{"id":16865,"date":"2013-04-12T16:47:53","date_gmt":"2013-04-12T14:47:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865"},"modified":"2013-04-12T16:47:53","modified_gmt":"2013-04-12T14:47:53","slug":"hinweise-des-tages-ii-102","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h01\">Steueroasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h02\">Zypern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h03\">Achtung: Kreditschock in Spanien!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h04\">Hartz IV: So dreist l&uuml;gt die Welt am Sonntag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h05\">Erste Deflation in Griechenland seit 45 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h06\">Lob der Steuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h07\">Gesetzentwurf zur Entlastung &uuml;berschuldeter Krankenversicherter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h08\">Spinnennetz der Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h09\">Der 1001. Zufall oder Beihilfe zu Mord<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h10\">North Korea: why the world needs a ghoul<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h11\">SPD-Regierungsprogramm: Steinbr&uuml;cks Gerechtigkeitsattrappen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h12\">Studenten wollen keine Werbeauftritte von de Maizi&egrave;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h13\">FiBS-Prognose zeigt Mehrbedarf: Bis 2020 fehlen noch 24 Milliarden Euro im Hochschulsystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h14\">Die eurofeindlichen Enten der Boulevardpresse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h15\">Tipp: Die aktuelle Ausgabe von Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865#h16\">Umfairteilen-Aktionstag<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16865&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steueroasen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Offshore-Leaks&ldquo; zeigt: Druck machen hilft!<\/strong><br>\nMalediven, Mauritius, Cayman Islands &ndash; was f&uuml;r Steuern Zahlende nach exotischem Traumurlaub klingt, treibt richtig Reichen seit &bdquo;Offshore-Leaks&ldquo; den Schwei&szlig; auf die Stirn, auch ohne am Pool zu liegen. Ob strafbare Steuerhinterziehung oder legale, aber aggressive Steuerumgehung: Klar ist, dass die Politik ihre Verantwortung f&uuml;r den bisher viel zu laxen Kampf gegen Steuervermeidung endlich ernster nehmen muss. F&uuml;r die, die jetzt &bdquo;Wir tun was&ldquo; inszenieren, galt noch vor wenigen Monaten das von Schweizer Bankiers vorgezeichnete und zu Recht am Bundesrat gescheiterte Steuerabkommen noch als das H&auml;rteste, was man Steuerbetr&uuml;gern antun kann.<br>\nEs zeichnet sich ab, dass &bdquo;Gerechtigkeit&ldquo; das zentrale Thema des Wahlkampfes wird und der &ouml;ffentliche Druck allm&auml;hlich Wirkung zeigt. So hat Finanzminister<br>\nSch&auml;uble reagiert und mit seinen Kollegen aus Italien, Frankreich, Spanien und Gro&szlig;britannien ein Pilotprojekt f&uuml;r den automatischen Informationsaustausch &uuml;ber Steuerdaten mit den USA in Angriff genommen. Auch auf europ&auml;ischer Ebene tut sich was. Die EU hat einen Aktionsplan gegen Steuerbetrug und -hinterziehung vorgestellt und will Rohstoffkonzernen die abgabenfreie Auspl&uuml;nderung der am wenigsten entwickelten L&auml;nder der Erde erschweren. Erst vor wenigen Tagen k&uuml;ndigte die luxemburgische Regierung an,  das Land wolle nicht mehr auf Bankkunden bauen, die Steuern sparen wollen und deshalb werde sie das Bankgeheimnis lockern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/14_2013_klartext_offshore-leaks_zeigt_druck_machen_hilft.pdf\">DGB klartext [PDF &ndash; 123.6 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Kaimane in Delaware<\/strong><br>\nGewisse Karibikinseln sind der Inbegriff aller Steuerparadiese. Doch eine der besten Adressen f&uuml;r Briefkastenfirmen und kontrollscheue Hedgefonds ist eine Stadt im Nordosten der USA.<br>\nRund 27 Prozent aller Hedgefonds dieser Welt sind juristisch in Delaware angesiedelt. Damit liegt der US-Bundesstaat auf Platz zwei der Heuschrecken-Liga, noch vor den British Virgin Islands und Bermuda, wo 7 respektive 5 Prozent aller Hedgefonds registriert sind. Bei diesen beiden Gebieten handelt es sich &ndash; wie bei den Kaiman-Inseln &ndash; um sogenannte British Overseas Territories. Alle drei haben also ein eigenes Rechsitzentssystem und genie&szlig;en eine weitgehende innenpolitische Autonomie, unter anderem bei der Steuergesetzgebung. In letzter Instanz unterstehen sie aber dem britischen Staatsoberhaupt, der Queen. Insgesamt haben damit fast 80 Prozent aller Hedgefonds ihr rechtliches Domizil in Gebieten, die der Souver&auml;nit&auml;t Gro&szlig;britanniens oder der USA unterliegen&hellip;.<br>\nDie City of London liegt im Wettbewerb um den Titel des weltgr&ouml;&szlig;ten Finanzzentrums Kopf an Kopf mit der New Yorker Wall Street. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand Finanzpl&auml;tze wie Hongkong oder Tokio und noch weit dahinter Frankfurt. Diese Dominanz wird auch deutlich, wenn man sich anschaut wo, Hedgefonds-Manager arbeiten. Allein in der Region New York\/Boston sind gesch&auml;tzte 64 Prozent t&auml;tig, weitere 21 Prozent arbeiten in London. Insgesamt sind fast 90 Prozent aller weltweiten Hedgefonds-Manager in den USA und Gro&szlig;britannien ans&auml;ssig, zahlen also auch ihre Steuern in diesen beiden Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2011\/01\/14\/a0050.text\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><strong>J&auml;ger wider Willen<\/strong><br>\nFinanzminister Sch&auml;uble gef&auml;llt sich in einer neuen Rolle. Nach dem &ldquo;Terminator&rdquo; in Zypern spielt er nun den &ldquo;Robin Hood der ehrlichen Steuerzahler&rdquo; in Deutschland. Mit Weitsicht und Beharrlichkeit habe er im Kampf gegen Steuerflucht und Bankgeheimnis mehr erreicht als sein Amtsvorg&auml;nger Steinbr&uuml;ck, der die Kavallerie in die Schweiz schicken wollte, br&uuml;stet sich Sch&auml;uble.<br>\nAber der Minister schm&uuml;ckt sich mit fremden Federn. Dass Luxemburg endlich das Bankgeheimnis lockern will, hat wenig mit seiner Politik und viel mit Druck aus den USA zu tun. &ldquo;Wir knicken nicht unter preu&szlig;ischem Druck&rdquo; ein, sagte Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker nach der &uuml;berraschenden Entscheidung. Indirekt gab er damit auch zu verstehen, wie viel er von seinem &ldquo;Freund&rdquo; Sch&auml;uble h&auml;lt.<br>\nDie Offshore-Leaks, also die Enth&uuml;llungen &uuml;ber Finanzparadiese auf fernen Inseln, verst&auml;rken den Druck nun zus&auml;tzlich. Sch&auml;uble hingegen hatte sich jahrelang zur&uuml;ckgelehnt. Dass er &uuml;berhaupt auf das Thema Steuerflucht aufsprang, hat wohl mehr mit dem deutschen Wahlkampf zu tun als mit eigener &Uuml;berzeugung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2013\/04\/12\/a0113\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Kunst des Armrechnens<\/strong><br>\nUnternehmen nennen ihre Steuersparmodelle Double Irish und Dutch Sandwich, Kritiker sprechen von Steuervermeidungstaktiken: Wie internationale Konzerne ihre Steuerlast mindern &ndash; und wie ein strengeres Bilanzrecht das einfach &auml;ndern k&ouml;nnte&hellip;<br>\nDer Softwarekonzern Google etwa erwirtschaftete 2010 rund 5,8 Milliarden Euro. Die Steuerlast freilich betrug lediglich 174 Millionen Dollar. Und das alles ganz legal. Das Verfahren hei&szlig;t unter Steuerrechtlern Double Irish oder Dutch Sandwich. Google etwa hat in Irland gleich zwei Tochterfirmen registriert. Die eine zahlt an die andere &uuml;bertriebene Gagen f&uuml;r Lizenzgeb&uuml;hren und rechnet sich arm. Die zweite Tochter hat eine Mutter auf den Bermudas und geht fast steuerfrei aus. Schaltet man noch eine niederl&auml;ndische Stiftung dazwischen wird es noch g&uuml;nstiger&hellip;<br>\nGr&uuml;nen-Politiker Giegold ist sauer auf die Bundesregierung und Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble. &bdquo;In der Heimat dringt er auf ein Austrocknen der Steueroasen, aber in Br&uuml;ssel l&auml;sst er die Chancen dazu verstreichen&ldquo;, sagt Giegold. &bdquo;Wenn es Sch&auml;uble ernst ist mit dem Trockenlegen &ndash; dann kann er in Deutschland schon mal eine l&auml;nderbezogene Berichterstattung im Bilanzrecht einf&uuml;hren. Daran hindert ihn niemand.&ldquo; Auch im Steuerrecht k&ouml;nne die Bundesregierung sofort handeln und nach britischem und amerikanischem Vorbild vom Freistellungs- auf das Anrechnungsprinzip umstellen. Das w&uuml;rde Firmen das Armrechnen erschweren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/steueroasen-die-kunst-des-armrechnens,1472596,22345026.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Offshore-Leaks: Nur ein paar Routinefragen &hellip;<\/strong><br>\nW&auml;hrend die beteiligten Medien stolz ihren &ldquo;Scoop&rdquo; aufbereiten, stellen manche Beobachter Fragen. Woher kamen die Daten? Wem n&uuml;tzen sie? Und: K&ouml;nnte es sein, dass das &ldquo;Datenleck&rdquo; gar keines ist?<br>\nJournalismus beginnt ja eher selten mit dem Sortieren von Datens&auml;tzen. Meist beginnt er mit dem Stellen bl&ouml;der Fragen. Von zehn solchen Fragen f&uuml;hren neun in die Irre, doch eine verfolgt m&ouml;glicherweise eine vielversprechende Spur. Ganz wie beim Tatort. Dort sagen die Ermittler oft entschuldigend: Tut uns leid, aber wir m&uuml;ssen solche Fragen stellen. Reine Routinefragen.<br>\nZun&auml;chst die bekannten Fakten: Man habe, so die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo;, 260 Gigabyte Datenmaterial zur Pr&uuml;fung bekommen! Per Post. 86 Journalisten aus 46 L&auml;ndern h&auml;tten die Daten in einer 15-monatigen &ldquo;Mammutrecherche&rdquo; (= Datenaufbereitung) lesbar gemacht. Eine tolle Teamleistung. Oder, wie es einer der Beteiligten offen ausdr&uuml;ckte: &ldquo;Ein Gegenentwurf zu Wikileaks.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1363707560925\/Offshore-Leaks-Nur-ein-paar-Routinefragen\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zypern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Niels Kadritzke: Zypern tr&auml;umt vom Erdgas<\/strong><br>\nDie Idee hat viele besoffen gemacht. Zypern ist reich, eigentlich. Der kleine Inselstaat im &ouml;stlichen Mittelmeer kann mit seinen &ndash; zuerst vermuteten, dann best&auml;tigten, dann hochgerechneten &ndash; Erdgasvorkommen bis zu 50 Milliarden Euro einnehmen.<br>\nDie mutma&szlig;liche Gas-Bonanza hat seit 2005 die Fantasie der griechischen Zyprioten ebenso befl&uuml;gelt wie die Wahlversprechen ihrer Politiker. Wie ein Geschenk des Himmels erschien der ungehobene Schatz, als der neu gew&auml;hlte Pr&auml;sident Nikos Anastasiades und sein Finanzminister versuchten, das zypriotische Bankensystem zu retten und den Zyprioten genau jene Rezeptur zu ersparen, die ihnen am Ende von der Troika verpasst wurde. Der viel beschworene Plan B, mit dem er diese Rosskur abwenden wollte, basierte auf der Ausgabe neuer Staatsanleihen, deren Bonit&auml;t vor allem durch die erwarteten Einnahmen aus der Erdgasf&ouml;rderung gesichert sein sollte. Auch der Versuch von Finanzminister Michalis Sarris, in Moskau einen K&auml;ufer f&uuml;r die bankrotte Laiki-Bank aufzutreiben, beruhte auf der Hoffnung, ein Institut wie die Gazprom-Bank lie&szlig;e sich durch die Aussicht auf ein lukratives Gasgesch&auml;ft k&ouml;dern&hellip;<br>\nTr&auml;ume und Albtr&auml;ume sind eine Sache, die Realit&auml;t eine andere. Es gibt das Gas, gewiss. Aber wie viele Einnahmen es bringen wird, ist ebenso offen wie die Frage, wie, auf welchem Weg und vor allem wann es auf dem globalen Energiemarkt abgesetzt werden kann. Und ob &uuml;berhaupt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/04\/12.mondeText1.artikel,a0009.idx,8\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><strong>Falsche Wahrheiten &uuml;ber Zypern<\/strong><br>\nTrotz aller Emp&ouml;rung: Die Steueroasen werden sich noch lange halten, denn sie haben die internationalen Gro&szlig;banken auf ihrer Seite. Nur in Zypern wurde das Gesch&auml;ftsmodell widerstandslos zerschlagen, weil die lokalen Banker es l&auml;ngst ruiniert hatten. Die Folgen sind dennoch fatal&hellip;<br>\nIn den Medien wird bereits heftig diskutiert, ob Zypern aus der Eurozone austreten soll. Die R&uuml;ckkehr zum Zypernpfund ist keine leichte Option, denn das Land w&auml;re angesichts seiner Euro-Schulden sofort bankrott. Zudem best&uuml;nde die Gefahr einer Hyperinflation mit gravierenden politischen Konsequenzen, die sich auch auf die EU-Mitgliedschaft Zyperns auswirken k&ouml;nnten. Dennoch ist in der aktuellen Situation, die sich politisch und wirtschaftlich noch versch&auml;rfen kann, eine solche Entwicklung nicht auszuschlie&szlig;en. Das zuk&uuml;nftige Wirtschaftsmodell Zyperns d&uuml;rfte sich vom alten nicht radikal unterscheiden. Das Land wird eine Dienstleistungs&ouml;konomie bleiben, und auch ein regionales Finanzzentrum, wenn auch in kleineren Dimensionen. Der Tourismussektor wird wohl an Bedeutung gewinnen, ebenso wie einzelne industrielle Nischenbereiche und Dienstleistungen in Bereichen wie Reedereimanagement, Gesundheits- und Bildungswesen. Ob die Hoffnungen auf eine k&uuml;nftige Erdgasf&ouml;rderung realistisch sind, ist noch nicht abzusehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/04\/12.mondeText1.artikel,a0007.idx,1\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><strong>Euroschuldenkrise: Die Zypern-Mathematik<\/strong><br>\nDie Zahlenverliebtheit der Troika kann die Glaubw&uuml;rdigkeit von Regierung und Beh&ouml;rden nicht ersetzen<br>\nIn der Algebra nennt man das: eine Gleichung erweitern &ndash; und in der Euroschuldenkrise: die &uuml;bliche Murkserei verl&auml;ngern. Finanzierungsbedarf Zypern, vorerst letzter Stand: 23 Milliarden und drei Jahre Sanierung. Anders als bisher angenommen, kalkuliert und wild debattiert, ist das Finanzloch auf der Insel nicht 17,5 Milliarden Euro gro&szlig;, sondern noch 5,5 Milliarden gr&ouml;&szlig;er.<br>\nDas muss zwischen dem letzten Eurofinanzministertreffen zum Thema Zypern Ende M&auml;rz und jetzt also irgendjemandem in Br&uuml;ssel oder in Nikosia aufgefallen sein. Aber es ist nicht ganz so schlimm: Das Loch ist zwar gr&ouml;&szlig;er, aber die &ldquo;Einnahmen&rdquo; durch die Abschr&ouml;pfung hoher Geldeinlagen bei den zwei Gro&szlig;banken auf Zypern &ndash; Laiki und BOC &ndash; sind es auch. Steht in einem Papier der EU-Kommission.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1363707682319\/Die-Zypern-Mathematik\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>A way to help pay for Cyprus&rsquo; bailout? Plus a note on Liechtenstein<\/strong><br>\nFrom the excellent series of reports on Cyprus&rsquo; richest man, John Fredriksen, in Norway&rsquo;s Dagens N&aelig;ringsliv (DN.NO &ndash; see my earlier blog on this, which I think explains a lot of things about Cyprus that has eluded the large majority of the world&rsquo;s media).<br>\nNorwegian-born Fredriksen is a shipping tycoon whom Forbes described as &ldquo;King of the tanker trade.&rdquo; He became a Cypriot citizen in 2006 to benefit from Cypriot tax laws even though he reportedly lives in The Old Rectory in Chelsea in the UK, which has at least ten bedrooms, a ballroom and gym. The Sunday Times rich list describes him as Britain&rsquo;s seventh richest man.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taxjustice.blogspot.de\/2013\/04\/a-way-to-help-pay-for-cyprus-bailout.html\">TJN<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Achtung: Kreditschock in Spanien!<\/strong><br>\nEs ist schon traurig, wie derzeit in Deutschland einige Nebelkerzen (z.B. die EZB-Verm&ouml;gensumfrage) den Blick auf das konjunkturelle Drama tr&uuml;ben, das sich vor unserer Haust&uuml;r abspielt. Die folgende Grafik verspricht nichts Gutes f&uuml;r Spanien. Hier ist der Kreditimpuls des Privatsektors dargestellt.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130411-es-kreditimpuls.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Zu sehen ist die Ver&auml;nderung der Nettoneuverschuldung der privaten Haushalte und der Unternehmen (Kreditimpuls = orange) sowie die private Binnennachfrage (blau), also ohne den Staat. Der Kreditimpuls gibt an, wie stark die Kreditexpansion die Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft treibt oder wie stark der Schuldenabbau die Wirtschaftsentwicklung bremst &ndash; eine ausf&uuml;hrliche Erkl&auml;rung findet sich hier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2013\/04\/11\/kreditschock-in-spanien\/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=kreditschock-in-spanien\">WeitwinkelSubjektiv<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hartz IV: So dreist l&uuml;gt die Welt am Sonntag<\/strong><br>\nWas &hellip; im Artikel  &ldquo;Warum sich jemand bewusst f&uuml;r Hartz IV entscheidet&ldquo; am 8.4.2013 publiziert wurde, ist ungewollt von einer derartig satirischen Qualit&auml;t, dass es eine genauere Betrachtung verdient.\n<ol>\n<li>Der Online-Bankauszug am Anfang des Artikels ist v&ouml;llig unglaubw&uuml;rdig, pure Phantasie. Weder der Regelsatz stimmt, noch das Auszahlungsdatum, geschweige denn der Auftraggeber.<\/li>\n<li>G&auml;be es eine Frau Sandra M&uuml;ller in Berlin, w&uuml;rde dieser sp&auml;testens nach diesem Artikel s&auml;mtliche ALG II-Leistungen gestrichen. Hierbei handelt es sich um Sozialbetrug, da sie eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben hat, obwohl sie &ouml;ffentlich erkl&auml;rt, nie wieder arbeiten zu wollen. Dann stehen ihr auch keine Leistungen zu.<\/li>\n<li>Hartz IV beantragt man nicht beim Sozialamt.<\/li>\n<li>Derartige Qualifizierungsma&szlig;nahmen sind im ALG-II System nicht vorgesehen, vern&uuml;nftige Fortbildungen m&uuml;ssen vor den Sozialgerichten m&uuml;hsam erk&auml;mpft werden.<\/li>\n<li>410 Euro Miete liegen &uuml;ber dem Satz. Frau M&uuml;ller m&uuml;sste sich eine neue Bleibe suchen.<\/li>\n<li>Frau M&uuml;ller sammelt flei&szlig;ig Pfandflaschen, f&uuml;r 30 St&uuml;ck bekommt sie angeblich 7,50 Euro. 25 Cent gibt es jedoch nur f&uuml;r Dosen und dieses Gesch&auml;ftsmodell haben bereits viele Berliner\/innen f&uuml;r sich entdeckt. Die liegen nicht lange herum!<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das ganze M&auml;rchen ist so etwas von absurd und unfreiwillig komisch&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/harald-blumenau\/hartz-iv-so-dreist-luegt-die-welt-am-sonntag\">der Freitag Community<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Erste Deflation in Griechenland seit 45 Jahren<\/strong><br>\nIn Griechenland gibt es seit langem eine tiefe Rezession &ndash; jetzt gibt es erstmals seit 1968 auch eine Deflation. Die Preise f&uuml;r Waren und Dienstleistungen lagen nach Angaben des Statistikamts im M&auml;rz durchschnittlich um 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats.<br>\nEine Abw&auml;rtsspirale mit sinkenden Preisen auf breiter Front gilt allerdings als gef&auml;hrlich: Die Verbraucher setzen darauf, dass die Waren immer g&uuml;nstiger werden und halten sich mit ihren Ausgaben zur&uuml;ck. In der Folge bleiben die Firmen auf ihren Produkten sitzen und m&uuml;ssen letztlich Mitarbeiter entlassen, was den Konsum weiter dr&uuml;ckt. Japan etwa kommt seit fast zwei Jahrzehnten nicht aus der Deflation heraus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/griechenland-deflation100.html\">Tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lob der Steuer<\/strong><br>\nWie unser Abgabensystem privaten Reichtum f&ouml;rdert und das Gemeinwesen verarmen l&auml;sst.<br>\nDen innereurop&auml;ischen Steuersenkungswettlauf wiederum k&ouml;nnte die EU theoretisch ganz einfach durch einen einheitlichen Mindeststeuersatz beenden. Das war jedoch gegen die Front der Steuerdumpingl&auml;nder von Irland bis Estland nie durchzusetzen. Deshalb wird neuerdings die Idee einer einheitlichen Bemessungsgrundlage diskutiert. Hinter diesem technischen Begriff verbirgt sich eine einfache Idee: Es wird da besteuert, wo auch produziert wird. Wenn etwa ein internationaler Konzern die H&auml;lfte seiner Aktivit&auml;ten in Deutschland angesiedelt hat (gemessen an Ums&auml;tzen, Besch&auml;ftigten und investiertem Kapital), soll der deutsche Fiskus auch die H&auml;lfte des Konzerngewinns besteuern k&ouml;nnen &ndash; auch wenn der Konzern in seiner Steuerbilanz behauptet, diese Gewinne allesamt am Zugersee erwirtschaftet zu haben.<br>\nDer zentrale Vorteil dieses Systems: Eine Gewinnverschiebung lohnt sich nicht mehr, weil sich das Finanzamt dann nicht mehr darum schert, wo der Konzern seine Gewinne ausweist, sondern nur noch darum, wo er wirklich produziert. Ein weiterer Vorteil ergibt sich f&uuml;r die Unternehmen selbst, vor allem f&uuml;r kleinere Firmen ohne gro&szlig;e Finanzabteilungen. Sie brauchen nicht mehr das Steuerrecht aller 27 EU-Staaten zu studieren und bis zu 27 verschiedene Steuerbilanzen anzufertigen. Statt Steuern k&ouml;nnen sie nun Verwaltungskosten sparen.<br>\nWenn jetzt noch ein Unternehmen Steuern sparen will &ndash; sagen wir in Rum&auml;nien mit seiner Flat Tax von nur 16 Prozent, dann muss es wirklich mit seiner Produktion dorthin umziehen &ndash; mit allen Konsequenzen wie Korruption und mieser Infrastruktur. Das werden sich die meisten gut &uuml;berlegen. Mit niedrigen Steuers&auml;tzen allein wird ein Land unter diesem System kaum noch einen Investor locken k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2009\/10\/09\/a0031.text\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gesetzentwurf zur Entlastung &uuml;berschuldeter Krankenversicherter<\/strong><br>\nK&uuml;nftig soll der S&auml;umniszuschlag f&uuml;r nicht gezahlte Beitr&auml;ge von bisher f&uuml;nf Prozent auf ein Prozent pro Monat gesenkt werden.<br>\nZudem soll das Gesetz den Abbau vorhandener Schulden erleichtern. In der privaten Krankenversicherung wird ein Notlagentarif von 100 Euro pro Monat eingef&uuml;hrt&hellip;<br>\nWird der Kabinettsbeschluss Gesetz, gilt die Zinsabsenkung lediglich f&uuml;r k&uuml;nftige F&auml;lle&hellip;<br>\nAdolf Bauer vom Sozialverband Deutschland vermisst eine Neuregelung f&uuml;r bereits angefallene Zuschl&auml;ge. Martina Bunge von der LINKEN im Bundestag &auml;rgert die Bevorzugung privat Versicherter&hellip;<br>\nStatt die Probleme an der Wurzel zu packen, betreibe Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) Flickschusterei, findet Hilde Mattheis von der SPD-Bundestagsfraktion. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Ersatzkassenverbandes, weist darauf hin, dass die Milliardenbeitragsr&uuml;ckst&auml;nde zu Lasten der &uuml;brigen Beitragszahler gingen und vom Staat kompensiert werden m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/818381.gesetzentwurf-zur-entlastung-ueberschuldeter-krankenversicherter.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Spinnennetz der Macht<\/strong><br>\nNebenverdienste, Parteienspenden, Lobbyismus: Autor J&uuml;rgen Roth forscht nach in dem &ldquo;Spinnennetz&rdquo;, das imstande ist, die Grenzen zwischen Politik, Exekutive und Justiz auszuhebeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/index.php?display=1&amp;mode=play&amp;obj=35843\">3sat Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der 1001. Zufall oder Beihilfe zu Mord<\/strong><br>\nIn Kassel ereignete sich am 6. April 2006 der neunte Mord, der dem Nationalsozialistischen Untergrund\/NSU zugeordnet wird. W&auml;hrend der Mord an Halit Yozgat aus kriminalistischer Sicht professionell und kaltbl&uuml;tig ausgef&uuml;hrt wurde, scheinen alle Umst&auml;nde drum herum &ndash; wieder einmal &ndash; dem puren Zufall geschuldet zu sein. Zu diesem z&auml;hlt wohl auch, dass abermals ein Mord ins &rsaquo;ausl&auml;ndische Milieu&lsaquo; abgeschoben wurde. Dass &raquo;nie Richtung Rechtsextremismus ermittelt wurde&laquo; (FR vom 24.11.2011) bekommt im Mordfall Kassel eine besondere Bedeutung. H&auml;tte man dies getan, w&auml;re man u.a. auf den Escortservice des Verfassungsschutzes f&uuml;r Neonazis gesto&szlig;en&hellip;.<br>\nWenn der hessische Verfassungsschutzmitarbeiter Andreas Temme in wesentlichen Punkten eine Falschaussage gemacht hat, wenn der Neonazi und V-Mann, mit dem der VS-Mitarbeiter mehrmals am Mordtag telefonierte zum NSU-Netzwerk geh&ouml;rt, wenn die Weigerung des damaligen Innenministers Volker Bouffier, eine Aussagegenehmigung f&uuml;r diese &rsaquo;Quelle&lsaquo; zu erteilen, gar nicht dem Wohl des Landes diente, sondern der Verschleierung dieser Zusammenh&auml;nge &hellip; warum werden dann nicht die Ermittlungen neu aufgenommen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/doc\/130412_kassel-zufall-beihilfe-2013.rtf\">Wolf Wetzel [RTF &ndash; 31.7 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>North Korea: why the world needs a ghoul<\/strong><br>\nThe problem with North Korea and the Kim dynasty is that both will continue to exist as long as major regional or global powers, including China, the United States, Russia and Japan, find geopolitical use for them. North Korea is in an awkward way a necessary evil that holds regional powers in balance and helps to maintain a functioning status quo.<br>\nWhen this delicate balance crumbles, a whole new security structure will need to be found. Nobody appears willing to take the first step into the unknown. North Korea&rsquo;s leaders seem well aware of the situation and are trying to exploit this to their own advantage; that is, trying to ensure regime survival and international acceptance as a nuclear power.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/atimes\/Korea\/KOR-01-110413.html\">Asia Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>SPD-Regierungsprogramm: Steinbr&uuml;cks Gerechtigkeitsattrappen<\/strong><br>\n&hellip;Wer aber genau hinschaut, sieht: Die SPD hat in der Steuerpolitik Gerechtigkeitsattrappen errichtet, die sogar W&auml;hler verprellen k&ouml;nnten.<br>\nSo will die SPD beispielsweise eine Verm&ouml;gensteuer einf&uuml;hren, um eine &ldquo;faire Lastenverteilung&rdquo; zu erreichen. Wie diese Steuer aber aussieht, bleibt offen. Klar ist nur: Familienfirmen und Mittelst&auml;ndler sollen nicht belastet werden. F&uuml;r Privatleute gelten hohe Freibetr&auml;ge, im Gespr&auml;ch sind zwei Millionen Euro f&uuml;r Singles und vier Millionen Euro f&uuml;r Verheiratete&hellip;<br>\n&Auml;hnlich unklar sind die SPD-Pl&auml;ne zur Erbschaftsteuer. Die wollen die Genossen &auml;ndern, um die &ldquo;missbr&auml;uchliche Ausnutzung zugunsten weniger reicher Erben nicht l&auml;nger hinzunehmen&rdquo;, hei&szlig;t es im Programm. Doch auch wie das geschehen soll, lassen sie v&ouml;llig offen. Daf&uuml;r sicherte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck zu, Betriebsverm&ouml;gen zu schonen.<br>\nOhne Betriebsverm&ouml;gen einzubeziehen bringen Verm&ouml;gen- und Erbschaftssteuer wenig&hellip;<br>\nDaf&uuml;r will sie den Spitzensteuersatz erh&ouml;hen. Wer mehr als 100.000 Euro im Jahr verdient, soll statt 42 Prozent bald 49 Prozent Einkommensteuer zahlen. Der Satz soll von 42 Prozent f&uuml;r 64.000 Euro auf 49 Prozent f&uuml;r 100.000 Euro steigen. F&uuml;r Ehepaare liegen die Grenzen bei 128.000 Euro bis 200.000 Euro. Regierung und Wirtschaft f&uuml;rchten das Schlimmste, die SPD begebe sich auf einen &ldquo;Marsch aus der Mitte&rdquo;, sagt Unionsfraktionschef Volker Kauder. Das allerdings ist Bl&ouml;dsinn. Nach einer Studie des Bundes der Steuerzahler w&uuml;rde die SPD die Leute erst von einem zu versteuernden Einkommen von &uuml;ber 70.000 Euro zus&auml;tzlich belasten. So viel verdienen in Deutschland nur wenige. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verf&uuml;gen nur 7,9 Prozent der 38,4 Millionen der Einkommensteuerzahler &uuml;ber ein solch hohes Einkommen. Etwa die H&auml;lfte davon sind Familien mit Kindern, die wegen steuerlicher Sonderregeln kaum belastet w&uuml;rden. Gut 96 Prozent der Deutschen trifft die SPD mit ihren Steuerpl&auml;nen also nicht, ein &ldquo;Marsch aus der Mitte&rdquo; sieht anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/spd-regierungsprogramm-steinbruecks-gerichtigkeitsattrappen-1996307.html\">stern.de<\/a> \n<p><strong>Passend dazu: Nahles-Steinbr&uuml;ck-SPD-Wahldampf-Team &ndash; irgendwie ehrlich und dann doch wieder nicht<\/strong><br>\n&ldquo;Das Vorw&auml;rts am Donnerstag&rdquo;, Die Zeit, hat es offenbart: Steinbr&uuml;cks neues Fettn&auml;pfchen. Angriff als beste Verteidigung. Der Werbeslogan einer Leiharbeitsfirma als Wahlkampfslogan f&uuml;r den Kanzlerkandidaten Peer Steinbr&uuml;ck und die SPD zur kommenden Bundestagswahl. &ldquo;Das Wir entscheidet!&rdquo; Nur keine Scheu! Mag man zum Willy Brandt Haus hochrufen. Ihr habt ihr doch zur Bl&uuml;te verholfen, der Leiharbeit. Endlich einmal ein ehrlicher Wahlkampf. Noch mehr Ehrlichkeit ist dem Slogan beizumessen, ber&uuml;cksichtigt man, dass die SPD-Bundestagskandidaten mit &ldquo;das Wir&rdquo; doch wohl nur sich selbst meinen k&ouml;nnen, dass m&ouml;glichst alle Listenplatz- und Direktkandidaten in den Bundestag gelangen m&ouml;gen. Denn wirklich &auml;ndern wollen sie nichts. Das w&auml;re wiederum eine ehrliche &Uuml;berschrift f&uuml;r das Wahlkampfprogramm gewesen: Wirklich &auml;ndern wollen wir nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/04\/11\/nahles-steinbruck-wahldampf-team-irgendwie-ehrlich-und-dann-doch-wieder-nicht\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Studenten wollen keine Werbeauftritte von de Maizi&egrave;re<\/strong><br>\nVerteidigungsminister de Maizi&egrave;re wurde an der Berliner Humboldt-Uni ausgebuht. An den Unis regt sich seit Langem Widerstand gegen Milit&auml;r und R&uuml;stungsforschung&hellip;<br>\nVor ein paar Jahren drehte sich die Kritik von Studenten noch haupts&auml;chlich um Bildungspolitik. Einen H&ouml;hepunkt erreichten sie im Jahr 2009, als bundesweit H&ouml;rs&auml;le besetzt waren und ein &ldquo;Bildungsstreik&rdquo; ausgerufen wurde. Damals ging es haupts&auml;chlich um unmittelbare studentische Interessen, um Themen wie Studiengeb&uuml;hren, Bologna-Reform, finanzielle Ausstattung der Hochschulen. Jetzt, wo die Studiengeb&uuml;hren fl&auml;chendeckend gefallen sind, zuletzt in Bayern per Volksbegehren, scheint man sich wieder zunehmend gesamtgesellschaftlichen Themen zuzuwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/studium\/uni-leben\/2013-04\/de-maiziere-uni-proteste\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>FiBS-Prognose zeigt Mehrbedarf: Bis 2020 fehlen noch 24 Milliarden Euro im Hochschulsystem<\/strong><br>\nNach der neuen Studienanf&auml;nger-Prognose des FiBS sind in den kommenden Jahren mehr finanzielle Mittel, als bisher veranschlagt, f&uuml;r den Ausbau der Hochschulen notwendig. Im laufenden Jahr steigen die Erstsemesterzahlen erneut. Bis 2015 sind doppelt so viele Studienpl&auml;tze zu finanzieren, wie bisher geplant. Zwischen 2015 und 2020 ist von einem weiteren Anstieg der Studiennachfrage um etwa eine halbe Million auszugehen. Jenseits der Bachelor-Studieng&auml;nge werden bis zum Ende des Jahrzehnts zudem &uuml;ber 500.000 Master-Studienpl&auml;tze erforderlich sein, von denen &uuml;ber 200.000 noch finanziert werden m&uuml;ssen. Die Kosten f&uuml;r den zus&auml;tzlichen Ausbau bis 2020 wachsen damit auf rund 24 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news527683\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Wissenschaftsminister von Bund und L&auml;ndern sollen sich heute verst&auml;ndigt haben, dass die deutschen Hochschulen in den n&auml;chsten Jahren gerade einmal 4,4 Milliarden Euro zus&auml;tzlich erhalten sollen, um den Studentenandrang bew&auml;ltigen. Wenn die L&auml;nder ihren Anteil aufbringen. Wenn&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die eurofeindlichen Enten der Boulevardpresse<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union legt fest, wie krumm Gurke sein d&uuml;rfen, verbietet Fris&ouml;sen, Absatzschuhe zu tragen, und finanziert sogar einen Pornofilm! Von diesen und anderen Mythen &uuml;ber die Entscheidungen, die Br&uuml;ssel so trifft, gibt es nicht nur unendlich viele, sondern vor allem sind sie falsch. Und meistens stammen sie aus ein und der gleichen Feder: Den britischen Boulevardbl&auml;ttern.<br>\nErinnern Sie sich noch an die Epoche, in der frittiertes Backwerk aus den Regalen verschwand und durch knittrige und triefende T&uuml;tchen ersetzt wurde, in denen sich vorgestern noch so etwas wie frische Krapfen h&auml;tte befinden k&ouml;nnen, wenn man sie nicht in Kunststofffolie eingewickelt h&auml;tte? Angeblich habe die Europ&auml;ische Union diese gefordert, erkl&auml;rten damals die H&auml;ndler. Falsch! Dies ist ein Mythos.<br>\nMein ganz pers&ouml;nlicher Lieblings-Euro-Mythos ist die Geschichte der Finanzierung des Films des Pornok&ouml;nigs Robert Rosenberg. Genau hier wird n&auml;mlich der Schneeballeffekt besonders deutlich: Eine Information wird zur vorherigen hinzugef&uuml;gt und f&uuml;hrt zu folgendem Ergebnis: &bdquo;Noch eine dieser Faxen der Europ&auml;ischen Union!&ldquo;Macht doch nichts, dass davon nur etwa zehn Prozent wahr sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/3649481-die-eurofeindlichen-enten-der-boulevardpresse\">Presseurop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Tipp: Die aktuelle Ausgabe von Le Monde diplomatique<\/strong><br>\nHeute erschien die  APRILAUSGABE, in der Zenon Pophaidis mit den falschen Wahrheiten &uuml;ber Zypern aufr&auml;umt, Niels Kadritzke dem Traum vom zypriotischen Gas-Bonanza im Mittelmeer auf den Grund geht, Charlotte Wiedemann &uuml;ber ihren Besuch auf dem Weltsozialforum in Tunis schreibt, Gr&eacute;goire Chamayou erz&auml;hlt, wie die Amerikaner zur Drohne kamen und Michael Thumann die Waffenbr&uuml;derschaft zwischen Syrien und Russland erkl&auml;rt. Das komplette Inhaltsverzeichnis finden Sie <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">hier<\/a>.<br>\n(Heute als Beilage zur taz, morgen im Kiosk)<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Umfairteilen-Aktionstag<\/strong><br>\nAuch im Wahljahr 2013 werden viele Aktive an vielen Orten auf die Anliegen des B&uuml;ndnisses aufmerksam machen: Unter anderem wird es am 13. April einen dezentralen Aktionstag geben, viele regionale Umfairteilen-B&uuml;ndnisse bereiten sich schon darauf vor (rote Stecknadeln auf der Karte).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/umfairteilen.de\/termine\/\">umfairteilen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16865","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16865","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16865"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16865\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16868,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16865\/revisions\/16868"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16865"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16865"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16865"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}