{"id":16840,"date":"2013-04-12T09:50:02","date_gmt":"2013-04-12T07:50:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16840"},"modified":"2015-08-07T07:53:08","modified_gmt":"2015-08-07T05:53:08","slug":"spd-regierungsprogramm-gefangen-im-vorausgegangenen-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16840","title":{"rendered":"SPD-Regierungsprogramm: Gefangen im vorausgegangenen Tun"},"content":{"rendered":"<p>Am 14. April findet in Augsburg ein au&szlig;erordentlicher Bundesparteitag der SPD in Augsburg statt. Dort soll das <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/linkableblob\/92664\/data\/20130311_regierungsprogramm_2013.pdf;jsessionid=CE196AF213B90C93788A503B2D10B7E6\">&bdquo;Regierungsprogramm&ldquo; [PDF &ndash; 850 KB]<\/a> der SPD und des Kanzlerkandidaten beschlossen werden. Das ist Anlass, dieses Programm, das bisher &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; von den Medien fast ausschlie&szlig;lich mit Skepsis und Kritik aufgenommen wurde, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Von <strong>Wolfgang Lieb<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nZwar findet man nahezu t&auml;glich ein Interview von Peer Steinbr&uuml;ck oder eines anderen Mitglieds der F&uuml;hrungsmannschaft der SPD in den Medien, doch &uuml;ber das &bdquo;Regierungsprogramm&ldquo; wird seit der Vorstellung des Entwurfs am 11. M&auml;rz 2013 kaum noch geredet. Was nat&uuml;rlich auch daran liegen mag, dass selbst die Repr&auml;sentanten der Partei sich in ihren &ouml;ffentlichen Statements h&ouml;chst selten darauf beziehen. Daf&uuml;r wurden von den SPD-Gremien im Umfeld des zehnten Jahrestags der Verk&uuml;ndung der Agenda 2010 umso mehr der damalige Bundeskanzler Schr&ouml;der und die angeblichen Erfolge dieser &bdquo;Reformen&ldquo; gefeiert. Wie sollten dabei die neuen Akzente, die der Entwurf tats&auml;chlich enth&auml;lt ins &ouml;ffentliche Bewusstsein dringen? Der SPD-Kanzlerkandidat Steinbr&uuml;ck h&auml;tte im &Uuml;brigen manches &bdquo;Fettn&auml;pfchen&ldquo; vermeiden k&ouml;nnen, wenn er lieber aus dem Programmentwurf zitiert h&auml;tte, statt schneller zu reden als  nachzudenken. <\/p><p>Die <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/rezession-im-euro-raum-wie-die-spd-aus-krise-kapital-schlagen-koennte-a-892286.html\">&bdquo;Zeit f&uuml;r eine neue Sozialdemokratie&ldquo;<\/a> (Wolfgang M&uuml;nchau, im Spiegel) w&auml;re gekommen, nicht nur weil die Politik der Konservativen in Europa verheerende Folgen anrichtet, sondern weil &ndash; trotz aller Lobhudeleien und Sch&ouml;nf&auml;rbereien &ndash;  auch in Deutschland die Leute merken, dass es immer ungerechter zugeht und dass sie von den angeblichen wirtschaftlichen Erfolgen nichts abbekommen. <\/p><p>(Nach einer j&uuml;ngsten Umfrage des konservativ ausgerichteten Allensbach Instituts empfinden 70 Prozent der Deutschen eine Gerechtigkeitsl&uuml;cke bei uns im Lande und fast genauso viele Menschen meinen, dass Einkommen und Verm&ouml;gen nicht gerecht verteilt sind und dass die Ungerechtigkeit im Lande in den letzten Jahren <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16201\">zugenommen hat<\/a>.)<\/p><p>Das Wahlergebnis in Niedersachsen hat gezeigt, dass trotz eines hohen Popularit&auml;tsvorsprungs des dortigen CDU-Spitzenkandidaten David McAllister gegen seinen bis dahin weitgehend unbekannten Herausforderer Stephan Weil, die SPD mit dem Thema Gerechtigkeit ein St&uuml;ck weit zulegen und mit den Gr&uuml;nen eine knappe Mehrheit <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15908\">erringen konnte<\/a>. <\/p><p>Doch statt dass die Sozialdemokraten aus der von den Konservativen verursachten Depression Kapital schlagen verliert der Kanzlerkandidat der SPD drastisch an Vertrauen und die SPD sinkt laut einer gestrigen Umfrage der Bild-Zeitung mit 26 Prozent in Richtung auf ihr schlechtestes Nachkriegsergebnis bei der Bundestagswahl 2009 mit damals 23 Prozent ab. Eine j&uuml;ngste <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/spd-stuerzt-in-umfrage-ab-schwarz-gelb-mit-klarer-mehrheit\/8043832.html\">Umfrage<\/a> sieht sogar schon wieder eine klare Mehrheit f&uuml;r Schwarz-Gelb.  <\/p><p><strong>Eine Alternative zu Merkels &bdquo;Alternativlosigkeit sieht anders aus<\/strong><\/p><p>Dabei wollte doch die SPD aus der katastrophalen Niederlage bei der letzten Wahl lernen und sich vor allem auch wieder auf ihre &bdquo;Kernkompetenz&ldquo;, n&auml;mlich auf die &bdquo;soziale Gerechtigkeit&ldquo; besinnen, um wieder W&auml;hlerschichten zu erreichen, die entweder zur Linkspartei abgewandert sind oder politisch heimatlos geworden sind und nicht mehr zur Wahl gegangen sind. Und in der Tat in dem Entwurf zum Regierungsprogramm finden sich viele Positionen, die einen Wahlkampf mit dem Thema &bdquo;soziale Gerechtigkeit&ldquo; tragen k&ouml;nnten. B&uuml;rstet man das Programm jedoch gegen den Kamm, dann kommen viele kahle Stellen zum Vorschein und es zeigt sich, dass &ndash; zwar mit sozialem Tonfall &ndash; die SPD weiter unersch&uuml;tterlich dem schr&ouml;derschen Agenda-Kurs folgt. Man will diesen Kurs bestenfalls ein wenig nachjustieren, aber bietet damit jedenfalls keine wirkliche Alternative zur Politik der Gro&szlig;en Koalition und deren Fortsetzung durch Schwarz-Gelb an. Ein Regierungsprogramm, das in Anspruch nimmt, eine <em>&bdquo;Alternative zu Merkels &lsquo;Alternativlosigkeit&rsquo;&ldquo;<\/em> aufzeigen soll (S. 102), s&auml;he jedenfalls anders aus. <\/p><p><strong>Besser statt anders regieren?<\/strong><\/p><p>Der fehlende Mut, der Regierung Merkel tats&auml;chlich ein alternatives Konzept entgegen zu stellen, ist dem Regierungsprogramm sozusagen schon auf die Stirn geschrieben: <em>&bdquo;Deutschland besser und gerechter regieren&ldquo;<\/em>, lautet die &Uuml;berschrift. Besser ist die Steigerung von gut. Man bescheinigt also der derzeitigen Regierung &ndash; offenbar ohne es zu merken -, dass sie gut regiert. &bdquo;Besser&ldquo; bedeutet auch, dass man Deutschland nicht &bdquo;anders&ldquo; regieren, sondern sich allenfalls durch besseres handwerkliches Regierungshandeln von der derzeitigen Regierung abheben will. Das Herumm&auml;keln am Verhalten oder an der Vorgehensweise von Merkel entspricht der bisherigen politischen Strategie der SPD in der Opposition. In der zur&uuml;ckliegenden Legislaturperiode hat z.B. der Fraktionsvorsitzende im Bundestag ganz bewusst auf Kritik verzichtet, bei der ihm die Kanzlerin h&auml;tte entgegenhalten k&ouml;nnen, dass er in der Gro&szlig;en Koalition nicht nur anders geredet, sondern auch anders politisch gehandelt habe. Die SPD-Opposition (das gilt auch f&uuml;r die Gr&uuml;nen) hielt der Regierung bei ihrem Umgang mit der tiefgreifendsten Krise der Nachkriegszeit allenfalls vor, sie handle zu sp&auml;t, sie &uuml;berschreite ihre selbst gesetzten &bdquo;roten Linien&ldquo; oder sie handle &bdquo;halbherzig&ldquo; (S. 89). Doch letztlich stimmte die SPD-Fraktion jedem &bdquo;Rettungskonzept&ldquo; zu und sie hatte nie einen Gegenvorschlag anzubieten geschweige denn zur Abstimmung gestellt. Man war im Gegenteil sogar stolz darauf, Merkel &uuml;ber die fehlende Kanzlermehrheit hinweggerettet zu haben. <\/p><p>Zu meinen, man k&ouml;nnte Merkel dadurch besiegen, indem man behauptet, man k&ouml;nne &bdquo;besser&ldquo; regieren als sie, ist schon deshalb ein aussichtsloses Unterfangen, weil nun gerade beim Regierungshandeln die Kanzlerin die h&ouml;chsten Zustimmungswerte erzielt. <\/p><p>(Nach dem ARD-DeutschlandTrend vom April sind 68 Prozent mit ihrer Arbeit &bdquo;zufrieden&ldquo;, beim SPD-Kanzlerkandidaten sind es <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/bilder\/crbilderstrecke454~_mtb-1_pos-3.html#colsStructure\">gerade 32 Prozent<\/a>.)<\/p><p>Dass die Stimmungslage so ist, dass zwei Drittel der Menschen der Meinung sind, Merkel habe in der Euro-Krise &bdquo;richtig und entschlossen&ldquo; gehandelt, dazu hat die SPD ihren Teil beigetragen, weil sie die Kanzlerin in kaum einem Punkt inhaltlich angegriffen oder eine Alternative dagegengestellt hat. Wenn die Sozialdemokraten das jetzt in einzelnen Punkten nachholen wollen, so wirkt das nicht gerade &uuml;berzeugend. <\/p><p><strong>Fehlender Mut zu einer alternativen Politik<\/strong><\/p><p>Eine erfolgreiche Wahlstrategie m&uuml;sste doch daran ansetzen, dass den allermeisten Menschen die derzeitige Krise Angst oder zumindest gro&szlig;e Sorgen macht. Sie m&uuml;sste das widerspr&uuml;chliche Bewusstsein in der Bev&ouml;lkerung nutzen, dass einerseits die meisten Menschen glauben, Merkel habe in der Euro-Krise richtig und in deutschem Interesse gehandelt, aber andererseits drei Viertel bef&uuml;rchten, dass der schlimmste Teil der Krise noch bevorstehe.  <\/p><p>Eine SPD die den Kanzler stellen will, m&uuml;sste einen alternativen inhaltlichen L&ouml;sungsweg aus der Krise gegen den verheerenden und Europa auseinandertreibenden Austerit&auml;tskurs der Kanzlerin aufzeigen. Doch dazu fehlt offensichtlich der Mut. Steinmeier und Steinbr&uuml;ck haben wohl die (berechtigte) Sorge, dass sie durch ihr fr&uuml;heres Abstimmungsverhalten von Schwarz-Gelb ausgekontert w&uuml;rden. Einen Wahlkampf, in dem man die inhaltlichen Unterschiede scharf herausarbeiten und das Versagen von Schwarz-Gelb anprangern m&uuml;sste, bekommt die SPD so nicht hin. Ihr praktisches politisches Handeln nimmt ihr die Schlagkraft und auch das Papier eines Regierungsprogramms ist geduldig. <\/p><p>&bdquo;Europas Trag&ouml;die besteht nicht darin, dass Konservative und Neoliberale eine konservative und neoliberale Politik betreiben. Europas Trag&ouml;die besteht darin, dass das weitgehend oppositionslos passiert, aus Mangel an Entschiedenheit, Mut und Selbstbewusstsein der vern&uuml;nftigen Kr&auml;fte.&ldquo; (<a href=\"http:\/\/mobil.derstandard.at\/1363707213262\/Zeit-fuer-eine-neue-Sozialdemokratie\">Robert Misik<\/a>)  <\/p><p>In ihrem Regierungsprogramm fl&uuml;chtet sich die SPD beim Thema Europa lieber in wolkige Utopien: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Europa muss der Ort sein und noch mehr werden, der dem Neoliberalismus und Marktradikalismus sein Modell einer sozialen und nachhaltigen Demokratie und Marktwirtschaft entgegenstellt. Dem kalten Wettbewerbseuropa muss endlich eine sozial verantwortlich handelnde EU entgegengesetzt werden.<br>\nDie europ&auml;ische soziale Marktwirtschaft braucht eine starke europ&auml;ische Sozialunion.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Das liest sich alles wunderbar, doch es ist weit ab, von dem was die Menschen derzeit mit Europa erleben und worauf sie ihre Hoffnung richten k&ouml;nnten. <\/p><p><strong>Verbale Br&uuml;ckenschl&auml;ge zu den Abgewanderten, doch die Grundlinie bleibt<\/strong><\/p><p>Obwohl die Regierung Merkel vor allem in der Person von Ursula von der Leyen alles versucht, sich einen sozialen Anstrich zu geben, wird der SPD &ndash; trotz deutlich abgeschmolzener Werte &ndash; nach wie vor eine gr&ouml;&szlig;ere soziale Kompetenz zuerkannt als der CDU und schon gar ihrem derzeitigen Koalitionspartner FDP.<\/p><p>Man findet Text des Regierungsprogramms auch viel soziales und &bdquo;linkes&ldquo; Pathos: So verspricht man eine <em>&bdquo;neues Miteinander&ldquo;<\/em>, ein <em>&bdquo;neues soziales Gleichgewicht&ldquo;<\/em> und, dass man das <em>&bdquo;Gemeinwohl&ldquo;<\/em> zur Leitlinie des politischen Handelns mache.<\/p><p>Man kann dort viele anklagende Zustandsbeschreibungen lesen: <\/p><blockquote><p>&bdquo;In Deutschland gibt es so viel Reichtum wie nie zuvor. Allein das Geldverm&ouml;gen erreichte j&uuml;ngst den neuen Rekordstand von 8,5 Billionen Euro. In Deutschland wird mehr gespart als in den meisten anderen L&auml;ndern. Das Staatsverm&ouml;gen hingegen verringert sich bereits seit Jahren. Zwischen 1992 und 2012 ging es um &uuml;ber 800 Milliarden Euro zur&uuml;ck. Im gleichen Zeitraum hat sich das Netto-Gesamtverm&ouml;gen der privaten Haushalte von knapp 4,6 auf rund 10 Billionen Euro mehr als verdoppelt.&ldquo; (S. 26)<\/p><\/blockquote><p>Oder:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Schere der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung geht auseinander: Die L&ouml;hne im oberen Bereich sind in den letzten zehn Jahren gestiegen. Die unteren 40 Prozent der Vollzeitbesch&auml;ftigten haben nach Abzug der Inflation Reallohnverluste erlitten. Das Verm&ouml;gen privater Haushalte w&auml;chst und betr&auml;gt fast 10 Billionen Euro. Vor allem die obersten zehn Prozent der Haushalte haben von den Zuw&auml;chsen profitiert. W&auml;hrend sie 1970 44 Prozent des gesamten Nettoverm&ouml;gens besa&szlig;en, sind es heute &uuml;ber 60 Prozent!&ldquo; (S. 58)<\/p><\/blockquote><p>Oder:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Lasten f&uuml;r die Finanzierung unseres Gemeinwesens sind unfair verteilt: Menschen mit normalem Einkommen tragen immer mehr, Kapital- und Verm&ouml;genseink&uuml;nfte und sehr gro&szlig;e Einkommen immer weniger. Und nicht zuletzt: Heimat geht verloren, weil St&auml;dte und Gemeinden finanziell so ausgeblutet sind, dass kulturellen und soziale Angebote geschlossen, Stadtteile und Infrastruktur vernachl&auml;ssigt werden. Die soziale und kulturelle Spaltung Deutschlands ist in den letzten Jahren gewachsen.&ldquo; (S. 9)<\/p><\/blockquote><p>Sozusagen auf der Ebene der &bdquo;Soft Skills&ldquo; wird mit dem Programm versucht, auf die entt&auml;uschten W&auml;hlerinnen und W&auml;hler zuzugehen und Werte und Themen anzusprechen, die eine Br&uuml;cke zur verloren gegangenen Klientel schlagen k&ouml;nnten. In solchen Passagen durfte sich offenbar die programmatisch orientiert Parteilinke einbringen, doch hinter den leidenschaftlichen Obert&ouml;nen, klingt als Grundton die Verteidigung der Agenda-Politik und des vorausgegangenen Tuns der derzeitigen F&uuml;hrungsmannschaft der SPD un&uuml;berh&ouml;rbar durch. <\/p><p>Diesen Widerspruch zwischen einigen Lockerungs&uuml;bungen und dem verstohlenen Festhalten an der Agenda-Politik nutzen nat&uuml;rlich die konservativen Medien weidlich aus und die SPD kann sich dagegen nicht einmal wehren, weil sie diesen Widerspruch nicht aufl&ouml;st.<br>\nSie kann deshalb nicht einmal ihre Korrekturen etwa in der Renten- Steuer- oder Finanzmarktpolitik nicht offensiv vertreten. <\/p><p>Das Regierungsprogramm ist &uuml;ber einhundert Seiten lang und verliert sich in zahllosen Details auf allen nur denkbaren Politikfeldern. (Einige der positiven Elemente werde ich im Anhang aufz&auml;hlen.) Man bekommt bei der Lekt&uuml;re allerdings den Eindruck, das Programm ist deshalb so detailliert, um blo&szlig; eine Wende in der Grundlinie der zur&uuml;ckliegenden Politik zu vermeiden. Die Verfasser haben sich offenbar bem&uuml;ht Anregungen und Formulierungen auch des verbliebenen kritischen und linken Parteifl&uuml;gels aufzugreifen. Alle Richtungen sollen sich irgendwo wiederfinden k&ouml;nnen, um auf dem Parteitag eine breite Zustimmung zu sichern. Unverkennbar ist das Bestreben die Partei nach innen ruhig zu stellen. Doch um nach au&szlig;en auszustrahlen, fehlen selbst eing&auml;ngige Formeln oder &Uuml;berschriften. Das Programm popul&auml;r zu machen, w&auml;re eine Aufgabe der F&uuml;hrungskr&auml;fte der SPD, zumal des Kanzlerkandidaten, doch wenn man ihre Interviews h&ouml;rt und liest, dann fragt man sich, ob diese das Programm &uuml;berhaupt zur Kenntnis genommen haben. Jedenfalls scheint es dabei erhebliche Ber&uuml;hrungs&auml;ngste zu geben. Studiert man das Programm n&auml;mlich genauer, so wird deutlich, dass die Partei programmatisch gespalten ist und diese Spaltung mit Formelkompromissen und viel sozialer Prosa zu &uuml;berdecken versucht wird. <\/p><p>Ich will diese Spaltung an einigen wenigen Beispielen etwas genauer darstellen und in einem Anhang einige der Widerspr&uuml;che in diesem Programm aufzeigen. Da man das Programm jedoch nicht in Bausch und Bogen kritisieren sollte, will ich am Schluss auch einige positive Elemente herausstreichen.  <\/p><p><strong>Korrekturen ohne Kurswechsel<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst ein Beispiel, das deutliche macht, wie man zwar verspricht, offensichtliche Fehlentwicklungen der Vergangenheit korrigieren zu wollen, in der Grundlinie jedoch am vorausgegangenen politischen Tun eisern festh&auml;lt:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Diese Reformpolitik der &bdquo;Agenda 2010&ldquo; erh&ouml;hte die Investitionen in Forschung und Innovation, beschleunigte den Ausbau der erneuerbaren Energien und holte Hunderttausende Menschen vom Abstellgleis der Sozialhilfe und bezog die erstmals ein in die aktive Arbeitsmarktpolitik. Den in diesem Prozess auch entstandenen Missbrauch von Leiharbeit, Minijobs und Niedriglohnbesch&auml;ftigung allerdings werden wir korrigieren. Denn Menschen unabh&auml;ngig von Transfers zu machen und Zug&auml;nge zu guter, sicherer und sozialversicherter Arbeit zu verhelfen, bleibt das Ziel unserer Politik.&ldquo; (S. 7)<\/p><\/blockquote><p>Einmal abgesehen davon, dass hier zun&auml;chst versucht wird, von den Kernelementen der &bdquo;Agenda 2010&ldquo;, n&auml;mlich den Hartz-Gesetzen und dem Abbau der sozialen Sicherungssystemen (z.B. K&uuml;rzung der Renten und Privatisierung der Altersvorsorge, Zerst&ouml;rung der Arbeitslosenversicherung) abzulenken, wird zun&auml;chst auf die Forschung und den Ausbau der erneuerbaren Energien abgehoben. Doch selbst diese Ausflucht endet in einer Sackgasse. Denn gerade auch Investitionen in Forschung stellen keineswegs ein Ruhmesblatt der Kanzlerschaft Schr&ouml;ders und auch nicht der sozialdemokratischen Regierungsbeteiligung in der Gro&szlig;en Koalition dar. Gemessen an der Wirtschaftskraft und real sind n&auml;mlich die Bildungsausgaben eher zur&uuml;ckgegangen.  <\/p><p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130410_SPD_Regierungsprogramm_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130410_SPD_Regierungsprogramm_01.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/03\/13\/wahlprogramm-der-spd-von-dieser-spd-mochte-ich-nicht-regiert-werden-vollstandiger-beitrag-nur-im-abonnement\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a> <\/p><p>Jenseits dieses Ablenkungsman&ouml;vers wird dann aber wieder die M&auml;r von der vermeintlich positiven Wirkung der Zusammenlegung der Arbeitslosen- mit der Sozialhilfe durch die &bdquo;Hartz-Gesetze&ldquo; aufgetischt. Damit soll &uuml;bert&uuml;ncht werden, dass die fr&uuml;here &bdquo;Arbeitslosenhilfe&ldquo; abgeschafft und auf das sog. soziokulturelle Existenzminimum der Bed&uuml;rftigenhilfe, also dem &bdquo;Arbeitslosengeld II&ldquo; abgesenkt wurde. <\/p><p>Was den jetzt einger&auml;umten Korrekturbedarf anbetrifft, soll der Eindruck erweckt werden, als handle es sich bei der um sich greifenden prek&auml;ren Besch&auml;ftigung um einen &bdquo;Missbrauch&ldquo; einer ansonsten nach wie vor richtigen politischen Entscheidung. Dabei leistete doch gerade dieser Wechsel vom Versicherungs- zum F&uuml;rsorgeregime der Abw&auml;rtsspirale Vorschub, mit der die L&ouml;hne nach unten ausfransten und Arbeit egal zu welchem Preis und zu welchen Bedingungen aufgezwungen werden sollten. (Vgl. Christoph Butterwegge <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16494\">&bdquo;Die Agenda 2010 &ndash; Begr&uuml;ndung und Legitimationsbasis f&uuml;r eine unsoziale Politik&ldquo;<\/a>) <\/p><p>War es etwa nicht der Bruch mit dem Prinzip der (relativen) Lebensstandardsicherung, das vormals in der Arbeitslosen-&bdquo;Versicherung&ldquo; angelegt war? Statt die fr&uuml;heren Sozialhilfeempf&auml;nger f&uuml;r den Arbeitsmarkt zu &bdquo;aktivieren&ldquo;, hat doch gerade der Sturz in die &bdquo;Sozialhilfe&ldquo; den nach einem langen Erwerbsleben unverschuldet arbeitslos gewordenen Arbeitnehmern ihre &bdquo;W&uuml;rde&ldquo; genommen? Hat nicht gerade dadurch die SPD ihre zentrale Rolle als &bdquo;Schutzmacht kleinen Leute&ldquo; verloren? Und hat nicht gerade dieser Vertrauensverlust zum Mitgliederschwund und zur Abkehr gerade der wirtschaftlich Benachteiligten beigetragen und schlie&szlig;lich zu den Wahlniederlagen gef&uuml;hrt? (Siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16779\">&bdquo;Wer sind die Nichtw&auml;hler?&ldquo;<\/a>)  <\/p><p>Wie will die SPD also das Ziel erreichen <em>&bdquo;Menschen unabh&auml;ngig von Transfers zu machen und Zug&auml;nge zu guter, sicherer und sozialversicherter Arbeit zu verhelfen&ldquo;<\/em> (S. 7), ohne dass man den zugrundeliegenden Mechanismus beseitigt oder wenigstens korrigiert, der gerade zu dem Zustand gef&uuml;hrt hat, den man nun zu korrigieren verspricht? <\/p><p>Wird im Text des Programms immerhin noch einger&auml;umt, dass <em>&bdquo;in diesem Prozess&ldquo;<\/em> (der Umwandlung der Arbeitslosenhilfe in eine Sozialhilfe) <em>&bdquo;Missbrauch&ldquo;<\/em> entstanden ist, sieht etwa der fr&uuml;here Arbeitsminister und heutige Erste B&uuml;rgermeister Hamburgs, Olaf Scholz, hingegen keinerlei Zusammenhang: <a href=\"http:\/\/www.olafscholz.de\/1\/pages\/index\/p\/5\/2159\">&ldquo;Ich bezweifle, dass die Agenda-Reformen die Ursache des Niedriglohnsektors sind&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Wie will man denn das &bdquo;Ziel&ldquo; der Bek&auml;mpfung der Niedrigl&ouml;hne glaubw&uuml;rdig vertreten k&ouml;nnen, wenn es in diesem Programm hei&szlig;t <em>&bdquo;Die Voraussetzungen f&uuml;r den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes sind von der SPD- Bundesregierung mit Gerhard Schr&ouml;der gelegt worden&ldquo;<\/em>, wo sich doch dieser gerade ger&uuml;hmt hat, <a href=\"http:\/\/www.gewerkschaft-von-unten.de\/Rede_Davos.pdf\">&bdquo;einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut zu haben, den es in Europa gibt&ldquo; [PDF]<\/a>?<\/p><p>Wie soll ein Kanzlerkandidat &bdquo;vor allem die Menschen wieder erreichen, die &uuml;berhaupt nicht mehr w&auml;hlen gehen&ldquo; (<a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/sigmar-gabriel\/kentert-die-spd-mit-steinbrueck-herr-gabriel-29897298.bild.html\">Gabriel im Interview mit der Bild am Sonntag<\/a>), der noch unl&auml;ngst in einem Interview mit der Wochenzeitung &bdquo;Zeit&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/06\/Interview-Steinbrueck-Wahlkampf\/komplettansicht\">bekr&auml;ftigt hat<\/a>, dass soziale Gerechtigkeit f&uuml;r ihn hei&szlig;e, eine Politik f&uuml;r jene zu machen, &bdquo;die etwas f&uuml;r die Zukunft des Landes leisten, die Leistung f&uuml;r sich und unsere Gesellschaft erbringen&ldquo;? <\/p><p>Hier zeigt sich das ganze Dilemma, in dem die SPD steckt. Anders als etwa Angela Merkel, die aus dem Schock des Stimmenverlustes und des unerwartet schlechten Abschneidens ihrer Partei bei der Bundestagswahl 2005 gelernt hat und sich (wenigstens im Ton) sang- und klanglos von dem marktradikalen &bdquo;Leipziger Programm&ldquo; verabschiedet hat, h&auml;lt die SPD geradezu in einer Art Nibelungentreue an den Grundz&uuml;gen der ihr von Gerhard Schr&ouml;der aufgezwungenen Programmatik fest. Die SPD hat aus der katastrophalen Niederlage bei der letzten Bundestagswahl keine radikalen Konsequenzen gezogen. Sie hat nichts oder nur wenig dazu gelernt. Das fing schon damit an, dass Frank-Walter Steinmeier sich nach der Wahlniederlage zum Fraktionsvorsitzenden machte und damit die aktuelle Politik gegen&uuml;ber dem Parteivorsitzenden interpretierte. Gefangen im vorausgegangenen Tun wurde eine wirkliche Oppositionsrolle nicht angenommen.<\/p><p><strong>Vertuschung der Auswirkungen vorausgegangenen Handelns<\/strong><\/p><p>Hier noch ein weiteres Beispiel f&uuml;r die die Vertuschung der Auswirkungen des vorausgegangenen politischen Handelns:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Das Risiko, arm zu werden, nicht mehr am Leben in der Gesellschaft teilnehmen zu k&ouml;nnen ist gr&ouml;&szlig;er geworden f&uuml;r viele Menschen, die weniger qualifiziert sind, l&auml;nger arbeitslos oder in unsicherer und niedrig bezahlter Arbeit besch&auml;ftigt sind, f&uuml;r Alleinerziehende, f&uuml;r Menschen die in ihrer Leistungsf&auml;higkeit eingeschr&auml;nkt oder behindert sind oder bereits in armen Familien aufwachsen in den vergangenen vier Jahren. Benachteiligungen bei Gesundheit, auf dem Arbeitsmarkt und bei der Bildung sind nicht &uuml;berwunden (S. 7)&hellip; Doch wir wissen genauso um die Interessen, N&ouml;te, Sorgen und Leidenschaften von Millionen Menschen in Deutschland, die Hoffnung und Vertrauen in eine starke Sozialdemokratie setzen. Diesen Menschen f&uuml;hlen wir uns zuallererst verpflichtet. F&uuml;r sie wollen wir Politik machen &ndash; mit dem &bdquo;Blick von unten&ldquo; und mit Leidenschaft und Beharrlichkeit.&ldquo; (S. 5)<\/p><\/blockquote><p>Das ist einerseits eine richtige Zustandsbeschreibung und andererseits ein erfreuliches Bekenntnis zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Der Haken daran ist nur, dass kaum ein Mensch glaubt, dass die <em>&bdquo;soziale und kulturelle Spaltung Deutschlands&ldquo;<\/em> (S. 9) erst <em>&bdquo;in den vergangenen vier Jahren&ldquo;<\/em> eingetreten ist. Kanzlerin Merkel konnte sich doch locker auf der Schockwelle surfen, die Gerhard Schr&ouml;der mit der Agenda-Politik ausgel&ouml;st hatte. <\/p><p>Gerade die W&auml;hlerklientel der SPD hat doch ganz konkret am eigenen Geldbeutel gesp&uuml;rt, dass von den wirtschaftlichen &bdquo;Erfolgen&ldquo; in den letzten 10 Jahren nichts bei ihr angekommen ist:<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130410_SPD_Regierungsprogramm_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130410_SPD_Regierungsprogramm_02.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><p>Wie glaubw&uuml;rdig ist es da, wenn sich die SPD in ihrem Regierungsprogramm r&uuml;hmt:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Voraussetzungen f&uuml;r den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes sind von der SPD- Bundesregierung mit Gerhard Schr&ouml;der gelegt worden&ldquo;. (S. 7)<\/p><\/blockquote><p>Oder:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die sozialdemokratische Politik in den Jahren 1998 bis 2009 hat Deutschland zu einem starkes Land mit gro&szlig;en Potentialen gemacht.&ldquo; (S. 7)<\/p><\/blockquote><p>Oder:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir haben unser Land zum Besseren ver&auml;ndert.&ldquo; (S. 4)<\/p><\/blockquote><p>Oder:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung habe den &bdquo;Reformstau&ldquo; &uuml;berwunden.&ldquo; (S. 4)<\/p><\/blockquote><p>Das ist doch nur die typische Propaganda des rechten Fl&uuml;gels der SPD, die auch in den konservativen Medien nur allzu gerne aufgegriffen wird, wenn sie die Sozialdemokratie in ihrem Gef&auml;ngnis einmauern wollen.<\/p><p>Bemerken Gabriel, Steinmeier und Steinbr&uuml;ck eigentlich nicht, dass sie nur um ihre fr&uuml;here Regierungst&auml;tigkeit in strahlendem Licht erscheinen zu lassen, der Lobhudelei der Merkel-Regierung Recht geben? Sie &uuml;bernehmen sogar die gleichen Floskeln: <em>&bdquo;Deutschland steht trotz der Krise gut da&ldquo;.<\/em> (S. 6) Meint man wirklich, dass man mit dem Nachbeten der Regierungspropaganda, eine Wechselstimmung im Lande erzeugen zu k&ouml;nne? <\/p><p><strong>Wettbewerbsf&auml;higkeit und Exportorientierung als Dogma<\/strong><\/p><p>Wo liegen die Unterschiede zur Wirtschaftspolitik der Bundesregierung, wenn auch die SPD in ihrem Programm auf die Exportorientierung der Wirtschaft setzt?<\/p><p><em>&bdquo;Als Exportland, dessen Arbeitspl&auml;tze davon abh&auml;ngen, dass vor allem in den anderen L&auml;ndern Europas deutsche Produkte gekauft werden, sp&uuml;rt unser Land die Folgen dieser immer gr&ouml;&szlig;er werdenden europ&auml;ischen Wirtschaftskrise.&ldquo;<\/em> (S. 10) Die simple Logik, dass gerade dadurch, dass wir als &bdquo;Exportland&ldquo; mit unserer aufgrund des Lohndumpings schwachen Binnennachfrage die anderen europ&auml;ischen L&auml;nder niederkonkurriert haben und sie dadurch erst in die Verschuldung und in die Krise getrieben haben, wird zwar erkannt (<em>&bdquo;Volkswirtschaften, die nicht mithalten konnten, versuchten sich Wohlstand &uuml;ber Schulden zu erkaufen.&ldquo;<\/em>), aber Konsequenzen werden daraus nicht gezogen.<\/p><p>Und wie passt diese Fixierung auf den Export wiederum mit Forderungen wie diesen zusammen:<\/p><blockquote><p>Wir m&uuml;ssen &bdquo;dauerhafte und exzessive wirtschaftliche Ungleichgewichte bek&auml;mpfen.&ldquo; (S. 22)<\/p><\/blockquote><p>Und:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die gerechte Beteiligung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Erfolg ist &ouml;konomisch notwendig zur St&auml;rkung der Binnennachfrage und ein unverzichtbarer Beitrag f&uuml;r mehr Verteilungsgerechtigkeit in unserem Land.&ldquo; (S. 17)<\/p><\/blockquote><p>Solche Widerspr&uuml;che finden sich am laufenden Band:<\/p><p>Auf der einen Seite ist f&uuml;r die SPD die Erhaltung der Wettbewerbsf&auml;higkeit oberstes Gebot:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir m&uuml;ssen in den Mitgliedstaaten und in Europa abgestimmte und gemeinsame Ma&szlig;nahmen f&uuml;r nachhaltiges Wachstum, Besch&auml;ftigung und Wettbewerbsf&auml;higkeit ergreifen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Oder: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Deutschland ist wirtschaftlich stark und wettbewerbsf&auml;hig auf den Weltm&auml;rkten.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Oder:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir wollen die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit der Wirtschaft, insbesondere der energieintensiven Industrie erhalten.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Oder:<\/p><blockquote><p>Man m&uuml;sse im globalen Wettbewerb &bdquo;besser sein wollen&ldquo; oder im &bdquo;internationalen Wettbewerb bestehen&ldquo; (S. 24)<\/p><\/blockquote><p>An vielen weiteren Stellen wird das hohe Lied auf die Wettbewerbsf&auml;higkeit gesungen. Solche T&ouml;ne kann man auch t&auml;glich von der Kanzlerin h&ouml;ren.<\/p><p>Auf der anderen Seite wird aber mit viel Emphase &uuml;ber die Ideologie der &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; geklagt:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Demokratisches Engagement, soziale, &ouml;kologische und wirtschaftliche Regeln galten als Hindernisse in diesem Wettbewerb, wurden zu unn&uuml;tzen Kostentreibern erkl&auml;rt, die es zu minimieren oder am besten ganz abzuschaffen galt.&ldquo; (S. 8)<\/p><\/blockquote><p>Oder: <\/p><blockquote><p>&bdquo;&Uuml;ber viele Jahre hat in unserem Land ein Lohnsenkungswettlauf stattgefunden.<br>\nDies ist das Ergebnis des Irrglaubens, dass sich Wettbewerbsf&auml;higkeit erh&ouml;ht, wenn sich die<br>\nArbeitsbedingungen der Menschen verschlechtern.&ldquo; (S. 17)<\/p><\/blockquote><p>Oder:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Dem kalten Wettbewerbseuropa muss endlich eine sozial verantwortlich handelnde EU entgegengesetzt werden.&ldquo; (S. 89)<\/p><\/blockquote><p><strong>Anhang:<\/strong><\/p><p>Solche Widerspr&uuml;che durchziehen das gesamte Regierungsprogramm auf den unterschiedlichsten Politikfeldern:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir werden daf&uuml;r sorgen, dass Gesundheit und Pflege wieder Kernaufgabe unseres Sozialstaates werden und nicht die Privatisierung dieser Aufgaben immer mehr zur Zwei- oder Dreiklassen-Gesellschaft f&uuml;hrt.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>&Uuml;ber das &bdquo;Gesundheitsmodernisierungsgesetz&ldquo; aus dem Jahr 2004, das den Versicherten h&ouml;here Zuzahlungen bei Heil- und Hilfsmittel sowie die Einf&uuml;hrung der Praxisgeb&uuml;hr bescherte, schweigt man sich aus. Warum sagt man nicht, was man an dem damaligen Gesetz r&uuml;ckg&auml;ngig machen oder ver&auml;ndern will? Warum hat man bei der R&uuml;cknahme der Praxisgeb&uuml;hr der FDP den Ansto&szlig; &uuml;berlassen?<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Politik der konservativen deutschen Bundesregierung hat alle L&auml;nder Europas zeitgleich in eine reine K&uuml;rzungs-und Austerit&auml;tspolitik ohne jeden Wachstumsimpuls gezwungen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Hat aber die SPD im Parlament nicht dem Fiskalpakt und der &bdquo;Sparpolitik&ldquo; zugestimmt? Wo bleibt ein konkreter Vorschlag f&uuml;r eine Wachstumspoliltik? Wo bleibt ein Investitionsprogramm?<br>\nIm Regierungsprogramm hei&szlig;t es vielmehr: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir stehen f&uuml;r die Einhaltung der Schuldenbremse!&ldquo; (S. 10) &bdquo;An erster Stelle steht der Schuldenabbau&ldquo;. (S. 57)<\/p><\/blockquote><blockquote><p>&bdquo;Wir werden Steuern sogar erh&ouml;hen m&uuml;ssen. Nicht alle Steuern f&uuml;r alle, aber einige Steuern f&uuml;r wenige. Noch nie mussten Verm&ouml;gende der Gesellschaft, die ihnen den Reichtum erm&ouml;glicht hat, so wenig zur&uuml;ckgeben wie heute&hellip;&ldquo; (S. 11)<\/p><\/blockquote><p>Gemessen an der sonstigen Detailbesessenheit des Programms, bleiben allerdings die Vorschl&auml;ge &uuml;ber eine Verm&ouml;genssteuer sehr blass:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir werden die Verm&ouml;genssteuer auf ein angemessenes Niveau heben&ldquo;. (S. 58)<\/p><\/blockquote><p>Und bei der Erbschaftssteuer plant man keine Anhebung, sondern will nur <em>&bdquo;die missbr&auml;uchliche Ausnutzung von steuerlichen Gestaltungsm&ouml;glichkeiten zugunsten weniger reicher Erben nicht l&auml;nger hinnehmen.&ldquo;<\/em> (S. 58)<\/p><p>Man scheut davor zur&uuml;ck die Abgeltungssteuer auf die Besteuerung mit dem pers&ouml;nlichen Einkommensteuersatz anzuheben und gibt sich mit einer Erh&ouml;hung von 25 auf 32 Prozent zufrieden. (S. 59) Wo bleibt eine R&uuml;cknahme fr&uuml;herer Steuerbeschl&uuml;sse, wonach die Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne beim Verkauf von Unternehmensanteilen?<\/p><p>Bei der Erh&ouml;hung der Einkommensteuer verstecken sich die Autoren des Programms noch versch&auml;mt hinter einem Vorschlag des von der SPD veranstalteten &bdquo;B&uuml;rgerkonvents&ldquo;. Danach soll der Spitzensteuersatz von 42 bzw. 45 Prozent auf 49 Prozent f&uuml;r zu versteuernde Einkommen ab 100.000 Euro bzw. ab 200.000 Euro bei Eheleuten angehoben werden.<br>\nZum (vermutlich nur wahltaktischen) Vorsto&szlig; der Ministerpr&auml;sidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer f&uuml;r eine Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes auf die H&ouml;he der &Auml;ra Helmut Kohl, n&auml;mlich auf 53 Prozent, f&auml;llt der SPD-Generalsekret&auml;rin Andrea Nahles nichts besseres ein als der Vorwurf: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article114763491\/Ungewoehnlicher-Vorstoss-aus-der-CDU-Steuern-rauf.html\">&bdquo;Man sollte das Kind nicht mit dem Bade aussch&uuml;tten&ldquo;<\/a>.<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir wollen, dass die &ouml;ffentliche Hand ausreichend personelle und inhaltliche Kompetenzen beh&auml;lt, damit kein Zwang zur Privatisierung und Auslagerung an private Anbieter entsteht.&ldquo; (S. 13)<\/p><\/blockquote><blockquote><p>&bdquo;Eine Zerschlagung und Privatisierung, auch Teilprivatisierung der Deutschen Bahn lehnen wir weiterhin ab.&ldquo; (S. 30)<\/p><\/blockquote><p>Das ist zwar erfreulich, das &bdquo;weiterhin&ldquo; h&auml;tte man sich allerdings der Ehrlichkeit halber sparen k&ouml;nnen, wer hatte den entgegen einem Parteitagsbeschluss schon ein Holding-Modell f&uuml;r die Bahn vorgeschlagen, wonach zumindest die T&ouml;chter der Bahn an die B&ouml;rse gehen sollten. Der damalige SPD-Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee unterst&uuml;tzt vom damaligen Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck sind doch nur deshalb mit ihrem Vorsto&szlig; gescheitert, weil der Ausbruch der Finanzkrise den B&ouml;rsengang <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3149\">verhindert hat<\/a>.<br>\nWas ist aber beim Thema Privatisierung insgesamt mit dem von Rot-Gr&uuml;n durchgesetzten &bdquo;&Ouml;PP-Beschleunigungsgesetz&ldquo;? Wo bleibt ein Korrekturvorschlag dazu  in diesem Programm?<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir wollen die Alterssicherung st&auml;rken. Die gesetzliche Rentenversicherung bleibt die<br>\nerste S&auml;ule der Alterssicherung und Grundlage f&uuml;r den Schutz vor Armut im Alter&ldquo;. (S. 68)&hellip;<\/p>\n<p>&bdquo;Wir werden das derzeitige Niveau bei den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung bis zum Ende des Jahrzehnts aufrechterhalten. 2020 gilt es neu zu bewerten, wie &uuml;ber die Wirkungen der Reformen auf dem Arbeitsmarkt im Hinblick auf Besch&auml;ftigung, Einkommen und Produktivit&auml;t, die Ankoppelung der Renten an die Erwerbseinkommen vorzunehmen ist.&ldquo; (S. 69)<\/p><\/blockquote><p>Das ist immerhin ein beachtlicher Schritt vorw&auml;rts. Aber weder wird an den &bdquo;Nachhaltigkeitsfaktor&ldquo; noch an die &bdquo;Riester-Treppe&ldquo; herangegangen, noch an die Rente mit 67. <\/p><p>Nach langen K&auml;mpfen hat die SPD-Linke hier wenigstens folgenden Vorbehalt in das Regierungsprogramm gedr&uuml;ckt:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir wollen nicht, dass sich die Anhebung des Renteneintrittsalters wie eine K&uuml;rzung der Renten auswirkt. Sie ist erst dann m&ouml;glich, wenn mindestens die H&auml;lfte der 60 &ndash; bis 64-j&auml;hrigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt sind und weitere Rentenanspr&uuml;che erwerben k&ouml;nnen. In diesem Sinne werden wir die &Uuml;berpr&uuml;fungsklausel im Gesetz anwenden.&ldquo; (S. 68)<\/p><\/blockquote><p>Doch ist das nicht nur ein Scheinerfolg? Zwar hat sich die Quote der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigten in der Altersgruppe der 60 &ndash; 65-J&auml;hrigen nach neusten Daten auf 29,3 Prozent <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/robuster-arbeitsmarkt-aeltere-arbeitskraefte-sind-so-gefragt-wie-nie-12135324.html\">erh&ouml;ht<\/a>, aber noch nicht einmal 10 Prozent der &uuml;ber 64-J&auml;hrigen haben eine solche Stelle. Die Gefahr dass die Rente mit 67 nicht eine K&uuml;rzung der Rente gewirkt, ist jedenfalls keineswegs gebannt und die Drohung sowie die Unsicherheit bleiben erhalten.  <\/p><p>Im &Uuml;brigen wird an der Riester-Rente festgehalten, die im Regierungsprogramm angestrebte Verbesserung der Kostentransparenz wird sich deren Rentabilit&auml;t und Sicherheit wird sich damit <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15244#more-15244\">nicht erh&ouml;hen<\/a>.<br>\nDie neu einzuf&uuml;hrende &bdquo;Solidarrente&ldquo; mit 40 Versicherungsjahren ist und bleibt bestenfalls ein Gnadenbrot f&uuml;r einen Bruchteil von Versicherten. Und die  &bdquo;Betriebsrente plus&ldquo; allenfalls ein Z&uuml;ckerchen f&uuml;r die Gewerkschaften aber kein Ausgleich f&uuml;r die Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent und f&uuml;r die zu erwartenden <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15244#more-15244\">Abschl&auml;ge der Rente mit 67<\/a>.  <\/p><p><strong>Zum Positiven:<\/strong><\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Folgen unverantwortlicher Spekulationen auf diesen Finanzm&auml;rkten sind es gewesen, die zu einer dramatisch gestiegenen Staatsverschuldung in Europa gef&uuml;hrt haben. Nicht zuletzt deshalb muss der Finanzsektor jetzt auch dazu beitragen, diese Schulden wieder abzutragen.&ldquo; (S. 10)<\/p><\/blockquote><blockquote><p>&bdquo;Das Zeitalter des Marktradikalismus ist zu Ende. Die Ideologie von Konservativen und Neoliberalen, die M&auml;rkte sorgten schon selbst f&uuml;r das Gemeinwohl und die Steigerung des Wohlstands, ist sp&auml;testens unter den Tr&uuml;mmern der weltweiten Finanzkatastrophe begraben worden.<br>\nKein Finanzmarktakteur, kein Finanzprodukt und kein Markt darf in Zukunft unreguliert sein.&ldquo; (S. 12)<\/p><\/blockquote><p>Sch&auml;dliche Finanzprodukte verbieten, den Hochfrequenzhandel einschr&auml;nken, Spekulation unterbinden.<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wohlstand und der Erfolg unserer Wirtschaft bemisst sich f&uuml;r uns nicht allein am Bruttosozialprodukt, sondern auch an einem hohen Besch&auml;ftigungsstand und einer m&ouml;glichst ausgeglichenen Leistungsbilanz.&ldquo; (S. 13)<\/p><\/blockquote><blockquote><p>Bek&auml;mpfung der Steuerhinterziehung, z.B. &bdquo;automatischen Auskunftsaustausch in Europa zum Standard machen&ldquo;.<\/p><\/blockquote><blockquote><p>&bdquo;Prek&auml;re Arbeit wollen wir &uuml;berwinden, einen fl&auml;chendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einf&uuml;hren und &uuml;ber eine St&auml;rkung des Tarifsystems gerechte L&ouml;hne erm&ouml;glichen. F&uuml;r gleiche und gleichwertige Arbeit muss gleicher Lohn gezahlt werden&hellip;<br>\n&bdquo;&Uuml;ber viele Jahre hat in unserem Land ein Lohnsenkungswettlauf stattgefunden. Dies ist das Ergebnis des Irrglaubens, dass sich Wettbewerbsf&auml;higkeit erh&ouml;ht, wenn sich die Arbeitsbedingungen der Menschen verschlechtern.&ldquo;&hellip;<br>\n&bdquo;Tariftreue werden wir daher genauso wie soziale Kriterien (Entgeltgleichheit und Frauenf&ouml;rderung) zu einem verbindlichen Kriterium bei der Vergabe &ouml;ffentlicher Auftr&auml;ge machen.&ldquo;&hellip;<br>\n&bdquo;Das Prinzip des gleichen Lohns f&uuml;r gleiche Arbeit und der gleichen Arbeitsbedingungen f&uuml;r Leiharbeitsbesch&auml;ftigte&hellip;&ldquo;<br>\nDie M&ouml;glichkeit der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen wollen wir abschaffen&hellip;&ldquo;<br>\n&bdquo;Mittelfristig einen &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigungssektor&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Energiewende:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Senkung der Stromsteuer&ldquo;; die St&auml;rkung dezentraler Strukturen mit einem wesentlichen Gestaltungsauftrag f&uuml;r die Kommunen und ihre Unternehmen&ldquo;&hellip;<\/p><\/blockquote><p>Bildung:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Geb&uuml;hrenfreie Bildung von der Kita bis zur Hochschule&hellip;<br>\nWir wollen, dass alle Menschen von Anfang an gleiche Chancen haben, ihr Potential zu entwickeln&hellip;&ldquo;<br>\n&bdquo;Betreuungsgeld abschaffen. Die bis zu 2 Mrd. Euro, die daf&uuml;r mittelfristig j&auml;hrlich anfallen w&uuml;rden, werden wir komplett in den Ausbau von Kitas und Tagespflege investieren&hellip;<br>\n&bdquo;Gemeinsam mit den L&auml;ndern wollen wir schrittweise jedem, der m&ouml;chte, einen Ganztagsplatz anbieten &ndash; egal wo und in welcher Schulform.&ldquo;<br>\n&bdquo;Bund soll Gesetzgebungskompetenz f&uuml;r Bildung bekommen durch Grundgesetz- &Auml;nderung&ldquo;<br>\n&bdquo;J&auml;hrlich 20 Mrd. Euro mehr f&uuml;r Bildung&ldquo;.<br>\n&bdquo;Ausweitung des Hochschulpakts..&ldquo;<br>\n&bdquo;Ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelor-Studium ist eine allgemeine Master-Zugangsberechtigung&hellip;<br>\n&bdquo;Geb&uuml;hrenfreies Studium&ldquo;<br>\n&bdquo;Grundfinanzierung der Hochschulen st&auml;rken&hellip;&ldquo;<br>\n&bdquo;Guten Arbeit&ldquo; muss auch in Wissenschaft und Forschung gelten&hellip;&ldquo;<br>\n&bdquo;Zus&auml;tzliche Stellen in allen Personalkategorien: Professuren, Juniorprofessuren und akademischer Mittelbau&hellip;&ldquo;<\/p><\/blockquote><blockquote><p>&bdquo;Wir wollen auch auf europ&auml;ischer Ebene sicherstellen, dass Kommunen selber entscheiden k&ouml;nnen, wie sie ihre &ouml;ffentlichen Aufgaben erbringen. Wasserversorgung, Abwasser- und M&uuml;llentsorgung, Personennahverkehr, Flugh&auml;fen und Flugsicherung, wichtige Gesundheits- und Sozialdienste und der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk dienen dem Gemeinwohl. Wir werden uns Vorhaben, die einen Zwang zur Privatisierung beinhalten, entgegenstellen&hellip;.&ldquo;<\/p><\/blockquote><blockquote><p>&bdquo;Parlamentarisierung der EU&ldquo;&hellip; Regierung, Europaparlament und der Rat der Mitgliedsstaaten haben jeweils das Recht eigene Gesetzesinitiativen zu starten&hellip;<\/p><\/blockquote><blockquote><p>&bdquo;Wir treten nachdr&uuml;cklich daf&uuml;r ein, dass zivile Krisenpr&auml;vention und Konfliktregelung wieder Vorrang in der deutschen und europ&auml;ischen Au&szlig;enpolitik haben&hellip;&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 14. April findet in Augsburg ein au&szlig;erordentlicher Bundesparteitag der SPD in Augsburg statt. Dort soll das <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/linkableblob\/92664\/data\/20130311_regierungsprogramm_2013.pdf;jsessionid=CE196AF213B90C93788A503B2D10B7E6\">&bdquo;Regierungsprogramm&ldquo; [PDF &ndash; 850 KB]<\/a> der SPD und des Kanzlerkandidaten beschlossen werden. 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