{"id":16825,"date":"2013-04-11T08:55:29","date_gmt":"2013-04-11T06:55:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825"},"modified":"2013-04-11T08:55:29","modified_gmt":"2013-04-11T06:55:29","slug":"hinweise-des-tages-1856","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h01\">Praeceptor Europae<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h02\">Kampfhund gegen Sauerkraut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h03\">Spanien: Industrieproduktion mit -8,5% im Februar 2013 zum Vorjahresmonat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h04\">EU-Kommission fordert: Spanien und Slowenien m&uuml;ssen Wirtschaftskurs &auml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h05\">&ldquo;Nobody in Europe&rdquo; sees a &ldquo;contradiction&rdquo; between austerity and growth<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h06\">Bankgeheimnis wird gelockert: Luxemburg vollzieht historische Wende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h07\">Steueroase Deutschland schlie&szlig;en!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h08\">UNICEF-Studie zu Kindern: Erfolgreich, aber ungl&uuml;cklich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h09\">Einkommen, Armut und Lebensbedingungen in Deutschland und der Europ&auml;ischen Union<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h10\">Illegale Arbeitsvertr&auml;ge &ndash; &ldquo;Mit Hartz IV ist es schlimmer geworden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h11\">Ein Mindestlohn f&uuml;r Arbeit und Rente &ndash; Erforderliche H&ouml;he eines existenzsichernden Mindestlohns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h12\">Fehlende Studienpl&auml;tze: Die ganz gro&szlig;e Schummelrechnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h13\">&ldquo;Gekaufte Wissenschaft? &ndash; Firmen finanzieren Hochschulforschung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h14\">Gesetzentwurf zur Studiengeb&uuml;hrenabschaffung in Bayern: &ldquo;Koalition dr&uuml;ckt sich vor vollst&auml;ndiger Bildungsgeb&uuml;hrenfreiheit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h15\">Frauen auf rechtsau&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h16\">B&uuml;rgern&auml;he bei der CDU: Die Schwarzwald-Connection<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h17\">Hinter der Paywall: Ende der Diskussion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h18\">Steinbr&uuml;ck macht eine Leiharbeitsfirma gl&uuml;cklich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h19\">Schwarz-Gelb mit klarer Mehrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h20\">Hollandes Bem&uuml;hungen um Transparenz: Keine Frage der Moral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h21\">Das ist keine Revolution: Aus dem Arabischen Fr&uuml;hling wurde der Winter unseres Unbehagens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h22\">&Auml;rztemangel in Kalifornien: 10 000 &Auml;rzte gesucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825#h23\">Das Letzte: Energiewirtschaft will f&uuml;r den Atomm&uuml;ll nicht zahlen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16825&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Praeceptor Europae<\/strong><br>\nIn Berlin mehren sich Warnungen vor einer Zunahme von Unruhen bei s&uuml;deurop&auml;ischen Protesten gegen die deutschen Krisen-Spardiktate. Der Unmut &uuml;ber die deutsche Politik, der bereits vergangenes Jahr von Regierungsberatern aufmerksam und mit Sorge beobachtet wurde, w&auml;chst in S&uuml;deuropa und tritt bei Teilen der jeweiligen nationalen Eliten, aber auch bei Massendemonstrationen immer offener zutage. (&hellip;) Die Brisanz der Entwicklung wird durch eine aktuelle Analyse der International Labour Organization (ILO) verdeutlicht. Demnach ist die Wahrscheinlichkeit, dass es in der EU zu umfassenden sozialen Unruhen kommt, seit Beginn der Krise deutlich gestiegen. (&hellip;) In ungew&ouml;hnlich deutlichen Worten warnt der Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel, der an der Berliner Humboldt-Universit&auml;t lehrt und am Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung t&auml;tig ist, davor, den Unmut &uuml;ber die deutschen Spardiktate insbesondere in den am schlimmsten von der Krise betroffenen Staaten zu ignorieren. &ldquo;Vor allem in S&uuml;deuropa&rdquo; k&ouml;nnten &ldquo;die Auswirkungen der von au&szlig;en verordneten Deflation schon jetzt besichtigt werden&rdquo;, schreibt Merkel in einem aktuellen Online-Beitrag. (&hellip;) Wolfgang Merkel r&auml;umt ein, &ldquo;die S&uuml;dstaaten&rdquo; beschwerten sich daher &ldquo;nicht ganz zu Unrecht&rdquo; &uuml;ber Berlin. Dabei d&uuml;rfe man die immer st&auml;rker auftretende &ldquo;Deutschlandfeindlichkeit&rdquo; auf keinen Fall &ldquo;achselzuckend oder gar arrogant missachten&rdquo;: Fr&uuml;her oder sp&auml;ter werde &ldquo;Deutschland auch diese Rechnung pr&auml;sentiert bekommen &ndash; sp&auml;testens, wenn es selbst in eine Krise ger&auml;t&rdquo;. Letzteres h&auml;lt Merkel bei einer Weiterf&uuml;hrung der Berliner Austerit&auml;tspolitik f&uuml;r durchaus wahrscheinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58572\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kampfhund gegen Sauerkraut<\/strong><br>\n&raquo;Ihr Deutschen wollt nicht Deutschland in Europa verankern. Ihr wollt den Rest Europas in Deutschland verankern.&laquo; S&auml;tze, denen Linke heute zustimmen m&uuml;ssten. Ausgesprochen hat sie Margaret Thatcher 1993 in einem Interview mit dem &raquo;Spiegel&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/818237.kampfhund-gegen-sauerkraut.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Spanien: Industrieproduktion mit -8,5% im Februar 2013 zum Vorjahresmonat<\/strong><br>\nDas spanische Statistikamt INE berichtete heute die Daten zum Output der Industrieproduktion f&uuml;r den Monat Februar 2013. Der Output der breit gefassten Industrieproduktion (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe) sank diesmal um kr&auml;ftige unbereinigte -8,5% zum Vorjahresmonat. Dies war der schw&auml;chste Output in einem Februar seit Februar 1993! Nur um die Anzahl der Arbeitstage bereinigt, ging es um -6,5% zum Vorjahresmonat abw&auml;rts. Spanien wandelt bereits ganz offen im Griechenland-Style, nur da&szlig; in Spanien die volkswirtschaftliche Dimension eine ganz andere ist. Der Einbruch der wirtschaftlichen Aktivit&auml;t ist atemberaubend und mit jeder getroffenen Ma&szlig;nahme, der schw&auml;bischen Hausfrau Denke entsprungen, wurde der Abw&auml;rtsdrall der spanischen Volkswirtschaft noch verst&auml;rkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/spanien-industrieproduktion-mit-85-zum-vorjahresmonat-2\/\">Querschuesse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU-Kommission fordert: Spanien und Slowenien m&uuml;ssen Wirtschaftskurs &auml;ndern<\/strong><br>\nAuch Frankreich, Italien, Gro&szlig;britannien, Belgien und die Niederlande entwickeln sich nach Ansicht der EU-Kommission ungesund. Es drohen Sanktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/eu-kommission-fordert-spanien-und-slowenien-muessen-kurs-schnell-aendern-12143925.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> 13 L&auml;nder, deren Entwicklung die EU-Kommission &ldquo;&uuml;berwacht&rdquo;, mithin fast die H&auml;lfte aller EU-L&auml;nder, stehen auf der Liste. &bdquo;Es wird einige Zeit dauern, um diese Ungleichgewichte abzubauen.&ldquo; &ndash; aber der Hauptschuldige f&uuml;r die Ungleichgewichte, Deutschland, fliegt anscheinend unter dem Radar. (Wer w&uuml;rde auch die gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsmacht in der EU entdecken k&ouml;nnen??? Im Englischen gibt es daf&uuml;r die sch&ouml;ne Redewendung &ldquo;there&rsquo;s an elephant in the room&rdquo;, wenn &uuml;ber praktisch alles gesprochen, aber das absolut Offensichtlich f&uuml;r unsichtbar erkl&auml;rt wird. Diesen Elefanten kann niemand sehen.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Nobody in Europe&rdquo; sees a &ldquo;contradiction&rdquo; between austerity and growth<\/strong><br>\nVon William K. Black<br>\nThe two most revealing sentences about the gratuitous Eurozone disaster &ndash; the creation of the deepening &uuml;ber-Depression &ndash; was reported today.&nbsp; The context (rich in irony as I will explain) is that U.S. Treasury Secretary Lew spent his Spring Break in Europe meeting with his counterparts.&nbsp; The Wall Street Journal&rsquo;s article&rsquo;s title explains Lew&rsquo;s mission and its failure: &ldquo;U.S. Anti-Austerity Push Gets Cool Reception in Europe.&rdquo;&nbsp; Here are the sentences that capture so well why Germany&rsquo;s destructive economic policies caused the &uuml;ber-Depression:&nbsp; &ldquo;&ldquo;Nobody in Europe sees this contradiction between fiscal policy consolidation and growth,&rdquo; said Mr. Sch&auml;uble. &ldquo;We have a growth-friendly process of consolidation.&rdquo;<br>\nSch&auml;uble&rsquo;s economic policies (austerity) have proven catastrophic.&nbsp; They are contrary to everything we have learned in economics.&nbsp; In my April 9, 2013 column criticizing the New York Times&rsquo; coverage of the self-destructive austerity the EU and the IMF inflicted on Cyprus I quoted Paul Krugman&rsquo;s devastating criticism of the EU austerians&rsquo; dishonest response to their failures and the massive misery they have inflicted.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neweconomicperspectives.org\/2013\/04\/nobody-in-europe-sees-a-contradiction-between-austerity-and-growth.html\">New Economic Perspektives<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bankgeheimnis wird gelockert: Luxemburg vollzieht historische Wende<\/strong><br>\nNach jahrelangem Widerstand beugt sich Luxemburg dem europ&auml;ischen Druck und lockert sein Bankgeheimnis. Ab 2015 werde sich das Land an der automatischen Weitergabe von Informationen zu Zinsertr&auml;gen beteiligen, k&uuml;ndigte Regierungschef Jean-Claude Juncker am Mittwoch an. (&hellip;) Die Bundesregierung reagierte erfreut. Das sei f&uuml;r Luxemburg &ldquo;kein leichter Schritt&rdquo; und werde &ldquo;ausdr&uuml;cklich begr&uuml;&szlig;t&rdquo;, sagte ein Sprecher von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU). Im langen Kampf gegen Steueroasen stellten sich langsam die Fr&uuml;chte ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/bankgeheimnis-wird-gelockert-luxemburg-vollzieht-historische-wende\/8046998.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung G.K.:<\/strong> Von welchem &ldquo;langen Kampf gegen Steueroasen&rdquo; spricht Sch&auml;uble? In der Vergangenheit, so z.B. beim von der Opposition mit guten Gr&uuml;nden abgelehnten Steuerabkommen mit der Schweiz, war von diesem &ldquo;Kampf&rdquo; Sch&auml;ubles nur wenig zu sp&uuml;ren. Beim Thema Steuerhinterziehung scheint es sich vielmehr &auml;hnlich zu verhalten wie beim Atomausstieg: Erwecken Sch&auml;uble und Merkel nicht zumindest den Eindruck, ernsthafter gegen Steueroasen vorzugehen, dann w&auml;re selbst bei geballtem Einsatz der deutschen Medien zu Gunsten der Union der Machterhalt bei der kommenden Bundestagwahl gef&auml;hrdet.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Was ich bisher geh&ouml;rt und gelesen habe, geht es um eine automatischen Weitergabe von Informationen zu Zinsertr&auml;gen. Die Frage wie und welche Gelder nach Luxemburg gelangt sind, f&uuml;r die Zinsen anfallen, bleibt nach wie vor im Dunkeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steueroase Deutschland schlie&szlig;en!<\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac und das Netzwerk Steuergerechtigkeit (Tax Justice Network \/ TJN) werfen der deutschen Regierung vor, aller Steueroasenbek&auml;mpfungsrhetorik zum Trotz bei der Bek&auml;mpfung von Steuerflucht und Geldw&auml;sche zu bremsen. &ldquo;Wenn Finanzminister Sch&auml;uble die Offshore-Leaks-Daten auswerten m&ouml;chte, dann muss er konsequent sein und in der G8 sowie bei der &Uuml;berarbeitung der EU-Geldw&auml;scherichtlinie f&uuml;r ein verpflichtendes Online-Register der wahren Eigent&uuml;mer von Briefkastenfirmen streiten&rdquo;, forderte Markus Meinzer vom Netzwerk Steuergerechtigkeit.&nbsp; Beide Netzwerke wiesen zudem darauf hin, dass Deutschland selbst unter den weltweiten Top Ten der Schattenfinanzpl&auml;tze rangiert. &ldquo;Wer von Steueroasen in der S&uuml;dsee spricht, darf vom Schattenfinanzplatz Deutschland nicht schweigen&rdquo;, sagte Jutta Sundermann vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. &ldquo;Deutschland beg&uuml;nstigt Kapitalflucht, Geldw&auml;sche und Steuerhinterziehung auf globaler Ebene. Gerade den Staaten im globalen S&uuml;den werden so viele Milliarden Euro entzogen, die dringend f&uuml;r die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge ben&ouml;tigt werden.&rdquo; &ndash; Attac und das Netzwerk Steuergerechtigkeit forderten die Bundesregierung dringend auf, ihren Widerstand gegen das Online-Register f&uuml;r Briefkastenfirmen in der EU sowie gegen einen umfassenden automatischen Informationsaustausch der Steuerbeh&ouml;rden oder eine Informationspflicht von Banken und anderen Finanzakteuren endlich aufzugeben. Jutta Sundermann: &ldquo;Weltweit verlieren Regierungen j&auml;hrlich sch&auml;tzungsweise 250 Milliarden Dollar durch Steuerflucht allein von reichen Privatpersonen. Der Betrag, der durch Steuerflucht von Unternehmen verloren geht, ist noch wesentlich h&ouml;her. H&ouml;chste Zeit, Steueroasen weltweit endlich trocken zu legen &ndash; offshore und hierzulande!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2013\/04\/pressemitteilung-steueroase-deutschland.html\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>UNICEF-Studie zu Kindern: Erfolgreich, aber ungl&uuml;cklich<\/strong><br>\nSie leben besser als die Kinder und Jugendlichen in den meisten anderen L&auml;ndern der Welt &ndash; und trotzdem sind viele M&auml;dchen und Jungen in Deutschland ungl&uuml;cklich. Das hat eine Studie der UN-Kinderhilfsorganisation Unicef ergeben. Demnach hat sich zwar die allgemeine Situation der jungen Generation in der Bundesrepublik weiter verbessert. Allerdings bewertet jeder siebte Jugendliche seine aktuelle Lebenssituation als m&auml;&szlig;ig bis negativ&hellip;<br>\nIn den f&uuml;nf Bereichen wie Bildung, Gesundheit und Sicherheit, Verhalten und Risiken, Wohnen und Umwelt sowie materielles Wohlbefinden belegte das Land damals zusammengefasst Platz acht. Diesmal liegt es auf Rang sechs&hellip;<br>\nBei der Selbsteinsch&auml;tzung der Lebenszufriedenheit von M&auml;dchen und Jungen ist Deutschland dagegen tiefer abgefallen als jedes andere untersuchte Land, von Platz zw&ouml;lf auf Platz 22 von insgesamt 29 L&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/unicef-kinder-glueck100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese Diskrepanz erkl&auml;rt sich eigentlich ziemlich einfach. So geht es wenn man gesch&ouml;nten Statistiken eher Glauben schenkt als der Wirklichkeit der jungen Menschen. Hinter der Statistik verbirgt sich z.B., dass wir eines der &bdquo;sozial selektivsten Bildungssysteme haben (<a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/oecd-studie-deutsches-bildungssystem-nur-mittelmass,1472596,17222808.html\">OECD<\/a>), dass die wirtschaftlich Benachteiligten viel geringere Chancen haben aufs Gymnasium zu gelangen, dass Hauptschulabsolventen gegen&uuml;ber Realsch&uuml;lern oder gar Gymnasiasten immer geringere Chancen haben, einen Ausbildungsplatz in der dualen Berufsausbildung zu bekommen, dass unter den nahezu 300.000 Jugendlichen, die keine Lehrstelle haben und in der &bdquo;Warteschleife&ldquo; des sog. &Uuml;bergangsbereichs geparkt werden, vor allem Hauptsch&uuml;ler sind, dass rund 2,2 Millionen J&uuml;ngerer im Alter zwischen 20 bis 34 Jahren (15 % dieser Altersgruppe) keinen Berufsabschluss haben und  &uuml;berwiegend im beruflichen Abseits landen, dass die H&auml;lfte aller Erwerbst&auml;tigen unter 24 Jahren  nur einen befristeten Arbeitsvertrag haben oder von Praktikum zu Praktikum hangeln m&uuml;ssen, dass gerade junge Menschen &uuml;berdurchschnittlich stark von Armut bedroht sind. Man sollte nur einmal die Studie des DGB <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++46e526b4-97aa-11e2-b0cd-00188b4dc422\">&uuml;ber die Armut unter Jugendlichen lesen<\/a>, dann ist die angeblich unerkl&auml;rliche Lebensunzufriedenheit von M&auml;dchen und Jungen sehr leicht erkl&auml;rlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Einkommen, Armut und Lebensbedingungen in Deutschland und der Europ&auml;ischen Union<\/strong><br>\nDer vorliegende Artikel ist ein weiterer Beitrag zur regel&shy;m&auml;&szlig;igen Berichterstattung &uuml;ber die Statistik EU&shy;SILC 1 in dieser Zeitschrift. Diese Panelerhebung liefert wichtige Indikatoren &uuml;ber Einkommen, Armut und Lebensbedingun&shy;gen in der Europ&auml;ischen Union (EU) und erm&ouml;glicht einen direkten Ergebnisabgleich zwischen den an der Erhebung teilnehmenden L&auml;ndern. Es folgt zun&auml;chst eine Einf&uuml;hrung zum aktuellen Stand euro&shy;p&auml;ischer und nationaler sozialpolitischer Strategien.&nbsp; Anhand ausgew&auml;hlter Sozialindikatoren, die aus EU&shy;SILC er &shy; mittelt werden, wird dann im Folgenden das Abschneiden Deutschlands innerhalb der EU hinsichtlich Einkommens&shy;ungleichheit, Armut, materieller Entbehrung und wirtschaft&shy;licher Belastungen sowie weiteren wohlstandsrelevanten Aspekten, wie den Wohn&shy; und Lebensbedingungen der Bev&ouml;lkerung, gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Publikationen\/WirtschaftStatistik\/WirtschaftsrZeitbudget\/EinkommenArmut_032012.pdf?__blob=publicationFile\">Statistisches Bundesamt [PDF &ndash; 506 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatte unl&auml;ngst auf die Mitteilung des Statistischen Bundesamtes zur Armutsgef&auml;hrdung Deutschlands im Vergleich zur Europ&auml;ischen Union <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16706#h01\">hingewiesen<\/a>.<\/em><br>\n<em>In der Ausgabe von &ldquo;Wirtschaft und Statistik&rdquo; vom M&auml;rz 2013 pr&auml;sentiert Silvia Deckl&nbsp; dar&uuml;ber hinausgehende Informationen aus LEBEN&nbsp; IN&nbsp; EUROPA und geht dabei auch n&auml;her auf die jeweiligen statistischen Konzepte ein.&nbsp; So ist der Ausgangspunkt f&uuml;r die Berechnungen des Schwellenwertes f&uuml;r Einkommensarmut das&nbsp; verf&uuml;gbare&nbsp; Haushaltseinkommen. Im Vergleich zu Luxemburg, D&auml;nemark, &Ouml;sterreich, Niederlande, Belgien und Frankreich liegt Deutschland beim Einkommensniveau deutlich zur&uuml;ck.&nbsp; Niedriger als in Deutschland ist das Einkommen nur noch im Vereinigten K&ouml;nigreich, in Italien, Spanien und der Tschechischen Republik sowie in Polen. Dabei stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist relativ, arme L&auml;nder zu einem solchen Vergleich heranzuziehen. So kommt D&auml;nemark auf ein j&auml;hrliches Einkommen von 26 394 Euro, Deutschland auf 19 043 Euro und Polen auf 5 025 Euro. Bei der Einkommensverteilung nimmt Deutschland einen mittleren Wert ein. Die einkommensst&auml;rksten 20 Prozent der Bev&ouml;lkerung Deutschland haben im Jahr 2010 etwa 4,5-Mal so viel Einkommen erzielt wie die einkommensschw&auml;chsten 20 % der Bev&ouml;lkerung. In der EU liegt dieser Wert bei 5,1 und in Spanien 6,8&nbsp; am h&ouml;chsten. Man k&ouml;nnte sich hier vorstellen, dass die plutokratische Elite Spaniens (Ginikoeffizient 0,34) st&auml;rker zur Krisenbew&auml;ltigung herangezogen werden k&ouml;nnte. Bei Thema Armutsgef&auml;hrdung greift dieser Aufsatz tiefer. So stellt sich heraus, dass in Deutschland die Armutsquote zwar niedriger als im EU-Durchschnitt lag (S.218) ist. Teile der Bev&ouml;lkerung &ndash; z.B. alleinlebende Menschen &ndash; unterlagen jedoch einem erheblich h&ouml;heren Armutsrisiko als in der EU insgesamt. H&ouml;here Quoten als in der EU ergaben sich auch bei den 50- bis 64-J&auml;hrigen: Deutschlandweit waren hier 18,5 % der Personen armutsgef&auml;hrdet, jedoch nur 14,6 % in der EU insgesamt. Alleinerziehende geh&ouml;rten 2010 sowohl deutschlandweit (37,1 %) als auch EU-weit (34,5 %) zu den am st&auml;rksten von Armut betroffenen sozialen Gruppen. Die Untersuchung bietet u. a. Informationen &uuml;ber unter erheblicher materieller Deprivation leidende Personen (wirtschaftlichen Einschr&auml;nkungen und materiellen Entbehrungen) und &uuml;ber Personen in Haushalten mit sehr niedriger Erwerbst&auml;tigkeit (Erwerbslosenhaushalte). &ndash; Die Reihe &ldquo;Wirtschaft und Statistik&rdquo; des Statistischen Bundesamtes bietet auch f&uuml;r den statistischen Laien verst&auml;ndliche und interessante Beitr&auml;ge, z.B. im Januarheft: &ldquo;Wer sind die ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten? Eine Analyse nach sozialer Lebenslage&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Illegale Arbeitsvertr&auml;ge &ndash; &ldquo;Mit Hartz IV ist es schlimmer geworden&rdquo;<\/strong><br>\nImmer wieder mogeln Chefs bei den Arbeitsvertr&auml;gen &ndash; um Mitarbeiter zu &uuml;bervorteilen. Die wenigsten wehren sich dagegen, sie f&uuml;rchten um ihre Existenz. Zu Recht, sagt Arbeitsjurist Peter Sch&uuml;ren im Interview:<br>\nSelbst wer vor Gericht gewinnt, muss sich meist einen neuen Job suchen&hellip;<br>\nKarriereSPIEGEL: Meinen Sie denn, dass die Arbeitsmarktlage schlecht ist? F&uuml;r das vierte Quartal 2012 meldete das N&uuml;rnberger Institut f&uuml;r<br>\nArbeitsmarkt- und Berufsforschung eine Million offene Stellen.<br>\nSch&uuml;ren: F&uuml;r Gesamtdeutschland. Doch der Arbeitsmarkt unterscheidet sich regional, nach T&auml;tigkeiten und nach Branchen. Die Marktsituation l&auml;sst sich sehr anschaulich am Lohnniveau erkennen. Wenn in einer Region oder einer Branche Menschen f&uuml;r f&uuml;nf Euro arbeiten, zeigt das eine hohe Nachfrage nach Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/hartz-und-rechtswidrige-arbeitsvertraege-peter-schueren-im-interview-a-893423.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> KarriereSPIEGEL schwadroniert von den 1 Million &ldquo;gemeldeten&rdquo; (sprich: statistisch zusammenger&uuml;hrten) offenen Stellen. Der Arbeitsjurist ist wohl doch n&auml;her an der grausamen Realit&auml;t &ndash; und dass Menschen f&uuml;r Stundenl&ouml;hne von 5 Euro arbeiten (m&uuml;ssen) und solche L&ouml;hne nicht schon lange selbstverst&auml;ndlich als sittenwidrig illegalisiert sind, zeigt doch klar, wie kaputt der Arbeitsmarkt im &ldquo;Jobwunderland&rdquo; Deutschland ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Mindestlohn f&uuml;r Arbeit und Rente &ndash; Erforderliche H&ouml;he eines existenzsichernden Mindestlohns<\/strong><br>\nIn der politischen Auseinandersetzung um k&uuml;nftig vermehrt drohende Altersarmut wird von vielen Seiten auf die zentrale Bedeutung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns verwiesen. Als potenzielle Ursache weit weniger Aufmerksamkeit findet hingegen die drastische Senkung des Rentenniveaus; nicht selten gilt sie in der Debatte als unausweichliche oder doch unab&auml;nderliche politische Entscheidung. Wie hoch m&uuml;sste ein Mindestlohn sein, der sowohl die &raquo;Hartz-IV&laquo;-Aufstockung vermeidet als auch im Alter eine Rente erwarten l&auml;sst, die wenigstens das Existenzminimum deckt? Und: Kann der Mindestlohn &uuml;berhaupt ein wirksames Instrument zum Ausgleich der Rentenniveausenkung sein?&hellip;<br>\nF&uuml;r eine Nettorente in H&ouml;he von 677,50 Euro sind demnach insgesamt 26,9 EP n&ouml;tig. Bei 45 Beitragsjahren erfordert dies &uuml;ber das gesamte Erwerbsleben unterm Strich eine Entgeltposition von knapp 60 Prozent des Durchschnitts (26,9 geteilt durch 45). Nach den vorl&auml;ufigen Werten f&uuml;r 2013 sind dies monatlich 1.697 Euro, so dass bei einer 37,7-Stunden-Woche ein Stundenlohn von 10,40 Euro f&uuml;r eine existenzsichernde Altersrente notwendig w&auml;re&hellip;<br>\nSomit bildet ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn zwar eine notwendige, aber noch l&auml;ngst keine hinreichende Bedingung f&uuml;r eine in Zukunft existenzsichernde Rente. Erforderlich sind vielmehr ein Stopp der weiteren Absenkung des Leistungsniveaus sowie die R&uuml;ckkehr zu einem lebensstandardsichernden Rentenniveau. Denn ohne Abkehr von dem unter Rot-Gr&uuml;n eingeleiteten Paradigmenwechsel in der Rentenpolitik bleiben alle Instrumente sowohl auf der Ebene der Prim&auml;rverteilung, wie etwa ein Mindestlohn, als auch auf der Sekund&auml;rverteilungsebene (beispielsweise die nachtr&auml;gliche H&ouml;herbewertung niedriger Pflichtbeitragszeiten) im Kampf gegen Altersarmut weitgehend stumpf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/home\/mindestlohn-fuer-arbeit-und-rente\">Portal Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fehlende Studienpl&auml;tze: Die ganz gro&szlig;e Schummelrechnung<\/strong><br>\nDie H&ouml;rs&auml;le sind mit 2,5 Millionen Studenten so voll wie nie. Das wollten Bund und L&auml;nder eigentlich via Hochschulpakt finanzieren, doch das Finanzmonstrum ist ein typisches Bubenst&uuml;ck des Bildungsf&ouml;deralismus: Die L&auml;nder hielten die Hand auf, investierten aber nicht. Nun wird nachverhandelt.<br>\nDank Turboabitur sind sie in zw&ouml;lf Jahren an die Hochschulen gesprintet<br>\n&ndash; und finden nun kaum einen Platz im H&ouml;rsaal, kaum einen Tisch in der Mensa oder das richtige Buch in der Bibliothek. Angekommen an den Hochschulen, fragen sich die Studienanf&auml;nger der Doppeljahrg&auml;nge, warum f&uuml;r sie nicht besser vorgesorgt wurde. Mit mehr Geld, mehr Platz, mehr Personal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/kultusminister-und-johanna-wanka-verhandeln-hochschulpakt-a-893057.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Gekaufte Wissenschaft? &ndash; Firmen finanzieren Hochschulforschung&rdquo;<\/strong><br>\n Weil staatliche Mittel zu sp&auml;rlich flie&szlig;en, k&auml;mpfen Hochschulen verst&auml;rkt um sogenannte Drittmittel: Gelder, die zu gro&szlig;en Teilen von Wirtschaftsunternehmen kommen. Doch solche von der Industrie finanzierten Lehrst&uuml;hle und Hochschulinstitute stehen oft unter dem Druck, Ergebnisse zu liefern, die den Geldgebern gefallen. So publizieren Hochschulinstitute Gutachten, die f&uuml;r l&auml;ngere Laufzeiten von Atomkraftwerken pl&auml;dieren oder vor hohen Fahrzeugpreisen warnen, falls die Europ&auml;ische Union ihre Richtlinien f&uuml;r geringen Schadstoffaussto&szlig; von Fahrzeugen umsetzt. Forschungsergebnisse ganz im Sinne der Konzerne, die die Institute mitfinanzieren, sagen Kritiker. Sie bef&uuml;rchten, dass die Unabh&auml;ngigkeit der Wissenschaft auf der Strecke bleibt, wenn der Staat die Finanzierung der Hochschulen wirtschaftlichen Interessengruppen &uuml;berl&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1878292\/Gekaufte-Wissenschaft%253F\">Frontal21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gesetzentwurf zur Studiengeb&uuml;hrenabschaffung in Bayern: &ldquo;Koalition dr&uuml;ckt sich vor vollst&auml;ndiger Bildungsgeb&uuml;hrenfreiheit&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem erfolgreichen Volksbegehren gegen Studiengeb&uuml;hren im Januar liegt nun ein Gesetzesentwurf zur &Auml;nderung des Bayerischen Hochschulgesetzes vor, der heute im Bayerischen Hochschulausschuss beraten wurde. Der fzs hat das Volksbegehren gegen Studiengeb&uuml;hren tatkr&auml;ftig unterst&uuml;tzt und auch die einzelnen Gesetzentw&uuml;rfe unter die Lupe genommen.<br>\nErik Marquardt, Vorstandsmitglied des fzs, erkl&auml;rt hierzu:\n<blockquote><p><em>&bdquo;Die beabsichtigte Abschaffung einiger Geb&uuml;hren ist ein Schritt in die richtige Richtung. Der vorliegende Gesetzesentwurf der Koalition geht uns nicht weit genug. Die Landesregierung dr&uuml;ckt sich davor, die Geb&uuml;hren komplett abzuschaffen. Das Hochschulstudium wird auch in Zukunft f&uuml;r bestimmte Gruppen Geld kosten und nicht erschwinglich sein. Das Zweitstudium und viele Masterstudieng&auml;nge werden voraussichtlich weiterhin viel Geld kosten. Leider wird das Hochschulbildungssystem auch nach der Umsetzung des Gesetzentwurfs hohe soziale Selektivit&auml;t, viele Studienabbr&uuml;che und finanzielle Notlagen unter Studierenden nicht wirkungsvoll bek&auml;mpfen k&ouml;nnen. Hier muss ein grundlegender Paradigmenwechsel in der Bildungspolitik stattfinden: Bildung ist ein Grundrecht und kein Faktor von Wettbewerbsideologie. Neben Geb&uuml;hrenfreiheit muss der Leistungsdruck auf die Studierenden dringend entsch&auml;rft werden.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/300524.html\">fzs<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Frauen auf rechtsau&szlig;en<\/strong><br>\nDas Spektrum der rechten Frauen ist breit. Auch auf der 129er-Liste, die die Ermittlungsbeh&ouml;rden im Falle der NSU-Morde zusammengetragen haben, finden sich 19 Frauen. &ldquo;Beate Zsch&auml;pe ist nur die Spitze des Eisbergs&rdquo;, sagt auch die Professorin Michaela K&ouml;ttig. Frauen treten immer mehr aus dem Hintergrund auf die B&uuml;hne. &ldquo;Der moderne Rechtsextremismus ist ohne das Engagement von Frauen nicht denkbar&rdquo;, sagt die K&ouml;ttig, die Lebensl&auml;ufe rechtsextremer Frauen und M&auml;dchen wissenschaftlich untersucht hat. Beate Zsch&auml;pe, so ihre Einsch&auml;tzung, hat dem Leben im Untergrund einen harmlosen Anstrich gegeben. Demn&auml;chst wird sie gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen ein Buch zum NSU herausgeben. Sie hofft, dass rechtsextreme Frauen endlich als das gesehen werden, was sie sind: rassistische, menschenverachtende T&auml;terinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2013\/04\/frauen-auf-rechtsaussen\/\">Kontext &ndash; Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>B&uuml;rgern&auml;he bei der CDU: Die Schwarzwald-Connection<\/strong><br>\nProbleme mit dem Zoll? Die besondere F&uuml;rsprache von hochrangigen CDU-Politikern kann durchaus helfen. &ndash; Ermittelt wird gegen eine Gruppe von Branntweinh&auml;ndlern aus dem lauschigen Schwarzwald. Einer der Betroffenen f&uuml;hlte sich jedoch zu Unrecht vom Zoll behelligt, wie sein Anwalt schrieb. Sein Mandant w&uuml;rde &ldquo;von Zollbeamten geringsch&auml;tzig behandelt und abgekanzelt, wie ein Hehler behandelt&rdquo;. Sein Rechtsanwalt schrieb daraufhin am 23. Februar 2010 an den Weinh&auml;ndler unter anderem: &ldquo;Derweil sollten Sie sich &uuml;berlegen, mit Ihrem Anliegen bei Ihrem Wahlkreisabgeordneten vorzusprechen. Oberster Dienstherr des Hauptzollamtes ist der Bundesfinanzminister Sch&auml;uble. [ &hellip;] Ein pers&ouml;nlicher Kontakt &uuml;ber die politische Schiene kann oftmals mehr bewirken als ein Rechtsweg&hellip;<br>\nDiese und &auml;hnliche Geschichten hat J&uuml;rgen Roth f&uuml;r sein neues Buch &ldquo;Spinnennetz der Macht &ndash; Wie die politische und wirtschaftliche Elite unser Land zerst&ouml;rt&rdquo; recherchiert. Es ist gerade bei Econ erschienen und kostet 19,99 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/NULL\/!114085\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hinter der Paywall: Ende der Diskussion<\/strong><br>\nEs gab mal eine Zeit, da waren Gastbeitr&auml;ge in renommierten Zeitungen f&uuml;r alle Beteiligten eine feine Sache. Die Zeitung profitierte von den (meist) bekannten Namen oder anerkannten Experten, die zu einem bestimmten Thema etwas f&uuml;r sie verfassten. Die bekannten Namen, oft Politiker, aber auch Fachleute mit hoher Reputation, erreichten auf diesem Weg viele Leser und konnten so ihre Position oder Expertise im Originaltext bekannt machen. Und f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit waren diese Gastbeitr&auml;ge ein wichtiger Teil der &ouml;ffentlichen Debatte &uuml;ber ein Thema. Das ist vorbei, oder schlimmer noch: es hat sich ins Gegenteil verkehrt. Aufgefallen ist mir das in dieser Woche an einem Beispiel, das leider in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit keine gro&szlig;e Rolle spielt: Die Bedeutung des freien Seehandels f&uuml;r die Exportnation Deutschland. Gelesen hat ihn vermutlich nur eine relative Minderheit: Die Leser der gedruckten FAZ &ndash; nach Eigenangabe gut 350.000 Exemplare am Tag &ndash; und diejenigen, die bereit sind, hinter die Paywall der FAZ zu gucken. Hinzu kommen diejenigen in Politik und Verwaltung, die ausgew&auml;hlte FAZ-Artikel in ihrem Pressespiegel geliefert bekommen. Gewiss, das ist eine stolze Zahl. Aber mit einem Sch&ouml;nheitsfehler: Was auf diesen Verbreitungsweg beschr&auml;nkt bleibt, bleibt auch in der Diskussion auf den Leserkreis der FAZ beschr&auml;nkt. Sozusagen: Nur wer katholisch ist, kann &uuml;ber den Papst mitdiskutieren. Nun mag die maritime Abh&auml;ngigkeit Deutschlands f&uuml;r die breite &Ouml;ffentlichkeit ein Randthema sein. Aber dieses Muster wiederholt sich ja auch in anderen F&auml;llen: Wer einer Zeitung etwas exklusiv als Gastbeitrag zur Verf&uuml;gung stellt, l&auml;uft Gefahr, dass sein Text damit der &ouml;ffentlichen Debatte entzogen wird. Ich vermute, meist ohne sich dessen bewusst zu sein. Weil er der Illusion anh&auml;ngt, dass ein einziges Medium in diesen Tagen noch &ouml;ffentliche Debatten darstellen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/56622\/hinter-der-paywall-ende-der-diskussion\/\">Carta<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So ganz sehe ich nicht den Unterschied zum Zeitalter der reinen Printmedien. Auch hier waren die Texte nur einer begrenzten Zahl von Lesern zug&auml;nglich und der Rest war Reden &uuml;ber, ohne genaue Kenntnis des Original-Textes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;ck macht eine Leiharbeitsfirma gl&uuml;cklich<\/strong><br>\nDie SPD hat ihren Wahlkampf-Slogan gefunden. &ldquo;Das Wir entscheidet&rdquo; ist aber nicht neu &ndash; ausgerechnet eine Zeitarbeitsfirma nutzt ihn seit Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-04\/wahlkampfslogan-spd-steinbrueck\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht h&auml;tte man vorher einfach einmal googeln sollen. Siehe <a href=\"http:\/\/www.jobmonitor.comwww.jobmonitor.com\/jobs-stellenangebote\/suche.html?fcompany_name=Propartner%20Zeitarbeit%20u.%20Handelsagentur%20GmbH#.UWXtiVccO7A\">hier<\/a>.<\/em><br>\n<em>&bdquo;Wir suchen SIE f&uuml;r unseren Kunden in Dunningen zur sofortigen Einstellung als Kraftfahrer f&uuml;r die Ver- und Entsorgung bzw. ein Saugwagenfahrzeug. Ihr Profil: -Sie verf&uuml;gen &uuml;ber Erfahrung als Kraftfahrer -F&uuml;hrerschein Klasse CE wird vorausgesetzt -Sie sind k&ouml;rperlich belastbar und haben Spa&szlig; an Ihrem Job Arbeitsbeginn ist 6Uhr Sie f&uuml;hlen sich angesprochen? Dann bewerben Sie sich noch heute bei uns! Werden Sie einer von uns! Steigen Sie ein in unser faires und ehrliches Team! Unsere einzigartigen Leistungen: -Urlaubs-\/ und Weihnachtsgeld -&Uuml;bertariflicher Stundenlohn -Verpflegungspauschale -Kilometergeld ab dem 1. Kilometer -Unbefristete Anstellung -&Uuml;bernahmeoptionen bei unseren Kunden Das WIR entscheidet!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb mit klarer Mehrheit<\/strong><br>\nCDU\/CSU und die FDP h&auml;ngen die Konkurrenz ab: In einer Umfrage landet die Regierungskoalition bei 47 Prozent. Das ist der beste Wert seit 2009. Selbst ein rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis kommt derzeit nicht an Schwarz-Gelb heran. (&hellip;)Schwarz-Gelb liegt damit vor SPD, Gr&uuml;nen und Linkspartei, die zusammen auf 46 Prozent kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/spd-stuerzt-in-umfrage-ab-schwarz-gelb-mit-klarer-mehrheit\/8043832.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Einmal abgesehen von dem Fakt, dass diese &ldquo;Umfrage&rdquo; dem Hause Forsa entstammt (die NachDenkSeiten weisen seit Jahren auf die mangelnde Seriosit&auml;t der G&uuml;llner-&ldquo;Umfragen&rdquo; hin), springt ins Auge, dass es sich bei der Handelsblatt-&Uuml;berschrift &ldquo;Schwarz-Gelb mit klarer Mehrheit&rdquo; um eine erneute Propagandanummer dieses der Arbeitgeberlobby nahestehenden Blattes handelt. Einen prozentualen Vorsprung von gerade einmal einem Prozentpunkt (diese Minimaldifferenz liegt deutlich innerhalb der von Forsa genannten, vom Handelsblatt jedoch unterschlagenen Fehlertoleranz von 2,5 Prozentpunkten) gegen&uuml;ber den Oppositionsparteien als &ldquo;klare Mehrheit&rdquo; zu bezeichnen, grenzt schon an Unversch&auml;mtheit. Doch selbst das von Forsa ausgewiesene Umfrageergebnis ist massiv von der den schwarz-gelben Parteien zuarbeitenden Berichterstattung des weit &uuml;berwiegenden Teils unserer &ldquo;unabh&auml;ngigen&rdquo; und &ldquo;&uuml;berparteilichen&rdquo; Medien gepr&auml;gt. Diese den Wirtschaftsverb&auml;nden nahestehenden Medien werden gerade im laufenden Wahljahr alles daf&uuml;r tun, mit Schwarz-Gelb jene politischen Kr&auml;fte an der Macht zu halten, die mit politischem und &ouml;konomischem Druck daf&uuml;r sorgen sollen (und m&ouml;chten), dass die in Deutschland seit vielen Jahren betriebene Politik zu Gunsten der Besserverdienenden und Eigent&uuml;mer gro&szlig;er Verm&ouml;gen in den kommenden Jahren auch europaweit erzwungen wird. Dass Millionen und Abermillionen Europ&auml;erinnen und Europ&auml;er gerade auch aus den unteren sozialen Schichten (diese sind in ihrer &uuml;bergro&szlig;en Mehrheit weder f&uuml;r den Ausbruch der Finanzkrise noch der Eurokrise verantwortlich) direkten Weges in die wirtschaftliche und soziale Verelendung getrieben werden, wird von diesen politischen und medialen Kr&auml;ften hierzulande sehenden Auges als &ldquo;Kollateralschaden&rdquo; in Kauf genommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Hollandes Bem&uuml;hungen um Transparenz: Keine Frage der Moral<\/strong><br>\nDass man Franz&ouml;sinnen und Franzosen nach dem Skandal um Schwarzkonten mit Moral kommt, ist haarstr&auml;ubend. Die Durchschnittsb&uuml;rgerInnen sind l&auml;ngst nicht so &uuml;berrascht und perplex, wie sich die Regierungspolitiker und Opposition geb&auml;rden. Dass herausgekommen ist, dass Ex-Haushaltsminister J&eacute;r&ocirc;me Cahuzac ein Steuerbetr&uuml;ger mit Einlagen im Ausland ist, hat das Volk weniger erstaunt als dessen Ex-Regierungskollegen. Aus den Konversationen im Caf&eacute; ist zu schlie&szlig;en, dass die Franzosen ein viel n&uuml;chterneres Bild ihrer politischen und wirtschaftlichen Elite haben. &ldquo;Tous pourris!&rdquo; (&ldquo;Allesamt korrupt!&rdquo;), so res&uuml;miert der Volksmund in Frankreich schon lange. Vor Hollande, der von seinen Ministern jetzt ein &ldquo;moralisch exemplarisches Verhalten&rdquo; verlangt, hatte Sarkozy bereits von einer &ldquo;Moralisierung des Finanzkapitalismus&rdquo; gesprochen. Ein wenig mehr Transparenz w&auml;re ja auch sch&ouml;n. Wer hingegen verspricht, das System &ldquo;moralisieren&rdquo; zu wollen, schafft blo&szlig; neue Illusionen, die darauf warten, vom n&auml;chsten &ldquo;Cahuzac&rdquo; mit Klamauk zerst&ouml;rt zu werden. Denn seit wann hat dieses kapitalistische System &ndash; das in Frankreich auch von seinen Anh&auml;ngern ohne ideologische Scheu beim Namen genannt wird &ndash; etwas mit Moral zu tun? Die Marktgesetze basieren darauf, durch Konkurrenz die bestehende Ungleichheit noch zu vergr&ouml;&szlig;ern, die Reichen noch reicher werden zu lassen. Das ist ein Frage der Effizienz, nicht der Moral.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F04%2F10%2Fa0098&amp;cHash=7c5446194021aa19a7f7d31b9c2d8fd9\">taz<\/a>\n<p><strong>Siehe auch Schwarze Schafe, wei&szlig;e Westen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2013%2F04%2F10%2Fa0069&amp;cHash=9c6faffde39bbd55a8b29d74235608c9\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Das ist keine Revolution: Aus dem Arabischen Fr&uuml;hling wurde der Winter unseres Unbehagens<\/strong><br>\nNationen zerfallen, Minderheiten erwachen, B&uuml;ndnisse werden wie im Taumel geschlossen und zerfallen ebenso schnell wieder. Theokratische Regime unterst&uuml;tzen S&auml;kulare; Gewaltherrscher wollen Demokratie; die USA gehen Partnerschaften mit Islamisten ein; Islamisten unterst&uuml;tzen eine milit&auml;rische Intervention des Westens. Arabische Nationalisten stellen sich an die Seite von Regimen, gegen die sie lange gek&auml;mpft haben; Liberale ergreifen Partei f&uuml;r Islamisten, mit denen sie dann aneinander geraten. Saudi-Arabien unterst&uuml;tzt S&auml;kulare gegen die Muslimbruderschaft und Salafisten gegen S&auml;kulare. Die USA sind mit dem Irak verb&uuml;ndet, der mit dem Iran kl&uuml;ngelt, der das syrische Regime unterst&uuml;tzt, dessen Sturz die USA erhoffen und an dem sie mitwirken wollen. Die USA sind auch mit Katar verb&uuml;ndet, das die Hamas unterst&uuml;tzt, und mit Saudi-Arabien, das die Salafisten finanziert, die wiederum Dschihadisten f&ouml;rdern, die dann Amerikaner t&ouml;ten, wo sie nur k&ouml;nnen.<br>\nIn der Opposition waren die Islamisten erfolgreich, weil sie andere verantwortlich machen konnten; als Regierende k&ouml;nnten sie Einbu&szlig;en erleiden, weil andere nun sie verantwortlich machen werden. Verw&auml;ssern sie ihre innen- und au&szlig;enpolitischen Ziele, riskieren sie, ihre Basis zu verlieren; bleiben sie dabei, werden sie Nichtislamisten und den Westen gegen sich aufbringen. Vertagen sie den Kampf gegen Israel, wird ihre Rhetorik v&ouml;llig losgel&ouml;st von ihrer Politik bleiben. In all dem Chaos und der Unsicherheit bieten nur die Islamisten eine vertraute, authentische Perspektive f&uuml;r die Zukunft. Sie m&ouml;gen straucheln oder fallen, aber wer w&uuml;rde den Stab aufheben? Die liberalen Kr&auml;fte haben in diesen Gesellschaften niemals starke Wurzeln geschlagen. Diese nichtislamistische, &bdquo;fortschrittliche&ldquo; Ideologie besitzt Wurzeln, Anziehungskraft und eine Basis; ihr fehlen Organisation und Ressourcen, und es hat ihr geschadet, dass Generationen in ihrem Namen geherrscht und sie dabei so gr&uuml;ndlich verdorben haben. Kann sie sich neu erfinden? Wenn die Muslimbruderschaft die nationalistischen Gef&uuml;hle der Menschen herunterspielt, wenn sie deren Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit ignoriert, wenn sie nicht effektiv regiert, dann g&auml;be es eine Chance. Die eher nationalistische, fortschrittlichere Weltsicht k&ouml;nnte noch eine Renaissance erleben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitschrift-ip.dgap.org\/de\/ip-die-zeitschrift\/archiv\/jahrgang-2013\/januar-februar\/das-ist-keine-revolution\">Internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Auml;gyptens Wirtschaft verf&auml;llt rapide. Das Versprechen Mursis, in den ersten hundert Tagen seiner Pr&auml;sidentschaft die Lebensbedingungen der Bev&ouml;lkerung sp&uuml;rbar zu verbessern, war unrealistisch und riskant. In &Auml;gypten leben 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung unter der Armutsgrenze. Die Devisenreserven haben sich zwischenzeitlich etwa halbiert und liegen jetzt bei ca. 13 Milliarden US-Dollar. Dabei braucht die Regierung Mursi dringend Geld z. B. f&uuml;r Nahrungsmittelsubventionen, damit die die &Auml;rmsten nicht hungern. Damit k&ouml;nnte &Auml;gypten etwa drei Monate lang alle n&ouml;tigen Importe inklusive Weizen und Benzin bestreiten. Auch so drohen soziale Unruhen wegen Benzinknappheit und teuren Nahrungsmitteln. Zwar kommt das Emirat Katar &Auml;gypten mit einer Finanzspritze in H&ouml;he von drei Milliarden Dollar zu Hilfe, aber die Kredite aus Katar kann das zurzeit verhandelte&nbsp; IWF-Darlehen nicht ersetzen. Zurzeit verhandelt die &auml;gyptische Regierung mit dem IWF &uuml;ber einen 4,8 Milliarden-US-Dollar Kredit. Nur d&uuml;rften Subventionen kaum in die neoliberale Weltsicht des IWF passen. Und umgekehrt verhinderten die radikalen IWF-Anpassungsprogramme bislang die Annahme des Kredits. Obwohl selbst die salafistische Nour-Partei, die sich bisher stets gegen den IWF-Kredit gestellt und auf islamische Alternativen bestanden hatte, mittlerweile etwas pragmatischer geworden ist, wissen sie wie auch Mursi, dass eine Annahme des Anpassungsprogramms des IWF die Parlamentswahlen kosten k&ouml;nnte. Deshalb d&uuml;rften entgegen den Meldungen in den letzten Tagen die wirklichen Entscheidungen erst nach den Wahlen fallen. Viele sehen in der wirtschaftlichen Liberalisierung und den Privatisierungsprogrammen des IWF und der ihm folgenden &auml;gyptischen Elite eine der Ursachen f&uuml;r die revolution&auml;ren Massenbewegungen, die Hosni Mubarak im Februar 2011 zu Fall brachte. Leider hat die Regierung Mursi (wie auch die Opposition) kein schl&uuml;ssiges Konzept, das Land zu entwickeln, dass sie zumindest mit neoliberalen Institutionen wie Weltbank, IWF oder EU-Kommission diskutieren k&ouml;nnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>&Auml;rztemangel in Kalifornien: 10 000 &Auml;rzte gesucht<\/strong><br>\nDas von Pr&auml;sident Obama mit gro&szlig;er M&uuml;he &uuml;ber die Runden gebrachte neue Krankenversicherungsgesetz &laquo;Affordable Care Act&raquo; wird ab 2014 sch&auml;tzungsweise 34 Mio. Amerikanern, die bisher nicht krankenversichert waren, Zugang zu medizinischer Versorgung schaffen. Der Berufsstand der &Auml;rzte wird mit dem Zustrom neuer Patienten nicht ohne weiteres Schritt halten k&ouml;nnen. Auch wenn sich Medizin-Fakult&auml;ten sofort auf die neue Situation einstellen k&ouml;nnten, w&uuml;rde es sieben bis zehn Jahre dauern, bis sich die &Auml;rzteschaft auf das neue Niveau eingependelt h&auml;tte. Ein Beispiel, wie die Teilstaaten versuchen, dem Problem beizukommen, ist Kalifornien, das mit 38 Mio. Einwohnern der bev&ouml;lkerungsreichste Teilstaat Amerikas ist. Etwa 4,7 Mio. der Neu-Versicherten werden in dem Gliedstaat an der Westk&uuml;ste leben. Mit fast 100 000 &Auml;rzten weist Kalifornien pro 1000 Einwohner etwa 2,63 &Auml;rzte auf, was ziemlich genau dem Durchschnitt der Vereinigten Staaten entspricht. Allerdings sind die Mediziner nicht gleichm&auml;&szlig;ig &uuml;ber den Gliedstaat verteilt, und fast drei Viertel der Gemeinden sind schon heute medizinisch unterversorgt. Auch der ethnische Hintergrund der &Auml;rzte und Patienten ist im Ungleichgewicht. Fast 40% der Bev&ouml;lkerung Kaliforniens stammen aus S&uuml;damerika und sprechen manchmal fast kein Englisch, aber blo&szlig; 5% der &Auml;rzte sind Latinos. Vor allem wird aber der Zustrom der Neu-Versicherten ein Manko schaffen. Rein rechnerisch erfordert die Zunahme der Versicherten 2014 eine Erh&ouml;hung der &Auml;rzteschaft in Kalifornien um mehr als 10 000 neue Mitglieder. Da keine Aussicht auf baldige Besserung besteht, bef&uuml;rchten die Gesetzgeber in der Hauptstadt Sacramento eine Krise bei der prim&auml;ren Krankenversorgung in ihrem Teilstaat&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/10000-aerzte-gesucht-1.18060506\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie marode, auch moralisch, das US-Gesundheitssystem ist, wird darin ersichtlich, dass die Zahl der &Auml;rzte ganz selbstverst&auml;ndlich darauf angelegt war, dass 34 Mio. Amerikaner selten oder nie zum Arzt gehen (k&ouml;nnen). Das mag etwas polemisch formuliert sein, aber die USA stehen zus&auml;tzlich vor weiteren Problemen, die schon ausreichen, um von einem &Auml;rztenotstand zu sprechen: dem demografischen Wandel. Die US-Bev&ouml;lkerung ist seit 1990 bis heute von ca. 250 Millionen Einwohnern auf mehr als 310 Millionen angewachsen. Nach und nach geht die sogenannte Babyboomer-Generation in den Ruhestand. Damit treten diese B&uuml;rger dem staatlichen &ldquo;Medicare&ldquo;-Programm bei. Es ist von etwas 15 Millionen zus&auml;tzlichen Patienten die Rede. In die Babyboomer-Generation fallen nat&uuml;rlich auch &Auml;rzte. Wenn innerhalb der n&auml;chsten zehn Jahre aus Altersgr&uuml;nden etwa ein Drittel &Auml;rzte ausscheiden, werden sie durch die nachkommenden Mediziner nicht kompensiert. Die &ldquo;Association of American Medical Colleges&rdquo; (AAMC) prognostizierte 2011, dass in den USA im Jahr 2015 knapp 63 000 &Auml;rzte weniger praktizieren werden, als das Land ben&ouml;tigt. <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/127051\/US-Gesundheitswesen-Patientenflut-verstaerkt-Versorgungsengpass\">Im Jahr 2020 werden 91 500 &Auml;rzte fehlen, 2025 mehr als 130 000<\/a>.<\/em><br>\n<em>Inwieweit diese Zahlen interessengeleitet &uuml;bertrieben sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber selbst eine Halbierung schreibt bei Ausbleiben von Gegenma&szlig;nahmen eine Klassenmedizin fort.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Das Letzte: Energiewirtschaft will f&uuml;r den Atomm&uuml;ll nicht zahlen<\/strong><br>\n(<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article115187976\/Atommuell-Endlager-Nicht-vor-meiner-Haustuer.html\">So laut Welt<\/a>) \n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130411_harm_bengen.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130411_harm_bengen_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16825","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16825","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16825"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16825\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16831,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16825\/revisions\/16831"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16825"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16825"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16825"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}