{"id":16811,"date":"2013-04-10T08:37:15","date_gmt":"2013-04-10T06:37:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811"},"modified":"2013-04-10T08:37:15","modified_gmt":"2013-04-10T06:37:15","slug":"hinweise-des-tages-1855","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h01\">Deutsche Dumpingl&ouml;hne &ndash; Europa klagt an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h02\">Ausgepresst wie Zitronen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h03\">Spiegel Online sieht Aufschwung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h04\">Finanzminister einsichtig: FATCA soll neuer internationaler Standard f&uuml;r automatischen Informationsaustausch werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h05\">Nur in Frankreich ist die Gesch&auml;ftsstimmung mies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h06\">Sparma&szlig;nahmen in Britannien &ndash; Elit&auml;r, b&ouml;sartig und entw&uuml;rdigend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h07\">Slowenien steht am Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h08\">Starinvestor Soros: &ldquo;Falls jemand den Euro verl&auml;sst, sollte es Deutschland sein&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h09\">Kampf gegen Steuerflucht &ndash; Neue Debatte &uuml;ber Informationsaustausch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h10\">Bund lie&szlig; sich ESF-Ausgaben von der BA erstatten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h11\">Schonarbeitsplatz statt Bett f&uuml;r kranke Mitarbeiter einer Firma aus Lippstadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h12\">In der Schweiz naht ein zweites &bdquo;Abzocker-Votum&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h13\">Lehren aus der Causa Wulff &ndash; Von der Lawine zum Schneeb&auml;llchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h14\">Jakob Augstein: Zehn tote Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h15\">Robert Misik: Zeit f&uuml;r eine neue Sozialdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h16\">Master wird Mangelware<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h17\">Vorank&uuml;ndigung &ndash; Lesung und Gespr&auml;ch: Friedrich Schorlemmer &ndash; Klar sehen und doch hoffen mein politisches Leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811#h18\">Zu guter Letzt: Bild-Mann Blome wird Spiegel-Chefredakteur<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16811&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsche Dumpingl&ouml;hne &ndash; Europa klagt an<\/strong><br>\nDie belgische Regierung klagt Deutschland an, beschwert sich &uuml;ber deutsche Dumpingl&ouml;hne. So sei der massenhafte Einsatz von osteurop&auml;ischen Billigarbeitern in deutschen Schlachth&ouml;fen rechtswidrig, erkl&auml;rt der belgische Wirtschaftsminister Johan Vande Lanotte gegen&uuml;ber Frontal21. Niedrigl&ouml;hne von drei Euro in der Stunde verschafften den deutschen Unternehmen einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegen&uuml;ber der belgischen Konkurrenz, die an gesetzlich festgeschriebene Mindestl&ouml;hne gebunden ist. Dagegen will die belgische Regierung jetzt vorgehen und fordert deshalb die Europ&auml;ische Kommission auf, wegen Verletzung der EU-Vertr&auml;ge einzuschreiten. Die Bundesrepublik, so Vande Lanotte, versto&szlig;e gegen das Diskriminierungsverbot, weil ausschlie&szlig;lich ausl&auml;ndische Arbeiter Opfer der Dumpingl&ouml;hne seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1878282\/Deutsche-Dumpingloehne-Europa-klagt-an\">Frontal21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ausgepresst wie Zitronen<\/strong><br>\nDie Krise dominiert die Stimmung in Italien. Doch es gibt auch zahlreiche Proteste und Interessengruppen, die sich nicht mit der Situation abfinden, sondern durch Eigeninitiative eine Trendwende herbeif&uuml;hren wollen. Die Dokumentation berichtet unter anderem von einer Facebook-Initiative zur privaten Arbeitsvermittlung oder von Sch&uuml;lerinnen, die ihr Gymnasium besetzten, um gegen Sparma&szlig;nahmen zu protestieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/047864-000\/ausgepresst-wie-zitronen\">arte<\/a>\n<p>dazu: <strong>Nichi Vendola und sein Traum von einem anderen Italien<\/strong><br>\nNichi Vendola, seit 2005 Pr&auml;sident der Region Apulien, ist der Anti-Berlusconi: bekennender Homosexueller, Kommunist und Katholik. Vendola ist volksnah und modern, vernetzt und offen f&uuml;r neue Ideen aus der Parteibasis. Er sagt den Lastern seines Landes den Kampf an und hat Apulien zum Beispiel in Bezug auf Umweltschutz und nachhaltigen Tourismus modernisiert. Die Dokumentation hat Vendola mehrere Monate bei seinem Kampf f&uuml;r ein anderes Italien begleitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/047863-000\/nichi-vendola-und-sein-traum-von-einem-anderen-italien\">arte<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.M.:<\/strong> Leider nur kurze Zeit online. Ein (seltener!) Blick auf einen Teil der Linken in Italien, ihren Kampf, ihren Frust, ihr Verh&auml;ltnis zu Medien. Das lange Aufbleiben f&uuml;r die Fernsehausstrahlung hatte sich gelohnt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Spiegel Online sieht Aufschwung<\/strong><br>\nEuropa befindet sich schnurstracks auf dem Weg in die Depression, doch Spiegel Online behauptet mit freundlicher Unterst&uuml;tzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) munter das Gegenteil. Sinkende Lohnkosten in den Euro-Krisenl&auml;ndern locken deutsche Firmen an, hei&szlig;t es in einer Studie des DIHK. Diese Aussicht auf g&uuml;nstige Rahmenbedingungen f&uuml;hre in Spanien, Portugal und Italien bald wieder zu Investitionen, hei&szlig;t es. Vor allem die Pharmazeutische Industrie, die Textilindustrie sowie die Gummi- und Kunststoffindustrie h&auml;tten das europ&auml;ische Ausland als Standort im Blick. Das ist ein ziemlich irres Propagandast&uuml;ck &hellip;<br>\n&Uuml;berall in Europa werden schwache Auftragseing&auml;nge und einbrechende Konsumdaten gemeldet. Doch nur in Deutschland glaubt man an die eigene Unverwundbarkeit und nat&uuml;rlich an den stets &ldquo;robusten&rdquo; Aufschwung, der selbst in der Rezession auszumachen ist und allenfalls durch eine &ldquo;Wachstumsdelle&rdquo; etwas gebremst wird &hellip;<br>\nEs wird v&ouml;llig ignoriert, dass die Gesellschaften der betreffenden L&auml;nder infolge der Austerit&auml;tspolitik gerade auseinanderbrechen und Leid wie Verelendung um sich greifen. Es mag ja ein feuchter Traum bestimmter Teile der Wirtschaft sein, &uuml;ber ein Heer von Arbeitssklaven verf&uuml;gen zu d&uuml;rfen, doch vergeht kaum ein Tag, an dem sich die V&ouml;lker in den S&uuml;dl&auml;ndern nicht dagegen wehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/04\/05\/spiegel-online-sieht-aufschwung-15723694\/\">Tautenhahn Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Finanzminister einsichtig: FATCA soll neuer internationaler Standard f&uuml;r automatischen Informationsaustausch werden<\/strong><br>\nDie Finanzminister der f&uuml;nf gr&ouml;ssten EU Staaten Sch&auml;uble, Osborne, Moscovivi, Grilli und Montoro Romero wenden sich vor dem informellen ECOFIN an EU-Steuerkommissar Semeta und informieren ihn dar&uuml;ber, dass sie ein Pilotprojekt f&uuml;r multilateralen automatischen Informationsaustausch mit den USA starten werden. Sie k&uuml;ndigen ihren Willen an, das auf FATCA basierende Regime zum neuen internationalen Standard machen zu wollen.<br>\nSven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Europaparlament und Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Bundestag erkl&auml;ren dazu:<br>\nHerzlichen Gl&uuml;ckwunsch Herr Sch&auml;uble. FATCA und den automatischen Informationsaustausch zum internationalen Standard zu machen, ist ein Durchbruch im Kampf gegen Steuerhinterziehung. Angesichts des schon Jahrzehnte anhaltenden Widerstands gegen EU-Regeln durch die europ&auml;ischen Steueroasen ist das gemeinsame Vorgehen williger Staaten konsequent und angemessen. Der Druck wirkt. Genau das haben wir vor einigen Tagen gefordert.<br>\nNun kommt es auf das Kleingedruckte an. Die weitere Rechtssetzung werden wir genau beobachten und nat&uuml;rlich daf&uuml;r werben, dass letztlich m&ouml;glichst viel im Rahmen der EU-27 geregelt wird. Egoistisch handelnden Steueroasen d&uuml;rfen wir aber nicht mehr durchgehen lassen, ganz Europa zu einer ungerechten Steuerpolitik zu n&ouml;tigen. Dass dies die Bundesregierung angesichts von offshoreleaks nun eingesehen hat, f&auml;llt unter &bdquo;besser sp&auml;t als nie&ldquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2013\/finanzminister-einsichtig-fatca-soll-neuer-internationaler-standard-fur-automatischen-informationsautausch-werden\/\">Sven Giegold<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de:8080\/r.html?uid=1.p8.g0d.vc.bpbf3gcba5\">Brief der 5 Finanzminster an EU-Steuerkommissar Semeta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nur in Frankreich ist die Gesch&auml;ftsstimmung mies<\/strong><br>\nWeltweit sind die Firmen wieder zuversichtlicher, was die konjunkturelle Entwicklung angeht. Die gro&szlig;e Ausnahme ist Frankreich. Dort sind die Manager mittlerweile pessimistischer als in den Krisenstaaten S&uuml;deuropas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/umfrage-nur-in-frankreich-ist-die-geschaeftsstimmung-mies\/8037328.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Dieser Handelsblatt-Beitrag reiht sich ein in die zahlreichen Propaganda-Machwerke (anders kann man dies nicht bezeichnen), die vom deutschen Medienmainstream geradezu am Flie&szlig;band produziert werden. Der neben dem &uuml;blichen Frankreich-Bashing in der Artikel-&Uuml;berschrift enthaltenen Behauptung, nur in Frankreich sei die Gesch&auml;ftsstimmung mies, wird sogar im Handelsblatt-Beitrag selbst widersprochen: &ldquo;In den anderen gr&ouml;&szlig;eren L&auml;ndern der Euro-Zone erwartet dagegen nach wie vor eine Mehrheit der Manager, dass die Gesch&auml;fte sich schlechter entwickeln.&rdquo; Zudem stellt sich die Frage: Was bezweckt die zur  Arbeitgeberlobby z&auml;hlende Unternehmensberatung &bdquo;Warth &amp; Klein Grant Thornton&ldquo; mit dieser &ldquo;Umfrage&rdquo; unter gerade einmal &ldquo;3000 F&uuml;hrungskr&auml;ften in 40 Volkswirtschaften weltweit&rdquo;? Dies auch unter dem Blickwinkel, da&szlig; diese &ldquo;F&uuml;hrungskr&auml;fte&rdquo; und &ldquo;Volkswirte&rdquo; in ihrer &uuml;bergro&szlig;en Mehrheit der neoliberalen Ideologie verhaftet sein d&uuml;rften und diese &ldquo;Umfrage&rdquo; wohl als willkommene Gelegenheit begr&uuml;&szlig;en, dem ihnen auch wegen seiner Steuerpolitik ungeliebten franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Hollande politisch eins auszuwischen.<br>\n Unabh&auml;ngig von dieser Umfrage sollte sich die franz&ouml;sische Regierung allerdings ernsthaft die Frage stellen und auch schnell eine Antwort darauf finden, welchen &ouml;konomischen und sozialpolitischen Weg sie zuk&uuml;nftig einschlagen m&ouml;chte. Denn momentan erweckt die Politik der franz&ouml;sischen Regierung den Eindruck einer gewissen Richtungs- und Konzeptionslosigkeit. Obwohl sich Frankreich seit der Jahrtausendwende als einer der wenigen Staaten der Eurozone im Sinne einer produktivit&auml;tsorientierten Lohnpolitik stabilit&auml;tskonform verhalten hat, wurde Frankreich wegen der Dumpingpolitik seines Haupthandelspartners Deutschland in seiner preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit sowohl im direkten Handel mit Deutschland als auch im Handel mit den Staaten au&szlig;erhalb der Eurozone in wachsendem Ma&szlig;e unter wirtschaftlichen Druck gesetzt. Heiner Flassbeck hat in seinen Stellungnahmen bereits des &Ouml;fteren darauf hingewiesen, dass die Einf&uuml;hrung eines &ldquo;S&uuml;d-Euro&rdquo; (gemeinsam mit den ebenfalls unter preislicher Wettbewerbsschw&auml;che leidenden Krisenstaaten innerhalb der Eurozone) eine m&ouml;gliche Alternative w&auml;re, um sich zuk&uuml;nftig &uuml;ber die R&uuml;ckgewinnung einer zumindest teilweisen W&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t von den Dumping-Praktiken Deutschlands unabh&auml;ngiger zu machen. Verbleibt Frankreich hingegen gemeinsam mit Deutschland in der Eurozone, dann d&uuml;rfte es &uuml;ber kurz oder lang bei Schr&ouml;ders &ldquo;Agenda&rdquo;-Politik landen, zumal die politischen Verantwortlichen in Deutschland keinerlei Bereitschaft zeigen, von ihrer neoliberalen Ideologie abzuweichen. Im Gegenteil: Sie m&ouml;chten diese Ideologie durch die Aus&uuml;bung von politischem und &ouml;konomischem Druck der gesamten Eurozone aufzwingen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sparma&szlig;nahmen in Britannien &ndash; Elit&auml;r, b&ouml;sartig und entw&uuml;rdigend<\/strong><br>\nIn diesen Tagen schneidet die konservativ-liberale Regierung in Britannien riesige L&ouml;cher ins soziale Netz. Ihre Massnahmen triefen vor Verachtung gegen&uuml;ber den Armen.<br>\nAn den April des Jahrs 2013 werden sich viele BritInnen noch lange erinnern. Denn innerhalb von nur zwei Wochen setzt die britische Regierung Ma&szlig;nahmen um, die mehr sind als nur ein Schnitt in das Sozialgef&uuml;ge des Landes: Es ist die h&auml;rteste K&uuml;rzungsrunde in der ohnehin schon v&ouml;llig &uuml;berzogenen, kontraproduktiven und weitgehend ideologisch motivierten Austerit&auml;tspolitik der Regierung von David Cameron.<br>\nAm Montag trat die vielleicht grundlegendste &Auml;nderung des Nationalen Gesundheitsdiensts NHS seit seiner Gr&uuml;ndung vor 65 Jahren in Kraft. Neue Strukturen, darunter die &Uuml;bergabe des Systems an von &Auml;rztInnen kontrollierte Kommissionen, lassen eine weitreichende Teilprivatisierung (bis hin zu ganzen Spit&auml;lern) zu. Die Folgen dieser Ma&szlig;nahme sp&uuml;rt die Bev&ouml;lkerung allerdings nicht sofort &ndash; im Unterschied zur &laquo;Zimmer-Abgabe&raquo;, die ebenfalls seit Anfang dieser Woche gilt und rund 660&thinsp;&thinsp;000 Haushalte trifft. Denn einkommensschwache Familien und Behinderte, die Wohngeld beziehen und in einer &laquo;zu gro&szlig;en&raquo; Wohnung leben, m&uuml;ssen entweder umziehen, eine K&uuml;rzung des staatlichen Wohngelds um zwischen 14 und 25 Prozent hinnehmen &ndash; oder sie landen auf der Stra&szlig;e&hellip;<br>\nDabei ist l&auml;ngst erwiesen, dass durch den Sozialabbau und die Massenentlassungen im &ouml;ffentlichen Dienst die Staatsschuld nicht sinkt, sondern weiter ansteigt. Die Neuverschuldung in der Zeit von 2010 bis 2014 liegt sch&auml;tzungsweise um 250 Milliarden Pfund h&ouml;her, als anfangs gedacht. Aber es geht ja auch nicht um Kosten und Zahlen. Es geht um den Sozialstaat, der &ndash; wie Margaret Thatcher es einmal formulierte &ndash; Faulheit f&ouml;rdere, Selbstverantwortung untergrabe und &laquo;alles vergiftet&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1314\/sparmassnahmen-in-britannien\/elitaer-boesartig-und-entwuerdigend\">Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die Sozialpolitik der Regierung Cameron ist rein ideologisch, ohne jegliche &ouml;konomische und politische Rationalit&auml;t &ndash; Klassenkampf von oben. Cameron macht da weiter wo Thatcher aufgeh&ouml;rt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Slowenien steht am Abgrund<\/strong><br>\nDroht ein &bdquo;n&auml;chstes Zypern&rdquo;? Investoren spekulieren, dass eine Bankenkrise in Slowenien den kleinen Staat in den Abgrund rei&szlig;en k&ouml;nnte. Jetzt ist die neue Regierung gefragt &ndash; es gilt, einen Hilfsantrag zu verhindern.<br>\nLaut dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) haben slowenische Banken etwa sieben Milliarden Euro an faulen Krediten in ihren B&uuml;chern stehen &ndash; eine Summe, die 20 Prozent des BIP des Landes ausmacht. Seit Monaten wird daher regelm&auml;&szlig;ig dar&uuml;ber spekuliert, ob der Adria-Staat als n&auml;chstes Land unter den Euro-Rettungsschirm fl&uuml;chten m&uuml;sse; im vergangenen Sommer waren die Anzeichen daf&uuml;r besonders akut.<br>\nKreditausfall-Swaps (CDS) zur Absicherung slowenischer Staatsanleihen f&uuml;r f&uuml;nf Jahre gegen einen Zahlungsausfall sind zwischen dem 15. M&auml;rz und dem 28. M&auml;rz um 66 Prozent auf ein Sechs-Monats-Hoch von 414 Basispunkten angestiegen. Danach wurden die Rettungspl&auml;ne f&uuml;r Zypern bekannt. Seither liegen die CDS f&uuml;r Slowenien 35 Prozent h&ouml;her bei 338 Basispunkten, verglichen mit einem 54-Prozent-Anstieg f&uuml;r Zypern und 13 Prozent f&uuml;r Portugal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/anleihen\/kreditwuerdigkeit-verschlechtert-slowenien-steht-am-abgrund\/8033050.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Starinvestor Soros: &ldquo;Falls jemand den Euro verl&auml;sst, sollte es Deutschland sein&rdquo;<\/strong><br>\nAnfangs behandelten Beh&ouml;rden wie Marktteilnehmer alle Staatsanleihen als risikolos, was einen Fehlanreiz f&uuml;r die Banken schuf, sich in gro&szlig;em Umfang mit schw&auml;cheren Anleihen einzudecken.<br>\nAls dann w&auml;hrend der Griechenlandkrise das Schreckgespenst eines Zahlungsausfalls drohte, reagierten die Finanzm&auml;rkte vehement und degradierten alle schwer verschuldeten Euro-L&auml;nder auf den Status von in Fremdw&auml;hrungen &uuml;berschuldeten Dritte-Welt-L&auml;ndern. In der Folge wurden diese L&auml;nder so behandelt, als w&auml;ren sie allein f&uuml;r ihr Ungl&uuml;ck verantwortlich, ohne dass der strukturelle Defekt des Euro behoben wurde.<br>\nHat man dies erst einmal verstanden, bietet sich die L&ouml;sung praktisch von selbst an. Sie l&auml;sst sich in einem Wort zusammenfassen: Euro-Bonds &hellip;<br>\nUngl&uuml;cklicherweise lehnt Deutschland Euro-Bonds weiterhin entschieden ab. Seit Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr Veto gegen diese Idee &auml;u&szlig;erte, wurde dar&uuml;ber noch nicht einmal nachgedacht. Der deutschen &Ouml;ffentlichkeit ist nicht bewusst, dass die Zustimmung zu Euro-Bonds viel weniger riskant und teuer w&auml;re, als weiterhin nur das Minimum zu tun, um den Euro zu bewahren &hellip;<br>\nEs spricht viel daf&uuml;r, dass Deutschland sich entscheiden sollte, ob es Euro-Bonds akzeptiert oder die Euro-Zone verl&auml;sst, doch welche Alternative f&uuml;r das Land besser ist, ist weniger offensichtlich&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/starinvestor-george-soros-deutschland-soll-eurobonds-zustimmen-a-893142.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kampf gegen Steuerflucht &ndash; Neue Debatte &uuml;ber Informationsaustausch<\/strong><br>\nDie Enth&uuml;llungen &uuml;ber Kapitaltransfers in Steueroasen (&laquo;Offshore Leaks&raquo;) haben in der EU die Debatte &uuml;ber Massnahmen gegen Steuerflucht neu entfacht. Zugleich wanken mit Luxemburg und &Ouml;sterreich die beiden letzten Bastionen gegen den automatischen Informationsaustausch (AIA) zwischen den Staaten bzw. den Steuerbeh&ouml;rden. Nach Luxemburg am Sonntag hat am Montag auch &Ouml;sterreich Gespr&auml;chsbereitschaft signalisiert &hellip;<br>\nF&uuml;r die Schweiz ist all dies eine brisante Entwicklung: Seit je ist klar, das Luxemburg und &Ouml;sterreich (und mit ihnen die ganze EU) auf ein Mitziehen Berns pochen werden, sollten sie selbst zum AIA &uuml;bergehen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/neue-debatte-ueber-informationsaustausch-1.18060551\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bund lie&szlig; sich ESF-Ausgaben von der BA erstatten<\/strong><br>\nAm 15. Februar 2013 erstattete der Bund der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) 245 Millionen Euro wegen eines zu hoch gezahlten Eingliederungsbeitrags 2012. Das Ergebnis der Endabrechnung des sogenannten Eingliederungsbeitrags h&auml;tte zugunsten der BA um nahezu 50 Millionen Euro h&ouml;her ausfallen k&ouml;nnen oder sogar m&uuml;ssen. Aber der Bund lie&szlig; sich aus dem beitragsfinanzierten BA-Haushalt 2013 auch die H&auml;lfte seiner Ausgaben aus Mitteln des Europ&auml;ischen Sozialfonds (ESF) f&uuml;r die Bundesprogramme &bdquo;Kommunal-Kombi&ldquo; und &bdquo;B&uuml;rgerarbeit&ldquo; erstatten. Dies waren 2012 insgesamt 99,7 Millionen Euro. Das Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) will einer not Wendigen Bewertung dieses Vorgangs durch die zust&auml;ndigen Rechnungsh&ouml;fe nicht vorgreifen, aber man k&ouml;nnte diese Endabrechnung des Bundes durchaus auch als eine Art &bdquo;ESF-Geldw&auml;sche&ldquo; betrachten &hellip;<br>\nDiese ESF-Mittel-Erstattung aus Beitragsmitteln der BA bedarfnach Auffassung des Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) dringend der rechtlichen Pr&uuml;fung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-04-09_esf-eingliederungsbeitrag-endabrechnung-2013.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 65 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schonarbeitsplatz statt Bett f&uuml;r kranke Mitarbeiter einer Firma aus Lippstadt<\/strong><br>\nAls Reaktion auf eine Grippe- und Erk&auml;ltungswelle hat eine Firma aus Lippstadt &Auml;rzte aufgefordert, ihre Arbeitnehmer nur teilweise krank zu schreiben. Im Bangen um die Produktion wolle man erkrankten Mitarbeitern &ldquo;Schonarbeitspl&auml;tze&rdquo; anbieten. Die Brief-Aktion sorgt jetzt f&uuml;r reichlich &Auml;rger.<br>\nDr. Heinz Ebbinghaus von der &Auml;rztekammer Westfalen-Lippe &auml;u&szlig;ert sich sachlich zu dem Fall: &bdquo;Die Emp&ouml;rung hat sich in den letzten Stunden ein wenig gelegt.&ldquo; Er empfindet die Aktion der 100-prozentigen Campina-Tochter allerdings als Vertrauensbruch: &bdquo;Unterschwellig wird den &Auml;rzten unterstellt, sie k&ouml;nnten einen arbeitsunf&auml;higen B&uuml;rger nicht von einem arbeitsf&auml;higen unterscheiden.&ldquo; Die Brief-Aktion grenze an Manipulation. Firmen sollten nicht ins Hoheitsrecht der Mediziner eindringen. &bdquo;Wenn wir eine Arbeitsunf&auml;higkeitsbescheinigung unterschreiben, dann denken wir uns auch etwas dabei.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/nachrichten-aus-soest-lippstadt-moehnesee-und-ruethen\/schonarbeitsplatz-statt-bett-fuer-kranke-mitarbeiter-einer-firma-aus-lippstadt-id7801137.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser W.K.:<\/strong> Nach der medizinischen Jagd auf kranke Alg II-Empf&auml;nger nun auch die Jagd auf Lohnempf&auml;nger?<\/em><\/p>\n<p>Passend dazu: <strong>Diese Hartz-IV-Empf&auml;nger &hellip;<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130410_zgl.gif\" alt=\"Diese Hartz-IV-Empf&auml;nger\" title=\"Diese Hartz-IV-Empf&auml;nger\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.glasergrafik.de\/\">Hans-G&uuml;nter Glaser<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>In der Schweiz naht ein zweites &bdquo;Abzocker-Votum&ldquo;<\/strong><br>\nNach der Initiative &bdquo;gegen die Abzockerei&ldquo; stimmen die Schweizer noch dieses Jahr &uuml;ber eine weitere Lohnfrage ab. Diesmal soll das H&ouml;chstgehalt in der Chefetage auf das Zw&ouml;lffache des tiefsten Lohnes in einem Unternehmen beschr&auml;nkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/managergehaelter-in-der-schweiz-naht-ein-zweites-abzocker-votum-12142926.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Erfolg dieser Volksabstimmung w&auml;re dann sicherlich nicht mehr, wie Br&uuml;derle bei der letzten &bdquo;Abzocker&ldquo;-Abstimmung meinte, <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/Br%C3%BCderle-Eigner-sollen-Sal%C3%A4r-bestimmen-26897376.html\">&bdquo;FDP pur&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lehren aus der Causa Wulff &ndash; Von der Lawine zum Schneeb&auml;llchen<\/strong><br>\nVon den Enth&uuml;llungen gegen Christian Wulff ist nach 14 Monaten nur noch l&auml;cherlich wenig &uuml;brig geblieben. Die Frage lautet jetzt: Ist er zu Unrecht zum R&uuml;cktritt getrieben worden? Diese Frage k&ouml;nnen sich auch die Medien stellen, die damals wochenlang jedes noch so kleine Detail hervorgekramt haben. Die SZ kann sich da nicht komplett ausnehmen &hellip;<br>\nIst Wulff nun also das unschuldig Ding, das halt f&uuml;r nichts zur Beichte ging? So ist es auch wieder nicht. Die Pr&auml;sidentenkrise hat mit Fehlern Wulffs begonnen; sie ist durch seine t&ouml;richten Versuche, Fehler (die nicht strafrechtlicher Art waren) zu vertuschen, gesch&uuml;rt worden; sie hat zu lodern angefangen, als Wulff dem Chefredakteur der Bild-Zeitung entnervt auf die Mailbox sprach.<br>\nKanzlerin Angela Merkel wollte Wulff, weil sie keinen starken Pr&auml;sidenten, sondern einen schwachen Pr&auml;sidenten neben und &uuml;ber sich wollte; sie hat ihn bekommen. Weil er zu wenig Respekt genoss, konnte mit ihm respektlos umgegangen werden. Bei dem Versuch, seine W&uuml;rde zu verteidigen, stellte er sich so t&auml;ppisch an, dass er die W&uuml;rde des Amtes besch&auml;digte. Er wurde zu einer Figur, mit der man Mitleid hatte. Auch Mitleid ist ein R&uuml;cktrittsgrund.<br>\nGleichwohl: Wenn man sich nachtr&auml;glich durch die Artikelstapel von damals bl&auml;ttert, stellen sich Verwunderung, Beklemmung und auch Best&uuml;rzung ein &ndash; schon &uuml;ber die schiere Masse. Schon diese Masse kann den Eindruck erwecken, dass hier Macht ausge&uuml;bt werden soll; schon in der Dichte und Frequenz von Artikeln und Sendungen mag eine Art von Gewaltt&auml;tigkeit liegen.<br>\nDiese Art von Gewalt ist nicht gemeint, wenn von der Presse als vierter Gewalt die Rede ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/lehren-aus-der-causa-wulff-von-der-lawine-zum-schneebaellchen-1.1644858\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Im Dezember 2011 habe ich unter der &Uuml;berschrift <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11660\">&bdquo;Wulff als Watschenmann auf dem Rummelplatz der Medien&ldquo;<\/a> geschrieben:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die Medienkampagne gegen Christian Wulff w&auml;re glaubw&uuml;rdiger, wenn auch nur ansatzweise ein vergleichbarer Rechercheaufwand bei f&uuml;r die Menschen viel existenzielleren Fragen betrieben w&uuml;rde. Auch bei vielen politischen Entscheidungen des fr&uuml;heren nieders&auml;chsischen Ministerpr&auml;sidenten h&auml;tte man kritisch fragen k&ouml;nnen, welche Rolle dabei seine Unternehmer-Freundschaften spielten. Der Medienwirbel um ein relativ kleinf&ouml;rmiges Fehlverhalten ist eher ein Ablenkungsman&ouml;ver vom Versagen der Medien vor den viel komplexeren Problemen der derzeitigen dramatischen politischen Herausforderungen. Die Medienkampagne um Wulff ist ein Beispiel f&uuml;r die Personalisierung von Politik. Sie f&ouml;rdert die passive Zuschauerrolle der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, die sich auf das Herumn&ouml;rgeln an Politikern beschr&auml;nkt. Statt Teilhabe an der politischen Willensbildung sollen K&ouml;pfe rollen. Interessant ist auch die Frage, warum gerade die Bild-Zeitung und der Spiegel das Feuer auf Wulff er&ouml;ffneten.<br>\nWir von den NachDenkSeiten haben uns bei der Medienkampagne, die derzeit gegen Christian Wulff l&auml;uft, zur&uuml;ckgehalten. Nicht weil wir die Vorw&uuml;rfe gegen&uuml;ber dem derzeitigen Bundespr&auml;sidenten f&uuml;r harmlos oder gar f&uuml;r unberechtigt halten und weil wir nicht dessen nachtr&auml;glichen Umgang mit seinem Fehlverhalten als besch&auml;mend empfinden, sondern weil wir die wirtschaftliche und soziale Situation, in der wir stecken, und die politischen Entscheidungen, wie mit den aktuellen Krisen umgegangen wird, f&uuml;r jeden einzelnen von uns f&uuml;r wesentlich existenzieller halten, als die Fehltritte von Christian Wulff.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jakob Augstein: Zehn tote Kinder<\/strong><br>\nAm Samstag in der Provinz Kunar im Nordosten Afghanistans: Amerikanische und afghanische Truppen liefern sich ein Gefecht mit ihren Feinden. Nach mehreren Stunden, so kann man in der &ldquo;New York Times&rdquo; lesen, fordern die Amerikaner Luftunterst&uuml;tzung an. Das Haus des gegnerischen Kommandeurs soll zerst&ouml;rt werden. Als alles vorbei ist, sind die Taliban tot. Und nach Angaben der Provinzregierung verlieren an diesem Tag auch zehn Kinder ihr Leben . F&uuml;nf Frauen sollen verletzt worden sein. Das ist die Wirklichkeit des Krieges in Afghanistan. Eines Krieges, an dem die Bundeswehr teilnimmt. Und der vollkommen sinnlos ist. Denn Ende 2014 soll ja alles vor&uuml;ber sein. Die fremden Truppen werden ihre Sachen packen und abziehen. So wie ein Zirkus packt und weiterzieht, wenn das Gastspiel beendet ist. Aber das hier ist kein Spiel. Es ist in Wahrheit Mord. Denn nichts anderes als Mord ist ein sinnloser Krieg. Die Isaf-Truppen, darunter auch die Deutschen, betreiben diesen Krieg mit sinnloser Routine. Es geht nicht mehr um ein Ziel, um Sieg oder Niederlage, um irgendeinen Sinn. Es geht nur noch darum, die Zeit bis zum Abzug totzuschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/augstein-kolumne-afghanistan-krieg-ist-sinnlos-und-nicht-zu-gewinnen-a-893044.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Deutschland hat Schuld auf sich geladen und dies seit der Entscheidung, den USA in diesen Krieg zu folgen, bis heute: Mitschuld am Tod  von Kindern, Frauen, friedlichen Zivilisten; Mitschuld an der unseligen Verl&auml;ngerung des Kriegszustandes einer ganzen Region; Schuld am Tod, an den k&ouml;rperlichen und seelischen Verletzungen unserer Soldaten. Wenn Ex-Kanzler Schr&ouml;der meint: &ldquo;Die Entscheidung war zum damaligen Zeitpunkt richtig&rdquo;, dann war die damalige Regierung nicht einfach str&auml;flich dumm, sondern verantwortungslos. Denn sie h&auml;tte sich angefangen von sowjetischen Gener&auml;len bis hin zu landeskundigen Wissenschaftlern belehren lassen k&ouml;nnen, dass der Afghanistaneinsatz eine &lsquo;mission impossible&rsquo; war. Noch schlimmer, wenn Rot\/Gr&uuml;n meinte, in einer Art Nibelungentreue der verwundeten Seele der USA in dieser Weise Beistand leisten zu m&uuml;ssen &ndash; egal was da komme. Wollte Schr&ouml;der das wenig durchdachte Wort von der &ldquo;uneingeschr&auml;nkten Solidarit&auml;t mit den USA&rdquo; nach dem Nein zum Irakkrieg endlich einl&ouml;sen? Oder was hat ihn dazugetrieben, diese uneingeschr&auml;nkte Unterst&uuml;tzung der USA auch noch dem Bundestag abzupressen, indem er das Votum mit der Vertrauensfrage verkn&uuml;pfte? &ndash; Deutschland hat sp&auml;testens in Afghanistan seine Unschuld verloren. Und ein Oberst Klein, der sich &uuml;ber Befehle und Dienstanweisungen hinwegsetzte, mit einer L&uuml;ge Luftunterst&uuml;tzung anforderte, der die Angebote der US-Piloten ignorierte, eventuelle Zivilisten im Tiefflug zu warnen, und dann &uuml;ber Hundert Menschen in den Tod schickte, wurde unl&auml;ngst zum General ernannt. Inzwischen ist bekannt, dass die Bundeswehr zumindest in einem Fall &ldquo;Aufst&auml;ndische&rdquo; mithilfe einer US-Drohne t&ouml;ten lie&szlig;. &ndash; Sch&ouml;n, wenn sie sich heute an milit&auml;rischen Aktionen nicht mehr direkt beteiligt, aber sie schaut, wie wir alle, zu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Robert Misik: Zeit f&uuml;r eine neue Sozialdemokratie<\/strong><br>\nEuropas Trag&ouml;die besteht nicht darin, dass Konservative und Neoliberale eine konservative und neoliberale Politik betreiben. Europas Trag&ouml;die besteht darin, dass das weitgehend oppositionslos passiert, aus Mangel an Entschiedenheit, Mut und Selbstbewu&szlig;tsein der vern&uuml;nftigen Kr&auml;fte. Aus Furcht vor der eigenen Courage. Aus Angst, man k&auml;me damit bei den B&uuml;rgern nicht durch. Man ist paralysiert vor lauter Furcht und Kleinmut. Wie so oft setzt sich der gr&ouml;&szlig;te Bl&ouml;dsinn nicht wegen der Macht des Bl&ouml;dsinnigen durch, sondern wegen der Angst und dem Kleinmut derer, die es eigentlich besser wissen &ndash; oder besser wissen sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mobil.derstandard.at\/1363707213262\/Zeit-fuer-eine-neue-Sozialdemokratie\">der Standard, Video<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Master wird Mangelware<\/strong><br>\nJe voller die Hochschulen sind, desto mehr Menschen streben einen Studienabschluss an. Was nach Binsenweisheit klingt, will die Politik bis heute nicht wahrhaben. Jetzt macht ihr das Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) Beine. Forscher der Bertelsmann-nahen Denkfabrik haben ermittelt, dass insbesondere die bestehenden Kapazit&auml;ten an Master-Pl&auml;tzen mit dem Bedarf nicht mithalten. In den n&auml;chsten Jahren d&uuml;rfte der Mangel in die Zehntausende gehen. Vielleicht schon am Freitag wird sich zeigen, ob die Verantwortlichen die Realit&auml;t zur Kenntnis nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1525-master-mangelware.php\">studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Vorank&uuml;ndigung &ndash; Lesung und Gespr&auml;ch: Friedrich Schorlemmer &ndash; Klar sehen und doch hoffen mein politisches Leben<\/strong><br>\nWer sich mit den deutsch-deutschen Beziehungen vor und nach der Vereinigung beider deutschen Staaten ernsthaft besch&auml;ftigt, sollte das neue Buch von Friedrich Schorlemmer Klar sehen und doch hoffen. Mein politisches Leben lesen. Hier wird das Leben eines DDR-Oppositionellen geschildert, der in einem Pfarrhaus mit christlichen Werten aufwuchs, schon von Kindheit an angefeindet wurde, oft isoliert war und seine ganz eigene Pers&ouml;nlichkeit entwickelte. Er stand als Pfarrer mitten im Leben, war widerst&auml;ndig und suchte immer nach dem Machbaren. Dennoch schaut er nicht rachs&uuml;chtig zur&uuml;ck.<br>\nZeit und Ort: Sonnabend, den 13. April 2013; Gut G&ouml;delitz, Alte Sch&auml;ferei \/18.00 Uhr<br>\nUm Anmeldung bis zum 12. April 2013 wird gebeten: E-Mail: info@ost-west-forum.de; Tel.: 034325-20434<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ost-west-forum.de\/\">ost-west-forum<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Bild-Mann Blome wird Spiegel-Chefredakteur<\/strong><br>\nAchtung Diktatoren! Das Sturmgesch&uuml;tz der Demokratie wurde durchgeladen: Ausgerechnet Boulevard-Mann Nikolaus Blome wird Chefredakteur beim Spiegel. Die Mitarbeiter atmen auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/satire\/irrer-qualitaets-wahnsinn-bild-mann-blome-wird-spiegel-chefredakteur\/8037884.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Achtung: Realsatire.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16811","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16811","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16811"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16811\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16817,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16811\/revisions\/16817"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16811"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16811"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16811"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}