{"id":16728,"date":"2013-04-03T08:18:51","date_gmt":"2013-04-03T07:18:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728"},"modified":"2013-04-03T09:45:36","modified_gmt":"2013-04-03T08:45:36","slug":"hinweise-des-tages-1850","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h01\">1,3 Mio. Aufstocker im Jahr 2012: Fast ein Drittel aller erwerbsf&auml;higen ALG II-Empf&auml;nger sind erwerbst&auml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h02\">Das arbeitslose Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h03\">Zypern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h04\">Die Eurozone ins Gleichgewicht bringen? Vergessen wir es!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h05\">Verlagerung von Fabriken: Deutsche Firmen fliehen kaum noch ins Ausland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h06\">Flaute in London<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h07\">Zur Lohnrunde 2013 &mdash; Doping durch Dumping<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h08\">Blo&szlig; schnell zur&uuml;ck zur Tagesordnung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h09\">Hohes Verarmungsrisiko Jugendlicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h10\">&Auml;ltere Arbeitskr&auml;fte sind so gefragt wie nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h11\">Chinesische Pflegekr&auml;fte f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h12\">Der Arbeiterstrich im Ostend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h13\">Prozess gegen &bdquo;Water Makes Money&ldquo;: In der Hauptsache gewonnen, was Korruption ist, darf weiterhin &bdquo;Korruption&ldquo; genannt werden, aber&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h14\">B&uuml;rgerbeteiligung &ndash; Mehrheit ist nicht gleich Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h15\">Tom Strohschneider &uuml;ber die diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rsche der Friedensbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h16\">Kosten f&uuml;r die Kriege in Afghanistan und im Irak belasten die USA noch Jahrzehnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h17\">Die &raquo;Zukunftspartei&laquo; Schwedens?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h18\">Bildungspaket: Kinder-Hilfe zu wenig genutzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h19\">Was Journalisten verdienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h20\">NachDenkSeiten-Gespr&auml;chskreis: Dresdner Fr&uuml;hjahrsgespr&auml;ch 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728#h21\">Zu guter Letzt: Immer mehr Menschen m&uuml;ssen immer mehr leisten, damit sich einige Wenige immer mehr leisten k&ouml;nnen.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16728&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>1,3 Mio. Aufstocker im Jahr 2012: Fast ein Drittel aller erwerbsf&auml;higen ALG II-Empf&auml;nger sind erwerbst&auml;tig<\/strong>\n<ul>\n<li>Unter den Empf&auml;ngern von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) steigt der Anteil derjenigen, die zugleich erwerbst&auml;tig sind, seit Jahren kontinuierlich an.<\/li>\n<li>Waren es 2007 noch 23,1 %, so sind es im Oktober 2012 bereits 30,4 %.<\/li>\n<li>Zwar ist die absolute Zahl der Betroffenen mit etwa 1,33 Mio. in diesem Zeitraum weitgehend unver&auml;ndert geblieben, ber&uuml;cksichtigt man aber, dass die Zahl der ALG II-Empf&auml;nger insgesamt (leicht) r&uuml;ckl&auml;ufig ist, so zeigt sich ein deutlicher Bedeutungszuwachs der Gruppe der &bdquo;Aufstocker&ldquo;.<\/li>\n<li>Bei den &bdquo;Aufstockern&ldquo; handelt es sich um eine heterogene Gruppe:\n<ol>\n<li>Leistungsempf&auml;nger, die arbeitslos gemeldet sind und ihr Arbeitslosengeld II durch die Aufnahme eines Minijobs aufstocken;<\/li>\n<li>Nicht arbeitslose Hilfeempf&auml;nger (z.B. Alleinerziehende mit kleinen Kindern, denen eine Erwerbst&auml;tigkeit nicht zugemutet wird), die ebenfalls ihre ALG II-Leistungen durch das Einkommen aus einem Minijob aufstocken;<\/li>\n<li>Sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte, bei denen das Einkommen der Bedarfsgemeinschaft, in der sie leben, noch unter dem Hartz IV Niveau liegt;<\/li>\n<li>Selbstst&auml;ndige, bei denen das Einkommen der Bedarfsgemeinschaft, in der sie leben, ebenso unter dem Hartz IV Niveau liegt.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>Detailanalysen zeigen (f&uuml;r August 2012), dass 44 % der Aufstocker sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt sind, 36 % einen Minijob aus&uuml;ben und etwa 10 % selbstst&auml;ndig arbeiten.<\/li>\n<li>Unter den sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigten  Aufstockern arbeiten mehr als die H&auml;lfte (57,7 %, Daten aus 2011) vollzeitig. Vor allem hier machen sich Niedrigl&ouml;hne bemerkbar. Durch die erg&auml;nzende Zahlung von ALG II werden Niedrigl&ouml;hne faktisch subventioniert. Das ALG II wirkt als Kombilohn.<\/li>\n<\/ul>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130403_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Sozialstaat\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIV81b.pdf\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland [PDF &ndash; 131 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell<\/a> sind wieder ein Vielzahl neuer Dokumente abrufbar.<\/em><br>\n<em>Interessant ist u.a. auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/kontrovers-das-aktuelle-thema-umsetzung-auswirkungen-weiterentwicklung-von-hartz-ivsgb-ii.html#genese_2032\">Zur Erinnerung: 10 Jahre Agenda 2010 &ndash; 10 Jahre Sozialaufruf von &uuml;ber 400 Wissenschaftlern<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das arbeitslose Europa<\/strong><br>\nNeuer Rekord: 26,338 Millionen Menschen oder 10,9% der Bev&ouml;lkerung in der EU sind ohne Job. Viele bekommen kaum genug Geld zum &Uuml;berleben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F04%2F03%2Fa0077&amp;cHash=3d0ddb8211e05b9fe251419eab41beda\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/3-02042013-AP\/DE\/3-02042013-AP-DE.PDF\">eurostat [PDF &ndash; 195 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die taz hat die Arbeitslosenquoten, die in der Eurozone 12% betr&auml;gt, dankenswerterweise um Informationen zum Arbeitslosengeld und zur Sozialhilfe erg&auml;nzt. Letztere wurde in Griechenland gestrichen, in den baltischen Staaten  gibt es keinen &ldquo;allgemein g&uuml;ltigen&rdquo; Sozialhilfesatz, in Spanien und Italien existiert keine Sozialhilfe, in Ungarn ist sie praktisch zu vernachl&auml;ssigen. Zu Polen w&auml;re zu erg&auml;nzen, dass die Sozialhilfe von den M&ouml;glichkeiten und Beschl&uuml;ssen der Provinzverwaltung und der Gemeinden abh&auml;ngt.  Seit dem 1. Oktober 2012 liegt f&uuml;r die grunds&auml;tzliche Berechtigungsgrenze von Sozialhilfe-Leistungen unter 456 Zloty (ca. 110 Euro) f&uuml;r Menschen, die in Familien leben, und unter 542 Zloty bei Alleinstehenden. Ein Recht auf eine st&auml;ndige Sozialhilfeleistung  haben nur Schwerbehinderte und Alte. &ndash; Das riesige Entwicklungsgef&auml;lle zwischen der europ&auml;ischen Peripherie und dem Zentrum wird durch die Sozialhilfes&auml;tze noch besser abgebildet als durch die meist verwendeten Pro-Kopf-Einkommen der L&auml;nder, auch wenn zu ber&uuml;cksichtigen ist, dass der Euro in der Peripherie mehr Kaufkraft besitzt, da bestimmte G&uuml;ter oder auch z.B. Mieten billiger sind. &ndash; Eine kleine statistische Anmerkung: Die Arbeitslosenquote f&uuml;r Jugendliche unter 25 Jahre bezieht sich nur auf junge Leute, die dem Arbeitsmarkt tats&auml;chlich zur Verf&uuml;gung stehen. W&uuml;rde man die Jugendlichen, die eine Ausbildung schulischer, universit&auml;rer oder betrieblicher Art in die Ausgangsbasis einbeziehen, so w&auml;re z.B. in Spanien nicht jeder zweite Jugendliche, sondern etwa jeder f&uuml;nfte Jugendliche arbeitslos. (<a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.406309.de\/12-30.pdf\">Siehe dazu Karl Brenke vom DIW, S. 11 [PDF &ndash; 532 KB]<\/a>)<\/em><br>\n<em>Die Jugendarbeitslosigkeit vor allem in der s&uuml;dlichen Peripherie ist auch unter diesem statistischen Vorbehalt skandal&ouml;s hoch. Und die Frage bleibt, was aus den Jugendlichen wird, wenn sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben, falls diese Volkswirtschaften sich nicht schnell erholen. Das Bild wird noch trauriger, wenn wir auf die sog. &ldquo;Neets&rdquo; (Not in Education, Employment or Training) schauen, die weder erwerbst&auml;tig waren, noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvierten. &ndash; Es bedarf nur <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15325#h10\">weniger Jahre Jugendarbeitslosigkeit und diese Generation ist verloren<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zypern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zyperns f&uuml;hrende Politiker an Kapitalflucht beteiligt?<\/strong><br>\nW&auml;hrend f&uuml;r dieses Jahr bereits von einem Konjunktureinbruch um neun Prozent ausgegangen wird, verdichten sich die Hinweise, dass auch Regierungsvertreter ihre Sch&auml;fchen rechtzeitig ins Trockene gebrachte haben<br>\nSo ver&ouml;ffentlichte die TV-Station Sigma laut Guardian eine Liste mit mehr als 100 Namen von zypriotischen Kontoinhabern, die ihre Gelder &ndash; die Rede ist von 700 Mio. Euro &ndash; gerade noch rechtzeitig abgezogen haben sollen. Demnach habe A. Loutsios and Sons Ltd, ein Unternehmen im Miteigentum eines Schwiegersohns von Pr&auml;sident Nicos Anastasiades, in der Woche vor der Bankenschlie&szlig;ung 21 Millionen Euro von der Laiki-Bank abgezogen, die nun abgewickelt wird, wobei den Kontoinhabern f&uuml;r Guthaben &uuml;ber 100.000 Euro nun Verluste drohen, die mittlerweile auf 50 bis 80 Prozent der Guthaben gesch&auml;tzt werden.<br>\nLaut der Zeitung Haravgi sollen die Gelder nach London geflossen sein, was das Unternehmen nicht dementiert, sondern als &ldquo;normalen Gesch&auml;ftsfall&rdquo; bezeichnet hatte. Dort w&auml;re das Geld &uuml;brigens auch dann in Sicherheit, wenn es schlicht auf ein Konto der britischen Laiki-Tochter gebucht worden w&auml;re, die in drei Filialen in London und einer in Birmingham 15.000 Konten mit insgesamt 270 Millionen Pfund f&uuml;hrt, die von der Insolvenz nicht betroffen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/154031\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Zypern-Connection: Schon vor den Euro-Beschl&uuml;ssen war das Geld im Ausland<\/strong><br>\nDie Kapitalflucht aus Zypern hat enorme Ausma&szlig;e: Nicht nur die Familie des zyprischen Pr&auml;sidenten, auch 136 Firmen sollen ihr Verm&ouml;gen ins Ausland geschafft haben, ehe die Zwangsabgabe zur Banken-Rettung beschlossen wurde. Das belegt eine neue Liste.<br>\nDie griechische Presse berichtet, dass Unternehmen vor der Bankenschlie&szlig;ung insgesamt rund 700 Millionen Euro aus Zypern ins Ausland &uuml;berwiesen haben sollen. Eine entsprechende Liste wurde von griechischen Medien ver&ouml;ffentlicht. Darauf werden 136 Namen von Firmen und Einzelpersonen genannt, die Geld von ihren Konten abgezogen haben sollen.<br>\nDarunter sind Reedereien, Energie-Unternehmen und juristische Kanzleien, wie Spiegel Online berichtet. Sogar staatliche Unternehmen sollen an der Kapitelflucht beteiligt gewesen sein. Die fraglichen &Uuml;berweisungen geschahen in der ersten M&auml;rzh&auml;lfte, also genau vor dem Krisengipfel der Euro-L&auml;nder am 15. M&auml;rz&hellip;<br>\nAuch der zyprische Pr&auml;sident Nikos Anastasiades und dessen Familie stehen im Verdacht, an der Kapitalflucht beteiligt gewesen zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/eu\/kapitalflucht-vor-den-euro-beschluessen-die-zypern-connection-liste-mit-136-firmen-bringt-den-praesidenten-in-bedraengis_aid_951588.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><strong>Erst Zypern,  bald Luxemburg?<\/strong><br>\nEin Land mit 149 Banken f&uuml;r eine halbe Million Einwohner. Zum Vergleich: Die Stadt D&uuml;sseldorf mit ihren knapp 600.000 B&uuml;rgern beherbergt 36 Banken. Und nat&uuml;rlich sind die Banken in Luxemburg mehrheitlich Niederlassungen ausl&auml;ndischer Institute, unter ihnen mehr als 40 aus Deutschland. So leistet sich das Land einen Banken-Sektor, der nahezu 22-mal so gro&szlig; ist wie dessen Wirtschaftsleistung. Ein Wert, der die unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen und gescheiterten Proportionen in Zypern weit &uuml;bertrifft&hellip; War es vor gar nicht allzu langer Zeit noch die Schweiz, die Privatpersonen und Unternehmer gleicherma&szlig;en anzog, so ist es nun Luxemburg, das mit attraktiven neuen Rahmenbedingungen um Zuz&uuml;gler wirbt. Luxemburg hat seit dem 1. Januar 2006 mit neuen Regelungen hervorragende Standortbedingungen geschaffen. Seit dem 1. Januar 2006 gilt f&uuml;r Privatpersonen eine so genannte 10-prozentige Abgeltungssteuer auf Zinsertr&auml;ge. Die Verm&ouml;genssteuer wurde g&auml;nzlich abgeschafft. Weitere steuerliche Vorteile: Erbschaften in direkter Linie werden nicht besteuert; Spekulationsgewinne d&uuml;rfen nach einer sechsmonatigen Haltefrist steuerfrei eingestrichen werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/pdf\/pdf.php?rubrik=start&amp;id=679\">Rationalgalerie [PDF &ndash; 406 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Eurozone ins Gleichgewicht bringen? Vergessen wir es!<\/strong><br>\nUngleichgewichte gelten als Hauptursache f&uuml;r die Krise. Werden diese durch die Krisenbek&auml;mpfung noch verst&auml;rkt, oder bewegen wir uns allm&auml;hlich auf mehr Ausgeglichenheit zu?<br>\nPeter Spahn: Manche sagen, die Wettbewerbsf&auml;higkeit und das Preisniveau seien zwischen S&uuml;d- und Nordl&auml;ndern um 20 bis 30 Prozent auseinandergetrieben. Diese L&uuml;cke muss man schlie&szlig;en. Solange es Ausgleichsmechanismen gibt, ist das kein Problem &ndash; der klassische, der Wechselkurs, steht aber nicht zur Verf&uuml;gung. &Uuml;ber die L&ouml;hne k&ouml;nnten auch Unterschiede abgebaut werden. Ob die Einkommen im Norden wie in Deutschland steigen oder im S&uuml;den, etwa Spanien, sinken, das w&auml;re an sich egal. Die Deutschen wollen aber nicht mehr als 2 Prozent Inflation akzeptieren und die anderen L&auml;nder keine Lohndeflation. Die Folgen sind Jugendarbeitslosigkeit und langfristig steigende Auslandsverschuldung.<br>\nGeorg Vobruba: Schon 1961 haben &Ouml;konomen formuliert, was bei einer W&auml;hrungsunion zu erwarten ist &ndash; entweder eine Angleichung der Produktivit&auml;tsniveaus, Migration von Arbeitskr&auml;ften oder Sozialtransfers von den Reicheren zu den weniger Reichen. Mit dem Euro entstand aber f&uuml;r knapp zehn Jahre die Illusion, die Bonit&auml;t der L&auml;nder auf dem Kapitalmarkt sei in etwa gleich. Entweder es wurde geglaubt, die gemeinsame W&auml;hrung wirke als Produktivit&auml;tspeitsche, oder es wurde die &ldquo;Nichtbeistandsklausel&rdquo; ignoriert, so nach dem Motto: &ldquo;Die hauen die armen L&auml;nder schon raus.&rdquo; Aus Sicht der Gl&auml;ubiger hatten wir schon in den Nuller-Jahren eine Transferunion in Form einer R&uuml;ckzahlungsillusion: Das billige Geld ging in jene L&auml;nder und dehnte dort den monet&auml;ren Verteilungsspielraum vollkommen unzumutbar aus. Der Sch&ouml;nheitsfehler: Das Geld kommt nie wieder zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/wirtschaft\/international\/535335_Die-Eurozone-ins-Gleichgewicht-bringen-Vergessen-wir-es.html\">wienerzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verlagerung von Fabriken: Deutsche Firmen fliehen kaum noch ins Ausland<\/strong><br>\nFabriken im Inland schlie&szlig;en und in L&auml;ndern mit Niedrigl&ouml;hnen wieder aufbauen: So sah jahrelang das Standardrezept vieler deutscher Firmen im Zuge der Globalisierung aus. Doch dieser Trend ist laut SPIEGEL-Informationen weitgehend gestoppt &ndash; denn Verlagerungen rechnen<br>\nsich oft nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/zahl-der-verlagerung-von-produktion-ins-ausland-deutlich-gesunken-a-891647.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Interessant, dass Firmen vor den b&ouml;sen Arbeitnehmern in Deutschland &ldquo;fliehen&rdquo;, aber sei&rsquo;s drum: nat&uuml;rlich gehen die Firmen nicht mehr weg, wenn sie Niedrig- und Niedrigstl&ouml;hne in Kombination mit Rechtssicherheit und ordentlicher Qualit&auml;t von der Politik an die Haust&uuml;r geliefert bekommen. Sch&ouml;ner als im Unternehmerparadies Deutschland geht doch kaum.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es k&ouml;nnte schon sein, dass die L&ouml;hne in Deutschland inzwischen so niedrig sind, dass sich ein weiteres Outsourcing ins Ausland in vielen Bereichen nicht mehr lohnt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Flaute in London<\/strong><br>\nMangelnden Spareifer kann sich die britische Regierungskoalition nicht vorwerfen lassen. Mit einem ganzen B&uuml;ndel von Neuregelungen will sie die Kosten im Laufe dieses Jahres senken. Das Wohngeld wird neu berechnet, das Arbeitslosengeld und Hilfe zum Lebensunterhalt werden schrittweise zusammengef&uuml;hrt, und erstmals wird es eine Deckelung f&uuml;r alle Sozialleistungen geben. Niemand soll k&uuml;nftig mehr Sozialhilfe beziehen als ein Arbeiter mit britischem Durchschnittsverdienst.<br>\nMassiv gespart wird im Vereinigten K&ouml;nigreich, seit 2010 die Koalition aus Konservativen und Liberaldemokraten antrat. Allerdings mit wenig Erfolg. Wie im vergangenen Jahr, so liegt auch in diesem Jahr die Neuverschuldung bei 121 Milliarden Pfund (143 Milliarden Euro). Die Wachstumsaussichten wurden gerade von 1,2 Prozent auf 0,6 Prozent halbiert. Das G&uuml;tesiegel AAA der Kreditw&uuml;rdigkeit ist verschwunden. Die Steuereinnahmen blieben erheblich hinter den Erwartungen zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/grossbritannien-finanzkrise--flaute-in-london,1471908,22253024.html\">FR<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein weiteres Beispiel, f&uuml;r die These Albrecht M&uuml;llers, dass Sparwille in einer Volkswirtschaft eben noch lange nicht Sparerfolg bedeutet<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zur Lohnrunde 2013 &mdash; Doping durch Dumping<\/strong><br>\nDoping schadet nicht nur dem auf Dauer, der damit kurzfristig gewinnt, sondern es ist den anderen Wettbewerbern gegen&uuml;ber unfair. Wenn sich Jahre sp&auml;ter herausstellt, dass der Gewinner eines weit zur&uuml;ckliegenden Wettkampfes gedopt hatte, n&uuml;tzt das seinen damaligen Konkurrenten wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/zur-lohnrunde-2013-teil-4-doping-durch-dumping\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: L&ouml;hne und Wettbewerbsf&auml;higkeit: die &ldquo;dirty tricks&rdquo; der Konservativen<\/strong><br>\nEU-weit soll Druck auf L&ouml;hne gemacht werden. Es geht wieder einmal darum, die &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; der EU-Staaten zu erh&ouml;hen. Einigerma&szlig;en anst&auml;ndige L&ouml;hne, Arbeitsbedingungen und Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse stehen diesem Ansinnen im Weg. Wie lautet nicht das konservative, neoliberale Mantra? &bdquo;Wir haben &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse gelebt&ldquo;, es brauche &bdquo;harte Einschnitte&ldquo;, es m&uuml;sse &bdquo;Verzicht&ldquo; ge&uuml;bt, der &bdquo;G&uuml;rtel enger geschnallt&rdquo; werden, es brauche &bdquo;Strukturreformen&ldquo; &ndash; also Abbau von ArbeitnehmerInnenrechte, Flexibilisierung der Arbeitszeiten, Liberalisierung der Arbeitsm&auml;rkte, niedrigere L&ouml;hne. Im Juni soll auf Europ&auml;ischer Ebene der &bdquo;Pakt f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; beschlossen werden &ndash; der Druck auf L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen quasi &bdquo;institutionalisiert&ldquo; werden. Wie allerdings eine Ma&szlig;nahme durchsetzen, die ausgesprochen unpopul&auml;r ist und wohl nicht ohne Widerstand durchzusetzen sein wird? Wie also das &bdquo;Feld&ldquo; aufbereiten, um m&ouml;gliche Proteste m&ouml;glichst klein zu halten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diealternative.org\/verteilungsgerechtigkeit\/2013\/03\/lohne-und-wettbewerbsfahigkeit-die-dirty-tricks-der-konservativen\/\">diealternative<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Blo&szlig; schnell zur&uuml;ck zur Tagesordnung!<\/strong><br>\n&hellip;Birger Priddat von der Universit&auml;t Witten\/Herdecke, &Ouml;konom und Philosoph&hellip;Also Reformen ber&uuml;hren Besitzst&auml;nde, und wenn man an Besitzst&auml;nde geht, dann gibt&acute;s Widerst&auml;nde und dann funktioniert&rsquo;s nicht&hellip;<br>\nUnser System bzw. das Ineinandergreifen der verschiedenen Systeme &ndash; Staat, Politik, Journalismus, Wirtschaft und Wissenschaft &ndash; ist wirklich soweit durchdrungen von gesellschaftsfeindlichem Denken bzw. Nichtdenken &ndash; denn es f&auml;llt vielen &uuml;berhaupt nicht mehr ein, &uuml;ber das, was sie da vermitteln, &uuml;berhaupt noch nachzudenken -, dass kaum vorstellbar ist, wie aus diesem Staat wieder ein funktionierendes Gemeinwesen werden soll, so nachhaltig und weitreichend, wie es in Geist und Praxis bereits zerst&ouml;rt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/03\/30\/nach-interview-mit-heiner-flassbeck-im-deutschlandfunk-blos-schnell-zuruck-zur-tagesordnung\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hohes Verarmungsrisiko Jugendlicher<\/strong><br>\nDer R&uuml;ckgang der Jugendarbeitslosigkeit hat bisher nichts daran &auml;ndern k&ouml;nnen, dass Jugendliche ein &uuml;berdurchschnittliches Verarmungsrisiko haben. Im Dezember 2012 wurden trotz relativ guter Arbeitsmarktsituation &uuml;ber 250.000 arbeitslose Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren gez&auml;hlt, doch auf Hartz IV angewiesen waren etwa drei Mal so viele junge Menschen in dieser Altersgruppe. Eine nicht gerade kleine Minderheit der Jugendlichen w&auml;chst im Hinterhof der Wohlstandsgesellschaft auf. L&auml;ngst nicht alle z&auml;hlen offiziell als arbeitslos. Die gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen bei der Integration der Jugendlichen sind beachtlich und gehen weit &uuml;ber die Zahl der registrierten Arbeitslosen und Ausbildungssuchenden hinaus. Dies gilt insbesondere f&uuml;r gro&szlig;st&auml;dtische Regionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130403_jugendliche_verarmungsrisiko.pdf\">DGB arbeitsmarkt aktuell [PDF &ndash; 39.5 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Auml;ltere Arbeitskr&auml;fte sind so gefragt wie nie<\/strong><br>\nDanach gingen im September 2012 knapp 1,484 Millionen Menschen im Alter zwischen 60 und 65 Jahren einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach. Das waren 12,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor&hellip;.<br>\nNoch bemerkenswerter stellt sich der Besch&auml;ftigungsaufbau im Verlauf der zur&uuml;ckliegenden f&uuml;nf Jahre dar. W&auml;hrend dieser Zeit hat sich die Zahl der Besch&auml;ftigten in der Altersgruppe der 60- bis 65-J&auml;hrigen um 667.000 Personen oder 81,7 Prozent erh&ouml;ht. Die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigten Personen stieg w&auml;hrenddessen, also von September 2007 bis September 2012, um knapp zwei Millionen Personen oder 7,2 Prozent&hellip;<br>\nBesonders starke politische Beachtung findet stets die Besch&auml;ftigungsquote der &Auml;lteren. Sie gibt den Anteil der Personen mit sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung an der Gesamtzahl der Einwohner in der Altersgruppe der 60- bis 65-J&auml;hrigen an. Sie gilt als Indikator daf&uuml;r, wie gut der Arbeitsmarkt auf die Anhebung des Renteneintrittsalters vorbereitet ist. Mit den neuen Daten hat sich diese Quote nun nach vorl&auml;ufiger Berechnung auf 29,3 Prozent erh&ouml;ht. Dies entspricht einem Anstieg um 2,4 Prozentpunkte binnen eines Jahres.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/robuster-arbeitsmarkt-aeltere-arbeitskraefte-sind-so-gefragt-wie-nie-12135324.html\">FAZ Net<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Zwischen vielen anderen Prozentzahlen (&ldquo;es geht aufw&auml;rts&rdquo;) versteckt dann schlie&szlig;lich die entscheidende Zahl: nicht einmal 30% haben einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. Selbst wenn man &ndash; wie ich finde, berechtigt &ndash; die 10% Beamten hinzuz&auml;hlt, haben keine 40% der &Auml;lteren eine &ldquo;vern&uuml;nftige&rdquo; Stelle &ndash; fast ein Grund zum Jubeln. Unter der plausiblen Annahme, dass die Prozentzahlen im h&ouml;heren Alter abnehmen, ist von den 62j&auml;hrigen vielleicht nur noch jede\/r Dritte SV-pflichtig oder als Beamter\/Beamtin angestellt. Nicht einmal 10% der &uuml;ber 64j&auml;hrigen haben eine SV-pflichtige Stelle &ndash; also eine krasse Minderheit. Eine Arbeitsverpflichtung bis 67, wenn fast keiner mehr mit 64 Arbeit hat, ist eine zynische Zumutung. Ob die &Auml;lteren das wollen oder &uuml;berhaupt k&ouml;nnen, wird nicht gefragt. Oder, mit den Worten der FAZ: &ldquo;Deutschland ist ziemlich gut vorbereitet f&uuml;r das steigende Renteneintrittsalter.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Aber die Propaganda ist spitze.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Chinesische Pflegekr&auml;fte f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nNach aktuellen ZAV-Angaben gab es im M&auml;rz mehr als 8000 als offen gemeldete Stellen in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie gut 10.000 offene Stellen in der Altenpflege. Der tats&auml;chliche Bedarf d&uuml;rfte weit h&ouml;her liegen. Nach Sch&auml;tzungen des Arbeitgeberverbandes Pflege fehlen bereits jetzt rund 30.000 Fachkr&auml;fte.<br>\nDie ZAV sucht bereits seit einiger Zeit Pflegekr&auml;fte in anderen EU-L&auml;ndern, vor allem im krisengesch&uuml;ttelten S&uuml;deuropa. Dort ist die Arbeitslosigkeit hoch, und junge Fachkr&auml;fte finden oft keine Stelle. Im vergangenen Jahr vermittelte die ZAV gleichwohl nur 56 Pflegekr&auml;fte aus dem europ&auml;ischen Ausland, die meisten kamen aus Portugal. Das ist nicht mal ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein&hellip;<br>\n&bdquo;Trotz EU-Freiz&uuml;gigkeit sind nur wenige Pflegefachkr&auml;fte aus L&auml;ndern wie Polen, Tschechien, der Slowakei oder Ungarn gekommen&ldquo;, sagt der Sprecher des Arbeitgeberverbands Pflege, Steffen Ritter. Ein hoher b&uuml;rokratischer Aufwand bei der Berufsanerkennung, unterschiedliche Regelungen in den Bundesl&auml;ndern sowie fehlende Deutschkenntnisse seien gro&szlig;e Hindernisse. Auch die Bezahlung sei nicht so attraktiv, wenn die hohen Lebenshaltungskosten in Betracht gezogen w&uuml;rden. &bdquo;Viele polnische Fachkr&auml;fte sind lieber nach Skandinavien oder Gro&szlig;britannien gegangen, und Personal aus Ungarn oder Tschechien hat &Ouml;sterreich oder die Schweiz bevorzugt.&ldquo;<br>\nDeshalb sucht die ZAV nun auch &uuml;ber Europa hinaus. In China sollen in einem Pilotprojekt mit dem Arbeitgeberverband Pflege zun&auml;chst etwa 150 ausgebildete Pflegerinnen angeworben werden.<br>\nQuell: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/mangel-an-fachpersonal-chinesische-pflegekraefte-fuer-deutschland-12134648.html\">FAZ Net<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn Menschen aus den bettelarmen, von hoher Arbeitslosigkeit geplagten L&auml;ndern Bulgarien und Rum&auml;nien nicht als Pflegekraft ins &ldquo;Jobwunderland&rdquo; Deutschland kommen wollen, weil ihnen die L&ouml;hne zu niedrig (!!) sind, dann sollten doch alle Alarmglocken klingen. Umgekehrt ist die Frage, wie viel Idealismus eigentlich die in Deutschland arbeitenden Pflegekr&auml;fte heute f&uuml;r diese harte und unterbezahlte Arbeit mitbringen.<\/em><br>\n<em>Und die offensichtliche L&ouml;sung &ndash; oder zumindest der L&ouml;sungsversuch &ndash; liegt doch auf der Hand: endlich vern&uuml;nftige, angemessene L&ouml;hne zahlen, von denen Menschen leben k&ouml;nnen. Stattdessen werden auf Biegen und Brechen weiterhin Arbeitskr&auml;fte zu Dumpingl&ouml;hnen ausgebeutet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Arbeiterstrich im Ostend<\/strong><br>\nFast eine Woche lang hat sich FNP-Reporter Moritz Eisenach als Schwarzarbeiter ausgegeben und den Alltag der osteurop&auml;ischen Tagel&ouml;hner kennengelernt, die sich jeden Morgen an die Sonnemannstra&szlig;e im Ostend stellen und dort auf Arbeit hoffen&hellip;<br>\nEin Schwarzmarkt, auf dem osteurop&auml;ische M&auml;nner um deutsche Privatleute oder Firmen buhlen, die am Staat vorbei g&uuml;nstige Arbeitnehmer besch&auml;ftigen. Der Kampf dagegen gestaltet sich schwierig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fem.fnp.de\/fnp\/region\/lokales\/frankfurt-sued\/der-arbeiterstrich-im-ostend_rmn01.c.10531712.de.html\">Frankfurter Neue Presse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Prozess gegen &bdquo;Water Makes Money&ldquo;: In der Hauptsache gewonnen, was Korruption ist, darf weiterhin &bdquo;Korruption&ldquo; genannt werden, aber&hellip;<\/strong><br>\nAm 28.M&auml;rz erging in Paris das Urteil im Strafprozess  des privaten Wasserkonzerns Veolia gegen den Film &bdquo;Water Makes Money&ldquo; . Aus der m&uuml;ndlichen Urteilsverk&uuml;ndung  geht im Wesentlichen Folgendes hervor:<br>\nIn der Hauptsache wurde die Klage Veolias abgewiesen: Die im Film genannten Fakten werden nicht angezweifelt und d&uuml;rfen in Water Makes Money weiterhin als &bdquo;Korruption&ldquo; bezeichnet werden. Die Zeugenaussagen vor Gericht und auch Beispiele aus dem Film haben laut Urteil eine ausreichende Faktenlage,  um die Bezeichnung &bdquo;Korruption&ldquo; als gerechtfertigt und nicht diffamierend zu beurteilen.  Hingewiesen wurde in diesem Zusammenhang u.a. auf die im Film gezeigten Interessenskonflikte zwischen Politik und Wirtschaft; die Korruptionsbeispiele aus Grenoble und Montpellier und das Eintrittsgeld in Toulouse.<br>\nLeider kam das Gericht dem Konzern aber in einem Punkt entgegen: Die Aussage des Whistleblowers Jean-Luc Touly, man habe ihm eine Million &euro; angeboten, wurde vom Gericht zwar als nicht beweisbar beurteilt. Der &bdquo;Bestecher&ldquo; und der zu Bestechende waren allein.  Doch das Gericht entschied sich f&uuml;r die Version Veolias. Obwohl in der Verhandlung &uuml;berdeutlich wurde, dass derartige Schmiergelder bei den privaten Wasserkonzernen an der Tagesordnung sind,  muss diese Stelle aus der franz&ouml;sischen DVD-Version gestrichen werden.<br>\nDar&uuml;ber hinaus wird eine Unklarheit Jean-Luc Toulys geahndet. Er behauptet an derselben Stelle, er sei mit Prozessen bombardiert worden und habe sie alle gewonnen. Fakt ist, dass er alle gewonnen hat, au&szlig;er einem. Da wurde er zu 1&euro; Schadensersatz verurteilt, und zwei v&ouml;llig unbedeutende Stellen mussten aus seinem Buch gestrichen werden. Verst&auml;ndlich, dass Jean-Luc Touly dies als Sieg empfand. Schlie&szlig;lich konnte das Buch entgegen der Klage seines Arbeitgebers unwesentlich gek&uuml;rzt erscheinen. Dennoch entschied das Gericht, dass auch diese Stelle aus der franz&ouml;sischen DVD-Version gestrichen werden muss. Jean-Luc Touly und der franz&ouml;sische Filmverleih werden deshalb zu 1.000&euro; bzw. 500&euro; Strafe auf Bew&auml;hrung verurteilt und m&uuml;ssen dar&uuml;ber hinaus jeweils einen symbolischen Euro an die Kl&auml;ger bezahlen.<br>\nVon der Zensur der Passage sind voraussichtlich nicht die ARTE-Fassung und nicht alle anderen internationalen Versionen des Films betroffen &ndash; auch nicht die deutsche. Sie k&ouml;nnen weiter unzensiert gezeigt werden.<br>\nIn den bisherigen Medienmeldungen herrscht der Tenor vor: &bdquo;Wasserkonzern siegt vor Gericht.&ldquo; Dies unterschl&auml;gt, dass immerhin drei der vier Anklagepunkte Veolias vom Gericht abgewiesen wurden. Au&szlig;er einer f&uuml;r den Film nicht entscheidenden Passage wird &bdquo;Water Makes Money&ldquo; also durch dieses Gericht best&auml;tigt.<br>\nDie Bestrafung der franz&ouml;sischen Kollegen und die Zensur des Films sind emp&ouml;rend &ndash; insbesondere vor dem Hintergrund der im Gerichtsverfahren mehrfach best&auml;tigten Korruption des privaten Wasserkonzerns Veolia, die g&auml;nzlich unbestraft bleibt.<br>\n&bdquo;Water Makes Money&ldquo; wird weiter leben, viel aufgef&uuml;hrt werden und helfen, dass eines Tages Korruption so bestraft wird, wie es n&ouml;tig ist!<br>\nQuelle: Water Makes Money-Team (Mitteilung per E-Mail, nicht im Netz)<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>B&uuml;rgerbeteiligung &ndash; Mehrheit ist nicht gleich Wahrheit<\/strong><br>\nL&auml;ge Stuttgart in China, dann w&auml;re der S-21-Tiefbahnhof wohl schon l&auml;ngst in Betrieb. Im Reich der Mitte symbolisieren Gro&szlig;projekte den &bdquo;heldenhaften Geist&ldquo; des Volkes, wie Parteizeitungen schw&auml;rmen. Superlative seien ein Weg, der Welt zu zeigen, was Peking auf die Beine stellen kann. Drei-Schluchten-Staudamm, Transrapidstrecke, die l&auml;ngste Ozeanbr&uuml;cke der Welt &ndash; das autorit&auml;re Ein-Parteien-System Chinas kennt bei Infrastrukturprojekten keine Hindernisse. B&uuml;rgerbeteiligung oder gar Volksabstimmungen &uuml;ber Sinn und Kosten solcher Mammutvorhaben gibt es nicht. Und dank der autokratischen Herrschaft der Kommunistischen Partei findet eine parlamentarische Kontrolle ohnehin nicht statt.<br>\nIn demokratisch verfassten Staaten ist die Sache komplizierter. &hellip; Anders als in China gibt es hier allgemein anerkannte Verfahrensregeln, die eingehalten werden m&uuml;ssen. &bdquo;Die Demokratie ist eine Institution, die den Zweifel, das Misstrauen und die Kritik organisiert. Das macht sie auch so erfolgreich&ldquo;, hat der fr&uuml;here Stuttgarter Oberb&uuml;rgermeister Manfred Rommel gesagt.<br>\nWas aber, wenn Kritiker als Fortschrittsfeinde diffamiert, Einw&auml;nde lapidar abgetan und selbst mathematische Grunds&auml;tze gebeugt werden, um ein Projekt sch&ouml;nzurechnen? Was, wenn parlamentarische Debatten sich im machtpolitischen Schlagabtausch ersch&ouml;pfen, Projekte als &bdquo;alternativlos&ldquo; erkl&auml;rt werden und Faktenresistenz die Beschl&uuml;sse beherrscht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.buergerbeteiligung-mehrheit-ist-nicht-gleich-wahrheit.6cdbddc4-81cf-4b17-97dc-04f5cf557cbd.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Tom Strohschneider &uuml;ber die diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rsche der Friedensbewegung<\/strong><br>\nIn der Beteiligung an den Osterm&auml;rschen 2013 zeigt sich die Ersch&ouml;pfung einer Tradition. Wo einst Hunderttausende gegen die Atombewaffnung demonstrierten, ziehen heute bisweilen nur noch Dutzende durch die Innenst&auml;dte. Es gibt gute Gr&uuml;nde, &uuml;ber die Strategie, &uuml;ber die Forderungen, &uuml;ber das Wesen der Aktionen zu diskutieren&hellip;<br>\nUnd vielleicht lie&szlig;e sich auch mehr tun in einer Gesellschaft, deren Erregungsmechanismen zwar ganz gut funktionieren, wenn einmal wieder Panzer oder anderes Schie&szlig;- und Unterdr&uuml;ckungsger&auml;t in L&auml;nder exportiert wird, die damit genau das tun: schie&szlig;en und unterdr&uuml;cken; die aber nach der Emp&ouml;rung schnell auch wieder in den &uuml;blichen Gang der Dinge zur&uuml;ckf&auml;llt.<br>\nAn der Frage der Wichtigkeit der Osterm&auml;rsche &auml;ndert aber das eine wie das andere nichts. Sie sind f&uuml;r all jene, die an diesem Wochenende trotzdem zu Hause geblieben sind, Beispiel daf&uuml;r, dass man ein Zeichen setzen kann. Sie sind Symbol daf&uuml;r, dass friedenspolitische Traditionen noch nicht ganz abgerissen sind &ndash; und Mahnung, dass man immer auch nach neuen politischen Wegen suchen muss, auf denen sich dann auch wieder mehr Menschen f&uuml;r eine friedlichere Welt und gegen jene Waffenprofite bewegen k&ouml;nnen, die ein R&uuml;stungslobbyist wie Adamowitsch ganz sicher f&uuml;r &bdquo;gesellschaftlich relevant&ldquo; h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/817331.gesellschaftlich-relevant.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kosten f&uuml;r die Kriege in Afghanistan und im Irak belasten die USA noch Jahrzehnte<\/strong><br>\nDie Kriege in Afghanistan und Irak selbst haben nach Bilmes fast 2 Billionen US-Dollar gekostet. Aber das sei nur ein Teil der Kriegskosten, die wesentlich auch durch die medizinische Versorgung und die Invalidit&auml;tsrenten der Veteranen verursacht w&uuml;rden. Und die w&uuml;rden erst in Jahrzehnten wirklich in die H&ouml;he klettern. So w&uuml;rde die Zahnlungen an die Veteranen des Vietnamkriegs und des ersten Golfkriegs auch jetzt noch steigen&hellip;<br>\nUm die 2,5 Millionen Soldaten waren in Afghanistan und im Irak im Einsatz. Bis Ende 2012 sind 1,5 Millionen Soldaten heimgekehrt und haben den aktiven Milit&auml;rdienst verlassen. Jetzt schon erhalten 56 Prozent der Afghainstan- und Irak-Veteranen medizinische Versorgung, alle Veteranen werden nach dem Dienst 5 Jahre lang kostenlos versorgt, und die H&auml;lfte hat bereits Invalidenrente beantragt. Ein Drittel der Heimkehrenden wurden mit psychischen St&ouml;rungen diagnostiziert, mehr als 250.000 erlitten eine traumatische Gehirnverletzung, oft einhergehend mit einer posttraumatischen Belastungsst&ouml;rung. Erfahrungen aus den vorhergehenden Kriegen zeigen, dass die Soldaten mit psychischen St&ouml;rungen ein h&ouml;heres Risiko f&uuml;r lebenslange medizinische Probleme haben.<br>\nDas Budget des Kriegsveteranenministeriums ist von 61,4 Milliarden im Jahr 2001 auf 140,3 Milliarden f&uuml;r das Haushaltsjahr 2013 angeschwollen. Seit 2001 wurden 35 Milliarden an Invalidenrenten f&uuml;r Veteranen aus dem Afghanistan- und Irakkrieg bezahlt, &uuml;ber 400 Milliarden werden in den n&auml;chsten 40 Jahren f&auml;llig. Nimmt man die medizinischen Kosten hinzu, entstehen Kosten von 830 Milliarden US-Dollar. Weitere Kosten entstehen, weil Soldaten und ihre Familienangeh&ouml;rigen &uuml;ber TRICARE sehr g&uuml;nstig eine Krankenversicherung erhalten. Hier sind die Kosten von 18 Milliarden im Jahr 2001 auf 56 Milliarden angestiegen.<br>\nF&uuml;r Bilmes machen ihre Kostensch&auml;tzungen deutlich, dass die US-Amerikaner noch Jahrzehnte den Preis f&uuml;r die auf Pump finanzierten milit&auml;rischen Abenteuer der Bush-Regierung bezahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38857\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: Die Unertr&auml;glichkeit des Krieges und seiner L&uuml;gner <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Erstens, zur Frage Krieg oder Frieden. Bei der Behauptung, der Westen und seine V&ouml;lker st&uuml;nden in Gestalt des islamistischen Terrorismus einem neuen Gegner gegen&uuml;ber, weshalb sie es mit einem neuen Konflikt-, ja Kriegstyp zu tun h&auml;tten, wird die Grundfrage jeder Konfliktregelung ausgeklammert. N&auml;mlich: m&uuml;sste bei einem neuen Gegnertyp nicht auch nach einem neuen Typ von Frieden gesucht werden? Vorausgesetzt, Frieden ist gewollt?<\/li>\n<li>Zweitens, wer ist der neue Gegner? Warum identifizieren sich &bdquo;gew&ouml;hnliche Muslime&ldquo; auf breiter Basis mit al-Qaida&rsquo;s antiwestlicher Ausrichtung? Ist der Westen daf&uuml;r mit verantwortlich? Hat er dazu mit seiner hegemonialen Dominanz in und &uuml;ber die islamischen Regionen, die mit steter Gewalt verbunden war (Steinbach), beigetragen? Dutzende westliche Expertenanalysen f&uuml;hren zu dem Fazit, dass diese nicht einmal &bdquo;einfache Antworten wie etwa die Beschreibung des Gegners liefern, die zur rationalen Begr&uuml;ndung eines globalen Krieges gebraucht werden&ldquo; (Hellmich). Unverstanden blieb, dass das haupts&auml;chliche Potenzial der Ideen al-Qaidas und anderer Islamisten in der Strahlkraft ihrer Ideen liegen, weshalb Bin Laden f&uuml;r Millionen seiner Glaubensbr&uuml;der als islamischer Held gilt.<\/li>\n<li>Womit der dritte Kernfehler ins Bild kommt. Wenn der Westen sich in Konflikt und Krieg mit Dschihadisten, Islamisten und Salafisten begibt, dann ger&auml;t er unvermeidlich in Gegnerschaft zur muslimischen Gesellschaft gemeinschaftlich, denn in jener ist der Gegner verankert. Beispielhaft spielt als Trauma der Tod 500.000 irakischer Kinder als Folge der Wirtschaftssanktionen nach dem zweiten Golfkrieg 1991 eine besondere Rolle, zu denen die damalige US-Au&szlig;enministerin Albright seinerzeit seelenruhig erkl&auml;rte, die Ziele der USA seien dies Wert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2013\/03\/die-unertraeglichkeit-des-krieges-und-seiner-luegner-23459.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die &raquo;Zukunftspartei&laquo; Schwedens?<\/strong><br>\nDie Schwedische Sozialdemokratie zwischen erfolgreicher Vergangenheit und unsicherer Zukunft.\n<ul>\n<li>Lange Zeit war die Schwedische Sozialdemokratie die wohl erfolgreichste sozialdemokratische Partei Europas. Nach zwei Wahlniederlagen in den Jahren 2006 und 2010 und drei Personalwechseln an der Parteispitze versucht die Partei, nach einer schweren Vertrauenskrise wieder an die erfolgreiche Vergangenheit anzukn&uuml;pfen.<\/li>\n<li>Seit 2012 hat die Partei mit Stefan L&ouml;fven einen neuen Vorsitzenden. Der ehemalige Metallgewerkschaftsvorsitzende soll mit einem neuen Team die Sozialdemokratie wieder kompetent und l&ouml;sungsorientiert aufstellen sowie f&uuml;r breite Arbeitnehmerschichten w&auml;hlbar machen.<\/li>\n<li>Statt scharfer ideologischer Polarisierung mit der b&uuml;rgerlichen Minderheitsregierung setzt die Sozialdemokratie auf einen pragmatischen Mitte-Kurs. Die Partei versucht damit an Modernit&auml;t, Regierungsverm&ouml;gen sowie Wirtschafts- und L&ouml;sungskompetenz wiederzugewinnen. Umverteilungs- und Wohlfahrtsthemen werden zu Gunsten der Haushaltsdisziplin und der Arbeitsmarktpolitik zur&uuml;ckgestellt.<\/li>\n<li>Die schwedische Sozialdemokratie unterstreicht ihre Neuausrichtung mit einem modernen Image. Seit November 2012 bezeichnet sich die Sozialdemokratie selbst als &raquo;Zukunftspartei&laquo; und hat eine Erneuerung in allen relevanten Parteibereichen wie Organisation, Kommunikation und Programmatik angek&uuml;ndigt.<\/li>\n<li>Die Partei betont st&auml;rker als zuvor nicht nur die Rechte, sondern auch die Pflichten der Arbeitnehmer. Die rhetorische und programmatische Leistungsorientierung unter dem neuen Vorsitzenden L&ouml;fven ist risikoreich und k&ouml;nnte traditionelle sozialdemokratische W&auml;hler verprellen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/09824.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung, Internationale  Politikanalyse [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nun schwenken auch noch die schwedischen Sozialdemokraten auf den &bdquo;Modernisierungskurs&ldquo; von Gerhard Schr&ouml;der ein. Auf diesen Wahlerfolg darf man gespannt sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bildungspaket: Kinder-Hilfe zu wenig genutzt<\/strong><br>\nSeit zwei Jahren k&ouml;nnen Kinder von Hartz-IV-Empf&auml;ngern vom Staat Geld f&uuml;r Klassenfahrten, die Mitgliedschaft im Sportverein oder Nachhilfe bekommen. Im ersten Jahr lautete die Bilanz vieler Sozialverb&auml;nde noch, dass das Bildungs- und Teilhabepaket ein b&uuml;rokratisches Monster sei, die Angebote kaum genutzt w&uuml;rden. Ein Jahr sp&auml;ter hat sich nach Recherchen von NDR Info nicht viel ver&auml;ndert. Die Folge: Der Bund kann mit einer R&uuml;ckzahlung in dreistelliger Millionenh&ouml;he rechnen&hellip;<br>\nAm wenigsten seien f&uuml;r die Leistungen, zu denen beispielsweise Nachhilfe, Klassenfahrten oder der Besuch im Sportverein geh&ouml;ren, in Berlin (37 Prozent), Sachsen-Anhalt (44 Prozent) und Bayern (56 Prozent) ausgegeben worden, teilten die zust&auml;ndigen Ministerien mit. Am meisten profitierten Kinder in Bremen und Hamburg vom Bildungs- und Teilhabepaket. Als einziges Land hat Bremen sogar 800.000 Euro mehr ausgegeben als es vom Bund bekommen hat. Hamburg hat etwa 80 Prozent aus dem Bildungs-und Teilhabepaket genutzt. Auch dort wurden b&uuml;rokratische H&uuml;rden abgebaut. Im Mittelfeld liegen Baden-W&uuml;rttemberg, Niedersachsen und Sachsen. Dort hat offenbar etwa jedes dritte Kind von dem Bildungspaket profitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/programm\/sendungen\/reportagen\/bildungspaket167.html\">NDR Info<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die L&auml;nder sollen nur 60 Prozent der Mittel und nur gut ein Drittel der Bed&uuml;rftigen sollen das Geld abgerufen haben.<\/em><br>\n<em>Siehe auch den Kommentar auf NDR Info: &bdquo;Diese Bundesvorgaben sind so gestrickt, dass m&ouml;glichst wenig Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket flie&szlig;en soll. Daraus spricht ein tiefes Misstrauen gegen&uuml;ber sozial schwachen Familien, mit Geld verantwortungsbewusst umgehen zu k&ouml;nnen. Das macht das Bildungspaket hochgradig ineffizient &ndash; denn die B&uuml;rokratiekosten sind im Verh&auml;ltnis zu den tats&auml;chlich gew&auml;hrten Leistungen immens. Daran werden auch die k&uuml;rzlich beschlossenen Verwaltungsvereinfachungen nichts &auml;ndern.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Der Wohlfahrtsverband Volkssolidarit&auml;t erkl&auml;rt dazu:<\/em><br>\n<em>Die Volkssolidarit&auml;t setzt sich daf&uuml;r ein, dass alle Kinder und Jugendliche gleich gute Chancen auf Entwicklung und Bildung haben.<\/em><br>\n<em>Das erkl&auml;rte der Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t, Prof. Gunnar Winkler, am Dienstag. &bdquo;Deshalb unterst&uuml;tzen wir die Forderung nach einem einklagbaren Rechtsanspruch auf Teilhabe im Kinder- und Jugendhilfegesetz, wie sie z. B. vom Parit&auml;tischen Gesamtverband erhoben wird.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Ein Beleg f&uuml;r das Scheitern des Bildungs- und Teilhabepakets der Bundesregierung sei die vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) am 1. April vorgelegte Recherche, wie die Angebote genutzt werden. &bdquo;Die Ergebnisse zeigen, dass mehr B&uuml;rokratie statt mehr Hilfe das Ergebnis ist&ldquo;, stellte Winkler fest. &bdquo;B&uuml;rokratie, zu wenig auf den Bedarf ausgerichtete Hilfen f&uuml;r Kinder und Jugendliche sowie Misstrauen gegen&uuml;ber den Eltern sind entscheidende H&uuml;rden, die Chancengerechtigkeit f&uuml;r alle Kinder und Jugendlichen zu sichern.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Der Verbandspr&auml;sident bezeichnete es als besorgniserregend, dass trotz gro&szlig;er regionaler Unterschiede insbesondere in Teilen Ostdeutschland ein Gro&szlig;teil der Angebote nicht abgerufen werde. &bdquo;Wenn in Sachsen-Anhalt, gro&szlig;en Kreisen in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin weit weniger als die H&auml;lfte der Mittel genutzt werden, ist dies ein Ausdruck f&uuml;r ein strukturelles Versagen des Bildungs- und Teilhabepakets. Angesichts der in den neuen L&auml;ndern h&ouml;heren Quoten von Leistungsbeziehern nach dem SGB II und un&uuml;bersehbarer M&auml;ngel in der sozialen Infrastruktur erh&auml;lt Kinderarmut auf diese Weise einen ausgepr&auml;gten N&auml;hrboden. Das d&uuml;rfen wir nicht hinnehmen.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Winkler forderte einen grundlegenden Kurswechsel. &bdquo;Neben einem Rechtsanspruch im Rahmen der Jugendhilfe geh&ouml;ren dazu ein fl&auml;chendeckendes System der Ganztagsbetreuung in Kindereinrichtungen und Schulen, der Ausbau der Schulsozialarbeit, ein gutes und weitgehend kostenloses Schulessen und bedarfsgerechte Regels&auml;tze f&uuml;r Kinder und Jugendliche, die auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind. Es geht um den Ausbau einer kinder- und familienfreundlichen Struktur, die an jedem Ort unseres Landes und f&uuml;r alle Kinder und Jugendlichen erlebbar sein muss.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Was Journalisten verdienen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasjournalistenverdienen.tumblr.com\/\">Freischreiber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn man sich die kargen Honorare anschaut, muss man auch bedenken, dass freie Journalisten in der Regel nur wenige Auftr&auml;ge im Monat haben, so dass sie ihre Bez&uuml;ge h&auml;ufig sogar noch mit Hartz IV aufstocken m&uuml;ssen. Wer wundert sich da, dass immer mehr Kollegen in die besser bezahlte PR-Branche abwandern?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>NachDenkSeiten-Gespr&auml;chskreis: Dresdner Fr&uuml;hjahrsgespr&auml;ch 2013<\/strong><br>\nDas &bdquo;Dresdner Fr&uuml;hjahrsgespr&auml;ch 2013&ldquo; findet am Samstag, den 4. Mai 2013, von 11.00&ndash;13.30 Uhr im Festsaal in der Dreik&ouml;nigskirche &ndash; Haus der Kirche, Hauptstra&szlig;e 23, 01097 Dresden, statt. Merken Sie sich bitte den Termin vor! Denn mit dem Schlachtruf &bdquo;Zerschlagt die Banken &ndash; reguliert die Finanzm&auml;rkte&ldquo; wird<br>\nes diesmal besonders interessant werden. Der Hauptredner, Prof. Dr. Rudolf Hickel, Bremen, hat unter diesem Titel im vergangenen Jahr eine Streitschrift ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dresdner-fr%C3%BChjahrsgespr%C3%A4ch2013.de\/\">Dresdner Fr&uuml;hjahrsgespr&auml;ch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Immer mehr Menschen m&uuml;ssen immer mehr leisten, damit sich einige Wenige immer mehr leisten k&ouml;nnen.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR 2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16728","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16728","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16728"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16728\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16735,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16728\/revisions\/16735"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16728"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16728"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16728"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}