenthalten, welche sie den USA liefern. &ndash; Es ist schon ein Witz, dass der &ldquo;gro&szlig;e Europ&auml;er&rdquo; und Karlspreistr&auml;ger Jean-Claude Juncker, als Luxemburgs Regierungschef, &uuml;ber Jahre jeden Versuch einer EU-weiten Zusammenarbeit zwischen Steuerbeh&ouml;rden und Banken bereits im Ansatz torpedieren konnte.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Gesch&auml;ftsmodell Schneeballsystem<\/strong><br>\nVielleicht sollte man auch deshalb in Deutschland nicht allzu gro&szlig;spurig und selbstgef&auml;llig auf Zypern schauen. Im Herbst 2008 wurde j&auml;h erkennbar, wie sehr sich gerade hiesige Geldh&auml;user verspekulieren k&ouml;nnen. Die Commerzbank zum Beispiel. Sie musste mit 8,2 Milliarden Euro aus dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) gest&uuml;tzt werden und wurde teilverstaatlicht, was ihr noch einmal 8,2 Milliarden an stillen Einlagen zu den gleichen Konditionen aus der gleichen Quelle brachte. Stammkapital aufpumpen und durchhalten, hie&szlig; die Devise.<br>\nDie M&uuml;nchner Investmentbank Hypo Real Estate Holding (HRE), die Ende 2008 vor der Pleite stand, brauchte 6,3 Milliarden Euro aus dem SoFFin &ndash; und bekam sie. Oder man denke an den bemitleidenswerten Zustand etlicher Landesbanken wie der BayernLB, der HSH Nordbank oder der WestLB, denen der SoFFin bis Anfang Mai 2009 mit Stabilisierungshilfen von 152 Milliarden Euro ein gef&auml;lliger Lebensspender war. Woraus speiste sich der SoFFin? Aus Sonderverm&ouml;gen des Bundes, hie&szlig; es offiziell. Aber die gab es nur, weil der Staat &uuml;ber &ouml;ffentliches Eigentum und R&uuml;cklagen verf&uuml;gte, in die Steuergelder geflossen waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/geschaeftsmodell-schneeballsystem\">Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Stephan Hebel &ndash; Im Kost&uuml;m des Antikapitalisten<\/strong><br>\nJetzt staunt ganz Deutschland, und der Zypriot wundert sich: Alle dachten, Wolfgang Sch&auml;uble zu kennen. Aber pl&ouml;tzlich ist alles anders. Pl&ouml;tzlich gef&auml;llt dem Mann sein liebstes Gesch&auml;ftsmodell nicht mehr. Jedenfalls nicht in Zypern.<br>\nWolfgang Sch&auml;uble war ein begnadeter Handwerker bei der Euro-Reparatur nach Merkel-Art. Einer, der als Finanzminister kr&auml;ftig mitspielte, wenn es um das &bdquo;Gesch&auml;ftsmodell&ldquo; der m&ouml;glichst luxuri&ouml;sen Bedingungen f&uuml;r Banken und Anleger ging. Einer, der gern dar&uuml;ber schwieg, dass Deutschland sich so billig verschuldet wie nie, w&auml;hrend sich griechische Rentner die Zinsen f&uuml;r unsere &bdquo;Hilfskredite&ldquo; vom Munde absparen.<br>\nJetzt sollen wir lernen: Wolfgang Sch&auml;uble ist in Wahrheit ein mutiger K&auml;mpfer gegen Niedrigsteuern f&uuml;r Unternehmer und gegen die Privilegien der Finanzinvestoren.<br>\nDas klingt wunderbar, aber ein Hinweis sei erlaubt: Es w&auml;re noch wunderbarer, verabschiedete sich der Minister vom Gesch&auml;ftsmodell der privaten Bereicherung und &ouml;ffentlichen Verarmung nicht nur auf einer Insel, sondern in ganz Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/im-kostuem-des-antikapitalisten\">Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>OECD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie raus aus der Krisensackgasse?<\/strong><br>\nEine Alltagserkenntnis lautet: Aus Schaden wird man klug. Diese Einsicht hat offensichtlich f&uuml;r die wirtschaftlichen und politischen Eliten wenig handlungsleitende Relevanz. Nach den Verm&ouml;genspreisblasen im New Economy-Boom (2002) und im Zusammenhang der Immobilien- und Hypothekenentwicklung seit 2007 schlingern die kapitalistischen L&auml;nder im 21. Jahrhundert erneut in eine vergleichbare Konstellation der Auseinanderentwicklung von Realwirtschaft und der Finanz- und Wertpapierm&auml;rkte.<br>\nDie Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) warnt in ihren j&uuml;ngsten Bericht vor einer Preisblase auf den Wertpapierm&auml;rkten, die sich vor allem im Euro-Raum ausbildet. Die B&ouml;rsenkurse sollten eigentlich die wirtschaftliche Realit&auml;t widerspiegeln. Das ist derzeit nicht der Fall. In Europa werde es erst fr&uuml;hestens im Sommer 2014 konjunkturell wieder bergauf gehen. Die nicht mit der realen Wirtschaft zu begr&uuml;ndenden Preisentwicklung auf den Wertpapierm&auml;rkten zeigt, &raquo;dass die B&ouml;rsenkurse komplett aus den Fugen geraten&laquo;, sagte Pier Carlo Padoan, Chef-&Ouml;konom der OECD. Sollte die aktuelle Preisblase platzen, werde sich die Situation in Europa weiter versch&auml;rfen. Nach einem solchen B&ouml;rsen-Crash k&ouml;nnten weitere Bankenrettungen und staatliche Zwangs-Abgaben folgen.<br>\nTrotz vordergr&uuml;ndiger Bew&auml;ltigung der Zypern-Krise h&auml;lt es die OECD f&uuml;r unwahrscheinlich, dass sich die Situation in den n&auml;chsten Monaten entspannen k&ouml;nnte. Seit 2011 habe es in Europa kein Wachstum mehr gegeben. Die OECD geht weiter davon aus, dass sich das Ungleichgewicht zwischen Deutschland und dem Rest Europas noch verst&auml;rken wird.<br>\nVor allem die Eurozone bleibe verwundbar. Noch einmal Pier Carlo Padoan: &raquo;Wir brauchen entschiedene politische Schritte, um ein nachhaltiges Wachstum zu erzielen &ndash; vor allem in der Eurozone, in der das Wachstum ungleich verteilt ist.&laquo; Besondere Sorgen bereitet der OECD die Arbeitslosigkeit in Europa. Dadurch versch&auml;rften sich Ungleichheit und Armut. Padoan appellierte insbesondere an die Staaten mit einem Handels&uuml;berschuss, zu mehr Wachstum in Europa beizutragen. Laut dem Chefvolkswirt sollten in Deutschland die L&ouml;hne angehoben werden, damit die Binnennachfrage steige und so indirekt auch andere L&auml;nder profitierten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/wie-raus-aus-der-krisensackgasse\/\">Sozialismus<\/a><\/li>\n<li><strong>Zu viel gespart<\/strong><br>\nGleichzeitig kommt Europa nicht aus der Wirtschaftsflaute. Kein Wunder bei der Sparfreude: Die &bdquo;fiskalischen Impulse&ldquo; (Steuererh&ouml;hungen, Ausgabensenkungen) f&uuml;r sich haben die Wirtschaftsleistung von Griechenland zwischen 2010 und 2013 um 30 Prozent gedr&uuml;ckt, errechnet das Institut IMK. F&uuml;r Portugal und Spanien betrage der Wert 20 Prozent, f&uuml;r Italien immer noch elf Prozent.<br>\nNun r&auml;t die OECD zur Vorsicht beim Sparen. Zur Not w&uuml;rden Defizit-Ziele eben verfehlt und mehr Schulden als geplant gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/kommentar-zu-viel-gespart,1472780,22242294.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehr Schulden &ndash; na und?<\/strong><br>\nDie OECD ist eine eher strenge Organisation, &uuml;blicherweise mahnt sie den Staaten, ihre Arbeitsm&auml;rkte zu flexibilisieren, die Wirtschaften zu &ouml;ffnen und sich mit Staatsausgaben zur&uuml;ckzuhalten. Doch im neuen Konjunkturausblick der Organisation herrscht ein anderer Ton: Die USA und Japan werden wegen ihrer staatlichen Konjunkturf&ouml;rderung gelobt. Der Euro-Zone wird empfohlen, die Zinsen weiter zu senken und nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig zu sparen. Sollten die Regierungen dadurch mehr Schulden machen als geplant, dann sei das eben n&ouml;tig.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/analyse-zum-oecd-bericht-mehr-schulden---na-und-,1472780,22240932.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/germany\/global-economy-is-improving-but-europe-lags-behind.htm\">OECD: Global economy is improving but Europe lags behind<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Vorschl&auml;ge der OECD sind bemerkenswert, vor allem wenn man bedenkt, dass die OECD bisher ebenfalls mehr markradikale Positionen vertreten hat. Man darf aber sicher sein, dass diese in Berlin auf taube Ohren sto&szlig;en wird.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Drei Viertel des Bundestags verstehen die Krise nicht<\/strong><br>\nTrotz der Krise kann sich die Linke nicht als Alternative profilieren. Ihr Finanzexperte Axel Troost sagt nun, die Euro-Rettungspakete beruhten auf falschen Annahmen&hellip;<br>\nIch w&uuml;rde sagen, dass partei&uuml;bergreifend drei Viertel der Bundestagsabgeordneten die Krise nicht verstehen, weil sie sie f&auml;lschlicherweise f&uuml;r eine Staatsschuldenkrise halten. Aber selbst wenn die Staaten sich &uuml;berhaupt nicht mehr neu verschulden w&uuml;rden, h&auml;tten sie die aktuellen Probleme&hellip;<br>\nDer europ&auml;ische Weg mit Schuldenbremse, Fiskalpakt und Austerit&auml;tspolitik vernachl&auml;ssigt immer noch das Wirtschaftswachstum. All die Hilfen der EU, die manchen wie Geschenke erscheinen, sind in Wahrheit mit vergifteten Auflagen versehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-03\/troost-linke-krise\">Die Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Flassbeck: Ohne systematische L&ouml;sung zerst&ouml;rt man den Euro<\/strong><br>\nDie EU m&uuml;sse sich darauf konzentrieren, wie alle Unionsl&auml;nder gemeinsam wieder normal wirtschaften k&ouml;nnen, sagt Heiner Flassbeck. Der fr&uuml;here Volkswirt der UN-Organisation f&uuml;r Welthandel und Entwicklung kritisiert, dass man nur von Fall zu Fall &uuml;ber jedes Krisenland entscheide. Das werde auf Dauer so nicht gehen. (&hellip;)\n<p>Zurheide: Jetzt kommen wir mal zu der Grundfrage, die ich vorhin stellte: Wir alle haben gesagt, na ja, eigentlich m&uuml;ssen die Verursacher beteiligt werden der Krise &ndash; da wird jeder im Volk sagen, ja, das ist so, nicht unbedingt der Steuerzahler. Wie kann man denn Verursacher so beteiligen, dass es nicht zu den negativen Effekten kommt, die Sie gerade zu Recht beschrieben haben, dass da jemand auf der einen Seite Guthaben und dann aber wieder Schulden hat?<\/p>\n<p>Flassbeck: Na ja, wer sind die Verursacher der Krise? Da muss man nat&uuml;rlich tief bohren, und das ist eben nicht so einfach, und Sie kennen ja sicherlich meine These, dass Deutschland auch einen erheblichen Anteil an der Krise hat, n&auml;mlich mit dem Lohn, mit der Lohnmoderation der 2000er-Jahre hat man einen Keil sozusagen in die W&auml;hrungsunion getrieben, der jetzt auf der einen Seite sich in den hohen Schulden dieser Defizitl&auml;nder, auch hier in Zypern zeigt, und den hohen Forderungen des Gl&auml;ubigerlandes, Deutschland vor allem, und an diese Frage geht niemand ran. Man geht an ganz viele Einzelfragen ran, und das ist das eigentliche Problem der Rettung im Moment, oder der sogenannten Rettung, dass man an dieses Grundproblem &ndash; wie kriegen wir diesen Keil aus der W&auml;hrungsunion heraus, diese riesige L&uuml;cke in der Wettbewerbsf&auml;higkeit zwischen den L&auml;ndern, wo Deutschland etwas getan hat, was auch nicht gerechtfertigt war&hellip;, weil Deutschland hat gegen das Inflationsziel, das man gemeinsam beschlossen hat, versto&szlig;en. Wie kriegen wir das wieder raus, und wie kommen wir hin zu einer Situation, wo alle L&auml;nder wieder normal wirtschaften k&ouml;nnen? Diese Frage wird leider nicht behandelt, sondern es wird immer nur von Fall zu Fall, wird ein Land vorgenommen, das wird angeguckt, und dann sagt man: Ja, da ist vieles im Argen und da schlagen wir jetzt mal drauf. Das ist aber keine systematische L&ouml;sung, und so wird es nicht gehen, so zerst&ouml;rt man den Euro. Hier denken die Leute ganz offen dar&uuml;ber nach, wie k&ouml;nnen wir aussteigen, gibt es eine M&ouml;glichkeit zum Aussteigen.<\/p>\n<p>Zurheide: Auf der anderen Seite, in der Tat, wenn diese Ungleichgewichte, die Sie da beschreiben, da sind, dann ist eigentlich der letzt&uuml;brig bleibende Weg, dann muss man aus einer W&auml;hrungsunion aussteigen, weil sie die Gleichheit der Lebensverh&auml;ltnisse nicht wird herstellen k&ouml;nnen.<br>\nFlassbeck: Na ja, es ist nicht nur Gleichheit der Lebensverh&auml;ltnisse, es ist Anpassung an die eigenen Lebensverh&auml;ltnisse. Gleichheit der Lebensverh&auml;ltnisse ist nicht verlangt in der W&auml;hrungsunion. Und W&auml;hrungsunion, man muss sich nur anpassen an seine Produktivit&auml;t. Und das hei&szlig;t, man darf auch nicht unter seinen Verh&auml;ltnissen leben. Man darf nicht &uuml;ber seinen Verh&auml;ltnissen und man darf aber auch nicht, wie Deutschland, systematisch unter seinen Verh&auml;ltnissen leben, das kann auch nicht funktionieren, und diese Anpassung muss man zustande bringen. Die Lebensverh&auml;ltnisse wird man nicht so schnell anpassen, aber wir kriegen ja nicht mal diese Anpassung, dass jeder sich an seiner Produktivit&auml;t orientiert, das kriegen wir nicht mal hin&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/2058371\/\">dradio<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Wiedereinf&uuml;hrung der D-Mark w&auml;re Katastrophe&ldquo;<\/strong><br>\nDie R&uuml;ckkehr der D-Mark w&auml;re nach Ansicht f&uuml;hrender &Ouml;konomen eine wirtschaftliche Katastrophe. Nicht nur die Exporte w&uuml;rden zur&uuml;ckgehen, auch der Mittelstand w&uuml;rde verschwinden, so die Prognose.<br>\nF&uuml;hrende &Ouml;konomen rechnen f&uuml;r den theoretischen Fall einer D-Mark-Wiedereinf&uuml;hrung mit einer wirtschaftlichen Katastrophe. &bdquo;Die Exporte w&uuml;rden innerhalb weniger Monate deutlich abst&uuml;rzen&ldquo;, sagte Gustav Horn, der Wissenschaftliche Leiter des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung, der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;.<br>\nHorn erwartet, dass eine wieder eingef&uuml;hrte D-Mark gegen&uuml;ber dem Dollar und anderen europ&auml;ischen W&auml;hrungen stark an Wert zulegen w&uuml;rde, &auml;hnlich wie dies zuletzt beim Schweizer Franken passiert ist: &bdquo;Bei einer Aufwertung von nur zehn Prozent w&uuml;rden die Exporte auf Dauer um vier bis f&uuml;nf Prozent zur&uuml;ckgehen. Die zu erwartende Aufwertung w&uuml;rde aber wohl ein Vielfaches dessen sein. Das w&auml;re dann eine wirtschaftliche Katastrophe&ldquo;, erkl&auml;rte Horn.<br>\n&Auml;hnliches erwartet Michael Burda, &Ouml;konom an der Berlin Humboldt Universit&auml;t: &bdquo;Die wieder eingef&uuml;hrte D-Mark k&ouml;nnte innerhalb weniger Monate um 50 Prozent aufwerten&ldquo;, sagte er der Zeitung. &bdquo;Das w&uuml;rde den deutschen Mittelstand mit einem Schlag ausl&ouml;schen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/oekonomen-wiedereinfuehrung-der-d-mark-waere-katastrophe\/4495958.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europas pathologischer Lernprozess<\/strong><br>\nBisher ist die noch junge Geschichte der Eurow&auml;hrung die Geschichte ihrer immer dramatischer ausfallenden Rettung. Daran wird sich auch nach dem Kompromiss f&uuml;r Zypern mit dem Ziel, den &uuml;berdimensionierten Bankensektor abzuschmelzen, nichts &auml;ndern.<br>\nDie Krisendynamik hat in den schweren Gr&uuml;ndungsfehlern dieses W&auml;hrungsraums ihre Ursachen. Der Ende 1990 verhandelte Maastrichter Vertrag konzentrierte sich ausschlie&szlig;lich auf die monet&auml;re Integration mit dem Epizentrum Europ&auml;ische Zentralbank. Auf Regelungen zum parallelen Ausbau zu einer Fiskal- und Wirtschaftsunion verzichtet dieses Vertragswerk komplett.<br>\nDen Fall, dass L&auml;nder vor allem unter dem Druck Deutschlands &ouml;konomisch und fiskalisch nicht mithalten k&ouml;nnen, schloss das Vertragswerk autorit&auml;r aus. Wenn nicht sein kann, was nicht sein darf, dann sind auch solidarische Hilfen der Gemeinschaft unzul&auml;ssig. Daf&uuml;r steht die ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigte No-Bail-out-Klausel.<br>\nDie Realit&auml;t der &ouml;konomischen Spaltung zwischen den Mitgliedsl&auml;ndern, auch durch die aggressive Exportpolitik Deutschlands vorangetrieben, hat diese Gr&uuml;ndungsignoranz zu Fall gebracht. Unter dem massiven Druck setzte viel zu sp&auml;t ein Lernprozess ein. Die Schlagworte sind: Rettungspakete, Europ&auml;ischer Rettungsfonds, den Krisenl&auml;ndern verordnete Austerit&auml;tsprogramme, aber auch der Schuldenschnitt in Griechenland, d. h. eine Teilenteignung der Gl&auml;ubiger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!113734\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschlands strittiges Rezept f&uuml;r den S&uuml;den<\/strong><br>\nWenn Angela Merkel irgendetwas aus der Eurokrise gelernt hat, dann ist es wohl die Macht waghalsiger Politik. Immer und immer wieder hat die Bundeskanzlerin politische Widerst&auml;nde in S&uuml;deuropa gebrochen, indem sie zulie&szlig;, dass ihre Gespr&auml;chspartner langsam aber sicher unter Druck gerieten &ndash; sei es vom Volk auf der Stra&szlig;e oder von den Finanzm&auml;rkten. (&hellip;)<br>\nNoch sieht Deutschland wenig Anlass f&uuml;r eine Kurs&auml;nderung. Im Februar haben die Ums&auml;tze im deutschen Einzelhandel den zweiten Monat in Folge zugelegt. Deutschlands Arbeitslosenrate lag nach Angaben des Arbeitsministeriums im M&auml;rz stabil bei 6,9 Prozent und damit fast auf einem Rekordtief. Und am Donnerstag meldete die Industriel&auml;nderorganisation OECD, dass Deutschlands Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Quartal annualisiert wohl um 2,3 Prozent und im Fr&uuml;hlingsquartal um 2,6 Prozent wachsen wird.<br>\nS&uuml;deuropa hingegen steckt in der Rezession fest. Italiens Wirtschaft d&uuml;rfte nach OECD-Berechnungen im ersten Halbjahr 2013 um mehr als ein Prozent schrumpfen. Die spanische Wirtschaftsleistung sinkt seit sechs Quartalen in Folge und diese Woche erst k&uuml;ndigte die spanische Zentralbank an, dass Spaniens BIP in diesem Jahr erneut um 1,5 Prozent sinken werde. Auch die franz&ouml;sische Wirtschaft soll im aktuellen Quartal schrumpfen.<br>\nDer Mix aus Ausgabenk&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen, den Deutschland als Gegenleistung f&uuml;r Finanzhilfe fordert, wird es diesen s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern aus Sicht von Analysten noch schwerer machen, ihre Schulden loszuwerden. Spanien erkl&auml;rte am Mittwoch, dass seine Neuverschuldung im vergangenen Jahr bei sieben Prozent lag und damit h&ouml;her als vorausgesagt. Und die portugiesische Regierung teilte am Donnerstag mit, dass sich ihr Haushaltsdefizit trotz der 2011 begonnenen Einschnitte im vergangenen Jahr von 4,4 Prozent auf 6,4 Prozent des BIP erh&ouml;hte hat. Damals erhielt Portugal Rettungshilfen von 78 Milliarden Euro.<br>\nEs gebe eine &Uuml;berf&uuml;lle an Daten, die nahelegten, dass Berlins Strategie nicht zu einer Genesung in S&uuml;deuropa f&uuml;hre, sagt Berenberg-Analyst Schulz. Trotzdem halte die deutsche Regierung an ihrer Blaupause zur L&ouml;sung der Schuldenkrise fest: Sie poche auf einen Schuldenabbau und sinkende Defizite, und Schulz kann nicht erkennen, &bdquo;dass sie das aufgeben werde&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wallstreetjournal.de\/article\/SB10001424127887324685104578390201096171248.html?mod=wsj_share_tweet&amp;buffer_share=b5e7f&amp;utm_source=buffer\">wallstreetjournal.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Die Welt von McKinsey<\/strong><br>\nDie Beraterfirma McKinsey stellt sich Deutschlands Zukunft golden vor. Millionen neuer Arbeitspl&auml;tze sollen bis 2025 entstehen, das Wachstum soll j&auml;hrlich 2,1 Prozent betragen, und die Exporte sollen gar um 80 Prozent steigen&hellip;<br>\nDie Stimmung erinnert an den Sommer 2007, als die Finanzkrise schon durchschlug &ndash; aber immer noch geglaubt wurde, jeder Bankzusammenbruch sei ein Einzelereignis&hellip;<br>\n&hellip; es bleibt der irritierende Verdacht, dass Eliten wie Lemminge sind, die munter in den eigenen Untergang springen &ndash; und ihre W&auml;hler dabei ebenfalls in den Abgrund rei&szlig;en. Bei der Eurokrise ist nur noch die Frage, wann dieser &bdquo;Lehman-Moment&ldquo; erneut eintritt&hellip;<br>\nDie Wahrscheinlichkeit ist recht gro&szlig;, dass wir ihn mit der verkorksten &bdquo;Rettung&ldquo; von Zypern gerade schon erlebt haben.<br>\nDie &bdquo;Exklusivstudie&ldquo; von McKinsey ist eine traurige Lekt&uuml;re, weil sie zeigt, dass Selbstzufriedenheit in Deutschland als h&ouml;here Erkenntnis gilt. Der Crash r&uuml;ckt n&auml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Eurokrise\/!113747\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne wollen Ende der Minijobs<\/strong><br>\nMit Niedrigl&ouml;hnen machen Unternehmen ein Bombengesch&auml;ft, weil sie nicht sozialversicherungspflichtig sind. Zahlreiche Firmen arbeiten fast ausschlie&szlig;lich mit Minijobbern, die h&auml;ufig nicht ausreichend f&uuml;rs Alter vorsorgen k&ouml;nnen. Die Gr&uuml;nen wollen das nun &auml;ndern.<br>\nSeit Monaten erscheinen fast im Wochentakt Studien, die vor allem eines belegen: Die Verbreitung von Minijobs hat inflation&auml;re Ausma&szlig;e angenommen. Weit &uuml;ber sieben Millionen Menschen &ndash; vor allem Frauen &ndash; sind von solchen schlecht bezahlten Jobs abh&auml;ngig. F&uuml;r &uuml;ber f&uuml;nf Millionen sind sie die Haupterwerbsquelle. Die allermeisten von ihnen zahlen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Daf&uuml;r reicht das Geld einfach nicht. Die Folge: Die Altersarmut steigt.<br>\nDie Gr&uuml;nen wollen deshalb den Niedriglohnsektor neu organisieren. Ein Bestandteil ist die faktische Abschaffung der Minijobs. Sozialversicherungsfrei sollen lediglich Monatsverdienste bis 100 Euro sein, k&uuml;ndigte G&ouml;ring-Eckardt jetzt in der Rheinischen Post an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundestagswahl-gruene-wollen-ende-der-minijobs-1.1635520\">SZ<\/a> \n<p><strong>Dazu prompt die Reaktion der Regierungskoalition: Koalition verteidigt Minijobs gegen Reformpl&auml;ne<\/strong><br>\nDas Bundesarbeitsministerium hat sich in die Debatte &uuml;ber eine grundlegende Neugestaltung der Minijobs in Deutschland eingeschaltet. Mit dem Hinweis auf die j&uuml;ngsten Reformen lehnte es den Vorschlag der Gr&uuml;nen ab, dass Besch&auml;ftigte im Monat nur noch 100 Euro abgabenfrei hinzuverdienen d&uuml;rfen sollten. Die CDU-Mittelstandsvereinigung nannte den Vorsto&szlig; &bdquo;populistisch&ldquo;, der FDP-Arbeitsmarktfachmann Johannes Vogel sprach von einer &bdquo;Politik gegen die Interessen der Mitte unserer Gesellschaft&ldquo;.<br>\nDie FDP warf den Gr&uuml;nen vor, die Bedeutung dieser Besch&auml;ftigungsform f&uuml;r den Arbeitsmarkt zu ignorieren. &bdquo;Die Gr&uuml;nen werden mit ihrem Vorschlag, Minijobs abgaben- und steuerpflichtig zu machen, vielen Menschen ihre Einstiegsleiter in den Arbeitsmarkt wegtreten&ldquo;, sagte der FDP-Sozialexperte Pascal Kober der F.A.Z.. Kober, Obmann im Bundestagsausschuss f&uuml;r Arbeit und Soziales, pl&auml;dierte daf&uuml;r, den &Uuml;bergang von Minijobs in Vollzeitarbeit zus&auml;tzlich zu erleichtern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/nach-gruenen-vorschlag-koalition-verteidigt-minijobs-gegen-reformplaene-12131833.html\">faz.net<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mindestlohn im Schlaf verdient<\/strong><br>\nGeh&ouml;rt Bereitschaftsdienst zur Arbeitszeit dazu? Ein Gericht entschied jetzt: ja. Damit bekommt eine Altenpflegerin 1000 Euro mehr Gehalt. Der Gesetzgeber muss einschreiten, fordert Arbeitsrechtler Jobst-Hubertus Bauer, sonst wird Pflege unbezahlbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/mindestlohn-fuer-pflegekraefte-problematisches-urteil-a-891379.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn mies bezahlte Arbeitskr&auml;fte den vollen Lohn f&uuml;r ihre T&auml;tigkeit einfordern, dann ist das so &ldquo;problematisch&rdquo;, dass &ldquo;der Gesetzgeber einschreiten muss&rdquo;.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Vorgestellt wir der Verfasser als einer der f&uuml;hrenden Arbeitsrechtler in Deutschland. Da f&auml;llt einem wirklich nichts mehr ein.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Wirtschaftsweiser Schmidt warnt vor gesetzlichem Mindestlohn<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsweise Christoph Schmidt hat vor der Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohns gewarnt. Jeder Arbeitsplatz m&uuml;sse sich wirtschaftlich tragen, sonst falle er weg, schrieb der Pr&auml;sident des Rheinisch-Westf&auml;lischen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (RWI) in einem Gastbeitrag f&uuml;r die Zeitung Bild am Sonntag.<br>\n&ldquo;Daher muss der Mindestlohn niedrig angesetzt werden. 8,50 Euro ist entschieden zu hoch&rdquo;, schrieb Schmidt dem Vorabbericht zufolge. Der Essener Wirtschaftsprofessor r&auml;umte ein, dass in Deutschland manche Arbeitnehmer nicht von ihrer Arbeit leben k&ouml;nnten. Daf&uuml;r sei aber &ldquo;vor allem die erh&ouml;hte Bed&uuml;rftigkeit von Haushalten mit Alleinerziehenden, einem arbeitslosen Partner oder vielen Kindern&rdquo; verantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/medienbericht-wirtschaftsweiser-schmidt-warnt-vor-gesetzlichem-mindestlohn-1.1636584\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Schmidt gibt wieder eine sch&ouml;ne Kostprobe des dumpfen, dogmatischen, marktradikalen Glaubens, der bei den sogenannten &bdquo;Wirtschaftsweisen&ldquo; vorherrscht. Dagegen erscheint die Glaubenskongregation der katholischen Kirche geradezu als eine Vereinigung von Freidenkern.<\/em><br>\n<em>Eigentlich m&uuml;sste Schmidt nur einen Taschenrechner bem&uuml;hen, um zu erkennen, dass ein Mindestlohn von 8,50 &euro; bei einem normalen Arbeitsverh&auml;ltnis einen Monatslohn von 1350 &euro; ergibt. Das ist f&uuml;r Herren Schmidt also &bdquo;entschieden zu hoch&rdquo;. Seine eigenen Bez&uuml;ge d&uuml;rfte Herr Schmidt vermutlich nicht als &bdquo;entschieden zu hoch&rdquo; betrachten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gesundheitswesen: &Auml;rztliche Hilfe als Gesch&auml;ftsmodell?<\/strong><br>\nWir leben in einer Zeit, in der die Medizin von Grund auf transformiert wird. Aus einer genuin sozialen Praxis soll die Medizin in einen Gesundheitsmarkt verwandelt werden. Konzepte, die eigentlich nur f&uuml;r die Industrie gedacht waren, werden zunehmend &uuml;ber alle Bereiche der Gesellschaft gest&uuml;lpt. L&auml;ngst hat vor allem in den Kliniken ein Denken eingesetzt, das st&auml;rker vom Managementdenken als vom medizinischen Denken gepr&auml;gt ist. Aber worin besteht eigentlich der Unterschied? Wie ver&auml;ndern die &ouml;konomischen Leitkategorien das Denken in der Medizin?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/125072\/Gesundheitswesen-Aerztliche-Hilfe-als-Geschaeftsmodell\">aerzteblatt.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sozialverb&auml;nde: Armutsrisiko in Deutschland zu hoch<\/strong><br>\nDas Armutsrisiko in Deutschland ist nach Einsch&auml;tzung der gro&szlig;en Sozialverb&auml;nde zu hoch. Die Bundesrepublik schneide im europ&auml;ischen Vergleich zwar &uuml;berdurchschnittlich gut ab.<br>\nAngesichts der guten Konjunktur und mit Blick auf die direkten Nachbarn sei das aber nicht gut genug, kritisierten Vertreter von Parit&auml;tischem Wohlfahrtsverband, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt (AWO) und Sozialverband VdK. &ldquo;Wir haben eine Rekordarmutsgef&auml;hrdung bei sinkenden Arbeitslosenzahlen. Das ist schon bedenklich&rdquo;, sagte der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen, Ulrich Schneider.<br>\nEtwa jeder sechste Einwohner Deutschlands (15,8 Prozent) galt im Jahr 2010 als armutsgef&auml;hrdet, so die am Mittwoch in Wiesbaden ver&ouml;ffentlichte EU-Statistik. Das waren 1,1 Prozentpunkte weniger als der EU-Mittelwert. Das Einkommen des obersten F&uuml;nftels der Menschen in Deutschland war 4,5 Mal so hoch wie das des untersten F&uuml;nftels (EU-Durchschnitt: 5,1).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdk.de\/deutschland\/pages\/themen\/armut\/65279\/armutsrisiko_in_deutschland_zu_hoch\">VdK Sozialverband<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Eine ostdeutsche Umfrage zu Arm und Reich<\/strong><br>\nIn einer repr&auml;sentativen Bev&ouml;lkerungsumfrage hat das Institut f&uuml;r Marktforschung Leipzig (IM Leipzig) 1.001 Personen in Ostdeutschland befragt. Eine ganz simple Frage: Stimmen Sie der Aussage zu, &ldquo;In Deutschland werden die Reichen immer reicher und die Armen immer &auml;rmer&rdquo;? 85 Prozent der Befragten ab 18 Jahren stimmten zu. Und Janine Andr&auml; vom IM Leipzig weist noch auf eine erstaunliche Bilanz hin: &ldquo;Auff&auml;llig dabei ist, dass sich hierzu die Meinung in den einzelnen Bev&ouml;lkerungsgruppen, zum Beispiel nach Alter, Geschlecht und formaler Bildung, nur wenig unterscheidet.&rdquo;&hellip;<br>\nSo stimmen CDU- und FDP-Anh&auml;nger zwar &bdquo;nur&ldquo; zu 78 beziehungsweise 79 Prozent dieser Aussage zu, unter den Anh&auml;ngern der Linken sind es dagegen 91 Prozent. Aber das sind Werte, die auch in den F&uuml;hrungsgremien von CDU und FDP ein Nachdenken ausl&ouml;sen sollten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Politik\/Kassensturz\/2013\/04\/Ostdeutsche-Umfrage-zu-Arm-und-Reich-47384.html\">Leipziger Internet Zeitung<\/a> \n<p><strong>Dazu: Arm und Reich &ndash; Wie geteilt ist Deutschland<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1864158\/Wie-geteilt-ist-Deutschland#\/beitrag\/video\/1864158\/ZDFzeit-Arm-und-Reich\">ZDF<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gerechtigkeit &ndash;  Vom Wertewandel eines Wortes<\/strong><br>\n&ldquo;Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch kann nur eine Neuordnung von Grund auf erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein.&rdquo;<br>\nDieser Programmauszug stammt nicht aus einer zeitgen&ouml;ssischen linken Feder auf der H&ouml;he der europ&auml;ischen Banken- und Schuldenkrise, sondern von christlichen Sozialisten aus der Gr&uuml;nderzeit der alten Bundesrepublik. Wir schreiben das Jahr 1947 mit dem &ldquo;Ahlener Programm&rdquo; der CDU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/2056844\/\">dradio<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/2049913\/\">Weitere Sendungen des sehr interessanten Features<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Grundsatzurteil: Pharmariese Novartis verliert Patentklage in Indien<\/strong><br>\nSieben Jahre lang hat der Schweizer Pharmakonzern Novartis in Indien f&uuml;r die Patentierung seines Krebsmittels Glivec gek&auml;mpft. Nun hat das Oberste Gericht in Neu-Delhi die Klage abgewiesen. Das Grundsatzurteil st&auml;rkt die Rechte armer Patienten, die auf g&uuml;nstige Generika angewiesen sind.<br>\nNeu-Delhi &ndash; Indiens Oberster Gerichtshof hat mit einer Grundsatzentscheidung die Rechte armer Patienten gest&auml;rkt. Die Richter in Neu-Delhi wiesen am Montag eine Klage des Schweizer Pharmakonzerns Novartis ab, der seit 2006 f&uuml;r die Patentierung seines Krebsmittels Glivec stritt. Die indischen Beh&ouml;rden hatten dies mit der Begr&uuml;ndung verweigert, dass das Mittel nur eine leicht ver&auml;nderte Version eines &auml;lteren Wirkstoffs sei.<br>\nNovartis hatte argumentiert, man brauche das Patent, um Investitionen zu sichern, die in die Entwicklung des Medikaments geflossen sind. In 40 anderen Staaten, darunter den USA, ist die neue Glivec-Version patentiert worden. Die Gegenseite warf dem Pharmariesen vor, lediglich Gesetzesl&uuml;cken ausnutzen zu wollen, um den Profit aus Arzneimitteln zu maximieren, deren Patent abgelaufen ist. Im vergangenen Jahr hatte Indiens Oberstes Gericht bereits dem Krebspr&auml;parat Sutent und dem Hepatitis-C-Mittel Pegasys mit einer &auml;hnlichen Begr&uuml;ndung ein Patent verwehrt. (&hellip;)<br>\nGlivec, ein Mittel, das gegen Leuk&auml;mie und andere Krebsarten eingesetzt werden kann, kostet in Indien pro Monat umgerechnet etwa 2000 Euro. Das Nachahmermittel ist bereits f&uuml;r weniger als 140 Euro zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/pharmariese-novartis-verliert-patentklage-um-glivec-in-indien-a-891878.html\">spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gespr&auml;ch mit Mollath: &ldquo;Man f&uuml;hlt sich wie der letzte Dreck&rdquo;<\/strong><br>\nWird dem gerade beantragten Wiederaufnahmeantrag stattgegeben, k&auml;me Gustl Mollath tats&auml;chlich umgehend frei. Mit der SZ hat er &uuml;ber diese neue Situation und seine Erfahrungen in der Psychiatrie gesprochen. Wie geht er damit um, niemals ungest&ouml;rt telefonieren zu k&ouml;nnen, Nacht f&uuml;r Nacht mehrmals geweckt zu werden und sein Wahlrecht verloren zu haben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/gespraech-mit-mollath-man-fuehlt-sich-wie-der-letzte-dreck-1.1635202\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Der &ldquo;Fall Mollath&rdquo; scheint ein wahrlich drastischer Fall von Fehlern und Einseitigkeiten seitens zust&auml;ndiger Gerichte in Deutschland zu sein.<\/em><br>\n<em>Dieser Fall ist offensichtlich jedoch leider kein Einzelfall. Verwiesen sei beispielshaft auf den Fall Andreas K&uuml;hn, &uuml;ber den der WDR berichtete:<\/em><br>\n<em>DOK 5 &ndash; Das Feature: 30.12.2012<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/fileadmin\/user_upload\/Sendungen\/Dok5_das_Feature\/2012\/Dezember\/Manuskripte\/121230_de_Miguel_Wessendorf_Im_Zweifel_fuer_den_Angeklagten.pdf\">Im Zweifel f&uuml;r den Angeklagten &ndash; Justizopfer in Deutschland: Der Fall Andreas K&uuml;hn [PDF &ndash; 264 KB]<\/a><\/em><br>\n<em>Auch im Familienrecht sind &auml;hnliche, vergleichbare F&auml;lle bekannt. In der Rechtssache Kutzner versus Bundesrepublik Deutschland hatte beispielsweise erst der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte nach jahrelangem Rechtsstreit den leiblichen Eltern Recht zugesprochen. <a href=\"http:\/\/www.koeppel-kindschaftsrecht.de\/uebersetz-kutzner.htm\">Deutsche Gerichte hatten sie zuvor von ihren Kindern getrennt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Christoph Butterwegge &ndash; Mit Peer wird&rsquo;s schwer<\/strong><br>\nSoziale Gerechtigkeit ist f&uuml;r die SPD das zentrale Wahlkampfthema. Schade nur, dass ihr Spitzenkandidat Peer Steinbr&uuml;ck ganz anders dar&uuml;ber denkt [&hellip;]<br>\nIndem Steinbr&uuml;ck, aber auch Parteichef Sigmar Gabriel, die Linke f&uuml;r nicht koalitionsf&auml;hig erkl&auml;rt, verstellt sich die SPD nicht nur die einzige Perspektive auf eine Kanzlermehrheit, sondern die Partei verbannt damit auch die einzige Konstellation, mit der ein grundlegender Kurswechsel m&ouml;glich w&auml;re, ins Wolkenkuckucksheim. Dar&uuml;ber hinaus schadet Steinbr&uuml;ck mit der politischen Quarant&auml;ne f&uuml;r die Linkspartei der Demokratie: Gerade junge Menschen wenden sich von der Politik ab, weil sie das Gef&uuml;hl haben, trotz gro&szlig;en Engagements und guter Argumente gegen die etablierten Politiker nichts durchsetzen oder gar ver&auml;ndern zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/mit-peer-wird2019s-schwer\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Auch mit dieser Analyse trifft Butterwegge den &bdquo;Nagel auf den Kopf&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Vielleicht orientiert sich Peer Steinbr&uuml;ck an Gerhard Schr&ouml;der. Auch ihn interessierte die SPD-Programmatik offenbar sehr wenig; w&auml;hrend der rot-gr&uuml;nen Schr&ouml;der-Fischer-Regierung galt das Berliner Grundsatzprogramm: &bdquo;Leiharbeit ist zu verbieten&ldquo;, &bdquo;In der gesetzlichen Krankenversicherung lehnen wir eine Kostenbeteiligung der Versicherten &uuml;ber die Beitr&auml;ge hinaus ab.&ldquo; und &bdquo;Unser Ziel ist es, den Export von Waffen und R&uuml;stungsg&uuml;tern zu vermindern.&ldquo; waren markante S&auml;tze, an die sich SPD-Mitglieder wie Sigmar Gabriel, Andrea Nahles, Thomas Oppermann, Gerhard Schr&ouml;der und Frank-Walter Steinmeier vermutlich kaum noch erinnern.<\/em><br>\n<em>Mehr dazu u.a. hier: <a href=\"http:\/\/sopos.org\/aufsaetze\/4920510d219d8\/1.phtml\">Wie sozial und demokratisch ist die SPD<\/a>?<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Berliner SPD-Chef offen f&uuml;r rot-gr&uuml;ne Minderheitsregierung im Bund<\/strong><br>\nDer Berliner Parteichef Jan St&ouml;&szlig; hat sich offen f&uuml;r eine rot-gr&uuml;ne Minderheitsregierung im Bund gezeigt. Wenn SPD und Gr&uuml;ne bei der Bundestagswahl am 22. September mehr Stimmen bek&auml;men als Union und FDP, sollten sie &ldquo;diese Gestaltungsmehrheit nutzen&rdquo;, sagte St&ouml;&szlig; dem Magazin Spiegel. &ldquo;Dann sollte sich Peer Steinbr&uuml;ck zum Kanzler w&auml;hlen lassen &ndash; notfalls auch im dritten Wahlgang.&rdquo;&hellip;<br>\nGabriel hatte Ende Februar eine &ldquo;unsichere Regierungssituation per Tolerierung&rdquo; abgelehnt. Damals hatte Linkspartei-Chef Bernd Riexinger gesagt, seine Partei k&ouml;nnte eine rot-gr&uuml;ne Minderheitsregierung dulden und einen SPD-Kanzler mitw&auml;hlen. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-03\/stoess-minderheitsregierung-bund\">zeit.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.-B.:<\/strong> Dabei kann der Berliner SPD-Chef Jan St&ouml;&szlig; eigentlich &ndash; als einziger? &ndash; noch klar denken. Denn mit Blick auf die auch jetzt noch hilflose Situation auf eine Mehrheit f&uuml;r die SPD bzw. Rot-Gr&uuml;n hatte Albrecht von Lucke gegen Ende des letzten Jahres der SPD ihren nur scheinbaren Kampf f&uuml;r eine Mehrheit jenseits von &ldquo;Schwarz-Gelb&rdquo; vorgehalten &ndash; und das Ged&ouml;ns ( hier ist es einmal richtig angebracht ) von Steinbr&uuml;ck als &ldquo;Nulloption&rdquo; f&uuml;r die SPD gekennzeichnet, weil die SPD mit Steinbr&uuml;ck in der &ldquo;Alles-oder-Nichts-Falle&rdquo; sitze &ndash; zu der es eben Alternativen gebe.<\/em><br>\n<em>(vgl. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14897#h13\">Albrecht von Lucke,&ldquo;Peer Steinbr&uuml;ck und die Null Option<\/a>&ldquo;)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Frank Schirrmacher: Spieltheorie &ndash; Versprechen oder Bluff?<\/strong><br>\nMenschliches Handeln wird von digitalen Systemen vermehrt spieltheoretisch modelliert &hellip; Vor wenigen Tagen erl&auml;uterte Markus Morgenroth von der Firma Cataphora in der F.A.Z., dass die von seiner Firma vorgenommene Tiefenanalyse nach spieltheoretischen Modellen erfolgt: Auf diese Weise sollen die &bdquo;wahren Absichten&ldquo; der Einzelnen in den E-Mails und in der digitalen sozialen Kommunikation in den Systemen der Kunden aufgedeckt werden. Doch nicht nur bei der Analyse sozialen Verhaltens in Unternehmen finden diese Modelle Anwendung, sondern auch in automatisierten Finanzm&auml;rkten &hellip;<br>\nDas Problem solcher Modelle in Finanzm&auml;rkten liegt darin, dass sie produzieren k&ouml;nnen, was sie beschreiben. Ariel Rubinstein hat die Anwendung des Modells f&uuml;r strategische und &ouml;konomische Entscheidungen stets kritisiert. Ihr Preis sei endemisches Misstrauen. Wie sehr er recht behalten hat, zeigt gerade die Zypern-Krise, in der wie so oft seit Ausbruch der Krise wie im &bdquo;chicken game&ldquo; zwei Autos aufeinander zurasten, bis eines, jenes der Zyprer, auswich &hellip;<br>\nDer Preis ist permanentes Misstrauen, ein fast kafkaeskes Hineinversetzen in das strategische Denkens des anderen: &bdquo;Was tut er, wenn er wei&szlig;, dass ich wei&szlig;, dass meine Sparguthaben bedroht sein k&ouml;nnten?&ldquo; Es bewirkt ferner eine Ver&auml;nderung des politischen Diskurses: Kooperation wird durch &ouml;konomische Drohungen und das &bdquo;Gleichgewicht des Schreckens&ldquo; erzwungen, aber politisch nicht gestaltet.<br>\nDer Preis des Spiels k&ouml;nnte der Zerfall der europ&auml;ischen Idee sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/spieltheorie-versprechen-oder-bluff-12129130.html\">FAZ Net<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Klappe, die erste! Finanzkasino!<\/strong><br>\nErste Sendung von stoersender.tv<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stoersender.tv\/Sendungen.html\">stoersender.tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Besonders das M&auml;rchen &uuml;ber Asmussen von HG. Butzko ist sehr empfehlenswert.<\/em> <\/p>\n<p><strong>dazu: Neues Projekt f&uuml;r alten St&ouml;renfried<\/strong><br>\nMit seinem Web-Format &ldquo;Stoersender.tv&rdquo; erfindet Dieter Hildebrandt das politische Kabarett noch einmal neu.<br>\nDieter Hildebrandt ist zur&uuml;ck auf der Mattscheibe. Aber nicht im Fernsehen &ndash; der 85-j&auml;hrige Kabarettist sendet jetzt im Internet. &Uuml;ber Crowdfunding hat er &uuml;ber 150.000 Euro von Fans eingesammelt. Nun hat er die erste Sendung ins Netz gestellt. Und Deutschlands Kabarettisten stehen bereits Schlange.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/fazit\/2057749\/\">Deutschlandrdio Kultur<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Unterhaltung am Wochenende<\/strong><br>\nHart an der Grenze aus Goch-Kessel mit Volker Pispers, Ren&eacute; Steinberg und Maybebop<br>\nWilfried Schmickler, das alleine ist schon ein sicherer Garant f&uuml;r ausgezeichnetes Kabarett, dass immer hochpolitisch ist und Spa&szlig; macht. &ldquo;Hart an der Grenze&rdquo; hei&szlig;t Wilfried Schmicklers erfolgreiche Radio-Show aus der Viller M&uuml;hle in Goch-Kessel und diesmal wird er unterst&uuml;tzt von Volker Pispers. Kabarett der Spitzenklasse in Goch und exklusiv in der Unterhaltung am Wochenende auf WDR 5 also. Au&szlig;erdem dabei: Radio-Comedian Ren&eacute; Steinberg, besser bekannt als Erfinder der Radio-Satire &ldquo;Die von der Leyens&rdquo;. F&uuml;r die Musik und die entsprechend wahnsinnigen Texte sorgt die Vocalband Maybebop aus Hannover. Und ebenfalls dabei, der menschgewordene &Auml;rmelschoner Steuerinspektor Heuser alias Gernot Voltz. Er liefert neue Erkenntnisse aus dem schweren Leben eines Beamten, immer hart am Limit des M&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/unterhaltung-am-w\/s\/d\/30.03.2013-15.05.html\">wdr<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum ist Mutti so beliebt?<\/strong><br>\nEs ist nicht ganz klar! Der St&ouml;rsender ist etwas ratlos, da es eine Reihe von Dingen gibt, die &ldquo;Mutti&rdquo; tut und unterl&auml;sst, die nichts mit Demokratie zu tun haben. Was f&uuml;r Dinge?<br>\nWir wollen f&uuml;r die Flugblatt-Aktion von Ihnen wissen, was sie tut. Schreiben Sie an merkel@stoersender.tv.<br>\nNicht zu lang, es soll auf die R&uuml;ckseite des Flyers &ndash; siehe rechts &ndash; passen. 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