{"id":16784,"date":"2013-04-08T09:03:07","date_gmt":"2013-04-08T07:03:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784"},"modified":"2013-04-08T11:49:20","modified_gmt":"2013-04-08T09:49:20","slug":"hinweise-des-tages-1853","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h01\">Offshore-Leaks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h02\">DIHK-Chef Eric Schweitzer: &bdquo;Wir brauchen 1,5 Mio. Fachkr&auml;fte aus dem Ausland&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h03\">Im Widerspruch zu Deutschland &ndash; W&auml;hrungsfonds lobt Japans lockere Geldpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h05\">Uno warnt vor sozialen Unruhen in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h06\">Deutschland profitiert von der Verarmung der EU-Peripherie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h07\">Entwicklung der Erwerbst&auml;tigkeit &ndash; absolut und in VZ&Auml;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h08\">Amazon und die Strategie der t&ouml;dlichen Umarmung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h09\">Abflug ins Ungewisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h10\">Die Energiewende scheitert: Es geht zu wenig um Effizienz.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h11\">Korea-Konflikt: &ldquo;Kim verfolgt ein klares Ziel&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h12\">Putin stellt sich. Der russische Pr&auml;sident im Gespr&auml;ch mit J&ouml;rg Sch&ouml;nenborn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h13\">Gro&szlig;e Koalitionen sind gute Krisenkoalitionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h14\">SPD-Chef im BamS-Interview: Kentert die SPD mit Steinbr&uuml;ck, Herr Gabriel?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h15\">Bildungspaket: Murks, der nicht funktioniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h16\">Bereit f&uuml;r den Notstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h17\">Sind b&uuml;rgerliche Qualit&auml;tszeitungen Kriegshetzer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h18\">Fasziniert von &raquo;T&ouml;te zuerst&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784#h19\">Mutiger als die anderen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16784&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Offshore-Leaks <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Bedingungen der Gier<\/strong><br>\n[&hellip;] Nun liegen die Daten aus Offshore-Leaks vor. [&hellip;] Das setzt die Politik unter Druck. Das setzt reiche Steuerbetr&uuml;ger unter Druck. Und das ist gut so. Denn die bisherige Praxis &ndash; skrupellose Geldschneider treffen auf schwachen Staat &ndash; ist keine Sekunde l&auml;nger tolerabel. Nicht deswegen, weil das Land aushungern w&uuml;rde wegen der hinterzogenen Gelder. Sondern, weil jedwede Glaubw&uuml;rdigkeit verhungert. Wie soll Merkels Regierung als finanzpolitischer Zuchtmeister anderer Staaten auftreten, wenn sie ihre eigenen Steuerbetr&uuml;ger in Watte packt? Wer kann von Hartz-IV-Empf&auml;ngern Redlichkeit und Transparenz fordern, wenn ein Teil der Elite vormacht, dass ihr das Gemeinwohl schei&szlig;egal ist? Wer wird noch dem Rechtsstaat vertrauen, wenn weiter der Eindruck herrscht: Die Kleinen h&auml;ngt man, die Gro&szlig;en l&auml;sst man laufen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/offshore-leaks-die-bedingungen-der-gier-1993356.html\">stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Hatz auf Reiche<\/strong><br>\nOffshore-Leaks hei&szlig;t das neue Zauberwort, das die Welt bewegt. Es geht um 2,5 Millionen vertrauliche Dokumente, Daten, die Auskunft geben dar&uuml;ber, wie die Superreichen ihr Geld &ndash; verschachtelt &uuml;ber Briefkastenfirmen &ndash; vor dem Fiskus in Steueroasen in Sicherheit bringen. Ross und Reiter werden genannt, und wir h&ouml;ren von den Schweinereien der &uuml;blichen Verd&auml;chtigen: Darunter sind Gunter Sachs, Playboy-Liebling der bunten Bl&auml;tter (inzwischen l&auml;ngst tot), der Marcos-Clan, philippinische Herrscher, die ihr Volk auspl&uuml;nderten, oder Baroness Carmen Thyssen-Bornemisza, eine feinsinnige Kunstsammlerin, die, kaschiert in einer Firma namens Nautilus Trustees Limited, ihr Geld lieber in wertvollen Van-Gogh-Gem&auml;lden als in Steuergeldern f&uuml;r den spanischen Staat anlegt.<br>\nGewiss, das alles ist verwerflich, abscheulich und vieles davon auch rechtswidrig. Menschen m&uuml;ssen darauf vertrauen k&ouml;nnen, dass ihre Mitmenschen steuerehrlich sind, sonst br&ouml;ckelt die Moral. Aber der Aufschrei der Emp&ouml;rten, der jetzt durchs Land hallt, hat jegliches Ma&szlig; verloren und n&auml;hrt den Verdacht, dass das Leck im vertraulichen Datenpool (ganz in Ordnung und moralisch unangreifbar ist das auch nicht, oder?) noch anderen Zwecken dienen soll. Zum Beispiel der Hatz auf die Reichen insgesamt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/nach-offshore-leaks-hatz-auf-reiche-12139563.html\">faz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.-H. S.:<\/strong> Wer anderen (Journalisten) eine Hatz unterstellt, betreibt wohl selber eine. Wen Herr Hank hetzt, darf man seinen Artikeln entnehmen. Wie man diesem Text entnehmen darf, w&uuml;nscht Herr Hank sich direkt ins 19. Jahrhundert zur&uuml;ck, am besten noch vor die Zeit der ersten Sozialversicherungen, am besten vielleicht ganz ohne dem Allgemeinwohl verpflichteten Gemeinwesen. Aber mit den Fakten sollte man es selbst dann etwas ernster nehmen: &ldquo;Es w&auml;re gut, die Kirche k&auml;me bald wieder zur&uuml;ck ins Dorf. Gro&szlig;z&uuml;gig gesch&auml;tzt geht es um weltweit 150 Milliarden Euro, die am Fiskus vorbei unter Pazifikpalmen sich sonnen.&rdquo; Quelle daf&uuml;r? Die EU sch&auml;tzt, dass allein die EU-Staaten j&auml;hrlich, festhalten, bis zu 1 Billionen Euro (richtig verstanden: j&auml;hrlich 1.000 Milliarden) an Steuergeldern aufgrund von Steueroasen verliert. Selbst die vorsichtige Sch&auml;tzung des TJN geht von weltweit j&auml;hrlichen Steuerverlusten in H&ouml;he von 280 Milliarden Dollar aus.<\/em><\/p>\n<p><strong>Der gleiche Tenor in der WELT: Warum wir Steuerparadiese weiterhin brauchen<\/strong><br>\nNach den Datenlecks droht vielen Steuerparadiesen das langsame Aus. Doch das w&auml;re ein Jammer: Denn erst der Druck aus dem Ausland hat den Deutschen ein fein austariertes Steuersystem gebracht.<br>\n&hellip;ein Gro&szlig;teil des Gesch&auml;fts von Steueroasen &ndash; n&auml;mlich Privatpersonen bei der Vermeidung von Steuern auf legal erwirtschaftetes Geld zu helfen &ndash; k&ouml;nnte bald wegbrechen.<br>\nGlobalisierung und moderne Informationstechnologie haben Kapital mobiler gemacht &ndash; und damit Gutverdienern neue, in Teilen illegale Ausweichm&ouml;glichkeiten verschafft. Das kann man gut finden oder nicht.<br>\nDer dramatischen Expansion des Wohlfahrtsstaats jedenfalls, die in den 70er-Jahren noch unaufhaltsam schien, hat es Grenzen gesetzt. Und so war am Ende nicht nur Spitzenverdienern, ob steuerehrlich oder nicht, gedient. Sondern auch der breiten Bev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article115066183\/Warum-wir-Steuerparadiese-weiterhin-brauchen.html\">Die Welt<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So argumentierte die Welt-Journalistin Dorothea Siems auch gestern Abend in der Jauch-Talkshow. Man braucht die Steuerhinterziehungsoasen, damit Druck f&uuml;r Steuersenkungen f&uuml;r die Verm&ouml;genden im Inland ausge&uuml;bt werden kann. Das ist wohl der Grund warum die Politik, die sich im Griff der Verm&ouml;genden befindet, auch nie ernsthaft um die Schlie&szlig;ung der Steueroasen bem&uuml;ht hat. Die Welt gibt auch unverhohlen an, wozu dieser ruin&ouml;se Steuerwettbewerb gut ist, zur Vermeidung von Steuern und damit zum Abbau des Sozialstaats.<\/em><br>\n<em>Dass nur Kapitalbesitzer aber nicht die Lohnabh&auml;ngigen von dieser Art &bdquo;Wettbewerb&ldquo; profitieren k&ouml;nnen, zeigt nat&uuml;rlich auch, auf welcher Seite die Welt steht.<\/em>  <\/p><\/li>\n<li><strong>Holland ist Europas heimliches Steuerparadies<\/strong><br>\nManche Verm&ouml;gende m&ouml;gen wie Gunter Sachs den Umweg &uuml;ber winzige Inseln in der S&uuml;dsee w&auml;hlen, um ihr Geld vor dem Fiskus zu verstecken. Es gibt aber eine einfachere Methode: Man bringt das Geld in die Niederlande, wo Gewinne kaum besteuert werden.<br>\nDar&uuml;ber ist jetzt auch im benachbarten K&ouml;nigreich eine Diskussion entbrannt. In Zeiten von Rezession, knapper Kassen und Euro-Krise m&ouml;chten viele Niederl&auml;nder ihr Land nicht als Steuerparadies f&uuml;r Superreiche und Gro&szlig;konzerne sehen.<br>\nSo bringen etwa Apple, AAPL -1,06% Microsoft, MSFT +0,37% Google, GOOG -1,51% Ikea oder Starbucks SBUX -0,53% &uuml;ber Holdings j&auml;hrlich acht Billionen Euro nach Holland, um &uuml;ber dortige Briefkastenfirmen legal Steuern zu sparen. Viele haben ihre Adresse in einem grauen B&uuml;rogeb&auml;ude am Prins Bernhardplein 200 in Amsterdam.<br>\nDort sind zum Beispiel 2670 Unternehmen mit ihrem Postfach registriert. Die K&ouml;rperschaftsteuer liegt zwar bei 20 bis 25 Prozent, wird aber nur auf Gewinn, nicht auf &ldquo;Intellectual Property&rdquo;, also auf geistiges Eigentum, berechnet.<br>\n&ldquo;Jan Modaal&rdquo;, der holl&auml;ndische Otto Normalverbraucher, muss jedoch viel f&uuml;rs Finanzamt blechen. Der Einkommensteuersatz geh&ouml;rt zu den h&ouml;chsten in Europa, der Spitzensteuersatz liegt bei &uuml;ber 50 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wallstreetjournal.de\/article\/SB10001424127887323646604578406090199651614.html\">wallstreetjournal<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>DIHK-Chef Eric Schweitzer: &bdquo;Wir brauchen 1,5 Mio. Fachkr&auml;fte aus dem Ausland&ldquo;<\/strong><br>\nDer neue Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, verlangt: Im Schnitt m&uuml;ssen pro Monat 10 000 gut ausgebildete Personen zu uns kommen.<br>\n&ldquo;Bis 2025 brauchen wir rund 1,5 Millionen Fachkr&auml;fte aus dem Ausland.&rdquo; Das seien &ldquo;umgerechnet rund 10 000 Fachkr&auml;fte pro Monat&rdquo;, sagte Schweitzer zu BILD.<br>\nDer DIHK ist der Chefverband der deutschen Wirtschaft. Rund 3,7 Millionen Unternehmen sind Mitglieder der Organisation.<br>\nGrund f&uuml;r den Zuwanderer-Appell des Verbands: der dramatische R&uuml;ckgang von gut ausgebildeten Bundesb&uuml;rgern. Bis 2025 gingen dem deutschen Arbeitsmarkt wegen der sinkenden Geburtenrate rund sechs Millionen Arbeitskr&auml;fte verloren, so Schweitzer. Ohne Zuwanderung drohe ein herber Wohlstandsverlust.<br>\nSchweitzer schielt unter anderem auf gut ausgebildete Mitarbeiter in S&uuml;deuropa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/geld\/wirtschaft\/wirtschaft\/wir-brauchen-zehntausend-zuwanderer-pro-monat-29900466.bild.html\">Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> 3 Millionen statistisch erfasste Arbeitslose und rund 4 Millionen, die von der Statistik nicht mehr erfasst werden oder in &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung&ldquo; sind, kann man also vergessen. 300.000 Jugendlichen, die keine Lehrstelle haben und in der &bdquo;Warteschleife&ldquo; des sog. &Uuml;bergangsbereichs geparkt werden, rund 2,2 Millionen J&uuml;ngerer im Alter zwischen 20 bis 34 Jahren (15 % dieser Altersgruppe) die keinen Berufsabschluss haben und &uuml;berwiegend im beruflichen Abseits landen, sind f&uuml;r den DIHK-Pr&auml;sidenten abgeschrieben. Die weit &uuml;ber sieben Millionen Besch&auml;ftigten (immerhin fast ein Viertel aller Besch&auml;ftigten (23,1%)) im Niedriglohnsektor, wovon &uuml;ber 70 Prozent eine abgeschlossene Berufsbildung und &uuml;ber 10 Prozent haben sogar einen Hochschulabschluss haben,  sind f&uuml;r Eric Schweitzer keine gut ausgebildeten Bundesb&uuml;rger.<\/em><br>\n<em>All das zeigt, dem DIHK-Chef geht es ausschlie&szlig;lich darum, die Ausbildungslasten ins europ&auml;ische Ausland zu verlagern und hier im Lande die &bdquo;Reservearmee&ldquo; an Arbeitskr&auml;ften weiter zu vergr&ouml;&szlig;ern, damit durch das &Uuml;berangebot an Arbeitskr&auml;ften, die L&ouml;hne gedr&uuml;ckt werden k&ouml;nnen.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Weitere Anmerkung C.B.:<\/strong> Es m&uuml;ssen gut ausgebildete Arbeitskr&auml;fte nach Deutschland kommen. Die nicht gut ausgebildeten Arbeitskr&auml;fte k&ouml;nnen anscheinend gerne in Italien, Griechenland oder Spanien bleiben, haben wir doch schon selbst einen dramatischen R&uuml;ckgang an gut ausgebildeten Bundesb&uuml;rgern, wie Herr Dr. Schweitzer uns vermitteln will.<\/em><br>\n<em>Wer ein wenig &uuml;ber DIHK-Chef Schweitzer recherchiert, bekommt eine Ahnung davon, mit wem er Arbeitnehmer aus Deutschland, Italien, Griechenland, Portugal und Spanien zu verwechseln scheint: mit menschlichen Rohstoff, den man nach Gutd&uuml;nken importieren, exportieren bzw. recyceln kann. Da wird nach menschlichen Rohstoffen Ausschau gehalten, die schon veredelt wurden. Nicht veredelte Produkte lohnen sich hingegen nicht f&uuml;r deutsche Unternehmer. Der Preis muss stimmen. Ansonsten kann man nachwachsende menschliche Rohstoffe auch in China oder anderswo rekrutieren und hoffen, dass diese L&auml;nder f&uuml;r die Veredelung in Form von Bildungsinvestitionen gesorgt haben und sich die Importierten mit einem sehr niedrigen Lebensstandard abfinden.<\/em><br>\n<em>Solche Berater wie Herrn Dr. Schweitzer braucht unser Land. Wer es noch nicht wei&szlig;: er ist seit 2010 Mitglied im Rat f&uuml;r Nachhaltige Entwicklung, der u. a. die Bundesregierung ber&auml;t. Anstatt sich um die bessere Ausbildung f&uuml;r die &ldquo;vielen ungebildeten Bundesb&uuml;rger&rdquo; zu sorgen, sollen nachhaltig gut gebildete Fachkr&auml;fte anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern abgezogen werden. Warum auch vor Ort in Bildung investieren, wenn man die Sahneh&auml;ubchen aktuell gratis bekommen kann. Was schert es uns, dass diese L&auml;nder hierdurch nachhaltig zus&auml;tzlich geschw&auml;cht werden.<\/em><br>\n<em>In Einem hat er aber recht: Es droht ohne Zuwanderung ein herber Wohlstandsverlust. Herr Dr. Schweitzer hat vergessen, uns aber mitzuteilen, wem dieser Wohlstandsverlust droht. Die Millionen deutscher Arbeitssuchenden kann er wohl nicht gemeint haben, da im Hartz-IV Bezug kein Wohlstand vorhanden sein darf.<\/em><br>\n<em>Es ist auf jeden Fall ein sch&ouml;ner Nebeneffekt, dass dieser DIHK-Pr&auml;sident auf die vermeintlich ungebildeten Deutschen trampeln kann, die an ihrem Schicksal selbst schuld zu sein scheinen. F&uuml;r sie wird wohl im Niedriglohnsektor nur noch der Niedrigstlohn zu erwarten sein.<\/em><br>\n<em>Also Arbeitnehmer: seid willig und f&uuml;gt Euch. Wer wei&szlig;, wer aus welchem Teil dieser Erde ansonsten importiert wird, damit es Deutschland weiterhin gut geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Im Widerspruch zu Deutschland &ndash; W&auml;hrungsfonds lobt Japans lockere Geldpolitik<\/strong><br>\nGegenkurs zur Bundesregierung: IWF-Chefin Christine Lagarde begr&uuml;&szlig;t Japans aggressivere Geldpolitik als Beitrag, um die Weltwirtschaft anzukurbeln. Deutschland hatte zuvor scharfe Kritik an Tokio ge&uuml;bt&hellip;<br>\n&hellip;der Pr&auml;sident der deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, kritisierte die expansive japanische Geldpolitik. Man sei sich einig gewesen, zur L&ouml;sung der Probleme nicht mit einem Abwertungswettlauf zu beginnen, der nur Verlierer kenne, sagte Weidmann im Deutschlandfunk. Die Probleme des Landes l&auml;gen nicht in einer mangelnden Versorgung mit Liquidit&auml;t. Schuld an der Deflation seien vielmehr die demografische Entwicklung und die hohe Staatsverschuldung. &bdquo;Und da muss meines Erachtens eine sinnvolle Politik ansetzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/im-widerspruch-zu-deutschland-waehrungsfonds-lobt-japans-lockere-geldpolitik-12140399.html\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Die hohe Staatsverschuldung und die Alterung der Bev&ouml;lkerung f&uuml;hren also zu Deflation? Fr&uuml;her behauptete Weidmann das exakte Gegenteil, z. B. hier:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Hohe Staatsschulden bergen Inflationsrisiken &ndash; Eine hohe Staatsverschuldung birgt Inflationsrisiken. Auf den ersten Blick scheint dieser Zusammenhang zwar nicht offensichtlich, sind doch zumindest in den Industriel&auml;ndern die Zentralbanken in der Regel unabh&auml;ngig und mit dem eindeutigen Auftrag ausgestattet, den Geldwert zu sichern. Au&szlig;erdem gelten die Gefahren f&uuml;r die Preisstabilit&auml;t in den meisten L&auml;ndern zurzeit als wenig akut &ndash;  die Inflationsraten sind niedrig und die Inflationserwartungen bislang fest verankert.<\/em><br>\n<em>Doch eine sehr hohe Staatsverschuldung untergr&auml;bt das Vertrauen, dass die Finanzpolitik die Schuldenlast aus eigener Kraft senken kann und beg&uuml;nstigt politischen Druck auf die Zentralbank. Dieser schw&auml;cht ihre Unabh&auml;ngigkeit und ihre Glaubw&uuml;rdigkeit &ndash; beides garantiert die Preisstabilit&auml;t. <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Standardartikel\/Bundesbank\/Wissenswert\/hintergrund_bergen_hohe_staatschulden_inflationsrisiken.html\">Dadurch k&ouml;nnen Inflationsrisiken steigen<\/a>.&rdquo;<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Uno warnt vor sozialen Unruhen in Europa<\/strong><br>\nDie Vereinten Nationen sehen wegen der schweren wirtschaftlichen Rezession in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern offenbar ein erh&ouml;htes Risiko sozialer Unruhen. Dies sei Ergebnis einer Analyse der Arbeitsmarktexperten der Uno, die an diesem Montag vorgestellt werde, berichtet der &bdquo;Spiegel&ldquo;.<br>\nDie zu den Vereinten Nationen geh&ouml;rende Internationale Arbeitsorganisation (ILO) gehe davon aus, dass das Risiko vor allem in L&auml;ndern wie Zypern, Griechenland, Portugal und Italien stark gestiegen sei. In Deutschland, Finnland und Belgien hingegen sei es hingegen gesunken. Die ILO messe das Risiko mit einem speziellen Indikator, der derzeit um zw&ouml;lf Prozentpunkte h&ouml;her liege als vor Ausbruch der Finanzkrise. (&hellip;)<br>\nDie ILO mache vor allem die Sparpolitik, die den Krisenl&auml;ndern verordnet wurde, f&uuml;r den Anstieg der Arbeitslosigkeit in der EU auf inzwischen 26 Millionen Menschen verantwortlich. Die Euro-Staaten h&auml;tten zu viel Wert darauf gelegt, ihre Haushalte zu sanieren und ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit zu steigern. Die ILO schlage vor, bei der k&uuml;nftigen Krisenpolitik mehr R&uuml;cksicht auf Arbeitspl&auml;tze zu nehmen. Konkret fordere sie etwa eine Besch&auml;ftigungsgarantie f&uuml;r junge Leute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/wegen-hoher-arbeitslosigkeit-uno-warnt-vor-sozialen-unruhen-in-europa-12140281.html\">faz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland profitiert von der Verarmung der EU-Peripherie<\/strong><br>\nWas bei der Diskussion &uuml;ber der deutschen EU-Politik auch von deren Kritikern immer &uuml;bersehen wird.<br>\nDie Kritik an der deutschen EU-Politik wird lauter. L&auml;ngst sind es nicht mehr nur w&uuml;tende Demonstranten in Griechenland, Portugal und Spanien, die mit Anti-Merkel-Parolen auf die Stra&szlig;e gehen. In Italien geh&ouml;rt Kritik an der Rolle Deutschlands l&auml;ngst zum guten Ton quer durch alle politischen Kreise. Das bekam Merkel sogar w&auml;hrend ihres Osterurlaubs in Italien zu sp&uuml;ren.<br>\nDer Pr&auml;sident der Region Kampanien Stefano Caldoro, wo die Bundeskanzlerin ihren Kurzurlaub verbrachte, schickte Merkel eine Videobotschaft mit einer vernichtenden Kritik an der deutschen Europapolitik und erz&uuml;rnte damit die FAZ, die darin nur einen weiteren Beweis f&uuml;r eine &ldquo;antideutsche Stimmung in Europa&rdquo; sah. Dabei trat Caldoro eher als nachdenklicher Beobachter auf:<br>\n&ldquo;Ich beginne mit dieser Betrachtung, um der Kanzlerin Merkel meine Begr&uuml;&szlig;ung zu entbieten. (&hellip;) Ischia ist au&szlig;erordentlich. Jedoch m&ouml;chte ich der Kanzlerin Merkel auch sagen, sie sollte z. B. einige schwierige Viertel unserer Region zur Kenntnis nehmen &ndash; obwohl ich sie dazu nicht direkt einladen kann &ndash;, wo die jungen Arbeitslosen in Kampanien zu Ihrem Deutschland in einem Verh&auml;ltnis von zehn zu eins stehen, einem Arbeitslosen in Deutschland entsprechen zehn Arbeitslose in Kampanien. Oder ich w&uuml;rde sie gern einladen, unsere Krisengebiete zu besuchen, weil diese Krise Konkurs und Schlie&szlig;ung von Unternehmen, Schlie&szlig;ung von Baustellen verursacht, mit Auswirkungen auf das Sozialwesen. Wir sind an der Grenze des Bruchs der Gesellschaft. K&ouml;nnen wir uns dieses Doppel-Europa erlauben? Sollen wir ein antideutsches Gef&uuml;hl n&auml;hren? Nein, wir m&uuml;ssen diese Gef&uuml;hle bek&auml;mpfen. Aber die Kanzlerin Merkel sollte dar&uuml;ber nachdenken, dass es ein st&auml;rkeres Land gibt, das heute aus der Krise der anderen Vorteile zieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/154055\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Entwicklung der Erwerbst&auml;tigkeit &ndash; absolut und in VZ&Auml;<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130408_01.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130408_hinweise_antwort_bilanz_der_agenda_2010-politik_17-12750.pdf\">Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion &bdquo;Arbeitsmarkt- und besch&auml;ftigungspolitische Bilanz der Agenda 2010-Politik&rdquo; [PDF &ndash; 104 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Arbeitsmarkt- und Besch&auml;ftigungspolitik hei&szlig;t ja eigentlich nicht, dass nur das gleiche Arbeitsvolumen auf mehr Besch&auml;ftigte umverteilt wird. Die Bilanz seit 2000 sieht allerdings genauso aus: Die Erwerbst&auml;tigkeit hat um &uuml;ber 2 Millionen zugenommen, die Erwerbst&auml;tigkeit in Vollzeit&auml;quivalenten jedoch gerade um gut 200.000.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Amazon und die Strategie der t&ouml;dlichen Umarmung<\/strong><br>\nAuch wenn der Online-H&auml;ndler Amazon nicht einmal 20 Jahre existiert, hat er die Einkaufsgewohnheiten der Menschen bereits revolutioniert. Allein in der Vorweihnachtszeit des vergangenen Jahres nutzten hierzulande &uuml;ber 30 Millionen Besucher das Portal. Die Kunden sch&auml;tzen Amazons preiswerte und nahezu l&uuml;ckenlose Warenpalette, die unabh&auml;ngigen Produktbewertungen der anderen Kunden sowie die unkomplizierten Umtauschoptionen. Und da das Unternehmen zumeist sogar eine Lieferung innerhalb eines Werktages verspricht, ziehen viele den bequemen Mausklick dem stressigen Einkauf vor.<br>\nDie Mitte Februar ausgestrahlte ARD-Dokumentation &bdquo;Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon&ldquo; hat jedoch die Schattenseiten dieses Gesch&auml;ftsmodells offengelegt. Die Reportage zeigte auf, unter welch prek&auml;ren Bedingungen Wanderarbeiter vor allem aus Osteuropa und Spanien in den Amazon-Logistikzentren schuften und obendrein von rechtsradikalen Sicherheitskr&auml;ften schikaniert werden. (&hellip;)<br>\nMit anderen Worten: Der Konzern missbraucht seine marktbeherrschende Stellung und diktiert den H&auml;ndlern die Mindestverkaufspreise.  Aus diesem Grund haben die Betreiber des deutschen Online-Marktplatzes Hood.de im vergangenen November Klage beim Landgericht K&ouml;ln eingereicht. Aus ihrer Sicht beschr&auml;nkt die Festsetzung eines Mindestpreises unzul&auml;ssigerweise den Wettbewerb und verst&ouml;&szlig;t daher gegen das Kartellrecht. Das Bundeskartellamt sieht Amazons zunehmend marktbeherrschende Stellung ebenfalls kritisch und hat bereits Ermittlungen gegen das Unternehmen eingeleitet&hellip;<br>\nIm Ergebnis geht es in dem Fall Amazon um weit mehr als nur um die Monopolisierung des Online-Buchhandels, n&auml;mlich um die Ausschaltung s&auml;mtlicher alternativer Handelsmodelle im Internet. Gelingt es daher nicht, den Einfluss Amazons einzuschr&auml;nken, steht der freie Markt im Netz in G&auml;nze zur Disposition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/april\/amazon-und-die-strategie-der-toedlichen-umarmung\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abflug ins Ungewisse<\/strong><br>\nGestern hob der erste Flieger von Kassel-Calden ab &ndash; B&uuml;rger und Politiker feiern, Skepsis bleibt<br>\n&bdquo;Fl&uuml;gel f&uuml;r Nordhessen&ldquo; oder &bdquo;Millionengrab f&uuml;r Steuergelder&ldquo;: Kassel-Calden spaltet weiter die Politik. Gestern wurde aber erst einmal Einweihung gefeiert. Bei oberhessischen Spezialit&auml;ten und Blasmusik. (&hellip;)<br>\nDas hat man sich was kosten lassen. Aus den vor 15 Jahren urspr&uuml;nglich geplanten Kosten in H&ouml;he 70 Millionen D-Mark wurden 151 Millionen Euro Kosten, die sich flugs auf 271 Millionen Euro Investitionssumme erh&ouml;hten. Das Land Hessen, mit 68 Prozent Anteil an der Flughafen GmbH, trug den L&ouml;wenanteil davon (170 Millionen Euro).<br>\nDie Kostenerh&ouml;hung ist ein Punkt, den J&ouml;rg Ries, der Flughafen-Chef, in seiner Begr&uuml;&szlig;ung &uuml;bergeht: &bdquo;Wir haben den Flughafenbau p&uuml;nktlich und unter Einhaltung der Kosten abgeschlossen.&ldquo; Kurz: &bdquo;Wir haben fertig.&ldquo; Die Kosten sind es, die zu heftigen Diskussionen f&uuml;hren: B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen halten Calden f&uuml;r ein &bdquo;Millionengrab&ldquo;. Sie k&ouml;nnen nicht verstehen, dass das Land Hessen so viel Geld in etwas stecke, das langfristig noch mehr Millionen kosten wird, alles Steuergelder. Der j&auml;hrliche Zuschussbedarf wird auf 3 bis 8 Millionen Euro gesch&auml;tzt, je nachdem, wen man fragt. Erst im Jahr 2020 soll der Flughafen mit 650 000 Flugg&auml;sten kostendeckend arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fnp.de\/rhein-main\/rhein-mainhessen\/print\/Abflug-ins-Ungewisse;art801,208925\">Frankfurter Neue Presse<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Nordhessen hat Fl&uuml;gel bekommen&rdquo;<\/strong><br>\nErster Ferienflieger von Calden gestartet<br>\nNach zwei Jahren Bauzeit ist am Donnerstag der neue Flughafen Kassel-Calden er&ouml;ffnet worden. Am Nachmittag hob der erste Urlaubsflieger ab. Das erste Passagierflugzeug war bereits vormittags gelandet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?key=standard_document_47992089&amp;jmpage=1&amp;type=v&amp;rubrik=78187&amp;jm=1&amp;mediakey=fs\/hessenschau\/130404193503_hs_calden_3580\">Hessenschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung M.B.:<\/strong> Ja, der finanzielle Erfolg ist praktisch mit H&auml;nden zu greifen. Der erste Flug von Frankfurt nach Kassel-Calden dauerte nur 18 Minuten. Allerdings sind ein zeitliches Polster beim Einchecken und beim Gep&auml;ck Abholen am Zielflughafen einzukalkulieren und so kann die Reise schon zwei Stunden f&uuml;r 200 km dauern. Dazu kommt die Anreise zum Flughafen und die Abfahrt vom Zielflughafen ans Reiseziel. Als ich mich zu Vergleichszwecken nach dem Preis erkundigen m&ouml;chte, finde ich auf einer der f&uuml;hrenden Angebotsseiten keinen einzigen Flug von Rhein-Main nach Kassel-Calden f&uuml;r die n&auml;chsten zwei Tage und kann also aktuell keine Flugpreise ermitteln.<\/em><br>\n<em>Mit der Bahn dauert die Reise von Frankfurt Hauptbahnhof nach Kassel-Wilhelmsh&ouml;he im g&uuml;nstigsten Fall 1:18 Stunde, kostet allerdings im un&uuml;bersichtlichen Bahn-Tarif bis zu &euro; 52,00. Eine Direktverbindung mit einem Nahverkehrszug dauert 2:04: Stunden und kostet mit einem Hessenticket &euro; 32,00 f&uuml;r eine Gruppe von bis zu 5 Personen.<\/em><br>\n<em>Ach ja: An Tag 2 waren genau sechs T&uuml;rkei-Urlauber gebucht und wurden mit dem Taxi zum 90 km entfernten Flughafen Paderborn gekarrt, um dort in einem nicht ausgebuchten Flieger zu ihrem Urlaubsziel zu kommen.<\/em><br>\n<em>Die urspr&uuml;nglich geplanten Kosten stiegen von 70 Millionen DM auf 233 Millionen &euro;uro, also auf das 7,5-fache.<\/em><br>\n<em>Ja ja, der Erfolg ist mit H&auml;nden zu greifen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Energiewende scheitert: Es geht zu wenig um Effizienz.<\/strong><br>\nWenn der Begriff &raquo;Energiewende&laquo; f&auml;llt, denken die meisten erst einmal an ihr Geld: steigende Strompreise, h&ouml;here Mieten durch Luxusmodernisierung, teurere Energiesparlampen. Was viele dabei &uuml;bersehen: Energiewende hei&szlig;t im Kern Energie sparen. Und damit auch Geld. Wer nicht nachhaltig produziert und konsumiert, verschwendet im &Uuml;berma&szlig; Energie und Geld&hellip;<br>\nF&uuml;r Effizienztechniken muss nun etwas &Auml;hnliches geschaffen werden, ein Anreizsystem f&uuml;r alle Anbieter von Energieeffizienztechniken, das ein faires und marktkonformes level playing field er&ouml;ffnet. Level playing field bedeutet, dass Anbieter und Nachfrager nach denselben Regeln spielen. Erst dann kann es einen wirksamen Wettbewerb zwischen Energieangebots- und Energieeinspartechniken geben&hellip;<br>\nDas Wuppertal Institut f&uuml;r Klima, Umwelt, Energie hat nachgewiesen, dass in Deutschland fast 150 Terawattstunden Strom wirtschaftlich eingespart werden k&ouml;nnten, das entspricht ungef&auml;hr der gesamten Atomstromproduktion, als noch alle Reaktoren am Netz waren. F&uuml;r die Verbraucher h&auml;tten solche Regelungen einen angenehmen Nebeneffekt: Ihre Stromrechnungen w&uuml;rden sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/14\/energiewende\/komplettansicht\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Korea-Konflikt: &ldquo;Kim verfolgt ein klares Ziel&rdquo;<\/strong><br>\nWas will Kim Jong Un? Warum setzt er auf schrille Drohungen gegen den benachbarten S&uuml;den und die USA? Ostasien-Experte R&uuml;diger Frank attestiert dem Machthaber ein rationales Verhalten und schlie&szlig;t eine milit&auml;rische Auseinandersetzung nicht aus. (&hellip;)<br>\nSPIEGEL ONLINE: Wie berechenbar ist Kim Jong Un?<br>\nFrank: Ich sehe &uuml;berhaupt keinen Grund, ihm die Rationalit&auml;t abzusprechen. Zumindest hat er sich bislang noch nicht besonders irrational verhalten &ndash; er hat m&ouml;glicherweise einige Fehler gemacht, aber er verfolgt offenbar ein klares Ziel: Es geht ihm um die Verbesserung des Lebensstandards der nordkoreanischen Bev&ouml;lkerung. Daf&uuml;r hat er folgerichtige Schritte vorgenommen, etwa in Form von Joint Ventures und einer Reihe von neuen Wirtschaftsprojekten. Selbst die fatalen Raketen- und Atomwaffentests passen in das Gesamtbild hinein, das in Richtung einer gr&ouml;&szlig;eren Wirtschaftsreform zu laufen scheint.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Droht in dem Konflikt mit S&uuml;dkorea und den USA ein milit&auml;rischer Zusammensto&szlig;?<br>\nFrank: Ja, schlie&szlig;lich stehen sich auf der koreanischen Halbinsel hochger&uuml;stete Armeen gegen&uuml;ber. Zu einem solchen milit&auml;rischen Zusammensto&szlig; w&uuml;rde es derzeit eher durch einen unbeabsichtigten Unfall kommen &ndash; eine langfristige Kriegsplanung ist jedenfalls nicht zu erkennen. (&hellip;)<br>\nSPIEGEL ONLINE: Mit welchem n&auml;chsten Schritt rechnen Sie in dem Konflikt?<br>\nFrank: Ich hoffe, dass bei der Eskalation der Zenit &uuml;berschritten ist. &Uuml;blicherweise folgen nach Phasen der Drohung auch wieder positive Angebote aus Nordkorea. Es kommt dann auch darauf an, ob sie von der Gegenseite angenommen oder zur&uuml;ckgewiesen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/konflikt-mit-nordkorea-interview-mit-asien-experte-ruediger-frank-a-892039.html\">spiegel.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Ein relativ kurzes Interview, das sich jedoch vom Mainstream abhebt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Putin stellt sich. Der russische Pr&auml;sident im Gespr&auml;ch mit J&ouml;rg Sch&ouml;nenborn<\/strong><br>\n&ndash; Abschrift der Simultan&uuml;bersetzung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/putininterview104.pdf\">Tagesschau.de [PDF &ndash; 32.4 KB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Lekt&uuml;re des Interviews ist interessant, weil man dabei doch einen etwas anderen Eindruck bekommt, als in der allgemeinen Berichterstattung.<\/em><br>\n<em>Die ARD berichtet &uuml;ber die von Putin an Sch&ouml;nenborn &uuml;bergebenen Dokumente, worin belegt sein soll, dass in den USA die ausl&auml;ndischen NGOs den selben <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/putins-papiere100.html\">Regeln unterliegen wie in Russland<\/a>.<\/em><br>\n<em>Ulrich Heyden, Journalist und Buchautor, weist uns aus Moskau darauf hin, dass Putin in dem Interview die Verluste russischer Anleger auf Zypern positiv sieht und wie er die Heranziehung der Anleger auf Zypern als Werbung f&uuml;r deutsche Investitionen in Russland umm&uuml;nzt, wie die Einkommensteuer bei nur 13 Prozent liege.<\/em><br>\n<em>Interessant bei den Gespr&auml;chen zwischen Putin und Merkel in Hannover sei vor allem, ob sich die Kontrollen bei den deutschen Partei-Stiftungen und russischen NGOs negativ auf die geplanten Visa-Erleichterungen f&uuml;r Beamte, Journalisten und Studierende auswirken werden. Auf solche Erleichterungen h&auml;tte man sich auf deutsche Initiative Mitte M&auml;rz bei Gespr&auml;chen zwischen der EU-Kommission und Russland verst&auml;ndigt. Mit der deutschen Wirtschaft h&auml;tten Visa-Erleichterungen einen m&auml;chtigen F&uuml;rsprecher.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalitionen sind gute Krisenkoalitionen<\/strong><br>\nWelt am Sonntag: Schr&ouml;ders Reformagenda hat den Arbeitsmarkt wetterfest gemacht. Deutschland steht in der Krise erheblich besser da als andere Euro-Staaten. W&auml;re es nicht Zeit f&uuml;r eine Vers&ouml;hnung mit dem Altkanzler?<br>\nSommer: Ich denke nicht, dass es die Agenda-Reformen waren, die den Arbeitsmarkt wetterfest gemacht haben. Vielmehr waren und sind es unsere starke Exportwirtschaft, flexible Arbeitszeitmodelle, die Mitbestimmung, die Tarifautonomie und nicht zuletzt die kluge Krisenpolitik 2008 und 2009 &hellip;<br>\nWelt am Sonntag: &hellip; und die Vers&ouml;hnung?<br>\nSommer: Frank-Walter Steinmeier, dem damaligen Kanzleramtsminister, f&uuml;hle ich mich freundschaftlich verbunden. Wir haben uns sehr gr&uuml;ndlich ausgesprochen. Und ich habe mich sehr gefreut, dass er neben der Bundeskanzlerin zu meinem 60. Geburtstag gesprochen hat &ndash; und welche Worte er gefunden hat. Zwischen Gerhard Schr&ouml;der und mir herrscht dagegen ein gepflegtes Nicht-Verh&auml;ltnis, was aber auch in Ordnung ist. Ich wei&szlig; seine historische Leistung w&auml;hrend des Irakkriegs durchaus zu w&uuml;rdigen. Aber die Agenda 2010 steht auf einem anderen Blatt. Mit ihr verbinde ich Dumpingl&ouml;hne, prek&auml;re Besch&auml;ftigung, einen ausufernden Niedriglohnbereich und Altersarmut. (&hellip;)<br>\nWelt am Sonntag: Ist die SPD die Partei der sozialen Gerechtigkeit?<br>\nSommer: Alle demokratischen Parteien haben in ihrer Programmatik einen sozialen Bezug und versprechen Gerechtigkeit. Das ist ein erster Erfolg unseres jahrelangen Dr&auml;ngens. Am st&auml;rksten ausgepr&auml;gt ist das nat&uuml;rlich im linken Lager, SPD und Gr&uuml;ne voran. Vor allem die Sozialdemokraten haben ein beachtliches Angebot, wenn ich an die neue Ordnung der Arbeit, die Renten- oder Steuerpolitik denke. Aber auch die Union bezieht sich auf die Grundwerte der sozialen Marktwirtschaft, wenngleich sie im Spannungsfeld von Wettbewerb und sozialem Ausgleich andere Schwerpunkte setzt. Es gibt die Gr&uuml;nen, die viele sozialpolitische Themen behandeln, und es gibt die Linkspartei, die sich sehr stark an den Gewerkschaften orientiert und in ihren Forderungen meist &uuml;ber uns hinausgeht. Aber wir messen die Parteien nicht nur an ihren Wahlprogrammen, sondern auch an ihren Taten. Ich will noch im Amt erleben, dass der Mindestlohn im Gesetzblatt steht, und zwar mit mindestens 8,50 Euro die Stunde, fl&auml;chendeckend, f&uuml;r Jung und Alt, f&uuml;r Ost und West.<br>\nWelt am Sonntag: Ist die Linkspartei regierungsf&auml;hig?<br>\nSommer: Nach den &Auml;u&szlig;erungen aller Protagonisten ist die Zeit f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n nicht da. Das geht vonseiten der SPD nicht, und das geht vonseiten der Linkspartei auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article115065175\/Grosse-Koalitionen-sind-gute-Krisenkoalitionen.html\">welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der DGB-Vorsitzende kann also  mit allen Parteien, mit Ausnahme der Linkspartei. CDU, FDP, SPD und Gr&uuml;ne h&auml;tten ja alle &bdquo;einen sozialen Bezug&ldquo; in ihrer Programmatik. Na ja, der soziale Bezug der CDU zeigte sich ja schon darin, dass die Kanzlerin zu Sommers 60. Geburtstag gesprochen hat. Das reicht ja f&uuml;r die vom Vorsitzenden des DGB vertretenen Arbeitnehmer schlie&szlig;lich aus.<\/em><br>\n<em>Wieder einmal wird deutlich: Sommers Wunschkoalition ist die Gro&szlig;e Koalition.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>SPD-Chef im BamS-Interview: Kentert die SPD mit Steinbr&uuml;ck, Herr Gabriel?<\/strong><br>\nBamS: In Umfragen d&uuml;mpelt die SPD im Schnitt 13 Prozentpunkte hinter der Union. Wie will Ihre Partei diesen R&uuml;ckstand in den f&uuml;nfeinhalb Monaten bis zur Wahl noch aufholen?<br>\nGabriel: Mal abgesehen davon, dass der wirkliche Wahlkampf noch nicht begonnen hat, geht es am Ende doch darum, wer eine Koalitionsmehrheit in Deutschland erreicht. Und eines ist wohl schon heute klar: CDU\/CSU und FDP werden die nicht mehr bekommen.<br>\nDie SPD muss vor allem die Menschen wieder erreichen, die &uuml;berhaupt nicht mehr w&auml;hlen gehen. Unser Gegner ist nicht die CDU, sondern das Ohnmachtsgef&uuml;hl vieler Menschen, die nicht mehr daran glauben, dass sich demokratisches Engagement und W&auml;hlengehen lohnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/sigmar-gabriel\/kentert-die-spd-mit-steinbrueck-herr-gabriel-29897298.bild.html\">BamS<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass die SPD vor allem die Menschen wieder erreichen muss, die &uuml;berhaupt nicht mehr w&auml;hlen gehen, damit hat Gabriel sicher v&ouml;llig Recht. Siehe dazu &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16779\">Wer sind die Nichtw&auml;hler?<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Ob diese Menschen aber mit folgenden Aussagen des Kanzlerkandidaten erreicht werden?<\/em><br>\n<em>&bdquo;Zeit: Als Ministerpr&auml;sident in NRW haben Sie einst gesagt: &ldquo;Soziale Gerechtigkeit muss k&uuml;nftig hei&szlig;en, eine Politik f&uuml;r jene zu machen, die etwas f&uuml;r die Zukunft des Landes tun, die Leistung f&uuml;r sich und unsere Gesellschaft erbringen und nur f&uuml;r sie.&rdquo; Das klingt anders als heute.<\/em><br>\n<em>Steinbr&uuml;ck: Nein. Ich bin unver&auml;ndert der Meinung, dass die SPD dringend jene ansprechen muss, die die Lastesel des Sozialstaates sind. Diese Menschen d&uuml;rfen wir nicht &uuml;berfrachten, <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/88038\/20130131_zeit_interview_steinbrueck.html;jsessionid=1F3105CBF417E4E2377715988346DCDF\">weil sie sonst den Solidarvertrag aufk&uuml;ndigen<\/a>.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Selbst wenn Steinbr&uuml;ck so denkt, wie er spricht, k&ouml;nnte er sich als Spitzenkandidat und damit Repr&auml;sentant seiner Partei im Wahlkampf nicht wenigstens ein wenig auf diejenigen zubewegen, die auf den Sozialstaat angewiesen sind? Warum sagt er nicht einfach, ich suche W&auml;hler unter denjenigen, die Solidarit&auml;t brauche und unter denjenigen, die bereit sind Solidarit&auml;t zu &uuml;ben.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Warum w&auml;hlen so viele die CDU?<\/strong><br>\nF&uuml;r die Besserverdienenden scheinen die Christdemokraten also mittlerweile erste Wahl zu sein. F&uuml;r die sozial Benachteiligten ist die Union kaum eine Option: In der W&auml;hlerschaft der CDU\/CSU finden sich mit einem Anteil von 9,3 Prozent die wenigsten Arbeitslosen. Und von all jenen, die monatlich ein Haushaltseinkommen von unter 1.000 Euro haben, w&auml;hlen lediglich 5,7 Prozent die CDU\/CSU.<br>\nAllerdings hat die einzig andere Volkspartei, die SPD, ihre W&auml;hlerschaft und ihr Ideal der sozialen Gerechtigkeit sp&auml;testens mit der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; verraten&hellip;Die SPD liegt in der W&auml;hlergunst mit durchschnittlich 25 Prozent (Ende M&auml;rz im DeutschlandTRend: 27 Prozent) derzeit weit abgeschlagen hinter der CDU &hellip;<br>\nSo viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger w&auml;hlen die CDU ja gar nicht mehr. Stattdessen verliert die Partei kontinuierlich Stimmen. Allein zwischen 1990 und 2009 ist die absolute Zahl derjenigen, die bei der Bundestagswahl ihr Kreuz f&uuml;r die Christdemokraten gemacht haben, von 17,0 auf 11,8 Millionen zur&uuml;ckgegangen &ndash; also um fast ein Drittel. Da die Wahlbeteiligung aber wegen der gro&szlig;en Unzufriedenheit insgesamt sinkt, f&auml;llt der R&uuml;ckgang der CDU-Stimmen nicht so auf. Dass beispielsweise nicht die SPD profitiert, liegt auch daran, dass sie im Kern f&uuml;r die gleiche Politik wie die CDU steht: Schuldenbremse, Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr und Sozialabbau (Agenda 2010). Nicht umsonst konnten in der Vergangenheit Parteien wie DIE LINKE oder die Piraten relativ gro&szlig;e Erfolge verbuchen &ndash; zumindest solange, wie die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler den Eindruck hatten, dass sie sich vom etablierten Politikbetrieb abheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38842\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bildungspaket: Murks, der nicht funktioniert<\/strong><br>\nZu b&uuml;rokratisch, zu kleinteilig, zu kurz gedacht &ndash; das Bildungs- und Teilhabepaket ist wohl das Lebensfernste, was Arbeitsministerin von der Leyen bisher auf den Weg gebracht hat. Zwei Jahre nach der Einf&uuml;hrung der Leistungen best&auml;tigt sich, wovor alle Experten von Anfang an gewarnt haben: Dieser Murks funktioniert so nicht. Weniger als die H&auml;lfte der zur Verf&uuml;gung gestellten Mittel werden abgerufen, besonders die Musik- und Sportgutscheine entpuppen sich als Luftnummer und laufen vor Ort ins Leere. (&hellip;)<br>\nAus der bisher geringen Inanspruchnahme zu folgern, der Bedarf sei eben geringer als angenommen, ist, als w&uuml;rde man sagen: &raquo;Im Prinzip ist der Blinddarm entz&uuml;ndet und m&uuml;sste rausgenommen werden. Da aber kein Krankenhaus in der N&auml;he ist, besteht offenbar kein Bedarf an der Operation.&laquo; Im Gesundheitswesen w&uuml;rde eine solche Argumentation zu einem Aufschrei f&uuml;hren. Doch wenn es um Familien im Hartz-IV-Bezug geht, ist sich Politik f&uuml;r keine Absurdit&auml;t zu schade. (&hellip;)<br>\nDas Bildungspaket ist gescheitert und in seiner bisherigen Form nicht mehr zu reparieren. Statt kleinkarierter und kleinm&uuml;tiger Gutscheinsysteme brauchen wir endlich bedarfsgerechte Regels&auml;tze und die Verankerung eines einklagbaren Rechtsanspruches auf Teilhabe im Kinder- und Jugendhilfegesetz. Die F&ouml;rderung von Kindern ist keine Sache der Arbeitsverwaltung. Bildung geh&ouml;rt an die Schulen. Kultur, Sport und Geselligkeit sind Sache der &ouml;rtlichen Jugendhilfe. Erst der verbindliche Rechtsanspruch wird daf&uuml;r sorgen, dass Angebote geschaffen werden, wo Bedarf besteht. Erfahrungen mit Kita- und Krippenausbau zeigen, wie und dass das funktioniert. Es wird Zeit f&uuml;r einen intelligenten Neuanfang in der Organisation der Teilhabeleistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/817920.bildungspaket-murks-der-nicht-funktioniert.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bereit f&uuml;r den Notstand<\/strong><br>\nIm &raquo;Krisenfall an einem Strang&laquo;: Die Vernetzung von Universit&auml;ten, privater Wirtschaft, Milit&auml;r und Polizei schreitet voran<br>\nEin praxisfernes Studium, das sich nur im H&ouml;rsaal abspielt? Nicht bei der Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin-Sch&ouml;neberg. Die staatliche Institution bietet seit 2005 einen Bachelorstudiengang &raquo;Sicherheitsmanagement&laquo; an; 2011 ist ein Masterabschluss dazugekommen. &raquo;Die Studenten werden bei uns erst mal ins kalte Wasser geschmissen&laquo;, erz&auml;hlt Thomas Mitschke, Abteilungsleiter &raquo;Zivilschutzausbildung&laquo; vom Bundesamt f&uuml;r Bev&ouml;lkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), am Freitag in Berlin. &raquo;Da wei&szlig; ja niemand, was beispielsweise so ein totaler Stromausfall wirklich bedeutet.&laquo; Mitschke wohnte der Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens zwischen Hochschule und Bundesamt bei, das die &raquo;langen Beziehungen zum BBK formalisieren&laquo; soll, wie Bernd Reissert, Pr&auml;sident der HWR, ank&uuml;ndigte. Diese Zusammenarbeit betrachtet der Hochschulchef als bundesweiten Modellfall: &raquo;Nicht nur f&uuml;r den privaten Sektor, sondern auch im Sicherheitsbereich&laquo;. 40 Bachelorabsolventen schlie&szlig;en pro Jahr in Berlin den neuen Studiengang ab. Die Kosten teilt sich die Hochschule mit der Beh&ouml;rde&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/04-06\/060.php\">jw<\/a>\n<p><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Dazu passt auch ein Passus in der nieders&auml;chsischen Koalitionsvereinbarung. Auf Seite 41f. Hei&szlig;t es unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Transparenz bei Risikotechnologien&ldquo; als eine Art Absichtserkl&auml;rung u.a.:<br>\n<em>&bdquo;Die rot-gr&uuml;ne Koalition wird (&hellip;)die Hochschulen auffordern, im Bereich von Risikotechnologien und Forschungsvorhaben mit milit&auml;rischer Relevanz eigene Plattformen f&uuml;r einen ethischen Diskurs zu schaffen.&ldquo; Mehr dazu <a href=\"http:\/\/www.spdnds.de\/content\/362590.php\">hier<\/a>.<\/em><br>\n<em>Ablehnung von milit&auml;rischer Forschung oder gar einer Vernetzung von Hochschulen mit Milit&auml;r und privater Wirtschaft sieht anders aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sind b&uuml;rgerliche Qualit&auml;tszeitungen Kriegshetzer?<\/strong><br>\nMedienkritik aus Sicht eines Konfliktforschers.<br>\nM&uuml;sste Qualit&auml;tsjournalismus nicht zumindest ein paar Grundkenntnisse dar&uuml;ber haben, dass alle Staaten, auch die unsrigen, Interessen haben und daf&uuml;r notfalls auch bereit sind, &uuml;ber Leichen zu gehen?<br>\nStattdessen werden Russland und China, die mit ihrem Veto im Sicherheitsrat gegen eine milit&auml;rische Eskalation stimmten, als &ldquo;Helfer des M&ouml;rders&rdquo; Assad diffamiert (&ldquo;Die Zeit&rdquo;), der &ldquo;gegen das eigene Volk&rdquo; k&auml;mpft. Assad, so wei&szlig; es ein Kommentar in der S&uuml;ddeutschen Mitte Februar 2012, &ldquo;l&ouml;scht das Feuer der Rebellion mit Blut&rdquo;. Nur konsequent fordert das b&uuml;rgerliche Spektrum nun also auch f&uuml;r Syrien die milit&auml;rische Intervention, pardon: Es spielt den objektiven Beobachter: &ldquo;Die Forderung, die internationale Staatengemeinschaft m&uuml;sse eingreifen, wird immer lauter&rdquo; (&ldquo;S&uuml;ddeutsche&rdquo;). Die Frage, die dabei die &ldquo;NZZ&rdquo; beunruhigt, ist nicht etwa jene nach den Folgen der Eskalation, sondern danach, wer schlussendlich bereit ist, die Drecksarbeit zu &uuml;bernehmen und Truppen nach Syrien zu schicken.<br>\nDas ist Kriegstreiberei und geh&ouml;rt auch als solche bezeichnet. Es gibt n&auml;mlich noch einen anderen Weg, wie der Bundesausschuss Friedensratschlag der deutschen Friedensforscher Ende J&auml;nner 2012 in seiner Pressemitteilung klar gemacht hat: &ldquo;Wer es also wirklich ehrlich meint mit dem Wunsch nach mehr Demokratie und Partizipation der Menschen (&hellip;), muss sich jeglichem gewaltsamen Einmischungsversuch von Au&szlig;en widersetzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1331207267450\/Kurt-Gritsch-Gut-inszeniert-die-Mainstream-Meinung\">der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Fasziniert von &raquo;T&ouml;te zuerst&laquo;<\/strong><br>\nArte und ARD haben den Film &raquo;Gatekeepers&laquo; des israelischen Regisseur Dror Moreh gezeigt: Gespr&auml;che mit den sechs noch lebenden ehemaligen Chefs des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet.<br>\n&raquo;Es ist ein Film mit einem &uuml;berraschenden Ansatz und einem &uuml;berraschenden Ergebnis. Denn die M&auml;nner, die in den vergangenen 30 Jahren den Geheimdienst geleitet haben, geben nicht nur Einblick in ihre Arbeit, sondern ziehen unisono ein entlarvendes Fazit: Das Besatzungsregime &uuml;ber die pal&auml;stinensischen Gebiete erscheint unmoralisch, ineffizient und kontraproduktiv.&laquo; (Die Welt) Die S&uuml;ddeutsche &auml;u&szlig;erte Bewunderung f&uuml;r die sechs: &raquo;Wie sie das beschreiben, das ist au&szlig;ergew&ouml;hnlich ehrlich &hellip; [Sie] geben dabei Einblick in eine sehr spezifische Form der Verantwortungsethik, in der jeder Wert einen Preis hat &ndash; und dieser Preis ist zumeist in Menschenleben zu beziffern.&laquo; Der Intendant des NDR verk&uuml;ndete stolz: &raquo;Da&szlig; eine Koproduktion des NDR als eine der weltweit besten f&uuml;nf Dokumentationen f&uuml;r den Preis (Oscar) nominiert wurde, ist ein Riesenerfolg.&laquo; Die &raquo;National Society of Film Critics&laquo; in den USA verlieh Moreh den Preis f&uuml;r den besten Dokumentarfilm des Jahres. Auf Festivals in Toronto und Amsterdam erhielt der Film ebenfalls h&ouml;chste Anerkennung, und das wird wohl so weitergehen&hellip;<br>\nNichts an den Gest&auml;ndnissen in Morehs Film ist neu. Seit Jahren sind der internationalen &Ouml;ffentlichkeit die gezielten T&ouml;tungen durch Mordkommandos oder Drohnen bekannt, ebenso die Folter durch Schlafentzug, stundenlange erniedrigende Sitzhaltungen, danach Sch&uuml;tteln, Augenverbinden, Angsteinfl&ouml;&szlig;en (Yuval Diskin: &raquo;Du mu&szlig;t mit allen Mitteln arbeiten, die dir zur Verf&uuml;gung stehen&laquo;), auch die Giftanschl&auml;ge waren l&auml;ngst kein Geheimnis mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/51615678f0f92\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Mutiger als die anderen<\/strong><br>\nH&auml;tte er nicht einmal einen Kampf gewinnen k&ouml;nnen? Niemand in der SPD warf sich vor zehn Jahren mit derartiger Vehemenz und solchem Mut der &bdquo;Agenda 2010&ldquo; von Kanzler Gerhard Schr&ouml;der entgegen. Gereizt, w&uuml;tend, die schweren Tr&auml;nens&auml;cke in den Talkshows wie ein Ausweis seiner Kr&auml;nkung: Er verteidigte hier die Sozialdemokratie gegen den Kanzler! Gegen die arbeitgeberfreundliche Medienmacht! Er wurde daf&uuml;r behandelt wie ein Sonderling von Leuten, die das Wort &bdquo;Arbeitslosenhilfe&ldquo; vor einer halben Stunde das erste Mal geh&ouml;rt hatten!<br>\nSchreiner, aus kleinen Verh&auml;ltnissen, Kurzzeitsoldat, Jurist aus dem Saarland, war einer der engsten Vertrauten Oskar Lafontaines, wurde nach dem Antritt von Rot-Gr&uuml;n 1998 Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Partei. Nachdem Lafontaine wenige Monate sp&auml;ter seine &Auml;mter hinwarf, wartete Gerhard Schr&ouml;der nicht lange, um auch Schreiner abzus&auml;gen. Er wurde zusammen mit dem ganzen Posten aus der Parteizentrale entfernt. Stattdessen gab es ab 1999 dann einen &bdquo;Generalsekret&auml;r&ldquo; &ndash; Franz M&uuml;ntefering.<br>\nAls Chef der Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Arbeitnehmerfragen war Schreiner ab 2000 dann immerhin ein Posten im Parteivorstand &ndash; und ein offizielles Ma&szlig; an Respekt in den Reihen der Schr&ouml;derianer sicher. Ihm den echten Respekt zu rauben, ihn als Ewiggestrigen in eine Reihe m&uuml;ffelnder alter M&auml;nner zu schieben, daran arbeiteten viele in der SPD flei&szlig;ig. Ein berlin-mittig schnittiger Zeitgeist half ihnen dabei.<br>\nSchreiner keilte zur&uuml;ck. Seine Verachtung f&uuml;r eine Parteistr&ouml;mung &ndash; die &bdquo;Netzwerker&ldquo; &ndash;, die sich &bdquo;nicht links und nicht rechts&ldquo; nannte, war betr&auml;chtlich. &bdquo;Nichts gelesen und an nichts interessiert&ldquo; w&auml;re treffender, meinte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Ottmar-Schreiner-ist-tot\/!114108\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Mit Ottmar Schreiner stirbt einer der wenigen aufrechten Sozialdemokraten im Deutschen Bundestag. Sein Mut, sich &uuml;ber Jahre hinweg &ndash; teilweise gegen entschiedenen Widerstand der SPD-F&uuml;hrung &ndash; f&uuml;r die Interessen der Arbeitnehmerschaft eingesetzt zu haben, ist Anlass genug f&uuml;r Respekt und Dankbarkeit!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man k&ouml;nnte schon bei der Nachricht vom Krebstod Ottmar Schreiners auf den Gedanken kommen, dass der Niedergang der SPD &ndash; nicht gemessen am W&auml;hlerschwund, sondern an der zunehmenden Distanz zu ihrem wahren Kern &ndash; diesem Sozialdemokraten den Rest gegeben hat. Auch wenn der Zusammenhang zwischen Psyche und Krebs wissenschaftlich nicht belegt ist. Im Nachruf oben wird von einer &ldquo;Kr&auml;nkung&rdquo; gesprochen und seiner Behandlung als &ldquo;Sonderling&rdquo;. Gewiss  hat die Art der Auseinandersetzung um die Agenda 2010 &ndash; man denke nur an die unverh&uuml;llte Drohung M&uuml;nteferings, Abweichler von den Landeslisten zu streichen &ndash; auch pers&ouml;nlich getroffen, aber wie sagte Schreiner in einem Interview: &ldquo;Man hat das Gef&uuml;hl einer Dem&uuml;tigung gar nicht mal individuell, sondern einer historischen Formation.&rdquo; Das Kranksein der SPD, das f&uuml;r viele, die da austraten, eine Krankheit zum Tode war, musste gerade in den Feiern zum 10. Jahrestag der Agenda 2010 jedem, der sich dem Jahrhundertwerk Sozialdemokratie verbunden f&uuml;hlt, &uuml;bel hochkommen. Das war eben doch nur Wortgeklingel, als Sigmar Gabriel zum R&uuml;ckzug Schreiners vom Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) erkl&auml;rte: &ldquo;Es w&auml;re besser gewesen, wir h&auml;tten in der Vergangenheit auf Ottmar und die AfA geh&ouml;rt. Es darf nie wieder passieren, dass wir uns so weit von der Arbeitnehmerschaft entfernen.&rdquo; &ndash; Es ist erschreckend, dass der Kampf derjenigen, die in der Partei verblieben waren, so vergeblich war, wie auch der einsame Versuch Lafontaines und anderer, die SPD von au&szlig;en auf Kurs zu bringen. Erschreckend auch, wie leichtfertig die SPD sich hochgradig politischer Begabungen entledigte und durch wohlfeiles Mittelma&szlig; ersetzte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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