{"id":16738,"date":"2013-04-04T08:05:37","date_gmt":"2013-04-04T07:05:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738"},"modified":"2013-04-04T08:23:59","modified_gmt":"2013-04-04T07:23:59","slug":"hinweise-des-tages-1851","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h01\">Troika erwartet Wirtschaftseinbruch in Zypern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h02\">Unkenntnis der Bundesregierung &uuml;ber Kapitalflucht aus Zypern ist ein Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h03\">Sven Giegold: Was Portugals Haushalt die Deutschen angeht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h04\">Ulrike Herrmann: Die unger&uuml;hrten Deutschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h05\">Unsere neue Reservearmee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h06\">Wirkungsanalyse der &raquo;Riester&laquo;-Treppe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h07\">Die Weltwirtschaft im Ungleichgewicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h08\">Matthias W. Birkwald &ndash; Besch&auml;ftigungszahlen &Auml;lterer sind tr&uuml;gerisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h09\">Die &Ouml;konomie der Arbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h10\">Christoph Butterwegge: Zehn Jahre Agenda 2010 &ndash; Auf dem Weg nach unten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h11\">Neuzulassungen Auto-Nachfrage in Deutschland geht zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h12\">Italien beschlagnahmt Mafia-Verm&ouml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h13\">S 21: Bauernopfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h14\">&bdquo;Fr&uuml;her hie&szlig; das, Wehrmachtstournee&lsquo;&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h15\">Unis und R&uuml;stungsforschung &ndash; Balanceakt zwischen Krieg und Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h16\">Klicken Sie OK, um die Bildung zu retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h17\">Die Parteien, das Gemeinwohl und der oberste Wert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h18\">UN beschlie&szlig;en globales Waffenhandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h19\">Die Volkswirtschaft ist eine Non-Profit Organisation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738#h20\">Das Letzte: Auf sie mit Gebr&uuml;ll<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16738&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Troika erwartet Wirtschaftseinbruch in Zypern<\/strong><br>\nDie Wirtschaftsleistung Zyperns wird nach Einsch&auml;tzung seiner internationalen Gl&auml;ubiger in diesem Jahr um fast acht Prozent schrumpfen. Das ergibt sich aus Zahlen in einer Absichtserkl&auml;rung (Memorandum of Understanding) zwischen beiden Seiten, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Demnach wird f&uuml;r das kommende Jahr ein Minus um etwa drei Prozent erwartet. In den Jahren 2015 und 2016 soll es wieder ein Wachstum von je ein Prozent geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/finanzkrise-troika-erwartet-wirtschaftseinbruch-in-zypern\/8012246.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Troika wusste also, was sie mit ihren Auflagen tat. Sie nimmt also den wirtschaftlichen Einbruch in Zypern ganz bewusst in Kauf. Wie soll aber wieder Wachstum entstehen, wenn der Bankensektor kollabiert und wenn der Bev&ouml;lkerung Arbeit genommen und Einkommen gek&uuml;rzt wird?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Unkenntnis der Bundesregierung &uuml;ber Kapitalflucht aus Zypern ist ein Skandal<\/strong><br>\n&ldquo;Das ist starker Tobak. Die Bundesregierung will mit Steuergeldern Zyperns Banken retten, kennt aber die Kapitalflucht nur aus der Zeitung&rdquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht die Antwort auf ihre schriftliche Einzelfrage an die Bundesregierung zur Kapitalflucht aus Zypern, wonach die Bundesregierung ihre Kenntnisse &uuml;ber Kapitalflucht aus Zypern nur aus den Medien beziehe. Die Erste stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&ldquo;Die Bundesregierung ist entweder fahrl&auml;ssig im Umgang mit Steuergeldern oder unglaubw&uuml;rdig. Vor den Verhandlungen mit Zypern wurden sogar Berichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) bem&uuml;ht, um russisches Schwarzgeld zu enttarnen. Jetzt, wo die brutalen K&uuml;rzungspakte gegen die kleinen Leute in Sack und T&uuml;ten sind und der Parteifreund von Kanzlerin Merkel, Pr&auml;sident Nikos Anastasiades, beschuldigt wird, seinen Clan mit Insiderwissen versorgt zu haben, will die Bundesregierung von Geldw&auml;sche nichts mehr wissen. Und dies, obwohl die Europ&auml;ische Zentralbank und damit ein Akteur der Troika auf die Geldfl&uuml;sse aus Zypern aufmerksam machte. Ich habe daher auch einen Brief an den Bundesminister der Finanzen, Dr. Wolfgang Sch&auml;uble, und den Pr&auml;sidenten der Deutschen Bundesbank, Dr. Jens Weidmann, gerichtet, um Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde der Kapitalflucht zu erlangen. Es ist kriminell, dass den kleinen Leuten und Zyperns Mittelstand Lohnk&uuml;rzungen und acht Prozent Wirtschaftseinbruch diktiert werden, w&auml;hrend die Finanzhaie ihr Geld aus dem Land schaffen. Wenn die Aufregung &uuml;ber russische Oligarchen ernst gemeint war, m&uuml;ssen auch die Oppositionsparteien die Bankenrettung auf Zypern ablehnen. Wer trotz Kapitalflucht &ndash; darunter in EU-Zielstaaten wie Malta und Gro&szlig;britannien &ndash; vermeintliche Rettungspakete freigibt, veruntreut Steuergelder. DIE LINKE fordert ein sofortiges Einfrieren der Fluchtgelder. Banken aus nicht-kooperativen Zielstaaten muss ansonsten die Bank-Lizenz in der Euro-Zone entzogen werde<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/1573.unkenntnis-der-bundesregierung-ueber-kapitalflucht-aus-zypern-ist-ein-skandal.html\">Sahra Wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sven Giegold: Was Portugals Haushalt die Deutschen angeht<\/strong><br>\nPortugals Unternehmen fl&uuml;chten in die Niederlande &ndash; denn dort locken erhebliche Steuervorteile. So treffen die Sparorgien in Lissabon die kleinen Leute. Europa braucht ein gerechteres Steuersystem&hellip;<br>\n17 der 20 gr&ouml;&szlig;ten b&ouml;rsennotierten Unternehmen Portugals haben inzwischen die Flucht nach Holland angetreten, berichten portugiesische Medien. Dort locken Niedrigsteuern f&uuml;r internationale Firmenholdings. Das niederl&auml;ndische Recht erm&ouml;glicht es, Gewinne so lange &uuml;ber den Erdball zu verschieben, bis auch Konzerne wie Google und Starbucks keine oder kaum noch Steuern zahlen &ndash; schon gar nicht in den L&auml;ndern, in denen sie gewaltige Ertr&auml;ge einfahren. Das passt ins Bild, unterhielten doch Europas 50 gr&ouml;&szlig;te Unternehmen 2010 alleine in den Niederlanden 853 Gesellschaften, gefolgt von &Ouml;sterreich (495), den Kaiman-Inseln (453), Belgien (395) und Luxemburg (360).<br>\nDie Flucht der portugiesischen Unternehmen zeigt exemplarisch die unertr&auml;gliche Ungerechtigkeit, die in Europa waltet.<br>\nSparorgien und Steuererh&ouml;hungen treffen in Portugal regelm&auml;&szlig;ig diejenigen, denen der Staat habhaft werden kann: Angestellte mit niedrigen und mittleren Einkommen, Beamte, Rentner, Arbeitslose. Sie alle beugen sich dem unerbittlichen Hebel der Krise: Hilfsgelder von EU und IWF gegen Sparma&szlig;nahmen und Sozialabbau. Sie verzichten auf Lohn, Gehalt und Rente, auf Sozialleistungen, Kinder- und Krankengeld. Das schadet nat&uuml;rlich auch allen auf die Binnenwirtschaft ausgerichteten Unternehmen. Gro&szlig;en Unternehmen und verm&ouml;genden Eliten bietet die EU dagegen grenzenlose M&ouml;glichkeiten, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Das biblische Ideal &bdquo;Tragt die Lasten gemeinsam&ldquo; ist keine europ&auml;ische Realit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/app.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastkommentar-was-portugals-haushalt-die-deutschen-angeht\/8013080.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Anstatt etwa auf Zypern einzupr&uuml;geln sollte die Merkel-Regeirung  lieber etwas dagegen unternehmen, dass transnationale Unternehmen ihre Gewinne aus den Krisenl&auml;ndern nicht weiter in europ&auml;ische Steueroasen verschieben und es so den &ldquo;kleinen&rdquo; Leuten &uuml;berlassen die Krisenfolgen alleine auszubaden. Womit wieder gezeigt ist, dass die merkelsche Krisenpolitik nur die Interessenlage ganz bestimmter Akteure bedient. Die der transnationalen Gro&szlig;konzerne und die der internationalen Gro&szlig;anleger der Finanzindustrie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Die unger&uuml;hrten Deutschen<\/strong><br>\nEs kommt auf die Deutschen an. Sie werden entscheiden, ob der Euro &uuml;berlebt. Dies ist die ganz klare Botschaft, die sich aus den europ&auml;ischen Arbeitslosenzahlen herauslesen l&auml;sst&hellip;<br>\nWas noch schlimmer ist: Bisher bleiben die Deutschen v&ouml;llig unger&uuml;hrt. Ihnen reicht es, dass sie selbst nicht in der Krise stecken. Ansonsten f&auml;llt Regierung und Teilen der SPD nur ein, dass die S&uuml;dl&auml;nder eben auch eine &ldquo;Agenda 2010&rdquo; ben&ouml;tigen. Dieser Ratschlag ist aber nicht nur ersch&uuml;tternd selbstherrlich, sondern vor allem naiv: Die S&uuml;dl&auml;nder haben bereits K&uuml;rzungsprogramme hinter sich, gegen die die Agenda 2010 ein Witz war.<br>\nDoch reines Sparen bringt eben nichts, was sich &uuml;brigens bereits bei der Agenda 2010 studieren lie&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2013\/04\/03\/a0033\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Unsere neue Reservearmee<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen in der Eurozone sind arbeitslos. Rund 19 Mill. waren es im Februar &ndash; und damit fast 2 Mill. mehr als ein Jahr zuvor. W&auml;re das in den USA passiert, w&uuml;rden die B&ouml;rsen absacken. Doch Euroland sind seine Arbeitslosen schnurz &ndash; dabei hat die die Jobkrise weitreichende Folgen, auch f&uuml;r Deutschland. Es ist schon traurige Routine: Monat f&uuml;r Monat melden die Statistiker neue H&ouml;chstzahlen vom Arbeitsmarkt. Und jedesmal vertr&ouml;stet die EU-Kommission die Betroffenen damit, die Reformen w&uuml;rden wirken, ab 2014 werde es aufw&auml;rts gehen. Dabei sagt sie das schon seit 2 Jahren, alle Prognosen waren falsch. (&hellip;) Alles dreht sich um die Defizitzahlen und um die Spreads an den Anleihem&auml;rkten. Die Arbeitslosenrate hingegen ist (wie das Wachstum) nur eine abgeleitete Variable ohne wirtschaftspolitische Bedeutung. (&hellip;) Zum einen schw&auml;chen die Arbeitslosenheere die Gewerkschaften und helfen, die L&ouml;hne in S&uuml;deuropa weiter zu dr&uuml;cken. Von echter Sozialpartnerschaft kann in Zeiten der Depression keine Rede mehr sein. Zum anderen stellt die neue Reservearmee tausende und abertausende Arbeitskr&auml;fte f&uuml;r den (noch) prosperierenden Norden bereit. Wieder ist es vor allem Deutschland, das davon profitiert. (&hellip;) Berlin lockt die Reservisten nicht nur aktiv an, sondern bietet ihnen auch noch Deutschkurse, damit sie bleiben. So wird der S&uuml;den doppelt gesch&auml;digt: durch die Krise &ndash; und den Verlust ihrer besten Leute&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/unsere-neue-reservearmee\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Verlust jener qualifizierten Arbeitnehmer, die f&uuml;r die Wiedererlangung der Wettbewerbsf&auml;higkeit der europ&auml;ischen Krisenstaaten erforderlich w&auml;ren, dort, Aufbau einer zus&auml;tzlichen Reservearmee an billigen Arbeitskr&auml;fte hier: Die &ldquo;Kollateralsch&auml;den&rdquo; der &ouml;konomischen und sozialen Kahlschlagpolitik &agrave; la Berlin und Br&uuml;ssel zeigen sich bereits heute innerhalb der europ&auml;ischen Krisenstaaten mit aller Wucht und sind f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Entwicklung sowohl hierzulande als auch in den &uuml;brigen Staaten der Eurozone eine gewaltige Hypothek.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wirkungsanalyse der &raquo;Riester&laquo;-Treppe<\/strong><br>\nZum 1. Juli 2013 werden die Renten um 0,25% im Westen und 3,29% im Osten erh&ouml;ht. Die diesj&auml;hrige Anpassung ber&uuml;cksichtigt zudem die letzte Stufe der sog. Riester-Treppe in der Rentenanpassungsformel. Diese hat die Entwicklung der Renten zwischen 2003 und 2013 um 5,08 Prozentpunkte von der Lohnentwicklung abgekoppelt und ist damit technisch gesehen bislang der Hauptverursacher der Rentenniveausenkung. Ginge es, wie bei ihrer Einf&uuml;hrung unter Rot-Gr&uuml;n Anfang des Jahrhunderts behauptet, tats&auml;chlichen darum, die get&auml;tigten Aufwendungen der Arbeitnehmer f&uuml;r die private Altersvorsorge bei der Rentenanpassung mindernd zu ber&uuml;cksichtigen, d&uuml;rften die Wirkungen der &raquo;Riester&laquo;-Treppe allerdings statt mit rund f&uuml;nf Prozentpunkten nur mit maximal einem Prozentpunkt zu Buche schlagen. In der Rentenanpassungsformel bildet die &raquo;Riester&laquo;-Treppe ein willk&uuml;rlich gesetztes Element, das seine Begr&uuml;ndung alleine in politisch vorgegebenen Verteilungszielen findet (Rentenniveausenkung zwecks Beitragssatzdeckelung).\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130404_hwt_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130404_hwt_02.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/rente\/riester-treppe\">Portal Sozialpolitik<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/uploads\/sopo\/pdf\/2013\/2013-04-03-Die_Anpassung_der_Renten_2003_bis_2013_PS.pdf\">Die Anpassung der Renten in den Jahren 2003 bis 2013 [PDF &ndash; 943 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Weltwirtschaft im Ungleichgewicht<\/strong><br>\nVor zwei Jahren erschien im Auftrag der &bdquo;Friedrich-Ebert-Stiftung&ldquo;, Berlin, die<br>\nfundierte Studie von Jan Priewe, die sowohl zur Theorie als auch zur Empirie\/Statistik der &bdquo;Ungleichgewichte in den volkswirtschaftlichen Leistungsbilanzsalden&ldquo;im globalen wie europ&auml;ischen Ma&szlig;stab grundlegende Aussagen vermittelte. Die statistischen Daten (oder Grafiken) dieser Studie reichten meist bis einschlie&szlig;lich 2009 oder 2010 und umfassten daher auch die Herausbildung der gegenw&auml;rtigen internationalen Finanzmarktkrise in der EWU bzw. deren Tendenz&hellip;<br>\n&bdquo;Aus der Sicht der Defizitl&auml;nder&ldquo; (im Leistungsbilanzsaldo) &bdquo;ging die Au&szlig;enverschuldung jahrelang gut, f&uuml;hrte zu kr&auml;ftigem Wirtschaftswachstum, bis im Zuge der Finanzkrise das Verschuldungssystem kippte. Die Risiken der Au&szlig;enverschuldung schlagen nun auf die Gl&auml;ubiger zur&uuml;ck. Jedoch wurden diese Risiken seitens der Gl&auml;ubiger erst wahrgenommen, als die Probleme un&uuml;bersehbar waren.&ldquo;<br>\nWeil &bdquo;es in Europa und insbesondere in der Euro-Zone weitgehend unstrittig ist, dass die Leistungsungleichgewichte eine zentrale Ursache der Finanzkrise des Eurosystems darstellen&hellip;&ldquo;&hellip;Er st&uuml;tzt sich auf eine Erkl&auml;rung der EZB aus dem Jahre 2010, wonach es hei&szlig;t: &bdquo;Zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt stellen globale Ungleichgewichte nach wie vor ein<br>\nwesentliches Risiko f&uuml;r die Stabilit&auml;t der Gesamtwirtschaft und des Finanzsystems dar.&ldquo;\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130404_hwt_03.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130404_hwt_03_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130404_hwt_04.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130404_hwt_04_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130404_hwt_05.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130404_hwt_05_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/08171.pdf\">Alle Grafiken aus &bdquo;Die Weltwirtschaft im Ungleichgewicht&ldquo; von Jan Priewe, in Friedrich-Ebert-Stiftung  WISO Diskurs 2011 [PDF &ndash; 573 KB]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/m0813.pdf\">Siehe die Zusammenfassung  und Auswertung dieser Studie durch Karl Mai [PDF &ndash; 69.5 KB]<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Ursachen f&uuml;r die Euro-Krise sind also schon seit Jahren bekannt. Die &bdquo;Rettungspolitik&ldquo; hat mir ihren &bdquo;Rettungsschirmen&ldquo; jedoch nur die Symptome behandelt und die wirklichen Ursachen ausgeklammert oder bis heute nicht wahr haben wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Matthias W. Birkwald &ndash; Besch&auml;ftigungszahlen &Auml;lterer sind tr&uuml;gerisch<\/strong><br>\nDie sch&ouml;nen Meldungen &uuml;ber den Rekordstand &auml;lterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verstellen den Blick auf die garstige Wirklichkeit der Rente erst ab 67: Um die drastischen K&uuml;rzungen durch die Rente erst ab 67 zu vermeiden, m&uuml;ssen die Menschen heute noch mit 64 und 65 einen Job haben. Hier sind die Besch&auml;ftigtenzahlen aber nur halb so hoch. Nach wie vor spricht alles daf&uuml;r, die Rente erst ab 67 so schnell wie m&ouml;glich zur&uuml;ckzunehmen&hellip;<br>\nDie 1,484 Millionen Besch&auml;ftigten Ende September 2012 entsprechen einer Besch&auml;ftigungsquote bei den 60 bis unter 65-J&auml;hrgen von 30,3 Prozent. Das ist gerade mal ein Prozentpunkt mehr als die 29,2 Prozent im Juni 2012. In der wirklich rentenpolitisch relevanten Gruppe der 64-J&auml;hrigen war die Quote im Juni 2012 mit 14,2 Prozent nicht einmal halb so hoch. Die Zahlen der FAZ sind also irref&uuml;hrend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/beschaeftigungszahlen-aelterer-sind-truegerisch\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser J.Sch.:<\/strong>  Es gibt noch einen wichtigeren Grund, warum die Zahl &auml;lterer Besch&auml;ftigter &uuml;berhaupt relativ stark zugenommen hat.<\/em><br>\n<em>Das hat schlicht und ergreifend damit zu tun, dass die Jahrg&auml;nge des nach dem Zweiten Weltkrieg eintretenden Geburtenausfalls 2007 noch in dem Alter 60-65 lagen. Bis 2012 r&uuml;ckten relativ starke Jahrg&auml;nge nach. Dadurch ist nat&uuml;rlich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigten gestiegen, aber der Anteil guter Jobs unter dieser Altersgruppe weiterhin sehr gering geblieben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Und unser Leser G.K. merkt an:<\/strong> In unseren Medien wird zumeist der Eindruck erweckt, bei der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung handele es sich um sichere und gut entlohnte Arbeitspl&auml;tze. Im Gegensatz zu den Nachkriegsjahrzehnten (bis etwa Ende der 90er Jahre) ist dies heute jedoch nicht mehr durchg&auml;ngig der Fall. Denn unter der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung werden auch die seit der Jahrtausendwende drastisch ausgeweitete Leiharbeit und die ebenfalls massiv ausgeweitete sowie h&auml;ufig schlecht entlohnte Teilzeitarbeit ausgewiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die &Ouml;konomie der Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\nWelche Bedeutung f&uuml;r die Arbeitslosigkeit haben die eingebrochene Gesamtnachfrage und damit zyklische Faktoren und welche Bedeutung haben strukturelle Faktoren, wie Behinderungen auf den Produkt- und Arbeitsm&auml;rkten, die die Schaffung neuer Stellen und den Zugang von Jugendlichen und Arbeitslosen erschweren?<br>\nDie IWF-Autoren, darunter Chef&ouml;konom Olivier Blanchard, stellen einerseits die wichtigsten Erkenntnisse aus der umfassenden Fachliteratur zur Arbeitslosigkeit zusammen, anderseits fassen sie die Politik des Fonds zur Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit zusammen und begr&uuml;nden diese.\n<ul>\n<li>Die Ursache f&uuml;r den dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit ist klar die eingebrochene Nachfrage&hellip;<\/li>\n<li>Daraus folgt auch, dass das gr&ouml;sste Gewicht auf einer Politik bleiben muss, die wieder f&uuml;r Nachfrage sorgt&hellip;<\/li>\n<li>die M&ouml;glichkeiten einer die Nachfrage stimulierenden Politik (sind) f&uuml;r die Krisenl&auml;nder der Eurozone besonders eingeschr&auml;nkt: Von der Fiskalpolitik (Nachfrage &uuml;ber das staatliche Budget) ist angesichts der hohen Verschuldung nicht mehr viel m&ouml;glich&hellip;<\/li>\n<li>Ein weiterer Anstieg der Staatsausgaben w&uuml;rde die Gefahr eines Staatsbankrotts erh&ouml;hen, weitere Sparma&szlig;nahmen verschlimmern umgekehrt aber die Lage, weil auch die anderen Treiber einer m&ouml;glichen Nachfrage auf die Sparbremse treten: der Finanzsektor, die Unternehmen und die privaten Haushalte. N&ouml;tig ist daher ein glaubw&uuml;rdiger mittelfristiger Sparplan ohne zu starke Bremsma&szlig;nahmen im Augenblick. Eine echte Linderung kann nur von einer Auslandsnachfrage kommen bzw. durch die Geldpolitik &ndash; womit die Europ&auml;ische Zentralbank angesprochen ist. Die IWF-&Ouml;konomen fordern insbesondere eine h&ouml;here Inflation in den n&ouml;rdlichen L&auml;ndern&hellip;Keine Frage, dieser Ratschlag des Fonds st&ouml;&szlig;t im Norden nicht auf Begeisterung&hellip;<\/li>\n<li>Je l&auml;nger allerdings die Krise und mit ihr die Arbeitslosigkeit anh&auml;lt, desto mehr besteht die Gefahr, dass die urspr&uuml;nglich konjunkturelle zu einer strukturellen Arbeitslosigkeit wird&hellip;<\/li>\n<li>Mindestl&ouml;hne (wenn sie nicht zu hoch angesetzt sind) haben nur einen geringen Effekt auf die Arbeitslosigkeit. Der vom IWF genannte Grund: In einigen F&auml;llen ist die Marktmacht der Unternehmen gegen&uuml;ber den Besch&auml;ftigten so hoch, dass sie zu tiefe L&ouml;hne im Verh&auml;ltnis zu deren Leistungsf&auml;higkeit zahlen&hellip;<\/li>\n<li>Unter den aktuellen Umst&auml;nden verschlechtert sich also durch sinkende L&ouml;hne die wirtschaftliche Lage&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die &hellip; Ausf&uuml;hrungen f&uuml;hren zu keinem allgemeing&uuml;ltigen Rezept gegen Arbeitlosigkeit, das zeitlos und unabh&auml;ngig von den konkreten Umst&auml;nden g&uuml;ltig ist. Und genau das ist die wichtigste Lehre der &Ouml;konomie der Arbeitslosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/12295\/die-okonomie-der-arbeitslosigkeit\/\">Tages-Anzeiger Blog<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Christoph Butterwegge: Zehn Jahre Agenda 2010 &ndash; Auf dem Weg nach unten<\/strong><br>\nHartz IV brachte die Armut in die Mitte der Gesellschaft und vertiefte die Spaltung zwischen Arm und Reich. Die Agenda 2010 hat letztlich nur gezeigt, wie schnell es f&uuml;r Menschen abw&auml;rts gehen kann &ndash; auch wenn sie zum Jubil&auml;um wochenlang gefeiert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/zehn-jahre-agenda-auf-dem-weg-nach-unten-1.1638856-2\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neuzulassungen Auto-Nachfrage in Deutschland geht zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer deutsche Automarkt schw&auml;chelt: Im M&auml;rz verringerte sich die Zahl der Neuzulassungen um 17,1 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat. Besonders betroffen unter den Herstellern ist Volkswagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/neuzulassungen-auto-nachfrage-in-deutschland-geht-zurueck-12136070.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nicht ein oder zwei Prozent weniger, sondern satte 17%. Komisch, wo es doch &ldquo;Deutschland so gut wie nie&rdquo; geht. Ein mehr als zweistelliger R&uuml;ckgang ist eine Katastrophenmeldung sondergleichen f&uuml;r die Automobilindustrie (und &uuml;ber den darbenden Binnenmarkt in Deutschland und im Rest der EU), aber selbst ein solches Desaster wird von interessierten Lobbykreisen noch sch&ouml;ngeredet (&ldquo;der wirtschaftliche Ausblick f&uuml;r Deutschland ist derzeit weiterhin robust&rdquo;). Umso schlimmer, da&szlig; die Wirklichkeit sich nicht an die bizarren Theorien h&auml;lt&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Italien beschlagnahmt Mafia-Verm&ouml;gen<\/strong><br>\nDer italienischen Anti-Mafia-Beh&ouml;rde ist ein gro&szlig;er Schlag gegen die organisierte Kriminalit&auml;t gelungen. Sie beschlagnahmte am fr&uuml;hen Mittwochmorgen in Italien G&uuml;ter im Wert von mehr als 1,3 Milliarden Euro. Es war die bisher gr&ouml;&szlig;te Aktion dieser Art, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Im Fokus der Ermittler stand der Unternehmer Vito Nacastri, Chef des gr&ouml;&szlig;ten italienischen Unternehmens f&uuml;r Wind- und Solarenergie.<br>\nDer 57 Jahre alte Nicastri soll dem engen Kreis um den obersten Boss der Cosa Nostra, Matteo Messina Denaro, angeh&ouml;ren und unter anderem als Strohmann fungiert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/artikel\/0,2828,892236,00.html\">manager magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>S 21: Bauernopfer<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft Stuttgart, das sagen diesmal sogar ihre Kritiker, habe saubere Ermittlungsarbeit geleistet. Die Akten, hei&szlig;t es, f&uuml;llten gleich mehrere Schrankw&auml;nde, wenn man sie ausdrucken w&uuml;rde. Zweieinhalb Jahre hat sich Deutschlands f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;te Anklagebeh&ouml;rde immerhin Zeit gelassen, um den Einsatz der Wasserwerfer w&auml;hrend des Schwarzen Donnerstags im Stuttgarter Schlossgarten aufzukl&auml;ren&hellip;<br>\nDie Staatsanwaltschaft Stuttgart, das sagen auch diesmal wieder ihre Kritiker, habe &ndash; bei aller Akribie in der Recherche &ndash; die Aktenlage nach ihrem politischen Gusto bewertet. Es ist der alte Vorwurf, der seit dem v&ouml;llig missgl&uuml;ckten Polizeieinsatz vom 30. September 2010, dem gr&ouml;&szlig;ten und folgenreichsten in Stuttgarts Geschichte, immer wieder erhoben wurde: Gegen Demonstranten gehe die Staatsanwaltschaft stets unnachgiebig und mit aller juristischen H&auml;rte vor, gegen Polizisten dagegen &uuml;be sie Nachsicht&hellip;<br>\nNicht nur dem pensionierten Richter Dieter Reicherter, der zu den prominentesten Kritikern jener Beh&ouml;rde z&auml;hlt, der er dereinst als Staatsanwalt selber angeh&ouml;rt hat, &ldquo;erschlie&szlig;t sich der Ablauf der Ermittlungen deshalb nicht&rdquo;. Reicherter, der am Schwarzen Donnerstag zuf&auml;llig im Schlossgarten war und, auf einer Wiese abseits des Geschehens stehend, von Wasserwerferstrahlen durchn&auml;sst wurde, hat &ndash; genau wie Frank-Ulrich Mann auch und andere Opferanw&auml;lte mehr &ndash; an zwei anderen Punkten noch viel mehr Kritik anzubringen als nur am Ablauf der Ermittlungen.<br>\nIhnen geht es um die rechtliche Bewertung der Tatvorw&uuml;rfe gegen die Polizeibeamten als lediglich fahrl&auml;ssige K&ouml;rperverletzung im Amt zum einen, zum anderen darum, dass &ldquo;nur Beamte niedriger und mittlerer Rangordnung zur Rechenschaft gezogen werden sollen&rdquo; (Mann). F&uuml;r den Freiburger Anwalt g&auml;be die Aktenlage n&auml;mlich &ldquo;auch etwas anderes her&rdquo;, denn es werde darin &ldquo;offensichtlich&rdquo;, dass dem Polizeif&uuml;hrer, also dem damaligen Stuttgarter Polizeipr&auml;sidenten Siegfried Stumpf, &ldquo;Vers&auml;umnisse vorzuwerfen sind, die letztlich auch zu den Verletzungen der B&uuml;rger f&uuml;hrten&rdquo;.<br>\nIn diese Kerbe hauen &uuml;brigens nicht nur kritische Juristen, sondern vor allem auch Polizisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2013\/04\/bauernopfer\/\">Kontext: Wochenzeitung<\/a> \n<p><strong>Siehe dazu auch: Mappus im Park?<\/strong><br>\nNach Kontext vorliegenden Informationen hat der fr&uuml;here baden-w&uuml;rttembergische Ministerpr&auml;sident den Stuttgarter Schlossgarten aufgesucht, um sich vor Ort ein Bild zu machen &uuml;ber den Polizeieinsatz, bei dem es mehr als 400 Verletzte gegeben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2013\/04\/mappus-im-park\/\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Fr&uuml;her hie&szlig; das, Wehrmachtstournee&lsquo;&ldquo;<\/strong><br>\nWo, bitte, geht&rsquo;s denn hier zur Front?, fragen immer mehr Stars und Sternchen der Unterhaltungsindustrie .<br>\nWenn die NATO ihre Bombenteppiche &uuml;ber die Welt ausbreitet, bietet nicht nur der Schauspieler Til Schweiger seine Dienste als &bdquo;Schutzengel&ldquo; f&uuml;r die k&auml;mpfende Truppe an. Auch viele Prominente aus dem Musik- und Showbusiness haben entdeckt, dass die Teilnahme am Propagandafeldzug f&uuml;r den &bdquo;ethischen&ldquo; Imperialismus durchaus lukrativ sein kann. &bdquo;Give Peace a Chance&ldquo; war einmal &ndash; heute stehen sie Schlange f&uuml;r einen Transall-Flug nach Kabul oder Kunduz.<br>\nSogar Punkbands finden &bdquo;Antifa hei&szlig;t Luftangriff&ldquo;, engagieren sich an der Heimatfront f&uuml;r den guten Zweck der v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskriege des Westens und freuen sich, wenn endlich einmal &bdquo;zur&uuml;ckgeballert&ldquo; wird. &bdquo;Ein gut gef&uuml;hrter Krieg ist wie eine gro&szlig;e Symphonie&ldquo;, sagte Hitlers General Friedrich von Boetticher. Heute ist der &bdquo;Vater aller Dinge&ldquo; wieder so tief in die &bdquo;Eingeweide der Gesellschaft&ldquo; (Paul Virilio) vorgedrungen, dass das Stakkato einer M16 als virtuose Darbietung goutiert wird.<br>\nFette Beats wummern aus einer Halle im Camp Marmal bei Mazar-i Sharif am Fu&szlig;e des Hindukusch. &bdquo;Den Alltag in Afghanistan vergessen. Einfach mal abschalten!&ldquo;, hei&szlig;t das Motto des Megaevents mit dem Technomusiker<br>\nund -produzenten Paul Kalkbrenner. Vor seinem DJ-Pult raven mehr als tausend Soldaten in Kampfanz&uuml;gen und mit Knicklichtern in ihren H&auml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201304022515\/globales\/kriege\/frueher-hiess-das-wehrmachtstournee.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unis und R&uuml;stungsforschung &ndash; Balanceakt zwischen Krieg und Frieden<\/strong><br>\nDas Dilemma ist die unsichtbare Grenze zur R&uuml;stungsforschung. Genaues &uuml;ber die Lage im Grenzgebiet wei&szlig; kaum jemand, aber das Unwohlsein ist in den Universit&auml;ten sp&uuml;rbar. Das liegt an der Ausgangslage: W&auml;hrend auf der einen Seite die Universit&auml;ten um Drittmittel f&uuml;r die Forschung buhlen, boomt auf der anderen Seite die deutsche R&uuml;stungsindustrie. Deutschland ist drittgr&ouml;&szlig;ter Exporteur von R&uuml;stungsg&uuml;tern, laufend entwickeln deutsche Unternehmen neue Kriegstechnologie &ndash; auch mithilfe von Ergebnissen aus deutschen Hochschulen. Hinzu kommt die Bundeswehr, die in eine technologiegetriebene Armee umgebaut wird. Sie soll die Kriege der Zukunft mit autonomen Drohnen und Kampfrobotern f&uuml;hren statt mit Soldaten.<br>\nAn immer mehr deutschen Universit&auml;ten bilden sich deshalb Initiativen, die in den Statuten der Hochschulen &ldquo;Zivil- oder Friedensklauseln&rdquo; verankern wollen. Diese Klauseln verpflichten die Wissenschaft, auf jede Art von R&uuml;stungsforschung zu verzichten&hellip;<br>\nZw&ouml;lf deutsche Universit&auml;ten haben sich mit Zivilklauseln der friedlichen Forschung verpflichtet, fast monatlich kommt derzeit eine dazu. Im November verabschiedete der Senat der TU Darmstadt eine entsprechende Klausel, im Februar folgte der Senat der Universit&auml;t G&ouml;ttingen, vor kurzem die Universit&auml;t Frankfurt. Als N&auml;chstes wird der Senat der Universit&auml;t Kassel &uuml;ber die Zivilklausel entscheiden m&uuml;ssen, dort sprachen sich 72 Prozent der Studenten f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines Friedensbekenntnisses aus&hellip;<br>\nVor fast 30 Jahren gelobten Wissenschaftler in der &ldquo;Darmst&auml;dter Verweigerungsformel&rdquo;, sich in keiner Weise an einer Entwicklung milit&auml;rischer G&uuml;ter zu beteiligen. Im Jahr 1986 hisste die Universit&auml;t Bremen als erste Hochschule Deutschlands die wei&szlig;e Flagge und f&uuml;hrte die Zivilklausel ein. Erst mit den Studentenprotesten 2009 bekam das Thema eine neue Dynamik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/unis-und-ruestungsforschung-balanceakt-zwischen-krieg-und-frieden-1.1637873\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Klicken Sie OK, um die Bildung zu retten<\/strong><br>\nE-Learning soll das Bildungssystem retten. Ob technischer Fortschritt tats&auml;chlich gesellschaftliche Probleme l&ouml;sen kann, ist allerdings fraglich.<br>\nF&uuml;r Sozialkompetenz und Charakterbildung gibt es keine Lobby.<br>\nF&uuml;r E-Learning dagegen schon: Die offiziell gemeinn&uuml;tzige Bertelsmann-Stiftung hat mehrere Projekte initiiert, die nach eigenen Angaben &ldquo;Qualit&auml;t und Akzeptanz von E-Learning in Deutschland f&ouml;rdern&rdquo; sollen. Wie praktisch, dass die Bertelsmann-Tochter Arvato Systems gleich die passenden L&ouml;sungen anbietet. Am Hype um technische L&ouml;sungen f&uuml;r Probleme im Bildungssystem l&auml;sst sich offenbar ganz gut verdienen.<br>\nE-Learning, MOOCs, Moodle, oder BWL-Apps sind nat&uuml;rlich nicht deshalb alle schlecht. Sie sind aber dann sch&auml;dlich, wenn sie suggerieren, die ganze Bildung zu verbessern &ndash; und nicht nur den Teilbereich der Wissensvermittlung, f&uuml;r den sie entworfen wurden. Und wenn sie von der Frage ablenken, was Bildung leisten soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zubedit.wordpress.com\/2013\/04\/03\/klicken-sie-ok-um-die-bildung-zu-retten\/\">zubedit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Parteien, das Gemeinwohl und der oberste Wert<\/strong><br>\nDas Gemeinwohl wird dabei als etwas verstanden, das mit der Marktfreiheit zu tun hat, aber durchaus von dieser verschieden ist. Gleichzeitig existiert im Bewusstsein der &Ouml;ffentlichkeit ein klares Rangverh&auml;ltnis zwischen Marktfreiheit und Gemeinwohl: Gemeinnutz geht vor Eigennutz&hellip;<br>\nDas entspricht jedenfalls bis vor kurzem dem klassischen Verfassungsverst&auml;ndnis. Dass im Zeitraum der letzten zehn Jahre eine gewaltige juristische Umw&auml;lzung eingetreten ist, die die sch&ouml;nsten Vorstellungen von einem gerechten Ausgleich zunichte zu machen droht, wird bisher kaum bemerkt. Allenthalben macht sich ein dumpfes Unbehagen breit, weil &bdquo;&hellip; der, dem die Wirtschaft dienen soll, &hellip; zu ihrem Diener&ldquo; geworden ist und Menschen und Dinge einem zum Selbstzweck degenerierten Profitstreben geopfert werden. Mit der &bdquo;Kolonialisierung der Lebenswelt durch die Wirtschaft&ldquo; zerbr&ouml;ckelt die staatsb&uuml;rgerliche Solidarit&auml;t und das Gleichgewicht der gesellschaftlichen Teilsysteme ger&auml;t aus den Fugen&hellip;<br>\nDie Marktfreiheit ist innereurop&auml;isch nicht nur als durchsetzbares Recht effektiv vorrangig. Sie ist gesetzlich bindend auch zum Ma&szlig; aller Dinge avanciert. Das war vor rund zehn Jahren noch anders&hellip;<br>\nHeute jedoch rangiert die Markteffizienz vor allem anderen, so auch vor Gleichheitspolitiken und sozialer Solidarit&auml;t. Immer dann, wenn in irgendeiner Form ein grenz&uuml;berschreitender Bezugspunkt gegeben ist, kommt ein nationaler Standard nur noch dann zum Zuge, wenn unzweideutig klar ist, dass dieser wirklich notwendig ist, nicht auch auf eine andere Weise erreicht werden kann und au&szlig;erdem das mildeste Mittel darstellt.<br>\n&hellip;alle hier genannten, zwingenden Gr&uuml;nde des Allgemeininteresses bleiben in der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitspr&uuml;fung gegen&uuml;ber den als durchsetzbaren Rechten ausgestalteten Grundfreiheiten (wie z.B. Wettbewerbs-, Handels-, Kapitalverkehrs-, Dienstleistungsfreiheiten etc.) in der Regel auf der Strecke. Sie sind in grenz&uuml;berschreitenden Bez&uuml;gen nur noch zul&auml;ssig, wenn sie die Marktfreiheit nicht allzu sehr beeintr&auml;chtigen, sind also alles andere als zwingend.<br>\nDer Befund lautet also, dass die innereurop&auml;ische Rechtsordnung die Marktfreiheit h&ouml;her wertet als das Gemeinwohl. Daran sind alle Europ&auml;er und auch die Parteien gebunden&hellip;<br>\nDas jetzt geltende Recht raubt den Parteien die M&ouml;glichkeit, selbst zu definieren, was unter Gemeinwohl zu verstehen und wie das Verh&auml;ltnis zur Marktfreiheit zu bestimmen sei. Die Parteien sind rechtlich an die Marktfreiheit gekettet und k&ouml;nnen ihre Parteiprogramme nur innerhalb entsprechend enger Grenzen verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pruf.de\/publikationen\/mip-zeitschrift\/download-des-mip.html\">Institut f&uuml;r Deutsches und Internationales Parteienrecht, MIP 2013 Heft 19 S. 20-29<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>UN beschlie&szlig;en globales Waffenhandelsabkommen<\/strong><br>\nZum ersten Mal in der Geschichte soll es weltweite Standards f&uuml;r den Handel mit konventionellen Waffen geben. Dazu hat die UN-Vollversammlung einen Kontrollvertrag mit gro&szlig;er Mehrheit gebilligt &ndash; dagegen votierten nur Iran, Nordkorea und Syrien. Amnesty International spricht von einem &ldquo;historischen Moment&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/vollversammlung-der-vereinten-nationen-un-beschliessen-globales-waffenhandelsabkommen-1.1638727\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Volkswirtschaft ist eine Non-Profit Organisation<\/strong><br>\nWird die Zukunft nun d&uuml;ster oder rosig? Wie passt es zusammen, dass Deutschland einerseits permanent &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse lebt, andererseits aber ein wettbewerbsf&auml;higer Gigant ist? Dass es sich einerseits auf Kosten zuk&uuml;nftiger Generationen verschuldet, andererseits aber regelm&auml;&szlig;ig Exportweltmeister oder Vize wird?  Die kognitive Dissonanz, sich zugleich eine rosige und d&uuml;stere Zukunft auszumalen, scheint die eifrigen Verbreiter dieser Botschaften nicht weiter zu st&ouml;ren. Vielleicht deshalb, weil die Botschaften isoliert so einleuchtend wirken: Erstens, wer mehr ausgibt als einnimmt, kommt eben in die Bredouille. Zweitens, Deutschland wirtschaftet gut, die da unten schlecht. Doch hei&szlig;t gut wirtschaften nicht mehr einnehmen als ausgeben und hat nicht auch Deutschland mehr ausgegeben als eingenommen? Wo kommen sonst die Schulden her und wie kann man beim Schuldenmachen wettbewerbsf&auml;hig sein? Diesen Widerspr&uuml;chen auf den Zahn zu f&uuml;hlen ist das Ziel dieses Artikels&hellip;<br>\nZusammenfassend l&auml;sst sich sagen, dass der Staat nur ein Teil der Volkswirtschaft ist. Ob die Volkswirtschaft verschuldet ist oder nicht, hat viel weitreichendere Konsequenzen als die Frage, ob der Staat verschuldet ist, denn eine kapitalistische Volkswirtschaft ist immer mehr als nur der Staat. Im Jahr 2011 standen den Verbindlichkeiten von Ausl&auml;ndern gegen&uuml;ber Deutschland in der H&ouml;he von 5.700 Mrd. Euro Forderungen von Deutschen gegen&uuml;ber dem Ausland in der H&ouml;he von 6.600 Euro gegen&uuml;ber. Deutschlands Saldo gegen&uuml;ber dem Ausland ist also deutlich positiv. Die Verschuldung der &ouml;ffentlichen Hand ist sozusagen ein lokales Problem zwischen dem Staat und den Privaten, aber kein Problem der gesamten Volkswirtschaft. Jegliche Hysterie in Bezug auf die Staatsschuld ist in Volkswirtschaften mit stabiler Leistungsbilanz v&ouml;llig unangebracht, weil die k&uuml;nftigen Generationen in ihrer Bilanz nicht nur die Schulden verbuchen, sondern auch die Forderungen. Ohne die enormen Steuersenkungen der letzten Jahre w&auml;re der Staatshaushalt gar kein Thema und entsprechend leicht ist das Problem mittels st&auml;rkerer Besteuerung im Bereich der Verm&ouml;gen und hohen Einkommen zu beheben. Volkswirtschaftliche Schulden und &Uuml;bersch&uuml;sse entstehen im Au&szlig;enhandel, wenn eine Volkswirtschaft mehr verbraucht als sie produziert und umgekehrt. Auf den ersten Blick ist erfreulich, dass Deutschland als Volkswirtschaft mehr Forderungen als Schulden h&auml;lt und damit &ouml;konomisch sehr stabil scheint. Eigentlich ein Hinweis auf eine eindeutig rosige Zukunft. Das Problem ist nur, dass Forderungen keine Profite sind sondern Kredite die  platzen k&ouml;nnen. So hat etwa die Finanzkrise einen nicht geringen Teil der deutschen Forderungen gegen&uuml;ber dem Ausland &ndash; vor allem US-amerikanischen Banken &ndash; einfach verpuffen lassen. Dar&uuml;ber hinaus kann eine aggressive Au&szlig;enhandelspolitik dazu f&uuml;hren, dass die Handelspartner und damit die eigenen Absatzm&auml;rkte kollabieren, was im Moment in der Eurokrise zu beobachten ist. Insofern sind die steigenden deutschen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse wiederum eine Quelle der Instabilit&auml;t f&uuml;r Deutschland und eine existenzielle Bedrohung f&uuml;r viele europ&auml;ische Partner. Deutschland ist sozusagen zu wettbewerbsf&auml;hig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.sektionacht.at\/2013\/04\/die-volkswirtschaft-ist-eine-non-profit-organisation\/#_ftnref2\">blog acht<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Unsere Kanzlerin redet ja st&auml;ndig von der &bdquo;Staatsschuldenkrise&ldquo;, insbesondere bei den s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten. Sie fordert von diesen L&auml;ndern, dass sie sparen, sparen und nochmals sparen. Sie selbst hat in ihrer bisherigen Amtszeit die Staatsschulden von zwei Billionen Euro um 500 Milliarden vergr&ouml;&szlig;ert. Angela Merkel steht damit f&uuml;r so viele neue Schulden, <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/die-wahre-schuldenlast-deutschlands-grosse-luege\/4654530.html\">wie alle Bundeskanzler in mehr als vier Jahrzehnten Bundesrepublik zusammen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Heinrich Heine hat dieses heuchlerische Verhalten in seinem Versepos  &bdquo;Deutschland. Ein Winterm&auml;rchen&ldquo;  auf den Punkt gebracht:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p>\n<em>Sie sang das alte Entsagungslied,<\/em><br>\n<em>Das Eiapopeia vom Himmel,<\/em><br>\n<em>Womit man einlullt, wenn es greint,<\/em><br>\n<em>Das Volk, den gro&szlig;en L&uuml;mmel.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,<\/em><br>\n<em>Ich kenn auch die Herren Verfasser;<\/em><br>\n<em>Ich wei&szlig;, sie tranken heimlich Wein<\/em><br>\n<em>Und predigten &ouml;ffentlich Wasser.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Letzte: Auf sie mit Gebr&uuml;ll<\/strong><br>\nDas Bild vom h&auml;sslichen Deutschen, der dem &uuml;brigen Europa sein Wirtschaftsmodell aufzwingt: In vielen Nachbarl&auml;ndern droht die Wut der Stra&szlig;e zur offiziellen Politik mit antideutschen Z&uuml;gen zu werden. Die st&auml;ndig gesch&uuml;rten Vorurteile gef&auml;hrden das Fundament der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kritik-an-deutschland-in-der-eu-auf-sie-mit-gebruell-1.1637440\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Ach, die armen Deutschen, dieses ewig missverstandene Volk, das es immer gut meint mit anderen, diese Insel der Flei&szlig;igen und Aufrichtigen in einem Meer von Faulheit, Neid und Niedertracht! Die Deutschen haben die S&uuml;dl&auml;nder eben nicht dazu gezwungen, ihre L&auml;nder nicht zu reformieren, und jetzt beklagen sie, dass sie in einer Depression sind. Das haben sie jetzt davon, dass sie nicht dem deutschen Beispiel gefolgt sind und ihre Bev&ouml;lkerungen durch Niedrigl&ouml;hne zugunsten ihrer Exportindustrien verarmt haben!<\/em><br>\n<em>Und das von Belgien, wie unversch&auml;mt, den Deutschen Lohndumping vorzuwerfen! Stimmt doch gar nicht! (Gerhard Schr&ouml;der 2005 in Davos: &bdquo;Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. [&hellip;] Wir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterst&uuml;tzungszahlung Anreize daf&uuml;r, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt.&ldquo;).<\/em><br>\n<em>Und dann wirft man den Deutschen vor, sie w&uuml;rden ihr Wirtschaftsmodell anderen L&auml;ndern aufzwingen! Ach, was! So etwas w&uuml;rden die Deutschen nie tun! (Volker Kauder: &bdquo;Jetzt wird in Europa Deutsch gesprochen&ldquo;. Diverse Medien, &bdquo;Merkel setzt sich durch&ldquo;, &bdquo;Merkel bleibt hart&ldquo;, &bdquo;Berlin verliert die Geduld mit Griechenland&ldquo;, usw.)<\/em><br>\n<em>Alles antideutsche Vorurteile! (In Deutschland: &bdquo;Pleitegriechen&ldquo;, &bdquo;faule S&uuml;dl&auml;nder&ldquo;, &bdquo;sie wollen nur unser Geld&ldquo;, &bdquo;sie machen Party und erwarten, dass wir zahlen&ldquo;, usw.).<\/em><br>\n<em>Vielleicht w&auml;re es an der Zeit, die Deutschen w&uuml;rden aufh&ouml;ren, sich wegen ihrer Unbeliebtheit zu bedauern, und stattdessen dar&uuml;ber nachdenken, ob das vielleicht doch seine Gr&uuml;nde hat. Wie die Geschichte zeigt, liegt es nicht immer an den anderen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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