{"id":16880,"date":"2013-04-15T17:10:26","date_gmt":"2013-04-15T15:10:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16880"},"modified":"2015-08-07T09:31:12","modified_gmt":"2015-08-07T07:31:12","slug":"wieder-ein-blick-auf-die-uns-umstellenden-manipulationen-durch-falschinformation-pr-weglassen-usw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16880","title":{"rendered":"Wieder ein Blick auf die uns umstellenden Manipulationen durch Falschinformation, PR, Weglassen usw."},"content":{"rendered":"<p>Gelegentlich m&uuml;ssen wir Sie geb&uuml;ndelt darauf hinweisen, dass wir alle die Welt um uns herum nicht richtig begreifen, wenn wir f&uuml;r bare M&uuml;nze nehmen, was uns so serviert und verschwiegen wird. Ich gehe auf einige aktuelle und kurze Zeit zur&uuml;ckliegende F&auml;lle ein. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Softstorys zu Angela Merkel und keine Fragen zum angeblichen Erfolg der deutschen Bundeskanzlerin<\/strong><br>\nDie Public-Relations-Macher von Angela Merkel haben, so der Eindruck, entdeckt, dass jetzt zus&auml;tzlich zu den Storys &uuml;ber die eiserne Kanzlerin auch gro&szlig;e Geschichten &uuml;ber die pers&ouml;nliche Seite von Angela Merkel geschrieben und publiziert werden sollen. Musterbeispiel war die ganze Seite auf Seite drei in der S&uuml;ddeutschen Zeitung von Evelyn Roll. Ein Meisterst&uuml;ck von PR. Dazu ein Kommentar von Alfons Pieper hier &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.wir-in-nrw-blog.de\/2013\/04\/medien-schonen-merkel\/\">Medien schonen Merkel<\/a>&ldquo; hei&szlig;t die &Uuml;berschrift. Sie schonen sie und sie heben sie in den Himmel. Jeder kritische Biss fehlt. Nur so ist der st&auml;ndige Anstieg ihres Ansehens bei Umfragen zu erkl&auml;ren.<br>\nDas entscheidende ist: die Folgen der Politik von Angela Merkel, das aus unserer Sicht folgende Desaster der Eurozone, werden nicht beschrieben und deshalb auch nicht gewertet.<\/li>\n<li><strong>Besch&ouml;nigung der so genannten Leistungen und historischen Rolle von Margret Thatcher<\/strong><br>\nDie g&auml;ngige und auch beim Tod von Margret Thatcher verbreitete Meinung: Sie hat den &bdquo;kranken Mann&ldquo; Gro&szlig;britannien wieder nach vorn gebracht. Sie hat mit den Gewerkschaften aufger&auml;umt, mit harter Hand regiert. Einige der Schattenseiten wurden anl&auml;sslich ihres Todes thematisiert, aber das Gesamtbild ist keinesfalls auch nur ann&auml;hernd objektiv. Mit objektiv meine ich zu beachten, dass bei einem Urteil &uuml;ber die Premierministerin Gro&szlig;britanniens nicht nur die Interessen der Oberschicht gewichtet werden sollten, sondern auch die Lage und die Chancen der Unterschicht und der Mittelschicht. Und au&szlig;erdem muss im konkreten Fall die Frage gestellt werden, was Margret Thatcher sonst hinterlassen und angestellt hat. Ein paar Hinweise:\n<ul>\n<li>Thatcher hat die Existenz der britischen Gewerkschaften nachhaltig besch&auml;digt. Das kann man nur dann positiv w&uuml;rdigen, wenn man die Notwendigkeit des Zusammenschlusses der Schw&auml;cheren in unserer Gesellschaft, der Arbeitnehmer, nicht f&uuml;r eine zentrale Grundlage der Demokratie h&auml;lt. Genau im Umfeld des Todes von Margret Thatcher gab es im Deutschlandfunk einen Bericht und ein Gespr&auml;ch mit einem Gewerkschafter aus &Auml;gypten. Dort k&auml;mpfen die Gewerkschaften sowohl gegen Mubarak-J&uuml;nger wie auch gegen die Islamisten. Im Bericht war korrekterweise festgestellt worden, dass zur demokratischen Entwicklung dieses Landes ganz selbstverst&auml;ndlich starke Gewerkschaften geh&ouml;ren, wovon &Auml;gypten und Gro&szlig;britannien &auml;hnlich weit entfernt sind.<\/li>\n<li>Thatcher hat privatisiert, unter anderem die britischen Eisenbahnen. Das Ergebnis ist eine einzige Katastrophe.<br>\nKorrekturhinweis eines NDS-Lesers, danke vielmals:<br>\nMargaret Thatcher hat zwar so gut wie alles im UK privatisiert, aber an die British Rail hat sich nicht einmal die eiserne Lady herangetraut.<br>\nDas &uuml;berlie&szlig; sie ihrem Nachfolger John Major, der die Privatisierung von 1994 bis 1997 umsetzte. Siehe unter anderem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/British_Rail#Privatisierung_.281994-97.29\">hier<\/a>.\n<\/li>\n<li>Der ehemalige Chefredakteur des Guardian Will Hutton hat mit The State We&rsquo;re In&ldquo; ein kritisches Buch zu Thatcher geschrieben und darin beschrieben, wie korrupt die konservative Premierministerin war. Eindrucksvoll fand ich den von ihm benutzten Begriff &bdquo;Quangos&ldquo; f&uuml;r quasi regierungsnahe Organisationen, in denen Thatcher ihre &bdquo;Unteroffiziere&ldquo; zum Betrieb und zur Finanzierung ihrer Partei unterbrachte. &ndash; Nirgendwo ist seine Kritik aufgenommen worden. <\/li>\n<li>Die Frau hat einen Krieg gef&uuml;hrt, den Falkland-Krieg. Das war ein neuerer Fall der klassischen Kriegf&uuml;hrung zum Zwecke der innenpolitischen Stabilisierung und des Wahlgewinns. Daf&uuml;r wird sie gelobt. Purer Zynismus.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck, der SPD Parteitag und die Machtchancen von Rot-Gr&uuml;n. Nirgendwo die Frage, wie das gehen soll ohne das B&uuml;ndnis mit der Linkspartei.<\/strong><br>\nWer sich nur ein bisschen die Umfragen anschaut, der wird feststellen m&uuml;ssen, dass die Chance, dass Rot-Gr&uuml;n die Bundestagswahlen am 22. September mit der Chance zur Kanzlerwahl gewinnt, gegen null geht. Wenn Sie sich diese Zusammenstellung der <a href=\"http:\/\/www.wahlrecht.de\/umfragen\/index.htm\">Umfragen in den letzten vier Wochen<\/a> anschauen, dann werden Sie finden, dass das beste Ergebnis von Rot und Gr&uuml;n gerade mal 42 % ausmacht. Schwarzgelb hat zwischen 45 und 47 %. Das ist ein beachtlicher Abstand. Wenn man dann noch von der Beobachtung vieler Wahlk&auml;mpfe her wei&szlig;, dass in den letzten Monaten eines Wahlkampfes in der Regel die Regierungsparteien zulegen und nicht die Opposition &ndash; so z.B. ganz markant 1998 &ndash; dann muss man sich wundern, dass die beobachtenden Medien nicht in Gel&auml;chter ausgebrochen sind, und vor allem muss man sich wundern, dass kaum ein Medium entdeckte, dass die Linkspartei mit Werten zwischen sechs und 9 % den Kanzlerwechsel m&ouml;glich machen w&uuml;rde. Und nirgendwo wird Gabriel und Steinbr&uuml;ck nachhaltig gefragt, warum sie einer Illusion nachlaufen, statt die Chance zu sehen. Gut, man k&ouml;nnte in Rechnung stellen, dass sie Angst haben vor der Neuauflage einer Rote-Socken-Kampagne. Aber das kann doch nicht die Sorge der Medien sein.<\/li>\n<li><strong>&bdquo;Euro Retter&ldquo; Sch&auml;uble<\/strong><br>\nSo wird Sch&auml;uble in den Medien gefeiert. Das ist absolut unkritisch geschichtslos.<\/li>\n<li><strong>Wir hier die Guten, dort die B&ouml;sen. <\/strong><br>\nAngewandt auf Deutschland im Verh&auml;ltnis zu den S&uuml;dl&auml;ndern und angewandt auf den &bdquo;guten Westen&ldquo; und die &bdquo;b&ouml;sen Russen&ldquo;. Die auch im Umgang zwischen Menschen g&auml;ngige Methode, sich dadurch zu erh&ouml;hen, dass man den anderen schlecht macht, konnten wir im Umgang mit den S&uuml;dl&auml;ndern beobachten: &bdquo;Ihr Pleitegriechen&ldquo;, &bdquo;Macht Eure Hausaufgaben&ldquo;, &bdquo;H&auml;rte zeigen&ldquo; und vieles mehr.<br>\nDer neue Versuch, die Gef&uuml;hlsweit der F&uuml;nzigerjahre und der Nazizeit wiederzubeleben, in dem man einen grunds&auml;tzlichen Werteunterschied zwischen uns im Westen und &bdquo;den Russen&ldquo; zu konstruieren versucht, war mit H&auml;nden zu greifen beim Disput zwischen Merkel und Putin.<br>\nDas bedarf einer ausf&uuml;hrlichen W&uuml;rdigung. Sie folgt in den n&auml;chsten Tagen.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gelegentlich m&uuml;ssen wir Sie geb&uuml;ndelt darauf hinweisen, dass wir alle die Welt um uns herum nicht richtig begreifen, wenn wir f&uuml;r bare M&uuml;nze nehmen, was uns so serviert und verschwiegen wird. 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